Freitag, 22. September 2017

Ergebnisse des B√ľrgerbeteiligungsprozesses ver√∂ffentlicht

Das neue Leitbild der Gemeinde Heddesheim

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Rund 80 B√ľrger/innen haben bei der Entwicklung der Leits√§tze mitgewirkt.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/aw) Heddesheim hat 45 Leits√§tze f√ľr die Zukunft der Gemeinde ver√∂ffentlicht. Sie sind das Ergebnis des B√ľrgerbeteiligungsprozesses, der im November 2012 gestartet worden war. Das Leitbild soll vor allem den Gemeinderat in den kommenden Jahren bei verschiedensten Anl√§ssen begleiten. Ins B√ľrgerhaus kamen am Montag rund 160 B√ľrger/innen zur Pr√§sentation. [Weiterlesen…]

Geprothmannt

Lektion erteilt bekommen

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Chefredakteur Hardy Prothmann kommentiert regelm√§√üig in seiner Kolumne „Geprothmannt“ aktuelle Ereignisse.

Rhein-Neckar/Mannheim, 24. Juni 2013. (red) Vor gut einer Woche ist Chefredakteur Hardy Prothmann fast sich selbst „auf den ersten Blick“ aufgesessen, obwohl er eigentlich wei√ü, dass eine Bewertung auf den ersten Blick nicht immer den tats√§chlichen Umst√§nden entspricht. Die wahre Begebenheit ist ein Lehrst√ľck, das bestimmt jedem mal so oder √§hnlich widerf√§hrt, wenn man bereit ist, eine Lektion erteilt zu bekommen. [Weiterlesen…]

Das aussterbende Sch√ľlerVZ wird abgeschaltet

Ausgegruschelt

Rhein-Neckar, 11. April 2013 (red/ms) In den letzten Jahren hat das Sch√ľlerVZ mehr als vier Millionen Mitglieder verloren. Nachdem die Massen zu Facebook abwanderten, sind nur noch 200.000 Benutzer bei der Seite angemeldet. Darunter sind so viele gef√§lschte Profile, dass das Netzwerk von vielen als „FakeVZ“ verspottet wird. Jetzt soll dem ein Ende bereitet werden. Auf der Website verk√ľnden die Betreiber: „Wir machen‚Äôs kurz: Es ist vorbei. sch√ľlerVZ wird am¬†30. April 2013¬†geschlossen. F√ľr immer.

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Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: Uneigenn√ľtzige Wohlt√§tigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine Spenden√ľbergabe die n√§chste – so wie vergangenes Jahr auch und n√§chstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, √ľber mildt√§tige Spenden f√ľr den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion f√ľr die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht √ľber Spenden, egal wie gro√üz√ľgig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „Kalk√ľl“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildt√§tig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus √úberzeugung spendet oder unterst√ľtzt, braucht seine Haltung nicht an die „gro√üe Glocke“ zu h√§ngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld f√ľr alle m√∂glichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine √∂ffentliche Nennung.

Wer hingegen der „√Ėffentlichkeit“ seine „Gro√üz√ľgigkeit“ mitteilen m√∂chte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht √ľber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir √ľber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet:¬†Die Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld f√ľr gemeinn√ľtzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort präsentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (weiße Fläche).

Das ist die einzige „saubere“ L√∂sung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergr√§bt die Glaubw√ľrdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubw√ľrdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente Aufkl√§rung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „H√§rtef√§llen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern v√∂llig inaktzeptable „Bl√ľten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen:¬†„Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten dar√ľber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen f√ľr das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angek√ľndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die Begr√ľndung:

Die Werbung im Fu√üball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omnipr√§sent geworden. Da m√ľssen intelligentere L√∂sungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz √ľber Sport berichtet, t√§glich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabh√§ngiger werden.

Guter Ansatz Рleider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine Erklärung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis ergänzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen Рdenn es  geht doch um Mildtätigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen Anlässen eingeladen werden, können wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig w√§re, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen w√ľrden – das aber darf man tats√§chlich bezweifeln, denn dort gibt es schon l√§ngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld f√ľrs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „Auftr√§gen“ ein paar mehr Nullen dranh√§ngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „R√ľcksicht“ nimmt und f√ľr welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenhöhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die h√§ngen von der H√∂he der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grunds√§tzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? Dar√ľber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grunds√§tzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen M√∂glichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende Glaubw√ľrdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erw√§hnen, weil das tats√§chlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verf√§hrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich f√ľr ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als Vermarktungsfl√§che missbrauchen lassen, sollten tats√§chlich dar√ľber nachdenken, worum es geht.

Um F√∂rderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „F√∂rderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders Geschmäckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznießer sind, sondern durch Aufträge und Geschäfte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren geschäftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „√ľblich“.

