Samstag, 25. November 2017

Schnelles Internet ist einer der wichtigsten Standortfaktoren fĂŒr die Wirtschaft

Standortfaktor: Datenautobahn

Rhein-Neckar, 10. Oktober 2014. (red/ms) Die Datenautobahnen Deutschlands sind eine riesengroße Baustelle: Vielerorts ausbaufĂ€hig und gerade in lĂ€ndlichen Gegenden oft in einem katastrophalen Zustand. Langsame Internetverbindungen drosseln den Datenverkehr und bremsen die Wirtschaft aus – oft mit schwerwiegenden Folgen. Denn fĂŒr viele Betriebe ist das Internet inzwischen mindestens genauso wichtig wie gute Straßen. Doch die Politik hat das lange Zeit verschlafen: Wegen mangelhafter AnschlĂŒsse erleiden derzeit fast zwei Drittel der Unternehmen in Baden-WĂŒrttemberg ProduktivitĂ€tsverluste und Wettbewerbsnachteile. Mehr als 15 Prozent denken deswegen sogar ĂŒber einen Standortwechsel nach. [Weiterlesen…]

Immer mehr Menschen nutzen die klassischen Medien online

79 Prozent der Deutschen ĂŒber 14 Jahre online

Frankfurt am Main/Rhein-Neckar, 10. September 2014. (red/ld) Je mobiler internetfĂ€hige GerĂ€te werden, desto hĂ€ufiger sind die Menschen online. Rund 79 Prozent der BĂŒrger/innen ĂŒber 14 Jahre in Deutschland greifen mittlerweile im Internet auf Daten zu oder kommunizieren darĂŒber miteinander – sei es mit dem fest installierten PCs zuhause oder handlichen Smartphones unterwegs. Dabei wird das Internet vor allem fĂŒr Dinge genutzt, die man frĂŒher offline erledigt hat. [Weiterlesen…]

Mediennutzung und Medienkompetenz bei Jugendlichen

Internet ist Leitmedium bei Jugendlichen

Stuttgart/Rhein-Neckar, 20. Juni 2014. (red/ld) Kommunikations- und Unterhaltungsmedium, Informationsquelle oder Statussymbol: Das Internet ist fĂŒr Jugendliche das Medium Nummer eins und liegt damit noch vor dem Fernsehen und dem Radio. Weniger nutzen dagegen Printmedien wie Zeitung oder BĂŒcher. Das ist das Ergebnis einer Studie des medienpĂ€dagogischen Forschungsverbunds SĂŒdwest. [Weiterlesen…]

Informationen zur KriminalprÀvention

BetrĂŒger erpressen Internetbekanntschaften

Mannheim/Rhein-Neckar, 29. Januar 2014. (red/pol) Die Betrugsform Romance-Scamming schĂ€digt Opfer nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Aktuelle FĂ€lle zeigen, dass TĂ€ter auch vor erpresserischem Menschenraub nicht zurĂŒckschrecken. Obwohl im Rhein-Neckar-Kreis keine FĂ€lle bekannt sind, informiert die Polizei ĂŒber KriminalprĂ€vention. [Weiterlesen…]

Schnelles Internet fĂŒr alle

fibernet_Vertragsunterzeichnung

Vertragsunterzeichnung fĂŒr das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk (vorne v.l.n.r.): Nils Drescher (Projektleiter, Rhein-Neckar-Kreis), Landrat Stefan Dallinger, Rudi Feil (GeschĂ€ftsfĂŒhrer Geo Data), Jennifer Reckow (Projektleiterin, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin processline). (hinten v.l.n.r.): Prof. Dr. JĂŒrgen Anders (HS Furtwangen), Volker Weinkötz (Vergabestelle, Rhein-Neckar-Kreis), Manuel Hommel und Werner Riek (beide Geodata GmbH), Ann-Katrin Schwöbel (processline), Kai-Markus Schenek (iuscomm), Detlef Brandt (processline). Foto: Landratsamt Rhein-Neckar

 

Rhein-Neckar, 05. August 2013. (red/pm) Welche Maßnahmen sind im Rhein-Neckar-Kreis notwendig, um die Haushalte und Unternehmen flĂ€chendeckend mit schnellem Internet zu versorgen? Wie soll ein möglicher Ausbau organisiert und finanziert werden? Am 31. Juli fiel im Landratsamt der Startschuss fĂŒr das landesweite Modellprojekt fibernet.rnk, das Antworten auf diese zentralen Fragen geben wird. [Weiterlesen…]

Alice und ihre Welt - Kolumne von Gesina StÀrz

Mein Smartphone und ich gehen einen Kaffee trinken

Ist ein Smartphone ein guter Ersatz fĂŒr einen

Rhein-Neckar, 04. Juni 2012. Ist ein Smartphone ein guter Ersatz fĂŒr einen „echten“ Begleiter? Geht der Trend zum Secondhand-Leben? DarĂŒber macht sich Gesina so ihre Gedanken.

Gerhard Polt wurde vor kurzem 70 Jahre alt. Er wird halt Ă€lter, wie er selbst sagt, was keineswegs mit dem Wort „alt“ und seiner Bedeutung zu verwechseln ist. Denn alt ist, wer nicht mehr aktiv am Leben teilnimmt, vorm Fernseher herumhĂ€ngt und das Leben aus zweiter Hand aus den Medien erfĂ€hrt.

Nach der Definition können auch junge Menschen als alt bezeichnet werden, so sagt es der am Schliersee lebende Kabarettist. Und nach seinen Beobachtungen gibt es darĂŒber hinaus einen Trend zum Secondhand-Leben.

Heute tauschen sich die Menschen sehr hĂ€ufig ĂŒber das aus, was sie vermittelt durch Medien erlebt haben: also im Fernsehen gesehen, im Internet entdeckt oder in den Zeitungen gelesen. Ja, so ist das. Und das ist noch nicht alles.

Real oder virtuell?

Wir Menschen sind uns dank der Medien so nah und dabei gleichzeitig so fern, dass man meinen könnte, ein und derselbe Mensch wandere zwischen Parallelwelten hin und her, und nur gelegentlich befinden wir uns in der Welt, die wir real nennen, in der es GerĂŒche gibt, etwas zu essen und das natĂŒrliche BedĂŒrfnisse, das Gegessene in verarbeiteter Form wieder loszuwerden.

Ach ja, das Atmen nicht zu vergessen, und das Trinken. Einen Cappuccino zum Beispiel oder einen Latte Macchiato. Das geht nur real, nicht virtuell, aber natĂŒrlich mit virtueller Begleitung. WĂ€hrend ich dies schreibe, sitze ich in einem CafĂ© in Mannheim und mir gegenĂŒber an einem Tisch eine junge Frau, vielleicht Anfang 20, die Konturen um die Augen schwarz nachgezogen, die Haut blass, der Blick gelangweilt, vor einer Jumbotasse Milchkaffee.

Es ist ĂŒbrigens ein CafĂ© mit einem wunderbaren Blick auf den Rhein. Sitzt man in erster Reihe, dann ist man dem Wasser so nah, dass man das GefĂŒhl hat, man gleite knapp ĂŒber der WasseroberflĂ€che dahin.

Begleiter, die nicht da sind – eigentlich

ZurĂŒck zur jungen Frau. Sie sitzt zwar allein am Tisch, aber sie ist dennoch nicht allein. Neben der Jumbotasse Milchkaffee liegt ihr virtueller Begleiter, ein Smartphone. Gelegentlich gibt ihr virtueller Begleiter Töne von sich, dann liest sie von seinem Display etwas ab, lĂ€chelt, tippt auf ihm herum und nimmt einen Schluck Kaffee.

Manchmal spricht sie in ihren virtuellen Begleiter hinein, gibt ihre Position durch, fragt nach seiner Position, erklĂ€rt, dass sie nichts macht und auch noch nicht weiß, was sie spĂ€ter machen wird. Dann legt sie auf und surft offensichtlich via Smartphone im Internet. Vielleicht brauchte sie neue Erlebnisse, neue Informationen, neue Nachrichten aus der virtuellen Welt, um etwas zum ErzĂ€hlen zu haben.

Vielleicht waren es KaffeehausgÀste wie diese junge Frau und ihre virtuellen Begleiter, die Gerhard Polt beobachtete und die ihn zu seiner Secondhand-Erlebnisweltthese brachten.

GehirnkapazitÀt outsourcen

Aber nicht nur Kabarettisten machen sich Gedanken ĂŒber die Auswirkungen der medialen Welt auf unser Leben, auch Philosophen. David Chalmers, einer der bedeutendsten Philosophen unserer Zeit, kauft sich nicht einfach nur ein iPhone, er denkt auch ĂŒber ein solches nach.

Ebenso Andy Clark, auch Philosoph. Ihre Thesen lauten: Wir erweitern unseren Geist, das Mentale ist ĂŒberall in der Welt. In Google zum Beispiel und in anderen Suchmaschinen zu denen wir via Hardware Zugang haben. Unsere Gehirne outsourcen sozusagen GedĂ€chtnisfunktionen und haben dann freie KapazitĂ€ten fĂŒr andere Leistungen.

Offensichtlich ist uns das noch gar nicht bewusst. Wir stecken in den Kinderschuhen großer Entwicklungen. Wir haben die Möglichkeit, kognitive Leistungen zu outsourcen. Damit erschließen sich freie GeisteskapazitĂ€ten. Ist das nicht so, als wĂŒrden sich uns völlig neue Ressourcen erschließen, wie einst zu Beginn der Industrialisierung die Rohstoffvorkommen unserer Erde?

Jetzt haben wir Unmengen von freien DenkkapazitĂ€ten zur VerfĂŒgung. Nur, wozu nutzen wir diese? Sollten nicht schon unsere Kinder in KindergĂ€rten und Schulen darauf vorbereitet werden?

Die junge Frau mir gegenĂŒber schließt Kopfhörer an ihr Smartphone an und stöpselt sie ins Ohr. Sie hört vermutlich Musik. Ich studiere ihren Gesichtsausdruck in der Hoffnung, herauszufinden, was sie hört. Sie ist blass und schaut ein wenig gelangweilt – alles unverĂ€ndert. Vielleicht sollte ich sie anrufen oder ihr eine SMS schicken?

Der glÀserne User

Gastbeitrag: PrivatsphÀre im Internet

Von Martin Heilmann

Freuen Sie sich ĂŒber Werbeanzeigen im Internet, die genau auf Sie zugeschnitten sind? Das Ihnen exakt Ihre Lieblingsschuhmarke oder das seit Wochen gesuchte Technikprodukt offeriert wird? Ja? Haben Sie sich jemals gefragt, wie das möglich sein kann?

Das Internet ist nicht intelligent. Es kann nicht wissen, welche Produkte Sie prĂ€ferieren. Es gibt aber Programme im Internet, die eines können: Daten ĂŒber Sie sammeln und diese speichern.

