Sonntag, 18. Februar 2018

Was sagt Heinisch, was Kessler?

Protokoll der Kandidatenvorstellung

Heddesheim, 13. M√§rz 2014. (red) Wir stellen der √Ėffentlichkeit das Wortprotokoll der Kandidatenvorstellung zur Entscheidungsfindung bei der B√ľrgermeisterwahl zur Verf√ľgung. [Weiterlesen…]

Wahlausschussmitglieder und Wahlbezirke festgelegt

Formalitäten zu den Wahlen

Heddesheim, 20. Februar 2014. (red) Am 25. Mai stehen die n√§chsten Europa-, Kommunal- und Kreistagswahlen an. Das bedeutet f√ľr die Gemeinde einiges an organisatorischem Aufwand: Der Gemeinderat ¬†Formalit√§ten fest und bestimmte einen Wahlausschuss.

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Verwaltung ist auf der Suche nach weiteren Gastfamilien

40jähriges Partnerschaftsjubiläum im Juli

Heddesheim, 15. Februar 2014. (red/csk) Die Begegnung zwischen Heddesheim und Nogent-le-Roi in diesem Jahr wird eine besondere sein: Gemeinde und Kanton k√∂nnen mittlerweile auf 40 Jahre Partnerschaft schauen. Ensprechend gro√ü wird die Gruppe aus Frankreich sein, die vom 11.-13. Juli 2014 in Heddesheim zu Besuch sein wird. [Weiterlesen…]

B√ľrgermeisterstellvertreterin Brechtel verk√ľrzt "eigenm√§chtig" den Plakatierungszeitraum

Der Ukas

Brechtel

Stellvertretende B√ľrgermeisterin Brechtel (Archivbild)

Heddesheim, 12. Februar 2014. (red) Angeblich verh√§lt sich die Gemeindeverwaltung „neutral“ beim B√ľrgermeisterwahlkampf. Doch eine Entscheidung der B√ľrgermeisterstellvertreterin Ursula Brechtel (CDU) l√§sst erheblich an einer „Gleichbehandlung“ zweifeln.

Auf ihre Anweisung hin wurde der Zeitraum, in dem Wahlplakate der Kandidaten ausgebracht werden d√ľrfen, um zehn Tage verk√ľrzt. Die Argumente daf√ľr wirken fadenscheinig. [Weiterlesen…]

Treffen der Partnerschaftskommission

Überraschend viele Aktivitäten

Nogent Chateau

Schloss in Nogent Le Roi Foto: mit freundlicher Genehmigung der französischen Partner

Heddesheim, 11. Juli 2013. (red/sw) Trotz des warmen Wetters kamen die Mitglieder der Partnerschaftskommision Heddesheim – Nogent Le Roi zahlreich zur Sitzung am vergangenen Dienstag.

Von Susanne Warmuth

Nogent Kirche

Kirche in Nogent Le Roi. Foto: Michel Modain

Ja, ich wu√üte nat√ľrlich als in Heddesheim verwurzelte B√ľrgerin, dass Heddesheim ein Partnerschaft mit dem Kanton Nogent Le Roi in Frankreich eingegangen ist – irgendwann einmal – den Nogent Le Roi Platz gibt es schlie√ülich schon seit meiner Kindheit. Ab und zu kommen die Franzosen zu Besuch und manchmal fahren Gruppen aus Heddesheim nach Frankreich. Das war bis gestern Abend mein Wissen √ľber die Beziehung von der Gemeinde Heddesheim zu ihrem Partner-Kanton in Frankreich.

Ich wurde mehr als √ľberrascht, wie aktiv diese Partnerschaftsbeziehung zu Nogent Le Roi in Wirklichkeit ist. Julien Christof, Hauptamtsleiter in Heddesheim schien eine nicht enden zu wollende Liste zu besitzen, auf der die verschiedenen Aktivit√§ten von Gruppen und Vereinen in Sachen Partnerschaft mit Nogent Le Roi aufgef√ľhrt waren. [Weiterlesen…]

Gemeinderat verweigert auf Vorschlag des B√ľrgermeisters √Ąnderungen im Protokoll

Der gläserne Gemeinderat: Der protokollierte Skandal Рkein Respekt vorm Wort und Amt

Das bleibt von beharrlichem Nachfragen zum Thema L√§rm in der Gemeinderatssitzung "laut Protokoll" √ľbrig. Kein Wort √ľber den Inhalt der Fragen oder die dauerhafte St√∂rung durch Frank Hasselbring. Kein Wort, wie sich der Sachverst√§ndige geziert hat, eine klare Antwort zu geben, kein Wort von den Unterbrechungen durch B√ľrgermeister Kessler.

 

Heddesheim, 19. Dezember 2011. Wieder einmal wurde ein Protokoll verfasst, wie es dem B√ľrgermeister Michael Kessler und den Abnicker-Fraktionen CDU, SPD und FDP gef√§llt. Ein Einspruch im Gremium ist gegen diese mangelhaften Protokolle zwecklos – die Best√§tigung des Protokolls ist Sache des Gemeinderats. Der hat aktuell wieder entschieden, dass das Protokoll den Diskussionsverlauf der Oktobersitzung „der Sache nach“ wiedergibt. Das ist schlecht, denn damit ist belegt, dass die Mehrheit im Gemeinderat in √∂ffentlicher Sitzung bereit ist, unvollst√§ndige und damit falsche Protokolle zu best√§tigen. Aber der Vorgang ist gut – denn damit werden diese „Verh√§ltnisse“ √∂ffentlich.

Von Hardy Prothmann

Kritische Fragen, Unterbrechungen, St√∂rungen, Grunzen, Wortwahl, Manieren, Wertesystem, Gesch√§ftsordnung, Verwarnung, R√ľge und Protokoll sind die Begriffe, die in diesem Artikel zur Sprache kommen. Aber auch Respekt, Amt, W√ľrde, Funktion, Selbstverst√§ndnis und Demokratie. [Weiterlesen…]

Twitter-Dokumentation der Gemeinderatssitzung


Guten Tag!

Heddesheim, 26. Mai 2011. (red) Der partei- und fraktionslose Gemeinderat Hardy Prothmann twittert seit einiger Zeit aus den Gemeinderatssitzungen. Das kann jeder live mitverfolgen oder nachlesen, weiterleiten und kommentieren.

Um die Notizen auf Twitter zu lesen, m√ľssen Sie diese Adresse eingeben http://twitter.com/prothmann. Dann sehen Sie die Eintr√§ge, die Hardy Prothmann versendet hat. Hinweis: Die neuesten Eintr√§ge stehen immer oben, die √§lteren unten – das kennen Sie aber schon aus unserem Blog.

Die Ver√∂ffentlichung der Beitr√§ge wurde aber in Facebook vorgenommen. Sobald ein Eintrag abgeschlossen ist, schickt Facebook diesen Eintrag als Kopie zu einem verkn√ľpften Twitter, wo er ebenfalls ver√∂ffentlicht wird. Allerdings bietet Twitter nur 140 Zeichen an, sodass l√§ngere Eintr√§ge abgek√ľrzt werden und einen Link enthalten, der zur√ľck zum Original in Facebook f√ľhrt. Um diesen lesen zu k√∂nnen, m√ľssen Sie bei Facebook ein Konto haben.

Facebook ist das weltweit gr√∂√üte soziale Netzwerk mit weit √ľber 600 Millionen Nutzern (andere hei√üen Myspace, wer-kennt-wen oder schuelerVZ). Ein kostenloses Internetangebot, bei dem man sich registrieren muss und danach Freundschaften mit anderen Nutzern kn√ľpfen und Daten austauschen kann. Facebook funktioniert so √§hnlich wie ein Blog. Man kann Texte schreiben, Texte kommentieren, Links einf√ľgen, Videos und Bilder.

Die Facebook-Seite von Hardy Prothmann lautet http://www.facebook.com/pages/Geprothmannt/182239598481504. Dort k√∂nnen Sie, nachdem Sie den „Gef√§llt-mir“-Button gedr√ľckt haben, selbst auch die dortigen Eintr√§ge kommentieren.

Twitter ist ein Online-Dienst, der √§hnlich einer SMS funktioniert. Man tr√§gt einen Text ein, schickt ihn ab und er wird an Twitter gesendet, wo er √∂ffentlich sichtbar ist. So genannte „Follower“ (Folger), die einen Twitter-Nutzer abonniert haben, sehen dann, was dieser geschrieben hat und k√∂nnen die Meldung selbst an ihre „Follower“ weitersenden. Nachrichten k√∂nnen sich so rasend schnell verbreiten. Auch Steffen Seibert, Regierungssprecher von Kanzlerin Merkel, twittert Mitteilungen an die √Ėffentlichkeit und die Presse.

Die Verkn√ľpfung von Facebook und Twitter hat folgenden Sinn: Da es immer noch viele Menschen gibt, die Facebook noch nicht nutzen, k√∂nnen diese die dort gemachte Eintr√§ge nicht lesen. Anders bei Twitter. Wenn Sie den Twitternamen eines Nutzers kennen, k√∂nnen Sie auch unangemeldet mitlesen.

Im Sinne der Transparenz und um Menschen die „Teilnahme“ zu erm√∂glichen, die nicht vor Ort sein k√∂nnen, teilt Hardy Prothmann diese Informationen mit anderen. Die Eintr√§ge haben keinen Anspruch auf Vollst√§ndigkeit und sind im Zweifel als subjektive Eintr√§ge zu werten.

Der Heddesheimer B√ľrgermeister Michael Kessler w√ľrde das Twittern gerne verbieten, allerdings gibt es keine Vorschrift dazu. Allerdings hat er dem partei-und fraktionsfreien Gemeinderat Hardy Prothmann deswegen schon eine R√ľge erteilt und wird nicht m√ľde, die „Missachtung“ des Gemeinderats zu betonen. Tats√§chlich ist in anderen, moderner orientierten Gemeinder√§ten, Twittern l√§ngst per Hauptsatzung erlaubt. In Passau d√ľrfen sogar Gemeinderatssitzungen (zumindest versuchsweise) gefilmt werden.

B√ľrgermeister Michael Kessler hat Hardy Prothmann auch durch den Hauptamtsleiter Julien Christof „geheim“ beim Twittern schon beobachten lassen – eine bedenkliche Haltung.