Spendenziele m√ľssen transparent sein

Gemeinden m√ľssen Spenden beispielsweise l√§ngst √∂ffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das Geldw√§schegesetz so vor. Und daf√ľr gibt es ganz sicher Gr√ľnde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den Möglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz f√ľr eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „Missverst√§ndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Gro√ükonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. F√ľr den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen M√∂glichkeiten. F√ľr eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „gro√üz√ľgiger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? Wor√ľber sollte man dankbarer sein? Wor√ľber berichten?

Denken Sie mal dr√ľber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – daf√ľr muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anf√§nglich auch √ľber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog √ľber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. K√ľnftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. M√§rz 2011. (red) Wer im Internet gefunden werden will, muss dort auch seine Spuren hinterlassen – mit Informationen. Einladungen, Termine, Artikel sind unverzichtbarer Teil einer guten, modernen √Ėffentlichkeitsarbeit. Egal, ob f√ľr Unternehmen, Vereine, Veranstalter oder Beh√∂rden. Das Internet hat einen unschlagbaren Vorteil gegen√ľber dem Medium Papier – es ist √ľberall und immer erreichbar.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern – da die Daten im Internet erfasst werden, erh√∂ht sich auch die „Aufmerksamkeit“ von Google – gedruckte Termine in Zeitungen werden selbstverst√§ndlich nicht erfasst und im Internet auch nicht gefunden. Und jeder wei√ü mittlerweile, wie wichtig es ist, bei Google gefunden zu werden… Und die Jugend erreichen Vereine √ľber die Zeitung so gut wie gar nicht mehr.

Kostenfreie Nutzung.

Die Nutzung des Google-Kalenders ist kostenfrei. Ein Terminblatt kann man verlegen – der Kalender ist immer online und von jedem Internetzugang aus erreichbar.

Regelm√§√üige Termine k√∂nnen Sie als „Reihe“ eingeben, Parties, Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen – alle Termine sind fix eingetragen und k√∂nnen umfangreich beschrieben werden. Durch eine Adresseingabe l√§sst sich der Ort des Termins mit Google Maps komfortabel darstellen.

Service f√ľr Vereine und Veranstalter.

Wir bieten Vereinen einen kostenfreien Service an: einzelne zugesandte Termine tragen wir durch die Redaktion ein. Hat ein Verein oder ein Veranstalter aber sehr viele Termine, sollte man diese selbst einpflegen – dann kann durch uns nichts √ľbersehen werden (wir sind auch nur Menschen).

Das machen beispielsweise schon der Vogelverein und die Remigiusb√ľcherei in Heddesheim, die evangelische Stadtmission und die Ringer vom ASV in Ladenburg, das Olympiakino in Hirschberg-Leutershausen und viele andere. Auch Parteien interessieren sich – die CDU Weinheim wird demn√§chst ihre Termine hier auch anbieten. (Klicken Sie hier auf den Terminkalender oder in allen unseren Blogs links oben in der zweiten Men√ľzeile unter Termine – rechts sehen Sie eine Pfeil – klicken Sie hier um die angezeigten Kalender zu sehen. Sie k√∂nnen Kalender anzeigen oder ausblenden – wie Sie w√ľnschen. Auf allen Blogs.)

Vielfältige Vorteile.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstens kann man den Google-Kalender auf der eigenen Homepage einstellen (und damit im Internet, was die „Trefferh√§ufigkeit“ bei Google erh√∂ht) und zweitens kann man schnell reagieren. F√§llt ein Termin aus, kommt einer hinzu oder m√ľssen Informationen erg√§nzt oder ver√§ndert werden, kann man von √ľberall auf der Welt an einem Internet-PC zu jeder Zeit diese √É‚Äěnderungen vornehmen – ohne den Umweg √ľber die Redaktion nehmen zu m√ľssen.

Denn sobald ein Kalender f√ľr uns freigegeben wurde, k√∂nnen wir diesen in unserem Kalender anzeigen lassen. Sie k√∂nnen umfangreiche Texte zu den Terminen schreiben und haben selbst die Kontrolle. Nur berechtigte Personen k√∂nnen die Termine √§ndern – wer das ist, entscheiden Sie.

Laden Sie Freunde und interessierte Personen ein.

Und Sie k√∂nnen selbst Freunde einladen, um auf die Termine hinzuweisen. Vereinsmitglieder m√ľssen keinen Termin mehr abtippen, sondern k√∂nnen diese auch ganz einfach √ľbernehmen, mit ihren Handys synchronisieren und an Freunde weitergeben.

Will jemand einen Termin bei Facebook einstellen, m√ľsste er erst aufw√§ndig in der Zeitung abschreiben – wer macht das? Kaum jemand. Gef√§llt ein Termin ist er mit Kopieren und Einf√ľgen schnell √ľbertragen und wird weiteren Menschen bekannt gemacht.

Die Einrichtung ist relativ einfach. Wir bieten dazu eine Beschreibung an, die Sie hier downloaden können. Falls es damit nicht gleich funktionieren sollte oder Fragen offen sind, kein Problem: Vereinen bieten wir gegen eine Pauschale von 40 Euro die Einrichtung und eine kleine Schulung an.

