Donnerstag, 19. September 2019

Diese Woche: Tipps und Termine

Guten Tag!

Tipps und Termine f√ľr den 14. bis 20. M√§rz 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f√ľr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Dienstag, 15. März, 20 Uhr, Stadthalle

Heinrich Schafmeister.

Heinrich Schafmeister.

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt am Dienstag, 15. M√§rz, „Oscar und Felix – Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert“, eine Kom√∂die von Neil Simon mit Leonard Lansink, Heinrich Schafmeister u.a. Die Regie f√ľhrt Katja Wolff.

Leonard Lansink.

1965 wurde Simons Kom√∂die „Ein seltsames Paar“ uraufgef√ľhrt und wurde ein Welterfolg. Aber ihn lie√ü das Thema nicht los: 2002 feierten Oscar und Felix eine Wiederauferstehung.

Die Ausgangssituation bei „Oskar und Felix – Das seltsame Paar im 21. Jahrhundert“ ist identisch, aber 70 Prozent hat Simon neu geschrieben, und man sp√ľrt die diebische Freude, mit der Simon es genossen hat, sein seltsames Paar zu aktualisieren. Nichts ist mehr so, wie es war, seit Felix, von seiner Frau vor die T√ľr gesetzt, bei Oscar eingezogen ist. Oscars gem√ľtlich-chaotische Wohnung mutiert durch Felix zu einem sterilen Musterhaushalt, aus Oscars feucht-fr√∂hlichen, w√∂chentlichen Pokerrunden werden keimfreie Dinnerpartys, und f√ľr das Rendezvous mit den zwei hei√übl√ľtigen Spanierinnen aus dem oberen Stockwerk haben die beiden auch ganz unterschiedliche Pl√§ne.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim.

Karten: Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: theater@kulturgemeinde.de.

√Ėffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ge√∂ffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Abo A und freier Verkauf.

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Donnerstag, 17. M√§rz, 20 Uhr, B√ľrgerhaus

„Nie wieder arbeiten“ – Szenenfoto.

Heddesheim. „Nie wieder arbeiten“ ist eine Kom√∂die von Horst Pillau. Mit Tanja Schumann, Silvia Seidel, Martin Zuhr, Bernd J√§ger van Boxen, Dagmar Hessenland.

Zum St√ľck: Ausgelacht, verachtet, unter Druck: Lehrer Werner und Polizist Tom wollen nicht l√§nger als Pr√ľgelknaben der Nation arbeiten. Durch Vort√§uschen psychischer Defekte erreichen sie, dass man ihnen Berufsunf√§higkeit attestiert, und jubeln: Hurra! Nie mehr arbeiten!

Doch das vermeintlich paradiesische Nichtstun lässt beide in eine ernste Ehekrise schlittern. Denn ihre Frauen, die mit Freude und großem Erfolg eine Tanzschule leiten, ertragen keine antriebslosen Jammerlappen auf dem heimischen Sofa. So finden sich die beiden Freunde bald als depressive Männer-WG wieder, weil die Frauen zusammenziehen.

Zum Gl√ľck gibt es die ehemalige T√§nzerin Flora und den liebenswerten Schussel Herrn Schulz. Mit deren Hilfe finden Werner und Tom neuen Sinn im Leben und gewinnen auch ihre Frauen zur√ľck.

Ort: Unterdorfstr. 2, Heddesheim.
Karten: B√ľrgerservice im Rathaus, Tel 06203-101-200.

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Freitag, 18. März, 19:30 Uhr, Stadtbibliothek

Lesung von Marion Tauschwitz.

Ladenburg. Marion Tauschwitz liest aus „Dass ich sein kann, wie ich bin. Hilde Domin – Die Biografie“.

Hilde Domin (1909-2006) z√§hlt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Lyrikerinnen Deutschlands. Ihre viel gelesenen Gedichte sind gepr√§gt von Verfolgung und Vertreibung, Exil und R√ľckkehr sowie einem hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft. Mit der Biografie von Marion Tauschwitz erscheint die erste Gesamtdarstellung √ľber das Leben und literarische Werk der gro√üen deutschen Nachkriegslyrikerin.

Auf der Grundlage intensiver Recherchen in Deutschland, Italien und der Dominikanischen Republik schildert die Autorin eindrucksvoll die vielf√§ltigen Lebensstationen Hilde Domins. Marion Tauschwitz zeichnet ein einf√ľhlsames Bild des Menschen Hilde Domin, einer leidenschaftlichen, au√üergew√∂hnlichen Pers√∂nlichkeit und unerm√ľdlichen K√§mpferin f√ľr ihre Souver√§nit√§t als Frau und Schriftstellerin.

Marion Tauschwitz, geboren 1953, studierte Germanistik und Anglistik in Heidelberg. W√§hrend der letzten f√ľnf Lebensjahre Hilde Domins war sie ihre engste Mitarbeiterin, Freundin und Vertraute. Sie lebt als freie Autorin und Schriftstellerin in Heidelberg.

Ort: Hauptstraße 8, Ladenburg.
Eintritt: √Ę‚Äö¬¨ 8,- (Sch√ľl./Stud. √Ę‚Äö¬¨ 5,-) VVK in der Stadtbibliothek.

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Freitag, 18. März, 20 Uhr, Muddys Club

Der Muddys‘ Club in der Schulstra√üe.

Weinheim. „Cocada“ – CD-Release Party im Muddy’s Club.
Nach dem erfolgreichen Konzert im Mai letzten Jahres, kommt die Band wieder.
Leicht, sonnig, brasilianisch, melodi√∂s – Adjektive die sich dem Zuh√∂rer bei der Musik von „Cocoda“ aufdr√§ngen. Aus dem Land des Bossa Nova und Samba Jazz kommt ihre Musik, die vielleicht die sommerlichste Musik die es gibt.

„Cocoda“, das ist Brasil-Jazz der besonders fernab der g√§ngigen Jazz-Standards – durchweg mit Eigenkompositionen bietet die Band Nachdenkliches und Fr√∂hliches, zum Zuh√∂ren oder zum Tanzen.

