Freitag, 24. November 2017

F├╝nfw├Âchige Sperrung

Erneuerung der Wirtschaftswege Teilabschnitt Mooshof

Heddesheim, 20. M├Ąrz 2012. (pm) Wegen der Erneuerung des Wirtschaftsweges im Teilabschnitt Mooshof ab dem 26. M├Ąrz muss der Wirtschaftsweg zwischen Heddesheim-Muckensturm und Mooshof voll gesperrt werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich f├╝nf Wochen dauern, teilt die Gemeinde mit.

Die lange Bauzeit ist erforderlich, da bei der Verfestigung des Untergrunds Zement eingearbeitet wird. Erst rund vier Wochen nach Abschluss der Arbeiten ist der Weg wieder belastungsf├Ąhig und kann befahren werden.

F├╝r die auftretende Beeintr├Ąchtigung bitten wir um Ihr Verst├Ąndnis.

Am 06. Februar beginnen die Schnittarbeiten

Pflegearbeiten am Landgraben

Heddesheim, 03. Februar 2012. (red/pm) Am Landgraben in Heddesheim werden im Bereich Minigolfplatz bis zur „Insel“ Pflegearbeiten durchgef├╝hrt. Die folgenden zwei Wochen kann es durch die stattfindenden Arbeiten zu Beeintr├Ąchtigungen kommen.

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Am Montag, 6. Februar, beginnen die Pflegearbeiten zur Unterhaltung des Landgrabens. Im Bereich des Minigolfplatz bis zur „Insel“ werden die B├Ąume und Str├Ąucher durch den Landgrabenverband geschnitten und der Wasserlauf nachmoduliert.

Die Arbeiten werden ca. zwei Wochen dauern.

F├╝r auftretende Beeintr├Ąchtigungen bittet der Landgrabenverband um Verst├Ąndnis.“

Heddesheimer Weihnachtsmarkt

Foto: Gemeinde Heddesheim

Foto: Gemeinde Heddesheim

Heddesheim, 02. Dezember 2011. (red/pm) Am Samstag und Sonntag, den 3. und 4. Dezember, findet in Heddesheim auf dem Dorfplatz ein Weihnachtsmarkt statt. Der Weihnachtsmarkt findet in Kooperation des Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) und der Gemeinde statt. Neben etwa 30 Verkaufsst├Ąnden von Ausstellern und Vereinen gibt es ein adventliches Musik- und Showprogramm.

Der ├ťbersicht entnehmen Sie das geplante Programm: [Weiterlesen…]

Gemeinde informiert ├╝ber „Sommerpausen“


Heddesheim, 07. Juli 2011. (red/pm) Nachstehend finden Sie eine ├â┼ôbersicht ├╝ber die Schlie├čung der gemeindlichen Einrichtungen w├Ąhrend der Sommerpause. Wie in den letzten Jahren sind die Hallen nur noch die ersten drei Wochen der Sommerferien geschlossen, so dass sie die zweite H├Ąlfte voll genutzt werden k├Ânnen.

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Die genauen Schlie├čzeiten der einzelnen Einrichtungen lauten wie folgt:

Hallenbad 29.07. bis 04.09.2011
Volkshochschule 28.07. bis 11.09.2011
Nordbadenhalle 1 28.07. bis 21.08.2011
Nordbadenhalle 2 28.07. bis 21.08.2011
B├╝rgerhaus 01.08. bis 21.08.2011
Turnhalle Hans-Thoma-Schule 01.08. bis 21.08.2011
Turnhalle Johannes-Kepler-Schule 01.08. bis 21.08.2011
Feuerwehrger├Ątehaus 01.08. bis 21.08.2011
Kommunaler Kindergarten 01.08. bis 21.08.2011

Das Jugendhaus bleibt auch w├Ąhrend der Sommerferien zu den gewohnten Zeiten ge├Âffnet.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Die Gemeinde Heddesheim pr├Ąsentiert sich neu im Internet – als Kopie


Guten Tag!

Heddesheim, 31. Januar 2011. Irgendwann in den fr├╝hen Morgenstunden ist der neue Internetauftritt der Gemeinde Heddesheim online gegangen. Was auf den ersten Blick ganz h├╝bsch aussieht, ist leider nur die Kopie einer Vorlage, die von der Firma hitcom new media als Standardl├Âsung verkauft wird. Das funktioniert so ├Ąhnlich wie bei Douglas, wo man ein Produkt verschiedenartig und doch immer gleich verpacken lassen kann.

Von Hardy Prothmann

Die erste gro├če ├â┼ôberraschung in Sachen neuer Internetauftritt war der Gemeinderat Reiner Hege (CDU): „Das ist eine gelungene Homepage“, bewertete der Landwirt die Pr├Ąsentation der neuen Website voller Zuversicht und outete sich damit unerwarteterweise als Internetexperte.

Die zweite Ãœberraschung war, dass die Seite laut Gemeinderatsunterlage bereits am Freitag online gehen sollte, aber ohne Nennung von Gründen erst heute online ging.

B├╝rgerfreundlich ohne B├╝rger zu fragen.

Die dritte ├â┼ôberraschung war die Aussage, dass man eine „b├╝rgerfreundliche“ Seite geschaffen h├Ątte. Als ich nachfragte, wieviele B├╝rgerinnen und B├╝rger denn in den Planungsprozess mit einbezogen worden waren, entstand erst eine Pause, dann polterte B├╝rgermeister Michael Kessler: „Die Gemeindeangestellten sind auch B├╝rger.“ Damit war dieser Punkt auch gekl├Ąrt.

Gibt es weitere ├â┼ôberraschungen? Einige. Beispielsweise f├╝r die Besucher, vor allem, wenn sie nicht sehr gut sehen k├Ânnen oder Probleme haben, Kontraste zu erkennen. Die „Hausschrift“ ist tendenziell zu klein und je nach Rubrik auch farbig. Vor allem die „Hausfarbe“ Ocker ist tendenziell sehr schlecht zu lesen.

Die ockerfarbene Schrift l├Ąsst sich nicht gut lesen - die Men├╝f├╝hrung ist zumindest "├╝berraschend".

Auch ist eine Farbf├╝hrung, die man aus der Neub├╝rgerbrosch├╝re ├╝bernommen hat, leider kein geeignetes Mittel zur Orientierung, um sich auf der Seite zurechtzufinden. Online funktioniert anders als Print.

Wer ├╝ber die sechs Rubriken Aktuelles, Unsere Gemeinde, Rathaus, Bildung&Soziales, Freizeit, Wirtschaft&Bauen nicht zurechtkommt, wird das anhand von Ocker, Pink, Gr├╝n und Blau erst recht nicht schaffen.

Sieht fast aus wie Heddesheim, das Angebot der Gemeinde Grenzach-Whylau. Kein Wunder, beide Angebote sind Standardl├Âsungen.

Der hitcom new media-Gesch├Ąftsf├╝hrer Steffen Hemberger erkl├Ąrte in der Gemeinderatssitzung, der Auftritt umfasse rund 5.500 Seiten. Das ist mehr als erstaunlich, weil diese Information garantiert falsch ist. Der Auftritt basiert auf dem Content-Management-System ceasy. Das funktioniert so: Es wird eine Art Folie programmiert und je nachdem, was man anklickt, werden die Inhalte dynamisch aus einer Datenbank abgerufen und f├╝llen diese „Seite“, die so aber gar nicht existiert.

Die Sortierung der Rubriken ist leider auch nicht b├╝rgerfreundlich gelungen. So erscheinen die ├ľffnungszeiten unter Punkt 5 unter Rathaus. Eine wesentliche Information, wenn „man aufs Rathaus“ muss – leider nicht sofort erreichbar.

Die „Dienstleistungen A-Z“ sind sicherlich sinnvoll, wenn man eine bestimmte sucht. Ganz sicher gibt es einige Dienstleistungen, die viel h├Ąufiger als andere in Anspruch genommen werden. Die k├Ânnte man auf einen Blick darstellen. Die Liste der Mitarbeiterinnen steht sogar an Punkt 8. Warum so weit hinten? An Punkt vier stehen Satzungen und Ortsrecht. Ob die so oft aufgerufen werden?

Gott hab sie selig - die alte Website der Gemeinde Heddesheim.

Und die exklusivste Information, amtliche Mitteilungen der Gemeinde, findet man nur schwer zwischen Gemeindenachrichten, die zu allem m├Âglichen verfasst werden. Dazu gibt es kleine Fotos, die die Orientierung nicht wirklich erleichtern.

Das ist auch kein Wunder. Denn anders, als Steffen Hemberger behauptet hat, handelt es sich keineswegs um eine individuelle Programmierung f├╝r die Gemeinde Heddesheim, sondern nur um eine optische Anpassung die auf einer Standardl├Âsung basiert. Sicher, hier und da weichen Men├╝punkte ab, aber insgesamt entspricht der Auftritt beispielsweise dem der Gemeinde „Grenzach-Wyhlen“.

Ma├čgeschneidert? Von wegen.

Da hitcom new media L├Âsungen von der Stange verkauft, kann man nicht erwarten, nach den individuellen Bed├╝rfnissen der Gemeinde eine „ma├čgeschneiderte“ L├Âsung zu erhalten.

Der Aufbau der Startseite ist auch wenig ├╝berzeugend. Wo ist der Unterschied zwischen „Neuigkeiten aus unserer Gemeinde“ und „Aktuelle Nachrichten“? M├╝sste nicht die Meldung „Neue Internetseite online“ bei Nachrichten statt Neuigkeiten stehen? Wie neu ist eine „Neuigkeit“, die vom 13. Januar ist und am 31. Januar 2011 immer noch angezeigt wird? Und was ist an der „Energieberatung“ eine „Aktuelle Veranstaltung“? Ist das nicht eher ein Termin?

Ein guter Service sind die Lagepl├Ąne – sofern sie angeboten werden. Bei vielen Vereinen fehlt das. Was in der Vorstellung als „eine Schnittstelle zur elektronischen Fahrplanauskunft Baden-W├╝rttemberg“ angepriesen wurde, ist nichts anderes als ein einfacher Link, den k├Ânnen Sie auch hier klicken: Elektronische Fahrplanauskunft Baden-W├╝rttemberg. (Diese „Schnittstellenprogrammierung“ hat uns 5 Sekunden gekostet.)

Es gibt einige Formulare, die man ausdrucken kann, um sie dann „per Post“ oder sogar pers├Ânlich auf die Gemeinde zu bringen. Ganz ehrlich? Was soll das? Da kann man sich das Geld sparen, gerade, wenn man einen teuren Tintenstrahldrucker hat und gleich „aufs Rathaus“ gehen.

Ganz h├╝bsch. Und weiter?

Der neue Internetauftritt ist um einiges besser als der alte – der ├╝brigens auch schon vor zehn Jahren f├╝rchtlich h├Ą├člich war. Ein echter „Wurf“ ist nicht gelungen. Man kann davon ausgehen, dass der Auftrag einiges gekostet hat – ob man mit dem Ergebnis zufrieden sein kann, ist eine andere Frage.

Sehr gespannt darf man sein, was die Pr├Ąsenz als „Facebook„-Seite sein soll. Bislang ist hier eher wenig an Informationen zu finden und man darf vermuten, dass sich hier auch nicht viel tun wird. Vermutlich werden Inhalte von der Homepage hierherkopiert und das wars.

Alles andere w├╝rde eigenverantwortliches Handeln durch Gemeindeangestellte voraussetzen. Und das w├Ąre dann doch sehr ├╝berraschend.

Auch wenig ├╝berraschend ist, dass die Seite auf die Internetangebot des Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckarzeitung und der Weinheimer Nachrichten verweist, weiterhin haber nicht auf das heddesheimblog mit st├Ąndig aktuellen Nachrichten verlinkt. Das hat das heddesheimblog mit der Polizei gemein. Auf die wird auch nicht verlinkt.

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist f├╝r das heddesheimblog verantwortlich sowie partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim.

Wie die Gemeinde Heddesheim ihre B├╝rgerInnen „informiert“

Guten Tag

Heddesheim, 23. September 2010. (red) Am 27. Juli 2010 haben wir die Gemeinde Heddesheim gebeten, unser Angebot auf der homepage der Gemeinde zu verlinken. Unsere Anfrage wurde weder umgesetzt noch beantwortet.

Von Hardy Prothmann

Die Gemeinde Heddesheim verweist auf Ihrer homepage auf regionale Medien: „Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes aus der n├Ąheren Region“.

Am 27. Juli 2010, also vor knapp zwei Monaten, haben wir die Gemeinde angeschrieben und darum gebeten, dort ebenfalls verlinkt zu werden. Nicht, weil wir uns davon einen „gesch├Ąftlichen Vorteil“ versprechen, denn wir gehen davon aus, dass diese Seite, die selbst keine Nachrichten enth├Ąlt, vermutlich nicht sehr h├Ąufig angeklickt wird.

regionales

Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes aus Mannheim, St. Leon-Rot, Weinheim - nur ja nicht aus Heddesheim, wird auf der homepage der Gemeinde verlinkt.

Wir haben dies eher aus formalen Gr├╝nden getan. Die Seite listet Medien der Region auf. Ganz besonders wird dabei das Unternehmen Nussbaum Medien hervorgehoben. Das ist der Verlag aus St. Leon-Rot, der das Mitteilungsblatt verlegt.

Wir sind im Gegensatz zu allen anderen Medien in Heddesheim angesiedelt und gingen davon aus, dass die Gemeinde Heddesheim dieses einzigartige Informationsangebot aus Heddesheim f├╝r Heddesheim sicherlich gerne den Heddesheimer B├╝rgerInnen empfiehlt.

Leider scheinen wir hier falsch zu denken. Unser Schreiben wurde weder beantwortet, noch wurde unserer Bitte entsprochen.

Vermutlich hat der Verwaltungschef Michael Kessler kein Interesse daran, lokales Angebote zu f├Ârdern. Da sind ihm Betriebe aus St. Leon-Rot, aus Mannheim, aus Weinheim und anderen Standorten n├Ąher – immerhin kann er sich hier darauf verlassen, dass diese Medienbetriebe brav seine Sicht der Dinge wiedergeben.

F├╝r teure Steuergelder wird gerade an einer neuen homepage der Gemeinde Heddesheim gearbeitet. Ob bei dieser Haltung des Chefs der Gemeindeverwaltung eine sinnvolle Investition herauskommt, darf bezweifelt werden.

Verlinkungen geh├Âren zum guten Ton und sind eine Selbstverst├Ąndlichkeit im Netz. Wir werden weiter auf die homepage der Gemeinde und auf Angebote anderer Medien verlinken, weil das f├╝r uns dazu geh├Ârt und ganz klar im Sinne der Transparenz passiert.

