Montag, 23. Oktober 2017

Antrag auf Weiterentwicklung der KDS zur Gemeinschaftsschule gescheitert

Betroffene bis aggressive Atmosph├Ąre

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Heddesheim/Hirschberg, 27. September 2013. (red) Der Schulzweckverband entwickelt die Karl-Drais-Haupt und Werkrealschule nicht zu einer Gemeinschaftsschule weiter. Ein entsprechender Antrag ist gestern durch ein Nein aus Hirschberg gescheitert. Die Ablehnung basiert auf dem B├╝rgerentscheid zum Thema, der mit knapper Mehrheit die Weiterentwicklung abgelehnt hat. Dieses Votum der B├╝rger wirkt wie ein Gemeinderatsbeschluss. Im Hirschberger Ratssaal herrschten abwechselnd betroffene Ruhe bis aggressive T├Âne. [Weiterlesen…]

Besichtigung des Lernb├╝ros der Karl-Drais-Schule

Offenes Lernen und individuell f├Ârdern

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Hirschberg, 20. September 2013. (red/sw) In Hirschberg werden bekannterma├čen am Sonntag nicht nur die Mitglieder des Deutschen Bundestages gew├Ąhlt, sondern auch dar├╝ber abgestimmt, ob die Karl-Drais-Schule (KDS) in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll. In den letzten Wochen wurde dieses Thema w├Ąhrend etlicher Veranstaltungen, ├╝ber die wir auch berichtet haben, kontrovers diskutiert. Gestern Abend konnten die Lernb├╝ros und Klassenr├Ąume der Karl-Drais-Schule besichtigt werden. Sch├╝ler, Kollegium und Rektor standen f├╝r Fragen zur Verf├╝gung. Unsere Autorin Susanne Warmuth schildet aus ihrer subjektiven Sicht ihren Eindruck.

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Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule Hirschberg / Heddesheim

Weiterf├╝hrende Schule nur als Gemeinschaftsschule

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Leere Reihen zeigen wenig Interesse in der Bev├Âlkerung – wird der B├╝rgerentscheid am Quorum scheitern?

 

Hirschberg/Heddesheim, 13. September 2013. (red/sw) Die Aula der Karl-Drais-Schule Hirschberg h├Ątte besser gef├╝llt sein k├Ânnen. Nur 150 G├Ąste waren gekommen, zieht man die Zahl der Hirschberger und Heddesheimer Gemeinder├Ąte und anderer „befasster“ Personen ab – waren weniger als 100 B├╝rger/innen gekommen. Hirschbergs B├╝rgermeister Manuel Just und Schulleiter der Karl-Drais-Schule, Jens Drescher informierten ├╝ber das seit Monaten hei├č diskutierte Thema „Soll die Karl-Drais-Schule eine Gemeinschaftsschule werden?“ und stellten sich gemeinsam den Fragen der Zuschauer. [Weiterlesen…]

Verweis auf Hemsbach und Wiesloch

Schulleitung weist Diffamierung zur├╝ck und fordert zum Dialog auf

Hirschberg/Heddesheim, 17. M├Ąrz 2013. (red/pm) Nach der Gemeinderatssitzung hat sich heute die Schulleitung bez├╝glich der Weiterentwicklung der Karl-Drais-Schule zu einer Gemeinschaftsschule in einer schriftlichen Stellungnahme ge├Ąu├čert. Dabei wird deutlich Kritk an „sachfremden ├äu├čerungen“ und „Diffamierungen“ ge├╝bt. Auch der Zeitraum von nur zwei Monaten ├╝ber die Sommerferien bis zum B├╝rgerentscheid wird als zu kurz empfunden – hier w├╝nscht sich die Schulleitung vergleichbare Moderationsprozesse wie in Hemsbach und Wiesloch. Die Schulleitung wirbt nach wie vor f├╝r das Konzept und die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule (unseren Bericht zur Entscheidung im Gemeinderat finden Sie hier). [Weiterlesen…]

Zukunft es Schulstandorts Heddesheim/Hirschberg

Trend zur Gemeinschaftsschule?

Heddesheim/Hirschberg/Rhein-Neckar, 31.10.2012 (red/ld) Individualisiertes Lernen k├Ânnte die Zukunft f├╝r den Schulstandort Heddesheim-Hirschberg sein. Die Gemeinden und die Eltern m├Âchten die Schule vor Ort behalten. Angesichts der sinkenden Sch├╝lerzahlen in den Werkrealschulen ist aber fraglich, ob sie in dieser Schulform lange ├╝berleben wird. Individuelles Lernen und die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte eine Chance sein. Eltern und B├╝rger sind skeptisch.

Von Lydia Dartsch

Der Trend der geschlossenen Werkrealschulen l├Ąsst sich nicht stoppen. Endrick Ebel vom Staatlichen Schulamt in Mannheim erkl├Ąrt den etwa 40 Anwesenden am 24. Oktober in Heddesheim die Situation, wie sie ├╝berall im Land anzutreffen ist:

Unsere Versuche, die Entwicklungen aufzuhalten oder umzukehren, sind gescheitert

Von urspr├╝nglich 120 Werkrealschulen in der Rhein-Neckar-Region gibt es aktuell nur noch 80. Ebel spricht von einem Schulsterben (siehe Bericht vom 23.10.2012). Grund daf├╝r ist zum Einen der demografische Wandel, durch den die Sch├╝lerzahlen seit 30 Jahren zur├╝ckgehen.

Zum anderen verst├Ąrkt die fehlende Grundschulempfehlung diesen Trend vor allem bei den Hauptschulen. Das Schulsystem entwickle sich von einem dreigliedrigen in ein zweigliedriges Schulsystem, hat Ebel beobachtet:

Es wird versucht, m├Âglichst viele Abiturienten hervorzubringen.

