Donnerstag, 21. November 2019

Wie aus dem Heddesheimblog ein Netzwerk geworden ist

Mit einer Recherche hat alles angefangen…

Das war das "erste" Heddesheimblog - als Unterseite von blogger.de

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 07. Mai 2012. (red) Vor drei Jahren ist das Heddesheimblog.de gestartet. Zun├Ąchst als privates Blog, auf dem der Journalist Hardy Prothmann als B├╝rger seine Gedanken und Recherchen wegen einer umstrittenen Logistik-Ansiedlung ver├Âffentlicht hat. Das Heddesheimblog hat sich in der Branche schnell einen Namen gemacht – als Zukunftsmodell f├╝r einen modernen Lokaljournalismus. Mittlerweile ist daraus ein Blog-Netzwerk geworden – nicht nur in Nordbaden.

Von Hardy Prothmann

Im Fr├╝hjahr 2009 war aus Sicht des Mannheimer Morgens die Welt mehr als in Ordnung. Das Viernheimer Logistik-Unternehmen „Pfenning“ plante eine angebliche 100-Millionen-Euro-Investition in dem beschaulichen Dorf. Bis zu 1.000 Arbeitspl├Ątze, Gewerbesteuer in H├╝lle und F├╝lle, ein gl├╝cklicher B├╝rgermeister – die (bis dato nicht gef├Ąhrdete) Zukunft des Dorfes ist gerettet. So die Botschaft der Zeitung.

Schlechter Zeitungsjournalismus als Anlass

Mir ist selten eine so unkritische Hofberichterstattung untergekommen. Kritische Fragen? Recherchen? Nichts davon war bei dieser Jubelberichterstattung zu erkennen, geschweige denn zu erahnen.

Auch die ARD ist bereits auf das Heddesheimblog aufmerksam geworden. (Klick auf das Bild f├╝hrt zum Artikel)

Weil ich als B├╝rger in Heddesheim selbst vom starken Verkehrsaufkommen betroffen war, fing ich an, ein wenig zu recherchieren. Als erstes im Archiv des Mannheimer Morgens – so wie eigentlich ein Redakteur der Zeitung eine Recherche beginnen sollte. Und ich wurde f├╝ndig: Rund drei Dutzend Artikel gab das Online-Archiv her. Alle negativ ├╝ber dieses „Familienunternehmen Pfenning“, das ohne jeden Bezug zu den kritischen Berichten als „Heilsbringer“ f├╝r Heddesheim gefeiert wurde.

Wohin mit meinen Recherchen? Dem Mannheimer Morgen als „Thema“ anbieten? Sicher nicht. Ich habe meine Texte zun├Ąchst bei blogger.de (siehe Foto oben) eingestellt. Der erste Text erschien am 28. Aprl 2009: „Alles gut oder alles schlecht mit Pfenning in Heddesheim?“ Und ist nach wie vor sehr lesenswert.

Gro├čes Interesse – wachsende Zugriffszahlen

Die Zugriffszahlen gingen binnen weniger Tagen so schnell nach oben, dass die Seite oft nicht erreichbar war. Ich mietete deswegen eigenen Speicherplatz und ver├Âffentlichte auch andere lokale Nachrichten.

Auch das fand Interesse und Anklag und nach wenigen Wochen reifte die Idee, ob es nicht m├Âglich w├Ąre, eine eigene Lokalzeitung im Internet zu gr├╝nden. Ich hatte schon von ├Ąhnlichen Projekten geh├Ârt, aber das waren oft nur „Versuche“.

Ich versuchte mit. Die erste Erfahrung war: „Mein“ Journalismus war in der nordbadischen Provinz eine Zumutung. Es enstanden schnell zwei Lager: Die einen jubelten, die anderen kotzten. Auch, weil ich kurz nach dem Start vom Heddesheimblog in den Heddesheimer Gemeinderat gew├Ąhlt worden war – diese Funktion habe ich nach einem Umzug nach Mannheim aufgeben m├╝ssen.

Auch wir sind Gegenstand von Berichterstattung - gut 300 Berichte wurden ├╝ber das Konzept und die Macher vom Heddesheimblog bereits verfasst.

Kritische Nachfragen? Meinungsstarke Kommentare? Investigative Recherchen? Das war man im Verbreitungsgebiet der Monopolzeitung Mannheimer Morgen nicht gewohnt. Die Zugriffszahlen stiegen rasant und auch bundesweit wurde das Heddesheimblog in der Journalistenbranche ein Begriff. „Was macht der Prothmann da?“, wurde gefragt. Ist das ein Ego-Projekt eines bei├čw├╝tigen Journalisten oder vielleicht ein Zukunftsprojekt f├╝r einen neuen Lokaljournalismus?

Zahlreiche Branchenberichte

Ende 2009 w├Ąhlte mich eine Jury in der Kategorie „Regionales“ auf Platz 3 unter die 100 Journalisten des Jahres 2009. Seit dem Start des Heddesheimblogs wurde ich als Redner, Seminarleiter oder Podiumsteilnehmer engagiert. Bei der Initiative Tageszeitung, dem Deutschen Journalistenverband, dem Bayerichen Journalistenverband, auf Kongresse, an Hochschulen, zu Unternehmer-Workshops.

