Donnerstag, 21. September 2017

Plakatwettbewerb zur AlkoholprÀvention gestartet - Schulen können sich anmelden

„Bunt statt Blau“: SchĂŒler gegen Komasaufen

Mannheim/Rhein-Neckar, 19. Februar 2014. (red/jsc) Die DAK will mit ihrer Plakataktion „Bunt statt Blau“ ein Zeichen gegen Komasaufen setzen. Die jungen Menschen sind dazu aufgefordert bunte Bilder zu malen, die vor dem Rauschtrinken warnen. Schöner Nebeneffekt dabei: Die SchĂŒler denken ĂŒber ihren eigenen Konsum nach. [Weiterlesen…]

Treffen der Partnerschaftskommission

Überraschend viele AktivitĂ€ten

Nogent Chateau

Schloss in Nogent Le Roi Foto: mit freundlicher Genehmigung der französischen Partner

Heddesheim, 11. Juli 2013. (red/sw) Trotz des warmen Wetters kamen die Mitglieder der Partnerschaftskommision Heddesheim – Nogent Le Roi zahlreich zur Sitzung am vergangenen Dienstag.

Von Susanne Warmuth

Nogent Kirche

Kirche in Nogent Le Roi. Foto: Michel Modain

Ja, ich wußte natĂŒrlich als in Heddesheim verwurzelte BĂŒrgerin, dass Heddesheim ein Partnerschaft mit dem Kanton Nogent Le Roi in Frankreich eingegangen ist – irgendwann einmal – den Nogent Le Roi Platz gibt es schließlich schon seit meiner Kindheit. Ab und zu kommen die Franzosen zu Besuch und manchmal fahren Gruppen aus Heddesheim nach Frankreich. Das war bis gestern Abend mein Wissen ĂŒber die Beziehung von der Gemeinde Heddesheim zu ihrem Partner-Kanton in Frankreich.

Ich wurde mehr als ĂŒberrascht, wie aktiv diese Partnerschaftsbeziehung zu Nogent Le Roi in Wirklichkeit ist. Julien Christof, Hauptamtsleiter in Heddesheim schien eine nicht enden zu wollende Liste zu besitzen, auf der die verschiedenen AktivitĂ€ten von Gruppen und Vereinen in Sachen Partnerschaft mit Nogent Le Roi aufgefĂŒhrt waren. [Weiterlesen…]

15. bis 21. April 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 15. bis 21. April 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”. [Weiterlesen…]

04. bis 10. Februar 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 04. bis 10. Februar 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”.

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Montag, 04. Februar 2013, 10:00 Uhr, Karlstorbahnhof.

Heidelberg. Der Froschkönig: MĂ€rchentheater fĂŒr Kinder ab 3 Jahren.

Der Froschkönig ist ein bekanntes MĂ€rchen der GebrĂŒder Grimm.

Witzig und einfallsreich wird hier eines der spannendsten MĂ€rchen neu dargestellt: Die Prinzessin bekommt von ihrem Vater eine goldene Kugel. Warum? Weil sie es schafft, ihre Angst zu besiegen.

Doch da verspielt sie die goldene Kugel leichtfertig und ist untröstlich. Ein Frosch bringt sie ihr zurĂŒck mit der Bedingung, von nun an ihr GefĂ€hrte sein zu dĂŒrfen und sie verspricht es ihm. Versprochen ist versprochen! Der Frosch genießt es, so richtig schön eklig zu sein und bringt die Prinzessin in arge Not.

Da erinnert sich die Prinzessin, was sie mit ihrem Vater geĂŒbt hat: Hinschauen, atmen, tun. Sie wirft den Frosch an die Wand und er verwandelt sich in einen Prinzen.

Spieldauer 45 Minuten. Ensemble: Galli- Theater, Stuttgart. Beginn um 10:00 Uhr. Einlass bereits ab 09:30 Uhr.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 7 Euro regulĂ€r und 5 Euro ermĂ€ĂŸigt. FĂŒr Gruppen ab 15 Personen gibt es die Tickets schon fĂŒr 4 Euro.

Tickets und Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Dienstag, 05. Februar 2013, 20:30 Uhr, Hutter im Schloss.

Die Band „ADD-IV“. Quelle: http://www.hutter-im-schloss.de/.

Weinheim. ADD-IV: Ihr Musikstil, den die Band als Deep Lounge bezeichnet, lÀsst sich am besten als eine Mischung aus Lounge, Chillout und Souljazz mit einer Prise Discohouse und Elektronika beschreiben. Das monatliche Konzert hat die Band zu einer musikalischen Einheit werden lassen. Ein eingespieltes Team. Die Songs sind nie gleich, werden bei jedem Konzert ein bisschen, oder manchmal auch ganz, anders gespielt.