So k├Ąmen 35 Prozent der Abiturienten mittlerweile aus beruflichen Gymnasien, nachdem sie zuerst eine Realschule abgeschlossen hatten. Denn immer mehr Eltern meiden die Werkrealschulen: Der Ruf der Hauptschule und Zweifel an der G├╝te der Mittleren Reife an einer Werkrealschule sind schuld daran. Zwar sollte es keinen Unterschied zwischen den Schultypen geben. Die Eltern erleben das aber anders und entscheiden sich deshalb lieber gleich f├╝r die Realschule – oder das Gymnasium. In Heddesheim-Hirschberg gilt der Trend noch nicht. Herr Ebel bef├╝rchtet aber, dass es fr├╝her oder sp├Ąter auch die Karl-Drais-Schule treffen wird und sie geschlossen werden muss.

Lieber l├Ąnger gemeinsam lernen

Auch in Hirschberg gab es einen Informationsabend f├╝r Eltern. B├╝rgermeister Manuel Just sagte auf Anfrage, dass es ihm zuerst um die Einbindung der Eltern, Sch├╝ler und Lehrer gehe. Er sei f├╝r alle M├Âglichkeiten offen, also einerseits eine Gemeinschaftsschule mit Heddesheim, aber auch ohne die Nachbargemeinde. Und es k├Ânne sich auch herausstellen, dass nur noch die Grundschule in Hirschberg verbleibt: „Wir m├╝ssen alle Optionen vern├╝nftig pr├╝fen.“ Aus seiner Sicht sei eine Gemeinschaftsschule sinnvoll, aber nicht um jeden Preis und nicht ohne solide Zukunftsaussichten. F├╝r eine Gemeinschaftsschule m├╝sse ein zuverl├Ąssiges p├Ądagogisches Konzept erarbeitet werden, eine Mindestsch├╝lerzahl sei Voraussetzung. Der Vorteil seien das l├Ąngere gemeinsame Lernen und ein Schulstandort vor Ort. An einer Gemeinschaftsschule k├Ânnten auch F├Ącher wie Latein unterrichtet werden.
Durch den Wegfall der Grundschulempfehlung habe sich die Situation grundlegend ver├Ąndert, zur Zeit gebe es gerade noch genug Sch├╝ler – aber die Tendenz sei klar, die Sch├╝lerzahlen werden schon in den kommenden Schuljahren nicht mehr f├╝r eine Werkrealschule reichen. In Hirschberg nahmen rund 50 Personen an der Informationsveranstaltung teil.

Eine Gemeinschaftsschule k├Ânnte den Schulstandort Hirschberg-Heddesheim sichern, schl├Ągt Ebel vor und berichtet aus seiner Erfahrung, dass die 42 Gemeinschaftsschulen in Baden-W├╝rttemberg gerade einen Sch├╝lerzulauf erleben. Eine Karl-Drais-Gemeinschaftsschule w├╝rde bedeuten, dass die Kinder entweder ab der ersten oder der f├╝nften Klasse bis zur zehnten Klasse zusammen auf die Schule gehen, ohne Unterschied ihres Lernniveaus. F├╝r die Sch├╝ler in Heddesheim-Hirschberg hie├če das, sie k├Ânnten dann weiter in den Gemeinden auf die weiterf├╝hrenden Schulen gehen, ungeachtet ob sie Abitur, Mittlere Reife oder den Hauptschulabschluss machen.

Jedes Kind soll den bestm├Âglichen Abschluss erreichen, findet Ebel. Zwar gibt es weder Noten, noch bleiben Kinder sitzen. Es finden aber Leistungskontrollen statt, um festzustellen, wie schnell die Sch├╝ler in dem jeweiligen Fach vorankommen. Entsprechend ihrer Leistungen w├╝rden sie dann gef├Ârdert und sich in den letzten Schuljahren gezielt auf einen Abschluss vorbereiten. Nach der zehnten Klasse wechseln die Abitursch├╝ler in die zehnte Klasse des Gymnasiums und machen dort ihr (neunj├Ąhriges) Abitur.

Lieber lernen durch Erfolgserlebnisse

Alle Sch├╝ler werden individuell gef├Ârdert. Sie gehen gemeinsam in eine Klasse ungeachtet ihres Lernniveaus. Rektor Jens Drescher hat auch schon eine Idee, wie das aussehen k├Ânnte. So hat er sich Anregung von der Schule B├╝rglen, in der Schweiz, geholt, die ihre Sch├╝ler seit einiger Zeit in Lernb├╝ros unterrichtet. Der Film „Individualisierung – das Geheimnis erfolgreicher Schulen“ von Reinhard Karl zeigt wie es dort zugeht: Dort werden die Sch├╝ler angeleitet, selbst├Ąndig zu lernen, ohne den traditionellen Frontalunterricht.

Wer Fragen hat, kann Lehrer ansprechen oder Mitsch├╝ler und sich den Stoff erkl├Ąren lassen. In dieser „Lernlandschaft“, wie es die Schule nennt, arbeiten 64 Sch├╝ler und 4 Lehrer gemeinsam an dem Stoff. Die Lehrer im Film zeigen sich begeistert, die Kinder lernten Selbst├Ąndigkeit und k├Ąmen mit der Arbeitsatmosph├Ąre gut klar. Es gebe weniger St├Ârer und auch au├čerhalb der Schule weniger Randalierer.