Persönliche Daten sind lukrative Informationen fĂŒr die Werbewirtschaft. Je detaillierter die Angaben, desto besser. Umso zielgerichteter kann der Werbende Sie persönlich “ansprechen”.

Grundinfos sind Namens-, Adressen- und Altersangaben sowie die Telefonnummer und die Emailadresse, die zum Beispiel bei kostenlosen Gewinnspielen angegeben werden. Je hĂ€ufiger Sie bei Gewinnspielen mitmachen, desto voller dĂŒrfte das Spamfach des Emailkontos sein. Das kennt man auch von Payback-Karten und Treueaktionen bei SupermĂ€rkten, Einkaufszentren und Tankstellen. Dann ist es eben der Briefkasten, der mit Reklameschreiben “zugemĂŒllt” wird.

Neben den „aktiv“ preisgegebenen Informationen hinterlĂ€sst ein Internetnutzer beim „Surfen“ „passiv“ Daten. Kleine Programme – sogenannte Cookies – beobachten und scannen Internetuser. Cookies können sich unter anderem Suchbegriffe und das Nutzerverhalten („tracking“) „merken“.

Cookies von Dritten löschen – Einfache Datenschutzeinstellungen

Um dem „Tracking“ und „Cookies“ das Leben zu erschweren, gibt es Internetbrowser-Einstellungen, die fĂŒr etwas mehr AnonymitĂ€t im Internet sorgen können.

Datenschutz beim Internetbrowser Firefox. U.a. Cookies können gelöscht werden.

Bei Firefox gelangt man ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Einstellungen und dann in der Kategorie Datenschutz in den betreffenden Bereich (siehe Bild). Beim Internetexplorer ĂŒber den MenĂŒpunkt Extras -> Interneteinstellungen in der Kategorie Allgemein.

Selbst wann und wie lange man sich auf Internetseiten aufhĂ€lt, kann nahezu problemlos ĂŒber diese Programme festgestellt werden. Sich der stĂ€ndigen Datensammlung im Internet zu entziehen, scheint fast unmöglich. Über die IP-Adresse, die jeder Nutzer beim „Surfen“ als eigene spezifische Internetadresse bzw. Kennung mitschickt, kann das Nutzerverhalten verfeinert und personifiziert werden. Internetseitenbetreiber können dies nutzen und haben es nach kurzer Zeit nicht mehr allzu schwer, Ihnen passende Angebote anzupreisen. (Ähnlich verhĂ€lt es sich ĂŒbrigens auch bei oben beschriebenen Kundenkarten von SupermĂ€rkten usw..)

Gibt es im Internet ĂŒberhaupt eine PrivatsphĂ€re?

Immer mehr Unternehmen tummeln sich im Internet und machen Nutzer zu glÀsernen Kunden. Nutzer, die im Internet unterwegs sind, glauben sich dort frei und völlig anonym bewegen zu können. Die wohl bekanntesten Datensammler im Internet sind Unternehmen wie Facebook und Google.

Stellt der „unbemerkte“ Lauschangriff im Internet fĂŒr uns eine Gefahr dar? Es hat doch etwas fĂŒr sich, dass man zum Beispiel bei Onlineshops nicht mehr selbst nach Lieblingsprodukten suchen muss, sondern diese einen förmlich “anspringen”.

Es ist aber durchaus bedenklich, dass es kaum möglich ist, nachzuvollziehen, wer alles und in welchem Umfang Informationen abgespeichert und darĂŒber hinaus – ĂŒber die Allgemeinen GeschĂ€ftsbedingungen mit unserem EinverstĂ€ndnis – an Dritte weitergegeben hat.

Andererseits muss hinterfragt werden, ob man im „echten“ Leben allen und jedem preisgibt, wie unter anderem der aktuelle Beziehungsstatus ist, mit wem man wann und wohin Feiern/Essen gegangen ist, oder wer der aktuelle Arbeitgeber ist und wie die frĂŒheren hießen?

Zuhauf werden freiwillig derartige Informationen in sozialen Netzwerken preisgegeben. Wenn dazu noch der richtige Wohnsitz samt Anschrift und Altersangabe kund getan werden, dĂŒrfte der „Informations-Cocktail“ der Werbeindustrie mehrere Dutzend Euros wert sein.

Aus einem anonymen Internetnutzer kann schnell ein Mann aus Heddesheim werden, ĂŒber den Facebook weiß, dass er 45 Jahre alt ist, verheiratet ist, zwei Kinder hat, zwei Katzen sein Eigen nennt, und und und.

Datensammler mĂŒssen nicht „alles“ ĂŒber Sie wissen. Liefern Sie Ihnen persönliche Daten zumindest nicht „frei Haus“. Inwieweit von einer Gefahr fĂŒr den Internetnutzer gesprochen werden kann, lĂ€sst sich abschließend nicht klĂ€ren. In jedem Fall sind bis heute viele datenschutzrechtlichen Fragen nicht geklĂ€rt.

Hinweis der Redaktion:

Dieser Artikel ist von unserem Partner Tegernseer Stimme ĂŒbernommen, die wie unsere Redaktion auch Mitglied beim lokaljournalistischen Netzwerk istlokal.de ist.

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 22. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

16.10.2001
Internet wird hörbar – Das Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG – Handelsblatt

16.10.2001
Grimmas OrdnungshĂŒter nutzen Internet fĂŒr ihren PrĂ€ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und JugendkriminalitĂ€t – Polizei geht fĂŒr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet veröffentlicht. – Hamburger Morgenpost

17.10.2001
B2B-Plattform im Hafen von Barcelona – Warenumschlag wird per Internet kontrolliert – Handelbslatt

17.10.2001
T-Online beteiligt sich mit 50 Prozent an Interactive Media des Axel Springer Verlages – DIE WELT

17.10.2001
StĂ€dtische Ausschreibungen via Internet – Mainz akzeptiert Angebote mit digitaler Signatur – Der Postweg bleibt weiterhin im Angebot – Rhein Main Zeitung

18.10.2001
AOL Time Warner ĂŒbertrifft reduzierte Prognosen – Zuwachs bei Abonnentenzahlen / Kabelfernsehen und Internet gleichen flauen Werbemarkt aus – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

18.10.2001
Internet-Magazin erhielt den OnlineStar 2001 – Sparkasse.de ist die beste Finanz-Webseite des Jahres – Nur sechs Monate nach ihrem Start wurde die Web-Seite „Sparkasse.de“ von ĂŒber 800 000 Nutzern… – DIE WELT

18.10.2001
Macht das Surfen im Internet sĂŒchtig? – Tagung befasste sich mit den Gefahren der digitalen Welt fĂŒr Kinder – Frankfurter Rundschau

19.10.2001
AusdrĂŒcklich verbieten. Privates Surfen im Internet ist im BĂŒro nicht automatisch untersagt. Ein Chef muss das private Internetsurfen am Arbeitsplatz ausdrĂŒcklich verbieten. – Der Tagesspiegel

19.10.2001
Wireless LAN – EuropĂ€ischer Markt fĂŒr öffentliche Internet-ZugĂ€nge – Die Service-UmsĂ€tze mit öffentlichen Wireless LAN-InternetzugĂ€ngen werden in Europa in diesem Jahr 4,1 Millionen Dollar erreichen. – FAZ.NET

19.10.2001
Internet: Bald nicht mehr alles kostenlos? Verlage drĂ€ngen auf gebĂŒhrenpflichtige Inhalte – „Keine Gefahr fĂŒr Zeitungen“ – Passauer Neue Presse

20.10.2001
E-Bay – Rekorde auf dem Internet-Marktplatz – Das Online-Auktionshaus E-Bay wĂ€chst rasant weiter. – Frankfurter Rundschau

20.10.2001
Wettstreit um Internet-Kunden entbrannt – Vom Wettbewerb auf dem Multimedia-Markt in Köln und Bonn wird vor allem der Kunde profitieren. – Kölner Stadtanzeiger

20.10.2001
Kinder fragten Bundesfamilienministerin Bergmann per Internet – Gibt es den Dritten Weltkrieg? – Berliner Morgenpost

21.10.2001
Brite befreit sich per Internet – Ein in einer GartenhĂŒtte eingesperrter Brite hat sich mit einem Hilferuf ĂŒber das Internet befreit – WELT AM SONNTAG

21.10.2001
Internet-News gegen Geld?. Viele Leser, wenig Geld – – DER TAGESSPIEGEL

21.10.2001
Tricksen im Internet wird schwieriger – FRANKFURT. Eine sichere Methode: Alle Wege fĂŒhrten zu DocMorris, einer niederlĂ€ndischen Internet-Apotheke – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

22.10.2001
Bekanntheit der Handy-Portale im Internet steigt – Fast die HĂ€lfte der Mobilfunknutzer kennt die Angebote – Herunterladen von Logos und Klingeltönen – Das Mobiltelefon wird zur Informations- und Unterhaltungszentrale fĂŒr unterwegs. – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

22.10.2001
US-Moratorium fĂŒr Internet-Steuern lĂ€uft aus – Der US-Kongress hat es versĂ€umt, ein Moratorium fĂŒr Internet-Steuern zu verlĂ€ngern, das gestern abgelaufen ist. – DIE WELT

22.10.2001
Internet keine Konkurrenz fĂŒr Tageszeitungen – MÃƓNCHEN. Das Internet wird den Tageszeitungen nach Ansicht der bayerischen Verleger auch in Zukunft keine… – Berliner Zeitung

23.10.2001
China blockiert Nachrichtenseiten im Internet – Die chinesische Regierung hat erneut auslĂ€ndische Nachrichtenangebote im Internet blockiert – Handelsblatt

23.10.2001
Internet-Zugang/Telekom stellt kĂŒnftig/kein DSL-Modem mehr – Vor dem schnellen Weg ins Internet wird vom kommenden Jahr an eine zusĂ€tzliche Investition stehen – Frankfurter Rundschau

23.10.2001
Markt mit Internet – Studentinnen testen eine bislang in Deutschland einmalige InternetsĂ€ule auf dem Marktplatz in Leipzig. – Leipziger Volkszeitung

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 15. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

09.10.2001
Deutsche zahlen Internet-EinkĂ€ufe selten per Karte – Beim Einkaufsbummel im Internet zahlen die Deutschen einer Studie zufolge wesentlich seltener per Kreditkarte – Handelsblatt

09.10.2001
Der Weg ist frei fĂŒr Musik aus dem Internet – Die Musikwelt ordnet sich, der Weg ist frei – DIE WELT

09.10.2001
INTERNET/“Home-Banking bleibt unsicher“ Das Risiko, beim Home-Banking Opfer einer Hackerattacke zu werden, ist offenbar nach wie vor groß. – Hamburger Abendblatt