Der Szene-Gitarrist David Heintz sieht in „Hutter im Schloss“ den idealen Ort, um sein Deep-Lounge-Konzept zu realisieren. Generell an jedem 1. Dienstag im Monat verwandelt sich der Speise-Tempel in einen Treffpunkt fĂŒr Musikgenuss.

Zu einem gepflegten Glas Wein oder „Badischen Bissen“ können die GĂ€ste entspannt den coolen Sound der Band auf sich wirken lassen. Es gehört zu der Idee von „Deep Lounge“, dass die Band mit wechselnden SĂ€ngerinnen und Solisten auftritt.

Ort: Hutter im Schloss, Obertorstraße 9, 69469 Weinheim.

Eintritt frei!

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Mittwoch, 06. Februar 2013, 20:00 bis 22:30 Uhr, BĂŒrgerhaus Dudenhofen.

Luis Borda gilt als bedeutendster Vertreter des Tango Nuevo.

Speyer. Borda & Bunka & Schaeffer: Dies dĂŒrfte wohl eine mehr als außergewöhnliche Veranstaltung werden, denn an diesem Abend treffen drei so unterschiedliche Muskstile aufeinander, die den ganzen Horizont umspassen.

Der Argentinier Luis Borda ist einer der wichtigsten Vertreter des ‚Tango Nuevo‘, Roman Bunka (frĂŒher bei Embryo) ist einer der bekanntesten europĂ€ischen Virtuosen auf der arabischen Laute, der „Oud“.

Und mit Roland Schaeffer (von Guru Guru) steht ein Musiker auf der BĂŒhne, der schon sich sehr frĂŒh mit dem indischen Blasintrument ‚Nadaswaram‘ beschĂ€ftigt hat und heutzutage einer der fĂŒhrenden Solisten Europas geworden ist.

Alle drei sind GrenzgĂ€nger, verbinden ihre Erfahrung aus Rock und Jazz mit ihren musikalischen Begegnungen aus dem Morgenland und der Pampa, spielen arabische Taksim und indische Kirtanas und verlieren dabei als echte ‚Weltmusiker‘ nie den persönlichen Bereich ihrer gewachsenen ‚Gestalt‘, der improvisierten und erfahrenen Musik ihrer Generation.

Ein seltenes Klangereignis, stilistisch geprÀgt durch die musikalischen Pole von Tango und Taqsim, den Klang-Konstruktionen neuer Musik und der Liebe zu Rhythmus und Improvisation.

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information, SpeiÂŽrer Buchladen, Korngasse.

Ort: BĂŒrgerhaus Dudenhofen, Rathausplatz, 67346 Speyer.

Eintritt: Tickets gibt es ab 16,40 Euro im Vorverkauf.

Tickets und Infos:http://www.altedruckerei.com/index.ht.

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Donnerstag, 07. Februar 2013, 20:00 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle.

Grand Malör sorgen fĂŒr Stimmung bei der Ludwigshafener Altweiberfasnacht.

Ludwigshafen. Altweiberfasnacht in Ludwigshafen. Die Party zur Altweiberfasnacht in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle als eine der grĂ¶ĂŸten in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar ist traditionell ein Publikumsmagnet mit Kultcharakter.

Die Altweiberfasnacht in Ludwigshafen genießt in der gesamten Metropolregion einen Ruf als Kultparty. Bis in die frĂŒhen Morgenstunden wird ausgelassen gefeiert, getanzt und gelacht. FĂŒr die passende Partystimmung sorgt die Assenheimer Band Grand Malör, die im Großen Saal so richtig einheizt. UnterstĂŒtzt werden die Jungs von DJ Fredi mit einem Mix der angesagtesten Hits. Im Foyer sorgt DJ Viper fĂŒr die richtigen Beats zum Abtanzen.

Von den PartygĂ€sten total begeistert sind Grand Malör: „Von Anfang ist hier eine prima Stimmung, so etwas findet man nicht ĂŒberall. Das ist das Schönste, was eine Band auf der BĂŒhne erleben kann.“

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information Ludwigshafen und alle bekannten Vorverkaufsstellen.

Ort: Friedrich-Ebert-Halle, Erzbergerstraße 89, 67063 Ludwigshafen am Rhein.

Eintritt: Tickets kosten 16 Euro.

Weitere Infos: http://www.ludwigshafen.de/.

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Freitag, 08. Februar 2013, 19:00 Uhr, Muddy`s Club.

Kunst mit Marianne Muno im Muddy`s Club.

Weinheim. MOTIVARTen – Eine Vernissage mit Marianne Muno. MOTIVARTen entstehen bei der KĂŒnstlerin durch die vielen Begegnungen mit Menschen. Die EindrĂŒcke dieser GesprĂ€che setzt Marianne Muno in Bilder um – Bilder die das Leben zeichnen.

Zu ihrer Art mit Farbe auf der Leinwand umzugehen meint Marianne. Muno: „Klar, könnte ich auch Blumen malen!“ Aber wĂŒrde das den Betrachter animieren sich von seiner bisherigen Denkweise abzuwenden und den Versuch wagen neue Wege einzuschlagen?

Ort: Muddy`s Club, Schulstraße 3, 69469 Weinheim.

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Samstag, 09. Februar 2013, 20:30 Uhr, Stadthalle.

„Der Ball der Vampire“ ist Kult in Heidelberg.

Heidelberg. Ball der Vampire: Heidelbergs grĂ¶ĂŸter Kultball mit 5 Bands auf 3 BĂŒhnen.

Scharf – schĂ€rfer – Ball der Vampire! Nichts, aber auch gar nichts ist kultiger als dieser Event der ausgefallenen Masken, das den KostĂŒmverleihern regelmĂ€ĂŸig schlaflose NĂ€chte bereitet. Es ist die Ballnacht, in der Graf Dracula zum heißen Tanz auf dem Party-Vulkan bittet.

Langweiler und Heulsusen haben bei diesem Ball mit Biss nichts zu suchen, genauso wenig wie einfallslose Ringelhemdchen oder MatrosenmĂŒtzen: Bei der alljĂ€hrlichen Zusammenkunft der NachtschattengewĂ€chse geht die Post ab, dass es sich gewaschen hat.

Ort: Kongresshaus Stadthalle Heidelberg, Neckarstaden 24, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Tickets kosten 36 Euro im Vorverkauf.

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Sonntag, 10. Februar, 13:45 bis 17:00 Uhr, Innenstadt Mannheim.

Fasnacht in Mannheim und Ludwigshafen.

Mannheim. 61. Fasnachtszug Mannheim-Ludwigshafen. Die SchwesterstĂ€dte Ludwigshafen und Mannheim feiern gemeinsam Fasnacht. Abwechselnd wird hier einmal „driwwe“ und dann wieder „hiwwe geloffe“. 2013 findet der 61. gemeinsame Fasnachtszug am Sonntag, 10. Februar, 13.45 Uhr, in Mannheim statt. Das Motto des Zugs lautet „Ob hiwwe – ob driwwe, wie es auch sei; jeder liebt’s Monnemer Dreierlei“.

Der farbenfrohe Narrenzug begeistert alljĂ€hrlich hunderttausende von GĂ€sten, die aus der gesamten Region zu diesem kunterbunten Spektakel anreisen. Karnevalvereine aus Ludwigshafen, Mannheim und der nĂ€heren Umgebung nehmen mit Prinzenpaar, Garde, Fußgruppen, Musikkapellen und teils mit aufwĂ€ndig dekorierten Wagen am Zug teil.

Erstmals wurden auch Privatpersonen, gesellschaftliche Institutionen und Firmen dazu eingeladen, sich am grĂ¶ĂŸten Fasnachtszug der Metropolregion Rhein-Neckar zu beteiligen.

Ort: Innenstadt, 68161 Mannheim.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten fĂŒr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht “Tipps und Termine: Diese Woche”:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im MenĂŒ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, fĂŒr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können bei uns auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 😎

Berufskorrespondent Schroeder

Kreisverkehrt: “Irrsinn”, “KopfschĂŒtteln”, “BĂŒrokratentum”

Heddesheim/Ladenburg/Hirschberg/Rhein-Neckar, 01. Oktober 2012. (red/BkS) “Irrsinn”, “KopfschĂŒtteln”, “BĂŒrokratentum” – Kurt Fleckenstein lies seiner Empörung ĂŒber den möglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln vor kurzem freien Lauf. Verkehrte Skandale sind fĂŒr unseren Berufskorrespondenten ein Leckerbissen. Hier seine Reportage:

(Anm. d. Red. Alle Stories vom Berufskorrespondenten Schroeder und Hintergrund zu unserem Sondernkorrespondent gibt es auf dem Rheinneckarblog.de.)

Kunstobjekte in Heddesheim und Ladenburg sollen abgebaut werden

Kurt Fleckenstein will fĂŒr seine Kreiselkunst kĂ€mpfen

Geht es nach dem Amtsschimmel, muss das Tor zurĂŒckgebaut werden.

Heddesheim/Ladenburg/Heidelberg, 18. September 2012. (red/pro) Das Landratsamt wird in den nĂ€chsten Tagen die Gemeinden Ladenburg und Heddesheim auffordern, die Kunstwerke des Heddesheimer KĂŒnstlers Kurt Fleckenstein zurĂŒckzubauen. Doch der will sich nötigenfalls gerichtlich wehren.

„Irrsinn“, „KopfschĂŒtteln“, „BĂŒrokratentum“ – Kurt Fleckenstein lĂ€sst seiner Empörung ĂŒber den möglichen Abriss zwei seiner Kunstwerke auf Verkehrskreiseln freien Lauf. Das Straßenverkehrsamt hat das „Eingangstor“ im Heddesheimer Gewerbegebiet und das abstrakte „Carl-Benz-Automobil“ am Ortseingang in Ladenburg als „gefĂ€hrlich“ eingestuft und wird die Gemeinden zu einem freiwilligen RĂŒckbau auffordern. Sollte dies nicht geschehen, will die Behörde das anordnen.

Kurt Fleckenstein fĂŒhrt sein Urheberrecht ins Feld:

Es besteht ein Urheberrecht an diesen Kunstwerken und aufgrund ihrer einmaligen Funktion können diese nicht ohne Zustimmung des Autors entfernt werden. Ich weise schon jetzt darauf hin, dass ich alle juristischen und publizistischen Schritte unternehmen werde um eine Beseitigung oder wesentliche VerÀnderung zu verhindern.

Ob der KĂŒnstler eine Chance gegen die bĂŒrokratische Maßnahme hat, ist offen. Fest steht bis heute: An den Kreiseln ist es nach Auskunft des PolizeiprĂ€sidiums noch nie zu schwerwiegenden UnfĂ€llen gekommen.

Sie auch unseren Bericht vom 10. Juli: „Tödliche Kreiselkunst?“

Das abstrakte Carl-Benz-Automobil in Ladenburg soll entfernt werden.

Drucksachen – eine anschauliche „Veredlung“ von Textilien

Guten Tag!

Heddesheim, 06. November 2010. Bekanntlich gibt es in der BĂŒcherei Drucksachen. Am Mittwoch, den 03. November 2010, waren diese in der Heddesheimer GemeindebĂŒcherei von ganz besonderer Art. Rita Weins prĂ€sentierte ihre Drucksachen auf Textilien.

Von Sabine Prothmann

Mit BĂŒgelbrett und BĂŒgeleisen bewaffnet demonstrierte die gelernte Hauswirtschaftsleiterin vor knapp 30 Zuschauern (darunter zwei MĂ€nner) die „Veredlung“ von unifarbenen Textilien. Ob TischlĂ€ufer, Schal oder T-Shirt, hier bekam alles seinen „Stempel“.

Bedruckt oder entfÀrbt wird so die Stangenware zum Unikat.

Antike ornamentreiche Stempel aus Indien, Naturstempel wie BlĂ€tter oder Kartoffeln, Holzlettern aus einer Druckerei oder selbsthergestellte Stempel aus Moosgummi – der Fanatsie und KreativitĂ€t sind keine Grenzen gesetzt.

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Die Leiterin der Heddesheimer GemeindebĂŒcherei Eva Maria Wustmann ĂŒberreicht Rita Weins einen Blumenstrauß - ein gern gesehener Gast.

An diesem Abend zeigte Rita Weins (siehe unser PortrĂ€t von Juni 2009) das EntfĂ€rben der Stoffe: ZunĂ€chst wird ein Malgel aus dem Fachhandel mit dem EntfĂ€rbersalz vermischt. Mit einem Pinsel wird die Masse auf eine glatte Platte aus Glas oder auf eine Kachel gestrichen und mit einer kleinen Kunststoffwalze von dort abgenommen und auf den Stempel ĂŒbertragen. Dabei mĂŒsse darauf geachtet werden, dass das Gel gleichmĂ€ssig und ĂŒberall auf dem Stempel verteilt werde, so Weins.

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Stempel in allen Variationen.

Der Stempel wird auf die gewĂŒnschte Stelle auf den Stoff, hier konkret auf einen TischlĂ€ufer, gedrĂŒckt, Butterbrotpapier wird aufgelegt und das BĂŒgeleisen kommt zum Einsatz. „Ich habe in den vergangenen Wochen tĂ€glich gebĂŒgelt, aber kein Hemd hĂ€ngt im Schrank. Nur gut, dass mein Mann auch bĂŒgeln kann“, sagte Rita Weins lachend.

Die HobbykĂŒnstlerin hebt den Stoff in die Höhe und die Zuschauer sehen das Resultat. Da, wo der Ornamentenstempel aufgesetzt wurde, ist durch EntfĂ€rbung ein wunderschönes Muster entstanden. Rita Weins drĂŒckt weitere Stempel auf, Rosen, Ranken – ein Unikat entsteht und den Zuschauern gefĂ€llt’s.

Die gleiche Vorgehensweise zeigt sie an einem T-Shirt und einem Schal. „Machen Sie immer eine Probe, an einer nicht sichtbaren Stelle“, rĂ€t sie, denn man wisse nie, wie der Stoff reagiert. Geeignet seien vor allem Naturfasern wie Baumwolle, Seide und auch Leinen. Bei einem zu großen Anteil von Kunstfaser mĂŒsse man vorsichtig sein.

„Veredelte“ Textilien zum anschauen, anfassen und kaufen.

Nach knapp 60 Minuten ist die VorfĂŒhrung vorbei, jetzt können sich die Besucher die „veredelten“ StĂŒcke, die in der BĂŒcherei ausgestellt sind, anschauen, anfassen und kaufen. Und viele der Veranstaltungsteilnehmer tun das auch. Schals werden umgelegt, T-Shirts ĂŒbergezogen. Schon nach kurze Zeit sieht man LĂŒcken in Rita Weins Kollektion. Die Besucherinnen sind sichtlich begeistert.

Die HobbykĂŒnstlerin Rita Weins zeigte in der GemeindebĂŒcherei aber auch weitere Kunstwerke: bedruckte Karten und Bilder und abstrakte Arbeiten mit Acryl auf Leinwand. Eine beeindruckende Vielfalt.

Zur Person:
Rita Weins wurde 1965 in Dorweiler im HunsrĂŒck geboren. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Hauswirtschaftsleiterin. Seit der Ausbildungszeit autodidaktisches Arbeiten mit Seide und anderen Textilien. Außerdem freies Arbeiten mit Acryl auf Leinwand, vorwiegend im Bereich Drucken, Seit 2000 Mal- und DruckvorfĂŒhrungen. 2004 erste Ausstellung in der GemeindebĂŒcherei Heddesheim. Weitere Ausstellungen in Weinheim bei Art Werk und Waldmichelbach bei Casa Mia. Rita Weins gibt Kurse in Kleingruppen im Hausatelier. Rita Weins lebt seit 17 Jahren in Heddesheim.

Viel Freude mit den Fotos:
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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Der Augenblicker: Rudolf Klee stellt im Alten Rathaus aus

Guten Tag!

Heddesheim, 20. Juni 2010. Rudolf Klee ist ein beeindruckender KĂŒnstler und so ist auch seine Kunst. Im Alten Rathaus ist eine eindrucksvolle Ausstellung des Ladenburgers ĂŒber 40 Jahre kĂŒnstlerisches Schaffen zu sehen. Unser Tipp.

Von Sabine Prothmann

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Rudolf Klee: ausdrucksstark. Bild: heddesheimblog

„Kunst kommt von Können“, sagte der Ladenburger VollblutkĂŒnstler Rudolf Klee. „KĂ€me es von Wollen, mĂŒsste es ja schließlich Wulst heißen“.

Und sein Können konnten die gut 40 Besucher bei der Eröffnung seiner Ausstellung am gestrigen Sonntag im Alten Rathaus in Heddesheim bewundern.

Und sein Können erstreckt sich nicht nur in seinen 38 Zeichnungen, Radierungen, Malereien, Lithografien und seinen fĂŒnf Plastiken, die der KĂŒnstler in der Ausstellung des Heddesheimer Kunstvereins unter dem Titel „Vier Jahrzehnte – Malerei und Graphik“ zeigte, sondern auch in seinen Gedichten und Improvisationen am Klavier.

„Es geschieht, nichts ist geplant, ich möchte die Dinge in ihrem Ursprung begreifen“, erklĂ€rte Rudolf Klee.

Was der Ausstellungsbesucher sofort begreift, ist die Ausstrahlung, die AuthentizitĂ€t dieses KĂŒnstlers.

Die breit gefĂ€cherte Vielseitigkeit von Rudolf Klee, die KreativitĂ€t, die außer der bildenden, auch die literarische und musikalische Kunst mit einschließt, betonte Martine Herm, 1. Vorsitzende des Kunstvereins, in ihrer BegrĂŒĂŸung. Was treibt ihn an? „Wir wollen eintauchen in die Welt des Rudolf Klee.“

Die EinfĂŒhrung in sein Werk wollte der KĂŒnstler selbst geben.

Und er nahm seine Besucher mit auf eine Reise durch seine Kunst, sein Empfinden, sein Erleben.

