Samstag, 25. November 2017

Wie aus dem Heddesheimblog ein Netzwerk geworden ist

Mit einer Recherche hat alles angefangen…

Das war das "erste" Heddesheimblog - als Unterseite von blogger.de

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 07. Mai 2012. (red) Vor drei Jahren ist das Heddesheimblog.de gestartet. Zun├Ąchst als privates Blog, auf dem der Journalist Hardy Prothmann als B├╝rger seine Gedanken und Recherchen wegen einer umstrittenen Logistik-Ansiedlung ver├Âffentlicht hat. Das Heddesheimblog hat sich in der Branche schnell einen Namen gemacht – als Zukunftsmodell f├╝r einen modernen Lokaljournalismus. Mittlerweile ist daraus ein Blog-Netzwerk geworden – nicht nur in Nordbaden.

Von Hardy Prothmann

Im Fr├╝hjahr 2009 war aus Sicht des Mannheimer Morgens die Welt mehr als in Ordnung. Das Viernheimer Logistik-Unternehmen „Pfenning“ plante eine angebliche 100-Millionen-Euro-Investition in dem beschaulichen Dorf. Bis zu 1.000 Arbeitspl├Ątze, Gewerbesteuer in H├╝lle und F├╝lle, ein gl├╝cklicher B├╝rgermeister – die (bis dato nicht gef├Ąhrdete) Zukunft des Dorfes ist gerettet. So die Botschaft der Zeitung.

Schlechter Zeitungsjournalismus als Anlass

Mir ist selten eine so unkritische Hofberichterstattung untergekommen. Kritische Fragen? Recherchen? Nichts davon war bei dieser Jubelberichterstattung zu erkennen, geschweige denn zu erahnen.

Auch die ARD ist bereits auf das Heddesheimblog aufmerksam geworden. (Klick auf das Bild f├╝hrt zum Artikel)

Weil ich als B├╝rger in Heddesheim selbst vom starken Verkehrsaufkommen betroffen war, fing ich an, ein wenig zu recherchieren. Als erstes im Archiv des Mannheimer Morgens – so wie eigentlich ein Redakteur der Zeitung eine Recherche beginnen sollte. Und ich wurde f├╝ndig: Rund drei Dutzend Artikel gab das Online-Archiv her. Alle negativ ├╝ber dieses „Familienunternehmen Pfenning“, das ohne jeden Bezug zu den kritischen Berichten als „Heilsbringer“ f├╝r Heddesheim gefeiert wurde.

Wohin mit meinen Recherchen? Dem Mannheimer Morgen als „Thema“ anbieten? Sicher nicht. Ich habe meine Texte zun├Ąchst bei blogger.de (siehe Foto oben) eingestellt. Der erste Text erschien am 28. Aprl 2009: „Alles gut oder alles schlecht mit Pfenning in Heddesheim?“ Und ist nach wie vor sehr lesenswert.

Gro├čes Interesse – wachsende Zugriffszahlen

Die Zugriffszahlen gingen binnen weniger Tagen so schnell nach oben, dass die Seite oft nicht erreichbar war. Ich mietete deswegen eigenen Speicherplatz und ver├Âffentlichte auch andere lokale Nachrichten.

Auch das fand Interesse und Anklag und nach wenigen Wochen reifte die Idee, ob es nicht m├Âglich w├Ąre, eine eigene Lokalzeitung im Internet zu gr├╝nden. Ich hatte schon von ├Ąhnlichen Projekten geh├Ârt, aber das waren oft nur „Versuche“.

Ich versuchte mit. Die erste Erfahrung war: „Mein“ Journalismus war in der nordbadischen Provinz eine Zumutung. Es enstanden schnell zwei Lager: Die einen jubelten, die anderen kotzten. Auch, weil ich kurz nach dem Start vom Heddesheimblog in den Heddesheimer Gemeinderat gew├Ąhlt worden war – diese Funktion habe ich nach einem Umzug nach Mannheim aufgeben m├╝ssen.

Auch wir sind Gegenstand von Berichterstattung - gut 300 Berichte wurden ├╝ber das Konzept und die Macher vom Heddesheimblog bereits verfasst.

Kritische Nachfragen? Meinungsstarke Kommentare? Investigative Recherchen? Das war man im Verbreitungsgebiet der Monopolzeitung Mannheimer Morgen nicht gewohnt. Die Zugriffszahlen stiegen rasant und auch bundesweit wurde das Heddesheimblog in der Journalistenbranche ein Begriff. „Was macht der Prothmann da?“, wurde gefragt. Ist das ein Ego-Projekt eines bei├čw├╝tigen Journalisten oder vielleicht ein Zukunftsprojekt f├╝r einen neuen Lokaljournalismus?

Zahlreiche Branchenberichte

Ende 2009 w├Ąhlte mich eine Jury in der Kategorie „Regionales“ auf Platz 3 unter die 100 Journalisten des Jahres 2009. Seit dem Start des Heddesheimblogs wurde ich als Redner, Seminarleiter oder Podiumsteilnehmer engagiert. Bei der Initiative Tageszeitung, dem Deutschen Journalistenverband, dem Bayerichen Journalistenverband, auf Kongresse, an Hochschulen, zu Unternehmer-Workshops.

Mittlerweile gibt es Dutzende von journalisten Studien- und Masterarbeiten, die das Heddesheimblog und andere lokale Internetmedien zum Thema gemacht haben und rund 300 Presse-Ver├Âffentlichungen mit Bezug auf diese Form von Lokaljournalismus. Spiegel Online, FAZ, S├╝ddeutsche, taz, Welt, ARD, NDR, Tagesspiegel, Berliner Zeitung – die Liste der „bekannten“ Medien, die ├╝ber den Journalismus in der Provinz geschrieben haben, ist lang. Auch bei den Nachdenkseiten oder fefes Blog ist das Heddesheimblog Thema.

Oder das Prinzip. Das Heddesheimblog ist l├Ąngst ├╝ber den Ort hinausgegangen. Ende 2009 kam das Hirschbergblog.de dazu, Anfang 2010 das Ladenburgblog.de, Ende 2010 das Weinheimblog.de, Anfang 2011 das Rheinneckarblog.de, das Viernheimblog.de und seit Anfang 2012 sechs weitere Gemeinden des Wahlkreises Weinheim.

Netzwerk weitet sich aus: istlokal

Mit dem Unternehmer Peter Posztos habe ich im Herbst 2011 die Firma Istlokal Medienservie UG gegr├╝ndet, weil wir unsere Erfahrungen auch anderne zur Verf├╝gung stellen wollen. Peter Posztos macht die Tegernseer Stimme, ebenfalls eine lokale Zeitung im Internet. Seit Anfang 2012 vermarkten wir unser Produkt Istlokal OS und haben schnell neue Partner gefunden – beispielsweise in Bretten, Schweinfurt oder Weiterstadt.

Dar├╝ber hinaus gibt es ein Netzwerk von weiteren lokal arbeitenden Journalisten, wie Stefan Aigner in Regensburg oder Hubert Denk in Passau. Auch Philipp Schw├Ârbel in Berlin hat mit seinen Prenzlauer Berg Nachrichten schon viel Aufmerksamkeit erlangt.

Immer mehr Lokaljournalisten gr├╝nden Blogs und nutzen beispielsweise wie wir die Istlokal OS-Software.

 

Uns alle vereint, dass wir guten, seri├Âsen und vor allem kritischen Journalismus anbieten wollen. Einen Journalismus, der sich traut, Fragen zu stellen und nicht nur vorgefertigte Informationen zu erhalten. Keine Wohlf├╝hl-Schwurbelei, sondern eine f├╝r die Demokratie herausragende Aufgabe zu erf├╝llen. Meinungen durch Informationen zu erm├Âglichen. Der Artikel 5 unseres Grundgesetzes ist die Gesch├Ąftsgrundlage.

Um diese Arbeit zu finanzieren, setzen wir auf Werbeeinnahmen – wie eh und je bei den Medien. Wir erzeugen Aufmerksamkeit und verkaufen diese. Das ist ein seri├Âses Gesch├Ąft.

Kleines, engagiertes Team

Zur Zeit arbeitet ein festes Team von sieben Mitarbeitern f├╝r die „Rheinneckarblogs“ – dazu weitere freie Journalisten, Kolumnisten und freundschaftlich verbundene Kollegen. Im Vergleich zur Personalausstattung der anderen Medien im Berichtsgebiet sind wir sehr klein aufgestellt – im Vergleich mit anderen setzen wir aber immer wieder Themen, die Thema sind.

Im Herbst 2011 beispielsweise mit der Fischfutter-Aff├Ąre. Der gr├╝ne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian-Str├Âbele hatte uns f├╝r einen Bericht abgemahnt. S├Ąmtliche Berliner Zeitungen berichteten ├╝ber den Skandal, viele weitere Zeitungen und auch der NDR. Insgesamt wurde unser Bericht innerhalb weniger Tage gut 140.000 Mal aufgerufen, anfangs st├╝rzte gar der Server wegen der massiven Zugriffe ab.

Zuletzt mahnte uns der Gr├╝nen-Bundespolitiker Hans-Christian Str├Âbele ab - und zog die juristische Attacke wieder zur├╝ck. Quelle: Die Welt

 

Die lokalen Zeitungen Mannheimer Morgen, Weinheimer Nachrichten und Rhein-Neckar-Zeitung hielten sich „zur├╝ck“, denn aus deren Sicht gibt es uns nicht. Die Fischfutter-Aff├Ąre mitten im Berichtsgebiet? Kein Thema f├╝r die „unabh├Ąngigen“ Printjournalisten.

Aus unserer Sicht gibt es die Zeitungen – und vor allem viel schlechten Journalismus. Was wir immer wieder thematisieren, wenn deren gesch├Ânte und klientelabh├Ąngige „Berichterstattung“ skandal├Âs wird. So werden umgeschriebene Pressemitteilungen als eigene Berichte ausgegeben oder noch schlimmer – Themen h├Ąufig gar nicht berichtet, wenn sie den Zeitungen nicht „passen“. Und das betrifft beim besten Willen nicht nur uns. Was nicht berichtet wird, ist auch nicht passiert.

Juristische Attacken

F├╝r mich pers├Ânlich hat diese Arbeit auch viele Nachteile gebracht. Seit nunmehr 21 Jahren arbeite ich als Journalist, 18 Jahre ohne jegliche juristische Streitigkeiten. In den vergangenen drei Jahren habe ich 11 Abmahnungen erhalten. Einmal habe ich eine Einstweilige Verf├╝gung wegen widriger Umst├Ąnde „akzeptiert“, einen Vergleich geschlossen, 9 Mal konnte ich die Abmahnung abwehren. Unterm Strich haben diese Prozesse gut 20.000 Euro gekostet, weil man nicht wollte, das publik wird, was ├Âffentlich sein sollte. Und diese Prozesse kosten auch viele Nerven.

Sehr erfreulich ist der Kontakt zu den Leserinnen und Lesern. Viele unserer Artikel entstehen, weil wir Hinweise bekommen. Beobachtungen, Gedanken, Erfahrungen von Menschen, die sich Anteil haben und nehmen an unserer Gesellschaft und nicht gleichg├╝ltig sind. Diesen m├Âchte ich stellvertretend f├╝r das Team danken.

Ebenfalls erfreulich ist die Zusammenarbeit mit vielen Beh├Ârden, die die Meinungsfreiheit hoch achten. Explizit m├Âchte ich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Polizei loben und in weiten Teilen auch mit den Feuerwehren. In unserem Berichtsgebiet sind zwei Namen erw├Ąhnenswert, B├╝rgermeister Manuel Just in Hirschberg und B├╝rgermeister Rainer Ziegler in Ladenburg, die sich kommunikativ sehr hervortun. Auch B├╝rgermeister Lorenz in Dossenheim m├Âchte ich gerne als neuen Kontakt erw├Ąhnen, der uns beim Antrittsbesuch sehr freundlich empfangen hat. In den anderen Orten beginnen wir die Arbeit erst und die Kontakte stehen noch bevor.

Den Heddesheimer B├╝rgermeister Micheal Kessler muss ich leider nach wie vor als ausgewiesenen Feind der Pressefreiheit besonders hervorheben. Sein Amtsverst├Ąndnis kommt in diesem Bericht sehr eindeutig zur Sprache: „Ich bin die Gemeinde.“

Unabh├Ąngige Berichterstattung

Wie unabh├Ąngig wir tats├Ąchlich arbeiten, erkennt jeder, der unsere Berichterstattung verfolgt. Wir kritisieren „Gr├╝ne“ ebenso wie „Schwarze“, scheuen uns nicht vor „Rot“ oder „Geld“ oder „Orange“.┬á Aber auch hier bieten wir Meinungen an: Ganz verallgemeinernd stellen wir fest, dass die CDU, die SPD und die FDP in der Region unserer Berichterstattung nicht wohlgesonnen sind.

Explizit die Ladenburger und Weinheimer CDU m├Âchten wir lobend ausnehmen – nicht weil diese mit unser Berichterstattung „zufrieden“ sind, sondern weil sie gespr├Ąchsbereit sind. In Hirschberg explizit die Freien W├Ąhler und in Weinheim explizit Herrn Carsten Labudda (Die Linke) und Weinheim Plus. Die genannten Personen und Parteien suchen den Ausstausch und die Kritik – was gut ist. Explizit muss auch der Gr├╝ne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl erw├Ąhnt werden – trotz kontr├Ąrer Meinungen haben er und seine Mannschaft sich immer korrekt auf unsere journalistischen Anfragen hin verhalten.

Mit Recherchen zum Logistik-Zentrum "Pfenning" hat das Heddesheimblog angefangen - unsere Berichte konnten den Bau des Klotzes nicht verhindern, aber zur Aufkl├Ąrung beitragen. "Das hab ich nicht gewusst", kann keiner mehr sagen.

 

Unentschieden ist noch das Verh├Ąltnis zum Landratsamt. Nachdem wir dem stellvertretenden Landrat (Jurist) erst unter Verweis auf ein Bundesverfassungsgerichtsurteil klar machen konnten, dass wir „Presse“ sind, gibt es mittlerweile mit Stefan Dallinger (CDU) einen neuen, sehr kommunikativen (und fraktions├╝bergreifend gelobten) Landrat, der sich aber unser Ansicht nach noch ein wenig scheut, aktiv ├╝ber unsere Blogs mehr in Kontakt mit der Bev├Âlkerung zu treten. Wir werden herausfinden, wie es wirklich ist.