Herr Kessler und sein Online-Verantwortlicher Florian Schmid k├Ânnen weiter versuchen, uns totzuschweigen und so tun, als w├╝rde das heddesheimblog nicht „Nachrichten, Interessantes und Berichtenswertes“ Tag f├╝r Tag ver├Âffentlichen.

Da das heddesheimblog aber zu den bekanntesten lokalen Medien in Deutschland geh├Ârt, sind diese Herren aber auch f├╝r den enormen Image-Schaden verantwortlich, den sie „ihrer“ Gemeinde antun.

Aus welchen Gr├╝nden auch immer.

Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Heute berichtet der Mannheimer Morgen unter der ├â┼ôberschrift „Die Sanierung geht weiter“ ├╝ber den Ammoniak-Unfall an der Eisbahn vom Montag. Angeblich hat der Redakteur Hans-J├╝rgen Emmerich einen vierspaltigen Bericht geschrieben. Doch das ist eine T├Ąuschung.

Von Hardy Prothmann

Die Zeitungsbranche ist bundesweit in der Krise – mehrere hundert festangestellte Redakteure haben allein im vergangenen Jahr ihre Jobs verloren. Der Grund: Verluste im Anzeigengesch├Ąft und vor allem die stetigen Abo-R├╝ckg├Ąnge stetzen den Zeitungen massiv zu – und daf├╝r gibt es Gr├╝nde.

Im Anzeigenbereich haben die Zeitungen die fr├╝heren „Goldgruben“, die so genannten „Rubrikenm├Ąrkte“ Auto, Jobs, Immobilien l├Ąngst an Internetangebote verloren. Und auch im Nachrichtenbereich habe es die Zeitungen zunehmend schwerer, gegen die Internetkonkurrenz anzugehen. Fast jede Nachricht gibt es schon am Vortag meist viel ausf├╝hrlicher und kostenfrei im Internet – sei es Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur.

Qualitatives Problem bei der Berichterstattung.

Hinzu kommt ein qualitatives Problem in der Berichterstattung. Statt eigene Recherche zu leisten und eigene Gedanken zu verarbeiten, transportieren Zeitungen immer h├Ąufiger vorgefertigte Berichte. Und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

emmerich

Umgeschriebene Pressemitteilung wird als "eigener Bericht" ausgegeben. Quelle: MM

So auch heute im Mannheimer Morgen. Der Bericht unter der ├â┼ôberschrift „Die Sanierung geht weiter“ ist angeblich durch den Redakteur Hans-J├╝rgen Emmerich geschrieben worden. Vierspaltig mit gro├čem Aufmacherfoto. Tats├Ąchlich handelt es sich bei dem „Redakteursbericht“ um eine umgeschriebene Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim.

Ist das Umschreiben einer Pressemitteilung eine „journalistische“ Leistung, die es rechtfertigt, dass ein Redakteur dies als eigene, unabh├Ąngige Berichterstattung ausgibt? Immerhin steht er f├╝r seinen Namen damit ein.

Mogelpackung.

Oder kann oder muss man das nicht eher als eine gedruckte Bankrotterkl├Ąrung verstehen? Journalismus lebt vor allem von der Glaubw├╝rdigkeit. Dazu geh├Ârt, dass Journalisten die von ihnen ver├Âffentlichten Informationen sorgf├Ąltig pr├╝fen, nachrecherchieren und ihre Quellen belegen. Dazu geh├Ârt, dass wo „MM“ oder „Emmerich“ draufsteht, das auch drin sein sollte. Alles andere ist eine Mogelpackung.

Hans-J├╝rgen Emmerich benennt mehrfach seine „Quelle“, die Gemeinde Heddesheim. Soweit in Ordnung. Dass aber der ├╝berwiegende Teil des Textes 1:1 ├╝bernommen ist und nur hier und da ein wenig umgeschrieben wurde – dar├╝ber informiert er die LeserInnen nicht. Eine Information hat er tats├Ąchlich nachrecherchiert, die nicht in der Pressemitteilung vorhanden war: 20.000 Euro sind f├╝r die Sanierungsarbeiten im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

Diese Praxis, sich fremde Inhalte anzueignen und so zu tun als ob, ist allerdings gang und g├Ąbe bei vielen Zeitungen, denen der journalistische Anstand l├Ąngst abhanden gekommen ist. Diese Praxis l├Ąuft meist nach einem einfachen Muster ab. Es gibt eine Textvorlage, eine Presseinformation, einen PR-Artikel oder eine dpa-Meldung, man „recherchiert“ ein, zwei Fakten zus├Ątzlich und schwupsdiwups tut man so, als sei das eine eigenst├Ąndige Leistung und schreibt seinen Namen dr├╝ber. Damit macht sich der MM selbst zum journalistischen Sanierungsfall.

Nicht immer ist eine Pr├╝fung und Nachrecherche f├╝r Redaktionen einfach. Der B├╝rgermeister Michael Kessler hat zum Beispiel wegen der intensiven Recherchen und der aus seiner Sicht missliebigen Berichte im heddesheimblog seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst – sie d├╝rfen dem heddesheimblog keine Auskunft erteilen (was viele aber doch tun und dabei wissen, dass wir unsere Quellen sch├╝tzen). Der Mannheimer Morgen hat dieses Problem nicht, denn der berichtet meist so, wie sich der B├╝rgermeister das vorstellt.

Gr├╝nde der Kritik.

Unsere Kritik an der Arbeit des Mannheimer Morgen hat verschiedene Gr├╝nde: Ganz klar stehen wir mit der Zeitung in Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Journalistisch betrachten wir den MM schon lange nicht mehr als Konkurrenz, weil dessen Lokalberichterstattung ├╝berwiegend frei von eigener Recherche und journalistischer Kompetenz ist. Ganz im Gegenteil findet hier h├Ąufig eine „interessierte“ Berichterstattung statt und noch viel schlimmer: ├â┼ôber Dinge, die der Redaktion und den „guten Verbindungen“ nicht passen, wird erst gar nicht berichtet.

Es gibt aber noch einen viel gewichtigeren Grund, warum wir ├╝ber die aus unserer Sicht mangelhafte Berichterstattung informieren: Wir nehmen unsere LeserInnen ernst, genauso, wie unsere Aufgabe, die B├╝rgerInnen umfassend, wahrhaftig und vor allem unabh├Ąngig zu informieren. Dabei verweisen wir auch auf die Arbeit von anderen Redaktionen, wenn diese einen „Mehrwert“ an Informationen f├╝r die LeserInnen haben. Denn keine Redaktion dieser Welt hat immer alle Informationen und setzt jedes Thema immer am besten um – wer das behauptet, l├╝gt.

Verlorene Exklusivit├Ąt. Verlorene Glaubw├╝rdigkeit.

Zur├╝ck zum Internet. Die Lokalberichterstattung war bis vor einiger Zeit der einzig „exklusive“ Inhalt, den Lokalzeitungen noch hatten. Doch auch hier verliert die Zeitung an „Exklusivit├Ąt“, also an Wert, in dem Ma├č, in dem eine solide Lokalberichterstattung auch im Internet stattfindet.

Schneller, hintergr├╝ndiger, transparenter, sind drei Eigenschaften von Internet-Angeboten, die den Zeitungen bundesweit zu schaffen macht. Es gibt l├Âbliche Ausnahmen wie die Stuttgarter Zeitung oder die Rhein-Zeitung in Koblenz, die mit journalistischem Ehrgeiz ausgestattet sind.

Der Mannheimer Morgen geh├Ârt definitiv nicht dazu. Ein Beispiel? Im „Fall“ Kachelmann ist es der Zeitung wieder einmal nicht gelungen, journalistisch der bundesweiten Konkurrenz voraus zu sein. ├â┼ôberall in der Republik konnte man meist exklusivere Nachrichten zur Sache lesen, als im „MM“. Das war auch so beim „Peter Graf“-Prozess oder dem „Flowtex“-Skandal, um nur zwei weitere prominente Beispiele zu nennen.

Stattdessen feiert die Zeitung Vereine, Fasching, Feste ab. Dabei handelt es sich um „Terminjournalismus“. Zu den Terminen werden „Reporter“ geschickt, die schreiben auf, was man ihnen sagt oder wie im Fall Emmerich, schreiben sie einfach mal eine Pressemitteilung um und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

Dem Anspruch, als „4. Gewalt“ Beh├Ârden, ├âÔÇ×mter, Institutionen, Firmen und andere im Sinne der ├ľffentlichkeit zu kontrollieren, kommt eine solche Presse l├Ąngst nicht mehr nach. Und da es immer noch viele (vor allem ├Ąltere) Menschen gibt, die sich nur aus einer Quelle, der Zeitung, „informieren“, hat das auch nachteilige Wirkungen auf unser demokratische Gesellschaft.

Es gibt noch mehr Gr├╝nde, warum der Mannheimer Morgen durch das heddesheimblog h├Ąufig kritisiert wird. Ich habe als Student meine ersten journalististischen Erfahrungen bei dieser Zeitung gesammelt und war von 1991-1994 freier Mitarbeiter dieser Zeitung, die einstmals einen wirklich guten Ruf hatte und bekannte Journalisten hervorgebracht hat, beispielsweise Hugo M├╝ller-Vogg, der sp├Ąter langj├Ąhriger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war und heute als Kolumnist f├╝r die Bild-Zeitung t├Ątig ist. Fr├╝her habe ich gerne diese Zeitung als Referenz genannt, heute muss man sich schon fast daf├╝r sch├Ąmen.

Journalistische Ehre

Der Hauptgrund aber ist und bleibt die journalistische Haltung: Die Menschen haben ein Recht darauf, ordentlich und transparent informiert zu werden.

Es ist auch eine Frage der journalistischen Ehre: Sie, liebe Leserinnen und Leser, k├Ânnen sich beim heddesheimblog darauf verlassen, dass, wo heddesheimblog drauf steht, auch heddesheimblog drin ist.

Auch wir ├╝bernehmen hin und wieder fremde Berichte und Pressemitteilungen – so auch zum aktuellen Thema „Ammoniak-Unfall“ an der Eisbahn. Aber wir ordnen die Information so ein, dass unsere LeserInnen wissen, wer diese Information verfasst hat.

Anmerkung der Redaktion: Wer sich die M├╝he machen will, kann die Pressemitteilung der Gemeinde mit dem Bericht des Mannheimer Morgen vergleichen.

Der Ammoniak-Unfall aus Sicht der Gemeinde

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Die Gemeinde Heddesheim hat auf den Gas-Unfall auf der Eisbahn am Montag mit einer Pressemitteilung reagiert. Die liest sich fast so, als sei der Unfall eingeplant gewesen. Alles in Ordnung, nix passiert, alles im Plan. Ist das so?

Die Redaktion hatte die Gemeinde wie gewohnt schriftlich angefragt – denn der B├╝rgermeister hat ja bekanntlich ein Sprechverbot der Mitarbeiter gegen├╝ber dem heddesheimblog erlassen. Unsere Presseanfragen m├╝ssen an die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de gesendet werden.

Am Montag, den 06. September 2010, um 18:50 Uhr haben wir die Gemeinde angeschrieben, am darauffolgenden Mittwoch um 11:46 Uhr die Antwort erhalten:

  1. Wieso wurden die Rohrleitungen sandgestrahlt?
  2. Wann war die letzte Sicherheits├╝berpr├╝fung der Anlage?
  3. Wer hat diese vorgenommen?
  4. Muss man nicht davon ausgehen, dass ├â┼ôberpr├╝fungen zu lasch durchgef├╝hrt worden sind? Denn ein solcher Rohrfra├č entsteht sicherlich nicht binnen kurzer Zeit?
  5. Gab es eine Sicherheitseinweisung f├╝r die Arbeiter?
  6. Nach unseren Informationen sind einige der Rohre deutlich von Rost angefressen. Wieso sind diese Rohre nicht l├Ąngst ausgetauscht worden?
  7. Da die Feuerwehr das Gas mit Wasser niedergeschlagen hat, ist von einer Basenbildung auszugehen. Sind hier weitere Sch├Ąden an der Anlage entstanden?
  8. Liegen schon Informationen vor, wie hoch die Sch├Ąden sind?
  9. Welches Notfallkonzept gibt es f├╝r den Fall, dass w├Ąhrend des Eisbahnbetriebs Ammoniak austreten sollte?
  10. Ist die Gemeinde schadensersatz-/schmerzensgeldpflichtig gegen├╝ber den verletzten Arbeitern?

Sechs von 10 Fragen (4, 6, 7, 8, 9, 10) sind nicht oder nur unvollst├Ąndig aus Sicht der Redaktion beantwortet. Bei manchen Fragen h├Ątten wir gerne noch Details gewusst, andere tiefer nachgefragt, beispielsweise das Notfallkonzept (Frage 9).

Und vor allem Frage 4 wirft Folgefragen auf: Sicherlich hat der T├â┼ôV die Anlage ausweislich der Presseinformation im Juli 2009 ├╝berpr├╝ft. Aber auch beim T├â┼ôV arbeiten keine heiligen und fest steht, das ein einfaches Sandstrahlen der Rohre dazu gef├╝hrt hat, dass Gas austreten konnte. Konkret hei├čt das, dass mehr oder weniger nur noch der Rost die betreffenden Stellen „abgedichtet“ hat.

War dies nicht schon vor einem Jahr abzusehen?
Muss nicht bis zum Beweis des Gegenteils unterstellt werden, dass der TÃœV diese Stellen übersehen hat?

Auf der Hand liegt, dass, wenn Rohre so schnell korrodieren sollten, diese j├Ąhrlich ausgetauscht werden m├╝ssten, was nicht zu vermuten ist. Hat also der T├â┼ôV geschlampt oder ein Auge zugedr├╝ckt? Das sind Antworten, auf die Besucher der Eisbahn, ├╝berwiegend Kinder und Jugendliche und deren Eltern ein Recht haben. Nach Darstellung der Gemeinde liest es sich aber, als sei alles in Ordnung. Der Beweis: Die Arbeiter konnten schon am n├Ąchsten Tag ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Presseinformation der Gemeinde Heddesheim

„Ammoniakaustritt an der Kunsteisbahn Heddesheim am 06.09.2010

Heddesheim. Bei Wartungsarbeiten an der Kunsteisbahn Heddesheim sind am Montagnachmittag geringe Mengen Ammoniak ausgetreten. Zwei Arbeiter der ausf├╝hrenden Firma wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und konnten am Dienstag wieder ihrer Arbeit nachgehen. Das gasf├Ârmige Ammoniak wurde mit Wasser niedergeschlagen und dann verd├╝nnt in geringen Mengen in das Kanalsystem eingeleitet. Gef├Ąhrdungen f├╝r weitere Personen sowie Gefahren f├╝r die Umwelt bestanden nicht.

