Freitag, 22. September 2017

Respekt, Frau G├Ârlitz!

Der Mannheimer Morgen hat heute einen Kommentar zur Wahl der B├╝rgermeister-Stellvertreterinnen in Heddesheim auf seinen Rhein-Neckar-Seiten ver├Âffentlicht. Und der hat es in sich.

Kommentar: Helle Sema

Ehrlich, Frau G├Ârlitz. Sie wissen, dass ich mit Ihren Artikeln in der Vergangenheit ├Âfter schon mal so meine Probleme hatte. Deswegen habe ich dann auch – bescheiden wie ich bin – ein wenig Kritik vorgebracht.

Aber f├╝r Ihr heutiges St├╝ck lasse ich alle Bescheidenheit fahren und muss sagen: Kompliment. Sehr gut aufgepasst, sehr gut nachgedacht, sehr gut aufgeschrieben.

goerlitz

Anja G├Ârlitz hat einen lesenswerten Kommentar geschrieben - allerdings das/die -innen vergessen... Quelle: MM

Am besten haben mir Ihre Fragen an Teile des Gemeinderats gefallen und zwar die Teile, die „Machtspielchen aus dem Schmollwinkel“ heraus betreiben:

  • „Soll das die n├Ąchsten f├╝nf Jahre so weitergehen?“
  • „Oder findet der Rat zur├╝ck vom Sandkasten zur Sacharbeit?“
  • „Wird er den W├Ąhlerwillen bei k├╝nftigen Entscheidungen respektieren?“

Jetzt kommt es auch ein wenig auf die B├╝rger an, die die Koalition der Schmoller gew├Ąhlt haben. Die sollten genau mit Ihren Fragen zu den von ihnen gew├Ąhlten Gemeinder├Ąten gehen und fragen, wie die Schmoller es k├╝nftig halten wollen.

Und dann sollten diese B├╝rger die von ihnen gew├Ąhlten Gemeinder├Ąte aus dem Schmollwinkel f├╝r ein Wochenende in die Sch├Ąmecke schicken.

Frau G├Ârlitz, sch├Ân, dass auch Sie aus dem Schmollwinkel herausgekommen sind.├é┬á├é┬áIch darf Sie nur ermutigen, so weiter zu machen, dann werde ich noch ein echter Fan von Ihnen.

Halten Sie durch, auch wenn es vielleicht nicht jedem gef├Ąllt, wenn Sie frank und frei mal Ihre eigene Meinung als unabh├Ąngige Berichterstatterin sagen. Daf├╝r sind Kommentare schlie├člich da.

Mal ganz ehrlich – der Pfenning kriegt meine Stimme

Glosse

Gastbeitrag: Helle Sema

Also ehrlich, irgendwie werde ich aus dem Pfenning nicht schlau. 100 Millionen Euros wollen die investieren und sind nicht mal in der Lage, ein bisschen gute Stimmung zu machen – au├čer, wenn das heddesheimblog die dazu auffordert (siehe unten).

erreichbar

Am 9. Juli schreibt das heddesheimblog, Pfenning sollte vielleicht inserieren, um seine "Dialog"- Bereitschaft zu dokumentieren - am 13. Juli ist es vollbracht, im MM. Fragen hatten die B├╝rger aber schon seit Anfang April. Pfenning ist zwar ein wenig arg langsam, aber lernf├Ąhig und echt bem├╝ht: Wer h├Ątte gedacht, das man email rund um die Uhr schicken kann... ­čśë Quelle: Anzeige im MM

Zum Vergleich: Die Gemeinde Heddesheim nimmt bestimmt 100.000 Euro (wie viel genau ist geheim…) in die Hand, um gute Stimmung zu machen – mit der IFOK, die uns Heddesheimern zeigt, wie man „sachorientiert“ miteinander redet. Denn das k├Ânnen wir angeblich nicht mehr. Zumindest einige von uns.

F├╝r den Pfenning w├Ąren das noch weniger als „peanuts“, also Erdn├╝sse, denn 100.000 Euro sind verglichen mit 100 Millionen gerade mal 0,1 Prozent von det janze.

Noch mal zum Vergleich: Wenn jemand 2000 Euro im Monat hat, w├Ąren das gerade mal zwei Euro vom Bugdet. Man stelle sich den Pfenning als Mann vor und uns als die Gattin. Die – also wir – ├é┬áist sauer. Der Pfenning kauft also f├╝r zwei Euro nen sch├Ânen Blumenstrau├č vom Acker, also Schaaffgabe und Hegekraut und alles ist ganz doll gut.

100.000 Euro f├╝r den Kessler sind 2 Euro f├╝r mich.

Das ist nat├╝rlich ein Spa├č, denn 100.000 Euro sind was anderes als zwei Euro.

Das ist viel, viel Geld, wo es doch ├╝berall knapp wird bei den bed├╝rftigen Gemeinden, vor allem in den Kinderg├Ąrten, den Schulen, dem Badesee, den Sportanlagen und ├╝berhaupt ├╝berall. Und wollen wir Heddesheimer ├╝berall auf alles verzichten, wie der CDU-Doll uns im Wahlkampf den Teufel an die Wand gemalt hat? Bestimmt nicht.

anzbmw

Im Gegensatz zum Pfenning ist die Gemeinde n├Ąmlich auf Einnahmen angewiesen und nicht darauf aus, ihre Mitarbeiter „au├čertariflich“ zu besch├Ąftigen und selbst Golf zu spielen. Gemeinden d├╝rfen das nicht, die m├╝ssen sich n├Ąmlich an die Vorschriften halten – zumindest bei der Bezahlung.

Naja, nicht alle. Heddesheim k├Ânnte ein Ausnahme sein. Die gibt n├Ąmlich einer Firma, die 2007 den Deutschen PR-Preis in der Kategorie „Public affairs“ gewonnen hat, einen lukrativen Auftrag.

„Public affairs“ hei├čt jetzt nicht, wie manche meinen: „├Âffentliche Aff├Ąren (=Skandale)“, sondern etwa „├Âffentliche Angelegenheiten“, also Angelegenheiten, die die ├ľffentlichkeit angehen, also die B├╝rger.

„Beteiligungsverfahren sind ein wirksames Instrument.“ Doktor Meister

Und damit ist sie bei der IFOK gut aufgehoben, die wissen n├Ąmlich, wie man ├Âffentliche Angelegenheiten so „gestaltet“, dass am Ende alle „zufrieden“ sind – mindestens die Auftraggeber, die ja auch ein Schweinegeld f├╝r det janze gezahlt haben.

Der Chef bei IFOK, der Doktor Hans-Peter Meister, hat sich sehr ├╝ber den Preis gefreut:├é┬á„Die Auszeichnung zeigt, dass Beteiligungsverfahren ein wirksames Instrument f├╝r Public Affairs und Lobbying sind.“

Vor lauter englischen W├Ârtern versteht man fast gar nichts mehr, aber wikipedia erkl├Ąrt es eigentlich ganz gut:

„Unternehmensverb├Ąnde, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und andere Verb├Ąnde sowie gr├Â├čere Unternehmen bringen ihre Interessen gezielt in das Gesetzgebungsverfahren mit ein. Umgekehrt bekommen die Mitglieder der Verb├Ąnde relevante und zubereitete Informationen von ihren Verbandsorganisationen. Damit k├Ânnen politische Entscheidungen vorhergesehen werden und in Entscheidungen der Verb├Ąnde, ihrer Mitglieder, aber auch nicht organisierter Betroffener eingeplant werden.
Lobbyismus ist eine Methode der Einwirkung auf Entscheidungstr├Ąger und Entscheidungsprozesse durch pr├Ązise Information im Rahmen einer festgelegten Strategie.“

Uff. Das klingt, als w├Ąren die Heddesheimer Marionetten, die von Lobbyisten so gef├╝hrt werden, wie die das wollen.

Und das heddesheimblog? Macht unfreiwillig mit. Kaum gibt das Portal dem Pfenning den Tipp, dass der seine „Dialogbereitschaft“ per Anzeige mal anzeigen sollte, macht der das auch.

Pfenning vermarktet Hallen, die er (noch) nicht hat – die anderen sind N├Ârgler.

Obwohl dem sonst nichts, aber auch nichts einf├Ąllt, um die ├ľffentlichkeit zu informieren. Naja, stimmt nicht ganz. Einfallen tut dem schon was, n├Ąmlich seine Hallen, die es noch gar nicht gibt, schon eifrig zu vermarkten.

Und der Mannheimer Morgen? Der macht alles mit. Denn vom Pfenning bekommt er Anzeigen. Und eine mittelgro├če Anzeige ist mehr wert als ein paar Dutzend Abos.

Zwar verliert die Zeitung kontinuierlich an Auflage (ungef├Ąhr so wie manche im Ort an Ansehen), aber solange die Anzeigen stimmen, ist das zu verschmerzen. Deswegen recherchiert sie er ja auch nicht. Man s├Ągt ja nicht auf dem Anzeigenast, auf dem man sitzt. Das w├Ąre ja so, als wenn man sich selbst wegrationalisiert.

Die IFOk sitzt zur Zeit auf dem Ast der Gemeinde. Dabei hat das so „neutrale“ Unternehmen fr├╝her schon mal gerne mit dem Pfenning gekuschelt. Etwa 2006 beim Projekt „Jugend denkt Zukunft“, dass Pfenning auch gerne als eines seiner „sozialen Engagement“ verkauft – freilich ohne zu erw├Ąhnen, dass man sich da mit der IFOk schon bekannt gemacht hat. Denn, wenn schon, hat die IFOk, sich „sozial engagiert“, indem sie das Projekt entworfen hat – f├╝r alle, die daf├╝r keine Zeit haben, aber gerne f├╝r „ihr“ soziales Engagement zahlen.

Wir Heddesheimer lassen uns davon nicht beirren. Wir sind froh, dass uns jemand unter die Arme nimmt und uns hilft, „ergebnisoffen“ und „sachorientiert“ und „entemotionalisiert“ zu entscheiden. Und gut ist, dass wir wissen, dass unser Gemeinderat am Ende die Entscheidung trifft.

Unser Gemeinderat entscheidet.

Wir Heddesheimer vertrauen darauf, dass unser Gemeinderat, auch wenn sich nur vier von 22 f├╝r Pfenning interessieren, am Ende eine Entscheidung trifft.