Auch f√ľr die Vereinsarbeit nutzbar√ā¬† – n√ľtzlich f√ľr Unternehmen.

Unternehmen, Gewerbetreibende und andere beraten wir im effektiven Umgang und Einsatz mit dieser fantastischen Kalenderfunktion (die man auch nicht-√∂ffentlich nutzen kann). Gegen eine geringe Geb√ľhr k√∂nnen Sie wichtige Termine wie Einladungen oder Pr√§sentationen ebenfalls in unseren Terminkalendern darstellen lassen.

Noch einmal im √ÉŇďberblick wichtige Funktionen:

Kalenderfreigabe: Richten Sie einen Kalender f√ľr die (Fu√üball-)Manschaft Ihres Vereins oder Ihrer Firma ein und geben Sie diesen f√ľr das gesamte Team frei. (Keiner Ihrer Mitspieler wird jemals wieder das Training vergessen.) Oder geben Sie Ihre Kalender f√ľr Freunde, Angeh√∂rige, interessierte Personen frei, damit Sie die unterschiedlichen Zeitpl√§ne nebeneinander anzeigen k√∂nnen.

Einladungen: Erstellen Sie Einladungen f√ľr Termine, versenden Sie diese an Freunde und verwalten Sie zentral die Antworten und Kommentare anderer Personen. Ihre Freunde k√∂nnen Ihre Einladung empfangen und eine Antwort senden, auch wenn sie selbst Google Kalender nicht nutzen!

Suche: Suchen Sie das Datum f√ľr den Grillabend bei einem Freund, der „irgendwann demn√§chst“ stattfinden sollte. Oder suchen Sie in √∂ffentlichen Kalendern nach neuen interessanten Terminen und f√ľgen Sie diese zu Ihrem eigenen Kalender hinzu.

Zugriff √ľber Ihr Handy: Empfangen Sie Terminerinnerungen und -benachrichtigungen auf Ihrem Handy.

Terminver√∂ffentlichung: Geben Sie die Termine Ihrer Organisation f√ľr alle Personen frei, wenn Sie das m√∂chten.

Wenn Sie uns Termine schicken wollen – jederzeit gerne. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie: termine (at) rheinneckarblog.de

Die Eingabemaske - √ľbersichtlich und einfach zu bedienen. Klicken Sie auf die Grafik f√ľr eine gr√∂√üere Darstellung.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das rheinneckarblog

Heddesheimer Lebensqualität oder nix wie raus?

Guten Tag!

Heddesheim, 12. November 2010. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, was Heddesheimer, Heddesemer und auch Hellesemer als Qualit√§tsmerkmal f√ľr die Gemeinde Heddesheim ganz oben in der Skala der Frage vorteilhaften Wohnens ansiedeln? Richtig: Heddesheims Qualit√§t besteht in der Hauptsache darin, dass es „so zentral“ liegt. Einerseits „l√§ndliches Idyll“ drau√üen vor der Stadt. Und ratzfatz ist man von hier aus in Viernheim, Weinheim, Ladenburg, Mannheim, Heidelberg oder sonst wo. Auf jeden Fall anderswo, also schlicht und einfach raus aus Heddesheim. Heddesheim mag bis jetzt noch einigerma√üen Wohnqualit√§t haben, die Lebensqualit√§t indes weist schwere Defizite auf. Denn zum Leben geh√∂rt mehr, oder?

Von Renate Fernando und Sabine Prothmann

Um die Lebensqualit√§t in Heddesheim zu beschreiben, n√ľtzt es auch herzlich wenig, das sommerliche Badevergn√ľgen am hei√ügeliebten Baggersee anzuf√ľhren, zumal wenn die Sommer sind, wie sie nun mal sind.

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Leblose Leere.

Das winterliche Pendant dazu, Schlittschuh laufen unter freiem Himmel, hat sein sogenanntes USP, seine unique selling proposition, was neu- und marketingdeutsch f√ľr Alleinstellungsmerkmal steht, in den letzten Jahren ebenfalls verloren. Allerorts in der Region kann man unter hippen Adventspartybedingungen mit teils bemerkenswertem Gastroangebot dem Freizeitsport auf Kufen fr√∂nen. Demn√§chst sogar mitten in Mannheim, todschick direkt zwischen Rosengarten und Weihnachtsmarkt. Das klingt mond√§n, also: Nix wie hin!

Die Heddesheimflucht beginnt im zarten Alter von 10 Jahren

Tats√§chlich beginnt die Heddesheimflucht bereits im zarten Alter von 10 Jahren, sobald der unumg√§ngliche Schulwechsel ansteht. Mit der Realschul- oder Gymnasialempfehlung sind Heddesheimer Sch√ľlerInnen schon seit jeher gezwungen zwecks Bildung aus der d√∂rflichen Idylle auszubrechen. Neuerdings ereilt, der Schulfusion sei Dank, dieses Schicksal auch die Haupt- und Werkrealsch√ľler, die nun in Teilzeit zur Bergstra√üe pendeln d√ľrfen. Besser eine halbe Schule als gar keine, sagen sich da die Bildungsentscheider, und die Dorfobersten geben sich bescheiden.

