Montag, 20. November 2017

In eigener Sache: Neue M├Âglichkeiten f├╝r unsere Leser

Unsere neue Diskussions- und Kommentarfunktion DISQUS

Mannheim/Rhein-Neckar, 3. Juli 2013 (red/sw) Wir haben die frühere WordPress-Kommentarfunktion durch das Kommentar-Tool DISQUS ersetzt, das mittlerweile viele Blogs einsetzen, da es deutlich mehr Funktionen umfasst.

Unser Ziel ist es immer, die Wertigkeit der Kommentare auf unseren Blogs zu erhalten und gleichzeitig den Respekt im Austausch der Nutzer zu stärken. Da dies manchmal aufgrund der vielen Kommentare nicht immer zu 100 Prozent gegeben war, haben wir das Kommentarsystem umgestellt. [Weiterlesen…]

Die Polizeidirektion Heidelberg nutzt die Social Media jetzt dauerhaft

„Facebook ersetzt keinen Notruf“

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Facebook-Seite der Polizeidirektion Heidelberg hat sich bew├Ąhrt. Seit Montag betreut die Pressestelle den Social Media-Auftritt dauerhaft. Im Februar war die Seite gestartet worden, um besondere Polizeieins├Ątze wie Fu├čballspiele oder Abschlussfeiern von Sch├╝lern zu begleiten. Die Beamten wollen Facebook ab sofort zur Vorbeugung gegen Straftaten und zur Zeugensuche nutzen. Den Notruf 110 oder die pers├Ânliche Anzeigenerstattung ersetzt die Seite aber nicht. [Weiterlesen…]

Gemeinderat Kurt Klemm antwortet auf Kommentare

„Man darf Kulturdenkmale nicht vergammeln lassen.“

Fotografische Dokumentation: Erh├Ąlt man mit diesen "Ma├čnahmen" ein Geb├Ąude oder beschleunigt man den Zerfallsprozess? Bilder: privat

Heddesheim, 08. M├Ąrz 2012. (red) Kurt Klemm hatte in der vergangenen Gemeinderatssitzung einen Disput mit B├╝rgermeister Michael Kessler zum Schlatterhaus – vielmehr, wie damit umgegangen worden ist. Dieses wird in K├╝rze abgerissen. Eine Kommentatorin zeigte daf├╝r Verst├Ąndnis – Kurt Klemm antwortet.

Anm. d. Red.: Da wir kein M├Âglichkeit haben, in Kommentaren Bilder zu ver├Âffentlichen, dokumentieren wir die Antwort als Artikel.

Kommentar: Kurt Klemm

„Hallo Suhedd, den Inhalt Ihres Leserbriefes kann ich sehr gut verstehen, doch ich m├Âchte, da auch ich das Geb├Ąude sehr gut kenne nicht falsch verstanden werden. Bei meinem Protest ging es auf keinen Fall darum, dass dieses Geb├Ąude in der Oberdorfstra├če 3 nicht abgerissen wird, viel mehr wollte ich protestieren wie mit unseren Kulturdenkmalen in der Vergangenheit schon umgegangen wurde.

Ich begleite das ehemalige ev. Pfarrhaus seit ├╝ber 40 Jahren und kenne sehr wohl die Probleme dieses Kulturdenkmales. Aber all meine Bitten in dieser Zeit, gegen diesen, f├╝r alle ersichtlichen Verfall etwas zu unternehmen, verhallten ungeh├Ârt (siehe Bild 2010).

Es kann daher nicht angehen, dass es in unserem Lande zum Erhalt dieser Kulturdenkm├Ąler Gesetze gibt, aber keiner h├Ąlt sich daran. In Paragraph 6 Erhaltungspflicht hei├čt es:

ÔÇ×Eigent├╝mer und Besitzer von Kulturdenkmalen haben diese im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten und pfleglich zu behandeln. Das Land (Baden-W├╝rttemberg) tr├Ągt hierzu durch Zusch├╝sse nach Ma├čgabe der zur Verf├╝gung stehenden Haushaltsmittel bei.ÔÇť

Einer Gemeinde wie Heddesheim sollten Kulturdenkmale erhaltenswert sein und sie nicht als abbruchreife Tauschobjekte vergammeln zu lassen.

Die Liste der abgerissenen Kulturdenkmale in Heddesheim ist lang und ich kann nur hoffen dass alle noch vorhandenen Kulturdenkmale von unseren B├╝rgern in Zukunft sehr aufmerksam und kritisch beobachtet werden, wie zum Beispiel der ÔÇ×Badische HofÔÇť in der Schaafeckstra├če 3.

Es muss einfach einen Weg geben, um Kulturdenkmale f├╝r unsere Nachwelt zu erhalten.

Gastbeitrag: Anonymit├Ąt im Internet – wohl oder wehe?


Verkleidung und Anonymit├Ąt sind beim Karneval "normal". Die Verwendung von Pseudonymen f├Ârdert im Netz Meinungsfreiheit. Bundesinnenminister Friedrich will das verbieten. Quelle: wikipedia/Muu-karhu

Rhein-Neckar/Gmund, 10. August 2011. (red) Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert vor dem Hintergrund der Terroranschl├Ąge in Norwegen, dass Blogger beim Verfassen von Beitr├Ągen ihre Identit├Ąt preisgeben sollten. Er bezieht damit auch anonyme Kommentatoren mit in die Diskussion ein. Die Frage ist, ob das wirklich Sinn macht. Unser Partnerblog „TegernseerStimme.de“ sieht den Vorsto├č kritisch.

Von Peter Posztos

Friedrich begr├╝ndet seine Forderung nach der Preisgabe des Namens damit, dass ansonsten politisch motivierte T├Ąter ihre Hassparolen ungeniert im Internet preisgeben k├Ânnen. Er ist der Ansicht, dass gew├Âhnliche Blogger oder Kommentatoren sich nicht zu versteckten br├Ąuchten.

Vielmehr sollten sie „mit offenem“ Visier schreiben. Gerade das anonymisierte Internet habe dazu gef├╝hrt, dass sich radikalisierte Einzelt├Ąter herangebildet h├Ątten, die vor nichts zur├╝ckschrecken w├╝rden.

Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke gibt allerdings zu Bedenken, dass der mutma├čliche Attent├Ąter von Norwegen ein wenig gelungenes Beispiel ist. Er sei n├Ąmlich dort unter seinem Namen aufgetreten.

Dar├╝ber hinaus k├Ânnten sich Menschen gerade auch in Foren h├Ąufig viel offener ├Ąu├čern, wenn sie unter einem Pseudonym auftreten. „Hier reicht es aber vollkommen aus, wenn der Blogbetreiber etwa gegen rassistische oder diffamierende Beitr├Ąge vorgeht und diese l├Âscht“, wei├č Christian Solmecke.

„Anonyme Kommentare sind f├╝r mich nicht relevant, egal was derjenige zu sagen hat“

Bei der Tegernseer Stimme werden wir des ├Âfteren mit dem Vorwurf konfrontiert, dass anonyme Kommentare aufgrund ihrer Anonymit├Ąt nicht Ernst genommen werden k├Ânnten. Gerade die weniger netzaffinen Personen mit hohem Verantwortungsbereich sind schnell mit Forderungen nach der Aufl├Âsung der Anonymit├Ąt von Kommentatoren zur Stelle. „Andernfalls werden wir uns mit solchen Anfragen nicht besch├Ąftigten“ ist eine g├Ąngige Floskel, die mit der Realit├Ąt wenig zu tun hat.

Denn vor allem bei politischen Themen wird immer wieder deutlich, wie wichtig Anonymit├Ąt ganz allgemein sein kann. Und das nicht nur in totalit├Ąren Staaten wie China oder bei demokratischen Vorg├Ąngen wie einem Wahlgang.

Auch im Netz ist Anonymit├Ąt manchmal heilsam und n├Âtig. Kommentare unter Klarnamen werden noch Jahre sp├Ąter gefunden. Eine objektive, aber trotzdem klare Meinungs├Ąu├čerung gegen├╝ber dem Lieblingsprojekt eines B├╝rgermeisters wird zwar m├Âglicherweise die Chance auf den Bau des Eigenheimes nicht entscheidend verringern. Vergr├Â├čern d├╝rfte sie diese jedoch auch nicht.

Was auch immer der genaue Anlass ist. Im Endeffekt gibt es tausende guter Gr├╝nde warum jemand einen anderen Namen benutzen m├Âchte, als seinen Geburtsnamen. Manche Leute haben Sorge, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage bedroht werden. Oder dass ihnen politische beziehungsweise ├Âkonomische Nachteile entstehen.

Andere wollen Diskriminierung vermeiden – das kann auch Diskriminierung im Bekannten- und sogar Freundeskreis beinhalten. Oder auch einfach nur einen Namen nehmen, der leichter zu merken oder buchstabieren ist.

Der Betreiber kann, im Gegensatz zu seinen Kommentatoren, nie anonym sein

Ganz anders ist es mit dem Betreiber eines Blogs. Denn dieser, so Solmecke, k├Ânne sich nach der aktuellen Rechtslage nicht hinter seiner Anonymit├Ąt verstecken. Auch Blogs m├╝ssen bereits heute zumindest mit Name und Anschrift des Betreibers versehen sein.

Dies ergibt sich bei werbefinanzierten Angeboten bereits schon aus ├é┬ž 5 Abs. 1 TMG und bei redaktionell gestalteten Webseiten aus ├é┬ž 55 Abs. 2 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV). F├╝r die ├╝brigen Blog-Angebote folgt das aus ├é┬ž 55 Abs. 1 RStV. Hiernach ist ein Impressum lediglich bei Webseiten entbehrlich, die ausschlie├člich pers├Ânlichen oder famili├Ąren Zwecken dienen. Aus dem Grund warnt Solmecke: „Wer diesen Vorgaben nicht gen├╝gt, gegen den kann durch Abmahnung oder einstweilige Verf├╝gung vorgegangen werden.“

Uns interessiert nicht, ob ein Kommentator anonym ist, sondern was jemand zu sagen hat

Bei der immer ├Âfter diskutierten Frage aber, ob das Internet ein besserer Ort wird, wenn wir alle nur noch mit unserem echten Namen unterwegs sind, hilft das jedoch nicht weiter.

Wir meinen: diese Frage soll und darf jeder f├╝r sich selbst beantworten. Man muss anonyme Kommentare nicht m├Âgen. Aber man sollte sie akzeptieren als anerkanntes Mittel seine Meinung im rechtlichen Rahmen – und dies gilt auch f├╝r das Internet – kundzutun. Oder wie die Zeit schreibt:

Anonyme Kommentare bieten zwei unsch├Ątzbare Vorteile: Auch die ├âÔÇ×ngstlichen, die Schwachen und die Z├Âgerlichen trauen sich, unter dem Schutz der Anonymit├Ąt ihre Meinung zu sagen. Und dank des Schutzes der Anonymit├Ąt k├Ânnen wir sehen, was Menschen wirklich denken.

Das mag manchmal affektiert, arrogant oder sogar atemberaubend dumm daherkommen. Nur sind dies alles keine Gr├╝nde das in jeder Hinsicht sch├╝tzenswerte Gut der Meinungsfreiheit einzuschr├Ąnken. Und so werden wir es auf der Tegernseer Stimme auch zuk├╝nftig handhaben wie bisher. Die Gr├╝nde, die jemand f├╝r einen anonymen Kommentar hat, sind uns egal. Wenn er oder sie anonym kommentieren m├Âchte, ist das in Ordnung. Entscheidend ist nur was jemand zu sagen hat.

Bedeutet: Gegen allzu pers├Ânliche oder sogar diffamierende Leserkommentare werden wir auch weiterhin vorgehen, diese eventuell k├╝rzen oder gegebenfalls l├Âschen.

Denn solche „Wortmeldungen“ sind oft nicht nur rechtlich unzul├Ąssig, sondern bringen auch eine fruchtbare Diskussion im Normalfall nicht weiter. Und an der sollte uns allen – ob anonym oder nicht – gelegen sein.

Peter Posztos ist Gesch├Ąftsf├╝hrer des Netzwerks LokaleStimme.de

Zur Person:

Peter Posztos (33) betreibt seit April 2010 das lokale Informationsportal TegernseerStimme.de.

Als Mitgr├╝nder von verschiedenen Online-Portalen ist der Diplom-Kaufmann und Jungunternehmer bereits ein „alter Hase“ im Internet.

Er geh├Ârt zu den Mitgr├╝ndern von istlokal.de, einem Verband unabh├Ąngiger, lokaljournalistischer Angebote in Deutschland. Istlokal.de vereint zur Zeit rund 50 Angebote in ganz Deutschland, die alle unabh├Ąngig voneinander arbeiten, sich aber ├╝ber die gemeinsame Plattform unterst├╝tzen.

Dazu geh├Ârt auch der Austausch von Texten – um die Meinungsvielfalt zu f├Ârdern und zu zeigen. Das Thema Meinungsfreiheit ist eines der zentralen Anliegen von istlokal.de. Der aktuelle Vorsto├č von Bundesinnenminister Friedrich ist ein Thema, dass alle Internet-Redaktionen und deren Leserinnen und Leser betrifft.

 

Geprothmannt: Mit „klassischen Medien“ werden Sie aus zweiter Hand informiert. Pr├Ądikat: „mangelhaft“.


Guten Tag!

07. Februar 2011. Haben Sie mitbekommen, dass in der arabischen Welt eine Revolution stattfindet? Ja? Wie haben Sie sich dar├╝ber informiert? ├â┼ôber ARD und ZDF? In Ihrer lokalen Tageszeitung? Dann sind Sie leider vermutlich sehr schlecht informiert. Oder haben Sie sich online informiert? Dann k├Ânnten Sie besser informiert sein, wenn Sie die richtigen Quellen kennen.

Von Hardy Prothmann

Wer sich in Deutschland ├╝ber die Revolution in den arabischen Staaten informieren m├Âchte, ist denkbar schlecht beraten, wenn er daf├╝r ARD und ZDF oder „seine Zeitung“ benutzt und darauf vertraut, umfassend, hintergr├╝ndig und aktuell informiert zu werden.

Informationen? Klar – gibts im Ausland.

Tatsache ist: Man ist viel besser informiert, wenn man die Programme von Al Jazeera, CNN oder BBC einschaltet. Oder die Berichterstattung der amerikanischen New York Times, der spanischen El Pais, der franz├Âsischen Le Monde oder des britischen Guardian verfolgt.

Das Problem dabei ist: Man muss schon einigerma├čen gut Englisch k├Ânnen, um die Nachrichten der Sender und Zeitungen zu verfolgen. Oder ausreichend Spanisch oder Franz├Âsisch. Gute arabische Sprachkenntnisse w├Ąren noch mehr von Vorteil – denn dann k├Ânnte man viele Originalmeldungen verstehen.

Begrenzte Globalisierung.

Das gr├Â├čte Problem: Wenn man das nicht kann, ist man auf die Angebote von ARD und ZDF oder der Lokalzeitungen im wahrsten Sinne des Wortes „begrenzt“ – und das in Zeiten der Globalisierung.

Sie k├Ânnen sicher davon ausgehen, dass weder der Mannheimer Morgen, noch die Rhein-Neckar-Zeitung und schon gar nicht die Weinheimer Nachrichten irgendeine eigene redaktionelle Leistung zur Lage anbieten wollen oder k├Ânnen. Was Sie auf den Titelseiten lesen, sind ganz ├╝berwiegend „Agenturmeldungen“.

Die erscheinen auch in Dutzenden anderen Zeitungen. 1:1. Das sind Berichte, die wie industriell gefertigte Tielk├╝hlpizzen vervielf├Ąltigt werden. Ohne „eigenes Rezpt“, ohne eigene „Experten“, ohne eine eigenst├Ąndige Leistung der jeweiligen Redaktion.

Vor Ort ist immer lokal.

Unser Anspruch ist die lokale und regionale Berichterstattung – aber immer, wenn die Nachrichtenlage es erfordert, bringen wir auch die „Weltnachrichten“ zu unseren Leserinnen und Lesern. Denn wir alle leben vor Ort, interessieren uns aber auch daf├╝r, was woanders passiert.

Hardy Prothmann schreibt seine Meinung auf. Die ist "geprothmannt". Bild: sap

Unser Interview mit Christoph Maria Fr├Âhder, einem der erfahrensten und besten deutschen Krisenreporter der vergangenen Jahrzehnte auf dem Rheinneckarblog hat Wellen geschlagen. ARD und ZDF waren „not amused“ ├╝ber die klaren Worte und die eindeutige Kritik. „Intern“ haben wir erfahren, dass das ZDF „stinksauer“ auf uns ist.

„So what“, sagen wir und sind ebenfalls „stinksauer“ – ├╝ber die unzureichende und schlechte Berichterstattung der mit Milliarden an GEZ-Geb├╝hren „gepamperten“ Sender, von denen wir und unsere Leserinnen und Leser zu Recht mehr als diese schwachen Leistungen erwarten.

├â┼ôber das Interview mit Herrn Fr├Âhder hinaus haben wir uns um exklusive Nachrichten bem├╝ht und „berichten“ anders, als das ├Âffentlich-rechtliche Sender und Zeitungen tun. Wir verlinken Quellen und kommentieren diese auf Facebook und Twitter. Zwei Internet-Dienste, die mit daf├╝r verantwortlich gemacht werden, dass die „arabische Revolution“ gegen den Terror und die Diktaturen ├╝berhaupt m├Âglich geworden ist.

Es gibt durchaus eine Verbindung zwischen den arabischen L├Ąndern und Deutschland. Wer sich hier wie dort auf die „klassischen Medien“ verl├Ąsst, erh├Ąlt immer nur gefilterte Nachrichten.

Zweifel an der Qualit├Ąt m├╝ssen immer m├Âglich sein.

ARD und ZDF sind ebenso wie Lokalzeitungen sicherlich nicht mit der Rolle von staatlich gesteuerten Medien in Diktaturen zu vergleichen – aber man darf durchaus Zweifel an der Qualit├Ąt ihrer Produkte haben. Vor allem dann, wenn man vergleicht, was das Produkt, in diesem Fall Journalismus, leistet.

W├╝rde man den Journalismus vieler deutscher Medien mit der Autoindustrie vergleichen, st├Ąnde unumst├Â├člich fest, dass deutsche Medien deutlich weniger Komfort, Leistung, Innovation bieten als „ausl├Ąndische Anbieter“, dass das Preis-Leistungsverh├Ąltnis ebenso wie die „Pannenstatistik“ und auch der „Service“ katastrophal sind und unterm Strich einfach nur ein „mangelhaft“ ├╝brig bleibt.

Das gilt selbst f├╝r den „gelben Faktor“, also die so genannte „Yellow-Press“. Alle interessanten „Nachrichten“ und „Infos“, die man hierzu in Deutschland lesen kann, sind nur ein „Ab-„Klatsch internationaler Meldungen und werden in Deutschland „wiederverwertet“. Ausnahmen liefern ab und an Bild und Bunte, die „Promis“ aus der vorletzten Reihe irgendwie „interessant“ machen.

Die Umbr├╝che in der arabischen Gesellschaft zeigen einen desastr├Âsen Zustand des deutschen Journalismus. Wo lesen, h├Âren, sehen Sie die Berichte von vor Ort ├╝ber das, was Muslime hier erleben, wenn diese die Nachrichten in Tunesien und ├âÔÇ×gypten verfolgen? Wo sind die Berichte, wie Deutschland sich mit seiner weltweit einzigartigen „Erfindung“ des Mauerfalls als Partner f├╝r europ├Ąische Nachbarl├Ąnder (und das sind alle Mittelmeer-Anreiner-Staaten) einsetzen k├Ânnte?

Geduld? hat die Welt nicht mehr.

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel diskreditiert sich v├Âllig, wenn sie zur „Geduld“ mit einem Diktator wie Husni Mubarak aufruft. ├â┼ôbersetzt hei├čt das: „Habt Geduld mit mir, denn ich habe keine Ahnung, wie ich mit der Situation umgehen soll.“

Was haben Tunesien und ├âÔÇ×gypten nun mit unserer lokalen und regionalen Berichterstattung zu tun?

Sehr viel mehr, als heute, hier und jetzt auf den ersten Blick klar sein mag.

Zuk├╝nftig werden Entscheidungen und Entwicklungen, die in Bayern oder Schleswig-Holstein fallen, auch in Nordbaden ein Rolle spielen.

Warum? Weil man hier vor Ort erfahren kann, was dort vor Ort passiert oder passiert ist.

Facebook und Twitter schaffen Demokratie. Absurd? Nein. Real.

Man kann diese Informationen verwenden, um den Schaden, der woanders entstanden ist, abzuwenden. Und noch viel besser: Man kann das, was woanders gut oder sehr gut „gelaufen ist“ einfach ├╝bernehmen. Gut informiert – mit allen „problematischen“ und allen „positiven“ Erfahrungen.

Das ist ein Erfolg der „Facebook“-Generation, der freien Medien oder auch nur der „Handy-Revolution“, wie Beobachter ├âÔÇ×gypten einordnen. Man verbindet sich, man kommuniziert miteinander, man tauscht sich aus, man hat mehr als eine Quelle der Information.

Das ist die Basis f├╝r friedliche „Revolutionen“ – die ├Ągyptischen Regime-Gegner sind nicht als Brandschatzer und Gewaltverbrecher aufgefallen, sondern durch ihren Willen zur Demokratie – sehr zur Verwirrung „gepr├Ągter“ Meinungen, die sich schwer tun, eine Muslim-Bruderschaft als notwendige Organisation anzuerkennen.

Das ist neu, das ist einzigartig, das gibt Hoffnung.

Von den Medien darf man erwarten, dass sie Mubarak einen alten Mann sein lassen. Der 82-j├Ąhrige Diktator soll sich in Heidelberg behandeln lassen d├╝rfen. Egal, was das kostet. G├Ânnen wir ihm den „goldenen Abgang“ – der Mann ist so reich und hat sein Volk so sehr betrogen. Bringt irgendein „Tribunal“ eine Besserung f├╝r seine „Untaten“?

Eher nicht.

Tunesien und ├âÔÇ×gypten sind beliebte Reisel├Ąner der Deutschen – und mal ganz ehrlich? Lohnt es sich nicht, f├╝r einen entspannten Urlaub unter afrikanischer Sonne, ein wenig f├╝r Demokratie, gerechte L├Âhne und stabile Verh├Ąltnisse einzutreten?

Der „Service“ w├╝rde sicher davon profitieren. Oder auch unserer aller Bekenntnis zur Demokratie.

Deswegen: Nutzen Sie die neue Medien. Verfolgen Sie, was passiert.

Schreiben Sie Ihre Meinung auf. Schreiben Sie an die Programmbeir├Ąte von ARD und ZDF. Stellen Sie Forderungen. Schreiben Sie an die Zeitungen und fordern Sie mehr Informationen.

Die Menschen in ├âÔÇ×gypten und Tunesien und anderswo tun das auch. Weil sie gerne in einer freiheitlichen Ordnung leben w├╝rden.

Diese Menschen gehen dabei ein hohes Risiko ein – wir haben die M├Âglichkeit, ohne Risiko f├╝r Menschenrechte, Freiheit und Demokratie einzutreten.

Tun wir das nicht, w├Ąchst das Risiko, dass wir das irgendwann nicht mehr ohne Risiko k├Ânnen.

Anmerkung der Reaktion:
Unsere „allererste“ Aufgabe, die lokale Berichterstattung mag etwas „gelitten“ haben – wir hoffen, Sie sehen uns das nach, angesichts der Belastung. Wir sind nur ein kleines Team. Sie k├Ânnen sicher sein, dass wir an den Themen vor Ort dranbleiben.

„Geprothmannt“ erscheint im Wechsel mit anderen Kolumnen immer montags.

In eigener Sache: ├ťber Missst├Ąnde und Missverst├Ąndnisse

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Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. Die Redaktion des heddesheimblogs nimmt einen Kommentar zum Anlass – zu „Missst├Ąnden“ und „Missverst├Ąndnissen“ Stellung zu nehmen.

Von Hardy Prothmann

Der Kommentator Robin Maier schreibt: „Ich bin Teil der Organisation und versuche mal einen „Mi├čstand“ klarzustellen. Hier geht es nicht um das Public Viewing an sich, sondern heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen/Gemeinde/TG.“

Der von Ihnen beklagte Missstand beruht auf einem Missverst├Ąndnis.

Es gibt in der Redaktion keine Haltung: heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen (MM)/Gemeinde/TG.

Zutreffend ist: das heddesheimblog konkurriert mit anderen Medien um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser, darunter dem MM. Das nennt man Wettbewerb.

Diese Form von gesch├Ąftlichem Wettbewerb ist zugleich eine Dienstleistung und eine Produktion. Aber sie ist mehr als das – sie beruht auf Artikel 5 Grundgesetz, also auf der Meinungsfreiheit.

Grunds├Ątzlich gilt: Um sich eine Meinung bilden zu k├Ânnen, braucht man Informationen. Die werden in pers├Ânlichen Gespr├Ąchen, am Stammtisch, im Verein, in anderen Runden oder auch ├╝ber Medien transportiert.

Wie bei allen Waren ist die Qualit├Ąt der Informationen durchaus unterschiedlich. Doch selbst die beste Information kann letztlich Meinungslosigkeit hinterlassen – denn die Empf├Ąnger von Informationen m├╝ssen auch bereit sein, sich eine Meinung bilden zu wollen. Die Art dieser Bereitschaft beeinflusst wiederum die Informationsverarbeitung und damit letztlich das Meinungsbild.

Sprich: Zeige ich mich offen f├╝r Informationen oder filtere ich nur das, was ich wahrnehmen will?

heddesheimblog vs. MM

Der MM ist nicht nur eine lokale Monopolzeitung – durch diesen Status beherrschte die Zeitung in der Zeit vor unserer Berichterstattung auch das Monopol ├╝ber die Meinungen der Menschen im Verbreitungsgebiet.

Durch unser Angebot erweitern wir die M├Âglichkeit, sich eine Meinung zu bilden. Wenn wir erkennen, dass der MM Meinungen manipuliert – dann weisen wir die ├ľffentlichkeit auf diesen Missstand hin. Und hier, lieber Herr Maier, sind viele und gravierende Missst├Ąnde zu erkennen.

Die Medien werden auch als „vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet. Medien alleine k├Ânnen das aber nicht leisten – es braucht dazu die B├╝rgerinnen und B├╝rger, die sich ├╝ber m├Âglichst mehr als ein Medium informieren k├Ânnen und sich eine Meinung bilden.

Wollen Medien ihre so genannte „W├Ąchterfunktion“ wahrnehmen, m├╝ssen sie mit kritischem Blick die Geschehnisse verfolgen. Medien, die nur Bratwurstjournalismus anbieten, erzeugen Bratwurstmeinungen.

heddesheimblog vs. Gemeinde

Die Gemeindeverwaltung Heddesheim ist eine Beh├Ârde. Diese ist dazu da, die ├Âffentlichen Angelegenheiten einer Kommune und damit der dort lebenden B├╝rgerinnen und B├╝rger zu regeln. Dabei ist sie verpflichtet, die Medien gleichberechtigt zu informieren und Ausk├╝nfte zu erteilen.

B├╝rgermeister Michael Kessler ist Leiter der Verwaltung. Er behandelt Medien selektiv und bevorzugt und benachteiligt uns und verweigert Ausk├╝nfte.

Damit verst├Â├čt er nicht nur gegen das Landespressegesetz – er zeigt sich auch presse- und damit demokratiefeindlich. Das hat zur Konsequenz, dass er Teilen der ├ľffentlichkeit, die sich bei uns informieren, unter Umst├Ąnden entscheidende Informationen verweigert. Damit ├╝bt er sein Amt aus unserer Sicht unzureichend aus.

Die Person Michael Kessler ist f├╝r die Redaktion nur eine Person wie jede andere auch. Der B├╝rgermeister ist ein Amtstr├Ąger. An der Art, wie Herr Kessler dieses Amt ausf├╝llt, messen wir ihn als Beh├Ârdenleiter.

Wenn Sie unsere Berichterstattung aufmerksam verfolgen – vermuten mir nicht hinter allem „eine Leiche im Keller“ oder gar „b├Âse Absichten“. ├â┼ôber die meisten Angelegenheiten berichten wir ohne „spezielle“ Vermutungen. Ganz im Gegenteil stellen wir auch positive Entwicklungen als solche dar.

Unsere Berichte informieren unsere Leserinnen und Leser zutreffend ├╝ber das, was in der Gemeinde passiert. Vieles davon ist normaler Alltag – den dokumentieren wir und versuchen durch die Art der Berichterstattung die Menschen f├╝r diese Themen zu interessieren.

heddesheimblog vs. TG

Hier, lieber Herr Maier, haben Sie einen sehr selektiven Blick auf unsere Berichterstattung gelegt. Andererseits beschreiben Sie auch hier ein Problem, dass nichts mit der redaktionellen Haltung zu tun hat.

Die Berichterstattung ├╝ber Vereine als wichtige gesellschaftliche Organisationen liegt uns am Herzen. Die meisten Vereine, ├╝ber die wir bislang berichtet haben, sch├Ątzen unsere Berichterstattung, mehr noch aber unser Interesse, das wir f├╝r die Belange der Vereine zeigen.

Unsere „kritische“ Haltung beeinflusst das nicht. Wir berichten „positiv kritisch“, wenn unsere Informationen dies belegen. Wir berichten „negativ kritisch“, wenn wir der Auffassung sind, dass dies angezeigt ist.

Die TG ist als Verein im Gegensatz zur Gemeinde nicht zur Auskunft verpflichtet. Typischerweise ist ein Verein aber an m├Âglichst vielf├Ąltigen Medienberichten interessiert, weil das die Bedeutung der Vereinsarbeit unterstreicht und f├╝r neue Mitglieder sorgt.

Der Vorstand der TG, insbesondere Herr Ewald Doll, hat sich nicht nachvollziehbar dazu entschlossen, allen Leserinnen und Lesern des heddesheimblogs, Informationen ├╝ber die Vereinsarbeit zu verweigern. Herr Doll erweist sich unserer Auffassung nach damit ebenfalls presse- und demokratiefeindlich und ├╝bt sein Amt als Vereinsvorsitzender unzureichend aus. Wir behaupten sogar, dass er vors├Ątzlich und bewusst dem Verein durch dieses Verhalten schadet.

Viele unserer Leserinnen und Leser sind Mitglied der TG Heddesheim – die Vermutung, dass heddesheimblog w├╝rde „gegen die TG“ berichten, ist allein schon deshalb absurd.

Wir m├Âchten Ihnen zum besseren Verst├Ąndnis ein anderes Beispiel nennen: Unser Kommentar „Der Prunk, die Sitzung und was die Grumbe besser machen k├Ânnen“ stellte die Prunksitzung des Karnevalvereins positiv dar. Kritisiert haben wir aber die Vereinsvorsitzenden. Diese haben sich f├╝r die Kritik bedankt und als das verstanden, was sie war: Eine Meinungs├Ąu├čerung und ein Hinweis auf einen „Missstand“, den man verbessern kann.

Heddesheimer Verh├Ąltnisse vs. vorbildliche „Verh├Ąltnisse“

Wir verweisen ebenfalls zum besseren Verst├Ąndnis gerne auf unsere weiteren Angebote hirschbergblog.de und ladenburgblog.de.

Dort berichten wir mit derselben Mannschaft aus der gleichen Haltung heraus: unabh├Ąngig, ├╝berparteilich, kritisch und interessiert.

Die B├╝rgermeister in Hirschberg (Manuel Just) und Ladenburg (Rainer Ziegler) und ihre Verwaltungen verhalten sich vorbildlich gegen├╝ber der Presse insgesamt und auch unserer Redaktion: Das hei├čt, sie informieren die Medien gleichberechtigt.

Bei unseren Recherchen k├Ânnen wir selbstverst├Ąndlich alle Mitarbeiter dieser Kommunen ansprechen und erhalten fachlich fundierte Ausk├╝nfte. Zeitnah und sehr zuvorkommend durch die Mitarbeiter, die unsere redaktionelle Arbeit damit hervorragend unterst├╝tzen.

Dasselbe gilt f├╝r die Vereine und andere Organisationen, die auf die Redaktion zukommen, Informationen ungefragt ├╝bermitteln und uns einladen, an allen Verstaltungen teilzunehmen.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Was ist der Unterschied?

Wie in allen Kommunen, gibt es in Heddesheim und auch in Hirschberg und Ladenburg „interessierte Kreise“. Das reicht vom Seniorennachmittag ├╝ber die Vereine und andere Organisationen bis hin zu den Verwaltungen.

„Interessierte Kreise“ sind auch vollkommen in Ordnung – es sei denn, sie entwickeln sich zu Cliquen, Kl├╝ngeln oder Kartellen und machen sich den Ort zur Beute.

Wir haben den Eindruck, dass dies in Heddesheim der Fall ist. Hier haben sich f├╝hrende Vertreter aus Parteien, Vereinen, Firmen und der Verwaltung zusammengerottet, um ihre „speziellen Interessen“ zu verfolgen und einen „Feind“ zu bek├Ąmpfen – das heddesheimblog.

Nicht die Vereine, Parteien oder die Verwaltung an sich sind daf├╝r verantwortlich und stehen dabei im Fokus unserer Kritik: Hinter diesen „b├Âsen“ Verh├Ąltnissen in Heddesheim stecken einzelne F├╝hrungspersonen: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Transparentes Angebot

Sie schreiben: „Einerseits finde ich es gut, dass ein Medium wie das heddesheimblog Strukturen durchleuchtet und auch mal unangenehme „Fragen“ stellt.├é┬áAndererseits sollte es in Heddesheim noch m├Âglich bleiben Veranstaltungen durchzuf├╝hren, die ehrenamtlich geplant werden und den Vereinskassen zugute kommen sollen, ohne das hinter jedem „Zaun“ eine b├Âse Absicht lauert.“

Die Redaktion folgt keinem „Feindbild“ und wittert auch nicht ├╝berall „b├Âse Absichten“, sondern folgt ausschlie├člich journalistischen Interessen. Unsere Arbeit findet bundesweit Beachtung, wird von Journalisten und Wissenschaftlern gesch├Ątzt und gelobt.

Wir beobachten kritisch das Ortsgeschehen. Die Redaktion erf├Ąhrt dabei ganz ├╝berwiegend Unterst├╝tzung. Aber auch Behinderungen: Wir gehen zu Veranstaltungen – und werden rausgeworfen. Wir fragen nach Informationen – und werden dabei behindert. Es werden b├Âse Ger├╝chte gestreut. Es gibt k├Ârperliche ├â┼ôbergriffe und im September sogar einen „gemeingef├Ąhrlichen“ Anschlag.

Das sind Missst├Ąnde, die wir transparent machen.

Leider fehlt es einigen hier im Ort an der n├Âtigen Souver├Ąnit├Ąt und einer demokratischen Haltung, mit Kritik umzugehen. Einige wenige sind fest entschlossen, jede Kritik als „Angriff“ zu bewerten – dabei bleibt es nicht bei einer Meinungsbildung, sondern es kommt zu inakzeptablen Grenz├╝berschreitungen.

Sie, lieber Herr Maier, w├Ąhlen den guten und richtigen Weg der Kommunikation und freien Meinungs├Ąu├čerung. Ihr Kommentar ist nachvollziehbar, differenziert und vern├╝nftig.

Unterst├╝tzung durch das heddesheimblog

Vielleicht ├Ąndern Sie aber Ihre Meinung, wenn Sie unseren Kommentar nochmals lesen:

Der Einstieg beginnt mit einer „positiven Kritik“. Der Text schildert ein „Public Viewing“ mit mehreren hunderttausend Menschen als positives Beispiel. Dann w├Ągt der Text ab, aus welchen Gr├╝nden das Heddesheimer „Public Viewing“ wie veranstaltet wird.

Diese Abw├Ągung passiert ├Âffentlich, transparent und wird mit Argumenten belegt.

Dann folgt Kritik – nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sondern auf Basis von Recherchen. Hinter den Kulissen herrscht nicht eitel Sonnenschein. Die Durchf├╝hrung der Veranstaltung schlie├čt eventuell sozial schw├Ąchere Mitglieder unserer Gemeinschaft aus. Eventuell wird ein „Vorgl├╝hen“ provoziert.

Dar├╝ber hinaus gibt es eine „Man├Âverkritik“ und konstruktive Vorschl├Ąge zur Verbesserung. Keine Befehle, keine Anordnungen – nur Vorschl├Ąge.

Und letztlich beschreibt der Kommentar ein „Ph├Ąnomen“, das in vielen Vereinen, die k├Ąmpfen m├╝ssen, anzutreffen ist: Angst und Misstrauen. In Ladenburg hat das beispielsweise dazu gef├╝hrt, dass die Stadt das beliebte „Ballonfestival“ verloren hat.

Von „b├Âsen Absichten“, lieber Herr Maier, ist mit keinem Wort die Rede.

Die Redaktion begr├╝├čt ausdr├╝cklich das Vorhaben, g├Ânnt den Vereinen ausdr├╝cklich Einnahmen und w├╝nscht den Veranstaltern und allen G├Ąsten (die es sich leisten k├Ânnen) ein erfolgreiches, gemeinsames „Public Viewing“ und unserer Mannschaft den bestm├Âglichen Erfolg bei der WM.

Und wir haben einen Wunsch: Wir w├╝rden gerne umfangreich und ohne Behinderungen berichten k├Ânnen.

Jetzt sind Sie, lieber Herr Maier, als Mitorganisator (Fortuna) gefragt:

  • Vermuten Sie „b├Âse Absichten“ oder setzten Sie sich daf├╝r ein, dass unsere Redaktion wie andere Medien gleich behandelt wird?
  • Und sind Sie und die anderen Veranstalter bereit, sich einer vorurteilsfreien, fairen aber kritischen Berichterstattung zu stellen?

Dar├╝ber w├╝rden wir uns sehr freuen.

Und sicher auch alle unsere Leserinnen und Leser.

In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Die Alte Apotheke, der Kommentar und die Diskussion

Guten Tag!

Heddesheim, 10. Februar 2010. Der Kommentar „Kein Kinderlachen f├╝r das heddesheimblog“ ist selbst ├╝ber 50 Mal kommentiert worden. Von „Zensur“ ist die Rede, von „Diffamierung“, von „Hetzern“ und „Verschw├Ârungsseiten“. Die Redaktion hat jeden Leserkommentar zu diesem Text ver├Âffentlicht – um exemplarisch zu zeigen, welche unterschiedlichen Niveaus diese Beitr├Ąge haben.

Von Hardy Prothmann

Verschiedene Kommentarschreiber sehen in meinem Kommentar ├╝ber das Verhalten des Apothekers Gaber eine „Diffamierung„. Nach der Wikipediadefinition hie├če das, der Kommentar w├╝rde gezielt „Ger├╝chte“ streuen, um „den Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten, mundtot zu machen oder zu ruinieren“.

Der Kommentar schildert aber keine „Ger├╝chte“, sondern zutreffende Tatsachen. Es gab eine Spendenaktion, eine Ehrung und eine Berichterstattung dar├╝ber im Mannheimer Morgen. Und es gab eine Anfrage des heddesheimblogs an Herrn Gaber.

Herr Gaber hat sich f├╝r ├ľffentlichkeit entschieden: ├â┼ôber vivesco organisiert gab es einen Pressetermin und eine Pressemitteilung. Und Herr Gaber hat sich gegen ein Gespr├Ąch mit dem heddesheimblog entschieden.

Das heddesheimblog hat auch ohne Mitwirkung von Herrn Gaber ├╝ber die Aktion berichtet – Grundlage daf├╝r war die Presseinformation. Dar├╝ber hinaus haben wir im Kommentar dargestellt, wie Herr Gaber auf unsere Presseanfrage reagiert hat. Herr Gaber muss nicht mit uns reden. Er kann es aber. Wir m├╝ssen nicht ├╝ber die Aktion und sein Verhalten berichten, wir k├Ânnen es aber.

Herr Gaber hat ├ľffentlichkeit gesucht und will durch diese ├ľffentlichkeit ein positives Image erreichen. Gleichzeitig verweigert er einer journalistischen Redaktion aus „ungenannten Gr├╝nden“ auf ein h├Âfliche Anfrage hin Ausk├╝nfte.

Die Schilderung dieses Vorgangs soll und wird Herrn Gaber weder mundtot machen, noch ruinieren. Das ist auch nicht Ziel des Kommentars gewesen.

Das Ziel war einzig und allein, darzustellen, wie Herr Gaber bei Medien selektiert – also eine Form von Zensur betreibt und damit die Berichterstattung ├╝ber eine „gute Sache“ verhindern m├Âchte. Er baut eine Front auf, die uns unbekannt war und ist.

Dar├╝ber hinaus ist die Haltung Herrn Gabers gegen├╝ber dem heddesheimblog nicht nachvollziehbar: Weder er noch eine seine Angestellten noch sein Gesch├Ąft, die Apotheke, waren zuvor einmal Gegenstand unserer Berichterstattung.

Wie der Bericht ohne diese unverst├Ąndliche Verweigerungshaltung ausgefallen w├Ąre, kann man hier auf dem heddesheimblog nachlesen: positiv.

Herr Gaber hatte im Gespr├Ąch noch erw├Ąhnt, er wolle nicht, dass private Informationen ├╝ber ihn ins Internet kommen. Das ist mit Verlaub ebenfalls nicht nachvollziehbar: Es sollten erstens keine privaten Informationen ver├Âffentlicht, sondern ├╝ber die Aktion berichtet werden. Zweitens unterh├Ąlt Herr Gaber mit seiner Apotheke eine Internetseite und drittens wird auch jeder Bericht des Mannheimer Morgens ins Internet gestellt.

Die Diskussion um den Kommentar haben wir beispielhaft ohne Einschr├Ąnkung zugelassen, damit unsere Leserinnen und Leser einen Eindruck gewinnen ├╝ber die Art und Qualit├Ąt von Kommentaren, die wir nur selten freischalten. Nicht, weil sie Kritik an unserer Arbeit ├Ąu├čern, sondern wie diese ge├Ąu├čert wird: Meist beleidigend, diffamierend und frei von Argumenten. Teils wird auch gedroht, wie von „Alexander Reinhold“. Und alle diese Kommentatoren benutzen Pseudonyme und falsche email-Adressen. Klar – denn Angst und Feigheit sind gro├č, dass sie f├╝r ihren M├╝ll vielleicht einstehen m├╝ssen.

Kommentator „Martin S.“ beispielsweise gibt folgende email-Adresse an: deine.muttistinkt@web.de. „Thomas Schweitzer“ schickt seinen Kommentar gleich mehrfach, immer leicht abgewandelt, in der Hoffnung auf Freischaltung.

Die „Pressefreiheit“ wird kontra „Zensur“ bem├╝ht, „Verw├Ârungstheorien“ angedichtet, „st├Ąnkern“ wird behauptet, die „Verdrehung der Wahrheit“ vorgeworfen.

Wir zensieren sonst sehr bewusst solche Kommentare, um unseren Leserinnen und Lesern diesen M├╝ll zu ersparen, der keinerlei inhaltliche Auseinandersetzung in der Sache erkennen l├Ąsst.

Gerne lesen wir aber solche Kommentare, die weiter f├╝hren wie von DM├╝nchnerin ├╝ber die fehlende Spendenbereitschaft f├╝r kranke, alte Menschen. Ohne Probleme lassen wir uns wie von „klein-u“ kritisieren und fragen, ob der Bericht in dieser Form n├Âtig gewesen w├Ąre. Man kann eben dieser oder jener Meinung sein.

Man darf sogar eine dumme, sinnentleerte Meinung haben – man hat allerdings kein Recht darauf, dass wir diese hier abbilden.

Und ein Wort zum Schluss an „A. Felis“ und „Jochen Schust“: Nein, Herr Gaber war nicht ├╝berrumpelt. Wir haben mehrere Minuten telefoniert, angeblich kannte er das heddesheimblog nicht, sagte dann aber, dass er mich in meiner Funktion als Gemeinderat kennt (ich kenne ihn nicht).

Als feststand, dass er keine Informationen geben w├╝rde, wurde er von mir dar├╝ber unterrichtet, dass ich ├╝ber diese Weigerung berichten werde. Auch hier wurde er also nicht ├╝berrumpelt. Ganz im Gegenteil hatte Herr Gaber die M├Âglichkeit, sich zu ├╝berlegen, ob seine Entscheidung richtig war oder nicht.

Und „Lutz“: Im Kommentar taucht kein einziges Mal das Wort Skandal auf. Es w├Ąre dort aufgetaucht, wenn wir einen Skandal erkannt h├Ątten. Haben wir aber nicht.

Wir haben einzig und allein ├╝ber das Verhalten eines Apothekers berichtet, dessen Kunden die eigentlichen „Helden“ sind, weil diese gespendet haben. Ein Gesch├Ąftsmann, der mit der Aktion sich ins Rampenlicht der ├ľffentlichkeit stellt, dabei aber vermeintlich nur an sich und nicht an die Aktion f├╝r die Kinder denkt, wenn er durch sein Verhalten weitere Berichte zu verhindern sucht.

Mehr ist tats├Ąchlich nicht passiert.

Dass das Thema relevant ist, zeigen die vielen Kommentare und wie Teile davon verfasst sind: Hier im Ort h├Ąngt seit geraumer Zeit der Ortssegen m├Ąchtig schief und selbst vermeintlich intelligente Menschen wie ein Apotheker Gaber verhalten sich nicht nachvollziehbar.

Ãœbrigens berichten wir seit Dezember auch in Hirschberg und in wenigen Tagen in Ladenburg. Probleme und Reaktionen wie wir sie aus Heddesheim kennen, sind uns dort vollkommen fremd.

Obwohl dieselben Leute mit derselben Haltung eine ├Ąhnliche Berichterstattung machen. W├Ąre die Berichterstattung im heddesheimblog „schuld“, dann m├╝sste das doch auch in Hirschberg und demn├Ąchst in Ladenburg festzustellen sein. Oder?

Gerne wird von den „Kritikern“ auch ignoriert, dass ├╝berall im Land in renommierten Medien ├╝ber unsere herausragende Arbeit berichtet wird, die uns sogar bereits eine Auszeichnung eingebracht hat.

Aber wie gesagt: Es gilt Artikel 5 Grundgesetz.

Braucht Heddesheim einen Prothmann?

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Oktober 2009.

Der nachfolgende Beitrag ist eine Reaktion auf:
Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Kommentar: Sabine Prothmann

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Ist das das Recht auf freie Meinungs├Ąu├čerung oder nur einfach eklig?

Braucht Heddesheim einen „Prothmann“?

Sicherlich nicht unbedingt. Genauso wenig wie das Oktoberfest.

Meinten Sie das, meine Herren und Damen?

Oder wie muss ich das verstehen?

Schlie├čt sich hier nicht logischerweise die Frage an: Was „brauchen“ wir tats├Ąchlich?

Dann wird die Liste ziemlich kurz, wenn es ums Leben geht oder lang, wenn es um Luxus geht.

Was wir sicherlich brauchen, ist die M├Âglichkeit zur freien Meinungs├Ąu├čerung und darin sind sich ja wohl auch die Damen und Herren der TG einig. Ansonsten w├╝rde der Aushang hier nicht├é┬áh├Ąngen – als „demokratische Tafel f├╝r eine freie Meinungs├Ąu├čerung“.

├âÔÇ×u├čern Sie sich! Denn das ist gut so!

Doch besser w├Ąre es, wenn man w├╝sste, wer hier seine Meinung „frei“ ├Ąu├čert.

Denn immerhin hat „man“ dazu das Recht – daf├╝r darf „man“ aber auch einstehen!

„Man“ muss nichts bef├╝rchten – die Meinungsfreiheit ist grundgesetzlich gesch├╝tzt!

Ist das der TG-Vorstand?

Ist das ein zuf├Ąlliger Besucher?

Ist das ein Heddesheimer, dem es in letzter Zeit einfach zu ruhig war und der mal wieder f├╝r Schwung in der Bude sorgen wollte?

Wieso sind so viele B├╝rger so emp├Ârt, frage ich mich?

Wollen wir nur den Schmusekurs der Tageszeitung?

Ist Hinterfragen ein „Verbrechen“?

Wer „erlaubt“ sich in Heddesheim was?

Viele „W├╝rdentr├Ąger“ erlauben sich zu schweigen, zumindest dem heddesheimblog gegen├╝ber.

Hat das was mit „W├╝rde“ zu tun?

Wo bleibt der Mut der „Gegner“ (von was auch immer)?

Alles geschieht anonym.

T-Shirts werden bedruckt, Nagelbretter gelegt, Kellnerblocks beschriftet…

Bravo, meine Damen und Herren! Gesichtslos l├Ąssts sichs trefflich leben. So lange nur der Schein f├╝r ein „einig Heddesheim“ gewahrt bleibt.

Fragt sich nur, wof├╝r man/sie „einig“ ist?

Ich habe vor ein paar Tagen bei der Lesung einer sehr klugen Frau gelernt – und man kann auch noch etwas lernen, wenn man die 40 ├╝berschritten hat – dass Form und Inhalt passen m├╝ssen.

Deshalb rufe ich Sie auf, aus Ihrer Anonymit├Ąt heraus zu kommen.

Bekennen Sie sich doch mit Ihrem eigenen Namen zu Ihrer eigenen Meinung – denn das tut der Verantwortliche des heddesheimblogs auch – jeden Tag mit jedem Text.

Er greift an und macht sich dadurch unter Umst├Ąnden angreifbar.

Und Sie?

Vielleicht habe ich etwas missverstanden. Und wenn das so ist, kl├Ąren Sie mich auf.

Aber ich dachte bisher, dass es gerade den „Alteingessenen“ darum geht, den Graben im Ort nicht tiefer werden zu lassen…?

Ist das so? Oder wird hier ordentlich gebaggert?

Der erste Schritt zur „Einheit“ w├Ąre Kommunikation und nicht anonyme Fresszettel von einem Kellnerblock angeheftet an eine Pinnwand.

Das hat nichts mit Meinung zu tun, sondern ist nur unaufrichtig.

Lesen Sie auch:
Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Kommentare, Meinungsfreiheit, Zensur – wie das heddesheimblog funktioniert

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Oktober 2009. Das heddesheimblog ist innerhalb k├╝rzester Zeit die zentrale Informationsplattform f├╝r die Gemeinde Heddesheim geworden.
„Kritiker“ behaupten, sie w├╝rden es nie lesen – sind aber immer bestens durch uns informiert.
Fans beschweren sich, wenn es mal nur ein oder zwei Beitr├Ąge am Tag gibt.
Tatsache ist: Statistisch gesehen, lesen inzwischen rund 1.600 Leserinnen und Leser jeden Tag etwa f├╝nf bis sechs Artikel pro Tag auf dem heddesheimblog.

Von Hardy Prothmann

Das heddesheimblog ist eine journalistische Informationsplattform.

Die Redaktion versucht, die wesentlichen Nachrichten f├╝r den Ort abzubilden und einzuordnen – objektiv in der Berichterstattung, aber auch subjektiv und meinungsstark in der Einordnung.

Denn die Redaktion ist davon ├╝berzeugt, dass der Artikel 5 unserer Verfassung ├╝ber die Meinungsfreiheit einer der wichtigsten f├╝r eine demokratische Gesellschaft ist – ohne ein anderes Recht zu verletzen.

Seit Mai 2009 sind auf dem heddesheimblog ├╝ber 700 Artikel und fast 1400 Kommentare erschienen. Im Schnitt macht das 14 journalistische Texte und Kommentare pro Tag seit Mai 2009.

Das ist eine herausragende journalistische Leistung, die weder der Mannheimer Morgen, noch der SWR, noch die Rhein-Neckar-Zeitung, noch sonst ein Medium in der Region f├╝r sich in Bezug auf Heddesheim beanspruchen kann. Und schon gar nicht das Mitteilungsblatt der Gemeinde.

Aktuell gibt es rund 400 Kommentatoren, von denen etwa 120 sehr aktiv sind.

Jeder der ver├Âffentlichten Texte wird von der Redaktion gelesen und gepr├╝ft.

Die Redaktion bem├╝ht sich um h├Âchste Qualit├Ąt der Berichterstattung.

Dabei passieren auch Fehler.

Fehler der Redaktion dokumentieren wir unter der Kategorie „Korrektur„. Aktuell haben wir eine Fehlerquote von 0,001 Prozent insgesamt und 0,003 Prozent bezogen auf die Gesamtzahl unserer Artikel, die wir korrigieren mussten.

Das heddesheimblog hat mit seiner Berichterstattung zur ├Âffentlichen Meinungsbildung in der politischen Diskussion ├╝ber die geplante Ansiedlung der Unternehmensgruppe „Pfenning“ entscheidend beigetragen.

Dar├╝ber hinaus bildet das heddesheimblog qualitativ weitere Aspekte des ├Âffentlichen Lebens in Heddesheim exklusiver, aktueller und umfangreicher als jedes andere Medium in der Region ab – nicht jedoch quantitativ.

Denn die Gemeinde Heddesheim ver├Âffentlicht beispielsweise das Programm der Volkshochschule in umfangreicher Weise nur im Mitteilungsblatt.

Das hat aber mit Journalismus nichts zu tun.

Dar├╝ber hinaus gibt es die Informationen der Kirchen, der Vereine und anderer ├Âffentlicher Tr├Ąger, die ├╝berwiegend pflichtgem├Ą├č im Mitteilungsblatt stattfinden.

Auch das hat mit einem qualitativen Journalismus nichts zu tun.

Diese Dokumentationspflicht ist vertraglich oder gesetzlich geregelt und tangiert das heddesheimblog nicht.

Lokale und regionale Berichterstattung ist der Kern der journalistischen Informationsplattform „heddesheimblog.de“.

Berichte ├╝ber Feste und Veranstaltungen sind dabei f├╝r uns „normales“ Tagesgesch├Ąft, das wir st├Ąndig ausbauen.

Dar├╝ber hinaus bietet das heddesheimblog investigative Informationen und exklusive Berichterstattung.

Echten Journalismus eben.

Dar├╝ber hinaus beteiligt das heddesheimblog auch die B├╝rgerinnen und B├╝rger durch eine „redaktionell gepflegte“ Kommentarfunktion am ├Âffentlichen Geschehen – exklusiv. Kein anderes Medium in der Region kann diese ├Âffentliche Beteiligung auch nur im Ansatz vorweisen.

F├╝r die rege und verantwortliche Teilnahme daran bedankt sich die Redaktion bei allen Kommentatorinnen und Kommentatoren, die mit ihren fundierten Beitr├Ągen die ├Âffentliche Meinung mit gestalten.

Die meisten der Kommentatoren beachten die ungeschriebenen Regeln des Anstands und Respekts (und die lockeren Regeln des heddesheimblogs) und d├╝rfen deswegen ihre Beitr├Ąge ohne vorherige Pr├╝fung direkt online stellen.

Das ist ein gro├čes Kompliment an alle Kommentatorinnen und Kommentatoren. Bei fast allen websites sind Registrierungen notwendig. Beim heddesheimblog nicht, da die Beitr├Ąge unserer Leserinnen und Leser ├╝berwiegend vern├╝nftig sind und nicht reglementiert werden m├╝ssen. ­čÖé

Nat├╝rlich lesen wir trotzdem jeden dieser Texte.

Wir haben aber aktuell etwa zwei Dutzend Kommentatoren auf unserer „Beobachtungsliste„, die Beitr├Ąge schreiben, die nur zum Teil einer Ver├Âffentlichung zug├Ąnglich gemacht werden k├Ânnen, weil sie vors├Ątzlich oder aus Unkenntnis gegen unsere redaktionellen Regeln oder die des normalen Anstands versto├čen.

Das hat ├╝berhaupt nichts mit „Zensur“ zu tun und zugleich genau damit.

Manche Kommentatoren schie├čen regelm├Ą├čig ├╝bers Ziel hinaus. Dabei werden sie beleidigend und unsachlich. Oder sie stellen unhaltbare Behauptungen auf oder ├Ąu├čern sich ver├Ąchtlich – gegen├╝ber wem auch immer.

Solche Kommentare „zensiert“ die Redaktion regelm├Ą├čig – auch wenn es manchen der „zensierten“ Kommentatoren schwer f├Ąllt zu glauben, dass das „erlaubt“ ist. ├â┼ôberwiegend dient diese „Zensur“ deren eigenem Schutz – w├╝rden wir diese unhaltbaren Beitr├Ąge ├Âffentlich zug├Ąnglich machen, w├╝rde es Abmahnungen hageln.

Manchmal schreiben diese Leser dann wieder Kommentare, die nach ├â┼ôberzeugung der Redaktion zu ver├Âffentlichen sind. Wir w├Ągen hier ab und sind insgesamt – auch teilweise im pers├Ânlichen Kontakt mit den Kommentatoren – um eine m├Âglichst gro├če Meinungsvielfalt bem├╝ht.

„P├Âbel“-Texte oder nicht haltbare ├âÔÇ×u├čerungen in Kommentaren schalten wir nicht frei – unabh├Ąngig ├é┬ávon der Frequenz der Forderung dazu oder eingehenden Drohungen.

Manche Kommentatoren denken, dass sie eine pers├Ânlich-intensive Betreuung f├╝r sich beanspruchen k├Ânnen. Das ist leider nicht der Fall. Wir haben redaktionell keine M├Âglichkeit, uns mit jedem Kommentator ├╝ber jede Formulierung zu befassen.

Im Zweifel hilft bei ganz harten F├Ąllen ein Psychoanalytiker.

Fehlerhafte Kommentare schalten wir niemals frei – in den meisten F├Ąllen weisen wir auf die Fehler hin – in den meisten F├Ąllen werden diese nicht korrigiert.

Stattdessen wird moniert, dass wir Beitr├Ąge nicht frei schalten und es wird irgendwas von „Zensur“ gekreischt. Auch das geh├Ârt zum Alltagsgesch├Ąft.

Eine fehlerhafte redaktionelle Berichterstattung korrigieren wir sofort. Das gebietet unsere selbstverpflichtende Verantwortung gegen├╝ber der ├ľffentlichkeit.

Diese „Verantwortung“ wiederum definiert jede Redaktion selbst. Es gibt kein Gesetz dar├╝ber, was und wie eine Redaktion berichtet. Es gibt aber Gesetze, was erlaubt ist und was nicht. Darauf bezieht sich der Begriff der „Verantwortung“.

Ein Beispiel:
Bei der Berichterstattung haben wir einen Fehler gegen├╝ber der Unternehmensgruppe „Pfenning“ aus eigenem Antrieb sofort korrigiert. Das hatte keine juristischen Folgen.

Auch gegen├╝ber der Gemeinde Heddesheim haben wir einen unbeabsichtigten Fehler in der Berichterstattung begangen, den wir auch vor einer Reaktion der Gemeinde insofern korrigiert haben, als wir der Gemeinde trotz Kritik einen absolut richtigen Umgang mit der Erfassung und Darstellung von Zahlen best├Ątigt haben.

Die Gemeinde, respektive der B├╝rgermeister Michael Kessler, hat sich trotzdem entschlossen, ohne Vermittlung sogleich den Weg der juristischen Anklage zu w├Ąhlen.

Und das mit einem existenzbedrohendem Streitwert von 15.000 Euro. Dieser Wert ist l├Ącherlich in Bezug auf gro├če Unternehmen – er ist aber existenziell f├╝r kleine in der Entwicklung befindlichen Unternehmen wie dem heddesheimblog.

Das ist sowohl der Anwaltskanzlei als auch dem B├╝rgermeister Kessler bewusst.

Die journalistische Frage ist, ob Herr B├╝rgermeister Kessler genau darauf abzielt.

Die Redaktion kann nur konstatieren, dass sie Formulierungsfehler bedauert und sofort Korrekturen umgesetzt hat, im Kern aber an ihrer journalistischen Bewertung festh├Ąlt.

Denn der Artikel 5 des Grundgesetzes ├╝ber die Meinungsfreiheit steht nach Auffassung der Redaktion vor jedem anderen Recht.

Eine Meinung haben zu d├╝rfen, ist das wichtigste demokratische Gesetz.

Eine Meinung vertreten zu d├╝rfen, ist die wesentliche Voraussetzung f├╝r jede Demokratie.

Eine ├âÔÇ×u├čerung korrigieren zu d├╝rfen, wenn Sie Rechte anderer unbeabsichtigt verletzt haben sollte, muss jedem Menschen – auch Journalisten – erlaubt sein.

In einem Rechtsstaat ist es jedem erlaubt, „sein Recht“, egal ob es Sinn macht oder nicht, egal ob es existenzbedrohend ist oder nicht, gem├Ą├č aller geltenden Paragrafen durchzusetzen – auch B├╝rgermeistern, die angeblich „ihre Angestellten und Beamten“ sch├╝tzen wollen – vor was auch immer.

Dann muss sich der Durchsetzer der Paragrafen aber auch zu Recht „Paragrafenreiter“ nennen lassen d├╝rfen.

Denn das ist eine Meinungs├Ąu├čerung, die durch Artikel 5 des Grundgesetzes unbedingt gesch├╝tzt ist.

Das heddesheimblog steht f├╝r einen unabh├Ąngigen Journalismus.

Unabh├Ąngig von politischen Parteien, wirtschaftlichen Interessen oder Lobbyismus – egal von welcher Seite.

Das heddesheimblog hat aus eigenem Antrieb umfangreiche Korrekturen ├é┬áder eigenen Berichterstattung vorgenommen – ohne Freude, sondern mit viel ├âÔÇ×rger ├╝ber die eigene Nachl├Ąssigkeit, die diese Korrekturen in diesem Fall notwendig machten.

Gegen├╝ber der beauftragten Anwaltskanzlei der Gemeinde hat sich die Redaktion zu Korrekturen einer „missgl├╝ckten“ Formulierung bereit erkl├Ąrt und damit auch zur ├â┼ôbernahme einer ├Âffentlich wahrnehmbaren Korrektur der eigenen Berichterstattung.

Diese Form der eigenen „Schuldanerkennung“ in Bezug auf eine missgl├╝ckte Formulierung muss aus Sicht der Redakton reichen.

Wozu die Redaktion nicht bereit ist, ist jegliche Form der Unterzeichnung einer „Unterlassungserkl├Ąrung“ gleich welcher Art. Dazu muss die Redaktion „gezwungen“ werden.

Herr B├╝rgermeister Kessler oder wer auch immer kann sich nun entscheiden, etwas erzwingen zu wollen, oder eine Entschuldigung zu akzeptieren.

Nicht akzeptabel├é┬áf├╝r die Redaktion des heddesheimblogs sind ├âÔÇ×u├čerungen von wem auch immer, dass wir die Verwaltungsbeamten- und angestellten der Gemeinde in irgendeiner Weise schm├Ąhend oder ehrverletzend darstellen w├╝rden.

Im Gegenteil hat die Redaktion des heddesheimblogs Ger├╝chte ├╝ber eine „m├Âgliche Manipulation“ der B├╝rgerbefragung sofort aktiv gegenrecherchiert und ├╝ber diese unhaltbaren „Ger├╝chte“ berichtet.

H├Ątte die Redaktion einen Zweifel an der ordnungsgem├Ą├čen Durchf├╝hrung der B├╝rgerbefragung gehabt – h├Ątte sie umgehend dar├╝ber berichtet – diese Zweifel gab es aber nicht.

Das heddesheimblog berichtet unabh├Ąngig, frei und ohne Vorbehalte.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Dokumentation: Dieser Text der CDU sorgt f├╝r Aufregung

Guten Tag!

Heddesheim, 24. August 2009. Im aktuellen Mitteilungsblatt hat der Ortsverband der CDU einen Text ver├Âffentlicht, der vermeintlich vom Bundestagsabgeordneten Dr. Karl A. Lamers stammt.

Tats├Ąchlich ist das nicht richtig. Lediglich die zwei Einladungen zu CDU-Veranstaltungen stammen von Herrn Dr. Lamers.

Herr Dr. Lamers hat sich ausdr├╝cklich gegen├╝ber der Redaktion vom ersten Abschnitt distanziert. (Beginn des Textes bis „…hilft nur noch Ironie.“)

Auf dem heddesheimblog war dazu ein Kommentar erschienen: Die neuen IG Nein – CDU und SPD

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Dokumentation
Quelle: Mitteilungsblatt Nr. 34, Donnerstag, 20. August 2009, Seite 10

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Bundestagsabgeordneter Lamers (CDU) distanziert sich von Text des CDU-Ortsverbands Heddesheim im Mitteilungsblatt

Guten Tag!

Heddesheim, 24. August 2009. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Karl A. Lamers hat sich schriftlich und telefonisch gegen├╝ber der Redaktion des heddesheimblogs von einem Text der CDU-Ortsgruppe Heddesheim distanziert.

Dr. Karl A. Lamers (CDU) hat die Redaktion gebeten, richtig zu stellen, dass er den betreffenden Text nicht verfasst hat und sich dar├╝ber hinaus von dessen Inhalt distanziert.

Dem kommt die Redaktion selbstverst├Ąndlich nach:

Herr Dr. Karl A. Lamers ist lediglich verantwortlich f├╝r zwei Einladungen zu CDU-Veranstaltungen, die an gleicher Stelle ver├Âffentlicht wurden.

Der einleitende Text stammt nicht von Herrn Dr. Karl A. Lamers, sondern von der CDU-Ortsgruppe Heddesheim. Dies ist allerdings nicht zweifelsfrei zu erkennen, da der Text nicht von den Einladungen abgegrenzt ist. Dadurch entsteht der Eindruck, Herr Dr. Lamers sei der Verfasser – was nicht zutrifft.

Der einleitende Text liegt damit in der Verantwortung des CDU-Ortsverbands Heddesheim.

Wir bitten alle Leserinnen und Leser, dies zu beachten.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Hintergrund:
Herr Dr. Karl A. Lamers ist Bundestagsabgeordneter der CDU. Sein Wahlkreis ist 274 Heidelberg-Weinheim. Herr Dr. Lamers kandidiert auch f├╝r die n├Ąchste Legislaturperiode.

Link: homepage von Dr. Lamers

In eigener Sache: Neue Regel f├╝r Kommentare

Guten Tag!

Heddesheim, 11. August 2009. ├â┼ôber 1000 Kommentare sind in den vergangenen drei Monaten auf dem heddesheimblog geschrieben worden. Die Redaktion freut sich sehr ├╝ber diese gro├če Resonanz und die aktive Teilnahme!

Das heddesheimblog bietet allen Leserinnen und Lesern die M├Âglichkeit, sich zu jedem Thema mit ihrer Sicht der Dinge einzubringen.

Das ist ein Angebot – an alle, die eine begr├╝ndete Meinung haben und wollen, dass m├Âglichst viele Menschen davon Kenntnis erhalten.

Das heddesheimblog hat dazu Regeln aufgestellt, wie ein Kommentar verfasst sein sollte. Das betrifft die ├Ąu├čere Form und den Inhalt.

Kritik ist gew├╝nscht

Der Inhalt kann und soll gerne kritisch sein – zum Thema, aber auch, wie das heddesheimblog dar├╝ber berichtet.


Der Inhalt darf aber nicht geltendes Recht verletzen, beispielsweise Pers├Ânlichkeitsrechte von Menschen. Zu den Regeln geh├Ârt, dass man gerne „hart“ oder „spitz“ die eigene Meinung formulieren, aber nicht beleidigend oder verleumdend sein darf.

Die Mehrheit der Kommentatoren h├Ąlt sich an die (ungeschriebenen) Regeln des Anstands und das ist gut so.

Wir haben bis heute weit ├╝ber 1200 Kommentare von rund 180 Kommentatoren erhalten. Ver├Âffentlicht wurden aktuell 943 Kommentare und genauso aktuell stehen 20 Kommentatoren auf unserer „Sperrliste“.

Die Sperrliste umfasst fast ausschlie├člich Kommentatoren, die ein Pseudonym verwenden und eine falsche email-Adresse.

Rund 250 Kommentare konnten nicht ver├Âffentlicht werden – und zwar ausschlie├člich von Kommentatoren, die wir auf die Sperrliste genommen haben.

Diese schreiben der Redaktion t├Ąglich weitere Kommentare mit Inhalten wie: „Stalin und Hitler f├Ąnden das heddesheimblog sicherlich interessant“, „IHR SEID DIE ZENZUR!!!“, „Das heddesheimblog ist parteiisch und wenn mein Kommentar nicht ver├Âffentlicht wird, dann ist das der Beweis“, „Und trotzdem ist hier keine Meinungsfreiheit gegeben Herr P.!├é┬áAuch wenn sie diesen Beitrag zum wiederholten Male l├Âschen…sie lesen ihn ja trotzdem.,“ usw.

Das heddesheimblog steht f├╝r Transparenz, aber auch f├╝r das Private.

Wie bisher, steht es jedem Kommentator frei, ein K├╝rzel, ein Pseudonym oder seinen echten Namen f├╝r Kommentare zu verwenden.

Neu ist: es muss dazu eine funktionierende email-Adresse verwendet werden. Diese email-Adresse muss der Redaktion keinen Aufschluss ├╝ber den Inhaber liefern, kann also beispielsweise xyz@abc.de hei├čen.

Damit bleibt auch gegen├╝ber der Redaktion eine gew├╝nschte Anonymit├Ąt des Verfassers gewahrt. Allerdings wird die Redaktion ├╝berpr├╝fen, ob die Verfasser auch ├╝ber diese email erreichbar sind.

Das hat mehrere Gr├╝nde: Manche Kommentare sollten vielleicht nochmals „├╝berarbeitet“, zumindest aber „├╝berdacht“ werden.

Damit meint die Redaktion ausdr├╝cklich alle Kommentare – die eine interessante These vertreten, die aber vielleicht nicht „verst├Ąndlich“ formuliert wurde.

Kommentatoren m├╝ssen f├╝r R├╝ckfragen erreichbar sein.

Sofern der Redaktion eine funktionierende Adresse vorliegt, k├Ânnen wir Kontakt zum Kommentator aufnehmen und den Kommentar freischalten. „Kontakt“ hei├čt nicht „├â┼ôberpr├╝fung der Person“, sondern „Klarheit der Aussage“. Kommentatoren m├╝ssen f├╝r R├╝ckfragen erreichbar sein.

Andererseits k├Ânnen wir aber auch Kommentatoren darauf hinweisen, dass der Kommentar aus gegebenen Gr├╝nden nicht zu ver├Âffentlichen ist – m├Âglicherweise nach ├âÔÇ×nderungen aber doch.

Wir denken, die neue Regel best├Ąrkt das hohe Niveau der meisten Kommentare, die unsere Leserinnen und Leser hier auf dem heddesheimblog ver├Âffentlicht haben.

Und das ist gut so.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

P.S. Von der neuen Regeln sind auch alle Kommentatoren betroffen, die sich bislang mit einer fundierten Meinungs├Ąu├čerung hier auf dem heddesheimblog eingebracht haben. Alle Kommentatoren werden von uns auf zustellbare email-Adressen angeschrieben. Sofern diese noch nicht vorliegen, haben Sie in den n├Ąchsten Tagen Gelegenheit, diese einzurichten.

Besten Dank vorab.

Vergleich: Die Pressemitteilung der IFOK und der Kommentar in einer Tabelle


Guten Tag!

Das heddesheimblog dokumentiert hier die Pressemitteilung der IFOK zum zweiten „Dialog“-Kreis in einer Tabelle mit dem Kommentar des freien Journalisten Hardy Prothmann.

Der „Dialog“-Teilnehmer hatte die Zustimmung zu dieser Pressemitteilung abgelehnt – wegen umfangreichen inhaltlichen M├Ąngeln.

Die Tabelle als pdf-Dokument: Die kommentierte Pressemitteilung

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Kommentare, Behauptungen und Korrekturen

Guten Tag!

Leider musste die Redaktion in den vergangenen Tagen wieder verschiedene Kommentarbeitr├Ąge bearbeiten, sperren und konnte andere erst gar nicht frei geben.

Dieser Text richtet sich an die Personen, deren Kommentare entsprechend bearbeitet wurden – aber nat├╝rlich auch an jeden interessierten Leser.

Wenn wir Kommentare bearbeiten oder sperren m├╝ssen, ist das bedauerlich – vor allem f├╝r die Kommentatoren.

Halten Sie sich an die Regeln

Wir m├Âchten Ihnen erkl├Ąren, warum: Wenn Sie die Regeln des Anstands nicht wahren, beleidigend werden oder schlecht ├╝ber jemanden reden, besch├Ądigen Sie neben anderen Personen vor allem sich selbst.

Auch wenn Sie unter Pseudonym schreiben – im Spiegel schauen Sie sich selbst an und wenn Sie an Gott glauben: Vor dem Herrn sind nur Sie allein f├╝r Ihre Taten verantwortlich.

Die M├Âglichkeit, ein Pseudonym nutzen zu k├Ânnen, bieten wir als Schutz an, weil mancher sich sonst eventuell nicht traut, sich zu ├Ąu├čern – besonders, wenn die, ├╝ber die etwas gesagt wird, am „l├Ąngeren Hebel“ sitzen und der Kommentator pers├Ânliche Nachteile bef├╝rchten muss.

Wir wissen, wie angespannt die Situation in Heddesheim ist. Das erfahren wir fast t├Ąglich selbst. Versteckte oder offene Drohungen sind keine Seltenheit. Traurig genug.

Pseudonyme sind keine „Heckensch├╝tzen“-Funktion

Die Pseudonymfunktion dient aber nicht dazu, als „Heckensch├╝tze“ t├Ątig zu werden. Egal auf welcher „Seite“ Sie zu stehen glauben und f├╝r welche „Sache“ Sie sich einsetzen wollen.

Sobald jemand die Regeln unverantwortlich verletzt, schreiten wir ein und wenn die ├â┼ôbertretung zu gro├č w├╝rde, w├Ąren die entsprechenden Beh├Ârden gefragt.

Teilweise wurden und werden eventuell wertvolle Informationen in Kommentaren als pers├Ânliche Attacken untergebracht. Die Redaktion weist darauf hin, dass die Absender durch ihr Verhalten unter Umst├Ąnden diese wichtigen Informationen entwerten oder sogar unbrauchbar machen- also das Gegenteil dessen erreichen, was sie erreichen wollen – f├╝r wen auch immer.

Sie haben jederzeit die M├Âglichkeit, Kontakt zur Redaktion des heddesheimblogs zu suchen.

Wir behandeln Kontakte vertraulich

Wir behandeln jeden Kontakt, jede Information, jedes Gespr├Ąch vertraulich, wenn Sie das w├╝nschen und garantieren Ihnen einen in unseren M├Âglichkeiten liegenden Quellenschutz.

Diese M├Âglichkeiten sind sehr umfangreich. Und wir nehmen das sehr ernst, weil Recherchejournalismus, f├╝r den wir stehen, immer gute Quellen braucht und diese immer sch├╝tzen wird. Journalisten haben beispielsweise das Recht, die Auskunft ├╝ber ihre Quellen zu verweigern – au├čer bei schweren Straftaten. Diese privilegierte Stellung haben ebenso Pfarrer, ├âÔÇ×rzte und Rechtsanw├Ąlte.

Wenn Sie der Redaktion wertvolle Informationen zur Verf├╝gung stellen wollen – das k├Ânnen auch „Ger├╝chte“ sein – dann informieren Sie uns.

Wir nutzen Informationen und pr├╝fen diese. Sofern wir sie belegen k├Ânnen, werden wir sie auch in geeignetem Rahmen und zur geeigneten Zeit ver├Âffentlichen.

Wir n├╝tzen nicht und schaden auch nicht – wir informieren

Allerdings immer nach journalistischen Regeln: Unser Aufgabe ist nicht, jemandem zu n├╝tzen oder zu schaden.

Wir informieren nur die ├ľffentlichkeit durch von uns ├╝berpr├╝fte Informationen, die wir in Berichten, Analysen, Kommentaren oder anderen Stilformen der ├ľffentlichkeit zur Verf├╝gung stellen.

Was wir ablehnen, ist die Verbreitung von Ger├╝chten ohne Belege. Ebenso Unterstellungen oder Tatsachenbehauptungen ohne Belege.