Ein Lernb├╝ro gibt es auch schon an der Karl-Drais-Schule. Er habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht, erkl├Ąrt Rektor Drescher und erkl├Ąrt die Idee dahinter. Das bestehende System frustriere die Sch├╝ler. Jeder Sch├╝ler habe in der gleichen Zeit den gleichen Stoff zu lernen, sonst bleibt er sitzen und muss schlie├člich ein Schulniveau nach unten wechseln. Das Gef├╝hl, an dem Lernstoff und der Schule zu versagen, frustriere und macht ihnen keine Lust, zu lernen. Au├čerdem vernachl├Ąssige das bestehende System, dass Sch├╝ler unterschiedliche F├Ącher unterschiedlich schnell lernen:

Das Kind kommt beispielsweise in Englisch gut mit, hat aber Schwierigkeiten in Mathe.

Die Kinder haben Erfolgserlebnisse in der Gemeinschaftsschule und sieht Rektor Drescher eine bessere Chance – f├╝r alle Sch├╝ler:

Lernen funktioniert nur durch Erfolg.

Das st├Ąrke das Selbstwertgef├╝hl der Sch├╝ler und ihre Motivation in die Schule zu gehen. Erste Schritte habe er bereits gemacht sagt er und zeigt sich begeistert von seinen Erfahrungen mit dem Lernb├╝ro. Darin plane jeder Sch├╝ler seine Lernziele individuell mit den Lehrern. Gleichzeitig finde eine kontinuierliche Elternberatung statt, in der die Lehrer R├╝ckmeldung ├╝ber die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung ihrer Sch├╝ler geben.

Versuchslabor Kind?

Gemurmel ist aus den Reihen der Eltern zu h├Âren, als Drescher und Ebel vorschlagen, die Karl-Drais-Schule zur Gemeinschaftsschule umzuwandeln, mit Grundschule oder ohne. „Versuchslabor Kind“, ist als Kommentar zu h├Âren. Die Anwesenden fragen nach:

  • Wie ist es mit der Lehrerausbildung?
  • Welche Lehrer unterrichten?
  • Richtet sich die Lehrerabdeckung nach den Grundschulepfehlungen?
  • Gibt es dann eine Bestandsgarantie f├╝r die Gemeindeschule?
  • Was sind die Alternativen?

„Alles andere ist besser als so, wie es jetzt ist. Ich wei├č nicht, wie sie es umsetzen wollen“, sagt Andrea Robers, Elternbeir├Ątin. Eine andere Mutter ist begeistert:

Ich sehe das als Chance. Ich bin ein gro├čer Freund von gemeinsamen Lernen.

Aber auch skeptische Stimmen sind zu h├Âren: „Wir brauchen noch mehr Informationen. Wir k├Ânnen uns das kaum vorstellen, wie das funktioniert“, findet eine Besucherin und eine andere berichtet:

Mein Enkel macht gar nichts selbst├Ąndig. Den muss man immer erst anschubsen, damit er was macht.

Die Werkrealschule ist „angez├Ąhlt“

Es m├╝ssen Lehrer aller Schulen an einer solchen Gemeinschaftsschule unterrichten, antwortet Ebel. Um den Bedarf an Lehrern zu decken, w├╝rden Stellen ausgeschrieben und die bestehenden Lehrer k├Ânnten in Fortbildungen an der neuen Lehrmethode ausgebildet werden. Bisher seien die Reaktionen von Lehrern und Eltern auf den Vorschlag gemischt, berichtet Drescher. F├╝r die Option, an dem bestehenden festzuhalten, sieht Ebel aber keine Zukunft:

Wenn gen├╝gend Sch├╝ler angemeldet werden, geht das. Noch ist das zwar der Fall. Aber meine Erfahrung zeigt, das hat keinen Sinn.

Eine Entscheidung ob die Gemeinschaftsschule kommt, soll es erst im Herbst 2013 geben. „Um die weiterf├╝hrenden Schulen am Ort zu behalten, muss man sich fr├╝h auf den Weg machen, um ein Alleinstellungsmerkmal zu haben“, erkl├Ąrt Ebel. Dazu m├╝ssen sich Eltern, Lehrer und die Stadt zuerst einigen und einen Antrag f├╝r die Gemeinschaftsschule stellen. Dann brauche es etwa zwei Jahre Entwicklungszeit.

Im November soll daher zun├Ąchst eine Besichtigungsfahrt an eine bestehende Gemeinschaftsschule stattfinden. Im Fr├╝hjahr 2013 soll die Diskussion dann in die hei├če Phase ├╝bergehen und im Herbst zu einer Entscheidung aller Beteiligten f├╝hren. Rektor Drescher hofft auf die Gemeinschaftsschule und auf Leben in den Schulg├Ąngen:

Es tat mir als Schulleiter weh, als ich vor den Sommerferien durch die G├Ąnge gelaufen bin, und diese g├Ąhnende Leere gesehen habe.

85 Namensvorschl├Ąge f├╝r die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 Vorschl├Ąge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim hei├čen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 Vorschl├Ąge eingegangen.
Diese kamen aus Sch├╝ler- und Elternkreisen, zum Gro├čteil aber auch aus der Bev├Âlkerung.

Die eingegangen Namensvorschl├Ąge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (B├╝rgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und G├Ąnshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen Vorschl├Ągen wurden f├╝nf als Empfehlung f├╝r die weiteren Gremien pr├Ąferiert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um Verst├Ąndnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde gro├čer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen K├Ąmmerlein“ ├╝ber den k├╝nftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE Vorschl├Ąge sichten und ├╝ber die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die Gemeinder├Ąte beider Gemeinden, die in nicht ├Âffentlicher Sitzung Ende Januar dar├╝ber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 Vorschl├Ągen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Werkrealschule ruft zum Namenswettbewerb auf

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 20. Oktober 2010. Die Tr├Ąger des Schulzweckverbands Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sowie der kommissarische Schulleiter Jens Drescher rufen die Bev├Âlkerung auf, sich bei der Namensgebung mit einzubringen. Gesucht wird auch ein neues Schullogo.