Wahrscheinlich wussten die vier, die beim Pfenning-Termin Fragen stellen, noch nicht so genau Bescheid. Die anderen, die waren bestimmt vorbereitet und hatten deshalb keine Fragen. Deswegen vertrauen wir auch auf deren Entscheidung. Wem sollen wir sonst vertrauen? Uns selbst? Sicher nicht – sonst h├Ątten wir ja nicht unsere Gemeinder├Ąte, sondern uns selbst gew├Ąhlt.

Oder habe ich jetzt was nicht ganz verstanden?

Der Pfenning will f├╝r uns immerhin nur das Beste: 24 Stunden am Tag ist er f├╝r uns da, per email. Das finde ich total engagiert. Und am Samstag macht er offene T├╝r. Also ich geh dann mal beim Karl-Martin rein und rede mit dem.

Denn der ist ein absoluter Familienmensch und achtet auf Tradition und ├╝berhaupt ist der heimatverbunden und sorgt f├╝r Arbeitspl├Ątze. Das ist kein N├Ârgler, sondern ein Schaffer.

Von Kerlen und solchen, die es werden wollen.

Aber so, wie ich den kenne, reicht dem bald der ganze Firlefanz und dann stellt er sich selbst die Beine vor der Edeka in den Bauch und erkl├Ąrt jedem, der es wissen will, was er in Heddesheim und mit Heddesheim vor hat. Der ist halt ein echter Kerl.

Der Kessler, der braucht daf├╝r die IFOK und den Moderator und viel Geld.

Der Pfenning, der bringt hinterher wieder die Kohle, die der Kessler vorher ausgegeben hat. So denkt der Kessler. Und wenn nicht? Ist ja nicht sein Geld. Und wenn er nicht wieder gew├Ąhlt wird? Auch egal, nach zwei Mal B├╝rgermeister ist seine Rente sicher.

Wer mich fragt, kriegt klar zu Antwort: Wenn der Pfenning B├╝rgermeister in Heddesheim werden will, meine Stimme hat er.

P.S. Ich h├Ątte da auch noch den ein oder anderen Acker zu verkaufen. Kann ich mein Anliegen auch an heddesheim@pfenning-logistics.de schicken oder muss ich mich an die Gemeinde wenden?

„Offene T├╝ren“ und andere „Mysterien“ oder die Frage nach dem „Herrn des Verfahrens“

Die Welt in Heddesheim steht Kopf. Es werden „nicht-├Âffentliche“ Gespr├Ąche mit dem B├╝rgermeister, auf dessen kurzfristige Einladung hin gef├╝hrt, und am n├Ąchsten Tag steht das „nicht-├Âffentliche“ in der Zeitung. Nachdem es schon „nicht-├Âffentlich“ als „Verdachtsberichterstattung“ hier im heddesheimblog ver├Âffentlicht wurde.

Kommentar: Hardy Prothmann

Wenn man mit der „Presse“ spricht, sucht man die „├ľffentlichkeit“.

In Heddesheim besteht die „├ľffentlichkeit“ aus der Person Anja G├Ârlitz und ihrem arbeitgebendem Zentralorgan, dem Mannheimer Morgen – zumindest aus Sicht des Heddesheimer B├╝rgermeisters Michael Kessler, der selbstherrlich entscheidet, wer „Presse“ ist und wer nicht.

Und das „Organ“ tut, was es tun muss, es berichtet im Sinne des BM. Nachzulesen hier.

Dieser Bericht allerdings ist ein Skandal! Warum? Das lesen Sie hier (ohne Link, einfach weiterlesen).

Wenn die „Presse“ einen exklusiven Termin bekommt und etwas „heraus findet“, ist die Bewunderung durch die Kollegen sicher – manchmal auch der Neid.

Und keiner beschwert sich, dass er nicht „offiziell“ eingeladen war, sondern alle wundern sich, wie der „Kollege=Wettbewerber“ das „hingekriegt hat“.

Wenn sich aber ein B├╝rgermeister bewusst ├╝ber das Pressegesetz hinweg setzt und nur die ├ľffentlichkeit sucht, die ihm „gewogen“ ist, reagieren „echte“ Journalisten auf ein solches „missliebiges“ Angebot in der Regel nur mit „Verachtung“ desselben. Sie nehmen solch ein „durchsichtiges“ Verfahren nicht an. Das hat etwas mit „Berufsehre“ zu tun,

Au├čer, sie verachten sich selbst in einem hohen und wahrscheinlich irreparablem Ma├če und nehmen jede Gelegenheit der Eigendarstellung wahr. Oder sie sind in h├Âchster Not.

Das trifft auf die Journalistin Anja G├Ârlitz und ihren Arbeitgeber Mannheimer Morgen zu.

W├╝rden beide, Frau G├Ârlitz und der „MM“ einem Kodex folgen, der die Meinungsfreiheit ├╝ber „gesch├Ąftliche Interessen“ stellt, w├Ąre der vorliegende Bericht nie entstanden.

Dem ist aber nicht so, was die Frage nach den gesch├Ąftlichen und publizistischen Interessen eindeutig beantwortet.

Frau G├Ârlitz ist seit Jahren mit dieser Gemeinde befasst und hat zumindest in den vergangenen drei bis vier Monaten auch nicht einen Bericht vorgelegt, der eine von Terminen oder dem aktuellen Geschehen unabh├Ąngige Berichterstattung nachweisen k├Ânnte. Das ist schade, f├╝r Frau G├Ârlitz, f├╝r die Leser des MM und f├╝r die ├Âffentliche Meinung.

Ein sehr interessantes und aktuelles Thema ist die Missachtung der Pressefreiheit. Weil Frau G├Ârlitz eine neue Konkurrenz hat, n├Ąmlich das heddesheimblog, ist sie derma├čen befangen, dass es ihr noch nicht einmal gelungen ist, das Wort heddesheimblog in einem ihrer Berichte zu erw├Ąhnen, w├Ąhrend es dem heddesheimblog ├╝berhaupt keine Probleme bereitet, Nachl├Ąssigkeiten des MM zu dokumentieren und zu verlinken.

Dar├╝ber ist im heddesheimblog umfangreich berichtet worden – solange niemand den Rechtsweg vor dem Verwaltungsgericht beschreitet, geht also der MM oder Herr Michael Kessler unbeirrt diesen, seinen Weg – den der wie auch immer interessierten und l├╝ckenhaften Berichterstattung

Dieser Weg ignoriert alle dazu relevanten Gesetze. Einfach so. Im Vorbeigehen sozusagen.

Ganz nebenbei wird auch die Gemeindeordnung mal eben einfach so „kessleriert“.

Der B├╝rgermeister ruft dazu eine Runde ein, die es gar nicht gibt, die der Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats.

Diese Runde hat Herr Kessler erfunden und die Fraktionsvorsitzenden der ├Ârtlichen Parteien sind ihm auf dem Leim gegangen, weil sie erschienen sind und sich in der „Presse“, also „├Âffentlich“ zitieren lassen.

Dieser Bericht in der „Presse“, also im MM, ist nicht ohne Brisanz.

Diese „Runde“ tagte „nicht-├Âffentlich“ im Beisein der „Presse“, die heute dar├╝ber berichtet.

„Man“ w├Ąhrt sich wie in einem falschen Film. Sind doch „nicht-├Âffentliche“ Sitzungen des Gemeinderats (der in diesem Fall keiner ist, aber so erscheinen soll oder in Person der Fraktionsvorsitzenden irgendwie doch „erschienen“ ist, also dem „Schein“ nach )├é┬áder „Schweigepflicht“ unterworfen.

Was also war das jetzt?

Eine „nicht-├Âffentliche“ Sitzung des Gemeinderats, vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden, die allesamt aus dieser „Sitzung“ heraus zitiert wurden und damit ihre „Schweigepflicht“ verletzt haben?

Die Konsequenz w├Ąre klar: ├é┬áOrdnungsgelder in H├Âhe bis zu 1000 Euro w├Ąren angebracht f├╝r diese Gemeinder├Ąte, die gegen die „Schweigepflicht“ versto├čen, indem sie sich in einer „nicht-├Âffentlichen“ Sitzung vor der anwesenden Presse ├Ąu├čern, die ├╝ber ihre ├âÔÇ×u├čerungen schreibt.

Waren die Fraktionsvorst├Ąnde aber gar nicht zum „Schweigen verpflichtet“, sondern im Gegenteil zum „Reden“ aufgerufen, weil es sich ja nicht um eine „Gemeinderatsitzung“ handelt, sondern nur um eine „interessierte Stellungnahme“ des B├╝rgermeisters, unterst├╝tzt durch die CDU und die FDP.

Trotzdem „nicht-├Âffentlich“, also fernab jeder Kritik der B├╝rger oder der „anderen“ Presse?

Verwirrt ob des Vorgangs zeigte sich die SPD, deutlich irritiert die Gr├╝nen, die aber trotzdem teilnahmen.

Beiden, den Gr├╝nen und der SPD kann daraus kein Vorwurf und muss daraus ein Vorwurf gemacht werden: Der „gute“ Wille ist l├Âblich, das Warten auf „das Gute“ angesichts der Situation hingegen ist „naiv“ – milde ausgedr├╝ckt.

Diese „nicht-├Âffentliche“ Zusammenkunft des B├╝rgermeisters und der vier Fraktionsvorsitzenden im Beisein der „Presse“, die selektiv nur aus dem Verlautbarungsorgan Mannheimer Morgen bestand, ist jedenfalls h├Âchst suspekt.

Besonders interessant sind aber die Zitate. B├╝rgermeister Kessler „betont“ nach Darstellung des MM, dass „es keinen Grund g├Ąbe, von dem „klar definierten Verfahren, das der Gemeinderat beschlossen hat“, abzuweichen“. „Und: Die T├╝ren stehen der IG weiterhin offen. Aber Herr des Verfahrens ist die Gemeinde.“

An dieser Stelle der Lekt├╝re des Artikels des MM muss man fragen: „Wie sieht dieses „klar definierte Verfahren“ aus?“ Weder im MM noch an anderer Stelle wurde jemals „Klarheit“ ├╝ber dieses „definierte Verfahren“ geschaffen!

Im MM war davon, au├čer dieser nicht gegen-recherchierten Aussage, nichts zu lesen. Daf├╝r aber die Verlautbarung: „Herr des Verfahrens ist die Gemeinde.“

Das sagt Herr Kessler. Der MM leidet ebenso wie Herr Kessler unter einem zumindest tempor├Ąrem Realit├Ątsverlust.

Es geht ganz klar um „Herrschaften“, die l├Ąngst aber nicht mehr durch Verordnung durch Herrn Kessler definiert werden und l├Ąngst auch nicht mehr durch Verordnung des MM.

Denn was hier berichtet wird, wird seit dem 28. April 2009 durch das heddesheimblog kritisch begleitet.

Ganz klar „herrscht“ in Heddesheim der Zweifel: Ob Herr Kessler, wie er behauptet, tats├Ąchlich noch „Herr des Verfahrens“ ist oder nur noch seine Sturheit und sein Machtwille oder eine Fernsteuerung durch die Unternehmensgruppe Pfenning.

Seine Souver├Ąnit├Ąt hat Herr Kessler l├Ąngst verloren und er tut alles, um auch noch letzte Reste zu beseitigen.

Der Mannheimer Morgen hingegen best├Ątigt durch seine konkurrenzlos ignorante Berichterstattung sein Monopol: Was wir drucken, ist so. Basta.

Ob das auf Dauer ein erfolgreicher Weg sein wird, m├╝ssen sich der BM und sein Zentralorgan, der MM, mit dem heutigen Abdruck eines „unm├Âglichen“ Artikels allerdings fragen lassen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

+++Verschlusssache V+++

Satire

B├╝rgermeister K.
Ratlosplatz
Pfenningheim

An
Die Mitstreiter

Nicht f├╝r die ├ľffentlichkeit / Status: +++Nicht-├Âffentlich+++
Az: 08/15-5, +++Verschlusssache+++

Betreff: SyMa – Systematische Manipulation

Sehr geehrte Mitstreiter f├╝r die selbstgerechte Sache,

wir haben ein Problem. Und dieses Problem ist ein Maulwurf, vielleicht auch mehrere Maulw├╝rfe.

Wieso gelingt es diesem Schmierfink (siehe Verschlussache I) immer wieder, an Informationen zu kommen, die ihn einfach nichts angehen, weil wir bestimmen, wen was zu welcher Zeit angeht? So, wie es immer war, und immer wahr sein dsoll.

Wir bestimmen, was der einzelne Gemeinderat denkt, aber es gibt einen anderen „Rat“ unter uns, einen „VerRATer“.

Wir haben nicht nur schwere Verluste hinnehmen m├╝ssen, in der CDU, in der SPD und nicht zuletzt unseren treuen „Repr├Ąsentanten„, den Herrn Gemeinderat B. im „heiligen r├Âmischen Rat nordbadisch-deutscher Heddesheimer“ verloren, nein, wir verlieren auch immer mehr an der so genannten „Glaubw├╝rdigkeit“, auf Hellesemerisch, „Kl├╝ngelwirklichkeit“ in unserer Geheimschaft.

Ich mache mir zunehmend Sorgen um unseren AusflussEinfluss.

Jedenfalls kostet uns der Pfenning schon richtig viel EuroflussEinfluss und Euros, bevor ├╝berhaupt irgendetwas in die ├Âffentliche Kasse geflossen ist.

Die Fleischsache mit der ├âÔÇ×d├Ąga h├Ątten wir locker durchziehen k├Ânnen. Eigentlich sollten wir denen ihr „Reifes Eisen“ ├╝ber den Sch├Ądel ziehen und zugucken, wie das Blut l├Ąuft.

Aber auch die ├âÔÇ×d├Ąga-Entscheidung war ja nicht ganz „unbrobl├Ąmadisch“.

Also halten Sie weiter dicht, je dichter Sie dabei sind, desto besser. Einer unser Br├╝der hat schon berufsm├Ą├čig dabei den besten „Durchblick“.

Ich bitte Sie also dringend deshalb weiterhin um VerschlossenheitGeschlossenheit, „desdew├Ąsche“ haben wir uns ja heute auch getroffen.

Unser bisheriges Sprachrohr, der mm, ist uns weiter gewogen, obwohl sie immer d├╝nner zu werden scheint und damit an Gewicht verliert.

Unser Pfund, die IFOK, „If you have probl├Ąms, wi will faund for you ozer KombattantenK├Ąmpfers“, hat ihren Auftrag, den wir teuer bezahlen, bis jetzt nicht zu unserer Zufriedenheit verstanden.

Die Spinner wollen tats├Ąchlich „neutral“ sein. Ich werde dieses Missverst├Ąndnis kl├Ąren, denn ganz klar muss sein, dass wir irgendwann auch was zahlen – f├╝r klare Anweisungen und nicht f├╝r einen „Blick in den Spiegel“ – einer selbstgerechten „Neutralit├Ąt“. Die einzigen, die „unausgewogen“, „keins von beiden“ sind, sind wir, also neutral -sozusagen.

Abgesehen davon l├Ąuft es einigerma├čen gut. Wir haben ein Anwaltsb├╝ro eingeschaltet, dass die ├Ątzenden Fragen dieses aufgeblasenen Schmierfinks weg b├╝gelt. Gleichzeitig pr├╝fen die findigen Juristen jedes Wort dieses „Systemfehlers“.

Da wir alle Menschen sind und wissen, dass jedem mal was daneben geht, m├╝ssen wir nur warten, bis ER einen Fehler begeht. Dann ist Schlachtfest.

Wir hoffen, noch in diesem Jahr dazu einladen zu d├╝rfen!!!

Bis auf weiteres m├╝ssen wir aber durchhalten – f├╝r ein einig Pfenningheim.

Kameraden! Ich z├Ąhle auf Sie.

Ihr BM K.

Ausfertigung an die GR (Geheime Runde)-Fraktionsvorsitzenden mit der Bitte um „inhaltliche Weitergabe“ an den „Rest“ (Reden ist eine M├Âglichkeit, Einsehen eine andere. Sie wissen zutreffend, was unser Tenor ist.

P.S. Die d├╝nne AG hat morgen ihre vielleicht letzte Chance, zu zeigen, wo sie steht. Lassen WIR (Wir sind Ihre Repr├Ąsentanten) uns ├╝berraschen.

——–

Lesen Sie auch:
Verschlusssache I
Verschlusssache II
Verschlusssache III
Verschlusssache IV

Pflichten „unverz├╝glich“ erf├╝llt

Guten Tag,

das Kommunalrechtsamt hat auf die Anfrage, ob der neu gew├Ąhlte Gemeinderat nicht unverz├╝glich zusammengerufen werden m├╝sse, folgende Antwort gegeben:

„In der Tat wurde inzwischen die Gemeinderatswahl von Heddesheim durch einen Bescheid des Kommunalrechtsamts vom 17.06.2009 als rechtsg├╝ltig best├Ątigt; der Bescheid mit s├Ąmtlichen Wahlunterlagen wurde einem Vertreter der Gemeindever-waltung am 22.06.2009 hier im Landratsamt ├╝bergeben.

Entgegen Ihrer Auffassung ist die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats allerdings nicht unverz├╝glich nach der Feststellung der G├╝ltigkeit der Wahl durch-zuf├╝hren; vielmehr ist der B├╝rgermeister verpflichtet, diese Sitzung unverz├╝glich anzuberaumen. Der Begriff „anberaumen“ ist in der rechtlichen Konsequenz ein wesentlicher Unterschied zum Begriff „durchf├╝hren“. B├╝rgermeister Kessler hat mit der Festlegung der konstituierenden Sitzung auf den 22. Juli 2009 ein Datum ge-w├Ąhlt, das dem Jahresterminplan der Gemeinde Heddesheim f├╝r die Gemeinderats-sitzungen im Juli entspricht. Mit Blick darauf, dass der neue Gemeinderat einerseits sein Amt fr├╝hestens am 1. Juli 2009 antreten kann und dass – andererseits – die Vorbereitung einer solchen Sitzung zus├Ątzlich zu den laufenden Verwaltungsarbei-ten ein erhebliches Ma├č an organisatorischen Vorarbeiten innerhalb der Gemeinde-verwaltung erfordert, hat Herr B├╝rgermeister Kessler die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats mit der Festlegung auf den 22. Juli 2009 rechtzeitig bzw. un-verz├╝glich im Sinne des Gesetzes „anberaumt“ (├é┬ž 30 Abs. 2 Satz 2 GemO).“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

„Von gestern“

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

ich bin ein gro├čer Fan der 4. Gewalt, also dem Journalismus, und wei├č, dass ihr (also die Journalisten) einen echt schweren Job macht. Ihr m├╝sst so viele Gesetze beachten und recherchiert immer hart an der Grenze – wenn es denn sein muss.

Aber manchmal komme ich nicht mehr mit: Am Samstag schreibt ihr einen Artikel „IG „neinzupfenning“ will Kessler antworten

Ich lese:
„Zwischen der IG neinzupfenning (pl├Âtzlich sind die Anf├╝hrungszeichen verschwunden) und dem Rathaus geht der Briefwechsel offenbar weiter.“

Das h├Ârt sich an wie eine Vermutung und stellt doch fest, dass es „offenbar„, also fast etwas „religi├Âses“ hat. Klingt zumindest wie „Offenbarung“ (der IG, des B├╝rgermeisters, eines unbekannten Dritten?).

Was mich wundert, ist, wieso in letzter Zeit st├Ąndig solche Zus├Ątze in Anf├╝hrungszeichen und Klammen in den Artikel stehen: im „MM“-Gespr├Ąch und (wir berichteten)? Ist doch klar, dass „ihr“ berichtet. Wer denn sonst? Ihr habt doch schlie├člich (oder offenbar?) das Monopol?

Und dann kommen Nachrichten „von gestern„: „Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber gestern Nachmittag auf Anfrage des „MM„.“

Ihr schreibt also nicht nur ├╝ber gestern, sondern stellt auch „Fragen“… Das beruhigt mich.

Als ich das in der Zeitung gelesen habe, dachte ich nur, „welche Offenbarung„, weil das ja schon im heddesheimblog stand. Also ehrlich, aktuell geht anders.

Aber das „stand“ ├é┬ája nur Internet. Aber so schwarz auf wei├č wie im „MM“, hat das ja fast einen amtlichen, also gepr├╝ften und gestempelten Charakter. Und im Internet kursieren ja so viel „unseri├Âse Informationen„.

Ihr habt nachgefragt und das war die Antwort:

„Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber…. Ein Schreiben entsprechenden Inhalts wollte die IG nach Webers Angaben noch gestern ins Rathaus schicken.“

Mit UPS? Mitternachtspost? Wie soll das gehen? Sie haben das Schreiben nat├╝rlich (vermutlich?) eingeworfen. Sie wollten nicht nur, sie haben es getan! Oder nicht? Was glauben Sie, mal ehrlich? Was haben Sie dazu recherchiert, mal ehrlich?

Dann folgt mal eine ansatzweise Recherche.

Sie zitieren fast, aber eben auch nur fast, aus dem Brief der IG an den BM und dann wird es leider ungenau, genauer k├Ânnen Sie das hier nachlesen, falls Ihnen der Brief noch nicht zugeschickt wurde – oder die Post Versp├Ątung hatte… oder heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, erst nach 11:00 Uhr kommen sollte… oder sie auf Mallorca sitzen sollten, gerade Urlaub haben, aber einen Blackberry in der Hand, so wie alle „guten“ Journalisten.

Am Freitag (also in Zeiten des Internet, des Blackberry… vor vier Tagen) schreiben Sie zum Ende (was dann Samstag in der Zeitung stand, also vor drei Tagen): „Da Kessler die „Einladung“ nach Angaben der IG gestern noch nicht vorliegen konnte, hat der „MM“ von der Bitte um eine Stellungnahme zun├Ąchst abgesehen. ag├“

Da bin ich zun├Ąchst erstaunt, dann ungl├Ąubig und jetzt wirklich sauer. Ich erkl├Ąre Ihnen, warum.

„Nach Angaben der IG“…
haben Sie, obwohl Sie schon so lange „vor Ort“ berichten, tats├Ąchlich keine Handynummer vom BM, um nachzufragen, ob er den Brief nicht schon hat?├é┬áKann ja wohl nicht sein, dass Sie sich daf├╝r auf die „Angaben der IG“ verlassen m├╝ssen.

Und wieso sind Sie nicht in der Lage, nach all den „hei├čen, exklusiven und „“investigativen““ Informationen, diese dem BM per email zu schicken und nachzufragen, ob er die schon hat und was er dazu sagt?

Haben Sie vergessen, was es hei├čt, zu „reportieren“? An einer Story dran zu bleiben? F├╝r die B├╝rger? F├╝r die ├ľffentlichkeit?

Sind Sie schon Teil der „Verwaltung“ die von „etwas absieht“ oder was auch immer?

Haben Sie eigentlich noch Lust und Freude, mich zu informieren oder geht alles nur seinen „dienstlichen Gang“, sprich, ihren tariflich garantieren Arbeitszeiten? Sie sind doch in der Gewerkschaft, oder?

Mit welchem Recht entscheiden Sie eigentlich, „wovon man „absehen“ kann“?

Oder denken Sie am Ende gar, dass auch ein BM, egal, wie prek├Ąr die Lage ist, ein Anrecht auf ein „ruhiges Wochenende“ haben darf… der Dienst geht erst wieder Montag los und endet am Freitag um 11:00 Uhr?“

Frau G├Ârlitz, so geht das nicht!

Seit 47 Jahren bin ich treuer Abonnent des „MM“, ein bisschen l├Ąnger als Sie auf der Welt sind. Aber deswegen bin ich noch nicht „von gestern“.

Dass ich ihre Vorg├Ąnger „ertragen“ habe, ist eine├é┬áLeistung. Sogar eine immense (nein, ich werde deswegen nicht f├╝r den Gemeinderat kandidieren, in f├╝nf Jahren – ich brauche keine “ selbstherrlich-verst├Ąndliche Verdienst-Aufgabe f├╝r all mein Engagement – ich habe es gerne gemacht. Ohne Kalk├╝l.“

Aber nach ihren „Vorg├Ąngern“ musste ich nicht nur lesen, was sie schreiben, sondern ich musste mich auch an all das von ihren Vorg├Ąngern erinnern und an all das, was die schrieben und was dasselbe ist, was Sie heute schreiben.

Deswegen mein dringender Appell: Strengen Sie sich bitte etwas mehr an. Vielen ihrer Leser wurde auch nichts geschenkt! Und meine langj├Ąhrige Geduld geht bald zu Ende.

Ich habe hier mein „Netzwerk“ genutzt und in der Redaktion vom heddesheimblog nachgefragt, und die sagten mir, dass der BM am Samstag um 11:07 auf eine email vom heddesheimblog eine Antwort gesendet hat. Er war also, obwohl „Sie davon abgesehen haben“ auch am Samstag im Dienst.

Ist halt ein B├╝rgermeister und nicht nur einfach eine Angestellte wie Sie eine sind. Der BM wei├č halt, was es hei├čt, „Verantwortung“ zu tragen.

Sie h├Ątten also weniger „absehen“ sollen und ein bisschen mehr „nachfragen“.

Heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, lese ich also leider nichts von Ihnen dazu, wie der B├╝rgermeister „eine Bitte um Stellungnahme von Ihnen“ beantwortet.

Aber sicher stellen Sie die heute. Sch├Ân w├Ąre es, wenn eine Ver├Âffentlichung bis Donnerstag zeitlich und r├Ąumlich m├Âglich w├Ąre, denn ab Freitag habe ich nur bedingt Zeit.

Aber wenn das so w├Ąre, dann w├Ąre das so.

Und ich m├╝sste ein, vielleicht auch zwei Tage ihrer hervorragenden Berichterstattung vers├Ąumen.

Dann warte ich halt bis zum n├Ąchsten „Morgen“. Nomen est halt omen.

Ihr bislang treuer

Helle Sema

Dialogbereitschaft

Guten Tag,

wenn es stimmt, was man so h├Ârt, steht es nicht gut, mit der Dialogbereitschaft.

Angeblich soll die CDU jedem, ob er es h├Âren will oder nicht, unsch├Âne Dinge ├╝ber die neu gew├Ąhlten Gemeinder├Ąte erz├Ąhlen.

Doch das sind nur Ger├╝chte. K├Ânnte aber schon was dran sein, wenn man im Mitteilungsblatt liest, wie die CDU offiziell vom Leder zieht ├╝ber die neuen Gemeinder├Ąte. Anst├Ąndig geht anders.

Die Kommentatoren auf dem heddesheimblog finden das auch.

Ger├╝chtek├╝che

Ger├╝chten zufolge, sollen alle wesentlichen Akteure im Pfenning-Streit geh├Ârt werden, damit ein Dialog beginnt.
F├╝r mich sind das: der B├╝rgermeister, alle Gemeinder├Ąte, die IG neinzupfenning, die politischen Parteien, eventuell auch die Kirchen (als Zust├Ąndige f├╝rs Seelenheil), der BUND, Anwohner der Ringstra├če und fast h├Ątte ich sie vergessen… nat├╝rlich die B├╝rger.

Zur├╝ck zum Ger├╝cht: Soweit bekannt, werden aber viel weniger als oben aufgez├Ąhlt von der IFOK befragt.

Kein Ger├╝cht ist, dass die IG neinzupfenning sich nicht am Dialog ├╝ber die IFOK beteiligen will. Ich verstehe die Argumente der IG und kann von meiner Seite best├Ątigen, dass die IG bereit ist zum Dialog.

Mit verschiedenen Gemeinder├Ąten ist sie n├Ąmlich in Kontakt und im Dialog – auch mit mir. Und soweit ich wei├č, wird sie auch gerne mit dem B├╝rgermeister reden, nur eben nicht ├╝ber die IFOK.

Dialogbereitschaft

Stellen wir uns das mal umgekehrt vor: Die IG h├Ątte die IFOK engagiert, ein Unternehmen, dass darauf spezialisiert ist, interessengesteuerte ├ľffentlichkeit herzustellen. W├╝rde der B├╝rgermeister sich auf diesen „Dialog“ einlassen? Wohl eher nicht.

Die IFOK hat ├╝brigens mit mir schon geredet. Abends nach der Pressekonferenz. Eine Dreiviertelstunde lang am Telefon. Herr Ingerfeld war sehr dankbar, wie er sagte, f├╝r die vielen Informationen. Seitdem habe ich nichts mehr geh├Ârt, also seit 17 Tagen.

Ratschl├Ąge

Im Kern habe ich Herrn Ingerfeld zu zwei Sachen geraten:

  • Erstens, macht den Dialog so ├Âffentlich wie irgendwie m├Âglich, sonst geht der Schuss nach hinten los.
  • Zweitens: K├╝mmert euch vor allem um die CDU – denn die will keinen Dialog und ist zudem eingeschnappt, weil ihr die W├Ąhler weggelaufen sind.

Ich finde immer noch, dass meine Ratschl├Ąge an die IFOK gut waren – auch wenn ich daf├╝r kein f├╝rstliches Honorar bekomme.

Was steht an?

Ach: Seit der Frage, ob ich die Wahl annehme, habe ich in Sachen Gemeinderat bis gestern nichts geh├Ârt. Heute habe die Tagesordnung f├╝r die kommende Sitzung bekommen. Ziemlich viel Papier, denn es stehen ja auch zw├Âlf Punkte auf der Tagesordnung.

Als h├Ątte ich noch nicht genug zu lesen, habe ich mir bei Amazon das Buch „Praxiswissen f├╝r Kommunalpolitiker“ bestellt.├é┬áMan will ja schlie├člich wissen, was man da macht.

Wie andere neue Gemeinder├Ąte auch, habe ich mich erst gefragt, ob man sowas nicht von der Gemeinde bekommt, damit man sein Ehrenamt auch ordentlich erf├╝llen kann. Kann sein, dass noch was kommt, aber das dauert mir zu lange. Amazon liefert morgen.

Ich w├╝nsche Ihnen ein sch├Ânes Wochenende

Ihr Hardy Prothmann

Nachtrag: Die IFOK hat sich nun doch noch bei mir gemeldet. Dienstag ist Gespr├Ąchstermin.

Verlierer, Gewinner und Verschnupfte

Guten Tag,

f├╝r alle Nichtleser des Mitteilungsblattes dokumentiert das heddesheimblog die Reaktionen der Parteien zur Kommunalwahl 2009 in Ausz├╝gen.

CDU
„Sie haben bei der Europawahl, der Kreistagswahl und der Gemeinderatswahl die CDU mit ihren Stimmen als gr├Â├čte politische Kraft best├Ątigt. Hierf├╝r bedanken wir uns recht herzlich. Die erhebliche Abnahme der CDU bei der Europawahl – in der Bundesrepublik, im Rhein-Neckar-Kreis und in Heddesheim liegen alle Ergebnisse bei 37% – zeigen einen einheitlichen Trend. Dieses Ergebnis ist f├╝r uns alle ein Ansporn, sich f├╝r die Belange der Bundesrepublik noch st├Ąrker einzusetzen.

Diese Fixierung, bewirkt durch die IG-Nein, f├╝hrte zu der besonderen Situation, dass bei der Gr├╝nen Liste nach deren Kehrtwendung „r├╝ckw├Ąrts-ausw├Ąrts“, pl├Âtzlich die Sympathie der IG-Nein voll zugeschlagen hat und ausschlie├člich sechs Kandidaten zu Gemeinder├Ąten wurden, ohne besondere Leistung in den letzten Perioden und vergessend ihres Themas Gleichberechtigung von Mann und Frau.“

B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen
„Heddesheim hat dieses Mal sehr Gr├╝n gew├Ąhlt. 6 Sitze im k├╝nftigen Gemeinderat, ein Direktmandat in unserem Wahlkreis f├╝r den Kreistag und 15% bei der Europawahl darf man wohl mit Fug und Recht „herausragend“ nennen.

Bei aller Freude gibt es doch einen Punkt, der uns sehr nachdenklich macht. Trotz einer parit├Ątisch besetzten Liste, trotz starker Frauen auf dieser Liste und trotz ihres Engagements ist keine Gr├╝ne Frau in den Gemeinderat gew├Ąhlt worden.“

SPD
„Die SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten m├Âchten sich bei allen W├Ąhlerinnen und W├Ąhlern f├╝r das am vergangenen Sonntag entgegengebrachte Vertrauen anl├Ąsslich der Gemeinderatswahl bedanken.“

FDP
„Die Gemeinderatswahl hat f├╝r die FDP Heddesheim ein gutes Wahlergebnis gebracht. Mit 14,3% haben wir das Ergebnis der letzten Gemeinderatswahl in 2004 erfreulicherweise weiter verbessern k├Ânnen. Ein besonderer Dank gilt daher unseren W├Ąhlerinnen und W├Ąhlern.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Ende des Dialogs?

Essay: Hardy Prothmann

Das Schreiben der IG neinzupfenning an den B├╝rgermeister Michael Kessler ist eindeutig: Der vom B├╝rgermeister angek├╝ndigte Dialog wird zur├╝ckgewiesen.

Das ist ebenso eindeutig eine Kampfansage auf die Souver├Ąnit├Ąt des B├╝rgermeisters. Und daf├╝r gibt es aus Sicht der IG neinzupfenning Gr├╝nde. Diese m├╝ssen nochmals chronologisch dargestellt werden:

Chronologie der Ereignisse

Der B├╝rgermeister hat lange „Geheimgespr├Ąche“ gef├╝hrt. Er hat in nicht-├Âffentlicher Sitzung Mitte Januar ├╝ber das Pfenning-Projekt im Gemeinderat abstimmen lassen, dass die Zukunft Heddesheims – wie auch immer – nachhaltig beeinflussen w├╝rde.

Trotzdem erfuhr die Presse bereits Anfang Februar von der geplanten Pfenning-Ansiedlung und schrieb unkritische Jubel-Artikel. B├╝rgermeister und Gemeinderat wiederum machen erst Mitte Februar diese Entscheidung ├Âffentlich.

├â┼ôber zwei Monate sp├Ąter stellt der B├╝rgermeister auf Grund von Druck durch einen Flyer der IG neinzupfenning aus seiner Sicht der Heddesheimer ├ľffentlichkeit das Projekt vor. Meinungen der Heddesheimer dazu sind eher unerw├╝nscht. Ihnen werden w├Ąhrend der Veranstaltung sogar die Mikrophone abgedreht.

Anfang Mai verwendet der B├╝rgermeister das Mitteilungsblatt, quasi „├Âffentliches Organ der Gemeinde“ um auf sechs Seiten ausschlie├člich aus seiner Sicht das Projekt zu verteidigen.

Es hilft nichts. Ein zweiter Flyer der IG neinzupfenning bezieht sich genau auf diesen umfangreichen Artikel und stellt das Projekt nun mit eigenen Aussagen des B├╝rgermeisters erneut in Frage.

Anfang Juni engagiert der B├╝rgermeister, angeblich auf Dr├Ąngen des Gemeinderates, die auf „├Âffentlichkeitswirksame“ Kampagnen spezialisierte Firma IFOK. Die behauptet von sich, unabh├Ąngig zu sein und nur der „├Âffentlichen Meinung“ zu dienen.

Statt sich selbst an die „Akteure“ zu wenden, wird ├╝ber den B├╝rgermeister ein Schreiben verschickt, dass die Aufnahme der Arbeit ank├╝ndigt. Einige Tage sp├Ąter schreibt der Mannheimer Morgen einen sehr freundlichen Artikel dar├╝ber, dass die Arbeit l├Ąuft. Doch viele der angeschriebenen sind bis dato noch nicht von der Firma kontaktiert worden.

Wo ist die Souver├Ąnit├Ąt des B├╝rgermeisters?

Kommen wir zur├╝ck zur Souver├Ąnit├Ąt des B├╝rgermeisters und stellen Fragen:
Der B├╝rgermeister h├Ątte die Bev├Âlkerung aufrufen k├Ânnen, ihre Meinung zu ├Ąu├čern, unverbindlich, einfach mit Schreiben an den B├╝rgermeister. Diese Schreiben h├Ątten, verantwortungsvoll ausgew├Ąhlt, als B├╝rgermeinung ebenfalls einen Abdruck im Mitteilungsblatt verdient gehabt.

Der B├╝rgermeister h├Ątte im Internet ein Forum einrichten k├Ânnen.

Er h├Ątte eine weitere Veranstaltung anbieten k├Ânnen im B├╝rgerhaus. Motto: Lassen Sie uns diskutieren – ohne Gutachter, ohne Pfenning, nur Sie, die B├╝rger und ich der B├╝rgermeister.

Er h├Ątte die IG neinzupfenning zum Gespr├Ąch laden k├Ânnen, die Anwohner der Ringstra├če, Anwohner der Ortsmitte, andere B├╝rger, die sich um den Ort k├╝mmern.

Das w├Ąren drei, vier, f├╝nf Gespr├Ąchstermine gewesen. Unterst├╝tzt durch eine protokollarische Kraft w├Ąren dabei mit ziemlicher Sicherheit alle „Argumente auf den Tisch gekommen“.

Und der B├╝rgermeister, als der „Meister unter den B├╝rgern“, h├Ątte sich umsichtig, verantwortungsbewusst und vor allem interessiert und einsatzbereit gezeigt. F├╝r die Meinung der B├╝rger, f├╝r einen Dialog.

Aber daf├╝r hat der B├╝rgermeister keine Zeit. Oder keine Lust. Vielleicht ist es ihm auch nur l├Ąstig.

Den Meistern, die von anderen alles verlangen, aber selbst nicht bereit sind, dieses „Alles“ zu tun, wenn „Not am Mann“ ist, verlieren schnell ihre Souver├Ąnit├Ąt. Und die Achtung der anderen, die im „Meister“ immer noch das Vorbild sehen wollen, aber vielleicht irgendwann nicht mehr erkennen.

Berechtigte Fragen

Was die IG neinzupfenning meint, ist genau dies: Wieso muss f├╝r teures Geld (wie viel, wird auch geheim gehalten) jemand Fremdes in den Ort kommen, um zwischen dem Meister und seinen B├╝rgern zu moderieren?

Und wieso holt man nicht jemandem, der ob seines Rufes und seiner Stellung von allen Seiten akzeptiert werden kann?

Warum muss es eine Firma sein, die verspricht, dem Auftraggeber das Ansehen zu geben, dass er haben m├Âchte?

Umgekehrt muss sich die IG neinzupfenning fragen lassen, ob es reicht, immer nur nein zu sagen. Sie muss darlegen und nachweisen, dass sie den Dialog mit dem B├╝rgermeister und dem Gemeinderat sucht, sonst verliert auch sie ihre Glaubw├╝rdigkeit.

Das gilt auch f├╝r die Parteien. Die Gr├╝nen haben eine B├╝rgerbefragung beantragt und der noch amtierende Gemeinderat hat diesen Antrag zur├╝ckgewiesen. Sie sind jetzt in der Pflicht, einen zustimmungsf├Ąhigen Antrag einzubringen und zwar bald. Denn die Zeit l├Ąuft.

Neustart: Jetzt!

Die anderen Parteien sind dazu aufgerufen, sich einem neuen Antrag vorurteilsfrei zu stellen. Diesen zu pr├╝fen, die Stimmung in der Bev├Âlkerung mit einzubeziehen und den bisherigen Ablauf miteinzudenken – und zu f├╝hlen.

Und ohne stumpfen Fraktionszwang, gekr├Ąnkte Eitelkeit durch ern├╝chternde Wahlergebnisse oder Sturheit einfach an etwas festzuhalten, um zu zeigen, wie „standhaft“ man ist.

Daf├╝r m├╝ssen sich alle Beteiligten entspannen, tief durchatmen und noch einmal von vorne anfangen.

Der „Dialog“, wie ihn der B├╝rgermeister per Ausgabe von Steuergeldern verordnet hat, ist dazu nicht geeignet.

Er sch├╝rt nur weiter Misstrauen.

Das beste w├Ąre, der B├╝rgermeister w├╝rde sofort alle Notbremsen ziehen, den st├Ądtebaulichen Vertrag offen legen, den Gang des Verfahrens offen legen, alle gesicherten Fakten auf den Tisch legen und den direkten Dialog, ohne Moderation und sonstige PR-Tricks suchen.

Die Dankbarkeit der B├╝rger w├Ąre im sicher und seine Souver├Ąnit├Ąt, weil er selbst handelt, wiederhergestellt.

Amtliches Ergebnis der Kreistagswahl steht fest

Im neuen Kreistag sind nun sechs Parteien und W├Ąhlervereinigungen und 45 neue Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte gew├Ąhlt. Linke erstmalig mit drei Sitzen vertreten.

Der Kreiswahlaus├é┬şschuss hat am Freitag unter Vorsitz des stellvertretenden Landrates, Dr. Bodo-Falk Hoffmann, das amtliche Endergebnis der Wahl zum achten Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises beschlossen.

CDU verliert, SPD, FWV und FDP gewinnen

Die CDU erh├Ąlt im neuen Kreistag 38 Sitze (-7) und bleibt damit st├Ąrkste Fraktion. Ihr folgen die SPD mit 24 (+1) Sitzen, die FWV mit 17 (+1), B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen mit 12 (+/-0), die FDP mit 9 (+2) sowie die erstmals angetretene LINKE mit 3 Sitzen. Der neue Kreistag besteht damit aus der gesetzlich m├Âglichen H├Âchstzahl von 103 Sitzen.
29 Kreisr├Ąte hatten nicht mehr kandidiert, 16 amtierende Kreisr├Ąte wurden nicht wiedergew├Ąhlt. Die 217.969 W├Ąhlerinnen und W├Ąhler stimmten dementsprechend f├╝r 45 neue Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte.

Die Wahlbeteiligung fiel um 2,2 Prozent geringer aus als bei der Wahl 2004. In Mauer machten mit 65,97 Prozent die meisten Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Dahinter folgen Epfenbach mit 65,8 Prozent, Wiesenbach mit 65,3, Spechbach mit 64,3 und Heddesbach mit 64,2 Prozent Wahlbeteiligung. Unter 50 Prozent Wahlbeteiligung blieben die Gro├čen Kreisst├Ądte Leimen (41,4 Prozent), Schwetzingen (45,6 Prozent), Hockenheim (47,5 Prozent) und Sinsheim (49,2 Prozent).

Frauenanteil bei 18 Prozent

Der Frauenanteil ist nur leicht gestiegen. Im neuen Kreistag sind 19 Frauen vertreten (18 Prozent, +0,5 Prozent). Sechs davon geh├Âren der CDU an, zwei der SPD und jeweils drei der FW und der FDP, die GR├â┼ôNEN entsenden f├╝nf Kreisr├Ątinnen in den neuen Kreistag. Jeweils vier Kreisr├Ątinnen kommen aus den Wahlkreisen Weinheim und Schriesheim.

Unter den insgesamt 732 Bewerbern um ein Kreistagsmandat kandidierten 33 aktive B├╝rgermeister und Beigeordnete, dazu sechs „Ehemalige.“ Von diesen 39 Bewerbern zogen 37 direkt in den Kreistag ein, was einen knapp 36-Prozent-Anteil ausmacht.

Die Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte kommen aber aus der Bandbreite fast aller Berufsgruppen. 44 Kreisgemeinden sind durch sie im neuen Kreistag pr├Ąsent, lediglich Altlu├čheim, Bammental, Eschelbronn, Epfenbach Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Helmstadt-Bargen und Ilvesheim haben keine Vertreter entsandt.

F├╝nf Kreisr├Ątinnen und Kreisr├Ąte sind noch dabei, die schon der Wahlperiode des ersten Kreistags (1973-1979) angeh├Ârt hatten: Martin-Heinrich Bitzel (CDU), Margarethe Frank (CDU), Uwe Kleefoot (SPD), Bruno Sauerzapf (CDU) und Dr. Horst Sieber (CDU).

Durchschnittsalter des Kreistags = 54,5 Jahre

Insgesamt gaben die 217.969 W├Ąhlerinnen und W├Ąhler 210.606 g├╝ltige Stimmzettel ab; die Zahl der ung├╝ltigen lag bei 3,3 Prozent und damit in der Gr├Â├čenordnung von 2004 (3,1 Prozent).

Leicht gestiegen ist der Anteil der Briefw├Ąhler, 32.159 gaben so ihre Stimme ab, was einem Anteil von 14,8 Prozent entspricht, 2004 waren es 14,5 Prozent gewesen.

Die g├╝ltigen Stimmzettel enthielten genau 1.146.079 Stimmen (2004: 1.089.981 Stimmen).
Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistages findet am 28. Juli in Ladenburg statt.

Stimmen 2009 Prozent Stimmen
2004
Prozent
CDU 390.207 34,0 432.949 39,7
SPD 267.135 23,3 264.351 24,2
FW 202.451 17,7 184.484 16,9
GRÃœNE 140.151 12,2 129.879 11,9
FDP 97.445 8,5 74.867 6,9
LINKE 33.824 2,9 0 0
SWF 97 9.732 0,8 3.451 0,3
Weinheim Plus 5.134 0,4 0 0

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Das heddesheimblog

In eigener Sache: Neue Seiten

Guten Tag,

unter Seiten finden Sie nur rechts in der Spalte drei neue Unterseiten:

Heddesheim: Kommunalwahl 2009

Heddesheim: News

Heddesheim: Politik

Die Seiten enthalten thematisch geordnet die bereits ver├Âffentlichten Artikel zum betreffenden Thema.

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Kommunalwahl 2009: CDU und SPD verlieren im Landesvergleich erheblich, Gr├╝ne gewinnen deutlich

Guten Tag,

Im Vergleich mit dem Landesdurchschnitt verlieren CDU (-11,4%) und SPD (-4,6%) erheblich in Heddesheim. Die FDP erreicht mit einem Plus von 1,0 Prozent nicht den Landeswert von +2,2 Prozent, die Gr├╝nen schlagen mit einem Plus von 15 Prozent den Landeswert von 2,2 Prozent um das siebenfache.

Statistik: Durchschnittliche Landesergebnisse Gemeinderatswahlen Baden-W├╝rttemberg

CDU 974793 28,4 1106795 32,1 -132002 -3,7
SPD 581045 17 623608 18,1 -42563 -1,1
FDP 170563 5 97188 2,8 73375 2,2
GRÃœNE 279505 8,2 206903 6 72602 2,2
Andere Parteien4) 72355 2,1 30227 0,9 42128 1,2
Gemeinsame Wahlvorschl├Ąge5) 138537 4 162888 4,7 -24351 -0,7
W├Ąhlervereinigungen6) 1210026 35,3 1224356 35,5 -14330 -0,2

Quelle: statistisches Landesamt, Tabelle: heddesheimblog

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Kommunalwahl 2009: Vorl├Ąufige Ergebnisse der Kreistagswahlen Rhein-Neckar-Kreis

Guten Tag,

bis heute gibt es noch keine amtlichen „Ergebnisse“ der Kreistagswahlen, sondern nur die vorl├Ąufigen Ergebnisse (Klick ├Âffnet pdf-Datei).

Gew├Ąhlt wurde danach im Wahlkreis I Hemsbach:
Zahl der zu vergebenden Sitze: 5
Sitzverteilung nach d’Hondt: CDU (3), SPD (1), GR├â┼ôNE (1)

Direkt gew├Ąhlt wurden:
1. Volker Pauli (CDU)
2. Dr. Josef Doll (CDU)
3. Hermann Lenz (CDU)
4. Reiner Lang (SPD)
5. Miriam Embach (GRÃœNE)

F├╝r das endg├╝ltige Wahlergebnis m├╝ssen aber erst alle 16 Wahlkreise feststehen. Dabei kann es so genannte „Ausgleichsmandate“ geben, wenn einer Partei oder W├Ąhlervereinigung nach der Zahl ihrer Stimmen im gesamten Kreisgebiet mehr Sitze zustehen, als ihr aus dem Ergebnis der einzelnen Wahlkreise zukommen. Die Mitgliederzahl des neuen Kreistages betr├Ągt maximal 103.

Im Landkreis Rhein-Neckar-Kreis haben CDU (-6,0) und SPD (-1,2) Stimmen verloren. Gewonnen haben die kleineren Parteien FDP (+1,9), die Gr├╝nen (+0,4), andere Parteien (+2,9).
CDU 34,08%
SPD 23,33%
FW 17,61%
B90/Die Gr├╝nen 12,23%
FDP 8,51%
Linke 2,95%

Weitere Informationen: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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Der gl├Ąserne Gemeinderat: Unerwartete Einvernahme

Guten Tag,

noch muss ja alles den Weg des Beh├Ârdlichen gehen, bis ein gew├Ąhlter Gemeinderat ein amtierender Gemeinderat ist…
Bis es soweit ist, vergehen allerdings noch ein paar Wochen.

Aktuell hat die IG neinzupfenning eine Anzeige im Mitteilungsblatt geschaltet, in der es hei├čt: „Nein zu Pfenning hat eine starke Vertretung. Von…├╝ber…und die FDP (Herr Prothmann) sind wir in 3 von 4 Fraktionen vertreten.“

Ich kann dazu von meiner Seite nur sagen: Das ist eine unerwartete Einvernahme, die ich in dieser Form ablehne.

Ich bin weder Mitglied der FDP noch der IG neinzupfenning. Und ich vertrete keine „interessierte“ Gruppe, au├čer die B├╝rger, die mich gew├Ąhlt haben (und auch die, die mich nicht gew├Ąhlt haben, mich aber jederzeit ansprechen k├Ânnen).

Richtig ist, dass ich der Pfenning-Ansiedlung kritisch gegen├╝ber stehe.

Die Gr├╝nde habe ich schon genannt, wiederhole sie aber noch einmal gerne:

  • Intransparenz des Verfahrens
  • Unn├Âtige „Geheimniskr├Ąmerei“
  • Unzureichende Information der ├ľffentlichkeit
  • Unplausible Argumente
  • Unzureichende Folgenabsch├Ątzung
  • Fehlende Fakten
  • Fehlende Diskussionsbereitschaft bei den Verantwortlichen

Wenn sich die IG auf dieser Grundlage von mir vertreten f├╝hlt, geht das in Ordnung. Daraus zu schlussfolgern, ich sei Teil „unserer Vertretung“, ist allerdings ein Fehlschluss.

Andererseits verstehe ich, was die IG meint.├é┬áDie Sturheit, die Intransparenz, die Kl├╝ngelei hat einen deutlichen D├Ąmpfer erhalten. Und das ist meiner Auffassung nach gut so.

Es hat sich was getan und ver├Ąndert in Heddesheim und deswegen ist man auf Seiten der IG „euphorisch„. Aber gerade, wenn man euphorisiert ist, kann schon mal was daneben gehen, was man gut gemeint hat.

Eine gute Zeit w├╝nscht
Ihr Hardy Prothmann

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Brief ist angekommen

Guten Tag,

wie versprochen kam der Brief vom Rathaus mit der Erkl├Ąrung, ob man die Wahl annimmt und wenn nicht, warum nicht.

Das Kreuz wurde bei „Ich nehmen die Wahl zum Gemeinderat an“ gemacht.

——–

Und noch ein Brief vom B├╝rgermeister ist gekommen.

Darin steht, dass die Firma IFOK darum bittet, Termine f├╝r ein Gespr├Ąch zu vereinbaren. Und, dass IFOk neutral ist. Und, dass das Gespr├Ąch eine Stunde dauert. Und dass es im Juni stattfinden soll, damit „wir zeitnah in den Dialog einsteigen“ k├Ânnen.

Das ist eigentlich schon bekannt.

Aber vielleicht wollte der B├╝rgermeister netterweise einfach nur daran erinnern. Und noch mitteilen, dass auf Wunsch die Gespr├Ąche „anonym“ behandelt werden.

Meines muss niemand anonym behandeln, aber ich h├Ątte gerne die Abschrift.
In Heddesheim ist mir pers├Ânlich n├Ąmlich viel zu viel „anonym“. Was ich zu sagen habe, sage ich.
Hinterzimmergespr├Ąche erzeugen auch immer Hintergedanken.

Eine gute Zeit w├╝nscht

Ihr Hardy Prothmann

Kommunalwahl 2009: Karte der Wahlbezirke

Guten Tag,

auf dieser Karte sind die Wahlbezirke eingezeichnet und beziffert. Die Karte haben wir aus privater Hand erhalten. Irrt├╝mer m├╝ssen also vorbehalten sein.

bezirke2

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Kommunalwahl 2009: So haben die 17 Wahlbezirke abgestimmt

Guten Tag,

die Auswertung der Wahlbezirke ist hochinteressant.
Eine Karte der Wahlbezirke gibt es in einem eigenen Beitrag.
Sie sehen hier die Stimmen aus den einzelnen Bezirken sowie den prozentualen Anteil an den Gesamtstimmen im jeweiligen Wahlbezirk.
Am Ende einer Zeile steht die Wahlbeteiligung im Wahlbezirk.

Fettgedruckt und unterlegt sind die jeweils h├Âchsten Werte, kursiv die niedrigsten.

So wurde in den Wahlbezirken gew├Ąhlt:

                  Stimmen  
├é┬á Parteien und Stimmen ├é┬á ├é┬á ├é┬á ├é┬á ├é┬á ├é┬á ├é┬á Summe W├Ąhleranteil
  CDU   Grüne   SPD   FDP      
1 2.394 30,07% 2.706 33,99% 1.757 22,07% 1.105 13,88% 7.962 43,51%
2 1.466 35,31% 1.116 26,88% 1.031 24,83% 539 12,98% 4.152 42,68%
3 1.603 42,41% 942 24,92% 764 20,21% 471 12,46% 3.780 38,79%
4 1.360 34,21% 1.050 26,42% 1.189 29,91% 376 9,46% 3.975 44,05%
5 823 30,24% 754 27,70% 807 29,65% 338 12,42% 2.722 28,65%
6 1.756 33,85% 1.158 22,33% 1.494 28,80% 779 15,02% 5.187 43,89%
7 1.453 46,60% 650 20,85% 652 20,91% 363 11,64% 3.118 36,57%
8 2.026 31,01% 1.807 27,66% 1.559 23,86% 1.141 17,47% 6.533 51,92%
9 1.910 36,27% 1.679 31,88% 1.065 20,22% 612 11,62% 5.266 53,07%
10 2.025 35,18% 1.421 24,69% 1.335 23,19% 975 16,94% 5.756 45,69%
11 2.223 33,95% 1.727 26,38% 1.801 27,51% 796 12,16% 6.547 44,09%
12 1.704 34,38% 1.372 27,68% 1.258 25,38% 623 12,57% 4.957 41,38%
13 1.114 29,80% 966 25,84% 1.103 29,51% 555 14,85% 3.738 43,24%
14 2.585 31,28% 2.748 33,26% 1.706 20,65% 1.224 14,81% 8.263 49,05%
15 1.645 25,06% 2.492 37,96% 1.131 17,23% 1.297 19,76% 6.565 53,86%
16 4.062 42,01% 2.168 22,42% 1.983 20,51% 1.457 15,07% 9.670  
17 2.999 29,82% 2.927 29,11% 2734 27,19% 1396 13,88% 10.056  

Legende: Wahlbezirk 16 ist Briefwahlbezirk 1, Wahlbezirk 17 ist Briefwahlbezirk 2

Tabelle: heddesheimblog, Zahlenmaterial: Gemeinde Heddesheim

CDU
Prozentual schneidet die CDU im 7. Wahlbezirk am besten ab, die h├Âchste Stimmzahl erh├Ąlt sie im 14. Wahlbezirk, also dort, wo angeblich die Pfenning-Gegner sitzen. Au├čerdem hat sie durchaus auch in den Wahlbezirken 9-13 Werte von knapp 30 Prozent und dar├╝ber. Der 15. Bezirk, also Ringstra├če, ist der schw├Ąchste.

B90/Die Gr├╝nen
Wie bei der CDU ist der 14. Wahlbezirk der st├Ąrkste. Aber im 15., an der Ringstra├če, kann die Partei prozentual die meisten Stimmen sammeln. ├é┬áDer 1. Wahlbezirk ist prozentual und stimmenm├Ą├čig gesehen der zweitst├Ąrkste f├╝r die Gr├╝nen und v├Âllig unverd├Ąchtig, von „egoistischen“ Pfenning-Gegner bewohnt zu sein. Der 7. Bezirk ist prozentual der schw├Ąchste. Der Rest verteilt sich ohne gro├če Auff├Ąlligkeiten.├é┬á

SPD
Die SPD schneidet prozentual am besten im 4. Bezirk ab und ist im 15. Bezirk am schw├Ąchsten. Die meisten Stimmen holt die Partei im 11. Bezirk, die wenigsten erh├Ąlt sie im 3. Bezirk. Auch der 7. Bezirk ist schwach.

FDP
Prozentual und absolut ist der 15. Bezirk der st├Ąrkste f├╝r die FDP. Auch der 7. und der 10. Bezirk sind stark f├╝r die FDP. Der Rest verteilt sich. Der 4. Bezirk ist der schw├Ąchste.

Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung ist prozentual im 15. Bezirk am h├Âchsten und im 1. Bezirk am niedrigsten. Ebenfalls stark sind der 8. 9., 14. Bezirk. Absolut gab es die meisten Stimmen im 14. Bezirk, gefolgt vom 1. Bezirk. Auch der 8. und 11. Bezirk haben viele Stimmen zusammengebracht.

Auff├Ąllig ist, dass bei dieser Wahl der 14. und 15. Bezirk am aktivsten waren. Das war wegen der Pfenning-Diskussion auch zu erwarten. Aber gerade im 14. hat die CDU im Vergleich zu anderen Bezirken die meisten Stimmen gewonnen. Das bedeutet, dass gerade hier CDU-W├Ąhler mobilisert waren.

Stimmenm├Ą├čig war der 1. Bezirk der zweitst├Ąrkste, obwohl die Wahlbeteiligung nur im Mittelfeld lag. Und obwohl man hier am wenigsten von Pfenning betroffen w├Ąre, haben die Gr├╝nen diesen Bezirk gewonnen, ebenso wie den 14. und 15. Bezirk.

Die CDU hat 12 der ersten 15 Bezirke gewonnen, wenn auch teilweise knapp. Die SPD liegt nur im 4. Bezirk auf Platz zwei und hat keinen gewonnen, die FDP ebenfalls nicht.
Die CDU f├╝hrt auch bei der Briefwahl, was ebenfalls auf die „Wahldisziplin“ der CDU-W├Ąhler hindeutet.├é┬á

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht

Das heddesheimblog

„Man darf gespannt sein“

Offener Brief an den Mannheimer Morgen

von Helle Sema

Liebe Frau G├Ârlitz,

sch├Ân, dass Sie wieder da sind. Waren Sie in Urlaub? Ich denke mal schon und hoffe, Sie haben sich gut erhohlt.

Ge├Ąrgert haben Sie sich sicherlich, dass Sie Urlaub machen mussten, wo doch in unserem Heddesheim so viel los war.

Aber was passiert ist, k├Ânnen Sie ja Gott sei Dank hier auf dem heddesheimblog nachlesen.

Ich habe heute ihren Kommentar gelesen, leider erst jetzt, weil ich vorher keine Zeit hatte. Sie schreiben da: „Die FDP und CDU stehen Gr├╝n und Rot nun in gleicher St├Ąrke gegen├╝ber: eine Elf gegen die andere.“

Das geht so nicht, Frau G├Ârlitz. Also stilistisch schon mal nicht: Entweder stehen Schwarz und Gelb den anderen Farben gegen├╝ber oder die Parteien eben, dann aber korrekt nach der Gr├Â├če: CDU und FDP. Ansonsten denkt man noch, die FDP sagt der CDU wo es langgeht. Soweit sind wir in der Heddesheim nicht, noch nicht.

Und inhaltlich, Frau G├Ârlitz, inhaltlich, geht das ja schon mal gar nicht. So wie der Herr Prothmann seit Wochen die CDU berechtigterweise in der Mangel hat, glauben Sie doch nicht im Ernst, dass es da zu einer „Mannschaft“ kommt?

Vielleicht rechnen Sie aber auch damit, dass Herr Prothmann schnell hinschmei├čt und dann wieder Frau Pilarczyk kommt? Ich habs eben recherchiert, der Prothmann denkt nicht dran. Und haben Sie auch Frau Kemmet gefragt, ob die mit der CDU kicken will?

Wie also soll da eine „Elf“ zusammenkommen?

Auch das mit der Elf…. ist so ne Sache, Frau G├Ârlitz. Ich verstehs ja, aus 11 macht Elf und schon hat man zwei Mannschaften. Die Idee hat was, passt aber kaum zu einem ├╝berwiegend doch ├Ąlteren Gemeinderat, in dem zudem drei Frauen sitzen (nur drei!).

Oder ist ihre n├Ąchste Idee, dass die nicht mehr abstimmen, sondern alles auf dem Platz unter sich ausmachen? Die H├Ąlfte w├╝rde keine 90 Minuten ├╝berleben und die sind doch schlie├člich f├╝r f├╝nf Jahre gew├Ąhlt.

Andererseits, so von Kommentator zu Kommentatorin, also quasi unter KollegInnen: Es f├Ąllt einem halt auch nicht immer was ein. Ist wie beim Fu├čball, der Basti ist ja auch nicht immer torgef├Ąhrlich. Aber er schie├čt auch nicht so viele Eigentore wie…

Nein, das schreib ich jetzt nicht, wer mir alles dazu einf├Ąllt.

