Dienstag, 20. Oktober 2020

Informationen zur KriminalprÀvention

BetrĂŒger erpressen Internetbekanntschaften

Mannheim/Rhein-Neckar, 29. Januar 2014. (red/pol) Die Betrugsform Romance-Scamming schĂ€digt Opfer nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Aktuelle FĂ€lle zeigen, dass TĂ€ter auch vor erpresserischem Menschenraub nicht zurĂŒckschrecken. Obwohl im Rhein-Neckar-Kreis keine FĂ€lle bekannt sind, informiert die Polizei ĂŒber KriminalprĂ€vention. [Weiterlesen…]

Polizeireform: Info-Veranstaltung am 19. MĂ€rz in Ladenburg

LandespolizeiprÀsident Hammann erklÀrt VerÀnderungen

Ladenburg/Rhein-Neckar, 09. MĂ€rz 2012. (red/pm) Auf Einladung der GrĂŒnen kommen LandespolizeiprĂ€sident Dr. Wolf Hammann sowie Gerhard Klotter, Inspekteur der Polizei und frĂŒherer Mannheimer PolizeiprĂ€sident nach Ladenburg, um den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern die geplante Polizeireform zu erlĂ€utern.

Hinweis der Redaktion: Sicherlich ist mit großem Interesse zu rechnen – so dĂŒrften sich alle BĂŒrgermeister einfinden. Vor kurzem hatten die OberbĂŒrgermeister im Rhein-Neckar-Kreis einen Protestbrief an das Innenministerium verfasst („Die Menschen verstehen ihre VerĂ€nderungsplĂ€ne nicht.“). In Weinheim hat sich eine BĂŒrgerinitiative zur Rettung der Kriminalpolizeilichen Außenstellen gegrĂŒndet.

Information des Landtagsabgeordneten Uli Sckerl:

„Es bleibt dabei: Die Sorgen und Bedenken der BĂŒrger ĂŒber befĂŒrchtete negative Auswirkungen einer Polizeireform nehme ich, nehmen wir in der Koalition in Stuttgart, sehr ernst. Wir stellen uns deshalb gerne dem GesprĂ€ch“, sagte der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl angesichts der kontroversen Diskussion um die Polizeireform in der Kurpfalz.

Ihm ist es wichtig, die Polizeireform aus dem sonst ĂŒblichen Schlagabtausch der Politik heraus zu halten. „Deswegen muss man beachten, dass die ReformvorschlĂ€ge von Fachleuten der baden-wĂŒrttembergischen Polizei selbst erarbeitet und nicht von Politikern erdacht wurden.

Die Politik hat sich ganz bewusst aus diesem Erarbeitungsprozess herausgehalten. Man sollte der Polizei deswegen nicht leichtfertig unterstellen, dass sie die Sicherheit unserer BĂŒrger aufs Spiel setzen will,

argumentiert er weiter. Jetzt gehe es darum, die Reform einmal unvoreingenommen zu prĂŒfen.

LandespolizeiprÀsident Dr. Wolf Hammann kommt nach Ladenburg. Bild: Polizei

Um ĂŒber die HintergrĂŒnde und Ziele der Polizeireform und ihre Auswirkungen in der Rhein-Neckar-Region sachgerecht zu informieren und allen Beteiligten sowie der interessierten BĂŒrgerschaft Gelegenheit zum GesprĂ€ch zu geben, lĂ€dt Uli Sckerl mit seinen Landtagskolleginnen und – kollegen aus der Kurpfalz zu einem Informationsabend ein.

Am Montag, 19. MĂ€rz 2012, kommen deswegen Dr. Wolf Hammann und Gerhard Klotter nach Ladenburg.

Dr. Hammann ist LandespolizeiprĂ€sident in Baden-WĂŒrttemberg seit 2009, vorher war er VizeregierungsprĂ€sident in TĂŒbingen.

Gerhard Klotter kennt die Metropolregion wie aus der Westentasche, war er doch vor seiner Ernennung als Inspektor der baden-wĂŒrttembergischen Polizei PolizeiprĂ€sident in Mannheim. Im Jahr 2011 wurde er dann zum obersten uniformierten Polizisten in Baden-WĂŒrttemberg berufen.

