Samstag, 23. September 2017

Orientierungshilfe - nicht nur f├╝r Eltern

Fr├╝hf├Ârderwegweiser f├╝r Vorschulkinder neu aufgelegt

Rhein-Neckar, 08. Juli 2014. (red/pm) F├╝r Eltern beginnt das Leben mit ihrem Kind auch mit Sorgen um dessen Entwicklung. Wer hilft bei der Suche nach einer beratenden Stelle? Der 1997 erstmals erschienene Fr├╝hf├Ârderwegweiser f├╝r Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis will Eltern, Fachleuten und Interessierten die Orientierung im Bereich der fr├╝hen Hilfen erleichtern. Jetzt ist die 8. Auflage erh├Ąltlich – komplett ├╝berarbeitet und in neuem buntem Gewand. [Weiterlesen…]

Franziska Brantner ist Europaabgeordnete und Mutter.

Organisation ist alles

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner ist Mutter und Politikerin.

Die Europaabgeordnete Franziska Brantner ist Mutter und Politikerin. Den Arbeitsalltag zwischen Br├╝ssel, Stra├čburg und Heidelberg meistert sie mit Organisation und Effizienz.

 

Stra├čburg/Rhein-Neckar, 07. Juni 2013. (red/ld) Wenn ihre Tochter sie braucht, ist Franziska Brantner Mutter. Wenn die EU-Politik sie braucht, ist sie Abgeordnete. Die Gr├╝nen-Politikerin arbeitet im Europ├Ąischen Parlament an einer L├Âsung f├╝r die Finanzkrise oder an der Durchsetzung von Frauenrechten. Im September will die 33-J├Ąhrige in den Bundestag gew├Ąhlt werden. [Weiterlesen…]

Video: Vier Verletzte bei Unfall in der Bahnhofstra├če


Guten Tag!

Heddesheim, 28. Februar 2011. Gegen 13:45 Uhr hat sich heute in der Bahnhofstra├če ein Unfall ereignet, bei dem zwei Erwachsene und zwei Kinder verletzt worden sind.

Ein Pkw hatte dem Verkehrsbus die Vorfahrt genommen und ist nach dem Zusammensta├č in eine Gruppe von drei Personen, einer Frau und zwei Kindern gefahren.

Die Kinder wurden ersten Informationen zufolge leicht verletzt, die Fu├čg├Ąngerin schwerer. Auch die Autofahrerin zog sich Verletzungen zu.

Offensichtlich war der Pkw aus der Kirchbaumstra├če auf die Bahnhofstra├če gefahren und missachtete dabei die Vorfahrt f├╝r den Verkehrsbus.

Polizei und Feuerwehr sicherten die Unfallstelle – vorsorglich ist auch ein Rettungshubschrauber alarmiert worden, der aber nicht gebraucht wurde.

Gabis Kolumne

„Ich werde das Kind schon schaukeln“

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Guten Tag!

Heddesheim, 13. Dezember 2010. Pubertierende Kinder sind anstrengend, aber lange nicht so betreuungsintensiv wie Kleinkinder, musste Gabi noch einmal hautnah erfahren.

Die Windelzeit haben meine Freundinnen und ich ja Gott sei dank hinter uns gelassen – was nat├╝rlich nicht hei├čt, dass das Leben mit pubertierenden Kindern einfacher ist, aber es ist zumindest weniger betreuungsintensiv.

kind

Spielen macht Spa├č!

Das wurde mir vor kurzem mal wieder bewusst, als mich eine Freundin – die sehr sp├Ąt ihr erstes Kind bekommen hatte – bat, einen Nachmittag auf ihren goldgelockten einj├Ąhrigen Sonnenschein aufzupassen.

Das m├╝sste doch ein leichtes Spiel sein

„Klar“, sagte ich, „kein Problem“. Denn immerhin hatte ich ja zwei Kinder schon fast gro├č gezogen und mit einem Kleinkind d├╝rfte das doch ein leichtes Spiel sein.

