Donnerstag, 23. November 2017

Viel Lob f├╝r alle am Bau Beteiligten

Er├Âffnung der neuen Evangelischen Kinderkrippe

Heddesheim, 04. Februar 2014. (red/sw) Zur gro├čen Zufriedenheit aller am Bau Beteiligten konnte nach nur gut zehnmonatiger Bauzeit die neue evangelische Kinderkrippe in der Werderstrasse eingeweiht werden. Am Nachmittag hatten die B├╝rgerinnen und B├╝rger beim „Tag der offenen T├╝r“ Gelegenheit, sich die neuen R├Ąume anzuschauen und die selbstgebackenen Kuchen mit einem T├Ąsschen Kaffee zu genie├čen. [Weiterlesen…]

Ger├╝chte um die Gr├╝nde f├╝r eine „au├čerordentliche Pfarrversammlung“

Guten Tag!

Heddesheim, 09. April 2010. Unter Heddesheimer Katholiken wird dar├╝ber spekuliert, weshalb es heute um 20:00 Uhr eine „au├čerordentliche Pfarrversammlung“ geben wird. Es geht bei den Ger├╝chten um den Verbleib von Pfarrer Heiner Gladbach in Heddesheim. Kann er nicht bleiben wegen einer Erkrankung? Oder wegen einer mutigen und kritischen Predigt des Pfarrers, die er am 14. M├Ąrz 2010 gehalten hat? Oder gibt es ganz andere Gr├╝nde? Die Missbrauchsdebatte ist in Heddesheim angekommen – doch nichts Genaues wei├č man nicht, wie ├╝berall in Deutschland.

Von Hardy Prothmann

Im Info-Kasten am katholischen Pfarrhaus informiert ein Zettel ├╝ber eine „au├čerordentliche Pfarrversammlung“ am Freitag, den 09. April 2010 im St. Remigius-Haus, 20:00 Uhr: „Pfarrer H. Gladbach wird uns ├╝ber seine derzeitige gesundheitliche und pers├Ânliche Situation informieren“, steht dort geschrieben.

Am sp├Ąten Donnerstagnachmittag bekommt die Redaktion einen Hinweis auf die Veranstaltung. Diese scheint kurzfristig anberaumt zu sein, die Kommunikation dazu soll „Mund-zu-Mund laufen“.

gladbach

Pfarrer Gladbach bei der Firmung 2009. Bild: heddesheimblog

Ein Anruf im Pfarramt bringt die Information: „Herr Gladbach ist im Urlaub. Darum hat er gebeten. Er wird morgen sprechen.“

Unser Informant hatte auf eine Erkrankung hingewiesen. Das macht uns stutzig: Wer krank ist, macht normalerweise keinen Urlaub.

Krank? Urlaub? Termin?

Nach diversen Recherchen wird klar: In Heddesheim wird dar├╝ber spekuliert, was das bedeuten kann. Vor allem in der katholischen Bev├Âlkerung, aber auch dar├╝ber hinaus.

Die Ger├╝chtek├╝che sagt: Herr Gladbach ist in Freiburg in einer Herz-Klinik. Oder: Herr Gladbach will nach Ger├╝chten ├╝ber Zusammenlegungen von Kirchengemeinden in Heddesheim nicht mehr weitermachen.

Dann sagt uns jemand, Herr Gladbach habe einen „Termin“ im Freiburger Ordinariat gehabt. Also keine „Herz-Klinik“?

Das alles sind Spekulationen, die „etwas wissen“, „nicht genau wissen“, „geh├Ârt haben“, „nicht best├Ątigt“ sind, „nicht zitiert werden wollen“.

Es gibt Spekulationen – aber keine Informationen.

Tatsache ist: Es gibt diese Spekulationen. Tatsache ist auch: Je weniger informiert wird, desto mehr Spekulationen gibt es – weil es keine tats├Ąchlichen Informationen gibt.

Tatsache ist auch: Eine Erkrankung ist eine sehr pers├Ânliche Situation, die Medien zu respektieren haben und die niemanden etwas angeht, au├čer der erkrankten Person und allen, die ins Vertrauen gezogen werden.

Sp├Ątestens hier w├╝rde das heddesheimblog den Umst├Ąnden entsprechend eventuell weiter recherchieren, aber nicht mehr berichten – aus Respekt vor dem Privatleben.

Tatsache ist aber auch, dass die katholische Kirche in Heddesheim zu einer „au├čerordentlichen Pfarrversammlung“ einl├Ądt, in der Pfarrer Gladbach ├╝ber „seine pers├Ânliche und gesundheitliche Situation“ informieren will.

Respekt. Privat. ├ľffentlich.

Damit wird eine zu respektierende private Angelegenheit per Ank├╝ndigung ├Âffentlich.

Wir recherchieren also weiter, behutsam, aber beharrlich.

Ein Katholik erz├Ąhlt uns, wie er die Predigt von Pfarrer Heiner Gladbach am 14. M├Ąrz 2010 erlebt hat: „Er stand mit dem R├╝cken zur Gemeinde und zitterte. Mein Sohn sagte mehrmals: „Du Papa, ich glaube, der Pfarrer weint jetzt gleich“. Mein Sohn war sehr aufgeregt und auch ich war sehr ergriffen. Das habe ich noch nie vorher erlebt.“

Heiner Gladbach stellt unangenehme Fragen.