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Einsatzkr├Ąfte der Feuerwehr in Schutzanz├╝gen. Bild: heddesheimblog.de

Der verwendete Ammoniak ist Teil der K├Ąlteanlage der Kunsteisbahn und wird durch Rohrleitungssysteme unter dem Boden der Eisbahnfl├Ąche verteilt. Er dient der K├╝hlung der Fl├Ąche und ist Voraussetzung daf├╝r, dass auf der Eislauffl├Ąche das Eis gefriert und gefroren bleibt.

Am Montag waren zwei Arbeiter einer Firma auf dem Gel├Ąnde, die zur Ausf├╝hrung von Korrosionsschutzarbeiten an diesen Rohrleitungen beauftragt war. Dies geschah durch sogenannte Sandstrahlarbeiten. Die Arbeiten waren zur Beseitigung von Korrosionssch├Ąden an den Rohren anberaumt worden. Diese waren zuvor an einigen Stellen der Rohre sichtbar, an anderen Stellen jedoch durch eine Ummantelung bzw. Lackierung der Rohre nicht. Die Korrosion entsteht bei diesen Rohren nicht an der Innenseite, sondern lediglich an der Au├čenseite, da Ammoniak selbst nicht zu Rostsch├Ąden f├╝hrt.

Die Arbeiter entfernten dazu die Ummantelung an den Rohren. In einem zuvor auf Grund der Ummantelung bzw. Lackierung nicht sichtbaren Bereich an der Unterseite eines Rohres kam es durch die Sandstrahlarbeiten zu einem Ammoniakaustritt.

Beide Arbeiter waren im Vorfeld der Arbeiten auf dem Gel├Ąnde entsprechend in Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen worden. Sicherheitsma├čnahmen wie z.B. der Einsatz einer Schutzausr├╝stung mit externer Luftzufuhr bei Kontakt mit den Rohrleitungen wurden eingehalten. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim, die entsprechende Kenntnisse zum Einsatzszenario bei einem Ammoniakaustrittsfall besitzt, der Bauhof und der Eismeister der Eisbahn haben rasch und besonnen gehandelt.

Auch eine Firma zum K├Ąlteanlagenbau, die mit der Anlage vertraut ist, die Wasserschutzpolizei Mannheim sowie ein Mitarbeiter des Abwasserverbands Unterer Neckar (Kl├Ąranlage Edingen-Neckarhausen) waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr wurde um 13:36 Uhr alarmiert. Um 13:47 Uhr, also elf Minuten sp├Ąter, waren die Feuerwehrangeh├Ârigen, die mit Sondersignal ausger├╝ckt waren, mit ihrer speziellen Schutzausr├╝stung vor Ort. Insgesamt waren 14 Feuerwehrangeh├Ârige mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

Der Ammoniak wurde mit Wasser verd├╝nnt in die Kanalisation geleitet. Die Austrittstelle am Rohr wurde unter Beisein einer Fachfirma mit einer Manschette abgedichtet. An der Eisbahn sind dadurch keine weiteren Sch├Ąden entstanden. Das restliche K├Ąltemittel wurde inzwischen aus der Au├čenverrohrung abgesaugt, so dass die weiteren Arbeiten gefahrlos stattfinden k├Ânnen.

Die Korrosionsschutzarbeiten bzw. die Sanierungsarbeiten werden in den n├Ąchsten Wochen fortgesetzt. Zus├Ątzlich ist an einigen Bereichen ein Austausch von Rohrleitungen notwendig. Die Arbeiten werden anschlie├čend vom T├â┼ôV abgenommen.

Ein Teil der vorhandenen Rohre ist bereits im vergangenen Jahr saniert worden. Die restliche Sanierung, zu der die aktuellen Arbeiten geh├Âren, ist momentan im Gang. Daf├╝r waren Haushaltsmittel im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

An der Kunsteisbahn finden einmal j├Ąhrlich Wartungsarbeiten mit einer Sachkundigenpr├╝fung statt. Die letzte Wartung der Anlage ist im Juli 2009 erfolgt, bei der auch der T├â┼ôV die Anlage ├╝berpr├╝ft hat. Die n├Ąchste Wartung findet im Oktober 2010 statt. Die Eismeister sind dar├╝ber hinaus in den Anlagen und au├čerdem f├╝r das Verhalten bei einem solchen Vorfall geschult.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Knapp vorbei ist auch daneben oder der Unfug des Herrn Doll

Heddesheim, 14. August 2010. Im aktuellen Mitteilungsblatt, Nr. 32 vom 12. August 2010, schreibt sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll wieder einmal den Frust von der Seele. Leider behauptet er dabei Tatsachen, die nicht zutreffen. Das ist man bei Herrn Dr. Doll schon gewohnt. Neu ist der offene Aufruf zur Isolierung eines Gemeinderats – was kommt als N├Ąchstes?

Von Hardy Prothmann

Der Pension├Ąr Dr. Josef Doll (CDU), von Freunden auch Seppl genannt, liebt die gro├če Geste – vor allem im Gemeinderat. Langatmig sind seine Ausf├╝hrungen. Man k├Ânnte sie auch z├Ąh nennen, so wie seinen Artikel im aktuellen Mitteilungsblatt.

H├Ąufig h├Ąlt er dabei triumphierend den Zeigefinger in der Luft, zitiert mit aufgerissenen Augen aus dem Blatt „Die Gemeinde“, um dann beim „Finale“ ├╝ber seine Brille zu schauen und dann den aus seiner Sicht vermutlich grandiosen Schluss einfach zu vergessen. Dann enstehen peinliche Pausen. Auch die sind z├Ąh.

Dass Herr Dr. Doll oft zum Monologisieren neigt, vom Thema abkommt, Allgemeinpl├Ątze vertritt oder einfach nur die Sitzungsvorlage nicht nur zusammenfasst, sondern durch Wiederholungen aufbl├Ąht, wird selbst dem B├╝rgermeister Michael Kessler immer ├Âfter zuviel. Der gibt „freundliche Hinweise“ an den CDU-Fraktionsvorsitzenden, doch auf den Punkt zu kommen. Doch meist l├Ąsst Herr Kessler den Mann gew├Ąhren, denn er wei├č, dass Herr Dr. Doll f├╝r ihn immer eine „sichere Bank“ ist, wenn es um Abstimmungen geht.

Protokolle und was darin steht.

Die „Beitr├Ąge“ des Herrn Dr. Doll werden in den Gemeinderats-Protokollen meist in aller Ausf├╝hrlichkeit festgehalten, ebenso die des B├╝rgermeisters. Die Aussagen anderer Gemeinder├Ąte hingegen verschwinden v├Âllig oder werden verk├╝rzt wiedergegeben.

Kaum ein Gemeinderatsprotokoll blieb deshalb in den vergangenen Monaten ohne Kritik und die Aufforderung nach Korrekturen.

W├Ąhrend fr├╝her die Protokolle, vermutlich ungelesen, einfach abgezeichnet wurden, ist diese Praxis heute vorbei.

Weil zun├Ąchst ich und dann auch Gemeinder├Ąte der „Gr├╝nen“ Korrekturen verlangten. Denn die Sitzungsverl├Ąufe und Aussagen wurden aus der jeweiligen Sicht unzutreffend wiedergegeben.

„Ich bin die Gemeinde“ oder „Sind Sie die Gemeinde?“-„Ja.“ sind nach Ansicht von Herrn Kessler zwei verschiedene Aussagen.

Im Protokoll zur April-Sitzung fehlt der Satz des B├╝rgermeisters Michael Kessler: „Ich bin die Gemeinde„, als Begr├╝ndung auf meine Frage, wer etwas zu entscheiden habe. Nicht nur das: Die komplette Diskussion bis zu diesem Zitat war laut Protokoll f├╝r die April-Sitzung nie gef├╝hrt worden.

Kurz zusammengefasst: Ich wollte von der Landschaftsarchitektin Ilsmarie Warnecke wissen, wie viele Auftr├Ąge sie schon von der Gemeinde erhalten habe. Der B├╝rgermeister wollte wissen, warum ich das wissen will, es gab eine kurze Diskussion, letztlich verbot Herr Kessler der Frau den Mund, was diese sich gefallen lie├č und antworte auf meine Frage, wer das entscheide: „Ich bin die Gemeinde.“

Laut un├╝berpr├╝fter Darstellung von Herrn Kessler, verlief das Gespr├Ąch aber so:

„B├╝rgermeister Kessler verlas die Abschrift der Tonbandaufnahmen der Sitzungen,
hier Gemeinderatsprotokoll Nr. 04/2010, 22.04.2010, TOP 4:

„Kessler: Doch das geht so, weil die Frau Warnecke Auftragnehmerin ist
und├é┬áwenn├é┬áwissen├é┬ám├Âchten├óÔéČ┬Ž
Prothmann: Auftragnehmer├é┬ávon├óÔéČ┬Ž?
Kessler: Auftragnehmer von uns. Auftraggeber ist die Gemeinde Hed-
desheim.
Prothmann: Sind Sie die Gemeinde Heddesheim?
Kessler: Ja.
Prothmann: Gut, dass das auch gekl├Ąrt w├Ąre.“

Dieser Passus wurde nicht mit ins Protokoll der April-Sitzung ├╝bernommen. Daf├╝r steht er aber im Juni-Protokoll. Wo genau der Unterschied liegt zwischen: „Ich bin die Gemeinde“ und die Antwort „Ja“ auf die Frage, „ob Herr Kessler die Gemeinde ist“, hat der B├╝rgermeister nicht erkl├Ąrt.

Absurder Aufwand zur Bereinigung.

Eine solche Selbstherrlichkeit ber├╝hrt die meisten Menschen peinlich. Man m├Âchte lieber nicht geh├Ârt haben, was gesagt wurde. Schon gar nicht der B├╝rgermeister, der mein Verlangen, das Protokoll zu korrigieren, mit einer Rechtsrecherche und einer Abstimmung im Gemeinderat verbunden hat.

Herr Kessler betreibt einen enormen Aufwand, um seine Fehler zu „bereinigen“. Gleichzeitig wirft er mir vor, ich h├Ątte ihn falsch zitiert. Ist das so? Eine einfache Einladung ins Rathaus, das Vorspielen des Bandes h├Ątte das kl├Ąren k├Ânnen. Doch eine solche „Einh├Ârnahme“ bietet Herr Kessler nicht an. Stattdessen gibt er nur heraus, was er herausgeben muss. So kennt man den Mann, der f├╝r Intransparenz steht.

Dollsche Interpretation.

Auf diesen Vorgang also bezieht sich Herr Dr. Doll in seinem neuesten Artikel. Aber ohne Bezug auf den Vorgang will er diesen anders verstanden wissen. Im Mitteilungsblatt schreibt er:

„Herr Gemeinderat H. Prothmann hat seinen Einspruch gegen das Protokoll per E-Mail benutzt, um Mitarbeiter des Hauptamtes scharf anzugehen. Diesen Stil hat er auch gegen Gemeinder├Ąte genutzt, die f├╝r die Ansiedlung Pfenning stimmen. Die Fraktionen der CDU, SPD und FDP haben, im aktuellen Falle, diese Angriffe auf Personen der Gemeindeverwaltung scharf zur├╝ckgewiesen. Bei den Gr├╝nen Fehlanzeige.“

Um zu verstehen, was Herr Dr. Doll meint, sollte man die Fakten kennen. Deswegen protokolliere ich hier transparent wie immer, die email, die ich am 21. Juni 2010 an den Leiter der Hauptverwaltung geschrieben habe. Dieser hatte mich zuvor per Brief aufgefordert, innerhalb von f├╝nf Tagen Einw├Ąnde vorzubringen, sofern ich welche h├Ątte.

Eine deutliche Kritik ist etwas anderes als jemanden „scharf anzugehen“.

Ich habe Herrn Christof dar├╝ber informiert, dass ich es f├╝r unversch├Ąmt halte, sieben Wochen f├╝r ein Protokoll zu ben├Âtigen und dann innerhalb von f├╝nf Tagen inklusive Wochenende eine Antwort zu erwarten. Au├čerdem komme ich zu dem Schluss, dass Herr Christof seiner Aufgabe als Protokollf├╝hrer nur mangelbehaftet nachkommt – was sich in der Juni-Sitzung dann als zutreffend herausstellte. Einem meiner ├âÔÇ×nderungsw├╝nsche wurde stattgegeben, andere Passagen konnten angeblich nicht mehr abgeh├Ârt werden. Sprich, Herr Christoph protokolliert nicht korrekt und kann die Technik nicht bedienen.

Herr Dr. Doll hingegen kann Einzahl und Mehrzahl nicht auseinanderhalten – erstaunlich f├╝r einen promovierten Physiker. Ich bin nicht „Mitarbeiter des Hauptamtes scharf angegangen“, sondern den Leiter der Hauptverwaltung, Julien Christof.

Ich habe dabei meinen Widerspruch nicht „benutzt“, um „Mitarbeiter scharf anzugehen“ – Herr Doll hat keine Vorstellung davon, was es bedeuten k├Ânnte, wenn ich jemanden tats├Ąchlich „scharf anginge“.

Ich habe nur schlicht und einfach dem Protokoll widersprochen und festgestellt, dass Herr Christof zwar als Angestellter der Weisungsbefugnis des B├╝rgermeisters untersteht, aber bei Recht und Ehre verpflichtet ist, ein wahrheitsgetreues Protokoll einer Gemeinderatssitzung zu verfassen.

Das angeblich „scharfe Angehen“ wurde von Herrn Kessler ├Âffentlich gemacht.

Dies hat er meiner Auffassung nach wiederholt nicht getan und daf├╝r habe ich ihn kritisiert. Dieser Brief war eine pers├Ânliche Stellungnahme durch mich an Herrn Christof – der B├╝rgermeister machte dies (wieder einmal mit einer Datenschutzverletzung verbunden) ├Âffentlich, indem er die email an die anderen Gemeinder├Ąte weitergegeben hat.

Weiter zitiert sich Herr Dr. Doll selbst aus eben diesen (angepassten)  Protokollen:
„GR Dr. Doll – CDU sprach Herrn Prothmann an, er sei gegen die Art und Weise, wie Herr Prothmann den Mitarbeitern (der Gemeinde) begegne und mit Menschen umgehe, die ihm nicht in den Kram passten…
Zum wiederholten Male haben sich die Gr├╝nen nicht ├Âffentlich von den ├âÔÇ×u├čerungen und dem Verhalten des Herrn Prothmann distanziert.“

Dazu stelle ich fest: Mit den allermeisten Mitarbeitern der Verwaltung habe ich ein gutes Verh├Ąltnis. Man gr├╝├čt sich, ist freundlich zueinander und korrekt im Umgang. Diese Kontakte sind von allt├Ąglichem Respekt gepr├Ągt.

