Freitag, 22. September 2017

B├╝rgermeisterwahl

Wen w├Ąhlen? Heinisch, Kessler oder Nein

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Die Pr├Ąsentationen erreichten insgesamt nur einige hundert B├╝rger – die meisten anderen sind auf andere Informationen angewiesen, um sich eine Meinung ├╝ber die Kandidaten zu bilden.

 

Heddesheim, 15. M├Ąrz 2014. (red) Die B├╝rgermeisterwahl am Sonntag verspricht spannend zu werden. Schafft der Herausforderer G├╝nther Heinisch den Wechsel? H├Ąlt sich der Amtsinhaber gerade so oder wird er ├╝berzeugend wiedergew├Ąhlt? Erh├Ąlt der Vertreter der „Nein-Idee“ kaum oder viele Stimmen? Wie wird die Wahlbeteiligung sein und was hat das zu bedeuten? Gibt es keinen Gewinner im ersten Wahlgang? [Weiterlesen…]

B├╝rgermeisterwahl: Der Kandidat G├╝nther Heinisch im Interview

Wer mich w├Ąhlt, w├Ąhlt die Chance auf einen Neuanfang

Heddesheim, 18. Februar 2014. (red/pro) „B├╝rgern├Ąhe, weniger Verkehr, erfolgreiche Zukunft“ – das sind die drei S├Ąulen des Wahlprogramms von G├╝nther Heinisch (52). Der gr├╝ne Gemeinderat erl├Ąutert im Interview, was er warum und wie anders machen will, sollte er zum B├╝rgermeister gew├Ąhlt werden. Das System Kessler h├Ątte ihm keinen gr├Â├čeren Gefallen tun k├Ânnen, als in sofort zu Beginn des Wahlkampfs mit fadenscheinigen Anweisungen zu behindern. Wenn der neue B├╝rgermeister Heinisch hei├čt, gibt es viel zu tun – und einfach wird das nicht. [Weiterlesen…]

Exklusive Weihnachtsaktion

Wir haben nichts zu verschenken – und tun’s trotzdem

Wir verlosen attraktive Werbepl├Ątze – ohne Risiko f├╝r Neukunden.

 

Rhein-Neckar, 11. Dezember 2010. (red) Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler k├Ânnen aktuell bei uns Werbeleistungen in H├Âhe von 7.700 Euro gewinnen. Ohne jegliche Verpflichtung. Unsere Aktion richtet sich an alle Neukunden, die vorw├Ąrts denken und realisieren, dass ├╝berteuerte Print-Werbung der Vergangenheit angeh├Ârt und Online-Werbung die Zukunft ist. Wir bieten eine hohe Aufmerksamkeit durch eine fundierte und kritische Berichterstattung. Daf├╝r werden wir von unseren Leserinnen und Lesern gesch├Ątzt. Die Aufmerksamkeit erarbeiten wir uns hart mit klassischem Journalismus. Unsere Werbekunden profitieren davon – denn heutzutage muss sich jeder der Kritik der ├ľffentlichkeit stellen und wo kann man das besser als bei einem konstruktiv-kritischen Online-Medium?

Von Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (46), Gr├╝nder und Chefredakeur der Rheinneckarblogs. Foto: sap

Wir bieten aktuell eine Verlosung an, die sich an Neukunden richtet. Die Regeln sind ganz einfach. Sie schicken uns eine Email, gewinnen mit etwas Gl├╝ck einen unserer Preise und profitieren von unserem Werbeumfeld. Sie gehen keinerlei Verpflichtungen ein. (Hier sehen Sie die Werbeleistungen, die Sie gewinnen k├Ânnen und wie Sie an der Verlosung teilnehmen.) Es gibt kein Abo, keine versteckten Kosten. Es gibt kein Risiko f├╝r Sie. Daf├╝r haben Sie die M├Âglichkeit, unverbindlich unsere Werbem├Âglichkeiten zu testen.

Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie bis zum Ende weiter.

Glaubw├╝rdigkeit ist Trumpf

Wir bieten dieses „Spiel“ an, weil wir ├╝berzeugt sind, dass Sie als Gewinner weiter mit „uns spielen wollen“. Wer ist „uns“? Wir sind eine unabh├Ąngige, journalistische Redaktion, die sich der Information der ├ľffentlichkeit verschrieben hat. Wir berichten kritisch. Wir informieren aktuell. Wir sind ehrlich.

Das unterscheidet uns in erheblichem Ma├č von den „etablierten Medien“, die seit Jahren mehr und mehr an Glaubw├╝rdigkeit verlieren. Am dramatischsten l├Ąsst sich dieser Glaubw├╝rdigkeitsverlsut bei den Zeitungen erkennen. Die Auflagen sinken und sinken. Die Werbeums├Ątze noch drastischer, weil die Preise unversch├Ąmt sind und die „Werbeleistung“ auch nicht im Ansatz erbracht wird. Zudem wird h├Ąufig tendenzi├Âs berichtet.

Im Vergleich zu den Zeitungen, zum Radio und zum Fernsehen sind unsere Blogs, so nennen wir unsere Vor-Ort-Onlinezeitungen, noch relativ klein. Aber im Unterschied zu den anderen Medien verlieren wir keine Reichweite, sondern gewinnen dazu.

Engagierter Journalismus

Wir sind ein kleines Team von rund zehn Journalisten, die mit viel Herzblut und gro├čer ├ťberzeugung f├╝r die demokratische Aufgabe ihren Job machen. Wir werden von sehr vielen B├╝gerinnen und B├╝rgern unterst├╝tzt, die uns mit Informationen beliefern. Diese Quellen und ihre Bed├╝rfnisse nehmen wir ernst. Ebenso unsere Anzeigenkunden und ihre W├╝nsche. Dabei halten wir uns allerdings strikt an das Gebot der Trennung von Redaktion und Vermarktung.

Denn wir sind ├╝berzeugt davon, dass unsere Anzeigenkunden in erheblichem Ma├č von dieser Trennung und der damit verbundenen Glaubw├╝rdigkeit profitieren. Selbstverst├Ąndlich sind unsere Werbekunden f├╝r uns erste Ansprechpartner: Ob es um Finanzen geht, um Hochzeiten, um Bauangelegenheiten, ums Auto, um Bildung, um Freizeit oder Sport oder Demografie. Unsere Kunden sind Experten, auf die wir gerne in unserer Berichterstattung zur├╝ckgreifen – aber trotzdem Quellen wie jede andere auch. Und wenn bei einem Kunden etwas schief l├Ąuft, werden wir auch hier wie gewohnt kritisch berichten. Daf├╝r gab es schon einige Beispiele und bis auf das Logistikunternehmen Pfenning hat keiner der Kunden┬á uns das bislang ├╝bel genommen, was f├╝r die gro├če Souver├Ąnit├Ąt unserer Werbepartner spricht.

Bei „etablierten Medien“ ist das erkennbar anders. ├ťber „gute Kunden“ wird nur Gutes berichtet. Kritik findet nicht statt. Damit besch├Ądigen „traditionelle“ Medien seit Jahren ihre Glaubw├╝rdigkeit und die ihrer Kunden gleich mit.

Informationsorientierte Leserinnen und Leser

Unser Leserinnen und Leser sind ├╝berwiegend zwischen 25 und 50 Jahren alt, sehr interessiert am lokalen Geschehen, an Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir erreichen im Gegensatz zu Tageszeitungen auch Leser unter 25 Jahren, die selbstverst├Ąndlich elektronische Medien benutzen. Und wir freuen uns, dass immer mehr ├ť50-Leser sich aktiv im Netz informieren.

Unsere Nachrichtenangebote machen immer wieder auch ├╝berregional Schlagzeilen. Wir bieten Dokumentationen, investigative Stories, hintergr├╝ndige Berichte und Service-Informationen f├╝r die Bev├Âlkerung vor Ort. Unser lokaljournalistisches Konzept ist Vorbild f├╝r eine Reihe von anderen Lokalmedien, die in den vergangenen zwei Jahren ├╝berall in Deutschland entstanden sind.

Wir finanzieren uns ausschlie├člich ├╝ber Werbeeinnahmen. Unsere Kunden sehen wir deshalb als Partner – denn sie unterst├╝tzen und st├╝tzen unsere journalistische Arbeit. Von unserem sehr guten Image profitieren die Partner nat├╝rlich ebenfalls. Wenn Sie sich vorstellen k├Ânnen, Werbepartner bei uns zu werden, freuen wir uns sehr und beraten Sie unverbindlich. Wir bieten mehr als nur die Schaltung von Anzeigen – wir beraten Sie umfassend zu klassischer Image- oder Aktionswerbung und zu Social Media-Kampagnen. Unsere Preise sind fair und passen zu Kleinunternehmern, Dienstleistern bis hin zu gro├čen Firmen aus dem Mittelstand. Unsere renommierten Werbepartner sch├Ątzen unser qualitativ hochwertiges Werbeumfeld bereits.

Probieren Sie es einfach aus. ­čÖé

Wenn Sie an der Aktion teilnehmen m├Âchten, klicken Sie bitte auf den Link.

Wenn Sie uns direkt erreichen m├Âchten, w├Ąhlen Sie 0621/ 437 458 30 oder schicken eine email an anzeigen (at) rheinneckarblog.de

Ihr

Festwochenende: Polizeirevier Ladenburg im Gro├čeinsatz


Der BdS l├Ądt am Wochenende zu "Ladenburg bewegt" ein. Bild: ladenburgblog.de

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg/Seckenheim, 24. Juni 2011. Am Wochenende wird das Polizeirevier Ladenburg viel zu tun haben – in Heddesheim und Seckenheim ist Stra├čenfest, Ladenburg wird vom BdS „bewegt“ und „tafelt“. Die Polizei appelliert an die Vernuft – vor allem der Stra├čenfestbesucher. F├╝r Ladenburg sieht man die Einsatzlage „entspannt“.

Von Hardy Prothmann

Reinhold Dionysius ist entspannt: „Ich gehe davon aus, dass sich unser Konzept bew├Ąhrt“, sagt der Leiter des Heddesheimer Polizeipostens. Eigentlich ist der Posten mit drei Personen besetzt: „Vor allem am Samstagabend sind wir doch ein paar mehr – wie viele kann ich aus einsatztaktischen Gr├╝nden nicht sagen“, erkl├Ąrt Dionysius, der den Einsatz leiten wird.

Wenn das Stra├čenfest am Vormittag startet, wird der Polizeihauptkommissar alleine „pr├Ąsent“ sein. Am sp├Ąteren Nachmittag kommen Kollegen aus Ladenburg und Mannheim dazu: „Dann werden die Kollegen in Teams das Stra├čenfest bestreifen. Wir zeigen Pr├Ąsenz, aber zur├╝ckhaltend, die Leute wollen und sollen ja feiern k├Ânnen.“

Alkohol bei Jugendlichen im Blick

Trotzdem wird die Polizei ein sehr wachsames Auge auf den Alkoholkonsum haben: „Eins ist klar: In Sachen ├╝berm├Ą├čigem Alkoholgenuss, vor allem bei Jugendlichen werden wir sehr genau hinschauen.“

Und auch die Standbetreiber sind im Blick: „Wir haben in der Vorbereitung sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die Betreiber angehalten sind, stark alkoholisierten Personen keine weiteren alkoholhaltigen Getr├Ąnke auszuschenken und sehr genau darauf zu achten, was an Jugendliche ausgeschenkt wird.“ Der umg├Ąngliche Polizist will trotz aller Freundlichkeit keinen Zweifel lassen: „Sollten wir Verst├Â├če feststellen, ergreifen wird geeignete Ma├čnahmen.“

Pr├Ąventiv und deeskalierend

Aus Sicht der Polizei will diese das Stra├čenfest nur begleiten: „Unser Ansatz ist pr├Ąventiv und deeskalierend. Wir suchen das Gespr├Ąch, kl├Ąren auf, werden aber auch Alkoholgetr├Ąnke abnehmen, wenn diese nicht zum Alter der Jugendlichen passen.“ Und wenn nun ein 18-j├Ąhriger beispielsweise Schnaps „besitzt“? „Das h├Ąngt vom Einzelfall ab – klar darf der Vollj├Ąhrige den Schnaps haben und trinken. Wenn wir allerdings den Eindruck haben, dass jemand solche Getr├Ąnke an Minderj├Ąhrige weitergibt, werden wir das unterbinden.“

Das Stra├čenfest Heddesheim 2010 verlief friedlich - so soll es auch dieses Jahr sein.

Rucksackkontrollen k├Ânnen auch stattfinden, „aber nur im Verdachtsfall“. Wer negativ auff├Ąllt, riskiert einen Platzverweis. „Insgesamt hoffen wir auf ein vern├╝nftiges Verhalten der Festteilnehmer, dann mischen wir uns auch nicht ein“, sagt Dionysius. „Als Privatmann kann ich jeden verstehen, der gerne feiern m├Âchte und habe gar nichts dagegen. Als Polizeibeamter habe ich die ├Âffentliche Ordnung und den Schutz aller G├Ąste im Blick. ├â┼ôberm├Ą├čiger Alkoholgenuss ist leider oft Ursache f├╝r Sachbesch├Ądigungen oder Gewalt. Ich appelliere daher an die Vernunft jedes einzelnen, auf sich und seine Freunde zu achten und an die Vereine, verantwortungsvoll zu handeln.“

Ausw├Ąrtige G├Ąste?

Ein weiteres „Problem“ ist identifiziert. In K├Ąfertal entf├Ąllt eine Veranstaltung. F├╝r Heddesheim und Seckenheim rechnet die Polizei deshalb eventuell mit zus├Ątzlichen G├Ąsten „von au├čerhalb“ – in der Vergangenheit hat es dabei m├Ąchtig ├âÔÇ×rger gegeben: „Wir haben das im Blick, sind darauf eingestellt und werden fr├╝hzeitig reagieren“, sagt Michael Frank, Leiter des Seckenheimer Postens.

In Seckenheim wird mehr oder weniger dasselbe Konzept wie in Heddesheim zum Tragen kommen.

Alkohol-Scouts in Seckenheim

Allerdings setzt man hier von kommunaler Seite und durch die Vereine selbst auf zus├Ątzliche Pr├Ąvention. „Alkohol-Scouts“, ehrenamtliche Mitarbeiter „bestreifen“ zus├Ątzlich das Fest und sprechen vor allem Jugendliche gezielt an. Instruiert werden die Helfer durch Roland Matzke von der Kriminalpr├Ąvention und der Sucht-Expertin Astrid Zapf-Freudenberg, die wei├č, dass solche Ansprachen nicht jeden Missbrauch verhindern k├Ânnen, aber eine deutliche Reduzierung herbeif├╝hren. (Lesen Sie dazu unter Interview mit Astrid Zapf-Freudenberg: Das Thema Alkoholmissbrauch wird immer j├╝nger.)

Besonders aufmerksam wird die Polizei ab 22:00 Uhr werden: „Es wird dunkel, es wurde schon getrunken, da werden wir besonders achtsam sein m├╝ssen“, sagt Reinhold Dionysius, der damit rechnet, dass „wir eventuell bis 03:00 Uhr im Einsatz sein werden“. Das Fest geht offiziell zwar nur bis um 01:00 Uhr, „aber bis sich alles verlaufen hat und wir mit Kehraus fertig sind, dauert das erfahrungsgem├Ą├č noch etwas.“

Entspannte Lage in Ladenburg

F├╝r Ladenburg sieht Revierleiter Frank Hartmannsgruber eine entspannte Lage: „Das Publikum wird deutlich ├Ąlter sein als bei den Stra├čenfesten und wir rechnen nicht damit, dass wir hier gro├č gefordert werden.“

Der Bund der Selbst├Ąndigen pr├Ąsentiert 40 teilnehmende Betriebe mit „Ladenburg bewegt“ und die Gestronomen laden zu „Ladenburg tafelt“ ein – am Abend wird es auf dem Marktplatz zwar auch Live-Musik geben und damit Partystimmung aufkommen, aber ganz entspannt: „Vergangenes Jahr hatten wir eine fast karibische Atmosph├Ąre auf dem Marktplatz mit einem „lauen L├╝ftchen“, toller Musik und ganz entspannten G├Ąsten – da freu ich mich schon wieder drauf“, sagt Andreas Knoth, Betreiber des Kaffeehaus Ladenburg.