Am 14. M├Ąrz 2010 sagt Pfarrer Heiner Gladbach: „Ich bitte dich f├╝r die Opfer, die durch Missbrauch und Misshandlung lebenslange seelische Sch├Ąden davongetragen haben und tragen. (…) Sieh auf die Fehler der Verantwortlichen in deiner Kirche: Jahre und Jahrzehnte haben sie geschwiegen und diese Vergehen zugedeckt. Dadurch haben sie ebenfalls schwere Schuld auf sich geladen.“

Diese Worte sind offen, kritisch und ergreifend, weil ein Pfarrer den Mut hat, im gemeinsamen Gebet dar├╝ber zu sprechen, was die Menschen seit Wochen nicht nur in Deutschland bewegt und verzweifelt macht.

Pfarrer Gladbach wird aber noch mutiger und deutlicher: „Es ist unverst├Ąndlich, warum dies geschehen musste. Im Moment kann man – Jesus – an deiner Kirche verzweifeln. Als Priester f├╝hle ich mich im Moment hilflos.“

„Ich sch├Ąme mich manchmal Priester dieser Kirche zu sein.“ Heiner Gladbach

Was der Pfarrer in seinem Gebet sagt, ist eine Zumutung f├╝r jeden, der an die Unfehlbarkeit der Kirche glaubt.

Und dann betet Pfarrer Gladbach etwas, dass unbedingt politisch zu verstehen ist: „Ich sch├Ąme mich manchmal Priester dieser Kirche zu sein.“

Pfarrer Gladbach wird in seinem Gebet nicht nur politisch – er wird deutlich: „Und es n├╝tzen mir nicht all die Versprechungen der l├╝ckenlosen Aufkl├Ąrung, und es n├╝tzt mir erst recht nicht die Aussage: Das kommt auch in nichtkirchlichen Institutionen vor.“

Eine Woche nach diesem Satz ├Ąu├čert sich der „Chef“ von Pfarrer Gladbach, Erzbischof Robert Zollitsch, der auch Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz in Deutschland ist, im Focus: „Auch wenn immer deutlicher werde, dass „die meisten F├Ąlle au├čerhalb des kirchlichen Raumes“ gesch├Ąhen, seien sie in der Kirche besonders schlimm.“

Und kurz darauf gibt es die Meldung: „In der Diskussion um sexuellen Missbrauch im Erzbistum Freiburg hatte Zollitsch am Samstag Vorw├╝rfe gegen seine Person zur├╝ckgewiesen. Bei einem Fall, mit dem der heutige Erzbischof 1991 als Personalreferent befasst war, sei es nie darum gegangen, etwas zu vertuschen, sagte Zollitsch am Samstag vor Journalisten in Freiburg. Die Bistumsleitung habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.“

Was haben die Krankheit, der Urlaub mit Erzbischof Zollitsch zu tun?

Gladbachs „Chef“, Herr Zollitsch, steht schwer unter Beschuss. Der S├╝dwestrundfunk (SWR) stellt in Report Mainz die Frage: „Wie glaubw├╝rdig ist Erzbischof Zollitsch als Aufkl├Ąrer?“

Heute wird Pfarrer Gladbach ├╝ber seine „gesundheitliche und pers├Ânliche Situation“ informieren.

Und das ist gut so. Je umfassender Herr Gladbach informiert, umso mehr wird Ger├╝chten jeglicher Boden entzogen.

„Dann hat das Konsequenzen…“

Guten Tag!

Heddesheim, 23. September 2009. Auf der B├╝rgerveranstaltung am 18. September 2009 wurden dem Journalisten Hardy Prothmann „Konsequenzen“ angedroht.

heddesheimblog

Die Redaktion ver├Âffentlicht zu dokumentarischen Zwecken eine Begegnung auf der B├╝rgerveranstaltung vom 18. September 2009.

Nicht zum ersten Mal wurde der Journalist Hardy Prothmann im Zusammenhang mit der Berichterstattung um die geplante „Pfenning“-Ansiedlung „bedroht“ (siehe auch: Bericht). Diesmal mit „Konsequenzen“. Mit welchen auch immer.

Ein Mann n├Ąhert sich von hinten und legt sofort los:

Der Mann: „Ich gebe Ihnen etwas zur Kenntnis.“
Hardy Prothmann: „Erst einmal m├╝ssen Sie sich vorstellen.“
Der Mann: „Nein, das muss ich gar nicht.“
Hardy Prothmann: „Dann brauchen Sie mir auch nichts zur Kenntnis zu geben.“
Der Mann: „Sollte ein Bild von mir ├╝ber Sie ver├Âffentlich werden, dann hat das Konsequenzen.“
Hardy Prothmann: „Das habe ich mir gedacht.“
Der Mann: „Jo.“

Der Mann ist nach Recherchen des heddesheimblogs der Redaktion namentlich bekannt und Mitglied der CDU Heddesheim.

Die Redaktion begreift solche Vorst├Â├če als Einsch├╝chterungsversuche, die eine freie Berichterstattung behindern sollen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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