Dienstag, 12. Dezember 2017

Wer, wen, wo anfasste? Das ist doch nur Spaß :-)


Heddesheim, 25. Januar 2011. Die Hellesema Grumbe haben am vergangenen Samstag wieder zur bewährten „Lady Dinner Night“ ins Heddesheimer Bürgerhaus eingeladen. Und auch wenn leider einige Plätze leer blieben, die Stimmung war fantastisch, eben so wie es ist, wenn Frauen ganz unter sich feiern. Männer sind willkommen – nur nicht die eigenen.

Von Sabine Prothmann

Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der „Sexy Boys“ – in den vergangenen Jahren waren es die „American Dream Men“ -, die erstmalig in Heddesheim vor weiblichem Publikum die Hüllen fallen ließen.

Zunächst musste sich die Damenwelt bis zu deren Auftritt fast drei Stunden gedulden, doch die Hellesema Grumbe hatten ein gutes und kurzweiliges Programm zusammengestellt. Der 1. Vorsitzende und Elferratspräsident Rudi Göhner führte mit Unterstützung von Manuela Schöner, Prinzessin der Kampagne 2008/2009, durch das Programm.

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Frivole Spiele - viel Spaß bei der Ladys Night im Bürgerhaus.

Erster Programmpunkt war der Auftritt der Grumbe-Gugge-Noddeschisser. In bunten, fantasievollen Kostümen und mit lauter Guggemusik heizten sie die Stimmung der Zuschauerinnen an.

Der bekannte Heddesheimer „Allein“-Unterhalter Ralf Siegel machte Stimmung für alle in den Pausen ab dem ersten Schlagertitel und traf die Stimmung des weiblichen Publikums. Vor allem mit den Songs der „Deutschen Welle“ ließ Nena nicht nur die Luftballons, sondern Siegel auch die Begeisterung des Publikums fliegen.

Tanzmariechen Alina Bernhard wirbelte quirlig und mit bekannt großem Können über die Bühne. Sie wird trainiert von Manuela Schöner und Livia Kärtner und betreut von Birgit Schöner.

Anschließend unterhielt Sabrina Zahn flott-frech das weibliche Publikum in der Bütt.

Einen „Vorgeschmack“ auf die „Sexy Boys“ gab der Tanz des Männerballetts Gugge. Hier konnte das weibliche Publikum sehen, wie „sexy“ die Heddesheimer Männer sein können und wie gedrillt sie sich, dank dem Training von Livia Kärtner, bewegen.

Und dann kam er, der „Halbgott des Schlager“ alias Dieter Jürgens. Der „dicke Mann“, wie er von sich selbst sagte, brachte knapp zwei Meter und geschätzte 130 Kilogramm geballte Energie, Stimmung und Sexappeal auf die Bühne und in den Saal.

Von „Ein Bett im Kornfeld“, „Griechischer Wein“, „Tür an Tür mir Alice“ über „Ich war noch niemals in New York“ bis zu „Hol das Lasso raus“ schmetterte er tatsächlich stimmgewaltig die Highlights des Deutschen Schlagers durchs Heddesheimer Bürgerhaus.

Wen es noch auf den Stühlen hielt, lief Gefahr mit seiner Manneskraft frontal, sprich auf dem Tisch, konfrontiert zu werden. Eine Zuschauerin ließ es sich nicht nehmen, erst mit Rosen, dann persönlich die Bühne zu stürmen und ihm das Hemd vom Leib zu reißen. Denn „Stufe 4“ der Stimmung heißt beim „Halbgott des Schlagers“: „Exstase“.

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Der singenden Halbgott - klasse Stimme, Dynamit im Körper.

Im Schautanz der Großen Garde zeigten die jungen Mädchen unter dem Motto „Gute Puppen, schlechte Puppen“ sinnliche Bewegungen und eine tolle Körperbeherrschung. Was durch die Kostüme und eine spannende Choreografie noch unterstrichen wurde. Das Publikum war begeistert. Trainiert werden die Tänzerinnen von Sabrina Zahn, betreut werden sie von Angelika Eckert.

Mit „sie sind allesamt lecker und haben meinen Gütesiegel“ kündigte Manuela Schöner den Höhepunkt des Abends an.

Und dann kamen sie endlich, die „Sexy Boys“, die mit ihren gestählten Körpern eine perfekte Bühnenshow von muskulöser Strahlung, Tanz und Gesang zeigten.

Bereitwillig wurden Klischees bedient. Wildes martialisches Macho-Gehabe gehörte da genauso dazu, wie der charmante Schwarze mit dem Adonis-Körper.

Wer auf die Bühne geholt wurde, durfte nicht zimperlich sein, denn hier wurde nicht nur geschaut, sondern die Damen mussten oder durften schon auch mal anfassen und wurden angefasst.

Wer wann wen wo anfasste, fällt an dieser Stelle unter den Datenschutz. Nur soviel: Aus gutem Grund.

Das war eindeutig mehr als Striptease, was auf der Bühne des Bürgerhauses gezeigt wurde, das war Erotik pur.

Vielleicht auch das ein und andere Mal „unter der Gürtellinie“. Aber so sollte es ja auch sein, denn die Frauen waren ja unter sich und wollten und sollten ihren Spaß mit ihren „Sexy Boys“ haben. Und den hatten sie auch.

Es wurde gemeinsam getanzt, gelacht und kräftig mitgesungen.

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Tanzeinlage.

Die Lady Dinner Night der Hellesema Grumbe war sicherlich wieder ein Highlight der Faschingskampagne 2011.

Schade, dass in gegenüber dem vergangenen Jahr nicht nur „einige“ Plätze leer geblieben sind.

Vielleicht sollte man im nächsten Jahr etwas mehr die Werbetrommel rühren.

Denn die „Ladys Night“ ist ein echter Spaß!

Viel Freude mit den Fotos 🙂

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Gabis Kolumne

Wie Wohlfühlen und Lust zusammenpassen

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Guten Tag

Heddesheim, 20. September 2010. Unsere Kolumnistin Gabi ist aus dem Urlaub zurück und schreibt über die zweitschönste Sache der Welt: Essen. Und darüber, wie Lust und Wohlfühlen zusammen.

Wo haben Sie Ihren Urlaub verbracht? In Italien, Spanien oder in der Türkei? Haben Sie Ihre Pasta und Pizza, ihre Tapas und Mezze genossen? Oder haben Sie dabei Kalorien gezählt und sich über die mehrfach ungesättigten Fettsäuren des Olivenöls den Kopf zerbrochen?

Ich kann nur sagen, ich habe jede Nudel geliebt, die Pizza mit Leidenschaft verspeist und die in Öl gebratenen Zucchinis und Auberginen haben mich zutiefst beglückt.

Was angeblich alles ungesund ist.

Wer kennt sie nicht die Schlagzeilen, die uns immer wieder erschrecken und uns das Vergnügen am Essen so richtig verderben: Essen nach 18 Uhr ist ungesund und macht dick, Eier sind eine Cholesterinfalle, Hühnerbrüste sind mit Hormonen angereichert, Schweinefleisch ist sowieso ungesund, im Rindfleisch lauert BSE, in Fisch Schwermetalle und in Nudeln die dick machenden Kohlenhydrate..

Was bleibt ist Rohkost, die wiederum ihre Vitamine nur mit Fett entfaltet. Dann wären wir wieder bei dem leidigen Thema Fette. Die gute Butter ist schon lange auf der Abschussliste, also nahmen wir Olivenöl, aber auch das ist in Verruf gekommen und jetzt heißt es. Rapsöl sei das gesündeste.

Vor nicht allzu langer Zeit waren fünf kleinere Mahlzeiten am Tag angesagt, doch die neueste Erkenntnis lautet, höchstens alle vier Stunden soll man eine Mahlzeit zu sich nehmen, damit sich der Blutzuckerspiegel wieder abbauen kann.

Eigentlich esse ich richtig gerne, ich liebe Pasta, Fleisch und Saucen – alles ein No-Go, wenn man gesund und kalorienbewusst leben möchte.

Was für’s Essen gilt, gilt natürlich auch für alles Flüssige. Nicht mehr als zwei bis drei Tassen Kaffee täglich, am besten nicht nach 15 Uhr und dazu reichlich viel Mineralwasser, denn der deutschen liebster Muntermacher entziehe dem Körper Flüssigkeit.

Studien über Studien.

„Gott sei dank gibt es neue Erkenntnisse“, erzählte mir eine Freundin ganz erleichtert. Denn Kaffee ist viel besser als sein Ruf, auch 5 bis 7 Tassen täglich seien nicht schädlich, ganz im Gegenteil, so meine Freundin, habe man festgestellt, dass Kaffeetrinker seltener an Krebs erkranken. Ob das wirklich so ist, kann ich Ihnen nicht sagen, aber so schmeckt auch die 8. Tasse gleich noch mal besser.

Ein weiteres Streitthema ist seit Jahren der tägliche Genuss von Alkohol. So las ich kürzlich: „Im Rotwein enthaltene Polyphenole wirken entzündungshemmend und beugen Krebs und Herzerkrankungen vor.“ Na, prima, dann kann das tägliche Viertele ja kaum schaden. Suchtexperten dagegen warnen davor, denn das regelmäßiges Trinken und sei’s auch nur ein Glas, führe zur Abhängigkeit.

Aber auch unter den Teetrinkern gibt es die unterschiedlichsten Erkenntnisse, denn schließlich ist Tee nicht gleich Tee. So hat vor allem der Grüne Tee in den letzten Jahren einen Siegeszug angetreten und alle, die ihrem Körper etwas Gutes tun wollten, haben ihn konsumiert und den Schwarzen Tee verpönt.

Schokolade macht dick und verursacht Pickel, aber sie ist nun mal auch verdammt lecker, beruhigt die Nerven und von der glücklich machenden Wirkung der Kakao-Bohnen haben schon die Azteken gewusst.

Von Negativ-Schlagzeilen lange unbehelligt waren die Gummibärchen. Ganz im Gegenteil, die Gelatine schützt sogar vor Gelenkrheuma und Osteoporose und das alles fettfrei. In Verruf kamen die bunten Fruchtgummis in Zeiten des Rinderwahns, denn plötzlich war man sich nicht sicher, ob in der Gelatine auch tierische Abfallprodukte und damit BSE lauert.

Essen, worauf man Lust hat.

Und dann endlich: Vor Kurzem habe ich einen Artikel in einer Frauenzeitschrift gelesen, der das thematisiert hat, was ich so lange schon gehofft habe zu hören: Man soll das essen, worauf man Lust hat, so oft und so viel. Wichtig sei es dabei nur auf den Körper zu hören und nicht auf die neuesten Ernährungsratgeber. Alles sei erlaubt, so lange sich unser Körper dabei wohl fühle.

Ich war am vergangenen Wochenende auf zwei Geburtstagen eingeladen und habe mit Genuss und Freude meinen Nachtisch und Kuchen verspeist – und vor allem ohne schlechtes Gewissen und das kann nur gut tun.

gabi