Der Polizeirat Hartmannsgruber, der seit Oktober 2009 das Revier in Ladenburg leitet, war seitdem fast immer bei Gro├čveranstaltungen pr├Ąsent, um sein Revier kennenzulernen – und um sein F├╝hrungskonzept umzusetzen. Er ist mit der Arbeit seiner Beamten sehr zufrieden und nimmt sich deshalb frei: „Meine Kollegen Dionysius und Frank sind erfahrene Polizisten und ich wei├č die Eins├Ątze in guten H├Ąnden.“

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. M├Ąrz 2011. (red) Wer im Internet gefunden werden will, muss dort auch seine Spuren hinterlassen – mit Informationen. Einladungen, Termine, Artikel sind unverzichtbarer Teil einer guten, modernen ├ľffentlichkeitsarbeit. Egal, ob f├╝r Unternehmen, Vereine, Veranstalter oder Beh├Ârden. Das Internet hat einen unschlagbaren Vorteil gegen├╝ber dem Medium Papier – es ist ├╝berall und immer erreichbar.

Vereine und Veranstalter profitieren besonders von unseren Terminkalendern – da die Daten im Internet erfasst werden, erh├Âht sich auch die „Aufmerksamkeit“ von Google – gedruckte Termine in Zeitungen werden selbstverst├Ąndlich nicht erfasst und im Internet auch nicht gefunden. Und jeder wei├č mittlerweile, wie wichtig es ist, bei Google gefunden zu werden… Und die Jugend erreichen Vereine ├╝ber die Zeitung so gut wie gar nicht mehr.

Kostenfreie Nutzung.

Die Nutzung des Google-Kalenders ist kostenfrei. Ein Terminblatt kann man verlegen – der Kalender ist immer online und von jedem Internetzugang aus erreichbar.

Regelm├Ą├čige Termine k├Ânnen Sie als „Reihe“ eingeben, Parties, Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen – alle Termine sind fix eingetragen und k├Ânnen umfangreich beschrieben werden. Durch eine Adresseingabe l├Ąsst sich der Ort des Termins mit Google Maps komfortabel darstellen.

Service f├╝r Vereine und Veranstalter.

Wir bieten Vereinen einen kostenfreien Service an: einzelne zugesandte Termine tragen wir durch die Redaktion ein. Hat ein Verein oder ein Veranstalter aber sehr viele Termine, sollte man diese selbst einpflegen – dann kann durch uns nichts ├╝bersehen werden (wir sind auch nur Menschen).

Das machen beispielsweise schon der Vogelverein und die Remigiusb├╝cherei in Heddesheim, die evangelische Stadtmission und die Ringer vom ASV in Ladenburg, das Olympiakino in Hirschberg-Leutershausen und viele andere. Auch Parteien interessieren sich – die CDU Weinheim wird demn├Ąchst ihre Termine hier auch anbieten. (Klicken Sie hier auf den Terminkalender oder in allen unseren Blogs links oben in der zweiten Men├╝zeile unter Termine – rechts sehen Sie eine Pfeil – klicken Sie hier um die angezeigten Kalender zu sehen. Sie k├Ânnen Kalender anzeigen oder ausblenden – wie Sie w├╝nschen. Auf allen Blogs.)

Vielf├Ąltige Vorteile.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Erstens kann man den Google-Kalender auf der eigenen Homepage einstellen (und damit im Internet, was die „Trefferh├Ąufigkeit“ bei Google erh├Âht) und zweitens kann man schnell reagieren. F├Ąllt ein Termin aus, kommt einer hinzu oder m├╝ssen Informationen erg├Ąnzt oder ver├Ąndert werden, kann man von ├╝berall auf der Welt an einem Internet-PC zu jeder Zeit diese ├âÔÇ×nderungen vornehmen – ohne den Umweg ├╝ber die Redaktion nehmen zu m├╝ssen.

Denn sobald ein Kalender f├╝r uns freigegeben wurde, k├Ânnen wir diesen in unserem Kalender anzeigen lassen. Sie k├Ânnen umfangreiche Texte zu den Terminen schreiben und haben selbst die Kontrolle. Nur berechtigte Personen k├Ânnen die Termine ├Ąndern – wer das ist, entscheiden Sie.

Laden Sie Freunde und interessierte Personen ein.

Und Sie k├Ânnen selbst Freunde einladen, um auf die Termine hinzuweisen. Vereinsmitglieder m├╝ssen keinen Termin mehr abtippen, sondern k├Ânnen diese auch ganz einfach ├╝bernehmen, mit ihren Handys synchronisieren und an Freunde weitergeben.

Will jemand einen Termin bei Facebook einstellen, m├╝sste er erst aufw├Ąndig in der Zeitung abschreiben – wer macht das? Kaum jemand. Gef├Ąllt ein Termin ist er mit Kopieren und Einf├╝gen schnell ├╝bertragen und wird weiteren Menschen bekannt gemacht.

Die Einrichtung ist relativ einfach. Wir bieten dazu eine Beschreibung an, die Sie hier downloaden k├Ânnen. Falls es damit nicht gleich funktionieren sollte oder Fragen offen sind, kein Problem: Vereinen bieten wir gegen eine Pauschale von 40 Euro die Einrichtung und eine kleine Schulung an.

Auch f├╝r die Vereinsarbeit nutzbar├é┬á – n├╝tzlich f├╝r Unternehmen.

Unternehmen, Gewerbetreibende und andere beraten wir im effektiven Umgang und Einsatz mit dieser fantastischen Kalenderfunktion (die man auch nicht-├Âffentlich nutzen kann). Gegen eine geringe Geb├╝hr k├Ânnen Sie wichtige Termine wie Einladungen oder Pr├Ąsentationen ebenfalls in unseren Terminkalendern darstellen lassen.

Noch einmal im Ãœberblick wichtige Funktionen:

Kalenderfreigabe: Richten Sie einen Kalender f├╝r die (Fu├čball-)Manschaft Ihres Vereins oder Ihrer Firma ein und geben Sie diesen f├╝r das gesamte Team frei. (Keiner Ihrer Mitspieler wird jemals wieder das Training vergessen.) Oder geben Sie Ihre Kalender f├╝r Freunde, Angeh├Ârige, interessierte Personen frei, damit Sie die unterschiedlichen Zeitpl├Ąne nebeneinander anzeigen k├Ânnen.

Einladungen: Erstellen Sie Einladungen f├╝r Termine, versenden Sie diese an Freunde und verwalten Sie zentral die Antworten und Kommentare anderer Personen. Ihre Freunde k├Ânnen Ihre Einladung empfangen und eine Antwort senden, auch wenn sie selbst Google Kalender nicht nutzen!

Suche: Suchen Sie das Datum f├╝r den Grillabend bei einem Freund, der „irgendwann demn├Ąchst“ stattfinden sollte. Oder suchen Sie in ├Âffentlichen Kalendern nach neuen interessanten Terminen und f├╝gen Sie diese zu Ihrem eigenen Kalender hinzu.

Zugriff ├╝ber Ihr Handy: Empfangen Sie Terminerinnerungen und -benachrichtigungen auf Ihrem Handy.

Terminver├Âffentlichung: Geben Sie die Termine Ihrer Organisation f├╝r alle Personen frei, wenn Sie das m├Âchten.

Wenn Sie uns Termine schicken wollen – jederzeit gerne. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie: termine (at) rheinneckarblog.de

Die Eingabemaske - ├╝bersichtlich und einfach zu bedienen. Klicken Sie auf die Grafik f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das rheinneckarblog

Fu├čg├Ąngerzone: Ein erster kleiner Schritt in Richtung „Verkehrsberuhigung“ ist getan


Guten Tag

Ladenburg, 04. M├Ąrz 2011. Bei der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates, am 02. M├Ąrz 2011, wurde nach einer ├╝ber einst├╝ndigen Diskussion die Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt, bei einer Gegenstimme (Karl Meng, CDU) beschlossen.

Von Sabine Prothmann

Zun├Ąchst hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt eingebracht. Ein Thema, dass auf gro├čes Interesse in der Bev├Âlkerung st├Â├čt, was man anhand der ├╝ber 30 Zuschauern ablesen mag.

Wenngleich „Interesse“ interpretationsbed├╝rftig ist: Christiane Ernst, Vorsitzende des BDS, erkl├Ąrte in der Fragezeit f├╝r B├╝rgerInnen, die Behandlung des Themas sei „sehr befremdlich“ und w├╝nschte sich, dass man zu ergebnisorientierten Fachgespr├Ąchen zur├╝ckkehren sollte: „Wir sollten endlich mal zu einer L├Âsung kommen“, forderte Ernst.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinb├Âck, der als Landtagsabgeordneter sich aktuell im Wahlkampf befindet, stellte den Antrag vor und sagte, dass die ├â┼ôberlegungen auf Forderungen seiner Partei von 2009 fu├čen, die eine schrittweise Verbesserung der Verkehrssituation anstreben.

(Anmkerung der Redaktion: Auch bei der Kommunalwahl wurde von der SPD das Thema im „Wahlkampf“ vorangetrieben.)

„Wir wollen nicht morgen eine Fu├čg├Ąngerzone“ in Ladenburg und „wir hatten niemals die Absicht einem Einzelhandelsgesch├Ąft zu schaden“, betonte Kleinb├Âck.

Die im November 2009 beschlossene einj├Ąhrige Probephase zur Verkehrsberuhigung, die der BdS gemeinsam mit der Stadt durchgef├╝hrt hatte, habe keine entscheidende Entlastung der Altstadt gebracht, so die Sicht von Kleinb├Âck.

„Wir verkaufen Ladenburg als Altstadt mit historischer Bausubstanz“ und sollten das Ambiente besser nutzen. Dazu geh├Âre, die „chaotischen Verkehrsverh├Ąltnisse“ abzuschaffen und den Durchgangsverkehr abzustellen. „Und das mit m├Âglichst wenigen Schildern“, forderte Kleinb├Âck.

Man werde kein Ergebnis finden, dass auf „Jahrtausende wasserdicht ist“. Das Ziel des Antrags sei eher erst einmal der n├Ąchste Schritt.

Die Verkehrsberuhigung sei erforderlich und sollte auch zu einer Verbesserung der Gewerbetreibenden in der Altstadt f├╝hren. Eines sei klar: „Totalverweigerer m├╝ssen sich mehr bewegen.“

„Ich m├Âchte nicht schuld sein, dass ein Gesch├Ąft zu machen muss und diese Rolle werde ich auch nicht ├╝bernehmen“.

Mit diesem Antrag wolle die SPD in einen Dialog treten, um den n├Ąchsten Schritt zu vereinbaren.

Der „Antrag greift uns zu kurz“, erkl├Ąrte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU).
Man m├╝sste Fragen stellen, wie „warum haben wir die Verkehrssituation?“, oder: „Was m├Âchten wir in der Altstadt haben?“

Dazu sollte man Personen befragen, die dort wohnen, arbeiten, einkaufen oder Gastst├Ątten oder Gesch├Ąfte betreiben. Wenn man nicht mehr in die Altstadt reinfahren und dort parken k├Ânnte, „m├╝ssen wir Ersatz schaffen“.

Denn es gelte zu verhindern, dass das Leben in der Altstadt sterbe. Doch die Geldmittel f├╝r die Parkpl├Ątze haben wir nicht, so Hoffmann.

Hoffmann wollte ein Gesamtkonzept f├╝r die Altstadt.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler warnte dagegen vor einem Gesamtkonzept, er halte dies nicht f├╝r zielf├╝hrend. Bei der Sondersitzung solle man mit sachkundigen Einwohnern zusammensitzen, „da sind die Experten am Tisch“, so Ziegler. Er erinnerte an teure Gutachten, die nicht zu einem Ergebnis gef├╝hrt hatten.

Wenn die bereits umgesetzten Ideen auch eingehalten w├╝rden, br├Ąuchte man nichts Neues, warf Stadtr├Ątin Gudrun Ruster (FW) ein.

Vor Jahren habe sich der BdS f├╝r eine Einbahnstra├čenregelung ausgesprochen, damit w├╝rde „die Stra├če zur Rennbahn“, hie├č es damals von Seiten der Polizei, so Ruster.

„Eine Fu├čg├Ąngerzone lehnen wir ab.“

Man wolle sich heute ├╝ber den Weg und nicht ├╝ber die Inhalte verst├Ąndigen, dazu sei der SPD-Antrag da, betonte der B├╝rgermeister.

Die Stadtr├Ątin Ingrid Dreier (GLL) lobte den guten Antrag der SPD und begr├╝├čte deren Willen die B├╝rger und B├╝rgerinnen zu beteiligen und mit ein zu binden.

Auf dieser Grundlage stellte die GLL einen erweiterten Antrag, der mehr Zeit f├╝r die Information der B├╝rger vorsieht und vorschl├Ągt, die bisher diskutierten Modelle ausf├╝hrlich zu pr├Ąsentieren und f├╝r die B├╝rger, auch per Internet, zug├Ąnglich zu machen.
Zudem ist neben dem politischen Instrument der B├╝rgerbefragung auch die M├Âglichkeit eines B├╝rgerentscheids vorgesehen.

„Ich stehe f├╝r B├╝rgerbeteiligung“, so Ziegler, aber der Antrag der GLL sehe einen intensiven Zeitraum von vielen Monaten vor, um einen Status Quo festzustellen. Der Antrag w├╝rde einen sehr aufwendigen Prozess nach sich ziehen.

„Wir halten den Antrag in Punkt 1 f├╝r ├╝berfl├╝ssig“, sagte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP). Denn alle w├╝ssten, dass etwas zur Verbesserung der Verkehrssituation getan werden m├╝sste, aber man wisse nicht wie.

Zudem sehe seine Fraktion keinen vern├╝nftigen Grund f├╝r eine B├╝rgerbefragung und bezweifle auch, ob dies rechtlich ├╝berhaupt m├Âglich sei. „Alle Punkte sind populistisch und nicht zielf├╝hrend“, so Lutz.

Er werde sich mit den rechtlichen M├Âglichkeiten noch auseinandersetzen, aber er glaube, dass eine B├╝rgerbefragung m├Âglich sei, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler und verwies auf das j├╝ngste Beispiel 2009 in der Nachbargemeinde Heddesheim.

Man habe die Verkehrsituation inzwischen so oft beleuchtet, aber nichts sei passiert, sagte Kleinb├Âck an Lutz gewandt. Und: „Ich darf B├╝rger befragen, das kann mir keiner verbieten“. „Wir wollen vorankommen, wir wollen ein gemeinsames Ziel und wir wollen keine Erbsen z├Ąhlen“, unterstrich Gerhard Kleinb├Âck.

Den Antrag der GLL bezeichnete er als respektabel, aber er beinhalte keinen Erkenntnisfortschritt. Und letztendlich m├╝sse der Gemeinderat aufgrund der Vorberatung entscheiden.

Stadtrat G├╝nter Bl├Ą├č (CDU) bezeichnete die Diskussion als nicht neu. Man sollte auf vergangene Ergebnisse aufbauen, ziel- und ergebnisorientiert agieren und nicht immer und immer wieder diskutieren.

B├╝rgermeister Ziegler erinnerte daran, dass man damals mit Gutachtern gearbeitet habe, aber „f├╝r nichts ist eine Mehrheit zustande gekommen“. Man br├Ąuchte keine Hilfe von Au├čen, denn „wir wissen um unsere Stadt“.

Stadtrat Dr. Meinhard Georg (CDU) pl├Ądiert nochmals auf ein Gesamtkonzept und daran anschlie├čend sollte diskutiert werden.

Dies sei nicht zielf├╝hrend, wiederholte Ziegler.

Die Bev├Âlkerung brauche eine „sachliche Grundlage“ und eine B├╝rgerbefragung sei ein „normales demokratisches Vorgehen“, unterstrich Stadtrat Martin Georg Schmollinger (GLL).

Seine Fraktion wolle, dass „wir zu einem n├Ąchsten Schritt kommen, ein Endziel bekommen wir nicht“, sondern einen Zwischenschritt. Eine B├╝rgerbeteiligung brauche Luft und Zeit.

Auch die GLL lehne eine Fu├čg├Ąngerzone ab, denn diese Form der Verkehrsberuhigung betreffe auch das Fahrrad und dies sei ein wichtiges Verkehrsmittel.