Beispiele: Sie selbst haben geh├Ârt, dass die Person X etwas Ehrabschneidendes ├╝ber die Person Y gesagt hat. Wir schreiben dar├╝ber, aber nur, wenn wir das belegen k├Ânnen, nicht, weil uns das jemand, in diesem Fall Sie selbst, sagt. Wir glauben Ihnen, aber ohne Beleg gibt es keinen Bericht.

Person A soll durch Kontakte mit Person B ein „Mauschelgesch├Ąft“ gemacht haben. Wir schreiben dar├╝ber, wenn wir handfeste Belege daf├╝r haben. Sonst nicht.

Es mag sein, dass beide Beispiele die „Wahrheit“ sind. Solange wir keine Belege haben, werden Sie dazu hier nichts lesen k├Ânnen.

Wenn wir Ihre Informationen belegen k├Ânnen, werden Sie hier einen Bericht finden. Wer unser Informant gewesen ist – das wissen nur wir. Unsere Informationen belegen die Aussage – nicht der Informant.

Ger├╝chte sind keine Informationen – k├Ânnen es aber werden

Wir prangern Missst├Ąnde an – wenn wir das nach professionellen Standards und den Regeln des Rechts k├Ânnen. Das gelingt nicht immer, aber je besser die Hinweise sind, umso eher. Manchmal gelingt das nicht, dann ├Ąrgern wir uns auch, trotz guter Informationen – aber ohne Beleg gibt es keinen Bericht.

In Heddesheim kursieren im Moment sehr viele Ger├╝chte und es werden sehr viele Behauptungen ohne Substanz aufgestellt. Ger├╝chte, Verd├Ąchtigungen, Verschw├Ârungstheorien kursieren. Und es wird Druck ausge├╝bt.

Je mehr Informationen Sie uns ├╝ber diese Missst├Ąnde zukommen lassen und je detaillierter diese sind, um so eher werden diese unhaltbare Situationen ein Ende haben k├Ânnen – wenn sie belegbar sind.

Das heddesheimblog hat und folgt Regeln.

Dazu geh├Ârt auch, dass Sie hier frei Ihre Meinung ├Ąu├čern, die sich allerdings an unsere Regeln halten muss. Lesen Sie dazu bitte: Wie mache ich hier mit?

Da wir f├╝r einen offenen Meinungsaustausch stehen, haben Sie die M├Âglichkeit, frei und unzensiert hier Ihre Meinung zu ├Ąu├čern.

Schreiben Sie einen ersten Kommentar, schalten wir diesen frei, nachdem wir den Eindruck haben, dass Sie sich vern├╝nftig ├Ąu├čern wollen. Danach erscheinen Ihre Kommentare ohne Pr├╝fung sofort.

Bemerken wir Regelverst├Â├če, sperren wir den Kommentator f├╝r freie Kommentare. Ab diesem Zeitpunkt wird jeder Kommentar vor Ver├Âffentlichung von uns gegen gelesen.

Zur Zeit haben wir 16 Personen auf der Liste, f├╝r die diese besondere Regelung zutrifft. Insgesamt haben wir bislang Kommentare von 167 Personen erhalten.

Sie k├Ânnen sich ├╝ber das heddesheimblog hier informieren: Wie funktioniert das hier?

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Kommentare, Transparenz, Glaubw├╝rdigkeit und Manipulationen

Guten Tag,

in diesem (langen Text) informiert das heddesheimblog ├╝ber Manipulationsversuche von „interessierter“ Seite. Zuerst erkl├Ąrt die Redaktion ihre Auffassung von Journalismus und wie das heddesheimblog funktioniert. Am Ende des Textes sind zwei Beispiele (kursive Schrift) von versuchter Manipulation aufgef├╝hrt.

Das heddesheimblog bietet Nachrichten und Informationen – und dar├╝ber hinaus die M├Âglichkeit f├╝r alle Leser, sich zu beteiligen. Mit Kommentaren, mit Gastbeitr├Ągen.

Die meisten Leser informieren sich hier „nur“, daf├╝r ist das heddesheimblog da. Sehr viele beteiligen sich auch mit Kommentaren oder schlagen Themen vor.

Das finden wir klasse, weil die Redaktion des heddesheimblog f├╝r Transparenz und ├ľffentlichkeit einsteht.

Ebenso f├╝r einen Journalismus, der die Menschen ernst nimmt und ihre Themen aufgreift und nicht nur das berichtet, was die „Gro├čkopferten“ gerne „in der Zeitung lesen w├╝rden“.

Da Journalismus in und mit der ├ľffentlichkeit statt findet, findet er dementsprechend Zustimmung oder Ablehnung. So ist das halt. Ein verantwortlicher Journalismus pr├╝ft deswegen sehr genau, was er „ver├Âffentlicht“ .

Im heddesheimblog werden ├╝ber die Kommentare viele Meinungen ge├Ąu├čert. Auch anonym, damit auch Menschen ihre Meinung ├Ąu├čern k├Ânnen, die trotz aller „garantierten“ Rechte in diesem Staat f├╝r sich Nachteile bef├╝rchten.

Weil trotz „Garantie“ nicht immer alles „garantiert“ ist, gibt es Berufsgruppen, wie ├âÔÇ×rzte, Rechtsanw├Ąlte, Pfarrer und auch Journalisten, die ihren „Informanten“ einen „Quellenschutz“ bieten k├Ânnen.

Das hei├čt, sie k├Ânnen im gesetzlich definierten Rahmen – weiter als f├╝r andere Berufe – eine Auskunft zu ihren „Quellen“ verweigern. Das ist eine Schutzfunktion f├╝r die „eigene Meinung“.

Die Redaktion ver├Âffentlicht diese Meinungen aus der ├â┼ôberzeugung heraus, dass Artikel 5 unseres Grundgesetzes nicht der wichtigste, aber ein „staatstragender“ ist, einer, der diesem Land und seinen Menschen die Freiheit garantiert, zu sagen, was sie denken. Ohne daf├╝r bestraft zu werden.

Diese „Meinungsfreiheit“ wird allerdings von „interessierter Seite“ auch gerne benutzt, um zu denunzieren, zu verleumden und zu manipulieren.

Die Meinungsfreiheit hat da ihre Grenzen, wo andere Personen in ihren – ebenso durch das Grundgesetz garantierten Rechten – „verletzt“ werden.

Deswegen musste die Redaktion des heddesheimblogs immer wieder ausnahmslos „anonyme Kommentatoren“ sperren.

Auf die Namen der Kommentatoren gehen wir nicht ein, aufmerksame Leser erkennen sofort, mit welcher Motivation gewisse Kommentare geschrieben sind.

Wir ver├Âffentlichen manche dieser Kommentare nach Pr├╝fung trotzdem, wenn sie vern├╝nftig formuliert sind und Argumente enthalten.

Wie gesagt: Die Meinungsfreiheit ist in unserem Land ein sehr hohes Gut und unsere Redaktion steht daf├╝r ein.

Was wir nicht akzeptieren, sind Kommentare, die keinen Sinn haben. Oder solche, die nur geschrieben werden, um die Liste der angezeigten Kommentare mit den „eigenen Meinungen“ zu verdr├Ąngen.

Ebenso wenig akzeptieren wir in den Kommentaren Frage-und-Antwort-Texte, wenn sich jemand, aus welchen Gr├╝nden auch immer einfach nur selbst gerne liest.

Die Kommentarfunktion ist f├╝r unsere Leser eine Form der Meinungs├Ąu├čerung – darauf achten wir und das sch├╝tzen wir auch.

Die Kommentare sind ein Angebot von uns, sich wie auch immer mit unserer Arbeit auseinander zu setzen. Kritik ist dabei ganz klar erw├╝nscht.

Was nicht erw├╝nscht ist, sind Manipulationen, durch wen auch immer.

Diese Versuche finden statt, seit das heddesheimblog (Start: 28. April 2009) berichtet.

Das heddesheimblog dokumentiert im Folgenden solche Versuche:

Ein „Tobias Schneider“ schreibt uns einen Kommentar. Wohl formuliert, Stil und Inhalt zeugen von guter Ausbildung. „Herr Schneider“ formuliert eine „Meinung“ und auch „Kritik“.

Der Mann recherchiert, er ist modern, bewegt sich im Internet.

Der Aufbau des Kommentars ist interessant. „Herr Schneider“ gibt sich „neutral“ und lobt erst mal (unterstrichen). Danach folgt ein „st├Ârte“, „Ger├╝chte“, „negativ“, es folgen „Erwartungen“ und „Entt├Ąuschungen“, „Missbrauch“, „Inszenierung“ usw. (fett)

Dann erfolgt ganz klar eine pauschale Denunziation. Am Ende wird man wieder „h├Âflich“, hat vielleicht „etwas falsch verstanden“, gr├╝├čt noch „nett“ ab mit dem Vornamen.

Das Ziel des Kommentars: Trotz des „guten Willens“ muss der Kommentator feststellen, dass „alles falsch, alles inszeniert“ ist.

Seltsamerweise werden alle Argumente des „Tobias Schneider“ auch in einem anderen Kommentar unter anderem Namen verwendet. Inhalt und Ziel sind nahezu identisch.

—–

19.06.2009 um 19:29
Guten Abend zusammen,

ich bin vor einigen Tagen durch einen Bekannten auf das Heddesheimblog aufmerksam geworden und habe sehr interessiert fast alle Artikel, Kommentare usw. gelesen. Das Ganze fand ich, trotz des gro├čen Zeitaufwandes, sehr aufschlussreich.

Beim „googlen“ habe ich jetzt auch gelernt, dass es so etwas wie Bauk├Ąsten f├╝r Blogs gibt usw. usw. Das Angebot ist riesig. Auch war ich bei anderen Blogs Gast.

Was mich bei dem letzten Beitrag des Heddesheimblogs st├Ârte, war das Aufgreifen von irgendwelchen Ger├╝chten. Das hat f├╝r mich einen eher negativen Beigeschmack. Einige bezeichnen ja die Blogs als Tageszeitung der Zukunft. Aber diese Art von Information m├Âchte ich mir doch eigentlich ersparen. Ich glaube, das versteht jeder. Getratsche m├Âchte ich nun wirklich in einem seri├Âsen Umfeld nicht h├Âren. Ich erwarte gutes Recherchieren und keine Stimmungsmache.

Bei folgender Internetadresse habe ich folgende Eintr├Ąge gefunden:
http:// blog.firstmedia.de

Da hei├čt es: „Blogs sind bekanntlich was f├╝r die ganz Kritischen, die alles hinterfragen und in Studien als investigative Multiplikatoren bezeichnet werden. Blogs werden gerne als die letzte Bastion des Intellekts und ein Bollwerk gegen den Kommerz und die Konsumgesellschaft gesehen.

Doch leider ist das ein Mythos – denn Blogs werden immer mehr von Selbstdarstellern missbraucht und f├╝r Trafficzwecke genutzt├óÔéČ┬Ž.

├óÔéČ┬Ž..

Sehr viel beliebter ist der inhaltliche Missbrauch von Blogs; unter dem Vorwand eines „Skandals“ wird versucht, die eigene Person (und nicht das zugrundeliegende Problem oder die Opfer) in den Mittelpunkt des Geschehens zu r├╝cken. Diese Ma├čnahmen sind dabei so plump, dass die Inszenierung sehr schnell deutlich wird.

├óÔéČ┬Ž..

Denn letztendlich geht es um die Leser, die Ehrlichkeit und Transparenz verdient haben. Vielleicht liest ja diesen Post der eine oder andere kritische Beobachter der Szene – und gibt sein Wissen zum Thema „Blog-Missbrauch“ zum Besten.“

Da scheint es doch tats├Ąchlich Vertreter der Zunft „Journalisten“ zu geben, die einen Blog missbrauchen. Das geht f├╝r meinen Geschmack zu weit. Die „Ger├╝chtek├╝che“ hier hat mich stutzig gemacht. Vielleicht habe ich aber auch nur Ihren Artikel falsch verstanden.

Tobias

—–

Vor diesem Kommentar erreichte uns einen Tag zuvor ein anderer Kommentar:

—–

Gesendet am 18.06.2009 um 16:17
„Blogs sind bekanntlich was f├╝r die ganz Kritischen, die alles hinterfragen und in Studien als investigative Multiplikatoren bezeichnet werden. Blogs werden gerne als die letzte Bastion des Intellekts und ein Bollwerk gegen den Kommerz und die Konsumgesellschaft gesehen.

Doch leider ist das ein Mythos – denn Blogs werden immer mehr von Selbstdarstellern missbraucht und f├╝r Trafficzwecke genutzt├óÔéČ┬Ž..“

„Sehr viel beliebter ist der inhaltliche Missbrauch von Blogs: unter dem Vorwand eines „Skandals“ wird versucht, die eigene Person (und nicht das zugrundeliegende Problem oder die Opfer) in den Mittelpunkt des Geschehens zu r├╝cken. Diese Ma├čnahmen sind dabei so plump, dass die Inszenierung sehr schnell sehr deutlich wird├óÔéČ┬Ž.“

Gefunden http://blog.firstmedia.de

Vielleicht m├Âchte sich der eine oder andere zu diesem mir doch als sehr wichtig erscheinendem Thema ├Ąu├čern.