Aus drei Tönen ließ er am Klavier eine Improvisation entstehen. „Drei Töne nehme ich heraus und spiele mit ihnen.“ Drei Töne, drei Striche, drei Worte – das kann der Anfang sein, fĂŒr eine wunderbare Melodie, ein Bild oder ein Gedicht. „Ich mach’ halt Dinge, die mich berĂŒhren.“

Der 1936 in Bingen geborene Klee ist in Viernheim aufgewachsen. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit als Organist und Messdiener in der Kirche. Er beobachtete die Schatten, die entstanden durch das Licht, das durch die Kirchenfenster fiel. „Ich trĂ€umte von Glas und Edelsteinen.“ Dann habe er ein Bild des Kubisten Lionel Feininger gesehen und er wusste: „Kubismus törnt mich an.“

Beim Ausstreichen der Farbrollen, die er fĂŒr Lithographien verwendete, entstanden Farbbahnen und kubistische Elemente. In die er wiederum zeichnete, wie in dem Bild „Gesetzestafel“.

Der Besuch von Kursen zu Radierungen ließ fĂŒnf kleine Kunstwerke entstehen. Technisch perfekt, außergewöhnlich durch ihre Titel, durch ihren Wortwitz, direkt durch ihre gesellschaftliche Kritik.

Wenn ein Keim aus einer Nuss treibt wird das bei Klee zum „Kernreaktor“. Wenn die Richter anstelle von Köpfen Pilze tragen, ist der Namen Pilzgericht nicht weit und der Galgen wird zur Richtschnur.

Die Freiheit ist fĂŒr ihn ein hohes Gut, „sie wird uns geschenkt“, und er möchte sich nicht zu sehr einengen lassen.

In der Zeichnung „TraumbĂŒhnenlandschaft“, befindet sich ein Fenster – das dem Beschauer in seinen Bildern immer wieder begegnet – als Symbol fĂŒr unsere Gedanken, die entfliehen, die raus gehen.

Ein großes Vorbild fĂŒr Rudolf Klee ist der KĂŒnstler Horst Jansen, „fĂŒr mich ist er der grĂ¶ĂŸte Zeichner des vorangegangenen Jahrhunderts. Er konnte alles.“

Somit begann in den 70er Jahren seine „Jansenphase“. Jansen zeichnete das Selbstportrait von Casper David Friedrich und Klee kopierte, fĂŒgte hinzu, verĂ€nderte, sein „Friedrich nach Jansen“ entstand. Seine Bilder in dieser Schaffensperiode bezeichnet Klee als phantastischen Realismus. Schuhe werden zu „Der Redner und seine Meute“. Das Gesicht von Strauß verwandelt sich in „Metamorphose“ zu dem Gesicht von DĂŒrers Mutter. In einem Landschaftsbild finden wir ein Selbstportrait von Rembrandt, in einer Traumlandschaft das Gesicht eines alten Mannes von Leonardo Da Vinci und doch bleibt es immer ein Klee.

„Jede Landschaft hat ein Gesicht“ – und so entstehen immer wieder Landschaftsbilder mit eindringlichen Portraits verwoben, so wird das melancholische Gesicht mit der Herbstlandschaft zu einer Einheit.

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Exponat. Bild: heddesheimblog

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“, zitiert Rudolf Klee seinen berĂŒhmten Namensvetter Paul.

Die nĂ€chsten Bilder, die er dem Betrachter erschließt, sind betitelt mit „Morgen im Feld“, „Abend am Feldrand“ und „Nocturne“. Zarte Violetttöne, leuchtendes Rot,nĂ€chtliches Blau – „Ich bin ein romantischer Mensch“. Und:“Auch Kitsch ist erlaubt“. Aber: „Kunst ist alles, was ehrlich ist, was vom Herzen kommt“ und grenzt sich dabei ab von Kitsch, bei dem Form und Inhalt nicht ĂŒbereinstimmen.

Hat er zunĂ€chst seinen Landschaftsbildern noch Gesichter zugesellt, geht er in seiner nĂ€chsten Phase ein Schritt weiter. „Jedes Portrait beginnt mit dem Auge“ und so reduziert er die Gesichter auf den „Augenblick“ und zitiert Goethe „alle Macht geht vom Auge aus“ und noch weiter „verweile doch du Augenblick, du bist so schön“ als drohenden Niedergang.

Der Augenblick als Zeiteinheit, als Moment, der Augenblick als Wesen. Die Bilder sind betitelt mit „Vor dem Augenblick“, „Dem Augenblick begegnen“ oder auch „Im Tanz mit dem Augenblick“.

In Ölbilder zeichnet und schreibt er Schriften, denn „ich schreibe alles mit der Hand, ich bin ein Fossil, ich habe kein Computer, kein Handy“.

Rudolf Klee möchte die Dinge im Ursprung begreifen, durch die VirtualitĂ€t des Computers gehe fĂŒr ihn das Begreifbare verloren.