Stadtrat Hoffmann (CDU) zweifelte nochmals das Instrument der B├╝rgerbefragung an.

„Jetzt sind wir wieder auf dem Niveau, wo alles versandet und nichts entschieden wird“, erkl├Ąrte Stadtr├Ątin Ilse Schummer (SPD). „Wir wollen einen ersten kleinen Schritt“, beschwor sie den Gemeinderat. Es gehe darum, die Betroffenen an einen Tisch zu holen, alle zusammenzubringen, um die Gesch├Ąfte und das Leben in der Altstadt zu erhalten, aber auch um den Einwohnern entgegen zu kommen, die mit dem Verkehr Probleme h├Ątten. Sie hoffe jetzt auf L├Âsungen, denn „Menschen ├Ąndern sich“.

Die CDU bitte, den Antrag zur├╝ckzuziehen und zu modifizieren. Die SPD solle mit den Gr├╝nen zusammen einen zeitlichen Rahmen vorschlagen, erkl├Ąrte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU).

Er arbeite und denke gern in Stufen, erkl├Ąrt der B├╝rgermeister. Habe man die erste Stufe durchlaufen, k├Ânne man auf deren Grundlage zur n├Ąchsten kommen.

Deshalb schlug Rainer Ziegler vor, nur die beiden ersten Punkte des Antrags zur Abstimmung zu bringen, das weitere Vorgehen sollte daraus resultieren.

Kleinb├Âck erkl├Ąrte sich bereit, den zweiten Teil des SPD-Antrags zur├╝ckzuziehen und so wurde nach einer gut einst├╝ndigen Debatte der Vorschlag von B├╝rgermeister Ziegler angenommen und entschieden, dass der Gemeinderat eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Altstadt f├╝r notwendig h├Ąlt und dass die Verwaltung beauftragt wird, zeitnah unter Beteiligung von Sachkundigen eine ├Âffentlliche Gemeinderatssitzung einzuberufen, m├Âgliche Modelle vorzustellen, die es zur Verbesserung der Verkehrssituation bislang geben konnte.

Unmittelbar nach der Gemeinderatssitzung solle eine erste Diskussion mit interessierten B├╝rgern und B├╝rgerinnen stattfinden.

Der genaue Wortlaut dieses Beschlusses, der auch Elemente aus den ersten beiden Punkten des Antrags der GLL enth├Ąlt, wird noch bekannt gegeben.

In eigener Sache: Wir machen Betriebsferien und w├╝nschen Ihnen sch├Âne Festtage

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Dezember 2010. 2010 war ein aufregendes Jahr und 2011 wird sicherlich mindestens so gut werden. Denn das Leben ist aufregend – manchmal sch├Ân, manchmal weniger. Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet und auch unterhalten haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen. Wir sind ab dem 10. Januar wieder f├╝r Sie da.

Das wichtigste im Leben ist Gesundheit. Das w├╝nschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, am meisten.

Dazu aber auch sch├Âne besinnliche Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

Wir hoffen, dass wir Sie gut unterrichtet haben. Und freuen uns, Sie im kommenden Jahr wieder mit Nachrichten und Meinungen zu versorgen.

Unser lokaljournalistisches Angebot hat sich etabliert, bleibt aber trotzdem in Entwicklung.

Sie wirken daran mit, durch Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse, Ihre (mittlerweile 3.700) Kommentare, Ihre Informationen, die Sie uns geben. Und das ist gut so.

Herzlichen Dank daf├╝r. Genauso an die Vereine und ├Âffentliche Einrichtungen, Unternehmen und alle, die uns mit Informationen in unserer Arbeit ganz selbstverst├Ąndlich unterst├╝tzen.

Und nat├╝rlich allen Mitarbeitern in unserem kleinen Team f├╝r die leidenschaftlich getane Arbeit.

├â┼ôberall in Deutschland sind gerade im Jahr 2010 zahlreiche „Blogs“ oder „Internet-Zeitungen“ entstanden, die auf die Vorz├╝ge der Berichterstattung im Internet setzen: kostenfrei, 24 Stunden am Tag erreichbar, schnell, hintergr├╝ndig, vernetzt und multimedial.

Wir w├╝nschen den Kollegen viel Erfolg und viele Leserinnen und Leser.

Am Erfolg haben auch die Werbekunden teil, denen wir sehr herzlich f├╝r die Auftr├Ąge danken. Durch die Werbeeinnahmen wird ein Teil unserer Arbeit finanziert. Wir bitten deshalb um freundliche Beachtung der Anzeigen.

W├Ąhrend wir Betriebsferien machen, sind Sie herzlich eingeladen, unsere Artikel „nachzulesen“ – st├Âbern Sie einfach.

Oben k├Ânnen Sie ├╝ber das Men├╝ zu verschiedenen Kategorien springen, rechts unten finden Sie in der Seitenleiste Schlagw├Ârter und eine hierarchische Darstellung der Kategorien.

Wenn Sie uns ein Weihnachtsgeschenk oder eines zum neuen Jahr machen wollen, dann schreiben Sie uns, was Ihnen gef├Ąllt, was Sie vermissen, was wir besser machen k├Ânnen.

Das schlie├čen wir dann in unsere guten Vors├Ątze f├╝r 2011 ein! ­čÖé

In diesem Sinne
w├╝nschen wir Ihnen sch├Âne Tage

Ihre
Redaktion heddesheimblog

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Ist Stuttgart 21 ├╝berall?

Guten Tag

Heddesheim, 22. September 2010. (red) Die „IG neinzupfenning“ hat heute mit der Verteilung eines neuen Flyers begonnen. Darin fordert die Interessengemeinschaft auf, „h├Ârbar und sichtbar Widerstand zu leisten“.

Von Hardy Prothmann

Die „IG neinzupfenning“ ruft mittels eines Flugblatts erneut zum Widerstand gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung auf. F├╝r den kommenden Samstag ist eine „Tour de Flur“ geplant, Treffpunkt ist um 11:00 Uhr.

Zur kommenden Gemeinderatssitzung am 30. September 2010 ruft die IG zu einem „Treffen“ vor dem Rathaus um 16:30 Uhr auf.

Beide Veranstaltungen sind nach unseren Informationen nicht als Demonstrationen angemeldet und sollen das auch nicht sein.

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Ist Stuttgart 21 ├╝berall?

Ausweislich des Flyers orientiert sich die IG nun an den Protesten zu „Stuttgart 21“, dem vermutlich gr├Â├čten Infrastrukturprojekt Europas, dem Gegner „Unsinn, Gro├čmannssucht und Geldverschwendung“ vorwerfen und dessen Bef├╝rworter die „wirtschaftlichen und konjunkturellen Vorteile“ hervorheben.

Stuttgart ist weit, aber nicht sehr weit weg. Die entscheidende Frage lautet: „Ist Stuttgart 21 ├╝berall?“ Die IG behauptet das.

Wie gro├č aber sind die Chancen, dass die IG tats├Ąchlich viele B├╝rgerInnen f├╝r eine friedliche „Tour de Flur“ am Samstag und ein „Treffen“ zur kommenden Gemeinderatssitzung motivieren kann?

R├╝ckschau.

Hier lohnt eine R├╝ckschau.

In der Auseinandersetzung in Sachen „Pfenning“ gibt es auf der politischen Ebene, also dem Gemeinderat zwei Fraktionen: Die Bef├╝rworter mit 12 Stimmen und die Gegner der Ansiedlung mit 9 Stimmen.

Die Mehrheit ist eindeutig und in der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde der Bebauungsplan als Satzung mit ebendieser Mehrheit 12:9 beschlossen.

Das entspricht einem prozentualen Mehrheitsverh├Ąltnis von 57,1 Prozent zu 42,9 Prozent. Nimmt man die Stimme des B├╝rgermeisters heraus und betrachtet nur die Mehrheitsverh├Ąltnisse der Gemeinder├Ąte, bleibt noch eine Mehrheit von 55 zu 45 Prozent.

Berechnungen.

Diese Mehrheit entspricht nicht dem Ergebnis der B├╝rgerbefragung, die mit 50,35 Prozent zu 49,65 Prozent ausgegangen ist. Nur 0,7 Prozentpunkte Unterschied liegen zwischen den Bef├╝rwortern und den Gegnern. Konkret stimmten 2.910 B├╝rgerinnen f├╝r und 2.870 B├╝rgerinnen gegen die Ansiedlung von „Pfenning“. Die „absolute Mehrheit“ entsprach also 40 Stimmen. 59 Stimmen wurden nicht gez├Ąhlt, weil sie ung├╝ltig waren.

├â┼ôbertr├╝ge man dieses „Mehrheitsverh├Ąltnis“ auf den Gemeinderat, h├Ątte es dort eine Patt-Situation gegeben, weil 0,7 Prozentpunkte nicht darstellbar sind.

Ein Patt, also gleich viele Stimmen f├╝r und gegen ein Projekt bedeutet automatisch die Ablehnung.

N├Ąhme man nun also an, die Stimmen der Gemeinder├Ąte w├Ąren zehn zu zehn ausgegangen und die hauchd├╝nne Mehrheit w├Ąre die Stimme des B├╝rgermeisters, h├Ątte dieser auch mit 11:10 trotzdem die entscheidende Mehrheit hergestellt.

Falls Sie meinen, das dies haarspalterische Rechenbeispiele sind, dann verkennen Sie die politische Dimension der Deutung. Bei der Mehrheit der 12 Stimmen scheint eine klare Mehrheit zu herrschen. Dem ist aber nicht so.

In der Tradition der gemeinderatlichen Entscheidungen ist jeder B├╝rgermeister immer sehr bem├╝ht, klare Mehrheiten f├╝r sich zu gewinnen. Eine Mehrheit von f├╝nf oder sieben Prozentpunkten ist eine Mehrheit, aber eben keine klare.

Was klare Mehrheiten sind, zeigen andere Verfahren, bei denen zwei Drittel der Stimmen eine solche klare Mehrheit darstellen.

In der Wirtschaft sind beim Aktienrecht klare Mehrheiten 75 Prozent plus eine Stimme, das hei├čt, die „Minderheit“ hat nur 24,9 Prozent. H├Ąufig werden sogar Mehrheiten von 80 Prozent plus eine Stimme angestrebt, um keine Zweifel aufkommen zu lassen.

Davon ist die Mehrheit im Heddesheimer Gemeinderat weit entfernt. Um es nochmals zu verdeutlichen. H├Ątte sich nur ein Gemeinderat „gegen Pfenning“ umentschieden, w├Ąre es 11:10 ausgegangen. D├╝nner k├Ânnte keine Mehrheit sein. Gr├Â├čer kann aber auch kein Druck auf einzelne sein, dieser „eine“ zu sein.

Formale vs. politische Diskussion.

In der formalen Diskussion um die Frage, welche Mehrheiten aktzeptabel sind und nicht, ist die Frage schnell und eindeutig beantwortet: 12:9 oder auch 11:10 sind eine Mehrheit, die ausreicht, um in der Sache einen Beschluss f├╝r oder wider zu fassen.

Im politischen Alltag hingegen sind beide Mehrheiten h├Âchst problematisch, da beide beim besten Willen keine „Konsens“-Entscheidung auch nur vermuten lassen. (Lesen Sie unser Interview mit Hans-Georg Wehling zur Sache – einem der anerkanntesten Experten in Sachen Kommunalpolitik.)

Eine politisch „akzeptable“ Mehrheit von zwei Dritteln w├╝rde im Falle des Heddesheimer Gemeinderats bei 23 Stimmen mindestens 16 Ja-Stimmen voraussetzen. Da zwei Gemeinder├Ąte „befangen sind“, also nur 21 stimmberechtigte Gemeinder├Ąte ├╝brig bleiben, genau 14 Ja-Stimmen.

Zur├╝ck zur „politischen Bewertung“ der 40 Stimmen, die als „Mehrheit“ f├╝r die Ansiedlung von „Pfenning“ definiert wurden.

Einen Unterschied von 0,7 Prozentpunkten kann niemand „allen Ernstes“ als „Mehrheit“ begreifen.

Die B├╝rgerbefragung ist als Patt ausgegangen – also von der B├╝rgerschaft so entschieden worden, dass sich Ja- und Nein-Stimmen aufheben.

├â┼ôbertragen auf den Gemeinderat, h├Ątte man erwarten d├╝rfen, dass die Gemeinder├Ąte (von denen jeder einzelne souver├Ąn ist und von denen jeder einzelne sich zum Wohl der Gemeinde verpflichtet hat) dies zur Kenntnis genommen hat und einen entsprechenden Beschluss herbei gef├╝hrt haben m├╝sste – n├Ąmlich den der B├╝rgerbefragung. Ein Patt und damit eine klare Ablehnung.

Konsens?

Und zur├╝ck zum Konsens. Nach Aussagen des B├╝rgermeisters Michael Kessler und der Bef├╝rwortersprecher Dr. Josef Doll (CDU), J├╝rgen Merx (SPD) und Frank Hasselbring (FDP) handelt es sich bei dieser Ansiedlung um eine „Jahrhundertentscheidung“. Und das ist sie tats├Ąchlich.

Das Schicksal der Gemeinde Heddesheim ist mit Inkrafttreten des Satzungsbeschlusses und dem Beginn der Baut├Ątigkeiten ├╝ber Generationen hinweg an das Schicksal des Vorhabens „Pfenning“ gebunden.

Die Satzung ist noch nicht in Kraft getreten – dazu muss sie erst ver├Âffentlicht werden. Einen Tag nach der Ver├Âffentlichung ist die Satzung gem├Ą├č Ortsrecht in Kraft. Vermutlich wird die Ver├Âffentlichung am morgigen Donnerstag im Gemeindeblatt erfolgen, in Kraft tritt sie demnach am Freitag, den 24. September 2010.

„Stuttgart 21“ ist im Vergleich zu „Pfenning“ klein, denn „Stuttgart 21“ wird weder f├╝r das Schicksal der Stadt Stuttgart, noch f├╝r das des Landes Baden-W├╝rttemberg und schon gar nicht f├╝r Deutschland verantwortlich sein. „Stuttgart 21“ hat aber ein enormes Potenzial, die politischen Kr├Ąfteverh├Ąltnisse in der kommenden Landtagswahl deutlich zu beeinflussen.

Auf die Kommunalwahl hat das Projekt schon gewirkt – die Gr├╝nen stellen in Stuttgart die st├Ąrkste Fraktion. Und auch bundespolitisch kann dieses Projekt Einfluss nehmen.

Kommunalwahl 2014.

„Pfenning“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kommunalwahl 2014 bestimmen. Sollten die versprochenen Segnungen nicht eintreffen, wird die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen vermutlich hinzugewinnen und hat beste Chancen, die st├Ąrkste Fraktion zu werden.

Was noch keinen „Machtwechsel“ bedeutet, denn zurzeit stellt die Fraktion ein knappes Viertel des Gemeinderats. Die Gr├╝nen k├Ânnten aber st├Ąrkste Fraktion werden und die CDU abl├Âsen.

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Wieviele B├╝rgerInnen werden kommen?

Denkbar ist auch, dass sich eine weitere kommunalpolitische Gruppe aufstellt, ob die nun Freie W├Ąhler oder anders hei├čt, sei dahingestellt.

Sollten die versprochenen Segnungen eintreffen, w├╝rde das die Positionen der „Bef├╝rworter-Fraktion“ st├Ąrken. Davon ist allerdings nicht auszugehen, weil der „Segen“ erst Jahre nach Betriebsaufnahme Auswirkungen auf die Gemeinde haben k├Ânnte – vorher wird „abgeschrieben“.

Diese „parteipolitischen“ Planspiele sind nur f├╝r die interessant, die Kommunalpolitik betreiben und sich f├╝r „Kr├Ąfteverh├Ąltnisse“ interessieren.

Die IG neinzupfenning hat ein anderes „Kr├Ąfteverh├Ąltnis“ im Blick: „Stuttgart 21“. Eine Protestbewegung, die „unorganisiert“ aus vielen Quellen sch├Âpft. Eine der Hauptquellen ist der zivile Widerstand gegen eine kl├╝ngelnde Parteipolitik und Wirtschaftslobbyismus. Gegen „Zentralisierung“ und „Gigantismus“.

