Samstag, 23. Juni 2018

Respekt, Frau Görlitz!

Der Mannheimer Morgen hat heute einen Kommentar zur Wahl der B√ľrgermeister-Stellvertreterinnen in Heddesheim auf seinen Rhein-Neckar-Seiten ver√∂ffentlicht. Und der hat es in sich.

Kommentar: Helle Sema

Ehrlich, Frau Görlitz. Sie wissen, dass ich mit Ihren Artikeln in der Vergangenheit öfter schon mal so meine Probleme hatte. Deswegen habe ich dann auch Рbescheiden wie ich bin Рein wenig Kritik vorgebracht.

Aber f√ľr Ihr heutiges St√ľck lasse ich alle Bescheidenheit fahren und muss sagen: Kompliment. Sehr gut aufgepasst, sehr gut nachgedacht, sehr gut aufgeschrieben.

goerlitz

Anja Görlitz hat einen lesenswerten Kommentar geschrieben - allerdings das/die -innen vergessen... Quelle: MM

Am besten haben mir Ihre Fragen an Teile des Gemeinderats gefallen und zwar die Teile, die „Machtspielchen aus dem Schmollwinkel“ heraus betreiben:

  • „Soll das die n√§chsten f√ľnf Jahre so weitergehen?“
  • „Oder findet der Rat zur√ľck vom Sandkasten zur Sacharbeit?“
  • „Wird er den W√§hlerwillen bei k√ľnftigen Entscheidungen respektieren?“

Jetzt kommt es auch ein wenig auf die B√ľrger an, die die Koalition der Schmoller gew√§hlt haben. Die sollten genau mit Ihren Fragen zu den von ihnen gew√§hlten Gemeinder√§ten gehen und fragen, wie die Schmoller es k√ľnftig halten wollen.

Und dann sollten diese B√ľrger die von ihnen gew√§hlten Gemeinder√§te aus dem Schmollwinkel f√ľr ein Wochenende in die Sch√§mecke schicken.

Frau G√∂rlitz, sch√∂n, dass auch Sie aus dem Schmollwinkel herausgekommen sind.√ā¬†√ā¬†Ich darf Sie nur ermutigen, so weiter zu machen, dann werde ich noch ein echter Fan von Ihnen.

Halten Sie durch, auch wenn es vielleicht nicht jedem gef√§llt, wenn Sie frank und frei mal Ihre eigene Meinung als unabh√§ngige Berichterstatterin sagen. Daf√ľr sind Kommentare schlie√ülich da.

Mal ganz ehrlich – der Pfenning kriegt meine Stimme

Glosse

Gastbeitrag: Helle Sema

Also ehrlich, irgendwie werde ich aus dem Pfenning nicht schlau. 100 Millionen Euros wollen die investieren und sind nicht mal in der Lage, ein bisschen gute Stimmung zu machen Рaußer, wenn das heddesheimblog die dazu auffordert (siehe unten).

erreichbar

Am 9. Juli schreibt das heddesheimblog, Pfenning sollte vielleicht inserieren, um seine "Dialog"- Bereitschaft zu dokumentieren - am 13. Juli ist es vollbracht, im MM. Fragen hatten die B√ľrger aber schon seit Anfang April. Pfenning ist zwar ein wenig arg langsam, aber lernf√§hig und echt bem√ľht: Wer h√§tte gedacht, das man email rund um die Uhr schicken kann... ūüėČ Quelle: Anzeige im MM

Zum Vergleich: Die Gemeinde Heddesheim nimmt bestimmt 100.000 Euro (wie viel genau ist geheim…) in die Hand, um gute Stimmung zu machen – mit der IFOK, die uns Heddesheimern zeigt, wie man „sachorientiert“ miteinander redet. Denn das k√∂nnen wir angeblich nicht mehr. Zumindest einige von uns.

F√ľr den Pfenning w√§ren das noch weniger als „peanuts“, also Erdn√ľsse, denn 100.000 Euro sind verglichen mit 100 Millionen gerade mal 0,1 Prozent von det janze.

Noch mal zum Vergleich: Wenn jemand 2000 Euro im Monat hat, w√§ren das gerade mal zwei Euro vom Bugdet. Man stelle sich den Pfenning als Mann vor und uns als die Gattin. Die – also wir – √ā¬†ist sauer. Der Pfenning kauft also f√ľr zwei Euro nen sch√∂nen Blumenstrau√ü vom Acker, also Schaaffgabe und Hegekraut und alles ist ganz doll gut.

100.000 Euro f√ľr den Kessler sind 2 Euro f√ľr mich.

Das ist nat√ľrlich ein Spa√ü, denn 100.000 Euro sind was anderes als zwei Euro.

Das ist viel, viel Geld, wo es doch √ľberall knapp wird bei den bed√ľrftigen Gemeinden, vor allem in den Kinderg√§rten, den Schulen, dem Badesee, den Sportanlagen und √ľberhaupt √ľberall. Und wollen wir Heddesheimer √ľberall auf alles verzichten, wie der CDU-Doll uns im Wahlkampf den Teufel an die Wand gemalt hat? Bestimmt nicht.

anzbmw

Im Gegensatz zum Pfenning ist die Gemeinde n√§mlich auf Einnahmen angewiesen und nicht darauf aus, ihre Mitarbeiter „au√üertariflich“ zu besch√§ftigen und selbst Golf zu spielen. Gemeinden d√ľrfen das nicht, die m√ľssen sich n√§mlich an die Vorschriften halten – zumindest bei der Bezahlung.

Naja, nicht alle. Heddesheim k√∂nnte ein Ausnahme sein. Die gibt n√§mlich einer Firma, die 2007 den Deutschen PR-Preis in der Kategorie „Public affairs“ gewonnen hat, einen lukrativen Auftrag.

„Public affairs“ hei√üt jetzt nicht, wie manche meinen: „√∂ffentliche Aff√§ren (=Skandale)“, sondern etwa „√∂ffentliche Angelegenheiten“, also Angelegenheiten, die die √Ėffentlichkeit angehen, also die B√ľrger.

„Beteiligungsverfahren sind ein wirksames Instrument.“ Doktor Meister

Und damit ist sie bei der IFOK gut aufgehoben, die wissen n√§mlich, wie man √∂ffentliche Angelegenheiten so „gestaltet“, dass am Ende alle „zufrieden“ sind – mindestens die Auftraggeber, die ja auch ein Schweinegeld f√ľr det janze gezahlt haben.

Der Chef bei IFOK, der Doktor Hans-Peter Meister, hat sich sehr √ľber den Preis gefreut:√ā¬†„Die Auszeichnung zeigt, dass Beteiligungsverfahren ein wirksames Instrument f√ľr Public Affairs und Lobbying sind.“

Vor lauter englischen Wörtern versteht man fast gar nichts mehr, aber wikipedia erklärt es eigentlich ganz gut:

„Unternehmensverb√§nde, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und andere Verb√§nde sowie gr√∂√üere Unternehmen bringen ihre Interessen gezielt in das Gesetzgebungsverfahren mit ein. Umgekehrt bekommen die Mitglieder der Verb√§nde relevante und zubereitete Informationen von ihren Verbandsorganisationen. Damit k√∂nnen politische Entscheidungen vorhergesehen werden und in Entscheidungen der Verb√§nde, ihrer Mitglieder, aber auch nicht organisierter Betroffener eingeplant werden.
Lobbyismus ist eine Methode der Einwirkung auf Entscheidungstr√§ger und Entscheidungsprozesse durch pr√§zise Information im Rahmen einer festgelegten Strategie.“

Uff. Das klingt, als w√§ren die Heddesheimer Marionetten, die von Lobbyisten so gef√ľhrt werden, wie die das wollen.

Und das heddesheimblog? Macht unfreiwillig mit. Kaum gibt das Portal dem Pfenning den Tipp, dass der seine „Dialogbereitschaft“ per Anzeige mal anzeigen sollte, macht der das auch.

Pfenning vermarktet Hallen, die er (noch) nicht hat Рdie anderen sind Nörgler.

Obwohl dem sonst nichts, aber auch nichts einf√§llt, um die √Ėffentlichkeit zu informieren. Naja, stimmt nicht ganz. Einfallen tut dem schon was, n√§mlich seine Hallen, die es noch gar nicht gibt, schon eifrig zu vermarkten.

Und der Mannheimer Morgen? Der macht alles mit. Denn vom Pfenning bekommt er Anzeigen. Und eine mittelgroße Anzeige ist mehr wert als ein paar Dutzend Abos.

Zwar verliert die Zeitung kontinuierlich an Auflage (ungefähr so wie manche im Ort an Ansehen), aber solange die Anzeigen stimmen, ist das zu verschmerzen. Deswegen recherchiert sie er ja auch nicht. Man sägt ja nicht auf dem Anzeigenast, auf dem man sitzt. Das wäre ja so, als wenn man sich selbst wegrationalisiert.

Die IFOk sitzt zur Zeit auf dem Ast der Gemeinde. Dabei hat das so „neutrale“ Unternehmen fr√ľher schon mal gerne mit dem Pfenning gekuschelt. Etwa 2006 beim Projekt „Jugend denkt Zukunft“, dass Pfenning auch gerne als eines seiner „sozialen Engagement“ verkauft – freilich ohne zu erw√§hnen, dass man sich da mit der IFOk schon bekannt gemacht hat. Denn, wenn schon, hat die IFOk, sich „sozial engagiert“, indem sie das Projekt entworfen hat – f√ľr alle, die daf√ľr keine Zeit haben, aber gerne f√ľr „ihr“ soziales Engagement zahlen.

Wir Heddesheimer lassen uns davon nicht beirren. Wir sind froh, dass uns jemand unter die Arme nimmt und uns hilft, „ergebnisoffen“ und „sachorientiert“ und „entemotionalisiert“ zu entscheiden. Und gut ist, dass wir wissen, dass unser Gemeinderat am Ende die Entscheidung trifft.

Unser Gemeinderat entscheidet.

Wir Heddesheimer vertrauen darauf, dass unser Gemeinderat, auch wenn sich nur vier von 22 f√ľr Pfenning interessieren, am Ende eine Entscheidung trifft.