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Wie soll die gemeinsame Werkrealschule hei├čen? Bild: privat

Information des Schulzweckverbands:

„Geben Sie unserer Schule einen Namen!

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim sucht einen neuen gemeinsamen Namen und ein neues Schullogo.

Deshalb brauchen wir Sie und Ihre Ideen! Die 3 jeweils besten Vorschl├Ąge erhalten einen Einkaufsgutschein!

Bitte senden Sie Ihre Ideen an den Schultr├Ąger, den Schulzweckverband Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim: Email (gemeinde@heddesheim.de oder gemeinde@hirschberg-bergstrasse.de) oder per Post (Schulzweckverband Grund – und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, Fritz-Kessler-Platz, 68542 Heddesheim bzw. Gemeinde Hirschberg, Gro├čsachsener Stra├če 14, 69493 Hirschberg). Sie k├Ânnen Ihre Vorschl├Ąge nat├╝rlich auch direkt bei einer der Schulen abgeben.

Einsendeschluss ist Freitag, der 26.11.2010.

Die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim ist eine allgemeinbildende Schule an zwei Standorten (ehemalige Martin-St├Âhr-GHWRS in Hirschberg und ehemalige Johannes-Kepler-HWRS in Heddesheim) und wird von ca. 400 Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern besucht. Sie hat ein engagiertes und kompetentes Team von ├╝ber 60 Lehrkr├Ąften und Mitarbeitern, die gemeinsam das Lernen und Leben f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler gestalten. Sie st├Ąrkt die Mitarbeit der Eltern als weiteren wichtigen Baustein der gemeinsamen Arbeit.

Die HWRS bietet ein offenes Ganztagesangebot als wesentlichen Schritt zu einem neuen Verst├Ąndnis von Schule als Lern- und Lebensraum in ├╝ber 40 Arbeitsgemeinschaften aus verschiedensten Bereichen (Kunst, Sport, Naturwissenschaften, Musik, Computer, Sprachen, Heimatkunde├óÔéČ┬Ž) und bei der individuellen F├Ârderung sind derzeit ├╝ber 150 Grund- und Werkrealsch├╝ler-Innen auch nachmittags in der Schule und gestalten hier einen wichtigen Teil ihrer Freizeit.

Von dieser hochwertigen au├čerunterrichtlichen Bildung profitieren auch die Regelsch├╝lerInnen in vielf├Ąltiger Weise. Eines der wesentlichen Aufgabenfelder f├╝r die neue Werkrealschule ist neben der individuellen F├Ârderung der Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der ├â┼ôbergang von der Schule in das Berufsleben.

Hier stehen wichtige Kooperationspartner (beispielsweise die Daimler AG, die Arbeitsagentur, Job Central, die Industrie- und Handelskammer und viele weitere Betriebe und Unternehmen) zur Seite und unterst├╝tzen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das hirschbergblog

Werkrealschule ohne Namen startet unter „kommissarischer“ Leitung

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 10. September 2010. Heute ist der letzte Ferientag – nach dem Wochenende beginnt in Baden-W├╝rttemberg wieder die Schulzeit. In Heddesheim und Hirschberg gibt es seit dem 01. August 2010 eine gemeinsame Werkrealschule – doch der fehlt auf absehbare Zeit eine „offizielle“ Leitung – Jens Drescher bleibt vorerst der kommissarische Leiter, obwohl schon feststeht, dass er der offizielle Leiter werden wird.

Von Hardy Prothmann
Wenn am Montag die neue gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim ihren Schulbetrieb aufnimmt, steht sie nur unter kommissarischer Leitung durch Jens Drescher.

Statt eines Aufbruchssignals, dass hier tats├Ąchlich eine hoffnungs- und wirkungsvolle Schulreform greift, beginnen die vormals selbstst├Ąndigen Schulen (Martin-St├Âhr und Johannes-Kepler) mit einem Provisorium.

Das ist entw├╝rdigend f├╝r den engagierten jungen Rektor Drescher, f├╝r die Eltern und f├╝r die Sch├╝lerInnen, denen bessere Ausbildungschancen versprochen werden, f├╝r die die Verwaltungsapparate aber auch nicht den Hauch eines emotionalen Verantwortungsgef├╝hls entwickeln, von dem doch so oft betont wird, dass es gerade f├╝r diese Sch├╝lerInnen von so gro├čer Bedeutung w├Ąre.

Jens Drescher, der „alte“ Rektor der Hirschberger Martin-St├Âhr-Schule, ist seit Wochen schon kommissarischer Leiter der Schule ohne Namen, die aber die gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim ist.

Was die B├╝rgermeister Michael Kessler (Heddesheim) und Manuel Just (Hirschberg) und der Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) gerne als „Erfolg“ feiern, ist eine improvisierte Geschichte.

Die Schule hat keinen Namen und keinen festen Leiter. Es geht ja auch nur um Hauptsch├╝lerInnen.

Das ist entw├╝rdigend. Noch mehr, dass ein „Schulrat“ Daniel Hager-Mann, zust├Ąndig beim Mannheimer Schulamt, ganz selbstverst├Ąndlich erkl├Ąrt, dass der Prozess im Gang sei, es viele Verwaltungsinstanzen g├Ąbe und voraussichtlich in diesem Jahr noch, aber nicht sicher, das Verfahren abgeschlossen werde.

