Samstag, 18. November 2017

Die Damen der SG Heddesheim und des TSV Amicitia Viernheim lieferten sich gestern einen packenden Kampf

Wenig Tore – viele Emotionen

Heddesheim/Viernheim, 16. September 2013. (red/zef) Während die Herren der SG Heddesheim in der Oberliga Baden-Württemberg souverän ihren zweiten Heimsieg mit 34:27 gegen den TuS-Altenheim einfuhren, erlebten die Damen in der Badenliga im Bergstraßen-Derby ein Wechselbad der Gefühle: Mit einem Unentschieden (19:19) trennten sich gestern die Damen des TSV Amicitia Viernheim und der SG Heddesheim zum Auftakt der Badenliga. 38 Toren in 60 Minuten klingt nach einem Damenspiel – zu Unrecht! Die Fehlerquote war zwar sehr hoch, doch das Spiel umso aufregender. [Weiterlesen…]

IFOK-Dialog eine Farce?

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Januar 2011. Der teure Einsatz des Beratungsunternehmens war Teil der „Bürgerbeteiligung“ im Ansiedlungsverfahren „Pfenning“ in Heddesheim. Wie sich eineinalb Jahre später herausstellt, definiert die IFOK den „Erfolg“ mit einer „knappen Mehrheit“ für das Projekt. Die IFOK pflegt beste Kontakte zu Pfenning, der KLOK, dem LogBW und dem Wirtschaftsministerium. Es stellt sich die Frage, ob es hier um ein System von „Seilschaften“ geht.

Angeblich sollte es einen „ergebnisoffenen“ Dialog geben, als die IFOk im Juli 2009 für 35.000 Euro engagiert wurde, um die Lage in Heddesheim zu beruhigen.

Tatsächlich stellte die IFOK selbst am 10. November 2010 beim „3. Logistik-Kongress Baden-Württemberg“ eine „knappe Mehrheit“ für das Projekt als Erfolg dar. Ãœber die Variante, was gewesen wäre, wenn die „knappe Mehrheit“ dagegen gewesen wäre, wird kein Wort geäußert.

Beauftragt wurde die IFOK durch einen Gemeinderatsbeschluss vor der Kommunalwahl 2009, bei der die CDU zwei Ratssitze verloren hat und die SPD und FDP je einen. Die Grünen konnten drei Sitze hinzugewinnen, zudem gibt es einen freien Mandatsträger. Darüber hinaus hat vor allem die CDU massive Stimmverluste der einzelnen Kandidaten hinnehmen müssen.

Lange nach diesem Dialog wird deutlich, wie eng gewisse Interessen miteinander verflochten sind. So ist der IFOK-Geschäftsführer Jochen Tscheulin im Kuratorium der Heinrich-Vetter-Stiftung. Pikant: Gegen den Namensgeber gibt es noch nicht bestätigte Vorwürfe, dass dieser sich während des Dritten Reichs am Vermögen von Juden bereichert haben soll.

Netzwerk von Logistik-Freunden. Selbstverständlich dabei: die "Pfenning-Mutter" KMP Holding GmbH. Quelle: LogBW

Auch die Duale Hochschule Mannheim ist mit ihm Boot: Die Geschäftsstelle des Logistiknetzwerks Baden-Württemberg ist in Mannheim an der Dualen Hochschule, vertreten durch den Professor Michael Schröder. Der hatte die „Pfenning“-Gegner als „Taliban“ im „Wirtschaftsmagazin econo“ (an dem der Mannheimer Morgen beteiligt ist) verunglimpft und sich bis heute nicht dafür entschuldigt.

Weiter sind der Regionalverband und die Metropolregion Rhein-Neckar Teil der Logistik-Unterstützer. Und das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, vertreten durch den Minister Ernst Pfister. Hier wurde das „Kooperationszentrum Logistik e.V. (KLOK e.V.)“ ins Leben gerufen und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 500.000 Euro bezuschusst. Ziel ist ein „Logistik-Netzwerk“ „LogBW„.