In anderen Gemeinder√§ten twittert Hardy Prothmann als Journalist aus den Sitzungen – ebenfalls nach dem Prinzip: Eintrag in Facebook, automatische Weiterleitung an Twitter. In Hirschberg, Ladenburg und Weinheim ist man weiter als in Heddesheim – kein B√ľrgermeister noch ein Gemeinderat hat sich dagegen ausgesprochen. Die Twitter-Accounts unseres Netzwerkes hei√üen jeweils heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog, weinheimblog, viernheimblog und rheinneckarblog.

Auszug der Twittermeldungen von Gemeinderat Hardy Prothmann aus der Sitzung vom 26. Mai 2011. Klicken Sie auf das Bild, um alle Meldungen zu sehen. Quelle: Twitter

 

Edeka plant Umbau und Neustrukturierung in Heddesheim

Heddesheim, 27. April 2011 (red) Die Edeka S√ľdwest plant einen Umbau und eine Neustrukturierung des Standorts Heddesheim nach der Schlie√üung des Fleischwerks. Das Unternehmen will der Bev√∂lkerung die Pl√§ne kommende Woche Mittwoch vorstellen.

Pressemitteilung der Edeka S√ľdwest:

„Edeka S√ľdwest ist seit vielen Jahren im Gewerbegebiet Heddesheim ans√§ssig. Von hier aus werden t√§glich fast 600 Edeka-M√§rkte im Umkreis beliefert, ein
Betrieb der Edeka S√ľdwest Fleisch produziert au√üerdem frische Fleisch- und Wurstwaren. Auch nach dem bevorstehenden Wegzug des Produktionsbetriebs setzen wir weiter auf den Standort inmitten der Metropolregion Rhein-Neckar und planen dessen Umbau und Neustrukturierung.

Im gro√üen Saal des B√ľrgerhauses findet am Mittwoch, 04. Mai 2011, von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr, ein Informationsabend statt, bei dem wir die √Ėffentlichkeit √ľber unser Vorhaben informieren werden.“

√ÉŇďber die Inhalte der Planung wird zuvor die Presse informiert, Details wurden noch nicht mitgeteilt.

Der Handelsriese Edeka (Hamburg) ist Marktf√ľhrer im Bereich Gro√ü- und Einzelhandel in Deutschland vor Aldi und Lidl. Der Gruppen-Umsatz lag 2009 bei rund 42 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern aber nur bei mageren 1,4 Milliarden Euro, also rund 3 Prozent.

Durch die √ÉŇďbernahmen der Discounter wie Treff, Plus, Spar, Tengelmann und anderer M√§rkte ist die Edeka-Gruppe in den vergangenen Jahren zum Marktf√ľhrer aufgestiegen. Edeka h√§lt eine Vielzahl von Markennamen, beispielsweise die B√§ckerei K&U oder den Getr√§nkehandel A. Kempf.

Edeka ist in sieben Regionalgesellschaften gegliedert. Edeka S√ľdwest beliefert Baden-W√ľrttemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Teile von Unterfranken und S√ľdhessen. Der Stammsitz ist in Offenburg. Bis 2001 war die Hauptverwaltung in Heddesheim ans√§ssig.

Zu Edeka S√ľdwest geh√∂ren 1.450 Verkaufsm√§rkte. Zum Jahresende 2009 waren 23.668 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern angestellt, das waren 773 weniger als im Jahr zuvor.

In Heddesheim betreibt die Edeka ein Frische- und Getränkelager sowie ein Fleischwerk, das zum Sommer 2011 aber den Betrieb einstellt. Die Fleischproduktion wird nach Rheinstetten (bei Karlsruhe) verlagert. Dadurch fallen in Heddesheim rund 270 Arbeitsplätze weg.

Der Umsatz von Edeka S√ľdwest lag 2009 bei 5,02 Milliarden Euro. Insgesamt zahlte der Konzern Edeka S√ľdwest etwa 17 Millionen Euro Steuern. Der Jahres√ľberschuss lag nach Steuern bei 6 Millionen Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 0,12 Prozent.

Hintergrund „Fleischwerk“:

Da das Fleischwerk einen hohen Wasserverbrauch hat und dieser ebenfalls wegfällt, steigen die Wasserpreise in Heddesheim.

Das Fleischwerk sollte urspr√ľnglich auf dem „Pfenning“-Gel√§nde neu gebaut werden, bis Edeka sich Anfang 2008 „√ľberraschend“ entschlossen hatte, diesen Standort nicht zu w√§hlen. Edeka ist auch ein Kunde von „Pfenning“. Der Gro√ü- und Einzelhandel ist zwar das Hauptgesch√§ft, wegen der Lagerung der Waren und der vielf√§ltigen Transporte in die Verkaufsbetriebe ist Edeka aber auch ein sehr gro√ües Logistikunternehmen.

Der Mannheimer Morgen berichtete am 26. Januar 2008: „Der Abzug der Mitarbeiter √§ndere auch nichts an Heddesheims hohem Stellenwert f√ľr Edeka: „Heddesheim bleibt unser Logistikzentrum.“ Sprecher Duschan Gert verwies auf die Investition von 22 Millionen Euro f√ľr das neue Frischkost-Lager.“

Gegen das neue Fleischwerk in Rheinstetten gab es erheblichen Widerstand aus der Bev√∂lkerung. Vor allem die B√ľrgerinitiative „IG Rheinstetten“ und „Die Siedler von Ka“ hat gegen das Projekt mobil gemacht. Der BUND wollte klagen, sah sich aber „ausgetrickst“ durch beh√∂rdliche Vorg√§nge und die Rechtssprechung des Verwaltungsberichtshof in Mannheim.

Die Gegner beklagten vor allem eine mangelnde B√ľrgerbeteiligung und b√ľrokratische Entscheidungen „von oben“ herab. Vor Ort berichten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die vergleichbar mit dem Mannheimer Morgen ein Berichterstattungsmonopol haben. Von Seiten der BNN gab es so gut wie keine kritischen Berichte zur Fleischwerk-Ansiedlung.

Die BNN waren 2005 selbst in die Schlagzeilen geraten. Nach einem kritischen Bericht √ľber Arbeitsbedingungen bei Lidl wurde einer Redakteurin gek√ľndigt. Die Lidl-Gesch√§ftsleitung soll Druck auf die Chefredaktion ausge√ľbt haben. Angeblich ging es Anzeigenums√§tze von 1,4 Millionen Euro.

Der fr√ľhere Landwirtschaftsminister Peter Hauk gilt als Initiator der Fleischwerk-Ansiedlung in Rheinstetten. Der „schwarze Peter“ unterlag Stefan Mappus im Machtkampf um den Ministerpr√§sidentenposten und ist CDU-Fraktionschef im Stuttgarter Landtag.

Der Heddesheimer Hauptamtsleiter Julien Christof (CDU) unterh√§lt beste Beziehungen zu Hauk und hat dessen Landtagswahlkampf 2011 (Neckar-Odenwald-Kreis) aktiv mitgestaltet. Peter Hauk (50) sitzt seit 1992 im Landtag und gilt als der neue starke Mann der gerupften CDU und hat gegen den von der k√ľnftigen Gr√ľn-Roten Landesregierung angek√ľndigten Volksentscheid in Sachen Stuttgart21 bereits eine Klage angek√ľndigt.

85 Namensvorschl√§ge f√ľr die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 Vorschläge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim heißen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 Vorschl√§ge eingegangen.
Diese kamen aus Sch√ľler- und Elternkreisen, zum Gro√üteil aber auch aus der Bev√∂lkerung.

Die eingegangen Namensvorschl√§ge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (B√ľrgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und G√§nshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen Vorschl√§gen wurden f√ľnf als Empfehlung f√ľr die weiteren Gremien pr√§feriert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde gro√üer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen K√§mmerlein“ √ľber den k√ľnftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE Vorschl√§ge sichten und √ľber die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die Gemeinder√§te beider Gemeinden, die in nicht √∂ffentlicher Sitzung Ende Januar dar√ľber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 Vorschlägen.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Eisbahn öffnet am 1. November

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Oktober 2010. (pöl/pm) Am 01. November 2010 öffnet die Heddesheimer Freiluft-Eisbahn.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim:

„Der Countdown zum Beginn der Eislaufsaison in Heddesheim l√§uft: Ab Montag, 1. November 2010, √∂ffnet die Freiluft-Kunsteisbahn im Sportzentrum (Ahornstra√üe 78) wieder ihre T√ľren und l√§dt zum t√§glichen Schlittschuh-Spa√ü mit Blick auf die Bergstra√üe ein.

Die Anlage bietet alles, was ein Besuch zum Erlebnis werden lässt. Angeschlossen an die Kunsteisbahn sind ein Kiosk und ein Glaspavillon, in dem sich die Besucher aufwärmen oder das Treiben auf der Bahn verfolgen können. Ein Schlittschuhverleih befindet sich ebenfalls vor Ort.

Montagnachmittags zwischen 14 und 17 Uhr findet auch in diesem Jahr wieder der Kindernachmittag statt. Mit Hilfe von Lernhilfen haben Kinder bis zehn Jahre die Möglichkeit spielerisch das Eislaufen zu lernen. Im Anschluss an den Kindernachmittag findet ab Dezember 14-tägig eine Kindereisdisco statt, denn auch die Kleinen bekommen bei uns die Gelegenheit bei fetziger Musik und winterlichem Lichterzauber mal so richtig abzutanzen.

Dienstags, donnerstags, freitags und sonntags ist jeweils von 9.30 bis 22 Uhr √∂ffentlicher Lauf, mittwochs von 9.30 bis 20.45 Uhr und samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr. Fast schon legend√§r ist die Eisdisco, die jeden Samstag von 17 bis 22 Uhr stattfindet. Gespielt werden die neuesten Chartbreaker und eine Lightshow sorgt f√ľr Discoatmosph√§re. Dar√ľber hinaus finden einmal im Monat Special Friday Night Parties statt. Von Disco Hits √ľber R`n`B Night Fever bis zur √ú 30 Party, Oldies, etc. ist f√ľr jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas geboten.

Ab 01. November 2010 k√∂nnen Kinder f√ľr nur 5,50 √Ę‚Äö¬¨ pro Kind inkl. einem Essen, Getr√§nk und einer kleinen √ÉŇďberraschung ihren Geburtstag auf der Eisbahn feiern. Dabei kann zwischen folgenden Gerichten inkl. eines 0,5 l Getr√§nkes gew√§hlt werden: Rinds-/Bockwurst mit Br√∂tchen oder Cheeseburger/Hamburger oder Currywurst mit Br√∂tchen. Zwei Begleitpersonen zahlen einen erm√§√üigten Eintrittspreis von nur 2,00 √Ę‚Äö¬¨ pro Person. Das Geburtstagskind hat selbstverst√§ndlich freien Eintritt! Wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung des Kindergeburtstages unter der Tel.-Nr. (06203) 4039686.

