Sonntag, 23. September 2018

Selbstbehauptungstraining fĂŒr Frauen bei der Polizei Mannheim

„Ihr mĂŒsst zur Furie werden“

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Eine Teilnehmerin wehrt sich erfolgreich gegen den Angriff von Polizeihauptmeister JĂŒrgen Riegler.

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 27. Januar 2014. (red/ld) Bei Polizeihauptmeister JĂŒrgen Riegler und Polizeiobermeisterin Nina Pfeffer werden Frauen zu Furien. Ganz absichtlich und vollkommen zu recht. Denn sie lernen, sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren. Seit vergangener Woche geben die beiden Beamte und Kollegen Selbstbehauptungskurse im PolizeiprĂ€sidium Mannheim. Binnen kurzer Zeit seien alle Termine ĂŒberbucht gewesen, sagt Polizeipressesprecher Norbert SchĂ€tzle. Man plane weitere Kurse anzubieten. Unsere VolontĂ€rin Lydia Dartsch hat den Selbstversuch in Selbstbehauptung gemacht. [Weiterlesen…]

Respektvoller Umgang, Zauberformeln und Manieren

Heddesheim, 26. August 2009. Die Heddesheimerin Siglinde Gerstner ist Seminarleiterin. Sie hat sich auf Kinder spezialisiert und auf das „feine“ Benehmen. Wie auch bei einem „Knigge-Kurs“ in Ladenburg.

Von Hardy Prothmann

Sechs Kursteilnehmer im Alter zwischen acht und dreizehn Jahren wollen am vergangenen Samstag etwas ĂŒber „respektvollen Umgang“, „Regeln des GrĂŒĂŸens und BegrĂŒĂŸens“, „soziale Kompetenz“ und „Tischmanieren“ lernen.

Die sechs sind Victor (12, Mannheim), Flavia (12, Mörlenbach), die von der Bergstraße angereisten Geschwisterkinder Valerie (13) und Vincent (11) sowie Amelie (11) und Sebastian (8), unterstĂŒtzt von deren Tante Anke.

Nach der Vorstellungsrunde erklĂ€rt Siglinde Gerstner: „Wer war Freiherr Knigge?“ Heute steht der Name fĂŒr gutes Benehmen und Beherrschen der Tischsitten. Dass der Name Knigge aber auch fĂŒr AufklĂ€rung, fĂŒr Demokratie und vor allem soziologisch fĂŒr den respektvollen Umgang der Menschen miteinander steht, versucht Frau Gerstner kindgerecht zu vermitteln. Und sie erklĂ€rt, warum Wörter wie Danke und Bitte ein wenig wie „Zauberei“ sind.

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Vincent diskutiert mit Flavia (rechts) - am besten respektvoll. Bild: hblog

Zentraler Bestandteil des Kurses ist das Miteinander. „Das fĂ€ngt beim GrĂŒĂŸen und BegrĂŒĂŸen an“, sagt Frau Gerstner, die sehr darauf bedacht ist, ihrem GegenĂŒber Aufmerksamkeit zu schenken. Ein gutes Vorbild eben fĂŒr die Kinder, die fast ausschließlich durch uns Erwachsene lernen.

„Wer schon frĂŒh soziale Kompetenzen lernt, hat es spĂ€ter im Leben viel einfacher, ob als Angestellter oder Chef – wer kompetent ist, kommt in allen Hierarchien zurecht“, sagt Siglinde Gerstner.

Wer sozial kompetent ist, kommt ĂŒberall zurecht.

Derweil kappelt sich Vincent ein wenig mit Flavia. „Vincent, bist du mit deinem Essen zufrieden? Schmeckt es Dir?“, holt Siglinde Gerstner den „Benimm-SchĂŒler“ ab. Was soll er sagen? Er ist doch in einem Benimmkurs! Und er wird gefragt, ob er zu“frieden“ ist, wo er doch ein wenig stĂ€nkert, es ihm aber ansonsten schmeckt. „Ja, sehr gut“, sagt Vincent, stellt das StĂ€nkern ein und sĂ€belt mit Messer und Gabel an seinen „chicken nuggets“: „Eigentlich wĂŒrde ich die sonst mit den HĂ€nden essen“, sagt er dann noch. Frau Gerstner strahlt ihn an und Vincent sĂ€belt.

Flavia sagt: „Bei der Essensauswahl habe ich mir das auch ĂŒberlegt und mich dann lieber fĂŒr Spaghetti entschieden.“ Die Portion ist zu groß, sie ist tapfer, legt dann aber das Besteck „wie es sich gehört“ zusammen und ist fertig. Frau Gerstner macht Konversation mit den Kindern, ist freundlich, höflich, aber bestimmt. Die Kinder nehmen sich ein Beispiel.

„Bevor wir heute mit dem gemeinsamen Essen unseren Kurs beendet haben, wurde von den Kindern der Tisch eingedeckt. Was muss zum Essen an Tellern, GlĂ€sern, Besteck vorhanden sein? Wie geht man mit den Sachen um, waren Lerninhalte“, sagt Frau Gerstner.

Davor haben die Kinder Rollenspiele gemacht: Miteinander diskutieren und seine Meinung höflich, aber bestimmt vertreten. Bei einem anderen Spiel musste je ein Kind den Streit zweier anderer schlichten.

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Ein gutes Miteinander und gute Manieren sorgen fĂŒr eine gute Stimmung. Bild: hblog

Flavia ist mit fast 13 Jahren die Ă€lteste und sagt zum Schluss: „Also, ich habe viel gelernt, auch wenn ich manches schon theoretisch wusste. Erst dachte ich, dass ich gerne ein paar mehr in meinem Alter dabei gehabt hĂ€tte, aber dann habe ich mir gedacht, dass das eigentlich wie im richtigen Leben ist.“

Denn im richtigen Leben muss man auch in jeder Situation gut zurechtkommen.

Link:
Seminarangebote von Siglinde Gerstner

Von SchwĂ€nen und Fischen – Ballett Exercisen

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