Die Jugend ist also sowieso schon mal raus und orientiert sich anderswo: Und schon sind wir wieder in Ladenburg, Mannheim, Weinheim, Viernheim, Heidelberg und neuerdings auch in Hirschberg, der anderen Hälfte des Haupt- und Werkrealschulstandorts. In Leutershausen gibt es immerhin ein Kino und zwei Handballvereine. Handball wird zwar auch in Heddesheim gespielt, aber nicht so attraktiv hochklassig.

Ja sicher, das ger√ľhmte Sportzentrum mit all den Hallen und Pl√§tzen und M√∂glichkeiten! Mal ehrlich, auch wenn man immer noch versucht, sich darauf auszuruhen, diese Lorbeeren d√ľrften seit den Mitte 80ern doch endg√ľltig in Sachen Ruhm und Profil abgefr√ľhst√ľckt sein.

Eine Befragung von Teenies im fortgeschrittenen Alter veranschaulicht das Bild, wie erfolgreich das Heddesheimer Freizeitangebot praktisch eine Parallelwelt zu den Bed√ľrfnissen der Jugendlichen aufbaut . Wie man hier (Heddesheimer Jugendliche: Wir kommen hier nicht weg) nachlesen kann.

Was n√ľtzt die zentrale Lage ohne Taxibereitschaft?

Was bleibt also? Nix wie raus! Wenn du kannst. Denn die superzentrale Lage Heddesheims n√ľtzt ohne die Taxibereitschaft von Eltern eher wenig. Die kann allerdings wortw√∂rtlich auf der Strecke bleiben, n√§mlich etwa auf der nach Ladenburg, Mannheim, Weinheim, Viernheim oder Heidelberg, wenn die Alten f√ľr schlichtes Einkaufen Ortsgrenzen oder gar Landesgrenzen passieren m√ľssen und das Privattaxi deshalb gerade nicht verf√ľgbar ist.

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Der j√ľngste ehemalige Laden: eine Metzgerei.

Wer sich etwa einen natur-, reformk√∂stlichen oder doch inzwischen weit verbreiteten mediterranen Speiseplan auf den Einkaufszettel geschrieben hat, muss die passenden Zutaten sehr wahrscheinlich au√üerhalb besorgen. Da kommt es schon mal vor, dass man f√ľr ein Kr√§uterlein wie frischen Salbei oder Minze ins hessische Ausland fahren muss. Oder nach Ladenburg, Mannheim, Weinheim und Sie wissen schon√Ę‚ā¨¬¶ Und jetzt mal Hand aufs Herz: Selbst der eingefleischteste Verfechter von „Kaufen am Ort“ wird und muss eigentlich schon aus energie-√∂kologischen Gr√ľnden dann dort vor Ort auch gleich den Resteinkauf erledigen.

Ist ja nicht so, dass es niemals andere Gem√ľseh√§ndler, durchaus auch mit exotischerem Angebot, als Edeka oder Hege gegeben h√§tte, die sind aber: Nix wie weg!

Warum auch immer. Gleiches gilt f√ľr diverse Bekleidungs- und Modegesch√§fte, Geschenkvitrinen, Kurzwaren- und Hobbyl√§den, Fahrradh√§ndler und Discounter im Ortskern. Heddesheim hat schon bei Weitem bessere Tage und Strukturen im Einzelhandel gesehen. In den letzten Jahren macht die gewerbliche Entwicklung an der Stelle eine R√ľckw√§rtsrolle nach der anderen.

Wer sich umschaut, sieht sie an vielen Stellen, die Gesch√§ftsleichen, die leeren R√§ume und Schaufenster, teilweise reanimiert durch Versicherungs- oder Immobilienb√ľros, jedoch allenfalls in einen Zustand mit Zombiecharakter. Entsprechend deprimierend, blutleer, unsympathisch zeigt sich das Ortsbild.

Lebendig geht jedenfalls anders!

Lebendig geht jedenfalls anders! Zum Beispiel mit dem revolution√§ren Vorsto√ü, einen Wochenmarkt einzurichten. Was f√ľr eine Diskussion im Vorfeld! Fast ist man geneigt, ein „Monopol-itikum“ zu unterstellen, verfolgt man die Debatte um einen w√∂chentlichen Markt, den Orte und St√§dte wie Ladenburg, Mannheim, Weinheim, Viernheim, Heidelberg, selbst einzelne Stadtteile davon, b√ľrgerfreundlich selbstverst√§ndlich vorweisen.

Nun denn, der Markt soll ja kommen. Bleibt nur viel Gl√ľck, Erfolg und ein gutes Angebot zu w√ľnschen. Neben Lebensmitteln m√ľsste der allerdings speziell vor Weihnachten seine St√§nde um ein Vielfaches erweitern, m√∂chte man den Versuch unternehmen, seine Weihnachtseink√§ufe inklusive Geschenken f√ľr die Liebsten ausschlie√ülich am Ort zu kaufen.

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Kiosk am Dorfplatz - Geschäftsaufgabe.

Wem das derzeit gelingen sollte, der ist in jedem Fall ernst zu nehmender Kandidat f√ľr die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz. Denn wer nicht die ganze Familie mit B√ľchern, Teearrangements oder Brillenetuis begl√ľcken m√∂chte, scheitert sp√§testens am Wunsch nach aktuellen CDs, DVDs, dem begehrten Konsolenspiel, einer passablen Auswahl an Wohn- und Modeaccessoires oder einfach dem Lieblingsparfum.

Muss man sich im Alter aus dem Staub machen?

Wohl dem, der noch mobil ist in diesem Heddesheim. Alten Menschen kann man nur raten, sich rechtzeitig aus dem Staub zu machen. Wohin? Nat√ľrlich nach Ladenburg, Mannheim, Weinheim, Viernheim, Heidelberg oder auch in einzelne Stadtteile davon, die nicht selten – eigentlich immer – bei Weitem bessere Infrastrukturen aufweisen, als das doch bislang ach so wohnliche Heddesheim.

Bleibt am Ende die Frage, frei nach dem Slogan eines bekannten schwedischen M√∂belhauses (√ľbrigens vom zentral gelegenen Heddesheim aus in zwei Richtungen √ľber Super-Autobahnanbindungen wunderbar zu erreichen): “ Wohnst Du noch oder lebst Du schon?“ Wer Letzteres anstrebt, f√ľr den gilt ganz klar, mit oder ohne Pfenning: Nix wie raus!

Die Parole vom lebens- und liebenswerten Heddesheim läuft angesichts der Realtität leer. Heddesheim ist zentral gelegen, aber hat weder ein Zentrum, noch Subzentren. Das beste Beispiel ist der Dorfplatz, der leider ohne Leben ist.

Der Trend scheint eindeutig – es gibt immer weniger L√§den und Gesch√§fte. Die Frage ist, ob sich jemand tats√§chlich daf√ľr interessiert, diesen Trend umzukehren?

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Herr Biedermann und sein Bericht – tr√ľbe Aussichten ohne „Defizite“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. April 2010. Die Jugendarbeit in Heddesheim hat einen Namen: Ulrich Biedermann. Damit ist der Inhalt der Sitzung des Jugendausschuss treffend wiedergegeben. Oder vielleicht nicht ganz: Berichtet wurde √ľber die Jahre 2008 bis 2009. Die „Perspektiven“ f√ľr 2010 sind eher d√ľster. Ulrich Biedermann erwartet noch mehr Arbeit, als er schon hat.

Kommentar: Hardy Prothmann

Gestern schrieb eine Leserin per email an die Redaktion. Sie bezog sich auf einen Artikel im Mannheimer Morgen und sah wichtige Fragen nicht beantwortet.

Da ging es ihr wie uns. Die Sitzung des Jugendausschusses war nicht einfach nur eine Sitzung Рsie wirft Fragen auf. An den Antworten arbeitet die Redaktion. Dazu gehört auch, sich die Fragen von LeserInnen zu eigen zu machen.

Fragen einer Leserin.

Unsere Leserin, Mutter von drei Kindern, schreibt:

„K√∂nnen Sie mir erkl√§ren, warum das Jugendhaus genau in der Zeit (Sommerferien), in der es Jungendliche nach meiner Meinung zum Teil dringender ben√∂tigen als sonst, immmer 4 Wochen schlie√üt?“

Die Erkl√§rung ist einfach: „In den Sommerferien hat das Jugendhaus Just vier Wochen zu. Dann ist auch f√ľr Sozialarbeiter und Just-Leiter Ulrich Biedermann Urlaubszeit“, schreibt der Mannheimer Morgen.

Was der MM nicht schreibt – wenn Herr Biedermann fehlt, ist auch das „Just“ zu.

„Selbst wenn berufst√§tige Eltern keinen gemeinsamen Urlaub machen w√ľrden, k√∂nnten Sie immer noch keine 13 Wochen Schulferien √ľberbr√ľcken.
Ich habe das jetzt schon einige Jahre immer wieder im MM gelesen und nie verstanden, warum dies angeblich niemanden st√∂rt. Aber vielleicht ist auch das eine Heddesheimer Spezialit√§t – so wie das Ferienprogramm der Vereine, das meistens am Wochenende stattfindet.“

Heile Welt.