F√ľr Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Kinder ab sechs Jahren sowie Jugendliche und Erm√§√üigte (Sch√ľler, Studenten, Rentner etc.) zahlen 2,20 √Ę‚Äö¬¨, Erwachsene 3,20 √Ę‚Äö¬¨. Billiger wird es in allen Kategorien mit einer Mehrfachkarte. Die Eisdisco am Samstag kostet f√ľr Kinder/Jugendliche und Erm√§√üigte 3,20 √Ę‚Äö¬¨ und f√ľr Erwachsene 4,20 √Ę‚Äö¬¨. F√ľr 0,50 √Ę‚Äö¬¨ k√∂nnen Zuschauer (ab sechs Jahren) am Eislaufspa√ü teilhaben.

Die Kunsteisbahn ist mit der Buslinie 630, Haltestelle Sportzentrum, vom OEG Bahnhof Heddesheim oder Leutershausen/Großsachsen, gut zu erreichen.

Weitere Informationen zu √Ėffnungszeiten, Eintrittspreisen und noch einiges mehr finden Sie unter www.heddesheim.de. Dort ist auch ein neues Image-Video der Eisbahn zu finden.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Nachdem offensichtlich zuerst der Mannheimer Morgen informiert wurde und wir wieder einmal die Ungleichbehandlung unserer Redaktion thematisiert haben, schickte uns die Gemeindeverwaltung die vorliegende Pressemitteilung am 25. Oktober 2010 zu, mit der Bitte um Ver√∂ffentlichung „um die beliebte Eisbahn in der Region bekannter zu machen“. Und darin wurde uns erstmals seit November 2009 die M√∂glichkeit von „R√ľckfragen“ beim Hauptamtsleiter Julien Christof angeboten.

Der Bitte entsprechen wir gerne im Sinne der √Ėffentlichkeit. Diese bitten wir auch zu ber√ľcksichtigen, dass der Fall von alkoholisierten 12-j√§hrigen M√§dchen auf dem Gel√§nde der Eisbahn im vergangenen Jahr von der Gemeinde nicht √∂ffentlich gemacht wurde und der Redaktion trotz Nachfrage bis heute keine Informationen vorliegen, wie die Gemeinde den Schutz vor Alkoholmissbrauch sicherstellt.

Das „Image-Video“ wurde von „Nussbaum-Medien“ erstellt, die das Internet-Portal „Lokalmatador“ betreiben. Der Nussbaum-Verlag, der auch das Mitteilungsblatt herausgibt, sitzt in St. Leon-Rot und wird von der Gemeindeverwaltung ebenfalls gegen√ľber des einzigen √∂rtlichen Mediums, dem heddesheimblog, bevorzugt bedient.

Der Nussbaum-Medien-Verlag ist der gr√∂√üte badische Anzeigenverlag und ist beispielsweise auch f√ľr den BdS Heddesheim t√§tig. Er generiert sein Gesch√§ft mit bezahlten Inhalten – journalistische Informationen bietet der Verlag nicht. B√ľrgermeister Michael Kessler hat eine Gegendarstellungsanfrage im Mitteillungsblatt durch „Hausjuristen“ des Nussbaum-Verlags bearbeiten lassen – es gibt hier eine „gedeihliche“ Zusammenarbeit, die beiderseitig „interessengesteuert“ ist.

Mit der Namensgebung „Lokalmatador“ hat der Nussbaum-Verlag das eigene Selbstverst√§ndnis zum Ausdruck gebracht, aber gleichzeitig wenig Sinn f√ľr die Bedeutung gezeigt. Matador leitet sich von spanisch „matar“=t√∂ten ab. Der Lokalmatador ist folglich der „Lokalt√∂ter“.

B√ľrgermeister Kessler best√§tigt, dass „er“ die Gemeinde ist

Guten Tag!

Heddesheim, 10. September 2010. (red) Ein Zitat zieht Kreise. Wir haben im April unter der √úberschrift „Ich bin die Gemeinde“ √ľber eine Diskussion im Gemeinderat zur Rolle der Landschaftsarchitektin Ilsmarie Warnecke berichtet. B√ľrgermeister Kessler warf uns vor, ihn falsch zitiert zu haben. Wer hat recht?

Vorbemerkung: Sie lesen hier einen relativ langen Artikel, dessen Lekt√ľre sich aber lohnt. Denn es geht um „Grunds√§tzliches“. Um journalistische Sorgfaltspflicht und b√ľrgermeisterlichen Absolutismus. Um Dokumentation und Protokollierung. Um „erfundene“ und „echte“ Aussagen. Mit einem Wort: Um Fragen nach der „Wahrheit“.
Es geht um die öffentliche Meinung. Es geht um Medienkompetenz. Es geht, vor allem in Heddesheim, um sehr viel.

Es geht um einen Satz, den der B√ľrgermeister Michael Kessler in der April-Sitzung gesagt haben soll und die Diskussion dar√ľber sowie √ľber die korrekte Protokollf√ľhrung: „Ich bin die Gemeinde“.

Im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom April war der Teil der Diskussion, bei der der Satz gefallen sein soll, nicht enthalten.

Dagegen legte der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann Beschwerde ein.

In der Juni-Sitzung nahm der B√ľrgermeister diesen Punkt auf, legte eine Seite juristische Begr√ľnden zur Protokollf√ľhrung vor, ebenso die Einw√§nde des Gemeinderats Prothmann, schlug √É‚Äěnderungen vor und stellte diese zur Abstimmung im Gemeinderat.

Die meisten Einwände wurden von der Mehrheit des Gemeinderats gemäß der Verwaltungsvorlage nicht zugelassen. Und das betreffende Zitat nicht mit ins April-Protokoll aufgenommen.

Erfundene Überschriften und tatsächliche Zitate.

In der Juni-Sitzung sagte B√ľrgermeister Kessler, dass der Gemeinderat Prothmann „sein Handeln √ľberdenken und nicht meinen solle, wenn er √ÉŇďberschriften in seinem Blog erfinde, sei dies hier gesagt worden“.

Dann verlas er die Abschrift der Tonbandaufnahmen als „exakten Beleg“ f√ľr das Gesagte. Im wesentlichen trifft diese Abschrift zu, aber eben nicht so genau, wie man sich das von jemandem, der es ganz genau nehmen will, erwarten darf. (Anm. d. Red.: Die fett-formatierten W√∂rter sind gut zu h√∂ren, aber in der Gemeindeabschrift nicht enthalten. Wir zeigen die korrekte Dokumentation.)

Kessler: „Doch, das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist und wenn Sie wissen m√∂chten…
Prothmann: „Auftragnehmerin von wem?“
Kessler: „Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Heddesheim, Herr Prothmann.“
Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?“
Kessler:“Ja!“
Prothmann: „Gut, dass das auch gekl√§rt w√§re.“

„Ich bin die Gemeinde“ vs. „Sind Sie die Gemeinde?“ – „Ja.“

Tats√§chlich hat also B√ľrgermeister Michael Kessler nachweislich der √ľbermittelten Audio-Datei nicht gesagt: „Ich bin die Gemeinde.“ Sondern er hat auf die Frage des Gemeinderats Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde?“, deutlich mit: „Ja“, geantwortet.

Ist also das Zitat: „Ich bin die Gemeinde“, tats√§chlich erfunden?

Ist es nicht, denn es gibt zutreffend die absolute (oder absolutistische) Aussage wieder, die Herr Kessler getroffen hat, wenn auch nicht exakt wörtlich, so doch inhaltlich.

Journalistisches Zitieren hei√üt Verantwortung √ľbernehmen.

Beim Zitieren von Personen oder aus Werken ist nicht nur f√ľr Wissenschaftler und Protokollanten, sondern auch f√ľr Journalisten h√∂chste Sorgfalt geboten. Als Regel gilt: Zitate m√ľssen inhaltlich zutreffen und d√ľrfen nicht sinnentstellend oder -verfremdend sein.

Das hei√üt aber nicht, dass nur wortw√∂rtliche Zitate zul√§ssig sind. Denn die meisten Menschen reden nicht so „druckreif“, dass man nur das wortw√∂rtlich gesprochene Wort aufschreiben oder senden kann.

Die Realit√§t ist eine ganz andere. Viele Menschen reden eben nicht druckreif, oft werden S√§tze angefangen, wieder abgebrochen, Aussagen erst nach mehreren F√ľlls√§tzen zu Ende gef√ľhrt. W√ľrde man dies wortw√∂rtlich zitieren – der Sendeplatz, die Zeitungsseite w√ľrden nicht reichen, um das Suchen nach der richtigen Formulierung, das Abschweifen, F√ľlllaute usw. abzubilden.

Fast jedes Zitat ist nicht „w√∂rtlich“ – und das ist gut so f√ľr die zitierte Person.

Deswegen werden im Radio und Fernsehen w√∂rtliche Aussagen „zusammengeschnitten“, bis sie verst√§ndlich sind und die Kernaussage enthalten. √É‚Äěhnlich geht das bei der „Verschriftlichung“ von Aussagen – der Vorteil hier: man muss keine passende „Schnittstelle“ finden, damit man den Schnitt nicht h√∂rt.

Oft geht es bei dieser Arbeit nicht nur um die Sendezeit oder die Zahl der Zeilen in der Zeitung, sondern auch um journalistische Verantwortung. W√ľrde man immer eine unbereinigte Protokollierung der tats√§chlichen w√∂rtlichen Rede verschriftlichen oder eine ungeschnitte Audio-Aufnahme senden, w√§re dies zwar absolut dokumentarisch und authentisch – aber oft zum Schaden des betreffenden Menschern, insbesondere, wenn der sich nicht gut ausdr√ľcken kann.

Das gilt auch f√ľr Herrn Kessler, der nun wahrlich kein guter Redner ist. Oft ringt er mit den Worten, ist fahrig in der Satzbildung und seine „√§h“-H√§ufungen sind mehr als auff√§llig, vor allem, wenn er nerv√∂s ist. Zudem ist seine Sprache im Ausdruck und in der Aussprache stark dialektal gef√§rbt.

Wir sind sicher, dass Herr Kessler nicht wirklich m√∂chte, dass er „w√∂rtlich zitiert“ wird – denn das w√§re oft mehr als peinlich.

Zitieren ist eine Kunst.

Es geh√∂rt also zur journalistischen Verantwortung, einerseits m√∂glichst zutreffend das „Gesagte“ zu zitieren, dieses aber auch je nach Lage entsprechend in Schriftform zu bringen. Die komprimierte Zusammenfassung auf eine Kernaussage ist dabei t√§gliches Gesch√§ft von Journalisten. Die Kunst ist, soviel wie n√∂tig und gleichzeitig so wenig wie m√∂glich an dem Zitat zu ver√§ndern. In den allermeisten F√§llen sind die zitierten Personen sogar dankbar f√ľr diese Arbeit.

Dabei muss man immer auch ber√ľcksichtigen, dass Lautst√§rke, Sprechhaltung (dem√ľtigt, aggressiv, lustig, ausgelassen) meist nicht von einer Verschriftlichung erfasst werden. Auch Gestik und Mimik entfallen – also „nonverbale“ Ausdrucksformen, die in der zwischenmenschlichen Kommunikation eine wichtige Rolle spielen.

Zitat und Kontext.

Zur√ľck zu Herrn Kessler und unserer journalistischen Sorgfaltspflicht und der Kernaussage. Um diese herauszuarbeiten, muss man immer den Kontext, also den Gespr√§chsverlauf mit im Blick haben.

Herr Kessler verzichtete darauf, als er die „Abschrift der Tonbandaufnahmen“ in der Gemeinderatssitzung vom Juni wie oben beschrieben dokumentierte.

Wir dokumentieren den exakten Gespr√§chsverlauf zum Thema von Anfang an bis zur Antwort auf die Frage, ob Herr Kessler die Gemeinde sei, die er mit „Ja“ beantwortet hat (Anm. d. Red. Nicht ber√ľcksichtigt sind „√§hs“, dialektale Aussprache, sowie Wortans√§tze, die nicht zu Ende gef√ľhrt werden. Der Tonfall von Herrn Kessler ist mindestens bestimmt, wenn nicht schon fast aggressiv, der von Herrn Prothmann ohne besondere Auff√§lligkeiten):

Prothmann: „Frau Warnecke, trifft es zu, dass das der zweite Auftrag ist, den Sie f√ľr die Gemeinde machen oder haben Sie schon h√§ufiger f√ľr die Gemeinde gearbeitet?“
Kessler: „Was tut das zur Sache, Herr Prothman?“
Warnecke: „Da muss ich nachdenken.“
Prothmann: „Darf ich die Frage stellen?“
Kessler: „Ja, ich frag Sie, was tut die Frage jetzt zur Sache? Dann fragen Sie bitte mich, weil die Frau Warnecke gibt jetzt keine Auskunft √ľber die Anzahl ihrer Auftr√§ge.“
Prothmann: „Ich habe nicht nach der Anzahl…“
Kessler: „…doch bei uns.“
Prothmann: „…ihrer Auftr√§ge gefragt, sondern in Zusammenhang mit der Gemeinde. Dann frage ich Sie, Herr B√ľrgermeister Kessler, trifft es zu, dass dies der zweite Auftrag ist, der an Frau Warnecke geht?“
Kessler: „Das wei√ü ich nicht.“
Prothmann: „Das wissen Sie nicht?“
Kessler: „Nein. Das wei√ü ich spontan nicht. Wenn Sie das wissen m√∂chten, dann sage ich Ihnen das, aber heute nicht, ich wei√ü es nicht.“
Prothmann: „Dann kann ich doch Frau Warnecke fragen.“
Kessler: „Nein, das fragen Sie nicht. Sie fragen mich. Die Frau Warnecke wird hierzu keine Antwort geben.“
Prothmann: „Frau Warnecke darf nur reden, wenn Sie ihr das erlauben?“
Kessler: „Ja. Genau!“
Prothmann: „Das geht ein bisschen zu weit.“
(Anm. d. Red.: Ab hier beginnt die Dokumentation des Gespr√§chs auf Veranlassung des B√ľrgermeisters.)
Kessler: „Doch, das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist und wenn Sie wissen m√∂chten…
Prothmann: „Auftragnehmerin von wem?“
Kessler: „Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Heddesheim, Herr Prothmann.“
Prothmann: „Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?“
Kessler:“Ja!“
Prothmann: „Gut, dass das auch gekl√§rt w√§re.“
Kessler: „Das ist gekl√§rt.“ (lacht)

„Ich bin die Gemeinde“ ist das, was B√ľrgermeister Kessler nicht w√∂rtlich gesagt, aber zum Ausdruck gebracht hat.

Wir stehen redaktionell zu dem ver√∂ffentlichten Zitat: „Ich bin die Gemeinde.“ Denn das ist unserer Auffassung nach die (absolutistische) Kernaussage des B√ľrgermeisters Michael Kessler vor dem Hintergrund des Gespr√§chsverlaufs gewesen.

Es handelt sich nicht um eine unbedachte √É‚Äěu√üerung im Affekt, sondern gibt die Haltung und die Aussage des B√ľrgermeisters zutreffend wieder. (Die MM-Redakteurin Anja G√∂rlitz hatte dazu einen Kommentar „V√∂llig absurd“ geschrieben, dessen Inhalt genau dies war. Zugang f√ľr Abonnenten oder K√§ufer der Tagesausgabe mit Tages-Code oder auf Anfrage an uns.)

Unsere journalistische Leistung und Verantwortung f√ľr das Zitat „Ich bin die Gemeinde“ halten wir f√ľr einwandfrei.

Wir reihen diesen Artikel aber gleichzeitig in der Rubrik „Korrektur“ ein – weil das von uns ver√∂ffentlichte Zitat nicht der „w√∂rtlichen Aussage“ des B√ľrgermeisters entspricht.

Da Herr B√ľrgermeister Kessler es gerne genau hat, k√∂nnten wir in Zukunft dazu tendieren, ihn tats√§chlich w√∂rtlich zu zitieren, inklusive seiner Versprecher, „√§hs“, seiner Wortfindungsschwierigkeiten und seines Dialekts. Davon nehmen wir Abstand, weil es nicht unserer Auffassung einer korrekten journalistischen Arbeit entspricht.

Hintergrund:
Es gab in der Vergangeneit fast kein Sitzungsprotokoll, an dem der Gemeinderat Hardy Prothmann oder Vertreter der Fraktion B√ľndnis90/Die Gr√ľnen keine √É‚Äěnderungen verlangten. Auch der FDP-Gemeinderat Frank Hasselbring bestand schon auf √É‚Äěnderungen. Meistens ist der Leiter der Hauptverwaltung, Julien Christof, f√ľr das Protokoll verantwortlich.

B√ľrgermeister Kessler weist meist darauf hin, dass es sich um ein Verlaufs- und kein Wortprotokoll handle.

Ein Mitarbeiter der Redaktion hat einen Brief erhalten, den B√ľrgermeister Kessler mit Datum vom 05. August 2010 an die Mitglieder der Fraktion B√ľndnis90/Die Gr√ľnen sowie die Fraktionsvorsitzenden der anderen Parteien gesendet hat. Und die Antwort des Gemeinderats auf diesen Brief.

Dem Schreiben an die Gr√ľnen hat der B√ľrgermeister eine CD mit dem „gesamten digitalen Tonbandmitschnitt“ beigelegt, aus der wir die Abschrift dokumentieren.

Der B√ľrgermeister reagiert mit seinem Schreiben auf einen Artikel des Gemeinderats Andreas Schuster im Gemeindeblatt, der die Diskussion um das Zitat nochmals aufgegriffen hatte: „Ihr erneutes Nachhaken ist f√ľr mich ein Versuch, die Verl√§sslichkeit und Gewissenhaftigkeit unserer Verwaltung – und das hat nichts mit dem B√ľrgermeister als Person zu tun – √∂ffentlich in Zweifel zu ziehen.“

Der B√ľrgermeister beklagt „Unsicherheiten im Verh√§ltnis zwischen B√ľrgern und Verwaltung.“ Der Tonfall des Briefs ist sehr gereizt.

Gr√ľnen-Gemeinderat Andreas Schuster antwortet dem B√ľrgermeister in vermittelndem Tonfall: „Sie fragen mich in Ihrem Brief, ob ich als Gemeinderat daran zweifle, ob „alles mit rechten Dingen zugeht.“ Das tue ich in keiner Weise und habe das auch in meinem Artikel nicht impliziert.“

Weiter schreibt Schuster: „Meiner bescheidenen Meinung nach schadet es dem Ansehen der Gemeinde eher, wenn versucht wird bestimmte Konfliktsituationen zu vermeiden um den Eindruck der Geschlossenheit in der Verwaltung zu suggerieren, als wenn Details gelegentlich klar, deutlich und fair diskutiert werden.“

Dokumentation:
Der Brief des B√ľrgermeisters Michael Kessler
Der Brief des Gemeinderats Andreas Schuster

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und der verantwortliche Journalist f√ľr das heddesheimblog.

Der gläserne Gemeinderat: Knapp vorbei ist auch daneben oder der Unfug des Herrn Doll

Heddesheim, 14. August 2010. Im aktuellen Mitteilungsblatt, Nr. 32 vom 12. August 2010, schreibt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll wieder einmal den Frust von der Seele. Leider behauptet er dabei Tatsachen, die nicht zutreffen. Das ist man bei Herrn Dr. Doll schon gewohnt. Neu ist der offene Aufruf zur Isolierung eines Gemeinderats Рwas kommt als Nächstes?

Von Hardy Prothmann

Der Pension√§r Dr. Josef Doll (CDU), von Freunden auch Seppl genannt, liebt die gro√üe Geste – vor allem im Gemeinderat. Langatmig sind seine Ausf√ľhrungen. Man k√∂nnte sie auch z√§h nennen, so wie seinen Artikel im aktuellen Mitteilungsblatt.

H√§ufig h√§lt er dabei triumphierend den Zeigefinger in der Luft, zitiert mit aufgerissenen Augen aus dem Blatt „Die Gemeinde“, um dann beim „Finale“ √ľber seine Brille zu schauen und dann den aus seiner Sicht vermutlich grandiosen Schluss einfach zu vergessen. Dann enstehen peinliche Pausen. Auch die sind z√§h.

Dass Herr Dr. Doll oft zum Monologisieren neigt, vom Thema abkommt, Allgemeinpl√§tze vertritt oder einfach nur die Sitzungsvorlage nicht nur zusammenfasst, sondern durch Wiederholungen aufbl√§ht, wird selbst dem B√ľrgermeister Michael Kessler immer √∂fter zuviel. Der gibt „freundliche Hinweise“ an den CDU-Fraktionsvorsitzenden, doch auf den Punkt zu kommen. Doch meist l√§sst Herr Kessler den Mann gew√§hren, denn er wei√ü, dass Herr Dr. Doll f√ľr ihn immer eine „sichere Bank“ ist, wenn es um Abstimmungen geht.

Protokolle und was darin steht.

Die „Beitr√§ge“ des Herrn Dr. Doll werden in den Gemeinderats-Protokollen meist in aller Ausf√ľhrlichkeit festgehalten, ebenso die des B√ľrgermeisters. Die Aussagen anderer Gemeinder√§te hingegen verschwinden v√∂llig oder werden verk√ľrzt wiedergegeben.

Kaum ein Gemeinderatsprotokoll blieb deshalb in den vergangenen Monaten ohne Kritik und die Aufforderung nach Korrekturen.

W√§hrend fr√ľher die Protokolle, vermutlich ungelesen, einfach abgezeichnet wurden, ist diese Praxis heute vorbei.

Weil zun√§chst ich und dann auch Gemeinder√§te der „Gr√ľnen“ Korrekturen verlangten. Denn die Sitzungsverl√§ufe und Aussagen wurden aus der jeweiligen Sicht unzutreffend wiedergegeben.

„Ich bin die Gemeinde“ oder „Sind Sie die Gemeinde?“-„Ja.“ sind nach Ansicht von Herrn Kessler zwei verschiedene Aussagen.

Im Protokoll zur April-Sitzung fehlt der Satz des B√ľrgermeisters Michael Kessler: „Ich bin die Gemeinde„, als Begr√ľndung auf meine Frage, wer etwas zu entscheiden habe. Nicht nur das: Die komplette Diskussion bis zu diesem Zitat war laut Protokoll f√ľr die April-Sitzung nie gef√ľhrt worden.

Kurz zusammengefasst: Ich wollte von der Landschaftsarchitektin Ilsmarie Warnecke wissen, wie viele Auftr√§ge sie schon von der Gemeinde erhalten habe. Der B√ľrgermeister wollte wissen, warum ich das wissen will, es gab eine kurze Diskussion, letztlich verbot Herr Kessler der Frau den Mund, was diese sich gefallen lie√ü und antworte auf meine Frage, wer das entscheide: „Ich bin die Gemeinde.“

Laut un√ľberpr√ľfter Darstellung von Herrn Kessler, verlief das Gespr√§ch aber so:

„B√ľrgermeister Kessler verlas die Abschrift der Tonbandaufnahmen der Sitzungen,
hier Gemeinderatsprotokoll Nr. 04/2010, 22.04.2010, TOP 4:

„Kessler: Doch das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist
und√ā¬†wenn√ā¬†wissen√ā¬†m√∂chten√Ę‚ā¨¬¶
Prothmann: Auftragnehmer√ā¬†von√Ę‚ā¨¬¶?
Kessler: Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Hed-
desheim.
Prothmann: Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?
Kessler: Ja.
Prothmann: Gut, dass das auch gekl√§rt w√§re.“

Dieser Passus wurde nicht mit ins Protokoll der April-Sitzung √ľbernommen. Daf√ľr steht er aber im Juni-Protokoll. Wo genau der Unterschied liegt zwischen: „Ich bin die Gemeinde“ und die Antwort „Ja“ auf die Frage, „ob Herr Kessler die Gemeinde ist“, hat der B√ľrgermeister nicht erkl√§rt.

Absurder Aufwand zur Bereinigung.

Eine solche Selbstherrlichkeit ber√ľhrt die meisten Menschen peinlich. Man m√∂chte lieber nicht geh√∂rt haben, was gesagt wurde. Schon gar nicht der B√ľrgermeister, der mein Verlangen, das Protokoll zu korrigieren, mit einer Rechtsrecherche und einer Abstimmung im Gemeinderat verbunden hat.

Herr Kessler betreibt einen enormen Aufwand, um seine Fehler zu „bereinigen“. Gleichzeitig wirft er mir vor, ich h√§tte ihn falsch zitiert. Ist das so? Eine einfache Einladung ins Rathaus, das Vorspielen des Bandes h√§tte das kl√§ren k√∂nnen. Doch eine solche „Einh√∂rnahme“ bietet Herr Kessler nicht an. Stattdessen gibt er nur heraus, was er herausgeben muss. So kennt man den Mann, der f√ľr Intransparenz steht.

Dollsche Interpretation.

Auf diesen Vorgang also bezieht sich Herr Dr. Doll in seinem neuesten Artikel. Aber ohne Bezug auf den Vorgang will er diesen anders verstanden wissen. Im Mitteilungsblatt schreibt er:

„Herr Gemeinderat H. Prothmann hat seinen Einspruch gegen das Protokoll per E-Mail benutzt, um Mitarbeiter des Hauptamtes scharf anzugehen. Diesen Stil hat er auch gegen Gemeinder√§te genutzt, die f√ľr die Ansiedlung Pfenning stimmen. Die Fraktionen der CDU, SPD und FDP haben, im aktuellen Falle, diese Angriffe auf Personen der Gemeindeverwaltung scharf zur√ľckgewiesen. Bei den Gr√ľnen Fehlanzeige.“

Um zu verstehen, was Herr Dr. Doll meint, sollte man die Fakten kennen. Deswegen protokolliere ich hier transparent wie immer, die email, die ich am 21. Juni 2010 an den Leiter der Hauptverwaltung geschrieben habe. Dieser hatte mich zuvor per Brief aufgefordert, innerhalb von f√ľnf Tagen Einw√§nde vorzubringen, sofern ich welche h√§tte.

Eine deutliche Kritik ist etwas anderes als jemanden „scharf anzugehen“.

Ich habe Herrn Christof dar√ľber informiert, dass ich es f√ľr unversch√§mt halte, sieben Wochen f√ľr ein Protokoll zu ben√∂tigen und dann innerhalb von f√ľnf Tagen inklusive Wochenende eine Antwort zu erwarten. Au√üerdem komme ich zu dem Schluss, dass Herr Christof seiner Aufgabe als Protokollf√ľhrer nur mangelbehaftet nachkommt – was sich in der Juni-Sitzung dann als zutreffend herausstellte. Einem meiner √É‚Äěnderungsw√ľnsche wurde stattgegeben, andere Passagen konnten angeblich nicht mehr abgeh√∂rt werden. Sprich, Herr Christoph protokolliert nicht korrekt und kann die Technik nicht bedienen.

Herr Dr. Doll hingegen kann Einzahl und Mehrzahl nicht auseinanderhalten – erstaunlich f√ľr einen promovierten Physiker. Ich bin nicht „Mitarbeiter des Hauptamtes scharf angegangen“, sondern den Leiter der Hauptverwaltung, Julien Christof.

Ich habe dabei meinen Widerspruch nicht „benutzt“, um „Mitarbeiter scharf anzugehen“ – Herr Doll hat keine Vorstellung davon, was es bedeuten k√∂nnte, wenn ich jemanden tats√§chlich „scharf anginge“.

Ich habe nur schlicht und einfach dem Protokoll widersprochen und festgestellt, dass Herr Christof zwar als Angestellter der Weisungsbefugnis des B√ľrgermeisters untersteht, aber bei Recht und Ehre verpflichtet ist, ein wahrheitsgetreues Protokoll einer Gemeinderatssitzung zu verfassen.

Das angeblich „scharfe Angehen“ wurde von Herrn Kessler √∂ffentlich gemacht.

Dies hat er meiner Auffassung nach wiederholt nicht getan und daf√ľr habe ich ihn kritisiert. Dieser Brief war eine pers√∂nliche Stellungnahme durch mich an Herrn Christof – der B√ľrgermeister machte dies (wieder einmal mit einer Datenschutzverletzung verbunden) √∂ffentlich, indem er die email an die anderen Gemeinder√§te weitergegeben hat.

Weiter zitiert sich Herr Dr. Doll selbst aus eben diesen (angepassten)√ā¬† Protokollen:
„GR Dr. Doll – CDU sprach Herrn Prothmann an, er sei gegen die Art und Weise, wie Herr Prothmann den Mitarbeitern (der Gemeinde) begegne und mit Menschen umgehe, die ihm nicht in den Kram passten…
Zum wiederholten Male haben sich die Gr√ľnen nicht √∂ffentlich von den √É‚Äěu√üerungen und dem Verhalten des Herrn Prothmann distanziert.“

Dazu stelle ich fest: Mit den allermeisten Mitarbeitern der Verwaltung habe ich ein gutes Verh√§ltnis. Man gr√ľ√üt sich, ist freundlich zueinander und korrekt im Umgang. Diese Kontakte sind von allt√§glichem Respekt gepr√§gt.

Funktion und Leistung sind das Maß.

Tatsächlich zutreffend ist, dass ich die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung an ihrer Funktion, an ihrem Auftreten und an ihren Leistungen messe. Die protokollarischen Leistungen des Herrn Christof sind mangelbehaftet.

Herr Christof ist Beamter und wird von Steuergeldern bezahlt. Er hat sich an Recht und Ordnung zu halten und seine Aufgaben korrekt zu erf√ľllen.

Wenn er dies nach meiner Auffassung nicht tut, darf und muss ich ihn als freier Mandatstr√§ger daf√ľr kritisieren.

Die Hybris des Herrn Dr. Doll wird deutlich, indem er nicht nur f√ľr die CDU spricht, sondern auch noch die SPD und FDP (die mittlerweile wohl als Unterabteilungen der CDU gewertet werden d√ľrfen, weil es keine Widerspr√ľche gibt). Und er will den „Gr√ľnen“ vorschreiben, wovon sich sich „distanzieren“ sollen, seinem pers√∂nlichen Feindbild: Hardy Prothmann.

Feindbild Prothmann

Hat die Sehnsucht des Herrn Dr. Doll, einen einzelnen Gemeinderat zu isolieren, schon pathologische Z√ľge? Und was kommt als N√§chstes? Ein Aufruf zum….?

Herr Dr. Doll zeigt sich gerne als Moralapostel. Er ist ein falscher Apostel. Bei seinem Gekeife in meine Richtung verschweigt er, dass ich mich bei ihm Ende des vergangenen Jahres telefonisch um ein „gutes Miteinander“ gem√ľht habe. Dass die Initiative, wieder „ins Gespr√§ch zu kommen“, von mir ausging. Das klappte ungef√§hr einen Monat – offensichtlich vermisste Herr Dr. Doll Unterw√ľrfigkeit oder was er sonst von anderen verlangen mag – kurz darauf war die „Distanz“ durch ihn wieder hergestellt.

Und Herr Dr. Doll verschweigt ebenfalls, dass er sich weigert mir und anderen Gemeinder√§ten die Hand zu geben. Und sei es nur f√ľrs Protokoll.

Doll kann mit Kritik nicht umgehen. Er ist ja auch kritiklos.

Den „Gr√ľnen“ schreibt er in seinem Artikel eine Abhandlung √ľber die Kontrollaufgaben des Gemeinderats. Die hatten in der Ausgabe 31 des Mitteilungsblattes vom 05. August 2010 geschrieben: „Und vor allem: Muss jede kritische Frage sofort als Angriff auf die Integrit√§t der Verwaltung ausgelegt werden? Vielleicht ist es ja eine Frage der Gewohnheit, aber der Gemeinderat fungiert nun mal auch als Kontrollinstanz. Und in dieser Funktion muss es m√∂glich sein, ja sogar ausdr√ľcklich gew√ľnscht sein, dass kritische Fragen gestellt werden.“

Das sieht Herr Dr. Doll anders. In den Gemeinderatssitzungen beweist er dies auch konsequent, weil er sowie seine Fraktion, die meisten SPD-Gemeinderäte und die der FDP sowieso, nie kritische Fragen stellen. Von kritischen Fragen hat sich Herr Dr. Doll schon längst distanziert.

Peinliche Fehler des Herrn Doll.

Und obwohl der Mann schon viele Wahlperioden lang im Gemeinderat sitzt, das Blatt „die Gemeinde“ und die Gemeindeordnung gerne zititiert, macht er f√ľr einen so gebildeten und belehrenden Mann immer wieder peinliche Fehler: „Dienstvorgesetzter des B√ľrgermeisters ist der Landrat, nicht der Gemeinderat“, schreibt Herr Dr. Doll.

Richtig ist: Der B√ľrgermeister hat ebensowenig wie der Landrat einen Dienstvorgesetzten. Beide unterliegen der Dienstaufsicht. Der B√ľrgermeister dem Landratsamt, der Landrat dem Regierungspr√§sidium.

Knapp vorbei ist auch daneben. Dieser Unfug passiert einem Herrn Dr. Doll leider sehr häufig, was ihn nicht daran hindert, sich immer wieder selbst bloßzustellen.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und f√ľr das heddesheimblog verantwortlich.

B√ľrgermeister Kessler hat einen Experten f√ľr „B√ľrgern√§he“ – doch der wird nicht gefragt

Guten Tag!

Heddesheim, 16. M√§rz 2010. B√ľrgermeister Michael Kessler engagiert lieber ein Kommunikationsunternehmen, als sich selbst den kritischen Fragen der √Ėffentlichkeit zu stellen. Zudem behindert er immer wieder die Arbeit der kritischen Presse.
Beim bislang gr√∂√üten Bauvorhaben in der Geschichte Heddesheims tut Herr Kessler in Sachen „B√ľrgerbeteiligung“ nur das, was er absolut muss. Dabei hat er mit dem Hauptamtsleiter Julien Christof einen Experten f√ľr „E-Government“ und B√ľrgerbeteiligung im Rathaus sitzen.

Von Hardy Prothmann

Hauptamtsleiter Julien Christof ist Diplom-Verwaltungswirt (FH) und hat im Studienjahr 2007/2008 an der Fachhochschule Kehl eine Diplomarbeit vorgelegt, die viel beachtet und gelobt wurde: „Weblogs als M√∂glichkeit zur B√ľrgerbeteiligung in Kommunen“, hei√üt der Titel der Schrift.

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B√ľrgerbeteiligung war einer der Schwerpunkte der Diplomarbeit des Hauptamtleiters Julien Christof. Im Alltag ist davon noch nichts angekommen. Klicken Sie f√ľr eine gr√∂√üere Darstellung. Quelle: Diplomarbeit Julien Christof 07/08, FH Kehl

E-Government als positives Instrument.

Auf 125 Seiten f√ľhrt Herr Christof in die Thematik „E-Government“ ein: „Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklung gesch√§ftlicher Prozesse im Zusammenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken √ľber elektronische Medien.“

Der Arbeit ist anzumerken, dass Herr Christof √ľberzeugt davon ist, dass Weblogs ein sehr positives Instrument sein k√∂nnen, um mehr B√ľrgern√§he herzustellen und die Verwaltungen zu entlasten.

USA: blogs längst etabliert.

Herr Christof zitiert Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen St√§dte- und Gemeindebunds, als „einen der Vorreiter der kommunalen Modernisierung“: „In den USA sind Blogs im Konzert aller Medien l√§ngst als ernst zu nehmende Stimmen in der politischen Kommunikation etabliert.“

Herr Christof schreibt weiter: „(…) bedeutet dies, dass Kommunen die empirisch belegte Selbstverst√§ndlichkeit, mit der junge Menschen und auch immer mehr Erwachsene mit dem Internet umgehen, erkennen und auf dem Weg der vielf√§ltigen Modernisierungsbem√ľhungen der √∂ffentlichen Verwaltung in ihre √ÉŇďberlegungen miteinbeziehen m√ľssen. Die Vorteile w√§ren dabei mehr M√∂glichkeiten zum Dialog zwischen Verwaltung und B√ľrgern und damit eine bessere Akzeptanz von Entscheidungen.“

Die Verbesserung der „Akzeptanz von Entscheidungen“, die Worte Transparenz, B√ľrgerbeteiligung, Legitimit√§t und Konsenz kommen h√§ufig vor in der Arbeit des Herrn Christof.

Vorteile des Internets.

Und Herr Christof beschreibt kenntnisreich die Vorteile des Internets: „Vorteile der elektronischen Kommunikation sind neben Form und Richtung ihre Speicherfunktion, ihre geringen Zugangskosten und ihre gro√üe Reichweite. Durch die Digitalisierung ist eine sehr gro√üe Flexibilit√§t bei der Umwandlung und Weiterverwendung von Daten gegeben.“

Zum Ende seiner Arbeit schreibt Herr Christof: „Dieser Trend hin zur Verlagerung der Kommunikation auf die Basis des Internets wird sich fortsetzen, ein Teil der Kommunen hat ihn bereits erkannt. Man darf gespannt sein, wie viele Kommunen in den n√§chsten Jahren neue Schritte auf dem Weg der E-Partizipation wagen und im Web 2.0 ankommen werden.“

M√∂glichkeit zum Dialog? Nicht f√ľr B√ľrgermeister Kessler.

Ob Herr Christof zu diesem Zeitpunkt, als er den letzten Satz seiner Diplomarbeit schrieb, bereits wusste, dass er bei der Gemeinde Heddesheim anfangen w√ľrde, ist der Redaktion nicht bekannt.

Klar ist nur, dass das Wissen des Hauptamtsleiters Julien Christof in Sachen Internet brach liegt und B√ľrgermeister Michael Kessler nicht gewillt zu sein scheint, diesen Schatz heben zu wollen. Dabei wird kolportiert, dass Herr Christof neben seinen sehr guten Examensnoten auch wegen dieses Fachwissens als geeigneter neuer Hauptamtsleiter ausgew√§hlt worden sei.

Vielleicht hat der B√ľrgermeister Michael Kessler aber irgendwann die Arbeit gelesen und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass „die M√∂glichkeit zum Dialog“ eigentlich nicht sein Ding ist.

Dokumentation: Eine Recherche bei der Gemeinde

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Januar 2010. Beispielhaft dokumentiert das heddesheimblog, wie eine Recherche bei der Gemeinde Heddesheim abl√§uft. B√ľrokratischer geht es kaum. Aber das ist so gewollt.

Sie lesen nachfolgend die Dokumentation der Recherche-Kontakte des freien Journalisten Horst P√∂litz mit der Gemeinde zum Artikel: Gemeinde sieht √ľber Streusalzverbot hinweg.

gemeindesalz

Fußwege nach Muckensturm: Geräumt oder gesalzen? Bild: hblog

Das heddesheimblog ver√∂ffentlicht am 27. Januar 2010 einen Bericht des freien Journalisten Horst P√∂litz: „Heddesheim ist auf Jennifer gut vorbereitet.

Eine Leserin schreibt daraufhin der Redaktion und macht diese darauf aufmerksam, dass das Streuen mit Salz laut der „Streupflichtsatzung“ der Gemeinde verboten ist und sie mit ihrem Hund schon zwei Mal zum Tierarzt musste, weil das Salz auf den Gehwegen dessen Pfoten gereizt hatte. Wir beschlie√üen daraufhin, der Sache nachzugehen.

Herr Pölitz bekommt von uns den Auftrag, bei der Gemeinde nachzufragen, wie es sich mit dem Verbot verhält. Herr Pölitz versucht am Donnerstag, den 28. Januar 2009 den Hauptamtsleiter Julien Christof zu erreichen.

Um 09:23 Uhr wird Herr P√∂litz von Herrn Christof zur√ľckgerufen.

Herr Pölitz erklärt den Hintergrund seiner Anfrage und Herr Christof notiert die Fragen:

  • Was hei√üt verboten?
  • Wird das kontrolliert?
  • Wer kontrolliert?
  • K√∂nnen umweltbewusste B√ľrger eine Anzeige machen?
  • Welche Strafe droht?
  • Ist in den vergangenen Jahren kontrolliert worden?
  • Welche Bu√ügelder wurden verh√§ngt?

Gegen 10:00 Uhr erscheint Herr P√∂litz im Rathaus, um sich das aktuelle Mitteilungsblatt zu besorgen. Herr P√∂litz will sich mit seinem Presseausweis legitimieren. Eine Angestellte sagt: „Das ist nicht n√∂tig. Herr Christof hat mich angewiesen Ihnen das Mitteilungsblatt zu geben“, und h√§ndigt ihm ein Exemplar aus.

Herr Pölitz fragt, ob Herr Christof zu sprechen sei. Nach kurzer Wartezeit kommt Herr Christof.

Herr P√∂litz informiert Herrn Christof dar√ľber, dass er als freier Journalist f√ľr das heddesheimblog arbeitet. Er wolle nicht in die Probleme hineingezogen werden, die der B√ľrgermeister mit dem Medium hat, sondern nur seine Arbeit tun. Herr Christof sagte zu, dass Herr P√∂litz sich bei journalistischen Fragen jederzeit an ihn wenden k√∂nne.

Am sp√§ten Nachmittag erh√§lt Herr P√∂litz folgende email aus dem Sekretariat des B√ľrgermeisters:

„Datum: Thu, 28 Jan 2010 17:42:23
Sehr geehrter Herr Pölitz,
zu Ihrer Anfrage bzgl. der Streupflichtsatzung teilen wir Ihnen mit:
Die Gemeinde ist nach √ā¬ß 41 des Stra√üengesetzes f√ľr Baden-W√ľrttemberg r√§um- und streupflichtig f√ľr die Stra√üen in der Ortslage. Durch die Streupflichtsatzung wird diese Pflicht f√ľr die Gehwege etc. an Privatgrundst√ľcken den jeweiligen Eigent√ľmern bzw. Nutzern √ľbertragen.
Auftausalze sollen aus Gr√ľnden des Umweltschutzes nur bei Glatteis verwendet werden. Da man davon ausgehen kann, dass bei Schneefall oftmals Schneegl√§tte durch Befahren von Autos oder Abdr√ľcke von Fu√üg√§ngern entsteht und dann der Schnee anfriert, ist die Verwendung von Streumitteln aus Gr√ľnden der Verkehrssicherungspflicht oftmals nicht vermeidbar.
Wir sind darauf bedacht, Gef√§hrdungen durch Schneegl√§tte f√ľr die Verkehrsteilnehmer soweit wie m√∂glich zu vermeiden. Unsere Mitarbeiter werden bei den aktuellen Witterungsbedingungen prim√§r zum R√§umen der Stra√üen f√ľr die Verkehrsteilnehmer eingesetzt und nicht, um unsere B√ľrger zu kontrollieren.
Im √ÉŇďbrigen verwendet die Gemeinde Feuchtsalz, was zu einer Reduzierung der Salzmenge bzw. der Umweltbelastung sowie zu schnellerem Tauen f√ľhrt.
Sie erw√§hnten auch eine Anfrage einer B√ľrgerin. Sollte jemand einen Schaden durch ein gemeindliches Fahrzeug erlitten haben, bitten wir denjenigen, sich bei uns zu melden.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen“

Daraufhin antwortet Herr P√∂litz sp√§t nachts, weil er vorher auf einer Veranstaltung und erst gegen 01:00 Uhr nach Hause zur√ľckgekehrt war.

„Datum: Fri, 29 Jan 2010 01:35:11 +0100
Hallo Herr Christof,
gerade hatten wir eine Vereinbarung getroffen und jetzt bekomme ich diese Antwort.
Das finde ich enttäuschend.
Dass die Eigent√ľmer/Nutzer die Pflicht habe, steht ja in der Verordnung.
Und ich habe gar nichts zum Streuen der Straßen gefragt, sondern zu den Gehwegen.
Ich frage mich auch, was der Hinweis auf die Mitarbeiter soll: Hei√üt das, die B√ľrger k√∂nnen getrost gegen die Streusalzordnung versto√üen, weil die Mitarbeiter besseres zu tun haben?
Es geht auch nicht um einen Schaden durch ein Fahrzeug der Gemeinde, sondern um wunde Pfoten eines Hundes durch Streusalz auf den Gehwegen.
Ich habe das nochmal kopiert und f√ľge meine Fragen nochmals bei:

Bei Schnee- und Eisgl√§tte haben die Stra√üenanlieger die Gehwege und die weiteren in √ā¬ß 3
genannten Flächen sowie die Zugänge zur Fahrbahn rechtzeitig so zu bestreuen, daß sie
von Fußgängern bei Beachtung der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt möglichst ge-
fahrenlos ben√ľtzt werden k√∂nnen. Die Streupflicht erstreckt sich auf die nach √ā¬ß 5 Abs. 1 zu
räumende Fläche.
2. Zum Bestreuen ist abstumpfendes Material wie Sand, Splitt oder Asche zu verwenden.
3. Die Verwendung von auftauenden Streumitteln ist verboten. Sie d√ľrfen ausnahmsweise bei
Eisregen und Glatteis verwendet werden; der Einsatz ist so gering wie möglich zu halten.
4. √ā¬ß 5 Abs. 3 und 4 gelten entsprechend.

Was heißt verboten?
Wird das kontrolliert?
Wer kontrolliert?
K√∂nnen umweltbewusste B√ľrger eine Anzeige machen?
Welche Strafe droht?
Ist in den vergangenen Jahren kontrolliert worden?
Welche Bußgelder wurden verhängt?

Viele Gr√ľ√üe

Horst P√∂litz“

Außerdem bittet er um Aufnahme in den Presseverteiler.

Datum: Fri, 29 Jan 2010 01:50:21
Hallo Herr Christof,
bitte um Aufnahme in den Presseverteiler der Gemeinde Heddesheim. Sollte Presseausweiskopie erforderlich, bitte ich um Nachricht.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen
Horst Pölitz

Am darauf folgenden Tag erhält Herr Pölitz zunächst diese email.

Datum: Fri, 29 Jan 2010 11:54:05
Sehr geehrter Herr Pölitz,
in den Verteiler f√ľr Pressemitteilungen des Rathauses werden Sie aufgenommen.
Entgegen der gestrigen Auskunft erhalten nur Redaktionen unser Mitteilungsblatt kostenlos. Sie k√∂nnen sich dieses zuk√ľnftig von der Redaktion des Heddesheimblogs geben lassen. Alternativ erhalten Sie anbei ein Bestellformular.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen

Eine Minute später folgt diese email.

„Datum: Fri, 29 Jan 2010 11:55:13
Sehr geehrter Herr Pölitz,
uns ist nicht bekannt, dass unsere B√ľrger bei Gl√§ttegefahr nicht sparsam mit Streusalz umgehen. Beim Einsatz von Streusalz muss zwischen Gefahren f√ľr die Umwelt durch Salzeintrag und Gefahren f√ľr den Menschen durch Glatteis und die damit verbundene Verkehrssicherungspflicht sorgsam abgewogen werden. Es l√§uft aktuell niemand durch die Stra√üen und kontrolliert aktiv die Art und die eingebrachte Streumittelmenge auf den Gehsteigen. Bisher sind uns von den B√ľrgern keine F√§lle von √ľberm√§√üigem Streumitteleinsatz gemeldet worden.
Im √ÉŇďbrigen bitten wir Sie, schriftliche journalistische Anfragen k√ľnftig an die Adresse gemeinde@heddesheim.de zu senden, damit sie von dort zentral bearbeitet werden k√∂nnen.
Mit freundlichen Gr√ľ√üen“

Wir veröffentlichen daraufhin diesen Bericht.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. H√§tte das heddesheimblog keinen Hinweis aus der Bev√∂lkerung bekommen und √ľber den Fall zweier stark alkoholisierten M√§dchen im Alter von 12 Jahren auf der Eisbahn berichtet – h√§tte die √Ėffentlichkeit nichts √ľber den Vorfall erfahren. Aus Sicht der Gemeinde dient dieses Schweigen „der R√ľcksicht und dem Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. Ist das so?

Kommentar: Hardy Prothmann

Das heddesheimblog musste behaarlich nachhaken, um n√§here Einzelheiten von der Gemeinde √ľber den Alkoholmissbrauch zweier 12-j√§hriger M√§dchen am vergangenen Wochenende (07. November 2009) auf der Eisbahn zu erfahren. Warum eigentlich?

Angeblich geht es um die „R√ľcksicht und den Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. „Wir hielten und halten es auf Ihre Anfrage hin weiterhin nicht f√ľr ein verantwortliches Handeln, den Vorfall in allen Einzelheiten √∂ffentlich zu machen, zumal die Eltern, die zuallererst die Aufsichtspflicht √ľber ihre minderj√§hrigen Kinder haben, kurz nach dem Vorfall, sowie das Jugendamt am 11.11.09 informiert wurden.“

Inwieweit eine Berichterstattung wie hier im heddesheimblog eine „Bedrohung“ f√ľr die betroffenen Jugendlichen darstellen k√∂nnte, erschlie√üt sich mir nicht.

Wer soll gesch√ľtzt werden? Die Kinder oder die Verantwortlichen?

Ganz im Gegenteil habe ich mit vielen Eltern gesprochen, die sehr besorgt ob dieses Vorfalls sind und nunmehr ihre Kinder nicht mehr ohne Aufsicht auf die Eisbahn lassen wollen. Weil sie Sorge haben, dass ihre Kinder vielleicht mit Alkohol in Ber√ľhrung kommen oder durch alkoholisierte Jugendliche Schaden erleiden.

Nur um „Missverst√§ndnissen“ vorzubeugen wurde die Redaktion des heddesheimblogs dann doch mit ein paar Details durch den Hauptamtsleiter und Pressesprecher Julien Christof informiert.

Was ist mit „Missverst√§ndnissen“ gemeint?√ā¬†Ganz einfach: Nur durch beharrliches Nachbohren war die Gemeinde √ľberhaupt bereit, wesentliche Informationen √ľber den Vorfall „herauszur√ľcken“. Dass sie letztlich doch informiert hat, soll nun wohl beweisen, dass Presseanfragen „freiwillig“ beantwortet werden.

Dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil hat die Redaktion handfeste Informationen, dass auf Anordnung des B√ľrgermeisters Michael Kessler das heddesheimblog bewusst und vors√§tzlich immer wieder beim Versand von Informationen an die Presse √ľbergangen wird.

Die Gemeinde hätte den Vorfall am liebsten verschwiegen.

Dieser neuerliche Vorfall aber geht weiter. Nicht nur das heddesheimblog wird nicht informiert – √ľberhaupt keine „√Ėffentlichkeit“ wurde informiert, weil die Gemeinde den Vorfall am liebsten verschwiegen h√§tte.

Zum „Schutz der Jugendlichen“? Wer√ā¬īs glaubt, wird selig.

Nat√ľrlich zum eigenen Schutz. Denn ab der Berichterstattung wird die √Ėffentlichkeit aufmerksam darauf achten, wie die Gemeinde sicher stellt, dass die anderen Jugendlichen „gesch√ľtzt“ werden – notfalls auch vor sich selbst.

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht um Kinder – zw√∂lf Jahre alt! Betrunkene Kinder! Das sind Sechstkl√§ssler. Noch dazu M√§dchen, nicht etwa „Jungs“ – f√ľr deren Fehlverhalten manche noch eher Verst√§ndnis h√§tten, obwohl fraglich ist, wieso das „eher verst√§ndlich“ sein sollte.

F√ľnf Tage nach diesem Vorfall hatte die Gemeinde immer noch keine detaillierten Informationen und begr√ľndete dem heddesheimblog gegen√ľber diese desinteressierte Haltung damit, dass die Mitarbeiter der Eisbahn „im Schichtdienst“ arbeiten und deswegen eine „vertiefende Stellungnahme“ bislang nicht m√∂glich gewesen sei.

Geht es noch kälter?

Eine „vertiefende Stellungnahme“ also. Geht es noch b√ľrokratischer, desinteressierter, k√§lter?

Im Gegenteil beschwert sich die Gemeinde √ľber einen Vorabbericht, in dem „Informationen weggelassen worden sein sollen“ – n√§mlich, dass es „seit Jahren“ ein Alkoholverbot w√§hrend der Eisdisco gibt.

Was soll das hei√üen? „Wir haben es verboten und damit darf das nicht sein?“ Zumindest liest sich das in der „vertiefenden Stellungnahme“ dann so, in der die Gemeinde auf die Hausordnung verweist.

Anstatt sich zu fragen, wie man solche Exzesse m√∂glichst etwa durch Aufkl√§rung in den Griff bekommen kann, spielen die Verantwortlichen der Gemeinde die „beleidigte Leberwurst“.

Ist das angebracht angesichts dieses dringlicheren Problems besoffener Jugendlicher, die immer j√ľnger werden?

Was nicht sein darf, ist auch nicht passiert.

√ÉŇďber die man aber nichts wei√ü oder wissen will, weil Mitarbeiter Schichtdienst haben und deswegen zun√§chst keine b√ľrokratisch-juristisch-korrekten „vertiefenden Stellungnahmen“ m√∂glich sind?

Worum handelt es sich hier? Um eine Farce? Um eine Episode aus Schilda? Um Inkompetenz? Um Desinteresse? Um die unverantwortliche Haltung einer Gemeinde, die nicht wissen will, wie es zu dem Vorfall kam und lieber alles unter den Teppich kehrt? Nach dem Motto, was nicht sein darf, ist auch nicht passiert?

Oder handelt es sich schlicht und einfach um eine √ÉŇďberforderung der Verantwortlichen, die vermeintlich abseits der sozialen Brennpunkte der Gro√üst√§dte denken, auf dem Land sei noch alles in Ordnung?

„Der verantwortliche Mitarbeiter der Eisbahn hat angemessen auf den Vorfall reagiert“, teilt Herr Christof in seiner „Stellungnahme“ mit.

Davon bin ich √ľberzeugt: Ich habe mehrere Stunden mit diesen Mitarbeitern auf der Eisbahn verbracht, um im Vorfeld der Er√∂ffnung √ľber deren Arbeit zu berichten. Die nehmen ihren Job sehr ernst und f√ľllen ihn mit gro√üem Engagement und Verantwortungsbewusstsein aus. √ā¬†Diese Frage steht also √ľberhaupt nicht zur Debatte.

Paranoide Verschwörungstheoretiker.

Zur Debatte steht das Verhalten der Gemeinde, die lieber verschweigt, statt zu informieren. Das ist in meinen Augen ein „verantwortungsloses und unangemessenes Verhalten“.

Zur Debatte steht, wie die „Eism√§nner“ bei ihrer Arbeit besser unterst√ľtzt werden k√∂nnen, damit es m√∂glichst nicht zu solchen Vorf√§llen kommt.

Werden die Verantwortlichen der Gemeinde diesen Kommentar verstehen? Eher nicht. Denn die gehen nach eigener Aussage davon aus, dass das heddesheimblog „auf jeden Fehler der Verwaltung lauert“.

So gesehen, also aus Sicht „paranoider Verschw√∂rungstheoretiker“, verstehe ich das eigene „Schutzbed√ľrfnis“ der Verantwortlichen.

Da ich als Journalist nicht zu Verschw√∂rungstheorien neige, sondern mich f√ľr Tranzsparenz einsetze, kann ich allerdings √ľber dieses Verhalten und diesen Standpunkt nur den Kopf sch√ľtteln.

Interview: Die Eisbahn ist ein sozialer Ort.

Sensation: heddesheimblog erhält Pressemitteilung

Guten Tag!

Heddesheim, 06. November 2009. Das heddesheimblog hat versucht, sich im Mai 2009 als Pressemedium bei der Gemeinde Heddesheim zu akkreditieren – das hei√üt, als Presseorgan „anerkannt“ zu werden. Das wurde zun√§chst zur√ľck gewiesen, dann best√§tigt und hat doch nicht geklappt.
Beim Kommunalrechtsamt hat das heddesheimblog um Hilfe gebeten – die wurde gew√§hrt, wenn auch unwillig durch die „Gemeinde“.
Dann wurde durch das Kommunalrechtsamt best√§tigt, dass die Gemeinde Heddesheim – also der B√ľrgermeister – bereit sei, das
heddesheimblog als Pressemedium anzuerkennen. Dann wurde das heddesheimblog verschiedentlich eingeladen – allerdings frei Schnauze.

Kommentar: Hardy Prothmann

Herr Kessler hat au√üerordentliche Schwierigkeiten, das√ā¬†heddesheimblog als Medium anzuerkennen.

Wieso kann ich das als Tatsache behaupten? Weil ich es belegen kann.

K√∂nnte ich das nicht, w√ľrde Herr Kessler sicherlich wieder seine Anw√§lte in Stellung bringen.

Das wird er in diesem Fall nicht tun.

Er wird statt dessen weiter so verfahren, wie er sich erprobterweise bisher verhalten hat.

√ÉŇďber Monate verweigerte er dem heddesheimblog die Anerkennung als Presseorgan.

Erst durch „gutes Zureden“ des Kommunalrechtsamts erreichte die Redaktion zumindest durch Schreiben des Stellvertretenden Landrats Chancengleichheit mit dem Mannheimer Morgen und anderen Presseorganen.

Dann passierte lange nichts – es wurde aber brav √ľber Kita-Er√∂ffnungen und √§hnliche Dinge informiert.

Im Zweifel besinnt sich Herr Kessler auf sein erprobtes Verhalten – er macht, was er denkt und ignoriert die Gesetzeslage.

Denn er weiß, dass er erst zur Rechenschaft gezogen werden wird, wenn es verwaltungsgerichtliche Klagen gäbe, die sind teuer und damit pokert er.

Soll er.

Er macht, was er will und das heddesheimblog schreibt das auf.

Am 4. November erscheint im heddesheimblog ein Kommentar √ľber die Zukunft der Hauptschule in Heddesheim.

Ebenfalls am 4. November ver√∂ffentlichen die Gemeinden Heddesheim und Hirschberg eine „Pressemitteilung“.

Diese geht anderen Medien sofort zu – nicht aber dem heddesheimblog.

Erst auf Anforderung am Abend des 5. Novembers 2009 geht der Text ein. Da hatte die „Konkurrenz“, also der MM, auf Grund der unfairen Bevorzugung, schon berichtet.

Die Pressemitteilung schickt der neue Hauptamtsleiter Julien Christof mit „freundlichen Gr√ľ√üen“ am Abend des 5. Novembers 2009 auf Nachfrage durch die Redaktion.

Die Redaktion des heddesheimblogs „bedankt“ sich f√ľr diesen sensationellen „Service“ ausdr√ľcklich bei Herrn Julien Christof.

Denn gegen√ľber Herrn Christof hatte die Redaktion bereits mehrfach auf die Missst√§nde in Sachen √Ėffentlichkeitsarbeit hingewiesen und Herr Christof hat sich immer scheinbar „gespr√§chsbereit“ gezeigt.

„Scheinbar“, weil es seitdem keine erkennbare Anstrengung gab, ordentlich zu informieren.

Tats√§chlich h√§lt die Redaktion des heddesheimblogs auf Grund der bisherigen Erfahrungen die Aussagen des Herrn Julien Christof f√ľr Lippenbekenntnisse.

Im Gegenteil gehen ich davon aus, dass Herr Christof wie auch sein Dienstherr Michael Kessler auf die Pressefreiheit nicht viel geben.

Das ist bedauerlich. F√ľr beide M√§nner.

Denn aus Sicht der Redaktion haben Sie beide grundsätzlich das Wesen unserer Demokratie nicht hinreichend verstanden.

Sicherlich sind die beiden Herren „anderer Meinung“ – vielleicht sogar „emp√∂rt“ √ľber unsere Aussage. Wor√ľber also? √ÉŇďber sich selbst?

Unsere Meinung sowie die sicherlich kontroversen des Herrn Kessler und des Herrn Christof sind voraussichtlich nach Artikel 5 GG gesch√ľtzt.

Meine pers√∂nliche Meinung ist: Das, was die Herren Kessler und Christof „abziehen“ hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.

Beide behindern durch „Ungleichbehandlung“ der Presse die M√∂glichkeit auf eine freie Meinungsbildung.

Leider kann ich keinen „konkreten“ Vorsatz behaupten. Daf√ľr br√§uchte ich einen handschriftlichen Zettel oder Zeugen, die best√§tigen:√ā¬†„Keine Information ans heddesheimblog…“

Die habe ich nicht – auch wenn ich dazu Hinweise habe.

Daf√ľr kann ich aber einen „latenten“ Vorsatz behaupten. Den kann ich durch schriftliche Dokumentationen und durch ver√∂ffentlichte Berichte hinreichend belegen.

Und auf Grund dieser Belege kann ich behaupten: Der Heddesheimer B√ľrgermeister Michael Kessler missachtet die Pressefreiheit.

Oder anders: Herr B√ľrgermeister Michael Kessler ist an Pressefreiheit nicht interessiert.

Oder: Herr B√ľrgermeister Kessler informiert ausschlie√ülich die „ausgew√§hlte Presse“.

Falls ich mich irren sollte, wird mich Herr B√ľrgermeister Michael Kessler durch Schreiben von „seinen“ Anw√§lten dar√ľber unterrichten.

Notizen aus dem Rathaus


Guten Tag!

Heddesheim, 14. September 2009. Das heddesheimblog f√ľhrt eine neue Reihe ein: Notizen √ľber und aus dem Rathaus. In dieser Kolumne schreibt die Redaktion Notizen auf. Mehr nicht.

Am 04. September 2009 haben wir dem k√ľnftigen Chef der Hauptverwaltung im Heddesheimer Rathaus, Julien Christof, eine email geschickt. Also vor zehn Tagen. Der Inhalt: Die Einladung, Termine der Verwaltung (die wichtigen) k√ľnftig direkt in unseren Terminkalender einzutragen. Das notwendige Passwort haben wir mitgeschickt.

Seit diesem Tag gab und gibt es keinen einzigen wichtigen Termin f√ľr das Rathaus, der eingetragen werden musste. Zumindest ist bis heute weder die email beantwortet noch ein wichtiger Termin eingetragen worden.

Redaktion heddesheimblog