Montag, 23. Oktober 2017

Zugeparkte Stra├čen: „Wenn es hier mal brennt, sind wir machtlos.“


Weinheim/Rhein-Neckar, 16. April 2011. (red/pm) Der Weinheimer Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard hat als Chef der Feuerwehr den Selbstversuch gemacht: Zwei Stunden lang kurvte er am Steuer des feuerroten L├Âschmobils durch die Stadt. Das Ergebnis: In vielen Stra├čen war kein Durchkommen, weil die „Gasse“ durch parkende Autos zu eng war. Im Notfall kann das Menschenleben kosten. Das Problem haben Feuerwehren und Hilfskr├Ąfte ├╝berall – nicht nur in Weinheim.

Von Roland Kern

Der Mann am Steuer schwitzt. Er rangiert noch einmal, versucht, den Wagen ganz gerade an den Engpass zu steuern. Er kurbelt und schaltet, es muss schnell gehen. Noch einmal zur├╝ck, neuer Versuch. Dann gibt es er auf. Er kommt hier nicht durch. Aber dann f├Ąngt das Malheur erst an. Die Stra├če hat keine Wendem├Âglichkeit, langsam tastet sich das Feuerwehrauto wieder r├╝ckw├Ąrts aus der Stra├če heraus, um den Einsatzort von der anderen Seite anzusteuern.

Das war diesmal nur ein Probe-Einsatz und der Mann am Steuer des Feuerwehrautos war kein echter Feuerwehrmann sondern Weinheims Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard, der selbst erfahren wollte, was seinen Feuerwehrleuten Kummer bereitet. Aber im Ernstfall gef├Ąhrden zuparkte Stra├čen und damit versperrte Rettungswege sogar Menschenleben. „Solche Parkzust├Ąnde“, erkl├Ąrt Feuerwehrkommandant Reinhold Albrecht, „sind leider keine Ausnahme, sondern eher die Regel“.

Selbstversuch: Weinheims OB Bernhard ist verzweifelt - hier ist kein Durchkommen f├╝r Rettungsfahrzeuge. Foto: Stadt Weinheim

Zwei Stunden lang kurvte OB Bernhard am Steuer des feuerroten L├Âschmobils durch die Stadt. Es gab zahlreiche Engstellen,
durch die er sich langsam durchtasten musste – was im Ernstfall wichtige Sekunden ausmacht. Und es gab Stellen, da passte definitiv kein Feuerwehrauto durch. Die Feuerwehr wollte damit m├Âglichst ├Âffentlich auf das Dilemma aufmerksam machen. „Wer beim Parken nicht auf das Freihalten von Rettungswegen achtet“, sagt Stadtbrandmeister Albrecht, „der handelt verantwortungslos“.

In der Saarbr├╝cker Stra├če, wo zwei Fahrzeuge direkt gegen├╝ber parkten, gab es zum ersten Mal kein Durchkommen mehr. Mit Rangier- und Wendeman├Âver betr├Ągt die Verz├Âgerung gleich mal f├╝nf Minuten. „Die k├Ânnen entscheidend sein“, wei├č jetzt auch Heiner Bernhard selbst ganz genau.

Kurios dabei: Oft sind es die Anwohner selbst, die ihre Stra├čen blockieren und sich im Brandfall selbst am meisten schaden w├╝rden. „Ich kann das einfach nicht verstehen“, sch├╝ttelt Stadtkommandant Patrick M├╝ller den Kopf, als der Kamerad OB an der Einfahrt in der Kurzen Stra├če scheitert – es gibt kein Durchkommen. „Wenn es hier mal brennt, sind wir machtlos.“

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim.

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