Die Ausstellungseröffnung beschließt er mit seiner Poesie mit seiner Musik. Wenn er an George W. Bush das Gedicht „Vom Wert der Ehre“ schreibt und diesem Liszts PrĂ©lude zur Seite stellt, wenn er in „EntrĂŒstung“ von „entrĂŒstet euch“ spricht und in „Ein Gebet“ dazu auffordert „lass uns frei sein wie ein Kind“, passiert es, dass der Betrachter und Zuhörer GĂ€nsehaut bekommt. Denn das, was Rudolf Klee mit seiner Kunst, seinen Zeichnungen und GemĂ€lden, seinen Gedichten und seiner Musik zeigt, ist glaubhaft, kommt von Innen und lĂ€sst den Besucher „froh nach Hause gehen“.

Die Ausstellung „Vier Jahrzehnte – Malerei und Graphik“ mit Arbeiten von Rudolf Klee ist noch bis 18. Juli 2010 Im Alten Rathaus, sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, zu sehen.

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Bilder-Ausstellung von Gisela Harms im Schluckspecht

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Gisela Harms vor einem Teil ihrer "Neuen Arbeiten". Foto: hblog

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Oktober 2009. Die Heidelberger KĂŒnstlerin Gisela Harms stellt „Neue Arbeiten“ im Schluckspecht aus. Anschauen lohnt sich – die Arbeiten sind unproblematisch und schön – fĂŒr die, denen sie gefallen.

heddesheimblog

20 Bilder prĂ€sentieren seit Sonntag, was die Heidelberger KĂŒnstlerin Gisela Harms als „Neue Arbeiten“ bezeichnet. Im „Schluckspecht“ sind die Arbeiten anzuschauen. Die „quadratischen“ Arbeiten sind Mischtechniken auf Leinwand und gĂŒnstig zu haben. GĂŒnstig heißt nicht „billig“, sondern zu einem fairen Preis.

Zwischen 150 und 350 Euro liegen die Preise fĂŒr die Bilder – damit macht ein KĂŒnstler keine Gewinne, sondern ist einfach froh, wenn das „Material“ bezahlt wird. Die autodidaktische Malerin Harms ist nicht auf Erlöse angewiesen, sondern malt aus dem BedĂŒrfnis des Schaffens heraus.

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Eins von insgesamt 20 Bildern, die im Schluckspecht ausgestellt sind. Foto: hblog

Es lohnt sich immer, Kunst anzuschauen, vor allem, wenn der Eintrittspreis einfach nur ein netter Abend in einer gemĂŒtlichen und engagiert-freundlichen Gastronomie ist.

Die Malereien von Frau Harms sind geeignet, das eigene BedĂŒrfnis nach kĂŒnstlerischem Schaffen und der Auseinandersetzung damit zu befriedigen – Kunst ist etwas Abstraktes – wenn sie berĂŒhrt, ist der Preis Nebensache.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Rita Weins: Als KĂŒnstlerin macht sie Druck

Rita Weins ist KĂŒnstlerin. Aber keine abgehobene, sondern eine ganz praktische. Deswegen lĂ€sst sie andere auch an ihrer Kunst teilhaben und gibt Kurse. Die Teilnehmer nehmen am Ende ihre eigene Kunst mit nach Hause – zum Anziehen, zum Dekorieren – ganz praktisch eben.

PortrÀt: Hardy Prothmann

Rita Weins ist eine fröhliche Frau. Der Grund dafĂŒr ist ein einfacher: „Seit ich Kind bin, entdecke ich die Welt ĂŒber das Handwerk und die Kunst. Wenn ich neue Stoffe oder Techniken entdecke, habe ich einfach Spaß daran, meine Ideen zu verwirklichen.“

„Sich selbst zu verwirklichen ist einfach wunderbar.“ Rita Weins

Sie sagt, ein bisschen sei das wie eine Sucht, diese Suche nach Verwirklichung. Aber eine ohne Nebenwirkungen. Außer der Freude, die sie sich und anderen damit bereitet.

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Rita Weins: Kunst bringt Freude. Bild: pro

Seit fĂŒnfzehn Jahren lebt Rita Weins in Heddesheim. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern (18 und 16 Jahre alt). Der Sohn wird im Herbst das Haus verlassen, um eine Ausbildung zu starten – eine kreative.

Rita Weins hat auch frĂŒh angefangen, nicht nur auszuprobieren, sondern sich systematisch mit Kunst zu beschĂ€ftigen – aus beruflichen GrĂŒnden. Sie ist gelernte Hauswirtschaftsleiterin: „Ich habe damals Kurse in kreativem Gestalten gegeben und bin so zur Seidenmalerei gekommen. Seitdem hat mich das nicht mehr los gelassen.“

Die Autodidaktin malt am liebsten auf Wildseide: „Der Stoff fasziniert mich und die vielen Möglichkeiten, ihn zu bearbeiten, ob mit Radierungen, Druck oder Acryl.“

Ausstellung in Heddesheim

2004 hat sie in der Heddesheimer BĂŒcherei ausgestellt: „Die Ausstellung hat mich in Heddesheim bekannt gemacht, dafĂŒr bin ich dem BĂŒcherei-Team sehr dankbar.“

Mittlerweile kann sie sich ĂŒber AuftrĂ€ge nicht beklagen: „Ich habe als freischaffende KĂŒnstlerin zwei Standbeine. Das eine ist die Malerei. Meistens arbeite ich im Auftrag, der Kunde sagt mir also, was er sich vorstellt, wir besprechen das und dann geht es ans Werk.“

FĂŒr die Kunden keine allzu kostspielige Angelegenheit. Rita Weins Werke kosten je nach GrĂ¶ĂŸe und Material 300-700 Euro. In Waldmichelbach hat sie im „Casa mia“ einen Ausstellungsraum.

Als Kursleiterin macht Rita Weins ordentlich „Druck“.

Das zweite Standbein sind Kurse, die sie entweder zu Hause oder in Mannheim gibt: „Zu Hause ist die Zahl auf drei bis vier Teilnehmer begrenzt. In Mannheim gebe ich die Kurse im Kreativshop „Jeromin“. Da sind es dann bis zu acht Teilnehmer.“

FrĂŒher hat sie auch in der VHS Kurse gegeben: „Dort waren die Bedingungen fĂŒr kreatives Arbeiten aber nicht ideal. Es dauert seine Zeit, bis die Teilnehmer „sich eingerichtet haben“ und einen Bezug zum Material haben.

Drei Stunden sind eine gute Zeit fĂŒr die EinfĂŒhrung und manchmal braucht es auch lĂ€nger.“ Ganz feste Zeiten sind deshalb ungeeignet fĂŒr die kreative Arbeit. Auch die Zahl der Teilnehmer war zu groß: „Ich möchte schließlich auf jeden eingehen können und je mehr Teilnehmer es sind, umso weniger ist das möglich.“

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Nach dem Drucken muss gebĂŒgelt werden, damit der Stoff entfĂ€rbt wird. Bild: pro

In den Kursen lernen die Teilnehmer den kreativen Umgang mit Druckstempeln: „Der Textildruck ist ein wunderbarer Einstieg in die Welt des kreativen Gestaltens“, sagt Rita Weins.

„Mir ist dabei wichtig, dass die Teilnehmer ihre eigenen Ideen finden und verwirklichen. Wenn Sie dann nach drei bis vier Stunden wieder nach Hause gehen, haben sie selbst gestaltete T-shirts, Tischdecken, BezĂŒge dabei, an denen sie sich freuen können. Das ist einfach Klasse, wenn die Menschen mit „ihrem“ eigenen „StĂŒck“ nach Hause gehen.“

WĂ€hrend sie erzĂ€hlt, strahlen ihre Augen und dann… muss sie es zeigen. Sie ist eben eine „praktische“.

Alte Techniken, antike Stempel

In ihrem Werkraum prĂ€sentiert sie teils antike indische Stempel, die aus Ebenholz gearbeitet sind – jeder fĂŒr sich ein kleines Kunstwerk. „Die kosten natĂŒrlich mehr Geld, als die modernen Stempel aus Silikon“, sagt Rita Weins.

„Mit den Silikonstempeln kann man auch wunderbar arbeiten, die antiken StĂŒcke sind natĂŒrlich aber einfach schöner und es gefĂ€llt mir, dass sie von der langen Geschichte der Druckkunst erzĂ€hlen.“

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Antike indische Stempel sind selbst Kunstwerke. Bild: pro

Rund 50 Euro kostet eine Erstausstattung mit Stempeln, EntfĂ€rber und Stoffen. Rita Weins hat ĂŒberwiegend Frauen in den Kursen: „Aber ich hatte auch schon reine MĂ€nnerkurse. Viele der Teilnehmer wollen ihre FĂ€higkeiten erweitern, weil sie als PĂ€dagogen oder Lehrer kreativ mit ihren SchĂŒlern arbeiten.“

So wie Rita Weins: „Besonders freue ich mich, wenn ich irgendwo eine „alte Technik ausgraben“ kann und sie selbst lerne.“

So wie ihr Faible fĂŒr Filz. Den Stoff hat sie vor einigen Jahren fĂŒr sich entdeckt und probiert seitdem eifrig das neue (alte) Material aus. Dabei entwickelt sie durchaus Forschergeist: „Filz ist als Kunstmaterial nicht mehr so bekannt, das reizt mich einfach.“

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Alle Fotos: Hardy Prothmann