Der Kontakt zum Mannheimer Oberb├╝rgermeister Dr. Peter Kurz basiert auf einer gemeinsamen Vergangenheit – als freier Mitarbeiter f├╝r den Mannheimer Morgen habe ich den damaligen Stadtrat als sehr engagierte Pers├Ânlichkeit kennengelernt und ihn vor seiner Wahl zum OB portr├Ątiert. Zuletzt hat sich dessen Engagement bei der Gegendemo zum NPD-Aufmarsch best├Ątigt (Hierzu unsere Reportage auf dem Rheinneckarblog: „Warten auf den rechten P├Âbel„). Zu seinem Kollegen W├╝rzner in Heidelberg besteht noch kein pers├Ânlicher Kontakt, aber das wird sich ├Ąndern.

Vernetzter Journalismus vor Ort

Die miteinander vernetztenden Ortsblogs haben ein Konzept: Wir ver├Âffentlichen Nachrichten, die f├╝r die Menschen vor Ort wichtig sind. Und wir zeigen auf, wie die Gemeinden miteinander vernetzt sind – auf vielf├Ąltige Weise. Ob zu Verkehrs- oder Umweltschutzthemen, gemeinsamen Verb├Ąnden und Vertr├Ągen – unsere Gemeinden im Berichtsgebiet sind vielf├Ąltig verbunden, ebenso die Leserinnen und Leser.

Vielleicht vermisst man die ein oder andere Nachricht – da bitten wir um Nachsicht. Unsere Redaktion arbeitet sehr engagiert und wir m├╝ssen manchmal den Mut zur L├╝cke haben, weil wir (noch) nicht jeden Termin besetzen k├Ânnen.

Sicher ist es auch Zeit, sich auf wesentliche Dinge zu konzentrieren. ├ťberbordende Berichte in den Zeitungen ├╝ber Vereinsfeste haben Bed├╝rfnisse geweckt, die fraglich sind. Was ist die Nachricht? „F├╝rs leibliche Wohl wurde gesorgt?“ Meinetwegen: Der Satz erz├Ąhlt die gesamte Geschichte. Es gab zu Essen und zu Trinken. Und wenn das nicht reicht, ruft man auch h├Âhrere Instanzen dazu: „Der Wettergott war den G├Ąsten gn├Ądig, der k├╝hle Gerstensaft flo├č in Str├Âmen und die Luft war erf├╝llt vom Duft leckerer Bratw├╝rste“.

Gegen die Bratwurst-Berichterstattung

Das ist fettigster Bratwurst-„Journalismus“ und hat mit Journalismus nichts zu tun. Ganz klar ist es wichtig und richtig ├╝ber Feste zu berichten. Wir machen das auch – bei Vereinsfesten oft nur mit kurzen Texten (Ein Fest hat stattgefunden), daf├╝r aber mit vielen Fotos. Die erz├Ąhlen die Geschichte besser als zusammengeschwurbelte Nonsens-„Berichte“.

Sie, liebe Leserinnen und Leser, k├Ânnen aktiv daran teilhaben, das „Produkt“ Journalismus zu bewerten. Bringen Sie sich ein – schreiben Sie uns und anderen, was gef├Ąllt und was nicht. Journalismus muss man nicht hinnehmen, man kann seit dem Internet daran teilhaben. Sie k├Ânnen Kommentare schreiben und viel einfacher als fr├╝her die Redaktion direkt erreichen, sich mit Hinweisen, Vorschl├Ągen und Kritik einbringen. Jedenfalls bei uns.

Wir freuen uns ├╝ber die Beliebtheit unserer Montagskolumnen, der ausgew├Ąhlten Tipps & Termine und der regen Teilnahme ├╝ber Kommentare auf den Blogs oder bei unseren Facebook-Seiten.

Herzlichen Dank an die Leser und Kunden

Nach drei Jahren Heddesheimblog & Co, m├Âchte ich Ihnen sehr herzlich genau daf├╝r danken. F├╝r Unterst├╝tzung und Kritik – beides gab es zuhauf.

Hardy Prothmann ist seit 21 Jahren als Journalist t├Ątig und seit drei Jahren als "Blogger".

F├╝r die Zukunft w├╝nsche ich mir noch mehr kritische Anteilnahme, weil wir alle gemeinsam mit unserem Interesse f├╝r etwas einstehen, was ein absolutes Privileg ist: Freiheit, vor allem Meinungsfreiheit. Ohne diese ist Demokratie nicht m├Âglich. Da ich viel im Ausland gelebt habe und auch von dort berichtet, wei├č ich unser freiheitliche Grundordnung uneres Heimatlandes sehr zu sch├Ątzen.

Deswegen freue ich mich mit Ihnen und dem Team, wenn Sie uns weiter gewogen bleiben, uns mit Interesse und Informationen unterst├╝tzen. Den anderen „Heddesheimblogs“, egal, ob am Tegernsee, im Prenzlauer Berg, in Regensburg, in Weiterstadt oder Bretten oder Schweinfurt oder in vielen anderen Orten w├╝nschen wir viel Erfolg, immer den richtigen journalistischen Riecher und einen erfolgreichen Aufbau ihrer Angebote.

In diesem Sinne m├Âchte ich mich bei allen Mitwirkenden bedanken, selbstverst├Ąndlich sehr besonders bei meiner Frau und der Familie, f├╝r das Engagement, das Verst├Ąndnis, das Interesse und die aktive Teilnahme.

Im ersten Interview zum „Heddesheimblog“ hat mich der Kollege Thomas Mrazek gefragt, warum ich das mache, was meine Motivation ist?

Meine Antwort: Ich habe den Spa├č meines Lebens.

Das gilt bis heute.

Herzlichst Ihr

Hardy Prothmann

In eigener Sache: Berichte ├╝ber unsere blogs


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. Mai 2011. (Aktualisiert) heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog, weinheimblog, rheinneckarblog, viernheimblog sind lokal-journalistische Informationsplattformen im Internet. Weder der Journalismus, noch das Internet sind neu. Neu ist die Kombination von kritischem Lokaljournalismus im „weltweiten Netz“. Dazu gibt es viele Meinungen. Was andere ├╝ber uns und unseren Journalismus denken – lesen Sie hier. Wir aktualisieren diese Liste seit November 2009 fortlaufend.

sueddeutsche

sueddeutsche.de interviewt Hardy Prothmann.

Der Anspruch ist ein einfacher: Bester Journalismus f├╝rs Lokale. Seit Mai 2009 berichtet das heddesheimblog ├╝ber Heddesheim und manchmal ├╝ber die Gemeindegrenzen hinaus. Seit Dezember 2009 gibt es das hirschbergblog, seit Februar 2010 das ladenburgblog, seit November 2010 das weinheimblog, seit Januar 2011 das rheinneckarblog, seit April 2011 das viernheimblog.

Vorbildfunktion.

Diese Arbeit hat die Aufmerksamkeit vieler Journalisten und Medienmacher ├╝berall in der Republik auf sich gezogen.

Warum? Ganz einfach.

Obwohl der gr├Â├čte Teil des Journalismus in Deutschland im Lokalen stattfindet, gilt der Lokaljournalismus als qualitativ minderwertig. Kein Wunder, ruhen sich doch die meist monopolistischen Lokalzeitungen auf ihrer konkurrenzlosen Position aus.

Lokal = spannend.

Unsere Redaktion h├Ąlt dagegen und beweist seit nunmehr zwei Jahren, dass lokale Themen spannende Themen sind. Lokale Berichterstattung ist eine Herausforderung – die viele Zeitungen seit Jahren nicht mehr annehmen – Radio und Fernsehen schon gar nicht.

Unsere Blogs genie├čen eine hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern – weil sie seri├Âsen, kritischen und meinungsstarken Journalismus bieten. Weil wir recherchieren und nachhaken – die Bratwurstberichterstattung ├╝berlassen wir anderen.

Wir sind davon ├╝berzeugt, dass es wichtig ist, das kommunale „Zeitgeschehen“ abzubilden. ├â┼ôberall auf der Welt leben die Menschen lokal – die Nachrichten ├╝ber das lokale Leben sind der exklusivste Inhalt vor Ort.

Lokal = exklusiv.

Wir berichten auch ├╝ber gro├če Themen der Republik, wir holen diese aber ins Lokale. Wir sind im engen Kontakt mit unseren LeserInnen – ganz pers├Ânlich aber auch ├╝ber neue „Social Media“-Plattformen wie Twitter und Facebook oder Wer-kennt-wen.

„Wir“ sind eine kleine Redaktion mit freien Mitarbeiter, die alle eins verbindet – hohes Engagement.

Ãœber die Kommentarfunktion bringen sich die LeserInnen zudem ein und bereichern (meistens) die Berichterstattung. Aktiver Austausch von Fakten, Argumenten und Meinungen ist wichtig für das Zusammenleben in der Gemeinde.

Finanziert wird unsere Arbeit durch Werbung und die Beratung von Firmen und Institutionen zum Einsatz von Blogs und „Social Media“ – modernes Marketing ist l├Ąngst mehr als die langweilige, teure und passive Zeitungsanzeige. W├Ąhrend Print kontinuierlich verliert, gewinnt das Internet rasant. Immer mehr Menschen lesen und informieren sich online – alle Markstudien belegen diese Tatsache.

dctp

dctp-Journalist Philip Banse interviewt Hardy Prothmann.

Unsere Blogs bieten also aktiven Journalismus. Und die Arbeit der Redaktion ist transparent.

Seit Anfang Mai 2011 haben wir uns mit anderen Internet-Zeitungen deutschlandweit zusammengeschlossen: istlokal.de ist ein Netzwerk von lokalen Internetmedien, die sich gegenseitig unterst├╝tzen. Zu: Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht. Rund 50 Angebote machen derzeit mit.

Kritik = konstruktiv.

Unsere kritische Haltung gef├Ąllt nicht jedem – weil viele durch die unkritische Berichterstattung der „etablierten“ Medien nicht mehr mit Kritik umgehen k├Ânnen.

Kritik bedeutet aus unserer Sicht nicht, dass wir „jemanden schlecht machen“, sondern dass wir aufzeigen, wo es „nicht gut l├Ąuft“, wo etwas zu verbessern ist.

Kritik hei├čt, sich mit einer Sache oder Personen auseinanderzusetzen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Falsche R├╝cksichtnahmen sind in unseren Augen die Garantie daf├╝r, dass sich nichts ver├Ąndert.

Wir „kritisieren“ aber auch immer gerne „positiv“, wenn es „gute“ Nachrichten zu berichten gibt.

Zukunft des Lokaljournalismus.

Deswegen orientieren sich viele andere Journalisten und Redaktionen bereits an unserer Arbeit – die lokale Berichterstattung im Internet gilt vielen als die Zukunft des Lokaljournalismus.

Hardy Prothmann, verantwortlicher Journalist f├╝r diese neue Form des Lokaljournalismus, ist gern gesehener Gast bei Medientagungen. Ob beim Frankfurter Tag des Onlinejournalismus auf Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Hessischen Rundfunks, beim katholischen ifp (Institut zur F├Ârderung publizistischen Nachwuches e.V.) oder bei der Hochschule Darmstadt-Dieburg, um nur drei Beispiele zu nennen.

Diese Zukunft machen wir schon heute. Nachfolgend lesen Sie Artikel, Interviews, Beitr├Ąge von anderen Medien ├╝ber unsere Blogs.
Neueste Beitr├Ąte wie ├╝blich oben.

evangelisch

Portr├Ąt bei evangelisch.de

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Die Redaktion heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog

Das Prinzip Gie├čkanne oder Grinsen f├╝r den guten Zweck oder eher f├╝r das eigene Image?


Guten Tag!

Heddesheim, 21. Januar 2011. Spenden sind eine gute Sache – wenn sie Sinn machen. Der Mannheimer Morgen berichtet heute ├╝ber eine „gro├čz├╝gige“ Spende der VR Bank Rhein-Neckar. Ohne Sinn und Verstand. Es geht ums Bild, auf dem alle grinsen. Es geht um die Summe. Und es geht ganz sicher auch um „Interessen“ – welche auch immer.

Von Hardy Prothmann

Die VR Bank Rhein-Neckar betont ausweichlich des Artikels die „lokale Verwurzelung, gerade in Heddesheim.“ Mehr noch: „Die f├╝r die Bank unverzichtbar sei“.

„Unverzichtbar?“ Die „lokale Verwurzelung in Heddesheim?“

Das liest sich, als w├Ąre das Schicksal der VR Bank Rhein-Neckar an das Schicksal von Heddesheim unmittelbar verkn├╝pft. Als gebe es eine nat├╝rlich Symbiose zwischen Heddesheim und der VR Bank Rhein-Neckar.

Eine „gro├čz├╝gige Spende“ wird vergeben. 10.000 Euro. Doch wenn man weiterliest, bemerkt man, dass die „lokale Verwurzelung“ auch f├╝r Ladenburg und Ilvesheim gilt, denn die 10.000 Euro werden „an f├╝nf Einrichtungen ├╝berreicht“.

10.000 Euro. Von der VR Bank Rhein-Neckar. Von "20" f├╝r "5, "6+1" freuen sich. Das muss keiner verstehen. Quelle: MM

Der Bericht ist sehr verwirrend, weil das Geld zwar an „f├╝nf Einrichtungen“ verteilt wird. Und dann hei├čt es, dass das Gesicht hinter der Spende, Dominique Lambottin, regionaler Verkaufschef der VR Bank Rhein-Neckar, „stellvertretend f├╝r rund 20 gemeinn├╝tzige sowie mildt├Ątige Vereine und Organisationen Spenden des Geldinstituts von mehr als 10.000 Euro“ ├╝berreicht, „darunter auch an kirchliche und kommunale Kinderg├Ąrten.“

Wie ist das zu verstehen? Haben 20 gemeinn├╝tzige und mildt├Ątige Vereine und Organisationen Spenden gesammelt? Wann ist das geschehen und war den Spendern klar, f├╝r wen und was sie spenden?

