Donnerstag, 21. September 2017

Mediennutzung und Medienkompetenz bei Jugendlichen

Internet ist Leitmedium bei Jugendlichen

Stuttgart/Rhein-Neckar, 20. Juni 2014. (red/ld) Kommunikations- und Unterhaltungsmedium, Informationsquelle oder Statussymbol: Das Internet ist f√ľr Jugendliche das Medium Nummer eins und liegt damit noch vor dem Fernsehen und dem Radio. Weniger nutzen dagegen Printmedien wie Zeitung oder B√ľcher. Das ist das Ergebnis einer Studie des medienp√§dagogischen Forschungsverbunds S√ľdwest. [Weiterlesen…]

Widerspruch bis Ende März möglich

Bundeswehr erhält persönliche Daten

Mannheim/Rhein-Neckar, 24. Februar 2014. (red/jsc) Alle Meldebeh√∂rden sind nach dem Soldatengesetz (SG) dazu verpflichtet einmal im Jahr Daten von Personen deutscher Staatsangeh√∂rigkeit, die im n√§chsten Jahr vollj√§hrig werden, dem Bundesamt f√ľr Personalmanagement der Bundeswehr zu √ľbermitteln. Die davon betroffenen Jugendlichen k√∂nnen hiergegen Einspruch einlegen. [Weiterlesen…]

Rund 4.700 Euro wurden f√ľr Bed√ľrftige gesammelt

Sternsinger zogen am Sonntag durch Heddesheim

Sternensinger Heddesheim

Sternensinger Heddesheim

 

Heddesheim, 08. Januar 2013. (red/pm) Am Sonntag zogen 61 Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch Heddesheim und sammelten Spenden f√ľr Bed√ľrftige. Sie sangen und sprachen ihren bekannten Segen aus. Die Organisatorin¬†Ursula Fritz-Klumpp¬†ist sehr zufrieden mit der Aktion.¬†

Von Ursula Fritz-Klumpp

Fragt man Charlotte Heinz nach ihrer Motivation, bei den Sternsinger mitzumachen, ist ihre Antwort eindeutig:

Weil man dadurch armen Kindern helfen kann.

‚ÄěAu√üerdem macht es Spa√ü und man darf sich verkleiden‚Äú, erg√§nzt Stella Butkovic. Segen bringen, Segen sein, unter diesem Motto waren am 6. Januar 61 Kinder und Jugendliche in Heddesheims Stra√üen unterwegs. In 200 angemeldeten Haushalten sangen sie ihre Lieder, sprachen den Segen und schrieben ihr Zeichen mit Kreide an die T√ľr: 20+C+M+B+13. Dies steht f√ľr die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segensspruches: Christus mansionem benedicat: Christus segne dieses Haus.

Besonders stolz bin ich auf mein Begleiterteam.

schw√§rmt die Organisatorin Ursula Fritz-Klumpp, denn die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich f√ľr die Aktion engagiert w√§chst best√§ndig und ist eine unabdingbare St√ľtze in der Vorbereitung und Durchf√ľhrung. Und nicht nur das. Als abzusehen war, dass die gro√üe Zahl der angemeldeten Haushalte von den Sternsingerkindern allein nicht zu bew√§ltigen gewesen w√§re, schl√ľpften kurzerhand 4 Begleiter selbst noch einmal in die Gew√§nder und sangen f√ľr den guten Zweck.

Wir wollen damit ein deutliches Zeichen setzen, dass Sternsingen wichtig ist. Ohne Menschen, die sich einsetzen ist diese Aktion nicht durchf√ľhrbar

erkl√§rt Rebecca Pfenning. So kam an diesem Tag die stolze Summe von insgesamt 4.700 Euro zusammen. Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 55. Aktion Dreik√∂nigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die M√§dchen und Jungen auf das diesj√§hrige Aktionsthema ‚ÄěGesundheit‚Äú vorbereitet. Wie √ľberall in Deutschland machten sie deutlich, dass Kinder √ľberall auf der Welt das Recht auf medizinische Versorgung haben. Die Finanzierung von Gesundheitsstationen in l√§ndlichen Gegenden, die Unterst√ľtzung von Vorsorgeuntersuchungen und kostenfreier Behandlungen von M√§dchen und Jungen in medizinischen Einrichtungen, die F√∂rderung von Aufkl√§rungsprogrammen in den Bereichen Hygiene, Ern√§hrung und Pr√§vention, die Anschaffung von medizinischem Ger√§t oder die Ausbildung von √Ąrzten und Krankenpflegern ‚Äď zahlreiche Projekte werden von den Sternsingern im Themenbereich bereits unterst√ľtzt.

Spendensammlung f√ľr Projekte in Tansania und anderen L√§ndern

Doch nicht nur die Kinder in den Projekten in Tansania profitieren vom Einsatz der kleinen K√∂nige in Deutschland. Stra√üenkinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, M√§dchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen k√∂nnen, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Fl√ľchtlingslagern oder ohne ein festes Dach √ľber dem Kopf aufwachsen ‚Äď Kinder in mehr als 100 L√§ndern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterst√ľtzt werden. Gemeinsam mit ihren jugendlichen und erwachsenen Begleitern haben sich auch die Sternsinger aus Heddesheim auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die N√∂te und Sorgen von Kindern rund um den Globus und sorgen mit ihrem Engagement f√ľr die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. Sie sind eben ein Segen!

Zahl der Kinder und Jugendlichen im Wahlkreis Weinheim aber r√ľckl√§ufig

Ilvesheim legt bei den Einwohnern am stärksten zu Рauch bei den Kindern

Nicht nur den Kommunen, auch den Vereinen gehen die Kinder aus.

 

Rhein-Neckar/Heidelberg, 23. M√§rz 2012. (red/cr) Nach einer Information des Landratsamts leben immer weniger Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren im Rhein-Neckar-Kreis. Am wenigsten Kinder und Jugendliche gibt es im Stadtkreis Heidelberg mit lediglich nur noch 13 Prozent. Wir haben uns die Zahlen f√ľr die Kommunen im Wahlkreis 39, Weinheim, besorgt. Danach f√ľhrt Ilvesheim beim Kinderzuwachs sehr deutlich in absoluten Zahlen – Schlusslicht ist Weinheim.

Der Wahlkreis Weinheim umfasst die Gemeinden Dossenheim, Heddesheim, Hemsbach, Ilvesheim, Ladenburg, Laudenbach, Schriesheim, Weinheim, Edingen-Neckarhausen und Hirschberg.

Die Einwohnerzahl des Wahlkreises Weinheim ist, nach Unterlagen des Statistischen Landesamts Baden-W√ľrttemberg in den Jahren 2007 bis 2010 um 1.737 Einwohner gestiegen. Die Zahl der Kinder unter 18 Jahren hingegen ist um 105 Personen zur√ľckgegangen.

Von den zehn Gemeinden im Wahlkreis k√∂nnen lediglich vier einen Zuwachs verbuchen – sowohl bei der Gesamteinwohnerzahl, als auch bei Kindern und Jugendlichen. Vier Gemeinden haben eine wachsende Einwohnerzahl, aber immer weniger Kinder. In sechs Gemeinden leben weniger Kinder als noch vor ein paar Jahren. In Laudenbach und Weinheim ist sowohl die Einwohnerzahl, als auch die Zahl der Kinder r√ľckl√§ufig.

Entwicklung der Gemeinden von 2007 bis 2010 im √úberblick:

Gemeinde Kinder Gesamt
01. Ilvesheim 236 703
02. Dossenheim 107 499
03. Hirschberg 52 134
04. Edingen-Neckarhausen 19 252
05. Heddesheim -64 65
06. Hemsbach -54 60
07. Schriesheim -34 53
08. Ladenburg -24 40
09. Laudenbach -72 -59
10. Weinheim -271 -10

Alle Gemeinden befinden sich im Wettbewerb um junge Familien – so sind in den vergangenen Jahren einige Neubaugebiete entstanden, die neue Einwohner anlocken sollen. Allerdings sind Kinder f√ľr die Gemeinden durch Zusch√ľsse zu Betreuungskosten auch ein Kostenfaktor. Insgesamt geht man aber bei den Gemeinden davon aus, dass man Zuz√ľge braucht, um durch Steuereinahmen die Gemeindekasse aufzubessern.

Auch die Vereine brauchen Nachwuchs und haben durch die Entwicklung teils große Probleme, ausreichend Nachwuchs zu finden.

Hexennacht ohne besondere Vorkommnisse


Guten Tag!

Ladenburg, 02. Mai 2011. (red) Die Polizei war gut vorbereitet – vor allem pr√§ventiv sollte verhindert werden, dass es Straftaten und „√ľblen Streichen“ in der Hexennacht kommt. Das Ergebnis ist erfreulich: Die Polizei musste nur in ein paar F√§llen „eingreifen“ – insgesamt verlief die Nacht zum ersten Mai sehr ruhig.

Von Hardy Prothmann

Im „Lagezentrum“, einem Geb√§ude hinter dem eigentlichen Revier, haben Revierleiter Frank Hartmannsgruber und Einsatzleiter Steffen Hildebrand zun√§chst eine Besprechung mit den insgesamt 26 Beamten, die zus√§tzlich zur normalen Schichtst√§rke von sechs Beamten, im Einsatz sind, darunter drei Jugendsachbearbeiter.