10.10.2001
Kein Lesefehler: Kabel NRW heißt nun Ish Unter einem Phantasienamen will der Kabelnetzbetreiber der Telekom Kunden abjagen / Breitband-Internet und Telefonie ĂŒber das Fernsehkabel – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

10.10.2001
IP-Anonymisierung verschleiert das Nutzerverhalten – Unerkannt im Internet surfen – Mit einer neuen Software ist es möglich, im Internet zu surfen, ohne Spuren zu hinterlassen. – Handelsblatt

10.10.2001
Ergo grĂŒndet im Januar neuen Internet-Versicherer – Traditioneller Außendienst soll Hauptvertrieb bleiben. – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Internet-Magazine in Schwierigkeiten – „Red Herring“ und „Salon“ leiden unter der BranchenschwĂ€che – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

11.10.2001
Kaufhof nimmt neuen Anlauf im Internet/Handelskonzern gibt Online-Phantasiemarke Zebralino auf – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Die Angst vor dem Computer-Terror / Die USA rĂŒsten sich gegen Angriffe via Internet – Allgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
USA prĂŒfen den Bau eines sicheren Regierungsnetzes/Neues Internet fĂŒr Behörden soll mehr Schutz bieten. – Financial Times Deutschland

12.10.2001
Browserspaß nur mit Nummer und Reisepass/CybercafĂ© in Havanna – Allgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
Immobilien im Netz Bei der Objektsuche und der Finanzierung der eigenen vier WĂ€nde leistet das Internet gute Dienste – Handelsblatt

13.10.2001
Lastwagen im Internet finden – TruckScout24 vermittelt das Nutzfahrzeug – Der MĂŒnchner Internetanbieter AutoScout24 erweitert mit TruckScout24 sein Angebot um Lastwagen, Transporter, SattelzĂŒge, Busse und Baumaschinen. F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

13.10.2001
Spar gibt Verkauf ĂŒber das Internet auf – Der Handelskonzern Spar zieht sich aus dem GeschĂ€ft mit der Bestellung von Lebensmitteln zurĂŒck – Stuttgarter Zeitung

13.10.2001
BĂŒcher beliebteste Ware im Internet – BĂŒcher sind die beliebteste Ware im Internethandel. – DarmstĂ€dter Echo

14.10.2001
Internet-Verkauf von Lebensmitteln lohnte sich nicht – Aus fĂŒr Spar 24 – Berliner Morgenpost

14.10.2001
Urteil gegen T-Online – Hamburg/tj/- Bislang hieß es in der Werbung des Telekom-Onlinedienstes: „T-Online ist der grĂ¶ĂŸte Internet-Provider – WELT AM SONNTAG

14.10.2001
Systems 2001 – IT-Branche sucht Wege aus der Krise – Rund 15 Prozent weniger Teilnehmer werden auf der diesjĂ€hrigen Systems erwartet, die am Montag in MĂŒnchen ihre Toren öffnet. FAZ.NET

15.10.2001
Beratungsfirma Gartner stellt IT-Trends vor – Internet-Dienste bleiben Top-Thema fĂŒr Unternehmen – DIE WELT

15.10.2001
Das mobile Internet bleibt vorerst eine Vision – Financial Times Deutschland

15.10.2001
ARD erweitert Internet-Angebot. Die ARD wird das Internet-Angebot der „Tagesschau“ erweitern. – Der Tagesspiegel

16.10.2001
Internet wird hörbar – Das Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG – Handelsblatt

16.10.2001
Grimmas OrdnungshĂŒter nutzen Internet fĂŒr ihren PrĂ€ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und JugendkriminalitĂ€t – Polizei geht fĂŒr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet veröffentlicht. – Hamburger Morgenpost

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 8. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

01.10.2001
Telekom baut VideoĂŒbertragung per Internet aus/Kooperation mit Servecast zielt auf Unternehmenskunden. – Financial Times Deutschland

01.10.2001
Internet-SupermĂ€rkte liefern hĂ€ufig falsche Ware – DIE WELT

01.10.2001
Intershop schlĂ€gt nach Umsatzwarnung Sparkurs ein – Das E-Commerce-Unternehmen Intershop reduziert seine Belegschaft um 25 Prozent auf 790 Mitarbeiter. – FAZ.NET

02.10.2001
1&1 Internet AG startet neue DSL-Flatrate – Die 1&1 Internet AG bietet seit Montag eine neue DSL-Flatrate ohne Zeit oder VolumenbeschrĂ€nkung – Handelsblatt

02.10.2001
Internet als Patent – nein danke – Das W3C will kĂŒnftig patentierte Internet-Technologien zulassen. – netzeitung.de

02.10.2001
Besserer Verbraucherschutz im Internet – EU-Kommission kritisiert geringen Anteil des E-Commerce / GrĂŒnbuch – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

03.10.2001
Streit um .biz-Domains sorgt fĂŒr Verzögerungen – Zwei neue Internet-Adressendungen, .biz und .info, ergĂ€nzen ab diesem Monat den Namensraum im Netz. – FAZ.NET

03.10.2001
Internet-Apotheken in den Startlöchern – Deutscher Markt ist sehr interessant fĂŒr Medikamenten-Versand – DarmstĂ€dter Echo

03.10.2001
SchĂŒler-Projekt/Internet bringt Ost und West zusammen/BundesprĂ€sident Rau startet Initiative – Mitteldeutsche Zeitung

04.10.2001
Edu-Commerce: Wie Unternehmen die Kunden im Internet einfangen – Weiterbildung als Instrument der Kundenbindung im Internet / Edu-Commerce wird zum Geheimtip fĂŒr erfolgreiches Marketing – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

04.10.2001
Hamburg bleibt trotz Pleiten starker Internet-Standort – Hamburg wird trotz der jĂŒngsten Pleiten von Internet-Firmen wie PopNet und Kabel New Media ein wichtiger Standort – DIE WELT

04.10.2001
Stunde der Sieger/Internet. Trotz Krisenstimmung setzen die meisten Unternehmen weiter auf/E-Commerce. – CAPITAL

05.10.2001
Attacken aus dem Internet/Der digitale Krieg besteht in erster Linie aus Desinformation – DIE WELT

05.10.2001
Hohe Schulden zwingen KPN zum Verkauf der Internet-Tochter – Financial Times Deutschland

05.10.2001
Hamburg: Lotto auch per Internet – Hamburger Lottospieler können ihre Tipps von sofort an auch im Internet abgeben. – Hamburger Abendblatt

06.10.2001
VerbĂ€nde kritisieren Internet-Gesetz „Herkunftslandprinzip verankern“ / Verstoß gegen EU-Recht – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.10.2001
Dresdner Bank bĂŒndelt ihre Internet-AktivitĂ€ten Bis 2006 Zahl der Online-Nutzer verdoppeln – Börsen-Zeitung

06.10.2001
Kienbaum erwartet keine Rezession – Bewerber-Suche im Internet soll ausgebaut werden – DIE WELT

Aus aktuellem Anlass eine RĂŒckschau. Steve Jobs vor 10 Jahren im Jahr 2001

19.06.2001
Die neue Geradlinigkeit – Wenn man der Nase von Apple-Chef Steve Jobs trauen kann, ist Purismus der neue Trend im Computerdesign. – Berliner Zeitung

26.05.2001
Steve Jobs verkĂŒndet QualitĂ€tssprung – Steve Jobs verkĂŒndet dies am 21. Mai auf einer Entwickler-Konferenz in San Jose (Kalif.) – Mitteldeutsche Zeitung

23.03.2001
Firmen-GrĂŒnder Steve Jobs ruft das „Dritte goldene Zeitalter“ des PC aus – Apple bringt neues Betriebssystem gegen Windows XP in Stellung – Handelsblatt

13.01.2001
Apple geht in die Offensive/Mac OS X endlich fertig – Einmal hat Steve Jobs den Computerhersteller Apple schon gerettet. – Mitteldeutsche Zeitung

12.01.2001
Ein goldenes Zeitalter im Zeichen von Titan /Apple zeigt schnellere Desktop-Rechner und ein schlankes Notebook – Steve Jobs – Neue ZĂŒricher Zeitung

07.10.2001
Billiger Pauschaltarif auf Mallorca – Bald können auch Deutsche auf einen gĂŒnstigen Pauschaltarif (Flatrate) fĂŒr den Zugang ins Internet hoffen. Allerdings mĂŒssen sie dazu nach Spanien – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

07.10.2001
„Ich wĂŒrde sehr gern in Hamburg bleiben“ – Der scheidende Wirtschaftssenator Thomas Mirow, SPD, ĂŒber die Krise der Hamburger Internet- Wirtschaft – DIE WELT AM SONNTAG

07.10.2001
Nasebohren mit Harald Schmidt. Hunderte Geschichten der „höflichen Paparazzi“ sammeln sich im Internet. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 24. September 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

26.09.2001
DocMorris baut sein Angebot deutlich aus/Internet-Apotheke kann nur mit breiterem Sortiment bestehen. – Financial Times Deutschland

26.09.2001
Schreiben fĂŒr das Internet – Der Bereich „Neue Medien“ boomt in jeder Hinsicht. Unternehmen, VerbĂ€nde, Agenturen, Zeitschriften… – Kölner Stadtanzeiger

26.09.2001
mailto:president¾whitehouse.gov. Tausende von deutschen Internet-Nutzern mahnen George W. Bush zu Besonnenheit – Der Tagesspiegel

27.09.2001
Öffentlich-rechtliche Internet-Auftritte bleiben umstritten – Wissenschaftler sehen aber Notwendigkeit fĂŒr Förderung nichtkommerzieller Internet-Angebote / Neue Studie – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Popnet meldet Insolvenz an – Commerzbank kĂŒndigte Kredite des Internet-Dienstleisters – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Bund versteigert öffentliche AuftrĂ€ge im Internet -In Zukunft sollen AuftrĂ€ge der Öffentlichen Hand auch per Internet vergeben werden. – netzeitung.de

28.09.2001
EU-Regierungen einigen sich ĂŒber Richtlinie zum Fernabsatz von Finanzdienstleistungen – Mehr Verbraucherschutz fĂŒr FinanzgeschĂ€fte im Internet
– Handelsblatt

28.09.2001
Die Geschicke von Bertelsmann werden immer stĂ€rker vom Internet bestimmt – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

28.09.2001
Millionen neue Internet-Nutzer. „Bild“ startet Web-Offensive. – „Jeden Tag lesen elf Millionen Menschen die ,Bild‘-Zeitung, aber zu wenige davon nutzen bereits das Internet“ – Der Tagesspiegel

29.09.2001
Stellenabbau bei Handelsblatt-Gruppe – Rund 150 Stellen in Gefahr / Schwierige Lage der Wirtschaftspresse – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

29.09.2001
Michael Jackson fehlt/Internet-Vertrieb MusicNet will in sechs Wochen online gehen / StĂŒcke nicht kopierbar – Berliner Zeitung

29.09.2001
Moorhuhn 3 kommt ins Internet – Bochum – Bald können Moorhuhn-Fans wieder das virtuelle Federtier am Bildschirm erlegen – Hamburger Abendblatt

30.09.2001
Popnet Internet bricht nach Insolvenzantrag ein – Mit sofortiger Wirkung hat die Commerzbank der Popnet Internet AG den Geldhahn zugedreht – WELT AM SONNTAG

30.09.2001
Internet-Pionier Excite vor Insolvenz – Excite@home, der fĂŒhrende Anbieter breitbandiger Internet-AnschlĂŒsse in den Vereinigten Staaten, stellt Antrag auf GlĂ€ubigerschutz nach Kapitel 11 – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

30.09.2001
Der Staat surft mit. Terroristen mĂŒssen auch im Internet gejagt werden. Darin sind alle sich einig. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Gastbeitrag: AnonymitĂ€t im Internet – wohl oder wehe?


Verkleidung und AnonymitÀt sind beim Karneval "normal". Die Verwendung von Pseudonymen fördert im Netz Meinungsfreiheit. Bundesinnenminister Friedrich will das verbieten. Quelle: wikipedia/Muu-karhu

Rhein-Neckar/Gmund, 10. August 2011. (red) Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert vor dem Hintergrund der TerroranschlĂ€ge in Norwegen, dass Blogger beim Verfassen von BeitrĂ€gen ihre IdentitĂ€t preisgeben sollten. Er bezieht damit auch anonyme Kommentatoren mit in die Diskussion ein. Die Frage ist, ob das wirklich Sinn macht. Unser Partnerblog „TegernseerStimme.de“ sieht den Vorstoß kritisch.

Von Peter Posztos

Friedrich begrĂŒndet seine Forderung nach der Preisgabe des Namens damit, dass ansonsten politisch motivierte TĂ€ter ihre Hassparolen ungeniert im Internet preisgeben können. Er ist der Ansicht, dass gewöhnliche Blogger oder Kommentatoren sich nicht zu versteckten brĂ€uchten.

Vielmehr sollten sie „mit offenem“ Visier schreiben. Gerade das anonymisierte Internet habe dazu gefĂŒhrt, dass sich radikalisierte EinzeltĂ€ter herangebildet hĂ€tten, die vor nichts zurĂŒckschrecken wĂŒrden.

Rechtsanwalt Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke gibt allerdings zu Bedenken, dass der mutmaßliche AttentĂ€ter von Norwegen ein wenig gelungenes Beispiel ist. Er sei nĂ€mlich dort unter seinem Namen aufgetreten.

DarĂŒber hinaus könnten sich Menschen gerade auch in Foren hĂ€ufig viel offener Ă€ußern, wenn sie unter einem Pseudonym auftreten. „Hier reicht es aber vollkommen aus, wenn der Blogbetreiber etwa gegen rassistische oder diffamierende BeitrĂ€ge vorgeht und diese löscht“, weiß Christian Solmecke.

„Anonyme Kommentare sind fĂŒr mich nicht relevant, egal was derjenige zu sagen hat“

Bei der Tegernseer Stimme werden wir des öfteren mit dem Vorwurf konfrontiert, dass anonyme Kommentare aufgrund ihrer AnonymitĂ€t nicht Ernst genommen werden könnten. Gerade die weniger netzaffinen Personen mit hohem Verantwortungsbereich sind schnell mit Forderungen nach der Auflösung der AnonymitĂ€t von Kommentatoren zur Stelle. „Andernfalls werden wir uns mit solchen Anfragen nicht beschĂ€ftigten“ ist eine gĂ€ngige Floskel, die mit der RealitĂ€t wenig zu tun hat.

Denn vor allem bei politischen Themen wird immer wieder deutlich, wie wichtig AnonymitÀt ganz allgemein sein kann. Und das nicht nur in totalitÀren Staaten wie China oder bei demokratischen VorgÀngen wie einem Wahlgang.

Auch im Netz ist AnonymitĂ€t manchmal heilsam und nötig. Kommentare unter Klarnamen werden noch Jahre spĂ€ter gefunden. Eine objektive, aber trotzdem klare MeinungsĂ€ußerung gegenĂŒber dem Lieblingsprojekt eines BĂŒrgermeisters wird zwar möglicherweise die Chance auf den Bau des Eigenheimes nicht entscheidend verringern. VergrĂ¶ĂŸern dĂŒrfte sie diese jedoch auch nicht.

Was auch immer der genaue Anlass ist. Im Endeffekt gibt es tausende guter GrĂŒnde warum jemand einen anderen Namen benutzen möchte, als seinen Geburtsnamen. Manche Leute haben Sorge, dass ihr Leben oder ihre Existenzgrundlage bedroht werden. Oder dass ihnen politische beziehungsweise ökonomische Nachteile entstehen.

Andere wollen Diskriminierung vermeiden – das kann auch Diskriminierung im Bekannten- und sogar Freundeskreis beinhalten. Oder auch einfach nur einen Namen nehmen, der leichter zu merken oder buchstabieren ist.

Der Betreiber kann, im Gegensatz zu seinen Kommentatoren, nie anonym sein

Ganz anders ist es mit dem Betreiber eines Blogs. Denn dieser, so Solmecke, könne sich nach der aktuellen Rechtslage nicht hinter seiner AnonymitĂ€t verstecken. Auch Blogs mĂŒssen bereits heute zumindest mit Name und Anschrift des Betreibers versehen sein.

Dies ergibt sich bei werbefinanzierten Angeboten bereits schon aus § 5 Abs. 1 TMG und bei redaktionell gestalteten Webseiten aus § 55 Abs. 2 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV). FĂŒr die ĂŒbrigen Blog-Angebote folgt das aus § 55 Abs. 1 RStV. Hiernach ist ein Impressum lediglich bei Webseiten entbehrlich, die ausschließlich persönlichen oder familiĂ€ren Zwecken dienen. Aus dem Grund warnt Solmecke: „Wer diesen Vorgaben nicht genĂŒgt, gegen den kann durch Abmahnung oder einstweilige VerfĂŒgung vorgegangen werden.“

Uns interessiert nicht, ob ein Kommentator anonym ist, sondern was jemand zu sagen hat

Bei der immer öfter diskutierten Frage aber, ob das Internet ein besserer Ort wird, wenn wir alle nur noch mit unserem echten Namen unterwegs sind, hilft das jedoch nicht weiter.

Wir meinen: diese Frage soll und darf jeder fĂŒr sich selbst beantworten. Man muss anonyme Kommentare nicht mögen. Aber man sollte sie akzeptieren als anerkanntes Mittel seine Meinung im rechtlichen Rahmen – und dies gilt auch fĂŒr das Internet – kundzutun. Oder wie die Zeit schreibt:

Anonyme Kommentare bieten zwei unschĂ€tzbare Vorteile: Auch die Ängstlichen, die Schwachen und die Zögerlichen trauen sich, unter dem Schutz der AnonymitĂ€t ihre Meinung zu sagen. Und dank des Schutzes der AnonymitĂ€t können wir sehen, was Menschen wirklich denken.

Das mag manchmal affektiert, arrogant oder sogar atemberaubend dumm daherkommen. Nur sind dies alles keine GrĂŒnde das in jeder Hinsicht schĂŒtzenswerte Gut der Meinungsfreiheit einzuschrĂ€nken. Und so werden wir es auf der Tegernseer Stimme auch zukĂŒnftig handhaben wie bisher. Die GrĂŒnde, die jemand fĂŒr einen anonymen Kommentar hat, sind uns egal. Wenn er oder sie anonym kommentieren möchte, ist das in Ordnung. Entscheidend ist nur was jemand zu sagen hat.

Bedeutet: Gegen allzu persönliche oder sogar diffamierende Leserkommentare werden wir auch weiterhin vorgehen, diese eventuell kĂŒrzen oder gegebenfalls löschen.

Denn solche „Wortmeldungen“ sind oft nicht nur rechtlich unzulĂ€ssig, sondern bringen auch eine fruchtbare Diskussion im Normalfall nicht weiter. Und an der sollte uns allen – ob anonym oder nicht – gelegen sein.

Peter Posztos ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Netzwerks LokaleStimme.de

Zur Person:

Peter Posztos (33) betreibt seit April 2010 das lokale Informationsportal TegernseerStimme.de.

Als MitgrĂŒnder von verschiedenen Online-Portalen ist der Diplom-Kaufmann und Jungunternehmer bereits ein „alter Hase“ im Internet.

Er gehört zu den MitgrĂŒndern von istlokal.de, einem Verband unabhĂ€ngiger, lokaljournalistischer Angebote in Deutschland. Istlokal.de vereint zur Zeit rund 50 Angebote in ganz Deutschland, die alle unabhĂ€ngig voneinander arbeiten, sich aber ĂŒber die gemeinsame Plattform unterstĂŒtzen.

Dazu gehört auch der Austausch von Texten – um die Meinungsvielfalt zu fördern und zu zeigen. Das Thema Meinungsfreiheit ist eines der zentralen Anliegen von istlokal.de. Der aktuelle Vorstoß von Bundesinnenminister Friedrich ist ein Thema, dass alle Internet-Redaktionen und deren Leserinnen und Leser betrifft.

 

In eigener Sache: Reaktionen auf den Beitrag im ARD-Morgenmagazin


Hardy Prothmann ist seit 20 Jahren Journalist und hat fĂŒr viele große Tageszeitungen, Magazine sowie Hörfunk und Fernsehen von ARD und ZDF gearbeitet. Seit 2009 berichtet er wieder als Lokaljournalist in Nordbaden. Bildquelle: ARD-Morgenmagazin/SWR

Rhein-Neckar, 02. August 2011. (red) Heute hat das ARD-Morgenmagazin einen Beitrag ausgestrahlt, in dem Hardy Prothmann als verantwortlicher Redakteur fĂŒr heddesheimblog.de im Interview zu sehen war. Im Bericht geht es um den Tarifstreit zwischen Gewerkschaften und Verlegern. Gestern wurde in Lampertheim demonstriert. Ein ARD-Team hat uns dazu befragt. Herzlichen Dank fĂŒr die (trotz Ferien) bundesweiten Reaktionen per email, Chat oder Telefon. Wir fassen unsere Antworten zusammen.

Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin vom 02. August 2011, nachzuschauen bei tagesschau.de

Warum seid Ihr so kritisch mit der Zeitung?

Weil die Berichterstattung oft ungenĂŒgend ist. Die meisten Mitarbeiter haben frĂŒher selbst fĂŒr Zeitungen gearbeitet – es tut weh, wenn man sieht, wie das Produkt verkommt. Statt zu lamentieren, haben wir uns entschlossen, selbst eine Redaktion aufzubauen. Und wir stellen uns jeder inhaltlichen Kritik – was man von den Zeitungen leider nicht erwarten kann.

Bedroht das Internet „die Zeitung“?

Nein. Journalistische Angebote im Internet zeigen nur, dass es „Alternativen“ zur Zeitung gibt. „Alternative“ hat dabei nichts mit „grĂŒn“, „links“, „Apo“ oder dergleichen zu tun. Journalistische Internetseiten bewegen sich wie die Zeitungen, das Radio, das Fernsehen auf dem Markt der Aufmerksamkeit ĂŒber angebotene Informationen.

Die Zeitungen mĂŒssen sich wie andere Medien vergleichen lassen. Der Vergleich fĂ€llt leider immer hĂ€ufiger nicht gut aus. Teure Abos bei gleichzeitig mangelhaftem Inhalt sind vermutlich kein „Zukunftsmodell“. Deswegen werden alle Lokalzeitungen, die nicht an der QualitĂ€t arbeiten, mittel- bis langfristig große Probleme bekommen. Zeitungen mit guter QualitĂ€t haben auch eine Zukunft.

Können Blogs eine Zeitung ersetzen?

Warum nicht? Es geht um zutreffende Informationen, kritische Berichterstattung, einordnende Kommentierung, „EnthĂŒllungen“, Unterhaltung. All das können Blogs oder „Internet-Zeitungen“ bieten. Aktueller und umfangreicher als eine aufs Medium Papier begrenzte Zeitung.

Wir empfehlen gerne auch sehr gute Angebote, beispielsweise das DeutschlandRadio, Arte oder 3Sat, um elektronische Medien zu nennen. Das sind ganz hervorragende Angebote. Das Problem: Es sind keine „Lokalmedien“. Wenn man wissen will, was um einen herum „los“ ist, dann braucht man sehr gute Lokalmedien. Zeitungen hatten bis vor kurzem hier ein Monopol – das brökelt zunehmend.

Die meisten neuen journalistischen Internetportale sind noch sehr „jung“ – leisten aber wie das heddesheimblog.de enorm viel fĂŒr die Leserinnen und Leser und decken teils schon mehr Themen ab, als in der Zeitung stehen. Da es so gut wie keine „Verfilzung“ gibt und keine mĂŒden Monopolstrukturen sind die Angebote meist frischer und meinungsfreudiger. Sie bedienen sich zudem einer Technik, die ĂŒberall verfĂŒgbar und zunehmend „selbstverstĂ€ndlicher“ auch fĂŒr Ă€ltere Generationen wird. Die junge Generation liest sowieso so gut wie keine Zeitung mehr.

Wie steht es um die objektive Berichterstattung?

Dazu muss man erstmal definieren, was „objektiv“ ist und ob dies erstrebenswert ist. Die Fakten mĂŒssen stimmen. Das allein reicht aber nicht, sie mĂŒssen interpretiert und eingeordnet werden. Viele Dinge kann man so oder so sehen.

Ein klassisches Beispiel: War Che Guevara ein Terrorist oder ein FreiheitskĂ€mpfer? Ein aktuelles Beispiel: Ist Anders Breivik ein „AmoklĂ€ufer“ oder ein rechtsextremer Terrorist?

Und lokal geht es um Fragen wie: „Können oder wollen wir uns das Hallenbad noch leisten?“ „Wie viel Betreuung muss, kann, soll, will eine Gemeinde fĂŒr Kinder anbieten?“ Dazu lassen sich Fakten zusammentragen, aber auch sehr viele Meinungen.

Unsere Redaktion bietet bewusst einen „subjektiven“ Journalismus an. Unsere Inhalte werden nicht von Maschinen gemacht, sondern von Menschen, die sind nunmal „Subjekte“ und keine Objekte.

Wir arbeiten mit professionellen, journalistisch-handwerklichen Methoden. Wir hinterfragen kritisch und genau und dokumentieren den grĂ¶ĂŸten Teil unserer Quellen – bis auf die, die wir wegen vermuteter Nachteile schĂŒtzen. Unsere Leserinnen und Leser können unsere Informationen ĂŒberprĂŒfen, wir helfen sogar dabei, weil wir das förderlich fĂŒr die „subjektive“ Meinungsbildung halten.

Objektiv heißt fĂŒr uns, transparent und ehrlich zu berichten. Die Leserinnen und Leser erweitern das mit Kommentaren und Links. Artikel 5 spricht nicht von einer „objektiven“ Meinungsfreiheit, sondern von der Freiheit, sich auch öffentlich zugĂ€nglichen Quellen eine Meinung bilden und diese Ă€ußern zu dĂŒrfen. Daran wirken wir mit.

Sehen Sie eine Lösung fĂŒr die Zeitungen?

FĂŒr die allermeisten leider nicht. Das Produkt Zeitung muss mit einem exklusiven Inhalt ĂŒberzeugen. Sobald das nicht mehr der Fall ist, wird die Zeitung beliebig und hat keinen Nutzen mehr. Da die Entwicklung seit gut zwei Jahrzehnten negativ ist und das Internet viele neue Möglichkeiten bietet, hat die Zeitung nur eine Chance – wenn sie sich auf guten Journalismus, exklusive Inhalte und Respekt vor der Leserschaft besinnt.

NatĂŒrlich mĂŒssen Zeitungen auch die BedĂŒrfnisse ihrer Werbekunden möglichst gut bedienen. Da Zeitungen heute aber wie Konservenfabriken von Betriebswirten ohne journalistischen Ehrgeiz gefĂŒhrt werden, ist eine Lösung nicht in Sicht. Der Einfluss der Werbewirtschaft auf die redaktionelle Berichterstattung beschĂ€digt zudem die GlaubwĂŒrdigkeit der redaktionellen Inhalte und der werbenden Unternehmen. Ein VerstĂ€ndnis dieser Wechselwirkungen ist heute leider in ZeitungshĂ€usern kaum noch anzutreffen.

Warum argumentieren Sie fĂŒr die Kollegen bei der Zeitung?

Aus SolidaritĂ€t. Das „Angebot“ der Verleger ist sittenwidrig. Die VerlagshĂ€user haben ĂŒber Jahre hinweg Geld gescheffelt. Renditen von ĂŒber 20 Prozent waren keine Seltenheit. Auf das neue Medium Internet wurde arrogant reagiert und deshalb hat man heute große Probleme.

Bei vielen Zeitungen gibt es nach wie vor gute Leute und es gibt junge Menschen mit viel Enthusiusmus, die diesen wunderbaren Beruf ergreifen wollen. Wenn man, um sich Renditen zu erhalten, die eigenen Leute kaputt spart, ist das der falsche Weg. Zudem nehmen immer mehr ökonomische Interessen Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung. Am Beispiel der Fehl- oder Nichtleistungen der Stuttgarter Zeitung in Sachen Stuttgart21 kann man gut erkennen, wie wenig von der „vierten Gewalt“ ĂŒbrig geblieben ist. HĂ€ufig sind die Zeitungen nur nur SteigbĂŒgelhalter fĂŒr Lobbyisten, InteressenverbĂ€nde, Werbekunden oder die jeweils herrschenden Klassen. Mit kritischer Kontrolle hat das wenig zu tun und das ist schĂ€dlich fĂŒr die Demokratie.

Nicht jeder Journalist ist ein RevolutionĂ€r und packt seine Sachen, wenn er nicht so berichten darf, wie er sollte. „Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing“ gilt auch fĂŒr diesen Beruf. In der Verantwortungskette stehen die Verleger, Chefredakteure und Redaktionsleiter ganz vorne.

Eine Demokratie braucht aber eine kritische Öffentlichkeit und es ist sicher von Vorteil, wenn viele Leser an die Verlage schreiben und mehr Journalismus fordern. Verleger sind Kaufleute – und wenn die Kunden rebellieren, ĂŒberlegen die sich sicher sehr genau, wie sie sich besser nicht verhalten sollten.

Warum sind Radio und Fernsehen nicht so sehr betroffen?

Sind sie. Sowohl Radio als auch Fernsehen sind bereits vom Internet umschlungen worden. In einigen Jahren werden viele Menschen ein GerĂ€t an der Stelle haben, an der der „Fernseher“ stand. DarĂŒber kann genauso Radio gehört werden. Das Radio kann aber ĂŒber sehr einfache GerĂ€te ĂŒberall, vor allem im Auto, als „Nebenbei-Medium“, empfangen werden. Diese Einfachheit wird das Radio als Radio ĂŒberleben lassen. Das Fernsehen als Inhaltelieferant fĂŒrs Internet(fernsehen) bleibt auch erhalten. Ob man Fernsehen auf einem FernsehgerĂ€t oder einem Computerbild schaut, ist mehr oder weniger dasselbe.

Die Papierzeitung hat aber ein Problem: Es ist teuer, sie herzustellen, man muss sie teuer transportieren und bis sie beim Leser ist, vergeht zu viel Zeit. Zudem ist sie im Umfang begrenzt. Man kann sie schlecht archivieren und schon gar nicht verlinken. Die Zeitung ist ein Einbahnstraßenmedium. Das sind echte Nachteile, die zu einer deutlichen Reduzierung der Zeitungswelt in der Zukunft fĂŒhren werden. Nur wirklich exklusive, sehr gute Inhalte werden das abwenden können.

Können Blogs nur von Journalisten gemacht werden?

Gut gemachte Informationsportale sind irgendwann von selbst „journalistisch“. NatĂŒrlich können auch BĂŒrger oder Interessengruppen publizistisch tĂ€tig werden – es ist aber eine verantwortungsvolle und anstrengende Arbeit und wenn man eine gewisse Aufmerksamkeit erreichen möchte, muss man am Ball bleiben. Es sind zudem sehr viele „rechtliche“ Dinge zu beachten.

Insofern sind hauptberufliche Journalisten, die ihr Handwerk beherrschen, eher in der Lage, ein solches Angebot aufzubauen. Das gilt sowohl fĂŒr große Nachrichtenportale wie fĂŒr kleine lokale Angebote. Die QualitĂ€t muss ĂŒberzeugen. Ob die von „Journalisten“ oder „Bloggern“ kommt, ist egal. In Amerika heißen Redakteure „editors“, in der Schweiz Redaktoren – das sind Begrifflichkeiten. Die Inhalte sind entscheidend.

UnterstĂŒtzen Sie uns, wenn wir etwas Ă€hnliches planen?

Vielen Dank fĂŒr das viele Lob, das wir von vielen bekommen haben, nachdem Sie sich auf unseren Seiten umgesehen haben. Wir helfen gerne, wo wir können, haben natĂŒrlich aber unsere eigene Arbeit zu machen. Fragen kostet nichts 😉 .

Weil wir aber davon ĂŒberzeugt sind, dass sich Kooperationen lohnen, haben wir mit Kollegen das Netzwerk http://istlokal.de gegrĂŒndet. Der Verein wird in KĂŒrze angemeldet und hat zum Ziel lokal- und regionaljournalistische Internetangebote zu fördern. Die deutschlandweit rund 50 Mitglieder und Interessenten tauschen sich schon heute zu den Themenfeldern Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht auf der Basis von SolidaritĂ€t aus. Man hilft sich gegenseitig, um das eigene Angebot und das anderer zu verbessern.

Wenn Sie also selbst ein Angebot planen oder als Initiative ein Angebot von jemandem aufbauen lassen wollen, finden Sie hier Ansprechpartner. Wir bieten auch technische, inhaltliche und organisatorische Beratung gegen Honorar an und machen Ihnen gerne ein Angebot.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Die Redaktion von heddesheimblog.de, hirschbergblog.de, ladenburgblog.de, viernheimblog.de, weinheimblog.de, rheinneckarblog.de

istlokal finden Sie hier:
http://istlokal.de

Berichte ĂŒber unsere Blogs finden Sie hier.

168 Stunden online? – Jugendliche im Internet


Screenshot von YouTube

Screenshot von YouTube

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 12. MĂ€rz 2011. Facebook, Skype, SchuelerVZ – Jugendliche bewĂ€ltigen einen Großteil ihrer „sozialen Kontakte“ ĂŒber diese Internet-Dienste. Aber wie sieht das typische Verhalten von Jugendlichen im Internet eigentlich genau aus? Unser Praktikant Paul Maaß hat das fĂŒr uns dokumentiert. Eine Woche lang – 168 Stunden. Insbesondere Eltern dĂŒrften sehr daran interessiert sein, was ihre „Kids“ im Netz so „anstellen“. [Weiterlesen…]

Die Gemeinde Heddesheim prĂ€sentiert sich neu im Internet – als Kopie


Guten Tag!

Heddesheim, 31. Januar 2011. Irgendwann in den frĂŒhen Morgenstunden ist der neue Internetauftritt der Gemeinde Heddesheim online gegangen. Was auf den ersten Blick ganz hĂŒbsch aussieht, ist leider nur die Kopie einer Vorlage, die von der Firma hitcom new media als Standardlösung verkauft wird. Das funktioniert so Ă€hnlich wie bei Douglas, wo man ein Produkt verschiedenartig und doch immer gleich verpacken lassen kann.

Von Hardy Prothmann

Die erste große ÃƓberraschung in Sachen neuer Internetauftritt war der Gemeinderat Reiner Hege (CDU): „Das ist eine gelungene Homepage“, bewertete der Landwirt die PrĂ€sentation der neuen Website voller Zuversicht und outete sich damit unerwarteterweise als Internetexperte.

Die zweite ÃƓberraschung war, dass die Seite laut Gemeinderatsunterlage bereits am Freitag online gehen sollte, aber ohne Nennung von GrĂŒnden erst heute online ging.

BĂŒrgerfreundlich ohne BĂŒrger zu fragen.

Die dritte ÃƓberraschung war die Aussage, dass man eine „bĂŒrgerfreundliche“ Seite geschaffen hĂ€tte. Als ich nachfragte, wieviele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger denn in den Planungsprozess mit einbezogen worden waren, entstand erst eine Pause, dann polterte BĂŒrgermeister Michael Kessler: „Die Gemeindeangestellten sind auch BĂŒrger.“ Damit war dieser Punkt auch geklĂ€rt.

Gibt es weitere ÃƓberraschungen? Einige. Beispielsweise fĂŒr die Besucher, vor allem, wenn sie nicht sehr gut sehen können oder Probleme haben, Kontraste zu erkennen. Die „Hausschrift“ ist tendenziell zu klein und je nach Rubrik auch farbig. Vor allem die „Hausfarbe“ Ocker ist tendenziell sehr schlecht zu lesen.

Die ockerfarbene Schrift lĂ€sst sich nicht gut lesen - die MenĂŒfĂŒhrung ist zumindest "ĂŒberraschend".

Auch ist eine FarbfĂŒhrung, die man aus der NeubĂŒrgerbroschĂŒre ĂŒbernommen hat, leider kein geeignetes Mittel zur Orientierung, um sich auf der Seite zurechtzufinden. Online funktioniert anders als Print.

Wer ĂŒber die sechs Rubriken Aktuelles, Unsere Gemeinde, Rathaus, Bildung&Soziales, Freizeit, Wirtschaft&Bauen nicht zurechtkommt, wird das anhand von Ocker, Pink, GrĂŒn und Blau erst recht nicht schaffen.

Sieht fast aus wie Heddesheim, das Angebot der Gemeinde Grenzach-Whylau. Kein Wunder, beide Angebote sind Standardlösungen.

Der hitcom new media-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Steffen Hemberger erklĂ€rte in der Gemeinderatssitzung, der Auftritt umfasse rund 5.500 Seiten. Das ist mehr als erstaunlich, weil diese Information garantiert falsch ist. Der Auftritt basiert auf dem Content-Management-System ceasy. Das funktioniert so: Es wird eine Art Folie programmiert und je nachdem, was man anklickt, werden die Inhalte dynamisch aus einer Datenbank abgerufen und fĂŒllen diese „Seite“, die so aber gar nicht existiert.

Die Sortierung der Rubriken ist leider auch nicht bĂŒrgerfreundlich gelungen. So erscheinen die Öffnungszeiten unter Punkt 5 unter Rathaus. Eine wesentliche Information, wenn „man aufs Rathaus“ muss – leider nicht sofort erreichbar.

Die „Dienstleistungen A-Z“ sind sicherlich sinnvoll, wenn man eine bestimmte sucht. Ganz sicher gibt es einige Dienstleistungen, die viel hĂ€ufiger als andere in Anspruch genommen werden. Die könnte man auf einen Blick darstellen. Die Liste der Mitarbeiterinnen steht sogar an Punkt 8. Warum so weit hinten? An Punkt vier stehen Satzungen und Ortsrecht. Ob die so oft aufgerufen werden?

Gott hab sie selig - die alte Website der Gemeinde Heddesheim.

Und die exklusivste Information, amtliche Mitteilungen der Gemeinde, findet man nur schwer zwischen Gemeindenachrichten, die zu allem möglichen verfasst werden. Dazu gibt es kleine Fotos, die die Orientierung nicht wirklich erleichtern.

Das ist auch kein Wunder. Denn anders, als Steffen Hemberger behauptet hat, handelt es sich keineswegs um eine individuelle Programmierung fĂŒr die Gemeinde Heddesheim, sondern nur um eine optische Anpassung die auf einer Standardlösung basiert. Sicher, hier und da weichen MenĂŒpunkte ab, aber insgesamt entspricht der Auftritt beispielsweise dem der Gemeinde „Grenzach-Wyhlen“.

Maßgeschneidert? Von wegen.

Da hitcom new media Lösungen von der Stange verkauft, kann man nicht erwarten, nach den individuellen BedĂŒrfnissen der Gemeinde eine „maßgeschneiderte“ Lösung zu erhalten.

Der Aufbau der Startseite ist auch wenig ĂŒberzeugend. Wo ist der Unterschied zwischen „Neuigkeiten aus unserer Gemeinde“ und „Aktuelle Nachrichten“? MĂŒsste nicht die Meldung „Neue Internetseite online“ bei Nachrichten statt Neuigkeiten stehen? Wie neu ist eine „Neuigkeit“, die vom 13. Januar ist und am 31. Januar 2011 immer noch angezeigt wird? Und was ist an der „Energieberatung“ eine „Aktuelle Veranstaltung“? Ist das nicht eher ein Termin?

Ein guter Service sind die LageplĂ€ne – sofern sie angeboten werden. Bei vielen Vereinen fehlt das. Was in der Vorstellung als „eine Schnittstelle zur elektronischen Fahrplanauskunft Baden-WĂŒrttemberg“ angepriesen wurde, ist nichts anderes als ein einfacher Link, den können Sie auch hier klicken: Elektronische Fahrplanauskunft Baden-WĂŒrttemberg. (Diese „Schnittstellenprogrammierung“ hat uns 5 Sekunden gekostet.)

Es gibt einige Formulare, die man ausdrucken kann, um sie dann „per Post“ oder sogar persönlich auf die Gemeinde zu bringen. Ganz ehrlich? Was soll das? Da kann man sich das Geld sparen, gerade, wenn man einen teuren Tintenstrahldrucker hat und gleich „aufs Rathaus“ gehen.

Ganz hĂŒbsch. Und weiter?

Der neue Internetauftritt ist um einiges besser als der alte – der ĂŒbrigens auch schon vor zehn Jahren fĂŒrchtlich hĂ€ĂŸlich war. Ein echter „Wurf“ ist nicht gelungen. Man kann davon ausgehen, dass der Auftrag einiges gekostet hat – ob man mit dem Ergebnis zufrieden sein kann, ist eine andere Frage.

Sehr gespannt darf man sein, was die PrĂ€senz als „Facebook„-Seite sein soll. Bislang ist hier eher wenig an Informationen zu finden und man darf vermuten, dass sich hier auch nicht viel tun wird. Vermutlich werden Inhalte von der Homepage hierherkopiert und das wars.

Alles andere wĂŒrde eigenverantwortliches Handeln durch Gemeindeangestellte voraussetzen. Und das wĂ€re dann doch sehr ĂŒberraschend.

Auch wenig ĂŒberraschend ist, dass die Seite auf die Internetangebot des Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckarzeitung und der Weinheimer Nachrichten verweist, weiterhin haber nicht auf das heddesheimblog mit stĂ€ndig aktuellen Nachrichten verlinkt. Das hat das heddesheimblog mit der Polizei gemein. Auf die wird auch nicht verlinkt.

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist fĂŒr das heddesheimblog verantwortlich sowie partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

49 Millionen Deutsche sind online – Print verliert


Guten Tag!

Heddesheim, 11. Dezember 2010. (cm) Immer mehr Deutsche sind online aktiv. Das hat die Onlinestudie 2010 des ARD/ZDF hervorgebracht. FĂŒr die Stichprobe wurden insgesamt 2.577 Erwachsene befragt. Besonders beliebt bei Internetnutzern: Multimediale Anwendungen wie Videos oder Podcasts.

Die ARD/ZDF Onlinestudie 2010 zeigt, wohin der Trend geht. Immer mehr Deutsche sind online. In absoluten Zahlen sind es nach der Studie 49 Millionen Menschen in Deutschland. Quer durch alle Altersschichten.

Besonders bemerkenswert: Alle Jugendlichen bis zu einem Alter von 19 Jahren sind mindestens gelegentlich online. Das ist eine Quote von 100 Prozent.

Die Generationenkluft ist dafĂŒr nach oben gewandert. Personen unter beziehungsweise ab dem 65 Lebensjahr sind am seltensten im Internet anzutreffen.

Dabei ist gerade dieser Personenkreis eine „gewichtige Gruppe“, da mehr als 20 Millionen BundesbĂŒrger dazugehören. Sie nehmen (noch) nicht am Internet und den Informationsmöglichkeiten teil.

Der Großteil der Nutzer greift ĂŒber das Notebook auf Onlineangebote zu. Die mobile Internetnutzung ist bislang aber kaum anzutreffen. Auch bei der angeblich „vernetzten“ Jugend ist sie nur spĂ€rlich vorhanden. So halten gerade einmal 10 Prozent der Teenager „mobiles Internet fĂŒr unverzichtbar“.

Onlinezeiten steigen – Nachrichten wichtigste Inhalte

Der durchschnittliche Internetnutzer ist tĂ€glich 83 Minuten online. In dieser Zeit werden die verschiedensten Dinge erledigt. Von Sozialen Netzwerken bis hin zu E-Mails. Insbesondere aktuelle Informationen werden dabei hĂ€ufig genutzt. So haben im Jahr 2010 rund 90 Prozent der Nutzer das Internet fĂŒr aktuelle Nachrichten und Informationen verwendet.

mediennutzung

Mediennutzung 2010: Print verliert, Radio/TV stabil, Internet legt zu - Quelle: ARD/ZDF Langzeitstudie Massenkommunikation

Zeitung und sonstige Printprodukte erreichten im selben Erhebungszeitraum nur ein Zeitfenster von 23 Minuten, also nur und ein Viertel der Zeit, die fĂŒrs Internet aufgewendet wird. Printprodukte wie Zeitungen verlieren gleichzeitig immer mehr Nutzer.

Im Hinblick auf die gesamte Mediennutzungszeit liegt das Internet jedoch nicht an der Spitze. Radio und Fernsehen nehmen hier nach wie vor zwei Drittel der gesamten Mediennutzungszeit ein. Vor allem das Radio ist als „Nebenbeimedium“ (Auto, Arbeitsplatz, KĂŒche) immer noch etabliert.

Multimedia nimmt zu – WettbewerbsverhĂ€ltnis nicht ersichtlich

Besonders beliebt bei Nutzern aller Altersklassen sind Multimedia-Angebote. Also Video- sowie AudiobeitrÀge. Insbesondere die Möglichkeit, BeitrÀge zeitversetzt zu sehen, begeistert viele Nutzer.

Einen „VerdrĂ€ngungswettbewerb“ zwischen den Medien sieht die Studie von ARD und ZDF trotz des enormen Zuwachses in Richtung „online“ nicht. Statt eines „entweder – oder“ gibt es vielmehr ein „sowohl als auch“. Auf Anbieter- sowie auf Nutzerseite. Insgesamt betrachtet steige der Medienkonsum weiter an.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Media Perspektiven. Die Studie kann hier im Detail (PDF) eingesehen werden.

Kino-PrĂ€ventionswoche in Mannheim ĂŒber Gefahren Sozialer Netzwerke

Guten Tag!

Heddesheim, 24. November 2010. Bereits seit 12 Jahren veranstaltet das „Netzwerk Neue Medien Mannheim (NM)“ die sogenannte Kino-PrĂ€ventionswoche. Ziel des Netzwerks ist es, Kinder, Eltern und PĂ€dagogen Medienkompetenz zu vermittelt. Deshalb geht es jedes Jahr um ein bestimmtes Themenfeld, das Gefahren fĂŒr Jugendliche beinhaltet. In diesem Jahr befasst man sich mit der „Generation Facebook“.

Von Christian MĂŒhlbauer

Das Netzwerk Neue Medien Mannheim möchte ĂŒber den Umgang mit sozialen Netzwerken aufklĂ€ren. Was tun, wenn das eigene Kind immer mehr in eine digitale Welt abdriftet? Worauf sollten Eltern achten? Welche Gefahren drohen in Sozialen Netzwerken?

Kinosaal

Der Kinosaal war nahezu vollstĂ€ndig gefĂŒllt

Mehrere Mannheimer Schulklassen besuchen im Laufe dieser Woche das Cineplex-Kino. Die beiden Filme sollen die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr die Gefahren von Cybermobbing und Sozialer Netzwerke sensibilisieren. Auf dem Programm stehen: „The Social Network“ und „Ben X“.

Fast alle SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sind in „social networks“ aktiv.

„Seid ihr in sozialen Netzwerken aktiv?“, frage ich einige der SchĂŒler am Ende der Vorstellung. Im ersten Augenblick wirken manche ĂŒberrumpelt. Man tauscht blicke mit den Freunden aus, ehe zögerliche Antworten folgen. Unter den befragten SchĂŒlern antwortet die Mehrheit mit einem Ja.

Marvin (15) sagt, dass er bei „WKW“ sei (Wer-Kennt-Wen). „Sorgst du dich um deine Daten oder achtest du darauf, nichts „falsches“ zu veröffentlichen?“ Die Antwort kommt prompt: „Ich passe schon auf, was ich da schreibe und welche Bilder ich einstelle.“ PrimĂ€r veröffentlicht er dort harmlose Sachen – sagt er: „Ich schreibe beispielsweise an die Pinnwand, wenn ich gerade ein Buch lese.“ Harmlose Sache? Naja, die Werbeindustrie könnte sich dafĂŒr interessieren.

Antonia (15), SchĂŒlerin einer Mannheimer Werkrealschule, ist gleich in mehreren Netzwerken vertreten. Facebook, SchĂŒlerVZ, Wer-Kennt-Wen. Die Namen der Netzwerke erfahre ich wie auf Kommando. Auch zwei SchĂŒlerinnen neben ihr erklĂ€ren mir, dass sie in sozialen Netzwerken sind. Vor allem Facebook.

Interessant wird es, als ich sie nach ihren Eltern frage. Wissen die, wie „diese Sachen“ funktionieren? Antonia (15) und Klaudia (16) bejahen dies. Jaqueline (15) schĂŒttelt jedoch energisch den Kopf, andere ebenso. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass weniger als die HĂ€lfte der Eltern wissen, was ihre Kinder im Internet so machen.

Medienkompetenz muss vermittelt werden

„Es geht nur gemeinsam mit Eltern und Lehrer“, erklĂ€rt mir Astrid Fleck, beim PolizeiprĂ€sidium Mannheim zustĂ€ndig fĂŒr PrĂ€ventionsarbeit, noch vor dem Film. Oftmals wĂŒrden die Kinder mehr ĂŒber Facebook und das Internet wissen als ihre Eltern. Eine Medienerziehung wird damit natĂŒrlich schwierig. Wie soll man Kinder im Umgang mit etwas vertraut machen, das man selbst kaum kennt?

Deshalb bietet man diese KinoprĂ€ventionswochen an. Eine dazugehörende Abendveranstaltung fĂŒr Eltern am vergangenen Montag war restlos ausgebucht, sagt Frau Fleck. Ist das nicht eigentlich ein Zeichen dafĂŒr, dass sich Eltern sehr wohl fĂŒr das interessieren, was ihre Kinder da so im Netz treiben? Das waren einige hundert Eltern, insgesamt werden 1.200 SchĂŒler sich die Filme anschauen. 100 Prozent der Eltern wĂ€ren 2.400 Menschen.

„The Social Network“ sowie „BenX“ – digitale Schicksale

Petra Schwarzweller

Die MedienpĂ€dagogin und FSK-PrĂŒferin Petra Schwarzweller fĂŒhrte die Diskussion

Der erste Film zeigt die GrĂŒndungsjahre des Sozialen Netzwerks „Facebook“. Der Student Mark Zuckerberg hat die Idee, auf einer Website Bilder von zwei Frauen zu vergleichen. Die Benutzer können wĂ€hlen, welche davon attraktiver ist. Um genĂŒgend Bildmaterial zu erhalten, hackt er sich in die Datenbanken der UniversitĂ€ts-Wohnheime. Dort kopiert er sĂ€mtliches Bildmaterial aus den JahrbĂŒcher.

Parallel veröffentlicht er auf seinem Blog wiederkehrend Beleidigungen an seine Ex-Freundin Erica Albright. Seine abwertendes Verhalten gegenĂŒber Dritten wird zunehmend zum Problem und zieht sich durch den gesamten Film. Die Schlussszene zeigt ihn in einem Raum. Er schickt eine Freundschaftsanfrage an seine Ex-Freundin Erica Albright, die er öffentlich gedemĂŒtigt hat. Im Sekundentakt lĂ€dt er die Website neu, in der Hoffnung, dass Erica die Anfrage bestĂ€tigt.

Es ist die traurige Erfolgsgeschichte ĂŒber den GrĂŒnder der zur Zeit erfolgreisten Community-Plattform der Welt, in der sich 500 Millionen Menschen in Freundesnetzwerken zusammenschließen, wĂ€hrend er allein zurĂŒckbleibt.

Der zweite Film „BenX“ ist weitaus ernster und beinhaltet am Ende gar eine unerwartete Wendung. Es geht um den Jugendlichen Ben. Dieser leidet an dem Asperger-Syndrom. Eine Form des Autismus.

Infolge seiner Erkrankung wird er von seinen MitschĂŒlern immer wieder gemobbt, gedemĂŒtigt, geschlagen. Ein Videoclip davon wird online veröffentlicht. Ben plant ab diesem Augenblick seinen Selbstmord und flĂŒchtet sich derweil in die Welt des Computerspiels „Archlite“. Dort ist er mit der Spielerin „Scarlite“ befreundet.

Zwischen beiden kommt es beinahe zu einem Treffen, an dessen Ende sich Ben vor einen Zug werfen will. Scarlite kann ihn jedoch davon abhalten. Um weiteren Mobbing-Attacken zu entgehen, plant Ben nun gemeinsam mit Scarlite eine andere Version des „Endgames“. Das Ende soll hier nicht erzĂ€hlt werden – der Film ist so spannend und gut, dass man sich ihn selbst anschauen sollte.

Eine irritierende Anschlussdiskussion

Am Ende beider Filme folgte eine kurze Diskussionsrunde mit der MedienpĂ€dagogin und FSK-PrĂŒferin Petra Schwarzweller.

Insbesondere bei Ben X irritiert mich, dass wĂ€hrend der Diskussionsrunde oftmals gelacht wird. AmĂŒsant war der Film nĂ€mlich keinesfalls. Vielmehr bedrĂŒckend und ernst. „Man ĂŒberzeichnet damit die eigene Unsicherheit. Sobald das im Klassenverbund, also in kleineren Gruppen gemacht wird, hört das auf“, erklĂ€rt mir Frau Schwarzweller spĂ€ter.

Es mangelt den Kindern von heute also nicht am EinfĂŒhlungsvermögen: „Es scheitert eher daran, dass man in der Gruppe „cool“ sein will.“ Gerade hier können Eltern viel erreichen – im GesprĂ€ch mit ihren Kindern.

Dass die Kinder und Jugendlichen von heute ĂŒbrigens im realen Leben allzu freizĂŒgig mit persönlichen Daten wĂ€ren, kann ich nicht feststellen. Alle befragten SchĂŒler zögerten, ehe sie ihren Vornamen, Alter und Schulzugehörigkeit nannten.

Ich kann nur hoffen, dass sie sich diese Vorsicht im scheinbar anonymen Internet bewahren.

Anmerkung der Redaktion:

Christian MĂŒhlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr MĂŒhlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach „Ressortjournalismus.“

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Wie die Gemeinde Heddesheim ihre BĂŒrgerInnen „informiert“

Guten Tag

Heddesheim, 23. September 2010. (red) Am 27. Juli 2010 haben wir die Gemeinde Heddesheim gebeten, unser Angebot auf der homepage der Gemeinde zu verlinken. Unsere Anfrage wurde weder umgesetzt noch beantwortet.

Von Hardy Prothmann

Die Gemeinde Heddesheim verweist auf Ihrer homepage auf regionale Medien: „Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes aus der nĂ€heren Region“.

Am 27. Juli 2010, also vor knapp zwei Monaten, haben wir die Gemeinde angeschrieben und darum gebeten, dort ebenfalls verlinkt zu werden. Nicht, weil wir uns davon einen „geschĂ€ftlichen Vorteil“ versprechen, denn wir gehen davon aus, dass diese Seite, die selbst keine Nachrichten enthĂ€lt, vermutlich nicht sehr hĂ€ufig angeklickt wird.

regionales

Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes aus Mannheim, St. Leon-Rot, Weinheim - nur ja nicht aus Heddesheim, wird auf der homepage der Gemeinde verlinkt.

Wir haben dies eher aus formalen GrĂŒnden getan. Die Seite listet Medien der Region auf. Ganz besonders wird dabei das Unternehmen Nussbaum Medien hervorgehoben. Das ist der Verlag aus St. Leon-Rot, der das Mitteilungsblatt verlegt.

Wir sind im Gegensatz zu allen anderen Medien in Heddesheim angesiedelt und gingen davon aus, dass die Gemeinde Heddesheim dieses einzigartige Informationsangebot aus Heddesheim fĂŒr Heddesheim sicherlich gerne den Heddesheimer BĂŒrgerInnen empfiehlt.

Leider scheinen wir hier falsch zu denken. Unser Schreiben wurde weder beantwortet, noch wurde unserer Bitte entsprochen.

Vermutlich hat der Verwaltungschef Michael Kessler kein Interesse daran, lokales Angebote zu fördern. Da sind ihm Betriebe aus St. Leon-Rot, aus Mannheim, aus Weinheim und anderen Standorten nĂ€her – immerhin kann er sich hier darauf verlassen, dass diese Medienbetriebe brav seine Sicht der Dinge wiedergeben.

FĂŒr teure Steuergelder wird gerade an einer neuen homepage der Gemeinde Heddesheim gearbeitet. Ob bei dieser Haltung des Chefs der Gemeindeverwaltung eine sinnvolle Investition herauskommt, darf bezweifelt werden.

Verlinkungen gehören zum guten Ton und sind eine SelbstverstĂ€ndlichkeit im Netz. Wir werden weiter auf die homepage der Gemeinde und auf Angebote anderer Medien verlinken, weil das fĂŒr uns dazu gehört und ganz klar im Sinne der Transparenz passiert.

Herr Kessler und sein Online-Verantwortlicher Florian Schmid können weiter versuchen, uns totzuschweigen und so tun, als wĂŒrde das heddesheimblog nicht „Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes“ Tag fĂŒr Tag veröffentlichen.

Da das heddesheimblog aber zu den bekanntesten lokalen Medien in Deutschland gehört, sind diese Herren aber auch fĂŒr den enormen Image-Schaden verantwortlich, den sie „ihrer“ Gemeinde antun.

Aus welchen GrĂŒnden auch immer.

Anti-Bot Initiative der deutschen Internetwirtschaft

Heddesheim/Rhein-Neckar, 16. September 2010. SchĂ€tzungsweise jeder vierte Computer mit Internetzugang ist in Deutschland Teil eines „Bot“-Netzes, schĂ€tzt der Verband der Internetwirtschaft „eco“. Mittels eines Schadprogramms werden die infizierten Rechner fĂŒr kriminelle AktivitĂ€ten genutzt. Ein „Cleaner“, also eine Anti-Schadsoftware, soll helfen, die „Bot“-Netze zu sĂ€ubern.

Von Hardy Prothmann

„Relativ wenige Botnet-Betreiber haben Millionen von Computer zu Botnetzen zusammengeschlossen und verfĂŒgen damit ĂŒber eine Rechenleistung, die höher ist als die von allen Hochleistungscomputern der Welt zusammen. Allein das im April 2009 entdeckte Botnetz „Mariposa“ bestand aus 13 Millionen gekaperten Computern. Darunter sind auch immer mehr Computer von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Links in sogenannten Instant Messages (z.B. in Chatprogrammen), die auf prĂ€parierte Webseiten fĂŒhrten und von einer LĂŒcke im Browser profitierten, waren neben infizierten Dateien von Tauschbörsen und auf USB-Sticks die Ursache fĂŒr die Infektionen.“

botfrei

Informatives und hilfreiches Angebot zum Schutz vor Bot-Angriffen: botfrei.de

Was der Verband eco beschreibt, kann man ein „Horrorszenario“ nennen. Cyber-Kriminelle drĂŒcken zu einem Tag X auf die Entertaste und aktivieren gekaperte Internetcomputer, um irgendeinen Angriff zu starten: Ein Konkurrenzunternehmen stilllegen, Kursmanipulationen an den Börsen sind denkbar, massive Angriffe auf die staatliche Infrastruktur.

Aktuell hat „eco“ in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern die Initiative „Anti-Bot“ gestartet, im Internet gibt es Informationen dazu unter „www.botfrei.de“. Außerdem wird hier ein „Cleaner“ angeboten, also ein Programm, das infizierte Computer „reinigen“ soll, als Schadprogramme deinstalliert und vernichtet.

Diese Initiative ist absolut zu unterstĂŒtzen. Kriminelle erschweren schon heute durch „Spam“ allen anderen Internetnutzern das Leben. PostfĂ€cher quellen ĂŒber mit den Schrottnachrichten, man versucht durch Pseudo-Angebote den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, auch das „Pishing“, das Abgreifen von Bankdaten und anderen sensiblen Informationen nimmt immer mehr zu.

Ein guter Schutz sind ein Virenscanner, der natĂŒrlich immer aktuell gehalten werden muss, sowie regelmĂ€ĂŸige Updates aller Software auf dem Computer. Die meisten Programme erledigen das selbststĂ€ndig, wenn man diese Option nicht abschaltet. Veranwortlich sind aber auch die PC-Nutzer, die emails dubioser Absender nicht öffnen sollten und nachdenken, bevor sie auf irgendeinen Link klicken.

Die wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte, sind:

Kenne ich den Absender?
Erwarte ich Post von diesem Absender?
Ist es wahrscheinlich, dass mir der angebliche Absender Post schickt? (Bank, Versicherung, andere Finanzdienstleister?)
Klingt das versprochene Angebot in der Betreffzeile plausibel?

Bei jeder email, auf die eine dieser Fragen nicht zutrifft, sollte man vorsichtig sein. Denn wie wahrscheinlich ist es schon, dass „geile Schlampen aus der Nachbarschaft“ ausgerechnet auf einen warten? Wie wahrscheinlich ist es, dass man irgendetwas gewonnen hat, obwohl man gar nicht teilgenommen hat? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein „guter Freund“ sich meldet, vorzugsweise aus Afrika, um einem Millionen zu versprechen? Wer gibt einem die Garantie, dass das „Viagra“ auch Viagra ist und nicht nur eine eingefĂ€rbete Pille, falls man die jemals trotz eines „unschlagbaren Angebots“ erhĂ€lt.

Der gesunde Menschenverstand ist mitunter der beste Schutz. Man muss wissen, dass „verlockende“ Angebote entweder Nonsens oder gefĂ€hrlich sind.

Ich lösche rigoros alle email, auf die meine PlausibilitĂ€tsfragen keine Antwort finden. NatĂŒrlich könnten darunter auch „ernsthafte“ Angebote sein. Dann gehe ich aber davon aus, dass der Absender es meist telefonisch nochmals bei mir probiert: „Hast Du meine mail nicht erhalten?“

Niemand ist gesetzlich verpflichtet, seinen Rechner auf die Infizierung mit „Bot“-Schadsoftware zu ĂŒberprĂŒfen. Wer aber gerne im Internet ist, sollte aus SolidaritĂ€t mit den anderen Nutzern auf die eigene Sicherheit und auf ein sicheres Netz achten. Denn Opfer eines Bot-Angriffs wird man vielleicht nicht persönlich, aber doch indirekt. Um SchĂ€den zu beseitigen muss viel Geld aufgewendet werden, das letztlich wieder in die Kalkulation der Angebote einfließt.

Die „botfrei“-Seite ist sehr informativ und beschreibt gut, wie man die „Bösewichter“ auf dem eigenen Rechner wieder los wird. Benutzer, die unsicher sind, können sich bei Freunden Hilfe holen oder auch beim Fachmann.

UnsereLeserInnen, die Fragen haben, können sich gerne auch an die Redaktion wenden. Wir helfen ebenfalls gerne weiter.

Der DE-Cleaner sĂ€ubert zur Zeit nur Windows-basierte System – auf Anfrage bestĂ€tigte uns „eco“, dass an einer Mac-Version gearbeitet wird. Dem Verband „eco“ gehören rund 500 Unternehmen der Internetbranchen an.

Einen ersten Hinweis, dass mit dem eigenen Computer „irgendwas nicht stimmt“, erhĂ€lt man, wenn der Computer zwar modern ist, aber langsam arbeitet oder „sich irgendwie komisch“ verhĂ€lt oder Dinge tut, die ihm niemand befohlen hat, also plötzlich neu zu starten, Fenster zu öffnen oder zu schließen oder die Festplatte arbeitet wie wild, ohne dass man weiß, warum. Sollten also „merkwĂŒrdige Symptome“ auftreten, ist eine Untersuchung mittels Cleaner sehr sinnvoll – aber auch ohne Symptome schadet eine regelmĂ€ĂŸige PrĂŒfung nicht, sondern bewahrt vor eigenem Schaden und auch einem der Allgemeinheit.