Samstag, 23. September 2017

Der Kunstverein lädt zum Kunstweg am Badesee

Ein Fernseher am Heddesheimer See? – Nein, ein Fern-See-Her!

Heddesheim, 18. Juli 2013 (red/sw) Viele K√ľnstler aus der Region und zwei Schulklassen folgen am Wochenende dem Aufruf von Frau Veronika Drop, Vorsitzende des Heddesheimer Kunstvereins. Ein Besuch der Ausstellung „Kunst am See“ lohnt sich allemal!
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Kunstverein Heddesheim lädt ein

Finissage der Ausstellung von Helga von Jena und Hildegard Peetz

Heddesheim, 15. Oktober 2012. (red/pm) Finnissage der Ausstelling der beiden K√ľnstlerinnen Helga von Jena und Hildegard Peetz am 21. Oktober im Alten Rathaus.

Information des Kunstverein Heddesheim e.V.:

„Die K√ľnstlerinnen Helga von Jena und Hildegard Peetz sind zur Finissage am Sonntag, den 21. Oktober 2012, um 15:00 Uhr anwesend und werden aktiv mit dem Publikum ein Kunstwerk erstellen. Dazu ergeht herzliche Einladung.“

Ausstellung von Hildegard Peetz und Helga von Jena im Alten Rathaus

Gef√ľhlte Farben und ein individualistischer Hirsch

Eine Hirschgruppe und ein Wollknäul. Objekte von Hildegard Peetz. Foto: Heddesheimblog.


Heddesheim, 18. September 2012. (red) Mit ‚ÄěNah und Fern‚Äú ist die Ausstellung der beiden K√ľnstlerinnen Hildegard Peetz und Helga von Jena betitelt, die gestern in der Galerie im Alten Heddesheimer Rathaus er√∂ffnet wurden. ‚ÄěNah und fern‚Äú seien sich die beiden K√ľnstlerinnen, sagt die Kunstvereins-Vorsitzende Veronika Drop, die die Ausstellung des Heddesheimer Kunstvereins er√∂ffnet. Gut 30 Kunstinteressierte waren zur Vernissage gekommen.

Von Sabine Prothmann

Helga von Jena. Foto: Heddesheimblog.

Die Bilder von Helga von Jena sind bunt, ‚Äěnein, sie sind farbig‚Äú wie die K√ľnstlerin korrigiert. Sie selbst tr√§gt eine bunte Kette ‚Äď oder ist diese auch eher farbig ‚Äď als Reminiszenz an ihre Bilder.

In kr√§ftigen Acryl-Farben verteilen sich Striche, Kleckse √ľber die Leinwand. Assoziativ, impulsiv, fast wie von Kinderhand. Das erinnere sie an geschriebene Bilder, in denen die Farben f√ľr Buchstaben stehen, sagt Drop. ‚ÄěSchalten Sie das Denken aus‚Äú, sagt die K√ľnstlerin, zitiert die Kunstvereins-Vorsitzende.

Helga von Jena will mit ihren Bildern weg von der Malerei und geht doch hin. Sie will weder konstruieren noch formen. Die Farben scheinen aus ihr heraus auf das Weiß des Untergrunds zu fließen.

Erinnerungsfetzen und „Sehsplitter“

Blumenwiesen, mag der Betrachter denken. Doch es sind keine Landschaften, sondern Erinnerungsfetzen, die die Malerin aus der Landschaft mitgebracht hat.

Helga von Jena will Splitter setzen – ‚ÄěSehsplitter‚Äú, sagt Drop, die sie nicht gedeutet haben will. ‚ÄěAm liebsten nimmt sie weg‚Äú. Sie schalte das Denken aus. ‚ÄěEs kommt aus der Blindheit ins Bewusstsein‚Äú, wie ein Illusion von Form und Raum. Denn ‚Äěich will √ľberhaupt nicht wollen, es kommt einfach‚Äú, sagt die K√ľnstlerin.

Nicht deuten, nicht denken, aber f√ľhlen, trifft es wohl am ehesten.

Die Tierobjekte der Hildegard Peetz

Hildegard Peetz mit Kuhkopf. Foto: Heddesheimblog.

Auch die Objekte von Hildegard Peetz scheinen aus dem Kinderzimmer geklaut. Schleichtiere werden angeordnet, ergeben Gruppen, mal gar eine Herde. Es sind Hirsche und ein B√§r, die auf wei√üen Holzkl√∂tzen f√ľr den Betrachter lebendig werden. Daneben, auf einem weiteren Holzklotz ein Kn√§ul Wolle.

Einzelne Hirsche hat sie singul√§r auf kleine wei√üe Kl√∂tze gestellt und zu einer Gruppe arrangiert. Dazwischen hat sie einen Klotz mit roter Wolle umwickelt, es ist ein individualistischer Hirsch, ‚Äěer macht sein eigenes Ding‚Äú sagt die K√ľnstlerin und lacht.

An den W√§nden h√§ngen ihre Kuhk√∂pfe, als Gruppe und vereinzelt. ‚ÄěK√ľhe sind tolle Tiere‚Äú, sagt sie. „Ich habe eine Alm, hier beobachte ich die Tiere“, erz√§hlt Hildegard Peetz. Die gro√üen Kuhaugen schauen den Betrachter an, freundlich, manchmal auch grimmig.

Mit den K√ľhen, Hirschen und der Wolle verweist sie auf die Natur in den Bergen .

Die Augen sch√§rfen sich hier f√ľr das ganze Getier

zitiert Veronika Dopp die K√ľnstlerin.

Das Rind als der Energiespender schlechthin. Der Lieferant von Fleisch, Milch und Leder. Im Mittelalter diente der Dung zum Heizen. Und so findet man das Tier in den Kulten und Ritualen der Mytholgie, des Mittelalters, aber auch der Neuzeit, sagt Drop und erinnert an den Almabtrieb, der heute noch zelebriert wird.

Die Kuhk√∂pfe sind aus Haushaltspapier gefertigt, verarbeitet mit Kleister und Farbe wirken sie wie aus Pappmach√©. Eingestanzte Strukturen auf dem Haushaltspapiers begeistern die K√ľnstlerin, berichtet Veronika Drop.

Peetz gestaltet R√§ume und dabei verwendet sie Materialien, ‚Äědenen auch wir begegnen‚Äú, sagt Drop. Zur Zeit sei Hildegard Peetz weg vom Abstrakten und habe festgestellt, reale Gegenst√§nde zu formen, zu bilden sei weit aus schwieriger.

„Nah und Fern“

Den Titel „Nah und Fern“ haben die beiden K√ľnstlerinnen gew√§hlt. Die Ferne ist einfach zu deuten, meint Veronika Drop. Auf der einen Seite die Bilder auf der anderen die Objekte, einerseits das Reale, andererseits das Abstrakte. ‚ÄěIn der Ferne entdeckt und dann ins Atelier geholt‚Äú, so Drop.

Die N√§he zu finden sei schwieriger, aber schon allein das gemeinsame Ausstellen ‚Äď was die beiden K√ľnstlerinnen nicht zum ersten Mal gemacht haben ‚Äď schafft sie.

Beiden K√ľnstlerinnen gemeinsam ist der Unwille der Deutung. Die Kunst ist eigenwillig, die K√ľnstlerinnen sind es auch.

Info: Die Ausstellung im Alten Rathaus ist noch bis zum 21. Oktober 2012 zu sehen √Ėffnungzeiten immer sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

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