Donnerstag, 19. September 2019

„Wen soll man w√§hlen?“

Leserbrief: Friedhelm Kaufmann

Unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit wurden durch B√ľrgermeister Kessler und den gesamten Gemeinderat Entscheidungen im Fall Pfenning getroffen, deren negative Auswirkungen weit √ľber die Amtszeit der gew√§hlten Vertreter reichen werden.

Wenn √∂ffentlich gew√§hlte Amtstr√§ger in geheimen Sitzungen Entscheidungen absegnen, welche gegen jeden normalen Menschenverstand sind und alle Grundlagenarbeit vermissen lassen, so glaube ich, dass hier einiges zum Himmel stinkt. Wenn man nichts zu verbergen hat, braucht man keine Sitzungen unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit abzuhalten.

Alle offenen Fragen zum obigen Projekt sind unzureichend oder √ľberhaupt nicht beantwortet. Die Gutachten sind sehr projektfreundlich vorgetragen worden. Gutachten sind nur f√ľr den gut, der sie in Auftrag gegeben hat und haben keinen Anspruch auf Richtigkeit.

Meines Erachtens sollte von gerichtlich anerkannten Wirtschaftspr√ľfern das zu erwartende Steueraufkommen gepr√ľft werden, wobei auch die derzeitige Wirtschaftslage einflie√üen muss.

Wegen der so viel angepriesenen Arbeitsplätze kann ich nur sagen, dass man sich Illusionen macht. Es gibt keine Zentralisierung in der Wirtschaft, wo Arbeitsplätze erhalten bleiben, das Gegenteil ist der Fall, es werden Arbeitsplätze abgebaut.
Der Gewerbepark mit Autobahn- und Bahnanschluss ist so wertvoll, dass man bei der Gewerbeansiedlung wählerisch sein kann und kein zweifelhaftes geländefressendes primitives Projekt mit unbeschreiblicher Umweltbelastung ansiedeln muss.

Wenn man heute die Parteikommentare zum Pfenning-Projekt verfolgt, so scheint f√ľr alle Parteien ein einziger Verfasser zust√§ndig zu sein. Lediglich das Parteiemblem weicht ab. Die au√üerparlamentarische Finanzgruppierungen scheinen die Entscheidungen f√ľr das Projekt in geheimen Sitzungen so beeinflusst zu haben, dass alle etablierten Parteien die besten Vertreter der obigen Gruppe sind und in nicht-√∂ffentlichen Sitzungen die falschen Entscheidungen getroffen haben.

In K√ľrze stehen Gemeinderatswahlen an und es stellt sich die Frage, wen man w√§hlen soll. Es w√§re denkbar, dass sich die verantwortlichen Herren unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit w√§hlen lassen.

Das falsche Geschwätz geht mir so richtig auf den Keks.

Ich als ehemaliger CDU-Stammw√§hler bin ein Teil der √Ėffentlichkeit, die man geschickt ausgebremst hat und sage nein zum Pfenning-Projekt.

Wie mache ich hier mit?

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Es geht ein Riss durch√ā¬īs Dorf…

Leserbrief:√ā¬† Eva Martin-Schneider

Unser Dorf zerschneiden nicht nur zwei Strassen, √ľber die als Fu√üg√§nger zu kommen ein kleines Unterfangen ist, sondern seit Neuestem auch die Meinungslager zum „Pfenning-Projekt“.
Es bewegt sich was!

Ich achte und respektiere jede Meinung (… auch wenn es bitter ist). Ich habe meine demokratische Lektion gelernt. Doch was tue ich mit den Unentschlossenen? Wie hilflos f√ľhle ich mich einer solchen Un-Haltung gegen√ľber?

Wo bleibt unsere Zivilcourage? Geht die Angst um?

Wir schimpfen zu Recht auf unsere Politiker, die uns, und das nicht erst seit „gestern“, an der Nase herumf√ľhren.
Sie halten ihre Wahlversprechen nicht ein!

Wir schimpfen zurecht auf die Manager, die sich ihren unersättlichen Wanst mit unserem erwirtschafteten Geld vollstopfen, Рauf die Großkonzerne, die fusionieren, expandieren, insolvent werden , um sich dann gesund zu schrumpfen.
Laissez-faire! – Lasst sie nur machen!

Im Dorf eifern wir am Stammtisch, im Verein, in den Parteien, im Freundeskreis den gro√üen „Vorbildern“ nach: Wir Zauberlehrlinge jonglieren mit Zahlen, Statistiken, Arbeitspl√§tzen, Synergieeffekten, Innovationen, Visionen… etc. – mehr oder weniger gekonnt.

Wow! …0,8% Wachstum! … 20.-40.-60.000 Lkw-Bewegungen statt 80.000 … 6,3 mg/Kubikmeter Luft… Emissions-Feinsstaubgeblubber…. Ich kann mir das nicht so recht vorstellen und folglich auch leider nichts damit anfangen.

Wenn zudem Bekannte und Freunde die Stra√üenseite wechseln, aus Angst nach ihrer Meinung befragt zu werden. Oder wie soll ich es bitte anders deuten, wenn mir jemand sagt, er wolle mit einem „Nonkonformisten“ nichts zu tun haben? Das zeugt nicht nur von demokratischer Unreife, sondern ist f√ľr mich ein Wink aus grausligen Zeiten.

Dort endg√ľltig angekommen sind wir mit der Tatsache, dass Leute mit Konsequenzen bedroht werden, falls sie ihren „falschen“ Standpunkt √∂ffentlich vertreten. Nun schaut und kontrolliert man genau, ob diesen „Abtr√ľnnigen“ nicht vielleicht etwas „Widerrechtliches“ unterl√§uft.

Woher kommt diese Obrigkeitsh√∂rigkeit, die uns schon immer in „Teufels K√ľche“ gebracht hat?

Ich kann nicht glauben, dass wir so bequem geworden sind!

Ich will nicht glauben, dass wir wieder soweit sind und wie Schlachtvieh hinter unseren Metzgern herlaufen!

„Und der Glaube versetzt Berge“, steht in der Bibel. Deswegen werde ich den Kopf nicht h√§ngen lassen!

Ich will einem Quantensprung Heddesheims nicht im Wege stehen!

Ich will aber meine Meinung sagen d√ľrfen ohne als „Verr√ľckte“ diskriminiert zu werden!

Eva Martin-Schneider

„Mehr Schaden als Nutzen“

Gastbeitrag von Rainer Neutard, Hirschberg

Der Spedition Pfenning muss man gratulieren. Sie kann ihren Betrieb trotz immensen Flächenbedarfs in die Nachbargemeinde verlagern.

Die Interessen von Heddesheim sind nicht zu erkennen. Die Gemeinde handelt kurzsichtig und ist offensichtlich schlecht beraten.

Das vorgesehene Areal steht in keinem Verh√§ltnis zu den Gr√∂√üenordnungen der Gemeinde. Expansionsfl√§chen werden blockiert und stehen f√ľr eine zuk√ľnftige, m√∂glichst wertsch√∂pfungsintensive Entwicklung nicht zur Verf√ľgung.

Die Ansiedlung birgt ein enormes Klumpenrisiko. Sollten die Gesch√§fte von Pfenning einmal nicht laufen (Jahresabschl√ľsse werden nicht ver√∂ffentlicht), liegt dass halbe Gewerbegebiet brach.

Unklar ist, welche der vielen Gesellschaften aus dem un√ľbersichtlichen Pfenning-Konzern mit welcher Bonit√§t als Vertragspartner auftritt.

Ein Logistikunternehmen hat √ľberwiegend gering qualifizierte und teilzeitbesch√§ftigte Mitarbeiter.

Eine zwingende Voraussetzung f√ľr das auf „Outsourcing“ basierende Gesch√§ftsmodell von Pfenning. Hochwertige Arbeitspl√§tze (pr√§gend f√ľr die Sozialstruktur und Finanzkraft der Gemeinde) sind nur in geringem Umfang zu erwarten.

Das Gleiche gilt f√ľr die Gewerbesteuer, die wegen der geringen Wertsch√∂pfungsintensit√§t kaum ad√§quat zu der in Anspruch genommenen Fl√§che ausfallen wird. Mangels Ver√∂ffentlichung gibt es keine Anhaltspunkte zu der Ertragskraft des Unternehmens.

Hinzu kommt die enorme Verkehrsbelastung, da nicht alle Lastwagen direkt auf die Autobahn fahren werden und der Bau der Ringstra√üe √ľberhaupt nicht abzusehen ist.

Das in Aussicht stehende Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro d√ľrfte angesichts des zu erwartenden Vergabeverhaltens (Generalunternehmer) kaum zu einer Belebung der regionalen Nachfrage nach Bauleistungen f√ľhren.

Fazit: Heddesheim betreibt eine Ansiedlungspolitik, die nicht nachvollziehbar ist und der Gemeinde mehr Schaden als Nutzen stiftet. Heddesheim blockiert sich die Zukunft.

Anmerkung:
Rainer Neutard war fr√ľher selbst Heddesheimer und in seiner Jugend Bezirksvorsitzender der Jungen Union.