„Wir trennen das, damit der Betrieb in der Zentrale nicht gest√∂rt wird“, sagt Frank Hartmannsgruber.

Lagezentrum der Polizei. Bild: ladenburgblog.de

Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand erl√§utert die Strategie: „Wir werden schon sehr fr√ľh zu Fu√ü und mit Streifen Pr√§senz zeigen und au√üerdem aktiv auf die Jugendlichen zugehen. Das Motto ist klar: Die Jugendlichen sollen gerne feiern – aber ohne Folgen f√ľr sich und andere.“

Deshalb sprechen die Beamte die Jugendlichen an, kontrollierten bei Verdacht auch.

Ebenfalls im „Einsatz“: Streetworkerin Esther Wichers und der ehrenamtliche Streetworker Kurt Mumme. Die beiden sprechen sich nat√ľrlich mit der Polizei ab, machen ihren „Job“ aber unabh√§ngig von den Beamten: „Wir sind f√ľr die Jugendlichen da und holen sie runter, falls das sein muss“, sagt Frau Wichers. Die Sozialp√§dagogin kennt die „Szene“. „Wir setzen uns daf√ľr ein, dass sie keinen Stress bekommen.“

Kurt Mumme erkl√§rt, warum er sich so engagiert: „Ich hatte es nicht einfach in meiner Jugend und deswegen kann ich die Jugendlichen gut verstehen. Ich finde, die sollen ihre Jugend genie√üen. Reden, zuh√∂ren und verstehen, hilft.“ Als es 2007 „√É‚Äěrger in der Weststadt“ gegeben hatte, stand sein Entschluss, sich f√ľr die Jugend einzusetzen.

Kurt Mumme unterst√ľtzt Sozialp√§dagogin Esther Wichers. Bild: ladenburgblog.de

Nach dem Pressetermin bin ich am Neckar. Drei Heddesheimer Jungs warten dort auf Freunde. Six-Packs stehen neben ihnen. Ich will wissen, ob sie schon „Kontakt“ zur Polizei hatten. „Ja, die waren sehr freundlich. Wir k√∂nnen uns nicht beschweren.“ Der andere sagt: „Naja, sie haben uns einen „Feigling“ abgenommen, aber das ist schon ok, der war eh f√ľr einen Kumpel, der nicht kommt.“ Sie finden die Kontrollen in Ordnung: „Wir haben keinen Bock auf Stress, sondern wollen gepflegt feiern. Die Polizei macht nur ihre Arbeit, es gibt ja leider Leute, wegen denen das n√∂tig ist.“

Es ist 20:30 Uhr. Und nur wenige Jugendliche sind unterwegs. Mit 15 Grad ist es nicht gerade warm. Die drei √ľberlegen auch, ob sie nach Heidelberg weiterziehen. Am Bahnhof ist ordentlich Betrieb – die Idee haben viele.

Die Bilanz am Sonntag nach dem Einsatz: Zwei mal wurden Zigaretten abgenommen, f√ľnf Mal hochprozentiger Alkohol bei unter 18-j√§hrigen. Ein betrunkener Radfahrer, der seinen F√ľhrerschein schon zuvor hatte abgeben m√ľssen, durfte seine Wackelfahrt nicht fortsetzen. Au√üerdem wurde eine EC-Karte sichergestellt, die ein Jugendlicher dabei hatte und zu der er keine plausiblen Angaben machen konnte.

In Seckenheim schlichtete die Polizei eine Rangelei. Dank der Information durch einen Busfahrer war man schnell zur Stelle. „Einen 14-j√§hrigen mit „Artikulationsschwierigkeiten“ haben wir den Eltern √ľberstellt“, sagt Frank Hartmannsgruber.

In den Vorjahren waren Eier an Hausw√§nde geworfen worden – solche oder andere Sch√§den waren gestern noch keine gemeldet worden. Insgesamt ist die Polizei mit ihrem Einsatz und dem Verhalten der Jugendlichen sehr zufrieden. Auch in Heidelberg verliefen die Mai-Feiern „st√∂rungsfrei“.

168 Stunden online? – Jugendliche im Internet


Screenshot von YouTube

Screenshot von YouTube

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 12. M√§rz 2011. Facebook, Skype, SchuelerVZ – Jugendliche bew√§ltigen einen Gro√üteil ihrer „sozialen Kontakte“ √ľber diese Internet-Dienste. Aber wie sieht das typische Verhalten von Jugendlichen im Internet eigentlich genau aus? Unser Praktikant Paul Maa√ü hat das f√ľr uns dokumentiert. Eine Woche lang – 168 Stunden. Insbesondere Eltern d√ľrften sehr daran interessiert sein, was ihre „Kids“ im Netz so „anstellen“. [Weiterlesen…]

Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – Was das ist und was er bedeutet


fsk18

Ob eine Kennzeichnung im Internet so aussehen wird, wie dieses FSK-Logo, ist noch unklar. Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Dezember 2010 (cm). Ab dem 01. Januar 2011 tritt eine aktualisierte Version des „Jugendmedienschutz-Staatsvertrags“ (JMStV) in Kraft. Wir sind der Frage nachgegangen, was es mit dem JMStV √ľberhaupt auf sich hat. Was bedeutet er f√ľr Anbieter von Telemedien? Welche Bedeutung hat er f√ľr Eltern und insbesondere Jugendliche?

Wie der Name des Staatsvertrags bereits verdeutlicht, geht es um den Schutz Jugendlicher vor den Medien. Ein wichtiges Anliegen. Die Novellierung wird jedoch seit einigen Wochen scharf kritisiert. Ihren H√∂hepunkt erreichte die Kritik vor wenigen Tagen. Doch f√ľr wen hat der JMStV √ľberhaupt eine Bedeutung?
Kurz gesagt: Er betrifft jeden.

Der JMStV aus Sicht von Telemedienanbietern

Den gr√∂√üten Einfluss nimmt der JMStV auf Rundfunkanbieter und sonstige „Telemediendienste“. Dies umfasst also Fernsehen, Radio aber auch Internetseiten oder Blogs.

Der JMStV soll sicherstellen, dass Jugendliche keinen „entwicklungsbeeintr√§chtigenden“ Inhalten ausgesetzt werden. Als Beispiel w√§re hier Pornografie zu nennen.

Mit dem neuen JMStV werden diese Bedingungen versch√§rft. So kann es beispielsweise notwendig werden, die Inhalte der eigenen Homepage einer bestimmten Altersgrenze zuzuordnen. Eine grunds√§tzliche Pflicht zur Kennzeichnung besteht f√ľr die Anbieter nicht. Diese Regelung kennt jedoch Ausnahmen.

Der JMStV aus Sicht der Eltern

F√ľr Erziehungsberechtigte wird sich durch den novellierten JMStV erst einmal wenig √§ndern. Interessant wird es erst, wenn auf den PCs der Kinder Filtersoftware installiert ist, die diese vor „problematischen“ Seiten fernhalten soll. Diese Software erfasst nicht alle Seiten. Durch die Kennzeichnungspflicht soll sich diese Situation aber √§ndern.

Zuk√ľnftig sollen die verschiedenen Programme anhand der Kennzeichnung erkennen, ob eine Seite freigegeben werden darf – oder nicht. Ein absoluter Schutz wird nach einhelliger Meinung von Experten dennoch nicht m√∂glich sein. Zudem gibt es viele „Tricks“, wie der Schutz umgangen werden kann.

Der JMStV aus Sicht der Jugendlichen

F√ľr die meisten Jugendlichen d√ľrfte der neue JMStV keine Rolle spielen. Seiten, die zuvor nicht erreichbar waren, werden es auch jetzt nicht sein. Die Lieblings-Websites werden sich entweder gar nicht oder nur geringf√ľgig ver√§ndern. So kann beispielsweise eine Alterskennzeichnung auf manchen Websites erscheinen. Gemeint ist damit ein kleines Symbol, das zeigt, ab welchem Alter die Inhalte geeignet sind. Ob eine optische Kennzeichnung tats√§chlich in Kraft tritt, ist noch nicht abschlie√üend gekl√§rt.

Weiterf√ľhrende Informationen sowie eine ausf√ľhrliche „Frage-Antwort-Liste“ (FAQ) bietet die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter(FSM).

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Gabis Kolumne

Die Normalität von sozialen Netzwerken

//

 

Guten Tag!

Heddesheim, 22. November 2010. Soziale Netzwerke sind voll im Trend. So gut wie alle Kinder und Jugendlichen haben damit zu tun. Fragt sich nur, was man selbst damit zu tun hat, ob man alles versteht und wie man den Kindern den Umgang damit beibringt, meint Gabi.

Vor ein paar Wochen habe ich geschrieben, dass ich mich den Sozialen Netzwerken annähere. Vorsichtig habe ich mich herangetastet. Ich muss gestehen, dass ich mich der Fazination kaum erwehren konnte. Ich habe gechattet, sogar mal was gepostet, wie es so schön heißt. Mein Freundeskreis ist stetig gewachsen. Das zu mir.

snfacebook

Facebook. Aus einem Studentenjahrbuch-Verzeichnis wurde die größte Online-Community der Welt.

Auch meine Kinder sind in sozialen Netzwerken unterwegs: Sch√ľlerVZ und Facebook und wer-kennt-wen. Nat√ľrlich haben wir es zu Hause thematisiert, auf die Gefahren hingewiesen und davor gewarnt, Bilder zu ver√∂ffentlichen.