Die Band besteht aus Tanja Mathias-Heintz, Piano Рstudierte an der Musikhochschule Köln bei Frank Chastenier, John Taylor.
Fausto Israel, Gesang РChoreograph, Tänzer Musikhochschule Mannheim.
Cris Gavazzoni, Drums/Percussion – Sidefrau in zahlreichen bekannten Bands, Mitglied im Orquestra Jazz Sinfonica de Sao Paulo.
Martin Simon, Bass – Musikhochschule Mannheim, fr√ľher im Fritz M√ľnter Quintett.
Damit auch das Tanzfeeling f√ľr Sommer und vom letzen Jahr wieder einzieht, werden die Bestuhlung entsprechend vornehmen, so da√ü vor der B√ľhne Platz zum Abtanzen ist.

Eintritt: 12 √Ę‚Äö¬¨ Normal, 10 √Ę‚Äö¬¨ Erm√§ssigt, 9 √Ę‚Äö¬¨ Mitglieder, 6 √Ę‚Äö¬¨ Sch√ľler
Ort: Schulstr. 3, Weinheim.

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kaffeeehaus

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Freitag, 18. März, 19 Uhr, Kunsthaus

„Halleluja“ – Ausstellung im Kunsthaus.

Viernheim. Halleluja ist ein Ausstellungsprojekt von Sabine Kress im Viernheimer Kunsthaus vom 18. März bis 23. April 2011.

Sabine Kress ist vier Jahre lang in die Lupinenstra√üe, Mannheims vermutlich ber√ľhmteste Stra√üe, gegangen. Sie hat Frauen getroffen, die dort ihre Arbeit verrichten, und Bilder gemacht. Bilder, die auf den ersten Blick ganz einfach und klar sind, die jedoch umso mehr Zweifel und Fragen aufwerfen, je l√§nger man sie betrachtet. Kaum einmal sehen wir ein Gesicht (so war es mit den Beteiligten abgesprochen), nie erfahren wir von den Bildern etwas vom Sexualkontakt. der eigentlichen Arbeit.

Dies w√§re vermutlich nur in eindeutigen und blo√üstellenden Bildern umzusetzen gewesen. Doch genau dies wollte Sabine Kress nicht. Als sie vor gut vier Jahren mit ihrer Arbeit begann, warf sie erst einmal ihre vermeintlichen Kenntnisse √ľber Huren und Prostitution √ľber Bord und begann neben dem Fotografieren, mit den Frauen zu reden. So erfuhr sie von der Last des Wartens, von dem √ľberschaubaren Gewinn, von Altersschnitt und Besucherfrequenz, von Hygiene und Verzweiflung.

Sabine Kress‘ Aufnahmen werden von dem Statement der Frauen perfekt erg√§nzt. Sie erz√§hlen pr√§zise und desillusioniert vom Alltag einer Spezialistin, die keinen Job wie jede andere hat und den Wandel des Gewerbes bemerkt. Durch diese Worte erhalten die in ihrer Farbigkeit warmen Bilder den notwendigen kalten Unterton, der Romantik als Illusion entlarvt und von der Kraft der Tr√§ume in uns allen erz√§hlt.

Ort: Rathausstraße 36, Viernheim.

√Ėffnungszeiten: Do. und Fr. 15.00 bis 18.00 Uhr, Sa. von 10.00 bis 13.00 Uhr. Er√∂ffnung: Freitag, 18. M√§rz, 19.00 Uhr.

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Samstag, 19. März, 16 Uhr, Rolf-Engelbrecht-Haus

Weinheim. Das „Holzwurm Theater“ zeigt im Rolf-Engelbrecht-Haus das M√§rchen „Der Froschk√∂nig„.

Der Froschkönig.

„Der Froschk√∂nig“ handelt von einer h√ľbschen Prinzessin, welche eines sch√∂nen Tages mit ihrer Goldkugel an einem Brunnen spielt. Als diese Kugel jedoch in den Brunnen f√§llt, kommt ein Frosch an die Wasseroberfl√§che und bietet ihr seine Hilfe an. Im Gegenzug muss die Prinzessin die neue Spielgef√§hrtin f√ľr den Frosch sein und Tisch und Bett mit ihm teilen. Die Prinzessin willigt ein.

Doch als der Frosch die Kugel wieder aus dem Wasser geholt hat, rennt die Prinzessin schnurstracks in ihr Schloss zur√ľck. Der Frosch allerdings h√ľpft hinterher und klopft beim Abendmahl an die Schlosst√ľr. Auf Dr√§ngen ihres Vater l√§sst die Prinzessin den Frosch hinein und erz√§hlt ihm (ihrem Vater) von dem Versprechen zudem sie sich verpflichtet hat.

Als es Abend wird und der Frosch darum bittet in das Bett der Prinzessin gehoben zu werden, rastet diese aus und wirft ihn gegen die Wand. Kaum hat sie dies getan, verwandelt sich der Frosch in einen jungen Prinzen. Auf Wunsch des Königs, nimmt der Prinz die Königstochter als Gemahlin mit in sein Königreich.

Ort: Breslauerstraße 40/1, Weinheim.
Karten: Kinder 4,- EUR, Erw 5,- EUR.

 

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Samstag, 19. März, 20 Uhr, Alte Druckerei

„The Path of Genesis“.

Weinheim. F√ľnf Musiker erwecken die Musiklegende „Genesis“ zu neuem Leben: Die Band „The Path of Genesis“ pr√§sentiert in einer mitrei√üenden Rockshow die Kultsongs der Band aus den 70er-Jahren und l√§sst das Live-Feeling und den Zauber eines Genesis-Konzerts wieder aufleben. S√§nger und Frontmann Mike Maschuw erz√§hlt die Geschichten der Genesis-Songs – wie seinerzeit Peter Gabriel.

In einer mitrei√üenden Rockshow pr√§sentiert die Band die Klassiker aus der wohl kreativsten Phase der britischen Kultgruppe. Die Reise durch die Welt der Genesis-Musik beginnt in den fr√ľhen Siebzigern. Die Genesis-Songs aus dieser Zeit bilden den Schwerpunkt der gut zweieinhalbst√ľndigen Show. Bombastische Prog-Rock- Nummern wie „Watcher of the skies“, „Firth of Fifth“, „The Cinema Show“ oder das Epos „Supper’s ready“ stehen genauso auf der Setliste wie Songs aus dem wohl ber√ľhmtesten Genesis-Album „The Lamb lies down on Broadway“.