Mittlerweile gibt es Dutzende von journalisten Studien- und Masterarbeiten, die das Heddesheimblog und andere lokale Internetmedien zum Thema gemacht haben und rund 300 Presse-Ver├Âffentlichungen mit Bezug auf diese Form von Lokaljournalismus. Spiegel Online, FAZ, S├╝ddeutsche, taz, Welt, ARD, NDR, Tagesspiegel, Berliner Zeitung – die Liste der „bekannten“ Medien, die ├╝ber den Journalismus in der Provinz geschrieben haben, ist lang. Auch bei den Nachdenkseiten oder fefes Blog ist das Heddesheimblog Thema.

Oder das Prinzip. Das Heddesheimblog ist l├Ąngst ├╝ber den Ort hinausgegangen. Ende 2009 kam das Hirschbergblog.de dazu, Anfang 2010 das Ladenburgblog.de, Ende 2010 das Weinheimblog.de, Anfang 2011 das Rheinneckarblog.de, das Viernheimblog.de und seit Anfang 2012 sechs weitere Gemeinden des Wahlkreises Weinheim.

Netzwerk weitet sich aus: istlokal

Mit dem Unternehmer Peter Posztos habe ich im Herbst 2011 die Firma Istlokal Medienservie UG gegr├╝ndet, weil wir unsere Erfahrungen auch anderne zur Verf├╝gung stellen wollen. Peter Posztos macht die Tegernseer Stimme, ebenfalls eine lokale Zeitung im Internet. Seit Anfang 2012 vermarkten wir unser Produkt Istlokal OS und haben schnell neue Partner gefunden – beispielsweise in Bretten, Schweinfurt oder Weiterstadt.

Dar├╝ber hinaus gibt es ein Netzwerk von weiteren lokal arbeitenden Journalisten, wie Stefan Aigner in Regensburg oder Hubert Denk in Passau. Auch Philipp Schw├Ârbel in Berlin hat mit seinen Prenzlauer Berg Nachrichten schon viel Aufmerksamkeit erlangt.

Immer mehr Lokaljournalisten gr├╝nden Blogs und nutzen beispielsweise wie wir die Istlokal OS-Software.

 

Uns alle vereint, dass wir guten, seri├Âsen und vor allem kritischen Journalismus anbieten wollen. Einen Journalismus, der sich traut, Fragen zu stellen und nicht nur vorgefertigte Informationen zu erhalten. Keine Wohlf├╝hl-Schwurbelei, sondern eine f├╝r die Demokratie herausragende Aufgabe zu erf├╝llen. Meinungen durch Informationen zu erm├Âglichen. Der Artikel 5 unseres Grundgesetzes ist die Gesch├Ąftsgrundlage.

Um diese Arbeit zu finanzieren, setzen wir auf Werbeeinnahmen – wie eh und je bei den Medien. Wir erzeugen Aufmerksamkeit und verkaufen diese. Das ist ein seri├Âses Gesch├Ąft.

Kleines, engagiertes Team

Zur Zeit arbeitet ein festes Team von sieben Mitarbeitern f├╝r die „Rheinneckarblogs“ – dazu weitere freie Journalisten, Kolumnisten und freundschaftlich verbundene Kollegen. Im Vergleich zur Personalausstattung der anderen Medien im Berichtsgebiet sind wir sehr klein aufgestellt – im Vergleich mit anderen setzen wir aber immer wieder Themen, die Thema sind.

Im Herbst 2011 beispielsweise mit der Fischfutter-Aff├Ąre. Der gr├╝ne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian-Str├Âbele hatte uns f├╝r einen Bericht abgemahnt. S├Ąmtliche Berliner Zeitungen berichteten ├╝ber den Skandal, viele weitere Zeitungen und auch der NDR. Insgesamt wurde unser Bericht innerhalb weniger Tage gut 140.000 Mal aufgerufen, anfangs st├╝rzte gar der Server wegen der massiven Zugriffe ab.

Zuletzt mahnte uns der Gr├╝nen-Bundespolitiker Hans-Christian Str├Âbele ab - und zog die juristische Attacke wieder zur├╝ck. Quelle: Die Welt

 

Die lokalen Zeitungen Mannheimer Morgen, Weinheimer Nachrichten und Rhein-Neckar-Zeitung hielten sich „zur├╝ck“, denn aus deren Sicht gibt es uns nicht. Die Fischfutter-Aff├Ąre mitten im Berichtsgebiet? Kein Thema f├╝r die „unabh├Ąngigen“ Printjournalisten.

Aus unserer Sicht gibt es die Zeitungen – und vor allem viel schlechten Journalismus. Was wir immer wieder thematisieren, wenn deren gesch├Ânte und klientelabh├Ąngige „Berichterstattung“ skandal├Âs wird. So werden umgeschriebene Pressemitteilungen als eigene Berichte ausgegeben oder noch schlimmer – Themen h├Ąufig gar nicht berichtet, wenn sie den Zeitungen nicht „passen“. Und das betrifft beim besten Willen nicht nur uns. Was nicht berichtet wird, ist auch nicht passiert.

Juristische Attacken

F├╝r mich pers├Ânlich hat diese Arbeit auch viele Nachteile gebracht. Seit nunmehr 21 Jahren arbeite ich als Journalist, 18 Jahre ohne jegliche juristische Streitigkeiten. In den vergangenen drei Jahren habe ich 11 Abmahnungen erhalten. Einmal habe ich eine Einstweilige Verf├╝gung wegen widriger Umst├Ąnde „akzeptiert“, einen Vergleich geschlossen, 9 Mal konnte ich die Abmahnung abwehren. Unterm Strich haben diese Prozesse gut 20.000 Euro gekostet, weil man nicht wollte, das publik wird, was ├Âffentlich sein sollte. Und diese Prozesse kosten auch viele Nerven.

Sehr erfreulich ist der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern. Viele unserer Artikel entstehen, weil wir Hinweise bekommen. Beobachtungen, Gedanken, Erfahrungen von Menschen, die sich Anteil haben und nehmen an unserer Gesellschaft und nicht gleichg├╝ltig sind. Diesen m├Âchte ich stellvertretend f├╝r das Team danken.

Ebenfalls erfreulich ist die Zusammenarbeit mit vielen Beh├Ârden, die die Meinungsfreiheit hoch achten. Explizit m├Âchte ich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei loben und in weiten Teilen auch mit den Feuerwehren. In unserem Berichtsgebiet sind zwei Namen erw├Ąhnenswert, B├╝rgermeister Manuel Just in Hirschberg und B├╝rgermeister Rainer Ziegler in Ladenburg, die sich kommunikativ sehr hervortun. Auch B├╝rgermeister Lorenz in Dossenheim m├Âchte ich gerne als neuen Kontakt erw├Ąhnen, der uns beim Antrittsbesuch sehr freundlich empfangen hat. In den anderen Orten beginnen wir die Arbeit erst und die Kontakte stehen noch bevor.

Den Heddesheimer B├╝rgermeister Micheal Kessler muss ich leider nach wie vor als ausgewiesenen Feind der Pressefreiheit besonders hervorheben. Sein Amtsverst├Ąndnis kommt in diesem Bericht sehr eindeutig zur Sprache: „Ich bin die Gemeinde.“

Unabh├Ąngige Berichterstattung

Wie unabh├Ąngig wir tats├Ąchlich arbeiten, erkennt jeder, der unsere Berichterstattung verfolgt. Wir kritisieren „Gr├╝ne“ ebenso wie „Schwarze“, scheuen uns nicht vor „Rot“ oder „Geld“ oder „Orange“.┬á Aber auch hier bieten wir Meinungen an: Ganz verallgemeinernd stellen wir fest, dass die CDU, die SPD und die FDP in der Region unserer Berichterstattung nicht wohlgesonnen sind.

Explizit die Ladenburger und Weinheimer CDU m├Âchten wir lobend ausnehmen – nicht weil diese mit unser Berichterstattung „zufrieden“ sind, sondern weil sie gespr├Ąchsbereit sind. In Hirschberg explizit die Freien W├Ąhler und in Weinheim explizit Herrn Carsten Labudda (Die Linke) und Weinheim Plus. Die genannten Personen und Parteien suchen den Ausstausch und die Kritik – was gut ist. Explizit muss auch der Gr├╝ne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl erw├Ąhnt werden – trotz kontr├Ąrer Meinungen haben er und seine Mannschaft sich immer korrekt auf unsere journalistischen Anfragen hin verhalten.

Mit Recherchen zum Logistik-Zentrum "Pfenning" hat das Heddesheimblog angefangen - unsere Berichte konnten den Bau des Klotzes nicht verhindern, aber zur Aufkl├Ąrung beitragen. "Das hab ich nicht gewusst", kann keiner mehr sagen.

 

Unentschieden ist noch das Verh├Ąltnis zum Landratsamt. Nachdem wir dem stellvertretenden Landrat (Jurist) erst unter Verweis auf ein Bundesverfassungsgerichtsurteil klar machen konnten, dass wir „Presse“ sind, gibt es mittlerweile mit Stefan Dallinger (CDU) einen neuen, sehr kommunikativen (und fraktions├╝bergreifend gelobten) Landrat, der sich aber unser Ansicht nach noch ein wenig scheut, aktiv ├╝ber unsere Blogs mehr in Kontakt mit der Bev├Âlkerung zu treten. Wir werden herausfinden, wie es wirklich ist.

Der Kontakt zum Mannheimer Oberb├╝rgermeister Dr. Peter Kurz basiert auf einer gemeinsamen Vergangenheit – als freier Mitarbeiter f├╝r den Mannheimer Morgen habe ich den damaligen Stadtrat als sehr engagierte Pers├Ânlichkeit kennengelernt und ihn vor seiner Wahl zum OB portr├Ątiert. Zuletzt hat sich dessen Engagement bei der Gegendemo zum NPD-Aufmarsch best├Ątigt (Hierzu unsere Reportage auf dem Rheinneckarblog: „Warten auf den rechten P├Âbel„). Zu seinem Kollegen W├╝rzner in Heidelberg besteht noch kein pers├Ânlicher Kontakt, aber das wird sich ├Ąndern.

Vernetzter Journalismus vor Ort

Die miteinander vernetztenden Ortsblogs haben ein Konzept: Wir ver├Âffentlichen Nachrichten, die f├╝r die Menschen vor Ort wichtig sind. Und wir zeigen auf, wie die Gemeinden miteinander vernetzt sind – auf vielf├Ąltige Weise. Ob zu Verkehrs- oder Umweltschutzthemen, gemeinsamen Verb├Ąnden und Vertr├Ągen – unsere Gemeinden im Berichtsgebiet sind vielf├Ąltig verbunden, ebenso die Leserinnen und Leser.

Vielleicht vermisst man die ein oder andere Nachricht – da bitten wir um Nachsicht. Unsere Redaktion arbeitet sehr engagiert und wir m├╝ssen manchmal den Mut zur L├╝cke haben, weil wir (noch) nicht jeden Termin besetzen k├Ânnen.

Sicher ist es auch Zeit, sich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren. ├ťberbordende Berichte in den Zeitungen ├╝ber Vereinsfeste haben Bed├╝rfnisse geweckt, die fraglich sind. Was ist die Nachricht? „F├╝rs leibliche Wohl wurde gesorgt?“ Meinetwegen: Der Satz erz├Ąhlt die gesamte Geschichte. Es gab zu Essen und zu Trinken. Und wenn das nicht reicht, ruft man auch h├Âhrere Instanzen dazu: „Der Wettergott war den G├Ąsten gn├Ądig, der k├╝hle Gerstensaft flo├č in Str├Âmen und die Luft war erf├╝llt vom Duft leckerer Bratw├╝rste“.

Gegen die Bratwurst-Berichterstattung

Das ist fettigster Bratwurst-„Journalismus“ und hat mit Journalismus nichts zu tun. Ganz klar ist es wichtig und richtig ├╝ber Feste zu berichten. Wir machen das auch – bei Vereinsfesten oft nur mit kurzen Texten (Ein Fest hat stattgefunden), daf├╝r aber mit vielen Fotos. Die erz├Ąhlen die Geschichte besser als zusammengeschwurbelte Nonsens-„Berichte“.

Sie, liebe Leserinnen und Leser, k├Ânnen aktiv daran teilhaben, das „Produkt“ Journalismus zu bewerten. Bringen Sie sich ein – schreiben Sie uns und anderen, was gef├Ąllt und was nicht. Journalismus muss man nicht hinnehmen, man kann seit dem Internet daran teilhaben. Sie k├Ânnen Kommentare schreiben und viel einfacher als fr├╝her die Redaktion direkt erreichen, sich mit Hinweisen, Vorschl├Ągen und Kritik einbringen. Jedenfalls bei uns.

Wir freuen uns ├╝ber die Beliebtheit unserer Montagskolumnen, der ausgew├Ąhlten Tipps & Termine und der regen Teilnahme ├╝ber Kommentare auf den Blogs oder bei unseren Facebook-Seiten.

Herzlichen Dank an die Leser und Kunden

Nach drei Jahren Heddesheimblog & Co, m├Âchte ich Ihnen sehr herzlich genau daf├╝r danken. F├╝r Unterst├╝tzung und Kritik – beides gab es zuhauf.

Hardy Prothmann ist seit 21 Jahren als Journalist t├Ątig und seit drei Jahren als "Blogger".

F├╝r die Zukunft w├╝nsche ich mir noch mehr kritische Anteilnahme, weil wir alle gemeinsam mit unserem Interesse f├╝r etwas einstehen, was ein absolutes Privileg ist: Freiheit, vor allem Meinungsfreiheit. Ohne diese ist Demokratie nicht m├Âglich. Da ich viel im Ausland gelebt habe und auch von dort berichtet, wei├č ich unser freiheitliche Grundordnung uneres Heimatlandes sehr zu sch├Ątzen.

Deswegen freue ich mich mit Ihnen und dem Team, wenn Sie uns weiter gewogen bleiben, uns mit Interesse und Informationen unterst├╝tzen. Den anderen „Heddesheimblogs“, egal, ob am Tegernsee, im Prenzlauer Berg, in Regensburg, in Weiterstadt oder Bretten oder Schweinfurt oder in vielen anderen Orten w├╝nschen wir viel Erfolg, immer den richtigen journalistischen Riecher und einen erfolgreichen Aufbau ihrer Angebote.

In diesem Sinne m├Âchte ich mich bei allen Mitwirkenden bedanken, selbstverst├Ąndlich sehr besonders bei meiner Frau und der Familie, f├╝r das Engagement, das Verst├Ąndnis, das Interesse und die aktive Teilnahme.

Im ersten Interview zum „Heddesheimblog“ hat mich der Kollege Thomas Mrazek gefragt, warum ich das mache, was meine Motivation ist?

Meine Antwort: Ich habe den Spa├č meines Lebens.

Das gilt bis heute.

Herzlichst Ihr

Hardy Prothmann

In eigener Sache: istlokal.de-Mitglied Hubert Denk wehrt sich erfolgreich gegen Einstweilige Verf├╝gung


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 15. M├Ąrz 2011. Freie Journalisten und Blogger werden von manchen gerne als Freiwild betrachtet – die Jagd auf sie ist eine juristische. Mit Abmahnungen und Eidesstattlichen Verf├╝gungen versucht man, sie und ihre Arbeit zu behindern oder gar ganz zum Schweigen zu bringen. Der schwerreiche Laborarzt Dr. Bernhard Schottdorf hat den Passauer Journalisten Hubert Denk verklagt. Das Landgericht K├Âln hatte eine einstweilige Verf├╝gung gegen Denk erlassen, das Oberlandesgericht K├Âln hat diese heute aufgehoben.

F├╝r Hubert Denk und viele freie Journalisten ist dieses Urteil ein Grund zur Freude. Das Oberlandesgericht K├Âln hat best├Ątigt, dass seine Berichterstattung ├╝ber einen Betrugsfall korrekt war.

Journalisten-Netzwerk istlokal.de

Doch bis zu dieser gerichtlichen Best├Ątigung musste Denk einiges an Druck und Arbeit auf sich nehmen und ein Prozesskostenrisiko von ├╝ber 10.000 Euro – f├╝r einen einzigen Artikel. Auch der psychologische Druck ist enorm – die Anklage, das erste Urteil, die Behauptung, man habe „schlecht recherchiert“, all das muss man als Journalist ertragen. Und ist nat├╝rlich sehr vorsichtig, denn jeder weitere Prozess kann das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Das Oberlandesgericht K├Âln hat keinen Zweifel an der guten Arbeit von Hubert Denk gehabt und wieder einmal best├Ątigt, dass die Landgerichte sehr schnell falsche Urteile erlassen, die h├Âhere Instanzen wieder aufheben.

Hubert Denk ist mit seinem B├╝rgerblick Passau wie fast 50 andere journalistische, darunter unsere Blogs, Teil eines neuen Netzwerks: istlokal.de.

Diese Netzwerk hat die F├Ârderung des Lokal- und Regionaljournalismus zum Ziel, der von den monopolistischen Zeitungsverlagen immer mehr vernachl├Ąssigt wird.

Anbei dokumentieren wir die Pressemitteilung von istlokal.de.

Passau/K├Âln, 15. M├Ąrz 2011. Heute hat das Oberlandesgericht die korrekte Berichterstattung des istlokal.de-Mitglieds Hubert Denk (B├╝rgerblick Passau) best├Ątigt. Ein zuvor vom Landgericht K├Âln gegen Denk erlassene Einstweilige Verf├╝gung wurde aufgehoben. Der Labormedizin-Unternehmer Dr. Bernhard Schottdorf hatte per Einstweiliger Verf├╝gung und fliegendem Gerichtsstand versucht, die Berichterstattung von B├╝rgerblick Passau zu unterbinden.

„Ich muss Hubert Denk ein gro├čes Lob aussprechen. Er hat es geschafft durchzuhalten“, sagt Medien-Anwalt Dr. Klaus Rehbock.

Vor dem Oberlandesgericht K├Âln hat sich der Herausgeber des Passauer Magazins B├╝rgerblick erfolgreich gegen einen Zensur-Versuch des milliardenschweren Labor-Konzern von Dr. Bernhard Schottdorf gewehrt. Die Klage wurde in allen Punkten zur├╝ckgenommen.

Das per Einstweiliger Verf├╝gung erwirkte und zun├Ąchst vom Landgericht K├Âln best├Ątigte Verbot eines kompletten Artikels auf B├╝rgerblick Passau ist damit hinf├Ąllig.

Der freie Journalist Hubert Denk hatte ├╝ber den Betrugsprozess gegen einen M├╝nchner Heilpraktiker, der durch das „System Schottdorf“ einen Gro├čteil seiner ergaunerten Erl├Âse erzielt hat, berichtet. Im Zeugenstand berichteten LKA-Beamten der SOKO „Labor“, wie sie bei ihren Ermittlungen auf eine Parteispende gesto├čen seien, die dem damaligen Ministerpr├Ąsidenten Stoiber pers├Ânlich zugestellt worden war und ├╝ber die aus ihrer Sicht sp├╝rbare Behinderung der Ermittlungen.

„Er hat die Wahrheit geschrieben“, so sein Rechtsanwalt Rehbock.

Gegen diesen Bericht war Schottdorf zun├Ąchst mit dem Hamburger „Star“-Anwalt Matthias Prinz vorgegangen. F├╝r die zweite Instanz hatte Schottdorf nun Dr. Peter Gauweiler engagiert. Der ehemalige CSU-Staatssekret├Ąr ist als konservativer Hardliner bekannt und sitzt als Bundestagsabgeordneter im Ausschusses f├╝r Kultur und Medien, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist.

Am Dienstag schloss sich das Oberlandesgericht K├Âln in allen Punkte der Argumentation von Rehbock an. Nach einem halbst├╝ndigen Telefonat nahm Schottdorf-Anwalt Dr. Peter Gauweiler die Klage in allen Punkten zur├╝ck und verzichtete auf s├Ąmtliche Rechte aus der Einstweiligen Verf├╝gung.

Die Kosten f├╝r die Einstweilige Verf├╝gung und die beiden Gerichtsverfahren muss Schottdorf in voller H├Âhe tragen. Zuletzt lag der Streitwert bei 30.000 Euro.

Das Journalisten-Netzwerk istlokal.de begr├╝├čt die klare Haltung des Oberlandesgerichts K├Âln und hofft, dass nun auch andere finanzkr├Ąftige Unternehmen und Institutionen zur Kenntnis nehmen, dass sich unliebsame Berichterstattung nicht einfach durch die Androhung teurer Gerichtsprozesse unterbinden l├Ąsst.

Das Netzwerk istlokal.de setzt sich unter anderem bei Rechtsstreitigkeiten f├╝r seine Mitglieder ein – zun├Ąchst mit dem bescheidenen Mittel der ├ľffentlichkeitsarbeit. Langfristig ist auch ein Rechtsschutz f├╝r istlokal.de-Mitglieder geplant.

Ãœber istlokal.de

istlokal.de kritisiert den „fliegenden Gerichtsstand“, der Verfahren f├╝r die journalistischen Kleinunternehmer zus├Ątzlich (und vermutlich absichtlich) verteuert.

istlokal.de wird zudem transparent darlegen, welche Unternehmen, Institutionen, Privatpersonen und Anw├Ąlte besonders klagefreudig sind und gegen die Meinungs- und Pressefreiheit agieren.

istlokal.de wird aber auch kritisch und transparent Stellung beziehen, wenn Mitglieder des Netzwerkes Fehler gemacht haben sollten und die Mitglieder unterst├╝tzen, m├Âglichst korrekt und fehlerfrei zu berichten. Das Ziel von istlokal.de ist die F├Ârderung des Lokal- und Regionaljournalismus.

Siehe auch:
Schottdorf gegen B├╝rgerblick: Freie Presse gewinnt

Pressemitteilung von istlokal.de, 15. M├Ąrz 2011
Zur teilweisen oder vollst├Ąndigen Verwendung freigegeben.

In eigener Sache: rheinneckarblog istlokal.de


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 25. Januar 2011. Ende 2010 haben die Journalisten Stefan Aigner und Hardy Prothmann sowie der Diplom-Medienp├Ądagoge Thomas Pfeiffer das Netzwerk istlokal.de gestartet. Das Netzwerk unterst├╝tzt journalistische Angebote im Internet, die lokal oder regional informieren.

Von Hardy Prothmann

Die lokale Berichterstattung bietet die exklusivsten Nachrichten der Welt. Was vor Ort passiert, betrifft die Menschen, die dort leben. Egal ob in M├╝nchen, Berlin, K├Âln, Stuttgart, auf dem platten Land oder in einem Ballungsraum. Oder in New York, Los Angeles, Paris, London, Mailand, Barcelona.

In den vergangenen zwei Jahren sind in vielen Orten Deutschlands lokale „Blogs“ oder digitale Internet-Zeitungen entstanden und auch 2011 werden viele neue Angebote dazukommen. Mal sind es politisch engangierte B├╝rger, mal Journalisten, die das „nebenbei“ machen. Aber immer mehr Angebote werden mit dem Anspruch der Herausgeber betrieben, von dieser Arbeit auch leben zu k├Ânnen.

Kritischer Zustand des Journalismus.

Jeder, der ein kommerzielles Angbot betreibt, steht dabei vor denselben Problemen: Der lokale und regionale Werbemarkt im Internet ist noch nicht befriedigend entwickelt, noch nicht einmal ausreichend.

Das Portal von istlokal.de bietet vernetzten Journalismus.

Aus gutem Grund. Die Presselandschaft in Deutschland ist ├╝berwiegend monopolisiert. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es fast nur noch „Einzeitungskreise“ – sprich, es gibt keinen journalistischen Wettbewerb mehr vor Ort. Die Monopolzeitungen bestimmen, ├╝ber wen was wann wie berichtet wird.

Wozu das f├╝hrt, zeigt das Beispiel Stuttgart21 deutlich. Die Stuttgarter Zeitung hat kaum kritisch berichtet – aus gutem Grund. Wie der stern mit dem Hintergrundbericht „Fahrt auf schw├Ąbischem Filz“ offenlegte, geh├Ârt die Zeitung zur S├╝dwestdeutschen Medienholding (SWMH), die vor einiger Zeit die S├╝ddeutsche Zeitung gekauft hat.

„Fahrt auf schw├Ąbischem Filz.“

Ein schwerer finanzieller Brocken, der das Unternehmen in Schwierigkeiten brachte. Ãœber die Landesbank Baden-Württemberg nahm man ein Schuldscheindarlehen über 300 Millionen Euro auf, so der Bericht.

Darin hei├čt es: „Die LBBW war hierf├╝r ein idealer Partner. Vorsitzender ihrer Tr├Ągerversammlung ist Ministerpr├Ąsident Mappus. In ihrem Verwaltungsrat hat die Politik das Sagen. Vorsitzender ist der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Schneider, Pr├Ąsident des baden-w├╝rttembergischen Sparkassenverbands. Mitglieder des Verwaltungsrats sind unter anderem der Stuttgarter OB Wolfgang Schuster, die CDU-Landesminister Wolfgang Reinhart (Berlin/Europa) und Willi St├Ąchele (Finanzen), die Unternehmer Heinz D├╝rr und Dieter Hundt und Claus Schmiedel, Chef der SPD-Fraktion im Landtag. Der hielt Stuttgart 21 bis vor kurzem f├╝r „menschenfreundlich, umweltfreundlich und relativ schnell realisierbar.“

Solche Verbindungen lassen vermuten, dass eine objektive Berichterstattung nicht mehr gegeben ist.

Der stern berichtet ├╝ber die Verfilzung von Medien, Politik und Wirtschaft.

Zur├╝ck zum Werbemarkt – der wird von Zeitungen dominiert. Und jede Anzeige, die von Print nach Online abwandert, ist ein Verlust, der die Zeitungen trifft. Die haben folglich ├╝berhaupt kein Interesse, den Online-Werbemarkt zu entwickeln. Denn Online-Anzeigen sind g├╝nstiger, sprich, bringen den Zeitungen weniger Einnahmen.

Dramatische Entwicklung.

Und wer sich online informiert, auch durch Werbung, braucht keine Zeitung mehr – die teils dramatisch zur├╝ckgehenden Auflagen- und Abozahlen zeigen deutlich, unter welchem wirtschaftlichem Druck Zeitungen stehen.

Mit dramatischen Folgen f├╝r die B├╝rgerinnen und B├╝rger: Die Berichterstattung wird zunehmend flacher, da die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren hunderte Journalisten entlassen haben. Es gibt Regionen in Deutschland, ├╝ber die ├╝berhaupt keine Berichterstattung mehr stattfindet. Die ungepr├╝fte ├â┼ôbernahmen von „PR-Artikel“ ist an der Tagesordnung.

Wer aufmerksam die Zeitung liest, stellt fest, dass der ├╝berwiegende Teil der Artikel nicht mehr redaktionell vor Ort erarbeitet wird, sondern au├čerhalb der Zeitung. Ob als Agenturmeldung oder PR-Text.

Und es gibt jede Menge Lokalredakteure, die eine Pressemitteilung ein wenig umschreiben und dann unter ihrem Namen als eigenen Artikel ver├Âffentlichen. Das ist Betrug am Leser. Und der findet t├Ąglich ├╝berall statt.

Journalismus ist wichtig f├╝r die Demokratie.

Und es schadet der Glaubw├╝rdigkeit des Journalismus, der eigentlich die „4. Macht“ im Staate sein soll. Durch kritisches Pr├╝fen von Informationen, durch Recherche von Hintergr├╝nden und Verbindungen, durch eine objektive Berichterstattung. Diese Aufgabe ist enorm wichtig, um eine Demokratie stabil zu halten.

Engagierte B├╝rger und freie Journalisten gr├╝nden deshalb ihre eigenen Medien – aus Frust ├╝ber die unzul├Ąngliche „Lobby“-Berichterstattung der Zeitungen, die oft mehr verschweigen, denn berichten. Aus der ├â┼ôberzeugung heraus, dass dort immer weniger echter Journalismus stattfindet.

Die Alternative hei├čen Blog oder Internet-Zeitung – die Namensgebung spielt keine Rolle, sondern der Inhalt. Hier finden Dokumentation und kritische Berichte statt.

Vielf├Ąltige Herausforderungen.

„B├╝rgerjournalisten“ stehen dabei vor der Herausforderung, wie sie diese journalistische T├Ątigkeit wahrnehmen. Journalismus ist ein Handwerk, das man lernen kann und muss. Ohne Kenntnisse in Sachen Recherche, Schreiben und auch Medienrecht werden wichtige Informationen nicht gefunden oder es drohen Abmahnungen von denen, die sich durch die Berichte „gest├Ârt“ f├╝hlen – sei es die Kirche, seien es Unternehmen oder Politiker oder ├âÔÇ×mter.

Hardy Prothmann ist verantwortlicher Redakteur f├╝r die Angebote des rheinneckarblogs. Bild: sap

Professionelle Journalisten brauchen Einnahmen, von denen sie leben k├Ânnen und mit denen sie ihre Arbeit finanzieren. Also Werbeeinnahmen. Manche gr├╝nden auch F├Ârdervereine, die die Arbeit ├╝ber Mitgliedsbeitr├Ąge und Spenden finanzieren.

Das Netzwerk istlokal.de will eine Genossenschaft gr├╝nden, in der unabh├Ąngige Internet-Medien, die lokal und/oder regional berichten, sich organisieren. Um journalistische Aus- und Fortbildung anzubieten. Um sich bei technischen L├Âsungen zu unterst├╝tzen, um sich rechtlich wehren zu k├Ânnen und nat├╝rlich, um den lokal-regionalen Onlinewerbemarkt voranzubringen.

Wir stehen dabei in Konkurrenz zu den Tageszeitungen. Journalistisch und auch gesch├Ąftlich.

Vernetzter Journalismus.

Wo es schon teils herausragende lokale Angebote gibt, k├Ânnen Sie auf unserer Seite istlokal.de nachschauen. Wenn Sie selbst ein Angebot planen, k├Ânnen Sie sich gerne an uns wenden. Wenn Sie schon ein Angebot in Betrieb haben, schlie├čen Sie sich uns an. Die notwendigen Informationen finden Sie auf unserer Website.

istlokal.de wird seine Mitglieder, egal ob hauptberufliche Journalisten oder B├╝rgerjournalisten, unterst├╝tzen. Zum einen zur F├Ârderung der Presse- und Meinungsfreiheit, zum anderen als „Unternehmer“-Verband f├╝r professionelle Journalisten. Und wir sind ├╝berzeugt davon, dass wir auch die Wirtschaft, die Vereine, die Forschung und andere Bereiche der Gesellschaft mit einem verantwortungsvollen Journalismus unterst├╝tzen.

F├╝r das erste Halbjahr 2011 ist eine Informationsveranstaltung geplant. Wir werden Sie ├╝ber unsere Fortschritte zeitnah informieren.

Hintergrund:

Hardy Prothmann ist verantwortlich f├╝r das rheinneckarblog und betreibt zudem die lokalen Angebote heddesheimblog.de, hirschbergblog.de, ladenburgblog.de und weinheimblog.de. F├╝r seine Arbeit wurde er 2009 und die „100 Journalisten des Jahres“ durch eine unabh├Ąngige Jury der Fachzeitschrift „MediumMagazin“ auf Platz 3 in der Kategorie „Regionales“ gew├Ąhlt.

Er arbeitet seit 1991 als freier Journalist. W├Ąhrend des Studiums von 1991-1994 f├╝r den Mannheimer Morgen, ab 1995 ├╝berregional f├╝r fast alle gro├čen Medien sowie die ARD. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von netzwerk recherche und Mitglied des Frankfurter Presseclubs. Im Mai 2009 startete er das heddesheimblog.de.

Stefan Aigner ist freier Journalist in Regensburg. Er betreibt die Seite regensburg-digital.de und ist bundesweit durch seine kritische Berichterstattung bekannt geworden, die ihm schon drei Prozesse eingebracht hat. Aktuell hat ihn die Di├Âzese Regensburg verklagt, weil er die Zahlung von Geldern an die Eltern eines Missbrauchsopfers in Anlehnung an einen Spiegelbericht als „Schweigegeld“ benannt hat. Die katholische Kirche hat auf Unterlassung geklagt. Weil Stefan Aigner 10.000 Euro Spendengelder einwerben konnte, hat er sich auf den Prozess einlassen k├Ânnen. Das Hamburger Landgericht will das Urteil Ende Februar 2011 verk├╝nden.

Thomas Pfeiffer ist Diplom-Medienp├Ądagoge und Social Media-Experte. Er betreibt die Seite webevangelisten.de und ist Mitbegr├╝nder des Twittwoch, eines Vereins zur F├Ârderung von Social Media-Anwendungen. Der passionierte Bergsteiger unterst├╝tzt das Netzwerk istlokal.de mit seinen Expertenkenntnissen. Als politisch interessierter B├╝rger ist er zudem „Genosse“ der links-liberalen Tageszeitung die „taz“ aus Berlin.

istlokal.de wurde am 28. Dezember 2010 in Heddesheim gegr├╝ndet. Zur Zeit findet die Mitgliederwerbung statt. In K├╝rze wird der „Vorstand“ durch weitere Journalisten erweitert, die sich aktiv in das Netzwerk einbringen wollen. Geplant ist die Gr├╝ndung einer Genossenschaft sowie einer operativen GmbH, die die organisatorischen Arbeiten ├╝bernimmt.

Wir sind offen f├╝r Sponsoren, die zu uns passen und Kooperationspartner, die gerne mit istlokal.de zusammenarbeiten m├Âchten. Erste Gespr├Ąche werden mit der Fotografenagentur Freelens sowie dem Autoren-Netzwerk Freischreiber gef├╝hrt.