Die Gefahren im Netz sind subtiler.

Auch wei√ü ich von Freunden und Bekannten, dass deren Kinder hier „unterwegs“ sind. Letztendlich sehen wir es aber recht locker, was kann hier schon passieren? Ist es nicht rein virtuell und nichts gegen die Gefahren, denen unsere Kinder im tats√§chlichen Leben ausgesetzt sind?

Doch die Gefahren, die hier lauern, sind viel subtiler. Wie erkennt man, was wer ernst meint? Wo hört der Spaß auf? Ist ein Freund wirklich ein Freund?

Jugendliche berichten √ľber Saufgelage, stellen davon Bilder ins Netz, nehmen politische Haltungen ein, provozieren. Um cool zu sein, aufzufallen, sich abzugrenzen. Dass sie sich damit auch inszenieren und von au√üen nicht immer erkennbar ist, wo der Spa√ü aufh√∂rt und der Ernst anf√§ngt – ist ihnen das klar? Wirklich bewusst?

sntwitter

Twitter – ein Kurznachrichtendienst im Internet.

Was man im Internet ver√∂ffentlicht, daf√ľr ist man letztendlich verantwortlich. Und man stellt eine √Ėffentlichkeit her. Denn, wer teilweise einige hundert Freunde und mehr sein eigen nennt, wird kaum noch ein √ÉŇďberblick dar√ľber haben und kann nicht davon ausgehen, dass alles nur im „stillen K√§mmerlein“ passiert.

„Ich habs nicht so gemeint“, gilt nicht.

Lockere, coole Spr√ľche sind an der Tagesordnung. Was passiert, wenn cool nicht mehr cool ist, sondern rassistisch? „Ich hab‚Äôs nicht so gemeint“, ist schnell gesagt. Aber letztendlich kann man ja nur an den eigenen Worten gemessen werden. Vor allem dann, wenn man es √∂ffentlich macht.

Soll ich meinen Kindern die Netzwerke jetzt verbieten? Gilt es nicht eher mit ihnen dar√ľber zu reden und sie aufzukl√§ren?

Wir wissen heute alle, dass sich Personalchefs gerne im Facebook oder Studi-VZ tummeln. Welches Bild möchte man dann hier nach Außen abgeben?

Wer rechts- oder auch linksextreme Aussagen t√§tig, muss damit rechnen, dass man ihn oder sie f√ľr Ernst nimmt. Und wollen das Jugendliche nicht eigentlich?

Andererseits geh√∂rt zum jung sein, auch √ľber das Ziel hinaus zu schie√üen. Das habe ich getan, das machen immer wieder meine Kinder. Wichtig ist dabei immer wieder Grenzen zu erkennen. Sich betrinken tut sich fast jeder mal in seiner Jugend (oder auch sp√§ter), l√§sst man sich aber volllaufen und besch√§digt sich, andere oder Dinge, hat das eine ganz andere Brisanz.

snfbgroß

Die Frage ist meist nicht, ob man oder ob man nicht, sondern wie man mit Facebook umgeht.

Wie können wir unseren Kinder, in einer Welt, die so zwischen Virtualität und Realität hin- und herspringt, begreiflich machen, wo hier die Gefahren liegen, wo wir doch selbst in dieser Welt meist Fremde sind?

Quatsch ist erlaubt – aber auch ein sauberes Image.

Ich kann meinen Kindern nur den Rat geben, dass sie nur das veröffentlichen, zu dem sie wirklich stehen können. Und wenn es Quatsch ist, muss es auch als Quatsch erkennbar bleiben.

Klar ist, dass soziale Netzwerke f√ľr unsere Kinder normal sind. Klar ist aber auch, dass es darin normal zugehen sollte.

F√ľr mich sind soziale Netzwerke noch neu und ich n√§here mich an. Vorsichtig. Das versuche ich auch meinen Kindern beizubringen.

Und klar Рdie sozialen Netzwerke bieten auch jede Menge Vorteile. Einer ist gerade der, der auch problematisch sein kann: Der öffentliche Austausch mit anderen.

***

Und eine F√ľlle von Informationen, die man f√ľr das echte Leben nutzen kann, warten im Internet neben all dem Schrott, den es dort auch gibt. Damit unterscheidet sich das Internet nicht wirklich vom realen Leben.

Der entscheidende Unterschied ist der der Dokumentation – was im Internet gepostet wird, kann man zwar wieder l√∂schen. Ob es damit aus der Welt ist? H√§ufig nicht. Denn Informationen werden kopiert, an anderer Stelle wieder eingef√ľgt.

Auch ich muss lernen, Herrin √ľber die Informationen zu bleiben, die ich pflege und die andere √ľber mich haben. Das ist eine ganz sch√∂n verantwortliche Aufgabe, die ich wie meine Kinder erst gerade lerne.

gabi

Alles gut beim Straßenfest? Von wegen!

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Juni 2010. Das diesj√§hrige Stra√üenfest ist ohne „besondere“ Vorkommnisse verlaufen – zumindest offiziell. Die Redaktion hat sich mit Anwohnern getroffen, die ganz anders dar√ľber denken. Ein Erfahrungsbericht.

Martina M√ľller* schreibt uns:

IMG_1307st101

Keine besonderen Vorkommnisse auf dem Straßenfest... und sonst? Bild: heddesheimblog

„Ich wohne jetzt schon fast zehn Jahre in Heddesheim und war noch nie auf dem Stra√üenfest und werde da auch nicht hingehen. Der Grund ist ganz einfach: Die Belastungen im Zusammenhang mit diesem „Fest“ √§rgern mich zutiefst.

Dieses Jahr hatten wir Gl√ľck. Etwa ab 02:30 Uhr konnten wir dann schlafen, weil die letzten Gr√∂hler verschwunden waren. Naja, Gl√ľck. Das ist so eine Frage der Definition. Nachdem wir diverse Flaschen aus unserem Garten entfernt, Kippen, Verpackungsm√ľll aufgesammelt und die Kotze auf dem Weg weggemacht haben, waren die ersten Folgen beseitigt.

Dieses Jahr sind keine Flaschen zu Bruch gegangen. F√ľr unsere pubertierende Tochter sind die Glasscherben kein Problem – f√ľr unseren kleinen Sohn und unsere Katzen schon.

Die Pissmarkierungen an unserem Gartenzaun bleicht hoffentlich die Sonne in den nächsten Monaten aus.

Wir f√ľhlen uns manchmal ohnm√§chtig, weil wir das alles nicht begreifen: Warum ist das so, dass die Menschen so wenig Respekt haben? Leider auch vor allem Jugendliche?

Wir f√ľhren ein normales Leben, pflegen unser Anwesen, haben Freude am Garten und versuchen, alles gut und richtig zu machen.

M√ľssen wir uns gefallen lassen, dass irgendwelche Idioten Graffiti an unseren Zaun spr√ľhen, uns in den Vorgarten kotzen, gr√∂hlend durch die Gassen ziehen und unser Grundst√ľck als „M√ľlleimer“ missbrauchen?

Anscheinend schon. Denn alle Bem√ľhungen nutzen nichts.

Mein Mann hat schon dutzende Male versucht, mit diesen Menschen zu reden. Er hat ihnen auch schon gedroht. Die Schimpfw√∂rter, mit denen er bedacht worden ist, will ich gar nicht alle wiederholen, aber ein Satz klingelt mir noch in den Ohren: „Hau doch ab, Du Wichser“, ausgesprochen von einer 14-J√§hrigen.

F√ľr mich steht da die Welt Kopf. Ich verstehe das irgendwie nicht mehr. Wie kann das sein?

Wir haben auch schon die Polizei gerufen, nicht nur einmal. Manchmal konnten die helfen, meistens nicht.

Ein Polizist hat meinem Mann mal geraten: „Wenn es dunkel ist und es keiner sieht, dann verpassen Sie denen mal eine, die merken sich das.“

Kann das sein? Aufruf zur Selbstjustiz durch einen Polizisten als „Probleml√∂sungsstrategie“?

Mein Mann hat den Ratschlag nicht befolgt.

Feste sind gut und sicher wichtig. Schlecht und nicht richtig sind die Folgen.

Und bald gibt es das Altstadtfest in Ladenburg, dann werden wir wieder „keine besonderen Vorkommnisse“ beseitigen m√ľssen. An Halloween sind schon mehrmals Eier gegen Hausw√§nde in der Nachbarschaft geschleudert worden. Ist das witzig? Macht das Spa√ü?

Wie alle anderen haben wir das bislang hingenommen. Aber das wollen wir nicht mehr, deswegen wenden wir uns an die √Ėffentlichkeit.

Mit dem dringenden Appell, mehr aufeinander R√ľcksicht zu nehmen.

Und mit der Bitte an die Beh√∂rden, nicht nur das „Fest“ im Blick zu haben, sondern auch das Umfeld.

Sonst hei√üt es weiter, es habe „keine besonderen Vorkommnisse“ gegeben. Diese Aussage kann man nur treffen, wenn man nichts sehen, h√∂ren oder wissen will.“

Anmerkung der Redaktion:
Der *Name wurde von uns ge√§ndert. Die Familie lebt im Neubaugebiet G√§nsgr√§ben. Die Familie m√∂chte sich an die √Ėffentlichkeit wenden, aber gesch√ľtzt bleiben.