Ort: Friedrichstraße 24, Weinheim.

Karten: 17 Euro. √Ėffnungszeiten: Mo-Fr: 8-18 Uhr, Sa: 9-12 Uhr.

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Bis 8. Mai, Kunsthalle Mannheim

R√© Soupault – K√ľnstlerin im Zentrum der Avantgarde.

Mannheim. R√© Soupault – K√ľnstlerin im Zentrum der Avantgarde. F√ľhrung durch die Sonderausstellung mit Julia Teek, M.A..

Als erstes Museum weltweit w√ľrdigt die Kunsthalle mit einer umfassenden Retrospektive die deutsch-franz√∂sische Avantgardek√ľnstlerin R√© Soupault (1901-1996). Unter Pseudonymen arbeitete sie nicht nur als Fotografin und Journalistin, sondern auch als Filmemacherin und Modesch√∂pferin. Ihr Transformationskleid f√ľr die moderne berufst√§tige Frau ist eine Wiederentdeckung, neu interpretiert vom Modelabel „Schumacher“.

Die Ausstellung pr√§sentiert das Multitalent im Netzwerk der europ√§ischen Avantgarde: von ihrer Ausbildung am Bauhaus Weimar √ľber die Begegnung mit dem Berliner Dadaismus bis hin zum K√ľnstler-Zirkel der Surrealisten in Paris.

Ort: Friedrichsplatz 4, Mannheim.

Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 8. Mai 2011.

√Ėffnungszeiten: Di-So & Feiertage 11.00-18.00 Uhr, Mi 18.00-20.00 Uhr (Eintritt frei!), Mo geschlossen.

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Verlängert bis 27. März 2011, Zimmertheater

Zimmertheater Heidelberg.

Heidelberg. Das Zimmertheater zeigt noch bis zum 27. M√§rz das St√ľck „Wer sind Sie?“ von Michel Lengliney, in einer Inszenierung von Ute Richter.

„Welchen Tag haben wir heute?“ – auch „Wer sind Sie?“ sind keine ungew√∂hnlichen Fragen. Nur, wenn das Interesse an dem Wochentag in kurzen Abst√§nden wiederholt wird oder sich die Frage „Wer sind Sie?“ an die Tochter wendet, ist das irritierend.
„Mutter baut immer mehr ab√Ę‚ā¨¬¶ es ist schrecklich√Ę‚ā¨¬¶ vermutlich hat sie√Ę‚ā¨¬¶sie hat√Ę‚ā¨¬¶“

Leichtsinnig, manchmal sogar frivol, gehen wir mit dem Begriff Alzheimer um√Ę‚ā¨¬¶Lachend kommentieren wir laut „Alzheimer“!, wenn uns etwas zu lange nicht einf√§llt; und geben uns beruhigt, wenn das freundliche Gegen√ľber dann sagt: „Nein, nein – das ist nur die ganz normale Verkalkung!“

Aber wie behandeln die Kinder die gest√∂rte Mutter, wenn die Diagnose „Alzheimer“ Wirklichkeit wird?

Michel Lengliney hat ein packendes, anr√ľhrendes, sensibles St√ľck √ľber ein brisantes Thema geschrieben, unsentimental, tr√∂stlich und traurig, tragisch und komisch√Ę‚ā¨¬¶“

Ort: Hauptstr. 118, Heidelberg.

Karten: Kassenzeiten: Mo bis Sa: 11 bis 13 Uhr & 18 bis 20 Uhr, So: 16 bis 18 Uhr, telefonische Vorbestellungen sind zu den Kassenzeiten unter der Nummer (06221) 21069 möglich.

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Täglich bis 20. März 2011, Luisenpark

Indoor-Spielplatz im Luisenpark.

Mannheim. Spielen, klettern und toben im Warmen! Der Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus Luisenpark ist wieder aufgebaut. Bis 20. März täglich geöffnet von 10.30 Р17.30 Uhr, ab März bereits ab 10.00 Uhr.

Seit Ende Januar lässt der Luisenpark Kinderträume wahr werden, die eigentlich nur im Sommer möglich sind: Der beliebte Winterspielplatz in der Ausstellungshalle des Pflanzenschauhauses ist wieder da.

Das Indoor-Vergn√ľgen im Luisenpark f√ľllt schon seit langem eine echte „Marktl√ľcke“ in Mannheim: In kuschelig-warmer Atmosph√§re bietet er einen tollen Service f√ľr Kinder und Eltern. W√§hrend die Kleinen spielen und toben, k√∂nnen die Gro√üen wachsamen Auges, aber v√∂llig entspannt auf einer der vielen Sitzb√§nke rundherum verweilen. Mit Kletterger√ľst, Rutschen und Wackelsteg ist f√ľr alle Kinder zwischen 2 und 8 Jahren trotz K√§lte jede Menge Action angesagt.

Ort: Gartenschauweg 12, Mannheim.

Eintritt: Täglich geöffnet von 10.30 Р17.30 Uhr, ab März bereits ab 10.00 Uhr. Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Ausstellung selbst ist kostenfrei!

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie m√∂chten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir √ľbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew√§hlte Termine in unsere √ÉŇďbersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und f√ľr Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich gro√üer Beliebtheit – Sie k√∂nnen hier auch gerne f√ľr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

√ÉŇďber unsere Blogs erreichen Sie t√§glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin w√§hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.

Eine sch√∂ne Woche w√ľnscht Ihnen

Die Redaktion

„Dass ich sein kann wie ich bin“ – Lesung zu Hilde Domin

Guten Tag!

Heddesheim, 28. November 2010. Die Lesung der Heidelberger Germanistin und Anglistin Marion Tauschwitz aus ihrer Biographie zu Hilde Domin war ein ganz besonderes Erlebnis f√ľr die knapp 40 Zuh√∂rer in den Ausstellungsr√§umen der Heddesheimer Rathausgalerie (21. November 2010). Der Raum ist voll besetzt, St√ľhle m√ľssen dazu gestellt werden.

