Freitag, 22. September 2017

Schulentwicklung noch nicht vom Tisch - komplizierte Lage

Gemeinschaftsschule im Alleingang?

Die Hirschberger B├╝rger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k├Ânnte sie im Alleingang entwickeln.

Die Hirschberger B├╝rger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim k├Ânnte sie im Alleingang entwickeln.

 

Hirschberg/Heddesheim, 11. Oktober 2013. (red/ld) Theoretisch k├Ânnte Heddesheim im Alleingang eine Gemeinschaftsschule entwickeln. Nach dem „Nein“ beim Hirschberger B├╝rgerentscheid muss der Schulzweckverband Wege finden, wie es mit der Karl-Drais-Werkrealschule weitergeht. Denn die Sch├╝lerzahlen sind r├╝ckl├Ąufig. Das Verh├Ąltnis zwischen den Gemeinden ist angespannt. Ohne Ver├Ąnderung und die Kooperation der Gemeinden ist die weiterf├╝hrende Schule in Gefahr. [Weiterlesen…]

Das politische Verh├Ąltnis der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist zutiefst gest├Ârt

Entt├Ąuschte Verl├Ąsslichkeiten

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Heddesheim/Hirschberg, 27. September 2013. (red) Die unterschiedliche Entscheidung zum Thema Gemeinschaftsschule zementiert das zutiefst gest├Ârte politische Verh├Ąltnis zwischen den B├╝rgermeistern und Gemeinder├Ąten der Nachbargemeinden. Die Gr├╝nde sind vielf├Ąltig und nicht erst durch diese Entscheidung bedingt. Und ganz sicher ist die Schule mittlerweile ein Wahlkampfthema. [Weiterlesen…]

Antrag auf Weiterentwicklung der KDS zur Gemeinschaftsschule gescheitert

Betroffene bis aggressive Atmosph├Ąre

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Heddesheim/Hirschberg, 27. September 2013. (red) Der Schulzweckverband entwickelt die Karl-Drais-Haupt und Werkrealschule nicht zu einer Gemeinschaftsschule weiter. Ein entsprechender Antrag ist gestern durch ein Nein aus Hirschberg gescheitert. Die Ablehnung basiert auf dem B├╝rgerentscheid zum Thema, der mit knapper Mehrheit die Weiterentwicklung abgelehnt hat. Dieses Votum der B├╝rger wirkt wie ein Gemeinderatsbeschluss. Im Hirschberger Ratssaal herrschten abwechselnd betroffene Ruhe bis aggressive T├Âne. [Weiterlesen…]

B├╝rgermeister Just blickt im Interview auf den B├╝rgerentscheid zur├╝ck

„Beide Positionen hatten durchaus gute Argumente“

gemeinschaftsschule abgewaehlt

Kein Bock auf Gemeinschaftsschule in Hirschberg.

Hirschberg, 24. September 2013. (red) Die Hirschberger B├╝rger/innen haben entschieden – die Karl-Drais-Haupt- und Werkrealschule wird nicht zur Gemeinschaftsschule weiterentwickelt. Die Gemeinde spart damit rund 1,7 Millionen Euro, die sonst h├Ątten ausgegeben werden m├╝ssen. Am Donnerstag trifft sich der Schulzweckverband der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg. Das Verh├Ąltnis ist belastet. Wir haben B├╝rgermeister Just zur Zukunft der Schule und der interkommunalen Zusammenarbeit befragt. [Weiterlesen…]

Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule Hirschberg / Heddesheim

Weiterf├╝hrende Schule nur als Gemeinschaftsschule

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Leere Reihen zeigen wenig Interesse in der Bev├Âlkerung – wird der B├╝rgerentscheid am Quorum scheitern?

 

Hirschberg/Heddesheim, 13. September 2013. (red/sw) Die Aula der Karl-Drais-Schule Hirschberg h├Ątte besser gef├╝llt sein k├Ânnen. Nur 150 G├Ąste waren gekommen, zieht man die Zahl der Hirschberger und Heddesheimer Gemeinder├Ąte und anderer „befasster“ Personen ab – waren weniger als 100 B├╝rger/innen gekommen. Hirschbergs B├╝rgermeister Manuel Just und Schulleiter der Karl-Drais-Schule, Jens Drescher informierten ├╝ber das seit Monaten hei├č diskutierte Thema „Soll die Karl-Drais-Schule eine Gemeinschaftsschule werden?“ und stellten sich gemeinsam den Fragen der Zuschauer. [Weiterlesen…]

Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch kritisiert "wackeres Geschw├Ątz"

„Der B├╝rgerentscheid ist eine Zumutung“

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Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch bezeichnet den Hirschberger B├╝rgentscheid als „Zumutung“. Foto: B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

Heddesheim/Hirschberg, 31. August 2013. (red/gb) Der Heddesheimer Gemeinderat und Gr├╝nen-Sprecher G├╝nther Heinisch ist „erstaunt bis entsetzt“, wie Gemeinderat und B├╝rgermeister in Hirschberg zum B├╝rgerentscheid ├╝ber die Zukunft der Karl-Drais-Schule informieren und meint: „Ich beneide die Hirschberger nicht darum, ihren Politikern die Kastanien so oder so aus dem Feuer holen zu m├╝ssen.“

Gastbeitrag: G├╝nther Heinisch (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen)

„Als Heddesheimer bin ich mehr als erstaunt, ja entsetzt eigentlich, wie in Hirschberg so getan wird, als w├Ąre der B├╝rgerentscheid eine rein Hirschberger Angelegenheit.

Es ist schon bemerkenswert, dass die Belange meiner Gemeinde, um die es nat├╝rlich bei der Abstimmung auch geht, in der Informationsbrosch├╝re genannten Schrift auf 32 Seiten gar nicht vorkommen. Kein Wort von der einstimmigen Bef├╝rwortung durch den Heddesheimer Gemeinderat. [Weiterlesen…]

B├╝rgermeister Michael Kessler zum Hirschberger B├╝rgerentscheid

„Bildungsinvestition oder Kanalausbau“

Heddesheim/Hirschberg, 29. August 2013. (red/ld) Die Pl├Ąne die bestehende Werkrealschule zu einer Gemeinschaftsschule im Schulzweckverband mit Hirschberg weiterzuentwickeln, steht durch den Beschluss des Hirschberger Gemeinderats f├╝r einen B├╝rgerentscheid am 22. September auf dem Spiel. Der Heddesheimer Gemeinderat hatte daf├╝r gestimmt, den vor drei Jahren gegr├╝ndeten Schulzweckverband weiterzuentwickeln. Heddesheims B├╝rgermeister Michael Kessler ist von der Entscheidung des Hirschberger Gemeinderats entt├Ąuscht, blickt aber zuversichtlich der Abstimmung entgegen. [Weiterlesen…]

B├╝rger/innen vernetzen sich

Elterninitiative f├╝r die Gemeinschaftsschule geht in die Offensive

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Logo der Elterninitiative – positives Signal f├╝r eine Gemeinschaftsschule.

 

Hirschberg/Heddesheim, 13. August 2013. (red/pm) Der B├╝rgerentscheid ├╝ber die Zukunft der Karl-Drais-Haupt- und Werkrealschule wird politisch – nicht etwa durch den Gemeinderat oder den B├╝rgermeister, sondern durch B├╝rger/innen, die entschlossen sind, f├╝r den Schulstandort Hirschberg und die Einf├╝hrung einer Gemeinschaftsschule zu k├Ąmpfen. [Weiterlesen…]

Sparsame Schule

Schulzweckverband beschlie├čt Haushalt

 

F├╝r die Zukunft der Karl-Drais-Schule wurde bei der gestrigen Sitzung des Schulzweckverbands nur ├╝ber den Haushalt des kommenden Schuljahres beschlossen. Heddesheim hat der Gemeinschaftsschule bereits zugestimmt. Hirschberg beschlie├čt heute das weitere Vorgehen; vielleicht auch einen B├╝rgerentscheid.

F├╝r die Zukunft der Karl-Drais-Schule wurde bei der gestrigen Sitzung des Schulzweckverbands nur ├╝ber den Haushalt des kommenden Schuljahres beschlossen. Heddesheim hat der Gemeinschaftsschule bereits zugestimmt.

 

Heddesheim/Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/ld) Am Montag kam der Schulzweckverband der Karl-Drais-Schule und der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim zusammen, um den Haushaltsbericht f├╝r das Schuljahr 2011/2012 sowie den Haushaltsplan f├╝r das kommende Schuljahr 2013/2014 zu verabschieden. ├ťber die Zukunft der Werkreal- und Grundschule wurde nicht gesprochen – zumindest nicht in der ├Âffentlichen Sitzung.
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Hirschberger Gemeinderat beschlie├čt B├╝rgerentscheid zur Gemeinschaftsschule

Heddesheim guckt in die R├Âhre

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Ob sie tats├Ąchlich im Dorf bleibt, sollen am 22. September die Hirschberger B├╝rgerinnen und B├╝rger entscheiden! Wird das Quorum nicht erreicht, muss am 24. September der Gemeinderat entscheiden.

 

Heddesheim/Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/ld) Es entwickelt es sich zum Schulkrimi: Die Gemeinde Heddesheim hat sich l├Ąngst f├╝r eine Gemeinschaftsschule im Schulzweckverband mit Hirschberg entschieden. Doch die Partnergemeinde dr├╝ckt sich vor der Entscheidung: Gestern beschloss der Hirschberger Gemeinderat, die Hirschberger B├╝rger ├╝ber die Zukunft der Karl-Drais-Schule abstimmen zu lassen – gleichzeitig mit der Bundestagswahl am 22. September. Alle Details zur Sitzung und was das f├╝r Heddesheim bedeutet, lesen Sie auf dem Hirschbergblog.de.

B├╝rger sollen bei Gemeinschaftsschule mitreden

Freie W├Ąhler beantragen B├╝rgerversammlung

Hirschberg/Heddesheim, 08. Juli 2013. (red/pm) Was wird aus der Karl-Drais-Haupt- und Werkrealschule? Diese Frage wollen die Freien Wähler zusammen mit den Bürger/innen erörtern. Deswegen beantragte die Fraktion eine Bürgerversammlung zum Thema „Gemeinschaftsschule“. [Weiterlesen…]

Ob die Karl-Drais-Schule eine Gemeinschaftsschule wird, ist noch v├Âllig offen

Bald keine weiterf├╝hrende Schule mehr?

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Schulgeb├Ąude der Karl-Drais-Schule Heddesheim. Archivbild

Heddesheim/Hirschberg, 04. Juli 2013. (red) Der Heddesheimer Gemeinderat hat sich vergangene Woche einstimmig f├╝r die Entwicklung der Haupt- und Werkrealschule in eine Gemeinschaftsschule ausgesprochen. Damit ist ein erster Schritt gemacht, um in der Gemeinde eine weiterf├╝hrende Schule zu halten. Am 16. Juli 2013 muss der Hirschberger Gemeinderat ebenfalls zustimmen, damit der Schulzweckverband den Auftrag erh├Ąlt, einen Antrag zu stellen. Doch die Zustimmung ist unsicher und selbst wenn eine Mehrheit daf├╝r entscheiden sollte, sind l├Ąngst nicht alle H├╝rden genommen. [Weiterlesen…]

Zukunft es Schulstandorts Heddesheim/Hirschberg

Trend zur Gemeinschaftsschule?

Heddesheim/Hirschberg/Rhein-Neckar, 31.10.2012 (red/ld) Individualisiertes Lernen k├Ânnte die Zukunft f├╝r den Schulstandort Heddesheim-Hirschberg sein. Die Gemeinden und die Eltern m├Âchten die Schule vor Ort behalten. Angesichts der sinkenden Sch├╝lerzahlen in den Werkrealschulen ist aber fraglich, ob sie in dieser Schulform lange ├╝berleben wird. Individuelles Lernen und die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte eine Chance sein. Eltern und B├╝rger sind skeptisch.

Von Lydia Dartsch

Der Trend der geschlossenen Werkrealschulen l├Ąsst sich nicht stoppen. Endrick Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim erkl├Ąrt den etwa 40 Anwesenden am 24. Oktober in Heddesheim die Situation, wie sie ├╝berall im Land anzutreffen ist:

Unsere Versuche, die Entwicklungen aufzuhalten oder umzukehren, sind gescheitert

Von urspr├╝nglich 120 Werkrealschulen in der Rhein-Neckar-Region gibt es aktuell nur noch 80. Ebel spricht von einem Schulsterben (siehe Bericht vom 23.10.2012). Grund daf├╝r ist zum Einen der demografische Wandel, durch den die Sch├╝lerzahlen seit 30 Jahren zur├╝ckgehen.

Zum anderen verst├Ąrkt die fehlende Grundschulempfehlung diesen Trend vor allem bei den Hauptschulen. Das Schulsystem entwickle sich von einem dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem, hat Ebel beobachtet:

Es wird versucht, m├Âglichst viele Abiturienten hervorzubringen.

So k├Ąmen 35 Prozent der Abiturienten mittlerweile aus beruflichen Gymnasien, nachdem sie zuerst eine Realschule abgeschlossen hatten. Denn immer mehr Eltern meiden die Werkrealschulen: Der Ruf der Hauptschule und Zweifel an der G├╝te der Mittleren Reife an einer Werkrealschule sind schuld daran. Zwar sollte es keinen Unterschied zwischen den Schultypen geben. Die Eltern erleben das aber anders und entscheiden sich deshalb lieber gleich f├╝r die Realschule – oder das Gymnasium. In Heddesheim-Hirschberg gilt der Trend noch nicht. Herr Ebel bef├╝rchtet aber, dass es fr├╝her oder sp├Ąter auch die Karl-Drais-Schule treffen wird und sie geschlossen werden muss.

Lieber l├Ąnger gemeinsam lernen

Auch in Hirschberg gab es einen Informationsabend f├╝r Eltern. B├╝rgermeister Manuel Just sagte auf Anfrage, dass es ihm zuerst um die Einbindung der Eltern, Sch├╝ler und Lehrer gehe. Er sei f├╝r alle M├Âglichkeiten offen, also einerseits eine Gemeinschaftsschule mit Heddesheim, aber auch ohne die Nachbargemeinde. Und es k├Ânne sich auch herausstellen, dass nur noch die Grundschule in Hirschberg verbleibt: „Wir m├╝ssen alle Optionen vern├╝nftig pr├╝fen.“ Aus seiner Sicht sei eine Gemeinschaftsschule sinnvoll, aber nicht um jeden Preis und nicht ohne solide Zukunftsaussichten. F├╝r eine Gemeinschaftsschule m├╝sse ein zuverl├Ąssiges p├Ądagogisches Konzept erarbeitet werden, eine Mindestsch├╝lerzahl sei Voraussetzung. Der Vorteil seien das l├Ąngere gemeinsame Lernen und ein Schulstandort vor Ort. An einer Gemeinschaftsschule k├Ânnten auch F├Ącher wie Latein unterrichtet werden.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung habe sich die Situation grundlegend ver├Ąndert, zur Zeit gebe es gerade noch genug Sch├╝ler – aber die Tendenz sei klar, die Sch├╝lerzahlen werden schon in den kommenden Schuljahren nicht mehr f├╝r eine Werkrealschule reichen. In Hirschberg nahmen rund 50 Personen an der Informationsveranstaltung teil.

Eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte den Schulstandort Hirschberg-Heddesheim sichern, schl├Ągt Ebel vor und berichtet aus seiner Erfahrung, dass die 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-W├╝rttemberg gerade einen Sch├╝lerzulauf erleben. Eine Karl-Drais-Gemeinschaftsschule w├╝rde bedeuten, dass die Kinder entweder ab der ersten oder der f├╝nften Klasse bis zur zehnten Klasse zusammen auf die Schule gehen, ohne Unterschied ihres Lernniveaus. F├╝r die Sch├╝ler in Heddesheim-Hirschberg hie├če das, sie k├Ânnten dann weiter in den Gemeinden auf die weiterf├╝hrenden Schulen gehen, ungeachtet ob sie Abitur, Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss machen.

Jedes Kind soll den bestm├Âglichen Abschluss erreichen, findet Ebel. Zwar gibt es weder Noten, noch bleiben Kinder sitzen. Es finden aber Leistungskontrollen statt, um festzustellen, wie schnell die Sch├╝ler in dem jeweiligen Fach vorankommen. Entsprechend ihrer Leistungen w├╝rden sie dann gef├Ârdert und sich in den letzten Schuljahren gezielt auf einen Abschluss vorbereiten. Nach der zehnten Klasse wechseln die Abitursch├╝ler in die zehnte Klasse des Gymnasiums und machen dort ihr (neunj├Ąhriges) Abitur.

Lieber lernen durch Erfolgserlebnisse

Alle Sch├╝ler werden individuell gef├Ârdert. Sie gehen gemeinsam in eine Klasse ungeachtet ihres Lernniveaus. Rektor Jens Drescher hat auch schon eine Idee, wie das aussehen k├Ânnte. So hat er sich Anregung von der Schule B├╝rglen, in der Schweiz, geholt, die ihre Sch├╝ler seit einiger Zeit in Lernb├╝ros unterrichtet. Der Film „Individualisierung – das Geheimnis erfolgreicher Schulen“ von Reinhard Karl zeigt wie es dort zugeht: Dort werden die Sch├╝ler angeleitet, selbst├Ąndig zu lernen, ohne den traditionellen Frontalunterricht.

Wer Fragen hat, kann Lehrer ansprechen oder Mitsch├╝ler und sich den Stoff erkl├Ąren lassen. In dieser „Lernlandschaft“, wie es die Schule nennt, arbeiten 64 Sch├╝ler und 4 Lehrer gemeinsam an dem Stoff. Die Lehrer im Film zeigen sich begeistert, die Kinder lernten Selbst├Ąndigkeit und k├Ąmen mit der Arbeitsatmosph├Ąre gut klar. Es gebe weniger St├Ârer und auch au├čerhalb der Schule weniger Randalierer.

Ein Lernb├╝ro gibt es auch schon an der Karl-Drais-Schule. Er habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, erkl├Ąrt Rektor Drescher und erkl├Ąrt die Idee dahinter. Das bestehende System frustriere die Sch├╝ler. Jeder Sch├╝ler habe in der gleichen Zeit den gleichen Stoff zu lernen, sonst bleibt er sitzen und muss schlie├člich ein Schulniveau nach unten wechseln. Das Gef├╝hl, an dem Lernstoff und der Schule zu versagen, frustriere und macht ihnen keine Lust, zu lernen. Au├čerdem vernachl├Ąssige das bestehende System, dass Sch├╝ler unterschiedliche F├Ącher unterschiedlich schnell lernen:

Das Kind kommt beispielsweise in Englisch gut mit, hat aber Schwierigkeiten in Mathe.

Die Kinder haben Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaftsschule und sieht Rektor Drescher eine bessere Chance – f├╝r alle Sch├╝ler:

Lernen funktioniert nur durch Erfolg.

Das st├Ąrke das Selbstwertgef├╝hl der Sch├╝ler und ihre Motivation in die Schule zu gehen. Erste Schritte habe er bereits gemacht sagt er und zeigt sich begeistert von seinen Erfahrungen mit dem Lernb├╝ro. Darin plane jeder Sch├╝ler seine Lernziele individuell mit den Lehrern. Gleichzeitig finde eine kontinuierliche Elternberatung statt, in der die Lehrer R├╝ckmeldung ├╝ber die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung ihrer Sch├╝ler geben.

Versuchslabor Kind?

Gemurmel ist aus den Reihen der Eltern zu h├Âren, als Drescher und Ebel vorschlagen, die Karl-Drais-Schule zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln, mit Grundschule oder ohne. „Versuchslabor Kind“, ist als Kommentar zu h├Âren. Die Anwesenden fragen nach:

  • Wie ist es mit der Lehrerausbildung?
  • Welche Lehrer unterrichten?
  • Richtet sich die Lehrerabdeckung nach den Grundschulepfehlungen?
  • Gibt es dann eine Bestandsgarantie f├╝r die Gemeindeschule?
  • Was sind die Alternativen?

„Alles andere ist besser als so, wie es jetzt ist. Ich wei├č nicht, wie sie es umsetzen wollen“, sagt Andrea Robers, Elternbeir├Ątin. Eine andere Mutter ist begeistert:

Ich sehe das als Chance. Ich bin ein gro├čer Freund von gemeinsamen Lernen.

Aber auch skeptische Stimmen sind zu h├Âren: „Wir brauchen noch mehr Informationen. Wir k├Ânnen uns das kaum vorstellen, wie das funktioniert“, findet eine Besucherin und eine andere berichtet:

Mein Enkel macht gar nichts selbst├Ąndig. Den muss man immer erst anschubsen, damit er was macht.

Die Werkrealschule ist „angez├Ąhlt“

Es m├╝ssen Lehrer aller Schulen an einer solchen Gemeinschaftsschule unterrichten, antwortet Ebel. Um den Bedarf an Lehrern zu decken, w├╝rden Stellen ausgeschrieben und die bestehenden Lehrer k├Ânnten in Fortbildungen an der neuen Lehrmethode ausgebildet werden. Bisher seien die Reaktionen von Lehrern und Eltern auf den Vorschlag gemischt, berichtet Drescher. F├╝r die Option, an dem bestehenden festzuhalten, sieht Ebel aber keine Zukunft:

Wenn gen├╝gend Sch├╝ler angemeldet werden, geht das. Noch ist das zwar der Fall. Aber meine Erfahrung zeigt, das hat keinen Sinn.

Eine Entscheidung ob die Gemeinschaftsschule kommt, soll es erst im Herbst 2013 geben. „Um die weiterf├╝hrenden Schulen am Ort zu behalten, muss man sich fr├╝h auf den Weg machen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben“, erkl├Ąrt Ebel. Dazu m├╝ssen sich Eltern, Lehrer und die Stadt zuerst einigen und einen Antrag f├╝r die Gemeinschaftsschule stellen. Dann brauche es etwa zwei Jahre Entwicklungszeit.

Im November soll daher zun├Ąchst eine Besichtigungsfahrt an eine bestehende Gemeinschaftsschule stattfinden. Im Fr├╝hjahr 2013 soll die Diskussion dann in die hei├če Phase ├╝bergehen und im Herbst zu einer Entscheidung aller Beteiligten f├╝hren. Rektor Drescher hofft auf die Gemeinschaftsschule und auf Leben in den Schulg├Ąngen:

Es tat mir als Schulleiter weh, als ich vor den Sommerferien durch die G├Ąnge gelaufen bin, und diese g├Ąhnende Leere gesehen habe.

Heftige Diskussion im ATU ├╝ber Erweiterung der Edeka in Heddesheim

Hirschberg beauftragt neues Verkehrsgutachten

Hier soll die neue Edeka-Erweiterung enstehen.

Hirschberg/Heddesheim, 14. Juni 2012. (red/sap) Im Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt (ATU) in Hirschberg wurde gestern heftig diskutiert – wegen der in Heddesheim geplanten Erweiterung der Edeka. Schlie├člich beschloss der Ausschuss eine Stellungnahme, nach der Hirschberg von „allen zust├Ąndigen Stellen“ verlangt, dass „verkehrsmindernde Ma├čnahmen zugesagt werden“. Zudem wird Hirschberg ein eigenes Verkehrgutachten beauftragen.

Von Sabine Prothmann

Der Antrag der Gemeinde Heddesheim auf Zulassung von Abweichungen von Zielen des Regionalplans „Unterer Neckar“ des Verbandes Region Rhein-Neckar f├╝r eine gewerbliche Baufl├Ąche im Bereich „Unteres B├Ąumelgewann“ in Heddesheim – dabei geht es um die Erweiterung der Edeka – wurde im ATU der Gemeinde Hirschberg heftigst diskutiert.

B├╝rgermeister Manuel Just betonte ausdr├╝cklich, dass er einer Wirtschafsf├Ârderung und einer Arbeitsplatzsicherung┬á positiv gegen├╝ber stehe, dass aber die Verkehrsentwicklung nicht zu Lasten der Gemeinde Hirschberg gehen d├╝rfe.

Die Kapazit├Ąten der Autobahn und der Autobahnanschl├╝sse betrachtete Just sehr kritisch. Schon bei der Erschlie├čung des Hirschberger Gewerbeparks habe einVerkehrsgutachten bescheinigt, die Verkehrssituation sei „gerade noch ausk├Âmmlich“. Und auch jetzt nach der Pfenning-Erschlie├čung und mit dem Ausbau des Edeka -Gel├Ąndes wurde wieder „mit gerade noch ausk├Âmmlich“ argumentiert.

„Wirtschaftsf├Ârderung ist gut, aber wir brauchen eine technische L├Âsung f├╝r die Autobahnanschl├╝sse“, argumentierte der B├╝rgermeister.

Bypass-L├Âsung nicht notwendig?

Ein weiterer Kreisverkehr sei vom Regierungspr├Ąsidium in Aussicht gestellt worden, aber eine Bypass-L├Âsung empfinde man dort als nicht notwendig.

Deswegen pl├Ądierte Just daf├╝r, dem Verwaltungsvorschlag zuzustimmen, dass der ATU erst unter der Voraussetzung, dass das Regierungspr├Ąsisium Karlsruhe verkehrsmindernde Ma├čnahmen f├╝r den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlussse Hirschberg in Aussicht stelle, dem Antrag der Gemeinde Heddesheim zustimme.

Unter den ATU-Mitgliedern herrschte schnell Einigkeit, dass die Formulierung „in Aussicht stelle“ noch zu „weich“ sei.

Karin Kunz (CDU) bezeichnete das Pfenning-Geb├Ąude und die Entwicklung als „Katastrophe“, „da muss verkehrstechnisch etwas passieren, das geht nicht mehr“.

Und auch B├╝rgermeister Just musste einr├Ąumen, die Gemeinde Hirschberg sei durch den Ausweichverkehr stark betroffen, was nat├╝rlich auch aus dem Verkehrslenkungsvertrag resultiere, den Heddesheim mit Pfenning abgeschlossen habe.

„Wir haben dieses Thema oft behandelt und nichts erreicht“, meinte Fritz Bletzer (FW) und weiter:

Stimmen wir nicht zu, sind wir Arbeitsplatzvernichter, stimmen wir zu, baut die Gemeinde Heddesheim, ohne dass die Verkehrsprobleme gel├Âst werden.

„Wenn wir ablehnen, hei├čt das noch lange nicht, dass nicht gebaut wird“, kl├Ąrte der B├╝rgermeister diese These. Das sei schlie├člich eine Sache des Regionalverbandes.

Hirschberg sei auch nicht gegen die Ausweitung des Gewerbegebietes, verdeutlichte B├╝rgermeister Just noch einmal seine Haltung, sondern f├╝r die Schaffung einer Infrastruktur. „Auch wir verursachen mit unserem Gewerbepark Verkehr“, machte er deutlich.

„Das h├Ârt sich jetzt sanft an“, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Im Januar habe die Aussage Just noch ganz anders geklungen. Treiber ziterte den B├╝rgermeister mit einem Satz aus der Rhein-Neckar-Zeitung:

Heddesheim muss seine Hausaufgaben machen.

„Wir haben hier einen Mords-Block von Industrieerweiterung“, sagte der Gr├╝nen-Gemeinderat. Ihm seien das eindeutig „zu wenig an gemachten Hausaufgaben“.

Just entgegnete:

Wir stimmen zu, um unseren guten Willen zu demonstrieren.

Die Formulierung sei zwar weicher und sanfter, aber das Resultat sei gleich.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sprach von einem „Wischiwaschi-Gutachten“. Es sei unlogisch einerseits von mehr Arbeitspl├Ątzen zu sprechen und andererseits zu versichern, es g├Ąbe nicht mehr Verkehr und LKWs.

Auch Karl Schnell (CDU) sagte:

Das Verkehrsgutachten ist eine Katastrophe und das Regierungspr├Ąsidium springt darauf ein.

Dem m├╝sse bei der Formulierung des Beschlussvorschlags Rechnung getragen werden, so Schnell.

Mit der Formulierung habe man Heddesheim aus der Pflicht genommen, kritisierte Treiber.

Es kam der Vorschlag auf, dass auch Hirschberg einen Verkehrslenkungsvertrag mit der Firma Pfenning abschlie├čen sollte.

Dem hielt der B├╝rgermeister entgegen, die B3 sei eine Ausweichstra├če. Zudem

Heddesheim hat den Hebel in der Hand, Heddesheim hat die Fl├Ąche und den Bebauungsplan.

Werner Volk (FW) sagte: „Der Verkehrslenkungsvertrag ist schon b├Âsartig“, und:

Ich versteh die Welt nicht und ich versteh auch Heddesheim nicht. Der Verkehrslenkungsvertrag ist ein Unding.

„Wir werden wieder verlieren und das ├Ąrgert mich ma├člos“, erkl├Ąrte Karin Kunz:

…denn ob wir ablehnen oder nicht, spielt keine Rolle.

„Wir sind mit der Entwicklung nicht zufrieden“, sagte der B├╝rgermeister und schlug vor ,die zur├╝ckgestellten 10.000 Euro f├╝r ein Verkehrsgutachten jetzt einzusetzen.

Sein Vorschlag, dass die Gemeindeverwaltung ein Verkehrsgutachten beauftragen sollte, um die Haltung Hirschbergs auf Plausibilit├Ąt zu ├╝berpr├╝fen und die Stellungsnahme zu flankieren, wurde einstimmig angenommen.

Der ge├Ąnderte Beschlussvorschlag lautete schlie├člich, dass Hirschberg seine Zustimmung davon abh├Ąngig mache, dass von allen zust├Ąndigen Stellen verkehrsmindernde Ma├čnahmen f├╝r den Bereich des Kreisverkehrs und des Autobahnanschlusses Hirschberg zugesagt werden.

Bei zwei Gegenstimmen (GLH) wurde dem zugestimmt.

„Mitten im Feld“

Auch zu dem Bebauungsplan „Mitten im Feld“ der Nachbargemeinde Heddesheim sollte Hirschberg eine Stellungnahme abgeben.

Die meisten Ausschussmitglieder hatten mit dem geplanten Neubaugebiet keine Probleme.

Eva-Marie Pfefferle freute sich ├╝ber die bunte Mischung der Bauformen, die hier vorgesehen seien, w├Ąhrend Oliver Reisig (FDP) die „Unordnung“ eher kritisch betrachtete.

Bei zwei Gegenstimmen der Gr├╝nen Liste Hirschberg wurde dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, Hirschberg habe keine Bedenken gegen den Bebauungsplanentwurf entsprochen.

An Karl Heinz Treiber gewandt, meinte der B├╝rgermeister:

Ich w├Ąre pers├Ânlich beleidigt, wenn Sie hier zugestimmt h├Ątten, nachdem Sie gegen meinen Sterzwinkel gestimmt haben.

27. Februar bis 04. M├Ąrz 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Tipps und Termine f├╝r den 27. Februar bis 04. M├Ąrz 2012. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Dienstag, 23. Februar 2012, 20:00 Uhr, „Hutter im Schloss“

"Hutter im Schloss".

Weinheim. Am Dienstag, 23. Februar 2012, hauen sich Hobby-Poeten aus der Region beim Weinheimer ÔÇ×Poetry SlamÔÇť wieder ihre gereimten Emotionen um die Ohren. Das altehrw├╝rdige Schloss, genauer das Restaurant ÔÇ×Hutter im SchlossÔÇť, bildet daf├╝r wieder eine wahrlich (dichter-) f├╝rstliche Kulisse. Die verbalen Faustk├Ąmpfe der Literaten geh├Âren seit zwei Jahren zur Kulturszene der Zweiburgenstadt. Dabei hat Kulturb├╝ro-Chef Gunnar Fuchs gleich ein eigenes Profil geschaffen ÔÇô ohne Ungereimtheiten. Als Moderator und k├╝nstlerischen Berater fungiert wieder Alex Dreppec aus Darmstadt, ein wahrer Kenner der ÔÇ×Poetry-SzeneÔÇť. Er war selbst schon ÔÇ×Slam-SiegerÔÇť unter anderem in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden.

Es sollen bis zu zehn Spontan-Dichter auftreten. Jeder ÔÇ×SlammerÔÇť hat sieben Minuten Zeit, seine Texte vorzutragen, wer gewinnt, entscheidet das Publikum.

Ort: Hutter im Schloss, Weinheim.
Anmeldung: kulturbuero@weinheim.de oder 06201 / 82 592.

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Mittwoch, 29. Februar 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle Weinheim

"Pasta e Basta" . Szenenfoto.

Weinheim. Unter dem Titel „Pasta e basta“ findet in der Stadthalle ein italienischer Liederabend von Dietmar Loeffler mit Liedern von Eros Ramazotti, Adriano Celentano, Gianna Nannini bis Paolo Conte statt.

An diesem Abend hei├čt es: K├╝che frei f├╝r eine gro├če Musik-Show! In der K├╝che eines kleinen italienischen Restaurants, zwischen T├Âpfen, Tellern und dreckigem Geschirr tr├Ąumen zwei K├Âche, ein Kellner und eine Tellerw├Ąscherin von dem gro├čen Gl├╝ck, als S├Ąnger endlich erfolgreich zu sein. Sehr zum Leidwesen der G├Ąste. Denn statt in der K├╝che k├Âstliche Pasta-Gerichte vorzubereiten, werden hier Kochl├Âffel zu Schlagzeugst├Âcken, der K├╝chenbesen wird zum Bass umfunktioniert, und der Herd muss einem Klavier weichen, w├Ąhrend die Nudeln ├╝berquellen und Kundenbestellungen nur noch beil├Ąufig ber├╝cksichtigt werden.

Ort: Birkenauertalstr. 2, Weinheim.
Karten: Im Vorverkauf bei der Gesch├Ąftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Tel. 06201/12282..

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Dienstag, 28. Februar 2012, 19:00 Uhr, Volkshochschule Weinheim

David Gilmore.

Weinheim. „Die Kraft des Lachens“ ist ein Erlebnisabend mit David Gilmore.

Das Lachen ist ein wesentlicher Teil unserer wahren Natur. Humor ist ein Ausdruck wahrer Freiheit. David Gilmore bietet an diesem Abend einen Freiraum, sich durch Spiel und Dialog in einem humorvollen Raum mit Lachen, Humor, Kreativit├Ąt kennen zu lernen. Es werden ├ťbungen angeboten, die in pr├Ągnanter Weise David Gilmores Arbeit mit Humor erlebbar und verst├Ąndlich machen.

Ort: Luisenstra├če 1, 69469 Weinheim.
Teilnahmebeitrag: 19 Euro. Voranmeldung notwendig, Tel. 06201/9963-0.

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Freitag, 02. M├Ąrz 2012, 19:00 Uhr, Kulturscheune

Charlotte Herzog von Berg.

Viernheim. Vom 02. M├Ąrz bis zum 28. April 2012 findet in der Kulturscheune die Ausstellung „Fr├╝hlingsboten“ mit Bildern und Farbradierungen von Charlotte Herzog von Berg statt.

Die Ausstellung wird am Freitag, 02. M├Ąrz 2012, um 19.00 Uhr er├Âffnet. Die K├╝nstlerin ist anwesend. Die Einf├╝hrung h├Ąlt Dr. Gabriele Berrer-Wallbrecht, Musikalische Umrahmung: A. von Berg.

Charlotte Herzog von Berg: Geboren in Mannheim. Kunststudium in München und Berlin. Hochschulabschluss an der jetzigen UDK Berlin als Meisterschülerin bei Hann Trier. Lebt als freischaffende Malerin in Berlin und Ladenburg am Neckar.  Die Künstlerin ist Mitglied des Deutschen Künstlerbundes und des Künstlersonderbundes in Deutschland.

Ort: Kulturscheune, Saton├ęvri Platz 1, Viernheim.
├ľffnungszeiten: Dienstag 10 – 17 Uhr, Mittwoch 14 – 17 Uhr, Donnerstag 10 – 13 und 15 – 19 Uhr, Freitag 14 – 17 Uhr, Samstag 10 – 12 Uhr, und nach Vereinbarung

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Martinsschule Ladenburg.

Sonntag, 04. M├Ąrz 2012, 11:00/14:00 Uhr, Martinsschule Ladenburg/Rathausgalerie Hirschberg

Ladenburg/Hirschberg.Die Ausstellung ÔÇ×Atelier und K├╝nstler“ wird am 04. M├Ąrz 2012 in Ladenburg und Hirschberg er├Âffnet.

Bei der 23. Kreiskulturwoche steht die Bildende Kunst wieder im Mittelpunkt. Mit einer Art Doppelpremiere startet am Sonntag, 4. M├Ąrz, um 11 Uhr in der Martinsschule in Ladenburg und um 14 Uhr in der Rathausgalerie in Hirschberg das bundesweit beachtete Ausstellungsprojekt ÔÇ×Atelier und K├╝nstler“ mit der Pr├Ąsentation von K├╝nstlerinnen und K├╝nstler aus der Metropolregion..

Rathausgalerie Hirschberg.

Im Vergleich zu den Ausstellungen der Vorjahre haben sich die Kreiskulturkommission und der Kreistag ab 2012 daf├╝r entschieden, nicht mehr eine gro├če Wanderausstellung mit allen von der Jury ausgew├Ąhlten K├╝nstlerinnen und K├╝nstlern, sondern spezielle Gruppenausstellungen mit wenigen K├╝nstlern an ausgew├Ąhlten Orten, die von ihnen zusammen mit den Kuratoren konzipiert wurden. Das gibt den individuellen k├╝nstlerischen Ans├Ątzen weiteren Raum zur Darstellung und erm├Âglicht eine viel intensivere Pr├Ąsentation der K├╝nstlerinnen und K├╝nstler in einer Ausstellung als fr├╝her.

Er├Âffnet werden beide Ausstellungen von Landrat Stefan Dallinger, in der Rathausgalerie in Hirschberg begr├╝├čt um 14:00 Uhr B├╝rgermeister Manuel Just, in Ladenburg um 11:00 Uhr begr├╝├čt Schulleiter Kurt Gredel in der Martinsschule.

Orte: Gro├čsachsener Stra├če, Hitschberg und Hirschberger Allee 2, Ladenburg.

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Chansonfestival in Heidelberg.

Bis 24. M├Ąrz 2012, Opernzelt Heidelberg

Heidelberg. Unter dem Titel „sch├Âner l├╝gen“ findet ab dem 04. Februar 2012 das 12. Festival f├╝r neue deutsche Chansons im Heidelberger Opernzelt statt.

Neue deutsche Chansons und Lieder mit intelligentem Humor pr├Ąsentieren die ÔÇ×MacherÔÇť von ÔÇ×sch├Âner l├╝genÔÇť im zw├Âlften Jahr. Alle Liebhaber des Chanson d├╝rfen sich auf poetische, freche, skurrile Abende im Kulturfenster in Heidelberg-Bergheim und im Opernzelt in Heidelberg freuen.

ÔÇ×sch├Âner l├╝genÔÇť ist nach Berlin das ├Ąlteste und noch vor Berlin sogar das gr├Â├čte Chansonfestival der Republik.

Infos: www.schoenerluegen.de

Ort: Opernzelt Heidelberg, Emil-Maier-Stra├če 16, 69115 Heidelberg.

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Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus.

Bis 18. M├Ąrz 2012, Pflanzenschauhaus Luisenpark

Mannheim. Der Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus des Luisenparks wurde am 27. Januar 2012 er├Âffnet.

In diesem Jahr dreht sich alles um die gigantische Kletterattraktion: Mit einem Durchmesser von 8 Metern und einer H├Âhe von 4 Metern macht die ÔÇ×Dschungel-ArenaÔÇť der Berliner Corocord GmbH m├Ąchtig Eindruck ÔÇô und vor allem Spa├č! Von der Affenschaukel ├╝ber das Dschungel-Segel, etlichen Kletternetzen bis zu den Baum-dicken Riesentauen ist immer wieder neues Abendteuer geboten. Und das Beste: Das Mammut-Spielzeug wird nach dem Winterspielplatz im Park bleiben und ab Ostern seinen festen Platz im Luisenpark einnehmen.

ÔÇ×TiefbauÔÇť-Experten oder jenen, die sich noch nicht so hoch hinaus trauen, liefern 12 LKW-Ladungen Sand auf 420 Quadratmeter gen├╝gend Stoff zum Baggern.

Eintritt: Bis 18. M├Ąrz 2012, t├Ąglich 10.30 ÔÇô 16.30 Uhr (ab M├Ąrz 10.00 ÔÇô 17.30 Uhr, Pflanzenschauhaus). Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Ausstellung selbst ist kostenfrei!“
Ort:
Luisenpark, Mannheim.

Erstes gemeinsames Schulfest der Karl-Drais-Schule


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Volles Programm, gute Organisation: Das erste Karl-Drais-Schulfest.

Hirschberg/Heddesheim, 07. Oktober 2011. (red) Unter dem Motto „Gemeinsam in die Zukunft“ feierte die Karl-Drais-Schule am Freitag, 7. Oktober, von 15 bis 19 Uhr in Hirschberg ihr erstes gemeinsames Schulfest. Mit einem bunten Programm pr├Ąsentierten sich die beiden seit vergangenem Schuljahr unter dem gemeinsamen Dach der Karl-Drais-Schule befindlichen Schulstandorte Hirschberg und Heddesheim den Eltern und der Bev├Âlkerung pr├Ąsentieren.

Da die Mehrzahl der Klassen in diesem Schuljahr am Standort Hirschberg unterrichtet wird, fand das Schulfest auf dem Leutershausener Schulgel├Ąnde statt. Das Programm wurde jedoch von Sch├╝lern beider Standorte gemeinsam gestaltet.

Die offiziellen Worte sprachen B├╝rgermeister Manuel Just, Schulrat Endrik Ebel vom Staatlichen Schulamt Mannheim und die Elternbeiratsvorsitzende Elizabeth Benois.

Auf der Programm-B├╝hne gab es ein vielseitiges Programm mit Musik- und Theatervorstellungen.

Als besonderen H├Âhepunkt holten der Zweite Vorsitzende des F├Ârdervereins der Karl-Drais-Schule Vincenzo Fregapane und seine Mitstreiter das Alte Rom nach Hirschberg. Au├čerdem hat sich der F├Ârderverein ein Karl-Drais-Quiz mit vielen tollen Preisen ausgedacht.

F├╝r die Kleinsten gab es Spiel & Spa├č mit einer Kletterwand, Riesenseifenblasen, Gipsmasken und Kunstz├Âpfen.

Viel Andrang war auch am Adler-Stand, wo man bei der Aktion „Wettanzieh-Kampf“ eine Dauerkarte gewinnen konnte.

F├Ârderverein, Sponsoren und Kooperationspartner der Karl-Drais-Schule sowie die Jugendbegleiter aus dem Ganztagsangebot stellten sich an Info-St├Ąnden und Stellw├Ąnden vor.

Pr├Ąsentiert wurden auch der neue Schulname, das Logo und die neuen Schul-T-Shirts, die an diesem Nachmittag bestellt werden konnten.

Konrektor Robert Rodenberg zeigte sich zufrieden: „Die Stimmung ist toll, es k├Ânnte aber voller sein“.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das hirschbergblog

Die Fotostrecke finden Sie auf dem Hirschbergblog.de

Die Alte Apotheke, Kommentare und das Prinzip Angst

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Februar 2010. ├â┼ôber 70 Kommentare wurden zu dem Thema „Apotheker verweigert Informationen“ verfasst. Die Redaktion hat zun├Ąchst ausnahmslos alle Kommentare ver├Âffentlich, obwohl viele nicht unseren „Richtlinien“ entsprechen. Ab heute wenden wir diese wieder an.

Das heddesheimblog ist ein unabh├Ąngiges, journalistisch-redaktionelles Informationsangebot. Das hei├čt, wir w├Ąhlen nach professionellen Kriterien die Themen aus, die hier in Text, Bild und Ton ver├Âffentlicht werden.

F├╝r die Inhalte und die Darstellung dieser Themen tragen wir die volle Verantwortung.

Dabei nehmen wir gerne Themenvorschl├Ąge entgegen. Viele unserer Artikel sind durch Hinweise aus der Bev├Âlkerung entstanden. Diese pr├╝fen wir auf ihre Bedeutung. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass diese Themen berichtenswert sind, dann berichten wir dar├╝ber.

Aber nicht dar├╝ber, was uns an „Informationen“ vortragen wurde, sondern dar├╝ber, was wir zutreffend „recherchieren“ konnten.

Das hei├čt, wir ├╝berpr├╝fen vor Ver├Âffentlichung jede Information.

Quellenschutz

Das hei├čt auch, wir sch├╝tzen unsere Quellen. Denn nicht alles, was uns zugetragen wird, stellt sich als richtig heraus. Und nicht alles, was uns zugetragen wird, k├Ânnen wir 1:1 ├╝bernehmen, weil sonst die „Quelle“ in „Schwierigkeiten“ kommen k├Ânnte. Journalisten genie├čen dabei ein besonderes Vorrecht: Sie k├Ânnen Informationen zu ihren Quellen auch vor Gericht verweigern. Das nennt sich Quellenschutz.

Der Gesetzgeber r├Ąumt dieses Recht auch Rechtsanw├Ąlten, Seelsorgern, Pfarrern und ├âÔÇ×rzten ein. Es geht dabei beispielsweise um den Schutz der Intimsp├Ąhre, des absolut Privaten, des Gewissens, des Pers├Ânlichkeitsrechts, des Glaubens. Im Fall von journalistischem Quellenschutz um die Abw├Ągung, dass wichtige Informationen f├╝r die ├ľffentlichkeit nur unter der Bedingung der „Vertraulichkeit“ ge├Ąu├čert werden k├Ânnen und dieses Vertrauensverh├Ąltnis gesch├╝tzt werden muss.

Dieser Quellenschutz sichert „Informanten“ zu, dass diese ├╝ber Dinge reden k├Ânnen, die ihnen eigentlich verboten sind. Also heikle Angelegenheiten.

Warum thematisieren wir das? Weil die ├â┼ôbermittlung von Informationen in Heddesheim teilweise zur „heiklen Angelegenheit“ geworden ist.

Wie das? Unter anderem durch eine Dienstanordnung des B├╝rgermeisters Michael Kessler.

Bedienstete der Gemeinde d├╝rfen mit Mitarbeitern des heddesheimblogs nicht mehr reden. Jede Anfrage muss an das Rathaus ├╝bermittelt werden. Sofern wir von dort auf Fragen eine Antwort erhalten, kommt diese ├╝berwiegend „im Auftrag“ aus dem Sekretariat des B├╝rgermeisters.

Angeblich gibt es diese Regelung, weil man im Rathaus „nicht sicher“ ist, ob wir gegebene Informationen auch „richtig“ darstellen.

Uns erreichen aber immer noch viele Informationen aus dem Rathaus – wer uns was sagt, erf├Ąhrt niemand. Wir sch├╝tzen diese Quellen und wenn wir das nicht k├Ânnen, verzichten wir lieber auf einen Artikel, damit die „Quelle“ keine „Schwierigkeiten“ bekommt.

Zum Schutz von Quellen gibt es viele M├Âglichkeiten. Welche, verraten wir nicht. Ein einfaches Beispiel. Eine verheiratete Frau im Alter von 35 Jahren, nicht bei der Gemeinde besch├Ąftigt, erz├Ąhlt uns einen Vorfall. Wir recherchieren. Bei der Recherche und sp├Ąter im Bericht wird die Frau zum geschiedenen Mann, das Alter ist pl├Âtzlich 47, bei der Gemeinde besch├Ąftigt und so weiter. Das hei├čt, wir verwischen „Spuren“, die zu unserer Quelle f├╝hren. Wie gesagt, dass ist ein ganz einfaches Beispiel.

Tatsache ist: Wir m├╝ssen teilweise Quellenschutz betreiben.

Das passiert immer dann, wenn Situationen aus Sicht von gewissen Personen „au├čer Kontrolle“ geraten. In Heddesheim sind das der B├╝rgermeister Michael Kessler sowie manche Parteimitglieder der CDU, SPD und FDP sowie teilweise Gewerbetreibende und Gesch├Ąftsleute und auch Verantwortliche aus Vereinen.

Unabh├Ąngige Berichterstattung

Allen gemein ist, dass sie unsere Berichterstattung verhindern und, weil sie das nicht k├Ânnen, zumindest behindern wollen: Weil ihnen unsere Berichterstattung zu kritisch ist und Probleme benennt, die man lieber „unter den Teppich kehren m├Âchte“, seien es betrunkene Kinder oder geplante Chemielager (├╝brigens wurden beide F├Ąlle exklusiv wie viele andere durch das heddesheimblog berichtet – im Mannheimer Morgen stand davon nichts). Das sind diese Leute vom Mannheimer Morgen nicht gewohnt – in dessen Berichten sind immer alle „voll des Lobes und des Dankes“, die Welt ist „heile“ und alles hat seine Ordnung.

Eventuell war das auch der Grund, warum der Apotheker Joachim Gaber so abweisend auf unsere Anfrage reagiert hat.

Um das ganz deutlich darzustellen: Wir haben keine Informationen dar├╝ber, wie und ob Herr Gaber parteipolitisch, pers├Ânlich oder wie auch immer in ein System eingebunden ist, dass eine Berichterstattung hier im heddesheimblog verhindern will.

Wir haben dazu ein wenig recherchiert, aber keine relevante Information finden k├Ânnen.

Ganz im Gegenteil haben wir viele „Hinweise“ bekommen, dass das Team seiner Apotheke durch Freundlichkeit und Kompetenz ├╝berzeugt. Offensichtlich hat Herr Gaber sehr viele, sehr zufriedene Kunden, die die Dienstleistung seiner Apotheke sch├Ątzen.

Das ist erfreulich f├╝r Herrn Gaber und sein Team.

F├╝r das heddesheimblog hat das aber im berichteten Zusammenhang keine Bedeutung. Wir haben nur ├╝ber das „merkw├╝rdige“ Verhalten Herrn Gabers berichtet.

Eine freundliche, eher belanglose Anfrage (zwei, drei harmlose Fragen, Gruppenfoto) wurde mit einer ├╝berraschend ablehnenden und durch nichts begr├╝ndeten negativen Haltung beantwortet.├é┬áDaraus entstand der Kommentar: „Kein Kinderlachen f├╝r das heddesheimblog„.

Die meisten unserer Leserinnen und Leser sind souver├Ąn genug, die Information so einzuordnen, wie wir sie ver├Âffentlicht haben.

In diesem Zusammenhang ein Hinweis zu unserer „Zensur“ und warum diese selbstverst├Ąndlich mit dazu geh├Ârt: In Bezug auf die Apotheke sind heute mehrere Kommentare geschrieben worden, die eindeutig einen „gesch├Ąftssch├Ądigenden“ Inhalt haben. Darin werden negative Dinge ├╝ber Herrn Gaber und seine Apotheke behauptet, allerdings ohne jeden Beleg. Selbstverst├Ąndlich ver├Âffentlichen wir diese Kommentare nicht. Das geh├Ârt zu unserer redaktionellen Verantwortung:├é┬áErstens entsprechen diese Kommentare nicht unseren Regeln und zweitens hat die Redaktion ├╝berhaupt kein Interesse daran, ein Gesch├Ąft zu sch├Ądigen.

Professioneller Journalismus berichtet – unabh├Ąngig von pers├Ânlichen Vorlieben oder Abneigungen gegen die Redaktion.

Der „Fall Gaber“ ist ein gutes Beispiel daf├╝r. Es gibt einen Bericht ├╝ber die Aktion und die Apotheke mit einem Zitat von Herrn Gaber. Dieser Bericht ist eher nachrichtlich und berichtet im Wesentlichen auch das, was beispielsweise im Mannheimer Morgen stand. Mit einem klitzekleinen, aus Sicht der Redaktion aber bedeutenden Unterschied: Unser Fokus liegt nicht auf der Apotheke, sondern auf der Aktion f├╝r die Kinder und der Spendenbereitschaft der Kundinnen und Kunden der Apotheke – denn die haben das Geld gegeben.

Und es gibt einen Kommentar, der weitere Informationen liefert, indem er das Verhalten Herrn Gabers schildert. Gegen├╝ber diesem Verhalten ├Ąu├čert der Kommentar eine Meinung. Die kann man teilen oder nicht.

„Heddesheimer Verh├Ąltnisse“

Warum Herr Gaber sich so verhalten hat, wissen wir nicht. Die Redaktion kann nur Vermutungen anstellen, dass ein „Kontakt“ zum heddesheimblog in „gewissen Kreisen“ als „negativ“ angesehen wird.

Das wiederum deckt sich mit vorhandenen Informationen, dass „gewisse Personen“ der „Heddesheimer Verh├Ąltnisse“ daran interessiert sind, eine Atmosph├Ąre der Angst und der Verunsicherung zu erzeugen. Motto: Wer mit dem heddesheimblog zu tun hat, ist├é┬áverd├Ąchtig und muss mit Nachteilen rechnen.

In den Kommentaren zu der unverst├Ąndlichen Reaktion von Herrn Gaber wurde dies angedeutet.

Tats├Ąchlich deckt sich das mit realen Erfahrungen des heddesheimblogs: „Ich w├╝rde ja gerne bei Euch werben, aber ich habe Sorge, dass sich das negativ auf mein Gesch├Ąft auswirken k├Ânnte… Was, wenn ich von der Gemeinde etwas will und die dann negativ reagiert…“, haben sich Gewerbetreibende uns gegen├╝ber bereits ge├Ąu├čert.

Absurd? Nein, Tatsache.

Von der „Gef├Ąhrdung des Gesch├Ąftsmodells“ f├╝r das heddesheimblog wurde geschrieben.

Gesch├Ąftsmodell: Journalismus

Denn unsere Berichterstattung wie ├╝ber Herrn Gaber k├Ânnte doch die Werbekunden vertreiben… Kann sie. Aber im Zweifel nehmen wir darauf keine R├╝cksicht. Wir machen Journalismus und keine PR.

Trotzdem: Das heddesheimblog ist werbefinanziert. Es ist darauf angewiesen, dass Unternehmer, Gewerbetreibende und Selbstst├Ąndige, Organisationen und Institutionen, Vereine undsoweiter f├╝r sich und ihre Produkte und Dienstleistungen werben und f├╝r diese Werbung bezahlen.

Das tun auch immer mehr. Weil diese Werbepartner von der Aufmerksamkeit profitieren, die unser redaktionelles Angebot genie├čt (die Zahlen steigen weiter, im Februar sind es ├╝ber 3.500 Besucher im Schnitt pro Tag). Und diese Werbepartner sch├Ątzen die Unabh├Ąngigkeit der Redaktion und unsere fairen Werbepreise. Und sie lassen sich als aufrichtige Charaktere durch offene oder versteckte Drohungen nicht beeinflussen.

Ebenso verhalten sich viele Vereine und ihre Mitglieder, ├╝ber die wir nach unseren Qualit├Ątsmassst├Ąben berichten. Dabei sind wir immer kritisch, das hei├čt, positive Fakten werden entsprechend dargestellt wie auch negative. Eine „negative“ Kritik wird in den meisten F├Ąllen richtig verstanden – als Hinweis, dass man etwas besser machen kann.

Auch die „Pfenning“-Gruppe hatte beispielsweise ├╝berhaupt keine Ber├╝hrungs├Ąngste und hat im September 2009 im Vorfeld der B├╝rgerbefragung ├╝ber zwei Wochen lang eine gro├če Anzeige bei uns geschaltet – obwohl wir ├Ąu├čerst kritisch ├╝ber das Unternehmen berichtet haben.

Denn „Pfenning“ wollte die Gegner der geplanten Ansiedlung erreichen und diese durch eine positive Werbung f├╝r sich gewinnen. Das zeigt eine souver├Ąne Haltung.

Ebenso souver├Ąn hat der Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger, dem heddesheimblog selbstverst├Ąndlich ein Interview zur geplanten Ansiedlung gegeben. ├â┼ôbrigens das bislang umfangreichste zur Sache.

„System Angst“

Der (Kurz-)Schluss, jedem, der mit dem heddesheimblog zu tun hat, Angst einjagen zu wollen, ist tats├Ąchlich ein Kurzschluss. Es ist die Kapitulation vor dem „System Angst“.

Aber vielleicht ist das eine „Heddesheimer Spezialit├Ąt“. Das „Prinzip Angst“.

Vorreiter dieses Prinzips ist der B├╝rgermeister Michael Kessler. Kaum einer seiner Vortr├Ąge kommt ohne Angst aus.├é┬áDas „Prinzip Angst“ durchzieht seine S├Ątze. „M├╝ssen bef├╝rchten…“, „…droht uns…“, sind typische Formulierungen des Heddesheimer B├╝rgermeisters.

Als eindeutige Bedrohung hat Herr Kessler die Berichterstattung des heddesheimblogs identifiziert. Denn die „folgt“ nicht blind dem, was er sagt, sondern hinterfragt kritisch.

Wir ├╝berpr├╝fen, recherchieren nach und schreiben auf, was wir an Informationen gefunden haben. Manchmal sind das andere, als Herr Kessler die ├ľffentlichkeit glauben machen will.

Der ├╝berwiegende Teil unserer Berichterstattung ist aber weitgehend neutral gehalten, weil es nichts besonders „Negatives“ oder „Positives“ zu berichten gibt, sondern einfach nur Fakten.

Beachtung und Vielfalt

Vor allem regional, aber auch bundesweit wird das heddesheimblog beachtet. Eine Vielzahl von „seri├Âsen“ Medien bewerten die Arbeit der Redaktion als „Zukunftsmodell des Lokaljournalismus“. Vor kurzem erhielten wir daf├╝r eine anerkannte Auszeichnung.

Die B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Rainer Ziegler (Ladenburg) verhalten sich ├╝brigens so, wie man das erwarten darf: Sie stehen f├╝r Presseanfragen selbstverst├Ąndlich zur Verf├╝gung und delegieren Fachausk├╝nfte an ihre Amtsleiter oder andere Angestellte der Gemeinde. Dar├╝ber hinaus freuen sich beide ├╝ber die neuen Medien hirschbergblog und ladenburgblog (startet am Samstag, 13. Februar 2010).

Denn die beiden B├╝rgermeister und auch die Parteien in den anderen Kommunen begreifen unsere Berichterstattung als das, was sie ist: Eine Bereicherung auf dem Markt der Meinungen und Informationen.

Herr Just und Herr Ziegler begr├╝├čen demokratisch gesinnt eine journalistische Vielfalt. Herr Kessler und einige andere in Heddesheim ziehen die Einfalt vor.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

JKS soll „Zweigstelle“ der Werkrealschule Hirschberg werden

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Dezember 2009. In einer gemeinsamen Pressemitteilung begr├╝nden die B├╝rgermeister der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg einen Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule. B├╝rgermeister Kessler favorisiert Hirschberg als Hauptstelle.

Die Gemeinden beantragen, dass in der neuen gemeinsamen Werkrealschule die Klassen 5 bis 9 je einz├╝gig und die Klasse 10 j├Ąhrlich alternierend unterrichtet werden. Dies sei nach Meinung der B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) das „beste, ortsnahe Konzept f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler“. Die B├╝rgermeister begr├╝nden den Antrag durch „die schon vorhandene intensive Kooperation und die r├Ąumliche N├Ąhe der Schulen“.

Der „Grundgedanke“ der Kooperation zwischen Heddesheim und Hirschberg sei „eine Partnerschaft auf Augenh├Âhe“.

Tats├Ąchlich wird eine der Schulen Hauptstelle und die andere Zweigstelle werden. Dazu informieren die B├╝rgermeister:

„F├╝r Hirschberg als Hauptstelle spricht die zentrale Lage an der Bergstra├če mit mehreren Nachbargemeinden. Dadurch besteht die M├Âglichkeit, dass die neue Schule f├╝r weitere Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler von der Bergstra├če und dem vorderen Odenwald attraktiv wird und ein h├Âheres Einzugsgebiet haben kann. Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus Bergstra├čengemeinden haben nach Hirschberg durch die OEG-Anbindung sehr gute ├ľPNV-Verbindungen. Im Sinne einer langfristigen Sicherung der notwendigen Sch├╝lerzahlen sind dies wichtige Argumente, die f├╝r Hirschberg sprechen.“

Weiter hei├čt es in der Pressemitteilung:
„Heddesheim hat ebenfalls gute Argumente, den Sitz der Schulleitung f├╝r sich zu reklamieren. So hat Heddesheim h├Âhere Einwohner- und Hauptsch├╝lerzahlen und eine gleichwertige r├Ąumliche Ausstattung der Schule. Das Schulgeb├Ąude wurde zudem umfassend saniert – zuletzt mit der Sanierung des Schulhausdaches.“

Die B├╝rgermeister betonen einen „Geist der partnerschaftlichen Zusammenarbeit“. Unter „Ber├╝cksichtigung einer langfristigen Strategie zur St├Ąrkung der notwendigen Sch├╝lerzahlen“. Ihr Vorschlag: Der Sitz der Schulleitung wird in Hirschberg angesiedelt. Ein „zu bildender Schulverband“ solle den Sitz und Vorsitz in Heddesheim haben.

Dieser Schulverband verwalte „unter anderem die Finanzen und Sachmittel der Schule“. Au├čerdem solle geregelt werden, dass „das Heddesheimer Schulgeb├Ąude gezielt auch f├╝r schulorganisatorische Veranstaltungen, beispielsweise Lehrerkonferenzen, Elternabende und so weiter genutzt“ werde.

Der Gemeinderat in Heddesheim werde dieses Thema in seiner Sitzung am 17. Dezember behandeln.