Lesetipp: Wie die Polizei in Ladenburg „durchgreift“

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Mai 2010. In Ladenburg gab es Beschwerden von Jugendlichen √ľber das Auftreten der Polizei – der Ladenburger Polizeichef Frank Hartmannsgruber hat sich dazu im Interview ge√§u√üert.

Wie in Heddesheim auch, sind in Ladenburg leider einige Fälle von Vandalismus aufgetreten Рdie Polizei reagiert mit verstärkter Präsenz.

Vor kurzem haben sich Jugendliche gegen√ľber der Redaktion vom ladenburgblog deswegen beschwert – auch die Heddesheimer Jugend „feiert“ gerne auf der Festwiese in Ladenburg. Der neue Ladenburger Revierleiter Frank Hartmannsgruber hat dem ladenburgblog dazu ein Interview gegeben.

Das Interview finden Sie hier: Das ladenburgblog sowie einen Kommentar von Hardy Prothmann und seinem „spannenden“ Verh√§ltnis zur Polizei.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Herr Biedermann und sein Bericht – tr√ľbe Aussichten ohne „Defizite“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. April 2010. Die Jugendarbeit in Heddesheim hat einen Namen: Ulrich Biedermann. Damit ist der Inhalt der Sitzung des Jugendausschuss treffend wiedergegeben. Oder vielleicht nicht ganz: Berichtet wurde √ľber die Jahre 2008 bis 2009. Die „Perspektiven“ f√ľr 2010 sind eher d√ľster. Ulrich Biedermann erwartet noch mehr Arbeit, als er schon hat.

Kommentar: Hardy Prothmann

Gestern schrieb eine Leserin per email an die Redaktion. Sie bezog sich auf einen Artikel im Mannheimer Morgen und sah wichtige Fragen nicht beantwortet.

Da ging es ihr wie uns. Die Sitzung des Jugendausschusses war nicht einfach nur eine Sitzung Рsie wirft Fragen auf. An den Antworten arbeitet die Redaktion. Dazu gehört auch, sich die Fragen von LeserInnen zu eigen zu machen.

Fragen einer Leserin.

Unsere Leserin, Mutter von drei Kindern, schreibt:

„K√∂nnen Sie mir erkl√§ren, warum das Jugendhaus genau in der Zeit (Sommerferien), in der es Jungendliche nach meiner Meinung zum Teil dringender ben√∂tigen als sonst, immmer 4 Wochen schlie√üt?“

Die Erkl√§rung ist einfach: „In den Sommerferien hat das Jugendhaus Just vier Wochen zu. Dann ist auch f√ľr Sozialarbeiter und Just-Leiter Ulrich Biedermann Urlaubszeit“, schreibt der Mannheimer Morgen.

Was der MM nicht schreibt – wenn Herr Biedermann fehlt, ist auch das „Just“ zu.

„Selbst wenn berufst√§tige Eltern keinen gemeinsamen Urlaub machen w√ľrden, k√∂nnten Sie immer noch keine 13 Wochen Schulferien √ľberbr√ľcken.
Ich habe das jetzt schon einige Jahre immer wieder im MM gelesen und nie verstanden, warum dies angeblich niemanden st√∂rt. Aber vielleicht ist auch das eine Heddesheimer Spezialit√§t – so wie das Ferienprogramm der Vereine, das meistens am Wochenende stattfindet.“

Heile Welt.

Die Antwort darauf ist auch einfach. St√∂rend werden wohl eher kritische Fragen empfunden – das bietet der MM nicht, daf√ľr aber eine heile Welt:

„Erfreulich hingegen: Auch einige zuletzt als problematisch aufgefallene Jugendliche h√§tten wieder den Weg ins Just gefunden, wie Walter Gerwien, CDU-Gemeinderat und Jugendsachbearbeiter im Polizeiposten Heddesheim, beobachtet hat.“

Bei dieser Berichterstattung sind leider zwei Dinge problematisch: Es wird etwas als „erfreulich“ eingestuft und unrecherchiert √ľbernommen. H√§tte eine Recherche stattgefunden, w√§re dies mindestens mit einem Satz erw√§hnt worden.

Und dann wird halbrichtig etwas berichtet, dass sich zun√§chst positiv lie√üt: „Zugenommen hat laut Biedermann auch die Zahl der Eltern, die im Just Beratung in Erziehungsfragen suchen“, steht es im MM. Die Information, dass viele dieser Eltern „erscheinen m√ľssen“, h√§tte vielleicht die positive Wirkung der „Information“ geschm√§lert.

Gänzlich seltsam ist es, wenn der MM berichtet:
„Bis 2006 wurde er, anstelle der „FSJ-lerin“, von Studentinnen im Praktikum unterst√ľtzt: alle sechs Monate eine „Neue“. Die Umstellung auf die Freiwilligen im Sozialen Jahr brachte mehr Kontinuit√§t ins Just, wie Biedermann am Dienstagabend dem Jugendausschuss des Gemeinderats berichtete. „Eine Verbesserung“ folglich, denn gerade den M√§dchen soll die Zweite im Team Vertrauensperson sein. 2008 schrumpfte das Just dennoch f√ľr ein paar Monate zur „One-Man-Show“: Der FSJ-Mitarbeiterin hatte sich vorzeitig eine Job-M√∂glichkeit geboten.“

Auch diese Wiedergabe ist der √§u√üeren Form nach korrekt. Nachgedacht ist es nicht: „Eine Verbesserung“ folglich…schrumpfte das Just….zur „One-Man-Show.“

Verbesserung?

Was soll das hei√üen? Das System, das eine Verbesserung darstellen soll, f√ľhrt dazu, dass Ulrich Biedermann pl√∂tzlich alle Aufgaben alleine bew√§ltigen muss? Ist das folglich eine „Verbesserung“?

Damit √ľberhaupt etwas funktioniert, braucht das „Just“ Unterst√ľtzung durch Vereine, ehrenamtliche Helfer und auch die Polizei.

Ulrich Biedermann tr√§gt vor, was im und ums „Just“ geleistet wird. Das ist sehr viel.

Aber es ist auch deutlich zu wenig. Herr Biedermann benennt die Gr√ľnde – allerdings nur, wenn man aufpasst.

Eine „zweite im Team“ sollte also „Vertrauensperson“ f√ľr die M√§dchen da sein – und wars dann nur kurz, weil sie irgendwo kein Praktikum, sondern einen Job gefunden hat. Ihr Egoismus ist nachvollziehbar.

Mädchen und Jungs Рzwei Welten.

Nicht verst√§ndlich ist, dass keiner in der Sitzung h√∂ren wollte, was gesagt wurde: Die M√§dchen nutzen das „Just“ sehr intensiv und bringen sich ein.

Viele der Jungs tun das nicht.

Der MM schreibt:
„Denn diese werden im Just eingebunden. Sie k√∂nnen (und sollen) auch Dinge in eigener Regie auf die Beine stellen: Partys, Konzerte, Sonntags√∂ffnung. Derzeit, r√§umt Biedermann ein, sei dies „aufgrund der Besucherstruktur weniger m√∂glich“. Die Jugendlichen seien „nur noch partiell bereit, sich einzubringen.“

„Nur noch partiell bereit, sich einzubringen“ also. Was hei√üt das?

Das bedeutet Stress, Kampf, Geduld, Mut, Fantasie, Energie, Kraft.

Und Entmutigung, Motivation, Fremde.

Das erlebt ein Sozialarbeiter wie Ulrich Biedermann st√§ndig. Als „One-Man-Show“. Als Mann nur bedingt als „Vertrauensperson“ f√ľr M√§dchen (mit Migrationshintergrund) geeignet zu sein. Da kann er sich noch so anstrengen – als Mann bleibt er Fremder.

In der Sitzung fragt sich der Gr√ľnen-Gemeinderat G√ľnther Heinisch, ob sich vor der Leistung eines Herrn Biedermanns nicht die Frage stellt, √ľber eine Personalaufstockung nachzudenken?

B√ľrgermeister Michael Kessler hatte sichtbar keine Lust nachzudenken und sagte sehr unwirsch und streng, er k√∂nne keine Defizite erkennen. Worauf Heinisch zu recht sagte, dass er √ľberhaupt nicht von Defiziten, sondern von Chancen f√ľr noch mehr gute und wichtige Jugendarbeit gesprochen habe.

Grenze der Belastbarkeit.

Kessler lie√ü das nicht gelten und gab CDU-Gemeinderat Walter Gerwien das Wort. Der ist Jugendsachbearbeiter im Polizeiposten Heddesheim. Gerwien bedankte sich und sagte: „Ich frage mich, wie der Mann das alles bew√§ltigt. Und sehe ihn langsam an der Grenze der Belastbarkeit.“

Damit meinte er nicht Herrn Kessler, sondern Herrn Biedermann.

B√ľrgermeister Michael Kessler lie√ü diesen Beitrag unkommentiert und ging zum n√§chsten Tagesordnungspunkt √ľber.

Im Zuschauerraum sa√ü √ľbrigens genau ein (√§lterer) B√ľrger, der sich f√ľr die vergangene und k√ľnftige Jugendarbeit interessierte.