Kurz nach der Mittagszeit brachte sie mir also ihr Herzblatt vorbei, bepackt – o je, das hatte ich schon verdr├Ąngt – mit einer gro├čen Tasche mit Windelutensilien, Flasche, Gl├Ąschen, Schnuller, Lieblingsschmusetier und Duplo-Steinen.

„So in einer Stunde kannst du ihm das Gl├Ąschen warm machen, anschlie├čend m├╝sste er m├╝de werden und dann schl├Ąft er bestimmt zwei Stunden. Du kannst ihn dann auf die Spieldecke mit seinen Duplo-Steinen setzen und er besch├Ąftigt sich ganz alleine. So gegen 19 Uhr gibst du ihm das Fl├Ąschchen, aber da m├╝sste ich schon wieder zur├╝ck sein. Und frisch machen solltest du ihn, bevor du ihn hinlegst. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, aber ich bin jederzeit auf dem Handy erreichbar“, erkl├Ąrte mir meine Freundin, l├Ąchelte, dr├╝ckte einen Schmatz auf das Goldk├Âpfchen und ├╝berreichte mir ihren Sohn.

Bis zu diesem Augenblick hatte mich der kleine Wonneproppen noch freudig angestrahlt, als ihm aber bewusst wurde, dass seine Mutter im Begriff war ihn bei der „b├Âsen“ Tante zur├╝ck zu lassen, verfinsterte sich seine Miene und binnen Sekunden brach ein f├╝rchterliches Geschrei los.

„GehÔÇÖ nur, das bekomme ich schon hin“, meinte ich tapfer, nahm den strampelnden Einj├Ąhrigen auf den Arm und zwinkerte meiner Freundin beruhigend zu. „Ich werde das Kind schon schaukeln“, versuchte ich sie zu beruhigen. Etwas unschl├╝ssig schaute sie auf ihren schreienden Sohn und verlie├č dann mein Haus.

Nichts l├Ąuft nach Plan

Ich brauche Ihnen jetzt nicht zu erz├Ąhlen, dass alles nicht nach dem Plan lief, den meine Freundin mir so freudig mitgeteilt hatte. Nachdem ich unz├Ąhlige und vergebliche Versuche unternommen hatte, das schreiende Kind mit p├Ądagogischen Ma├čnahmen zu beruhigen, kam mein Sohn mit einer T├╝te Gummib├Ąrchen um die Ecke und fragte: „Kann man das Geschrei denn irgendwie abstellen?“. In dem Moment huschte ein L├Ącheln ├╝ber das tr├Ąnen├╝berstr├Âmte Gesicht des kleinen Goldschatzes und er quiekte „haben“ und deutete unmissverst├Ąndlich auf die Haribo-T├╝te. In meiner Verzweiflung hielt ich ihm ein rotes B├Ąrchen hin, der Kleine strahlte, steckte das Fruchtgummi in seinen Mund und intonierte laut und verst├Ąndlich „mehr“.

Nachdem er gen├╝sslich die halbe T├╝te verspeist hatte, schritt ich ein und nahm ihm die T├╝te weg. Ich breitete die Spieldecke auf dem Boden aus, legte die Duplo-Steine vor ihn und ging in die K├╝che um das Gl├Ąschen zu w├Ąrmen. Keine zwei Minuten sp├Ąter h├Ârte ich ohrenbet├Ąubendes Geschepper. Wie langweilig waren doch seine Spielsachen im Vergleich zu dem CD-Regal, dessen Inhalt er mit einem Schwung auf den Boden bef├Ârdert hatte. Goldschatz strahlte.

Okay, rief ich mir ins Ged├Ąchtnis, Kinder im Krabbelalter darf man nicht unbeaufsichtigt lassen. Ich schnappte mir den Kleinen und setzte ihn in der K├╝che vor eine Schublade mit Tupperware. Gl├╝cklich r├Ąumte er die Plastikdosen und Deckel aus und ich hatte Zeit, um festzustellen, dass der Inhalt des Gl├Ąschens eindeutig zu hei├č war. Also, ab ins kalte Wasserbad.

Er hatte viel Spa├č – ich weniger

Es wird Sie sicherlich nicht wundern, dass die H├Ąlfte des Gl├Ąschens auf meinem Pulli und im Gesicht meines Goldk├Âpfchens landete, zumindest hatte er viel Spa├č dabei – ich weniger.