Funktion und Leistung sind das Ma├č.

Tats├Ąchlich zutreffend ist, dass ich die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung an ihrer Funktion, an ihrem Auftreten und an ihren Leistungen messe. Die protokollarischen Leistungen des Herrn Christof sind mangelbehaftet.

Herr Christof ist Beamter und wird von Steuergeldern bezahlt. Er hat sich an Recht und Ordnung zu halten und seine Aufgaben korrekt zu erf├╝llen.

Wenn er dies nach meiner Auffassung nicht tut, darf und muss ich ihn als freier Mandatstr├Ąger daf├╝r kritisieren.

Die Hybris des Herrn Dr. Doll wird deutlich, indem er nicht nur f├╝r die CDU spricht, sondern auch noch die SPD und FDP (die mittlerweile wohl als Unterabteilungen der CDU gewertet werden d├╝rfen, weil es keine Widerspr├╝che gibt). Und er will den „Gr├╝nen“ vorschreiben, wovon sich sich „distanzieren“ sollen, seinem pers├Ânlichen Feindbild: Hardy Prothmann.

Feindbild Prothmann

Hat die Sehnsucht des Herrn Dr. Doll, einen einzelnen Gemeinderat zu isolieren, schon pathologische Z├╝ge? Und was kommt als N├Ąchstes? Ein Aufruf zum….?

Herr Dr. Doll zeigt sich gerne als Moralapostel. Er ist ein falscher Apostel. Bei seinem Gekeife in meine Richtung verschweigt er, dass ich mich bei ihm Ende des vergangenen Jahres telefonisch um ein „gutes Miteinander“ gem├╝ht habe. Dass die Initiative, wieder „ins Gespr├Ąch zu kommen“, von mir ausging. Das klappte ungef├Ąhr einen Monat – offensichtlich vermisste Herr Dr. Doll Unterw├╝rfigkeit oder was er sonst von anderen verlangen mag – kurz darauf war die „Distanz“ durch ihn wieder hergestellt.

Und Herr Dr. Doll verschweigt ebenfalls, dass er sich weigert mir und anderen Gemeinder├Ąten die Hand zu geben. Und sei es nur f├╝rs Protokoll.

Doll kann mit Kritik nicht umgehen. Er ist ja auch kritiklos.

Den „Gr├╝nen“ schreibt er in seinem Artikel eine Abhandlung ├╝ber die Kontrollaufgaben des Gemeinderats. Die hatten in der Ausgabe 31 des Mitteilungsblattes vom 05. August 2010 geschrieben: „Und vor allem: Muss jede kritische Frage sofort als Angriff auf die Integrit├Ąt der Verwaltung ausgelegt werden? Vielleicht ist es ja eine Frage der Gewohnheit, aber der Gemeinderat fungiert nun mal auch als Kontrollinstanz. Und in dieser Funktion muss es m├Âglich sein, ja sogar ausdr├╝cklich gew├╝nscht sein, dass kritische Fragen gestellt werden.“

Das sieht Herr Dr. Doll anders. In den Gemeinderatssitzungen beweist er dies auch konsequent, weil er sowie seine Fraktion, die meisten SPD-Gemeinder├Ąte und die der FDP sowieso, nie kritische Fragen stellen. Von kritischen Fragen hat sich Herr Dr. Doll schon l├Ąngst distanziert.

Peinliche Fehler des Herrn Doll.

Und obwohl der Mann schon viele Wahlperioden lang im Gemeinderat sitzt, das Blatt „die Gemeinde“ und die Gemeindeordnung gerne zititiert, macht er f├╝r einen so gebildeten und belehrenden Mann immer wieder peinliche Fehler: „Dienstvorgesetzter des B├╝rgermeisters ist der Landrat, nicht der Gemeinderat“, schreibt Herr Dr. Doll.

Richtig ist: Der B├╝rgermeister hat ebensowenig wie der Landrat einen Dienstvorgesetzten. Beide unterliegen der Dienstaufsicht. Der B├╝rgermeister dem Landratsamt, der Landrat dem Regierungspr├Ąsidium.

Knapp vorbei ist auch daneben. Dieser Unfug passiert einem Herrn Dr. Doll leider sehr h├Ąufig, was ihn nicht daran hindert, sich immer wieder selbst blo├čzustellen.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion: Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat in Heddesheim und f├╝r das heddesheimblog verantwortlich.

Nochmal 139 Einwendungen zu „Pfenning“ – teils identisch

Guten Tag!

Heddesheim, 10. August 2010. In der zweiten Offenlage des Bebauungsplanentwurfs „Pfenning“ wurden die beachtliche Zahl von 139 Einwendungen eingereicht. Die Offenlage dauerte vom 09. Juli bis 09. August 2010. Gegen├╝ber der ersten Offenlage aber deutlich weniger, da waren es noch 910 Einwendungen.

Presseinformation der Gemeinde Heddesheim zu Einwendungen bei der erneuten Offenlage des Bebauungsplanentwurfs „N├Ârdlich der Benzstra├če“

„Nach dem Ende der erneuten Offenlage des Bebauungsplanentwurfs zum Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstra├če“ in der Zeit vom 09. Juli bis einschlie├člich 09. August 2010 wurden nochmals 139 Einwendungen von 39 Personen abgegeben. Insgesamt nahmen im Bauamt etwa 10 Personen Einsicht in die Planunterlagen.

Bei den 39 Einwendern handelt es sich gr├Â├čtenteils um Personen, die bereits bei der ersten Offenlage Einwendungen und Stellungnahmen abgegeben haben. Auch sind die Stellungnahmen teilweise identisch mit denen der ersten Offenlage. Bei den Einwendungen ging es wie bei der ersten Offenlage um die Themen Verkehr, Artenschutz, Ausgleichsma├čnahmen, L├Ąrm oder Chemie. Viele Einwendungen liegen mehrfach und in gleichem bzw. ├Ąhnlichem Wortlaut von verschiedenen B├╝rgern vor.

Nun werden die Einwendungen gesichtet und sorgf├Ąltig gepr├╝ft und in der kommenden Gemeinderatssitzung behandelt.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Ende 2011 stehen die Hallen, die „Pfenning“ schon heute vermietet. Ist das so? Eine Zwischenabrechnung.

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Juni 2010. Im August 2009 pries das Logistikunternehmen seine neuen Hallen in Heddesheim f├╝r das Jahr 2010 an. Aktuell werden diese Hallen f├╝r Ende 2011 angeboten. Der erste Zeitplan hat nicht funktioniert – der zweite soll funktionieren. Vielleicht tut er das, vielleicht auch nicht. Unterm Strich ist das Projekt schon vor dem Start gescheitert, denn alle sch├Ânen Argumente sind hinfort – was bleibt, ist die realexistierende Ern├╝chterung, dass es so etwas wie eine politische oder unternehmerische Kultur in der Sache in Heddesheim nicht gibt. Oder anders. Es gibt beides – als Unkultur.

Von Hardy Prothmann

immopfenning

Ab August 2011 werden in Heddesheim Logistikhallen vermietet - so verkauft sich "Pfenning", bislang ohne eine g├╝ltige Baugenehmigung. Wei├č "Pfenning" mehr als die, die dar├╝ber zu entscheiden haben? Quelle: immowelt.de

Wie gerne h├Ątte ich Herrn Karl-Martin Pfenning geglaubt, dass er ein „Familienunternehmer“ sei und ein „Pfundskerl“ dazu. Einer, der sich sorgt. Einer, der es gut meint. Einer, dem gute Nachbarschaft wichtig ist. Einer, dem man vertrauen kann. Ein Unternehmer, der Verkehr erzeugt, aber f├╝r seinen „Standort“ diesen vermeidet. (Siehe Video-Dokumentation, wie Herr Pfenning das alles und den Spagat verspricht).

Denn damit ist Herr Pfenning hausieren gegangen. Regional verwurzelt sei er, der Familienunternehmer. 1.000 Arbeitspl├Ątze wolle er schaffen. Seinen Beitrag leisten. Viel Gewerbesteuer zahlen. Ein guter Nachbar werden. In Heddesheim.

Leider ist das alles eher nur ein M├Ąrchen. Denn es geht ums Gesch├Ąft. Beim Gesch├Ąft haben M├Ąrchen keinen Platz – au├čer, um leichtgl├Ąubige Menschen von etwas zu ├╝berzeugen.

In Heddesheim hat Herr Pfenning besonders leichtgl├Ąubige M├Ąrchenfreunde gefunden. Die glaubten an viele Arbeitspl├Ątze, hohe Gewerbesteuerzahlungen, einen Gleisanschluss und vor allem daran, dass sie durch den Familienunternehmer eine glor- und glanzreiche (eigene) Zukunft finden w├╝rden.

Die 1.000 Arbeitspl├Ątze sind eine M├Ąr, ebenso wie die „hohen Gewerbesteuerzahlungen“ und genauso der Gleisanschluss. Die M├Ąrchenfreunde im Heddesheimer Gemeinderat wollen das alles bis heute nicht wahrhaben – aber darum geht es schon l├Ąngst nicht mehr.

Es geht schon l├Ąngst darum, „sein“ Gesicht nicht mehr verlieren zu wollen, was l├Ąngst verloren ist. Auch das nur ein hohler Wunschtraum, der funktioniert wie die Lindenstra├če. Jede Woche gibt es eine neue Folge und immer etwas, was bewegt. Und immer bleibt die Hoffnung, dass es gut wird. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

In Heddesheim wird sie sterben, wenn das Bauvorhaben beginnt, die „bis zu“ 1.000 Arbeitspl├Ątze sich auf wenige „saisonal“ oder „konjunkturell“ begrenzte hundert Niedriglohnverdingungen reduzieren, die erhoffte Gewerbesteuerzahlung aufgrund „au├čerordentlicher Ereignisse“ doch nicht so hoch ausf├Ąllt und die Verkehrsbelastung leider „deutlich“ ausf├Ąllt.

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Karl-Martin Pfenning: Nachbar, Familie, Region... viele Worte, wenig Zeichen. Bild: heddesheimblog

Angeblich um das Wohl der Gemeinde bem├╝hte Gemeinder├Ąte werden sich in n├Ąher Zukunft keiner noch so hohlen Ausrede zu schade sein, um ihre Fehlentscheidung zu begr├╝nden. Denn sie haben weder zu Beginn, noch w├Ąhrend dieses „Ansiedlungsprozesses“ Verantwortung ├╝bernommen. Und sie werden es auch in Zukunft nicht tun. Denn, wer Verantwortung ├╝bernimmt, stellt zuerst einmal Fragen – das ist gro├čen Teilen des Heddesheimer Gemeinderats unbekannt.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Unternehmensgruppe „Pfenning“ im Fr├╝hjahr begonnen, seine weder genehmigten, noch gebauten Hallen zu vermarkten. Ein Skandal, den nur bemerkt, wer sich Fragen stellt.

Sicher ist, es gab eine mehrheitliche Auffassung im Gemeinderat, diese Unternehmensansiedlung f├╝r Heddesheim zu wollen. Mittr├Ąger dieser Entscheidung waren die „Gr├╝nen“ – damals noch mit drei Gemeinder├Ąten vertreten.

Doch dann tauchten Fragen auf. Kritik. Sorgen.

Die Gr├╝nen haben diese aufgenommen und sind als absoluter Wahlsieger hervorgegangen. Mittlerweile stellen sie sechs Gemeinder├Ąte und sind zweitst├Ąrkste Fraktion im Gemeinderat.

Leider n├╝tzt ihnen das gar nichts, auch nicht die Unterst├╝tzung einzelner Stimmen der CDU und SPD, denn der „entscheidende“ Rest, also 12 Stimmen klammern sich an etwas, an das sie l├Ąngst nicht mehr glauben.

Der Skandal ist leicht begr├╝ndet: Jeder aufrechte Demokrat h├Ątte bemerken m├╝ssen, dass es ├╝berhaupt nicht angehen kann, dass seine vorweggenommene Entscheidung schon vermarket wird.

Als durch Recherchen des heddesheimblogs die aktive Vermarktung der weder genehmigten, noch gebauten Hallen im Sommer 2009 bekannt wurde, h├Ątten der B├╝rgermeister Kessler und der Gemeinderat, besorgt um das Wohl der Gemeinde, sich eine Frage stellen m├╝ssen: „Moment, wir sind in einem Entscheidungsprozess, oder ist der vorweggenommen? Denn bei jedem Entscheidungsprozess kann man sich daf├╝r oder dagegen entscheiden. Die Option, sich dagegen zu entscheiden, scheint man uns nicht mehr zuzutrauen. Kann das sein?“

Es kann nicht sein.

pfenningwerbung

Hallen werden vermietet - ganz klar. Quelle: "Pfenning"

Bei allem Wohlwollen gegen├╝ber einer Unternehmensansiedlung kann es einfach nicht sein, dass das Unternehmen, in diesem Fall „Pfenning“, selbstverst├Ąndlich davon ausgeht, dass alle Entscheidungen in seinem Sinne getroffen werden und man nicht den demokratischen Entscheidungsprozess abwartet, sondern vorwegnimmt. „Pfenning“ vermarktet seine Hallen, weil das Unternehmen davon ausgeht, dass das eintritt, was es will.

Und das ist der Skandal. Diese unternehmerische Unkultur, die sich mit der politischen vereint.

Das kann doch nicht sein?

Das ist so.

Allein diese Haltung ignoriert, verachtet und besch├Ądigt den Status eines jeden einzelnen Gemeinderatsmitglieds zum Stimmvieh, dessen freie Mandatstr├Ągerschaft, dessen freies Gewissen, dessen pers├Ânlicher Verantwortung keine freie Entscheidung mehr erwartet.

Seit der „politischen Bewertung“ der „Mehrheitsverh├Ąltnisse“ durch die B├╝rgerbefragung im September 2009, als 40 Stimmen „mehr“ oder 50,35 Prozent gegen 49,65 Prozent eine „Zustimmung“ signalisieren sollte, ist „Pfenning“ im Ort nicht mehr wirklich gesehen worden.

Schon gar nicht der gute Nachbar und Familienunternehmer und „regional verwurzelte“ Herr Karl-Martin Pfenning.

Das „Ding“ war durch, die „Ja-Sager-ohne-Fragen-Fraktion“ stellte keine Fragen, hob die Hand an der richtigen Stelle und macht bis heute so weiter – aus Sturheit, Trotz, gekr├Ąnkter Ehre oder welchen nicht-bekannten Gr├╝nden auch immer. Ein Grund ist die Demonstration von Macht – koste es was es, wolle. Glaubw├╝rdigkeit, Ehre, Verantwortung. All das spielt schon l├Ąngst keine Rolle mehr.

