Mittwoch, 18. September 2019

Die neuen „IG nein“: CDU und SPD

Guten Tag!

Der unten stehenden Kommentar wurde von der Redaktion am 21. August 2009 veröffentlicht. Der Kommentar kritisiert einen Artikel der CDU im Mitteilungsblatt der Gemeinde Heddesheim, Nr. 34, vom 20. August 2009, Seite 10.

Herr Dr. Lamers hat uns daraufhin am 22. August 2009 eine Richtigstellung geschickt (siehe unten auf dieser Seite). Weil wir nicht wussten, ob der Absender wirklich Herr Dr. Lamers war, haben wir mit einer Veröffentlichung gewartet.

Herr Dr. Lamers hat sich persönlich mit uns in Verbindung gesetzt und sich von dem Text aus dem Mitteilungsblatt distanziert: Nur die beiden Einladungen seien von ihm, den einleitenden Text darĂŒber habe jemand anderes ohne seine Kenntnis und sein EinverstĂ€ndnis geschrieben.

Herr Dr. Lamers hat dies glaubhaft versichert. Die Redaktion des heddesheimblogs lĂ€sst den Kommentar von Hella Sema aus DokumentationsgrĂŒnden weiter veröffentlich – weist aber ausdrĂŒcklich daraufhin, dass Herr Dr. Lamers nicht der Verfasser des Textes ist, der im Kommentar scharf angegriffen wird.

Die Redaktion bedankt sich bei Herrn Dr. Lamers fĂŒr seine ĂŒberaus schnelle Reaktion.

Heddesheim, 24. August 2009
Redaktion heddesheimblog

Kommentar: Helle Sema

Guten Tag. Ich bin erholt und gut gebrĂ€unt aus dem Urlaub zurĂŒck und was passiert? Ich erbleiche angesichts der politischen Textereien im Mitteilungsblatt.

Da schreibt einer, der in den Bundestag gewĂ€hlt worden ist, nur dummes Zeug: „Wenn die Mitbewerber im Bund, Land oder in der Gemeinde auf die CDU eindreschen, wissen Sie und wir, wir liegen richtig.“

Herr Lamers bewundert Herrn Edinger

Die Logik dahinter versteht kein normaler Mensch – naja, jedenfalls keiner, der nicht in der CDU ist. Und ich persönlich habe nicht verstanden, wie die CDU jetzt „richtig“ liegt: auf dem Bauch, auf dem RĂŒcken oder auf der Seite? Beim Herrn Lamers bin ich mir sicher: der liegt auf dem RĂŒcken.

Was wirklich erstaunt ist, dass Herr Edinger ein herausragender Politiker sein muss. Woher ich das weiß? Von Herr Lamers, Ă€h, Dr. Karl A. Lamers MdB. Ich muss das noch begrĂŒnden? Also gut. Wenn ein MdB den Namen eines MdG kennt und der noch aus einer anderen Partei ist, dann ist dieser MdG irgendwie geadelt worden, weil sich ein MdB tatsĂ€chlich auf die Ebene des MdG einlĂ€sst.

Und ĂŒber den schreibt Herr Lamers: „Er will den großen Umfaller der GrĂŒnen fĂŒnf Wochen vor der Kommunalwahl kaschieren und bewundert die feste Haltung der CDU auch bei starkem Gegenwind, darf es aber nicht schreiben“, und jetzt kommts: „Bei solch massiven Entgleisungen hilft nur noch Ironie.“

Uff. War der letzte Satz oder alles vorher schon ironisch gemeint? Der Edinger darf „nichts schreiben“ und das ist eine „massive Entgleisung“? Oder eher diese Vorstellung: Herr Lamers steht mit dem Herrn Doll Hand in Hand vorn auf dem Bug der Titanic und die beiden zwinkern sich verliebt zu, wenn sie nicht voller Zuvertrauen nach vorne schauen?

Die CDU kopiert das IG-Modell und wird zur IG nein zu grĂŒn und rot

Den Rest des Textes weiter zu untersuchen, wĂŒrde nur noch mehr grausige Details von logischen Fehlern und sprachlicher Folter ergeben, deswegen zur großen Linie:

Was ist falsch an diesem Text? Der ganze Ansatz. Dass es ein CDU-Abgeordneter im Namen der Partei nötig hat, auf die GrĂŒnen einzuhauen und die SPD sowieso und dann noch auf einen Gemeinderat -ist ein schwacher Start fĂŒr einen politischen Text.

Ein guter Start wĂ€re die Vorstellung dessen gewesen, wofĂŒr die CDU steht. Moment? Mache ich jetzt einen logischen Fehler – nein, mache ich nicht und deshalb korrigiere ich das „wĂ€re“: Herr Lamers hat einen guten Text geschrieben, weil dieser Text fĂŒr das steht, wofĂŒr Herr Lamers und die CDU stehen.

Damit zeigt die CDU endlich, dass sie es auch kann und wird zur zweiten IG Nein im Dorf: IG nein zu grĂŒn und rot.

Die SPD hat ĂŒbrigens auch einen guten Text geschrieben.

NĂ€here Einzelheiten erspare ich mir hier in der Textanalyse, weil die SPD nur „dagegen“ ist – gegen CDU und FDP. Die SPD ist also die dritte IG nein im Dorf: Die IG nein zur CDU und FDP.