Noch entw├╝rdigender ist, dass Ger├╝chte kolportieren, dass erst mit der offiziellen Ernennung des neuen Schulleiters entsprechende Geh├Ąlter bezahlt w├╝rden. Ob das stimmt, ob hier „gespart“ wird, konnten wir nicht ausrecherchieren. Wenn es kein Demmenti gibt, wird das Ger├╝cht wohl zutreffen.

Unabh├Ąngig davon startet die neue Werkrealschule als Provisorium. Schulleitung, Lehrer, Sch├╝ler, Eltern – alle leiden darunter. Es gibt kein hoffnungsvolles Zeichen eines Neustarts, keine Aufbruchstimmung, noch nicht mal den Versuch eines guten Willens. Sondern nur „juristische Fragen“, Verfahren und bl├Âde Nachfragen, was denn eigentlich das Problem sei, denn es gehe doch alles seinen Gang.

„Unser Interesse ist der geordnete Betrieb des Schulbeginns“, h├Ârt man aus dem Schulamt. „Das war zu keinem Zeitpunkt unklar.“

Wann erfahren die Sch├╝lerInnen und deren Eltern, wer sie leitet? „Wenn die Verfahren abgeschlossen sind“, sagt Herr Hager-Mann.

Ist das die Botschaft an die Sch├╝lerInnen? „Abgeschlossene oder nicht abgeschlossene Verfahren zu sein?“

Das ist unw├╝rdig. Aber es passt zur Schulpolitik des Landes Baden-W├╝rttemberg, die gerne die vergisst, die am meisten F├Ârderung brauchen.

Auch die Belastung der LehrerInnen ist enorm – dabei m├╝ssen gerade diese mehr leisten und aushalten als ihre Kollegen an anderen Schulen.

Am Montag startet die neue, gemeinsame Hauptschule mit Werkrealschule. Auch, wenn es noch nicht offiziell ist: Der Schulleiter hei├čt Jens Drescher. Man darf ihm und seinem Kollegium in Hirschberg und Heddesheim nur alles Gute w├╝nschen, denn alles Gute bekommen sie nicht von der Politik. Weder aus Hirschberg noch aus Heddesheim, noch aus Mannheim, noch aus Karlsruhe, noch aus Stuttgart.

Die Schulleiterin der Johannes-Kepler-Grundschule hei├čt Hiltrud Rudolf.

Allen gemeinsam ist, dass alles Gute von ihrem Engagement abh├Ąngt.

Viel Kraft daf├╝r.

Denn wie soll man am Montag die Sch├╝lerInnen begr├╝├čen?

„Herzlich willkommen in der Schule ohne Namen unter kommissarischer Leitung bis die Verfahren abgeschlossen sind?“

Dar├╝ber machen sich weder das Schulamt in Mannheim, noch die hohe Politik in Stuttgart, noch die B├╝rgermeister├Ąmter in Heddesheim und Hirschberg Gedanken.

Hauptsache, die Schule startet geregelt.

Schulische Chancengleichheit? SPD-Diskussion ├╝ber Bildung

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 10. Juni 2010. Die Frage ist spannend: „Bieten unsere Schulen wirklich Chancengleichheit?“, fragen die Ortsverb├Ąnde aus Heddesheim und Hirschberg heute Abend in Heddesheim. Dazu gibt es Vortr├Ąge und eine Diskussion ab 20:00 Uhr im „Pflug“.

Information der SPD Rhein-Neckar:

„Die SPD-Heddesheim und die SPD-Hirschberg laden zu einer gemeinsamen Veranstaltung am

Donnerstag, den 10. Juni 2010, 20.00 Uhr im B├╝rgerhaus/ Pflug in Heddesheim ein.

Das Thema des Abends lautet

„Bieten unsere Schulen wirklich Chancengleichheit?
Entwicklungsm├Âglichkeiten zu besserer Bildung“

Dabei werden vier Kurzvortr├Ąge gehalten, zu denen die Referenten

  • Jens Drescher, Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Hirschberg,
  • Hans-J├╝rgen Krieger, Realschulrektor a.D. Schriesheim,
  • Hildegard Klenk, Vorsitzende der GEW Nordbaden und
  • Gerhard Kleinb├Âck, Landtagsabgeordneter von Baden-W├╝rttemberg zur Verf├╝gung stehen.

Auch die Ver├Ąnderungen im Zuge der Einf├╝hrung der Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim sollen dabei angesprochen werden. Den Vortr├Ągen schlie├čt sich eine Diskussion an mit der M├Âglichkeit, weitere Informationen zu erhalten und Fragen an die Referenten zu stellen.

Zu dieser ├Âffentlichen Veranstaltung sind alle an Schule und Bildung interessierte B├╝rgerinnen und B├╝rger willkommen.“

G├Ąste sind nat├╝rlich willkommen.

Siehe Terminkalender.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Schulzweckverband Werkrealschule in Hirschberg beschlossen – heute Abstimmung in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 20. Mai 2010. Geht es nach dem Hirschberger Gemeinderat, ist die Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ beschlossen. Heute stimmt der Heddesheimer Gemeinderat dar├╝ber ab.

Von Hardy Prothmann

W├Ąhrend der Hirschberger Gemeinderat die zwei Antr├Ąge auf Gr├╝ndung eines „Schulzweckverbands Werkreal- und Grundschlule Hirschberg/Heddesheim“ und die Bestellung von f├╝nf Vertretern sowie des B├╝rgermeisters einstimmig beschlossen hat, ist die Abstimmungsentscheidung in Heddesheim offen.

Sicherlich kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit des Gemeinderats den Beschlussvorlagen zustimmt – eine Einstimmigkeit ist nicht zu erwarten.

Interessant wird das Abstimmungsverhalten der Fraktion „B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen“ – immerhin hat die Fraktion den Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule abgelehnt – ist aber zweitst├Ąrkste Fraktion.

Die Regelung sieht vor, dass der Sitz der gemeinsamen Werkrealschule in Hirschberg an der Martin-St├Âhr-Schule sein wird, die Grundschule eingeschlossen.

In Heddesheim wird die Grundschule der Johannes-Kepler-Schule nicht mit eingeschlossen sein, was zumindest den GLH-Gemeinderat J├╝rgen Steinle verwunderte: „Wieso ist die Grundschule bei uns eingeschlossen und in Heddesheim nicht?“, fragte er B├╝rgermeister Manuel Just.

Der antwortete, dass ginge „organisatorisch“ nicht anders. Das sei ein Vorgabe des Landes gewesen, dass der Hauptsitz eine Einheit bilden m├╝sse.

Der Zweckverband verwaltet die Mittel f├╝r den Schulbetrieb. Hier zahlen die Gemeinden einen „Kopfbetrag“ von 214 Euro pro Sch├╝ler aus der jeweiligen Gemeinde ein. Die Personalkosten liegen beim Land, die Geb├Ąudekosten tragen die Gemeinden. Die anteiligen Kosten f├╝r die Martin-St├Âhr-Grundschule verbleiben bei der Gemeinde Hirschberg.

Als Verbandsvorsitzender soll der Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler gew├Ąhlt werden. Das allerdings entscheiden nicht die Gemeinder├Ąte, sondern die Verbandsversammlung, die aus je 5 Gemeinder├Ąten der jeweiligen Gemeinde sowie den beiden B├╝rgermeistern besteht.

Da der Verband auf „Augenh├Âhe“ arbeite, k├Ânnen Entscheidungen immer nur einstimmig gef├Ąllt werden, sagte B├╝rgermeister Just. Konkret bedeutet das: Kommt es zu gegenteiligen Entscheidungen, entsteht eine Pattsituation von 1:1 Stimmen. Innerhalb der Abordnungen aus den Gemeinden kann es auch zu Abstimmungen kommen, die innerhalb der sechs Stimmen zu Mehrheiten f├╝hren oder eben auch zu einer Pattsituation von 3:3 Stimmen f├╝hren k├Ânnen.

├â┼ôber die Leitung der neuen gemeinsamen Werkrealschule ist noch nichts bekannt. B├╝rgermeister Just nannte das eine „offene Flanke“: „Wir wissen noch nicht, wer der Schulleiter werden wird.“

Es kann, muss aber nicht sein, dass der Hirschberger Rektor Jens Drescher zum Zug kommt. M├Âglicherweise gibt es auch andere Bewerber. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird nach Informationen der Redaktion Rektorin der Johannes-Kepler-Grundschule.

Dokumentation:
Der Entwurf f├╝r die Verbandssatzung

Anmerkung der Redaktion:
Der f├╝r das hirschbergblog und heddesheimblog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

Drescher oder Rudolf? – MM bl├Ąst zum Halali

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 27. Februar 2010. Die beiden B├╝rgermeister Michael Kessler und Manuel Just sowie die jeweiligen Mehrheiten der Gemeinder├Ąte haben einen „modifizierten“ Antrag auf eine „Werkrealschule neuen Typs“ auf den Weg gebracht. Damit m├╝ssen die Stellen der Schulrektoren neu ausgeschrieben werden. Der Mannheimer Morgen bl├Ąst zum Halali.

Kommentar: Hardy Prothmann

Der Artikel ist kurz und knapp – und formuliert doch eine Entscheidung: Es kann nur einen geben. Durch die gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Hirschberg und Heddesheim wird ein Rektorenteam ├╝berfl├╝ssig.

Der Mannheimer Morgen (MM) hat bei den Schulleitern „am Rande“ Erkundigungen eingezogen – also gewisserma├čen „recherchiert“ oder sich auch „rangeschlichen“ – wie man das auch immer interpretieren will.

Tats├Ąchlich macht der MM etwas anderes: Der Bericht bringt die beiden P├Ądagogen Jens Drescher (Hirschberg) und Hiltrud Rudolf (Heddesheim) in eine Konkurrenzsituation und folgt damit der politischen Logik. Wie immer.

Wer den Kampf gewonnen hat, l├Ąsst sich schon aus der ├â┼ôberschrift erahnen: „Rektor Drescher will sich bewerben“. Oder sp├Ątestens beim Blick auf das Foto. Das zeigt Herrn Drescher – ein Foto von Frau Rudolf gibt es nicht.

Herr Drescher, also der, der kandidieren will, ist ausweislich der Klammer „(34)“ 34 Jahre alt. Frau Rudolf ist ├Ąlter – auf eine Altersangabe verzichtet der MM. W├Ąhrend sich Drescher bewerben will, „mochte sich Frau Rudolf nicht zu ihren Pl├Ąnen ├Ąu├čern“.

Was soll das? Soll hier „Spannung“ erzeugt werden? ├â┼ôber ein Personenkarussell?

Das heddesheimblog hat bereits am 18. Februar 2010 die „Entscheidungsfrage“ aufgegriffen – allerdings mit einer klaren Einsch├Ątzung und nicht mit einer perfiden Andeutung. Dazu mussten wir weder Herrn Drescher fragen, noch Frau Rudolf.

Durch die Entscheidung der Gemeinden war klar, dass eine Schulleitung weichen muss. Es war auch klar, dass sich ein junger Mann wie Herr Drescher selbstverst├Ąndlich bewerben wird. Es ist auch klar, dass sich eine verdiente Schulleiterin wie Frau Rudolf nicht zu einer solch plumpen Anfrage ├Ąu├čern w├╝rde.