Der B├╝rgermeister Michael Kessler h├Ątte schon l├Ąngst einen Schritt weiter sein k├Ânnen, der „100-Millionen-Euro-Kessler“ zu werden, w├Ąren ihm und seiner Verwaltung, der er die „Marschrichtung“ vorgibt, nicht Fehler unterlaufen.

Wer angebliche „100-Millionen“ Euro investiert, wird ├╝ber die Kesslerschen Fehler „not amused“ sein. Man darf vermuten, dass ein Investor, der so viele Arbeitspl├Ątze schaffen will und ganz schnell „betr├Ąchtliche“ Gewerbesteuerzahlungen zahlen m├Âchte und so viel Geld als guter Nachbar, als Familienunternehmer und als „regional-Verwurzelter“ investieren m├Âchte, mindestens „irritiert“ sein wird.

Denn diese „Irritation“ wird erhebliches Geld kosten – erst den Unternehmer und sp├Ąter jemanden anderen, von dem der Unternehmer sich das Geld wiederholen wird. Da wird der „freundliche Herr und Nachbar“ nachverhandeln und Fragen stellen, also das tun, was die „Zw├Âlfer-Fraktion“ eher nicht tut. Am Ende wird er seinen „Schaden“, weil er doch nur „Gutes“ will, bezahlt bekommen haben – um weiter „Gutes“ zu tun. „So l├Ąufts bizness“.

Dass ein Herr Pfenning mal eben ein paar hunderttausende oder mehr Euros einfach so „schie├čen“ l├Ąsst, weils in Heddesheim nicht so l├Ąuft, wie er sich das vorstellt, glauben nur die M├Ąrchenfanatiker.

All das wird am kommenden Donnerstag im Gemeinderat kein Thema sein. Schon gar nicht bei den M├Ąrchenfreunden.

Keiner der „Ja-Sager-zu-allem-Fraktion“ wird eine gewichtige Frage stellen, sondern „schmunzelnd“ die gewisse Hand der Macht heben. Ob die linke oder rechte oder die freie spielt keine Rolle. Es wird kribbeln dabei. Es werden Gef├╝hle genossen werden. Der Genugtuung. Der Rache. Der Macht. Mit Sicherheit keins der gewissenhaften Verantwortung.

Leider wird es angesichts der Tatsache, dass das „Handheben“ schon l├Ąngst anderswo beschlossen wurde, keine Frage an sich selbst geben, was der Unterschied zwischen einem freien, verantwortlichen und unabh├Ąngigen Mandatstr├Ąger und der eigenen „Realit├Ąt“ ist.

Realit├Ąten sind nicht mehr gefragt, nur Rollenspiele.

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Auch 1a-Immobilien verkauft schon "Pfenning"-Hallen. Quelle: 1a-Immobilienmarkt.de

Das Schlimme ist: Die Rollenspieler halten das Theater, dem sie sich hingegeben haben, l├Ąngst f├╝r eine Realit├Ąt.

Noch schlimmer ist: Das Rollenspiel ist die Realit├Ąt.

Fragt sich nur, ob das Publikum eine Zugabe m├Âchte.

Sp├Ątestens 2014 zur n├Ąchsten B├╝rgermeister- und Kommunalwahl wird ein neuer Spielplan aufgestellt werden m├╝ssen.

Der gute Nachbar, der Herr Pfenning, wird sich sicherlich auch dann genausowenig blicken lassen, wie jetzt schon. Denn Heddesheim ist ihm egal, mitsamt seiner B├╝rgerInnen und deren Leben.

Ob Herr B├╝rgermeister Kessler nochmal zur Wahl antritt? Wer wei├č? Vielleicht gibt es f├╝r ihn andere lukrative Angebote? Die Realisierung seiner beruflichen Chancen ist ihm grundgesetzlich garantiert.

In irgendeiner Kneipe werden sich irgendwelche Ex-Gemeinder├Ąte daran erinnern, wie sie es irgendjemandem mal so „ordentlich“ gezeigt haben und noch ein Bier bestellen.

Andere werden „ums Verrecken“ jede noch so unbedeutende Veranstaltung besuchen, um am Mythos ihrer „Bedeutung“ zu arbeiten.

Und Herr Pfenning, der regional-verwurzelte Familienunternehmer? Was macht der? Sich woanders vorstellen, als regional verankert, beispielsweise in Rum├Ąnien, wo er schon zehn, zwanzig Jahre vor Ort investiert ist?

Spannende Fragen – wir werden sie und die „Antworten“ erleben.

Der urspr├╝ngliche „Spielplan“ von „vermieteten Hallen“ im Jahr 2010 kann nicht mehr gehalten werden – die Nachspielzeit wurde auf 2011 ausgeweitet.

Es k├Ânnte sein, dass es so kommt – es kann aber auch ganz anders kommen.

Fest steht schon heute – w├Ąre der Ansiedlungswunsch der Unternehmensgruppe „Pfenning“ ehrlicher und transparenter gelaufen, h├Ątte man sich viel ├âÔÇ×rger, Frust, Streit, Zerw├╝rfnis und Kosten sparen k├Ânnen.

Doch dieser Wunsch hat etwas mit der Frage des „Stils“ zu tun.

Wer „Hauruck“ etwas durchsetzen will, muss eventuell „Ruckzuck“ lernen, dass das so nicht geht.

Der Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger, der sich immer „dialogbereit“ gab, das aber nie war, ist auf Gemeinder├Ąte getroffen, die dasselbe vorgaben. Deren Sprachlosigkeit, deren Dialogfeindschaft produziert vor allem eines: enorme wirtschaftliche Kosten und gemeindliche Sch├Ąden.

Viel unn├Âtiges Geld wurde aufgrund sturer Management- und politischer Entscheidungen verbrannt. Die politische und wirtschaftliche Kultur ohne Sinn und Verstand besch├Ądigt.

All das ist ein Grund, um Pfenning als misswirtschaftliches Prinzip grunds├Ątzlich abzulehnen – denn angesichts des erneuten Vermarktungsversuchs ist ein Wille auf Einsicht und Besserung auch nicht im Ansatz erkennbar.

Schon gar kein „nachbarschaftliches“, „famili├Ąres“ oder „verantwortliches“ Verhalten.

Es geht ums „Gesch├Ąft“ – vermutlich nur f├╝r einen Unternehmer. Im Ort g├Ąrt es schon l├Ąngst, ob es nur f├╝r einen „lukrativ“ ist.

Bislang sieht das so aus – umso mehr muss man sich die Frage stellen, was das mit dem „Wohl der Gemeinde“ zu tun haben soll.

Die n├Ąchsten Spiele beim Public Viewing in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 16. Juni 2010. Am Freitag, den 18. Juni 2010 folgt nach dem fulminanten Auftakt der Deutschen Fu├čball-Nationalmannschaft gegen Australien (4:0) das n├Ąchste Spiel gegen Serbien. Das Spiel beginnt um 13:30 Uhr – ab 11:30 Uhr wird das Gel├Ąnde der Freizeithalle ge├Âffnet: „Pommes satt“ versprechen die Veranstalter.

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Unser Kommentator Benedikt Siegfanz – selbst begeisterter Fu├čballer (Fortuna, FV 03) mit Berufswunsch Sportjournalist – wird einen Vorbericht liefern und das Spiel kommentieren. Sein erster Vorbericht auf das Spiel zeigte, dass der 14-j├Ąhrige sich mit Fu├čball gut auskennt und fest davon ├╝berzeugt war, dass die im Vorfeld viel kritisierte Mannschaft der Gruppenfavorit ist und das Zeug hat, mehr zu holen.

Wir sind gespannt, wie Benedikt das Spiel gegen Serbien einsch├Ątzen wird.

Die Gemeinde Heddesheim setzt erwartungsgem├Ą├č auf eine Fortf├╝hrung der sehr gut besuchten Auftaktveranstaltung. Ob „Pommes satt“ im Sinne von Fitness, Sport und Spiel ein geeignetes Lockmittel f├╝r Kinder sind, darf hinterfragt werden, angesichts zunehmender Fettleibigkeit und Essst├Ârungen bei Kindern. Immerhin zeigt die E-Jugend der Fortuna ein „Show“-Training und damit Spa├č an der Bewegung und dem sportlichen Einsatz.

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Eine tolle Stimmung in der voll besetzten Freizeithalle gab es beim ersten Public-Viewing-Abend in der Freizeithalle zu erleben. Mit einem 4:0-Sieg ist die deutsche Mannschaft dann auch erfolgreich in das Turnier gestartet. Die Veranstalter freuen sich, wenn am Freitag, 18. Juni, beim n├Ąchsten Spiel der Deutschen gegen Serbien wieder viele Fans in die Freizeithalle kommen. Vor diesem Spiel bietet sich ein Mittagessen bei uns an, da das Spiel bereits um 13:30 Uhr stattfindet. Als l├Ąnderspezifisches Gericht gibt es dann Hamburger. Das Gel├Ąnde ist am Freitag ab 11:30 Uhr ge├Âffnet. Auch l├Ąsst sich im WM-Biergarten die eine oder andere Nachmittagsstunde verbringen. An Wochenenden gibt es an den Nachmittagen jeweils auch Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei!

Freitag, 18. Juni
13:30 Uhr Deutschland – Serbien
16:00 Uhr Slowenien – USA
20:30 Uhr England – Algerien

Hallen├Âffnung am Freitag um 11:30 Uhr. Sonderaktion am Freitag beim Essen f├╝r Kinder: „Pommes satt“ – Portion Pommes f├╝r nur 1 Euro. Die E-Jugend der Fortuna pr├Ąsentiert sich mit einem Show-Training bei einem Kindernachmittag mit Slalom-Parcours. L├Ąnderspezifisches Gericht: Hamburger. Am Freitagabend ab 20 Uhr steigt au├čerdem die „Bundestrainer-Party“ der Fortuna.

Samstag, 19. Juni (l├Ąnderspezifisches Gericht: Matjesfilet mit Hausfrauensauce und Pellkartoffeln)
13:30 Uhr Niederlande – Japan
16:00 Uhr Ghana – Australien
20:30 Uhr Kamerun – D├Ąnemark

Sonntag, 20. Juni (l├Ąnderspezifisches Gericht: italienisches Nudelgericht)
13:30 Uhr Slowakei – Paraguay
16:00 Uhr Italien – Neuseeland
20:30 Uhr Brasilien – Elfenbeink├╝ste

Mittwoch, 23. Juni
16:00 Uhr Slowenien – England
20:30 Uhr Ghana – Deutschland

Samstag, 26. Juni (erster Achtelfinaltag)
Panini WM-Album-Stickertauschb├Ârse: Von 15:30-18:00 Uhr k├Ânnen alle Sammler die Gelegenheit wahrnehmen, fehlende Bilder gegen „Doppelte“ einzutauschen und so vielleicht die eine oder andere L├╝cke im Album zu schlie├čen.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Die neue Informationsbrosch├╝re – kritisch betrachtet

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Download: Klicken Sie, um die Brosch├╝re (A2572.pdf) von der Seite der Gemeinde zu laden (10 MB).

Heddesheim, 29. Mai 2010. Am Mittwoch wurde die neue Informationsbrosch├╝re „Leben in Heddesheim“ vorgestellt. Sie soll vor allem Neub├╝rgern eine Orientierung bieten. Das tut sie nur, wenn man sich ausgiebig mit ihr besch├Ąftigt. Dann fallen aber auch viele Ungereimtheiten auf.

Von Hardy Prothmann

Die perfekte Informationsbrosch├╝re ist wahrscheinlich bis heute noch nicht erfunden worden – auch nicht mit dieser neuen Brosch├╝re.

Der Heddesheimer Alexander Lenhart hat das neue Erscheinungsbild der Gemeinde im Rahmen seines Kommunikationsdesign-Studiums an der Hochschule Mannheim als Bachelor-Arbeit erstellt.

Die Farben leiten nicht zufriedenstellend.

Das hat er auf den ersten Blick ganz ordentlich gemacht. Kennzeichnend ist eine stilisierte Tabakscheune, die Hausfarbe Ocker leitet sich ebenfalls vom Tabak ab. Auf den zweiten Blick fehlt es aber an einer Kommunikation der Brosch├╝re mit dem Nutzer. Sie ist un├╝bersichtlich gestaltet. Die Farben allein geben keine Orientierung.

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Problem Farbgebung: Macht das alles Sinn?

Tats├Ąchlich fangen hier die Fragen an: Der Tabakanbau war ├╝ber viele Jahrhunderte pr├Ągend f├╝r den Ort, ist das aber schon lange nicht mehr. Wahrscheinlich wird schon bald ├╝berhaupt kein Tabak mehr in Heddesheim angebaut.

F├╝r meinen Geschmack w├Ąre eine gr├╝ne Farbgebung als Freizeit- und Wohngemeinde sinniger gewesen. Denn das will Heddesheim sein. Von den ├╝ber 11.000 Einwohnern sind nur siebzehn Bauern und nur einige wenige bauen noch Tabak an. Aber das ist nur eine Meinung.

Mit der Farbgebung gibt es weitere Probleme. Unter der Gemeinde Heddesheim im Farbton Ocker gibt es neun Punkte auf Seite 6. Auf Seite 5 werden viel mehr Inhalte unter der Gemeinde angegeben – auf 28 Seiten. Ein gezieltes Aufschlagen, beispielsweise von „Was erledige ich wo?“ ist nicht m├Âglich, das gibt das Inhaltsverzeichnis nicht her. Es gibt auch am Ende kein Schlagwortverzeichnis. Informativ ist das nicht, sondern m├╝hsam, weil man immer wieder durchbl├Ąttern muss, wenn man etwas sucht.

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Auch die Orientierung auf Seite 6 f├Ąllt schwer, ist sie doch nicht alphabetisch. Wieso der Golfclub an erster Stelle unter „Freizeit Heddesheim“ steht und die „Nordbadenhalle 1“ als Punkt 3 aufgef├╝hrt ist, die „Nordbadenhalle 2“ aber als Punkt 5 und dazwischen das „Tennisgel├Ąnde“ ist unklar und folgt einer unbekannten Logik.

Ebenso die Nennung von Punkt 6 auf Seite 6 unter Gemeinde Heddesheim: Autobahnanschluss A5 steht dort. Geh├Ârt der der Gemeinde? Wohl eher nicht.

Redaktionelle Fehler.

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Der Bahnhof hei├čt k├╝nftig Heddesheim/Hirschberg - nicht so in der Informationsbrosch├╝re.

Auf Seite 18 und 19 erscheint ├ľPNV – ├Âffentlicher Personennahverkehr. Der wird auf Seite 5 genannt, auf Seite 6 steht aber unter Punkt 2 „OEG Bahnhof“ und unter Punkt 3 „DB-Bahnhof Gro├čsachsen/Hedd.“ Der DB-Bahnhof wurde per Gemeinderatsbeschluss in „Heddesheim/Hirschberg“ umbenannt, wird aber die n├Ąchsten Jahre in der Informationsbrosch├╝re den alten Namen tragen. Ein vermeidbarer Fehler, der wiederholt wird, beispielsweise auch unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“.

A propos Namen: Auch die Johannes-Kepler-Schule wird als eigenst├Ąndige Schule genannt. Im Begleittext wird zwar eine Ver├Ąnderung beschrieben – aber nicht, dass die neue Leitung bei der Martin-St├Âhr-Schule in Hirschberg liegt – denn der gemeinsame Name ist noch nicht gefunden. Daf├╝r wird vom Namen Johannes-Kepler-Schule aber reichlich Gebrauch gemacht.

Auch die Sonderstellung des B├╝rgerhauses in T├╝rkis ist nicht klar – geh├Ârt das nicht zur Gemeinde Heddesheim wie der „Dorfplatz mit Tiefgarage“?

ibf├Ârderung

Banken-Promotion: Welche Wirtschaft wird hier gef├Ârdert?

Daf├╝r erscheinen auf Seite 5 unter „Gemeinde Heddesheim“ die Eintr├Ąge „Wirtschaft, Banken“ und auch „Vereine/Verb├Ąnde/Organisationen“. Die Vereine standen fr├╝her unter Freizeit – sind die eingemeindet worden? Und die Wirtschaft sowie die Banken erscheinen auf Seite 34 und 35 unter „Wirtschaft und Wirtschaftsf├Ârderung“. Dort werden haupts├Ąchlich die Gewerbegebiete angesprochen sowie die Unterdorf- und die Oberdorfstra├če. Geh├Âren alle Unternehmen, die sich nicht dort befinden, nicht zur Wirtschaft?

Was die Kirchen unter „Familie und Soziales“ verloren haben, ist auch nicht klar. Sind diese nicht f├╝r Singles da? Und ist ein Gottesdienst eine soziale Einrichtung? Doch wohl eher ein religi├Âser Akt. Und die Schulen geh├Âren doch eher unter Bildung? Ebenso die VHS und die B├╝cherei?

Und wieso die Farbe „Rosa“ „Geborgenheit“ vermitteln soll, ist auch nicht klar, denn das tun eher dunkle, satte Farben. Rose steht heute eher f├╝r Weiblichkeit, aber auch Homosexualit├Ąt. Eindeutig ist hingegen Gr├╝n – Sport, Freizeit, Natur sind damit eindeutig assoziiert.

Der Freizeitwert wird inhaltlich auf Seite 10 unter „Wir ├╝ber uns“ erst am Ende der zweiten Spalte erl├Ąutert. Zuvor hei├čt es allerdings: „Durch die verkehrsg├╝nstige Lage an den Autobahnen… ist Heddesheim ein gefragter Wohnort mit hohem Freizeitwert.“ Wieso Autobahnen einen hohen Freizeitwert begr├╝nden, wird nicht klar.

Der wichtigste Teil, die Kontaktdaten, sind irgendwo zu finden.

Der vor allem f├╝r ├Ąltere Menschen wichtigste Teil, Kontaktdaten zu Verwaltung und anderen Einrichtungen erscheint erst ab Seite 20. Wenigstens wird hier eine alphabetische Ordnung unter „Was erledige ich wo?“ angeboten. Das gilt auch f├╝r „Vereine, Verb├Ąnde und Organisationen“ auf den Seiten 28-33.

Leider sind auch redaktionell einige Fehler zu finden. So leitet immer noch Pfarrer Heiner Gladbach die katholische Kirchengemeinde St. Remigius – das aber hat l├Ąngst „kommissarisch“ Regionaldekan Klaus Rapp ├╝bernommen. Und die Leiterin der Hans-Thoma-Grundschule, Frau Gertrud Junghans, hei├čt in der Brosch├╝re „Getrud“.

Wieso statt „Uhr“ das Zeichen „h“ verwendet wird, ist unklar, ebenso ist es kein einheitliches Auftreten, wenn die Gemeinde im Internet unter heddesheim.de firmiert, die Volkshochschule aber unter vhs.heddesheim.net.

Unter „Freizeit“ steht auf Seite 50 der Punkt 2 „Freibad mit Badesee“, gefolgt von Punkt 14 „Hallenbad“ , gefolgt von Punkt 6 „Kunsteisbahn“ und von Punkt 1 „Golfclub“. Hat das Methode? Und wenn ja, welche?

ibgericht

Auch der Dialekt hat ein Recht auf richtige Schreibweise.

Unvermittelt taucht auf Seite 64 (die Seitenzahl fehlt, wie sehr oft im Heft) unter Heddesheimer Traditionen nun wieder in Ocker ein „traditionelles Gericht“, die „vaschlubbde Aija“ auf. Sch├Ân im Dialekt geschrieben – mal abgesehen davon, ob die „Transkription“ tats├Ąchlich zutreffend ist, in dem kurzen Text sind gleich zwei Fehler: einmal wird „unn“ mit drei „n“ geschrieben, ein anderes mal steht „und“ im Text, „danach“ hei├čt einmal „danoch“ und einmal „nodad“… Weiter findet sich „ck“, was vermutlich eher ein „gg“ sein m├╝sste und auslautendes „t“, was eher ein „d“ sein sollte. Als „Noigeplaggde“ will ich mich hier aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

ibgewerbe

Unterst├╝tzungsbed├╝rftiges Gewerbe...

Auf der gef├╝hlten Seite 66 (keine Seitenzahl) steht dann: „Bitte unterst├╝tzen Sie unsere Gewerbetreibenden…“ Es gibt in der Brosch├╝re viele Formulierungen, die leider dem gestelzten Beamtendeutsch entspringen, aber muss das sein: „Bitte unterst├╝tzen Sie…“? Sind die Gewerbetreibenden notleidend? Und was machen Betriebe wie die „Viernheimer Stadtwerke“ darunter, die sicherlich kein Heddesheimer Betrieb sind?

Und hier wundere ich mich als Unternehmer umso mehr, als auch ich gerne die „kostenlose Verteilung“ der Brosch├╝re mit einer Anzeige unterst├╝tzt h├Ątte. Immerhin ist das heddesheimblog die einzige eigenst├Ąndige journalistische Redaktion im Ort, ist eine Unternehmensneugr├╝ndung, deutschlandweit in der Branche bekannt und gilt vielen als Modell f├╝r die Zukunft des Lokaljournalismus. Es gab keine Information ├╝ber die Werbem├Âglichkeit, keine Anfrage. Der Grund: unklar.

Optimaler Einblick?

Vielleicht sollte ich mich deswegen an die kommunale „Wirtschaftsf├Ârderung“ wenden. Wo war die noch einmal zu finden? Irgendwo zwischen Seite 10 und 37. Das wei├č ich aber nur, weil ich die ganze Brosch├╝re durchgebl├Ąttert habe. Nur bl├Âd, dass ich mir die Seitenzahl nicht gemerkt habe.

Also bl├Ąttere ich noch einmal, angefangen beim „Inhaltsverzeichnis – f├╝r einen optimalen Einblick in unsere Gemeinde“ auf der gef├╝hlten Seite 5, denn auch hier fehlt die Seitenzahl, ebenso wie ein Hinweis auf die Inserenten ab Seite 67.

Wer will, kann der Gemeinde eine R├╝ckmeldung (modern „Feedback“) geben:

„Um ein Feedback zu bekommen, sind die Leserinnen und Leser der neuen Brosch├╝re dazu aufgerufen, ihre Meinung an die Gemeinde zu ├╝bermitteln. Bitte senden Sie uns dazu bitte eine E-Mail an├é┬ábroschuere@heddesheim.de. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen.“

Wof├╝r die Anregungen allerdings gut sein sollen, verr├Ąt die Gemeinde nicht. Die Brosch├╝re ist gedruckt.

Link:
Wer m├Âchte, liest beim Mannheimer Morgen nach, wie dort ├╝ber die Informationsbrosch├╝re berichtet wurde. Denn es ist immer besser, sich aus mehr als einer Quelle zu informieren…
Und weils so sch├Ân ist, noch ein Text: Informationen satt…

Ausgaben beschlossen: Musikschule, Kinderkrippe, Internetauftritt

hpheddesheim

Der statische und veraltetete Internetauftritt der Gemeinde Heddesheim soll bis Ende des Jahres neu gestaltet werden.

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Mai 2010. Die Gemeinde muss k├╝nftig mehr f├╝r das Musikschulangebot zahlen, au├čerdem wurde eine au├čerordentliche Ausgabe f├╝r die Kinderkrippe beschlossen, Ende des Jahres soll es einen neuen Internetauftritt geben.

Die Verwaltung stellte den Antrag, Mehrkosten in Zusammenhang mit der Erweiterung der Kindergrippe und dem Umbau des ehemaligen Kraftraums in einen Gymnastikraum zu genehmigen.

Zun├Ąchst waren 18.000 Euro f├╝r die Anschl├╝sse des W├Ąrmed├Ąmmverbundsystems vorgesehen – es h├Ątten sich aber „aufw├Ąndigere Detailpunkte ergeben“. Der Auftrag in H├Âhe von rund 26.000 Euro wurde an die Firma Werner Klumb in Mannheim vergeben. Der Rat stimmte zu, bis auf den Gemeinderat Hardy Prothmann, der sich enthielt, „weil ich zwischen den beiden Bauma├čnahmen nach wie vor keinen Zusammenhang erkennen kann.“

Die Gemeinde Heddesheim hat den Vertrag mit der Musikschule Mannheim ├╝ber den Betrieb der Au├čenstelle Heddesheim um ein Jahr verl├Ąngert – mit einer gut neunprozentigen Kostensteigerung. F├╝r die „Monatswochenstunde“ werden nun 185 Euro f├Ąllig, zuvor waren es 175.

B├╝rgermeister Kessler argumentierte, die Musikschule Mannheim h├Ątte sonst zum 30. April 2010 den Vertrag gek├╝ndigt, er und andere B├╝rgermeister seien unvorbereitet in ein Gespr├Ąch wenige Tage vor diesem Termin gegangen und h├Ątten sich auf den neuen Satz geeinigt.

Auf die Frage von Gemeinderat Hardy Prothmann, warum der Gemeinderat nicht informiert worden war, antwortete Kessler, die Zeit sei zu knapp gewesen, au├čerdem fiele das in seinen Gesch├Ąftsbereich. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu, Prothmann enthielt sich aus Protest ├╝ber das Vorgehen.

Zum Jahresende soll die Gemeinde Heddesheim einen neuen Internetauftritt erhalten. Der jetzige Auftritt sei in jeder Hinsicht veraltet. Die Verwaltung hat ein „Pflichtenheft“ erarbeitet, dass von der Firma hitcom New Media“ innerhalb der n├Ąchsten sechs Monate in Abstimmung mit der Verwaltung umgesetzt werden soll. Das Auftragsvolumen liegt bei knapp 12.000 Euro.

Es wird sich dabei um ein so genanntes „CMS“ handeln – ein Content Management System (Anm. d. Red.: Auch das heddesheimblog verwendet solch eine Software). Die Firma garantiert die Anbindung von „www.service-bw.de“, ein System, auf das die Verwaltungen zugreifen und das besonders gesch├╝tzt ist.
Der bisherige Dienstleister „ISI Software GmbH“ des fr├╝heren CDU-Gemeinderats Martin Winkler war auch unter den Bietern, aber teurer und au├čerdem unerfahren in der Anbindung von „service-bw“.

Gr├╝nen-Gemeinderat Andreas Schuster lobte das Pflichtenheft. SPD-Gemeinderat Michael Bowien w├╝nschte sich einen Online-Zugriff auf Dokumente f├╝r Gemeinder├Ąte, beispielsweise die Sitzungsprotokolle. Dies sei zu unsicher, sagte B├╝rgermeister Kessler und verwies auf die CDs, die die Verwaltung den Gemeinder├Ąten zur Verf├╝gung stellt. Der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann wies die Gemeinde darauf hin, dass die m├Âglicherweise geplante Einbindung von „Facebook“ datenschutzrechtliche Probleme ergeben k├Ânnte. Projektleiter Florian Schmid best├Ątigte, die Problematik zu kennen.

Auch Frank Hasselbring (FDP) wollte sich zum Thema ├Ąu├čern, wurde aber von Hardy Prothmann darauf hingewiesen, dass er gerade dabei sei, aus einer nicht-├Âffentlichen Sitzung zu plaudern: „Das wusste ich nicht. War das nicht ├Âffentlich?“, sagte Hasselbring. B├╝rgermeister Kessler lies den Vorgang unkommentiert. ├â┼ôblicherweise ermahnt er vor allem Gemeinder├Ąte der Gr├╝nen und Hardy Prothmann, darauf zu achten, nicht aus nicht-├Âffentlichen Sitzungen zu zitieren, was diese allerdings beachten.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und f├╝r das heddesheimblog verantwortlich.

Neue VHS-Leitung gesucht

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Guten Tag!

Heddesheim, 14. Mai 2010. Die Gemeinde Heddesheim sucht zum Jahresende eine neue Leitung f├╝r die ├Ârtliche Volkshochschule (VHS).

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Die Gemeinde Heddesheim sucht eine/n

ehrenamtliche/n Leiterin/Leiter der Volkshochschule Heddesheim.

Das Programmangebot bestand im Jahr 2009 aus 261 Kursen und 20 kulturellen Einzelveranstaltungen bzw. Ausflugsfahrten.

Die Leitung der Volkshochschule umfasst folgende Aufgaben:

– Erstellung und Koordination des Jahresprogramms
– Organisation und Durchf├╝hrung mehrerer kultureller Einzelveranstaltungen
– Beratung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer
– Schnittstelle zu den Kursleiterinnen und Kursleitern
– Kooperation mit der Gemeinde und ├Ârtlichen Institutionen, Vereinen und Schulen
– Finanzielle Angelegenheiten und Abrechnungen
– ├ľffentlichkeitsarbeit und Werbung

In der Gesch├Ąftsstelle ist neben der Leitung eine hauptberufliche Verwaltungsmitarbeiterin mit einem Stundenumfang von 14 Wochenstunden t├Ątig.

Es handelt sich um eine ehrenamtliche T├Ątigkeit, die mit einer Aufwandsentsch├Ądigung verg├╝tet wird. Ein Teil der Aufgaben erstreckt sich auch auf Abendstunden und Wochenenden.