Die Antwort darauf ist auch einfach. St√∂rend werden wohl eher kritische Fragen empfunden – das bietet der MM nicht, daf√ľr aber eine heile Welt:

„Erfreulich hingegen: Auch einige zuletzt als problematisch aufgefallene Jugendliche h√§tten wieder den Weg ins Just gefunden, wie Walter Gerwien, CDU-Gemeinderat und Jugendsachbearbeiter im Polizeiposten Heddesheim, beobachtet hat.“

Bei dieser Berichterstattung sind leider zwei Dinge problematisch: Es wird etwas als „erfreulich“ eingestuft und unrecherchiert √ľbernommen. H√§tte eine Recherche stattgefunden, w√§re dies mindestens mit einem Satz erw√§hnt worden.

Und dann wird halbrichtig etwas berichtet, dass sich zun√§chst positiv lie√üt: „Zugenommen hat laut Biedermann auch die Zahl der Eltern, die im Just Beratung in Erziehungsfragen suchen“, steht es im MM. Die Information, dass viele dieser Eltern „erscheinen m√ľssen“, h√§tte vielleicht die positive Wirkung der „Information“ geschm√§lert.

Gänzlich seltsam ist es, wenn der MM berichtet:
„Bis 2006 wurde er, anstelle der „FSJ-lerin“, von Studentinnen im Praktikum unterst√ľtzt: alle sechs Monate eine „Neue“. Die Umstellung auf die Freiwilligen im Sozialen Jahr brachte mehr Kontinuit√§t ins Just, wie Biedermann am Dienstagabend dem Jugendausschuss des Gemeinderats berichtete. „Eine Verbesserung“ folglich, denn gerade den M√§dchen soll die Zweite im Team Vertrauensperson sein. 2008 schrumpfte das Just dennoch f√ľr ein paar Monate zur „One-Man-Show“: Der FSJ-Mitarbeiterin hatte sich vorzeitig eine Job-M√∂glichkeit geboten.“

Auch diese Wiedergabe ist der √§u√üeren Form nach korrekt. Nachgedacht ist es nicht: „Eine Verbesserung“ folglich…schrumpfte das Just….zur „One-Man-Show.“

Verbesserung?

Was soll das hei√üen? Das System, das eine Verbesserung darstellen soll, f√ľhrt dazu, dass Ulrich Biedermann pl√∂tzlich alle Aufgaben alleine bew√§ltigen muss? Ist das folglich eine „Verbesserung“?

Damit √ľberhaupt etwas funktioniert, braucht das „Just“ Unterst√ľtzung durch Vereine, ehrenamtliche Helfer und auch die Polizei.

Ulrich Biedermann tr√§gt vor, was im und ums „Just“ geleistet wird. Das ist sehr viel.

Aber es ist auch deutlich zu wenig. Herr Biedermann benennt die Gr√ľnde – allerdings nur, wenn man aufpasst.

Eine „zweite im Team“ sollte also „Vertrauensperson“ f√ľr die M√§dchen da sein – und wars dann nur kurz, weil sie irgendwo kein Praktikum, sondern einen Job gefunden hat. Ihr Egoismus ist nachvollziehbar.

Mädchen und Jungs Рzwei Welten.

Nicht verst√§ndlich ist, dass keiner in der Sitzung h√∂ren wollte, was gesagt wurde: Die M√§dchen nutzen das „Just“ sehr intensiv und bringen sich ein.

Viele der Jungs tun das nicht.

Der MM schreibt:
„Denn diese werden im Just eingebunden. Sie k√∂nnen (und sollen) auch Dinge in eigener Regie auf die Beine stellen: Partys, Konzerte, Sonntags√∂ffnung. Derzeit, r√§umt Biedermann ein, sei dies „aufgrund der Besucherstruktur weniger m√∂glich“. Die Jugendlichen seien „nur noch partiell bereit, sich einzubringen.“

„Nur noch partiell bereit, sich einzubringen“ also. Was hei√üt das?

Das bedeutet Stress, Kampf, Geduld, Mut, Fantasie, Energie, Kraft.

Und Entmutigung, Motivation, Fremde.

Das erlebt ein Sozialarbeiter wie Ulrich Biedermann st√§ndig. Als „One-Man-Show“. Als Mann nur bedingt als „Vertrauensperson“ f√ľr M√§dchen (mit Migrationshintergrund) geeignet zu sein. Da kann er sich noch so anstrengen – als Mann bleibt er Fremder.

In der Sitzung fragt sich der Gr√ľnen-Gemeinderat G√ľnther Heinisch, ob sich vor der Leistung eines Herrn Biedermanns nicht die Frage stellt, √ľber eine Personalaufstockung nachzudenken?

B√ľrgermeister Michael Kessler hatte sichtbar keine Lust nachzudenken und sagte sehr unwirsch und streng, er k√∂nne keine Defizite erkennen. Worauf Heinisch zu recht sagte, dass er √ľberhaupt nicht von Defiziten, sondern von Chancen f√ľr noch mehr gute und wichtige Jugendarbeit gesprochen habe.

Grenze der Belastbarkeit.

Kessler lie√ü das nicht gelten und gab CDU-Gemeinderat Walter Gerwien das Wort. Der ist Jugendsachbearbeiter im Polizeiposten Heddesheim. Gerwien bedankte sich und sagte: „Ich frage mich, wie der Mann das alles bew√§ltigt. Und sehe ihn langsam an der Grenze der Belastbarkeit.“

Damit meinte er nicht Herrn Kessler, sondern Herrn Biedermann.

B√ľrgermeister Michael Kessler lie√ü diesen Beitrag unkommentiert und ging zum n√§chsten Tagesordnungspunkt √ľber.

Im Zuschauerraum sa√ü √ľbrigens genau ein (√§lterer) B√ľrger, der sich f√ľr die vergangene und k√ľnftige Jugendarbeit interessierte.

Die „k√ľnftige“ Jugendarbeit war fast kein Thema, die vergangene macht acht Seiten aus – voller Aktivit√§t, aber auch Problemen:

Der Bericht √ľber die Aktivit√§ten des Jugendhauses ist 8,5 Seiten lang. Der interessanteste Teil steht am Ende unter „Perspektiven und Schwerpunkte“.

Darin heißt es:
„Das F√∂rderungs- und Unterst√ľtzungsangebot der Jugendlichen in den Bereichen Schule, Arbeit, und Familie verbunden mit der Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen wird mittelfristig an Bedeutung gewinnen, da sich die Situation am Arbeitsmarkt eher noch dahingehend versch√§rfen wird, dass es immer weniger niederqualifizierte Stellen geben wird, deren Lohnentwicklung dem Mittellohnsektor hinterherhinken wird.“

Die Folge: Die Eltern haben „mehrere Arbeitsverh√§ltnisse“, noch weniger Zeit f√ľr die Kinder, Erziehungsdefizit – Schulen, Kinderg√§rten, noch Biedermann haben eine Chance, das „aufzufangen“.

Die „One-Man-Show“, Herr Biedermann, schreibt:

„In genau dieser Schnittstelle bewegt sich die Offene Jugendarbeit mit der Ausrichtung zuk√ľnftiger F√∂rderangebote.“

„Wir kommen hier nicht weg.“

In zwei Wochen sind Kommunalwahlen. Die Themen, f√ľr die sich die Parteien einsetzen wollen, sind vielf√§ltig. Die „Jugend f√∂rdern“ wollen alle. In den Programmen steht das zumindest drin. Nur wie genau die Jugend gef√∂rdert werden soll, dazu steht wenig bis gar nichts drin.

Das heddesheimblog hat sich mit Jugendlichen getroffen und sie gefragt, wie es f√ľr sie so ist in Heddesheim.

Das heddesheimblog: Gibt es genug Angebote f√ľr die Jugend in Heddesheim?
Dominic (15): „Es gibt fast gar nichts in Heddesheim f√ľr uns. Klar, im Sommer gehen wir an den Badesee und im Winter auf die Eisbahn. Das ist schon gut. Aber sonst? Bleibt nur die Stra√üe.“
Okan (16): „Es gibt auch kaum Caf√©s oder irgendwas, wo wir uns treffen k√∂nnen. Kneipen sind sowie nichts f√ľr uns.“
Mohammed (17): „Es gibt nur wenig Pl√§tze, wo wir uns treffen k√∂nnen, wie hier an der Schule. Ab 22:00 Uhr kommt aber meistens die Polizei und schickt uns weg.“

„Wir f√ľhlen uns ungerecht behandelt.“

Das heddesheimblog fragt nach, wie die Jugendlichen das erleben. Einer sagt: „Wir f√ľhlen uns ungerecht behandelt, wenn wir weggeschickt werden und echt leise waren. Wir w√ľrden es ja kapieren, wenn wir laut gewesen w√§ren, sind wir aber meistens nicht. Und wenn dann noch ein Polizist kommt und uns richtig bl√∂d anmacht, dann k√∂nnen wir das nicht verstehen. Es gibt aber auch Polizisten, die sagen das so, dass wir uns nicht bl√∂d f√ľhlen m√ľssen.“

Es gibt kaum Angebote f√ľr uns, sagen Jugendliche.

"Es gibt kaum Angebote f√ľr uns", sagen jugendliche Sch√ľler und Azubis. Bild: pro

Katrin (17): „Eigentlich k√∂nnen wir nirgendwo hin. Spielpl√§tze sind nicht erlaubt, ab 22:00 Uhr gehts nicht mehr hier an der Schule.“
heddesheimblog: „Aber es gibt doch das JUZ?“
Alle lachen. Der Witz muss gut gewesen sein.
Mohammed: „Montag, Mittwoch und Freitag. Mittwoch ist ab 20:00 Uhr Schluss.“
Marvin (17): „Und in den Ferien ist es zu.“
Danny (16): „Ab und zu gehen wir mal hin. Billard spielen. Aber ehrlich, dass Angebot ist nicht gerade toll.“

Party? Fehlanzeige!