Das hat sie ihrem Kollegen Drescher voraus – Erfahrung.

Herr Drescher wiederum ist sein Ehrgeiz ├╝berhaupt nicht vorzuwerfen. Es ist absolut legitim, sich derart zu ├Ąu├čern.

Was die B├╝rgermeister als gute L├Âsung verkauft haben und was vom Gemeinderat in aller Verantwortlichkeit entschieden wurde, dokumentiert der MM jetzt als Konkurrenz zwei Schulleiter, die sich diesen „Kampf um die F├╝hrung“ nicht ausgesucht haben, sondern durch die Verantwortlichen in diese Situation gedr├Ąngt wurden.

Sch├Ân ist das f├╝r keinen der beiden – schon gar nicht, wenn der MM sich dieses „Themas“ in dieser Art „annimmt“.

Vergessen hat der MM zu berichten, dass Herr Drescher sich bewerben will und kann – aber durchaus auch noch andere potenzielle Schulleiter. Das w├Ąre dann noch eine Story wert.

Die Werkrealschule der Politik zeigt nun ihre Auswirkungen.

Lesetipp: „Rudi macht nicht mehr mit“

Anmerkung der Redaktion: „MM“ steht auch f├╝r die Weinheimer Nachrichten, „wn“. Die Redaktionen der beiden Zeitungen tauschen Artikel aus – um sich gegenseitig „auszuhelfen“.
Beide Zeitungen ver├Âffentlichen aber auch durchaus „origin├Ąre St├╝cke„.

Was vom Antrag ├╝brig bleibt – die Werkrealschule der Politik

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 18. Februar 2010. Der urspr├╝ngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule ist gescheitert. Das „macht nichts“, denn ein „Alternativantrag“ soll die „L├Âsung“ sein.

Kommentar: Hardy Prothmann

Es geht um das „Wohl unserer Sch├╝ler“. An dieser Aussage lie├čen die B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) keinen Zweifel.

Kein Zweifel? Von wegen.

Das Konzept der Werkrealschule an sich ist verzweifelt.

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Michael Kessler, Georg Wacker, Manuel Just finden "Alternativl├Âsung". Bild: hblog

Nur Baden-W├╝rttemberg und Bayern leisten sich dieses Konzept, w├Ąhrend schon zehn andere der sechzehn Bundesl├Ąnder die Hauptschule abgeschafft haben oder dabei sind, diese abzuschaffen.

In Stuttgart wird eine Kirchturmpolitik gemacht, die mit den „Zust├Ąnden“ vor Ort, mit dem Zustand der Hauptschule an sich nichts zu tun hat. Die Werkrealschule ist eine „Zwischenl├Âsung“ auf dem Weg zur Abschaffung der Hauptschule und von Motiven getrieben, denen ganz sicher das „Wohl der Sch├╝ler“ egal ist. Es geht darum, was diese „kosten“.

Das Konzept ist, dass alles noch nicht geregelt ist.

Wenn Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) etwas von „p├Ądagogischen Konzepten“ in diesem Zusammenhang erl├Ąutert, darf man mit Fug und Recht behaupten, dass er „schw├Ątzt“.

Denn mit den Konzepten ist es nicht weit her.

Das Gesetz zu dieser „Schulreform“ wurde im Hauruck-Verfahren von der Landesregierung gegen die Empfehlungen der Lehrer und Eltern durchgedr├╝ckt. Die Vorsitzende des Landeselternbeirats Christiane Staab (CDU) ist zusammen mit ihrer Stellvertreterin Sylvia Wiegert aus „Entsetzen“ ├╝ber die Schulpolitik am 20. Januar 2010 von ihrem Amt zur├╝ckgetreten.

Konzepte? Bis heute liegen keine Lehrpl├Ąne f├╝r diese ach-so-tolle Werkrealschule „neuen Typs“ vor. Erst in einigen Wochen wird das der Fall sein: „Die Schulen und Lehrer haben dann ausreichend Zeit, sich darauf einzustellen“, sagt Staatssekret├Ąr Wacker und tut so, als liefe alles wie am Schn├╝rchen.

Hautpsache „gesetzeskonform“.

Das tut es aber nicht. Die AlternativNotl├Âsung Hirschberg-Heddesheim ist ein erstklassiges Beispiel.

Auf der Pressekonferenz wird eine „gesetzeskonforme“ L├Âsung pr├Ąsentiert. B├╝rgermeister Manuel Just machte keinen Hehl daraus, dass man aus der misslichen Lage das Beste machen wollte (erster Antrag) und das Bestm├Âgliche nun beantragen wolle (Alternativantrag).

Kommende Woche wird die zweitbeste aller schlechten L├Âsungen nun durchgeboxt. Am Montag wird der Hirschberger Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Dienstag soll der Gemeinderat den neuen Antrag abnicken, am Mittwoch wird der Heddesheimer Elternbeirat in Kenntnis gesetzt, am Donnerstag soll der dortige Gemeinderat nicken.

F├╝r die beiden Schulen, die dann k├╝nftig eine sein werden, wird die Schulleitung neu ausgeschrieben. Voraussichtlich wird Jens Drescher, der Leiter der Martin-St├Âhr-Schule der neue Leiter der gemeinsamen Werkrealschule – es k├Ânnte aber auch jemand anderes werden. Die Heddesheimer Rektorin Hiltrud Rudolf wird sich voraussichtlich der Lage beugen und Leiterin einer Johannes-Kepler-Grundschule werden.

Doch auch das ist noch nicht geregelt – voraussichtlich wird die gemeinsame Werkrealschule zum kommenden Schuljahr 2010/11 starten und noch beide Schulleitungen im Amt haben.

Dringende Probleme

Ein neuer Name wird bis dahin auch noch nicht gefunden haben, denn „es gibt dringendere Probleme“ zu l├Âsen, wie B├╝rgermeister Manuel Just sagt.

Beispielsweise die Organisation der verteilten Schule: Wer, wann, wo und wie sind die bislang ungel├Âsten Fragen zum Einsatz der Lehrer.

Auch der Transport der Sch├╝ler ist noch nicht geregelt. Wie sch├Ân, dass das „die Zehntkl├Ąssler nicht betrifft“, wie B├╝rgermeister Michael Kessler sagt, „die k├Ânnen wie bisher auch mit dem normalen ├ľPNV fahren“.

Vier Klassenzimmer stehen k├╝nftig in Hirschberg oder in Heddesheim leer. Was macht man damit? B├╝rgermeister Kessler sagt allen Ernstes: „Die k├Ânnte man dann beispielsweise renovieren. Oder so.“

„Oder so“ also.

Die „Werkrealschule der Politik“ f├╝hrt dazu, dass „zwei starke Hauptschulen“ in ein zweifelhaftes Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gest├╝rzt werden.

Der vom Staatssekret├Ąr hoch gelobte „mittlere Bildungsabschluss“ der Werkrealschule, der angeblich dem Realschulabschluss „gleichwertig“ sein soll, ist in den Nachbarl├Ąndern Rheinland-Pfalz und Hessen unbekannt und dementsprechend nichts wert.

Ein guter Abschluss?

Darauf angesprochen sagt Herr Wacker: „Die Kultusministerkonferenz hat diesen Abschluss quasi „zertifiziert“. Hier in Baden-W├╝rttemberg wurde uns versichert, dass dies ein guter Abschluss ist.“

Ein guter Abschluss also? Das wird sich in der Praxis zeigen m├╝ssen. Aus Sicht der Lehrer handelt es sich um einen Etikettenschwindel.

Die Schulnote f├╝r die „Schulreform“ und die Hirschberger-Heddesheimer-L├Âsung hingegen steht fest: Sie ist mangelbehaftet. Ebenso wie die „Einbeziehung“ der Sch├╝ler, Eltern und des Elternbeirats – was kommende Woche passieren wird, hat nichts mit „Einbeziehung“ zu tun, sondern nur mit „Durchboxen“.

Die Alternativl├Âsung ist eine L├Âsung ohne Alternative.

Gemeinsame Werkrealschule: Der „Alternativantrag“

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 18. Februar 2010. Der urspr├╝ngliche Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg hatte politisch keine Chance. Ein Alternativantrag soll genehmigungsf├Ąhig sein.

Der Alternativantrag f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule sieht vor, dass bereits zum kommenden Schuljahr die Klassen 5-7 der Hauptschulen Heddesheim-Hirschberg einz├╝gig (also nur mit einer Klasse in der Stufe) vor Ort unterrichtet werden (siehe unseren Bericht „Letzte Verhandlungen zur Werkrealschule„).

Die Klassen 8-9 werden zweiz├╝gig an wechselnden Standorten unterrichtet. Die Klasse 10 wird dort absolviert, so zuletzt die Klasse 9 stattgefunden hat.

Auf einer Pressekonferenz in Hirschberg erl├Ąuterten die B├╝rgermeister Michael Kessler (Heddesheim) und Manuel Just (Hirschberg) sowie Staatsminister Georg Wacker (CDU), dass der gemeinsame Schulstandort Hirschberg sein soll. Heddesheim soll als „Ausgleich“ Standort eines noch einzurichtenden „Schulzweckverbandes“ werden.

Am Montag, den 22. Februar 2010, soll der Hirschberger Elternbeirat der Martin-St├Âhr-Schule ├╝ber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 23. Februar 2010 soll der Hirschberger Gemeinderat dem Antrag zustimmen. Am 24. Februar soll der Heddesheimer Elternbeirat der Johannes-Kepler-Schule ├╝ber den „Alternativantrag“ unterrichtet werden. Am 25. Februar 2010 soll der Heddesheimer Gemeinderat dem „Alternativantrag“ zustimmen.

Die Zustimmung der beiden Gemeinder├Ąte ist die Vorraussetzung, dass beide Gemeinden bis zum 15. M├Ąrz 2010 einen neuen „Alternativantrag“ stellen k├Ânnen.

Dokumentation der Pressemitteilung:

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Das heddesheimblog

Gemeinsame Werkrealschule: Alternativantrag genehmigungsf├Ąhig

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 17. Februar 2010. Der Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim ist nicht genehmigungsf├Ąhig. Ein Alternativantrag soll akzeptiert werden.

Die B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Michael Kessler (Heddesheim) sowie der Staatssekret├Ąr Georg Wacker (CDU) haben heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gegeben, dass der urspr├╝ngliche Antrag der beiden Gemeinden f├╝r eine gemeinsame Werkrealschule nicht genehmigungsf├Ąhig ist.

Stattdessen solle ein Alternativantrag gestellt werden, „f├╝r den ich ganz klar die Genehmigung signalisieren kann“, sagte Staatssekret├Ąr Wacker.

Danach verbleiben die Klassen 5-7 an den Standorten Heddesheim und Hirschberg. Jahrgangsstufe 8 wird an einem Standort unterrichtet, Jahrgangsstufe 9 wechselt dann an den anderen Standort, wo auch die zehnte Klasse abgeschlossen wird.

Diesem Modell m├╝ssen aber noch die beiden Gemeinder├Ąte zustimmen.

Der Artikel wird aktualisiert.
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