Mittwoch, 22. November 2017

Optimale Sicherheit in den Tunneln im Rhein-Neckar-Kreis

Richtiges Fahrverhalten im Tunnel ausschlaggebend

Heidelberg/Rhein-Neckar, 28. August 2014. (red/pm) Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis ist f├╝r die Sicherheit im Hollmuthtunnel Neckargem├╝nd, Saukopftunnel Weinheim und Tunnel entlang der B535 Schwetzingen zust├Ąndig. Mehr als 6,8 Tunnelkilometer betreut das Stra├čenbauamt der Kreisbeh├Ârde derzeit. Viele Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer haben bei der Fahrt durch die Tunnelr├Âhre ein ungutes Gef├╝hl. [Weiterlesen…]

Informations- und Aufkl├Ąrungskampagne gestartet

Startschuss f├╝r ÔÇ×Baden-W├╝rttemberg gegen den SchlaganfallÔÇť

Stuttgart/Rhein-Neckar, 07. Mai 2013. (red/pm) Die Landesregierung, die Arbeitsgemeinschaft der Schlaganfallstationen Baden-W├╝rttemberg und das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim haben gestern in Stuttgart den Startschuss f├╝r die Initiative ÔÇ×Baden-W├╝rttemberg gegen den SchlaganfallÔÇť gegeben. [Weiterlesen…]

Erste-Hilfe-Apps im Test - auch lokal

Helfen – ja, aber mit dem Smartphone?

Unser Testsieger: Die Erste-Hilfe-App des Samariterbund ├ľsterreich

 

Rhein-Neckar, 01. M├Ąrz 2013. (red/jkr) Ob Verkehrsunfall, verschluckte Erdnuss oder Herzinfarkt – urpl├Âtzlich muss man Ersthelfer sein. Und dann? 73 Prozent der Menschen haben Angst, etwas falsch zu machen. Nicht unberechtigt, denn nur 3,5 Prozent der Befragten konnten die richtige Reihenfolge der zu treffenden Ma├čnahmen an einem Unfallort nennen. K├Ânnen Erste-Hilfe-Apps im Notfall helfen? Wir haben einige unter die Lupe genommen.

Von Johanna Katharina Reichel

Wer hat nicht schon einmal auf der Autobahn im Stau gestanden, weil ein Unfall passiert ist? Wer hat nicht schon einmal im Freundes- oder Bekanntenkreis von einem Herzinfarkt geh├Ârt? Wer hat nicht als Kind irgendetwas angestellt, was ihn oder sie in Gefahr brachte?

Jedem von uns kann fr├╝her oder sp├Ąter in eine Situation kommen, in der wir als Ersthelfer gefragt sind. Doch liegt bei rund 40 Prozent der Erste-Hilfe-Kurs schon ├╝ber zehn Jahre zur├╝ck. Das ergab eine Studie des Samariterbunds ├ľsterreich. Viele Rettungsorganisationen haben daher so genannte ÔÇťErste-Hilfe-AppsÔÇŁ rausgebracht, die den Laien zur Ersthilfe ermutigen sollen. [Weiterlesen…]

„Manchmal ist es ganz sch├Ân knapp“

Nur wenige Zentimeter Platz blieb zwischen parkenden Pkw┬┤s und den Feuerwehrfahrzeugen in Heidelberg-Pfaffengrund. Foto: Marco Priebe

 

 

Rhein-Neckar/Heidelberg-Pfaffengrund, 29. Januar 2012. Ren├ę Priebe ist freier Kamerareporter, arbeitet f├╝r Fernsehsender wie SWR, ZDF, RTL, Zeitungen und auch f├╝r unsere Redaktion. Er ist in der Region gut vernetzt und oft sehr schnell vor Ort, wenn etwas passiert ist. Und er stellt fest, dass die Einsatzkr├Ąfte oft durch parkende Autos behindert werden – jede Behinderung kann im Ernstfall fatale Folgen haben.

 

Von Ren├ę Priebe

Der aktuelle Feuerwehreinsatz am Mittag in der Pfaffengrund Stra├če zeigte es deutlich, wie eng es werden kann wenn die Feuerwehr kommt.

Nur wenige Zentimeter war zwischen den parkenden Autos und der L├Âschfahrzeuge noch Platz um an den Einsatzort zu kommen, das Parken ist hier allerdings erlaubt.

Gl├╝cklichweise musste die Feuerwehr kein Feuer l├Âschen, da der Wohnungseigent├╝mer den kleinen Brand bereits selbst├Ąndig l├Âschen konnte.

Aber man stelle sich mal vor, ┬áein Haus steht im Vollbrand, Menschenleben sind in Lebensgefahr und m├╝ssen gerettet werden, die Drehleiter wird dringend ben├Âtigt und es ist kein Durchkommen…

Nein, ich stelle es mir lieber nicht vor, da ich auch in so einer engen Stra├če in Pfaffengrund wohne. Aber jeder sollte sich einmal Gedanken dar├╝ber machen und vielleicht muss auch gehandelt werden, bevor es zu einer Katastrophe kommt.