Alle stimmen zu. Diskutieren ein wenig, dann ist klar: Das JUZ ist nicht wirklich das, was ihnen gefällt.
„Seit der Schl√§gerei vor zwei Jahren oder so gibt es auch keine Partys mehr“, sagt einer. „Genau, das waren aber nicht wir, das waren die vor uns. Egal, f√ľr uns gibts das halt nicht mehr“, sagt ein anderer. „Vielleicht f√ľr die 10-12j√§hrigen, aber nicht f√ľr uns.“

Wer „Party machen will“, muss raus aus Heddesheim. Manche gehen nach Heidelberg, zum Beispiel in die Diskothek „Nachtschicht“: „Hinkommen ist nicht so schlimm, aber zur√ľck geht es nur mit dem Taxi.“ Das kostet 40 Euro. Plus Eintritt und Getr√§nke sind da schnell 20-30 Euro weg – aber nur, wenn vier sich das Taxi teilen, sonst wird es richtig teuer.

„Wir kommen hier nicht weg.“

„Wir kommen hier nicht weg“, sagen alle. Der letzte Bus nach Ladenburg f√§hrt um sechs Uhr, sagen sie: „Angeblich, damit es keinen Dreck und Stress gibt. Durch Heddesheimer, die nach Ladenburg fahren oder andersrum. Das ist doch Quatsch. Wir k√∂nnen auch laufen oder mit dem Rad fahren. Wer Stress machen will, macht den. Wir wollen keinen Stress machen, sondern einfach nur mal raus, was erleben.“

Dann erz√§hlen sie Geschichten. Wie sie immer wieder weggeschickt werden. Dass sie keinen Platz haben. Die Pl√§tze, wo sie√ā¬†keinen Stress – von wem auch immer haben -√ā¬†wollen sie nicht sagen: „Sonst schicken die uns da auch weg.“ Die, das sind die „Wegschicker“, irgendwer halt, der die Polizei ruft.

Die Vereine, ja klar, die sind da und jeder war mal schon in einem oder ist es noch: „Aber das ist nicht alles. Wir kicken, turnen, machen sonst was, aber wir wollen uns auch einfach nur treffen, abh√§ngen oder Spa√ü haben und daf√ľr gibt es hier f√ľr uns nichts“, sagt einer.

„Um 04:15 Uhr aufstehen, ist hart, aber ich muss um 5:00 Uhr die Bahn bekommen.“

Das heddesheimblog fragt nach, wie ihre Berufsw√ľnsche sind. Und welche M√∂glichkeiten sie haben.
Mohammed: „Ich habe nach der Schule ein Praktikum gemacht. F√ľnf von 80 Bewerbern um eine Lehrstelle sind genommen worden, ich habe eine bekommen. Hart ist nur, dass ich f√ľr die Arbeit um 04:15 Uhr aufstehen muss, weil ich um 5:00 Uhr die Bahn zur Arbeit bekommen muss.“
Katrin: „Ich hatte keine Schwierigkeiten, eine Ausbildungsstelle zu bekommen.“
Marc (17): „Ich habe eine Ausbildung als Speditionskaufmann angefangen, das war aber gar nichts. Ich mache jetzt wieder Schule.“

„Die Politiker sagen doch sowieso alle dasselbe.“

Das heddesheimblog fragt nach, ob die Jugendlichen Politiker kennen oder denken, dass diese etwas f√ľr sie tun und ob sie sp√§ter w√§hlen wollen?
Max (Name ge√§ndert, d. Red.) (18): „Wei√ü noch nicht. Die Politiker sagen doch sowieso alle dasselbe. Ich wei√ü noch nicht, ob ich w√§hlen gehe.“
Die anderen sagen nichts. Sie können ja noch nicht wählen und sind ähnlich unsicher.

Zum Text:
Das heddesheimblog hat Jugendliche auf der Straße angesprochen und um ein Gespräch gebeten und darum, Freunde mitzubringen. Wer Lust und Zeit hatte, sollte kommen. Gekommen sind rund ein Dutzend Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahre alt.
Der Treffpunkt war schnell gew√§hlt. Weil es nicht viel gibt, treffen sie sich oft an der Johannes-Kepler-Schule. Hier ist f√ľr sie sp√§testens um 22:00 Uhr Schluss, dann werden sie vertrieben.
Das JUZ bietet zu wenig und raus aus Heddesheim kommen sie zwar, aber nicht mehr zur√ľck: Das ist ihr dringendstes Problem: Busverbindungen.
Gerne w√ľrden Sie auch im Ort ab und zu „eine Party machen“. Aber daf√ľr gibt es keine M√∂glichkeiten.
Sie warten also, bis sie 18 Jahre alt sind, den F√ľhrerschein und ein Auto haben. „Was sollen wir sonst tun?“, fragt einer und zuckt mit den Schultern.