Wahrscheinlich wussten die vier, die beim Pfenning-Termin Fragen stellen, noch nicht so genau Bescheid. Die anderen, die waren bestimmt vorbereitet und hatten deshalb keine Fragen. Deswegen vertrauen wir auch auf deren Entscheidung. Wem sollen wir sonst vertrauen? Uns selbst? Sicher nicht Рsonst hätten wir ja nicht unsere Gemeinderäte, sondern uns selbst gewählt.

Oder habe ich jetzt was nicht ganz verstanden?

Der Pfenning will f√ľr uns immerhin nur das Beste: 24 Stunden am Tag ist er f√ľr uns da, per email. Das finde ich total engagiert. Und am Samstag macht er offene T√ľr. Also ich geh dann mal beim Karl-Martin rein und rede mit dem.

Denn der ist ein absoluter Familienmensch und achtet auf Tradition und √ľberhaupt ist der heimatverbunden und sorgt f√ľr Arbeitspl√§tze. Das ist kein N√∂rgler, sondern ein Schaffer.

Von Kerlen und solchen, die es werden wollen.

Aber so, wie ich den kenne, reicht dem bald der ganze Firlefanz und dann stellt er sich selbst die Beine vor der Edeka in den Bauch und erklärt jedem, der es wissen will, was er in Heddesheim und mit Heddesheim vor hat. Der ist halt ein echter Kerl.

Der Kessler, der braucht daf√ľr die IFOK und den Moderator und viel Geld.

Der Pfenning, der bringt hinterher wieder die Kohle, die der Kessler vorher ausgegeben hat. So denkt der Kessler. Und wenn nicht? Ist ja nicht sein Geld. Und wenn er nicht wieder gew√§hlt wird? Auch egal, nach zwei Mal B√ľrgermeister ist seine Rente sicher.

Wer mich fragt, kriegt klar zu Antwort: Wenn der Pfenning B√ľrgermeister in Heddesheim werden will, meine Stimme hat er.

P.S. Ich hätte da auch noch den ein oder anderen Acker zu verkaufen. Kann ich mein Anliegen auch an heddesheim@pfenning-logistics.de schicken oder muss ich mich an die Gemeinde wenden?

„Offene T√ľren“ und andere „Mysterien“ oder die Frage nach dem „Herrn des Verfahrens“

Die Welt in Heddesheim steht Kopf. Es werden „nicht-√∂ffentliche“ Gespr√§che mit dem B√ľrgermeister, auf dessen kurzfristige Einladung hin gef√ľhrt, und am n√§chsten Tag steht das „nicht-√∂ffentliche“ in der Zeitung. Nachdem es schon „nicht-√∂ffentlich“ als „Verdachtsberichterstattung“ hier im heddesheimblog ver√∂ffentlicht wurde.

Kommentar: Hardy Prothmann

Wenn man mit der „Presse“ spricht, sucht man die „√Ėffentlichkeit“.

In Heddesheim besteht die „√Ėffentlichkeit“ aus der Person Anja G√∂rlitz und ihrem arbeitgebendem Zentralorgan, dem Mannheimer Morgen – zumindest aus Sicht des Heddesheimer B√ľrgermeisters Michael Kessler, der selbstherrlich entscheidet, wer „Presse“ ist und wer nicht.

Und das „Organ“ tut, was es tun muss, es berichtet im Sinne des BM. Nachzulesen hier.

Dieser Bericht allerdings ist ein Skandal! Warum? Das lesen Sie hier (ohne Link, einfach weiterlesen).

Wenn die „Presse“ einen exklusiven Termin bekommt und etwas „heraus findet“, ist die Bewunderung durch die Kollegen sicher – manchmal auch der Neid.

Und keiner beschwert sich, dass er nicht „offiziell“ eingeladen war, sondern alle wundern sich, wie der „Kollege=Wettbewerber“ das „hingekriegt hat“.

Wenn sich aber ein B√ľrgermeister bewusst √ľber das Pressegesetz hinweg setzt und nur die √Ėffentlichkeit sucht, die ihm „gewogen“ ist, reagieren „echte“ Journalisten auf ein solches „missliebiges“ Angebot in der Regel nur mit „Verachtung“ desselben. Sie nehmen solch ein „durchsichtiges“ Verfahren nicht an. Das hat etwas mit „Berufsehre“ zu tun,

Außer, sie verachten sich selbst in einem hohen und wahrscheinlich irreparablem Maße und nehmen jede Gelegenheit der Eigendarstellung wahr. Oder sie sind in höchster Not.

Das trifft auf die Journalistin Anja Görlitz und ihren Arbeitgeber Mannheimer Morgen zu.

W√ľrden beide, Frau G√∂rlitz und der „MM“ einem Kodex folgen, der die Meinungsfreiheit √ľber „gesch√§ftliche Interessen“ stellt, w√§re der vorliegende Bericht nie entstanden.

Dem ist aber nicht so, was die Frage nach den geschäftlichen und publizistischen Interessen eindeutig beantwortet.

Frau G√∂rlitz ist seit Jahren mit dieser Gemeinde befasst und hat zumindest in den vergangenen drei bis vier Monaten auch nicht einen Bericht vorgelegt, der eine von Terminen oder dem aktuellen Geschehen unabh√§ngige Berichterstattung nachweisen k√∂nnte. Das ist schade, f√ľr Frau G√∂rlitz, f√ľr die Leser des MM und f√ľr die √∂ffentliche Meinung.

Ein sehr interessantes und aktuelles Thema ist die Missachtung der Pressefreiheit. Weil Frau G√∂rlitz eine neue Konkurrenz hat, n√§mlich das heddesheimblog, ist sie derma√üen befangen, dass es ihr noch nicht einmal gelungen ist, das Wort heddesheimblog in einem ihrer Berichte zu erw√§hnen, w√§hrend es dem heddesheimblog √ľberhaupt keine Probleme bereitet, Nachl√§ssigkeiten des MM zu dokumentieren und zu verlinken.

Dar√ľber ist im heddesheimblog umfangreich berichtet worden – solange niemand den Rechtsweg vor dem Verwaltungsgericht beschreitet, geht also der MM oder Herr Michael Kessler unbeirrt diesen, seinen Weg – den der wie auch immer interessierten und l√ľckenhaften Berichterstattung

Dieser Weg ignoriert alle dazu relevanten Gesetze. Einfach so. Im Vorbeigehen sozusagen.

Ganz nebenbei wird auch die Gemeindeordnung mal eben einfach so „kessleriert“.

Der B√ľrgermeister ruft dazu eine Runde ein, die es gar nicht gibt, die der Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats.

Diese Runde hat Herr Kessler erfunden und die Fraktionsvorsitzenden der √∂rtlichen Parteien sind ihm auf dem Leim gegangen, weil sie erschienen sind und sich in der „Presse“, also „√∂ffentlich“ zitieren lassen.

Dieser Bericht in der „Presse“, also im MM, ist nicht ohne Brisanz.

Diese „Runde“ tagte „nicht-√∂ffentlich“ im Beisein der „Presse“, die heute dar√ľber berichtet.

„Man“ w√§hrt sich wie in einem falschen Film. Sind doch „nicht-√∂ffentliche“ Sitzungen des Gemeinderats (der in diesem Fall keiner ist, aber so erscheinen soll oder in Person der Fraktionsvorsitzenden irgendwie doch „erschienen“ ist, also dem „Schein“ nach )√ā¬†der „Schweigepflicht“ unterworfen.

Was also war das jetzt?

Eine „nicht-√∂ffentliche“ Sitzung des Gemeinderats, vertreten durch die Fraktionsvorsitzenden, die allesamt aus dieser „Sitzung“ heraus zitiert wurden und damit ihre „Schweigepflicht“ verletzt haben?

Die Konsequenz w√§re klar: √ā¬†Ordnungsgelder in H√∂he bis zu 1000 Euro w√§ren angebracht f√ľr diese Gemeinder√§te, die gegen die „Schweigepflicht“ versto√üen, indem sie sich in einer „nicht-√∂ffentlichen“ Sitzung vor der anwesenden Presse √§u√üern, die √ľber ihre √É‚Äěu√üerungen schreibt.

Waren die Fraktionsvorst√§nde aber gar nicht zum „Schweigen verpflichtet“, sondern im Gegenteil zum „Reden“ aufgerufen, weil es sich ja nicht um eine „Gemeinderatsitzung“ handelt, sondern nur um eine „interessierte Stellungnahme“ des B√ľrgermeisters, unterst√ľtzt durch die CDU und die FDP.

Trotzdem „nicht-√∂ffentlich“, also fernab jeder Kritik der B√ľrger oder der „anderen“ Presse?

Verwirrt ob des Vorgangs zeigte sich die SPD, deutlich irritiert die Gr√ľnen, die aber trotzdem teilnahmen.

Beiden, den Gr√ľnen und der SPD kann daraus kein Vorwurf und muss daraus ein Vorwurf gemacht werden: Der „gute“ Wille ist l√∂blich, das Warten auf „das Gute“ angesichts der Situation hingegen ist „naiv“ – milde ausgedr√ľckt.

Diese „nicht-√∂ffentliche“ Zusammenkunft des B√ľrgermeisters und der vier Fraktionsvorsitzenden im Beisein der „Presse“, die selektiv nur aus dem Verlautbarungsorgan Mannheimer Morgen bestand, ist jedenfalls h√∂chst suspekt.

Besonders interessant sind aber die Zitate. B√ľrgermeister Kessler „betont“ nach Darstellung des MM, dass „es keinen Grund g√§be, von dem „klar definierten Verfahren, das der Gemeinderat beschlossen hat“, abzuweichen“. „Und: Die T√ľren stehen der IG weiterhin offen. Aber Herr des Verfahrens ist die Gemeinde.“

An dieser Stelle der Lekt√ľre des Artikels des MM muss man fragen: „Wie sieht dieses „klar definierte Verfahren“ aus?“ Weder im MM noch an anderer Stelle wurde jemals „Klarheit“ √ľber dieses „definierte Verfahren“ geschaffen!

Im MM war davon, au√üer dieser nicht gegen-recherchierten Aussage, nichts zu lesen. Daf√ľr aber die Verlautbarung: „Herr des Verfahrens ist die Gemeinde.“

Das sagt Herr Kessler. Der MM leidet ebenso wie Herr Kessler unter einem zumindest temporärem Realitätsverlust.

Es geht ganz klar um „Herrschaften“, die l√§ngst aber nicht mehr durch Verordnung durch Herrn Kessler definiert werden und l√§ngst auch nicht mehr durch Verordnung des MM.

Denn was hier berichtet wird, wird seit dem 28. April 2009 durch das heddesheimblog kritisch begleitet.

Ganz klar „herrscht“ in Heddesheim der Zweifel: Ob Herr Kessler, wie er behauptet, tats√§chlich noch „Herr des Verfahrens“ ist oder nur noch seine Sturheit und sein Machtwille oder eine Fernsteuerung durch die Unternehmensgruppe Pfenning.

Seine Souveränität hat Herr Kessler längst verloren und er tut alles, um auch noch letzte Reste zu beseitigen.

Der Mannheimer Morgen hingegen bestätigt durch seine konkurrenzlos ignorante Berichterstattung sein Monopol: Was wir drucken, ist so. Basta.

Ob das auf Dauer ein erfolgreicher Weg sein wird, m√ľssen sich der BM und sein Zentralorgan, der MM, mit dem heutigen Abdruck eines „unm√∂glichen“ Artikels allerdings fragen lassen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

+++Verschlusssache V+++

Satire

B√ľrgermeister K.
Ratlosplatz
Pfenningheim

An
Die Mitstreiter

Nicht f√ľr die √Ėffentlichkeit / Status: +++Nicht-√∂ffentlich+++
Az: 08/15-5, +++Verschlusssache+++

Betreff: SyMa – Systematische Manipulation

Sehr geehrte Mitstreiter f√ľr die selbstgerechte Sache,

wir haben ein Problem. Und dieses Problem ist ein Maulwurf, vielleicht auch mehrere Maulw√ľrfe.

Wieso gelingt es diesem Schmierfink (siehe Verschlussache I) immer wieder, an Informationen zu kommen, die ihn einfach nichts angehen, weil wir bestimmen, wen was zu welcher Zeit angeht? So, wie es immer war, und immer wahr sein dsoll.

Wir bestimmen, was der einzelne Gemeinderat denkt, aber es gibt einen anderen „Rat“ unter uns, einen „VerRATer“.

Wir haben nicht nur schwere Verluste hinnehmen m√ľssen, in der CDU, in der SPD und nicht zuletzt unseren treuen „Repr√§sentanten„, den Herrn Gemeinderat B. im „heiligen r√∂mischen Rat nordbadisch-deutscher Heddesheimer“ verloren, nein, wir verlieren auch immer mehr an der so genannten „Glaubw√ľrdigkeit“, auf Hellesemerisch, „Kl√ľngelwirklichkeit“ in unserer Geheimschaft.

Ich mache mir zunehmend Sorgen um unseren AusflussEinfluss.

Jedenfalls kostet uns der Pfenning schon richtig viel EuroflussEinfluss und Euros, bevor √ľberhaupt irgendetwas in die √∂ffentliche Kasse geflossen ist.

Die Fleischsache mit der √É‚Äěd√§ga h√§tten wir locker durchziehen k√∂nnen. Eigentlich sollten wir denen ihr „Reifes Eisen“ √ľber den Sch√§del ziehen und zugucken, wie das Blut l√§uft.

Aber auch die √É‚Äěd√§ga-Entscheidung war ja nicht ganz „unbrobl√§madisch“.

Also halten Sie weiter dicht, je dichter Sie dabei sind, desto besser. Einer unser Br√ľder hat schon berufsm√§√üig dabei den besten „Durchblick“.

Ich bitte Sie also dringend deshalb weiterhin um VerschlossenheitGeschlossenheit, „desdew√§sche“ haben wir uns ja heute auch getroffen.

Unser bisheriges Sprachrohr, der mm, ist uns weiter gewogen, obwohl sie immer d√ľnner zu werden scheint und damit an Gewicht verliert.

Unser Pfund, die IFOK, „If you have probl√§ms, wi will faund for you ozer KombattantenK√§mpfers“, hat ihren Auftrag, den wir teuer bezahlen, bis jetzt nicht zu unserer Zufriedenheit verstanden.

Die Spinner wollen tats√§chlich „neutral“ sein. Ich werde dieses Missverst√§ndnis kl√§ren, denn ganz klar muss sein, dass wir irgendwann auch was zahlen – f√ľr klare Anweisungen und nicht f√ľr einen „Blick in den Spiegel“ – einer selbstgerechten „Neutralit√§t“. Die einzigen, die „unausgewogen“, „keins von beiden“ sind, sind wir, also neutral -sozusagen.

Abgesehen davon l√§uft es einigerma√üen gut. Wir haben ein Anwaltsb√ľro eingeschaltet, dass die √§tzenden Fragen dieses aufgeblasenen Schmierfinks weg b√ľgelt. Gleichzeitig pr√ľfen die findigen Juristen jedes Wort dieses „Systemfehlers“.

Da wir alle Menschen sind und wissen, dass jedem mal was daneben geht, m√ľssen wir nur warten, bis ER einen Fehler begeht. Dann ist Schlachtfest.

Wir hoffen, noch in diesem Jahr dazu einladen zu d√ľrfen!!!

Bis auf weiteres m√ľssen wir aber durchhalten – f√ľr ein einig Pfenningheim.

Kameraden! Ich zähle auf Sie.

Ihr BM K.

Ausfertigung an die GR (Geheime Runde)-Fraktionsvorsitzenden mit der Bitte um „inhaltliche Weitergabe“ an den „Rest“ (Reden ist eine M√∂glichkeit, Einsehen eine andere. Sie wissen zutreffend, was unser Tenor ist.

P.S. Die d√ľnne AG hat morgen ihre vielleicht letzte Chance, zu zeigen, wo sie steht. Lassen WIR (Wir sind Ihre Repr√§sentanten) uns √ľberraschen.

——–

Lesen Sie auch:
Verschlusssache I
Verschlusssache II
Verschlusssache III
Verschlusssache IV

Pflichten „unverz√ľglich“ erf√ľllt

Guten Tag,

das Kommunalrechtsamt hat auf die Anfrage, ob der neu gew√§hlte Gemeinderat nicht unverz√ľglich zusammengerufen werden m√ľsse, folgende Antwort gegeben:

„In der Tat wurde inzwischen die Gemeinderatswahl von Heddesheim durch einen Bescheid des Kommunalrechtsamts vom 17.06.2009 als rechtsg√ľltig best√§tigt; der Bescheid mit s√§mtlichen Wahlunterlagen wurde einem Vertreter der Gemeindever-waltung am 22.06.2009 hier im Landratsamt √ľbergeben.

Entgegen Ihrer Auffassung ist die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats allerdings nicht unverz√ľglich nach der Feststellung der G√ľltigkeit der Wahl durch-zuf√ľhren; vielmehr ist der B√ľrgermeister verpflichtet, diese Sitzung unverz√ľglich anzuberaumen. Der Begriff „anberaumen“ ist in der rechtlichen Konsequenz ein wesentlicher Unterschied zum Begriff „durchf√ľhren“. B√ľrgermeister Kessler hat mit der Festlegung der konstituierenden Sitzung auf den 22. Juli 2009 ein Datum ge-w√§hlt, das dem Jahresterminplan der Gemeinde Heddesheim f√ľr die Gemeinderats-sitzungen im Juli entspricht. Mit Blick darauf, dass der neue Gemeinderat einerseits sein Amt fr√ľhestens am 1. Juli 2009 antreten kann und dass – andererseits – die Vorbereitung einer solchen Sitzung zus√§tzlich zu den laufenden Verwaltungsarbei-ten ein erhebliches Ma√ü an organisatorischen Vorarbeiten innerhalb der Gemeinde-verwaltung erfordert, hat Herr B√ľrgermeister Kessler die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats mit der Festlegung auf den 22. Juli 2009 rechtzeitig bzw. un-verz√ľglich im Sinne des Gesetzes „anberaumt“ (√ā¬ß 30 Abs. 2 Satz 2 GemO).“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

„Von gestern“

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

ich bin ein gro√üer Fan der 4. Gewalt, also dem Journalismus, und wei√ü, dass ihr (also die Journalisten) einen echt schweren Job macht. Ihr m√ľsst so viele Gesetze beachten und recherchiert immer hart an der Grenze – wenn es denn sein muss.

Aber manchmal komme ich nicht mehr mit: Am Samstag schreibt ihr einen Artikel „IG „neinzupfenning“ will Kessler antworten

Ich lese:
„Zwischen der IG neinzupfenning (pl√∂tzlich sind die Anf√ľhrungszeichen verschwunden) und dem Rathaus geht der Briefwechsel offenbar weiter.“

Das h√∂rt sich an wie eine Vermutung und stellt doch fest, dass es „offenbar„, also fast etwas „religi√∂ses“ hat. Klingt zumindest wie „Offenbarung“ (der IG, des B√ľrgermeisters, eines unbekannten Dritten?).

Was mich wundert, ist, wieso in letzter Zeit st√§ndig solche Zus√§tze in Anf√ľhrungszeichen und Klammen in den Artikel stehen: im „MM“-Gespr√§ch und (wir berichteten)? Ist doch klar, dass „ihr“ berichtet. Wer denn sonst? Ihr habt doch schlie√ülich (oder offenbar?) das Monopol?

Und dann kommen Nachrichten „von gestern„: „Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber gestern Nachmittag auf Anfrage des „MM„.“

Ihr schreibt also nicht nur √ľber gestern, sondern stellt auch „Fragen“… Das beruhigt mich.

Als ich das in der Zeitung gelesen habe, dachte ich nur, „welche Offenbarung„, weil das ja schon im heddesheimblog stand. Also ehrlich, aktuell geht anders.

Aber das „stand“ √ā¬†ja nur Internet. Aber so schwarz auf wei√ü wie im „MM“, hat das ja fast einen amtlichen, also gepr√ľften und gestempelten Charakter. Und im Internet kursieren ja so viel „unseri√∂se Informationen„.

Ihr habt nachgefragt und das war die Antwort:

„Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber…. Ein Schreiben entsprechenden Inhalts wollte die IG nach Webers Angaben noch gestern ins Rathaus schicken.“

Mit UPS? Mitternachtspost? Wie soll das gehen? Sie haben das Schreiben nat√ľrlich (vermutlich?) eingeworfen. Sie wollten nicht nur, sie haben es getan! Oder nicht? Was glauben Sie, mal ehrlich? Was haben Sie dazu recherchiert, mal ehrlich?

Dann folgt mal eine ansatzweise Recherche.

Sie zitieren fast, aber eben auch nur fast, aus dem Brief der IG an den BM und dann wird es leider ungenau, genauer k√∂nnen Sie das hier nachlesen, falls Ihnen der Brief noch nicht zugeschickt wurde – oder die Post Versp√§tung hatte… oder heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, erst nach 11:00 Uhr kommen sollte… oder sie auf Mallorca sitzen sollten, gerade Urlaub haben, aber einen Blackberry in der Hand, so wie alle „guten“ Journalisten.

Am Freitag (also in Zeiten des Internet, des Blackberry… vor vier Tagen) schreiben Sie zum Ende (was dann Samstag in der Zeitung stand, also vor drei Tagen): „Da Kessler die „Einladung“ nach Angaben der IG gestern noch nicht vorliegen konnte, hat der „MM“ von der Bitte um eine Stellungnahme zun√§chst abgesehen. ag√∂“

Da bin ich zunächst erstaunt, dann ungläubig und jetzt wirklich sauer. Ich erkläre Ihnen, warum.

„Nach Angaben der IG“…
haben Sie, obwohl Sie schon so lange „vor Ort“ berichten, tats√§chlich keine Handynummer vom BM, um nachzufragen, ob er den Brief nicht schon hat?√ā¬†Kann ja wohl nicht sein, dass Sie sich daf√ľr auf die „Angaben der IG“ verlassen m√ľssen.

Und wieso sind Sie nicht in der Lage, nach all den „hei√üen, exklusiven und „“investigativen““ Informationen, diese dem BM per email zu schicken und nachzufragen, ob er die schon hat und was er dazu sagt?

Haben Sie vergessen, was es hei√üt, zu „reportieren“? An einer Story dran zu bleiben? F√ľr die B√ľrger? F√ľr die √Ėffentlichkeit?

Sind Sie schon Teil der „Verwaltung“ die von „etwas absieht“ oder was auch immer?

Haben Sie eigentlich noch Lust und Freude, mich zu informieren oder geht alles nur seinen „dienstlichen Gang“, sprich, ihren tariflich garantieren Arbeitszeiten? Sie sind doch in der Gewerkschaft, oder?

Mit welchem Recht entscheiden Sie eigentlich, „wovon man „absehen“ kann“?

Oder denken Sie am Ende gar, dass auch ein BM, egal, wie prek√§r die Lage ist, ein Anrecht auf ein „ruhiges Wochenende“ haben darf… der Dienst geht erst wieder Montag los und endet am Freitag um 11:00 Uhr?“

Frau Görlitz, so geht das nicht!

Seit 47 Jahren bin ich treuer Abonnent des „MM“, ein bisschen l√§nger als Sie auf der Welt sind. Aber deswegen bin ich noch nicht „von gestern“.

Dass ich ihre Vorg√§nger „ertragen“ habe, ist eine√ā¬†Leistung. Sogar eine immense (nein, ich werde deswegen nicht f√ľr den Gemeinderat kandidieren, in f√ľnf Jahren – ich brauche keine “ selbstherrlich-verst√§ndliche Verdienst-Aufgabe f√ľr all mein Engagement – ich habe es gerne gemacht. Ohne Kalk√ľl.“

Aber nach ihren „Vorg√§ngern“ musste ich nicht nur lesen, was sie schreiben, sondern ich musste mich auch an all das von ihren Vorg√§ngern erinnern und an all das, was die schrieben und was dasselbe ist, was Sie heute schreiben.

Deswegen mein dringender Appell: Strengen Sie sich bitte etwas mehr an. Vielen ihrer Leser wurde auch nichts geschenkt! Und meine langjährige Geduld geht bald zu Ende.

Ich habe hier mein „Netzwerk“ genutzt und in der Redaktion vom heddesheimblog nachgefragt, und die sagten mir, dass der BM am Samstag um 11:07 auf eine email vom heddesheimblog eine Antwort gesendet hat. Er war also, obwohl „Sie davon abgesehen haben“ auch am Samstag im Dienst.

Ist halt ein B√ľrgermeister und nicht nur einfach eine Angestellte wie Sie eine sind. Der BM wei√ü halt, was es hei√üt, „Verantwortung“ zu tragen.

Sie h√§tten also weniger „absehen“ sollen und ein bisschen mehr „nachfragen“.

Heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, lese ich also leider nichts von Ihnen dazu, wie der B√ľrgermeister „eine Bitte um Stellungnahme von Ihnen“ beantwortet.

Aber sicher stellen Sie die heute. Schön wäre es, wenn eine Veröffentlichung bis Donnerstag zeitlich und räumlich möglich wäre, denn ab Freitag habe ich nur bedingt Zeit.

Aber wenn das so wäre, dann wäre das so.

Und ich m√ľsste ein, vielleicht auch zwei Tage ihrer hervorragenden Berichterstattung vers√§umen.

Dann warte ich halt bis zum n√§chsten „Morgen“. Nomen est halt omen.

Ihr bislang treuer

Helle Sema

Dialogbereitschaft

Guten Tag,

wenn es stimmt, was man so hört, steht es nicht gut, mit der Dialogbereitschaft.

Angeblich soll die CDU jedem, ob er es h√∂ren will oder nicht, unsch√∂ne Dinge √ľber die neu gew√§hlten Gemeinder√§te erz√§hlen.

Doch das sind nur Ger√ľchte. K√∂nnte aber schon was dran sein, wenn man im Mitteilungsblatt liest, wie die CDU offiziell vom Leder zieht √ľber die neuen Gemeinder√§te. Anst√§ndig geht anders.

Die Kommentatoren auf dem heddesheimblog finden das auch.

Ger√ľchtek√ľche

Ger√ľchten zufolge, sollen alle wesentlichen Akteure im Pfenning-Streit geh√∂rt werden, damit ein Dialog beginnt.
F√ľr mich sind das: der B√ľrgermeister, alle Gemeinder√§te, die IG neinzupfenning, die politischen Parteien, eventuell auch die Kirchen (als Zust√§ndige f√ľrs Seelenheil), der BUND, Anwohner der Ringstra√üe und fast h√§tte ich sie vergessen… nat√ľrlich die B√ľrger.

Zur√ľck zum Ger√ľcht: Soweit bekannt, werden aber viel weniger als oben aufgez√§hlt von der IFOK befragt.

Kein Ger√ľcht ist, dass die IG neinzupfenning sich nicht am Dialog √ľber die IFOK beteiligen will. Ich verstehe die Argumente der IG und kann von meiner Seite best√§tigen, dass die IG bereit ist zum Dialog.

Mit verschiedenen Gemeinder√§ten ist sie n√§mlich in Kontakt und im Dialog – auch mit mir. Und soweit ich wei√ü, wird sie auch gerne mit dem B√ľrgermeister reden, nur eben nicht √ľber die IFOK.

Dialogbereitschaft

Stellen wir uns das mal umgekehrt vor: Die IG h√§tte die IFOK engagiert, ein Unternehmen, dass darauf spezialisiert ist, interessengesteuerte √Ėffentlichkeit herzustellen. W√ľrde der B√ľrgermeister sich auf diesen „Dialog“ einlassen? Wohl eher nicht.

Die IFOK hat √ľbrigens mit mir schon geredet. Abends nach der Pressekonferenz. Eine Dreiviertelstunde lang am Telefon. Herr Ingerfeld war sehr dankbar, wie er sagte, f√ľr die vielen Informationen. Seitdem habe ich nichts mehr geh√∂rt, also seit 17 Tagen.

Ratschläge

Im Kern habe ich Herrn Ingerfeld zu zwei Sachen geraten:

  • Erstens, macht den Dialog so √∂ffentlich wie irgendwie m√∂glich, sonst geht der Schuss nach hinten los.
  • Zweitens: K√ľmmert euch vor allem um die CDU – denn die will keinen Dialog und ist zudem eingeschnappt, weil ihr die W√§hler weggelaufen sind.

Ich finde immer noch, dass meine Ratschl√§ge an die IFOK gut waren – auch wenn ich daf√ľr kein f√ľrstliches Honorar bekomme.

Was steht an?

Ach: Seit der Frage, ob ich die Wahl annehme, habe ich in Sachen Gemeinderat bis gestern nichts geh√∂rt. Heute habe die Tagesordnung f√ľr die kommende Sitzung bekommen. Ziemlich viel Papier, denn es stehen ja auch zw√∂lf Punkte auf der Tagesordnung.

Als h√§tte ich noch nicht genug zu lesen, habe ich mir bei Amazon das Buch „Praxiswissen f√ľr Kommunalpolitiker“ bestellt.√ā¬†Man will ja schlie√ülich wissen, was man da macht.

Wie andere neue Gemeinder√§te auch, habe ich mich erst gefragt, ob man sowas nicht von der Gemeinde bekommt, damit man sein Ehrenamt auch ordentlich erf√ľllen kann. Kann sein, dass noch was kommt, aber das dauert mir zu lange. Amazon liefert morgen.

Ich w√ľnsche Ihnen ein sch√∂nes Wochenende

Ihr Hardy Prothmann

Nachtrag: Die IFOK hat sich nun doch noch bei mir gemeldet. Dienstag ist Gesprächstermin.

Verlierer, Gewinner und Verschnupfte

Guten Tag,

f√ľr alle Nichtleser des Mitteilungsblattes dokumentiert das heddesheimblog die Reaktionen der Parteien zur Kommunalwahl 2009 in Ausz√ľgen.

CDU
„Sie haben bei der Europawahl, der Kreistagswahl und der Gemeinderatswahl die CDU mit ihren Stimmen als gr√∂√üte politische Kraft best√§tigt. Hierf√ľr bedanken wir uns recht herzlich. Die erhebliche Abnahme der CDU bei der Europawahl – in der Bundesrepublik, im Rhein-Neckar-Kreis und in Heddesheim liegen alle Ergebnisse bei 37% – zeigen einen einheitlichen Trend. Dieses Ergebnis ist f√ľr uns alle ein Ansporn, sich f√ľr die Belange der Bundesrepublik noch st√§rker einzusetzen.

Diese Fixierung, bewirkt durch die IG-Nein, f√ľhrte zu der besonderen Situation, dass bei der Gr√ľnen Liste nach deren Kehrtwendung „r√ľckw√§rts-ausw√§rts“, pl√∂tzlich die Sympathie der IG-Nein voll zugeschlagen hat und ausschlie√ülich sechs Kandidaten zu Gemeinder√§ten wurden, ohne besondere Leistung in den letzten Perioden und vergessend ihres Themas Gleichberechtigung von Mann und Frau.“

B√ľndnis90/Die Gr√ľnen
„Heddesheim hat dieses Mal sehr Gr√ľn gew√§hlt. 6 Sitze im k√ľnftigen Gemeinderat, ein Direktmandat in unserem Wahlkreis f√ľr den Kreistag und 15% bei der Europawahl darf man wohl mit Fug und Recht „herausragend“ nennen.

Bei aller Freude gibt es doch einen Punkt, der uns sehr nachdenklich macht. Trotz einer parit√§tisch besetzten Liste, trotz starker Frauen auf dieser Liste und trotz ihres Engagements ist keine Gr√ľne Frau in den Gemeinderat gew√§hlt worden.“

SPD
„Die SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten m√∂chten sich bei allen W√§hlerinnen und W√§hlern f√ľr das am vergangenen Sonntag entgegengebrachte Vertrauen anl√§sslich der Gemeinderatswahl bedanken.“

FDP
„Die Gemeinderatswahl hat f√ľr die FDP Heddesheim ein gutes Wahlergebnis gebracht. Mit 14,3% haben wir das Ergebnis der letzten Gemeinderatswahl in 2004 erfreulicherweise weiter verbessern k√∂nnen. Ein besonderer Dank gilt daher unseren W√§hlerinnen und W√§hlern.“

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Das heddesheimblog

Ende des Dialogs?

Essay: Hardy Prothmann

Das Schreiben der IG neinzupfenning an den B√ľrgermeister Michael Kessler ist eindeutig: Der vom B√ľrgermeister angek√ľndigte Dialog wird zur√ľckgewiesen.

Das ist ebenso eindeutig eine Kampfansage auf die Souver√§nit√§t des B√ľrgermeisters. Und daf√ľr gibt es aus Sicht der IG neinzupfenning Gr√ľnde. Diese m√ľssen nochmals chronologisch dargestellt werden:

Chronologie der Ereignisse

Der B√ľrgermeister hat lange „Geheimgespr√§che“ gef√ľhrt. Er hat in nicht-√∂ffentlicher Sitzung Mitte Januar √ľber das Pfenning-Projekt im Gemeinderat abstimmen lassen, dass die Zukunft Heddesheims – wie auch immer – nachhaltig beeinflussen w√ľrde.

Trotzdem erfuhr die Presse bereits Anfang Februar von der geplanten Pfenning-Ansiedlung und schrieb unkritische Jubel-Artikel. B√ľrgermeister und Gemeinderat wiederum machen erst Mitte Februar diese Entscheidung √∂ffentlich.

√ÉŇďber zwei Monate sp√§ter stellt der B√ľrgermeister auf Grund von Druck durch einen Flyer der IG neinzupfenning aus seiner Sicht der Heddesheimer √Ėffentlichkeit das Projekt vor. Meinungen der Heddesheimer dazu sind eher unerw√ľnscht. Ihnen werden w√§hrend der Veranstaltung sogar die Mikrophone abgedreht.

Anfang Mai verwendet der B√ľrgermeister das Mitteilungsblatt, quasi „√∂ffentliches Organ der Gemeinde“ um auf sechs Seiten ausschlie√ülich aus seiner Sicht das Projekt zu verteidigen.

Es hilft nichts. Ein zweiter Flyer der IG neinzupfenning bezieht sich genau auf diesen umfangreichen Artikel und stellt das Projekt nun mit eigenen Aussagen des B√ľrgermeisters erneut in Frage.

Anfang Juni engagiert der B√ľrgermeister, angeblich auf Dr√§ngen des Gemeinderates, die auf „√∂ffentlichkeitswirksame“ Kampagnen spezialisierte Firma IFOK. Die behauptet von sich, unabh√§ngig zu sein und nur der „√∂ffentlichen Meinung“ zu dienen.

Statt sich selbst an die „Akteure“ zu wenden, wird √ľber den B√ľrgermeister ein Schreiben verschickt, dass die Aufnahme der Arbeit ank√ľndigt. Einige Tage sp√§ter schreibt der Mannheimer Morgen einen sehr freundlichen Artikel dar√ľber, dass die Arbeit l√§uft. Doch viele der angeschriebenen sind bis dato noch nicht von der Firma kontaktiert worden.

Wo ist die Souver√§nit√§t des B√ľrgermeisters?

Kommen wir zur√ľck zur Souver√§nit√§t des B√ľrgermeisters und stellen Fragen:
Der B√ľrgermeister h√§tte die Bev√∂lkerung aufrufen k√∂nnen, ihre Meinung zu √§u√üern, unverbindlich, einfach mit Schreiben an den B√ľrgermeister. Diese Schreiben h√§tten, verantwortungsvoll ausgew√§hlt, als B√ľrgermeinung ebenfalls einen Abdruck im Mitteilungsblatt verdient gehabt.

Der B√ľrgermeister h√§tte im Internet ein Forum einrichten k√∂nnen.

Er h√§tte eine weitere Veranstaltung anbieten k√∂nnen im B√ľrgerhaus. Motto: Lassen Sie uns diskutieren – ohne Gutachter, ohne Pfenning, nur Sie, die B√ľrger und ich der B√ľrgermeister.

Er h√§tte die IG neinzupfenning zum Gespr√§ch laden k√∂nnen, die Anwohner der Ringstra√üe, Anwohner der Ortsmitte, andere B√ľrger, die sich um den Ort k√ľmmern.

Das w√§ren drei, vier, f√ľnf Gespr√§chstermine gewesen. Unterst√ľtzt durch eine protokollarische Kraft w√§ren dabei mit ziemlicher Sicherheit alle „Argumente auf den Tisch gekommen“.

Und der B√ľrgermeister, als der „Meister unter den B√ľrgern“, h√§tte sich umsichtig, verantwortungsbewusst und vor allem interessiert und einsatzbereit gezeigt. F√ľr die Meinung der B√ľrger, f√ľr einen Dialog.

Aber daf√ľr hat der B√ľrgermeister keine Zeit. Oder keine Lust. Vielleicht ist es ihm auch nur l√§stig.

Den Meistern, die von anderen alles verlangen, aber selbst nicht bereit sind, dieses „Alles“ zu tun, wenn „Not am Mann“ ist, verlieren schnell ihre Souver√§nit√§t. Und die Achtung der anderen, die im „Meister“ immer noch das Vorbild sehen wollen, aber vielleicht irgendwann nicht mehr erkennen.

Berechtigte Fragen

Was die IG neinzupfenning meint, ist genau dies: Wieso muss f√ľr teures Geld (wie viel, wird auch geheim gehalten) jemand Fremdes in den Ort kommen, um zwischen dem Meister und seinen B√ľrgern zu moderieren?

Und wieso holt man nicht jemandem, der ob seines Rufes und seiner Stellung von allen Seiten akzeptiert werden kann?

Warum muss es eine Firma sein, die verspricht, dem Auftraggeber das Ansehen zu geben, dass er haben möchte?

Umgekehrt muss sich die IG neinzupfenning fragen lassen, ob es reicht, immer nur nein zu sagen. Sie muss darlegen und nachweisen, dass sie den Dialog mit dem B√ľrgermeister und dem Gemeinderat sucht, sonst verliert auch sie ihre Glaubw√ľrdigkeit.

Das gilt auch f√ľr die Parteien. Die Gr√ľnen haben eine B√ľrgerbefragung beantragt und der noch amtierende Gemeinderat hat diesen Antrag zur√ľckgewiesen. Sie sind jetzt in der Pflicht, einen zustimmungsf√§higen Antrag einzubringen und zwar bald. Denn die Zeit l√§uft.

Neustart: Jetzt!

Die anderen Parteien sind dazu aufgerufen, sich einem neuen Antrag vorurteilsfrei zu stellen. Diesen zu pr√ľfen, die Stimmung in der Bev√∂lkerung mit einzubeziehen und den bisherigen Ablauf miteinzudenken – und zu f√ľhlen.

Und ohne stumpfen Fraktionszwang, gekr√§nkte Eitelkeit durch ern√ľchternde Wahlergebnisse oder Sturheit einfach an etwas festzuhalten, um zu zeigen, wie „standhaft“ man ist.

Daf√ľr m√ľssen sich alle Beteiligten entspannen, tief durchatmen und noch einmal von vorne anfangen.

Der „Dialog“, wie ihn der B√ľrgermeister per Ausgabe von Steuergeldern verordnet hat, ist dazu nicht geeignet.

Er sch√ľrt nur weiter Misstrauen.

Das beste w√§re, der B√ľrgermeister w√ľrde sofort alle Notbremsen ziehen, den st√§dtebaulichen Vertrag offen legen, den Gang des Verfahrens offen legen, alle gesicherten Fakten auf den Tisch legen und den direkten Dialog, ohne Moderation und sonstige PR-Tricks suchen.

Die Dankbarkeit der B√ľrger w√§re im sicher und seine Souver√§nit√§t, weil er selbst handelt, wiederhergestellt.

Amtliches Ergebnis der Kreistagswahl steht fest

Im neuen Kreistag sind nun sechs Parteien und Wählervereinigungen und 45 neue Kreisrätinnen und Kreisräte gewählt. Linke erstmalig mit drei Sitzen vertreten.

Der Kreiswahlaus√ā¬≠schuss hat am Freitag unter Vorsitz des stellvertretenden Landrates, Dr. Bodo-Falk Hoffmann, das amtliche Endergebnis der Wahl zum achten Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises beschlossen.

CDU verliert, SPD, FWV und FDP gewinnen

Die CDU erh√§lt im neuen Kreistag 38 Sitze (-7) und bleibt damit st√§rkste Fraktion. Ihr folgen die SPD mit 24 (+1) Sitzen, die FWV mit 17 (+1), B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen mit 12 (+/-0), die FDP mit 9 (+2) sowie die erstmals angetretene LINKE mit 3 Sitzen. Der neue Kreistag besteht damit aus der gesetzlich m√∂glichen H√∂chstzahl von 103 Sitzen.
29 Kreisr√§te hatten nicht mehr kandidiert, 16 amtierende Kreisr√§te wurden nicht wiedergew√§hlt. Die 217.969 W√§hlerinnen und W√§hler stimmten dementsprechend f√ľr 45 neue Kreisr√§tinnen und Kreisr√§te.

Die Wahlbeteiligung fiel um 2,2 Prozent geringer aus als bei der Wahl 2004. In Mauer machten mit 65,97 Prozent die meisten Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Dahinter folgen Epfenbach mit 65,8 Prozent, Wiesenbach mit 65,3, Spechbach mit 64,3 und Heddesbach mit 64,2 Prozent Wahlbeteiligung. Unter 50 Prozent Wahlbeteiligung blieben die Großen Kreisstädte Leimen (41,4 Prozent), Schwetzingen (45,6 Prozent), Hockenheim (47,5 Prozent) und Sinsheim (49,2 Prozent).

Frauenanteil bei 18 Prozent

Der Frauenanteil ist nur leicht gestiegen. Im neuen Kreistag sind 19 Frauen vertreten (18 Prozent, +0,5 Prozent). Sechs davon geh√∂ren der CDU an, zwei der SPD und jeweils drei der FW und der FDP, die GR√ÉŇďNEN entsenden f√ľnf Kreisr√§tinnen in den neuen Kreistag. Jeweils vier Kreisr√§tinnen kommen aus den Wahlkreisen Weinheim und Schriesheim.

Unter den insgesamt 732 Bewerbern um ein Kreistagsmandat kandidierten 33 aktive B√ľrgermeister und Beigeordnete, dazu sechs „Ehemalige.“ Von diesen 39 Bewerbern zogen 37 direkt in den Kreistag ein, was einen knapp 36-Prozent-Anteil ausmacht.

Die Kreisrätinnen und Kreisräte kommen aber aus der Bandbreite fast aller Berufsgruppen. 44 Kreisgemeinden sind durch sie im neuen Kreistag präsent, lediglich Altlußheim, Bammental, Eschelbronn, Epfenbach Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Helmstadt-Bargen und Ilvesheim haben keine Vertreter entsandt.

F√ľnf Kreisr√§tinnen und Kreisr√§te sind noch dabei, die schon der Wahlperiode des ersten Kreistags (1973-1979) angeh√∂rt hatten: Martin-Heinrich Bitzel (CDU), Margarethe Frank (CDU), Uwe Kleefoot (SPD), Bruno Sauerzapf (CDU) und Dr. Horst Sieber (CDU).

Durchschnittsalter des Kreistags = 54,5 Jahre

Insgesamt gaben die 217.969 W√§hlerinnen und W√§hler 210.606 g√ľltige Stimmzettel ab; die Zahl der ung√ľltigen lag bei 3,3 Prozent und damit in der Gr√∂√üenordnung von 2004 (3,1 Prozent).

Leicht gestiegen ist der Anteil der Briefwähler, 32.159 gaben so ihre Stimme ab, was einem Anteil von 14,8 Prozent entspricht, 2004 waren es 14,5 Prozent gewesen.

Die g√ľltigen Stimmzettel enthielten genau 1.146.079 Stimmen (2004: 1.089.981 Stimmen).
Die konstituierende Sitzung des neuen Kreistages findet am 28. Juli in Ladenburg statt.

Stimmen 2009 Prozent Stimmen
2004
Prozent
CDU 390.207 34,0 432.949 39,7
SPD 267.135 23,3 264.351 24,2
FW 202.451 17,7 184.484 16,9
GR√ÉŇďNE 140.151 12,2 129.879 11,9
FDP 97.445 8,5 74.867 6,9
LINKE 33.824 2,9 0 0
SWF 97 9.732 0,8 3.451 0,3
Weinheim Plus 5.134 0,4 0 0

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Das heddesheimblog

In eigener Sache: Neue Seiten

Guten Tag,

unter Seiten finden Sie nur rechts in der Spalte drei neue Unterseiten:

Heddesheim: Kommunalwahl 2009

Heddesheim: News

Heddesheim: Politik

Die Seiten enthalten thematisch geordnet die bereits veröffentlichten Artikel zum betreffenden Thema.

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Kommunalwahl 2009: CDU und SPD verlieren im Landesvergleich erheblich, Gr√ľne gewinnen deutlich

Guten Tag,

Im Vergleich mit dem Landesdurchschnitt verlieren CDU (-11,4%) und SPD (-4,6%) erheblich in Heddesheim. Die FDP erreicht mit einem Plus von 1,0 Prozent nicht den Landeswert von +2,2 Prozent, die Gr√ľnen schlagen mit einem Plus von 15 Prozent den Landeswert von 2,2 Prozent um das siebenfache.

Statistik: Durchschnittliche Landesergebnisse Gemeinderatswahlen Baden-W√ľrttemberg

CDU 974793 28,4 1106795 32,1 -132002 -3,7
SPD 581045 17 623608 18,1 -42563 -1,1
FDP 170563 5 97188 2,8 73375 2,2
GR√ÉŇďNE 279505 8,2 206903 6 72602 2,2
Andere Parteien4) 72355 2,1 30227 0,9 42128 1,2
Gemeinsame Wahlvorschläge5) 138537 4 162888 4,7 -24351 -0,7
Wählervereinigungen6) 1210026 35,3 1224356 35,5 -14330 -0,2

Quelle: statistisches Landesamt, Tabelle: heddesheimblog

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Kommunalwahl 2009: Vorläufige Ergebnisse der Kreistagswahlen Rhein-Neckar-Kreis

Guten Tag,

bis heute gibt es noch keine amtlichen „Ergebnisse“ der Kreistagswahlen, sondern nur die vorl√§ufigen Ergebnisse (Klick √∂ffnet pdf-Datei).

Gewählt wurde danach im Wahlkreis I Hemsbach:
Zahl der zu vergebenden Sitze: 5
Sitzverteilung nach d’Hondt: CDU (3), SPD (1), GR√ÉŇďNE (1)

Direkt gewählt wurden:
1. Volker Pauli (CDU)
2. Dr. Josef Doll (CDU)
3. Hermann Lenz (CDU)
4. Reiner Lang (SPD)
5. Miriam Embach (GR√ÉŇďNE)

F√ľr das endg√ľltige Wahlergebnis m√ľssen aber erst alle 16 Wahlkreise feststehen. Dabei kann es so genannte „Ausgleichsmandate“ geben, wenn einer Partei oder W√§hlervereinigung nach der Zahl ihrer Stimmen im gesamten Kreisgebiet mehr Sitze zustehen, als ihr aus dem Ergebnis der einzelnen Wahlkreise zukommen. Die Mitgliederzahl des neuen Kreistages betr√§gt maximal 103.

Im Landkreis Rhein-Neckar-Kreis haben CDU (-6,0) und SPD (-1,2) Stimmen verloren. Gewonnen haben die kleineren Parteien FDP (+1,9), die Gr√ľnen (+0,4), andere Parteien (+2,9).
CDU 34,08%
SPD 23,33%
FW 17,61%
B90/Die Gr√ľnen 12,23%
FDP 8,51%
Linke 2,95%

Weitere Informationen: Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis

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Der gläserne Gemeinderat: Unerwartete Einvernahme

Guten Tag,

noch muss ja alles den Weg des Beh√∂rdlichen gehen, bis ein gew√§hlter Gemeinderat ein amtierender Gemeinderat ist…
Bis es soweit ist, vergehen allerdings noch ein paar Wochen.

Aktuell hat die IG neinzupfenning eine Anzeige im Mitteilungsblatt geschaltet, in der es hei√üt: „Nein zu Pfenning hat eine starke Vertretung. Von…√ľber…und die FDP (Herr Prothmann) sind wir in 3 von 4 Fraktionen vertreten.“

Ich kann dazu von meiner Seite nur sagen: Das ist eine unerwartete Einvernahme, die ich in dieser Form ablehne.

Ich bin weder Mitglied der FDP noch der IG neinzupfenning. Und ich vertrete keine „interessierte“ Gruppe, au√üer die B√ľrger, die mich gew√§hlt haben (und auch die, die mich nicht gew√§hlt haben, mich aber jederzeit ansprechen k√∂nnen).

Richtig ist, dass ich der Pfenning-Ansiedlung kritisch gegen√ľber stehe.

Die Gr√ľnde habe ich schon genannt, wiederhole sie aber noch einmal gerne:

  • Intransparenz des Verfahrens
  • Unn√∂tige „Geheimniskr√§merei“
  • Unzureichende Information der √Ėffentlichkeit
  • Unplausible Argumente
  • Unzureichende Folgenabsch√§tzung
  • Fehlende Fakten
  • Fehlende Diskussionsbereitschaft bei den Verantwortlichen

Wenn sich die IG auf dieser Grundlage von mir vertreten f√ľhlt, geht das in Ordnung. Daraus zu schlussfolgern, ich sei Teil „unserer Vertretung“, ist allerdings ein Fehlschluss.

Andererseits verstehe ich, was die IG meint.√ā¬†Die Sturheit, die Intransparenz, die Kl√ľngelei hat einen deutlichen D√§mpfer erhalten. Und das ist meiner Auffassung nach gut so.

Es hat sich was getan und ver√§ndert in Heddesheim und deswegen ist man auf Seiten der IG „euphorisch„. Aber gerade, wenn man euphorisiert ist, kann schon mal was daneben gehen, was man gut gemeint hat.

Eine gute Zeit w√ľnscht
Ihr Hardy Prothmann

Der gläserne Gemeinderat: Brief ist angekommen

Guten Tag,

wie versprochen kam der Brief vom Rathaus mit der Erklärung, ob man die Wahl annimmt und wenn nicht, warum nicht.

Das Kreuz wurde bei „Ich nehmen die Wahl zum Gemeinderat an“ gemacht.

——–

Und noch ein Brief vom B√ľrgermeister ist gekommen.

Darin steht, dass die Firma IFOK darum bittet, Termine f√ľr ein Gespr√§ch zu vereinbaren. Und, dass IFOk neutral ist. Und, dass das Gespr√§ch eine Stunde dauert. Und dass es im Juni stattfinden soll, damit „wir zeitnah in den Dialog einsteigen“ k√∂nnen.

Das ist eigentlich schon bekannt.

Aber vielleicht wollte der B√ľrgermeister netterweise einfach nur daran erinnern. Und noch mitteilen, dass auf Wunsch die Gespr√§che „anonym“ behandelt werden.

Meines muss niemand anonym behandeln, aber ich hätte gerne die Abschrift.
In Heddesheim ist mir pers√∂nlich n√§mlich viel zu viel „anonym“. Was ich zu sagen habe, sage ich.
Hinterzimmergespräche erzeugen auch immer Hintergedanken.

Eine gute Zeit w√ľnscht

Ihr Hardy Prothmann

Kommunalwahl 2009: Karte der Wahlbezirke

Guten Tag,

auf dieser Karte sind die Wahlbezirke eingezeichnet und beziffert. Die Karte haben wir aus privater Hand erhalten. Irrt√ľmer m√ľssen also vorbehalten sein.

bezirke2

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Kommunalwahl 2009: So haben die 17 Wahlbezirke abgestimmt

Guten Tag,

die Auswertung der Wahlbezirke ist hochinteressant.
Eine Karte der Wahlbezirke gibt es in einem eigenen Beitrag.
Sie sehen hier die Stimmen aus den einzelnen Bezirken sowie den prozentualen Anteil an den Gesamtstimmen im jeweiligen Wahlbezirk.
Am Ende einer Zeile steht die Wahlbeteiligung im Wahlbezirk.

Fettgedruckt und unterlegt sind die jeweils höchsten Werte, kursiv die niedrigsten.

So wurde in den Wahlbezirken gewählt:

√ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† Stimmen √ā¬†
√ā¬† Parteien und Stimmen √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† √ā¬† Summe W√§hleranteil
√ā¬† CDU √ā¬† Gr√ľne √ā¬† SPD √ā¬† FDP √ā¬† √ā¬† √ā¬†
1 2.394 30,07% 2.706 33,99% 1.757 22,07% 1.105 13,88% 7.962 43,51%
2 1.466 35,31% 1.116 26,88% 1.031 24,83% 539 12,98% 4.152 42,68%
3 1.603 42,41% 942 24,92% 764 20,21% 471 12,46% 3.780 38,79%
4 1.360 34,21% 1.050 26,42% 1.189 29,91% 376 9,46% 3.975 44,05%
5 823 30,24% 754 27,70% 807 29,65% 338 12,42% 2.722 28,65%
6 1.756 33,85% 1.158 22,33% 1.494 28,80% 779 15,02% 5.187 43,89%
7 1.453 46,60% 650 20,85% 652 20,91% 363 11,64% 3.118 36,57%
8 2.026 31,01% 1.807 27,66% 1.559 23,86% 1.141 17,47% 6.533 51,92%
9 1.910 36,27% 1.679 31,88% 1.065 20,22% 612 11,62% 5.266 53,07%
10 2.025 35,18% 1.421 24,69% 1.335 23,19% 975 16,94% 5.756 45,69%
11 2.223 33,95% 1.727 26,38% 1.801 27,51% 796 12,16% 6.547 44,09%
12 1.704 34,38% 1.372 27,68% 1.258 25,38% 623 12,57% 4.957 41,38%
13 1.114 29,80% 966 25,84% 1.103 29,51% 555 14,85% 3.738 43,24%
14 2.585 31,28% 2.748 33,26% 1.706 20,65% 1.224 14,81% 8.263 49,05%
15 1.645 25,06% 2.492 37,96% 1.131 17,23% 1.297 19,76% 6.565 53,86%
16 4.062 42,01% 2.168 22,42% 1.983 20,51% 1.457 15,07% 9.670 √ā¬†
17 2.999 29,82% 2.927 29,11% 2734 27,19% 1396 13,88% 10.056 √ā¬†

Legende: Wahlbezirk 16 ist Briefwahlbezirk 1, Wahlbezirk 17 ist Briefwahlbezirk 2

Tabelle: heddesheimblog, Zahlenmaterial: Gemeinde Heddesheim

CDU
Prozentual schneidet die CDU im 7. Wahlbezirk am besten ab, die h√∂chste Stimmzahl erh√§lt sie im 14. Wahlbezirk, also dort, wo angeblich die Pfenning-Gegner sitzen. Au√üerdem hat sie durchaus auch in den Wahlbezirken 9-13 Werte von knapp 30 Prozent und dar√ľber. Der 15. Bezirk, also Ringstra√üe, ist der schw√§chste.

B90/Die Gr√ľnen
Wie bei der CDU ist der 14. Wahlbezirk der st√§rkste. Aber im 15., an der Ringstra√üe, kann die Partei prozentual die meisten Stimmen sammeln. √ā¬†Der 1. Wahlbezirk ist prozentual und stimmenm√§√üig gesehen der zweitst√§rkste f√ľr die Gr√ľnen und v√∂llig unverd√§chtig, von „egoistischen“ Pfenning-Gegner bewohnt zu sein. Der 7. Bezirk ist prozentual der schw√§chste. Der Rest verteilt sich ohne gro√üe Auff√§lligkeiten.√ā¬†

SPD
Die SPD schneidet prozentual am besten im 4. Bezirk ab und ist im 15. Bezirk am schwächsten. Die meisten Stimmen holt die Partei im 11. Bezirk, die wenigsten erhält sie im 3. Bezirk. Auch der 7. Bezirk ist schwach.

FDP
Prozentual und absolut ist der 15. Bezirk der st√§rkste f√ľr die FDP. Auch der 7. und der 10. Bezirk sind stark f√ľr die FDP. Der Rest verteilt sich. Der 4. Bezirk ist der schw√§chste.

Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung ist prozentual im 15. Bezirk am höchsten und im 1. Bezirk am niedrigsten. Ebenfalls stark sind der 8. 9., 14. Bezirk. Absolut gab es die meisten Stimmen im 14. Bezirk, gefolgt vom 1. Bezirk. Auch der 8. und 11. Bezirk haben viele Stimmen zusammengebracht.

Auffällig ist, dass bei dieser Wahl der 14. und 15. Bezirk am aktivsten waren. Das war wegen der Pfenning-Diskussion auch zu erwarten. Aber gerade im 14. hat die CDU im Vergleich zu anderen Bezirken die meisten Stimmen gewonnen. Das bedeutet, dass gerade hier CDU-Wähler mobilisert waren.

Stimmenm√§√üig war der 1. Bezirk der zweitst√§rkste, obwohl die Wahlbeteiligung nur im Mittelfeld lag. Und obwohl man hier am wenigsten von Pfenning betroffen w√§re, haben die Gr√ľnen diesen Bezirk gewonnen, ebenso wie den 14. und 15. Bezirk.

Die CDU hat 12 der ersten 15 Bezirke gewonnen, wenn auch teilweise knapp. Die SPD liegt nur im 4. Bezirk auf Platz zwei und hat keinen gewonnen, die FDP ebenfalls nicht.
Die CDU f√ľhrt auch bei der Briefwahl, was ebenfalls auf die „Wahldisziplin“ der CDU-W√§hler hindeutet.√ā¬†

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht

Das heddesheimblog

„Man darf gespannt sein“

Offener Brief an den Mannheimer Morgen

von Helle Sema

Liebe Frau Görlitz,

schön, dass Sie wieder da sind. Waren Sie in Urlaub? Ich denke mal schon und hoffe, Sie haben sich gut erhohlt.

Geärgert haben Sie sich sicherlich, dass Sie Urlaub machen mussten, wo doch in unserem Heddesheim so viel los war.

Aber was passiert ist, können Sie ja Gott sei Dank hier auf dem heddesheimblog nachlesen.

Ich habe heute ihren Kommentar gelesen, leider erst jetzt, weil ich vorher keine Zeit hatte. Sie schreiben da: „Die FDP und CDU stehen Gr√ľn und Rot nun in gleicher St√§rke gegen√ľber: eine Elf gegen die andere.“

Das geht so nicht, Frau G√∂rlitz. Also stilistisch schon mal nicht: Entweder stehen Schwarz und Gelb den anderen Farben gegen√ľber oder die Parteien eben, dann aber korrekt nach der Gr√∂√üe: CDU und FDP. Ansonsten denkt man noch, die FDP sagt der CDU wo es langgeht. Soweit sind wir in der Heddesheim nicht, noch nicht.

Und inhaltlich, Frau G√∂rlitz, inhaltlich, geht das ja schon mal gar nicht. So wie der Herr Prothmann seit Wochen die CDU berechtigterweise in der Mangel hat, glauben Sie doch nicht im Ernst, dass es da zu einer „Mannschaft“ kommt?

Vielleicht rechnen Sie aber auch damit, dass Herr Prothmann schnell hinschmeißt und dann wieder Frau Pilarczyk kommt? Ich habs eben recherchiert, der Prothmann denkt nicht dran. Und haben Sie auch Frau Kemmet gefragt, ob die mit der CDU kicken will?

Wie also soll da eine „Elf“ zusammenkommen?

Auch das mit der Elf…. ist so ne Sache, Frau G√∂rlitz. Ich verstehs ja, aus 11 macht Elf und schon hat man zwei Mannschaften. Die Idee hat was, passt aber kaum zu einem √ľberwiegend doch √§lteren Gemeinderat, in dem zudem drei Frauen sitzen (nur drei!).

Oder ist ihre n√§chste Idee, dass die nicht mehr abstimmen, sondern alles auf dem Platz unter sich ausmachen? Die H√§lfte w√ľrde keine 90 Minuten √ľberleben und die sind doch schlie√ülich f√ľr f√ľnf Jahre gew√§hlt.