Und wen hat Herr Dominique Lambottin, regionaler Verkaufschef der VR Bank Rhein-Neckar, eingeladen? Alle 20 gemeinn├╝tzige und mildt├Ątige Vereine und Organisationen? Oder nur die Empf├Ąnger?

Auf dem Bild sind sechs „Vertreter gemeinn├╝tziger Organisationen“ zu sehen, au├čer Herrn Lambottin, der in der Mitte des Bildes grinst und wahrscheinlich nicht f├╝r sich in Anspruch nehmen kann, „lokal verwurzelt“ zu sein.

Es geht also um „stellvertretend 20 gemeinn├╝tzige und mildt├Ątige Vereine und Organisationen“, um „Spenden“, um „f├╝nf Empf├Ąnger“ und sechs Vertreter, die sich dar├╝ber so sehr freuen, dass sie um die Wette grinsen.

Und es geht um eine in Heddesheim „verwurzelte Bank“ die an eine Ladenburger Kinderkrippe spendet und an einen „Ilvesheimer Kulturkreis“. Anscheinend treiben die „Heddesheimer Wurzeln“ weit aus.

Muss man das verstehen? Eher nicht.

Schon gar nicht die Konstellation der „Stellvertretung f├╝r 20 Blabla“, f├╝nf Empf├Ąnger und sechs dankbaren „Posierern“.

Eher kann man schon die „sechs“ Grinser verstehen, die sich ├╝ber eine Spende f├╝r „f├╝nf“ freuen – was irgendwie auch unlogisch ist. Es w├Ąre sehr interessant zu wissen, wie die „sechs“ das unter „f├╝nf“ aufteilen.

Doch dar├╝ber gibt es keinerlei Informationen. Wof├╝r ist das Geld? Gibt es Bedingungen? Ziele? W├╝nsche?

All diese Informationen sind egal – es geht Hauptsache um 10.000 Euro. Ein Betrag, der angesichts von W├Ąhrungsgesch├Ąften, Wechselkursen und Kursschwankungen f├╝r eine Bank die Bedeutung von weniger als einer „Erdnuss“ haben.

Die wahre Bedeutung geht ├╝ber die „Erdnuss“ hinaus, das muss man vermuten. Es geht ums Bild, um das Grinsen und die frohe Botschaft. Es geht um Werbung, um „Mitmenschlichkeit“. Um ein Bild, einen Bericht, und ums Image. F├╝r den „gro├čz├╝gigen Spender“ und die „dankbaren Empf├Ąnger“.

Das Ziel hat die VR Bank Rhein-Neckar erreicht – und ihr „regionaler Vertriebsleiter, der Herr Lambottin, so eine Art junger Apfel am „altverwurzelten Baum“ der VR Bank Rhein-Neckar.

Merkw├╝rdig ist nur, dass die „altverwurzelte“ VR Bank Rhein-Neckar die frohe Botschaft nur ├╝ber einen Kanal, den „alt verwurzelten Ast der Beziehungen“ vertreibt oder austreibt.

Die frohe Botschaft soll wahrscheinlich nur Abonnenten des Mannheimer Morgen zug├Ąnglich sein. Das heddesheimblog wurde nicht eingeladen, die frohe Botschaft im Auftrag der „20“ zu vermitteln, die an „f├╝nf“ geht und ├╝ber die sich „sechs“ freuen.

Vermutlich, weil das heddesheimblog das einfach zu kompliziert sieht. Oder zu differenziert.

„Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, ist vermutlich die Devise derjenigen, die nicht dar├╝ber nachdenken, was sie wie unter welchen Umst├Ąnden geschenkt bekommen.

Geld ist Geld. Das hat man oder nicht.

Die VR Bank mit ihrer „lokalen, unverzichtbaren Verwurzelung“ hat es und verschenkt es einfach so im Auftrag von ungenannten „20“ an „f├╝nf“, wor├╝ber sich „sechs“ freuen.

Verstehen muss man das nicht. Man kann sich aber sehr, sehr wundern und sich selbst seinen Reim drauf machen.

Wer das f├╝r bl├Âdsinnig h├Ąlt, denkt nur seine Meinung. Wer sich dar├╝ber ├Ąrgert, wie eine Bank f├╝r ein wie auch immer geartetes Interesse Geld streut, denkt ├╝ber die Meinung hinaus und fragt sich, was das soll.

Und wer denkt: „Boah, 10.000 Euro sind ne Stange Geld und ich verstehe nicht, wie Menschen verstehen sollen, dass Geld geldwert ist und eine Bank einfach so 10.000 Euro einfach nur unter die Leute bringt, ohne den Wert an Werte zu kn├╝pfen“, denkt weiter.

Noch weiter denkt der, der sich fragt, warum er eigentlich bei der VR Bank Rhein-Neckar ein Konto hat? Denn die verlangt Geb├╝hren f├╝r alles m├Âgliche von ihm, „dem Kunden“. Und wer weiterdenkt, findet es toll, wenn ein „Prozentsatz“ der gezahlten Geb├╝hren in sinnvolle Projekte gesteckt wird. Zumindest diesen Prozentsatz zahlt jeder Kunde, der ein wenig mitmenschlich denkt, sehr gerne.

Dar├╝ber w├Ąre sicher aber jeder Kunde gerne informiert – welcher „Prozentsatz“ seiner Geb├╝hren in „sinnvolle Projekte“ investiert wird und wird sicherlich sehr gerne als ungenanntes Mitglied einer Solidargemeinschaft gerne diesen „Prozentsatz“ zahlen.

Wer einfach nur „Prozents├Ątze“ zahlt, die als „Kosten“ deklariert werden und die die VR Bank Rhein-Neckar im „Markteting-Mix“ f├╝r Eigenwerbung nutzt, f├╝hlt sich „verarscht“. Und wechselt zu Recht die Bank.

Vielleicht ist die VR Bank Rhein-Neckar aber auch nur ein sehr soziales Unternehmen und alle Gedanken in dieser Richtung sind „haltlos“. Das kann sein und w├Ąre sch├Ân. Die VR Bank Rhein-Neckar wird sich sofort bem├╝hen und ihr „soziales Engagement“ gerne und umfassend darstellen.

Konzept, Strategie und Nachhaltigkeit ihrer Spenden offenlegen – so, wie man das von einem modernen Unternehmen mit einem hohen Anspruch an sozialer Verantwortung erwarten kann.

Oder sie bel├Ąsst es einfach beim bew├Ąhrten „Werbe-Mix“, in dem 10.000 Euro verteilt auf „f├╝nf“ Empf├Ąnger, „sechs“ Grinser im „Auftrag von 20“ ihren Platz haben.

Anmerkung der Redaktion:
Wir reichen den Link auf den Artikel nach, der allerdings nur f├╝r eine kurze Zeit erreichbar sein wird, weil der MM eine „Pay-Wall-Politik“ betreibt.

Neustart 2011


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 10. Januar 2011. (red) Neues Jahr – alles anders? Nicht wirklich? Trotzdem stellen Sie Ver├Ąnderungen fest. Wir haben umgebaut. Das ist fast wie bei einer Renoveriung. Wir setzen auf Service – lesbare Schriften, eine ├╝bersichtliche Aufbereitung der Information. Damit starten wir unsere guten Vors├Ątze, die noch lange nicht vorbei sind.

Statt Farbe und Kleister und Einrichtungsgegenst├Ąnden haben wir „Codes“ hin- und hergeschoben und ausgew├Ąhlt, was Sinn macht, informativ ist und auch gef├Ąllt.

Die Orientierung f├Ąllt Ihnen hoffentlich leicht – wenn nicht, beschweren Sie sich unter redaktion (at) rheinneckarblog.de. Wir geben die rheinneckarblog-Adresse an, weil es seit heute auch eine ├╝berregionale Seite in unserem Angebot gibt.

Auf rheinneckarblog.de werden Texte aus unseren lokalen Blogs f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg und Weinheim ver├Âffentlicht. Und nat├╝rlich regionale, relevante Themen. rheinneckarblog.de w├Ąchst mit den lokalen Angeboten und umgekehrt.

Wir bieten wie gewohnt einen meinungsstarken Journalismus. Dazu Informationen aus den Kommunen und Vereinen. Transparent nennen wir immer die Quellen unserer Ver├Âffentlichungen. Au├čer, wie m├╝ssen diese sch├╝tzen.

Wir arbeiten auch immer wieder „investigativ“. Das hat nichts mit einem „Schlapphut“-Milieu zu tun, sondern meist mit viel Arbeit. Vielen Recherchen, vielen Akten, vielen Gespr├Ąchen. Und auch mit einem verantwortlichen Schutz der Informanten.

Im „echten“ Leben freuen wir uns ├╝ber „Informanten“, die unsere Blogs bereichern. Mit ihren Tipps und Hinweisen, mit Sorgen und N├Âten und auch mit guten Nachrichten.

Diesen Menschen m├Âchten wir danken und andere auffordern, sich ebenfalls ├Âffentlich einzubringen.

Abseits der „gewohnten“ Wege mit der lokalen Zeitung.

Das Internet ist schneller und geduldiger als Papier.

Im Internet entsteht ein neuer Journalismus, an dem die B├╝rgerinnen und B├╝rger mehr beteiligt sind. Und das ist gut so.

Unsere Blogs gelten deutschlandweit als Vorbild f├╝r eine neue Form von Lokaljournalismus – dazu geh├Âren auch „Layoutfragen“.

Wir haben also umgebaut und hoffen, dass das ansehnlich gelungen ist. Und haben uns noch mehr Verbesserungen vorgenommen.

Und wir freuen uns auf 2011 mit allen guten Vors├Ątzen, die auch Ihnen hoffentlich gelingen.

Auf ein gutes Neues!
Die Redaktion

SWR-Landesschau berichtet ├╝ber unsere Blogs

Guten Tag!

Heddesheim, 30. Oktober 2010. Die SWR-Landesschau Baden-W├╝rttemberg hat gestern in einem Beitrag ├╝ber uns berichtet – Sie k├Ânnen den Film auch ├╝ber die Mediathek anschauen.

landesschau

Beitrag in der SWR-Landesschau

Im Beitrag des SWR geht es um Chancen und Risiken des Internet – Hardy Prothmann und seine lokaljournalistische Arbeit gelten als Synonym f├╝r kritischen Journalismus vor Ort.

Hier k├Ânnen Sie den Film anschauen: SWR-Mediathek

Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Heute berichtet der Mannheimer Morgen unter der ├â┼ôberschrift „Die Sanierung geht weiter“ ├╝ber den Ammoniak-Unfall an der Eisbahn vom Montag. Angeblich hat der Redakteur Hans-J├╝rgen Emmerich einen vierspaltigen Bericht geschrieben. Doch das ist eine T├Ąuschung.

Von Hardy Prothmann

Die Zeitungsbranche ist bundesweit in der Krise – mehrere hundert festangestellte Redakteure haben allein im vergangenen Jahr ihre Jobs verloren. Der Grund: Verluste im Anzeigengesch├Ąft und vor allem die stetigen Abo-R├╝ckg├Ąnge stetzen den Zeitungen massiv zu – und daf├╝r gibt es Gr├╝nde.

Im Anzeigenbereich haben die Zeitungen die fr├╝heren „Goldgruben“, die so genannten „Rubrikenm├Ąrkte“ Auto, Jobs, Immobilien l├Ąngst an Internetangebote verloren. Und auch im Nachrichtenbereich habe es die Zeitungen zunehmend schwerer, gegen die Internetkonkurrenz anzugehen. Fast jede Nachricht gibt es schon am Vortag meist viel ausf├╝hrlicher und kostenfrei im Internet – sei es Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur.

Qualitatives Problem bei der Berichterstattung.

Hinzu kommt ein qualitatives Problem in der Berichterstattung. Statt eigene Recherche zu leisten und eigene Gedanken zu verarbeiten, transportieren Zeitungen immer h├Ąufiger vorgefertigte Berichte. Und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

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Umgeschriebene Pressemitteilung wird als "eigener Bericht" ausgegeben. Quelle: MM

So auch heute im Mannheimer Morgen. Der Bericht unter der ├â┼ôberschrift „Die Sanierung geht weiter“ ist angeblich durch den Redakteur Hans-J├╝rgen Emmerich geschrieben worden. Vierspaltig mit gro├čem Aufmacherfoto. Tats├Ąchlich handelt es sich bei dem „Redakteursbericht“ um eine umgeschriebene Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim.

Ist das Umschreiben einer Pressemitteilung eine „journalistische“ Leistung, die es rechtfertigt, dass ein Redakteur dies als eigene, unabh├Ąngige Berichterstattung ausgibt? Immerhin steht er f├╝r seinen Namen damit ein.

Mogelpackung.

Oder kann oder muss man das nicht eher als eine gedruckte Bankrotterkl├Ąrung verstehen? Journalismus lebt vor allem von der Glaubw├╝rdigkeit. Dazu geh├Ârt, dass Journalisten die von ihnen ver├Âffentlichten Informationen sorgf├Ąltig pr├╝fen, nachrecherchieren und ihre Quellen belegen. Dazu geh├Ârt, dass wo „MM“ oder „Emmerich“ draufsteht, das auch drin sein sollte. Alles andere ist eine Mogelpackung.

Hans-J├╝rgen Emmerich benennt mehrfach seine „Quelle“, die Gemeinde Heddesheim. Soweit in Ordnung. Dass aber der ├╝berwiegende Teil des Textes 1:1 ├╝bernommen ist und nur hier und da ein wenig umgeschrieben wurde – dar├╝ber informiert er die LeserInnen nicht. Eine Information hat er tats├Ąchlich nachrecherchiert, die nicht in der Pressemitteilung vorhanden war: 20.000 Euro sind f├╝r die Sanierungsarbeiten im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

Diese Praxis, sich fremde Inhalte anzueignen und so zu tun als ob, ist allerdings gang und g├Ąbe bei vielen Zeitungen, denen der journalistische Anstand l├Ąngst abhanden gekommen ist. Diese Praxis l├Ąuft meist nach einem einfachen Muster ab. Es gibt eine Textvorlage, eine Presseinformation, einen PR-Artikel oder eine dpa-Meldung, man „recherchiert“ ein, zwei Fakten zus├Ątzlich und schwupsdiwups tut man so, als sei das eine eigenst├Ąndige Leistung und schreibt seinen Namen dr├╝ber. Damit macht sich der MM selbst zum journalistischen Sanierungsfall.

Nicht immer ist eine Pr├╝fung und Nachrecherche f├╝r Redaktionen einfach. Der B├╝rgermeister Michael Kessler hat zum Beispiel wegen der intensiven Recherchen und der aus seiner Sicht missliebigen Berichte im heddesheimblog seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst – sie d├╝rfen dem heddesheimblog keine Auskunft erteilen (was viele aber doch tun und dabei wissen, dass wir unsere Quellen sch├╝tzen). Der Mannheimer Morgen hat dieses Problem nicht, denn der berichtet meist so, wie sich der B├╝rgermeister das vorstellt.

Gr├╝nde der Kritik.

Unsere Kritik an der Arbeit des Mannheimer Morgen hat verschiedene Gr├╝nde: Ganz klar stehen wir mit der Zeitung in Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Journalistisch betrachten wir den MM schon lange nicht mehr als Konkurrenz, weil dessen Lokalberichterstattung ├╝berwiegend frei von eigener Recherche und journalistischer Kompetenz ist. Ganz im Gegenteil findet hier h├Ąufig eine „interessierte“ Berichterstattung statt und noch viel schlimmer: ├â┼ôber Dinge, die der Redaktion und den „guten Verbindungen“ nicht passen, wird erst gar nicht berichtet.

Es gibt aber noch einen viel gewichtigeren Grund, warum wir ├╝ber die aus unserer Sicht mangelhafte Berichterstattung informieren: Wir nehmen unsere LeserInnen ernst, genauso, wie unsere Aufgabe, die B├╝rgerInnen umfassend, wahrhaftig und vor allem unabh├Ąngig zu informieren. Dabei verweisen wir auch auf die Arbeit von anderen Redaktionen, wenn diese einen „Mehrwert“ an Informationen f├╝r die LeserInnen haben. Denn keine Redaktion dieser Welt hat immer alle Informationen und setzt jedes Thema immer am besten um – wer das behauptet, l├╝gt.

Verlorene Exklusivit├Ąt. Verlorene Glaubw├╝rdigkeit.

Zur├╝ck zum Internet. Die Lokalberichterstattung war bis vor einiger Zeit der einzig „exklusive“ Inhalt, den Lokalzeitungen noch hatten. Doch auch hier verliert die Zeitung an „Exklusivit├Ąt“, also an Wert, in dem Ma├č, in dem eine solide Lokalberichterstattung auch im Internet stattfindet.

Schneller, hintergr├╝ndiger, transparenter, sind drei Eigenschaften von Internet-Angeboten, die den Zeitungen bundesweit zu schaffen macht. Es gibt l├Âbliche Ausnahmen wie die Stuttgarter Zeitung oder die Rhein-Zeitung in Koblenz, die mit journalistischem Ehrgeiz ausgestattet sind.

Der Mannheimer Morgen geh├Ârt definitiv nicht dazu. Ein Beispiel? Im „Fall“ Kachelmann ist es der Zeitung wieder einmal nicht gelungen, journalistisch der bundesweiten Konkurrenz voraus zu sein. ├â┼ôberall in der Republik konnte man meist exklusivere Nachrichten zur Sache lesen, als im „MM“. Das war auch so beim „Peter Graf“-Prozess oder dem „Flowtex“-Skandal, um nur zwei weitere prominente Beispiele zu nennen.

Stattdessen feiert die Zeitung Vereine, Fasching, Feste ab. Dabei handelt es sich um „Terminjournalismus“. Zu den Terminen werden „Reporter“ geschickt, die schreiben auf, was man ihnen sagt oder wie im Fall Emmerich, schreiben sie einfach mal eine Pressemitteilung um und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

Dem Anspruch, als „4. Gewalt“ Beh├Ârden, ├âÔÇ×mter, Institutionen, Firmen und andere im Sinne der ├ľffentlichkeit zu kontrollieren, kommt eine solche Presse l├Ąngst nicht mehr nach. Und da es immer noch viele (vor allem ├Ąltere) Menschen gibt, die sich nur aus einer Quelle, der Zeitung, „informieren“, hat das auch nachteilige Wirkungen auf unser demokratische Gesellschaft.

Es gibt noch mehr Gr├╝nde, warum der Mannheimer Morgen durch das heddesheimblog h├Ąufig kritisiert wird. Ich habe als Student meine ersten journalististischen Erfahrungen bei dieser Zeitung gesammelt und war von 1991-1994 freier Mitarbeiter dieser Zeitung, die einstmals einen wirklich guten Ruf hatte und bekannte Journalisten hervorgebracht hat, beispielsweise Hugo M├╝ller-Vogg, der sp├Ąter langj├Ąhriger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war und heute als Kolumnist f├╝r die Bild-Zeitung t├Ątig ist. Fr├╝her habe ich gerne diese Zeitung als Referenz genannt, heute muss man sich schon fast daf├╝r sch├Ąmen.

Journalistische Ehre

Der Hauptgrund aber ist und bleibt die journalistische Haltung: Die Menschen haben ein Recht darauf, ordentlich und transparent informiert zu werden.

Es ist auch eine Frage der journalistischen Ehre: Sie, liebe Leserinnen und Leser, k├Ânnen sich beim heddesheimblog darauf verlassen, dass, wo heddesheimblog drauf steht, auch heddesheimblog drin ist.

Auch wir ├╝bernehmen hin und wieder fremde Berichte und Pressemitteilungen – so auch zum aktuellen Thema „Ammoniak-Unfall“ an der Eisbahn. Aber wir ordnen die Information so ein, dass unsere LeserInnen wissen, wer diese Information verfasst hat.

Anmerkung der Redaktion: Wer sich die M├╝he machen will, kann die Pressemitteilung der Gemeinde mit dem Bericht des Mannheimer Morgen vergleichen.

Fundstelle

Guten Tag!

Heddesheim. (Aktualisiert) Dieser Artikel archiviert unsere „Fundstellen“. Die Rubrik „Fundstelle“ bietet weiterf├╝hrende Links zu Themen aus oder ├╝ber das heddesheimblog.

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Aktuelle Fundstellen.

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Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Unser Fundstellenarchiv:

*Soziale Spaltung im Netz
*Lesenswert in Die Welt: Merkels schamloser Zynismus in der Atompolitik
*Lesenswert: FAZ-Herausgeber Schirrmacher ├╝ber die 9 Gemeinpl├Ątze des Atom-Freunds
*Wahlf├Ąlschung in Bruchsal – CDU-Stadtrat zu 63.000 Euro Geldstrafe verurteilt
*Ãœber 2.000 Atom-Gegner demonstrieren in Biblis, Bericht, Fotostrecke, Dokumentation
*Spiegel TV: SPD-Atomlobby – Sozialdemokraten in der Atomschmelze (2008)
*Greenpeace – atomarer Notstand in Japan
*Report Mainz – wie gef├Ąhrlich deutsche Atommeiler wirklich sind
*stern.de ├╝ber das Internet als f├╝nfte Gewalt

*Videos von der Grumbe-Prunksitzung
*Hardy Prothmann bei einer Veranstaltung der Piraten ├╝ber wikileaks
*Report Mainz: Wie die Politik Einfluss auf die Medien nimmt
*Schifferfamilie Mnich: 9 Kinder und ein Schiff
*Im W├╝rgegriff der Exklusivit├Ąt
*Lese-Tipp: Netzwerk Recherche – Online-Journalismus mit einem Beitrag von Hardy Prothmann
*Lese-Tipp: Medienberater Marian Semm ├╝ber Lokaljournalismus im Netz und auf Papier
*DRadio-Audio ├╝ber hyperlokalen Journalismus und Bratw├╝rste
*DRadio-Text ├╝ber hyperlokalen Journalismus und Bratw├╝rste

*evangelisch.de ├╝ber bedrohte Pressefreiheit in Deutschland
SZ zu Wikileaks: Geballte Wut im Netz.
drehschreibe.org ├╝ber Prenzlauer Berg Nachrichten und die Orientierung am heddsheimblog: Lokal ist spannend.
Spiegel Online schreibt ├╝ber unsere Blogs: Meine Stra├če, mein Zuhause, mein Blog
*Spiegel online ├╝ber Stefan Mappus: Ein Deal, zwei Freunde, viele Fragen
*Prothmann: Die Moral, die Apostel und die Wirklichkeit
*Gr├╝ne kriegen „Shitstorm“ ab
*Freitag: Politik, B├╝rger und Internet
*Untersuchungsausschuss zu S21 beginnt
*Zeit: Gutachter bezweifeln S21
*Facebook: Das Aufmerksamkeitsimperium
*Zeit: Der seltsame Sinneswandel des Peter Schaar
*Medienkritik bei Freitag
*Volkstrauertag: Zoff in Heidelberg?
*Video: Ein Leben mit Facebook
*Spiegel online ├╝ber Stefan Mappus: Ein Deal, zwei Freunde, viele Fragen
*KenFM: Alles ├╝ber Wikileaks
*Prothmann: Die Moral, die Apostel und die Wirklichkeit
*Gr├╝ne kriegen „Shitstorm“ ab
*Freitag: Politik, B├╝rger und Internet
*Untersuchungsausschuss zu S21 beginnt
*Zeit: Gutachter bezweifeln S21
*Facebook: Das Aufmerksamkeitsimperium
*Zeit: Der seltsame Sinneswandel des Peter Schaar
*Medienkritik bei Freitag
*Volkstrauertag: Zoff in Heidelberg?
*Video: Ein Leben mit Facebook
*Sie wollen Journalist werden? Herzlichen Gl├╝ckwunsch.
*SZ-Kommentar zu „Speer“ – Im Club der Dr├╝ckeberger
*FAZ ├╝ber Twitter-Nutzung
*Das Drama der journalistischen Profession
*MM: Brummis suchen Ruhepl├Ątze
*SpiegelTV: Warum reagieren Sie so emotional?
*Altenberge: Gewerbesteuereinbruch in H├Âhe von 96 Prozent
*PR-Doktor interviewt Prothmann zu Pressemitteilungen
*zeit.de interaktiv: Todesopfer rechter Gewalt
*Altstadtfest Ladenburg: Irgendwie kl├Ąglich
*Flashmob in Ladenburg?
*CARTA – Gibt die SPD ihren Geist auf?
*DJV ├╝ber das heddesheimblog
*Allah gut – Integrationserfahrungen eines Deutschen als Fremder im Aus- und Inland
*Hans Leyendecker (S├╝ddeutsche Zeitung) lobt das heddesheimblog: Aufruhr im Netz

*Die Seuche Internet
*Stuttgarter B├╝rgermeister F├Âll (CDU) gibt Nebenjob auf
*Keine Regierung der Welt kann das stoppen
*Duisburg macht dicht
*Prinzip Abschreckung
*Todesfalle Loveparade
*B├Âses Blut und schlechter Stil
*Gemischte Gef├╝hle: Scham
*Merian-Realsch├╝ler feiern
*Goethe-Institut ├╝ber unsere blogs
*Kriminalit├Ątsbericht Ladenburg
*Superstar-Video ├╝ber 1.000 Mal gesehen ­čÖé
*“Foto-Shooting Miss Ladenburg
*Grumbe-Tanzmariechen schon ├╝ber 5.000 Mal gesehen.
*“Eklige JuLis-Thesen“ sollen eine F├Ąlschung sein
*Schuldig auf Verdacht – der Fall Kachelmann
*Prothmann bei FTOJ 2010
*Informationsfreiheit absurd
*Sparpaket? Windbeutel
*Die Justiz und die kleinen Leute
*Multimediale Wichsvorlage
*medienradio.org disktutiert ├╝ber Rolle Blogger/BuPr├Ą
*Bild ├╝ber Gauck
*Freitag zu Gauck und Merkel
*FAZ zu Joachim Gauck
*Gro├čes Kino am Fluss
*Der Merkel-Feminismus
*Miriam Meckel zu K├Âhler
*FAZ-Kommentar zu K├Âhler
*DRadio interviewt Prothmann
*Mainpost: ├ľffentlichkeit von Sitzungen
*Paranoia
*taz: blogs bestimmen NRW-Wahl
*Spiegel: Papst will Mixa abl├Âsen
*Sinnfreie „Spa├čberichterstattung.“
*Spiegel: Papst will Mixa abl├Âsen
*Stefan Niggemeier ├╝ber Abmahnwahn
*Freelense: dpa-bild des Jahres
*Augsburger Allgemeine: Anonyme Kommentare oder nicht?
*dctp-tv interviewt Prothmann
*Star Wars nach Hawking
*Nachrichten aus der Provinz
*Frankfurter Tag des Online-Journalismus
*Du bist Terrorist.
*Fanpost
*Frau G├Ârlitz und ich
*Irak-Krieg…
*Abmahnkeule
*S├╝ddeutsche Zeitung interviewt Prothmann zum Lokaljournalismus

*ZDFblog: Warum Netzsperren sinnlos sind.
*Prothmann auf posterous
*Geschm├Ąckle
*Dilemma der Nachrichtenagenturen
*ifp-Gespr├Ąch: Der Wert der Nachricht.
*detektor.fm interviewt Hardy Prothmann
*Begehbarer Schrank f├╝r M├Ąnner
*SZ: Wir sprechen nie offen ├╝ber Sexualit├Ąt.
*Alex Gajic interviewt Hardy Prothmann
*Diener des Mainstream
*Sex-Dienst im Pflegeheim
*Bildungsverlierer
*Xynthia
*Lehrerausbildung

*Kommentar Kindesmissbrauch

*heddesheimblog im Deutschlandradio (am Ende der Sendung)

*Bratwurst-Hering
*Ortsblog-├ľkonomie

*WDR5 berichtet ├╝ber unsere blogs

*Jeff Jarvis ├╝ber die Zukunft des Journalimus

*Bratwurst XXL-Extra

*Bratwurst XXL

*hblog im Medien-Monitor

*Lesetipp: Frauen sind eine Irritation

*Lesetipp – Welt online

*R├╝ckblick: T├Âdliche Pressefreiheit

*Lustig: Steuer-CD

*Was ist ein Fulgurator?

*Die Stadtredaktion

*Journalisten des Jahres 2009

*Bratwurstjournalismus bei heise.de

*B5 aktuell Interview

*Der Freitag ├╝ber das heddesheimblog

*Achtung! Satire

*“Hei├če“ Bratwurst

*Detlev Brechtel ├╝ber Lokaljournalismus

*Pfenning kommt in Hirschberg an

*Ãœber das heddesheimblog

*Oeddinscher toks inglisch ;-))

*Datenschutz als Selbstverteidigung

*Das unfreie Netz

*Viral, letal

*Fl├Ąchenfra├č

*Jeff Jarvis im Focus

*MM-Bratwurst vom Montag

*Hier lebt der Bratwurstjournalismus weiter

*Lahrer Bratwurstjournalismus

*Franken-Wiki: Bratwurstjournalist

*Gut uffgepasst

*heddesheimblog jetzt auf Wikipedia: Heddesheim

*Wikipedia-Autor ├╝ber Bratwurstjournalismus

*Daisy beim ZDF

*Augsburger Allgemeine ├╝ber Bratwurstjournalismus

*Wikipedia: Debatte ├╝ber Bratwurstjournalismus

*Bleigie├čen: Kauft Prothmann den MM?

*Blaupause statt Bratwurstjournalismus

*Ernst Elitz: Gegen L├╝ge und Dummheit

*FAZ ├╝ber das heddesheimblog

*Winterchaos

*Berliner Zeitung ├╝ber das heddesheimblog

*Respekt f├╝r Feuerwehr gefordert

*Brutto vom Netto

*Tsunami 2004

*Lobende Erw├Ąhnung des heddesheimblogs in Cicero

*Spiegel Online: RTL-2-Show „Tatort Internet“: Irref├╝hrung als Programm
*CARTA: Halt die Fresse Freifrau
*Leo und Locke haben Nachwuchs: Flocke
*Systematische St├Ârung
*Lawblog: Volksverhetzung wird alltagstaublich
*Extra 3: Goldener Polizeikn├╝ppel f├╝r MP Mappus
*In eigener Sache: Bericht ├╝ber DJV-Tagung „Besser online“
*S21: stern ├╝ber den Filz zwischen Politik, Geld und Medien
*Stuttgart 21 – Der Mann mit den blutigen Augen
*Stuttgart 21 eskaliert – Video-Cam-Bilder
*Stuttgart 21 – Twitter-Meldungen
*Stuttgart 21 eskaliert – Video-Cam-Bilder
*Hirschberger Gemeinderat droht mit „Konsequenzen“, weil ihm ein Kommentar nicht gef├Ąllt.
*Der Supi-Staatssekret├Ąr und das Elend im Journalismus

Kommunalrechtsamt best├Ątigt „heddesheimblog-Erlass“

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Juni 2010. Die Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Behinderung der Pressefreiheit durch den B├╝rgermeister Michael Kessler ist vom Kommunalrechts erwartungsgem├Ą├č zur├╝ckgewiesen worden. Diese Bewertung ├╝berrascht nicht, wohl aber das Verfahren und die Begr├╝ndung.

Von Hardy Prothmann

kommrechtDas Kommunalrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreises ist vor allem f├╝r eines nicht bekannt – f├╝r B├╝rgern├Ąhe.

Im Volksmund hei├čt es auch „Hau-den-B├╝rgermeister-raus-Amt“ – sprich: Das Amt wehrt nach M├Âglichkeit alles ab, was einem B├╝rgermeister in die „Quere“ kommt.

So auch im Fall unserer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Heddesheimer B├╝rgermeister Michael Kessler.

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Hardy Prothmann, Journalist. Bild: sap

Die Redaktion des heddesheimblogs hatte bereits im Sommer 2009 eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen das inakzeptable Verhalten und die einseitige Bevorzugung anderer „Presseorgane“ durch Herrn Kessler eingereicht.

Im Kern beschwerten wir uns, dass es eine Bevorzugung des Mannheimer Morgens und anderer Presseorgane gebe. Der Landrat-Stellvertreter Dr. Bodo-Falk Hoffmann schrieb uns damals, dass dies nicht der Fall sei und ├╝berhaupt fraglich sei, ob unser „heddesheimblog“ ├╝berhaupt „Presse“ sei.

Mal abgesehen davon, dass der Jurist Herr Hoffmann mit diesem Schreiben eine peinliche Dokumentation seiner fachlichen Inkompetenz in Sachen Presserecht und Neue Medien dokumentiert hat, wurde die Gemeinde Heddesheim, respektive Herr Kessler aufgefordert, unsere Redaktion „gleichzubehandeln“.

Herr Kessler wertet das als eine „nicht-stattgegebene“ Dienstaufsichtsbeschwerde. Wir werten das als eine „geschwurbelte“ Ausrede.

Herr Kessler machte aus dieser Aufforderung ein Katz und Maus-Spiel und beschr├Ąnkt bis heute alle Information auf das absolut notwendige Ma├č.

Beispielsweise gab es ein Gespr├Ąch im Rathaus mit einem Landtagsabgeordneten zum Verkehr in Heddesheim. Der Mannheimer Morgen wurde eingeladen – das heddesheimblog nicht. Auf Nachfrage wurde uns erkl├Ąrt, nicht die Gemeinde habe eingeladen, sondern die CDU. (Das pressefeindliche Verhalten der CDU lassen wir mal au├čen vor….)

Der Abgeordnete hat uns auf Nachfrage best├Ątigt, dass auch die Gemeinde „Veranstalter“ gewesen sei und er nicht alleine eingeladen habe. Er war irritiert.

Das sind „Spielchen“.

Keine, die Spa├č machen. Aber solche, die allt├Ąglich sind und die Arbeit unserer Redaktion massiv behindern.

Vor allem dann, wenn es um Themen geht, die alle B├╝rger in Heddesheim betreffen. Der Verkehr ist ein solches Thema.

Zur├╝ck zum „heddesheimblog-Erlass“.

Am 15. April 2010 haben wir die Dienstaufsichtsbeschwerde erneut gestellt, weil wir vermuteten, dass es weiterhin eine „Ungleichbehandlung“ gegen├╝ber anderen Presseorganen gebe.

Denn die Redaktion des heddesheimblogs darf auf „Erlass“ des B├╝rgermeisters Kessler Anfragen ausschlie├člich an die email-Adresse „gemeinde@heddesheim.de“ stellen. Mitarbeitern ist die Auskunft gegen├╝ber uns durch den B├╝rgermeister untersagt worden.

(Wir berichten auch ├╝ber Hirschberg und Ladenburg. Dort d├╝rfen wir mit Zustimmung der B├╝rgermeister ohne Einschr├Ąnkungen von allen Mitarbeitern Informationen einholen,)

Wir haben bei der Gemeinde Heddesheim nachgefragt, ob das f├╝r „jede Presse“ gilt oder nur f├╝r uns. Die Antwort war: „Wir antworten nicht“.

Daf├╝r hat das Kommunalrechtsamt geantwortet und schreibt: „Die Organisationsbefugnis des B├╝rgermeisters berechtigt ihn jedoch auch, hiervon im Einzelfall abzuweichen. Insofern besteht kein Anspruch darauf, dass der Weg, wie die Presse an die Ausk├╝nfte durch die Beh├Ârde gelangen kann, immer gleich sein muss, vielmehr bezieht sich der Gleichbehandlungsanspruch naturgem├Ą├č auf das Ergebnis der Presseanfrage: Die eigentliche Auskunft der Gemeindeverwaltung.“

Haben Sie das verstanden?

Nein?

Wir auch nicht.

Im Ergebnis geht es um den Ablauf „Anfrage-Antwort“. Unsere Anfragen werden nicht oder erst nach vielen Tagen beantwortet. „Gef├╝hlt“ werden „Anfragen“ des MM sofort beantwortet.

Darum geht es: Um die „Ungleichbehandlung“. Presse lebt unter anderem von Aktualit├Ąt. Indem man Antworten verschleppt, benachteiligt man die betroffene Presse.

Bei uns ist das der gewollte Fall.

Anders ├╝bersetzt stellt der MM leichte Fragen, die man gerne sofort beantwortet – unsere Fragen sind zu komplex, egal wie einfach sie sind. Die Behinderung unserer Arbeit ist die Maxime des Pressefeinds Michael Kessler.

Das Kommunalrechtsamt, respektive Herr Gr├╝newald als kommissarischer Leiter, fragt sich, ohne sich dabei „entbl├Âdet“ zu f├╝hlen: „Warum dies zu einer Erschwernis der Auskunftseinholung gef├╝hrt haben soll, erschlie├čt sich dabei der Rechtsaufsichtsbeh├Ârde nicht.“

Herr Gr├╝newald h├Ątte die M├Âglichkeit gehabt, per Telefon, Fax, email oder wie auch immer, eine „Erschlie├čung“ zu erfahren, in dem er R├╝ckfragen stellt. Das hatte Herr Gr├╝newald nicht n├Âtig.

Herr Gr├╝newald hat kein Interesse, „etwas zu erschlie├čen“. Herr Gr├╝nwald hat ein vermutliches Interesse, n├Ąmlich sich keine Arbeit zu machen oder was? Einen B├╝rgermeister raus-zu-hauen? Die Vorstellung w├Ąre unertr├Ąglich.

Herr Gr├╝newald h├Ątte jederzeit eine R├╝ckfrage an die Redaktion stellen k├Ânnen, wieso die journalistische Arbeit „erschwert“ wird.

Das hat Herr Gr├╝newald nicht getan.

Herr Gr├╝newald hat aber gerne best├Ątigt, dass Herr Kessler alles richtig macht.

Leider hat Herr Gr├╝newald dabei nicht bedacht, dass es eine neue Form von ├ľffentlichkeit gibt, die die Arbeit von Beh├Ârden kritisch begleitet. Herr Gr├╝newald hat nicht bedacht, dass seine mangelhafte Leistung ihn selbst, sein Amt, seinen Arbeitgeber, den Kreis und insgesamt den Glauben der B├╝rger in eine funktionierende „B├╝rokratie“ besch├Ądigt.

Herr Gr├╝newald geht damit ungewollt in die Geschichte ein. Als „Hau-Raus-Gr├╝newald“.

Als inkompetenter Statthalter eines desolat gef├╝hrten Amtes, dass eigentlich eine Rechtsaufsicht f├╝hren sollte, dies aber nicht tut.

Bis zum heutigen Datum ist Herr Albin Hermann der Leiter dieses Amtes ausweislich des Internetangebots des Landratsamts.

Dabei ist Herr Albin Herrmann seit Anfang Oktober 2009 in den Ruhestand verabschiedet worden und – abgesehen von seinen Fehlleistungen zuvor – damit au├čen vor.

Der neue Landrat Stefan Dallinger und Matthias Kl├Âpfer, der neue Leiter des Kommunalrechtsamts, sollten dringend Abhilfe schaffen, wenn die B├╝rgerInnen im Rhein-Neckar-Kreis noch einen Hauch von Vertrauen in diese zentral wichtige Beh├Ârde haben k├Ânnen sollen.

Dem Herrn B├╝rgermeister Kessler mag man einmalig seinen „heddesheimblog-Erlass“ best├Ątigt haben.

Herr Dallinger w├Ąre sehr gut beraten, den „heddesheimblog-Erlass“ genau zu studieren und seine k├╝nftigen politischen Entscheidungen daran auszurichten, denn „Heddesheim ist ├╝berall“.

Wir werden ├╝brigens eine Anfrage an Herr Dallinger stellen, wie er zur Pressefreiheit steht. Die Antwort werden wir, wie gewohnt, transparent dokumentieren.

Dokumentation:
Schreiben des Kommunalrechtsamts.

Anmerkung der Redaktion:
Der f├╝r das heddesheimblog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann ist in Heddesheim partei- und fraktionsfreier Gemeinderat.

In eigener Sache: Zahl der Besucher w├Ąchst zweistellig, Seitenzugriffe konstant

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Juni 2010. Die Zahl der Besucher unserer drei Internetangebote ist im Mai 2010 um zw├Âlf Prozent gestiegen, die Zahl der Seitenzugriffe bleibt erstmals nur konstant.

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145.743 Besucher, rund zw├Âlf Prozent mehr als im April. Klicken Sie auf die Grafik f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung.

Im Mai 2010 sagt die statistische Ausweitung der Seiten heddesheimblog, hirschbergblog und ladenburgblog, dass wir bei den Besuchern mit zw├Âlf Prozent deutlich zugelegt haben, bei den Seitenabrufen allerdings erstmals nicht, sondern nur konstant blieben.

Der Grund, warum bei den Seitenzugriffen kein deutlicher Zuwachs zu erkennen ist, liegt auf der Hand: Gegen├╝ber den Vormonaten wurden im Mai 2010 weniger Artikel ver├Âffentlicht – es gab zwar mehr Besucher, die aber auf weniger Artikel klicken konnten.

Die Zahl der Seitenabrufe ist vor diesem Hintergrund ein toller Erfolg, weil unsere LeserInnen intensiv auf ├Ąltere Artikel zugegriffen haben. Das zeigt uns, dass das Interesse der B├╝rgerInnen nach unabh├Ąngiger Information steigt. In Heddesheim sind vor allem Artikel zum Thema Pfenning und den Zust├Ąnden im Gemeinderat interessant, in Hirschberg interessieren Sterzwinkel, Seniorenzentrum und Hilfeleistungszentrum, in Ladenburg die Schulden, die Schulen und die „├Âffentliche Ordnung“. Wir bedanken uns an dieser Stelle f├╝r das Vertrauen.

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1.061.611 Seitenabrufe - 0,6 Prozent weniger als im April.

Die Tatsache, dass wir weniger Artikel angeboten haben, hat zwei Gr├╝nde: Zum einen gab es weniger aktuelle Termine und zum anderen musste die Redaktion nach einem Jahr Vollgas in Heddesheim und ambitionierten Starts in Hirschberg und Ladenburg ein wenig Ordnung „in den Laden“ bringen.

Im Juni und Juli rechnen wir wieder mit Steigerungen unserer Reichweite, der August wird sicherlich abfallen, da viele Menschen in den Ferien sind. Gleichzeitig sind alle Urlauber herzlich aufgerufen, sich auch am Urlaubsort im Internet zu erkundigen, was zuhause passiert.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Wie blogs die Medien und die Politik aufmischen

Guten Tag!

Heddesheim, 30. April 2010. Unser blog-Konzept f├╝r Heddesheim, Hirschberg und Ladenburg wird von vielen als „Zukunft des Lokaljournalismus gesehen“. Das freut uns und spornt uns an. In Deutschland gibt es aber auch l├Ąngst andere einflussreiche Internetblogs von Journalisten. Eines betreibt Alfons Pieper – ein erfahrener Journalist, der den Nordrhein-Westf├Ąlischen Ministerpr├Ąsidenten J├╝rgen R├╝ttgers ordentlich unter Druck setzt. Das ZDF hat dar├╝ber berichtet.

Das heddesheimblog geh├Ârt zu den bekanntesten neuen Medien in Deutschland. Warum? Ganz einfach: Wir arbeiten unabh├Ąngig und ├╝berparteilich. Wir recherchieren ergebnisoffen und umfassend. Wir sind meinungsstark. Wir ist die Redaktion – diese wird von vielen Leserinnen und Lesern mit Hintergr├╝nden und Hinweisen unterst├╝tzt.

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"Wir in NRW" mischt die Landespolitik auf. Quelle: Wir in NRW

Einen ├Ąhnlichen Ansatz hat das blog „Wir in NRW“ von Alfons Pieper – der arbeitet aber vorwiegend zur Landespolitik in NRW. Journalistisch erfolgreich. Geheime Dossiers, kritische Hintergrundberichte und starke Meinungsartikel setzen die CDU in NRW geh├Ârig unter Druck.

Die CDU vermutet die SPD als „Drahtzieher“, die weist das zur├╝ck. Erinnert irgendwie an Heddesheim: Hier vermutet die CDU die Gr├╝nen als Drahtzieher – die weisen das zur├╝ck.

Die CDU vermutet eine „Schmutzkampagne“ – auch das gab es schon in Heddesheim („K├╝bel voller Dreck und Unrat„).

Auch unsere Berichterstattung aus Ladenburg wird teils schon angefeindet.

Alfons Pieper sagt im ZDF-Beitrag: „Wir haben den Eindruck, dass der Journalismus gef├Ąlliger geworden ist, nicht mehr kritisch genug.“ Damit meint er die gesamte Branche.

Der Politikwissenschaftler Ulrich von Alemann nennt das im Beitrag „Guerilla“-Journalismus und definiert den so: „Der recherchiert auf eigene Faust.“

Was ein Journalismus kann, der auf „eigene Faust recherchiert“, zeigen professionelle blogs. Wir werden in den kommenden Wochen solche blogs vorstellen, die ├╝berwiegend nicht den Journalismus machen wollen, wie ihn der Politikwissenschaftler von Alemann beschreibt: abh├Ąngig – vom Verleger, der „Ausrichtung“ usw.

Sondern einen unabh├Ąngigen – im Fall von „Wir in NRW“ eine Seite, die sich mit der Nordrhein-Westf├Ąlischen Landespolitik besch├Ąftigt.

Unser Thema sind die Kommunen, das lokale und regionale Geschehen. Das Konzept ist dasselbe: „Echten Journalismus zu bieten, der nicht gef├Ąllig ist, sondern kritisch.“

Video:
ZDF-Blog Kennzeichen digital

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

In eigener Sache: dctp-tv interviewt Hardy Prothmann zum heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 27. April 2010. Das Konzept des heddesheimblogs findet bundesweit Aufmerksamkeit. Es sind schon zahlreiche Portr├Ąts und Interviews ver├Âffentlicht worden. Das Unternehmen dctp (Spiegel TV, stern TV) hat sich auch f├╝r das heddesheimblog interessiert und den verantwortlichen Journalisten Hardy Prothmann zum Interview eingeladen.

Herausgekommen ist ein ungeschnittenes Interview von 37 Minuten L├Ąnge. Das Interview wurde am 16. April 2010 im Berliner Friedrichstadtpalast gef├╝hrt.

Philip Banse, der ├╝berwiegend f├╝r das Deutschlandradio arbeitet und hier im Auftrag von dctp, hat bereits mehrere Interviews mit „Meinungsmachern“ in dieser Reihe gef├╝hrt.

Im Interview ├Ąu├čert sich Hardy Prothmann ├╝ber die Motivation, ein heddesheimblog zu betreiben. ├â┼ôber die Inhalte, das Gesch├Ąft, die t├Ąglichen Herausforderungen.

├â┼ôber Ideale, Tr├Ąume, Ziele und Tatsachen.

├â┼ôber Journalismus, Artikel 5 des Grundgesetzes, ├╝ber Leser und Leserinnen das Internet und was die Gemeinde Heddesheim damit zu tun hat und wieso das heddesheimblog die „Zukunft des Lokaljournalismus“ ist.

Hier gehts zur Seite von dctp-tv.

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Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist verantworlich f├╝r das heddesheimblog.

Dokumentation: heddesheimblog-Erlass II – der Heckmeck geht weiter

Guten Tag!

Heddesheim, 26. April 2010. B├╝rgermeister Michael Kessler hat Sorge um die Reputation seiner Mitarbeiter. Deswegen fordert er die Redaktion auf, Namen zu l├Âschen.

Der Heckmeck des B├╝rgermeisters gegen├╝ber dem heddesheimblog geht weiter. Kein Schreiben ist zu absurd, kein Argument zu konstruiert, um nicht doch verwendet zu werden.

Aktuell werden wir aufgefordert, zwei Namen von Sekret├Ąrinnen zu l├Âschen, die „im Auftrag“ der Gemeinde emails an uns versandt haben. Dem sind wir nachgekommen. Weil es sich nicht lohnt, dar├╝ber zu streiten, ob die Namen nun so genannt werden k├Ânnen oder nicht. Aus unserer Sicht k├Ânnen sie das, sind aber in diesem Fall nicht unbedingt notwendig f├╝r die Berichterstattung. Deswegen haben wir sie gestrichen.

Wieso die Nennung der Namen angeblich das „allgemeine Pers├Ânlichkeitsrecht“ beeintr├Ąchtigt, wei├č nur der B├╝rgermeister allein.

Weiter werden wir aufgefordert, k├╝nftig die Nennung von Namen oder die Einwilligung der betreffenden Person zu unterlassen. Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens.

Selbstverst├Ąndlich nennen wir immer dann Namen, wenn es notwendig ist – mit oder ohne Zustimmung.

Der, der eine solche Anordnung treffen kann und getroffen hat, ist schnell benannt: B├╝rgermeister Kessler. Das Ziel der Anordnung ist klar: Verhinderung oder Behinderung unserer journalistischen Arbeit. Herr Kessler zementiert einmal mehr seine pressefeindliche Haltung und ein gest├Ârtes Verh├Ąltnis zur ├ľffentlichkeit.

Vollst├Ąndig absurd ist die Unterstellung, durch die Nennung von Namen w├╝rden Personen „besch├Ądigt“. Auch hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens: Es soll der Eindruck erweckt werden, unsere Berichterstattung habe nur zum Ziel, „Personen zu sch├Ądigen“.

Das hat sie nicht. Die Berichterstattung und Dokumentation von Ereignissen oder Zusammenh├Ąngen ist das einzige Anliegen, das wir verfolgen. Das Ziel ist die bestm├Âgliche Information der ├ľffentlichkeit.

Dokumentation, email der Gemeinde Heddesheim vom 26. April 2010, 12:00 Uhr:

„Sehr geehrter Herr Prothmann,

in Ihrem Artikel
http://heddesheimblog.de/2010/04/14/dokumentation-der-heddesheimblog-erlass/
vom 14.04.2010 ver├Âffentlichen Sie einen E-Mail-Schriftwechsel mit der
Gemeinde Heddesheim.

Sie legen in Ihren Ver├Âffentlichungen jeweils sehr gro├čen Wert auf die
Einhaltung des Datenschutzes durch Personen oder Institutionen wie z.B.
den B├╝rgermeister oder das Kommunalrechtsamt
(http://heddesheimblog.de/?s=datenschutz).

Unabh├Ąngig davon, dass wir es f├╝r zweifelhaft halten, ob das
Ver├Âffentlichen kompletter E-Mail-Schriftwechsel rechtlich zul├Ąssig ist,
teilen wir Ihnen wie bereits in der Gemeinderatssitzung vom 22.04.2010
folgendes mit:

Die zitierten E-Mails wurden klar erkennbar von den gesch├Ąftlichen
E-Mail-Accounts der Mitarbeiterinnen „im Auftrag“ der Gemeinde
Heddesheim versendet, wie Sie es auch ver├Âffentlicht haben („Am
14.04.2010 um 12:45 schrieb Gemeinde Heddesheim…“). Es handelt sich
also um Ausk├╝nfte der Gemeinde Heddesheim und nicht von einzelnen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir fordern Sie daher unter Verweis auf das Allgemeine
Pers├Ânlichkeitsrecht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde
Heddesheim auf, die Namen der Mitarbeiterinnen in den ver├Âffentlichten
E-Mails des o.g. Artikels zu entfernen und k├╝nftig die Nennung von Namen
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne deren Einwilligung, die mit
der Beantwortung einer Auskunft gegen├╝ber Ihrem journalistischen Angebot
beauftragt sind, zu unterlassen.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

i. A. XXX

Gemeinde Heddesheim
– Hauptverwaltung –
Fritz-Kessler-Platz
68542 Heddesheim“

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Das heddesheimblog

Wie aus einer Pressemeldung ein „Artikel“ wird und wer hinter dem K├╝rzel „zg“ steckt

Guten Tag!

Heddesheim, 03. April 2010. Aufmerksame Zeitungsleser wundern sich ├╝ber einen sehr flei├čigen Autoren, der anscheinend f├╝r den Mannheimer Morgen, die Weinheimer Nachrichten, die Rhein-Neckar-Zeitung und viele andere Zeitungen arbeitet. Sein K├╝rzel: zg.

Von Hardy Prothmann

pm

Kein Journalist hat f├╝r diesen Artikel nennenswert recherchiert - eine Pressemitteilung wurde ein wenig umgeschrieben und fertig ist ein "redaktioneller Artikel" im Mannheimer Morgen, der so tut als ob. Die durchgestrichenen Passagen fallen weg, die unterstrichenen Stellen sind Einf├╝gungen oder Umstellungen. Klicken Sie, um das gesamte Dokument und die Ver├Ąnderungen zu sehen.

Es gibt in Deutschland einen Vielschreiber, der niemals unter seinem Namen auftritt, sondern nur mit dem K├╝rzel „zg“.

„zg“ ist vielseitiger Schreiber: Vereine, Sport, Politik, Kultur, Wirtschaft, Verb├Ąnde – kein Thema ist vor ihm sicher. Er berichtet einfach zu allem und jedem.

Noch verwunderlicher ist: „zg“ schreibt f├╝r jede Menge Zeitungen – auch f├╝r solche, die miteinander „konkurrieren“, wobei die Konkurrenz meist nur in den Au├čenbezirken an den R├Ąndern der Erscheinungsgebiete stattfindet.

Und „zg“ ist meistens bestens informiert und liefert immer Informationen „aus erster Hand“.

So auch heute wieder im Mannheimer Morgen. Hier berichtet „zg“ ├╝ber den genehmigten Antrag zur gemeinsamen Werkrealschule von Hirschberg und Heddesheim.

Wer genau hinschaut und die Pressemitteilung der Gemeinden zum Thema kennt, stellt fest: So flei├čig ist „zg“ gar nicht. Mit ein paar K├╝rzungen, Umstellungen und marginalen Einf├╝gungen macht „zg“ flugs aus einer Pressemitteilung einen „eigenen“ Artikel.

„zg“ ist das K├╝rzel f├╝r „zugesandte“ Texte.

Das R├Ątsel um den Vielschreiber „zg“ ist schnell gel├Âst. Es gibt ihn nicht. Das K├╝rzel „zg“ steht f├╝r „zugeschickt“ oder „zugesandt“.

Das bedeutet: Alle „Artikel“ (und das sind jede Menge), die das K├╝rzel „zg“ tragen, sind nicht von Journalisten der jeweiligen Redaktion verfasst worden, sondern in den meisten F├Ąllen Pressemitteilungen oder Vereinsnachrichten, die ein wenig „aufgeh├╝bscht“ werden und dann so tun, als seien sie eigenst├Ąndige redaktionelle Leistungen der Zeitung.

K├Ânnte man auch sagen, hier t├Ąusche jemand eine eigene redaktionelle Leistung vor? So weit will ich nicht gehen (in Zeiten, in denen man ganz schnell f├╝r Meinungs├Ąu├čerungen abgemahnt wird, muss man vorsichtig sein). Immerhin werden die „zg“-Texte ja ein bisschen bearbeitet, was aus Sicht von Zeitungen dann doch eine redaktionelle „Leistung“ darstellt. Das ist eben Ansichtssache.

Der Schein der Vielfalt.

Leider, leider, werden aber die Leserinnen und Leser nicht ├╝ber dieses Verfahren aufgekl├Ąrt und k├Ânnen nicht erkennen, ob sie einen eigenst├Ąndig recherchierten Artikel oder eine umgeschriebene Pressemitteilung vor sich haben.

Das wollen die Zeitungen nicht. Sie wollen etwas anderes erreichen: Sie suggerieren eine gro├če Vielfalt von „eigenen“ Autoren, die aber keine eigenen sind. Es sind „als ob“-Autoren.

So auch im Text ├╝ber die Werkrealschule, in den die Redaktion besonders dreist noch eingef├╝gt hat: „…in einer Pressemitteilung“, obwohl der Text selbst zu gesch├Ątzten 90 Prozent aus eben dieser Pressemitteilung besteht. (Klicken Sie auf das Bild, um sich selbst ein Bild zu machen.)

Korrekt w├Ąre, wenn die Zeitungen einfach dr├╝ber oder drunter „Pressemitteilung von xy“ schreiben w├╝rden – dann w├╝ssten die Leser Bescheid, wie sie den Text einzuordnen haben.

Zeitungen tauschen aber auch gerne Artikel untereinander aus. Beispielsweise schreibt im Mannheimer Morgen ├╝ber Hirschberg h├Ąufiger ein Autor, der mit „hr“ zeichnet.

Ausgeschrieben ist das Hans-Peter Riethm├╝ller, Redakteur bei den Weinheimer Nachrichten. Umgekehrt erscheint in den Weinheimer Nachrichten auch mal „ag├“, richtig Anja G├Ârlitz vom Mannheimer Morgen.

Und im Mannheimer Morgen gibt es auch mal die Kombination WN/ag├ – das ist dann eine Text├╝bernahme der Weinheimer Nachrichten mit „redaktioneller Bearbeitung“ durch ag├Â.

Auch durch diese Praxis wird so getan als ob. Korrekt w├Ąre ein Hinweis, dass hier Artikel aus anderen Zeitungen ├╝bernommen wurden. Wie Redaktionen ihre Leserinnen und Leser ├╝ber die Inhaltsstoffe informiert, die im Produkt Zeitung drin sind, entscheiden die Redaktionen selbst.

Umgeschriebene Pressemitteilungen sind g├Ąngige Praxis.

F├╝r Recherche bleibt keine Zeit – schlie├člich muss „zg“ jede Menge „Artikel schreiben“. Diese Praxis, umgeschriebene Pressemitteilungen als eigene Artikel zu verkaufen, ist Gang und G├Ąbe in deutschen Zeitungsredaktionen. Journalisten, die eigentlich bei einer Nachrichtenagentur angestellt sind, werden so schnell auch mal zu „Von unserem Mitarbeiter xy“.

Das heddesheimblog arbeitet anders: Nat├╝rlich ├╝bernehmen wir wie jede Redaktion manchmal Informationen aus Pressemitteilungen und anderen Informationsquellen. Das machen wir in den allermeisten F├Ąllen durch die Nennung der Quelle deutlich. Die Informationen f├╝gen wir neu und eigenst├Ąndig zusammen und erg├Ąnzen sie durch eigene Recherche. Das Ergebnis ist ein echter redaktioneller Artikel und nicht eine Mogelpackung, die so tut als ob.

Dar├╝ber hinaus verlinken wir zu Informationsquellen oder dokumentieren die Originalpressemitteilungen – dadurch erm├Âglichen wir eine gro├če Transparenz f├╝r unsere Leserinnen und Leser.

Zum Vergleich k├Ânnen Sie hier nachlesen, wie wir zum selben Thema berichtet haben.

Termin: Quo vadis, Journalimus?

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Heidelberg, 26. Januar 2010. Der Heidelberger Verein Meinungsbildung e.V. l├Ądt zu einem Vortrag mit Thierry Chervel und Hardy Prothmann ins Deutsche-Amerikanische-Institut in Heidelberg ein. Das Thema: „Die Zukunft des Journalismus ist crossmedial.“

Thierry Chervel, geboren 1957, hat Musikwissenschaften studiert und ist verantwortlicher Redakteur des Kulturangebots perlentaucher.de. Er war Redakteur bei der taz (Film, Musik, Tagesthemen), Kulturkorrespondent f├╝r die S├╝ddeutsche Zeitung in Paris und Redakteur auf der Berliner Seite der S├╝ddeutschen und ist Mitbegr├╝nder des Perlentauchers. Chervel redet ├╝ber die crossmediale Zukunft des Journalismus.

Hardy Prothmann, geboren 1966, ist seit 1991 freier Journalist und hat f├╝r viele ├╝berregionale Medien berichtet, darunter FAZ, FTD, Handelsblatt, S├╝ddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel, taz sowie ARD-H├Ârfunk und -Fernsehen und ist Betreiber von heddesheimblog.de und hirschbergblog.de. W├Ąhrend des Studiums war er drei Jahre freier Mitarbeiter des Mannheimer Morgen. Er wird seine aktuellen redaktionellen Angebote vorstellen.

Ausrichter ist der Verein Meinungsbildung e.V., der selbst das blog Die Stadtredaktion betreibt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 28.1.2010, 19:30 Uhr
DAI Heidelberg – Bibliothek

Sofienstra├če 12, 69115 Heidelberg

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Das heddesheimblog

In eigener Sache: Zugriffsrekord auf das heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Januar 2010. Der Artikel „Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert“ verzeichnet die bislang h├Âchste Zugriffszahl auf einen Artikel innerhalb eines Tages: Der Text wurde bislang 3.360 3.555 Mal innerhalb eines Tages abgerufen.

Am Anfang eines Monats bringen wir die Vormonatsstatistik. Heute machen wir eine Ausnahme, denn der 12. Januar 2010 ist aus Sicht der Redaktion ein Rekordtag.

regional

Verteilung der Hauptzugriffe vom heutigen Tag. Klicken Sie f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: 1&1

Ãœber 3.360 Mal (Stand: 22:00 Uhr) wurde unser Kommentar über die manipulative Berichterstattung des Mannheimer Morgens angeklickt. Die Top-Regionen sind laut unserem Statistik-Server:

  1. Mannheim
  2. Heidelberg
  3. Kaiserslautern
  4. Karlsruhe
  5. Heilbronn
  6. Hamburg
  7. Berlin
  8. Darmstadt
  9. Aschaffenburg
  10. Stuttgart

Von hier kamen zwischen mehr als sieben bis gut zwei Prozent der Zugriffe, insgesamt addieren sich die Zugriffe der Top 10 auf gut 40 Prozent. Der Rest verteilt sich nahezu ├╝ber „ganz“ Deutschland.

Die Meldung ├╝ber unseren Artikel auf Bildblog.de ist ganz eindeutig der „Verursacher“ f├╝r die ├╝berw├Ąltigende Resonanz. Wer im Rest der Republik interessiert sich sonst schon f├╝r Heddesheim/Nordbaden mit seinen 11.500 Einwohnern?

Wir haben etwas mitgeholfen und den au├čergew├Âhnlichen Zugriff auf Twitter, Facebook sowie Wer-kennt-wen kommuniziert.

Insgesamt hat unser Statistikserver heute 46.000 Zugriffe gez├Ąhlt – durchschnittlich haben wir mit steigender Tendenz 20.-25.000 Zugriffe am Tag. T├Ąglich haben wir im Schnitt ├╝ber 2.000 Besucher. Das ist die Zahl, die wir unseren Werbekunden kommunizieren. Tats├Ąchlich geht es in Richtung 2.500 Besucher/Tag, diese Zahl verwenden wir aber erst, wenn der t├Ągliche Zugriff deutlich dar├╝ber liegt. Heute waren es ├╝ber 7.200 Besucher.

Sehr erfreut sind wir ├╝ber das enorme Interesse vor allem aus folgenden Gr├╝nden: Berichte ├╝ber „guten“ und „schlechten“ Journalismus ├é┬ásorgen f├╝r eine hohe Aufmerksamkeit. Das hei├čt, viele Menschen in Deutschland besch├Ąftigen sich mit diesem Thema, was wir sehr begr├╝├čen.

Viele emails von anderen anderen lokalen blogs zeigen uns, dass dort sehr genau studiert wird, was das heddesheimblog als professionelle, journalistische Plattform so treibt. Denn viele der lokalen blogs werden von Nicht-Journalisten gemacht. Und die meisten befinden sich in einer ├Ąhnlichen Situation: Zeitungsmonopolisten bieten unkritischen Bratwurstjournalismus statt einer ordentlichen Berichterstattung. Durch das Internet und die Vernetzungsm├Âglichkeiten haben es diese Meinungsmonopolisten nun schwerer.

Ganz egoistisch freuen wir uns dar├╝ber, dass nun sehr, sehr viele Menschen in Deutschland das heddesheimblog kennen und gerne eingeladen sind, ab und an vorbeizuschauen. Auch beim hirschbergblog und demn├Ąchst beim ladenburgblog.

Wir freuen uns aber auch f├╝r die Gemeinde Heddesheim, die vollkommen unentgeltlich nun bundesweit bekannt ist – ohne dass ein Massaker oder ein anderes schlimmes Ereignis f├╝r eine zweifelhafte Bekanntheit sorgte. Wer im Sommer auf der Durchreise ist: Wir haben einen wundervollen Badesee. Und einen herrlichen Vogelpark. Der ist zwar unter Vogelliebhabern schon sehr bekannt – verdient aber eine noch gr├Â├čere Fan-Gemeinde. Und 2010 feiert der Verein der Vogelfreunde 50-j├Ąhriges Jubil├Ąum. Es ist das Jahr der „Heddesheimer V├Âgel“.

Ganz besonders freuen wir uns f├╝r den MGV 1847 e.V. Denn kurioserweise wurde der Text ├╝ber den Ball des M├Ąnnergesangsvereins im Zuge des anderen Artikels 1.856 Mal angeklickt. So viel Aufmerksamkeit auf einen Schlag d├╝rfte der Verein in seiner 163-j├Ąhrigen Geschichte noch nie gehabt haben.

Und wir freuen uns f├╝r den neuen Kollegen Horst P├Âlitz, der den Text ├╝ber den MGV geschrieben hat. Unser freier Mitarbeiter ist im wohlverdienten Ruhestand, lernt aber seit ein paar Monaten das journalistische Handwerk und ist, wie er gerade per Mail mitgeteilt hat, fassungslos ├╝ber die Aufmerksamkeit, die sein Text gefunden hat. Wir sagen: Qualit├Ąt setzt sich durch! ­čśë

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In eigener Sache: Statistik 2009

Guten Tag!

Heddesheim, 01. Januar 2010. Die Zugriffs- und Besucherzahlen sind auf dem heddesheimblog gegen├╝ber dem Vormonat wieder leicht gestiegen – was uns nat├╝rlich sehr freut. Die Redaktion dankt allen Leserinnen und Lesern f├╝r ihr Interesse. Und nat├╝rlich unseren Werbekunden – denn die kostenfreien Informationen auf dem heddesheimblog sind werbefinanziert.

Fast 2,86 Millionen Seiten wurden im Zeitraum Mai-Dezember 2009 von rund 340.000 Besuchern aufgerufen. Der Spitzenmonat war der September 2009 mit gut 640.000 Seitenzugriffen. Das heddesheimblog ist im Mai 2009 gestartet.

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Gegen├╝ber dem Vormonat hat die Zahl der abgerufenen Seiten im Dezember um rund acht Prozent zugenommen. Insgesamt gab es 555.000 Seitenzugriffe. Bei der Zahl der Besucher gab es eine Steigerung um 21 Prozent auf 68.700 (Vormonat: 56.600). Im Monatsdurchschnitt besuchen also 2.216 Nutzer das Angebot des heddesheimblogs.

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Die unterschiedliche prozentuale Zunahme f├╝hren wir darauf zur├╝ck, dass die Besucherzahl deutlich gestiegen ist, aber bedingt durch die nachrichtenarme Weihnachtszeit etwas weniger Artikel als gewohnt ver├Âffentlicht wurden. Es gab also weniger neue Nachrichten zum Anklicken, aber mehr neue Besucher. Aus dieser Analyse heraus wird das Verh├Ąltnis der Zunahmen von acht und 21 Prozent verst├Ąndlich.

Von der geografischen Verteilung her kamen ├╝ber den Zeitraum Mai-Dezember 2009 gut 80 Prozent der Zugriffe aus der Region, weitere Zugriffe vor allem aus den R├Ąumen Freiburg, Gie├čen und Hannover.

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Das heddesheimblog erreicht also im Monatsschnitt seit September 2009 stabil ├╝ber 500.000 Seitenzugriffe mit rund 2.000 Besuchern im Monat.

Im Jahr 2009 sind auf dem heddesheimblog insgesamt 1.004 Artikel erschienen sowie 1.733 Kommentare ver├Âffentlicht worden. Durchschnittlich ruft jeder Besucher weit mehr als sechs Seiten ab, die Zugriffsdauer liegt bei rund f├╝nf Minuten pro Besucher.

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Quelle Screenshots: Webstatistik Provider 1&1.

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Das heddesheimblog

Acht Monate heddesheimblog. Das war 2009. Teil IV „Das neue Medium“

Guten Tag!

Heddesheim, 31. Dezember 2009. Das heddesheimblog betreibt eine neue Form von Lokaljournalismus. Viele Funktionstr├Ąger in der Gemeinde kommen damit (noch) nicht zurecht – viele B├╝rgerinnen und B├╝rger machen hingegen aktiv mit und begr├╝├čen die ungewohnt transparenten Informationen.

Der deutsche Zeitungsmarkt ist in den Nachkriegsjahren entstanden. Die Alliierten vergaben Zeitungslizenzen und damit Lizenzen zum Gelddrucken. Die Renditen waren traumhaft. Wer eine Lizenz hatte, hatte bald auch ein Monopol. So gibt es heute schon lange ├╝berwiegend „Einzeitungskreise“. Vor Ort kann man sich also nur aus einer einzigen Tageszeitung informieren.

Mit der Einf├╝hrung des Privatfunks Mitte der 80-er Jahre bekamen die Zeitungen Konkurrenz. Radio und Fernsehen schoben sich schon bald in der Mediennutzung vor die Printmedien. Seit dem Jahrtausendwechsel zieht das Internet immer mehr Interesse auf sich. L├Ąngst geh├Âren Internetmedien wie spiegel.de, zeit.de und auch bild.de zur t├Ąglichen Lekt├╝re. Unterhalb der nationalen Ebene tat sich bislang aber wenig, darunter so gut wie nichts – bis vor einigen Jahren die „blogs“ kamen.

Meist ist damit „B├╝rgerjournalismus“ gemeint – oft sind es aber private Internetseiten, die ├Âffentlich gemacht werden.

Das heddesheimblog geht einen eigenen Weg. Wir benutzen eine Blogsoftware (WordPress) und wir stellen unsere Artikel zur Diskussion ├╝ber die Kommentare. Wir laden ein zum Mitmachen per Gastbeitrag oder Leserbrief – aber wir sind kein typisches blog.

Aber wir nutzen konsequent die M├Âglichkeiten dieses Mediums. In Text, Bild, Ton und Video k├Ânnen sich unsere Leserinnen und Leser ├╝ber unsere journalistische Arbeit informieren.

Die Arbeit der Redaktion hat ├╝berregional f├╝r Aufmerksamkeit gesorgt, bundesweit verfolgen Journalisten die Entwicklung des heddesheimblogs, denn viele sind ├╝berzeugt davon, dass hier die Zukunft des Lokaljournalismus liegt.

Aus Sicht der Redaktion ist das aber kein neuer Journalismus: Sorgf├Ąltige und gr├╝ndliche Recherche, wichtige von unwichtigen Informationen zu unterscheiden, lesbare Texte zu schreiben waren schon immer das Handwerkszeug von Journalisten. Nur das Medium ist anders, vielf├Ąltiger geworden.

24 Stunden am Tag von ├╝berall her zu erreichen. Und man kann mitmachen – Soziologen behaupten, dass durch Internetmedien die Demokratie dauerhaft gest├Ąrkt wird, weil B├╝rger sich hier so einfach einbringen k├Ânnen, wie niemals zuvor.

Das wei├č auch das heddesheimblog: Viele unserer Themen hier gehen auf Tipps und Anregungen der Leserinnen und Leser zur├╝ck. Daf├╝r bedankt sich die Redaktion ganz herzlich und freut sich auf das kommende Jahr 2010.

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Neu: wer-kennt-wen-Gruppe heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Dezember 2009. Das heddesheimblog ist ein Internet-Medium. Unseren Leserinnen und Lesern bieten wir einen neuen Service an: das heddesheimblog als wkw-Gruppe.

Wir haben die Gruppe so eingestellt, dass jeder Mitglied werden kann, der sich daf├╝r interessiert. Einfach reinschnuppern, ausprobieren, dabei bleiben oder das Weite suchen.

Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

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Acht Monate heddesheimblog. Das war 2009: Teil I – „Pfenning“

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Dezember 2009. Am 28. April 2009 ging der erste Beitrag f├╝r das heddesheimblog online: „Alles gut oder alles schlecht mit Pfenning in Heddesheim“, lautete die ├â┼ôberschrift. Mittlerweile sind fast 1000 Artikel mit Heddesheimer Themen erschienen.
Das
heddesheimblog bietet damit das journalistisch breiteste und interessanteste Angebot vor Ort. Mit Hintergrundberichten, Portr├Ąts, Meinungsartikeln oder Texten zum Alltagsleben in der Gemeinde.

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Unser Dank gilt unseren Leserinnen und Lesern. Ohne deren Interesse w├Ąre das heddesheimblog nicht enstanden. Zur Vorgeschichte: Der freie Journalist Hardy Prothmann ver├Âffentlicht Recherchen zur geplanten „Pfenning“-Ansiedlung in Heddesheim im Internet, zun├Ąchst bei blogger.de.

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"Pfenning"-Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger hatte nicht immer gut lachen. Bild: KMP-Holding

Nach kurzer Zeit bricht die Seite immer wieder zusammen, weil zu viele Menschen auf die Artikel zugreifen. Das Angebot wird zum Provider 1&1 umgezogen, hier kommt als Redaktionssoftware WordPress zum Einsatz.

Es erscheinen auch erste nicht-„Pfenning“-Themen. Auch daf├╝r interessieren sich die Leserinnen und Leser.

Das Angebot w├Ąchst und die Idee, eine lokal-journalistische Plattform im Internet zu gr├╝nden, entsteht.

Seit Herbst wird das heddesheimblog auch vermarktet. Es finanziert sich ├╝ber Werbung, ganz klassisch, so wie andere Medien auch.

Es erscheinen investigative Berichte, beispielsweise, dass „Pfenning“ seine weder genehmigten noch gebauten Hallen bereits seit Fr├╝hjahr 2009 vermarktet.

Weil der B├╝rgermeister Michael Kessler und Teile des Gemeinderats um die Gunst der ├Âffentlichen Meinung f├╝rchten, engagieren sie ein „Strippenzieher“-Unternehmen, das ihnen den R├╝cken frei halten soll: IFOK. Rund 35.000 Euro kostet das die Gemeinde, sprich den Steuerzahler. Auch diese Nachricht steht exklusiv im heddesheimblog.

Ebenso, dass das geplante Chemielager von „Pfenning“ unter die Seveso II-St├Ârfallverordnung f├Ąllt.

Die Ergebnisse unserer Recherchen bestimmen immer wieder die ├Âffentliche Diskussion. Wir fassen zum Beispiel immer wieder bei den Arbeitspl├Ątzen nach. Das Ergebnis: Statt von 1000 spricht selbst die „Pfenning“-Gruppe nur noch von anf├Ąnglich 300. Wie viele tats├Ąchlich? Das h├Ąngt von der Konjunktur ab.

Eine transparente Informationspolitik von Seiten des B├╝rgermeisters Kessler? Von CDU, SPD und FDP in der Sache? Fehlanzeige. Die Redaktion des heddesheimblogs recherchiert gegen eine Mauer des Schweigens. Der einzige Ortsverband, der vorbehaltlos mit der Redaktion spricht, sind B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen.

Der Hintergrund: Bis heute sitzt der Schock des Wahlverlustes bei CDU, SPD und auch FDP tief. Einzig die Gr├╝nen haben gewonnen: 100 Prozent und sitzen nun als zweitst├Ąrkste Fraktion mit sechs Sitzen im Heddesheimer Gemeinderat. Die Gr├╝nen fordern eine B├╝rgerbefragung.

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B├╝rger bei einer Veranstaltung der IG neinzupfenning. Bild: hblog

Die B├╝rgerbefragung, nach der die H├Ąlfte der Befragten die Ansiedlung ablehnen, best├Ąrkt die Gegner. Die Bef├╝rworter sehen einen Vorteil von 0,7 Prozentpunkten (50,35 Prozent Ja-Stimmen : 49,65 Prozent Nein-Stimmen) als Legitimation, die Ansiedlung weiter voranzutreiben.

Lange Zeit weigern sich viele, die im Ort „was gelten“, mit dem heddesheimblog ├╝berhaupt nur zu reden. Zu kritisch, zu „frech“, geht die Redaktion mit den Themen und Informationen um. Das ist man in Heddesheim nicht gewohnt und manche, allen voran der B├╝rgermeister, wollen sich nicht daran gew├Âhnen.

Der Begr├╝nder Hardy Prothmann wird mehrfach k├Ârperlich angegangen, ein bislang unbekannter T├Ąter platzierte ein Nagelbrett vor einem Reifen – Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln.

Wir berichten weiter und die Zahlen der Seitenabrufe und Besucher wachsen. „Wenn der Pfenning nicht mehr zieht, gibt es auch kein heddesheimblog mehr, weil sich keiner mehr daf├╝r interessiert“, ist die Hoffnung vieler.

Tats├Ąchlich steigen die Zahlen stetig und liegen seit vier Monaten bei monatlich ├╝ber 500.000 Seitenzugriffen und rund 60.000 Besuchern. Pfenning ist schon lange nicht mehr das „Tagesthema“, aber immer noch ein Top-Thema unter vielen anderen.

Auch scheinbar harmlose Beitr├Ąge wie der Meinungsartikel „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest“ bestimmen immer wieder die Debatte im Ort.

Die heddesheimblog-Methode ist dabei einfach: Wir stellen Fragen und erarbeiten Thesen. Wir recherchieren und das Ergebnis schreiben wir auf. F├╝r die, die gestern schon alles so gemacht haben, wie sie es heute machen und morgen machen wollen, ist das nat├╝rlich etwas ganz und gar Ungewohntes.

Vor allem vom Mannheimer Morgen kennt man das nicht: kritische Berichterstattung, Recherche, fundierter Journalismus. Bis heute ist im MM auch nicht ein Artikel zu Pfenning erschienen, der auf eigener Recherche und einer eigenen These basiert.

Der MM bem├╝ht sich nur, jede Veranstaltung im „strahlendsten Lichte“ erscheinen zu lassen. Fakten spielen selten eine Rolle. Hauptaussage: „Voller Erfolg, alle waren gl├╝cklich und zufrieden, f├╝rs leibliche Wohl war gesorgt, alle Namen sind genannt.“ (Siehe dazu MM von heute.)

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B├╝rgermeister Kessler stellt sich gegen die H├Ąlfte der B├╝rger. Bild: hblog

Von Beginn an haben sich die Leserinnen und Leser mit Kommentaren am heddesheimblog beteiligt. Daf├╝r m├Âchte sich die Redaktion ganz herzlich bedanken: Denn dadurch wird klar, was und wie die Leserinnen und Leser denken. Teils haben wir dadurch auch Hinweise f├╝r neue Themen gefunden. Auch die kritischen Leserkommentare zum heddesheimblog helfen, unsere journalistische Leistung stetig zu verbessern.

Auch 2010 wird das Thema „Pfenning“ ein Top-Thema bleiben. Das heddesheimblog wird alle relevanten Informationen dazu ver├Âffentlichen und Hintergr├╝nde recherchieren.

Die geplante Ansiedlung ist noch l├Ąngst nicht sicher, sondern immer noch eine Planung. Das n├Ąchste spannende Thema dazu ist die Arbeit des „Umlegungsausschusses“ sowie die Ver├Âffentlichung der Pl├Ąne und Gutachten, gegen die B├╝rger ihre Einwendungen geltend machen k├Ânnen.

Wir bleiben dran!

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Das heddesheimblog

hirschbergblog startet am 16. Dezember 2009

Guten Tag!

Heddesheim, 15. Dezember 2009. Anfang Dezember wurde die neue Seite hirschbergblog von der Redaktion aufgeschaltet. Heute wurden erste Vorberichte ver├Âffentlicht. Ab morgen startet die journalistische Berichterstattung im hirschbergblog.

Nach dem heddesheimblog startet nun auch das hirschbergblog. Das Prinzip ist bei beiden Blogs dasselbe: Ambitionierter Lokaljournalismus f├╝r die B├╝rgerinnen und B├╝rger der Gemeinden.

Blog steht als Abk├╝rzung f├╝r Weblog, also ein „Netz-Logbuch“. Urspr├╝nglich hatten Computer-Systemadministratoren hier ihre Arbeitsnotizen f├╝r Kollegen notiert. Sp├Ąter nutzten auch Privatpersonen die Software, mit der sich einfach Inhalte (Texte, Artikel) in Webseiten umwandeln lassen. Sp├Ąter nutzten auch amerikanische Journalisten die Technologie, um Artikel, die sonst nicht erschienen w├Ąren, im Internet zu ver├Âffentlichen.

Mittlerweile gibt eine ganze Reihe von kommerziell erfolgreichen Blogs in Amerika, beispielsweise die Huffington Post. Auch die New York Times und andere gro├če Zeitungen bieten Blogs an.

Das heddesheimblog hat einen f├╝r Deutschland neuen Weg gew├Ąhlt – wir berichten lokal, weil die ├Ârtlichen Tageszeitungen unserer Meinung nach ├╝berwiegend „pseudo-journalistische“ Texte liefern. Sei es „Bratwurstjournalismus“ oder Terminberichterstattung.

Exklusive Berichte.

So auch der Mannheimer Morgen: Bis heute hat die Zeitung beispielsweise keine selbst recherchierte Geschichte zum Thema „Pfenning“ ver├Âffentlicht.

Das heddesheimblog ist erst seit wenigen Monaten online und zeigt dem MM, was Recherche leisten kann: „Pfenning“ vermarktet bereits seine noch nicht gebauten, geschweige denn genehmigten Hallen. Der Bericht stand im heddesheimblog – beim MM hingegen… Fehlanzeige. Ebenso wie bei unseren Berichten zu Gefahrstoffen, die „Pfenning“ auch in Heddesheim lagern will.

Auf eine Heddesheimer Stra├čenbahn wurde geschossen: Der Bericht stand exklusiv im heddesheimblog – beim MM hingegen… Fehlanzeige.

Zwei M├Ądchen sturzbesoffen auf der Eisbahn, eines musste in eine Klinik eingeliefert werden. Auch hier berichtete das heddesheimblog exklusiv – auch hier Fehlanzeige beim MM.

Kritiker des heddesheimblogs behaupten, die Redaktion sei auf „Krawall geb├╝rstet“. Das ist mit Verlaub, einfach nur dumm und unsinnig. Wir haben weder die Waffe geladen, noch die M├Ądchen betrunken gemacht, noch „Pfenning“ f├╝r Heddesheim interessiert. Wir berichten einfach nur dar├╝ber, was im Ort passiert.

„Sch├Âne“ Berichte.

Dazu geh├Âren auch „harmlose“ und sch├Âne Berichte wie ├╝ber den Blumenschmuckwettbewerb oder Portr├Ąts ├╝ber Heddesheimerinnen und Heddesheimer.

Dazu geh├Âren aber auch Meinungsartikel, die f├╝r viel Diskussionsstoff sorgen, wie „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ oder unser Kommentar zur Seniorenfeier“Was von der Feier ├╝brig blieb„.

Diesen Anspruch werden wir auch in Hirschberg anlegen: Wir berichten aktuell, hintergr├╝ndig, umfassend und wenn es sein muss, auch investigativ. Wenn etwas „sch├Ân“ ist, schreiben wir das auf. Wenn etwas „gut“ ist, schreiben wir das auf. Wir schreiben aber auch auf, wenn es Streit gibt oder etwas „nicht gut l├Ąuft“. Wir berichten – nichts sonst.

In Heddesheim wird die Redaktion mit vielen Hinweisen aus der Bev├Âlkerung unterst├╝tzt – wir greifen diese auf, recherchieren die Informationen nach und wenn etwas „dran“ ist, berichten wir dar├╝ber. Das w├╝nscht sich die Redaktion auch von der Hirschberger Bev├Âlkerung.

Kostenfreie Informationen, da werbefinanziert.

Die Informationen sind kostenfrei. Beide blogs sollen sich ├╝ber Werbung finanzieren.

Deswegen laden wir auch die Hirschberger Unternehmen und Gesch├Ąfte, Dienstleister und Handwerker ein, auf unseren Seiten zu werben. Hier ist ihre Werbung gut platziert. Sie ist g├╝nstiger als bei der Zeitung. Sie ist 24 Stunden am Tag pr├Ąsent. Sie kann „multimedial“ sein. Und sie versteckt sich nicht auf den hinteren Seiten im Mitteilungsblatt. Und: Durch unser journalistisches Umfeld findet Ihre Werbung eine hohe Aufmerksamkeit und profitiert von unserer Glaubw├╝rdigkeit.

Denn unsere Redaktion und ihre Mitarbeiter sitzen weder bei der Politik, noch der Wirtschaft, noch Interessenverb├Ąnden auf dem Schoss. Wir schreiben auf, was ist, nicht, was wir aufschreiben sollen.

Wir glauben, dass diese Art von Lokaljournalismus die Zukunft ist. Machen Sie mit.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht die Redaktion
heddesheimblog, hirschbergblog

Hintergrund:
Das schreiben andere Medien ├╝ber uns.