Und lesen Sie noch Mal die Schl├╝sse ihres Kommentars: Da bem├Ąngeln Sie, dass es den „├╝brigen Parteien“ nicht passt, dass die „Pfenning-Gegner“ gew├Ąhlt wurden. Das ist unscharf. Eigentlich geht es nur um eine Partei, die CDU. Immerhin ist ein profilierter Pfenning-Gegner Herr Bowien, der sitzt bei der SPD, die Gr├╝nen haben sowieso sechs von sechs Gegnern und der Prothmann ist auch kein Freund des Projekts und ist auf der FDP-Liste gew├Ąhlt worden.
„├â┼ôbrig“ bleibt also nur die CDU oder die ├╝brigen Gemeinder├Ąte. Aber ich will ihnen jetzt ihren Text nicht neu schreiben.

Und Sie schreiben, dass „es zweitens (den „├╝brigen“) nicht gelungen sei, sich mit „sonstigen“ Themen zu „profilieren“. Das stimmt, aber dann schreiben Sie: „Das allerdings muss vielen jener neuen Gemeinder├Ąte….auch erst einmal gelingen.“ Wieso m├╝ssen die jetzt f├╝r die „├╝brigen“ den Karren aus dem Dreck ziehen, frage ich mich da.

Eines ├╝brigens ist den „Neuen“ schon gelungen: Sie haben ein paar der „Alten“ ersetzt. Und ich bin wirklich gespannt drauf, wie der Rest der „Alten“ damit zu Recht kommt.

Ihr Helle Sema

Der gl├Ąserne Gemeinderat

Guten Tag,

es gibt im heddesheimblog eine neue Kategorie:

Der gl├Ąserne Gemeinderat

Hier werde ich in lockerer Folge meine Erfahrungen als Gemeinderat aufschreiben, sofern nicht eine geforderte Diskretion dies verhindert. Ich werde aber in jedem Fall pr├╝fen, ob eine solche „Diskretion“ unumg├Ąnglich ist.

├â┼ôber alles andere werde ich schreiben und damit die Heddesheimer ├ľffentlichkeit an meiner Arbeit und meinen Erfahrungen Teil haben lassen.

Wenn Sie umgekehrt eine Frage, Anregungen oder Vorschl├Ąge an mich als Gemeinderat haben, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Gerne sind auch andere Gemeinder├Ąte eingeladen, hier ihre Erfahrungen aufzuschreiben.

So, jetzt geht es los:

Ich m├Âchte mich als erstes an dieser Stelle bei den W├Ąhlerinnen und W├Ąhlern f├╝r meine Wahl bedanken. Ehrlich gesagt, habe ich nicht damit gerechnet, gew├Ąhlt zu werden und schon gar nicht mit so vielen Stimmen.

Deswegen: Herzlichen Dank f├╝r ihr Vertrauen!

Wenn Sie nochmals nachlesen m├Âchten, f├╝r was ich einstehe, lesen Sie bitte hier.

Besonders freue ich mich ├╝ber die vielen pers├Ânlichen Gl├╝ckw├╝nsche, die ich in der Wahlnacht und danach erhalten habe. Das ber├╝hrt einen doch.

Fair fand ich die Gl├╝ckw├╝nsche anderer Gemeinder├Ąte, denen ich durch meine journalistische Arbeit nicht immer Freude gemacht habe in den vergangenen Wochen, die aber trotzdem soviel Anstand hatten, f├╝r diesen Moment dar├╝ber hinweg zu sehen. Das ist ein guter Anfang!

Einige Leute streuen gerne, ich h├Ątte das heddesheimblog dazu benutzt, f├╝r mich Werbung zu machen. Diese Behauptung trifft nicht zu. Das heddesheimblog hat sich entwickelt und ist mit dem Interesse der Leser daran gewachsen. Au├čerdem kann sich jeder Leser selbst davon ├╝berzeugen, dass ich hier f├╝r niemanden Werbung mache.
Wenn doch, steht Anzeige dar├╝ber.

Auf der anderen Seite steht Woche f├╝r Woche im Mitteilungsblatt die Eigenwerbung der Parteien und ihrer Mitglieder – schwarz auf wei├č.

Der beste Beweis ist, dass ich das heddesheimblog weiter betreibe. 

Weil ich immer wieder darauf angesprochen werde: Ich bin kein Mitglied der FDP und werde auch keins werden. Ebenso werde ich keiner anderen Partei angeh├Âren, weil das nicht zu meiner Arbeit als unabh├Ąngiger Journalist passt.

Auch als Gemeinderat bin ich von niemandem abh├Ąngig, au├čer vom Gesetz und meinem Gewissen. Auch das wird so bleiben.

Und sonst? Wartet man als frisch gew├Ąhlter Gemeinderat auf die Post und ein Schreiben, das fragt, ob man die Wahl annimmt.

Ich warte also auf die Post.

Bis dann

Ihr Hardy Prothmann

Kommunalwahl 2009: Was die Zahlen verraten

Guten Tag,

„Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gef├Ąlscht hast“, ist ein Spruch, den man zumindest kennen sollte.

Im Fall der Kommunalwahl 2009 muss man sich aber keine Sorgen machen: Wahlstatistiken sind hier in Deutschland und damit auch in Heddesheim eigentlich nicht manipulierbar.

Mit der Wahl hatte also alles seine Ordnung – trotzdem ist die politische Ordnung v├Âllig durcheinander.

Kumuliert und panaschiert

Damit hatten auch die Wahlhelfer zu k├Ąmpfen und mussten bis sp├Ąt in die Nacht all die kumulierten und panaschierten Stimmen ausz├Ąhlen: Es wurde nicht einfach eine Partei gew├Ąhlt, sondern sehr genau ├╝berlegt, wer die Stimmen bekommen sollte.

Die CDU hat mit -11,4 Prozent der Stimmen die Wahl klar verloren, auch wenn sie mit 8 Sitzen st├Ąrkste Fraktion im Gemeinderat bleibt.

CDU-Gemeinder├Ąte sind abgestraft worden

Die Zahlen hinter dem „gro├čen“ Ergebnis aber sind viel interessanter: Die sieben wiedergew├Ąhlten Gemeinder├Ąte haben jeder f├╝r sich so enorme Stimmverluste erlitten, dass -11,4 Prozent eine geradezu vertr├Ągliche Zahl ist. Rainer Hege ist mit -17,17 Prozent noch am „glimpflichsten“ davon gekommen. Dem Rest haben die fr├╝heren W├Ąhler dagegen ein klares Zeichen gesetzt und Ihnen geradezu eine Ohrfeige verpasst.

Wer zwischen 20 und 38 Prozent seiner fr├╝heren Stimmen verliert, hat eben keine erfolgreiche Politik gemacht, die von den W├Ąhlern honoriert wird. ├é┬áSieben CDU-Gemeinder├Ąte sind wiedergew├Ąhlt und das muss man respektieren. Aber sie alle haben in dieser Wahl verloren. Von einer ├╝berzeugenden Best├Ątigung darf keiner von ihnen reden.

Die W├Ąhler haben ihr Nein signalisiert: Und sicherlich nicht nur ein Nein zu Pfenning, sondern ein Nein zur ├â┼ôberheblichkeit und zur Desinformation der B├╝rger.

Die Gr├╝nen haben die Gunst der W├Ąhler

Ganz anders zeigten die W├Ąhler den Gr├╝nen ihre Gunst. Und wenn es so etwas wie einen „politischen Auftrag durch die B├╝rger“ gibt, dann haben die Gr├╝nen ihn bekommen. Zwei Gemeinder├Ąte wurden im Amt best├Ątigt und zwar mit sensationellen Zahlen: Fast 87 Prozent plus f├╝r Klaus Schuhmann und fast 52 Prozent plus f├╝r Ulrich Kettner sind traumhafte Ergebnisse.

Vier Mitglieder wurden mit sehr guten Zahlen in den Gemeinderat gew├Ąhlt – Kurt Klemm gar mit 3493 Stimmen an die Spitze der Gr├╝nenliste. Der parteilose Klemm ist damit von Null auf den zweiten Platz gesprungen, was die Zahl der Stimmen pro Kandidat angeht. Als Kandidat ist er „eigentlich“ der Wahlsieger schlechthin. Und er hat daf├╝r gearbeitet: Er war offen f├╝r Fragen, hat sich klar gegen Pfenning ausgesprochen und f├╝r sein politisches Ziel, mehr Umweltschutz aktiv geworben.

Klemm und Bowien hei├čen die Wahlsieger

„Eigentlich“ deshalb, weil er sich den Wahlsieg mit Michael Bowien von der SPD teilen muss. Auf Platz 19 angetreten und im Ort nicht wirklich bekannt, hat er einen sensationellen Wahlsieg errungen: Platz 4 hinter den SPD-Platzhirschen J├╝rgen Merx, Reiner Lang und J├╝rgen Harbarth zeigt auch hier, was Bowien richtig und die anderen falsch gemacht haben. Er hat nicht gemauert, sondern kommuniziert. Er hat sich klar positioniert und zwar nicht ausschlie├člich gegen├╝ber dem Pfenning-Thema, sondern zu seinen Themen: Vereinsleben, Sport und Familie. Gewonnen hat er wegen seiner Glaubw├╝rdigkeit, da ist er mit Kurt Klemm gleichauf.

Die FDP hat ein Desaster erlebt: zwei von drei Gemeinder├Ąten sind nicht nur „ermahnt“ worden wie bei der CDU, sondern gar nicht erst wiedergew├Ąhlt worden. Die eine hat nie ein Wort gesagt, der andere hat Dinge gesagt, die die ├ľffentlichkeit nicht teilen wollte. Die neuen Kandidaten haben so viele Stimmen bekommen, dass sie bestimmt nicht „aus Versehen“ gew├Ąhlt wurden.

Es gibt andere Themen – doch Pfenning bleibt das Hauptthema

Die stoische Behauptung im Wahlkampf, es gebe noch mehr Themen als nur Pfenning, wird den neuen Gemeinderat wie den alten auch besch├Ąftigen. Nat├╝rlich gibt es diese Themen und der Gemeinderat wird sich darum k├╝mmern. Aber das Thema Pfenning wird weiterhin die Hauptrolle spielen – bis es entschieden ist. So oder so.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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