Ein Netzwerk-Partner der KLOK ist die KMP Holding GmbH (Karl-Martin Pfenning), die Muttergesellschaft von „pfenning logistics GmbH“. Karl-Martin Pfenning ist Mitinhaber der „Phoenix 2010 GmbH“, die Träger des Bauvorhabens in Heddesheim ist.

Die vielfältigen Verbindungen sind sicher nicht zufällig, sondern könnten auf ein System von Seilschaften hindeuten.

Einen schönen Tag wünscht
Das heddesheimblog

Offener Brief an Jochen Tscheulin von der IFOK

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Januar 2011. Die IFOK feiert den „Dialog“ in Heddesheim als Erfolg. Auf einem Logistik-Kongress. Die angeblich „neutrale“ Firma verdient ihr Geld damit, in scheinbar ergebnisoffenen „Dialogen“ den „Dampf“ aus strittigen Projekte zu bekommen. Hardy Prothmann schreibt in einem offenen Brief an einen der IFOK-Geschäftsführer, Jochen Tscheulin. Denn die beiden haben mal zusammen studiert und wären fast Freunde geworden.

Von Hardy Prothmann

Lieber Jochen,

ich hoffe, es geht Dir gut. Wir haben uns ja schon gut sechszehn Jahre nicht mehr gesehen. Erst 2009 habe ich erfahren, dass Du erfolgreich Karriere gemacht hast und einer der IFOK-Geschäftsführer bist.

Unsere Freundschaft damals war noch nicht gereift und ich dachte mir, dass es besser ist, im Frieden verschiedene Wege zu gehen, weil wir teils doch sehr unterschiedliche Einstellungen hatten.

Das hat sich viele Jahre später bestätigt – ich auf der einen Seite mit einem „lokalen Blog, das kritisch berichtet„, wie Ihr das in Eurem Vortrag beim „Logistik Kongress 2010“ in Stuttgart bezeichnet und auf der anderen Seite Du mit Deinem Spin-Doctor-Unternehmen, das angeblich „neutral“ Konflikte löst.

Ich bin nicht enttäuscht – ärgere mich aber ein bisschen.

Ganz ehrlich? Ich bin nicht enttäuscht, sondern sehe mich in meiner Haltung Dir gegenüber bestätigt. Ein bisschen ärgert mich, dass Deine Firma, die ohne die „kritische Berichterstattung eines lokalen Blogs“ niemals diesen Auftrag in Höhe von 35.000 Euro (oder sogar mehr?) bekommen hätte, nicht einmal in der Lage ist, das Wort „heddesheimblog“ zu schreiben.

Soviel Anstand hätte ich schon erwartet. Auf ein Danke-Schön für das viele Geld bestehe ich da gar nicht. Aber Roß und Reiter zu nennen sollte doch für eine Firma möglich sein, die sich angeblich dem „offenen Dialog“ verschrieben hat. Und auch die Erwähnung der jämmerlichen Berichterstattung im Mannheimer Morgen wäre einen Satz wert gewesen, aber wahrscheinlich ist das nicht im Sinne der Auftraggeber und auch nicht in Deinem.

Ihr schreibt das wirklich hübsch auf und analytisch brillant, wie und warum es zu Konflikten kommt und habt da eine lukrative Geschäftsidee vermarktet: Die bornierte Sturheit von machtbesessenen Bürgermeistern, Politikern und sonstigen Funktionären oder verständnislosen Geschäftsführern oder „Investoren“ bietet jede Menge „Beratungsbedarf“, der sicherlich sehr, sehr, sehr gut bezahlt wird. Immerhin gehts bei solchen Projekten ja auch um sehr viel Geld.

Aber selbst die besten machen Fehler. So auch Du und Deine Dialog-Truppe.