Die „k√ľnftige“ Jugendarbeit war fast kein Thema, die vergangene macht acht Seiten aus – voller Aktivit√§t, aber auch Problemen:

Der Bericht √ľber die Aktivit√§ten des Jugendhauses ist 8,5 Seiten lang. Der interessanteste Teil steht am Ende unter „Perspektiven und Schwerpunkte“.

Darin heißt es:
„Das F√∂rderungs- und Unterst√ľtzungsangebot der Jugendlichen in den Bereichen Schule, Arbeit, und Familie verbunden mit der Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen wird mittelfristig an Bedeutung gewinnen, da sich die Situation am Arbeitsmarkt eher noch dahingehend versch√§rfen wird, dass es immer weniger niederqualifizierte Stellen geben wird, deren Lohnentwicklung dem Mittellohnsektor hinterherhinken wird.“

Die Folge: Die Eltern haben „mehrere Arbeitsverh√§ltnisse“, noch weniger Zeit f√ľr die Kinder, Erziehungsdefizit – Schulen, Kinderg√§rten, noch Biedermann haben eine Chance, das „aufzufangen“.

Die „One-Man-Show“, Herr Biedermann, schreibt:

„In genau dieser Schnittstelle bewegt sich die Offene Jugendarbeit mit der Ausrichtung zuk√ľnftiger F√∂rderangebote.“

Kripo Ladenburg ermittelt gegen drei Jugendliche: Tatverdacht Raub

Guten Tag!

Heddesheim, 22. Januar 2010. Nach Informationen des heddesheimblogs sind heute in Heddesheim drei Jugendliche von der Polizei verhaftet worden. Die Kripo Ladenburg ermittelt gegen die drei Tatverd√§chtigen. Sie sollen mindestens einen Mitsch√ľler mehrfach um sein Taschengeld beraubt haben.

Die Polizeidirektion Mannheim hat auf Anfrage der Redaktion die Verhaftung und die polizeiliche Ermittlung best√§tigt. Nach Kenntnis der Redaktion sind zwei der mutma√ülichen T√§ter vierzehn und f√ľnfzehn Jahre alt. Sie sollen ihren Mitsch√ľler bedroht und geschlagen haben, um an das Taschengeld des Opfers zu kommen.

Tatort soll die OEG-Haltestelle gewesen sein. Dort soll das Opfer auf dem Weg zur Schule oder auf dem R√ľckweg in mehreren F√§llen durch die Heddesheimer Jugendlichen beraubt worden sein.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

„Das Thema Alkoholmissbrauch wird immer j√ľnger“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. November 2009. Die betrunkenen, 12-j√§hrigen M√§dchen auf der Heddesheimer Eislaufbahn sind kein Einzelfall. √ÉŇďberall im Land und im Kreis steigen die F√§lle von Alkoholmissbrauch bedenklich an. W√§hrend die Gemeindeverwaltung lieber angeblich „im Hintergrund“ t√§tig wird, gehen andere St√§dte und Kommunen das Problem offensiv an. Mit Erfolg – wie die Sucht-Expertin Astrid Zapf-Freudenberg wei√ü. Sie wirbt f√ľr eine „Alkohol-Politik“.

Interview: Hardy Prothmann

Frau Zapf-Freudenberg, zwei 12-j√§hrige M√§dchen werden stark alkoholisiert auf der Eisbahn in Heddesheim aufgegriffen. Die Gemeinde Heddesheim versucht den Vorfall zu verschweigen, angeblich, um diese Kinder zu sch√ľtzen. K√∂nnen Sie das nachvollziehen?
Zapf-Freudenberg: „Ja – weil zun√§chst ein Imageverlust bef√ľrchtet wird und man sich fragt: wer ist oder soll sich hier verantwortlich f√ľhlen? Dieser Vorfall sollte in der Gemeinde dazu benutzt werden, kritisch zu fragen: Wie wird mit Alkohol umgegangen auf Wein-, Gassen-, Stra√üenfesten? Wird der Jugendschutz gelebt auf Fasnacht-, Tanz-, Diskoveranstaltungen? Gibt es Probleme in Zusammenhang mit Alkoholkonsum in Jugendtreffs/Jugendclubs?√ā¬†Entstehen St√∂rungen, wie L√§rmbel√§stigung, Vandalismus, Gewalt, Verschmutzung an so genannten inoffiziellen Jugendtreffs, wie Bush√§uschen, Spielpl√§tze, Flussufer, W√§ldchen, Sportpl√§tzen?“

Das sind jede Menge Fragen.
Zapf-Freudenberg: „Ich war noch nicht fertig: Gibt es Handlungsbedarf aus Jugendschutzsicht beim Ausschank: Schulung von Thekenpersonal, Einlass-, Alterskontrollen, Weitergabe von Spirituosen an unter 18-J√§hrige? Gibt es Flatrate-Alkoholkonsumangebote, √∂ffentlich veranstaltete Trinkspiele, Happy Hour-Angebote f√ľr Jugendliche/junge Erwachsene? Ist der sichere Heimweg f√ľr Festbesucher geregelt? Wird der Jugendschutz bei Alkoholverkauf in Tankstellen, Kiosken eingehalten?“

„Das Thema Alkoholmissbrauch wird immer j√ľnger.“ Astrid Zapf-Freudenberg

Wie sollte eine Gemeinde mit dem Thema Alkohol und Jugendliche umgehen?
Zapf-Freudenberg: „Kritisch und offensiv. Hinschauen, denn Wegschauen ist hier keine L√∂sung. Gemeindepolitik und-verwaltung, die Vereine, die Gastronomen, die Schulen, das Jugendamt, Kriminalpr√§vention und Polizei, Vertreter des √∂ffentlichen Nahverkehrs, Pr√§ventionsfachkr√§fte aus Suchtberatungsstellen und die Eltern m√ľssen zusammenwirken, um der bedenklichen Entwicklung entgegen zu wirken, dass das Thema Alkoholmissbrauch immer „j√ľnger“ wird.“

Welche Tendenz stellen Sie fest?
Zapf-Freudenberg: „Die deutsche Hauptsstelle f√ľr Suchtfragen gibt in ihrem Jahrbuch Sucht 2008 an, dass 92 Prozent aller Jugendlichen zwischen 12-25 Jahren Erfahrungen mit Alkohol haben, 14 Prozent davon trinken „riskant“, das hei√üt mehr als 120g reinen Alkohol pro Woche (ca. 374 ml Wodka) und laufen damit Gefahr, sich vielf√§ltig zu sch√§digen, vor allem das Gehirn, und die Anwartschaft auf eine Alkoholabh√§ngigkeit zu erwerben.“

Gibt es ein kritisches Alter?
Zapf-Freudenberg: „Die Alkoholrauscherfahrung sind bei den 16-17-J√§hrigen am h√§ufigsten.√ā¬†Die alkoholbedingten Behandlungsf√§lle haben sowohl im Land als auch im Kreis von 2007 auf 2008 um √ľber zehn Prozent zugenommen. Im Rhein-Neckar-Kreis waren es im Jahr 2008 offiziell 151 F√§lle. Das ist die Spitze eines Eisberges, der zeigt, dass wir uns k√ľmmern m√ľssen.“

„Es wird immer noch zu wenig getan.“

Sie sagen, man m√ľsse zusammenwirken, um das Problem Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen in den Griff zu bekommen. Gibt es daf√ľr positive Beispiele?
Zapf-Freudenberg: „Ja, leider kann ich nicht sagen, „jede Menge“, weil immer noch viel zu wenig getan wird.

Ein positives Beispiel ist ein Veranstalter gro√üer Events in Mannheim. Der Gesch√§ftsf√ľhrung fiel auf, dass Jugendliche bereits im Vorfeld von Veranstaltungen auf dem Gel√§nde „vorgl√ľhten“ und alkoholisiert St√∂rungen verursachten. Kriminalpr√§vention, Polizei, Besch√§ftigte des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, Jugend- und Gesundheitsamt, Fanclubs, Pr√§ventionsmitarbeiter der Suchtberatungsstellen und Veranstalter bildeten so genannte Jugendteams und zeigten auf dem Gel√§nde und in der Halle Pr√§senz, sprachen Jugendliche an und informierten dar√ľber, dass der Jugendschutz auf der Veranstaltung eingehalten wird.“

zapf

Die Sucht-Expertin Astrid Zapf-Freudenberg fordert eine "Alkohol-Politik": "Wegschauen hilft nicht." Foto: privat

Und die Jugendlichen haben gleich alles verstanden und alles war gut?
Zapf-Freudenberg: „Nein. Einigen alkoholisierten Besuchern wurde Platzverweis erteilt. Und ja: Diese Aktion lief einige Male und die Auff√§lligkeiten wurden sichtbar geringer. √É‚Äěhnliche Erfahrungen wurden in Mannheim auf zwei Kerwe-Veranstaltungen gemacht, die durch Gewaltaufkommen infolge Alkoholkonsum Handlungsbedarf forderten. Das ist ein toller Erfolg und ein sehr gutes Beispiel, dass die M√ľhe sich lohnt.“

Haben Sie eine Erkl√§rung daf√ľr, warum die Jugendlichen, die Alkohol missbrauchen, immer j√ľnger werden?
Zapf-Freudenberg: „Es ist eine Entwicklungsaufgabe des Jugendalters neben vielen anderen, zu lernen, mit Alkohol umzugehen. Wir erwarten das ja auch von unseren jungen Menschen. Dabei wird experimentiert und ausgetestet. Normalerweise verliert sich diese Risikobereitschaft beim Alkoholkonsum mit Eintritt ins Berufsleben und der Partnerwahl. Einige Jugendliche haben keine f√∂rderliche Ausgangsbasis und werden hilfebed√ľrftig, weil sie diese Entwicklungsaufgabe nicht allein bew√§ltigen k√∂nnen.

Alkoholkonsum wird von Jugendlichen als Eintritt in das Erwachsenensein betrachtet, ist also ein Attribut des Erwachsenen. Alkoholkonsum im Jugendalter ist auch als Bew√§ltigungshandeln und Suche nach Entlastung des Jugendlichen zu sehen.“

Eine „Alkohol-Politik“ gibt den Jugendlichen Leitplanken.“ Astrid Zapf-Freudenberg

Entlastung wovon?
Zapf-Freudenberg: „Die Kinderzeit wird immer k√ľrzer. Wir erwarten von unseren Spr√∂sslingen immer fr√ľher Erwachsenenverhalten: sich der Norm anzupassen, W√ľnsche/Bed√ľrfnisse aufzuschieben, zu verzichten, sachlich und zielorientiert zu handeln, vor allem leitungsorientiert, usw. Gleichzeitig verl√§ngert aber sich die Jugendzeit. Der Eintritt in die wirtschaftliche Unabh√§ngigkeit wird bis in das dritte Lebensjahrzehnt verz√∂gert.

Unsere jungen Menschen sind dabei einem Bombardement von Werbung der Tabak- und Alkoholindustrie ausgesetzt, die mit ihren Produkten als Lifestyle werben und ins Schwarze treffen. Und unsere jungen Menschen stehen immer weniger unter dem Einfluss ihrer Eltern. Deswegen ist es dringend angeraten, eine Alkoholpolitik zu betreiben und Kindern und Jugendlichen auch auf Gemeindeebene Leitplanken zu geben.“

Was ist eine „Alkoholpolitik“?
Zapf-Freudenberg: „Es ist der erkl√§rte Wille der kommunalen Gebietsk√∂rperschaft den exzessiven Alkoholkonsum und seine Auswirkungen bei Kindern und Jugendlichen l√∂sungsorientiert zu bek√§mpfen, sich hierf√ľr zust√§ndig zu f√ľhlen und zu handeln. Voraussetzung ist die Problembeobachtung und -beschreibung und die weitere Vernetzung und Diskussion am runden Tisch. Teilnehmer k√∂nnen Gemeindeverwaltung und -politik, Polizei und Kriminalpr√§vention, Jugendamt, Jugendtreffs, Einrichtungen der Jugendhilfe, Schule, Elternschaft, Suchtberatungsstellen, Vereine, Gastronomie sein.

Es sollte eine lokale Agenda mit Ma√ünahmen und der Umsetzung verabschiedet werden. Ferner muss auff√§llig gewordenen Kindern und Jugendlichen geholfen werden. Das beginnt durch ein Gespr√§ch mit alkoholvergifteten Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern und dem Angebot weitere Hilfestellungen im Krankenhaus. Ferner muss es weitere Ma√ünahmen f√ľr junge Menschen mit Risikoprofil geben. Hier bietet das Projekt HaLT (Hart am Limit) des Pr√§ventionszentrums Villa Sch√∂pflin eine gute L√∂sung.

Link:
Baden-W√ľrttembergischer Landesverband f√ľr Pr√§vention und Rehabilitation: Lokale Alkoholpolitik.

Zur Person:
Astrid Zapf-Freudenberg ist Diplom-Sozialarbeiterin und arbeitet in Mannheim in der Fachstelle Sucht des Baden-W√ľrttembergischen Landesverband f√ľr Pr√§vention und Rehabilitation gGmbH (bwlv).
Die bwlv „Fachstelle Sucht“ bietet durch drei Sozialarbeiter/Sozialp√§dagoginnen und einem Psychologen Mannheimer B√ľrgerinnen und B√ľrgern Suchtberatung und ambulante medizinische Rehabilitation, Vermittlung in station√§re medizinische Rehabilitation und Nachsorgebehandlung, Nikotinentw√∂hnung, Tagesst√§tte f√ľr suchtkranke Menschen, alkoholfreies Caf√©, sechs Selbsthilfegruppen, eine offene Info-Gruppe.
Frau Zapf-Freudenberg ist Leiterin der Fachstelle und als Fachkraft f√ľr Suchtpr√§vention informiert, ber√§t und unterst√ľtzt sie Betriebe/Verwaltungen, Vereine, Schule, Kinderg√§rten, Gemeinwesen bei der Umsetzung von Suchtpr√§ventionsprogrammen.

Info:
stern: Blaue Briefe gegen den Suff

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. H√§tte das heddesheimblog keinen Hinweis aus der Bev√∂lkerung bekommen und √ľber den Fall zweier stark alkoholisierten M√§dchen im Alter von 12 Jahren auf der Eisbahn berichtet – h√§tte die √Ėffentlichkeit nichts √ľber den Vorfall erfahren. Aus Sicht der Gemeinde dient dieses Schweigen „der R√ľcksicht und dem Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. Ist das so?

Kommentar: Hardy Prothmann

Das heddesheimblog musste behaarlich nachhaken, um n√§here Einzelheiten von der Gemeinde √ľber den Alkoholmissbrauch zweier 12-j√§hriger M√§dchen am vergangenen Wochenende (07. November 2009) auf der Eisbahn zu erfahren. Warum eigentlich?

Angeblich geht es um die „R√ľcksicht und den Schutz der betroffenen Jugendlichen und deren Eltern“. „Wir hielten und halten es auf Ihre Anfrage hin weiterhin nicht f√ľr ein verantwortliches Handeln, den Vorfall in allen Einzelheiten √∂ffentlich zu machen, zumal die Eltern, die zuallererst die Aufsichtspflicht √ľber ihre minderj√§hrigen Kinder haben, kurz nach dem Vorfall, sowie das Jugendamt am 11.11.09 informiert wurden.“

Inwieweit eine Berichterstattung wie hier im heddesheimblog eine „Bedrohung“ f√ľr die betroffenen Jugendlichen darstellen k√∂nnte, erschlie√üt sich mir nicht.

Wer soll gesch√ľtzt werden? Die Kinder oder die Verantwortlichen?

Ganz im Gegenteil habe ich mit vielen Eltern gesprochen, die sehr besorgt ob dieses Vorfalls sind und nunmehr ihre Kinder nicht mehr ohne Aufsicht auf die Eisbahn lassen wollen. Weil sie Sorge haben, dass ihre Kinder vielleicht mit Alkohol in Ber√ľhrung kommen oder durch alkoholisierte Jugendliche Schaden erleiden.

Nur um „Missverst√§ndnissen“ vorzubeugen wurde die Redaktion des heddesheimblogs dann doch mit ein paar Details durch den Hauptamtsleiter und Pressesprecher Julien Christof informiert.

Was ist mit „Missverst√§ndnissen“ gemeint?√ā¬†Ganz einfach: Nur durch beharrliches Nachbohren war die Gemeinde √ľberhaupt bereit, wesentliche Informationen √ľber den Vorfall „herauszur√ľcken“. Dass sie letztlich doch informiert hat, soll nun wohl beweisen, dass Presseanfragen „freiwillig“ beantwortet werden.

Dem ist nicht so. Ganz im Gegenteil hat die Redaktion handfeste Informationen, dass auf Anordnung des B√ľrgermeisters Michael Kessler das heddesheimblog bewusst und vors√§tzlich immer wieder beim Versand von Informationen an die Presse √ľbergangen wird.

Die Gemeinde hätte den Vorfall am liebsten verschwiegen.

Dieser neuerliche Vorfall aber geht weiter. Nicht nur das heddesheimblog wird nicht informiert – √ľberhaupt keine „√Ėffentlichkeit“ wurde informiert, weil die Gemeinde den Vorfall am liebsten verschwiegen h√§tte.

Zum „Schutz der Jugendlichen“? Wer√ā¬īs glaubt, wird selig.

Nat√ľrlich zum eigenen Schutz. Denn ab der Berichterstattung wird die √Ėffentlichkeit aufmerksam darauf achten, wie die Gemeinde sicher stellt, dass die anderen Jugendlichen „gesch√ľtzt“ werden – notfalls auch vor sich selbst.

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Es geht um Kinder – zw√∂lf Jahre alt! Betrunkene Kinder! Das sind Sechstkl√§ssler. Noch dazu M√§dchen, nicht etwa „Jungs“ – f√ľr deren Fehlverhalten manche noch eher Verst√§ndnis h√§tten, obwohl fraglich ist, wieso das „eher verst√§ndlich“ sein sollte.

F√ľnf Tage nach diesem Vorfall hatte die Gemeinde immer noch keine detaillierten Informationen und begr√ľndete dem heddesheimblog gegen√ľber diese desinteressierte Haltung damit, dass die Mitarbeiter der Eisbahn „im Schichtdienst“ arbeiten und deswegen eine „vertiefende Stellungnahme“ bislang nicht m√∂glich gewesen sei.

Geht es noch kälter?

Eine „vertiefende Stellungnahme“ also. Geht es noch b√ľrokratischer, desinteressierter, k√§lter?

Im Gegenteil beschwert sich die Gemeinde √ľber einen Vorabbericht, in dem „Informationen weggelassen worden sein sollen“ – n√§mlich, dass es „seit Jahren“ ein Alkoholverbot w√§hrend der Eisdisco gibt.

Was soll das hei√üen? „Wir haben es verboten und damit darf das nicht sein?“ Zumindest liest sich das in der „vertiefenden Stellungnahme“ dann so, in der die Gemeinde auf die Hausordnung verweist.

Anstatt sich zu fragen, wie man solche Exzesse m√∂glichst etwa durch Aufkl√§rung in den Griff bekommen kann, spielen die Verantwortlichen der Gemeinde die „beleidigte Leberwurst“.

Ist das angebracht angesichts dieses dringlicheren Problems besoffener Jugendlicher, die immer j√ľnger werden?

Was nicht sein darf, ist auch nicht passiert.

√ÉŇďber die man aber nichts wei√ü oder wissen will, weil Mitarbeiter Schichtdienst haben und deswegen zun√§chst keine b√ľrokratisch-juristisch-korrekten „vertiefenden Stellungnahmen“ m√∂glich sind?

Worum handelt es sich hier? Um eine Farce? Um eine Episode aus Schilda? Um Inkompetenz? Um Desinteresse? Um die unverantwortliche Haltung einer Gemeinde, die nicht wissen will, wie es zu dem Vorfall kam und lieber alles unter den Teppich kehrt? Nach dem Motto, was nicht sein darf, ist auch nicht passiert?

Oder handelt es sich schlicht und einfach um eine √ÉŇďberforderung der Verantwortlichen, die vermeintlich abseits der sozialen Brennpunkte der Gro√üst√§dte denken, auf dem Land sei noch alles in Ordnung?

„Der verantwortliche Mitarbeiter der Eisbahn hat angemessen auf den Vorfall reagiert“, teilt Herr Christof in seiner „Stellungnahme“ mit.

Davon bin ich √ľberzeugt: Ich habe mehrere Stunden mit diesen Mitarbeitern auf der Eisbahn verbracht, um im Vorfeld der Er√∂ffnung √ľber deren Arbeit zu berichten. Die nehmen ihren Job sehr ernst und f√ľllen ihn mit gro√üem Engagement und Verantwortungsbewusstsein aus. √ā¬†Diese Frage steht also √ľberhaupt nicht zur Debatte.

Paranoide Verschwörungstheoretiker.

Zur Debatte steht das Verhalten der Gemeinde, die lieber verschweigt, statt zu informieren. Das ist in meinen Augen ein „verantwortungsloses und unangemessenes Verhalten“.

Zur Debatte steht, wie die „Eism√§nner“ bei ihrer Arbeit besser unterst√ľtzt werden k√∂nnen, damit es m√∂glichst nicht zu solchen Vorf√§llen kommt.

Werden die Verantwortlichen der Gemeinde diesen Kommentar verstehen? Eher nicht. Denn die gehen nach eigener Aussage davon aus, dass das heddesheimblog „auf jeden Fehler der Verwaltung lauert“.

So gesehen, also aus Sicht „paranoider Verschw√∂rungstheoretiker“, verstehe ich das eigene „Schutzbed√ľrfnis“ der Verantwortlichen.

Da ich als Journalist nicht zu Verschw√∂rungstheorien neige, sondern mich f√ľr Tranzsparenz einsetze, kann ich allerdings √ľber dieses Verhalten und diesen Standpunkt nur den Kopf sch√ľtteln.

Interview: Die Eisbahn ist ein sozialer Ort.

Vorfall auf der Eisbahn: Alkoholisiertes Mädchen wurde in Weinheimer Klinik eingeliefert

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2009. Am Wochenende kam es bei der „Eisdisco“ am Samstag zu zwei F√§llen von Alkoholmissbrauch durch Kinder auf der Eislaufbahn Heddesheim. Wir berichteten bereits gestern √ľber zwei alkoholisierte M√§dchen im Alter von 12 Jahren. Heute hat die Gemeinde auf unsere Anfrage vom 10. November 2009 Details zu dem Vorfall mitgeteilt.

Nach Angaben der Gemeinde Heddesheim bemerkte einer der Eismeister am Samstag, den 07. November 2009, „dass sich ein 12-j√§hriges M√§dchen im Beisein von anderen Jugendlichen auf dem Gel√§nde der Eisbahn an einer Sitzbank √ľbergeben hatte“. Das M√§dchen sei nicht ansprechbar gewesen, weswegen der Eismeister den Rettungsdienst gerufen habe, der das alkoholisierte M√§dchen in eine Klinik nach Weinheim gefahren habe.

Ein weiteres M√§dchen habe ebenfalls Alkohol getrunken und sich auf der Toilette der Eisbahn √ľbergeben. Der Eismeister informierte die Eltern der beiden M√§dchen, die sp√§ter auf der Eisbahn erschienen sind.

In beiden F√§llen wurde das Jugendamt durch die Gemeinde am 11. November 2009 informiert. Zun√§chst hatte die Gemeinde am 10. November 2009 mitgeteilt, dass „zust√§ndige Stellen“ informiert worden seien.

Gemeinde sieht die beiden betrunkenen 12-j√§hrigen M√§dchen als „Einzelfall“.

Auf Nachfrage der Redaktion schrieb die Gemeinde, dass sie den Alkoholmissbrauch der Kinder als „Einzelfall“ betrachte und keinen Anlass sehe, „die Organisation unserer Eisdisco grunds√§tzlich in Frage zu stellen, da allen Besuchern bekannt ist, dass der Alkoholkonsum w√§hrend der Eisdisco verboten ist und sie mit dem Kauf der Eintrittskarte die Eislaufordnung der Kunsteisbahn der Gemeinde Heddesheim anerkennen.“

Nach dieser bestehe w√§hrend der Zeiten der Eisdisco absolutes Alkoholverbot. Die Gemeinde k√∂nne nicht verhindern, „dass Personen die Eisdisco besuchen, bei denen nicht erkennbar ist, dass sie bereits im Vorfeld Alkohol getrunken haben.“ Bei Verdacht auf Alkoholkonsum vor und w√§hrend der Eisdisco w√ľrden stichprobenhaft Kontrollen durchgef√ľhrt und Personen unter Umst√§nden aufgefordert, mitgebrachte Taschen oder Rucks√§cke zu √∂ffnen.

Die Eismeister beobachteten das Geschehen permanent. Sollte sich ein Verdacht best√§tigen, w√ľrden die Personen der Eisbahn verwiesen, bei Jugendlichen zudem die Eltern informiert. Man wolle die Besucher nicht pauschal unter „Generalverdacht“ stellen und alle beim Einlass kontrollieren, was „√ľbrigens organisatorisch gar nicht zu leisten w√§re“.

Trotzdem wolle die Gemeinde in den n√§chsten Wochen einen „speziellen Augenmerk“ in dieser Hinsicht auf die Besucher richten.

Lesen Sie auch unseren Kommentar: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Alkoholmissbrauch von jugendlichen Mädchen auf der Kunsteisbahn

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2009. Am Wochenende kam es bei der „Eisdisco“ am Samstag zu einem Zwischenfall auf der Eislaufbahn Heddesheim. Nach Informationen des heddesheimblogs mussten zwei M√§dchen, um zw√∂lf Jahre alt, die Eisbahn wegen Trunkenheit verlassen.

Entdeckt wurde der Alkoholmissbrauch der unter 14-jährigen Mädchen durch einen Sturz. Der Redaktion liegen noch keine detaillierten Informationen zu dem Vorfall vor.

Nach Angaben aus dem Rathaus wurden die Eltern und „zust√§ndige Stellen“ informiert.

Die Redaktion hat eine Anfrage an das Rathaus gestellt und informiert Sie umgehend √ľber die Hintergr√ľnde und Folgen dieses Vorfalls, sobald die Antworten eingetroffen sind.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Spielt ihr Kind am Computer? Wom√∂glich online? Dann sollten Sie sofort f√ľr Sicherheit sorgen.

Guten Tag!

Heddesheim, 05. November 2009. Nein, so schlimm ist das bei uns nicht mit dem Computerspielen. Ja sicher, ab und zu geht er/sie online. Das machen doch alle. Da ist doch nichts Schlimmes dran. Ich vertrau schon darauf, dass da nichts passiert… Kennen Sie diese Aussagen? Wom√∂glich von sich selbst? Dann sollten Sie sich dringend die Zeit nehmen und die Sicherheit Ihrer Kinder und Ihrer selbst kontrollieren.

Von Peter Kröffges

Zu Weihnachten werden sehr viele Kinder in Deutschland ihren ersten Computer bekommen. Andere werden zus√§tzliche Soft- und Hardware unter dem „Gabenbaum“ finden. Verantwortliche Eltern √ľberlegen aber genau, was Sie ihren Kindern schenken.

√ÉŇďber Sinn und p√§dagogischen Nutzen von Online-Computerspielen gehen die Meinungen sehr weit auseinander. Ein Aspekt zu dieser Thematik ist unstrittig: Onlinespiele sind nicht ohne Gefahr und gerade Jugendliche / Kinder sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt.

Warum ein Beitrag zu diesem Thema in der Serie „Datenschutz“?

Ein Auszug aus dem Impressum eines Online-Computerspieleanbieters macht dies deutlich:
„Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder eMail-Adresse) erhoben werden, erfolgt dies soweit m√∂glich stets auf freiwilliger Basis…“Wir weisen darauf hin, dass die Daten√ľbertragung im Internet Sicherheitsl√ľcken aufweisen kann.“

Nun sollte diesem Anbieter keine böse Absicht oder gar irgendwelche kriminelle Energie unterstellt werden, aber eine gewisse Skepsis erzeugen solche Hinweise schon. Warum werden Daten erhoben, wer nutzt diese Daten und welche Ziele werden verfolgt?

Die Firma Symantec (Hersteller von Sicherheitssoftware) hat 2008 das Ergebnis einer Befragung ver√∂ffentlicht, das ein Alarmsignal f√ľr alle Eltern sein muss und Grund zur Besorgnis geben kann:

  • 83 % der Eltern √ľberpr√ľfen nicht das Surfverhalten ihrer Kinder
  • knapp ein Drittel der befragten Kinder hatten schon Kontakt zu Fremden im Internet und√ā¬†wurden nach pers√∂nlichen Informationen befragt
  • nur 12 % der Eltern erhielten von diesen Nachfragen Kenntnis

Dar√ľber hinaus gibt es „Netzwerke“ wie Sch√ľlerVZ (Sch√ľler), wer-kennt-wen (Privatpersonen) oder Xing (Gesch√§ftsleute) um nur drei Beispiele mit verschiedenen Zielgruppen zu nennen.

Vor kurzem ist Sch√ľlerVZ in die Schlagzeilen geraten, weil Unmengen von Daten der Nutzer, also Kindern, gestohlen worden sind. Ob, von wem und zu welchem Zweck diese Daten missbraucht werden k√∂nnen, ist noch unklar. Beunruhigend ist, dass die Daten gestohlen werden konnten und nicht klar ist, was „man“ damit machen kann.

Nachfolgende Tipps helfen Datenmissbrauch zu erschweren:

  • Sprechen Sie offen mit Ihren Kindern √ľber diese Thema!
  • √ÉŇďber das Computerspiel, das sie h√§ufig und gerne spielen.
  • Fragen Sie nach den Inhalten und Zielen des Spiels oder lassen Sie sich das Spiel am Besten selbst am Bildschirm zeigen.
  • Pr√ľfen Sie den Anbieter genau und informieren Sie sich im Zweifel in Fachforen oder Fachzeitschriften.
  • Fragen Sie ihre Kinder gezielt, welche Daten sie schon eingegeben haben oder welche Angaben erfragt wurden.
  • Nutzen Sie die Sicherheitseinstellungen des Computers, Installieren Sie ggf. als Erg√§nzung ein spezielles Schutzprogramm (Kindersicherung)!

Ein Schutzprogramm kann Internetseiten filtern, die Installation und Benutzung unerw√ľnschter Programme unterbinden, Benutzungszeiten protokollieren, komplette Laufwerke verstecken, √É‚Äěnderungen an den Einstellungen f√ľr Windows, den Windows Explorer, den Internet Explorer und das Netzwerk verhindern und den Zugang zur Systemuhr und der Systemsteuerung unterbinden. Gute Schutzprogramme gibt es im Fachhandel und als Download im Internet.

Weitere Informationen zum Thema „Computerspiele“ bieten unter anderem diese Informationsseiten:

www.klicksafe.de

www.rollenspielsucht.de

www.aktiv-gegen-mediensucht.de

Video: „Wo ist Klaus?

Vom Zelten und Klettern


Guten Tag!

Alle Fotos Zelten:√ā¬†heddesheimblog.
Alle Fotos Klettern: privat

Klicken Sie auf die Bilder der Galerie, um ein Foto auszuw√§hlen, klicken Sie nochmals, um das Foto gr√∂√üer darzustellen. Mit dem Zur√ľck-Button kommen Sie wieder zur Galerie.

Hier geht√ā¬īs zum Bericht: Jugendfreizeit – Natur pur


Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das√ā¬†heddesheimblog

Jugendfreizeit – Natur pur

Guten Tag!

Heddesheim, 4. August 2009. „Natur pur“ hie√ü es wieder beim Erlebniswochenende im Jugendhaus „Just“. Zum neunten Mal veranstalteten Jugendhaus und der Polizeiposten Heddesheim die Freizeit, die diesmal nach Weinheim auf das Gel√§nde des Deutschen Alpenvereins f√ľhrte.


Am Freitag, den 31. Juli 2009, am sp√§ten Nachmittag ging√ā¬īs erstmal mit den Vorbereitungen los. W√§hrend Betreuer Marc sich um√ā¬īs Essen k√ľmmerte, mussten hinterm Jugendhaus alle ran: Mannschaftzelte aufbauen.

„Das Gemeinschaftserlebnis ist Teil des Programm“, erkl√§rt der Polizist Walter Gerwien. „Von Freitagabend bis zum Sonntag sind wir in der Natur und erleben das gemeinsam.“ Elektronische Spielzeuge wie Handys oder Gameboys sind nicht erw√ľnscht – Natur pur eben.

zelt9

Natur pur: Schlafen im Zelt und Gemeinschaft gehören dazu. Bild: pro

Am Abend gibt es Kennenlern-Runden und Kooperationsspiele f√ľr die 30 Teilnehmer: „Das ist immer ein Elternteil und ein oder mehrere Kinder“, sagt Gerwien. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, damit die Gruppe √ľberschaubar bleibt. Diesmal waren es 20 Kinder und zehn Erwachsene. Die Betreuer Walter Gerwien und der Jugendarbeiter Uli Biedermann wurden von Rafael, Julia, Marc, Adrian und Martin unterst√ľtzt, die zwischen 14 und 20 Jahre alt, alle selbst schon man Teilnehmer der Jugendfreizeit waren.

Mit der Dunkelheit zieht die Gruppe los zur nächtlichen Fackelwanderung rund um den See.

Am Samstag geht die Gruppe „in die Wand“. Zum √ÉŇďben erst auf den 12,5 Meter hohen Kletterturm und bis auf drei Teilnehmer wagten alle die Aufstiege an der √ā¬†„Jakoswand„, die bis zu 60 Meter hoch ist.√ā¬†„Das war klasse, wie viele sich das getraut haben“, meint Walter Gerwien.

F√ľr Sonntag standen nochmals Spiele auf dem Programm und nat√ľrlich aufr√§umen – gemeinschaftlich.

Hier geht√ā¬īs zur Fotostrecke: Vom Zelten und Klettern

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Gabi√ā¬īs Kolumne: Peinlichkeiten


Irgendwann wird alles, was mal gut war, einfach nur peinlich – sagt Gabi. Gelernt hat sie das von ihren Kindern.

Ich wei√ü noch als es anfing. Ich holte meinen 10j√§hrigen Sohn in Heidelberg vom Hauptbahnhof ab. Er war zum ersten Mal allein mit dem Zug von seiner Oma alleine zur√ľck gefahren.

Ich sah ihn aussteigen und rannte mit offenen Armen auf ihn zu, um ihn zu begr√ľ√üen. Ein gezischtes „Mama, bitte nicht in aller √Ėffentlichkeit“, machte mir schlagartig klar, die Zeit, dass M√ľtter peinlich sind, hatte begonnen. Vorbei die Zeit, dass man Hand in Hand durch die Stra√üen l√§uft, dass man im Eiscafe gek√ľsst und am Badesee umarmt wird.

Ein paar Monate sp√§ter wollte ich meinen Sohn mit einem Kinobesuch √ľberraschen, mein Mann war gesch√§ftlich unterwegs, die kleine Schwester √ľbernachtete „ausw√§rts“.

„Wir beide gehen heute Abend in „Harry Potter“, verk√ľndete ich ihm freudig. Erst druckste er ein wenig rum, dann erkl√§rte er mir, das ginge nicht, denn mit der Mutter „allein“ ins Kino zu gehen“, w√§re absolut uncool, so als h√§tte man keine Freunde. Wenn mein Mann ihn zu einer Billardrunde auffordert, ist er dagegen ganz begeistert.

Wenn schon peinlich – dann richtig

In den folgenden Jahren, habe ich die Spielregeln gekannt und auch weitgehend akzeptiert, aber nur weitgehend. Als wir mal zusammen einkaufen waren, bestand er darauf, alleine in den angesagten Skaterladen zu gehen, ich sollte vor der T√ľr warten.

Kurze Zeit sp√§ter betrat ich das Gesch√§ft und rief meinem Sohn zu: „B√§rchen, was h√§ltst du von dem T-Shirt?“. Und ich m√∂chte nicht verhehlen, dass mich die R√∂te, die sein Gesicht √ľberzog, innerlich sehr freute. Wenn schon peinlich, dann wenigstens richtig.

Nachklapp: Vor Kurzem hatte mein Sohn Abschlussball und nach dem obligatorischen Eltern-Kind-Tanz k√ľsste er mich auf der Tanzfl√§che und war sehr stolz auf mich und ich auf ihn. Und ich dachte mir, gut, dass Zeiten vorbei gehen.

Jetzt kommt meine Tochter in die Pubert√§t, noch geht sie mit mir Hand in Hand durch die Stra√üen, liebt es, mit mir ins Kino zu gehen und Mutter-Tochter-Shoppingtouren sind der Hit, aber als mein Mann k√ľrzlich sagte „und bald gehen wir zusammen in die Disco“, verdrehte sie die Augen.

Gerechtigkeit muss sein.

gabi