Ãœbrigens kann man als sog. Blogger auch in die Topcharts kommen. Wussten das alle Leser? Klingt auch mal interessant, das zu recherchieren, wieviele Klicks man da braucht, um als Journalist erfolgreich zu gelten.

De la Red

——

Wir haben versucht, mit „De la Red“ per email Kontakt aufzunehmen.
Leider nicht erfolgreich, wir bekamen die email zur├╝ck, mit der Information, dass sie nicht „zugestellt“ werden konnte:
A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. The following addresses failed:

Auch „Herrn Tobis Schneider“ haben wir angeschrieben und warten auf dessen „R├╝ckmeldung“….
Wie es aussieht, handelt es sich um eine „echte“ email-Adresse, sie konnte „zugestellt werden“. Aber wir sind sicher, dass wir keine Antwort von Herrn Schneider erhalten werden…

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

25+X=20=Erfolg

Kommentar: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

wie Sie wissen, bin ich ja ihr allergr├Â├čter Fan-Leser. Ich bin seit 47 Jahren Abonnent, habe die Morgencard, Kugelschreiber mit Mannheimer Morgen drauf, ein K├Ąppi und nen Schal.

Aber manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich alles verstehe, was ihr f├╝r mich recherchiert.

„Ganzes Meinungsspektrum soll an einen Tisch kommen“, schreiben Sie, liebe Frau G├Ârlitz, heute auf der Rhein-Neckar-Seite. Ich will ja jetzt nicht spitzfindig werden, aber haben Sie schon mal ein Spektrum „kommen“ sehen? Ich wei├č aber, glaube ich, was gemeint ist.

Denn das habe ich schon vor vierzehn Tagen auf dem heddesheimblog gelesen.

Immerhin haben Sie aber zwei „exklusive“ Top-Meldungen in ihrem Dreispalter.

Es wurde ein Brief geschrieben. Die PR-Firma IFOK, die f├╝r den B├╝rgermeister (weil der es nicht kann) den Dialog mit den B├╝rgern f├╝r teuer Geld suchen soll, hat ebendiesen B├╝rgermeister einen Brief an „etwa 25 Personen“ schreiben lassen.

Das war zwar schon vor acht Tagen, aber vielleicht hat erst jetzt jemand „gequatscht“.├é┬áSchade, dass Sie nicht rausfinden konnten, ob es 24, 25 oder 26 Briefe waren.

Dieser Brief ging an die IG neinzupfenning, Anwohner und „sonstige Akteure, die sich kritisch mit der Ansiedlung auseinandergesetzt haben bzw. dies tun“, schreiben Sie. Wer ist denn jetzt das schon wieder? „Sonstige Akteure“! Haben Sie das nicht besser recherchiert bekommen, wer das ist? Vielleicht war Redaktionsschluss… ich bin sicher, Sie kriegen das noch raus.

Wichtig ist aber die Information, dass es etwa 25 Personen sind, die in den vergangenen Wochen „im Zusammenhang mit der Pfenning-Diskussion in Erscheinung getreten sind“. Ein paar von den 25 sind n├Ąmlich schuld, dass der ganze Ort durcheinander ist und die Gr├╝nen jetzt sechs Gemeinder├Ąte haben.

Die zweite Top-Meldung nach dem Brief ist genau das mit den 25 Personen. Wenn die IFOK die innerhalb der n├Ąchsten „zehn bis vierzehn Tage“ interviewt hat, auch „anonym“, ergeben sich vielleicht noch „weitere wichtige Personen f├╝r die Gespr├Ąchsrunde“. Und dann haben Sie aus dem Ingerfeld rausgekitzelt: „Wenn wir 20 Teilnehmer f├╝r den regelm├Ą├čigen Dialog gewinnen k├Ânnen und damit alle Meinungen vertreten sind, w├Ąre das ein Erfolg.“

Das verstehe wer will: 25+X=20=Erfolg. Erfolg ist doch meistens mehr und nicht weniger? Vielleicht ist der Erfolg ja so definiert, dass je weniger mitreden, desto besser.

„Regelm├Ą├čig“, auch das haben Sie recherchiert, hei├čt vier Treffen bis September. Man k├Ânnte auch sagen, 14-t├Ągig oder zwei Mal im Monat. Die Dialogrunden sind aber „nicht├Âffentlich“ wie Sie das ohne Bindestrich schreiben.

Aber mal ganz ehrlich: Interessiert es Sie, was ich vermute? Ich denke, Sie sind der IFOK auf den Leim gegangen, weil die hat jetzt einen Dreispalter von Ihnen bekommen, in dem eigentlich nix Neues drin steht.

Die IFOK kann jetzt aber so tun, als h├Ątte sie schon was getan. Dass Sie der IFOK auf den Leim gegangen sind, h├Ąngt halt damit zusammen, dass das PR-Profis sind und gestresste Redakteurinnen gekonnt ├╝berrumpeln. Ich hoffe, es hat nicht weh getan.

Ihr Fan
Helle Sema

Spiel mit gezinkten Karten

Kommentar: Hardy Prothmann

B├╝rgermeister Michael Kessler betreibt ein falsches Spiel.

Am 22. Januar beschlie├čt der Gemeinderat unter Leitung Kesslers die Pfenning-Ansiedlung in Heddesheim. Am 4. Februar erf├Ąhrt die ├ľffentlichkeit aus der Presse von diesem Vorhaben. Erst am 18. Februar, also 14 Tage sp├Ąter,├é┬áerf├Ąhrt die ├ľffentlichkeit , also die Heddesheimer B├╝rger, durch die Gemeinde von diesem Vorhaben. Am 21. April pr├Ąsentiert B├╝rgermeister Kessler auf einer „B├╝rgerinformationsveranstaltung“ sichtlich genervt ob des enormen Interesses (├╝ber 500 B├╝rger waren gekommen) die geplante Ansiedlung und macht deutlich, dass „eigentlich alles schon gelaufen“ ist.

Am 02. Juni 2009, erkl├Ąrt Herr Kessler der ├ľffentlichkeit auf einer Pressekonferenz, dass doch noch nicht alles endg├╝ltig entschieden ist und will „in den Dialog mit den B├╝rgern treten“. Also ├╝ber vier Monate nach der ersten Entscheidung.

Im Gespr├Ąch sind die Pfenning-Gruppe und Herr Kessler nach belegten Informationen des heddesheimblogs zu diesem Zeitpunkt schon ├╝ber ein Jahr.

F├╝r die Moderation dieses „Dialogs“ engagiert Herr Kessler das Unternehmen IFOK GmbH aus Bensheim. Die ├╝blichen Beraterhonorare f├╝r eine solches „public relations (PR)“-Unternehmen, das auch Krisen-PR betreibt, liegen zwischen 1000-2000 Euro pro Tag. Das Auftragsvolumen d├╝rfte also ohne weiteres mehrere zehntausend Euro ausmachen. Bezahlt aus der Gemeindekasse, also von uns, den B├╝rgern.

Die B├╝rger zahlen also f├╝r einen „ergebnisoffenen“ Dialog, der hinter verschlossenen T├╝ren gesteuert wird. Das ist, wenn ├╝berhaupt, ein schlechter Witz. Die Karten werden nicht neu gemischt, wie der ├ľffentlichkeit vorgemacht wird.

In der Pokerrunde aus ├ľffentlichkeit, B├╝rgermeister, Gemeiderat, Pfenning-Gruppe und IG neinzupfenning, sind die Bl├Ątter und die Joker schon verteilt.

Durch die Vorabinformation der Pfenning-Gruppe ist klar, wer die Joker in H├Ąnden h├Ąlt: Der B├╝rgermeister, der Gemeinderat und die Pfenning-Gruppe. Gespielt wird um das Vertrauen der B├╝rger. Das ist der Einsatz.

Herr Kessler hat am Dienstag diesen Einsatz erh├Âht, indem er die Moderation des Dialogs, also das Gespr├Ąch an eine angeblich neutrale Firma f├╝r teures Geld vergeben hat. Die Erh├Âhung des Einsatz lautet: Glaubw├╝rdigkeit.

Diesen Einsatz hat Herr Kessler, belegt durch den Anzeigenschwindel im aktuellen Mitteilungsblatt, kaltblütig verspielt.

Es gibt nicht viele Chancen

Kommentar: Hardy Prothmann

Chancen muss man ergreifen, wenn sie da sind. Die heute signalisierte Dialogbereitschaft des Bürgermeisters ist eine solche. Für alle Beteiligten: also den Bürgermeister selbst, den Gemeinderat, das Unternehmen Pfenning, die IG neinzupfenning und nicht zuletzt für die, von denen sich viele übergangen fühlen, die Bürger.

Wird die Chance als solche begriffen und genutzt, kann es in Sachen „Pfenning“ einen „restart“ geben. Der f├╝hrt zwar nicht zur├╝ck auf Anfang, aber er bietet die M├Âglichkeit ein Gespr├Ąch anzufangen, mit dem alle Seiten am Ende „entschieden“ zufrieden sein k├Ânnen.

Keine Tabus!

Daf├╝r muss auf allen Seiten der echte Wille bestehen, zu Ergebnissen zu kommen. Das erfordert einen offeneren Umgang mit allen Fragen, die zum Thema geh├Âren. Es darf keine Tabus geben. Es darf keine Heimlichkeiten geben. Denn dann w├Ąre das Vertrauen sofort wieder gest├Ârt und selbst Profis wie die Leute von der IFOK, k├Ânnten dann nicht mehr helfen.

Auch das Kommunikationsunternehmen IFOK hat eine wichtige Aufgabe: zu moderieren. Dass hei├čt, alle zu Wort kommen zu lassen, alle ernsthaften Argumente zu sammeln und die Beteiligten aufzufordern, diese gegeneinander abzuw├Ągen. Dabei ist das Unternehmen aber auf den schon genannten „echten Willen“ aller angewiesen.

Am schwersten d├╝rften sich manche zuletzt wie Betonk├Âpfe gerierenden Gemeinder├Ąte tun. Die sich nicht zu schade waren, jede Form von Contenance fallen zu lassen und nicht bereit waren, auch nur ein Wort der Kritik anzunehmen. Das war zum Schluss nicht mehr nur mit stur zu benennen, sondern einfach nur noch dumm.

Auch diese Personen haben nun die Chance, die Vergangenheit vergangen sein zu lassen und sich aktiv um den angek├╝ndigten Dialog zu bem├╝hen.

Ob das noch dieselben Personen sein werden wie vormals, wird die Kommunalwahl 2009 an diesem Sonntag entscheiden. Dann w├Ąhlen die B├╝rger.

Der neue Gemeinderat, egal wie er sich zusammensetzt, muss wissen: Es liegt ganz entscheidend in seinen H├Ąnden, wie er die Chance auf einen Neuanfang nutzt.

Es gibt nicht viele Chancen.

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Guten Tag,

das heddesheimblog recherchiert und berichtet zu Themen aus Heddesheim, nicht so, „wie man es vom MM gewohnt “ ist, also so, wie „es immer schon war“ und f├╝r manche auch „immer sein sollte“.

Eine „Katharina Blum“ hat zwei Kommentare im heddesheimblog ver├Âffentlicht: 1 und 2.

Stil und Inhalt sind zun├Ąchst Ernst zu nehmen.

Demensprechend f├Ąllt die Antwort aus.

Weil das heddesheimblog aber den Anspruch hat, recherchierte, das hei├čt, ├╝berpr├╝fte, Informationen zu ver├Âffentlichen, wollte die Redaktion Kontakt mit der Kommentatorin aufnehmen.

„Sie“ hat eine email-Adresse angegeben, die „plausibel“ erscheint:
katharina.blumOO@yahoo.de

Ein Name, katharina.blum, erg├Ąnzt durch OO. Vielleicht war der „Name“ schon vergeben und musste durch OO erg├Ąnzt werden. Keine besondere Auff├Ąlligkeit. Oder doch?

Das heddesheimblog hat versucht, Kontakt aufzunehmen, weil der Kommentar „vermeintlich durchaus differenziert“ war. Diese „Vermeintlichkeit“ sollte „├╝berpr├╝ft“ werden. Hier das Ergebnis, eine email an diese „Adresse“ konnte nicht zugestellt werden:

„This message was created automatically by mail delivery software.
„A message that you sent could not be delivered to one or more of
its recipients. The following addresses failed: katharina.blumOO@yahoo.de

Das hei├čt, diese email-Adresse ist nicht existent. Deswegen konnte die Nachricht nicht zugestellt werden.

Existent ist aber die Antwort auf die „vermeintliche“ Frage der „vermeintlichen Katharina Blum“.

Wer auch immer dahinter steckt, hat, wie in der „verlorenen Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich B├Âll wahrscheinlich schon l├Ąngst seine Ehre verloren.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht

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