 

Information der Polizei zum Einsatz:

„Heidelberg-Pfaffengrund: Technischer Defekt verursacht Feuerwehreinsatz

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts geriet am Sonntagmittag die Sp├╝lmaschine eines Einfamilienhauses in der Pfaffengrundstra├če in Brand. Der Hauseigent├╝mer entdeckte das Feuer gegen 14.30 Uhr und alarmierte sofort die Feuerwehr.

Doch diese musste nicht mehr eingreifen, da der 42-j├Ąhrige den Brand selbst├Ąndig l├Âschen konnte. Vorsichtshalber wurden er und die anderen vier Familienmitglieder wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Sachschaden bel├Ąuft sich auf ca. 500,- Euro.

Quelle: Polizei Heidelberg, Stand: 29.01.12, 16.20 Uhr“

Siehe auch unseren Text:

Zugeparkte Stra├čen: ÔÇ×Wenn es hier mal brennt, sind wir machtlos.ÔÇť

Youtube-Video ├╝ber einen „engen“ Einsatz:

Zugeparkte Stra├čen: „Wenn es hier mal brennt, sind wir machtlos.“


Weinheim/Rhein-Neckar, 16. April 2011. (red/pm) Der Weinheimer Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard hat als Chef der Feuerwehr den Selbstversuch gemacht: Zwei Stunden lang kurvte er am Steuer des feuerroten L├Âschmobils durch die Stadt. Das Ergebnis: In vielen Stra├čen war kein Durchkommen, weil die „Gasse“ durch parkende Autos zu eng war. Im Notfall kann das Menschenleben kosten. Das Problem haben Feuerwehren und Hilfskr├Ąfte ├╝berall – nicht nur in Weinheim.

Von Roland Kern

Der Mann am Steuer schwitzt. Er rangiert noch einmal, versucht, den Wagen ganz gerade an den Engpass zu steuern. Er kurbelt und schaltet, es muss schnell gehen. Noch einmal zur├╝ck, neuer Versuch. Dann gibt es er auf. Er kommt hier nicht durch. Aber dann f├Ąngt das Malheur erst an. Die Stra├če hat keine Wendem├Âglichkeit, langsam tastet sich das Feuerwehrauto wieder r├╝ckw├Ąrts aus der Stra├če heraus, um den Einsatzort von der anderen Seite anzusteuern.

Das war diesmal nur ein Probe-Einsatz und der Mann am Steuer des Feuerwehrautos war kein echter Feuerwehrmann sondern Weinheims Oberb├╝rgermeister Heiner Bernhard, der selbst erfahren wollte, was seinen Feuerwehrleuten Kummer bereitet. Aber im Ernstfall gef├Ąhrden zuparkte Stra├čen und damit versperrte Rettungswege sogar Menschenleben. „Solche Parkzust├Ąnde“, erkl├Ąrt Feuerwehrkommandant Reinhold Albrecht, „sind leider keine Ausnahme, sondern eher die Regel“.

Selbstversuch: Weinheims OB Bernhard ist verzweifelt - hier ist kein Durchkommen f├╝r Rettungsfahrzeuge. Foto: Stadt Weinheim

Zwei Stunden lang kurvte OB Bernhard am Steuer des feuerroten L├Âschmobils durch die Stadt. Es gab zahlreiche Engstellen,
durch die er sich langsam durchtasten musste – was im Ernstfall wichtige Sekunden ausmacht. Und es gab Stellen, da passte definitiv kein Feuerwehrauto durch. Die Feuerwehr wollte damit m├Âglichst ├Âffentlich auf das Dilemma aufmerksam machen. „Wer beim Parken nicht auf das Freihalten von Rettungswegen achtet“, sagt Stadtbrandmeister Albrecht, „der handelt verantwortungslos“.

In der Saarbr├╝cker Stra├če, wo zwei Fahrzeuge direkt gegen├╝ber parkten, gab es zum ersten Mal kein Durchkommen mehr. Mit Rangier- und Wendeman├Âver betr├Ągt die Verz├Âgerung gleich mal f├╝nf Minuten. „Die k├Ânnen entscheidend sein“, wei├č jetzt auch Heiner Bernhard selbst ganz genau.

Kurios dabei: Oft sind es die Anwohner selbst, die ihre Stra├čen blockieren und sich im Brandfall selbst am meisten schaden w├╝rden. „Ich kann das einfach nicht verstehen“, sch├╝ttelt Stadtkommandant Patrick M├╝ller den Kopf, als der Kamerad OB an der Einfahrt in der Kurzen Stra├če scheitert – es gibt kein Durchkommen. „Wenn es hier mal brennt, sind wir machtlos.“

Anmerkung der Redaktion:
Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim.