Mittwoch, 22. November 2017

Was sagt Heinisch, was Kessler?

Protokoll der Kandidatenvorstellung

Heddesheim, 13. M├Ąrz 2014. (red) Wir stellen der ├ľffentlichkeit das Wortprotokoll der Kandidatenvorstellung zur Entscheidungsfindung bei der B├╝rgermeisterwahl zur Verf├╝gung. [Weiterlesen…]

Gef├Ąhrdet ein Zuckerw├╝rfel die ├Âffentliche Ordnung?

„Der macht aus ein paar Bienchen einen Verwaltungselephanten“

 

Heddesheim, 26. Juli 2013. (red) B├╝rgermeister Michael Kessler liefert mal wieder Anlass zum Fremdsch├Ąmen. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag f├╝hrte er lang aus, wieso das Objekt des Heddesheimer K├╝nstlers Kurt Fleckenstein ein ├Âffentliches ├ärgernis darstelle und eine unzumutbare Gefahr darstelle. „Unglaublich viele Bienen“ w├╝rden den W├╝rfel anfliegen und damit sei die Sicherheit von Spazierg├Ąngern massiv bedroht. Und ob man aus Lebensmitteln Kunst machen m├╝sse, sei auch eine Frage, meinte B├╝rgermeister Kessler, der offensichtlich kein besonderes Kunstwissen hat. [Weiterlesen…]

Der Kunstverein l├Ądt zum Kunstweg am Badesee

Ein Fernseher am Heddesheimer See? – Nein, ein Fern-See-Her!

Heddesheim, 18. Juli 2013 (red/sw) Viele K├╝nstler aus der Region und zwei Schulklassen folgen am Wochenende dem Aufruf von Frau Veronika Drop, Vorsitzende des Heddesheimer Kunstvereins. Ein Besuch der Ausstellung „Kunst am See“ lohnt sich allemal!
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Der K├╝nstler Kurt Fleckenstein zeigt zivilen Ungehorsam

„Ich protestiere gegen diese dekadente B├╝rokratie“

Zum zivilen Ungehorsam entschlossen: Der Heddesheimber K├╝nstler Kurt Fleckenstein hat eines seiner Kunstwerke, das Heddesheimer Tor, mit einem Leichentuch verh├╝llt, um gegen „unsinnige und dekadente B├╝rokratie“ zu protestieren.

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 24. November 2012. (red) Der Heddesheimer K├╝nstler Kurt Fleckenstein hat am Morgen sein Kunstwerk „Heddesheimer Tor“ mit einem Sargtuch verh├╝llt. Seine Protestaktion richtet sich gegen die in seinen Augen „v├Âllig unsinnige“ Umsetzung einer EU-Verordnung, nach der Kreisverkehrkunst zur├╝ckgebaut werden muss, wenn diese „verkehrsgef├Ąhrdend“ sein k├Ânnte.

Von Hardy Prothmann

Kurt Fleckenstein ist emp├Ârt. Stinksauer. Und verzweifelt. Sieben Kreisverkehrkunstwerke hat er in Br├╝hl, Schwetzingen, Ladenburg und Heddesheim in den vergangenen Jahren aufgestellt. Zwei davon, in Heddesheim und Ladenburg, sollen zur├╝ckgebaut werden, weil sie im Falle eines Unfalls angeblich „t├Âdlich“ sein k├Ânnten. Zumindest sind die Verkehrsbeh├Ârden dieser Ansicht.

„Das ist so vollst├Ąndig absurd“, sagt Fleckenstein, „das ist dekadent. Haben wir sonst keine Probleme?“ Der K├╝nstler will sich nicht auf den juristischen Weg verlassen – die B├╝rgermeister von Heddesheim und Ladenburg haben angek├╝ndigt, gegen die Entscheidung der Verkehrsbeh├Ârden zu klagen, um die Kreiselkunst zu retten: „Das reicht mir nicht. Wir brauchen ├ľffentlichkeit. Es muss bekannt werden, was in der Politik f├╝r ein Schwachsinn verzapft wird.“ Kurt Fleckenstein kritisiert explizit die Gr├╝nen: „Ich war Mitglied in dieser Partei und stehe ihr immer noch nahe – aber dieses absolutistische Durchregieren macht mich fassungslos. Das kann nicht sein.“