Beide werden die VorschlÀge der Polizeifachleute vorstellen und sich der Diskussion stellen. Dabei werden auch die besonders intensiv diskutierten VorschlÀge zur Neuorganisation der Kriminalpolizei eine Rolle spielen.

Die GrĂŒnen wollen damit allen EntscheidungstrĂ€gern in der Region und den besorgten BĂŒrgern Gelegenheit zum GesprĂ€ch mit den Spitzenleuten aus dem Innenministerium geben. Sie verbinden ihre Einladung mit dem Appell, „Informationen aus erster Hand zu erhalten und die Gelegenheit wahrzunehmen, Kritik und Bedenken direkt bei den Entscheidern einzuspeisen“, so Sckerl abschließend.

Info: Informationsabend der GrĂŒnen zu den HintergrĂŒnden und Zielen der Polizeireform und ihren Auswirkungen in der Kurpfalz mit:

Dr. Wolf Hammann, LandespolizeiprÀsident und

Gerhard Klotter, Inspekteur der Polizei

Montag, 19. MĂ€rz 2012, 19 Uhr

Ladenburg, Domhofsaal

Mannheim bekommt mit Caren Denner eine PolizeiprĂ€sidentin – Gerhard Klotter wird Inspektor in Stuttgart


Heidelberg/Rhein-Neckar, 31. Mai 2011 (red/pol) Personalrochaden bei der Polizei: Mannheims PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter (55) wird Inspektor der Polizei in Stuttgart und damit ranghöchster uniformierter Beamter im Land. Die Juristin Caren Denner (49), bislang Abteilungsdirektorin im RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe folgt als neue PolizeiprĂ€sidentin ab 01. Juli 2011. Auch weitere Posten wurden neu besetzt. Innenminister Reinhold Gall: „Ich möchte mit diesen Personalentscheidungen fĂŒr die betroffenen Dienststellen schnell Klarheit ĂŒber die jeweilige FĂŒhrung schaffen.“

Caren Denner ist ab Juli PolizeiprÀsidentin in Mannheim. Bild: Innenministerium

Der neue Innenminister Reinhold Gall (SPD) hat bei einer Pressekonferenz im Ministerium folgende Personalentscheidungen bekanntgegeben:

„Inspekteur der Polizei Dieter Schneider (57) wird PrĂ€sident des Landeskriminalamtes Baden-WĂŒrttemberg und Gerhard Klotter (55), bisher PrĂ€sident des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim, wird Inspekteur der Polizei. Leitender Kriminaldirektor Thomas ZĂŒfle (55), Leiter der Polizeidirektion TĂŒbingen, wird zum neuen PrĂ€sidenten des PolizeiprĂ€sidiums Stuttgart berufen.

Gerhard Klotter ist seit November 2007 PrĂ€sident des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim und war davor von 2000 bis 2004 Leiter der Wasserschutzpolizei in Baden-WĂŒrttemberg und von 2005 bis 2007 Gesamtverantwortlicher des Projektes zur Modernisierung der polizeilichen IuK-Systeme.

Der Inspekteur der Polizei fĂŒhrt die Aufsicht ĂŒber die vollzugspolizeiliche Arbeit in Baden-WĂŒrttemberg und ist Vertreter des LandespolizeiprĂ€sidenten. Er vertritt die Belange des Innenministeriums auf Bundesebene hinsichtlich FĂŒhrung, Einsatz und KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung der Polizei.

Die Abteilungsdirektorin im RegierungsprÀsidium Karlsruhe, Caren Denner (49), wird neue PrÀsidentin des PolizeiprÀsidiums Mannheim. Die Neubesetzungen erfolgen zum 1. Juli 2011, der Stuttgarter PolizeiprÀsident wird seinen Dienst am 1. Juni 2011 antreten.

Caren Denner, Juristin, war 2002 bis 2009 beim RegierungsprÀsidium Stuttgart und seit 2009 beim RegierungsprÀsidium Karlsruhe Leiterin verschiedener Referate mit polizeirechtlichen Inhalten.

Gerhard Klotter wird Inspektor der Polizei in Stuttgart. Bild: Innenministerium

Der Dienstbezirk des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim erstreckt sich auf den Stadtkreis Mannheim sowie die Gemeinden BrĂŒhl, Heddesheim, Ilvesheim, Edingen-Neckarhausen und Ladenburg im Rhein-Neckar-Kreis. Der Dienstbezirk umfasst eine FlĂ€che von 207 Quadratkilometer mit rund 372.000 Einwohnern. Die PersonalstĂ€rke des PolizeiprĂ€sidiums umfasst 1.268 MĂ€nner und Frauen, davon 1.112 im polizeilichen Vollzug.

Innenminister Reinhold Gall: „Ich möchte mit diesen Personalentscheidungen fĂŒr die betroffenen Dienststellen schnell Klarheit ĂŒber die jeweilige FĂŒhrung schaffen. Daher war es mir wichtig, eine Komplettlösung fĂŒr diese wichtigen FĂŒhrungsfunktionen in der Polizei zu schaffen. Die vier FĂŒhrungskrĂ€fte haben sich in ihren bisherigen Funktionen hervorragend bewĂ€hrt und bringen alle Voraussetzungen fĂŒr die ÃƓbernahme ihrer neuen Verantwortungsbereiche mit.“

Dieter Schneider war im Innenministerium von 1999 bis 2004 Landeskriminaldirektor und danach bis heute Inspekteur der Polizei. Er folgt auf Klaus Hiller, der im Januar in den Ruhestand getreten ist.

Das Landeskriminalamt Baden-WĂŒrttemberg (LKA BW) ist die kriminalpolizeiliche Zentralstelle des Landes. Ihm obliegt die fachliche Leitung und Beaufsichtigung der polizeilichen KriminalitĂ€tsbekĂ€mpfung sowie die Aufgaben einer polizeilichen Zentralstelle fĂŒr Planung, Einrichtung und Betrieb von Informationssystemen.

Das Landeskriminalamt Baden-WĂŒrttem­berg fĂŒhrt darĂŒber hinaus Ermittlungen in besonderen FĂ€llen in den Bereichen Terrorismus, Falschgeld, Rauschgift, Organisierte und WirtschaftskriminalitĂ€t. Der Dienstbezirk erstreckt sich auf das gesamte Land Baden-WĂŒrttemberg. BeschĂ€ftigt sind beim LKA 1.120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 696 Polizeivollzugsbeamte, aber auch Wissenschaftler, Ingenieure und Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Thomas ZĂŒfle folgt beim PolizeiprĂ€sidium Stuttgart auf Siegfried Stumpf, der Ende April 2011 aus gesundheitlichen GrĂŒnden in den Ruhestand getreten ist. ZĂŒfle leitet seit Januar 2007 die Polizeidirektion TĂŒbingen und war davor bereits ein Jahr beim PolizeiprĂ€sidium Stuttgart tĂ€tig, beauftragt mit der Leitung der Kriminalinspektion 1, zustĂ€ndig unter anderem fĂŒr Kapitaldelikte. Zuvor war ZĂŒfle Referent im Innenministerium und im Auslandseinsatz in Afghanistan.

Der Dienstbezirk des PolizeiprĂ€sidiums Stuttgart erstreckt sich auf den Stadtkreis der Landeshauptstadt Stuttgart. Er umfasst eine FlĂ€che von 207 Quadratkilometer mit rund 602.000 Einwohnern, fĂŒr deren Sicherheit 2.545 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen, davon 2.276 im Polizeivollzugsdienst.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog

Der Neue – Frank Hartmannsgruber im PortrĂ€t

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Erst 35 Jahre alt ist Frank Hartmannsgruber, der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Der Mann ist ehrgeizig, hat zwei Studien absolviert und bereits vielfĂ€ltige Aufgaben innerhalb der Polizei Baden-WĂŒrttemberg ĂŒbernommen.

Von Hardy Prothmann

Ganz sicher haben sich schon viele Menschen in Frank Hartmannsgruber getÀuscht. Und ganz sicher ist Frank Hartmannsgruber nicht schuld daran.

Es ist sein jugendliches Aussehen, weshalb ihn Menschen vielleicht nicht gleich so beurteilen, wie sie sollten. Ein Blick in seine Vita weist Frank Hartmannsgruber aber als „LeistungstrĂ€ger“ aus, wie ihn der Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter bei der AmtseinfĂŒhrung beschreibt.

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Revierchef Frank Hartmannsgruber bei seiner Antrittsrede vor Kollegen. Bild: hblog

Frank Hartmannsgruber hat „Polizist“ von der Pike auf gelernt – erst durch Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst, dann im Streifenwagen. SpĂ€ter studiert Hartmannsgruber und wird Diplomverwaltungswirt (FH). Es folgen verschiedene Stationen bei der Polizeidirektion Tauberbischofsheim beispielsweise im FĂŒhrungs- und Einsatzstab. Bei der Kriminalpolizei, Abteilung Rauschgift. Im RegierungsprĂ€sidium Stuttgart im Bereich Personalwesen. Er lehrt an der Adademie der Polizei in Wertheim. Er arbeitet beim Landeskriminalamt in Stuttgart. Und dann setzt er mit einem Zweitstudium seinen „Master“ obendrauf.

Der Mann weiß also, was er will: Leistung bringen. Er tritt zurĂŒckhaltend und sehr beherrscht auf, ist aber im GesprĂ€ch alles andere als auf den Mund gefallen. Dass er als Thema seiner Masterarbeit „HĂ€usliche Gewalt“ gewĂ€hlt hat, zeigt, dass er nicht nur auf die TĂ€ter schaut, sondern vor allem die Opfer im Blick hat.

Ganz sicher wirkt sein umgĂ€ngliches und besonnenes Auftreten auf die Menschen, denen er als Polizist begegnet: „Die Art und Weise ist entscheidend.“ Und damit er hier nicht falsch verstanden wird: „Je nach Situation kann aber auch eine gewisse Strenge erforderlich sein.“

Frank Hartmannsgruber ĂŒbernimmt gemessen an der Zahl der Einwohner das zweitgrĂ¶ĂŸte Polizeirevier des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim. „Sicher ist dieses Revier kein Ort der GlĂŒckseligkeit, aber gegenĂŒber der Kernstadt ist hier die Welt noch in Ordnung“, sagte sein Chef, der PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter zur AmtseinfĂŒhrung. Neben vier Gemeinden des Rhein-Neckarkreises wie Ladenburg und Heddesheim „betreut“ das Ladenburger Revier auch die Mannheimer Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld. Da Personal abgebaut wird, zĂ€hlt das Reviere kĂŒnftig 67 Beamte (71). „Das kann man nicht als ĂŒppig bezeichnen, sondern eher als schlank“, sagt Gerhard Klotter.

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Polizeilicher KleiderstĂ€nder bei der AmtseinfĂŒhrung. Bild: hblog

Trotz der „schlanken Struktur“ hat Frank Hartmannsgruber fĂŒr sich und sein Revier ein klares Ziel definiert: „Die Menschen sollen sich subjektiv und objektiv sicher fĂŒhlen können. Das ist eine Basisaufgabe der Polizei.“

Und er will am Image der Polizei arbeiten und eine „offensive Öffentlichkeitsarbeit“ betreiben. FĂŒr ihn ist die Polizei auch ein Dienstleister. Die Kunden sind die BĂŒrger: „Wir sind der Ansprechpartner fĂŒr die großen und kleinen Sorgen der Menschen.“

Von einem persönlichen Unfall wĂ€hrend eines Streifendienstes hat Hartmannsgruber sich körperlich gut erholt. Seit dieser Erfahrung weiß er aber, wie wichtig es ist, sich selbst und die Kollegen zu schĂŒtzen. Den Eigenschutz hat er deswegen zu einem seiner Schwerpunkte gemacht.

Frank Hartmannsgruber findet in Ladenburg ein gut gefĂŒhrtes Revier vor. Seit Januar leitete sein Stellvertreter Walter Berka „kommissarisch“ das Revier. Berka ist ein Ă€ußerst erfahrener Beamter, der ebenso wie Hartmannsgruber Wert auf eine tadellose Leistung der Polizeibeamten legt und sich dafĂŒr interessiert, was im Revier los ist: sowohl intern als auch „draußen“. Der Maßstab fĂŒr beide ist eine hohe QualitĂ€t polizeilicher Arbeit.

Beide legen viel Wert auf Kommunikation- sicher ein moderner Weg fĂŒr die Polizei sich ein gutes Image in der Mitte der Gesellschaft zu erarbeiten.

DemnĂ€chst wird Frank Hartmannsgruber auch in Ladenburg wohnen und bald wird seine Frau ihm folgen. Zur Zeit sind beide noch ein wenig im „Umzugsstress“.

Und Frank Hartmannsgruber interessiert sich fĂŒr Land und Leute. Und die Kollegen helfen ihm beim Sprachkurs „KurpfĂ€lzisch“.
„Also, los gehts.“ Frank Hartmannsgruber grinst und sagt: „Alla hopp.“

„Wir als Polizei sind auch Dienstleister“

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg heißt Frank Hartmannsgruber. Der 35-jĂ€hrige Polizeirat wurde heute offiziell in sein Amt eingefĂŒhrt. Der Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter lobte die „Leistungsbereitschaft“ seines Kollegen. Das heddesheimblog hat den neuen Revierleiter im Interview befragt, wo Frank Hartmannsgruber Schwerpunkte setzen wird und wie er das Revier Ladenburg leiten will.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Hartmannsgruber, was werden Ihre Schwerpunkte als Leiter des Polizeireviers Ladenburg sein?
Frank Hartmannsgruber: „Ganz klar der Erhalt und die Verbesserung sowohl des subjektiven als auch des objektiven SicherheitsgefĂŒhls der Bevölkerung. Das ist aus meiner Sicht eine besonders wichtige Aufgabe der Polizei.“

Wie setzt man einen solchen Vorsatz um?
Hartmannsgruber: „Indem die Kollegen viel Einsatz- und Leistungsbereitschaft zeigen, dabei aber mit Augenmaß vorgehen.“

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PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter und Revierleiter Frank Hartmannsgruber bei der AmtseinfĂŒhrung. Bild: hblog

Heißt, wenn ich mal falsch parke, kann ich mit Ihren Kollegen darĂŒber reden?
Hartmannsgruber (lacht): „Reden können Sie immer mit uns. Sich mĂŒssen aber auch damit rechnen, dass Sie nicht nur positive Erfahrungen mit uns machen, falls Sie gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen, also falsch parken oder zu schnell fahren. Die Polizei ist auch dazu da, VerstĂ¶ĂŸen nachzugehen.“

Sie selbst haben sich vorgenommen, dass das „gute VerhĂ€ltnis zwischen BĂŒrgern und Polizei“ weiter verbessert wird. Was haben Sie in der Sache vor?
Hartmannsgruber: „Das ist eine Haltungsfrage. Ich selbst bin fĂŒr die BĂŒrger ansprechbar und erwarte das von meinen Kollegen ebenso. Ich bin ĂŒberzeugt davon, dass eine offene Kommunikation, also im GesprĂ€ch zu sein und zu bleiben, viele Probleme auf ganz einfache Art und Weise löst. Wenn man miteinander spricht, ist vieles einfacher.“

Sind Sie ein Softie à la „Lass uns drĂŒber reden“?
Hartmannsgruber: „Sie können davon ausgehen, dass ich als Polizeibeamter und Revierleiter auch hart durchgreife, wenn eine bestimmte Situation keine andere Möglichkeit zulĂ€sst. Besser ist es, wenn weder die Kollegen noch ich das tun mĂŒssen. Deswegen setze ich auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit und bestĂ€rke die Kollegen darin, das wir als Polizei auch Dienstleister sind.“

Klingt sehr modern – lernt man das im Studium?
Hartmannsgruber: „Dort lernt man jede Menge, auch moderne Formen der Kommunikation. Ich halte das fĂŒr eine gute Sache.“

Sie verlangen von Ihren Kollegen auch die Umsetzung „betriebswirtschaftlicher GrundsĂ€tze“. Was heißt das?
Hartmannsgruber: „Wir als Polizei sind kein Wirtschaftsbetrieb, mĂŒssen aber trotzdem mit unseren Etats wirtschaften. Die Mittel werden nicht mehr, sondern sind knapp. Betriebswirtschaftliches Denken hilft, diese Mittel effektiv einzusetzen.“

„Ich suche und will den Kontakt zu den BĂŒrgern.“ Frank Hartmannsgruber

Ihr ZustĂ€ndigkeitsbereich ist – statistisch betrachtet – ein eher „ruhiges“ Revier. Was wollen Sie noch verbessern?
Hartmannsgruber: „Die Verkehrssicherheit ist fĂŒr mich ein zentrales Thema. Dazu braucht es leider Kontrollen, die wir konsequent durchfĂŒhren. Gleichzeitig spielt auch hier die Kommunikation wieder eine große Rolle. Ich wĂŒnsche mir, dass die Menschen sich im Verkehr vernĂŒnftig und rĂŒcksichtsvoll verhalten. Das werden wir auf diesen beiden Wegen unterstĂŒtzen.“

Wollten Sie schon immer Polizist werden, vielleicht aus einer Familientradition heraus?
Hartmannsgruber: „Nein. Ich bin der erste Polizeibeamte in meiner Familie. Als Abiturient bin ich auf die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei aufmerksam geworden und habe mich direkt nach der Schule beworben.“

Muss man einen besonderen Gerechtigkeitssinn haben? Reizt die Macht?
Hartmannsgruber: „Ohne einen bewussten Gerechtigkeitssinn wird man eher kein Polizist. Das ist schon wichtig. Der Machtgedanke hat fĂŒr mich ĂŒberhaupt keine Bedeutung. Das wĂ€re die falsche Haltung fĂŒr einen Polizisten. Man hat als Polizeibeamte sicher eine Art von „Macht“, die vom BĂŒrger so wahrgenommen wird. Die ist aber vom Staat geliehen und muss mit Verantwortung wahrgenommen werden.“

Die kommenden drei Jahre wird die Personalausstattung sehr angespannt sein. Wir soll das Polizeirevier Ladenburg die Lage meistern?
Hartmannsgruber: „Wir mĂŒssen alle eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen. Dazu gibt es keine Alternative. Ich bin aber sicher, dass meine Kollegen darauf vorbereitet sind und das leisten werden.“

Sie sind jetzt knapp zwei Monate vor Ort im Dienst. Was wĂŒrden Sie in eine Bericht ĂŒber die Zeit schreiben?
Hartmannsgruber: „ZunĂ€chst, dass ich hier ein Revier mit motivierten Kollegen vorgefunden habe, die mich sehr freundlich als neuen Leiter aufgenommen haben. Mein Kollege und Stellvertreter Walter Berka hat mir mit seiner großen Erfahrung und seiner umfassenden Kenntnis das Reviers schnell nĂ€her gebracht. Wir sind schon jetzt ein gutes Team. Außerdem lerne ich schon eifrig KurpfĂ€lzisch, damit ich auch wirklich „im GesprĂ€ch sein kann.“

Wird man Sie selbst im Dienst auf der Straße erleben oder haben Sie eher eine verwaltende TĂ€tigkeit?
Hartmannsgruber: „Als Revierleiter habe ich natĂŒrlich viele administrative Aufgaben. Sie werden mich aber hĂ€ufig auch auf der Straße in Uniform antreffen, damit ich im Kontakt mit den BĂŒrgern bin. Da werde ich mich nicht von den Kollegen unterscheiden.“

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Frank Hartmannsgruber ist neuer Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Bild: hblog

Zur Person:
Frank Hartmannsgruber (35) wurde in Wertheim geboren. Er ist seit kurzem verheiratet. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis.
ZunĂ€chst absolvierte er 1995 nach dem Abitur eine Ausbildung fĂŒr den mittleren Polizeidienst und fuhr danach zwei Jahre lang „Streife“ in Ludwigsburg. Danach studierte Hartmannsgruber mit Abschluss Diplomverwaltungswirt (FH) zum gehobenen Polizeivollzugsdienst in Villingen-Schwenningen.
Nach dem Studium wurde er zum Polizeikommissar ernannt. Es folgten wechselnde TĂ€tigkeiten bei der Polizeidirektion, der Kriminalpolizei und dem Landeskriminalamt. Hartmannsgruber absolvierte ein zweites Studium und machte seinen „Master“ zum Thema „HĂ€usliche Gewalt“. Erst kĂŒrzlich wurde Hartmannsgruber zum Polizeirat ernannt.
Seit 01. Oktober 2009 ist Frank Hartmannsgruber Leiter des Polizeireviers Ladenburg, am 19. Oktober hat er seinen Dienst angetreten, am 11. November war die offizielle AmtseinfĂŒhrung durch den Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter.