Dienstag, 19. September 2017

Ergebnisse des B├╝rgerbeteiligungsprozesses ver├Âffentlicht

Das neue Leitbild der Gemeinde Heddesheim

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Rund 80 B├╝rger/innen haben bei der Entwicklung der Leits├Ątze mitgewirkt.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/aw) Heddesheim hat 45 Leits├Ątze f├╝r die Zukunft der Gemeinde ver├Âffentlicht. Sie sind das Ergebnis des B├╝rgerbeteiligungsprozesses, der im November 2012 gestartet worden war. Das Leitbild soll vor allem den Gemeinderat in den kommenden Jahren bei verschiedensten Anl├Ąssen begleiten. Ins B├╝rgerhaus kamen am Montag rund 160 B├╝rger/innen zur Pr├Ąsentation. [Weiterlesen…]

Edeka-Erweiterung und Neubaugebiet "Mitten im Feld" sorgt f├╝r Punkteabzug

Aktueller ├ľko-Kontostand: 98.000 Wertpunkte

Heddesheim, 17. Mai 2013. (red/aw) Die Gemeinde Heddesheim betreibt seit 2009 ein sogenanntes „├ľkokonto“.┬áEin Naturschutzinstrument, das┬áauf kommunaler Ebene Ausgleichs- und Ersatzma├čnahmen f├╝r bebaute Fl├Ąchen┬ádokumentiert. Danach muss bei Bauma├čnahmen, abh├Ąngig von Gr├Â├če und Art, die einen Eingriff in die Natur darstellen, eine entsprechende Ausgleichsma├čnahme erfolgen. Aufgrund der Erweiterung des Edeka-Areals und dem Neubaugebiet „Mitten im Feld“ werden dem Heddesheimer ├ľkokonto jetzt┬áinsgesamt 455.000 Wertpunkte abgezogen, die an andere Stelle wieder kompensiert werden sollen.

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Wo Gr├╝nfl├Ąchen versiegelt werden, sollen an anderer Stelle neue geschaffen werden. Um dabei den ├ťberblick zu behalten, legte Heddesheim sich ein ├ľkokonto an. (Bild: heddesheimblog.de)

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Gro├če Bem├╝hungen f├╝r den Erhalt der Natur

Erneut gro├če Auszeichnung erhalten

Heddesheim, 15. April 2013. (red/pm) Bei der Fr├╝hjahrstagung des Landesverbandes Deutscher Waldvogelsch├╝tzer und Pfleger Baden W├╝rttemberg e.V. am 13. April 2013 in Ketsch, konnte unser 1.Vorsitzender Werner Dostal aus den H├Ąnden des Verbandspr├Ąsidenten Herbert Geitner eine gro├če Auszeichnung entgegennehmen. [Weiterlesen…]

BUND Heddesheim engagiert sich auch 2013 f├╝r den Naturschutz

Verm├╝llte Biotope und ein zerst├Ârtes Insektenhotel

Heddesheim, 20. Februar 2013. (red/zef) Auch f├╝r das Jahr 2013 stehen bei der Ortsgruppe Heddesheim des Bunds f├╝r Umwelt und Naturschutz in Deutschland gro├če Herausforderungen an: Die Biotope sind teilweise heftig verm├╝llt, das Insektenhotel wurde erneut zerst├Ârt. Auf der Jahreshauptversammlung stellte die Ortsgruppe die Weichen, um dies zu meistern.

Von Ziad-Emanuel Farag

Am Samstag, den 23. Februar, s├Ąubert die BUND-Gruppe Heddesheim die Biotope. Maria Landenberger, Vorsitzende der Ortsgruppe, ├Ąu├čert sich hierzu optimistisch:

Gut 20 Personen aus Heddesheim haben letztes Jahr sehr viel M├╝ll aus den Biotopen entfernt. Es haben sehr viele mit angepackt, die zum Teil gar nicht Mitglied der Ortsgruppe sind. Das hat uns sehr gefreut. Auch in diesem Jahr hoffen wir wieder auf viele tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung. Besonders in den Landgr├Ąben k├Ânnen wir jede helfende Hand gebrauchen. Es ist erschreckend, dass jedes Jahr ├ľlf├Ąsser auftauchen.

Ihre Grundst├╝cke m├Âchte die Ortsgruppe pflegen und so weitere Fl├Ąchen unber├╝hrter Natur schaffen. Dabei st├Âren momentan wildwuchernde Brombeeren und Kirschen, die der restlichen Vegetation kaum Platz lassen. Hierbei soll auch das Insektenhotel wieder aufgebaut werden. Wie 2009 wurde es auch 2012 zerst├Ârt.

Der Vorstand der BUND-Gruppe Heddesheim (von links nach rechts): Dr. Klaus Wagner (stellvertretender Vorsitzender und Kassenwart) Johanna Fath und Richard Landenberger (Kassenpr├╝fer) und Maria Landenberger (Vorsitzende)

Insgesamt kann man aber mit der Bilanz f├╝r 2012 zufrieden sein: Am 26. Juli 2012 konnten am Badesee in Heddesheim Zwergflederm├Ąuse in freier Wildbahn beobachtet werden. Es stand au├čerdem eine Kr├Ąuterwanderung in Hemsbach an. Die reiche Flora und Fauna des Odenwaldes erwies sich hierf├╝r als reichhaltiger Schatz.

Das Ganze stie├č auf so eine gro├če Resonanz, dass es in diesem Jahr auch eine f├╝r Eltern und ihre Kinder stattfinden wird. Ebenfalls wird es eine Aktion geben, bei der Kinder zusammen mit ihren Eltern Pf├Ąhle bauen, die die einzelnen Grundst├╝cke begrenzen sollen.

Die gute Arbeit 2012 schlug sich auch in den Vorstandswahlen nieder: Maria Landenberger als erste Vorsitzende und Dr. Klaus Wagner als Kassenwart und ihr Stellvertreter wurden einstimmig wiedergew├Ąhlt.

 

Achtung: Kr├Âtenwanderung!

Heidelberg/Rhein-Neckar, 02. März 2012. (red/pm) Zum Schutz der vielen bedrohten Tierarten und der aktiven Helfer, plant das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Warnschilder aufzustellen und sogar Strecken zu sperren. Wir bieten ein Streckenverzeichnis, wo besondere Vorsicht geboten ist.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Wenn die Temperaturen in der Nacht über fünf Grad liegen und es vielleicht sogar noch regnet oder feucht ist, beginnen die Amphibien zu ihren Laichplätzen zu wandern. Hinzu kommt der Duft des Frühlings, der nach und nach die Sinne aller Kröten, Frösche, Unken, Molche und Salamander weckt, die unter der Erde überwintert haben.

Die früh laichenden Amphibien wie Grasfrosch, Erdkröte und Bergmolch werden ihre Winterquartiere als erste verlassen, um zur Fortpflanzung ihre Laichgewässer aufzusuchen.In Deutschland kommen insgesamt 20 verschiedene Lurche vor, von solchen, Salamandern bis zu Unken, Fröschen und Kröten. Die Amphibien ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten und anderen Gliedertieren. Sie stehen allesamt in der Liste der bedrohten Tierarten (Rote Liste) da ihre Lebensräume weitgehend zerstört beziehungsweise verkleinert sind.

Der zunehmende Verkehr auf den Straßen führt dazu, dass bei der Krötenwanderung ein hoher Prozentsatz der hochzeitslustigen Tierchen überfahren wird. Gleichermaßen raffen neben Pilz- und Viruserkrankungen vor allem Chemikalien in der Umwelt, wie Pestizide, Schwermetalle und Stickstoffdünger die glitschigenWeitspringer vom Erdball hinweg.

Um die nützlichen Amphibien zu schützen, greift das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises deshalb wieder verkehrslenkend ein. Warnleuchten und Warnschilder werden aufgestellt, so genannte Geschwindigkeitstrichter (70 – 50 – 30 km) eingerichtet, Überholverbote ausgesprochen und sogar ganze Streckenabschnitte gesperrt.

Maßnahmen, die nicht nur die wanderlustigen Kröten schützen sollen, sondern auch die zahlreichen Helfer, die sie einsammeln und sicher auf der anderen Fahrbahnseite wieder absetzen. Das Landratsamt bittet deshalb die Autofahrer um erhöhte Rücksichtnahme und appelliert an die Helfer, während ihrer Sammelaktionen Warnkleidung zu tragen und die Fahrbahn nicht oder nur in geringem Umfang zu betreten. In den letzten Jahren ist es schon öfter zu gefährlichen Situationen gekommen.

Vorsicht ist auf folgenden Strecken geboten:

• Schriesheim: L 596 und L 596a zwischen Altenbach und Schriesheim sowie (Wendehammer); Ansprechpartner für Hilfsaktionen in Schriesheim ist die B.U.N.D. Ortsgruppe Schriesheim, Bismarckstraße 31, Frau Hubrich Eisengrubweg, Blütenweg (Wendehammer) und Eichenweg
• B 3 zwischen Hemsbach und Laudenbach
• L 596 Hirschberg-Großsachsen, Höhe Ortseingang
• K 4250 zwischen Ketsch und Schwetzingen
• K 4153 Sandhausen – Walldorf von Stadion bis Einmündung L 598 sowie Ostlandstraße und Straße “Am Galgenbuckel”
• K 4157 zwischen Nußloch und Maisbach
• K 4157 zwischen Ochsenbach und Gauangelloch
• K 4160 Bammental in Richtung Gauangelloch
• L 546 zwischen St. Leon und Baumschule bzw. Zufahrt St. Leoner See
• Rauenberg in der Schloßstraße
• B 39/K 4271 im Bereich des Rückhaltebeckens (nahe Mühlhausen)
• K 4200 zwischen Ortsende Neckargemünd und Rainbach
• K 4101 zwischen Dilsberg und Mückenloch
• K 4200 zwischen Wiesenbach Langenzell und Neckargemünd-Dilsbergerhof
• L 532 zwischen Wiesenbach und Lobbach
• K 4178 zwischen Meckesheim-Mönchzell und Lobbach-Lobenfeld (Biotop)
•Gemeindeverbindungsstraße Aussiedlerhöfe Mühlhausen-Tairnbach und Dielheim
• Schönau: L 535 ab Kreisgrenze (Siedlung Lindenbach) bis Ortseingang Schönau, Straße „An der Klinge“, Straße „Hasselbacher Hof“
• K 4181 Verbindungsstraße Neidenstein – Eschelbronn
• L 530 zwischen Helmstadt und Flinsbach
• L 530 in Richtung Helmstadt, Gemarkung Epfenbach
• K 4105 Moosbrunn – Schönbrunn
• L 2311 Friedrichsdorf
• L 2311 Eberbach – Gaimühle
• B 45 Gemarkung Eberbach (Gemmelsbachtal)
• K 4105 zwischen Schwanheim und Schönbrunn

Ganz oder teilweise gesperrt sind folgende Strecken:

• K 4159 zwischen Ochsenbach und Schatthausen (Teilstück nachts gesperrt)
• Gemeindeverbindungsweg Hemsbach – Balzenbach (nur für Anlieger frei)
• Gemeindeverbindungsweg Meckesheim – Eschelbronn (voll gesperrt)
• Laudenbach in Richtung Heppenheim (Wirtschaftswege)(nachts gesperrt)
• Waibstadt/Neidenstein: – Alte Waibstadter Straße aus Richtung Neidenstein in Richtung Waibstadt sowie die „verlängerte Bahnhofstraße“ in Richtung Neidenstein – Waibstadt, in Höhe Kühnbergweg (alle nachts gesperrt)
• Meckesheim-Mönchzell nach Eschelbronn Sperrung der Straße Am Mühlwald vom Ortsrand bis zum Sportgelände aus beiden Richtungen; der Anliegerverkehr zum Sportgelände ist ermöglicht (nachts gesperrt)“

Gift-Einsatz: „Der Einsatz von Herbiziden ist kontraproduktiv“

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Oktober 2010. Die Gemeindeverwaltung Heddesheim will ├╝berhaupt keinen Fehler in der Gift-Spritzaktion erkennen – vor kurzer Zeit wurde eine Fl├Ąche, auf der eine Wildblumenwiese entstehen soll mit dem Wirkstoff MCPA gespritzt, um „Disteln“ zu bek├Ąmpfen. NABU-Sprecher Paul Hennze erkl├Ąrt im Interview, warum das absolut falsch ist. Dass Bauern die Distel auf Feldern bek├Ąmpfen, findet er zwar nicht richtig, kann aber die Sicht der Bauern zumindest verstehen. Im Fall der Blumenwiese fehlt ihm jedes Verst├Ąndnis. Der Gemeinde bietet er Beratung an.

Herr Hennze, die Gemeinde Heddesheim plant eine Wildblumenwiese auf einem ehemaligen Acker anzulegen, wird das klappen?
Paul Hennze: „Die meisten Wildblumen lieben magere B├Âden, die sind schwer zu finden in unserer Region. Ackerb├Âden sind grunds├Ątzlich hoffnungslos ├╝berd├╝ngt.“

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Paul Henze kl├Ąrt ├╝ber Naturschutz auf. Bild: privat

Sie meinen, es wird nichts mit der Bl├╝tenpracht?
Hennze: „Es gibt auch Pflanzen, die stickstoffreiche B├Âden lieben, beispielsweise die Brennessel und Distel. Die sind gleichzeitig hervorragende Futterpflanzen f├╝r Raupen, die wiederum zu Schmetterlingen werden. Die Schmetterlinge best├Ąuben andere Bl├╝tenpflanzen und Raupen und Schmetterlinge sind eine tolle Nahrung f├╝r V├Âgel.“

Disteln sind n├╝tzliche Pflanzen.

Disteln sind also n├╝tzliche Pflanzen?
Hennze: „Auf alle F├Ąlle.“

In Heddesheim wurden die Disteln auf Anordnung des B├╝rgermeisters auf diesem Gel├Ąnde gerade totgespritzt, weil die angeblich das Hochkommen der Wildblumen behindern w├╝rden.
Hennze: „So ein Quatsch. Wie gesagt werden nur wenige Wildblumen ├╝berhaupt wachsen, aber nicht wegen der Disteln, sondern wegen der ├â┼ôberd├╝ngung. Und Disteln bl├╝hen wundersch├Ân. F├╝r mich klingt das schon makaber, dass man bl├╝hende Pflanzen, die zudem sehr n├╝tzlich sind, tot spritzt, um bl├╝hende Pflanzen zu s├Ąhen.“

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Das Gift t├Âtet die Distel - und noch jede Menge andere Pflanzen.

Gibt es weitere positive Eigenschaften der Distel?
Hennze: „Ja. Die Distel bl├╝ht sehr sp├Ąt, also zu einer Zeit, in der die Bl├╝te der meisten anderen Pflanzen schon vorbei ist und bietet somit weiterhin eine Nahrungsgrundlage f├╝r Insekten. Und wenn man die Stauden stehen l├Ąsst, sind deren Samen die Nahrung f├╝r teils schon verschwundene Vogelarten wir den Distelfink oder H├Ąnflinge.“

Vor allem die Bauern bek├Ąmpfen aber die Distel.
Hennze: „Das ist bedauerlich, aber aus deren Sicht zu verstehen. Ein hoher Distelbesatz in einem Weizenfeld vermindert die Qualit├Ąt der Ernte und damit den Erl├Âs f├╝r den Bauern.“

Macht es deshalb Sinn, auch in der N├Ąhe von ├âÔÇ×ckern Disteln zu bek├Ąmpfen?
Hennze: „├â┼ôberhaupt nicht. Die Distel l├Ąsst sich nicht bek├Ąmpfen. Sie l├Ąsst sich nur t├Âten, kommt aber immer wieder. Die ├âÔÇ×cker werden dementsprechend gespritzt – ob da in der Nachbarschaft Disteln wachsen oder nicht, spielt keine gro├če Rolle.“

MCPA t├Âtet nicht nur die Distel, sondern auch andere Kr├Ąuter.

Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung hat die Spritzaktion nur die Disteln get├Âtet.
Hennze: „Dann gucken Sie mal auf die Wirkung von MCPA, au├čer der Distel werden noch jede Menge andere Kr├Ąuter abget├Âtet, die aus Sicht der Bauern „Unkr├Ąuter“ sind, aus Sicht des Naturschutzes aber Nutzpflanzen. Mal ehrlich: Man kann doch froh sein, wenn ├╝berhaupt was w├Ąchst.“

Warum?
Hennze: „Durch die intensive Landwirtschaft gibt es kaum noch Bl├╝tenpflanzen. Und wo keine Bl├╝ten sind, verschwinden viele Insekten, unter anderem die Biene, einer der wichtigsten Best├Ąuber. Das hat Auswirkungen auf das gesamte ├ľko-System. Ab Juni haben Insekten gro├če Schwierigkeiten, Bl├╝ten in ausreichender Menge zu finden, sie verhungern oder ziehen weiter.“

Die Anwendung von Herbiziden ist kontraproduktiv.

Zur├╝ck zur Wildblumenwiese. Wir lange wird es dauern, bis die Wirklichkeit wird?
Hennze: „Das kann bis zu 15 Jahre dauern. Man kann den Boden im Lauf von Jahren etwas ausmagern, indem man m├Ąht und das M├Ąhgut beispielsweise in eine Biogasanlage gibt. Dennoch sollte man nicht die gesamte Fl├Ąche auf einmal m├Ąhen, sondern im Interesse der von „Unkraut“samen lebenden V├Âgel (z.b.H├Ąnfling) jedes Jahr einen anderen Teil der Fl├Ąche vom M├Ąhen aussparen. Man kann Sand unterpfl├╝gen und nach und nach ver├Ąndert sich die Natur von selbst. Die Anwendung von Herbiziden ist kontraproduktiv. Deren Einsatz ist ├╝berhaupt nicht gerechtfertigt. Wenn die Gemeinde dazu Beratung ben├Âtigt, stehen wir gerne bereit, um beispielsweise einen Pflegeplan zu erstellen.“

Info:
Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) ist eine „Nicht-Regierungsorganisation“ (NGO), die sich dem Schutz und dem Verst├Ąndnis f├╝r die Natur verschrieben hat. Der NABU-Bezirksverband Rhein-Neckar-Odenwald umfasst 11 NABU-Gruppen im Rhein-Neckar-Kreis und 7 NABU-Gruppen im Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Stadtgruppen Heidelberg und Mannheim mit insgesamt rund 6000 Mitgliedern. Paul Hennze ist einer der Mannheimer Sprecher.

Internet:
www.nabu-mannheim.de
NABU Rhein-Neckar-Odenwald

Kurt Klemm erh├Ąlt VDW-Naturschutzpreis 2010

Guten Tag!

Heddesheim, 19. April 2010. Kurt Klemm, Naturschutzbeauftragter der Heddesheimer Vogelfreunde, ist f├╝r „herausragende Leistungen“ in Sachen Naturschutz und Erhalt der Vogelwelt ausgezeichnet worden.

Von Horst P├Âlitz

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Herbert Geitner ├╝berreicht "Vogeluhr" an Kurt Klemm (rechts). Bild: heddesheimblog/p├Âl

„Der diesj├Ąhrige Preistr├Ąger ist in Heddesheim und Umgebung eine bekannte Pers├Ânlichkeit, die sehr viel f├╝r den Naturschutz und die Erhaltung der Vogelwelt getan hat und tut“, sagte Herbert Geitner, Gesch├Ąftsf├╝hrer des Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelsch├╝tzer (VDW) am Samstag, den 17. April 2010 zur Feierstunde im Vereinshaus der Kleintierz├╝chter.

„Kurt Klemm ist immer noch sehr aktiv im Naturschutz. Im Rahmen der Vereinsarbeit hat er im Kampf um das Schutzgebiet beim Vogelpark, in z├Ąhem Ringen mit der Gemeinde, einen Konsens herbeigef├╝hrt und sogar eine Erweiterung des Schutzgebiets erreichen k├Ânnen.“

Geitner lobte den vielf├Ąltigen Einsatz von Klemm: Ob Birdwatching, Informationen zur F├╝tterung von V├Âgeln, die Arbeit mit Kindern, das Vogelbeobachtungsprogramm. „Kurt Klemm hat als Initiator vieler Naturschutzaktivit├Ąten den diesj├Ąhrigen VDW-Naturschutzpreis mehr als verdient.“

Zum Preis gab es eine Vogeluhr – die speziell f├╝r den VDW gefertigt wurde.

Der Preis wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung des VDW-Landesverband Baden-W├╝rttemberg ├╝bergeben, die dieses Jahr in Heddesheim stattfand.

Der Verein der Vogelfreunde und -pfleger hatte bereits 2005 den Naturschutzpreis des VDW erhalten.

„Die V├Âgel brauchen uns.“

Guten Tag!

Heddesheim, 14. April 2010. Der Fr├╝hling kommt, wenn auch regnerisch. Die V├Âgel zwitschern. Alles scheint wie immer zu sein. Die Natur erwacht, die Jahreszeiten nehmen ihren Lauf. Ist das so? Der Naturschutzbeauftragte der Vogelfreunde und -pfleger, Kurt Klemm, sagt: Nein. „Die V├Âgel brauchen uns.“

Interview: Hardy Prothmann

Herr Klemm, der Fr├╝hling ist da, die V├Âgel zwitschern. Finden die schon genug zu fressen?

Kurt Klemm: „In einer Feldflur wie Heddesheim, die derma├čen ausger├Ąumt ist, gibt es so gut wie keine Wildpflanzen mehr, die manche absch├Ątzig als „Unkraut“ bezeichnen. Diese Wildpflanzen sind die Ern├Ąhrungsgrundlage f├╝r viele k├Ârnerfressenden V├Âgel. Die V├Âgel haben M├╝he, genug zum Fressen zu finden.“

Welche V├Âgel sind das beispielsweise?

Klemm: „Der Gr├╝nfink, der Bluth├Ąnfling, Girlitz, Stieglitz. Diese V├Âgel sind auf halbreife S├Ąmereinen bei der Aufzucht ihrer Jungv├Âgel angewiesen. Sie brauchen L├Âwenzahn, Vogelmiere, Spitzwegerich, Breitwegerich, Wiesenknopf, Wegwarte. Diese Samen sind ein pr├Ąchtiges Futter, die alles enthalten, was die Jungen brauchen.“

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Specht und Meisen im Winter werden durch "Zuf├╝tterung" unterst├╝tzt - auch im Sommer brauchen viele V├Âgel "Unterst├╝tzung". Bild: privat

Wollen Sie damit sagen, dass Gartenbesitzer kein Unkraut mehr j├Ąten d├╝rfen?

Klemm: „Selbstverst├Ąndlich k├Ânnen die Menschen ihre Blumen und Beete pflegen, aber es ist sicherlich m├Âglich, eine kleine naturbelassene Ecke im Garten f├╝r unsere V├Âgel zur Verf├╝gung zu stellen. Was f├╝r die Menschen „Unkraut“ ist, ist f├╝r die V├Âgel Futter, also Nahrung.“

Eine „Unkrautecke“ im Garten liefert Nahrung.

Soll oder muss man die V├Âgel auch in der Zeit von Fr├╝hjahr bis Herbst f├╝ttern oder werden diese dadurch vom Menschen abh├Ąngig?

Klemm: „Man spricht nicht von F├╝ttern, sondern von Zuf├╝ttern. Das ist sehr sinnvoll, damit genug Futter zur Jungenaufzucht zur Verf├╝gung steht. Die V├Âgel werden dadurch nicht abh├Ąngig. In England beispielsweise ist das Zuf├╝ttern weit verbreitet. Die Folgen sind nur positiv, weil der Artenr├╝ckgang gestoppt werden konnte und gef├Ąhrdete Vogelarten dadurch gerettet werden konnten.“

Welches Futter sollte man anbieten?

Klemm: „Auf jeden Fall kein Winterfutter, dort sind zu gro├če tierische Fettanteile enthalten, die leicht ranzig werden k├Ânnen. Die Industrie hat auch durch die positiven englischen Erfahrungen ein Sommerfutter entwickelt. Das gibt es seit vier Jahren und ist im Fachhandel erh├Ąltlich, in Heddesheim beispielsweise beim Raiffeisenmarkt.“

In vielen Baum├Ąrkten gibt es jetzt das Winterfutter sehr g├╝nstig?

Klemm: „Damit sollen die Lagerbest├Ąnde verkauft werden. Dieses Futter ist ungeeignet und ich empfehle, dieses nicht zu kaufen. Auf meine Intervention hin hat ein Marktleiter sich auf meine Argumente eingelassen und das Futter nicht mehr angeboten. Diese Einsicht fand ich sehr respektabel. Alternativ kann man sich auch Schrotfutter bei einer M├╝hle besorgen. Das ist g├╝nstig zu bekommen und ideal f├╝r unsere Spatzen.“

Der Hunger treibt es rein – und die V├Âgel verenden daran.

Kann man auch aus dem Haushalt Reste verf├╝ttern?

Klemm: „Auf keinen Fall, alle g├Ąngigen Lebensmittel sind f├╝r die V├Âgel ungeeignet. Gew├╝rzte Lebensmittel sind das reine Gift. V├Âgel fressen nicht, was Menschen essen.“

Man kann doch aber immer wieder V├Âgel an M├╝lleimern sehen, die fressen sogar Pommes.

Klemm: „Daran erkennt man die Not der V├Âgel, die so gro├č ist, dass sie aus schierem Hunger auch ungeeignete Nahrung aufnehmen. Was man nicht sieht, ist, wie viele daran elendig zugrunde gehen. Durch das Salz, Gew├╝rze und ranziges Fett.“

Was ist mit den Insektenfressern?

Klemm: „Hier gibt es ein dramatisches Problem, das wiederum mit dem ├ľko-Kreislauf zu tun hat. Viele Insektenfresser brauchen Schmetterlings- und Falterraupen. Die wiederum legen ihre Eier bevorzugt an die Brennnessel. Die aber wird mit Unkrautbek├Ąmpfungsmittel vernichtet. Und damit auch die Raupen und damit die Nahrung f├╝r die V├Âgel. Das ist ein Riesenproblem.“

Wie kann man es l├Âsen?

Klemm: „Wenn jeder Gartenbesitzer einen Quadratmeter f├╝r Brennnessel zur Verf├╝gung stellt, w├Ąre den V├Âgeln sehr geholfen. Auch Gemeinden k├Ânnten Brennnesselfelder stehen lassen und nicht immer sofort m├Ąhen. Ich k├Ąmpfe seit Jahren daf├╝r, dass die Gemeinde sich hier einsichtig verh├Ąlt.“

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Kurt Klemm hat in seinem Garten alles gemacht, damit sich der Vogel an sich, aber auch viele Insekten als Vogelfutter wohl f├╝hlen. Bild: heddesheimblog

Soll man auch zuf├╝ttern?

Klemm: „Das kann man. Viele Meisen und Finken beispielsweise ziehen ausschlie├člich mit Raupen ihre Jungen gro├č. Wer vermutet, dass ein Nest in der Umgebung besteht, kann beispielsweise lebende Mehlw├╝rmer anbieten, das ist ein Festschmaus f├╝r die Vogeljungen. Der Spatz wiederum ist ein n├╝ztlicher Sch├Ądlingsbek├Ąmpfer und hat sich auf Blattl├Ąuse spezialisiert. Ein Nistkasten im Garten f├╝r den Sperling ersetzt die Giftspritze.“

Der Spatz ersetzt die Giftspritze.

Wo und wie sollte man Futter anbieten?

Klemm: „Lebendfutter immer an einem trockenen, ├╝berdachten Platz. Doch Achtung: Auch die Mehlw├╝rmer m├╝ssen gef├╝ttert werden. Wer sich daf├╝r interessiert, kann sich f├╝r eine Beratung an die Vogelfreunde wenden, hier erh├Ąlt man auch die W├╝rmer zu g├╝nstigen Preisen.“

Und was gibt es beim K├Ârnerfutter zu beachten?

Klemm: „Ich empfehle hier nicht aus Werbegr├╝nden, sondern aus Kompetenzgr├╝dnen den Raiffeisenmarkt. Hier gibt es alles, was der Vogelliebhaber braucht. Dazu gibt es eine kostenfrei eine gute Beratung, weil der Markt von uns, also den Vogelfreunden, gut und gerne beraten worden ist.“

Link:
Vogelfreunde und -pfleger 1960 e.V.

Das Jahr der Heddesheimer V├Âgel

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Januar 2010. Der Verein der Vogelfreunde- und pfleger 1960 e.V. feiert in diesem Jahr sein 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Am Sonntag, den 10. Januar, wird der Verein Gastgeber beim Neujahrsempfang der Gemeinde sein. ├â┼ôbers Jubil├Ąumsjahr sind viele Aktionen und Angebote geplant. Das heddesheimblog dokumentiert einen Grundsatztext zum „Jahr der Heddesheimer V├Âgel“.

Dokumentation: Verein der Vogelfreunde und Pfleger 1960 Heddesheim e.V.

„50 Jahre Vogelverein – das sind aber auch 50 Jahre Vogel-und Naturschutz in Heddesheim.

Aus diesem Anlass m├Âchten wir die gesamte Einwohnerschaft mit einbeziehen, unter dem Motto „Das Jahr der Heddesheimer V├Âgel“, um festzustellen, wie viele Vogelarten und wie h├Ąufig diese noch in Heddesheim anzutreffen sind. Wir w├╝rden uns freuen, wenn recht viele Einwohner mitmachen w├╝rden.

Egal ob im Garten, am Haus oder bei ihren Spazierg├Ąngen in der Feldflur: Melden Sie uns unter der unten angegebenen Telefonnummer den von Ihnen endeckten Vogel. Wann, wie viele und wo sie anzutreffen waren.

Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, was f├╝r einen Vogel Sie gesehen haben – wir helfen Ihnen gerne weiter. Der Verein will versuchen, Sie durch entsprechende Vortr├Ąge mit der einheimischen Vogelwelt bekannt zu machen.

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St├Ârche im Heddesheimer Vogelpark. Bild: kk

Zum Beispiel spielen bei den V├Âgeln deren Schn├Ąbel eine ganz entscheidende Rolle. Auf Grund der verschiedensten Schnabelformen unserer Gefiederten, sind Sie als Vogelbeobachter in der Lage, eine grobe Vorbestimmung vorzunehmen.

So haben k├Ârnerfressende V├Âgel meistens einen kurzen, kr├Ąftigen kegelf├Ârmigen Schnabel. W├Ąhrend die Insektenfresser einen l├Ąngeren, d├╝nnen, pinzetenartigen Schnabel besitzen.

Greifv├Âgel und Sittiche haben einen krummen Schnabel. W├Ąhrend die Schreitv├Âgel, wie der Storch und Fischreiher, mit einem langen und kr├Ąftigen Schn├Ąbel ausgestattet sind.

Die Natur hat f├╝r jede Vogelart eine bestimmte Futterart vorgesehen, die ihnen das ├â┼ôberleben erm├Âglicht.

So hat der Fichtenkreuzschnabel, der uns im Winter besucht, schon wie der Name sagt, einen gekreuzten Schnabel, der ihm erm├Âglicht, die Fichtensamen aus den Schuppen der Zapfen zu holen. Nur er ist deshalb durch diese Schnabelkonstruktion in der Lage, an diese Futterart zu kommen. Kein anderer Vogel kann ihm dieses Futter streitig machen.

Den kr├Ąftigsten Schnabel unter den K├Ârnerfresser hat der Kernbei├čer. Er kann damit die harten Kirschkerne knacken, w├Ąhrend der Stieglitz mit seinem langen und spitzen Schnabel an den Samen der Korbbl├╝tler, wie der Distel, ohne Probleme kommt. Das hat ihm den Beinamen Distelfink eingebracht.

Bei den Insektenfressern hat der Gartenbauml├Ąufer einen l├Ąnglichen, leicht gebogenen d├╝nnen Schnabel, mit dem es ihm gelingt, Insekten unter einer Rinde oder Baumspalte herauszuholen.

Die Spechte dagegen klopfen die Rinde mit kr├Ąftigen Schl├Ągen ab und benutzen oft ihre spitze Zunge, um die darunter befindlichen K├Ąferlarven aufzuspie├čen und zu verzehren.

Mit ihren krummen Schn├Ąbeln sind die Beutegreifer wie der Turmfalke in der Lage, eine Maus zu zerteilen, um sie in kleinen St├╝cken zu verzehren.

Die Schreitv├Âgel wie Storch und Fischreiher benutzen ihre Schn├Ąbel wie einen Speer, um damit Fische, Fr├Âsche und andere Amphibien aufzuspie├čen.

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Ein Heddesheimer "Star" l├Ąsst es sich schmecken. Bild: kk

Unsere Meisen, wie die Kohl-und Blaumeisen, k├Ânnen mit ihren Schn├Ąbel im Sommer Insekten fangen und im Winter, wenn es keine Insekten mehr gibt, sind sie mit ihren Schn├Ąbeln in der Lage, ├Âlhaltige S├Ąmereien (Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, N├╝sse usw.) aufzupicken und zu fressen.

Die schwalbenartigen, wie Mehlschwalbe, Rauchschwalbe und Mauersegler haben einen gro├čen Rachen. Indem sie ihn weit aufrei├čen, gelingt es ihnen, die Fluginsekten aus der Luft zu erhaschen. Diesen Luftraum macht ihnen keiner streitig, so dass f├╝r sie immer Nahrung vorhanden ist.

Und gerade diese Spezialisierung auf geeignete Nahrung erm├Âglicht unseren V├Âgel die Arterhaltung und somit die Bereicherung der Artenvielfalt.

Aber auch die Stimme und besonders der Gesang unserer V├Âgel sind wesentliche Unterscheidungsmerkmale der vielf├Ąltigen Arten.

Bald werden Sie auch feststellen, dass Gesang nicht gleich Gesang ist.

Viele V├Âgel sind ausgezeichnete Sp├Âtter, die den Gesang anderer Vogelarten nachahmen k├Ânnen.

Ein bestes Beispiel sind Gelbsp├Âtter oder Bla├čsp├Âtter. Aber auch unser Star kann uns mit seiner Nachahmung der Vogelstimmen geh├Ârig auf den Leim f├╝hren. Doch auch hier macht ├â┼ôbung den Meister und mit unserem Geh├Âr sind wir durchaus in der Lage, mit der Zeit zu unterscheiden, ob ein Buchfink singt oder ob ein Spatz tschilpt oder eine Schwalbe zwitschert.

Wussten Sie, dass unsere V├Âgel die einzigen Lebewesen auf der Erde sind, die Federn tragen und in allen Klimazonen unserer Erde vertreten sind?├é┬áDiese reicht vom kalten Nordpol, bis zur hei├čen Sahara.

Die Eulenv├Âgel haben zum Beispiel kleine gezackte Schwungfedern an ihren Fl├╝geln, um damit v├Âllig ger├Ąuschlos durch die Nacht zu fliegen.

Die Federn dienen den V├Âgeln aber auch zum Schutz gegen Witterungseinfl├╝sse: K├Ąlte, N├Ąsse und Hitze. Sie besitzen ein breites Farbenspektrum, das sowohl zur Tarnung gegen Feinde, als auch als Mittel der visuellen Kommunikation dient.

An dem Federkleid der V├Âgel k├Ânnen wir aber auch die vielen Arten bestimmen.

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Mittelspecht und Kohlmeise fr├╝hst├╝cken gemeinsam. Bild: kk

Auf all diese Dinge sollten Sie einmal bei einem Naturspaziergang, am Haus oder im Garten achten. Sie werden erleben, wie schnell Sie sich mit diesen Dingen auskennen und es Ihnen riesig Spa├č bereitet, je mehr Sie sich mit der Natur befassen.

Vielleicht probieren Sie es auch einmal mit der ganzen Familie und beziehen Ihre Kinder und Verwandten mit ein.

Aber auch als gute Nachbarn k├Ânnen Sie sich austauschen.

Nat├╝rlich brauchen Sie Ihre Beobachtungen nicht t├Ąglich bei uns melden. Es reicht w├Âchentlich oder monatlich oder wie Sie gerade Zeit haben.

Wie Sie an diesen Beispielen sehen, kann eine Vogelbeobachtung in der freien Natur und der frischen Luft durchweg spannend, unterhaltend und lehrreich sein. Der Vogelverein z├Ąhlt auf Sie und w├╝rde sich ├╝ber Ihre Teilnahme riesig freuen.

Geben wir unserer Natur und ganz besonders den gefiederten Freunden ein faire Chance, in dem wir im Feld, im Garten und in den ├Âffentlichen Anlagen kleine Flecken unber├╝hrter Natur ein Jahr lang stehen lassen.

Sie werden sehen, dass in den kleinsten Dingen die Natur ihre allergr├Â├čten Wunder vollbringt.

Unter diesen Telefonnummern k├Ânnen Sie ihre Vogelbeobachtungen melden:
06203/ 44748
06203/ 44272
06203/ 45106

Kurt Klemm“

Anmerkung der Redaktion:
Kurt Klemm ist seit seiner Jugend Mitglied im „Vogelverein“ und seit der Kommunalwahl 2009 parteiloser Gemeinderat in der Fraktion von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Von 1974-1980 war er Vorstand des Vereins. Seit 1988 ist Werner Dostal Vorsitzender des Vereins.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Wof├╝r B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen stehen

ist interessant zu lesen. In deren Wurfsendung zur Gemeinderatswahl 2009.

Sie erinnern sich: Die Fraktion von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen (3 Sitze) hat geschlossen f├╝r eine Ansiedlung der Firma Pfenning gestimmt.

In seiner Wahlinformation schreibt der Ortsverband kein Wort davon. Na ja, nicht ganz: Im Titel steht Mit/Macher. Vielleicht soll man das als „Mitmacher“ lesen.

Auf der ersten Seite der Wurfsendung zeigen die Gr├╝nen, sorry, B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen (Die Gr├╝nen) ein Ortsschild, so wie es an Stra├čen f├╝r motorisierten Verkehr steht: Heddesheim, Herzlich Willkommen!, steht da. Die Gr├╝nen begr├╝├čen also uns Auto-, Bus- und Lkw-Fahrer. Das freut uns.

Verkehr / Nachverkehr
„Zu Fu├č oder mit dem Fahrrad gut erreichbare Gesch├Ąfte, kombiniert mit einer optimierten Verkehrslenkung sind die Grundlage f├╝r eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssituation in Heddesheim.“

Bei n├Ąherer Betrachtung k├Ânnte das hei├čen: Wir fordern Fahrradwege, verbreiterte B├╝rgersteige und Einbahnstra├čen. Und nat├╝rlich: Wirtschaftsf├Ârderung.

Und das alles „nachhaltig“. Die Fahrr├Ąder und Fu├čg├Ąnger sollten nat├╝rlich nur mit Reifen und Schuhen aus Naturkautschuk unterwegs sein.
Herr Gerwien (Polizist) wird biologisch (nicht gentechnisch) nachgez├╝chtet und lenkt den Verkehr an allen wichtigen Punkten optimiert. Damit es nicht zu unsch├Ânen Situationen kommt, beispielsweise, wenn zwei Lkw sich in der Ortsmitte treffen.

„Wir fordern den Ausbau des ├Âffentlichen Personennahverkehrs, zum Beispiel durch die Einrichtung einer Verbindung Viernheim-Heddesheim-Ladenburg. Die Buslinie zur Bergstra├če sollte auch an Wochenenden und in den Abendstunden regelm├Ą├čig verkehren.“
Hm. Die Viernheimer fahren also nach Ladenburg wegen der sch├Ânen Altstadt und die Ladenburger nach Viernheim wegen des RNZ.
Und wer liegt in der Mitte? Richtig, Heddesheim. Die Viernheimer und die Ladenburger sorgen hier also f├╝r viel Durchgangsverkehr. Die geforderte Buslinie w├╝rde die Situation entsch├Ąrfen. Das ist ein echt guter Vorschlag.

Wichtig f├╝r Die Gr├╝nen ist die Demokratie.
Sie fordern: „Mehr Transparenz bei Beschl├╝ssen des Gemeinderats und deren Ver├Âffentlichung im Ortsblatt geh├Âren dazu!“

Das hei├čt, Obama hat auch Heddesheim erreicht, zumindest die Gr├╝nen. Der „Change“ ist nahe.

Die Gr├╝nen wollen nicht mehr „nicht-├Âffentlich“ abstimmen und sie wollen im Amtsblatt keine 6-Seiten-Postulation des B├╝rgersmeisters, sondern These und Antithese. Ob die Forderung so weit geht, dass auch B├╝rgerinitiativen hier zu Wort kommen sollten, kann man leider nicht herauslesen.

Das ist noch nicht alles:
„Natur und Umwelt brauchen unseren Schutz. Deswegen hat die Bewahrung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt f├╝r uns h├Âchste (!, d. Verf.) Priorit├Ąt. Wir stehen f├╝r Klimaschutz, einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen und die konsequente Begr├╝nung (!, d. Verf. ) der Gemeinde Heddesheim.“

Damit l├Âst sich das R├Ątsel. Es ist n├Ąmlich so:
Die Gr├╝nen haben die Pfenning-Ansiedlung unterst├╝tzt. Warum? Weil Pfenning dann f├╝r Ausgleichsfl├Ąchen sorgen muss. Also f├╝r eine „konsequente Begr├╝nung“ Heddesheims.
Wenn dann alles „konsequent begr├╝nt“ wurde, erreichen die Gr├╝nen die Mehrheit im Gemeinderat, setzen sofort die Transparenz im Gemeinderat durch, jagen alle Klimakiller zum Teufel und siedeln in den Hallen Schwalben und Bienen an.
Die Schwalben siedeln au├čen, die Bienen innen. Heddesheim wandelt sich von der Tabakgemeinde zur Logistikgemeinde und dann zur Honiggemeinde.

Warum die Gr├╝nen ernst meinen, was sie meinen, lesen wir hier nach:
„Gewerbeentwicklung muss – wo sie angebracht ist – stets schonend erfolgen und darf nicht auf Kosten Heddesheims oder seiner B├╝rgerinnen und B├╝rger gehen.“

Diese Aussage hat es in sich. Sie erinnern sich: Die Gr├╝nen-Fraktion hat sich geschlossen f├╝r eine Pfenning-Ansiedlung ausgesprochen. Das hei├čt, sie muss „angebracht“ gewesen sein, denn darauf achten Die Gr├╝nen.
Sie wird „schonend“ erfolgen, dass hei├čt, die Gr├╝nen werden darauf pochen, dass die Bauarbeiten mit Schalld├Ąmpfern erfolgen und die Lkw mit ger├Ąuschfreien Reifen und mit Bio-Gas, besser noch Elektro-Motoren fahren oder wenigstens Bio-Diesel tanken.

Aber die wichtigste Information ist: Das alles „darf nicht auf Kosten Heddesheims oder seiner B├╝rgerinnen und B├╝rger gehen“.

Noch mal zur Erinnerung, weil das wirklich nicht vergessen werden sollte: Die Gr├╝nen fordern in ihrem Wahlprospekt genau das Gegenteil von dem, was Die Gr├╝nen-Fraktion beschlossen hat.

Wer soll das verstehen? Fragt:

Das Heddesheim-Blog

Nachgefragt

Die Umgehungsstra├če kommt – fr├╝hestens 2016

Heddesheim, 07. Mai 2009. (red) In der Diskussion um das Pfenning-Projekt wird immer wieder die Umgehungsstra├če genannt, die Heddesheim entlasten soll. B├╝rgermeister Kessler sagt: „Wir sind auf einem guten Weg.“┬á Ins Detail geht B├╝rgermeister Kessler dabei nicht. Das Heddesheim-Blog wollte es genau wissen und hat beim Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe nachgefragt.

Harald Protz, Leiter des Referats Stra├čenplanung, erkl├Ąrt im Interview die einzelnen Schritte und welche Bedingungen erf├╝llt sein m├╝ssen, bis die Umgehungsstra├če tats├Ąchlich fertig sein wird.

Was Harald Protz im Gespr├Ąch mit dem Heddesheim-Blog nicht kl├Ąren kann, ist die Finanzierung und die Bauzeit, weil das zum jetzigen Zeitpunkt unw├Ągbare Faktoren sind. Der Abschluss des Planfestellungsverfahrens f├Ąllt in die Zeit der Landtagswahlen – danach gibt es einen neuen Landeshaushalt, wie dort welche Mittel verteilt sein werden, ist unklar. Die Bauzeit der Umgehungsstra├če d├╝rfte etwa drei Jahre betragen.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Protz, wie ist denn der Stand der Dinge bei der Landesstra├če L541 S├╝dwest-Umgehung Heddesheim?
Zur Zeit l├Ąuft eine Fortschreibung der Verkehrsuntersuchung. Wir werden hierzu diesen Sommer, sobald die Baustelle in Hirschberg abgeschlossen sein wird und repr├Ąsentative Verh├Ąltnisse vorliegen, eine Verkehrsbefragung durchf├╝hren.
Die Fertigstellung des Verkehrsgutachtens soll bis zum Ende des Jahres erfolgen.

Sind weitere Studien anh├Ąngig?
Wir haben noch eine Umweltvertr├Ąglichkeitsstudie erstellt, in der zun├Ąchst eine Raumanalyse und danach in einem zweiten Schritt die mit den angedachten Varianten verbundenen Eingriffspotentiale nach verschiedenen Schutzg├╝tern (Wasser, Boden, Klima, Naherholung, Flora, Fauna…) genau untersucht wurden.
In der Folge haben wir uns f├╝r die Variante „ortsferne S├╝dumgehung“ entschieden. Derzeit f├╝hren wir noch eine artenschutzrechtliche Untersuchung durch. Die technische Planung liegt soweit vor. Der landschaftspflegerische Begleitplan, in dem die Kompensationsma├čnahmen f├╝r die mit dem Stra├čenbau einhergehenden Eingriffe festgelegt werden, ist bereits in Bearbeitung.

Was folgt als n├Ąchster Schritt?
Sobald uns die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung vorliegen, werden wir die vorhandenen Unterlagen zu einem sogenannten Vorentwurf zusammenstellen und diesen dem Innenministerium in Stuttgart zur (verwaltungsinternen) Genehmigung vorlegen. In einem n├Ąchsten Schritt geht es darum, f├╝r das Projekt das Baurecht zu erlangen. Hierzu werden wir als Vorhabenstr├Ąger bei der Planfeststellungsbeh├Ârde die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens beantragen.

Planfestellungsentwurf bis 2011

Jetzt werden auch die B├╝rger einbezogen?
Genau. Der Planfeststellungsentwurf wird in der Gemeinde offen gelegt und den betroffenen Tr├Ągern ├ľffentlicher Belange zugesandt, das hei├čt, der ├ľffentlichkeit zug├Ąnglich gemacht. Jetzt hat jeder Betroffene die M├Âglichkeit, das Projekt zu pr├╝fen und Einw├Ąnde vorzubringen oder Anregungen zu machen. Dann folgt ein Er├Ârterungstermin, bei dem die eingegangenen Stellungnahmen besprochen werden.

Je nach Einw├Ąnden muss der Entwurf dann also ge├Ąndert werden?
Das kommt auf die Art der der Einwendungen an. M├Âglicherweise erhalten wir in der Folge des Er├Ârterungstermins zun├Ąchst├é┬á „Hausaufgaben“, d.h. die Auflage, bestimmte Sachverhalte zus├Ątzlich oder noch eingehender als bisher zu ├╝berpr├╝fen. Werden die Einw├Ąnde seitens der Planfeststellungsbeh├Ârde als berechtigt erachtet, werden wir unsere Planungen selbstverst├Ąndlich entsprechend anpassen. Sofern sie nicht berechtigt sind, werden sie verworfen.

Wenn aber jemand denkt, dass seine Einw├Ąnde doch berechtigt sind, kann er klagen?
Sollte sich ein Betroffener in seinen Rechten verletzt sehen, dann hat er grunds├Ątzlich die M├Âglichkeit, den Planfeststellungsbeschluss zu beklagen.

Was gibt es bei der Ausf├╝hrungsplanung zu beachten?
Hier wird die vorhandene Planung (Vorentwurf bzw. Planfeststellungsunterlagen) noch weiter verfeinert, so dass auf der Grundlage dieser Pl├Ąne die Stra├če ausgeschrieben und gebaut werden kann. Sobald die erforderlichen Haushaltsmittel bereit stehen, wird dann unser Baureferat das Stra├čenbauprojekt ausschreiben, und nach Pr├╝fung und Auswertung der eingegangenen Angebote den Zuschlag erteilen.

Jede Menge Arbeit. Bis wann rechnen Sie mit der Einleitung des Planfestellungsverfahrens?
Wir werden, sofern alles nach Plan verl├Ąuft, im vierten Quartal 2010 den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens stellen. Bei optimalem Verlauf k├Ânnte das Verfahren dann bis Ende 2011 abgeschlossen sein.

Finanzierung noch offen

Jetzt stellt sich die Frage nach der Finanzierung. Steht die schon?
Nein. Dazu kann ich derzeit noch keine ├âÔÇ×u├čerung treffen. Die Finanzierung wird zum einen von dem insgesamt zur Verf├╝gung stehenden Budget und zum anderen von der Anzahl und den jeweiligen Kosten der sonstigen dann anh├Ąngigen Landesstra├čenprojekte
abh├Ąngen.

Wenn das Projekt abgeschlossen sein wird, was passiert dann mit der ehemaligen L541, die durch Heddesheim f├╝hrte?
Im Rahmen eines Umstufungskonzeptes wird noch gekl├Ąrt, in welche Kategorie diese Stra├če dann abzustufen sein wird. Die Umstufungen werden im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens fixiert werden. Es ist bislang vorgesehen, die vorhandene├é┬á Ortsdurchfahrt im Zuge der L 541 zur Gemeindestra├če abzustufen.

Durchfahrtverbot unrealistisch

In Heddesheim fordern viele Durchfahrtverbote f├╝r Lkw ├╝ber 7,5 Tonnen. K├Ânnten Sie ein solches Verbot auch f├╝r Landesstra├čen erlassen?
Ein solches Verbot w├╝rde eine verkehrsrechtliche Anordnung darstellen und k├Ânnte nur durch die Verkehrsbeh├Ârde beim Landratsamt erlassen werden. Eine solche Sperrung ist prinzipiell zwar m├Âglich, sie h├Ąngt aber von den Randbedingungen des jeweiligen Einzelfalls ab.
Grunds├Ątzlich ist aber zu bedenken, dass Landesstra├čen in erster Linie ├╝berregionale Verkehre abwickeln sollen. Diese Funktion ist oftmals ausschlaggebend, weswegen dann auch bei nachvollziehbarem Anliegen der B├╝rger keine abweichende Verkehrsbeschr├Ąnkungen verf├╝gt werden k├Ânnen.

Info:

Harald Protz ist Leiter des Referats Stra├čenplanung beim Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe.