Montag, 25. September 2017

Was sagt Heinisch, was Kessler?

Protokoll der Kandidatenvorstellung

Heddesheim, 13. M├Ąrz 2014. (red) Wir stellen der ├ľffentlichkeit das Wortprotokoll der Kandidatenvorstellung zur Entscheidungsfindung bei der B├╝rgermeisterwahl zur Verf├╝gung. [Weiterlesen…]

Wahlausschussmitglieder und Wahlbezirke festgelegt

Formalit├Ąten zu den Wahlen

Heddesheim, 20. Februar 2014. (red) Am 25. Mai stehen die n├Ąchsten Europa-, Kommunal- und Kreistagswahlen an. Das bedeutet f├╝r die Gemeinde einiges an organisatorischem Aufwand: Der Gemeinderat ┬áFormalit├Ąten fest und bestimmte einen Wahlausschuss.

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Verwaltung ist auf der Suche nach weiteren Gastfamilien

40j├Ąhriges Partnerschaftsjubil├Ąum im Juli

Heddesheim, 15. Februar 2014. (red/csk) Die Begegnung zwischen Heddesheim und Nogent-le-Roi in diesem Jahr wird eine besondere sein: Gemeinde und Kanton k├Ânnen mittlerweile auf 40 Jahre Partnerschaft schauen. Ensprechend gro├č wird die Gruppe aus Frankreich sein, die vom 11.-13. Juli 2014 in Heddesheim zu Besuch sein wird. [Weiterlesen…]

B├╝rgermeisterstellvertreterin Brechtel verk├╝rzt "eigenm├Ąchtig" den Plakatierungszeitraum

Der Ukas

Brechtel

Stellvertretende B├╝rgermeisterin Brechtel (Archivbild)

Heddesheim, 12. Februar 2014. (red) Angeblich verh├Ąlt sich die Gemeindeverwaltung „neutral“ beim B├╝rgermeisterwahlkampf. Doch eine Entscheidung der B├╝rgermeisterstellvertreterin Ursula Brechtel (CDU) l├Ąsst erheblich an einer „Gleichbehandlung“ zweifeln.

Auf ihre Anweisung hin wurde der Zeitraum, in dem Wahlplakate der Kandidaten ausgebracht werden d├╝rfen, um zehn Tage verk├╝rzt. Die Argumente daf├╝r wirken fadenscheinig. [Weiterlesen…]

Treffen der Partnerschaftskommission

├ťberraschend viele Aktivit├Ąten

Nogent Chateau

Schloss in Nogent Le Roi Foto: mit freundlicher Genehmigung der franz├Âsischen Partner

Heddesheim, 11. Juli 2013. (red/sw) Trotz des warmen Wetters kamen die Mitglieder der Partnerschaftskommision Heddesheim – Nogent Le Roi zahlreich zur Sitzung am vergangenen Dienstag.

Von Susanne Warmuth

Nogent Kirche

Kirche in Nogent Le Roi. Foto: Michel Modain

Ja, ich wu├čte nat├╝rlich als in Heddesheim verwurzelte B├╝rgerin, dass Heddesheim ein Partnerschaft mit dem Kanton Nogent Le Roi in Frankreich eingegangen ist – irgendwann einmal – den Nogent Le Roi Platz gibt es schlie├člich schon seit meiner Kindheit. Ab und zu kommen die Franzosen zu Besuch und manchmal fahren Gruppen aus Heddesheim nach Frankreich. Das war bis gestern Abend mein Wissen ├╝ber die Beziehung von der Gemeinde Heddesheim zu ihrem Partner-Kanton in Frankreich.

Ich wurde mehr als ├╝berrascht, wie aktiv diese Partnerschaftsbeziehung zu Nogent Le Roi in Wirklichkeit ist. Julien Christof, Hauptamtsleiter in Heddesheim schien eine nicht enden zu wollende Liste zu besitzen, auf der die verschiedenen Aktivit├Ąten von Gruppen und Vereinen in Sachen Partnerschaft mit Nogent Le Roi aufgef├╝hrt waren. [Weiterlesen…]

Gemeinderat verweigert auf Vorschlag des Bürgermeisters Änderungen im Protokoll

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Der protokollierte Skandal – kein Respekt vorm Wort und Amt

Das bleibt von beharrlichem Nachfragen zum Thema L├Ąrm in der Gemeinderatssitzung "laut Protokoll" ├╝brig. Kein Wort ├╝ber den Inhalt der Fragen oder die dauerhafte St├Ârung durch Frank Hasselbring. Kein Wort, wie sich der Sachverst├Ąndige geziert hat, eine klare Antwort zu geben, kein Wort von den Unterbrechungen durch B├╝rgermeister Kessler.

 

Heddesheim, 19. Dezember 2011. Wieder einmal wurde ein Protokoll verfasst, wie es dem B├╝rgermeister Michael Kessler und den Abnicker-Fraktionen CDU, SPD und FDP gef├Ąllt. Ein Einspruch im Gremium ist gegen diese mangelhaften Protokolle zwecklos – die Best├Ątigung des Protokolls ist Sache des Gemeinderats. Der hat aktuell wieder entschieden, dass das Protokoll den Diskussionsverlauf der Oktobersitzung „der Sache nach“ wiedergibt. Das ist schlecht, denn damit ist belegt, dass die Mehrheit im Gemeinderat in ├Âffentlicher Sitzung bereit ist, unvollst├Ąndige und damit falsche Protokolle zu best├Ątigen. Aber der Vorgang ist gut – denn damit werden diese „Verh├Ąltnisse“ ├Âffentlich.

Von Hardy Prothmann

Kritische Fragen, Unterbrechungen, St├Ârungen, Grunzen, Wortwahl, Manieren, Wertesystem, Gesch├Ąftsordnung, Verwarnung, R├╝ge und Protokoll sind die Begriffe, die in diesem Artikel zur Sprache kommen. Aber auch Respekt, Amt, W├╝rde, Funktion, Selbstverst├Ąndnis und Demokratie. [Weiterlesen…]

Twitter-Dokumentation der Gemeinderatssitzung


Guten Tag!

Heddesheim, 26. Mai 2011. (red) Der partei- und fraktionslose Gemeinderat Hardy Prothmann twittert seit einiger Zeit aus den Gemeinderatssitzungen. Das kann jeder live mitverfolgen oder nachlesen, weiterleiten und kommentieren.

Um die Notizen auf Twitter zu lesen, m├╝ssen Sie diese Adresse eingeben http://twitter.com/prothmann. Dann sehen Sie die Eintr├Ąge, die Hardy Prothmann versendet hat. Hinweis: Die neuesten Eintr├Ąge stehen immer oben, die ├Ąlteren unten – das kennen Sie aber schon aus unserem Blog.

Die Ver├Âffentlichung der Beitr├Ąge wurde aber in Facebook vorgenommen. Sobald ein Eintrag abgeschlossen ist, schickt Facebook diesen Eintrag als Kopie zu einem verkn├╝pften Twitter, wo er ebenfalls ver├Âffentlicht wird. Allerdings bietet Twitter nur 140 Zeichen an, sodass l├Ąngere Eintr├Ąge abgek├╝rzt werden und einen Link enthalten, der zur├╝ck zum Original in Facebook f├╝hrt. Um diesen lesen zu k├Ânnen, m├╝ssen Sie bei Facebook ein Konto haben.

Facebook ist das weltweit gr├Â├čte soziale Netzwerk mit weit ├╝ber 600 Millionen Nutzern (andere hei├čen Myspace, wer-kennt-wen oder schuelerVZ). Ein kostenloses Internetangebot, bei dem man sich registrieren muss und danach Freundschaften mit anderen Nutzern kn├╝pfen und Daten austauschen kann. Facebook funktioniert so ├Ąhnlich wie ein Blog. Man kann Texte schreiben, Texte kommentieren, Links einf├╝gen, Videos und Bilder.

Die Facebook-Seite von Hardy Prothmann lautet http://www.facebook.com/pages/Geprothmannt/182239598481504. Dort k├Ânnen Sie, nachdem Sie den „Gef├Ąllt-mir“-Button gedr├╝ckt haben, selbst auch die dortigen Eintr├Ąge kommentieren.

Twitter ist ein Online-Dienst, der ├Ąhnlich einer SMS funktioniert. Man tr├Ągt einen Text ein, schickt ihn ab und er wird an Twitter gesendet, wo er ├Âffentlich sichtbar ist. So genannte „Follower“ (Folger), die einen Twitter-Nutzer abonniert haben, sehen dann, was dieser geschrieben hat und k├Ânnen die Meldung selbst an ihre „Follower“ weitersenden. Nachrichten k├Ânnen sich so rasend schnell verbreiten. Auch Steffen Seibert, Regierungssprecher von Kanzlerin Merkel, twittert Mitteilungen an die ├ľffentlichkeit und die Presse.

Die Verkn├╝pfung von Facebook und Twitter hat folgenden Sinn: Da es immer noch viele Menschen gibt, die Facebook noch nicht nutzen, k├Ânnen diese die dort gemachte Eintr├Ąge nicht lesen. Anders bei Twitter. Wenn Sie den Twitternamen eines Nutzers kennen, k├Ânnen Sie auch unangemeldet mitlesen.

Im Sinne der Transparenz und um Menschen die „Teilnahme“ zu erm├Âglichen, die nicht vor Ort sein k├Ânnen, teilt Hardy Prothmann diese Informationen mit anderen. Die Eintr├Ąge haben keinen Anspruch auf Vollst├Ąndigkeit und sind im Zweifel als subjektive Eintr├Ąge zu werten.

Der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler w├╝rde das Twittern gerne verbieten, allerdings gibt es keine Vorschrift dazu. Allerdings hat er dem partei-und fraktionsfreien Gemeinderat Hardy Prothmann deswegen schon eine R├╝ge erteilt und wird nicht m├╝de, die „Missachtung“ des Gemeinderats zu betonen. Tats├Ąchlich ist in anderen, moderner orientierten Gemeinder├Ąten, Twittern l├Ąngst per Hauptsatzung erlaubt. In Passau d├╝rfen sogar Gemeinderatssitzungen (zumindest versuchsweise) gefilmt werden.

B├╝rgermeister Michael Kessler hat Hardy Prothmann auch durch den Hauptamtsleiter Julien Christof „geheim“ beim Twittern schon beobachten lassen – eine bedenkliche Haltung.

In anderen Gemeinder├Ąten twittert Hardy Prothmann als Journalist aus den Sitzungen – ebenfalls nach dem Prinzip: Eintrag in Facebook, automatische Weiterleitung an Twitter. In Hirschberg, Ladenburg und Weinheim ist man weiter als in Heddesheim – kein B├╝rgermeister noch ein Gemeinderat hat sich dagegen ausgesprochen. Die Twitter-Accounts unseres Netzwerkes hei├čen jeweils heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog, weinheimblog, viernheimblog und rheinneckarblog.

Auszug der Twittermeldungen von Gemeinderat Hardy Prothmann aus der Sitzung vom 26. Mai 2011. Klicken Sie auf das Bild, um alle Meldungen zu sehen. Quelle: Twitter

 

Edeka plant Umbau und Neustrukturierung in Heddesheim

Heddesheim, 27. April 2011 (red) Die Edeka S├╝dwest plant einen Umbau und eine Neustrukturierung des Standorts Heddesheim nach der Schlie├čung des Fleischwerks. Das Unternehmen will der Bev├Âlkerung die Pl├Ąne kommende Woche Mittwoch vorstellen.

Pressemitteilung der Edeka S├╝dwest:

„Edeka S├╝dwest ist seit vielen Jahren im Gewerbegebiet Heddesheim ans├Ąssig. Von hier aus werden t├Ąglich fast 600 Edeka-M├Ąrkte im Umkreis beliefert, ein
Betrieb der Edeka S├╝dwest Fleisch produziert au├čerdem frische Fleisch- und Wurstwaren. Auch nach dem bevorstehenden Wegzug des Produktionsbetriebs setzen wir weiter auf den Standort inmitten der Metropolregion Rhein-Neckar und planen dessen Umbau und Neustrukturierung.

Im gro├čen Saal des B├╝rgerhauses findet am Mittwoch, 04. Mai 2011, von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr, ein Informationsabend statt, bei dem wir die ├ľffentlichkeit ├╝ber unser Vorhaben informieren werden.“

Ãœber die Inhalte der Planung wird zuvor die Presse informiert, Details wurden noch nicht mitgeteilt.

Der Handelsriese Edeka (Hamburg) ist Marktf├╝hrer im Bereich Gro├č- und Einzelhandel in Deutschland vor Aldi und Lidl. Der Gruppen-Umsatz lag 2009 bei rund 42 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern aber nur bei mageren 1,4 Milliarden Euro, also rund 3 Prozent.

Durch die ├â┼ôbernahmen der Discounter wie Treff, Plus, Spar, Tengelmann und anderer M├Ąrkte ist die Edeka-Gruppe in den vergangenen Jahren zum Marktf├╝hrer aufgestiegen. Edeka h├Ąlt eine Vielzahl von Markennamen, beispielsweise die B├Ąckerei K&U oder den Getr├Ąnkehandel A. Kempf.

Edeka ist in sieben Regionalgesellschaften gegliedert. Edeka S├╝dwest beliefert Baden-W├╝rttemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Teile von Unterfranken und S├╝dhessen. Der Stammsitz ist in Offenburg. Bis 2001 war die Hauptverwaltung in Heddesheim ans├Ąssig.

Zu Edeka S├╝dwest geh├Âren 1.450 Verkaufsm├Ąrkte. Zum Jahresende 2009 waren 23.668 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern angestellt, das waren 773 weniger als im Jahr zuvor.

In Heddesheim betreibt die Edeka ein Frische- und Getr├Ąnkelager sowie ein Fleischwerk, das zum Sommer 2011 aber den Betrieb einstellt. Die Fleischproduktion wird nach Rheinstetten (bei Karlsruhe) verlagert. Dadurch fallen in Heddesheim rund 270 Arbeitspl├Ątze weg.

Der Umsatz von Edeka S├╝dwest lag 2009 bei 5,02 Milliarden Euro. Insgesamt zahlte der Konzern Edeka S├╝dwest etwa 17 Millionen Euro Steuern. Der Jahres├╝berschuss lag nach Steuern bei 6 Millionen Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 0,12 Prozent.

Hintergrund „Fleischwerk“:

Da das Fleischwerk einen hohen Wasserverbrauch hat und dieser ebenfalls wegf├Ąllt, steigen die Wasserpreise in Heddesheim.

Das Fleischwerk sollte urspr├╝nglich auf dem „Pfenning“-Gel├Ąnde neu gebaut werden, bis Edeka sich Anfang 2008 „├╝berraschend“ entschlossen hatte, diesen Standort nicht zu w├Ąhlen. Edeka ist auch ein Kunde von „Pfenning“. Der Gro├č- und Einzelhandel ist zwar das Hauptgesch├Ąft, wegen der Lagerung der Waren und der vielf├Ąltigen Transporte in die Verkaufsbetriebe ist Edeka aber auch ein sehr gro├čes Logistikunternehmen.

Der Mannheimer Morgen berichtete am 26. Januar 2008: „Der Abzug der Mitarbeiter ├Ąndere auch nichts an Heddesheims hohem Stellenwert f├╝r Edeka: „Heddesheim bleibt unser Logistikzentrum.“ Sprecher Duschan Gert verwies auf die Investition von 22 Millionen Euro f├╝r das neue Frischkost-Lager.“

Gegen das neue Fleischwerk in Rheinstetten gab es erheblichen Widerstand aus der Bev├Âlkerung. Vor allem die B├╝rgerinitiative „IG Rheinstetten“ und „Die Siedler von Ka“ hat gegen das Projekt mobil gemacht. Der BUND wollte klagen, sah sich aber „ausgetrickst“ durch beh├Ârdliche Vorg├Ąnge und die Rechtssprechung des Verwaltungsberichtshof in Mannheim.

Die Gegner beklagten vor allem eine mangelnde B├╝rgerbeteiligung und b├╝rokratische Entscheidungen „von oben“ herab. Vor Ort berichten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die vergleichbar mit dem Mannheimer Morgen ein Berichterstattungsmonopol haben. Von Seiten der BNN gab es so gut wie keine kritischen Berichte zur Fleischwerk-Ansiedlung.

Die BNN waren 2005 selbst in die Schlagzeilen geraten. Nach einem kritischen Bericht ├╝ber Arbeitsbedingungen bei Lidl wurde einer Redakteurin gek├╝ndigt. Die Lidl-Gesch├Ąftsleitung soll Druck auf die Chefredaktion ausge├╝bt haben. Angeblich ging es Anzeigenums├Ątze von 1,4 Millionen Euro.

Der fr├╝here Landwirtschaftsminister Peter Hauk gilt als Initiator der Fleischwerk-Ansiedlung in Rheinstetten. Der „schwarze Peter“ unterlag Stefan Mappus im Machtkampf um den Ministerpr├Ąsidentenposten und ist CDU-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag.

Der Heddesheimer Hauptamtsleiter Julien Christof (CDU) unterh├Ąlt beste Beziehungen zu Hauk und hat dessen Landtagswahlkampf 2011 (Neckar-Odenwald-Kreis) aktiv mitgestaltet. Peter Hauk (50) sitzt seit 1992 im Landtag und gilt als der neue starke Mann der gerupften CDU und hat gegen den von der k├╝nftigen Gr├╝n-Roten Landesregierung angek├╝ndigten Volksentscheid in Sachen Stuttgart21 bereits eine Klage angek├╝ndigt.

85 Namensvorschl├Ąge f├╝r die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 Vorschl├Ąge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim hei├čen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 Vorschl├Ąge eingegangen.
Diese kamen aus Sch├╝ler- und Elternkreisen, zum Gro├čteil aber auch aus der Bev├Âlkerung.

Die eingegangen Namensvorschl├Ąge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (B├╝rgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und G├Ąnshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen Vorschl├Ągen wurden f├╝nf als Empfehlung f├╝r die weiteren Gremien pr├Ąferiert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um Verst├Ąndnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde gro├čer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen K├Ąmmerlein“ ├╝ber den k├╝nftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE Vorschl├Ąge sichten und ├╝ber die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die Gemeinder├Ąte beider Gemeinden, die in nicht ├Âffentlicher Sitzung Ende Januar dar├╝ber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 Vorschl├Ągen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Eisbahn ├Âffnet am 1. November

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Oktober 2010. (p├Âl/pm) Am 01. November 2010 ├Âffnet die Heddesheimer Freiluft-Eisbahn.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim:

„Der Countdown zum Beginn der Eislaufsaison in Heddesheim l├Ąuft: Ab Montag, 1. November 2010, ├Âffnet die Freiluft-Kunsteisbahn im Sportzentrum (Ahornstra├če 78) wieder ihre T├╝ren und l├Ądt zum t├Ąglichen Schlittschuh-Spa├č mit Blick auf die Bergstra├če ein.

Die Anlage bietet alles, was ein Besuch zum Erlebnis werden l├Ąsst. Angeschlossen an die Kunsteisbahn sind ein Kiosk und ein Glaspavillon, in dem sich die Besucher aufw├Ąrmen oder das Treiben auf der Bahn verfolgen k├Ânnen. Ein Schlittschuhverleih befindet sich ebenfalls vor Ort.

Montagnachmittags zwischen 14 und 17 Uhr findet auch in diesem Jahr wieder der Kindernachmittag statt. Mit Hilfe von Lernhilfen haben Kinder bis zehn Jahre die M├Âglichkeit spielerisch das Eislaufen zu lernen. Im Anschluss an den Kindernachmittag findet ab Dezember 14-t├Ągig eine Kindereisdisco statt, denn auch die Kleinen bekommen bei uns die Gelegenheit bei fetziger Musik und winterlichem Lichterzauber mal so richtig abzutanzen.

Dienstags, donnerstags, freitags und sonntags ist jeweils von 9.30 bis 22 Uhr ├Âffentlicher Lauf, mittwochs von 9.30 bis 20.45 Uhr und samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr. Fast schon legend├Ąr ist die Eisdisco, die jeden Samstag von 17 bis 22 Uhr stattfindet. Gespielt werden die neuesten Chartbreaker und eine Lightshow sorgt f├╝r Discoatmosph├Ąre. Dar├╝ber hinaus finden einmal im Monat Special Friday Night Parties statt. Von Disco Hits ├╝ber R`n`B Night Fever bis zur ├ť 30 Party, Oldies, etc. ist f├╝r jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas geboten.

Ab 01. November 2010 k├Ânnen Kinder f├╝r nur 5,50 ├óÔÇÜ┬Č pro Kind inkl. einem Essen, Getr├Ąnk und einer kleinen ├â┼ôberraschung ihren Geburtstag auf der Eisbahn feiern. Dabei kann zwischen folgenden Gerichten inkl. eines 0,5 l Getr├Ąnkes gew├Ąhlt werden: Rinds-/Bockwurst mit Br├Âtchen oder Cheeseburger/Hamburger oder Currywurst mit Br├Âtchen. Zwei Begleitpersonen zahlen einen erm├Ą├čigten Eintrittspreis von nur 2,00 ├óÔÇÜ┬Č pro Person. Das Geburtstagskind hat selbstverst├Ąndlich freien Eintritt! Wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung des Kindergeburtstages unter der Tel.-Nr. (06203) 4039686.

F├╝r Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Kinder ab sechs Jahren sowie Jugendliche und Erm├Ą├čigte (Sch├╝ler, Studenten, Rentner etc.) zahlen 2,20 ├óÔÇÜ┬Č, Erwachsene 3,20 ├óÔÇÜ┬Č. Billiger wird es in allen Kategorien mit einer Mehrfachkarte. Die Eisdisco am Samstag kostet f├╝r Kinder/Jugendliche und Erm├Ą├čigte 3,20 ├óÔÇÜ┬Č und f├╝r Erwachsene 4,20 ├óÔÇÜ┬Č. F├╝r 0,50 ├óÔÇÜ┬Č k├Ânnen Zuschauer (ab sechs Jahren) am Eislaufspa├č teilhaben.

Die Kunsteisbahn ist mit der Buslinie 630, Haltestelle Sportzentrum, vom OEG Bahnhof Heddesheim oder Leutershausen/Gro├čsachsen, gut zu erreichen.

Weitere Informationen zu ├ľffnungszeiten, Eintrittspreisen und noch einiges mehr finden Sie unter www.heddesheim.de. Dort ist auch ein neues Image-Video der Eisbahn zu finden.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Nachdem offensichtlich zuerst der Mannheimer Morgen informiert wurde und wir wieder einmal die Ungleichbehandlung unserer Redaktion thematisiert haben, schickte uns die Gemeindeverwaltung die vorliegende Pressemitteilung am 25. Oktober 2010 zu, mit der Bitte um Ver├Âffentlichung „um die beliebte Eisbahn in der Region bekannter zu machen“. Und darin wurde uns erstmals seit November 2009 die M├Âglichkeit von „R├╝ckfragen“ beim Hauptamtsleiter Julien Christof angeboten.

Der Bitte entsprechen wir gerne im Sinne der ├ľffentlichkeit. Diese bitten wir auch zu ber├╝cksichtigen, dass der Fall von alkoholisierten 12-j├Ąhrigen M├Ądchen auf dem Gel├Ąnde der Eisbahn im vergangenen Jahr von der Gemeinde nicht ├Âffentlich gemacht wurde und der Redaktion trotz Nachfrage bis heute keine Informationen vorliegen, wie die Gemeinde den Schutz vor Alkoholmissbrauch sicherstellt.

Das „Image-Video“ wurde von „Nussbaum-Medien“ erstellt, die das Internet-Portal „Lokalmatador“ betreiben. Der Nussbaum-Verlag, der auch das Mitteilungsblatt herausgibt, sitzt in St. Leon-Rot und wird von der Gemeindeverwaltung ebenfalls gegen├╝ber des einzigen ├Ârtlichen Mediums, dem heddesheimblog, bevorzugt bedient.

Der Nussbaum-Medien-Verlag ist der gr├Â├čte badische Anzeigenverlag und ist beispielsweise auch f├╝r den BdS Heddesheim t├Ątig. Er generiert sein Gesch├Ąft mit bezahlten Inhalten – journalistische Informationen bietet der Verlag nicht. B├╝rgermeister Michael Kessler hat eine Gegendarstellungsanfrage im Mitteillungsblatt durch „Hausjuristen“ des Nussbaum-Verlags bearbeiten lassen – es gibt hier eine „gedeihliche“ Zusammenarbeit, die beiderseitig „interessengesteuert“ ist.

Mit der Namensgebung „Lokalmatador“ hat der Nussbaum-Verlag das eigene Selbstverst├Ąndnis zum Ausdruck gebracht, aber gleichzeitig wenig Sinn f├╝r die Bedeutung gezeigt. Matador leitet sich von spanisch „matar“=t├Âten ab. Der Lokalmatador ist folglich der „Lokalt├Âter“.

B├╝rgermeister Kessler best├Ątigt, dass „er“ die Gemeinde ist

Guten Tag!

Heddesheim, 10. September 2010. (red) Ein Zitat zieht Kreise. Wir haben im April unter der ├ťberschrift „Ich bin die Gemeinde“ ├╝ber eine Diskussion im Gemeinderat zur Rolle der Landschaftsarchitektin Ilsmarie Warnecke berichtet. B├╝rgermeister Kessler warf uns vor, ihn falsch zitiert zu haben. Wer hat recht?

Vorbemerkung: Sie lesen hier einen relativ langen Artikel, dessen Lekt├╝re sich aber lohnt. Denn es geht um „Grunds├Ątzliches“. Um journalistische Sorgfaltspflicht und b├╝rgermeisterlichen Absolutismus. Um Dokumentation und Protokollierung. Um „erfundene“ und „echte“ Aussagen. Mit einem Wort: Um Fragen nach der „Wahrheit“.
Es geht um die ├Âffentliche Meinung. Es geht um Medienkompetenz. Es geht, vor allem in Heddesheim, um sehr viel.

Es geht um einen Satz, den der B├╝rgermeister Michael Kessler in der April-Sitzung gesagt haben soll und die Diskussion dar├╝ber sowie ├╝ber die korrekte Protokollf├╝hrung: „Ich bin die Gemeinde“.

Im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom April war der Teil der Diskussion, bei der der Satz gefallen sein soll, nicht enthalten.

Dagegen legte der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann Beschwerde ein.

In der Juni-Sitzung nahm der B├╝rgermeister diesen Punkt auf, legte eine Seite juristische Begr├╝nden zur Protokollf├╝hrung vor, ebenso die Einw├Ąnde des Gemeinderats Prothmann, schlug ├âÔÇ×nderungen vor und stellte diese zur Abstimmung im Gemeinderat.

Die meisten Einw├Ąnde wurden von der Mehrheit des Gemeinderats gem├Ą├č der Verwaltungsvorlage nicht zugelassen. Und das betreffende Zitat nicht mit ins April-Protokoll aufgenommen.

Erfundene ├ťberschriften und tats├Ąchliche Zitate.

In der Juni-Sitzung sagte B├╝rgermeister Kessler, dass der Gemeinderat Prothmann „sein Handeln ├╝berdenken und nicht meinen solle, wenn er ├â┼ôberschriften in seinem Blog erfinde, sei dies hier gesagt worden“.

Dann verlas er die Abschrift der Tonbandaufnahmen als „exakten Beleg“ f├╝r das Gesagte. Im wesentlichen trifft diese Abschrift zu, aber eben nicht so genau, wie man sich das von jemandem, der es ganz genau nehmen will, erwarten darf. (Anm. d. Red.: Die fett-formatierten W├Ârter sind gut zu h├Âren, aber in der Gemeindeabschrift nicht enthalten. Wir zeigen die korrekte Dokumentation.)

Kessler: „Doch, das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist und wenn Sie wissen m├Âchten…
Prothmann: „Auftragnehmerin von wem?“
Kessler: „Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Heddesheim, Herr Prothmann.“
Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?“
Kessler:“Ja!“
Prothmann: „Gut, dass das auch gekl├Ąrt w├Ąre.“

„Ich bin die Gemeinde“ vs. „Sind Sie die Gemeinde?“ – „Ja.“

Tats├Ąchlich hat also B├╝rgermeister Michael Kessler nachweislich der ├╝bermittelten Audio-Datei nicht gesagt: „Ich bin die Gemeinde.“ Sondern er hat auf die Frage des Gemeinderats Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde?“, deutlich mit: „Ja“, geantwortet.

Ist also das Zitat: „Ich bin die Gemeinde“, tats├Ąchlich erfunden?

Ist es nicht, denn es gibt zutreffend die absolute (oder absolutistische) Aussage wieder, die Herr Kessler getroffen hat, wenn auch nicht exakt w├Ârtlich, so doch inhaltlich.

Journalistisches Zitieren hei├čt Verantwortung ├╝bernehmen.

Beim Zitieren von Personen oder aus Werken ist nicht nur f├╝r Wissenschaftler und Protokollanten, sondern auch f├╝r Journalisten h├Âchste Sorgfalt geboten. Als Regel gilt: Zitate m├╝ssen inhaltlich zutreffen und d├╝rfen nicht sinnentstellend oder -verfremdend sein.

Das hei├čt aber nicht, dass nur wortw├Ârtliche Zitate zul├Ąssig sind. Denn die meisten Menschen reden nicht so „druckreif“, dass man nur das wortw├Ârtlich gesprochene Wort aufschreiben oder senden kann.

Die Realit├Ąt ist eine ganz andere. Viele Menschen reden eben nicht druckreif, oft werden S├Ątze angefangen, wieder abgebrochen, Aussagen erst nach mehreren F├╝lls├Ątzen zu Ende gef├╝hrt. W├╝rde man dies wortw├Ârtlich zitieren – der Sendeplatz, die Zeitungsseite w├╝rden nicht reichen, um das Suchen nach der richtigen Formulierung, das Abschweifen, F├╝lllaute usw. abzubilden.

Fast jedes Zitat ist nicht „w├Ârtlich“ – und das ist gut so f├╝r die zitierte Person.

Deswegen werden im Radio und Fernsehen w├Ârtliche Aussagen „zusammengeschnitten“, bis sie verst├Ąndlich sind und die Kernaussage enthalten. ├âÔÇ×hnlich geht das bei der „Verschriftlichung“ von Aussagen – der Vorteil hier: man muss keine passende „Schnittstelle“ finden, damit man den Schnitt nicht h├Ârt.

Oft geht es bei dieser Arbeit nicht nur um die Sendezeit oder die Zahl der Zeilen in der Zeitung, sondern auch um journalistische Verantwortung. W├╝rde man immer eine unbereinigte Protokollierung der tats├Ąchlichen w├Ârtlichen Rede verschriftlichen oder eine ungeschnitte Audio-Aufnahme senden, w├Ąre dies zwar absolut dokumentarisch und authentisch – aber oft zum Schaden des betreffenden Menschern, insbesondere, wenn der sich nicht gut ausdr├╝cken kann.

Das gilt auch f├╝r Herrn Kessler, der nun wahrlich kein guter Redner ist. Oft ringt er mit den Worten, ist fahrig in der Satzbildung und seine „├Ąh“-H├Ąufungen sind mehr als auff├Ąllig, vor allem, wenn er nerv├Âs ist. Zudem ist seine Sprache im Ausdruck und in der Aussprache stark dialektal gef├Ąrbt.

Wir sind sicher, dass Herr Kessler nicht wirklich m├Âchte, dass er „w├Ârtlich zitiert“ wird – denn das w├Ąre oft mehr als peinlich.

Zitieren ist eine Kunst.

Es geh├Ârt also zur journalistischen Verantwortung, einerseits m├Âglichst zutreffend das „Gesagte“ zu zitieren, dieses aber auch je nach Lage entsprechend in Schriftform zu bringen. Die komprimierte Zusammenfassung auf eine Kernaussage ist dabei t├Ągliches Gesch├Ąft von Journalisten. Die Kunst ist, soviel wie n├Âtig und gleichzeitig so wenig wie m├Âglich an dem Zitat zu ver├Ąndern. In den allermeisten F├Ąllen sind die zitierten Personen sogar dankbar f├╝r diese Arbeit.

Dabei muss man immer auch ber├╝cksichtigen, dass Lautst├Ąrke, Sprechhaltung (dem├╝tigt, aggressiv, lustig, ausgelassen) meist nicht von einer Verschriftlichung erfasst werden. Auch Gestik und Mimik entfallen – also „nonverbale“ Ausdrucksformen, die in der zwischenmenschlichen Kommunikation eine wichtige Rolle spielen.

Zitat und Kontext.

Zur├╝ck zu Herrn Kessler und unserer journalistischen Sorgfaltspflicht und der Kernaussage. Um diese herauszuarbeiten, muss man immer den Kontext, also den Gespr├Ąchsverlauf mit im Blick haben.

Herr Kessler verzichtete darauf, als er die „Abschrift der Tonbandaufnahmen“ in der Gemeinderatssitzung vom Juni wie oben beschrieben dokumentierte.

Wir dokumentieren den exakten Gespr├Ąchsverlauf zum Thema von Anfang an bis zur Antwort auf die Frage, ob Herr Kessler die Gemeinde sei, die er mit „Ja“ beantwortet hat (Anm. d. Red. Nicht ber├╝cksichtigt sind „├Ąhs“, dialektale Aussprache, sowie Wortans├Ątze, die nicht zu Ende gef├╝hrt werden. Der Tonfall von Herrn Kessler ist mindestens bestimmt, wenn nicht schon fast aggressiv, der von Herrn Prothmann ohne besondere Auff├Ąlligkeiten):

Prothmann: „Frau Warnecke, trifft es zu, dass das der zweite Auftrag ist, den Sie f├╝r die Gemeinde machen oder haben Sie schon h├Ąufiger f├╝r die Gemeinde gearbeitet?“
Kessler: „Was tut das zur Sache, Herr Prothman?“
Warnecke: „Da muss ich nachdenken.“
Prothmann: „Darf ich die Frage stellen?“
Kessler: „Ja, ich frag Sie, was tut die Frage jetzt zur Sache? Dann fragen Sie bitte mich, weil die Frau Warnecke gibt jetzt keine Auskunft ├╝ber die Anzahl ihrer Auftr├Ąge.“
Prothmann: „Ich habe nicht nach der Anzahl…“
Kessler: „…doch bei uns.“
Prothmann: „…ihrer Auftr├Ąge gefragt, sondern in Zusammenhang mit der Gemeinde. Dann frage ich Sie, Herr B├╝rgermeister Kessler, trifft es zu, dass dies der zweite Auftrag ist, der an Frau Warnecke geht?“
Kessler: „Das wei├č ich nicht.“
Prothmann: „Das wissen Sie nicht?“
Kessler: „Nein. Das wei├č ich spontan nicht. Wenn Sie das wissen m├Âchten, dann sage ich Ihnen das, aber heute nicht, ich wei├č es nicht.“
Prothmann: „Dann kann ich doch Frau Warnecke fragen.“
Kessler: „Nein, das fragen Sie nicht. Sie fragen mich. Die Frau Warnecke wird hierzu keine Antwort geben.“
Prothmann: „Frau Warnecke darf nur reden, wenn Sie ihr das erlauben?“
Kessler: „Ja. Genau!“
Prothmann: „Das geht ein bisschen zu weit.“
(Anm. d. Red.: Ab hier beginnt die Dokumentation des Gespr├Ąchs auf Veranlassung des B├╝rgermeisters.)
Kessler: „Doch, das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist und wenn Sie wissen m├Âchten…
Prothmann: „Auftragnehmerin von wem?“
Kessler: „Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Heddesheim, Herr Prothmann.“
Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?“
Kessler:“Ja!“
Prothmann: „Gut, dass das auch gekl├Ąrt w├Ąre.“
Kessler: „Das ist gekl├Ąrt.“ (lacht)

„Ich bin die Gemeinde“ ist das, was B├╝rgermeister Kessler nicht w├Ârtlich gesagt, aber zum Ausdruck gebracht hat.

Wir stehen redaktionell zu dem ver├Âffentlichten Zitat: „Ich bin die Gemeinde.“ Denn das ist unserer Auffassung nach die (absolutistische) Kernaussage des B├╝rgermeisters Michael Kessler vor dem Hintergrund des Gespr├Ąchsverlaufs gewesen.

Es handelt sich nicht um eine unbedachte ├âÔÇ×u├čerung im Affekt, sondern gibt die Haltung und die Aussage des B├╝rgermeisters zutreffend wieder. (Die MM-Redakteurin Anja G├Ârlitz hatte dazu einen Kommentar „V├Âllig absurd“ geschrieben, dessen Inhalt genau dies war. Zugang f├╝r Abonnenten oder K├Ąufer der Tagesausgabe mit Tages-Code oder auf Anfrage an uns.)

Unsere journalistische Leistung und Verantwortung f├╝r das Zitat „Ich bin die Gemeinde“ halten wir f├╝r einwandfrei.

Wir reihen diesen Artikel aber gleichzeitig in der Rubrik „Korrektur“ ein – weil das von uns ver├Âffentlichte Zitat nicht der „w├Ârtlichen Aussage“ des B├╝rgermeisters entspricht.

Da Herr B├╝rgermeister Kessler es gerne genau hat, k├Ânnten wir in Zukunft dazu tendieren, ihn tats├Ąchlich w├Ârtlich zu zitieren, inklusive seiner Versprecher, „├Ąhs“, seiner Wortfindungsschwierigkeiten und seines Dialekts. Davon nehmen wir Abstand, weil es nicht unserer Auffassung einer korrekten journalistischen Arbeit entspricht.

Hintergrund:
Es gab in der Vergangeneit fast kein Sitzungsprotokoll, an dem der Gemeinderat Hardy Prothmann oder Vertreter der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen keine ├âÔÇ×nderungen verlangten. Auch der FDP-Gemeinderat Frank Hasselbring bestand schon auf ├âÔÇ×nderungen. Meistens ist der Leiter der Hauptverwaltung, Julien Christof, f├╝r das Protokoll verantwortlich.

B├╝rgermeister Kessler weist meist darauf hin, dass es sich um ein Verlaufs- und kein Wortprotokoll handle.

Ein Mitarbeiter der Redaktion hat einen Brief erhalten, den B├╝rgermeister Kessler mit Datum vom 05. August 2010 an die Mitglieder der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen sowie die Fraktionsvorsitzenden der anderen Parteien gesendet hat. Und die Antwort des Gemeinderats auf diesen Brief.

Dem Schreiben an die Gr├╝nen hat der B├╝rgermeister eine CD mit dem „gesamten digitalen Tonbandmitschnitt“ beigelegt, aus der wir die Abschrift dokumentieren.

Der B├╝rgermeister reagiert mit seinem Schreiben auf einen Artikel des Gemeinderats Andreas Schuster im Gemeindeblatt, der die Diskussion um das Zitat nochmals aufgegriffen hatte: „Ihr erneutes Nachhaken ist f├╝r mich ein Versuch, die Verl├Ąsslichkeit und Gewissenhaftigkeit unserer Verwaltung – und das hat nichts mit dem B├╝rgermeister als Person zu tun – ├Âffentlich in Zweifel zu ziehen.“

Der B├╝rgermeister beklagt „Unsicherheiten im Verh├Ąltnis zwischen B├╝rgern und Verwaltung.“ Der Tonfall des Briefs ist sehr gereizt.

Gr├╝nen-Gemeinderat Andreas Schuster antwortet dem B├╝rgermeister in vermittelndem Tonfall: „Sie fragen mich in Ihrem Brief, ob ich als Gemeinderat daran zweifle, ob „alles mit rechten Dingen zugeht.“ Das tue ich in keiner Weise und habe das auch in meinem Artikel nicht impliziert.“

Weiter schreibt Schuster: „Meiner bescheidenen Meinung nach schadet es dem Ansehen der Gemeinde eher, wenn versucht wird bestimmte Konfliktsituationen zu vermeiden um den Eindruck der Geschlossenheit in der Verwaltung zu suggerieren, als wenn Details gelegentlich klar, deutlich und fair diskutiert werden.“

Dokumentation:
Der Brief des B├╝rgermeisters Michael Kessler
Der Brief des Gemeinderats Andreas Schuster

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und der verantwortliche Journalist f├╝r das heddesheimblog.

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Knapp vorbei ist auch daneben oder der Unfug des Herrn Doll

Heddesheim, 14. August 2010. Im aktuellen Mitteilungsblatt, Nr. 32 vom 12. August 2010, schreibt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll wieder einmal den Frust von der Seele. Leider behauptet er dabei Tatsachen, die nicht zutreffen. Das ist man bei Herrn Dr. Doll schon gewohnt. Neu ist der offene Aufruf zur Isolierung eines Gemeinderats – was kommt als N├Ąchstes?

Von Hardy Prothmann

Der Pension├Ąr Dr. Josef Doll (CDU), von Freunden auch Seppl genannt, liebt die gro├če Geste – vor allem im Gemeinderat. Langatmig sind seine Ausf├╝hrungen. Man k├Ânnte sie auch z├Ąh nennen, so wie seinen Artikel im aktuellen Mitteilungsblatt.

H├Ąufig h├Ąlt er dabei triumphierend den Zeigefinger in der Luft, zitiert mit aufgerissenen Augen aus dem Blatt „Die Gemeinde“, um dann beim „Finale“ ├╝ber seine Brille zu schauen und dann den aus seiner Sicht vermutlich grandiosen Schluss einfach zu vergessen. Dann enstehen peinliche Pausen. Auch die sind z├Ąh.

Dass Herr Dr. Doll oft zum Monologisieren neigt, vom Thema abkommt, Allgemeinpl├Ątze vertritt oder einfach nur die Sitzungsvorlage nicht nur zusammenfasst, sondern durch Wiederholungen aufbl├Ąht, wird selbst dem B├╝rgermeister Michael Kessler immer ├Âfter zuviel. Der gibt „freundliche Hinweise“ an den CDU-Fraktionsvorsitzenden, doch auf den Punkt zu kommen. Doch meist l├Ąsst Herr Kessler den Mann gew├Ąhren, denn er wei├č, dass Herr Dr. Doll f├╝r ihn immer eine „sichere Bank“ ist, wenn es um Abstimmungen geht.

Protokolle und was darin steht.

Die „Beitr├Ąge“ des Herrn Dr. Doll werden in den Gemeinderats-Protokollen meist in aller Ausf├╝hrlichkeit festgehalten, ebenso die des B├╝rgermeisters. Die Aussagen anderer Gemeinder├Ąte hingegen verschwinden v├Âllig oder werden verk├╝rzt wiedergegeben.

Kaum ein Gemeinderatsprotokoll blieb deshalb in den vergangenen Monaten ohne Kritik und die Aufforderung nach Korrekturen.

W├Ąhrend fr├╝her die Protokolle, vermutlich ungelesen, einfach abgezeichnet wurden, ist diese Praxis heute vorbei.

Weil zun├Ąchst ich und dann auch Gemeinder├Ąte der „Gr├╝nen“ Korrekturen verlangten. Denn die Sitzungsverl├Ąufe und Aussagen wurden aus der jeweiligen Sicht unzutreffend wiedergegeben.

„Ich bin die Gemeinde“ oder „Sind Sie die Gemeinde?“-„Ja.“ sind nach Ansicht von Herrn Kessler zwei verschiedene Aussagen.

Im Protokoll zur April-Sitzung fehlt der Satz des B├╝rgermeisters Michael Kessler: „Ich bin die Gemeinde„, als Begr├╝ndung auf meine Frage, wer etwas zu entscheiden habe. Nicht nur das: Die komplette Diskussion bis zu diesem Zitat war laut Protokoll f├╝r die April-Sitzung nie gef├╝hrt worden.

Kurz zusammengefasst: Ich wollte von der Landschaftsarchitektin Ilsmarie Warnecke wissen, wie viele Auftr├Ąge sie schon von der Gemeinde erhalten habe. Der B├╝rgermeister wollte wissen, warum ich das wissen will, es gab eine kurze Diskussion, letztlich verbot Herr Kessler der Frau den Mund, was diese sich gefallen lie├č und antworte auf meine Frage, wer das entscheide: „Ich bin die Gemeinde.“

Laut un├╝berpr├╝fter Darstellung von Herrn Kessler, verlief das Gespr├Ąch aber so:

„B├╝rgermeister Kessler verlas die Abschrift der Tonbandaufnahmen der Sitzungen,
hier Gemeinderatsprotokoll Nr. 04/2010, 22.04.2010, TOP 4:

„Kessler: Doch das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist
und├é┬áwenn├é┬áwissen├é┬ám├Âchten├óÔéČ┬Ž
Prothmann: Auftragnehmer├é┬ávon├óÔéČ┬Ž?
Kessler: Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Hed-
desheim.
Prothmann: Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?
Kessler: Ja.
Prothmann: Gut, dass das auch gekl├Ąrt w├Ąre.“

Dieser Passus wurde nicht mit ins Protokoll der April-Sitzung ├╝bernommen. Daf├╝r steht er aber im Juni-Protokoll. Wo genau der Unterschied liegt zwischen: „Ich bin die Gemeinde“ und die Antwort „Ja“ auf die Frage, „ob Herr Kessler die Gemeinde ist“, hat der B├╝rgermeister nicht erkl├Ąrt.

Absurder Aufwand zur Bereinigung.

Eine solche Selbstherrlichkeit ber├╝hrt die meisten Menschen peinlich. Man m├Âchte lieber nicht geh├Ârt haben, was gesagt wurde. Schon gar nicht der B├╝rgermeister, der mein Verlangen, das Protokoll zu korrigieren, mit einer Rechtsrecherche und einer Abstimmung im Gemeinderat verbunden hat.

Herr Kessler betreibt einen enormen Aufwand, um seine Fehler zu „bereinigen“. Gleichzeitig wirft er mir vor, ich h├Ątte ihn falsch zitiert. Ist das so? Eine einfache Einladung ins Rathaus, das Vorspielen des Bandes h├Ątte das kl├Ąren k├Ânnen. Doch eine solche „Einh├Ârnahme“ bietet Herr Kessler nicht an. Stattdessen gibt er nur heraus, was er herausgeben muss. So kennt man den Mann, der f├╝r Intransparenz steht.

Dollsche Interpretation.

Auf diesen Vorgang also bezieht sich Herr Dr. Doll in seinem neuesten Artikel. Aber ohne Bezug auf den Vorgang will er diesen anders verstanden wissen. Im Mitteilungsblatt schreibt er:

„Herr Gemeinderat H. Prothmann hat seinen Einspruch gegen das Protokoll per E-Mail benutzt, um Mitarbeiter des Hauptamtes scharf anzugehen. Diesen Stil hat er auch gegen Gemeinder├Ąte genutzt, die f├╝r die Ansiedlung Pfenning stimmen. Die Fraktionen der CDU, SPD und FDP haben, im aktuellen Falle, diese Angriffe auf Personen der Gemeindeverwaltung scharf zur├╝ckgewiesen. Bei den Gr├╝nen Fehlanzeige.“

Um zu verstehen, was Herr Dr. Doll meint, sollte man die Fakten kennen. Deswegen protokolliere ich hier transparent wie immer, die email, die ich am 21. Juni 2010 an den Leiter der Hauptverwaltung geschrieben habe. Dieser hatte mich zuvor per Brief aufgefordert, innerhalb von f├╝nf Tagen Einw├Ąnde vorzubringen, sofern ich welche h├Ątte.

Eine deutliche Kritik ist etwas anderes als jemanden „scharf anzugehen“.

Ich habe Herrn Christof dar├╝ber informiert, dass ich es f├╝r unversch├Ąmt halte, sieben Wochen f├╝r ein Protokoll zu ben├Âtigen und dann innerhalb von f├╝nf Tagen inklusive Wochenende eine Antwort zu erwarten. Au├čerdem komme ich zu dem Schluss, dass Herr Christof seiner Aufgabe als Protokollf├╝hrer nur mangelbehaftet nachkommt – was sich in der Juni-Sitzung dann als zutreffend herausstellte. Einem meiner ├âÔÇ×nderungsw├╝nsche wurde stattgegeben, andere Passagen konnten angeblich nicht mehr abgeh├Ârt werden. Sprich, Herr Christoph protokolliert nicht korrekt und kann die Technik nicht bedienen.

Herr Dr. Doll hingegen kann Einzahl und Mehrzahl nicht auseinanderhalten – erstaunlich f├╝r einen promovierten Physiker. Ich bin nicht „Mitarbeiter des Hauptamtes scharf angegangen“, sondern den Leiter der Hauptverwaltung, Julien Christof.

Ich habe dabei meinen Widerspruch nicht „benutzt“, um „Mitarbeiter scharf anzugehen“ – Herr Doll hat keine Vorstellung davon, was es bedeuten k├Ânnte, wenn ich jemanden tats├Ąchlich „scharf anginge“.

Ich habe nur schlicht und einfach dem Protokoll widersprochen und festgestellt, dass Herr Christof zwar als Angestellter der Weisungsbefugnis des B├╝rgermeisters untersteht, aber bei Recht und Ehre verpflichtet ist, ein wahrheitsgetreues Protokoll einer Gemeinderatssitzung zu verfassen.

Das angeblich „scharfe Angehen“ wurde von Herrn Kessler ├Âffentlich gemacht.

Dies hat er meiner Auffassung nach wiederholt nicht getan und daf├╝r habe ich ihn kritisiert. Dieser Brief war eine pers├Ânliche Stellungnahme durch mich an Herrn Christof – der B├╝rgermeister machte dies (wieder einmal mit einer Datenschutzverletzung verbunden) ├Âffentlich, indem er die email an die anderen Gemeinder├Ąte weitergegeben hat.

Weiter zitiert sich Herr Dr. Doll selbst aus eben diesen (angepassten)  Protokollen:
„GR Dr. Doll – CDU sprach Herrn Prothmann an, er sei gegen die Art und Weise, wie Herr Prothmann den Mitarbeitern (der Gemeinde) begegne und mit Menschen umgehe, die ihm nicht in den Kram passten…
Zum wiederholten Male haben sich die Gr├╝nen nicht ├Âffentlich von den ├âÔÇ×u├čerungen und dem Verhalten des Herrn Prothmann distanziert.“

Dazu stelle ich fest: Mit den allermeisten Mitarbeitern der Verwaltung habe ich ein gutes Verh├Ąltnis. Man gr├╝├čt sich, ist freundlich zueinander und korrekt im Umgang. Diese Kontakte sind von allt├Ąglichem Respekt gepr├Ągt.

Funktion und Leistung sind das Ma├č.

Tats├Ąchlich zutreffend ist, dass ich die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung an ihrer Funktion, an ihrem Auftreten und an ihren Leistungen messe. Die protokollarischen Leistungen des Herrn Christof sind mangelbehaftet.

Herr Christof ist Beamter und wird von Steuergeldern bezahlt. Er hat sich an Recht und Ordnung zu halten und seine Aufgaben korrekt zu erf├╝llen.

Wenn er dies nach meiner Auffassung nicht tut, darf und muss ich ihn als freier Mandatstr├Ąger daf├╝r kritisieren.

Die Hybris des Herrn Dr. Doll wird deutlich, indem er nicht nur f├╝r die CDU spricht, sondern auch noch die SPD und FDP (die mittlerweile wohl als Unterabteilungen der CDU gewertet werden d├╝rfen, weil es keine Widerspr├╝che gibt). Und er will den „Gr├╝nen“ vorschreiben, wovon sich sich „distanzieren“ sollen, seinem pers├Ânlichen Feindbild: Hardy Prothmann.

Feindbild Prothmann

Hat die Sehnsucht des Herrn Dr. Doll, einen einzelnen Gemeinderat zu isolieren, schon pathologische Z├╝ge? Und was kommt als N├Ąchstes? Ein Aufruf zum….?

Herr Dr. Doll zeigt sich gerne als Moralapostel. Er ist ein falscher Apostel. Bei seinem Gekeife in meine Richtung verschweigt er, dass ich mich bei ihm Ende des vergangenen Jahres telefonisch um ein „gutes Miteinander“ gem├╝ht habe. Dass die Initiative, wieder „ins Gespr├Ąch zu kommen“, von mir ausging. Das klappte ungef├Ąhr einen Monat – offensichtlich vermisste Herr Dr. Doll Unterw├╝rfigkeit oder was er sonst von anderen verlangen mag – kurz darauf war die „Distanz“ durch ihn wieder hergestellt.

Und Herr Dr. Doll verschweigt ebenfalls, dass er sich weigert mir und anderen Gemeinder├Ąten die Hand zu geben. Und sei es nur f├╝rs Protokoll.

Doll kann mit Kritik nicht umgehen. Er ist ja auch kritiklos.

Den „Gr├╝nen“ schreibt er in seinem Artikel eine Abhandlung ├╝ber die Kontrollaufgaben des Gemeinderats. Die hatten in der Ausgabe 31 des Mitteilungsblattes vom 05. August 2010 geschrieben: „Und vor allem: Muss jede kritische Frage sofort als Angriff auf die Integrit├Ąt der Verwaltung ausgelegt werden? Vielleicht ist es ja eine Frage der Gewohnheit, aber der Gemeinderat fungiert nun mal auch als Kontrollinstanz. Und in dieser Funktion muss es m├Âglich sein, ja sogar ausdr├╝cklich gew├╝nscht sein, dass kritische Fragen gestellt werden.“

Das sieht Herr Dr. Doll anders. In den Gemeinderatssitzungen beweist er dies auch konsequent, weil er sowie seine Fraktion, die meisten SPD-Gemeinder├Ąte und die der FDP sowieso, nie kritische Fragen stellen. Von kritischen Fragen hat sich Herr Dr. Doll schon l├Ąngst distanziert.

Peinliche Fehler des Herrn Doll.

Und obwohl der Mann schon viele Wahlperioden lang im Gemeinderat sitzt, das Blatt „die Gemeinde“ und die Gemeindeordnung gerne zititiert, macht er f├╝r einen so gebildeten und belehrenden Mann immer wieder peinliche Fehler: „Dienstvorgesetzter des B├╝rgermeisters ist der Landrat, nicht der Gemeinderat“, schreibt Herr Dr. Doll.

Richtig ist: Der B├╝rgermeister hat ebensowenig wie der Landrat einen Dienstvorgesetzten. Beide unterliegen der Dienstaufsicht. Der B├╝rgermeister dem Landratsamt, der Landrat dem Regierungspr├Ąsidium.

Knapp vorbei ist auch daneben. Dieser Unfug passiert einem Herrn Dr. Doll leider sehr h├Ąufig, was ihn nicht daran hindert, sich immer wieder selbst blo├čzustellen.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und f├╝r das heddesheimblog verantwortlich.

B├╝rgermeister Kessler hat einen Experten f├╝r „B├╝rgern├Ąhe“ – doch der wird nicht gefragt

Guten Tag!

Heddesheim, 16. M├Ąrz 2010. B├╝rgermeister Michael Kessler engagiert lieber ein Kommunikationsunternehmen, als sich selbst den kritischen Fragen der ├ľffentlichkeit zu stellen. Zudem behindert er immer wieder die Arbeit der kritischen Presse.
Beim bislang gr├Â├čten Bauvorhaben in der Geschichte Heddesheims tut Herr Kessler in Sachen „B├╝rgerbeteiligung“ nur das, was er absolut muss. Dabei hat er mit dem Hauptamtsleiter Julien Christof einen Experten f├╝r „E-Government“ und B├╝rgerbeteiligung im Rathaus sitzen.

Von Hardy Prothmann

Hauptamtsleiter Julien Christof ist Diplom-Verwaltungswirt (FH) und hat im Studienjahr 2007/2008 an der Fachhochschule Kehl eine Diplomarbeit vorgelegt, die viel beachtet und gelobt wurde: „Weblogs als M├Âglichkeit zur B├╝rgerbeteiligung in Kommunen“, hei├čt der Titel der Schrift.

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B├╝rgerbeteiligung war einer der Schwerpunkte der Diplomarbeit des Hauptamtleiters Julien Christof. Im Alltag ist davon noch nichts angekommen. Klicken Sie f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: Diplomarbeit Julien Christof 07/08, FH Kehl

E-Government als positives Instrument.

Auf 125 Seiten f├╝hrt Herr Christof in die Thematik „E-Government“ ein: „Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklung gesch├Ąftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken ├╝ber elektronische Medien.“

Der Arbeit ist anzumerken, dass Herr Christof ├╝berzeugt davon ist, dass Weblogs ein sehr positives Instrument sein k├Ânnen, um mehr B├╝rgern├Ąhe herzustellen und die Verwaltungen zu entlasten.

USA: blogs l├Ąngst etabliert.

Herr Christof zitiert Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen St├Ądte- und Gemeindebunds, als „einen der Vorreiter der kommunalen Modernisierung“: „In den USA sind Blogs im Konzert aller Medien l├Ąngst als ernst zu nehmende Stimmen in der politischen Kommunikation etabliert.“

Herr Christof schreibt weiter: „(…) bedeutet dies, dass Kommunen die empirisch belegte Selbstverst├Ąndlichkeit, mit der junge Menschen und auch immer mehr Erwachsene mit dem Internet umgehen, erkennen und auf dem Weg der vielf├Ąltigen Modernisierungsbem├╝hungen der ├Âffentlichen Verwaltung in ihre ├â┼ôberlegungen miteinbeziehen m├╝ssen. Die Vorteile w├Ąren dabei mehr M├Âglichkeiten zum Dialog zwischen Verwaltung und B├╝rgern und damit eine bessere Akzeptanz von Entscheidungen.“

Die Verbesserung der „Akzeptanz von Entscheidungen“, die Worte Transparenz, B├╝rgerbeteiligung, Legitimit├Ąt und Konsenz kommen h├Ąufig vor in der Arbeit des Herrn Christof.

Vorteile des Internets.

Und Herr Christof beschreibt kenntnisreich die Vorteile des Internets: „Vorteile der elektronischen Kommunikation sind neben Form und Richtung ihre Speicherfunktion, ihre geringen Zugangskosten und ihre gro├če Reichweite. Durch die Digitalisierung ist eine sehr gro├če Flexibilit├Ąt bei der Umwandlung und Weiterverwendung von Daten gegeben.“

Zum Ende seiner Arbeit schreibt Herr Christof: „Dieser Trend hin zur Verlagerung der Kommunikation auf die Basis des Internets wird sich fortsetzen, ein Teil der Kommunen hat ihn bereits erkannt. Man darf gespannt sein, wie viele Kommunen in den n├Ąchsten Jahren neue Schritte auf dem Weg der E-Partizipation wagen und im Web 2.0 ankommen werden.“

M├Âglichkeit zum Dialog? Nicht f├╝r B├╝rgermeister Kessler.

Ob Herr Christof zu diesem Zeitpunkt, als er den letzten Satz seiner Diplomarbeit schrieb, bereits wusste, dass er bei der Gemeinde Heddesheim anfangen w├╝rde, ist der Redaktion nicht bekannt.

Klar ist nur, dass das Wissen des Hauptamtsleiters Julien Christof in Sachen Internet brach liegt und B├╝rgermeister Michael Kessler nicht gewillt zu sein scheint, diesen Schatz heben zu wollen. Dabei wird kolportiert, dass Herr Christof neben seinen sehr guten Examensnoten auch wegen dieses Fachwissens als geeigneter neuer Hauptamtsleiter ausgew├Ąhlt worden sei.

Vielleicht hat der B├╝rgermeister Michael Kessler aber irgendwann die Arbeit gelesen und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass „die M├Âglichkeit zum Dialog“ eigentlich nicht sein Ding ist.

Dokumentation: Eine Recherche bei der Gemeinde

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Januar 2010. Beispielhaft dokumentiert das heddesheimblog, wie eine Recherche bei der Gemeinde Heddesheim abl├Ąuft. B├╝rokratischer geht es kaum. Aber das ist so gewollt.

Sie lesen nachfolgend die Dokumentation der Recherche-Kontakte des freien Journalisten Horst P├Âlitz mit der Gemeinde zum Artikel: Gemeinde sieht ├╝ber Streusalzverbot hinweg.

gemeindesalz

Fu├čwege nach Muckensturm: Ger├Ąumt oder gesalzen? Bild: hblog

Das heddesheimblog ver├Âffentlicht am 27. Januar 2010 einen Bericht des freien Journalisten Horst P├Âlitz: „Heddesheim ist auf Jennifer gut vorbereitet.

Eine Leserin schreibt daraufhin der Redaktion und macht diese darauf aufmerksam, dass das Streuen mit Salz laut der „Streupflichtsatzung“ der Gemeinde verboten ist und sie mit ihrem Hund schon zwei Mal zum Tierarzt musste, weil das Salz auf den Gehwegen dessen Pfoten gereizt hatte. Wir beschlie├čen daraufhin, der Sache nachzugehen.

Herr P├Âlitz bekommt von uns den Auftrag, bei der Gemeinde nachzufragen, wie es sich mit dem Verbot verh├Ąlt. Herr P├Âlitz versucht am Donnerstag, den 28. Januar 2009 den Hauptamtsleiter Julien Christof zu erreichen.

Um 09:23 Uhr wird Herr P├Âlitz von Herrn Christof zur├╝ckgerufen.

Herr P├Âlitz erkl├Ąrt den Hintergrund seiner Anfrage und Herr Christof notiert die Fragen:

  • Was hei├čt verboten?
  • Wird das kontrolliert?
  • Wer kontrolliert?
  • K├Ânnen umweltbewusste B├╝rger eine Anzeige machen?
  • Welche Strafe droht?
  • Ist in den vergangenen Jahren kontrolliert worden?
  • Welche Bu├čgelder wurden verh├Ąngt?

Gegen 10:00 Uhr erscheint Herr P├Âlitz im Rathaus, um sich das aktuelle Mitteilungsblatt zu besorgen. Herr P├Âlitz will sich mit seinem Presseausweis legitimieren. Eine Angestellte sagt: „Das ist nicht n├Âtig. Herr Christof hat mich angewiesen Ihnen das Mitteilungsblatt zu geben“, und h├Ąndigt ihm ein Exemplar aus.

Herr P├Âlitz fragt, ob Herr Christof zu sprechen sei. Nach kurzer Wartezeit kommt Herr Christof.

Herr P├Âlitz informiert Herrn Christof dar├╝ber, dass er als freier Journalist f├╝r das heddesheimblog arbeitet. Er wolle nicht in die Probleme hineingezogen werden, die der B├╝rgermeister mit dem Medium hat, sondern nur seine Arbeit tun. Herr Christof sagte zu, dass Herr P├Âlitz sich bei journalistischen Fragen jederzeit an ihn wenden k├Ânne.

Am sp├Ąten Nachmittag erh├Ąlt Herr P├Âlitz folgende email aus dem Sekretariat des B├╝rgermeisters:

„Datum: Thu, 28 Jan 2010 17:42:23
Sehr geehrter Herr P├Âlitz,
zu Ihrer Anfrage bzgl. der Streupflichtsatzung teilen wir Ihnen mit:
Die Gemeinde ist nach ├é┬ž 41 des Stra├čengesetzes f├╝r Baden-W├╝rttemberg r├Ąum- und streupflichtig f├╝r die Stra├čen in der Ortslage. Durch die Streupflichtsatzung wird diese Pflicht f├╝r die Gehwege etc. an Privatgrundst├╝cken den jeweiligen Eigent├╝mern bzw. Nutzern ├╝bertragen.
Auftausalze sollen aus Gr├╝nden des Umweltschutzes nur bei Glatteis verwendet werden. Da man davon ausgehen kann, dass bei Schneefall oftmals Schneegl├Ątte durch Befahren von Autos oder Abdr├╝cke von Fu├čg├Ąngern entsteht und dann der Schnee anfriert, ist die Verwendung von Streumitteln aus Gr├╝nden der Verkehrssicherungspflicht oftmals nicht vermeidbar.
Wir sind darauf bedacht, Gef├Ąhrdungen durch Schneegl├Ątte f├╝r die Verkehrsteilnehmer soweit wie m├Âglich zu vermeiden. Unsere Mitarbeiter werden bei den aktuellen Witterungsbedingungen prim├Ąr zum R├Ąumen der Stra├čen f├╝r die Verkehrsteilnehmer eingesetzt und nicht, um unsere B├╝rger zu kontrollieren.
Im Ãœbrigen verwendet die Gemeinde Feuchtsalz, was zu einer Reduzierung der Salzmenge bzw. der Umweltbelastung sowie zu schnellerem Tauen führt.
Sie erw├Ąhnten auch eine Anfrage einer B├╝rgerin. Sollte jemand einen Schaden durch ein gemeindliches Fahrzeug erlitten haben, bitten wir denjenigen, sich bei uns zu melden.
Mit freundlichen Gr├╝├čen“

Daraufhin antwortet Herr P├Âlitz sp├Ąt nachts, weil er vorher auf einer Veranstaltung und erst gegen 01:00 Uhr nach Hause zur├╝ckgekehrt war.

„Datum: Fri, 29 Jan 2010 01:35:11 +0100
Hallo Herr Christof,
gerade hatten wir eine Vereinbarung getroffen und jetzt bekomme ich diese Antwort.
Das finde ich entt├Ąuschend.
Dass die Eigent├╝mer/Nutzer die Pflicht habe, steht ja in der Verordnung.
Und ich habe gar nichts zum Streuen der Stra├čen gefragt, sondern zu den Gehwegen.
Ich frage mich auch, was der Hinweis auf die Mitarbeiter soll: Hei├čt das, die B├╝rger k├Ânnen getrost gegen die Streusalzordnung versto├čen, weil die Mitarbeiter besseres zu tun haben?
Es geht auch nicht um einen Schaden durch ein Fahrzeug der Gemeinde, sondern um wunde Pfoten eines Hundes durch Streusalz auf den Gehwegen.
Ich habe das nochmal kopiert und f├╝ge meine Fragen nochmals bei:

Bei Schnee- und Eisgl├Ątte haben die Stra├čenanlieger die Gehwege und die weiteren in ├é┬ž 3
genannten Fl├Ąchen sowie die Zug├Ąnge zur Fahrbahn rechtzeitig so zu bestreuen, da├č sie
von Fu├čg├Ąngern bei Beachtung der nach den Umst├Ąnden gebotenen Sorgfalt m├Âglichst ge-
fahrenlos ben├╝tzt werden k├Ânnen. Die Streupflicht erstreckt sich auf die nach ├é┬ž 5 Abs. 1 zu
r├Ąumende Fl├Ąche.
2. Zum Bestreuen ist abstumpfendes Material wie Sand, Splitt oder Asche zu verwenden.
3. Die Verwendung von auftauenden Streumitteln ist verboten. Sie d├╝rfen ausnahmsweise bei
Eisregen und Glatteis verwendet werden; der Einsatz ist so gering wie m├Âglich zu halten.
4. ├é┬ž 5 Abs. 3 und 4 gelten entsprechend.

Was hei├čt verboten?
Wird das kontrolliert?
Wer kontrolliert?
K├Ânnen umweltbewusste B├╝rger eine Anzeige machen?
Welche Strafe droht?
Ist in den vergangenen Jahren kontrolliert worden?
Welche Bu├čgelder wurden verh├Ąngt?

Viele Gr├╝├če

Horst P├Âlitz“

Au├čerdem bittet er um Aufnahme in den Presseverteiler.

Datum: Fri, 29 Jan 2010 01:50:21
Hallo Herr Christof,
bitte um Aufnahme in den Presseverteiler der Gemeinde Heddesheim. Sollte Presseausweiskopie erforderlich, bitte ich um Nachricht.
Mit freundlichen Gr├╝├čen
Horst P├Âlitz

Am darauf folgenden Tag erh├Ąlt Herr P├Âlitz zun├Ąchst diese email.

Datum: Fri, 29 Jan 2010 11:54:05
Sehr geehrter Herr P├Âlitz,
in den Verteiler f├╝r Pressemitteilungen des Rathauses werden Sie aufgenommen.
Entgegen der gestrigen Auskunft erhalten nur Redaktionen unser Mitteilungsblatt kostenlos. Sie k├Ânnen sich dieses zuk├╝nftig von der Redaktion des Heddesheimblogs geben lassen. Alternativ erhalten Sie anbei ein Bestellformular.
Mit freundlichen Gr├╝├čen

Eine Minute sp├Ąter folgt diese email.

„Datum: Fri, 29 Jan 2010 11:55:13
Sehr geehrter Herr P├Âlitz,
uns ist nicht bekannt, dass unsere B├╝rger bei Gl├Ąttegefahr nicht sparsam mit Streusalz umgehen. Beim Einsatz von Streusalz muss zwischen Gefahren f├╝r die Umwelt durch Salzeintrag und Gefahren f├╝r den Menschen durch Glatteis und die damit verbundene Verkehrssicherungspflicht sorgsam abgewogen werden. Es l├Ąuft aktuell niemand durch die Stra├čen und kontrolliert aktiv die Art und die eingebrachte Streumittelmenge auf den Gehsteigen. Bisher sind uns von den B├╝rgern keine F├Ąlle von ├╝berm├Ą├čigem Streumitteleinsatz gemeldet worden.
Im ├â┼ôbrigen bitten wir Sie, schriftliche journalistische Anfragen k├╝nftig an die Adresse gemeinde@heddesheim.de zu senden, damit sie von dort zentral bearbeitet werden k├Ânnen.
Mit freundlichen Gr├╝├čen“

Wir ver├Âffentlichen daraufhin diesen Bericht.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Nichts sehen, nichts h├Âren, nichts sagen

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. H├Ątte das heddesheimblog keinen Hinweis aus der Bev├Âlkerung bekommen und ├╝ber den Fall zweier stark alkoholisierten M├Ądchen im Alter von 12 Jahren auf der Eisbahn berichtet – h├Ątte die ├ľffentlichkeit nichts ├╝ber den Vorfall erfahren. Aus Sicht der Gemeinde dient dieses Schweigen „der R├╝cksicht und dem Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. Ist das so?

Kommentar: Hardy Prothmann

Das heddesheimblog musste behaarlich nachhaken, um n├Ąhere Einzelheiten von der Gemeinde ├╝ber den Alkoholmissbrauch zweier 12-j├Ąhriger M├Ądchen am vergangenen Wochenende (07. November 2009) auf der Eisbahn zu erfahren. Warum eigentlich?

Angeblich geht es um die „R├╝cksicht und den Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. „Wir hielten und halten es auf Ihre Anfrage hin weiterhin nicht f├╝r ein verantwortliches Handeln, den Vorfall in allen Einzelheiten ├Âffentlich zu machen, zumal die Eltern, die zuallererst die Aufsichtspflicht ├╝ber ihre minderj├Ąhrigen Kinder haben, kurz nach dem Vorfall, sowie das Jugendamt am 11.11.09 informiert wurden.“

Inwieweit eine Berichterstattung wie hier im heddesheimblog eine „Bedrohung“ f├╝r die betroffenen Jugendlichen darstellen k├Ânnte, erschlie├čt sich mir nicht.

Wer soll gesch├╝tzt werden? Die Kinder oder die Verantwortlichen?

Ganz im Gegenteil habe ich mit vielen Eltern gesprochen, die sehr besorgt ob dieses Vorfalls sind und nunmehr ihre Kinder nicht mehr ohne Aufsicht auf die Eisbahn lassen wollen. Weil sie Sorge haben, dass ihre Kinder vielleicht mit Alkohol in Ber├╝hrung kommen oder durch alkoholisierte Jugendliche Schaden erleiden.

Nur um „Missverst├Ąndnissen“ vorzubeugen wurde die Redaktion des heddesheimblogs dann doch mit ein paar Details durch den Hauptamtsleiter und Pressesprecher Julien Christof informiert.

Was ist mit „Missverst├Ąndnissen“ gemeint?├é┬áGanz einfach: Nur durch beharrliches Nachbohren war die Gemeinde ├╝berhaupt bereit, wesentliche Informationen ├╝ber den Vorfall „herauszur├╝cken“. Dass sie letztlich doch informiert hat, soll nun wohl beweisen, dass Presseanfragen „freiwillig“ beantwortet werden.

Dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil hat die Redaktion handfeste Informationen, dass auf Anordnung des B├╝rgermeisters Michael Kessler das heddesheimblog bewusst und vors├Ątzlich immer wieder beim Versand von Informationen an die Presse ├╝bergangen wird.

Die Gemeinde h├Ątte den Vorfall am liebsten verschwiegen.

Dieser neuerliche Vorfall aber geht weiter. Nicht nur das heddesheimblog wird nicht informiert – ├╝berhaupt keine „├ľffentlichkeit“ wurde informiert, weil die Gemeinde den Vorfall am liebsten verschwiegen h├Ątte.

Zum „Schutz der Jugendlichen“? Wer├é┬┤s glaubt, wird selig.

Nat├╝rlich zum eigenen Schutz. Denn ab der Berichterstattung wird die ├ľffentlichkeit aufmerksam darauf achten, wie die Gemeinde sicher stellt, dass die anderen Jugendlichen „gesch├╝tzt“ werden – notfalls auch vor sich selbst.

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht um Kinder – zw├Âlf Jahre alt! Betrunkene Kinder! Das sind Sechstkl├Ąssler. Noch dazu M├Ądchen, nicht etwa „Jungs“ – f├╝r deren Fehlverhalten manche noch eher Verst├Ąndnis h├Ątten, obwohl fraglich ist, wieso das „eher verst├Ąndlich“ sein sollte.

F├╝nf Tage nach diesem Vorfall hatte die Gemeinde immer noch keine detaillierten Informationen und begr├╝ndete dem heddesheimblog gegen├╝ber diese desinteressierte Haltung damit, dass die Mitarbeiter der Eisbahn „im Schichtdienst“ arbeiten und deswegen eine „vertiefende Stellungnahme“ bislang nicht m├Âglich gewesen sei.

Geht es noch k├Ąlter?

Eine „vertiefende Stellungnahme“ also. Geht es noch b├╝rokratischer, desinteressierter, k├Ąlter?

Im Gegenteil beschwert sich die Gemeinde ├╝ber einen Vorabbericht, in dem „Informationen weggelassen worden sein sollen“ – n├Ąmlich, dass es „seit Jahren“ ein Alkoholverbot w├Ąhrend der Eisdisco gibt.

Was soll das hei├čen? „Wir haben es verboten und damit darf das nicht sein?“ Zumindest liest sich das in der „vertiefenden Stellungnahme“ dann so, in der die Gemeinde auf die Hausordnung verweist.

Anstatt sich zu fragen, wie man solche Exzesse m├Âglichst etwa durch Aufkl├Ąrung in den Griff bekommen kann, spielen die Verantwortlichen der Gemeinde die „beleidigte Leberwurst“.

Ist das angebracht angesichts dieses dringlicheren Problems besoffener Jugendlicher, die immer j├╝nger werden?

Was nicht sein darf, ist auch nicht passiert.

├â┼ôber die man aber nichts wei├č oder wissen will, weil Mitarbeiter Schichtdienst haben und deswegen zun├Ąchst keine b├╝rokratisch-juristisch-korrekten „vertiefenden Stellungnahmen“ m├Âglich sind?

Worum handelt es sich hier? Um eine Farce? Um eine Episode aus Schilda? Um Inkompetenz? Um Desinteresse? Um die unverantwortliche Haltung einer Gemeinde, die nicht wissen will, wie es zu dem Vorfall kam und lieber alles unter den Teppich kehrt? Nach dem Motto, was nicht sein darf, ist auch nicht passiert?

Oder handelt es sich schlicht und einfach um eine ├â┼ôberforderung der Verantwortlichen, die vermeintlich abseits der sozialen Brennpunkte der Gro├čst├Ądte denken, auf dem Land sei noch alles in Ordnung?

„Der verantwortliche Mitarbeiter der Eisbahn hat angemessen auf den Vorfall reagiert“, teilt Herr Christof in seiner „Stellungnahme“ mit.

Davon bin ich ├╝berzeugt: Ich habe mehrere Stunden mit diesen Mitarbeitern auf der Eisbahn verbracht, um im Vorfeld der Er├Âffnung ├╝ber deren Arbeit zu berichten. Die nehmen ihren Job sehr ernst und f├╝llen ihn mit gro├čem Engagement und Verantwortungsbewusstsein aus. ├é┬áDiese Frage steht also ├╝berhaupt nicht zur Debatte.

Paranoide Verschw├Ârungstheoretiker.

Zur Debatte steht das Verhalten der Gemeinde, die lieber verschweigt, statt zu informieren. Das ist in meinen Augen ein „verantwortungsloses und unangemessenes Verhalten“.

Zur Debatte steht, wie die „Eism├Ąnner“ bei ihrer Arbeit besser unterst├╝tzt werden k├Ânnen, damit es m├Âglichst nicht zu solchen Vorf├Ąllen kommt.

Werden die Verantwortlichen der Gemeinde diesen Kommentar verstehen? Eher nicht. Denn die gehen nach eigener Aussage davon aus, dass das heddesheimblog „auf jeden Fehler der Verwaltung lauert“.

So gesehen, also aus Sicht „paranoider Verschw├Ârungstheoretiker“, verstehe ich das eigene „Schutzbed├╝rfnis“ der Verantwortlichen.

Da ich als Journalist nicht zu Verschw├Ârungstheorien neige, sondern mich f├╝r Tranzsparenz einsetze, kann ich allerdings ├╝ber dieses Verhalten und diesen Standpunkt nur den Kopf sch├╝tteln.

Interview: Die Eisbahn ist ein sozialer Ort.

Sensation: heddesheimblog erh├Ąlt Pressemitteilung

Guten Tag!

Heddesheim, 06. November 2009. Das heddesheimblog hat versucht, sich im Mai 2009 als Pressemedium bei der Gemeinde Heddesheim zu akkreditieren – das hei├čt, als Presseorgan „anerkannt“ zu werden. Das wurde zun├Ąchst zur├╝ck gewiesen, dann best├Ątigt und hat doch nicht geklappt.
Beim Kommunalrechtsamt hat das heddesheimblog um Hilfe gebeten – die wurde gew├Ąhrt, wenn auch unwillig durch die „Gemeinde“.
Dann wurde durch das Kommunalrechtsamt best├Ątigt, dass die Gemeinde Heddesheim – also der B├╝rgermeister – bereit sei, das
heddesheimblog als Pressemedium anzuerkennen. Dann wurde das heddesheimblog verschiedentlich eingeladen – allerdings frei Schnauze.

Kommentar: Hardy Prothmann

Herr Kessler hat au├čerordentliche Schwierigkeiten, das├é┬áheddesheimblog als Medium anzuerkennen.

Wieso kann ich das als Tatsache behaupten? Weil ich es belegen kann.

K├Ânnte ich das nicht, w├╝rde Herr Kessler sicherlich wieder seine Anw├Ąlte in Stellung bringen.

Das wird er in diesem Fall nicht tun.

Er wird statt dessen weiter so verfahren, wie er sich erprobterweise bisher verhalten hat.

Ãœber Monate verweigerte er dem heddesheimblog die Anerkennung als Presseorgan.

Erst durch „gutes Zureden“ des Kommunalrechtsamts erreichte die Redaktion zumindest durch Schreiben des Stellvertretenden Landrats Chancengleichheit mit dem Mannheimer Morgen und anderen Presseorganen.

Dann passierte lange nichts – es wurde aber brav ├╝ber Kita-Er├Âffnungen und ├Ąhnliche Dinge informiert.

Im Zweifel besinnt sich Herr Kessler auf sein erprobtes Verhalten – er macht, was er denkt und ignoriert die Gesetzeslage.

Denn er wei├č, dass er erst zur Rechenschaft gezogen werden wird, wenn es verwaltungsgerichtliche Klagen g├Ąbe, die sind teuer und damit pokert er.

Soll er.

Er macht, was er will und das heddesheimblog schreibt das auf.

Am 4. November erscheint im heddesheimblog ein Kommentar ├╝ber die Zukunft der Hauptschule in Heddesheim.

Ebenfalls am 4. November ver├Âffentlichen die Gemeinden Heddesheim und Hirschberg eine „Pressemitteilung“.

Diese geht anderen Medien sofort zu – nicht aber dem heddesheimblog.

Erst auf Anforderung am Abend des 5. Novembers 2009 geht der Text ein. Da hatte die „Konkurrenz“, also der MM, auf Grund der unfairen Bevorzugung, schon berichtet.

Die Pressemitteilung schickt der neue Hauptamtsleiter Julien Christof mit „freundlichen Gr├╝├čen“ am Abend des 5. Novembers 2009 auf Nachfrage durch die Redaktion.

Die Redaktion des heddesheimblogs „bedankt“ sich f├╝r diesen sensationellen „Service“ ausdr├╝cklich bei Herrn Julien Christof.

Denn gegen├╝ber Herrn Christof hatte die Redaktion bereits mehrfach auf die Missst├Ąnde in Sachen ├ľffentlichkeitsarbeit hingewiesen und Herr Christof hat sich immer scheinbar „gespr├Ąchsbereit“ gezeigt.

„Scheinbar“, weil es seitdem keine erkennbare Anstrengung gab, ordentlich zu informieren.

Tats├Ąchlich h├Ąlt die Redaktion des heddesheimblogs auf Grund der bisherigen Erfahrungen die Aussagen des Herrn Julien Christof f├╝r Lippenbekenntnisse.

Im Gegenteil gehen ich davon aus, dass Herr Christof wie auch sein Dienstherr Michael Kessler auf die Pressefreiheit nicht viel geben.

Das ist bedauerlich. F├╝r beide M├Ąnner.

Denn aus Sicht der Redaktion haben Sie beide grunds├Ątzlich das Wesen unserer Demokratie nicht hinreichend verstanden.

Sicherlich sind die beiden Herren „anderer Meinung“ – vielleicht sogar „emp├Ârt“ ├╝ber unsere Aussage. Wor├╝ber also? ├â┼ôber sich selbst?

Unsere Meinung sowie die sicherlich kontroversen des Herrn Kessler und des Herrn Christof sind voraussichtlich nach Artikel 5 GG gesch├╝tzt.

Meine pers├Ânliche Meinung ist: Das, was die Herren Kessler und Christof „abziehen“ hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

Beide behindern durch „Ungleichbehandlung“ der Presse die M├Âglichkeit auf eine freie Meinungsbildung.

Leider kann ich keinen „konkreten“ Vorsatz behaupten. Daf├╝r br├Ąuchte ich einen handschriftlichen Zettel oder Zeugen, die best├Ątigen:├é┬á„Keine Information ans heddesheimblog…“

Die habe ich nicht – auch wenn ich dazu Hinweise habe.

Daf├╝r kann ich aber einen „latenten“ Vorsatz behaupten. Den kann ich durch schriftliche Dokumentationen und durch ver├Âffentlichte Berichte hinreichend belegen.

Und auf Grund dieser Belege kann ich behaupten: Der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler missachtet die Pressefreiheit.

Oder anders: Herr B├╝rgermeister Michael Kessler ist an Pressefreiheit nicht interessiert.

Oder: Herr B├╝rgermeister Kessler informiert ausschlie├člich die „ausgew├Ąhlte Presse“.

Falls ich mich irren sollte, wird mich Herr B├╝rgermeister Michael Kessler durch Schreiben von „seinen“ Anw├Ąlten dar├╝ber unterrichten.

Notizen aus dem Rathaus


Guten Tag!

Heddesheim, 14. September 2009. Das heddesheimblog f├╝hrt eine neue Reihe ein: Notizen ├╝ber und aus dem Rathaus. In dieser Kolumne schreibt die Redaktion Notizen auf. Mehr nicht.

Am 04. September 2009 haben wir dem k├╝nftigen Chef der Hauptverwaltung im Heddesheimer Rathaus, Julien Christof, eine email geschickt. Also vor zehn Tagen. Der Inhalt: Die Einladung, Termine der Verwaltung (die wichtigen) k├╝nftig direkt in unseren Terminkalender einzutragen. Das notwendige Passwort haben wir mitgeschickt.

Seit diesem Tag gab und gibt es keinen einzigen wichtigen Termin f├╝r das Rathaus, der eingetragen werden musste. Zumindest ist bis heute weder die email beantwortet noch ein wichtiger Termin eingetragen worden.

Redaktion heddesheimblog