Insofern ist der Vergleich „Stuttgart-Heddesheim“ nicht von der Hand zu weisen. W├Ąhrend in Stuttgart aber „gro├če Kr├Ąfte“ wirken, muss man sich fragen, wie kraftvoll eine „Heddesheimer Bewegung“ einzustufen ist?

W├Ąhrend in Stuttgart viele Kr├Ąfte ├╝berregional auf das Projekt wirken, muss man fragen, ob es in Heddesheim allein zur „nachbarschaftlichen“ Solidarit├Ąt reicht?

├ľffentlichkeit.

Die Mitglieder der „IG neinzupfenning“ haben zweifellos einen wichtigen Beitrag im Prozess der geplanten Ansiedlung des Logistik-Riesen „Pfenning“ geleistet, aber niemals die Region, die Nachbarn eingebunden. Ein Fehler? Vermutlich.

Die IG hat ├ľffentlichkeit gesucht und hergestellt. Im Hintergrund wurden viele Informationen gesammelt und so gut es ging, aufbereitet. Sicherlich sind hier auch „pers├Ânliche“ Interessen der Gewerbetreibenden vor Ort wichtig gewesen.

Dies ist bis heute der „Hauptvorwurf“ der „Pfenning-Bef├╝rworter“ gegen├╝ber den Initiatoren der IG, die aus einer Arbeitsgruppe des Bundes der Selbstst├Ąndigen (BdS) hervorgegangen ist.

Innerhalb des BdS kam es zu einer Spaltung. Die Vorsitzende Nicole Kemmet verhehlt zwar bis heute ihre eindeutige Bef├╝rworter-Haltung und tut so, als vertrete sie alle im BdS organisierten Gesch├Ąftsleute. Offensichtlich tut sie das nicht und verfolgt vermutlich „eigene“ Interessen f├╝r ihren eigenen Betrieb, was legitim ist.

Was die IG nicht geschafft hat, ist, aus einer Masse von Gegnern, immerhin die H├Ąlfte der abstimmenden B├╝rgerInnen bei der B├╝rgerbefragung, eine organisierte Bewegung zu bilden, die sich „h├Ârbar und sichtbar“ gegen das Projekt „Pfenning“ stellt. Also ein „Heddesheim 21“.

„Gemeinschaft der Interessen“?

Denn daf├╝r h├Ątte diese „Interessengemeinschaft“ eine tats├Ąchliche „Gemeinschaft der Interessen“ sein m├╝ssen. Ein Sammelbecken f├╝r die Interessen der B├╝rger. Meiner Meinung nach wurde in dieser Hinsicht viel zu wenig gearbeitet und erreicht. Die IG hat den Impuls (was gut ist), aber bis heute nicht die Nachhaltigkeit gesucht (was schlecht ist).

Politik und Gegenpolitik wie bei „Stuttgart 21“ lebt von Ideen, vom Einsatz, vom Willen zur Entscheidung und vor allem von den Menschen, die sich f├╝r die eine oder andere Politik einsetzen.

Im Fall von „Stuttgart 21“ erlebt das Land Baden-W├╝rttemberg und auch ein wenig die gesamte Bundesrepublik einen B├╝rgerzorn, der so nicht erwartet wurde. „Stuttgart 21“ ist eine Metapher f├╝r Politikverdrossenheit, Frust, Zorn, Aufstand gegen „Verflechtungen“, die kaum noch jemand versteht.

Die „IG neinzupfenning“ lehnt sich zu recht daran an. Auch in Heddesheim gibt es viel Frust, Zorn und den Willen zum Aufstand gegen „Verflechtungen“, die sich aus Sicht der Gegner des „Pfenning“-Projekts in der Person des B├╝rgermeisters Michael Kessler und seiner „gezimmerten Mehrheit“ (MM) manifestieren.

Die IG hat vers├Ąumt, sich als „Organisation“ kontinuierlich zu etablieren und dem „System Kessler“ ein klar anderes System entgegenzusetzen.

Die Politikverdrossenheit der B├╝rger ist aber scheinheilig, wenn diese sich immer nur darauf verlassen, dass jemand anderes f├╝r sie „Systeme“ etabliert. Wo das hinf├╝hrt, erkennt man an der „Linken“, die keine echte Partei sind, sondern nur ein „Frustsammelbecken“, das nicht mit Substanz ├╝berzeugen kann. Oder an „extremistischen“ Gruppierungen, die „Proteste“ einsammeln und dann nicht weiter wissen.

Politische und juristische „Konsequenzen“.

Heddesheimer B├╝rgerInnen, die sich am Samstag und dann vor der Gemeinderatssitzung „treffen“ wollen, muss klar sein, dass diese Treffen im Verfahren „formal“ nichts mehr bewirken werden.

„Wirkungen“ werden nur noch juristische Auseinandersetzungen haben, die von Gewerbetreibenden angek├╝ndigt sind. Nach meinem Kenntnisstand werden sie juristisch sehr fachkundig vertreten.

Unabh├Ąngig davon versucht die IG, die Heddesheimer Bev├Âlkerung zu Aktionen zu motivieren.

Das finde ich gut. Noch besser f├Ąnde ich, wenn B├╝rgerInnen Anspr├╝che an die IG stellten, Forderungen und Ziele definierten und sich aktiv f├╝r diese Gemeinde einsetzten.

Die IG bietet einen Termin an. Die Frage ist, ob sich genug B├╝rgerinnen finden, die f├╝r sich, f├╝r ihre Verantwortung, f├╝r ihre Gemeinde daran teilhaben werden und aus ihrem Engagement etwas machen wollen.

Ich bin gespannt, wie viele B├╝rgerInnen am Samstag ein Zeichen setzen werden.

Niemand muss f├╝r seine pers├Ânliche Meinung Mitglied einer „IG“ oder einer Partei sein und werden. Artikel 5 Grundgesetz erlaubt uns allen, eine eigene Meinung zu haben und daf├╝r einzutreten.

Wer sich konkret f├╝r Heddesheim interessiert und sich ├╝ber „Pfenning“ hinaus mit der Zukunft der Gemeinde besch├Ąftigen will, dem empfehle ich unser Interview mit Professor Hans-Georg Wehling, einem der renommiertesten Professoren in Sachen Kommunalpolitik.

Dieses Interview haben wir vor fast einem Jahr, am 06. Oktober 2009, ver├Âffenlicht.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist freier Journalist, verantwortlich f├╝r das heddesheimblog und ist fraktions- und parteifreier Gemeinderat in Heddesheim.

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Augen zu und durch?

Guten Tag!

Heddesheim, 16. September 2010. Der Satzungsbeschluss in Sachen „Pfenning“ ist beschlossen. Mit der erwarteten 12:9-Mehrheit hat der Gemeinderat den Bebauungsplan f├╝r das geplante Logistikzentrum, das gr├Â├čte der Region, beschlossen. Das hei├čt nicht, dass „Pfenning“ kommen wird.

Von Hardy Prothmann

Der Gemeinderat G├╝nter Heinisch (B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen) hat den B├╝rgermeiser Michael Kessler ordentlich in Bedr├Ąngnis gebracht, als er…

Dieser Anfang ist nicht ganz richtig. Herr Heinisch wollte n├Ąmlich den B├╝rgermeister Kessler zun├Ąchst darauf hinweisen, dass es m├Âglicherweise ein Problem geben k├Ânnte. Denn der SPD-Gemeinderat Michael Bowien hatte Einwendungen gegen Pfenning erhoben und danach im Rat ├╝ber die Behandlung dieser Einwendungen mit abgestimmt.

Nach Auskunft des Kommunalrechtsamts war Herr Bowien durch die Abgabe von Einwendungen befangen und h├Ątte nicht abstimmen d├╝rfen. Das war das Problem, dass Herr Heinisch dem B├╝rgermeister vortragen wollte.

Dieser lie├č das nicht zu und verlangte einen Antrag zur Gesch├Ąftsordnung von Herrn Heinisch, der diesen dann stellte: Ist Herr Bowien in der Sache m├Âglicherweise befangen?

Selbstverst├Ąndlich ist die Frage nicht nur einem „ordentlichen“ Verfahren geschuldet gewesen, sondern muss sicherlich als eine politische Taktik gesehen werden. W├Ąre die Frage angenommen worden, h├Ątte der Tagesordnungspunkt 4, den Bebauungsplan „Pfenning“ als Satzung zu verabschieden, verschoben werden m├╝ssen.

Wieder w├Ąre dem B├╝rgermeister wertvolle Zeit verloren gegangen. Und nat├╝rlich auch „Pfenning“ – dem Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger und seinen Kollegen war die Spannung und die Nervosit├Ąt anzusehen. Fast alle Einwendungen wurden mit „Der Einwand wird zur├╝ckgewiesen“ behandelt. Weit ├╝ber 1.000 waren das zur ersten und zweiten Offenlage.

Der B├╝rgermeister m├╝hte sich darzustellen, dass wenige Personen viele Einwendungen geschrieben h├Ątten – alles Versuche, den Protest zu schm├Ąlern und nicht anzuerkennen, mit wieviel Sorgfalt besorgte B├╝rgerInnen sich hier eingesetzt haben.

Keiner der „Bef├╝rworter“ wollte diese Leistung der „Einw├Ąnder“, also B├╝rgerInnen, anerkennen. Als ich diesen B├╝rgerInnen meine Dankbarkeit und meinen Respekt f├╝r deren verantwortungsvollen Einsazt gezollt habe, waren die Mienen von Kessler, Doll und Merx wie versteinert. Keine Reaktion darauf. Selbst der einf├Ąltigste Mensch konnte deren Verachtung und deren Geringsch├Ątzung f├╝r dieses (ehrenvolle) Engagement der vielen B├╝rger sp├╝ren.

Zur Einsch├Ątzung: Bereits mehrere Dutzend Einwendungen gelten „normalerweise“ schon als ungew├Âhnlich. Hunderte Einw├Ąnder mit ├╝ber 1.000 Einwendungen sind mehr als beachtlich.

Keiner der Einw├Ąnde konnte das Verfahren zum Innehalten bringen. Sollte ein Verfahrensfehler eine Verz├Âgerung bedeuten?

Nein. Ich habe etwas in dieser Sitzung gelernt, vom Rechtsbeistand der Gemeinde, Dr. Thomas Burmeister. Man kann in allen m├Âglichen Verfahrensschritten Fehler bei der Befangenheit machen, alle Abstimmungsergebnisse z├Ąhlen nichts bis auf die letzte Abstimmung und die muss stimmen.

Alles andere scheint egal zu sein. Die Mehrheit des Gemeinderats hat das mit 13 Stimmen gegen sechs der Gr├╝nen so beschlossen. Ich habe mich der Stimme enthalten, weil ich einfach zu wenig Informationen dazu hatte.

Als logische Konsequenz dieses Denkens h├Ątten also Herr Schaaf (CDU) und Frau Kemmet (FDP), ganz klar befangen, immer mitstimmen k├Ânnen. Au├čer beim Beschluss zur Satzung. Alles eh egal, was vorher passiert.

Ist das so oder handelt es sich hier um einen eklatanten Fehler in der Gemeindeordnung, die Fehler als nicht relevant zul├Ąsst? Man darf gespannt sein, ob das noch juristische Kl├Ąrungen nach sich zieht.

Die fast einst├╝ndige Sitzungsunterbrechung ist kein Gewinn gewesen, weder f├╝r die, die daf├╝r, noch f├╝r die, die dagegen stimmen. Sie ist ein Symbol der Unsicherheit, die die geplante „Pfenning“-Ansiedlung ├╝ber Heddesheim bringt.

Nichts ist sicher – bis auf die Aggressivit├Ąt. Und die hat vor allem der B├╝rgermeister Michael Kessler f├╝r sich gepachtet. Seine Souver├Ąnit├Ąt im Verfahren hat er l├Ąngst verloren, auch wenn ihm ein MM-Redakteur Konstantin Gro├č gerne „Gr├Â├če“ herbeischreiben m├Âchte.

Herr Kessler l├Ąsst keine Gelegenheit aus, zu giften, was das Zeug h├Ąlt. „Unw├╝rdig“ ist eines seiner Lieblingsworte. Wahrscheinlich, weil er sich so f├╝hlt. Unw├╝rdig. Ich kann Herrn Kessler nur best├Ątigen, dass er recht hat. Er leitet den Gemeinderat absolut… unw├╝rdig.

Fast tut er mir dabei schon leid. Tats├Ąchlich versucht er st├Ąndig, seinen Kritikern die W├╝rde zu nehmen. Ein kleiner Denkfehler meinerseits zu einem Abstimmungsergebnis, eine R├╝ckfrage und schon ergeht sich Herr Kessler in Schm├Ąhungen: „Sie wisse doch imma alles bess├Ąr.“

Dass ich meinen Denkfehler sofort und ├Âffentlich best├Ątige, sieht er nicht, sondern legt nochmals nach. Dabei gl├╝hen seine Augen, der K├Ârper ist angriffslustig gespannt, man merkt, dass er das braucht. Diesen Triumph. So klein er auch sein mag. Denn er wills dem „Prothmann“ zeigen.

W├╝rde, das hat Herr Kessler nicht verstanden, bekommt man nicht „qua Amt“ verliehen, W├╝rde muss man leben.

Wenn ich kurz drauf einen gedruckten Fehler im Antrag feststelle, sagt Herr Kessler, dass er das jetzt nicht wisse, dann wird er fahrig, guckt links und rechts, seine Bediensteten arbeiten ihm nerv├Âs zu, best├Ątigen den Fehler und er sagt „Danke“. F├╝rs Protokoll.

Dann kann er keinen Augenkontakt mehr halten, der R├╝cken ist krumm und er macht schnell weiter.

Ich vermute mal, dass Herr Kessler sich dann gedem├╝tigt f├╝hlt, das kurze Triumphgef├╝hl ist wieder dahin. Ich bin mir bewusst, dass ich ab und an Fehler mache. Herr Kessler hat den Anspruch fehlerfrei zu sein. Wir beide m├╝ssen uns an unseren Anspr├╝chen messen lassen.

Dabei geht es mir nicht um Triumphe oder Niederlagen. Diese ganze Wortwahl, gerne im MM verwendet, ist mir zuwider.

Im Rat werden demokratische Entscheidungen getroffen. Die Mehrheit entscheidet. Aber die Minderheit hat das Recht, das Wort zu ergreifen und anst├Ąndig behandelt zu werden. Das ist leider nicht der Fall.

Herr Kessler verbietet mir Fragen, hat mir bereits zwei Mal das Wort entzogen und kommentiert so gut wie jede meiner Meinungs├Ąu├čerungen und beschr├Ąnkt mich in der Zeit. All das tut er nicht mit denen, die mit ihm stimmen. Damit zeigt Herr Kessler, dass er meiner Meinung nach ein gest├Ârtes Verh├Ąltnis zur demokratischen Entscheidungsfindung hat.

Ich habe als Gemeinderat ein Ehrenamt. Und ich f├╝hle mich bei meiner Ehre verpflichtet, mich nach bestem Wissen und Gewissen ohne eigene Vorteile f├╝r die Gemeinde einzusetzen und Schaden abzuwehren.

Darauf habe ich einen Eid geleistet. Keinen Eid habe ich darauf geleistet, nach Erwartungen die Hand zu heben und mich gleich welchem Druck zu beugen.

Ich ├╝be ein freies Mandat aus – was ├╝brigens jeder Gemeinderat tun sollte. Und ich bin keiner Partei angeh├Ârig und keiner Fraktion. Der einzige Gemeinderatskollege, der ebenfalls kein Parteibuch hat, ist Kurt Klemm, der aber Mitglied der Fraktion von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen ist.

In der Auseinandersetzung habe ich niemals bezweifelt, dass die Bef├╝rworter der „Pfenning“-Ansiedlung das Recht haben, diese Bebauung zu wollen. Umgekehrt wurde mir und den anderen Gegnern dieses Recht, dagegen zu sein, oft abgesprochen.

„Des derfe Sie net“, „des is unw├╝rdisch“, „was isn des fern schdil“ – sind die Kommentare des B├╝rgermeisters, die ich immer wieder geh├Ârt habe. Meine Antwort darauf ist immer: „Ich darf das“, „bestimmen Sie, wissen Sie, was W├╝rde bedeutet?“ und „das ist mein Stil, Herr Kessler“.

Zu meinem Stil geh├Ârt es, die W├╝rde der Menschen zu achten. Vor allem dann, wenn sie nichts anderes sind als B├╝rgerinnen und B├╝rger. Je weniger sie „bedeuten“, umso wichtiger ist ihre W├╝rde, wenn sie kein Amt haben, keine Macht, keine „Bedeutung“, au├čer ihrer Meinung.

Die, die Macht haben, damit „W├╝rde“ verbinden oder „Bedeutung“, also Amtstr├Ąger wie ein B├╝rgermeister, Gemeinder├Ąte, Parteifunktion├Ąre oder Journalisten, die „Meinung machen“ k├Ânnen, behandle ich h├Ąrter. Denn alles, was diese Leute tun und entscheiden, wird f├╝r die anderen „harte Realit├Ąt“, der sie sich nur f├╝gen k├Ânnen.

Eine harte Behandlung spricht nicht automatisch die W├╝rde oder die Bedeutung ab oder den Respekt. W├╝rde, Respekt und Bedeutung ist aber nichts Gottgegebenes, auch wenn das mache f├╝r sich beanspruchen (und anderen absprechen). Das muss man sich verdienen, das muss man sein und leben.

Das absurde Theater, dass ein Herr Merx, der gerne irgendwelche Leute zitiert, um sich „Respekt zu leihen“ oder ein Herr Doll, der gerne zweifelhafte Studien zitiert, um sich als „Wissenschaftler darzustellen“ oder ein Herr Hasselbring, der gerne „Mehr Netto vom Brutto“ nachbrabbelt, muss ich nicht akzeptieren.

Tatsache ist, dass ich die Entscheidung hinnehme, die diese Fraktionsvorsitzenden und die Mehrheit der in diesen Fraktionen sprachlosen Mitglieder getroffen haben.

Und ich werde diese Menschen daran erinnern, was sie entschieden haben.

Herr Kessler wird mich dabei unterbrechen, in der Sitzung, die er „leitet“. Er und andere werden mich spitz kommentieren und hohl grinsen, wenn ihre H├Ąnde mehr sind als die H├Ąnde, zu denen ich abstimme. Das alles halte ich als guter Demokrat ganz selbstverst├Ąndlich aus.

Was diese 12-er Mehrheit bis heute nicht ausgehalten hat, ist, dass es kein einziges Mal eine Versammlung der „Bef├╝rworter“ gab. Die „Mehrheit“, die bei der B├╝rgerbefragung 40 Stimmen ausmachte, hat sich niemals ├Âffentlich bekannt. Sie hat sich niemals eingesetzt und pr├Ąsentiert.

Die „Mehrheit“ hat nichts an „Verbesserungen“ erwirkt. Sondern nur der Druck der „Minderheit“. Heraus kam ein fragw├╝rdiger „Verkehrslenkungsvertrag“, ein Versprechen von Ausbildungs- und Arbeitspl├Ątzen f├╝r Heddesheimer, Diskussionen und „vermeintliche“ Einschr├Ąnkungen“ f├╝r ein Chemielager.

Diese „Zugest├Ąndnisse“ sind alle flau, es ist wenig, aber doch um L├Ąngen mehr, als das, was die „Bef├╝rworter“ erreicht haben. Deren Leistung ist gleich Null. Sie haben nichts gefordert, nichts gestaltet, aber immer brav die Hand gehoben.

Die SPD und die FDP hatten genau keine Forderungen und k├Ânnen sich auf nichts berufen. Naja, die SPD vielleicht darauf, dass sie Billiglohn-Arbeitspl├Ątze am Einkommenslimit unterst├╝tzt.

Die CDU aber hat eine Bedingung an „Pfenning“ gekn├╝pft – den Gleisanschluss. Der konnte angeblich nicht beantragt werden, solange die Satzung nicht beschlossen wurde. Das war eine falsche, gelogene Auskunft. Man hat ihn beantragt, vor dem Satzungsbeschluss – wenngleich in der Annahme, dass die Satzung mit der knappen Mehrheit beschlossen werden wird.

Auf Druck der CDU und ihrem Vorsprecher Herrn Doll? Weit gefehlt. Auf Druck von Herrn Heinisch und seinen Kollegen von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen.

Die haben damals „mit Bauchschmerzen“ dem Ansiedlungswillen von „Pfenning“ wegen der „Schiene“ zugestimmt.

Ich habe das als Journalist kritisiert und die „Gr├╝nen“ damit zuallerst.

Die urspr├╝ngliche Zustimmung der „Gr├╝nen“ ist in meinen Augen nach wie vor ein Fehler. Die Tatsache, dass sie sich daf├╝r eingesetzt haben und zus├Ątzlich noch L├Ąrmschutz fordern oder ein neues Verkehrsgutachten, wenn die Schiene nicht kommt, halte ich f├╝r konsequent.

L├Ąrmschutz und ein zus├Ątzliches Verkehrsgutachten wurden von den „12“ niedergestimmt. Und Herr Doll und Herr Merx haben dabei triumphierend dreingeblickt. Herr Hasselbring war auch dabei, gebeugt wie immer und „Alles in Ordnung“ murmelnd.

Herr Doll und Herr Merx m├╝ssen sich stellvertretend f├╝r ihre Fraktionen ebenso wie Herr Hasselbring und vor allem Herr Kessler f├╝r alles veranworten, was nun geschieht.

Denn sie haben mehrheitlich den Beschluss herbeigef├╝hrt. Sie haben entschieden und sind damit vollumf├Ąnglich verantwortlich.

Die Heddesheimer B├╝rgerInnen, ob Gegner oder Bef├╝rworter, m├╝ssen sie an dieser Verantwortung messen.

Das bedeutet f├╝r die „Bef├╝rworter“ auch, dass sie einen eventuellen Fehler vollumf├Ąnglich tragen m├╝ssen.

Man darf gespannt sein, ob das so sein wird.

Man darf ebenso gespannt sein, ob es Klagen geben wird und ob diese Erfolg haben.

Bis dahin gilt f├╝r mich: Die Mehrheit hat entschieden und ich respektiere diese Entscheidung, von der ich mich ausdr├╝cklich distanziere.

Ich erwarte, dass die Wohngemeinde Heddesheim eine solche bleibt und kein „Wirtschafts- oder Industriestandort“ wird, sondern liebenswert ist, denn so „verkauft“ unser B├╝rgermeister unsere Gemeinde bis heute.

Ich erwarte, dass „Pfenning“ „betr├Ąchtliche Gewerbesteuerzahlungen“ an unsere Gemeinde leisten wird.

Ich erwarte, dass Heddesheimer bei „Pfenning“ Arbeit finden, denn das wurde versprochen.

Ich erwarte, dass es einen „Zuzug von Familien“ geben wird. Denn das wurde versprochen.

Ich erwarte, dass Heddesheim nicht noch mehr Verkehr bekomt. Denn das wurde versprochen.

Ich erwarte, dass unser bisheriges Gewerbe keine Nachteile erleidet. Denn das wurde versprochen.

Ich erwarte, dass die „Pfenning“-Ansiedlung unserer Gemeinde, der es eigentlich recht gut geht, noch besser tut.

Alles andere w├Ąre ist nicht akzeptabel.

Die Mehrheit hat nach meiner Meinung nach dem Prinzip „Augen zu und durch“ gehandelt.

Ich werde die Augen offen halten und ein „durch“ nicht gestatten.

Denn das ist eine Frage der Ehre, der W├╝rde und des Anstands.

hardyprothmann

Die neue Informationsbrosch├╝re – kritisch betrachtet

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Download: Klicken Sie, um die Brosch├╝re (A2572.pdf) von der Seite der Gemeinde zu laden (10 MB).

Heddesheim, 29. Mai 2010. Am Mittwoch wurde die neue Informationsbrosch├╝re „Leben in Heddesheim“ vorgestellt. Sie soll vor allem Neub├╝rgern eine Orientierung bieten. Das tut sie nur, wenn man sich ausgiebig mit ihr besch├Ąftigt. Dann fallen aber auch viele Ungereimtheiten auf.

Von Hardy Prothmann

Die perfekte Informationsbrosch├╝re ist wahrscheinlich bis heute noch nicht erfunden worden – auch nicht mit dieser neuen Brosch├╝re.

Der Heddesheimer Alexander Lenhart hat das neue Erscheinungsbild der Gemeinde im Rahmen seines Kommunikationsdesign-Studiums an der Hochschule Mannheim als Bachelor-Arbeit erstellt.

Die Farben leiten nicht zufriedenstellend.

Das hat er auf den ersten Blick ganz ordentlich gemacht. Kennzeichnend ist eine stilisierte Tabakscheune, die Hausfarbe Ocker leitet sich ebenfalls vom Tabak ab. Auf den zweiten Blick fehlt es aber an einer Kommunikation der Brosch├╝re mit dem Nutzer. Sie ist un├╝bersichtlich gestaltet. Die Farben allein geben keine Orientierung.

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Problem Farbgebung: Macht das alles Sinn?

Tats├Ąchlich fangen hier die Fragen an: Der Tabakanbau war ├╝ber viele Jahrhunderte pr├Ągend f├╝r den Ort, ist das aber schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich wird schon bald ├╝berhaupt kein Tabak mehr in Heddesheim angebaut.

F├╝r meinen Geschmack w├Ąre eine gr├╝ne Farbgebung als Freizeit- und Wohngemeinde sinniger gewesen. Denn das will Heddesheim sein. Von den ├╝ber 11.000 Einwohnern sind nur siebzehn Bauern und nur einige wenige bauen noch Tabak an. Aber das ist nur eine Meinung.

Mit der Farbgebung gibt es weitere Probleme. Unter der Gemeinde Heddesheim im Farbton Ocker gibt es neun Punkte auf Seite 6. Auf Seite 5 werden viel mehr Inhalte unter der Gemeinde angegeben – auf 28 Seiten. Ein gezieltes Aufschlagen, beispielsweise von „Was erledige ich wo?“ ist nicht m├Âglich, das gibt das Inhaltsverzeichnis nicht her. Es gibt auch am Ende kein Schlagwortverzeichnis. Informativ ist das nicht, sondern m├╝hsam, weil man immer wieder durchbl├Ąttern muss, wenn man etwas sucht.

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Auch die Orientierung auf Seite 6 f├Ąllt schwer, ist sie doch nicht alphabetisch. Wieso der Golfclub an erster Stelle unter „Freizeit Heddesheim“ steht und die „Nordbadenhalle 1“ als Punkt 3 aufgef├╝hrt ist, die „Nordbadenhalle 2“ aber als Punkt 5 und dazwischen das „Tennisgel├Ąnde“ ist unklar und folgt einer unbekannten Logik.

Ebenso die Nennung von Punkt 6 auf Seite 6 unter Gemeinde Heddesheim: Autobahnanschluss A5 steht dort. Geh├Ârt der der Gemeinde? Wohl eher nicht.

Redaktionelle Fehler.

ibbahnhof

Der Bahnhof hei├čt k├╝nftig Heddesheim/Hirschberg - nicht so in der Informationsbrosch├╝re.

Auf Seite 18 und 19 erscheint ├ľPNV – ├Âffentlicher Personennahverkehr. Der wird auf Seite 5 genannt, auf Seite 6 steht aber unter Punkt 2 „OEG Bahnhof“ und unter Punkt 3 „DB-Bahnhof Gro├čsachsen/Hedd.“ Der DB-Bahnhof wurde per Gemeinderatsbeschluss in „Heddesheim/Hirschberg“ umbenannt, wird aber die n├Ąchsten Jahre in der Informationsbrosch├╝re den alten Namen tragen. Ein vermeidbarer Fehler, der wiederholt wird, beispielsweise auch unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“.

A propos Namen: Auch die Johannes-Kepler-Schule wird als eigenst├Ąndige Schule genannt. Im Begleittext wird zwar eine Ver├Ąnderung beschrieben – aber nicht, dass die neue Leitung bei der Martin-St├Âhr-Schule in Hirschberg liegt – denn der gemeinsame Name ist noch nicht gefunden. Daf├╝r wird vom Namen Johannes-Kepler-Schule aber reichlich Gebrauch gemacht.

Auch die Sonderstellung des B├╝rgerhauses in T├╝rkis ist nicht klar – geh├Ârt das nicht zur Gemeinde Heddesheim wie der „Dorfplatz mit Tiefgarage“?

ibf├Ârderung

Banken-Promotion: Welche Wirtschaft wird hier gef├Ârdert?

Daf├╝r erscheinen auf Seite 5 unter „Gemeinde Heddesheim“ die Eintr├Ąge „Wirtschaft, Banken“ und auch „Vereine/Verb├Ąnde/Organisationen“. Die Vereine standen fr├╝her unter Freizeit – sind die eingemeindet worden? Und die Wirtschaft sowie die Banken erscheinen auf Seite 34 und 35 unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“. Dort werden haupts├Ąchlich die Gewerbegebiete angesprochen sowie die Unterdorf- und die Oberdorfstra├če. Geh├Âren alle Unternehmen, die sich nicht dort befinden, nicht zur Wirtschaft?

Was die Kirchen unter „Familie und Soziales“ verloren haben, ist auch nicht klar. Sind diese nicht f├╝r Singles da? Und ist ein Gottesdienst eine soziale Einrichtung? Doch wohl eher ein religi├Âser Akt. Und die Schulen geh├Âren doch eher unter Bildung? Ebenso die VHS und die B├╝cherei?

Und wieso die Farbe „Rosa“ „Geborgenheit“ vermitteln soll, ist auch nicht klar, denn das tun eher dunkle, satte Farben. Rose steht heute eher f├╝r Weiblichkeit, aber auch Homosexualit├Ąt. Eindeutig ist hingegen Gr├╝n – Sport, Freizeit, Natur sind damit eindeutig assoziiert.

Der Freizeitwert wird inhaltlich auf Seite 10 unter „Wir ├╝ber uns“ erst am Ende der zweiten Spalte erl├Ąutert. Zuvor hei├čt es allerdings: „Durch die verkehrsg├╝nstige Lage an den Autobahnen… ist Heddesheim ein gefragter Wohnort mit hohem Freizeitwert.“ Wieso Autobahnen einen hohen Freizeitwert begr├╝nden, wird nicht klar.

Der wichtigste Teil, die Kontaktdaten, sind irgendwo zu finden.

Der vor allem f├╝r ├Ąltere Menschen wichtigste Teil, Kontaktdaten zu Verwaltung und anderen Einrichtungen erscheint erst ab Seite 20. Wenigstens wird hier eine alphabetische Ordnung unter „Was erledige ich wo?“ angeboten. Das gilt auch f├╝r „Vereine, Verb├Ąnde und Organisationen“ auf den Seiten 28-33.

Leider sind auch redaktionell einige Fehler zu finden. So leitet immer noch Pfarrer Heiner Gladbach die katholische Kirchengemeinde St. Remigius – das aber hat l├Ąngst „kommissarisch“ Regionaldekan Klaus Rapp ├╝bernommen. Und die Leiterin der Hans-Thoma-Grundschule, Frau Gertrud Junghans, hei├čt in der Brosch├╝re „Getrud“.

Wieso statt „Uhr“ das Zeichen „h“ verwendet wird, ist unklar, ebenso ist es kein einheitliches Auftreten, wenn die Gemeinde im Internet unter heddesheim.de firmiert, die Volkshochschule aber unter vhs.heddesheim.net.

Unter „Freizeit“ steht auf Seite 50 der Punkt 2 „Freibad mit Badesee“, gefolgt von Punkt 14 „Hallenbad“ , gefolgt von Punkt 6 „Kunsteisbahn“ und von Punkt 1 „Golfclub“. Hat das Methode? Und wenn ja, welche?

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Auch der Dialekt hat ein Recht auf richtige Schreibweise.

Unvermittelt taucht auf Seite 64 (die Seitenzahl fehlt, wie sehr oft im Heft) unter Heddesheimer Traditionen nun wieder in Ocker ein „traditionelles Gericht“, die „vaschlubbde Aija“ auf. Sch├Ân im Dialekt geschrieben – mal abgesehen davon, ob die „Transkription“ tats├Ąchlich zutreffend ist, in dem kurzen Text sind gleich zwei Fehler: einmal wird „unn“ mit drei „n“ geschrieben, ein anderes mal steht „und“ im Text, „danach“ hei├čt einmal „danoch“ und einmal „nodad“… Weiter findet sich „ck“, was vermutlich eher ein „gg“ sein m├╝sste und auslautendes „t“, was eher ein „d“ sein sollte. Als „Noigeplaggde“ will ich mich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

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Unterst├╝tzungsbed├╝rftiges Gewerbe...

Auf der gef├╝hlten Seite 66 (keine Seitenzahl) steht dann: „Bitte unterst├╝tzen Sie unsere Gewerbetreibenden…“ Es gibt in der Brosch├╝re viele Formulierungen, die leider dem gestelzten Beamtendeutsch entspringen, aber muss das sein: „Bitte unterst├╝tzen Sie…“? Sind die Gewerbetreibenden notleidend? Und was machen Betriebe wie die „Viernheimer Stadtwerke“ darunter, die sicherlich kein Heddesheimer Betrieb sind?

Und hier wundere ich mich als Unternehmer umso mehr, als auch ich gerne die „kostenlose Verteilung“ der Brosch├╝re mit einer Anzeige unterst├╝tzt h├Ątte. Immerhin ist das heddesheimblog die einzige eigenst├Ąndige journalistische Redaktion im Ort, ist eine Unternehmensneugr├╝ndung, deutschlandweit in der Branche bekannt und gilt vielen als Modell f├╝r die Zukunft des Lokaljournalismus. Es gab keine Information ├╝ber die Werbem├Âglichkeit, keine Anfrage. Der Grund: unklar.

Optimaler Einblick?

Vielleicht sollte ich mich deswegen an die kommunale „Wirtschaftsf├Ârderung“ wenden. Wo war die noch einmal zu finden? Irgendwo zwischen Seite 10 und 37. Das wei├č ich aber nur, weil ich die ganze Brosch├╝re durchgebl├Ąttert habe. Nur bl├Âd, dass ich mir die Seitenzahl nicht gemerkt habe.

Also bl├Ąttere ich noch einmal, angefangen beim „Inhaltsverzeichnis – f├╝r einen optimalen Einblick in unsere Gemeinde“ auf der gef├╝hlten Seite 5, denn auch hier fehlt die Seitenzahl, ebenso wie ein Hinweis auf die Inserenten ab Seite 67.

Wer will, kann der Gemeinde eine R├╝ckmeldung (modern „Feedback“) geben:

„Um ein Feedback zu bekommen, sind die Leserinnen und Leser der neuen Brosch├╝re dazu aufgerufen, ihre Meinung an die Gemeinde zu ├╝bermitteln. Bitte senden Sie uns dazu bitte eine E-Mail an├é┬ábroschuere@heddesheim.de. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.“

Wof├╝r die Anregungen allerdings gut sein sollen, verr├Ąt die Gemeinde nicht. Die Brosch├╝re ist gedruckt.

Link:
Wer m├Âchte, liest beim Mannheimer Morgen nach, wie dort ├╝ber die Informationsbrosch├╝re berichtet wurde. Denn es ist immer besser, sich aus mehr als einer Quelle zu informieren…
Und weils so sch├Ân ist, noch ein Text: Informationen satt…

Fotostrecke: Gewerbliche Leistungsschau „zufriedenstellend“

Guten Tag!

Heddesheim, 30. April 2010. Am vergangenen Wochenende (24.-25. April 2010) luden Gewerbetreibende in und vor die Nordbadenhalle, um sich und ihre Dienstleistungen vorzustellen. Der Samstag war „verhalten“, der Sonntag zufriedenstellend.

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Kunden lassen sich beraten. Bild: hblog

Die vom Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) organisierte Leistungsschau in und um die Nordbadenhalle hatte am Samstag fast entt├Ąuschend wenige Besucher.

Das sch├Âne Wetter veranlasste wohl viele, den Tag im Freien zu genie├čen. Au├čerdem ├Âffnete der diesj├Ąhrige Mai-Markt im Mannheim – die gr├Â├čte Regionalmesse ist traditionell ein Besuchermagnet.

Am Sonntag kamen dann doch mehr Besucher in die Nordbadenhalle, so dass einige der Hersteller die Schau zumindest als „zufriedenstellend“ bewerteten.

Nur die Autoschau auf dem Partplatz vor dem Badesee hatte kaum Zulauf. Die ausstellende Autoh├Ąndler waren mit dem Ergebnis ├╝berhaupt nicht zufrieden.

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Anmerkung der Redaktion:
Der BdS hat weder eine Termininformation, noch eine Pressemitteilung an unsere Redaktion geschickt. Auch wurde kein Versuch unternommen, auf andere Weise einen Kontakt herzustellen.
Wir ver├Âffentlichen diesen Hintergrund, weil wir davon ausgehen, dass sich viele BdS-Mitglieder fragen werden, warum wir so zur├╝ckhaltend ├╝ber die Veranstaltung berichten und warum der BdS-Vorstand damit die Gelegenheit bewusst vers├Ąumt, t├Ąglich gut 4.000 Leserinnen und Leser nicht zu erreichen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

In eigener Sache: Erw├╝nschte und unerw├╝nschte Werbung

Guten Tag!

Heddesheim, 26. April 2010. Die Redaktion wurde heute per email auf eine „Sex-Werbung“ aufmerksam gemacht, die nicht zu unserem Image passt. Der Absender hat Recht.

Von Hardy Prothmann

Werbung ist die klassische Form auf Produkte, Dienstleistungen oder andere Dinge aufmerksam zu machen.

Einnahmen aus Werbung finanzieren unsere redaktionell-journalistische Arbeit.

Heute wurden wir von einem Leser darauf aufmerksam gemacht, dass eine Werbung bei uns f├╝r „Boobfrog Europas h├Ąrtestes Sex Portal“ geschaltet sei. Verbunden mit der Frage, ob das zu uns passt.

Es passt nicht. Deswegen haben wir die Werbung sofort nach Kenntnis unterbunden.

Zum Hintergrund: Wir beziehen neben der lokal-regionalen Werbung zur Zeit noch Werbung ├╝ber die Vermarkter Google Adsense und Adscale. Wir haben ein Auge auf die Werbung, weil ein gro├čer Teil „Sex“-Werbung oder solche f├╝r Gl├╝cksspiel ist.

Manchmal ist das jedoch nicht direkt erkennbar. Die Werbung wird dann zuf├Ąllig eingeblendet – uns war diese Werbung bislang nicht aufgefallen.

Die klammern wir bewusst aus – in diesem Fall haben wir ein „anz├╝gliches Angebot“ ├╝bersehen. Wir entschuldigen uns f├╝r diesen Fehler und bedanken uns f├╝r den Hinweis.

Ganz klar k├Ânnen wir versichern, dass wir diese Form der Werbung ablehnen, die vor allem in vielen Anzeigenbl├Ąttern wie „extra“ aus dem Haus Diesbach-Medien gern genommene Anzeigen sind, die sich dann unter „Kontakte“ finden. Auch andere Zeitungen sind voll damit.

Gleichzeitig m├Âchten wir unsere LeserInnen anregen, die Werbung unserer Kunden auch zur Kenntnis zu nehmen und Unternehmen auf die M├Âglichkeit hinzuweisen, dass unser redaktionelles Umfeld ein ideales f├╝r seri├Âse Werbung ist.

Lokal-regionale Internetwerbung ist eine noch junge Werbeform, die Unternehmen, die sich dazu entschlie├čen, sind innovativ und zukunftsorientiert.

Internetwerbung ist direkt, multimedial und vielf├Ąltiger als Printwerbung. Dazu noch g├╝nstiger und vor allem viel umweltfreundlicher. Dar├╝ber hinaus auch 24 Stunden am Tag wirksam.

Die Alte Apotheke, Kommentare und das Prinzip Angst

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Februar 2010. ├â┼ôber 70 Kommentare wurden zu dem Thema „Apotheker verweigert Informationen“ verfasst. Die Redaktion hat zun├Ąchst ausnahmslos alle Kommentare ver├Âffentlich, obwohl viele nicht unseren „Richtlinien“ entsprechen. Ab heute wenden wir diese wieder an.

Das heddesheimblog ist ein unabh├Ąngiges, journalistisch-redaktionelles Informationsangebot. Das hei├čt, wir w├Ąhlen nach professionellen Kriterien die Themen aus, die hier in Text, Bild und Ton ver├Âffentlicht werden.

F├╝r die Inhalte und die Darstellung dieser Themen tragen wir die volle Verantwortung.

Dabei nehmen wir gerne Themenvorschl├Ąge entgegen. Viele unserer Artikel sind durch Hinweise aus der Bev├Âlkerung entstanden. Diese pr├╝fen wir auf ihre Bedeutung. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass diese Themen berichtenswert sind, dann berichten wir dar├╝ber.

Aber nicht dar├╝ber, was uns an „Informationen“ vortragen wurde, sondern dar├╝ber, was wir zutreffend „recherchieren“ konnten.

Das hei├čt, wir ├╝berpr├╝fen vor Ver├Âffentlichung jede Information.

Quellenschutz

Das hei├čt auch, wir sch├╝tzen unsere Quellen. Denn nicht alles, was uns zugetragen wird, stellt sich als richtig heraus. Und nicht alles, was uns zugetragen wird, k├Ânnen wir 1:1 ├╝bernehmen, weil sonst die „Quelle“ in „Schwierigkeiten“ kommen k├Ânnte. Journalisten genie├čen dabei ein besonderes Vorrecht: Sie k├Ânnen Informationen zu ihren Quellen auch vor Gericht verweigern. Das nennt sich Quellenschutz.

Der Gesetzgeber r├Ąumt dieses Recht auch Rechtsanw├Ąlten, Seelsorgern, Pfarrern und ├âÔÇ×rzten ein. Es geht dabei beispielsweise um den Schutz der Intimsp├Ąhre, des absolut Privaten, des Gewissens, des Pers├Ânlichkeitsrechts, des Glaubens. Im Fall von journalistischem Quellenschutz um die Abw├Ągung, dass wichtige Informationen f├╝r die ├ľffentlichkeit nur unter der Bedingung der „Vertraulichkeit“ ge├Ąu├čert werden k├Ânnen und dieses Vertrauensverh├Ąltnis gesch├╝tzt werden muss.

Dieser Quellenschutz sichert „Informanten“ zu, dass diese ├╝ber Dinge reden k├Ânnen, die ihnen eigentlich verboten sind. Also heikle Angelegenheiten.

Warum thematisieren wir das? Weil die ├â┼ôbermittlung von Informationen in Heddesheim teilweise zur „heiklen Angelegenheit“ geworden ist.

Wie das? Unter anderem durch eine Dienstanordnung des B├╝rgermeisters Michael Kessler.

Bedienstete der Gemeinde d├╝rfen mit Mitarbeitern des heddesheimblogs nicht mehr reden. Jede Anfrage muss an das Rathaus ├╝bermittelt werden. Sofern wir von dort auf Fragen eine Antwort erhalten, kommt diese ├╝berwiegend „im Auftrag“ aus dem Sekretariat des B├╝rgermeisters.

Angeblich gibt es diese Regelung, weil man im Rathaus „nicht sicher“ ist, ob wir gegebene Informationen auch „richtig“ darstellen.

Uns erreichen aber immer noch viele Informationen aus dem Rathaus – wer uns was sagt, erf├Ąhrt niemand. Wir sch├╝tzen diese Quellen und wenn wir das nicht k├Ânnen, verzichten wir lieber auf einen Artikel, damit die „Quelle“ keine „Schwierigkeiten“ bekommt.

Zum Schutz von Quellen gibt es viele M├Âglichkeiten. Welche, verraten wir nicht. Ein einfaches Beispiel. Eine verheiratete Frau im Alter von 35 Jahren, nicht bei der Gemeinde besch├Ąftigt, erz├Ąhlt uns einen Vorfall. Wir recherchieren. Bei der Recherche und sp├Ąter im Bericht wird die Frau zum geschiedenen Mann, das Alter ist pl├Âtzlich 47, bei der Gemeinde besch├Ąftigt und so weiter. Das hei├čt, wir verwischen „Spuren“, die zu unserer Quelle f├╝hren. Wie gesagt, dass ist ein ganz einfaches Beispiel.

Tatsache ist: Wir m├╝ssen teilweise Quellenschutz betreiben.

Das passiert immer dann, wenn Situationen aus Sicht von gewissen Personen „au├čer Kontrolle“ geraten. In Heddesheim sind das der B├╝rgermeister Michael Kessler sowie manche Parteimitglieder der CDU, SPD und FDP sowie teilweise Gewerbetreibende und Gesch├Ąftsleute und auch Verantwortliche aus Vereinen.

Unabh├Ąngige Berichterstattung

Allen gemein ist, dass sie unsere Berichterstattung verhindern und, weil sie das nicht k├Ânnen, zumindest behindern wollen: Weil ihnen unsere Berichterstattung zu kritisch ist und Probleme benennt, die man lieber „unter den Teppich kehren m├Âchte“, seien es betrunkene Kinder oder geplante Chemielager (├╝brigens wurden beide F├Ąlle exklusiv wie viele andere durch das heddesheimblog berichtet – im Mannheimer Morgen stand davon nichts). Das sind diese Leute vom Mannheimer Morgen nicht gewohnt – in dessen Berichten sind immer alle „voll des Lobes und des Dankes“, die Welt ist „heile“ und alles hat seine Ordnung.

Eventuell war das auch der Grund, warum der Apotheker Joachim Gaber so abweisend auf unsere Anfrage reagiert hat.

Um das ganz deutlich darzustellen: Wir haben keine Informationen dar├╝ber, wie und ob Herr Gaber parteipolitisch, pers├Ânlich oder wie auch immer in ein System eingebunden ist, dass eine Berichterstattung hier im heddesheimblog verhindern will.

Wir haben dazu ein wenig recherchiert, aber keine relevante Information finden k├Ânnen.

Ganz im Gegenteil haben wir viele „Hinweise“ bekommen, dass das Team seiner Apotheke durch Freundlichkeit und Kompetenz ├╝berzeugt. Offensichtlich hat Herr Gaber sehr viele, sehr zufriedene Kunden, die die Dienstleistung seiner Apotheke sch├Ątzen.

Das ist erfreulich f├╝r Herrn Gaber und sein Team.

F├╝r das heddesheimblog hat das aber im berichteten Zusammenhang keine Bedeutung. Wir haben nur ├╝ber das „merkw├╝rdige“ Verhalten Herrn Gabers berichtet.

Eine freundliche, eher belanglose Anfrage (zwei, drei harmlose Fragen, Gruppenfoto) wurde mit einer ├╝berraschend ablehnenden und durch nichts begr├╝ndeten negativen Haltung beantwortet.├é┬áDaraus entstand der Kommentar: „Kein Kinderlachen f├╝r das heddesheimblog„.

Die meisten unserer Leserinnen und Leser sind souver├Ąn genug, die Information so einzuordnen, wie wir sie ver├Âffentlicht haben.

In diesem Zusammenhang ein Hinweis zu unserer „Zensur“ und warum diese selbstverst├Ąndlich mit dazu geh├Ârt: In Bezug auf die Apotheke sind heute mehrere Kommentare geschrieben worden, die eindeutig einen „gesch├Ąftssch├Ądigenden“ Inhalt haben. Darin werden negative Dinge ├╝ber Herrn Gaber und seine Apotheke behauptet, allerdings ohne jeden Beleg. Selbstverst├Ąndlich ver├Âffentlichen wir diese Kommentare nicht. Das geh├Ârt zu unserer redaktionellen Verantwortung:├é┬áErstens entsprechen diese Kommentare nicht unseren Regeln und zweitens hat die Redaktion ├╝berhaupt kein Interesse daran, ein Gesch├Ąft zu sch├Ądigen.

Professioneller Journalismus berichtet – unabh├Ąngig von pers├Ânlichen Vorlieben oder Abneigungen gegen die Redaktion.

Der „Fall Gaber“ ist ein gutes Beispiel daf├╝r. Es gibt einen Bericht ├╝ber die Aktion und die Apotheke mit einem Zitat von Herrn Gaber. Dieser Bericht ist eher nachrichtlich und berichtet im Wesentlichen auch das, was beispielsweise im Mannheimer Morgen stand. Mit einem klitzekleinen, aus Sicht der Redaktion aber bedeutenden Unterschied: Unser Fokus liegt nicht auf der Apotheke, sondern auf der Aktion f├╝r die Kinder und der Spendenbereitschaft der Kundinnen und Kunden der Apotheke – denn die haben das Geld gegeben.

Und es gibt einen Kommentar, der weitere Informationen liefert, indem er das Verhalten Herrn Gabers schildert. Gegen├╝ber diesem Verhalten ├Ąu├čert der Kommentar eine Meinung. Die kann man teilen oder nicht.

„Heddesheimer Verh├Ąltnisse“

Warum Herr Gaber sich so verhalten hat, wissen wir nicht. Die Redaktion kann nur Vermutungen anstellen, dass ein „Kontakt“ zum heddesheimblog in „gewissen Kreisen“ als „negativ“ angesehen wird.

Das wiederum deckt sich mit vorhandenen Informationen, dass „gewisse Personen“ der „Heddesheimer Verh├Ąltnisse“ daran interessiert sind, eine Atmosph├Ąre der Angst und der Verunsicherung zu erzeugen. Motto: Wer mit dem heddesheimblog zu tun hat, ist├é┬áverd├Ąchtig und muss mit Nachteilen rechnen.

In den Kommentaren zu der unverst├Ąndlichen Reaktion von Herrn Gaber wurde dies angedeutet.

Tats├Ąchlich deckt sich das mit realen Erfahrungen des heddesheimblogs: „Ich w├╝rde ja gerne bei Euch werben, aber ich habe Sorge, dass sich das negativ auf mein Gesch├Ąft auswirken k├Ânnte… Was, wenn ich von der Gemeinde etwas will und die dann negativ reagiert…“, haben sich Gewerbetreibende uns gegen├╝ber bereits ge├Ąu├čert.

Absurd? Nein, Tatsache.

Von der „Gef├Ąhrdung des Gesch├Ąftsmodells“ f├╝r das heddesheimblog wurde geschrieben.

Gesch├Ąftsmodell: Journalismus

Denn unsere Berichterstattung wie ├╝ber Herrn Gaber k├Ânnte doch die Werbekunden vertreiben… Kann sie. Aber im Zweifel nehmen wir darauf keine R├╝cksicht. Wir machen Journalismus und keine PR.

Trotzdem: Das heddesheimblog ist werbefinanziert. Es ist darauf angewiesen, dass Unternehmer, Gewerbetreibende und Selbstst├Ąndige, Organisationen und Institutionen, Vereine undsoweiter f├╝r sich und ihre Produkte und Dienstleistungen werben und f├╝r diese Werbung bezahlen.

Das tun auch immer mehr. Weil diese Werbepartner von der Aufmerksamkeit profitieren, die unser redaktionelles Angebot genie├čt (die Zahlen steigen weiter, im Februar sind es ├╝ber 3.500 Besucher im Schnitt pro Tag). Und diese Werbepartner sch├Ątzen die Unabh├Ąngigkeit der Redaktion und unsere fairen Werbepreise. Und sie lassen sich als aufrichtige Charaktere durch offene oder versteckte Drohungen nicht beeinflussen.

Ebenso verhalten sich viele Vereine und ihre Mitglieder, ├╝ber die wir nach unseren Qualit├Ątsmassst├Ąben berichten. Dabei sind wir immer kritisch, das hei├čt, positive Fakten werden entsprechend dargestellt wie auch negative. Eine „negative“ Kritik wird in den meisten F├Ąllen richtig verstanden – als Hinweis, dass man etwas besser machen kann.

Auch die „Pfenning“-Gruppe hatte beispielsweise ├╝berhaupt keine Ber├╝hrungs├Ąngste und hat im September 2009 im Vorfeld der B├╝rgerbefragung ├╝ber zwei Wochen lang eine gro├če Anzeige bei uns geschaltet – obwohl wir ├Ąu├čerst kritisch ├╝ber das Unternehmen berichtet haben.

Denn „Pfenning“ wollte die Gegner der geplanten Ansiedlung erreichen und diese durch eine positive Werbung f├╝r sich gewinnen. Das zeigt eine souver├Ąne Haltung.

Ebenso souver├Ąn hat der Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger, dem heddesheimblog selbstverst├Ąndlich ein Interview zur geplanten Ansiedlung gegeben. ├â┼ôbrigens das bislang umfangreichste zur Sache.

„System Angst“

Der (Kurz-)Schluss, jedem, der mit dem heddesheimblog zu tun hat, Angst einjagen zu wollen, ist tats├Ąchlich ein Kurzschluss. Es ist die Kapitulation vor dem „System Angst“.

Aber vielleicht ist das eine „Heddesheimer Spezialit├Ąt“. Das „Prinzip Angst“.

Vorreiter dieses Prinzips ist der B├╝rgermeister Michael Kessler. Kaum einer seiner Vortr├Ąge kommt ohne Angst aus.├é┬áDas „Prinzip Angst“ durchzieht seine S├Ątze. „M├╝ssen bef├╝rchten…“, „…droht uns…“, sind typische Formulierungen des Heddesheimer B├╝rgermeisters.

Als eindeutige Bedrohung hat Herr Kessler die Berichterstattung des heddesheimblogs identifiziert. Denn die „folgt“ nicht blind dem, was er sagt, sondern hinterfragt kritisch.

Wir ├╝berpr├╝fen, recherchieren nach und schreiben auf, was wir an Informationen gefunden haben. Manchmal sind das andere, als Herr Kessler die ├ľffentlichkeit glauben machen will.

Der ├╝berwiegende Teil unserer Berichterstattung ist aber weitgehend neutral gehalten, weil es nichts besonders „Negatives“ oder „Positives“ zu berichten gibt, sondern einfach nur Fakten.

Beachtung und Vielfalt

Vor allem regional, aber auch bundesweit wird das heddesheimblog beachtet. Eine Vielzahl von „seri├Âsen“ Medien bewerten die Arbeit der Redaktion als „Zukunftsmodell des Lokaljournalismus“. Vor kurzem erhielten wir daf├╝r eine anerkannte Auszeichnung.

Die B├╝rgermeister Manuel Just (Hirschberg) und Rainer Ziegler (Ladenburg) verhalten sich ├╝brigens so, wie man das erwarten darf: Sie stehen f├╝r Presseanfragen selbstverst├Ąndlich zur Verf├╝gung und delegieren Fachausk├╝nfte an ihre Amtsleiter oder andere Angestellte der Gemeinde. Dar├╝ber hinaus freuen sich beide ├╝ber die neuen Medien hirschbergblog und ladenburgblog (startet am Samstag, 13. Februar 2010).

Denn die beiden B├╝rgermeister und auch die Parteien in den anderen Kommunen begreifen unsere Berichterstattung als das, was sie ist: Eine Bereicherung auf dem Markt der Meinungen und Informationen.

Herr Just und Herr Ziegler begr├╝├čen demokratisch gesinnt eine journalistische Vielfalt. Herr Kessler und einige andere in Heddesheim ziehen die Einfalt vor.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

In eigener Sache: Terminkalender Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Dezember 2009. Unser Terminkalender Heddesheim wird sehr gut angenommen: Im Monat November hat unser Statistikserver ├╝ber 4000 Zugriffe auf den Terminkalender gez├Ąhlt. Dieser kostenfreie Service steht allen Veranstaltern, Vereinen und Firmen offen – nutzen Sie die M├Âglichkeiten.

Seit November bieten wir als redaktionellen Service unseren Terminkalender Heddesheim an: ein voller Erfolg. Ãœber 4000 Zugriffe gab es bereits im Monat November. Nach den aktuellen Zahlen im Dezember dürften es über 5000 Zugriffe werden.

Der Terminkalender Heddesheim steht allen Veranstaltern, Vereinen oder Firmen offen: Feste und andere Veranstaltungen, Versammlungen, Jubil├Ąen, Aktionen k├Ânnen hier ver├Âffentlicht werden.

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Der beste Terminkalender f├╝r Heddesheim. Bild: hblog

Wer, was, wann, wo sind die wichtigsten Informationen. Wir nutzen daf├╝r den Google-Kalender. Der Vorteil: Jeder kann von ├╝berall auf den Kalender im Internet zugreifen. Und: Sofern Sie sich ein eigenes Kalender-Konto anlegen (ganz einfach und kostenfrei), k├Ânnen Sie alle oder ausgew├Ąhlte Termine in ihren Kalender ├╝bertragen.

Mit unserem Terminkalender Heddesheim ist mit Google Maps verbunden. Das hei├čt, Sie k├Ânnen einfach per Klick sehen, wo ein Termin stattfindet und sich auch die Route dahin planen lassen.

Der Terminkalender Heddesheim als Planungsinstrument: Sofern Sie eine Veranstaltung oder Sitzung oder ├Ąhnliches planen, k├Ânnen Sie anhand des Kalenders planen, wann es am g├╝nstigsten ist: Gibt es andere konkurrierende Veranstaltungen? Kollidiert ein Termin mit anderen Terminen?

Erinnerungsfunktion: Sofern Sie einen eigenen Google-Kalender nutzen, k├Ânnen Sie sich per email an Termine erinnern lassen. Oder Sie schicken per email einen Termin an einen Freund oder Gesch├Ąftspartner.

Der Terminkalender Heddesheim als Werbeinstrument: Veranstalter, Vereine und Firmen k├Ânnen zus├Ątzliche Informationen in den Termin packen: Das Programm, eine Werbung, weiterf├╝hrende Links. Diese Leistung ist kostenpflichtig. Sprechen Sie uns an, wir machen Ihnen gerne ein Angebot.

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Nutzen Sie den Terminkalender Heddesheim, um auf dem Laufenden zu bleiben und ihre Freizeit zu planen. Oder nutzen Sie den Terminkalender Heddesheim, um als Veranstalter, Verein oder Firma auf Ihre Aktivit├Ąten aufmerksam zu machen.

Informieren Sie sich und andere immer topaktuell. Wir nutzen alle uns zur Verf├╝gung stehenden Quellen, um unseren Terminkalender Heddesheim zur besten Termin├╝bersicht zu machen. Sich k├Ânnen uns dabei aber unterst├╝tzen, indem Sie uns Ihre Termine per email schicken.

Fragen Sie sich manchmal: Wann was das nochmal? Stand das im Wochenblatt oder im Mannheimer Morgen? Egal, beide sind schon im Altpapier. Wie kriege ich jetzt raus, wann der Termin ist? Kein Problem: Sie schauen bei uns nach.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Reaktionen der Standbetreiber auf den Weihnachtsmarkt

Guten Tag!

Heddesheim, 07. Dezember 2009. Der Start des diesj├Ąhrigen Weihnachtsmarkts auf dem neuen Dorfplatz war verhalten. Trotz Regens besuchten erfreulich viele Heddesheimer und ausw├Ąrtige G├Ąste dann am Samstag doch noch den Weihnachtsmarkt. Das heddesheimblog hat sich bei den Standbetreibern umgeh├Ârt, wie diese aus ihrer Sicht den Weihnachtsmarkt beurteilen.

Die Umfrage unter den Standbetreibern ist eine Sicht auf den Weihnachtsmarkt – sie bestimmen das Angebot und ihre Zufriedenheit bestimmt ihre Entscheidung, wiederzukommen oder nicht. Die Stimmung unter den Besuchern war neugierig – der Besuch ordentlich.

Die Redaktion hat den Standbetreibern f├╝nf Fragen gestellt:

  1. Waren Sie vergangenes Jahr beim Weihnachtsmarkt auf der Kunsteisbahn dabei?
  2. Hat es Ihnen auf dem Dorfplatz oder auf der Eisbahn besser gefallen?
  3. Sind Sie mit dem Umsatz zufrieden?
  4. Was wurde am meisten nachgefragt?
  5. Kommen Sie n├Ąchstes Jahr wieder?

Ein guter Teil der Anbieter war neu und konnte keinen Vergleich zum Weihnachtsmarkt auf der Kunsteisbahn ziehen. Diejenigen, die vergangenes Jahr dort waren, lobten die sch├Âne Atmosph├Ąre auf der Eisbahn, halten aber beide Pl├Ątze f├╝r etwa gleich gut geeignet – wobei der Umsatz an der Eisbahn dem Gef├╝hl nach besser war.

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Einerseits zu eng.... Bild: hblog

Interessant ist, dass vor allem die Anbieter von Getr├Ąnken und Speisen einen besseren Umsatz auf dem Dorfplatz angeben – wahrscheinlich wegen der zentraleren Lage, die eher „zu Fu├č“ erreicht werden kann. Sicherlich aber auch, weil durch den gleichzeitigen Betriebe der Kunsteisbahn eine Konkurrenz entstanden ist und damit der Umsatz f├╝r die „Warenverk├Ąufer“-St├Ąnde nur von „geht so“ ├╝ber „zufrieden stellend“ bis „gut“ war.

Die Ums├Ątze wurden insgesamt als „zufrieden stellend“ bis „gut“ bewertet. Die Bewertung „sehr gut“ im Vergleich zur Eisbahn gab es nicht.
Sicherlich hat das erst kalte, dann doch w├Ąrmere, aber zu regnerische Wetter die Umsatzlage je nach Angebot gebremst: Zu kalt und ungem├╝tlich beim Start, zu regnerisch f├╝rs Flanieren, zu warm f├╝r Gl├╝hwein.

Unzufriedenheit gab es durch teils sehr unterschiedliche Preise, beispielsweise beim Bier, dass auch f├╝r einen Euro angeboten wurde: „F├╝r Speisen und Getr├Ąnke m├╝ssen Mindest- und H├Âchstpreise festgelegt werden, sonst ist das ruin├Âs.“

Bem├Ąngelt wurde das kulinarische Angebot: „Da geht mehr – die Vielfalt lockt“, sagten einige Aussteller. Insgesamt wurde am meisten Kritik an der Organisation und der Mischung ge├Ąu├čert: „Eine bessere Vorbereitung w├Ąre w├╝nschenswert. Auch das Ambiente wirkte etwas beduinenhaft – schnell was aufgestellt, aber wenig in der Mischung durchdacht.“ Insgesamt w├╝nschte man sich mehr Festlichkeit und eine bessere Information ├╝ber den Markt.

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...andererseits zu wenig festlich, so die Kritik. Bild: hblog

Au├čerdem wurde kritisiert, dass die „Harmonie“ nicht stimmte. W├Ąhrend im vorderen Bereich (von der Schaafeckstra├če aus gesehen) „Gedr├Ąnge“ herrschte, wurde es zur Platzmitte hin teils „zu leer“ und zu „dunkel“. Hier w├Ąre ein besseres Konzept w├╝nschenswert. Aus Kundensicht sei die Toilettensituation nicht zufrieden stellend gewesen.

Insgesamt herrschte aber eine positive Stimmung vor. Trotz der wetterbedingten und organisatorisch widrigen Umst├Ąnde ├Ąu├čerte die Mehrzahl der Standbetreiber die Absicht, auch im n├Ąchsten Jahr wieder dabei zu sein.

Redaktion heddesheimblog
Mitarbeit: Horst P├Âlitz

Neuer Service: Firmenverzeichnisse

Guten Tag!

Heddesheim, 10. November 2009. Das heddesheimblog bietet einen neuen Service an: Sie k├Ânnen k├╝nftig Firmen und ihre Angebote aus der kompletten Angebotspalette von Dienstleistungen, Handwerk und Produktion direkt bei uns finden.

Sie suchen einen Maler oder Installateur? Sie wollen werben oder etwas produzieren lassen? Sie suchen einen Schreiner, der Ihre K├╝che aufbaut? Sie suchen einfach… eine Firma in der Umgebung, die f├╝r Sie da ist? Bei uns sind Sie richtig.

Wir bauen ein st├Ąndig aktualisiertes Verzeichnis der Firmen in der unmittelbaren Umgebung auf, die die gew├╝nschte Dienstleistungen anbieten.

Als Unternehmen haben Sie die M├Âglichkeit, innerhalb unserer Verzeichnisse auf sich aufmerksam zu machen. Sprechen Sie uns an, welche M├Âglichkeiten wir Ihnen bieten: anzeigen (at) heddesheimblog.de

By the way – das heddesheimblog ist das Portal f├╝r Nachrichten & Informationen aus und ├╝ber Heddesheim.├é┬áWas wir berichten, ist Thema im Ort.

Dar├╝ber hinaus informieren wir mit unserem ├╝bersichtlichen Terminkalender ├╝ber Veranstaltungen in Heddesheim und bieten unter Service Informationen zu ├âÔÇ×rzten, Apotheken, Notdiensten und Durchwahlen zur Verwaltung an.

Das heddesheimblog ist 24 Stunden f├╝r Sie erreichbar – per Computer, PDA oder Handy.

Sie m├╝ssen nicht auf eine bestimmte Tagesausgabe der Zeitung warten oder ├╝berlegen, wann etwas wo gestanden haben k├Ânnte: In unseren Rubriken finden Sie unsere Themen und Artikel – ├╝ber die Suchfunktion oder die Liste der Kategorien k├Ânnen Sie sich leicht einen ├â┼ôberblick verschaffen, was alles im heddesheimblog zu finden ist.

Und das wird t├Ąglich mehr – im Gegensatz zum Mannheimer Morgen und anderen lokalen Medien ist bei uns f├╝r Sie alles kostenfrei.

Im heddesheimblog finden Sie professionellen und kritischen Journalismus und keinen billigen „Bratwurstjournalismus„, der sonst die Lokalzeitungen f├╝llt („Der Wettergott meinte es gut, f├╝r das leibliche Wohl war gesorgt, das Bier war k├╝hl und es war wie immer alles toll und-alle-waren-gl├╝cklich-und-dankten-allen-und-├╝berhaupt-war-alles-gut“).

Wir schreiben gerne positive „Geschichten“ auf, ├╝ber Menschen, die sich engagieren und f├╝r andere da sind – weil das wichtig ist.

Im Gegensatz zu anderen Medien sind wir f├╝r unsere Leser da, mit denen wir st├Ąndig im Kontakt sind. Ein nicht unerheblicher Teil unserer Berichterstattung folgt auf Hinweise unserer Leserinnen und Leser.

Wir nehmen jedes Thema Ernst, das an uns herangetragen wird – au├čer, dass „gr├╝ne M├Ąnnchen“ gelandet sind – doch selbst das w├╝rden wir pr├╝fen, wenn wir das Gef├╝hl haben, „an der Story ist was dran…“ ­čÖé

Sie als Leserin und Leser k├Ânnen zudem mitmachen: ├â┼ôber die Kommentarfunktion k├Ânnen Sie Ihre Meinung ├Ąu├čern, Sie k├Ânnen Leserbriefe oder Gastkommentare schreiben.

Fr├╝her haben „die Medien“ bestimmt, was Thema ist und was nicht. Beim heddesheimblog k├Ânnen Sie „mitmischen“. Das hei├čt nicht, dass bei uns alles erlaubt ist. Wir haben Regeln f├╝rs Mitmachen – aber wir fordern im Gegensatz zu anderen Medien zum Mitmachen auf und freuen uns, wenn Sie sich inhaltlich einbringen – auch mit Kritik an unserem Angebot. Denn Kritik ist nichts Negatives, sondern bringt, wenn sie wohl gemeint ist, alle weiter.

Das ist ganz einfach: Schreiben Sie Ihre Meinung in den Kommentaren auf oder schreiben Sie uns auf, was dringend recherchiert werden muss oder sollte: redaktion (at) heddesheimblog.de

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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Teilnahme an der B├╝rgerbefragung per Brief noch m├Âglich


Guten Tag!

Heddesheim, 24. September 2009. Noch ist eine Briefwahl m├Âglich – sofern Sie die entsprechenden Unterlagen noch nicht haben, k├Ânnen Sie diese im B├╝rgerservice abholen.

Das B├╝rgermeisteramt Heddesheim informiert:

„Wie bei der Bundestagswahl, so ist auch f├╝r die B├╝rgerbefragung am 27.09.2009 eine Teilnahme per Brief bis Freitag 25.09.2009, 18.00 Uhr m├Âglich.
Die Unterlagen k├Ânnen im B├╝rgerservice im Rathaus beantragt werden. Hierzu ist das Einladungsschreiben zur B├╝rgerbefragung auf der R├╝ckseite pers├Ânlich zu unterschreiben.
In F├Ąllen von pl├Âtzlicher Erkrankung ist es m├Âglich bis zum Befragungstag 15.00 Uhr noch Unterlagen zur Teilnahme per Brief auszustellen.
Auch f├╝r Personen die bereits per Briefwahl ihre Stimme nur f├╝r die Bundestagswahl abgegeben haben, ist die Teilnahme an der B├╝rgerbefragung per Brief weiterhin m├Âglich.
Wenn Sie an der B├╝rgerbefragung per Brief teilnehmen, so stellen Sie bitte sicher, dass Ihr Brief rechtzeitig beim Wahlamt eingeht. Ein Einwurf in den Briefkasten des Rathauses bzw. eine ├â┼ôbergabe am Befragungstag im Wahlb├╝ro in der Schulturnhalle der Hans-Thoma-Schule, Schulstr. 4 ist bis Sonntag 27.09.2009, 18.00 Uhr m├Âglich.

B├╝rgermeisteramt“

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Tag der offenen Gewerbegebiete


Guten Tag!

Heddesheim, 21. September 2009. Bei sch├Ânem Wetter informierten sich die B├╝rger am Tag der offenen Gewerbegebiete ├╝ber das Leistungsangebot der mitmachenden Unternehmen. An den St├Ąnden war geselliges Beisammensein angesagt

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Solides Interesse am Tag der offenen Gewerbegebiete


Guten Tag!

Heddesheim, 20. September 2009. Der Tag der offenen Gewerbegebiete ist aus Sicht der beteiligten Unternehmen ein Erfolg. Viele Heddesheimer nutzten den Tag, um mal „vorbeizuschauen“ und sich ganz gesellig ├╝ber die Firmen zu informieren.

Von unserem Mitarbeiter Horst P├Âlitz

Um Elf Uhr startete der Tag mit einer Fest├Âffnung durch die Musikvereinigung Neckarhausen bei Getr├Ąnke Wallner.

Im s├╝dlichen Teil (Industriestra├če) zeigte der Handwerkerverbund vor der Schreinerei Gregor sein Angebot der Heddesheimer Selbstst├Ąndigen. Arnold und Gr├╝terich hatten ihre Spezialmaschinen ausgestellt und ein „Schuhverkauf f├╝r Damen“ fand regen Zuspruch.├é┬áAuch die Neuer├Âffnung des „Kunsthaus“ war gelungen. Sabine Kauer und Beate Rinke stellen hier ihre Bilder aus.

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Im Norden und S├╝den des Gewerbegebiets war ordentlich was los (hier Nordteil). Bild: hblog

Anziehungsmagnet war hier die Band „The Skaking“ vor den T├╝ren der Firmen Arnold und Gr├╝terich sowie Dachdeckerei-Spenglerei-Zimmerei Siracusa. Bl├Ąser und Bassgitarre brachten den Tanzboden zum Zittern. Gro├čen Applaus ernteten die 20 bis 25 j├Ąhrigen Musiker f├╝r ihre „Skall’n Crossbones-Melodien“.

Stimmungsmusiker Mathias Scheller zeigte am Nachmittag bei Getr├Ąnke Wallner mit seinen Country-Songs, was er alles drauf hat.

Schlange stehen hie├č es bei Partyservice Muth. Das Personal musste ordentlich ran, um die Nachfrage zu bedienen. Sekt, neuer Wein und Ost waren bei Weingut und Obsthof Schr├Âder angesagt.

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Bei Arnold+Gr├╝terich gab es einen "Schuhverkauf f├╝r Damen". Bild: privat

Zirkus Gaukelmaukel pr├Ąsentierte mit Einrad, Rola Bola, Tellerdrehen, Feuerkeulen, Jonglierringen und Feuerspucken ein buntes Programm zum Mitmachen f├╝r Kinder und Jugendliche.├é┬áDie Knaxburg der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord wurde von den Kindern ordentlich beh├╝ft.

├â┼ôber aktuelle Energiethemen konnte man sich bei den Stadtwerken Viernheim informieren. Firma Speckstein├Âfen Keller zeigte die neuesten Energiesparspeck├Âfen. Cornelia Droll und Jutta Feller boten Energetix-Schmuck, der eine energetische Stimulierung des Organismus bewirken soll.

„Willi wills wissen“ war das Thema bei der Werbemacher GmbH. Hier konnten die Kidies unter fachlicher Anleitung ihre T-Shirts selbst gestalten.

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Auftakt und Schlussakt beim Getr├Ąnkemarkt Wallner im S├╝den. Bild: hblog

Die Herstellung von Gebissen, Zahnbr├╝cken, Kronen und Implantaten zeigte Volker Kirsch Zahntechnik zusammen mit ├é┬áZ’Art Dentalatelier.├é┬áDie Zebes AG ├Âffnete ihre T├╝ren ebenso wie Behm Dental. Malermeister Meyer lockte Kinder mit Malen und Basteln an.

Die Unternehmensgruppe „Pfenning“ informierte im s├╝dlichen Teil ├╝ber ihr Projekt, wo auch die FDP vis-a-vis einen Stand unterhielt. Im Norden informierte die IG neinzupfenning aus ihrer Sicht ├╝ber die Nachteile der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung.

Sieben Thesen eines Sozialdemokraten zu „Pfenning“


Gastbeitrag: Michael Bowien

Vorbemerkung: Nachdem die SPD-Fraktion in Heddesheim mehrheitlich leider immer noch f├╝r das Pfenning-Projekt votiert und dies auch in ihrer offiziellen Stellungnahme zur B├╝rgerbefragung zum Ausdruck bringt, m├Âchte ich an dieser Stelle meine Minderheits-Position darlegen, f├╝r die ich weiterhin innerhalb und au├čerhalb meiner Partei werbe.

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Gemeinderat Michael Bowien (SPD). Bild: hblog

1. Heddesheim ist f├╝r Pfenning ein optimaler Standort, aber Pfenning ist f├╝r Heddesheim nur ein zwar m├Âgliches, aber schlechtes Projekt, in dem die Nachteile deutlich ├╝berwiegen.

2. Der Fl├Ąchennutzungsplan weist das fragliche Gel├Ąnde zwar als Gewerbegebiet, insbesondere geeignet f├╝r Logistik, aus. Zugleich stellt der Fl├Ąchennutzungsplan den Konfliktgehalt einer solchen Widmung zu den verschiedenen Umweltzielen aber als hoch dar.

3. Dieser Widerspruch in sich wird im Fl├Ąchennutzungsplan letztlich nicht aufgel├Âst. In einer solchen Situation ist die Gemeinde aufgefordert, durch ein den Fl├Ąchennutzungsplan erg├Ąnzendes eigenes Leitbild zu kl├Ąren, inwieweit sie tats├Ąchlich bereit ist, die ├Âkologischen Ziele zu opfern oder welchen Entwicklungs-Alternativen sie den Vorzug gibt.

4. Dabei sollten zwei Dinge im Vordergrund stehen: a) der Charakter der Gemeinde Heddesheim als Wohngemeinde und b) die gro├čen Herausforderungen, denen wir uns gegen├╝bersehen: Sicherung der Energieversorgung und Klimaschutz.

zu a):
Es kann nicht Ziel sein, die Wohngemeinden im Umland der Gro├čst├Ądte nachtr├Ąglich zu industrialisieren. Ein bestimmtes Ausma├č an kleinem und mittlerem Gewerbe ist zul├Ąssig und notwendig, aber Industrieansiedlung ist Aufgabe der Gro├čst├Ądte. Im Mannheimer Hafen (Rheinauhaufen und Friesenheimer Insel) stehen gro├če Fl├Ąchen zur Verf├╝gung.

Das Ausma├č des Pfenning-Projekts mit seiner Einrichtung von BimSch-f├Ąhigen Chemie-Lagern kommt jedoch einer Industrialisierung gleich.

zu b):
Die gro├čen globalen Herausforderungen, denen wir uns gegen├╝bersehen und die auch im Partei- bzw. Wahl-Programm der SPD eine wichtige Rolle spielen, hei├čen: Sicherung der Energieversorgung und Klimaschutz. Diese Probleme werden aber nicht in Stuttgart, Berlin oder Br├╝ssel gel├Âst. Dort kann nur an Stellschrauben des gesetzlichen Ordnungsrahmens gedreht werden.

F├╝r die tats├Ąchliche Problem-Bew├Ąltigung gilt: global denken, lokal handeln. Nur im konkreten Handeln vor Ort k├Ânnen die Probleme angegangen werden.

Ich pl├Ądiere daher f├╝r ein Leitbild, in dem folgende Akzente wesentlich sind:

  • die Weiterentwicklung der Gemeinde Heddesheim insgesamt als familienfreundliche und sport-orientierte Wohngemeinde
  • die Weiterentwicklung der Gewerbefl├Ąchen im Sinne echter Nachhaltigkeit

(Stichworte dazu: Ansiedlung von Einrichtungen aus Forschung und Wissenschaft, die sich mit erneuerbaren Energien oder Klimaschutz befassen; Errichtung eines Blockheizkraftwerks oder eines Biomassekraftwerks -was beides wesentlich weniger Fl├Ąche verbrauchen w├╝rde als f├╝r Pfenning vorgesehen- und Anbindung an die ├Ârtliche Energieversorung u.a.m.)

5. Pfenning w├╝rde s├Ąmtliche Fl├Ąchenreserven der Gemeinde Heddesheim f├╝r sich beanspruchen. Pfenning steht damit nicht nur im Konflikt mit den im Fl├Ąchennutzungsplan selbst verankerten Umweltzielen, sondern beraubt uns auch auf unabsehbare Zeit der M├Âglichkeit, alternative zukunftstr├Ąchtige L├Âsungen auf den fraglichen Fl├Ąchen zu entwickeln.

6. Als Sozialdemokraten k├Ąmpfen wir f├╝r L├Âhne, die ein menschenw├╝rdiges Dasein erm├Âglichen. Die Logistik-Branche ist aber ihrer Natur nach -was von Pfenning auch immer wieder betont wird- starken saisonalen Schwankungen unterworfen und besch├Ąftigt daher zu einem ├╝berdurchschnittlich hohen Anteil Saison- und Leih-Arbeitskr├Ąfte, Mini-Jobber und „Sub-Unternehmer“. Also ungesicherte Jobs, mit denen h├Ąufig nur ein Zubrot verdient werden kann. (Nicht umsonst wehrt Hr. Nitzinger jede Frage nach der genauen Zahl und Zusammensetzung der Arbeitspl├Ątze regelm├Ą├čig ab).

Das hei├čt selbstverst├Ąndllich nicht, dass die Wirtschaft insgesamt auf solche Arbeitspl├Ątze verzichten k├Ânnte. Es hei├čt aber, dass die Gemeinde Heddesheim angesichts der Tatsache, dass sie bereits jede Menge Logistik beherbergt (Edeka, Sch├╝chen, Hermes, UPS …), nicht den kompletten Rest an Gewerbe-Fl├Ąche auch noch der Logistik widmen und damit zu einer Logistik-Monokultur werden sollte.

7. Es geht letztlich nicht um eine blo├če Ablehnung von Pfenning, sondern um die Entwicklung echter Alternativen. Um zukunftsf├Ąhige, nachhaltige Projekte, die dem Gemeinwohl Heddesheims tats├Ąchlich dienen. Ich pl├Ądiere daher jetzt f├╝r ein Nein zu Pfenning und danach f├╝r die Erarbeitung eines angemessenen Leitbilds und die Umsetzung entsprechender Projekte.

Damit bin ich ├╝brigens gar nicht besonders originell. Es gibt in Deutschland schon eine Reihe von Kommunen und Kreisen, die sich in diese Richtung orientieren, sogar etliche, die sich um eine hundertprozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien bem├╝hen bzw. dies bereits geschafft haben, sogenannte 100%-EE-Regionen.

Es wird Zeit, dass wir in Heddesheim diese Diskussion nicht l├Ąnger verschlafen, sondern uns dieser Bewegung anschlie├čen. Stellen wir die Vision einer 100%-EE-Kommune der Monokultur der LKWs entgegen!