Die SPD ist fĂŒr Pfenning und gegen Leiharbeit

Immerhin fordert die SPD ĂŒber weite Strecken nichts wirklich Eigenes, bis auf:
„FĂŒr gute Arbeit kĂ€mpfen
Damit werden die Unterschiede deutlich, Frank-Walter Steinmeier steht fĂŒr eine Politik, die fĂŒr gute Arbeit, fĂŒr den gesetzlichen Mindestlohn, fĂŒr die StĂ€rkung der Arbeitnehmerrechte kĂ€mpft.“
Das schreibt uns Carmen Urbauch, die stellvertretende Vorsitzende vom Ortsverein.

Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat, weiß jetzt: Die SPD ist ĂŒberwiegend fĂŒr Pfenning, weil es da gute Arbeit, einen gesetzlichen Mindestlohn und starke Arbeitnehmerrechte gibt. DafĂŒr kĂ€mpft die SPD, anders als die CDU, die von der SPD geschimpft wird, weil sie fĂŒr mehr „Leiharbeit“ ist.

Respekt, Frau Görlitz!

Der Mannheimer Morgen hat heute einen Kommentar zur Wahl der BĂŒrgermeister-Stellvertreterinnen in Heddesheim auf seinen Rhein-Neckar-Seiten veröffentlicht. Und der hat es in sich.

Kommentar: Helle Sema

Ehrlich, Frau Görlitz. Sie wissen, dass ich mit Ihren Artikeln in der Vergangenheit öfter schon mal so meine Probleme hatte. Deswegen habe ich dann auch – bescheiden wie ich bin – ein wenig Kritik vorgebracht.

Aber fĂŒr Ihr heutiges StĂŒck lasse ich alle Bescheidenheit fahren und muss sagen: Kompliment. Sehr gut aufgepasst, sehr gut nachgedacht, sehr gut aufgeschrieben.

goerlitz

Anja Görlitz hat einen lesenswerten Kommentar geschrieben - allerdings das/die -innen vergessen... Quelle: MM

Am besten haben mir Ihre Fragen an Teile des Gemeinderats gefallen und zwar die Teile, die „Machtspielchen aus dem Schmollwinkel“ heraus betreiben:

  • „Soll das die nĂ€chsten fĂŒnf Jahre so weitergehen?“
  • „Oder findet der Rat zurĂŒck vom Sandkasten zur Sacharbeit?“
  • „Wird er den WĂ€hlerwillen bei kĂŒnftigen Entscheidungen respektieren?“

Jetzt kommt es auch ein wenig auf die BĂŒrger an, die die Koalition der Schmoller gewĂ€hlt haben. Die sollten genau mit Ihren Fragen zu den von ihnen gewĂ€hlten GemeinderĂ€ten gehen und fragen, wie die Schmoller es kĂŒnftig halten wollen.

Und dann sollten diese BĂŒrger die von ihnen gewĂ€hlten GemeinderĂ€te aus dem Schmollwinkel fĂŒr ein Wochenende in die SchĂ€mecke schicken.

Frau Görlitz, schön, dass auch Sie aus dem Schmollwinkel herausgekommen sind.  Ich darf Sie nur ermutigen, so weiter zu machen, dann werde ich noch ein echter Fan von Ihnen.

Halten Sie durch, auch wenn es vielleicht nicht jedem gefĂ€llt, wenn Sie frank und frei mal Ihre eigene Meinung als unabhĂ€ngige Berichterstatterin sagen. DafĂŒr sind Kommentare schließlich da.

LektĂŒre-Empfehlung

Guten Tag!

Sind Sie Abonnent des MM, des Mannheimer Morgen? Nein? Noch nicht? SpĂ€testens nach diesem exklusiven StĂŒck werden Sie es werden…

Lesen Sie: Rund 150 GĂ€ste in Viernheim.

Von Helle Sema

In diesem famosen StĂŒck journalistischer Höchstleistung werden Sie mit Kritik konfrontiert. Also Achtung!

Gleich das erste Zitat hat es in sich. Der Antworter ist neutral, aber doch gegen mehr Verkehr: „Wir sind weder dafĂŒr noch dagegen. Wir wollen nur nicht, dass noch mehr Verkehr durch den Ort fĂ€hrt.“ Der Firmenchef KARL-MARTIN PFENNING höchstpersönlich (der symbolisch fĂŒr mehr Verkehr steht, d. Red.) „nutzt die Gelegenheit, nochmals zu versichern…“.

Ein anstĂ€ndiger KERL halt. Wahrscheinlich hat er jedem der 150 Besucher beim offenen Tag bei Pfenning selbst beide HĂ€nde gedrĂŒckt, womit es eigentlich schon fast 300 Besucher waren und wenn man die beiden HĂ€nde vom Chef und das DrĂŒcken mitzĂ€hlt, waren es ganz sicher  600 und gefĂŒhlt das Doppelte – sonst wollte ja niemand vors Haus gestern.

„150 Besucher, vielleicht auch ein paar mehr“, labten sich an Bier und Bratwurst und stellten ein paar Fragen. Respekt, Frau Görlitz. Sie waren vor Ort und Ihnen ist nichts entgangen, auch nicht das „Abgreifen von Werbegeschenken“. Aber mal ehrlich: Bis 150 oder vielleicht mehr mĂŒssten sie doch zĂ€hlen können. So schwer ist das nicht. Warum schreiben Sie das? Finden Sie 150 klĂ€glich? HĂ€tten Sie selbst gerne mehr dort gesehen?

Immerhin konnten die Kinder in der Spielecke spielen… Haben Sie eigentlich schon recherchieren können, ob es auf dem geplanten Pfenning-GelĂ€nde eine „Laster-Spielecke gibt?“. Auf „Laster“ sind schließlich die kleinen wie die großen Jungs ganz scharf.

Der Nitzinger war ein bisserl enttĂ€uscht, aber dennoch nicht „unzufrieden“. Immerhin waren ihm rund die HĂ€lfte der Zuhörer gewogen und „bedachten ihn mit freundlichem Applaus“. Selbst der „eifrigste Fragensteller nickt auf die Frage, ob seine Fragen beantwortet wurden“.

„Aber ĂŒberzeugt hat mich die Antwort nicht“, sagt er auf „Nachfrage“ des MM. Frau Görlitz, Respekt, Sie lassen sich nichts vormachen. Sie haken nach und bleiben dran. Wie ein Bluthund. Da jagt es mir Schauer ĂŒber den RĂŒcken.

„WeichgespĂŒlt“ verwenden Sie sogar eine synĂ€sthetische Metapher. Respekt. „Wieder andere finden das gar nicht so schlimm“, spĂŒlen Sie sich und alle anderen in ihrem Bericht konsequent selbst weich. „Die Edeka hat ja auch hohe Hallen“.

Und am Ende geht keiner unzufrieden nach Hause. Happy End… 🙂

Frau Görlitz, ehrlich, Sie schreiben echt toll und vor allem so informativ. Danke!

Mal ganz ehrlich – der Pfenning kriegt meine Stimme

Glosse

Gastbeitrag: Helle Sema

Also ehrlich, irgendwie werde ich aus dem Pfenning nicht schlau. 100 Millionen Euros wollen die investieren und sind nicht mal in der Lage, ein bisschen gute Stimmung zu machen – außer, wenn das heddesheimblog die dazu auffordert (siehe unten).

erreichbar

Am 9. Juli schreibt das heddesheimblog, Pfenning sollte vielleicht inserieren, um seine "Dialog"- Bereitschaft zu dokumentieren - am 13. Juli ist es vollbracht, im MM. Fragen hatten die BĂŒrger aber schon seit Anfang April. Pfenning ist zwar ein wenig arg langsam, aber lernfĂ€hig und echt bemĂŒht: Wer hĂ€tte gedacht, das man email rund um die Uhr schicken kann... 😉 Quelle: Anzeige im MM

Zum Vergleich: Die Gemeinde Heddesheim nimmt bestimmt 100.000 Euro (wie viel genau ist geheim…) in die Hand, um gute Stimmung zu machen – mit der IFOK, die uns Heddesheimern zeigt, wie man „sachorientiert“ miteinander redet. Denn das können wir angeblich nicht mehr. Zumindest einige von uns.

FĂŒr den Pfenning wĂ€ren das noch weniger als „peanuts“, also ErdnĂŒsse, denn 100.000 Euro sind verglichen mit 100 Millionen gerade mal 0,1 Prozent von det janze.

Noch mal zum Vergleich: Wenn jemand 2000 Euro im Monat hat, wĂ€ren das gerade mal zwei Euro vom Bugdet. Man stelle sich den Pfenning als Mann vor und uns als die Gattin. Die – also wir –  ist sauer. Der Pfenning kauft also fĂŒr zwei Euro nen schönen Blumenstrauß vom Acker, also Schaaffgabe und Hegekraut und alles ist ganz doll gut.

100.000 Euro fĂŒr den Kessler sind 2 Euro fĂŒr mich.

Das ist natĂŒrlich ein Spaß, denn 100.000 Euro sind was anderes als zwei Euro.

Das ist viel, viel Geld, wo es doch ĂŒberall knapp wird bei den bedĂŒrftigen Gemeinden, vor allem in den KindergĂ€rten, den Schulen, dem Badesee, den Sportanlagen und ĂŒberhaupt ĂŒberall. Und wollen wir Heddesheimer ĂŒberall auf alles verzichten, wie der CDU-Doll uns im Wahlkampf den Teufel an die Wand gemalt hat? Bestimmt nicht.

anzbmw

Im Gegensatz zum Pfenning ist die Gemeinde nĂ€mlich auf Einnahmen angewiesen und nicht darauf aus, ihre Mitarbeiter „außertariflich“ zu beschĂ€ftigen und selbst Golf zu spielen. Gemeinden dĂŒrfen das nicht, die mĂŒssen sich nĂ€mlich an die Vorschriften halten – zumindest bei der Bezahlung.

Naja, nicht alle. Heddesheim könnte ein Ausnahme sein. Die gibt nĂ€mlich einer Firma, die 2007 den Deutschen PR-Preis in der Kategorie „Public affairs“ gewonnen hat, einen lukrativen Auftrag.

„Public affairs“ heißt jetzt nicht, wie manche meinen: „öffentliche AffĂ€ren (=Skandale)“, sondern etwa „öffentliche Angelegenheiten“, also Angelegenheiten, die die Öffentlichkeit angehen, also die BĂŒrger.

„Beteiligungsverfahren sind ein wirksames Instrument.“ Doktor Meister

Und damit ist sie bei der IFOK gut aufgehoben, die wissen nĂ€mlich, wie man öffentliche Angelegenheiten so „gestaltet“, dass am Ende alle „zufrieden“ sind – mindestens die Auftraggeber, die ja auch ein Schweinegeld fĂŒr det janze gezahlt haben.

Der Chef bei IFOK, der Doktor Hans-Peter Meister, hat sich sehr ĂŒber den Preis gefreut: „Die Auszeichnung zeigt, dass Beteiligungsverfahren ein wirksames Instrument fĂŒr Public Affairs und Lobbying sind.“

Vor lauter englischen Wörtern versteht man fast gar nichts mehr, aber wikipedia erklÀrt es eigentlich ganz gut:

„UnternehmensverbĂ€nde, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und andere VerbĂ€nde sowie grĂ¶ĂŸere Unternehmen bringen ihre Interessen gezielt in das Gesetzgebungsverfahren mit ein. Umgekehrt bekommen die Mitglieder der VerbĂ€nde relevante und zubereitete Informationen von ihren Verbandsorganisationen. Damit können politische Entscheidungen vorhergesehen werden und in Entscheidungen der VerbĂ€nde, ihrer Mitglieder, aber auch nicht organisierter Betroffener eingeplant werden.
Lobbyismus ist eine Methode der Einwirkung auf EntscheidungstrĂ€ger und Entscheidungsprozesse durch prĂ€zise Information im Rahmen einer festgelegten Strategie.“

Uff. Das klingt, als wĂ€ren die Heddesheimer Marionetten, die von Lobbyisten so gefĂŒhrt werden, wie die das wollen.

Und das heddesheimblog? Macht unfreiwillig mit. Kaum gibt das Portal dem Pfenning den Tipp, dass der seine „Dialogbereitschaft“ per Anzeige mal anzeigen sollte, macht der das auch.

Pfenning vermarktet Hallen, die er (noch) nicht hat – die anderen sind Nörgler.

Obwohl dem sonst nichts, aber auch nichts einfĂ€llt, um die Öffentlichkeit zu informieren. Naja, stimmt nicht ganz. Einfallen tut dem schon was, nĂ€mlich seine Hallen, die es noch gar nicht gibt, schon eifrig zu vermarkten.

Und der Mannheimer Morgen? Der macht alles mit. Denn vom Pfenning bekommt er Anzeigen. Und eine mittelgroße Anzeige ist mehr wert als ein paar Dutzend Abos.

Zwar verliert die Zeitung kontinuierlich an Auflage (ungefÀhr so wie manche im Ort an Ansehen), aber solange die Anzeigen stimmen, ist das zu verschmerzen. Deswegen recherchiert sie er ja auch nicht. Man sÀgt ja nicht auf dem Anzeigenast, auf dem man sitzt. Das wÀre ja so, als wenn man sich selbst wegrationalisiert.

Die IFOk sitzt zur Zeit auf dem Ast der Gemeinde. Dabei hat das so „neutrale“ Unternehmen frĂŒher schon mal gerne mit dem Pfenning gekuschelt. Etwa 2006 beim Projekt „Jugend denkt Zukunft“, dass Pfenning auch gerne als eines seiner „sozialen Engagement“ verkauft – freilich ohne zu erwĂ€hnen, dass man sich da mit der IFOk schon bekannt gemacht hat. Denn, wenn schon, hat die IFOk, sich „sozial engagiert“, indem sie das Projekt entworfen hat – fĂŒr alle, die dafĂŒr keine Zeit haben, aber gerne fĂŒr „ihr“ soziales Engagement zahlen.

Wir Heddesheimer lassen uns davon nicht beirren. Wir sind froh, dass uns jemand unter die Arme nimmt und uns hilft, „ergebnisoffen“ und „sachorientiert“ und „entemotionalisiert“ zu entscheiden. Und gut ist, dass wir wissen, dass unser Gemeinderat am Ende die Entscheidung trifft.

Unser Gemeinderat entscheidet.

Wir Heddesheimer vertrauen darauf, dass unser Gemeinderat, auch wenn sich nur vier von 22 fĂŒr Pfenning interessieren, am Ende eine Entscheidung trifft.

Wahrscheinlich wussten die vier, die beim Pfenning-Termin Fragen stellen, noch nicht so genau Bescheid. Die anderen, die waren bestimmt vorbereitet und hatten deshalb keine Fragen. Deswegen vertrauen wir auch auf deren Entscheidung. Wem sollen wir sonst vertrauen? Uns selbst? Sicher nicht – sonst hĂ€tten wir ja nicht unsere GemeinderĂ€te, sondern uns selbst gewĂ€hlt.

Oder habe ich jetzt was nicht ganz verstanden?

Der Pfenning will fĂŒr uns immerhin nur das Beste: 24 Stunden am Tag ist er fĂŒr uns da, per email. Das finde ich total engagiert. Und am Samstag macht er offene TĂŒr. Also ich geh dann mal beim Karl-Martin rein und rede mit dem.

Denn der ist ein absoluter Familienmensch und achtet auf Tradition und ĂŒberhaupt ist der heimatverbunden und sorgt fĂŒr ArbeitsplĂ€tze. Das ist kein Nörgler, sondern ein Schaffer.

Von Kerlen und solchen, die es werden wollen.

Aber so, wie ich den kenne, reicht dem bald der ganze Firlefanz und dann stellt er sich selbst die Beine vor der Edeka in den Bauch und erklÀrt jedem, der es wissen will, was er in Heddesheim und mit Heddesheim vor hat. Der ist halt ein echter Kerl.

Der Kessler, der braucht dafĂŒr die IFOK und den Moderator und viel Geld.

Der Pfenning, der bringt hinterher wieder die Kohle, die der Kessler vorher ausgegeben hat. So denkt der Kessler. Und wenn nicht? Ist ja nicht sein Geld. Und wenn er nicht wieder gewĂ€hlt wird? Auch egal, nach zwei Mal BĂŒrgermeister ist seine Rente sicher.

Wer mich fragt, kriegt klar zu Antwort: Wenn der Pfenning BĂŒrgermeister in Heddesheim werden will, meine Stimme hat er.

P.S. Ich hÀtte da auch noch den ein oder anderen Acker zu verkaufen. Kann ich mein Anliegen auch an heddesheim@pfenning-logistics.de schicken oder muss ich mich an die Gemeinde wenden?

„Von gestern“

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

ich bin ein großer Fan der 4. Gewalt, also dem Journalismus, und weiß, dass ihr (also die Journalisten) einen echt schweren Job macht. Ihr mĂŒsst so viele Gesetze beachten und recherchiert immer hart an der Grenze – wenn es denn sein muss.

Aber manchmal komme ich nicht mehr mit: Am Samstag schreibt ihr einen Artikel „IG „neinzupfenning“ will Kessler antworten

Ich lese:
„Zwischen der IG neinzupfenning (plötzlich sind die AnfĂŒhrungszeichen verschwunden) und dem Rathaus geht der Briefwechsel offenbar weiter.“

Das hört sich an wie eine Vermutung und stellt doch fest, dass es „offenbar„, also fast etwas „religiöses“ hat. Klingt zumindest wie „Offenbarung“ (der IG, des BĂŒrgermeisters, eines unbekannten Dritten?).

Was mich wundert, ist, wieso in letzter Zeit stĂ€ndig solche ZusĂ€tze in AnfĂŒhrungszeichen und Klammen in den Artikel stehen: im „MM“-GesprĂ€ch und (wir berichteten)? Ist doch klar, dass „ihr“ berichtet. Wer denn sonst? Ihr habt doch schließlich (oder offenbar?) das Monopol?

Und dann kommen Nachrichten „von gestern„: „Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber gestern Nachmittag auf Anfrage des „MM„.“

Ihr schreibt also nicht nur ĂŒber gestern, sondern stellt auch „Fragen“… Das beruhigt mich.

Als ich das in der Zeitung gelesen habe, dachte ich nur, „welche Offenbarung„, weil das ja schon im heddesheimblog stand. Also ehrlich, aktuell geht anders.

Aber das „stand“  ja nur Internet. Aber so schwarz auf weiß wie im „MM“, hat das ja fast einen amtlichen, also geprĂŒften und gestempelten Charakter. Und im Internet kursieren ja so viel „unseriöse Informationen„.

Ihr habt nachgefragt und das war die Antwort:

„Wir werden diesen Termin nicht wahrnehmen“, antwortete IG-Sprecher Hans Weber…. Ein Schreiben entsprechenden Inhalts wollte die IG nach Webers Angaben noch gestern ins Rathaus schicken.“

Mit UPS? Mitternachtspost? Wie soll das gehen? Sie haben das Schreiben natĂŒrlich (vermutlich?) eingeworfen. Sie wollten nicht nur, sie haben es getan! Oder nicht? Was glauben Sie, mal ehrlich? Was haben Sie dazu recherchiert, mal ehrlich?

Dann folgt mal eine ansatzweise Recherche.

Sie zitieren fast, aber eben auch nur fast, aus dem Brief der IG an den BM und dann wird es leider ungenau, genauer können Sie das hier nachlesen, falls Ihnen der Brief noch nicht zugeschickt wurde – oder die Post VerspĂ€tung hatte… oder heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, erst nach 11:00 Uhr kommen sollte… oder sie auf Mallorca sitzen sollten, gerade Urlaub haben, aber einen Blackberry in der Hand, so wie alle „guten“ Journalisten.

Am Freitag (also in Zeiten des Internet, des Blackberry… vor vier Tagen) schreiben Sie zum Ende (was dann Samstag in der Zeitung stand, also vor drei Tagen): „Da Kessler die „Einladung“ nach Angaben der IG gestern noch nicht vorliegen konnte, hat der „MM“ von der Bitte um eine Stellungnahme zunĂ€chst abgesehen. agö“

Da bin ich zunÀchst erstaunt, dann unglÀubig und jetzt wirklich sauer. Ich erklÀre Ihnen, warum.

„Nach Angaben der IG“…
haben Sie, obwohl Sie schon so lange „vor Ort“ berichten, tatsĂ€chlich keine Handynummer vom BM, um nachzufragen, ob er den Brief nicht schon hat? Kann ja wohl nicht sein, dass Sie sich dafĂŒr auf die „Angaben der IG“ verlassen mĂŒssen.

Und wieso sind Sie nicht in der Lage, nach all den „heißen, exklusiven und „“investigativen““ Informationen, diese dem BM per email zu schicken und nachzufragen, ob er die schon hat und was er dazu sagt?

Haben Sie vergessen, was es heißt, zu „reportieren“? An einer Story dran zu bleiben? FĂŒr die BĂŒrger? FĂŒr die Öffentlichkeit?

Sind Sie schon Teil der „Verwaltung“ die von „etwas absieht“ oder was auch immer?

Haben Sie eigentlich noch Lust und Freude, mich zu informieren oder geht alles nur seinen „dienstlichen Gang“, sprich, ihren tariflich garantieren Arbeitszeiten? Sie sind doch in der Gewerkschaft, oder?

Mit welchem Recht entscheiden Sie eigentlich, „wovon man „absehen“ kann“?

Oder denken Sie am Ende gar, dass auch ein BM, egal, wie prekĂ€r die Lage ist, ein Anrecht auf ein „ruhiges Wochenende“ haben darf… der Dienst geht erst wieder Montag los und endet am Freitag um 11:00 Uhr?“

Frau Görlitz, so geht das nicht!

Seit 47 Jahren bin ich treuer Abonnent des „MM“, ein bisschen lĂ€nger als Sie auf der Welt sind. Aber deswegen bin ich noch nicht „von gestern“.

Dass ich ihre VorgĂ€nger „ertragen“ habe, ist eine Leistung. Sogar eine immense (nein, ich werde deswegen nicht fĂŒr den Gemeinderat kandidieren, in fĂŒnf Jahren – ich brauche keine “ selbstherrlich-verstĂ€ndliche Verdienst-Aufgabe fĂŒr all mein Engagement – ich habe es gerne gemacht. Ohne KalkĂŒl.“

Aber nach ihren „VorgĂ€ngern“ musste ich nicht nur lesen, was sie schreiben, sondern ich musste mich auch an all das von ihren VorgĂ€ngern erinnern und an all das, was die schrieben und was dasselbe ist, was Sie heute schreiben.

Deswegen mein dringender Appell: Strengen Sie sich bitte etwas mehr an. Vielen ihrer Leser wurde auch nichts geschenkt! Und meine langjÀhrige Geduld geht bald zu Ende.

Ich habe hier mein „Netzwerk“ genutzt und in der Redaktion vom heddesheimblog nachgefragt, und die sagten mir, dass der BM am Samstag um 11:07 auf eine email vom heddesheimblog eine Antwort gesendet hat. Er war also, obwohl „Sie davon abgesehen haben“ auch am Samstag im Dienst.

Ist halt ein BĂŒrgermeister und nicht nur einfach eine Angestellte wie Sie eine sind. Der BM weiß halt, was es heißt, „Verantwortung“ zu tragen.

Sie hĂ€tten also weniger „absehen“ sollen und ein bisschen mehr „nachfragen“.

Heute, also am Montag, den 22. Juni 2009, lese ich also leider nichts von Ihnen dazu, wie der BĂŒrgermeister „eine Bitte um Stellungnahme von Ihnen“ beantwortet.

Aber sicher stellen Sie die heute. Schön wÀre es, wenn eine Veröffentlichung bis Donnerstag zeitlich und rÀumlich möglich wÀre, denn ab Freitag habe ich nur bedingt Zeit.

Aber wenn das so wÀre, dann wÀre das so.

Und ich mĂŒsste ein, vielleicht auch zwei Tage ihrer hervorragenden Berichterstattung versĂ€umen.

Dann warte ich halt bis zum nĂ€chsten „Morgen“. Nomen est halt omen.

Ihr bislang treuer

Helle Sema

25+X=20=Erfolg

Kommentar: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

wie Sie wissen, bin ich ja ihr allergrĂ¶ĂŸter Fan-Leser. Ich bin seit 47 Jahren Abonnent, habe die Morgencard, Kugelschreiber mit Mannheimer Morgen drauf, ein KĂ€ppi und nen Schal.

Aber manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich alles verstehe, was ihr fĂŒr mich recherchiert.

„Ganzes Meinungsspektrum soll an einen Tisch kommen“, schreiben Sie, liebe Frau Görlitz, heute auf der Rhein-Neckar-Seite. Ich will ja jetzt nicht spitzfindig werden, aber haben Sie schon mal ein Spektrum „kommen“ sehen? Ich weiß aber, glaube ich, was gemeint ist.

Denn das habe ich schon vor vierzehn Tagen auf dem heddesheimblog gelesen.

Immerhin haben Sie aber zwei „exklusive“ Top-Meldungen in ihrem Dreispalter.

Es wurde ein Brief geschrieben. Die PR-Firma IFOK, die fĂŒr den BĂŒrgermeister (weil der es nicht kann) den Dialog mit den BĂŒrgern fĂŒr teuer Geld suchen soll, hat ebendiesen BĂŒrgermeister einen Brief an „etwa 25 Personen“ schreiben lassen.

Das war zwar schon vor acht Tagen, aber vielleicht hat erst jetzt jemand „gequatscht“. Schade, dass Sie nicht rausfinden konnten, ob es 24, 25 oder 26 Briefe waren.

Dieser Brief ging an die IG neinzupfenning, Anwohner und „sonstige Akteure, die sich kritisch mit der Ansiedlung auseinandergesetzt haben bzw. dies tun“, schreiben Sie. Wer ist denn jetzt das schon wieder? „Sonstige Akteure“! Haben Sie das nicht besser recherchiert bekommen, wer das ist? Vielleicht war Redaktionsschluss… ich bin sicher, Sie kriegen das noch raus.

Wichtig ist aber die Information, dass es etwa 25 Personen sind, die in den vergangenen Wochen „im Zusammenhang mit der Pfenning-Diskussion in Erscheinung getreten sind“. Ein paar von den 25 sind nĂ€mlich schuld, dass der ganze Ort durcheinander ist und die GrĂŒnen jetzt sechs GemeinderĂ€te haben.

Die zweite Top-Meldung nach dem Brief ist genau das mit den 25 Personen. Wenn die IFOK die innerhalb der nĂ€chsten „zehn bis vierzehn Tage“ interviewt hat, auch „anonym“, ergeben sich vielleicht noch „weitere wichtige Personen fĂŒr die GesprĂ€chsrunde“. Und dann haben Sie aus dem Ingerfeld rausgekitzelt: „Wenn wir 20 Teilnehmer fĂŒr den regelmĂ€ĂŸigen Dialog gewinnen können und damit alle Meinungen vertreten sind, wĂ€re das ein Erfolg.“

Das verstehe wer will: 25+X=20=Erfolg. Erfolg ist doch meistens mehr und nicht weniger? Vielleicht ist der Erfolg ja so definiert, dass je weniger mitreden, desto besser.

„RegelmĂ€ĂŸig“, auch das haben Sie recherchiert, heißt vier Treffen bis September. Man könnte auch sagen, 14-tĂ€gig oder zwei Mal im Monat. Die Dialogrunden sind aber „nichtöffentlich“ wie Sie das ohne Bindestrich schreiben.

Aber mal ganz ehrlich: Interessiert es Sie, was ich vermute? Ich denke, Sie sind der IFOK auf den Leim gegangen, weil die hat jetzt einen Dreispalter von Ihnen bekommen, in dem eigentlich nix Neues drin steht.

Die IFOK kann jetzt aber so tun, als hĂ€tte sie schon was getan. Dass Sie der IFOK auf den Leim gegangen sind, hĂ€ngt halt damit zusammen, dass das PR-Profis sind und gestresste Redakteurinnen gekonnt ĂŒberrumpeln. Ich hoffe, es hat nicht weh getan.

Ihr Fan
Helle Sema

„Man darf gespannt sein“

Offener Brief an den Mannheimer Morgen

von Helle Sema

Liebe Frau Görlitz,

schön, dass Sie wieder da sind. Waren Sie in Urlaub? Ich denke mal schon und hoffe, Sie haben sich gut erhohlt.

GeÀrgert haben Sie sich sicherlich, dass Sie Urlaub machen mussten, wo doch in unserem Heddesheim so viel los war.

Aber was passiert ist, können Sie ja Gott sei Dank hier auf dem heddesheimblog nachlesen.

Ich habe heute ihren Kommentar gelesen, leider erst jetzt, weil ich vorher keine Zeit hatte. Sie schreiben da: „Die FDP und CDU stehen GrĂŒn und Rot nun in gleicher StĂ€rke gegenĂŒber: eine Elf gegen die andere.“

Das geht so nicht, Frau Görlitz. Also stilistisch schon mal nicht: Entweder stehen Schwarz und Gelb den anderen Farben gegenĂŒber oder die Parteien eben, dann aber korrekt nach der GrĂ¶ĂŸe: CDU und FDP. Ansonsten denkt man noch, die FDP sagt der CDU wo es langgeht. Soweit sind wir in der Heddesheim nicht, noch nicht.

Und inhaltlich, Frau Görlitz, inhaltlich, geht das ja schon mal gar nicht. So wie der Herr Prothmann seit Wochen die CDU berechtigterweise in der Mangel hat, glauben Sie doch nicht im Ernst, dass es da zu einer „Mannschaft“ kommt?

Vielleicht rechnen Sie aber auch damit, dass Herr Prothmann schnell hinschmeißt und dann wieder Frau Pilarczyk kommt? Ich habs eben recherchiert, der Prothmann denkt nicht dran. Und haben Sie auch Frau Kemmet gefragt, ob die mit der CDU kicken will?

Wie also soll da eine „Elf“ zusammenkommen?

Auch das mit der Elf…. ist so ne Sache, Frau Görlitz. Ich verstehs ja, aus 11 macht Elf und schon hat man zwei Mannschaften. Die Idee hat was, passt aber kaum zu einem ĂŒberwiegend doch Ă€lteren Gemeinderat, in dem zudem drei Frauen sitzen (nur drei!).

Oder ist ihre nĂ€chste Idee, dass die nicht mehr abstimmen, sondern alles auf dem Platz unter sich ausmachen? Die HĂ€lfte wĂŒrde keine 90 Minuten ĂŒberleben und die sind doch schließlich fĂŒr fĂŒnf Jahre gewĂ€hlt.

Andererseits, so von Kommentator zu Kommentatorin, also quasi unter KollegInnen: Es fĂ€llt einem halt auch nicht immer was ein. Ist wie beim Fußball, der Basti ist ja auch nicht immer torgefĂ€hrlich. Aber er schießt auch nicht so viele Eigentore wie…

Nein, das schreib ich jetzt nicht, wer mir alles dazu einfÀllt.

Und lesen Sie noch Mal die SchlĂŒsse ihres Kommentars: Da bemĂ€ngeln Sie, dass es den „ĂŒbrigen Parteien“ nicht passt, dass die „Pfenning-Gegner“ gewĂ€hlt wurden. Das ist unscharf. Eigentlich geht es nur um eine Partei, die CDU. Immerhin ist ein profilierter Pfenning-Gegner Herr Bowien, der sitzt bei der SPD, die GrĂŒnen haben sowieso sechs von sechs Gegnern und der Prothmann ist auch kein Freund des Projekts und ist auf der FDP-Liste gewĂ€hlt worden.
„ÃƓbrig“ bleibt also nur die CDU oder die ĂŒbrigen GemeinderĂ€te. Aber ich will ihnen jetzt ihren Text nicht neu schreiben.

Und Sie schreiben, dass „es zweitens (den „ĂŒbrigen“) nicht gelungen sei, sich mit „sonstigen“ Themen zu „profilieren“. Das stimmt, aber dann schreiben Sie: „Das allerdings muss vielen jener neuen GemeinderĂ€te….auch erst einmal gelingen.“ Wieso mĂŒssen die jetzt fĂŒr die „ĂŒbrigen“ den Karren aus dem Dreck ziehen, frage ich mich da.

Eines ĂŒbrigens ist den „Neuen“ schon gelungen: Sie haben ein paar der „Alten“ ersetzt. Und ich bin wirklich gespannt drauf, wie der Rest der „Alten“ damit zu Recht kommt.

Ihr Helle Sema

Termin verpasst

Kommentar: Helle Sema

Es beginnt nicht hoffnungsvoll mit dem „Dialog“.

Am Donnerstag, den 4. Juni 2009, 20:00 Uhr, hat die IG neinzupfenning ins „Luftschiff“ zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Gekommen waren rund 50 Personen. Unter ihnen ein Kandidat von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen, keiner der CDU, einer der FDP, einer der SPD (in alphabetischer Reihenfolge).

Ein Vertreter von IFOK war nicht dabei. Oder hat sich nicht zu erkennen gegeben. Die IFOK bemĂŒht sich nach eigenen Angaben, „alle Beteiligten zu hören“.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die IFOK nicht zu Besuch kommt, sondern einlĂ€dt: „Zu diesem Dialog werden die wichtigen Akteure aus der Region – darunter BefĂŒrworter und Kritiker – eingeladen.“

Vielleicht hatte aber auch keiner Lust, den Feierabend in Heddesheim zu verbringen. Immerhin schreibt der MM ĂŒber das Honorar der Beraterfirma: „Wir haben der Gemeinde einen gĂŒnstigen Preis gemacht.“

Das ist halt der Preis mit den gĂŒnstigen Preisen. ÃƓberstunden sind da nicht mit drin.

Gut so!

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

ein wenig erstaunt habe ich heute ihren Aufmacher auf den Rhein-Neckar-Seiten gelesen. Ein wirklich interessantes Interview mit der Interessengemeinschaft „Nein zu Pfenning“.

Das wurde ja auch Zeit, sonst hĂ€tten Sie ja langsam ihre GlaubwĂŒrdigkeit verloren. Denn guter Journalismus hört immer alle Seiten und dokumentiert das Gehörte auch. Weiter so.

Noch besser fand ich, dass Sie auch mal selbst recherchiert haben und zwar zu den Arbeitsmarktzahlen. Wieder einmal sind Sie damit etwas spĂ€t dran: das heddesheimblog hatte das schon am 29. April 2009 berichtet. Aber lieber spĂ€t als nie und außerdem haben Sie es ausfĂŒhrlicher gemacht.
Ich hoffe, Sie kriegen deswegen keinen Ärger mit dem BĂŒrgermeister.

Ich möchte Ihnen also meinen verbindlichen Dank aussprechen. Aber eine Frage bleibt: Wann bringen Sie endlich mal ein anderes Thema?

Ihr

Helle Sema

Wann kommt endlich ein anderes Thema?

Leserbrief: Helle Sema

Lieber Mannheimer Morgen,

am 15. Mai 2009 hat ihre von mir sehr verehrte Redakteurin, Anja Görlitz, einen Kommentar veröffentlicht: „ZurĂŒck zur Sache, bitte!

Darin schreibt sie: „Denn in der Sache lĂ€sst sich durchaus noch diskutieren. In der Sache gibt es noch immer berechtigte Fragen, Sorgen und differenzierte Meinungen. In der Sache gibt es kein schwarz-weiß, kein „alles gut“ oder „alles schlecht“.
Aber es gibt, zum Beispiel, seitens des BĂŒrgermeisters und seitens des Unternehmens die Möglichkeit, mehr Informationen auf den Tisch zu legen und offensiver mit den kritischen Fragen umzugehen. Hier besteht Nachholbedarf. Wen wundert es, wenn die Spekulationen ins Kraut schießen?“

Heute lese ich in der Zeitung, dass „einige Nachteile hinnehmen mĂŒssen“, sagt zumindest Josef Doll von der CDU. FĂŒr den Artikel danke ich Ihnen sehr. Denn damit ist nun Schluss mit den Spekulationen: „Einige mĂŒssen Nachteile hinnehmen“, hat mich beruhigt.
Wenn es nur einige sind, ist das zwar fĂŒr die „Einige“ nicht so schön, aber was will man machen. Und allen „Anderen“ geht es ja weiterhin gut!
Nein, sogar viel besser. Schließlich bekommt Heddesheim jede Menge neue ArbeitsplĂ€tze und die Gemeinde Millionen in die Kasse! Das mit dem Verkehr ist egal, ich vertraue auf die CDU, SPD und FDP, die sind schließlich fĂŒr ein Durchfahrverbot fĂŒr Lkw durch die Ortsmitte.

Worum ich Sie aber dringend bitte: Frau Görlitz hat das ja in ihrem Kommentar gut aufgeschrieben: „Und, ganz nebenbei: Es gibt, tatsĂ€chlich, auch noch andere Themen.“

Das ist jetzt schon fast zwei Wochen her und seitdem habe ich nur einmal etwas ĂŒber die Feuerwehr gelesen. Bringen Sie doch endlich ein anderes Thema. Ich kann das mit Pfenning schon nicht mehr lesen. Vor allem, weil dann immer „eine nicht mehr sachliche Diskussion entbrennt„, wie Sie heute schreiben.
Sogar die Frau LochbĂŒhler hat ja eingesehen, dass sie mit ihrer StĂ€nkerei der Gemeinde nichts Gutes tut und ihre Konsequenzen gezogen.

Bitte, sagen Sie Nein zu Pfenning. Das Thema ist doch durch! Ich erwarte also andere Themen von Ihnen. Irgendetwas mit Kindern. Oder was Spannendes aus den Vereinen. Mich persönlich wĂŒrde interessieren, ob man nicht die Zugezogenen, die nicht ordentlich kehren, irgendwie mit Sozialdienst oder so, dazu bringen kann, endlich ihre BĂŒrgersteige ordentlich zu pflegen.

Ihr

Helle Sema

P.S. Außerdem wĂŒrde ich mich freuen, wenn Sie etwas „zeitnaher“ berichten wĂŒrden. Die Veranstaltung der CDU war vor fĂŒnf Tagen am Freitag, heute ist Mittwoch. So schwer kann das doch nicht sein, einen Artikel zu schreiben.