„So, mein Schatz, jetzt gehtÔÇÖs ab ins Bettchen“, erkl├Ąrte ich meinem Herzchen, holte den Kuschelhasen und legte beide in mein Ehebett, nat├╝rlich nicht ohne zuvor dicke Decken an den Seiten aufzubauen, damit er nicht herausfallen konnte.

Kaum hatte ich ihn abgelegt, stieg ein eindeutiger Geruch in meine Nase. Mist, dachte ich, ich habe ganz vergessen, dass ich ihn noch wickeln muss. Ich rannte ins Wohnzimmer holte die Wickeltasche. Die Zeit hatte der kleine Schatz genutzt, quer ├╝ber das Bett zu robben und die B├╝cher vom Nachttisch zu fegen. „Okay, okay, mein Fehler“, sagte ich und immerhin das Wickeln ging mir doch noch ganz gut von der Hand.

„So, mein Schatz, jetzt wird aber geschlafen“, gurrte ich freundlich. Goldk├Âpfchen war aber ganz anderer Meinung, er setzte sich auf und deutete zur T├╝r. „Mama“, kam es weinerlich von seinen Lippen. „Die Mama kommt gleich wieder, du musst jetzt ein bisschen schlafen und dann ist deine Mama wieder da“, versuchte ich ihm zu erkl├Ąren. Zu sp├Ąt schon quollen dicke Tr├Ąnen aus seinen blauen Augen und er schniefte herzerweichend. Also fuhr ich das volle Programm, sang Schlaflieder, legte mich zu ihm, streichelte sein K├Âpfchen – alles vergeblich, Goldschatz wollte nicht schlafen.

„Okay, dann gehen wir spielen“

„Okay, okay, dann gehen wir eben spielen“, gab ich auf, schnappte mir den Kleinen, der sofort wieder anfing zu strahlen und begab mich mit ihm ins Wohnzimmer. Wir lie├čen uns gemeinsam auf der Spieldecke nieder und ich begann mit Begeisterung die Bausteine aufeinander zu stapeln. Gelangweilt schaute mich der Kleine an und setzte sich in Bewegung Richtung Treppe. Mit „nein, Sch├Ątzchen, das ist keine gute Idee“, holte ich ihn von seiner Erkundungstour zur├╝ck, was eindeutig und laustark sein Missfallen erregte.

Verzweifelt schaute ich zur Uhr. Noch mindestens zwei Stunden w├╝rde es dauern, bis meine Freundin zur├╝ckkehren w├╝rde, das kann ja noch heiter werden.

In dem Moment h├Ârte ich meine Tochter von der Schule nach Hause kommen. „Prima, Schatz, dass du da bist. SchauÔÇÖ mal, wen wir zu Besuch haben. Magst du nicht ein wenig mit dem Kleinen spielen?“, empfing ich sie freudig. „Okay, ich nehme ihn eine halbe Stunde mit in mein Zimmer, da kann er die Kiste mit meinen alten Kuscheltieren ausr├Ąumen“, bot sie zu meiner Erleichterung an.

Alles ├╝berhaupt kein Problem

30 Minuten hatte ich Zeit, um das Chaos, was sich inzwischen ausgebreitet hatte, wieder einigerma├čen zu beseitigen, in Ruhe eine Tasse Kaffee zu trinken und mich an das vertraute Gef├╝hl zu erinnern, wie es war, als meine Kinder noch klein waren und ich jede Sekunde Auszeit genossen hatte.

Als meine Freundin p├╝nktlich von ihrem Termin zur├╝ckkehrte, um ihren Sohn abzuholen, sa├č Goldl├Âckchen brav auf seiner Krabbeldecke, spielte mit seinen Duplo-Steinen und strahlte seine Mutter an.

„Hat alles gut geklappt?“, wollte sie wissen. „Klar“, sagte ich, „alles ├╝berhaupt kein Problem“, und dachte, Gott bin ich froh, dass meine Kinder schon so gro├č sind.

gabi