Für wen war was eigentlich schon "klar"? Solche Sätze können auch als Hohn aufgefasst werden. Quelle: IFOK

Erst zu behaupten, es gäbe keine Abhängigkeit vom Auftraggeber (Gemeinde Heddesheim, respektive der Bürgermeister Michael Kessler) ist schon wenig glaubwürdig gewesen. Dann aber auf einem Logistik-Kongress einen Vortrag über den „Erfolg“ in Heddesheim zu halten, das ist ein strategischer Fehler. Denn damit ist allen, selbst den begriffstutzigsten Menschen klar, dass der „Erfolg“ das Erreichen einer „knappen Mehrheit“ von Bürgerstimmen für das Projekt war.

Nicht mehr und nicht weniger.

Viel Geld für Blabla.

Oder wäret Ihr auch zu dem Logistik-Kongress eingeladen worden, hätte eine „knappe Mehrheit“, konkret 40 Bürgerstimmen oder 0,7 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen das Projekt gestimmt? Wohl kaum. Und im übrigen haben wir beide dasselbe studiert, deswegen weiß ich, dass Du weißt, dass ein solches Votum als nicht erfolgreich gesehen werden muss und keine demokratische Legitimation haben kann, denn das Projekt wird gegen die Hälfte des Ortes durchgeführt.

Da sind weitere Konflikte programmiert und so ist das auch gekommen. Soviel zum Erfolg.

Ihr von der IFOK habt das Geld genommen, ein bisschen Blabla gemacht, Schaubilder gezeichnet und gebetsmühlenhaft den „offenen Ausgang“ beschworen – wie man sieht, sind der Wirtschaftsminister Pfister, der Logistik-Lobbyist der Dualen Hochschule Mannheim Schröder und nicht zuletzt Karl-Martin Pfenning so sehr zufrieden, dass Ihr (sicher nochmals gegen Geld) einen Vortrag halten durftet.

Und irgendwie stellt sich dann heraus, dass die „Pfenning-Gegner“ überhaupt keine Chance hatten, aber ihre Erregung derart bedrohlich war, dass das Netzwerk, in dem Du aktiv bist, alles aufbieten musste. Regionalverband, Metropolregion Rhein-Neckar, Heinrich-Vetter-Stiftung, Duale Hochschule, Wirtschaftsministerium. Schon beeindruckend.

"Erfolg" enttarnt: "Umsetzung sicherstellen" ist das Ziel der IFOK. Nichts anderes. Dafür wird sie bezahlt. Und sie macht ihren Job. Der "Erfolg" führt über einen "Dialog" - für viel Geld macht die IFOk eine "Einigung" möglich. Quelle: IFOK

Ich lade Dich herzlich dazu ein, hier in Heddesheim (ohne Geld) mal vor den Projektgegnern über diesen Erfolg zu referieren. Ãœber die Arbeitsplätze, die nicht kommen, die Gewerbesteuer, die ein Märchen ist, den fehlenden Bahnanschluss und, und, und. Du hättest es auch gar nicht mal weit von Bensheim hierher, ich bin mir aber irgendwie sicher, dass Du Dich das nicht traust.

Ist der „Dialog“ auch „erfolgreich“, wenn ein Projekt stirbt?

Und mal ganz ehrlich, Jochen! Was würde passieren, wenn die nächsten drei, vier Dialogverfahren auch „erfolgreich“ sind, aber dazu führen, dass die Projekte nicht umgesetzt werden? Würde Euch dann noch einer engagieren, für das viele Geld, das Ihr nur bekommt, weils in der Hütte brennt?

Ich kann mich noch genau an Dich erinnern, wie Du immer fein gelächelt hast, wenn wir heiße Diskussionen hatten und Dir die Argumente ausgegangen sind. Und ich kann mich gut erinnern, wie wir damals die „Westpoint-Absolventen“ für ZUMA (Zentrum für Umfragen, Methoden, Analysen) untersucht haben und Du Dich über die kaputten Typen totgelacht hast. Und wie Deine Augen gestrahlt haben, als es ums Geschäftliche ging – die haben echt viel Geld für diese Untersuchung bezahlt und die Uminterpretation der Ergebnisse in eine „freundliche Lesart“ war echt harte Arbeit.

Für mich sind das alte Zeiten – Du bist den Umfragen, Methoden und Analysen treu geblieben. Schließlich kann man damit viel Geld machen und muss keine säckeweise gehorteten „Bundeswehr-Verpflegungsmittel“ futtern. Die Kekse waren echt komplett geschmackfrei – aber wie Du sagtest, mit Kaffee konnte man die „essen“, selbst noch Jahre über das Verfallsdatum hinaus, wie Du mir erklärt hast. Und nahrhaft waren sie auch. Du konntest dadurch im Studium viel Geld sparen.

Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Eins möchte ich Dir noch gerne mitteilen: Für mich war es das erste „Dialog-Verfahren“ in meinem Leben. Und ich habe dabei viel gelernt. Und nachdem ich ein wenig drüber nachgedacht habe, ist mir die Idee gekommen, dass ich auch ganz gut damit Geld verdienen könnte. Sicher nicht soviel wie Du, denn Du und Deine über 100 Berater und den teuren Stundensätzen arbeiten ja schließlich für „Investoren“ und jede Menge Geld.

Aber, wie Ihr treffend in Eurer Werbebroschüre schreibt: Der Widerstand ist längst nicht mehr Sache von Chaoten, sondern in der bürgerlichen Mitte angekommen. Ein einzelner hat viel Geld, aber viele haben auch ne Menge Geld. Crowd-Sourcing nennt man das, glaube ich.

Und warum sollte ich das nicht einsammeln, ein paar clevere Analytiker davon bezahlen und dann bei künftigen Dialogen für die Projektgegner in den Dialog eintreten? Das wird sicher ein Riesenspaß. Du kennst den Spruch: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben.

Vor allem aber könnte es durchaus sein, dass der „Erfolg“ dann ganz anders aussieht. Deswegen hoffe ich für Dich, dass Du Dir ein paar Bundeswehrkekse aufbewahrt hast – für schlechte Zeiten.

Es grüßt Dein früherer Kommilitone
Hardy

Anmerkung der Redaktion: Der IFOK-Geschäftsführer Jochen Tscheulin und Hardy Prothmann, freier Journalist und verantwortlich für das heddesheimblog, haben zusammen in Mannheim Politische Wissenschaften studiert und gemeinsam gut zwei Jahre beim Institut ZUMA als studentische Hilfskräfte gearbeitet.

„Wie bei den Taliban“ – Professor beschimpft „pfenning“-Gegner als Terroristen

Guten Tag!

Heddesheim, 08. September 2010. In der aktuellen Ausgabe des „Wirtschaftsmagazin“ Econo, an dem der Mannheimer Morgen beteiligt ist, beschimpft der Professor Michael Schröder die Gegner der geplanten Pfenning-Ansiedlung mit einem Vergleich. Eine Bürgerversammlung beschreibt er so: „Da ging es zu wie bei den Taliban.“

Von Hardy Prothmann

taliban

Professor Schröder beschimpft Pfenning-Gegner als "Taliban". Quelle: econo

Dr. Michael Schröder ist Professor für Transport, Verkehr, Logistik bei der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim. Also ein Logistik-Fachmann.

Die Duale Hochschule arbeitet mit „Partnern“ zusammen, die dort ihre künftigen Mitarbeiter theoretisch ausbilden – darunter auch das Unternehmen pfenning logistics GmbH.

Mit dessen Geschäftsführer Uwe Nitzinger trifft sich der Professor Schröder regelmäßig – bei Kongressen, Info- und Branchenveranstaltungen und vermutlich auch zu anderen Gelegenheiten.

Professor Michael Schröder ist ein Lobbyist der Logistik-Branche.

Vor einem Jahr gab es beispielsweise ein Gespräch – organisiert von Econo -, an dem die Herren Nitzinger und Schröder teilnahmen und das auf mehreren Seiten abgedruckt wurde. Herr Schröder modierte auch Runden, an den Herr Nitzinger teilnahm.

Man darf deshalb annehmen, dass diese Herren gut bekannt sind. Ob es auch direkte Geschäftsbeziehungen gibt, also Honorare für Dienstleistungen, ist der Redaktion zur Zeit nicht bekannt.

Econo ist eine Wirtschaftspostille, die nichts weiter ist als eine verkappte PR-Schleuder, bei der „Artikel gegen Anzeigen“ verkauft werden (die Redaktion kann dafür Zeugen benennen, das nur als Hinweis, falls econo Anwälte zu bemühen gedenkt).

Zudem sind die Texte ungenau und rechercheschwach – zwei Mängel, die durchaus das Interesse der Werbekunden bedient, die sicher sein können, immer von ihrer besten Seite dargestellt zu werden. Auch „Pfenning“ wirbt gerne großformatig in dem Blatt. So kostet ausweislich des econo-Mediaplans eine ganzseitge Anzeige rund 3.500 und eine halbseitige 1.900 Euro netto.

In der aktuellen Ausgabe wird der Logistik-Fachmann Michael Schröder zum „schlechten Ruf“ der Logistik interviewt. Econo befragt Herr Schröder darin auch zum Widerstand einer Bürgerinitiative in Heddesheim gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung.

„Bürgerversammlung: Da ging es zu wie bei den Taliban.“ Prof. Dr. Michael Schröder

Herr Schröder beantwortet die Frage nicht, sondern nutzt die Gelegenheit alle BürgerInnen, die gegen diese Ansiedlung sind, als „Taliban“ zu beschimpfen, was im allgemeinen Sprachgebrauch der Gleichsetzung mit menscherverachtenden Terroristen verstanden werden darf:

„Ich war auch schon auf einer Bürgerversammlung in Heddesheim. Da ging es zu wie bei den Taliban. Dort waren sich alle einig in ihrer Ablehnung des Unternehmens: „Wir wollen keine Logistik“

Die Redaktion hat eine Anfrage an den Lehrstuhlleiter und die Verwaltung der Dualen Hochschule geschickt und ist gespannt, wie man dort diese Äußerung des Professors bewertet. Auch der Bundesverband Logistik ist für eine Stellungnahme angefragt, immerhin ist der Lobbyist Schröder der Regionalsprecher Rhein-Neckar.

Aus meiner Sicht ist es eine Ungeheuerlichkeit ohne Beispiel in der bisherigen Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern, dass ein mit dem Unternehmen „verbundener“ Professor glaubt, es sich herausnehmen zu können, den demokratisch legitimen Widerstand von besorgten BürgerInnen als rückständige und terroristische Vereinigung abzustempeln.

Zumal der angebliche Fachmann dabei noch falsche Tatsachen unterstellt und sich ironisch äußert, wer keine Logistik wolle, dürfe auch nicht mehr zu Aldi fahren oder tanken. Kein vernünftiger Mensch hat in der Debatte je behauptet, man wolle keine Logistik, sondern nur, dass Heddesheim der falsche Standort dafür ist und vor allem die angeblichen Segnungen des Ortes durch die Ansiedlung nachgewiesenermaßen nicht eintreffen werden.

Propaganda-Maschine läuft.

Dieser Skandal hat noch eine andere Dimension. Zur lückenhaften, undifferenzierten Berichterstattung des Mannheimer Morgens und anderer Medien zur Sache kommt die „Kampagnenberichterstattung“, durch die deutlich wird, dass der MM keineswegs die Interessen seiner LeserInnen vertritt, sondern die der Anzeigenkunden.

Im Verbund mit einem Bürgermeister Kessler, der mal eben 35.000 Euro für ein „Spin-Doctor“-Unternehmen wie die IFOK ausgibt, erhält man ein schlagkräftiges Propaganda-Trio. Wer angesichts dieser „Zusammenhänge“ immer noch vermutet, dass das Unternehmen, der Bürgermeister und der angeblich „unabhängige“ Mannheimer Morgen eine transparente Informationspolitik betreiben, nun, der glaubt wahrscheinlich auch noch an das Christkind.

Dokumentation: Interview mit Michael Schröder