„Die Kunst leidet unter der Willk├╝r der B├╝rokraten.“

Insgesamt rund 50 Kreisverkehrkunstwerke sind landesweit betroffen und sollen zur├╝ckgebaut werden. Fleckenstein sieht seinen Protest stellvertretend: „Ich trete hier vor Ort f├╝r die von mir geschaffenen Kunstwerke ein, aber nat├╝rlich auch f├╝r alle K├╝nstler im Land, die unter der Willk├╝r dieser B├╝rokraten leiden.“

Aus Sicht des K├╝nstlers stiften die Kunstwerke Identit├Ąt: „Die den Gemeinden vorgelagerten Kreisverkehrkunstwerke sind das erste, was man vom Ort sieht oder das letzte, wenn man ihn verl├Ąsst. Mit der Zeit geh├Ârt diese Kunst – egal, ob sie gef├Ąllt oder nicht – zum Ort dazu. Das r├Ąumt man nicht einfach ab ohne jede demokratische Debatte, ohne jede notwendige Auseinandersetzung.“

Die Debatte hat Kurt Fleckenstein jetzt angesto├čen. Der ansonsten sehr friedfertige und lebenslustige Mann f├╝hlt sich gen├Âtigt, zivilen Ungehorsam zu leisten. Ob er mit seinem Protest Erfolg hat, wird man sehen. Soviel steht fest: „Ich leiste Widerstand und hoffe, dass sich viele Kollegen anschlie├čen“, sagt Fleckenstein.

Berufskorrespondent Schroeder

Kreisverkehrt: ÔÇťIrrsinnÔÇŁ, ÔÇťKopfsch├╝ttelnÔÇŁ, ÔÇťB├╝rokratentumÔÇŁ

Heddesheim/Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red/BkS) ÔÇťIrrsinnÔÇŁ, ÔÇťKopfsch├╝ttelnÔÇŁ, ÔÇťB├╝rokratentumÔÇŁ ÔÇô Kurt Fleckenstein lies seiner Emp├Ârung ├╝ber den m├Âglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln vor kurzem freien Lauf. Verkehrte Skandale sind f├╝r unseren Berufskorrespondenten ein Leckerbissen. Hier seine Reportage:

(Anm. d. Red. Alle Stories vom Berufskorrespondenten Schroeder und Hintergrund zu unserem Sondernkorrespondent gibt es auf dem Rheinneckarblog.de.)

Kunstobjekte in Heddesheim und Ladenburg sollen abgebaut werden

Kurt Fleckenstein will f├╝r seine Kreiselkunst k├Ąmpfen

Geht es nach dem Amtsschimmel, muss das Tor zur├╝ckgebaut werden.

Heddesheim/Ladenburg/Heidelberg, 18. September 2012. (red/pro) Das Landratsamt wird in den n├Ąchsten Tagen die Gemeinden Ladenburg und Heddesheim auffordern, die Kunstwerke des Heddesheimer K├╝nstlers Kurt Fleckenstein zur├╝ckzubauen. Doch der will sich n├Âtigenfalls gerichtlich wehren.

„Irrsinn“, „Kopfsch├╝tteln“, „B├╝rokratentum“ – Kurt Fleckenstein l├Ąsst seiner Emp├Ârung ├╝ber den m├Âglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln freien Lauf. Das Stra├čenverkehrsamt hat das „Eingangstor“ im Heddesheimer Gewerbegebiet und das abstrakte „Carl-Benz-Automobil“ am Ortseingang in Ladenburg als „gef├Ąhrlich“ eingestuft und wird die Gemeinden zu einem freiwilligen R├╝ckbau auffordern. Sollte dies nicht geschehen, will die Beh├Ârde das anordnen.

Kurt Fleckenstein f├╝hrt sein Urheberrecht ins Feld:

Es besteht ein Urheberrecht an diesen Kunstwerken und aufgrund ihrer einmaligen Funktion k├Ânnen diese nicht ohne Zustimmung des Autors entfernt werden. Ich weise schon jetzt darauf hin, dass ich alle juristischen und publizistischen Schritte unternehmen werde um eine Beseitigung oder wesentliche Ver├Ąnderung zu verhindern.

Ob der K├╝nstler eine Chance gegen die b├╝rokratische Ma├čnahme hat, ist offen. Fest steht bis heute: An den Kreiseln ist es nach Auskunft des Polizeipr├Ąsidiums noch nie zu schwerwiegenden Unf├Ąllen gekommen.

Sie auch unseren Bericht vom 10. Juli: „T├Âdliche Kreiselkunst?“

Das abstrakte Carl-Benz-Automobil in Ladenburg soll entfernt werden.

Heddesheimer K├╝nstler Kurt Fleckenstein installiert siebtes Objekt f├╝r Kreisverkehr

Pfitzenmeier-Turner bewegt

Der Pfitzenmeier-Turner.

 

Schwetzingen/Heddesheim/Rhein-Neckar, 29. Mai 2012. (red) In sechs Metern H├Âhe ├╝bt der kleine Turner am Reck. Das Kunstwerk des Heddesheimer Landschaftsarchitekten Kurt Fleckenstein am Kreisverkehrsplatz M├╝hlenstra├če/Carl-Theodor-Br├╝cke/Nadlerstra├če soll imagebildend sein: F├╝r die Stadt und f├╝r den Sponsor Werner Pfitzenmeier. Am 26. Mai wurde „Der Turner“ offiziell eingeweiht.

Von Hardy Prothmann

Es ist das siebte Kunstobjekt, dass Kurt Fleckenstein auf einem Kreisverkehr installiert hat, andere stehen in Heddeshem, Ladenburg oder Ilvesheim. Fleckenstein hat mit dem Turner eine interessante Figur geschaffen. Imposant ragen zwei Stahlpfeiler aus dem Inneren des Kreisverkehrs. Dazwischen hat Fleckenstein eine Reckstange montiert, an der eine 1,30 Meter gro├če Jungenfigur das Turnen ├╝bt.

Fleckenstein bringt so mehrere Dinge zusammen: Das Kunstobjekt hat der Fitness-Unternehmer Werner Pfitzenmeier als Sponsor bezahlt. Dessen Unternehmensfarben rot-wei├č finden sich im wei├čen Jungen mit der roten Hose wieder. Das Reck als Sportger├Ąt ist aber gleichzeitig Stadttor, ragt hoch aber durchl├Ąssig empor. Das Objekt ist ein Blickfang, lenkt aber nicht ab. Kunst im Stra├čenverkehrsraum darf n├Ąmlich nicht die Aufmerksamkeit f├╝r den Verkehr nehmen.

Rund 150 G├Ąste sind zur offiziellen Einweihung des Turners am Kreisverkehrsplatz M├╝hlenstra├če/Carl-Theodor-Br├╝cke/Nadlerstra├če gekommen. Kunst auf Kreisverkehrsinseln liegt im Trend und kann imagebildend sein. Turnen setzt eine dynamische K├Ârperbeherrschung voraus, besteht aus Kraft und Flexibilit├Ąt. Diese Symbolik soll gleicherma├čen f├╝r ein Fitness-Unternehmung Pfitzenmeier wie auch die Stadt Schwetzingen gelten. Als Stadt in Bewegung und ein Unternehmen, das bewegt.

Statt eines prahlerischen Muskelprotzes hat Kurt Fleckenstein einen d├╝rren Jungen gew├Ąhlt, der sich noch entwickeln, das Turnen noch lernen muss:

Ich habe den Jungen durchaus in Provokation zur durchgestylten Werbewelt gesetzt.

Ein mutiger Ansatz. Respekt muss man da vor dem Unternehmer Pfitzenmeier haben, der immerhin 20.000 Euro gespendet hat und daf├╝r kein „perfektes“ Ergebnis bekommt, sondern eins, dass sich entwickeln muss. Der Schwetzinger Unternehmer hat vielleicht aber auch daran gedacht, dass sich sein Unternehmen vor 35 Jahren entwickelt und sich in dieser Zeit immer mal wieder ver├Ąndert hat.

Den ganzen Artikel und die Fotostrecke finden Sie auf dem Rheinneckarblog.de

Kunst, Beuys, Business

Guten Tag!

Heddesheim, 05. November 2010. Der Heddesheimer K├╝nstler Dr. Kurt Fleckenstein hat zur Zeit eine Ausstellung in Regensburg, die die die „zunehmende Automatisierung, das allerorten reduzierte Service-Angebot“ thematisiert. Aus Regensburg berichtet Stefan Aigner.

Von Stefan Aigner

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Kurt Fleckenstein bei der Er├Âffnung in Regensburg.

Kunstwerke sind es nicht – die Plakate, die da an den W├Ąnden im neuen Ausstellungsraum des Neuen Kunstvereins h├Ąngen – in einer ehemaligen Sparkassen-Filiale im Einkaufszentrum in Regensburg-K├Ânigswiesen Nord. Wie bei einem Ableger des Finanzunternehmens sieht es dort nach wie vor aus, obwohl weder das Original-Logo noch das Wort „Sparkasse“ auftauchen.

„Beratung inklusive“ hei├čt die Installation des Heddesheimers Kurt Fleckenstein, der damit die „zunehmende Automatisierung, das allerorten reduzierte Service-Angebot“ thematisieren will. Passend – direkt neben der Sparkassen-Filiale, wo nur noch Automaten stehen, und einer vollautomatisierten Packstation der Post.

„Auf den Spuren von Joseph Beuys“ wandle Fleckenstein damit, meint Kunstvereins-Vorsitzender Reiner R. Schmidt in seiner Laudatio. Als studierter Landschaftsarchitekt zeige Fleckenstein ein Gesp├╝r f├╝r „das Verh├Ąltnis von Raum und Mensch“ und habe hier eine „soziale Plastik im BeuysÔÇÖschen Sinne“ entworfen.

Wie sieht sie nun aus, diese „soziale Plastik“: Das Sparkassen-Logo wurde leicht verfremdet, die Mitte des Raums durchzieht ein roter Empfangsteppich, der zu einem ausladenden Beratungstisch f├╝hrt, an dem Mitglieder des Kunstvereins im adretten Business-Outfit die Vernissagen-Besucher ├╝ber Anlagem├Âglichkeiten in Kunst informieren. An den frisch gestrichenen W├Ąnden h├Ąngen Fotos im Sparkassen-Design.

Die Spr├╝che zu den gekauften Fotos hat Fleckenstein selbst getextet – erst auf den zweiten, manchmal erst dritten Blick und manchmal ├╝berhaupt nicht f├Ąllt auf, dass Text und Bild nicht wirklich f├╝r eine gute Finanzberatung werben. Das Urteil dazu reicht von „reflektiert, mit sehr viel Kritik und sehr viel Ironie“, wie Reiner Schmidt meint, bis hin zu einem „die Idee ist ganz originell“ oder „recht witzig“ von einigen G├Ąsten. In Kombination mit prominenten Besuchern entfaltet das eine oder andere Plakat aber doch noch etwas Hintersinn, etwa als die SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild geraume Zeit nachdenklich bei dem Spruch „Was auch passiert, wir passen uns an“ verweilt und schlie├člich halblaut murmelt: „Das k├Ânnte ein Wahlplakat meiner Partei sein.“

„Leichte Dissonanzen“ mit der Sparkasse habe es im Vorfeld der Ausstellung gegeben, erz├Ąhlt Fleckenstein, an anderer Stelle spricht er gar davon, dass er mit einer Unterlassungsklage rechne und sich darauf freue, das Thema vor Gericht zu er├Ârtern – nichts von alledem ist eingetreten.

Im Gegenteil: Die Sparkasse, von der das Projekt, wie allseits betont, nicht gesponsert wurde, hat die Installation sogar als Werbetr├Ąger f├╝r sich entdeckt und Vorstand Dr. Rudolf Gingele als „├â┼ôberraschungsgru├čredner“ vorbei geschickt, um Lob zu spenden.

Im ersten Moment sei man doch „etwas verwundert“ gewesen, bekennt Gingele. Stein des Ansto├čes war, wie zu erfahren ist, das Foto eines ├Ąlteren Flintenweibs, Untertitel „Die behandeln mich mit Respekt“ – doch sp├Ąter sei man dann doch „deutlich positiv ber├╝hrt“ gewesen und habe „mit leichtem Stutzen“ festgestellt: „Das ist wirklich Kunst.“ Gingele hebt die „sympathische und intellektuelle Art“ der Installation hervor und als er bekennt: „Ich f├╝hle mich etwas verfremdet“ gibt es Gel├Ąchter und h├Âflichen Applaus.

Es gibt auch keine Grund f├╝r die Sparkasse, der Installation ablehnend gegen├╝ber zu stehen: Sie tut nicht weh, ist recht gef├Ąllig und man fragt sich doch, warum nicht das Design „Hypovereinsbank“ gew├Ąhlt wurde – diese hatte eine solche Verfremdungsaktion abgelehnt, wie bei der Er├Âffnung mehrfach erw├Ąhnt wird, und w├Ąre vielleicht eher f├╝r eine Kl├Ąrung des Themas vor Gericht zu haben gewesen. Die Installation ist noch bis zum 20. November zu sehen.

Der Bericht ist eine ├â┼ôbernahme von „regensburg-digital.de„.
Dort finden Sie auch weitere Fotos.

Der kreiselnde Gutachter

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 25. Februar 2010. Heute wird in der ├Âffentlichen Gemeinderatssitzung ├╝ber den „Bebauungsplan N├Ârdlich der Benzstra├če“ (Pfenning) entschieden. Dem Entwurf ist ein weiteres Verkehrsgutachten beigelegt, dass die Leistungsf├Ąhigkeit des Hirschberger Kreisels als „noch ausreichend“ bezeichnet.

Von Hardy Prothmann

„Noch ausreichend“ w├Ąre als Schulnote eine 4-. Damit ist ein Sch├╝ler versetzungsgef├Ąhrdet, kommt aber noch durch.

Die Leistungsf├Ąhigkeit des Hirschberger Kreisels (Knoten L 541/A5/Gewerbepark), die Verkehrsgutachter Burkhard Leutwein als „noch ausreichend“ bezeichnet, erreicht in den morgendlichen Spitzenstunden die „Verkehrsqualit├Ątsstufe D“ – ├╝ber die Herr Leutwein in der IFOK-Gespr├Ąchsrunde zur geplanten „Pfenning„-Ansiedlung sagte, dass diese eine wirklich schlechte sei. Herr Leutwein sagte dies, um die aus seiner Sicht durchaus gute „Stufe B“ des Heddesheimer Kreisels an der Edeka hervorzuheben.

Im Gutachten steht weiter: „Dabei ist festzustellen, dass die Qualit├Ątsstufe D als die Qualit├Ątsstufe, die w├Ąhrend der ma├čgeblichen Spitzenstunde des Tages erreicht wird, als noch durchaus hinreichend angesehen werden muss und eine Verkehrssituation beschreibt, die zwar eine gegenseitige Beeinflussung von Fahrzeugen mit merkbaren Wartezeiten beinhaltet, jedoch ohne Gefahr eines Zusammenbruchs der Verkehrsabwicklung generell bef├╝rchten zu m├╝ssen.“

Die Definition der Stufe D lautet:
„Stufe D: Im Kraftfahrzeugverkehr ist st├Ąndiger R├╝ckstau vorhanden. Die Wartezeiten f├╝r alle Verkehrsteilnehmer sind betr├Ąchtlich. Der Verkehrszustand ist noch stabil.“

Das Gutachten musste angefertigt werden, weil die Gemeinde Hirschberg als „Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange“ ihre Bedenken angemeldet hat. Die Hirschberger Verwaltung bezweifelt, dass der Kreisel auf ihrer Gemarkung den „Pfenning“-Verkehr verkraften kann. Das neue Gutachten ist in Hirschberg noch nicht vorgelegt worden.

„Generell“ bef├╝rchtet Leutwein keinen „Zusammenbruch der Verkehrsabwicklung“ – best├Ątigt aber mit seiner Einsch├Ątzung „betr├Ąchtliche Wartezeiten“. „Generell“ also und partiell? Gerade zu den Spitzenzeiten?

Die „mittleren Wartezeiten“ liegen am Abend nach dem Gutachten bei 12 Sekunden, am Morgen aber bei 20 Sekunden – also fast doppelt so lange. Dabei handelt es sich um einen „Mittelwert“. Die tats├Ąchlichen Werte d├╝rften, wenn es „eng“ wird, betr├Ąchtlich dar├╝ber liegen.

Das kritisiert auch G├╝nther Heinisch, Gemeinderat B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen: „Das Gutachten versucht den Eindruck zu erwecken, dass alles noch in Ordnung ist – das ist es aber nicht. Der Gutachter selbst empfiehlt den Bau eines Bypasses, was zeigt, dass er von seiner eigenen Aussage, der Verkehr w├╝rde nicht zusammenbrechen.“

Heinisch hat sich intensiv mit den Kreisverkehren befasst und kommt zum Ergebnis: „Was das erste, h├Ąufig nachgebesserte und nun dieses neue Verkehrsgutachten ├╝berhaupt nicht untersucht haben, ist das Zusammenspiel der beiden Kreisverkehre. Die liegen so eng beieinander, dass die schlechte Qualit├Ątsstufe beim Hirschberger Kreisel automatisch auch den Heddesheimer Kreisel abwerten wird und der Verkehrskollaps programmiert ist.“

Heinisch erkennt im Gutachten „eine Tendenz zur wohlwollenden Begutachtung von Koehler, Leutwein und Partner“. Tats├Ąchlich werden die Aussagen des Gutachtens mit vielen Konjunktiven versehen und erscheinen sehr „schwammig“.

W├Ąhrend der IFOK-Veranstaltung in der Nordbadenhalle kam auch Gutachter Leutwein zu Wort. Wie „kreiselnd“ seine Darstellung war, sehen Sie in unserem Video. Leutwein redet ├╝ber den Heddesheimer Kreisel:

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Ausstellung im Schwetzinger Schloss: „Atelier und K├╝nstler VII“


Guten Tag!

Schwetzingen, 21. September 2009. Am Sonntag ├Âffnete die Ausstellung „Atelier und K├╝nstler VII“ in der Orangerie des Schwetzinger Schlosses im Rahmen der 20 Kreiskulturwoche.

34 K├╝nstlerinnen und K├╝nstler aus der Metropolregion Rhein-Neckar pr├Ąsentieren bis 11. Oktober ihre Werke im Licht durchfluteten gro├čen Raum, der ausgezeichnete Voraussetzungen f├╝r die Pr├Ąsentation bietet. Darunter der Heddesheimer K├╝nstler Dr. Kurt Fleckenstein.

„Kunst kennt keine Grenzen“, sagte Oberb├╝rgermeister Dr. Rene P├Âltl. und freute sich, dass der Rhein-Neckar-Kreis und Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz den Startschuss f├╝r „Atelier und K├╝nstler“, wie der Titel der Ausstellung lautet, in die Kulturstadt Schwetzingen gelegt hatten.

In seiner Einf├╝hrung in die Ausstellung unterstrich der fr├╝here Direktor des Heidelberger Kunstvereins, Prof. Hans Gercke, die „hohe k├╝nstlerische Potenz der Metropolregion.“

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Sonniges Ambiente in der Orangerie des Schwetzinger Schlosses. Bild: Dorothea Burkhardt

Die Ausstellung und die damit verbundene siebte Ausgabe des „Atelier und K├╝nstler“-Projektes brauche keine Vergleiche mit anderen Regionen zu scheuen. Die Kreiskulturwoche habe Ma├čst├Ąbe gesetzt und mit der „Atelier und K├╝nstler“-Reihe einen unverzichtbaren ├â┼ôberblick ├╝ber das k├╝nstlerische Schaffen entstehen lassen.

Bevor Landrat Dr. J├╝rgen Sch├╝tz die Ausstellung er├Âffnete, erinnerte er daran, dass K├╝nstlerinnen und K├╝nstler auch vom Verkauf der Kunstwerke leben und forderte dazu auf, „sich ausgezeichnete Kunst nach Hause zu holen.“ J├╝rgen Mauter und Gerald Weiser-Haensch umrahmten die Vernissage mit klassischer Gitarrenmusik.

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Gruppenbild mit Landrat (Dr. J├╝rgen Sch├╝tz, Mitte mit K├╝nstlern). Bild: Dorothea Burkhardt

Atelier und K├╝nstler VII ist bis zum 11. Oktober 2009 in der Orangerie im Schloss Schwetzingen zu sehen, immer dienstags, donnerstags und samstags von 15 bis 18 Uhr, an den Sonntagen von 11 bis 18 Uhr.

Der Zugang zum Schlossgarten / Orangerie ist eintrittspflichtig, der Besuch der Ausstellung ist frei.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Stellungnahme Klaus Schuhmann


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

Das heddesheimblog dokumentiert die f├╝nfmin├╝tigen Stellungnahmen als Video.

Klaus Schuhmann, Gemeinderat B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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Stellungnahme Kristian Mansfeld


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung des „Dialogkreises“ Heddesheim am 18. September 2009 stellten drei Bef├╝rworter und drei Gegner der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung ihre Argumente vor. Au├čerdem ein „unentschiedener“ Teilnehmer.

Das heddesheimblog dokumentiert die f├╝nfmin├╝tigen Stellungnahmen als Video.

Kristian Mansfeld, IT-Unternehmer und „unentschiedener“ Podiumteilnehmer

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Das geplante „Projekt“


Guten Tag!

Heddesheim, 19. September 2009. Am Freitag, den 18. September 2009, fand in der Nordbadenhalle eine Informationsveranstaltung zur geplanten „Pfenning“-Ansiedlung statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von der IFOK.

heddesheimblog

Drei Gutachter stellten ihre Ergebnisse vor, je drei Vertreter auf dem Podium argumentierten f├╝r oder gegen das Projekt. Ein Podiumsteilnehmer hatte die Rolle des Untentschiedenen.

Wir dokumentieren die Auftritte und weitere Szene auf Video.

Das „geplante“ Projekt: Architekt G├╝nter Kr├╝ger

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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