Andererseits, so von Kommentator zu Kommentatorin, also quasi unter KollegInnen: Es f√§llt einem halt auch nicht immer was ein. Ist wie beim Fu√üball, der Basti ist ja auch nicht immer torgef√§hrlich. Aber er schie√üt auch nicht so viele Eigentore wie…

Nein, das schreib ich jetzt nicht, wer mir alles dazu einfällt.

Und lesen Sie noch Mal die Schl√ľsse ihres Kommentars: Da bem√§ngeln Sie, dass es den „√ľbrigen Parteien“ nicht passt, dass die „Pfenning-Gegner“ gew√§hlt wurden. Das ist unscharf. Eigentlich geht es nur um eine Partei, die CDU. Immerhin ist ein profilierter Pfenning-Gegner Herr Bowien, der sitzt bei der SPD, die Gr√ľnen haben sowieso sechs von sechs Gegnern und der Prothmann ist auch kein Freund des Projekts und ist auf der FDP-Liste gew√§hlt worden.
„√ÉŇďbrig“ bleibt also nur die CDU oder die √ľbrigen Gemeinder√§te. Aber ich will ihnen jetzt ihren Text nicht neu schreiben.

Und Sie schreiben, dass „es zweitens (den „√ľbrigen“) nicht gelungen sei, sich mit „sonstigen“ Themen zu „profilieren“. Das stimmt, aber dann schreiben Sie: „Das allerdings muss vielen jener neuen Gemeinder√§te….auch erst einmal gelingen.“ Wieso m√ľssen die jetzt f√ľr die „√ľbrigen“ den Karren aus dem Dreck ziehen, frage ich mich da.

Eines √ľbrigens ist den „Neuen“ schon gelungen: Sie haben ein paar der „Alten“ ersetzt. Und ich bin wirklich gespannt drauf, wie der Rest der „Alten“ damit zu Recht kommt.

Ihr Helle Sema

Der gläserne Gemeinderat

Guten Tag,

es gibt im heddesheimblog eine neue Kategorie:

Der gläserne Gemeinderat

Hier werde ich in lockerer Folge meine Erfahrungen als Gemeinderat aufschreiben, sofern nicht eine geforderte Diskretion dies verhindert. Ich werde aber in jedem Fall pr√ľfen, ob eine solche „Diskretion“ unumg√§nglich ist.

√ÉŇďber alles andere werde ich schreiben und damit die Heddesheimer √Ėffentlichkeit an meiner Arbeit und meinen Erfahrungen Teil haben lassen.

Wenn Sie umgekehrt eine Frage, Anregungen oder Vorschläge an mich als Gemeinderat haben, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Gerne sind auch andere Gemeinderäte eingeladen, hier ihre Erfahrungen aufzuschreiben.

So, jetzt geht es los:

Ich m√∂chte mich als erstes an dieser Stelle bei den W√§hlerinnen und W√§hlern f√ľr meine Wahl bedanken. Ehrlich gesagt, habe ich nicht damit gerechnet, gew√§hlt zu werden und schon gar nicht mit so vielen Stimmen.

Deswegen: Herzlichen Dank f√ľr ihr Vertrauen!

Wenn Sie nochmals nachlesen m√∂chten, f√ľr was ich einstehe, lesen Sie bitte hier.

Besonders freue ich mich √ľber die vielen pers√∂nlichen Gl√ľckw√ľnsche, die ich in der Wahlnacht und danach erhalten habe. Das ber√ľhrt einen doch.

Fair fand ich die Gl√ľckw√ľnsche anderer Gemeinder√§te, denen ich durch meine journalistische Arbeit nicht immer Freude gemacht habe in den vergangenen Wochen, die aber trotzdem soviel Anstand hatten, f√ľr diesen Moment dar√ľber hinweg zu sehen. Das ist ein guter Anfang!

Einige Leute streuen gerne, ich h√§tte das heddesheimblog dazu benutzt, f√ľr mich Werbung zu machen. Diese Behauptung trifft nicht zu. Das heddesheimblog hat sich entwickelt und ist mit dem Interesse der Leser daran gewachsen. Au√üerdem kann sich jeder Leser selbst davon √ľberzeugen, dass ich hier f√ľr niemanden Werbung mache.
Wenn doch, steht Anzeige dar√ľber.

Auf der anderen Seite steht Woche f√ľr Woche im Mitteilungsblatt die Eigenwerbung der Parteien und ihrer Mitglieder – schwarz auf wei√ü.

Der beste Beweis ist, dass ich das heddesheimblog weiter betreibe.√ā¬†

Weil ich immer wieder darauf angesprochen werde: Ich bin kein Mitglied der FDP und werde auch keins werden. Ebenso werde ich keiner anderen Partei angehören, weil das nicht zu meiner Arbeit als unabhängiger Journalist passt.

Auch als Gemeinderat bin ich von niemandem abhängig, außer vom Gesetz und meinem Gewissen. Auch das wird so bleiben.

Und sonst? Wartet man als frisch gewählter Gemeinderat auf die Post und ein Schreiben, das fragt, ob man die Wahl annimmt.

Ich warte also auf die Post.

Bis dann

Ihr Hardy Prothmann

Kommunalwahl 2009: Was die Zahlen verraten

Guten Tag,

„Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gef√§lscht hast“, ist ein Spruch, den man zumindest kennen sollte.

Im Fall der Kommunalwahl 2009 muss man sich aber keine Sorgen machen: Wahlstatistiken sind hier in Deutschland und damit auch in Heddesheim eigentlich nicht manipulierbar.

Mit der Wahl hatte also alles seine Ordnung Рtrotzdem ist die politische Ordnung völlig durcheinander.

Kumuliert und panaschiert

Damit hatten auch die Wahlhelfer zu k√§mpfen und mussten bis sp√§t in die Nacht all die kumulierten und panaschierten Stimmen ausz√§hlen: Es wurde nicht einfach eine Partei gew√§hlt, sondern sehr genau √ľberlegt, wer die Stimmen bekommen sollte.

Die CDU hat mit -11,4 Prozent der Stimmen die Wahl klar verloren, auch wenn sie mit 8 Sitzen stärkste Fraktion im Gemeinderat bleibt.

CDU-Gemeinderäte sind abgestraft worden

Die Zahlen hinter dem „gro√üen“ Ergebnis aber sind viel interessanter: Die sieben wiedergew√§hlten Gemeinder√§te haben jeder f√ľr sich so enorme Stimmverluste erlitten, dass -11,4 Prozent eine geradezu vertr√§gliche Zahl ist. Rainer Hege ist mit -17,17 Prozent noch am „glimpflichsten“ davon gekommen. Dem Rest haben die fr√ľheren W√§hler dagegen ein klares Zeichen gesetzt und Ihnen geradezu eine Ohrfeige verpasst.

Wer zwischen 20 und 38 Prozent seiner fr√ľheren Stimmen verliert, hat eben keine erfolgreiche Politik gemacht, die von den W√§hlern honoriert wird. √ā¬†Sieben CDU-Gemeinder√§te sind wiedergew√§hlt und das muss man respektieren. Aber sie alle haben in dieser Wahl verloren. Von einer √ľberzeugenden Best√§tigung darf keiner von ihnen reden.

Die W√§hler haben ihr Nein signalisiert: Und sicherlich nicht nur ein Nein zu Pfenning, sondern ein Nein zur √ÉŇďberheblichkeit und zur Desinformation der B√ľrger.

Die Gr√ľnen haben die Gunst der W√§hler

Ganz anders zeigten die W√§hler den Gr√ľnen ihre Gunst. Und wenn es so etwas wie einen „politischen Auftrag durch die B√ľrger“ gibt, dann haben die Gr√ľnen ihn bekommen. Zwei Gemeinder√§te wurden im Amt best√§tigt und zwar mit sensationellen Zahlen: Fast 87 Prozent plus f√ľr Klaus Schuhmann und fast 52 Prozent plus f√ľr Ulrich Kettner sind traumhafte Ergebnisse.

Vier Mitglieder wurden mit sehr guten Zahlen in den Gemeinderat gew√§hlt – Kurt Klemm gar mit 3493 Stimmen an die Spitze der Gr√ľnenliste. Der parteilose Klemm ist damit von Null auf den zweiten Platz gesprungen, was die Zahl der Stimmen pro Kandidat angeht. Als Kandidat ist er „eigentlich“ der Wahlsieger schlechthin. Und er hat daf√ľr gearbeitet: Er war offen f√ľr Fragen, hat sich klar gegen Pfenning ausgesprochen und f√ľr sein politisches Ziel, mehr Umweltschutz aktiv geworben.

Klemm und Bowien heißen die Wahlsieger

„Eigentlich“ deshalb, weil er sich den Wahlsieg mit Michael Bowien von der SPD teilen muss. Auf Platz 19 angetreten und im Ort nicht wirklich bekannt, hat er einen sensationellen Wahlsieg errungen: Platz 4 hinter den SPD-Platzhirschen J√ľrgen Merx, Reiner Lang und J√ľrgen Harbarth zeigt auch hier, was Bowien richtig und die anderen falsch gemacht haben. Er hat nicht gemauert, sondern kommuniziert. Er hat sich klar positioniert und zwar nicht ausschlie√ülich gegen√ľber dem Pfenning-Thema, sondern zu seinen Themen: Vereinsleben, Sport und Familie. Gewonnen hat er wegen seiner Glaubw√ľrdigkeit, da ist er mit Kurt Klemm gleichauf.

Die FDP hat ein Desaster erlebt: zwei von drei Gemeinder√§ten sind nicht nur „ermahnt“ worden wie bei der CDU, sondern gar nicht erst wiedergew√§hlt worden. Die eine hat nie ein Wort gesagt, der andere hat Dinge gesagt, die die √Ėffentlichkeit nicht teilen wollte. Die neuen Kandidaten haben so viele Stimmen bekommen, dass sie bestimmt nicht „aus Versehen“ gew√§hlt wurden.

Es gibt andere Themen – doch Pfenning bleibt das Hauptthema

Die stoische Behauptung im Wahlkampf, es gebe noch mehr Themen als nur Pfenning, wird den neuen Gemeinderat wie den alten auch besch√§ftigen. Nat√ľrlich gibt es diese Themen und der Gemeinderat wird sich darum k√ľmmern. Aber das Thema Pfenning wird weiterhin die Hauptrolle spielen – bis es entschieden ist. So oder so.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
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