Von Sabine Prothmann

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Marion Tauschwitz - Freundin, Vertraute, Nachlassverwalterin und "kleine Schwester".

Marion Tauschwitz erz√§hlt √ľber Hilde Domin. Die Autorin Marion Tauschwitz liest aus: „Dass ich sein kann wie ich bin – Hilde Domin. Die Biographie“.
Und das macht sie so wunderbar, so pers√∂nlich, dass die Zuh√∂rer ihr √ľber 90 Minuten gebannt lauschen. Als sie endet, will der Applaus nicht aufh√∂ren.

Eine Woche zuvor war die kleine Veranstaltungsreihe des Heddesheimer Kunstvereins zu Hilde Domin mit der Ausstellungseröffnung der Bilder von Veronika Drop zu Hilde Domin eröffnet worden.

„Es war eine intensive Zeit.“

Und auch am vergangenen Sonntag war die K√ľnstlerin Drop wieder anwesend und begr√ľ√üte die Autorin Marion Tauschwitz, die als Vertraute, Nachlassverwalterin und „Schwester“, wie Domin sie immer nannte, die Lyrikerin in den letzten Jahren von 2001 bis zu ihrem Tod 2006 begleitet hatte.

„Es war eine intensive Zeit“, sagt Tauschwitz √ľber diese Jahre. Kennengelernt hat sie Hilde Domin nach einer Lesung. „Sie hat mich zum Essen eingeladen und daraus ist diese Freundschaft entstanden.“

Das Besondere an Domins Gedichten sei die Einheit von Leben und Poesie gewesen, so Tauschwitz. Entstanden aus persönlicher größter Not, auf die man laut Hilde Domin nur auf drei Arten reagieren konnte: Entweder man begebe sich auf die Couch des Psychiaters, man vertraue sich Gott an oder aber man verarbeite sie in der Kreativität.

Hocherotische Liebesgedichte.

Man habe lange den Tod der Mutter als den Schock gedeutet, der zu dem Beginn ihres schriftstellerischen Wirkens gef√ľhrt habe. Doch, so Tauschwitz, die hocherotischen ersten Liebesgedichte, die entstanden sind, m√ľssten in einen anderen Zusammenhang gestellt werden.

Tauschwitz hat nach dem Tod der Lyrikerin ihre Briefe entdeckt, darunter mehr als 2000 „Ehebriefe“, die Hilde Domin an ihren Mann Erwin Walter Palm geschrieben habe. „Sie hat ihrem Mann bis zu sieben Briefe am Tag geschrieben, die bis zu 17 Seiten hatten und in winziger Schrift geschrieben waren.“ Anders als bislang angenommen, habe das Ehepaar √ľber gro√üe Strecken getrennt gelebt.

„Mein Leben wird mal ein spannender Gegenstand f√ľr die Literaturwissenschaft“

Vieles blieb zu Lebzeiten von der Dichterin verborgen, die eine K√ľnstlerin in der „Selbstharmonisierung“ gewesen sei. „Mein Leben wird mal ein spannender Gegenstand f√ľr die Literaturwissenschaft“, zitiert Tauschwitz Hilde Domin.

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Die Autorin Marion Tauschwitz liest aus der Biographie zu Hilde Domin.

Mit ihrer klaren, warmen Stimme beginnt Tauschwitz von Hilde Domins Leben zu erz√§hlen, von den fr√ľhen Jahren in K√∂ln, von dem j√ľdischen Elternhaus und der intensiven Beziehung zur Mutter. Im Elternhaus bekam sie das Urvertrauen vermittelt, das sie durch ihr schweres Leben getragen habe, so Tauschwitz.

Es folgt das Studium an Uni Heidelberg, wo Anfang der 30-er Jahre, die meisten j√ľdischen Studentinnen eingeschrieben waren.

„Den Juden wird es schlimm ergehen.“

Ein Unfall, eine Brandwunde am Kopf, zwingt Hilde, damals noch L√∂wenstein, zur Genesung zur√ľck ins Elternhaus. Ihre Studien f√ľhrten sie zun√§chst an den Universit√§ten in K√∂ln und Bonn fort. Zum Wintersemester 1930 zieht es sie nach Berlin, wo auch ihre Politisierung stattfindet. Sie tritt in die SPD ein.

Der jungen Hilde wird schnell klar, nachdem sie „Mein Kampf“ gelesen und Hitler geh√∂rt hatte, „den Juden wird es schlimm ergehen“.

In Berlin lernt sie auch den j√ľdischen Althistoriker Hans Georg Pflaum kennen, mit dem sie eine lebenslange Freundschaft verbindet. Aber er bleibt der „K√ľmmerer“.

Hilde L√∂wenstein kehrt nach Heidelberg zur√ľck. Dort begegnet sie dem charismatischen, extravaganten Erwin Walter Palm, einem j√ľdischen Philologie- und Arch√§ologie-Studenten aus Frankfurt. Palm ist nur 1,62 Meter gro√ü, er ist ein Paradiesvogel und im Alltag hilflos. „Da kam die Liebe.“

Italien wird zum ersten Exilland.

Seine Italiensehnsucht f√ľhrt die beiden 1932 nach Italien – gegen den Widerstand ihrer Eltern -, zun√§chst nach Florenz, sp√§ter nach Rom, wo sich beide an der Uni einschreiben.

Mit der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler wird Italien zum ihrem ersten Exilland.

Palm war gl√ľcklich, Hilde hielt ihm den R√ľcken f√ľr seine Studien frei und erteilte Deutschunterricht. „Objektiv und von au√üen betrachtet war dies eine Hundezeit“, so Tauschwitz.

1934 werden die ersten Rassengesetze in Italien erlassen, damit war Palms Lebenstraum passé. 1936 heiraten Hilde Löwenstein und Erwin Walter Palm. Doch schon da ist die Beziehung sehr problematisch, wie Marion Tauschwitz durch die Briefe belegen kann.

Flucht nach London.

Die Situation in Italien wird immer untragbarer, doch obwohl Hildes Familie schon l√§ngst im Exil in London lebt, verz√∂gert sich die Ausreise der Palms immer wieder, da Erwin Walter Palm noch auf Hildes √ÉŇďbersetzung seiner Schriften wartet.

Im September 1938 gelingt ihnen doch noch die Flucht √ľber Paris nach London.

Zu dieser Zeit sind die meisten Fluchtwege schon verbaut und auch in London wird nach der Kapitulation Englands die Situation f√ľr Juden sehr ungewiss.

Als der Diktator der Insel Hispaniola erkl√§rt, dass er 100.000 Fl√ľchtlinge aufnehmen k√∂nne, machen sich Hilde Palm und ihr Mann auf den Weg in die Dominikanische Republik.

In diese Zeit fällt auch eine ungewollte Schwangerschaft. Palm wollte das Kind nicht, wie Marion Tauschwitz aus einem Brief an Hildes Bruder erfahren hat. Domin beugt sich dem Wunsch ihres Mannes.

Die Exiljahre in der Dominikanischen Republik sind gekennzeichnet von permanenter Geldnot und dem schwierigen Verh√§ltnis des Ehepaares. Erwin Walter Palm wird zum Experten der iberoamerikanischen Kunst und bleibt in der Hauptsstadt Santo Domingo w√§hrend Domin in die Berge fl√ľchtet.

Die Dominikanische Republik wird zum „Inselk√§fig“

1947 hat Hilde Domin die Papiere f√ľr die USA zusammen, doch Palm wollte nicht mit und Domin sa√ü in den Bergen und tippte seine Aufzeichnungen. Hier in dieser Einsamkeit entstehen 1946 ihre ersten Gedichte. Es sind Liebesgedichte, „zerfressen von Sehnsucht“.

1951 stirbt die Mutter, diesmal h√§tte Hilde Domin eine St√ľtze gebraucht, doch Palm will sie verlassen. Die Beziehung des Paares schien 1951 am Ende zu sein, Palm hat eine andere Frau kennenglernt. Hilde flieht nach Haiti.

1953 erm√∂glicht ein Guggenheim-Stipendium einen einj√§hrigen Aufenthalt des Ehepaars in New York. Anschlie√üend gehen sie noch mal kurz in die Dominikanische Republik, aber ein DAAD-Stipendium erm√∂glicht 1954 die R√ľckkehr nach Deutschland.

In Deutschland erwartet sie ein schwieriges politisches Klima und das Paar pendelt noch einige Jahre zwischen Deutschland und Spanien.

1955 erscheint ein kleines B√ľchlein mit Gedichte von Erwin Walter Palm – endlich ein „sp√§ter Dichterruhm“. Dem Verleger legt Hilde ein paar ihrer Gedichte bei und schon 1954 wird ihre Lyrik in Zeitschriften ver√∂ffentlicht. Hilde Palms Gedichte erscheinen unter dem Pseudonym Domin, damit m√∂chte sie auch verhindern, dass der Erfolg ihres Mannes geschm√§lert wird: „Ich selbst rief mit dem Namen einer Insel.“

1960 erhält Palm eine KW-Professur an der Universität Heidelberg.

In Deutschland tobt ein Kampf in der Literaturszene und Hilde Domin verliebt sich in einen Verleger, davon zeugen ihre Liebesgedichte. Aus Angst entdeckt zu werden, scheut sich der Verleger vor der Veröffentlichung ihrer Liebeslyrik.

„Einmal ein Preis, immer ein Preis.“

1968 erh√§lt Hilde Domin den Ida-Demel-Preis, ihren ersten Preis, viele folgen nach dem Motto: „einmal ein Preis, immer ein Preis“.

„1969 reicht ihr Palm die Hand zu Vers√∂hnung“, erz√§hlt Tauschwitz, erst jetzt erkennt er ihre Leistung an und versteht sie nicht mehr als Konkurrenz.

Als am 7. Juli 1988 Erwin Walter Palm stirbt, ist das ein gro√ües Drama f√ľr Hilde Domin, so die Autorin. Wieder einmal fl√ľchtet sie sich in Arbeit. Sie ist inzwischen ber√ľhmt und eine begehrte Rednerin. Domin hat danach noch 18 Jahre gelebt und „sie hat sie genossen“.

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Die K√ľnstlerin Veronika Drop begr√ľ√üt die Autorin Marion Tauschwitz.

Dann erzählt Tauschwitz von dem 22. Februar 2006: Hilde Domin ging alleine in die Stadt, sie wollte Handschuhe kaufen. Sie nahm keinen Stock, auf den Gehsteigen waren Eisplatten.

„Ich bekam einen Anruf“, erinnert sich Marion Tauschwitz, „Liebes, ich habe meinen Fu√ü verstaucht“, sagte Hilde Domin, „kannst du ins Krankenhaus kommen“.

Hilde Domin hatte sich nicht den Fu√ü verstaucht, sie hatte sich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen und musste operiert werden. Sie √ľberlebt die Operation, aber am n√§chsten Tag erreicht Marion Tauschwitz der Anruf der Klinik, der Zustand Hilde Domins sei kritisch und sie solle kommen. Die Dichterin stirbt bevor ihre „j√ľngere Schwester“ an ihrem Krankenbett ist.

Mit dem Tod von Hilde Domin endet die Lesung und der Vortrag. Der Applaus will gar nicht aufh√∂ren. Das Publikum ist tief bewegt, „meine Freundin hat weinend die Vorstellung verlassen“, erz√§hlt eine Zuh√∂rerin.

Die Menschen in der Rathausgalerie haben f√ľr einen kleinen Augenblick, f√ľr 90 Minuten, an dem bewegten Leben einer faszinierenden Frau und Lyrikerin teilgehabt und die Nachlassverwalterin und Vertraute der Dichterin, die Autorin Marion Tauschwitz, hat diesen Einblick mit ihren Worten und Zitaten so ganz besonders gemacht.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

„Ich setzte den Fu√ü in die Luft und sie trug“ – Hommage an Hilde Domin

Guten Tag!

Heddesheim, 15. November 2010. Im Alten Rathaus wurde am Sonntag, den 14. November 2010, die Ausstellung „Hommage an Hilde Domin“ er√∂ffnet. Die Heddesheimer K√ľnstlerin Veronika Drop zeigt sehr pers√∂nliche Bilder zu den Gedichten der Heidelberger Schriftstellerin.

Von Sabine Prothmann

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Die K√ľnstlerin Veronika Drop mit ihrem "Lieblingsbild".

Mit der Ausstellung „Hommage an Hilde Domin“ endet das Jahr f√ľr den Heddesheimer Kunstverein, so der Heddesheimer K√ľnstler Bernd Gerstner bei seiner Begr√ľ√üung. Mit Veronika Drop stellt, wie es einmal j√§hrlich Tradition sei, eine K√ľnstlerin aus den eigenen Reihen aus. Mit gut 70 Besuchern waren die Ausstellungsr√§ume in der Rathausgalerie gut gef√ľllt. Ein toller Erfolg f√ľr Veronika Drop und f√ľr den Heddesheimer Kunstverein.

In den Ausstellungsräumen des Heddesheimer Kunstvereins hängen 21 Bilder von Veronika Drop, die sie innerhalb eines Jahres von 2006 bis 2007 zu den Gedichten von Hilde Domin geschaffen hat. Die Bilder sind in Acryl und Eitempera auf Leinwand gemalt. Es ist Drops Annäherung an die Gedichte und Person Hilde Domin.

Auf der Spur von Hilde Domin

Die Lyrikerin Hilde Domin habe bei ihren Lesungen ihre Gedichte immer zweimal gelesen, sagt Veronika Drop: „Ich habe die Gedichte oft zehnmal und mehr gelesen und die Bilder immer und immer wieder √ľbermalt, bis ich dachte, jetzt bin ich auf der Spur.“

In ihrer Einf√ľhrung erz√§hlt die geb√ľrtige Rheinl√§nderin, die schon lange in Heddesheim lebt und Mitglied des Kunstvereins ist, vom Leben der „Exilschriftstellerin“:

Hilde Domin wurde als Hilde L√∂wenstein, Tochter eines Rechtsanwaltes und einer ausgebildeten S√§ngerin 1909 in K√∂ln geboren. Zum Jura-Studium ging sie zun√§chst nach Heidelberg, sp√§ter nach K√∂ln, Bonn und Berlin und 1931 wieder zur√ľck nach Heidelberg, wo sie auch ihren Mann, den Altphilologie- und Arch√§ologiestudenten Erwin Walter Palm kennenlernte.

1932 reiste das j√ľdische Paar zun√§chst zum Studium nach Rom, das nach Ernennung Hitlers zum Reichskanzler zur ersten Exilstation wurde. Als sie auch in Italien nicht mehr bleiben konnten, fl√ľchteten sie nach London und von dort schlie√ülich in die Dominikanische Republik. Dort wirkte Domin als Assistentin ihres Mannes und unterrichtete Deutsch.

Erste schriftstellerische Versuche startete sie 1946. Der Tod der Mutter und die Krise in ihrer Ehe f√ľhrten dann zu den ersten Ver√∂ffentlichungen 1951 – als Anfang und Heimkehr.

F√ľnf Jahre sp√§ter kehrten sie in ihre alte Heimat, nach Heidelberg, zur√ľck. Inzwischen nannte sie sich „Domin“ zu Ehren ihrer Exilheimat, der Dominikanischen Republik. Seit 1961 arbeitete Hilde Domin als freie Schriftstellerin. Ihr Werk wurde in mehr als 20 Sprachen √ľbersetzt.

Im Wintersemester 1987/88 hielt sie als vierte Frau nach Ingeborg Bachmann, Marie Luise Kaschnitz und Christa Wolf die Frankfurter Poetik-Vorlesungen.

Zu ihrem 95. Geburtstag 2004 wurde Hilde Domin die Ehrenb√ľrgerw√ľrde der Stadt Heidelberg verliehen. Bereits 1992 stiftete die Stadt ihr zu Ehren den alle drei Jahre vergebenen Literaturpreis „Literatur im Exil, der seit ihrem Tod „Hilde-Domin-Preis f√ľr Literatur im Exil“ hei√üt. 2006 wurde sie Ehrenmitglied des P.E.N.-Club des Exils.

2006 stirbt die Lyrikerin in Heidelberg und wird auf dem Bergfriedhof neben ihrem 1988 verstorbenen Ehemann beigesetzt.

Auf der Grabplatte steht: „Wir setzten den Fu√ü in die Luft und sie trug“.

In ihren Gedichten und Schriften rief die Exilschriftstellerin immer wieder zum Neuanfang auf. Ihr Grundvertrauen sei ihr nicht verloren gegangen, so Drop. Domin geh√∂rte nie zur Avantgarde. Ihre Klarheit, Ehrlichkeit und Unabh√§ngigkeit gefallen der K√ľnstlerin Veronika Drop.

Ich setzte den Fu√ü in die Luft und sie trug“

Pastellfarbene T√∂ne, Wolken, die sich t√ľrmen, dazwischen Halt gebende Linien – „Ich setzte den Fu√ü in die Luft und sie trug“, ist das Lieblingsbild der Malerin Veronika Drop.

„Erst sollte in den Wolken eine Treppe entstehen, doch ich habe immer und immer wieder mit Eitempera dar√ľber gemalt bis das Bild so entstanden ist“, erz√§hlt Drop. Dieses Bild sei ihr pers√∂nlichstes, weil es auch Situationen in ihrem Leben beschreibt. Mutig sein, den Fu√ü ins Unbekannte setzen – und feststellen, es tr√§gt.

„Seit ich lebe, habe ich einen Stift in die Hand genommen“, erz√§hlt Drop. Eine Reihe von Ausstellungen gibt davon Zeugnis. 2006 habe sie intensiv angefangen, sich mit Hilde Domin zu besch√§ftigen und „ich wollte immer mehr √ľber sie erfahren“. Innerhalb eines Jahres sind die 21 ausgestellten Bilder entstanden.

Auch die anderen Bilder sprechen von pers√∂nlichen Erfahrungen. Es sind die der Lyrikerin, der Malerin und die des Betrachters. Drop gibt ihren Bildern die Titel von Domins Gedichten. Sie erz√§hlen von Emotionen und Lebenserfahrungen, von „Vers√∂hnung“, „Tr√∂stung“, „Aufbruch ohne Gewicht“.

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"Harte fremde Hände". Eine Collage.

Lesung am kommenden Sonntag

In „Harte fremde H√§nde“ hat Veronika Drop Fotografien von Hilde Domin eingewoben. Eine Collage, die immer und immer wieder √ľbermalt wurde. Wie aus Fenstern schaut die Schriftstellerin hervor. Die Worte des Gedichts flie√üen √ľber das Bild.

Unter dem Dach der Rathausgalerie haben die Besucher die M√∂glichkeit, den Film von Anna Ditges „Ich will dich“ – eine Begegnung mit Hilde Domin, anzuschauen.

Die Ausstellung ist noch bis 12. Dezember, sonntags von 14 bis 17 Uhr, ge√∂ffnet. Am kommenden Sonntag, 21. November, liest Marion Tauschwitz, Autorin von „Dass ich sein kann, wie ich bin – Hilde Domin. Die Biografie“. Die Veranstaltung beginnt um 14.30 Uhr.

Viel Freude mit den Fotos.

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Diese Woche: Tipps und Termine

Guten Tag!

Tipps und Termine f√ľr den 15.-21. November 2010. Jeden Montag erscheinen ab sofort unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f√ľr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg.

Bis Samstag, 27. November, Kulturscheune

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Ausstellung in der Kulturscheune. Bild:privat

Viernheim. Die Ausstellung zu den Arbeiten 2003 – 2010 der beiden Heddesheimer K√ľnstler Bernd Gerstner und Roland Schmitt in der Viernheimer Kulturscheune wurde noch bis Samstag, 27. November 2010 verl√§ngert. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen aus den Jahren 2003 bis 2010. Die erste gemeinsame Ausstellung fand 2004 statt.

Die Bilder von Bernd Gerstner entstehen aus nat√ľrlichen Materialien wie Erde, Ackerboden, Sand und Marmor. Roland Schmitt schafft Installationen und Skulpturen aus Holz. Ihre gemeinsamen Arbeiten sind wie „aus einem Gu√ü“.

Ort: Kulturscheune Viernheim, Satonévriplatz 1, Viernheim
√Ėffnungszeiten
: Dienstag 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr , Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 12.00 Uhr.

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Seit 2. November bis 31. Januar 2011, Seniorenbegegnungsstätte

Viernheim. Ausstellung von Heidi Kronauer in der Seniorenbegegnungsst√§tte Heddesheim. Sie zeigt Bilder in Acryl. Dem wei√üen Nichts Leben einzuhauchen, das ist es, was die Hobbyk√ľnstlerin an der Malerei liebt.

Sie malt bevorzugt modernes Stillleben, aber auch Trendiges und Irreales.

Ort: Seniorenbegegnungsstätte Heddesheim
√Ėffnungszeiten
: Montag bis Freitag: 14:00 – 17:00.
Eintritt frei

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Montag, 15. November, 20:15 Uhr, Olympia-Kino

Hirschberg. Das Olympia-Kino zeigt den Spielfilm „Sturm“.
Ein bewegender Film √ľber die Opfer und T√§ter der Jugoslawienkriege, der in der Ausstellungsreihe „Verletzte Seelen gezeigt wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel auf dem hirschbergblog (Die Stille nach dem „Sturm“) und den Artikel zur Ausstellung in Ladenburg auf dem ladenburgblog (Ausstellung: „Verletzte Seelen“, Small-Talk und Nachdenken √ľber Menschenrechte).

Ort: Olympia-Kino Leutershausen, Hölderlinstr. 2
Karten
Programmansage und Telefon, Tel. 06201-509195

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Montag, 15. November, 20 Uhr, B√ľrgerhaus

Heddesheim. Theater im B√ľrgerhaus – Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht. Eine Kom√∂die von Ephraim Kishon mit Rainer Delventhal, Nina Selchow u.v.a. Ein „junger, unbekannter Maler“ in Jerusalem, Raphael Schlesinger, ein Verehrer Rembrandts und der gegenst√§ndlichen Malerei, malt gerade den wundersch√∂nen R√ľcken seiner Freundin und Geliebten.

Ein ebenso anma√üender wie einflussreicher Kunstkritiker-Papst besucht zuf√§llig das Atelier Schlesingers und entdeckt dort die „kosmische mobiliarische Kunst“. Diese besteht aus einem simplen, wackligen Tisch, darauf ein Stuhl, darunter ein Hocker, darauf ein kochender Teekessel, darunter ein wackliger Sessel, √Ę‚ā¨¬¶

Ort: B√ľrgerhaus, Unterdorfstr, 2
Karten
nur im Rathaus, B√ľrgerservice, Tel. 06203-101-200

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Dienstag, 16. November, 20 Uhr, B√ľcherecke

Heddesheim. Buchvorstellung und Lesung – Siegfried Laux. Der Mannheimer Siegfried Laux liest in der B√ľcherecke am Rathaus aus seinem Buch „Mannheimer Erinnerungen“. Musikalische Begleitung: Christian Oberbauer.

Ort: B√ľcherecke, Unterdorfstr. 4, Heddesheim
Eintritt
: 5 Euro.

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Mittwoch, 17. November, 20 Uhr, Alte Synagoge

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Boogie Woogie-Spezialist Axel Zwingenberger. Bild: privat

Hirschberg. Axel Zwingenberger spielt Blues und Boogie Woogie. Einzigartiges Konzert in der Region – in der Reihe Jazz & Wein. Es ist dem F√∂rderkreis Olympia-Kino gelungen, den legend√§ren Boogie-Woogie-Pianisten Axel Zwingenberger an die Bergstra√üe zu holen – zu seinem einzigen Konzert. Zwingenberger gibt Konzerte in der ganzen Welt und ist schon mit Jazz-Gr√∂√üen wie Big Joe Turner, Lionel Hampton, Champion Jack Dupree und Mama Yancey aufgetreten. Das Konzert findet in der Reihe „Jazz & Wein“ statt, bei der feine Weine der Winzergenossenschaft Schriesheim angeboten werden. Der Veranstaltungsort ist ausnahmsweise nicht das Olympia-Kino, sondern die ehemalige Synagoge mit ihrem gro√üen Fl√ľgel.
Ort:
Alte Synagoge, Hauptstraße 27, Leutershausen.
Eintritt:
18 Euro/ Mitglieder des Förderkreises 16 Euro.
Vorverkauf:
Postagentur (Leutershausen), Tel. 06201-590028, Schreibwaren Schuhmann (Großsachsen), Tel, 06201-53012, Opus (Schriesheim), Tel. 06203-937684.

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Donnerstag, 18. November, 19:30 Uhr, Alte Synagoge

Hirschberg. Der Junge Chor des MGV 1850 Hohensachsen pr√§sentiert sich erstmals in der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen. Nach vielen erfolgreichen Auftritten des noch jungen Chors, dessen Gr√ľndung dieser Tage gerade mal sechs Jahre zur√ľckliegt und zwei bestens gelungenenen Herstkonzerten in der Weinheimer Peterskirche und im a2 Keller, singt der Junge Chor am Donnerstag, den 18. November 2010, in der Alten Synagoge.

Mit viel Freude am Singen und unter der Leitung von Margit P√∂hlert proben w√∂chentlich etwa 45 S√§ngerinnen und S√§nger im S√§ngerheim des MGV 1850 Hohensachsen mit viel Schwung und Elan f√ľr das bevorstehende Konzert. Aufgef√ľhrt werden internationale Pop-Songs, Jazz- Standards und Film-Titel sowie romantische Lieder, die alle von der Chorleiterin selbst gesetzt und f√ľr den Chor arrangiert wurden.

Gern geh√∂rte Songs wie „Can you feel the Love tonight“, „For the longest time“ oder „Jetzt oder Nie“ von Udo J√ľrgens, jazzige Arrangements wie „Moonglow“, „Poinciana“ oder „How high the moon“ sowie Film-Musiken und klassische Rarit√§ten wie „Les avions en papier“, „Gabriella√ā¬īs Song“ und „Come again“, „Belle, qui te ma vie“ oder Leonard Cohens „Halleluja“, der italienische Klassiker „Un amore cosi grande“ sowie die irische Volksweise „Sally gardens“ versprechen einen erlebnissreichen und genu√üvollen Konzert- Abend im gediegenen Ambiente der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen.

Die S√§ngerinnen und S√§nger aus Hirschberg, Weinheim hier insbesondere aus Hohensachsen und L√ľtzelsachsen, Hemsbach und der hessischen Bergstra√üe laden, zusammnen mit ihrer Chorleiterin Margit P√∂hlert, Sie zu diesem Konzert am Donnertag, den 18. November 2010 ganz herzlich ein. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, die Synagoge √∂ffnet um 18.45 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Mit Brezeln und Schriesecco oder Orangensaft können sich die Besucher in der Pause
stärken. Wir freuen uns auf einen netten Abend mit Ihnen РIhr Junger Chor.

Ort: Alte Synagoge, Hauptstraße 27, Leutershausen
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 14:30 Uhr, Altes Rathaus

Heddesheim. Seit Sonntag, 14. November 2010 zeigt der Kunstverein Heddesheim die Ausstellung „Hommage an Hilde Domin“ mit Bildern von Veronika Drop zu den Gedichten der Hilde Domin. Die Ausstellung ist ge√∂ffnet bis Sonntag, 12. Dezember, immer sonntags von 14 bis 17 Uhr. Begleitende Veranstaltung: „Ich will dich“ – Begegnung mit Hilde Domin. Ein Film von Anna Ditges jeweils sonntags w√§hrend der √Ėffnungszeiten. Sonntag, 21. November. 14:30 Uhr. Vortrag/Lesung mit der Schriftstellerin Marion Tauschwitz, Autorin von „Das ich sein kann, wie ich bin – Hilde Dormin. Die Biografie“, um 14:30 Uhr.

Ort: Altes Rathaus
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 18 Uhr, Kaiserkeller

Ladenburg. Die Gruppe Blackwater kommt direkt von der Gr√ľnen Insel nach Ladenburg und verwandelt den Keller in einen irischen Pub. Auf ihrer „Home Away from Home“-Tour spielen die sechs Musiker die ganze Irish-Folk-Bandbreite von traditionellen St√ľcken wie Jigs, Reels und Hornpipes √ľber gef√ľhlvolle Balladen bis hin zu stimmungsvollen g√§lischen Songs.

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Blackwater: Original Irish.

Lieder voller Melancholie und Sehnsucht – aber auch St√ľcke voller Lebensfreude, zum Mitsingen und Mitmachen. Die Gruppe kommt aus Dungarvan. Die Vielfalt ihrer Darbietungen spiegelt sich in ihren Musikern wieder: Caroline King (Akkordeon und Gesang), Nicky Power (Fl√∂ten), Michael „Finnegan“ Flynn (Bodhran, Bones, Gesang), Michael Phil McKavera, Fiddle McKenna (Button-Akkordeon), Christy O’Neill (Gitarre, Gesang).

Ort: Kaiserkeller, Ladenburg
Karten: 12 bze. 8 √Ę‚Äö¬¨ bei „B√ľcher am Markt“ und an der Abendkasse

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie m√∂chten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir √ľbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew√§hlte Termine in unsere √ÉŇďbersicht „Diese Woche“:
Termine Heddesheimblog.de
Termine Hirschbergblog.de
Termine Ladenburgblog.de
Termine Weinheimblog.de
Und f√ľr Termine aus anderen Gemeinden an:
Termine Rheinneckarblog.de

Unsere Termine erfreuen sich gro√üer Beliebtheit – Sie k√∂nnen hier auch gerne f√ľr sich oder Ihre Veranstaltungen werben. Zum Auftakt unseres neuen Services begr√ľ√üen wir herzlich unseren neuen Kunden Kaffeehaus Ladenburg und Kaffeehaus Schriesheim und bitten unsere Leserinnen und Leser um freundliche Beachtung.
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√ÉŇďber unsere Blogs erreichen Sie t√§glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin w√§hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.