Wir suchen eine engagierte, flexible, kontaktfreudige und kommunikationsf├Ąhige Person, die in ihrem Aufgabenbereich eigenst├Ąndig arbeiten m├Âchte. Eingebundenheit und Verankerung vor Ort w├Ąren hilfreich, auch Kenntnisse in den g├Ąngigen Office-Anwendungen.

Bewerbungen richten Sie bitte bis 30.06.2010 an die Gemeinde Heddesheim, Haupt- und Personalverwaltung, Fritz-Kessler-Platz, 68542 Heddesheim.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Schuster: „Die Bev├Âlkerung muss fr├╝her eingebunden werden.“

Guten Tag!

Heddesheim, 10. Mai 2010. Die Gr├╝nen haben vor kurzem ihren Vorstand neu gew├Ąhlt und ihre politischen Schwerpunkte vorgestellt. Im Gespr├Ąch berichtet der neue Gemeinderat Andreas Schuster ├╝ber seine Erfahrungen im Gemeinderat und was die Gr├╝nen f├╝r die Zukunft vorhaben.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Schuster, Gl├╝ckwunsch. Die Kommunalwahl 2009 brachte drei neue Sitze, die Gr├╝nen sind nun mit sechs Gemeinder├Ąten zweitst├Ąrkste Fraktion. Au├čerdem hat der Ortsverband einige neue Mitglieder. Wie bewerten Sie das auch Ihrer Sicht?

Andreas Schuster: „Das ist nat├╝rlich zun├Ąchst einmal ein gro├čer politischer Erfolg. Die Verdopplung der Sitze hat seinerzeit alle unsere Erwartungen ├╝bertroffen. Die Verh├Ąltnisse im Gemeinderat haben sich dadurch deutlich ge├Ąndert. Der politische Spielraum und Einfluss der Gr├╝nen hat sich erweitert und unsere W├Ąhlerinnen und W├Ąhler haben eine starke Vertretung im Gemeinderat, ohne die das Spiel nicht l├Ąuft. In der derzeitigen Diskussion um pfenning logistics sind die Fronten derzeit zwar leider sehr verh├Ąrtet, aber eine starke Gr├╝ne Fraktion bietet ja auch den anderen Parteien neue M├Âglichkeiten der Interaktion. Ich bin davon ├╝berzeugt, dass es langfristig viele interessante Konstellationen und Koalitionen geben wird – zu den unterschiedlichsten Themen.“

Sie sind ebenfalls neu in den Gemeinderat gew├Ąhlt worden. Erz├Ąhlen Sie doch mal, wie das so ist.

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Andreas Schuster ist Gemeinderat und einer der Sprecher des Ortsverbands B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Foto: privat

Schuster: „Ich nehme diese Aufgabe ├Ąu├čerst ernst. F├╝r mich bedeutet eine Wahl zum Gemeinderat einen klaren Auftrag, die Interessen der HeddesheimerInnen zu vertreten. Und diesen Auftrag werde ich mit allen mir zur Verf├╝gung stehenden Kr├Ąften erf├╝llen. Die Arbeit im Gemeinderat selbst ist ├Ąu├čerst facettenreich und erfordert die F├Ąhigkeit, sich schnell in viele unterschiedliche Sachverhalte einzudenken – vorausgesetzt, man m├Âchte die Sitzungen tats├Ąchlich aktiv mitgestalten.

„Ich bin ein Verfechter der direkten Demokratie. “ Andreas Schuster

Interessanterweise hat die Arbeit als Gemeinderat f├╝r mich auch eine emotionale Komponente. Ich habe mich sofort nach meinem Umzug nach Heddesheim hier auf Anhieb zu Hause gef├╝hlt – st├Ąrker als an jedem anderen Wohnort zuvor. Dennoch f├╝hle ich mich Heddesheim jetzt noch mehr verbunden. Dass ich an der Entwicklung unserer wundersch├Ânen Gemeinde mitwirken darf, motiviert mich enorm.“

„Pfenning“ ist ein Dauerbrenner. Wie bewerten Sie das Thema aktuell?

Schuster: „Das Thema pfenning ist aktuell wie eh und je. Die k├╝rzlich erfolgte Offenlage und die damit verbundene Zahl von 910 Einwendungen gegen dieses Projekt zeigen deutlich, dass sich an der Ablehnung durch weite Teile unserer Bev├Âlkerung nichts ge├Ąndert hat. Im Gegenteil: je l├Ąnger sich der Prozess hinzieht, umso mehr Fragen tauchen auf. Keines der erstellten Gutachten ist wirklich wasserdicht, die Verkehrssituation ist absolut ungekl├Ąrt, der versprochene Gleisanschluss entpuppt sich nach und nach als Luftnummer. Begleitet wird dies von einer nach wie vor katastrophalen Kommunikationspolitik. Auskunft gibt es nur auf deutliche Nachfrage. Selbst als Gemeinderat muss man sich jede Information m├╝hsam zusammensuchen. Ist es da verwunderlich, dass sich die HeddesheimerInnen allein gelassen f├╝hlen?

„Selbst als Gemeinderat muss ich mir Informationen
zu Pfenning m├╝hsam zusammensuchen.“

Stellvertretend f├╝r meine ParteikollegInnen kann ich hier deutlich sagen: Wir werden weiterhin alles unternehmen, um dieses Projekt zu verhindern. Es sollte sich niemand einreden lassen, hier w├Ąre alles schon entschieden.“

Die Gr├╝nen wollen sich f├╝r mehr Transparenz und die Beteiligung der B├╝rgerInnen einsetzen. Konkretisieren Sie das bitte.

Schuster: „Politik ist etwas, dass von den B├╝rgerInnen ausgehen sollte. Ich bin ein gro├čer Verfechter der direkten Demokratie. Die Wahl von Volksvertretern – egal ob auf Bundesebene oder in der Kommune – ist ja eigentlich nur ein notwendiges ├â┼ôbel, um die Demokratie „organisierbar“ zu machen. Es ist keineswegs eine Generalvollmacht f├╝r die Gew├Ąhlten, nach der Wahl ein paar Jahre lang ihr eigenes Ding zu machen. Leider wird Politik immer h├Ąufiger so wahrgenommen. „Die da oben“ machen was sie wollen – und „wir da unten“ sind dem ausgesetzt.“

B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen stehen f├╝r gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz.

Was ist die L├Âsung?

Schuster: „Umso wichtiger ist es, hier gr├Â├čtm├Âgliche Transparenz herzustellen, das ist die klare Absicht von B├╝ndnis 90 / Die Gr├╝nen. Wie kann das in Heddesheim konkret aussehen? Zun├Ąchst einmal sollte es das erkl├Ąrte Ziel sein, alle Themen der Gemeinderatssitzung ├Âffentlich zu besprechen – von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen es um den Schutz von B├╝rgerinteressen geht. Auch sollte die Bev├Âlkerung viel fr├╝her eingebunden, statt nur ├╝ber die Ergebnisse informiert zu werden. Sicher ist das komplizierter und arbeitsintensiver als der ├╝bliche Weg, aber Verwaltung und Gemeinderat arbeiten nun mal im Auftrag der W├ĄhlerInnen. Wenn sie so wollen, sind diese unsere „Vorgesetzten“, denen wir Rechenschaft schulden! Zu guter letzt sollte es unser Anspruch sein, der Bev├Âlkerung Informationen ├╝ber die Gesch├Ąfte der Verwaltung aktiv anzubieten. Wir sind ganz gro├č darin, unsere Festlichkeiten und Jubil├Ąen ins rechte Licht zu r├╝cken. Aber wenn ein interessierter B├╝rger bestimmte Informationen m├Âchte, dann muss er erst ins Rathaus gehen. Wir haben doch nichts zu verheimlichen – oder?“

Aktuell ist der nicht-├Âffentliche Beschluss des Umlenkungsausschusses bekannt geworden. ├â┼ôberrascht Sie das Ergebnis?

Schuster: „Nein, das Ergebnis ├╝berrascht mich nicht – auch wenn die Beschlussfassung sehr z├╝gig erfolgte. Lassen Sie es mich ironisch ausdr├╝cken: Wenn man sich einig ist, sind schnelle Entschl├╝sse kein Problem. Gleichzeitig sollte man aber nicht vergessen, dass eine solche Umlegung sehr problematisch ist. Das f├╝r Umlegungen geltende Privatn├╝tzigkeitsprinzip legt ganz klar fest, dass ein solcher Akt im Interesse des Grundst├╝ckseigent├╝mers erfolgen muss! Eine Umlegung alleine mit dem Ziel ein Ansiedlungsprojekt zu erm├Âglichen ist mehr als strittig und wird vom Gesetzgeber schnell als Enteignung betrachtet. Interessierte B├╝rgerInnen verweise ich hier auf das „Boxberg-Urteil“.“

Energieversorgung und ├ľPNV sind zentrale Themen.

Auch die Energieversorgung steht auf Ihrer Themenliste. Was bedeutet, „die Energieversorgung geh├Ârt in kommunale Hand?“

Schuster: „Der wachsende Einfluss einiger weniger Energiekonzerne birgt viele Gefahren und schw├Ącht den gesunden Wettbewerb. Unserer Ansicht nach sollte die unreflektierte Privatisierung wichtiger Dienstleistungen wie eben der Energieversorgung einged├Ąmmt werden. Ein starker kommunaler Einfluss erm├Âglicht die Umsetzung eigener wirtschafts- oder umweltpolitischer Ziele und st├Ąrkt die Rechte der VerbraucherInnen. Nicht zuletzt gehen erwirtschaftete Gewinne nicht an die Energieriesen, sondern bleiben in den Kommunen. Das kommt der ├Âffentlichen Hand zugute und steht f├╝r unsere Investitionen zur Verf├╝gung. Ein wichtiger Aspekt in wirtschaftlich schlechten Zeiten.

Das Auslaufen von Konzessionsvertr├Ągen gro├čer Anbieter und die dadurch erm├Âglichte ├â┼ôbernahme der Energieversorgungsnetze bietet hier f├╝r viele Kommunen echte Chancen.“

Sie fordern ebenfalls eine Verbesserung des ├Âffentlichen Personennahverkehrs. Was soll verbessert werden?

Schuster: „Der ├ľPNV muss in Zukunft generell eine st├Ąrkere Bedeutung bekommen – weit ├╝ber unsere Region hinaus. Bus und Bahn d├╝rfen keine Notl├Âsung f├╝r Menschen sein, die kein Auto haben. Es kann nicht sein, dass Jugendliche aus Mangel an Alternativen zu passionierten Autofahrern „erzogen“ werden. Gleichzeitig m├╝ssen ├Ąltere Menschen die Chance haben, mobil zu bleiben.

F├╝r Heddesheim w├╝nschen wir uns konkret eine bessere Anbindung an die Bergstra├če. Zu bestimmten Zeiten ist eine Fahrt von oder nach Heidelberg mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln immer noch eine kleine Weltreise. Ebenso wichtig ist es, eine Nord-S├╝d-Verbindung Viernheim-Heddesheim-Ladenburg zu schaffen. Hier herrscht Handlungsbedarf.“

„Starke Frauen leisten bei uns einen enormen Beitrag.“ Andreas Schuster

Vor kurzem wurde der Vorstand neu gew├Ąhlt. Sie und Herr Heinisch sind die Sprecher des Ortsvereins und gleichzeitig Gemeinder├Ąte. Dabei sind die Gr├╝nen doch f├╝r die Trennung von Amt und Mandat?

Schuster: „Auch wenn bei der Trennung von Amt und Mandat in Baden W├╝rttemberg die kommunale Ebene bewusst ausgeklammert wurde, ist es eigentlich immer unser Anspruch gewesen, das in Heddesheim dennoch so umzusetzen. Leider macht uns hier die Tatsache einen Strich durch die Rechnung, dass wir eine kleine Partei sind. Trotz des erfreulichen Zuwachses an Mitgliedern haben wir einfach nicht genug aktive Mitstreiter, um alle Positionen entsprechend zu besetzen. Da im letzten Jahr ein gro├čer Anteil dieser Aktiven in den Gemeinderat katapultiert wurde, stehen wir nun vor dieser Situation, dass Vorst├Ąnde im Gemeinderat sitzen. Sowohl Herr Heinisch als auch ich sehen das aber als ├â┼ôbergangsl├Âsung an. Sobald sich viel versprechende Kandidaten herauskristallisieren, l├Âsen wir diesen Widerspruch auf. Bei uns klebt keiner an seinem Stuhl. Nicht ohne Grund gibt es bei den Gr├╝nen keine Ehrennadel f├╝r langj├Ąhrige Vorstandst├Ątigkeit. Wir setzen hier immer auf frischen Wind und neue K├Âpfe.“

Auch die Tatsache, dass keine Frau im Gemeinderat ist, wird kritisch angemerkt. Warum ist das so?

Schuster: „Im Vorfeld der Wahlen wurden von bestimmten Interessengruppen Empfehlungen ausgesprochen, welche Kandidaten die Interessen dieser Gruppen vermutlich am ehesten unterst├╝tzen w├╝rden. Diese Empfehlungen hatten einen ma├čgeblichen Einfluss auf das Wahlergebnis. Leider war diese Liste rein m├Ąnnlich besetzt. Geschlechtergerechtigkeit hat eben nicht f├╝r jeden die gleiche Priorit├Ąt wie f├╝r uns. Dieser Umstand war einer der Faktoren, die zu dieser ungl├╝cklichen Konstellation ganz ohne Frauen in der Fraktion gef├╝hrt hat.

Gott sei dank haben wir zumindest in der Ortsgruppe sehr starke und politisch erfahrene Frauen, die einen enormen Beitrag zu unserer politischer Arbeit leisten. Ohne die weibliche Probleml├Âsungskompetenz und Weitsicht w├Ąre das undenkbar. Das ist allerdings kein Ersatz f├╝r weibliche Gemeinder├Ątinnen!“

Zur Person:
Andreas Schuster (38) hat Anglistik und Geschichte mit Abschluss Staatsexamen studiert und arbeitet als Werbeberater in Mannheim. Der geb├╝rtige Heidelberger ist mit einer Heddesheimerin verheiratet und lebt seit 2002 in Heddesheim. Er liebt die Literatur und ist nicht nur beruflich von den neuen Medien fasziniert. Seit 2007 ist er Mitglied von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen in Heddesheim. Seit Fr├╝hjahr 2008 ist er im Vorstand und einer der Sprecher des Ortsverbands.

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Andreas Schuster, Anke Antary, G├╝nther Heinisch und der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl. Bild: hblog

Info:
B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen
Die Partei gibt es seit dem 22. Mai 1984 in Heddesheim. Zur Zeit besteht der Ortsverband aus 18 Mitgliedern – im vergangenen Jahr sind vier neue Mitglieder hinzugekommen.
Jeden ersten Montag im Monat trifft sich der Ortsverband um 20.00 Uhr im Fraktionszimmer von B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen in der Alten Schule Heddesheim – ├Âffentlich, interessierte B├╝rgerInnen k├Ânnen daran teilnehmen.
Bei der Kommunalwahl 2009 konnten die Gr├╝nen ihre Sitze von drei auf sechs verdoppeln und sind nun zweitst├Ąrkste Fraktion. Fraktionssprecher ist Klaus Schuhmann.
Am 26. April 2010 wurde der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung best├Ątigt: Anke Antary, G├╝nther Heinisch und Andreas Schuster sind Sprecher des Ortsverbands.

Public Viewing in Heddesheim – Kostenfrei? Oder nicht?

Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. In Heddesheim wird es zur Fu├čball-WM ein „Public Viewing“ geben – also eine ├â┼ôbertragung auf Gro├čleinwand. Angeblich die gr├Â├čte Veranstaltung dieser Art in der Region und angeblich kostenlos. Eins steht fest. Kostenlos ist die Veranstaltung nur bedingt.

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"Public Viewing" in der Freizeithalle ist nur bedingt kostenlos. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Von Hardy Prothmann

Dass die drei Vereine ATB, TG und Fortuna gemeinsam mit der Gemeinde ein „Public Viewing“ veranstalten, ist erstmal eine gute Nachricht f├╝r alle Fu├čballfans.

Auch gut ist, dass es ein Rahmenprogramm mit Torwandschie├čen gibt. Auch gut, dass es einen mit dem Ladenburger Gasthaus „Zum Ochsen“ einen Partyservice, also Verpflegung gibt.

All das geh├Ârt n├Ąmlich zu einem erfolgreichen „Public Viewing“ dazu.

Was Public Viewing ist.

Mein letztes „Public Viewing“ war im vergangenen Sommer in Amsterdam. Ein Musikfest. Mit vielen B├╝hnen und vielen Leinw├Ąnden. Die Versorgung war super, die Preise waren ok.

Aber jeder konnte sich auch sein Bier im Supermarkt oder Kiosk holen. Die meisten Leute haben sich eindeutig an den St├Ąnden versorgt. Dort war man viel besch├Ąftigt, aber freundlich und hatte auch f├╝r einen Spa├č Zeit.

Beim Heddesheimer „Public Viewing“ ist das anders.

Hier wird angek├╝ndigt, das „Public Viewing“ sei zwar frei. Aber Getr├Ąnke d├╝rften keine mitgebracht werden.

Bedingt „kostenfrei“.

Das bedeutet in der Konsequenz: Wer drei, vier Stunden lang mit anderen in der Gemeinschaft seine Leidenschaft Fu├čball erleben will, hat entweder Durst oder wird zum Kauf von Getr├Ąnken gezwungen.

Das hat mit „Public Viewing“ nichts zu tun.

Das ist ein Gesch├Ąft, bei dem es den Betreibern an Mut fehlt, auch ein Risiko einzugehen. Vor allem ein finanzielles.

Vielleicht veranstalten auch deshalb drei Vereine zusammen mit der Gemeinde dieses Programm. Gehts schief, ist die Last auf viele Schultern verteilt. Und ├╝berhaupt: So hat jeder weniger Arbeit.

Die gr├Â├čten sind zu klein.

Der Mannheimer Morgen (MM) hat geschrieben, dies seien die drei „gr├Â├čten Vereine“ Heddesheims. Das hei├čt umgekehrt aber auch: Jeder davon ist zu klein, um die Aufgabe stemmen zu k├Ânnen oder zu wollen.

Vielleicht verstehen die drei Vereine sich aber auch einfach so gut, dass sie das gerne zusammen machen. Auch das ist eine M├Âglichkeit.

Vielleicht hat man aber auch tats├Ąchlich ernstzunehmende und nachvollziehbare Gr├╝nde, das Mitbringen von Getr├Ąnken zu verbieten. Verbieten ist ├╝brigens im Ergebnis dasselbe wie „nicht erlauben“, was der MM geschrieben hat.

„Das gesamte Gebiet wird abgesperrt“, schreibt der MM und merkt nicht, dass er gleichzeitig ├╝ber ein „Public viewing“ berichtet.

In Amsterdam gab es Einschr├Ąnkungen f├╝r den Stra├čenverkehr, aber keine Absperrung gegen Menschen. Und das war viel, viel, viel gr├Â├čer als das „gr├Â├čte Public Viewing“ in Heddesheim in der Region. Fragt sich, was „Region“ in diesem Fall hei├čt.

Geht es um Angst?

Das n├Ąchste Argument k├Ânnte „Fu├čball“ sein. Ein Sport, in dessen Umfeld es immer wieder viel Gewalt und Zerst├Ârung gibt.

Haben die Heddesheimer Vereine und die Verwaltung davor Angst?

Und wenn ja, w├Ąre es nicht besser, statt die Veranstaltung „abzusperren“, diese offen zu halten und mit Ordnern zu sichern?

Hat man Angst davor, dass sich jemand mit mitgebrachten Getr├Ąnken bes├Ąuft?

Die Ma├čnahme wird nicht helfen – so wird ein „Vorgl├╝hen“ provoziert.

Oder um Misstrauen?

Mit ziemlicher Sicherheit steht aber ein anderer Gedanke im Vordergrund: Misstrauen.

Die Vereine misstrauen ihrer eigenen Veranstaltung. Und sie machen den Zutritt f├╝r viele fraglich.

Junge Leute mit wenig Geld, junge Familien, Menschen ohne Arbeit – alles Mitglieder unserer Gemeinschaft werden sich ├╝berlegen, ob sie sich ein „kostenloses Public Viewing“ leisten wollen.

Die Vereine und die Gemeinde h├Ątten das Konzept auch anders entwerfen k├Ânnen.

  • Wir veranstalten zusammen ein „Public Viewing“ – weil wir ein tolles Angebot bieten wollen.
  • Wenn sich das tr├Ągt und allen Spa├č macht, wird was draus und viele „Public Viewings“ werden folgen.
  • Wir tragen den Gedanken des „Public Viewing“ in uns – es ist kostenlos.
  • Aber wir haben Kosten und freuen uns, wenn sie unser Angebot wahrnehmen und sich hier versorgen.

Die Zeche zahlen die „Viewer“.

Leider ist die Heddesheimer Variante nichts anderes als ein Kneipen-„Public Viewing“.

Die Freizeithalle wird zur Kneipe, die Veranstalter sehen nicht das Event, sondern den Umsatz. Eintritt frei – jeder Verzehr kostet.

Woran es fehlt ist Vertrauen – in das eigene Angebot und die Menschen.

Der Eintritt ist kostenlos – die Zeche zahlen muss man trotzdem.

Dokumentation:
Presseinformation der Veranstalter
„Public Viewing“ zur WM 2010 in der Heddesheimer Freizeithalle

Heddesheim. Noch sechs Wochen bis zum Beginn der Fu├čball-Weltmeisterschaft in S├╝dafrika – und die Fu├čballfans aus Heddesheim und Umgebung k├Ânnen sich auf ein „Public Viewing“ in der Freizeithalle freuen, zu dem die drei Vereine Arbeiter-Turnerbund (ATB), Fu├čballverein Fortuna und die Turngemeinde (TG) Heddesheim, die Gemeinde Heddesheim und das Gasthaus „Zum Ochsen“ Ladenburg einladen.

Wir zeigen etwa die H├Ąlfte der Spiele der Fu├čball-WM 2010 in S├╝dafrika, ganz besonders nat├╝rlich diejenigen mit deutscher Beteiligung. Die Leinwand wird vor Wind und Wetter gesch├╝tzt in der Freizeithalle aufgebaut. Vor der Freizeithalle finden die Besucher Essen und Trinken in einem Biergarten bei der fu├čballerisch geschm├╝ckten Freizeithalle. Beim Essen gibt es an verschiedenen Spieltagen entsprechend der beteiligten Mannschaften je ein l├Ąnderspezifisches Gericht, so z.B. eine spanische Paella oder „Fish and Chips“, wenn das englische Team spielt.

Der Eintritt zum „Public Viewing“ ist frei. Die Halle wird jeweils etwa eine Stunde vor dem ersten Spiel ge├Âffnet.

Ab dem Achtelfinale (26. bis 29.06.) werden alle Spiele gezeigt. Folgende Vorrundenspiele sind zu sehen:

13.06. 20:30 Uhr Deutschland – Australien.
18.06. 13:30 Uhr Deutschland – Serbien, 16:00 Uhr Slowenien – USA, 20:30 Uhr England – Algerien.
19.06. 13:30 Uhr Niederlande – Japan, 16:00 Uhr Ghana – Australien, 20:30 Uhr Kamerun – D├Ąnemark.
20.06. 13:30 Uhr Slowakei – Paraguay, 16:00 Uhr Italien – Neuseeland, 20:30 Uhr Brasilien – Elfenbeink├╝ste.
23.06. 16:00 Uhr Slowenien – England, 20:30 Uhr Ghana – Deutschland.
24.06. 16:00 Uhr Slowakei – Italien, 20:30 Uhr Kamerun – Niederlande.
25.06. 16:00 Uhr Portugal – Brasilien, 20:30 Uhr Chile – Spanien.

Die Freizeithalle in der Gro├čsachsener Stra├če 35 ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen, auch Parkpl├Ątze f├╝r Autos stehen zur Verf├╝gung. Aktuelle Infos zu den Veranstaltungen gibt es jeweils auch unter www.heddesheim.de.“

Dokumentation: heddesheimblog-Erlass II – der Heckmeck geht weiter

Guten Tag!

Heddesheim, 26. April 2010. B├╝rgermeister Michael Kessler hat Sorge um die Reputation seiner Mitarbeiter. Deswegen fordert er die Redaktion auf, Namen zu l├Âschen.

Der Heckmeck des B├╝rgermeisters gegen├╝ber dem heddesheimblog geht weiter. Kein Schreiben ist zu absurd, kein Argument zu konstruiert, um nicht doch verwendet zu werden.

Aktuell werden wir aufgefordert, zwei Namen von Sekret├Ąrinnen zu l├Âschen, die „im Auftrag“ der Gemeinde emails an uns versandt haben. Dem sind wir nachgekommen. Weil es sich nicht lohnt, dar├╝ber zu streiten, ob die Namen nun so genannt werden k├Ânnen oder nicht. Aus unserer Sicht k├Ânnen sie das, sind aber in diesem Fall nicht unbedingt notwendig f├╝r die Berichterstattung. Deswegen haben wir sie gestrichen.

Wieso die Nennung der Namen angeblich das „allgemeine Pers├Ânlichkeitsrecht“ beeintr├Ąchtigt, wei├č nur der B├╝rgermeister allein.

Weiter werden wir aufgefordert, k├╝nftig die Nennung von Namen oder die Einwilligung der betreffenden Person zu unterlassen. Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens.

Selbstverst├Ąndlich nennen wir immer dann Namen, wenn es notwendig ist – mit oder ohne Zustimmung.

Der, der eine solche Anordnung treffen kann und getroffen hat, ist schnell benannt: B├╝rgermeister Kessler. Das Ziel der Anordnung ist klar: Verhinderung oder Behinderung unserer journalistischen Arbeit. Herr Kessler zementiert einmal mehr seine pressefeindliche Haltung und ein gest├Ârtes Verh├Ąltnis zur ├ľffentlichkeit.

Vollst├Ąndig absurd ist die Unterstellung, durch die Nennung von Namen w├╝rden Personen „besch├Ądigt“. Auch hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens: Es soll der Eindruck erweckt werden, unsere Berichterstattung habe nur zum Ziel, „Personen zu sch├Ądigen“.

Das hat sie nicht. Die Berichterstattung und Dokumentation von Ereignissen oder Zusammenh├Ąngen ist das einzige Anliegen, das wir verfolgen. Das Ziel ist die bestm├Âgliche Information der ├ľffentlichkeit.

Dokumentation, email der Gemeinde Heddesheim vom 26. April 2010, 12:00 Uhr:

„Sehr geehrter Herr Prothmann,

in Ihrem Artikel
http://heddesheimblog.de/2010/04/14/dokumentation-der-heddesheimblog-erlass/
vom 14.04.2010 ver├Âffentlichen Sie einen E-Mail-Schriftwechsel mit der
Gemeinde Heddesheim.

Sie legen in Ihren Ver├Âffentlichungen jeweils sehr gro├čen Wert auf die
Einhaltung des Datenschutzes durch Personen oder Institutionen wie z.B.
den B├╝rgermeister oder das Kommunalrechtsamt
(http://heddesheimblog.de/?s=datenschutz).

Unabh├Ąngig davon, dass wir es f├╝r zweifelhaft halten, ob das
Ver├Âffentlichen kompletter E-Mail-Schriftwechsel rechtlich zul├Ąssig ist,
teilen wir Ihnen wie bereits in der Gemeinderatssitzung vom 22.04.2010
folgendes mit:

Die zitierten E-Mails wurden klar erkennbar von den gesch├Ąftlichen
E-Mail-Accounts der Mitarbeiterinnen „im Auftrag“ der Gemeinde
Heddesheim versendet, wie Sie es auch ver├Âffentlicht haben („Am
14.04.2010 um 12:45 schrieb Gemeinde Heddesheim…“). Es handelt sich
also um Ausk├╝nfte der Gemeinde Heddesheim und nicht von einzelnen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Wir fordern Sie daher unter Verweis auf das Allgemeine
Pers├Ânlichkeitsrecht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde
Heddesheim auf, die Namen der Mitarbeiterinnen in den ver├Âffentlichten
E-Mails des o.g. Artikels zu entfernen und k├╝nftig die Nennung von Namen
von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne deren Einwilligung, die mit
der Beantwortung einer Auskunft gegen├╝ber Ihrem journalistischen Angebot
beauftragt sind, zu unterlassen.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

i. A. XXX

Gemeinde Heddesheim
– Hauptverwaltung –
Fritz-Kessler-Platz
68542 Heddesheim“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Der „├╝bliche“ Weg: Zahl der Einw├Ąnde per Pressemitteilung

Guten Tag!

Heddesheim, 20. April 2010. (red) Die Gemeinde Heddesheim will in dieser Woche die Zahl der Einw├Ąnde gegen den „Pfenning“-Bebauungsplanentwurf per Pressemitteilung bekannt geben.

Die Gemeinde Heddesheim hat der Redaktion auf Anfrage mitgeteilt, dass die Zahl der Einw├Ąnde ver├Âffentlicht werden wird. Diese erhielte man auf dem „├╝blichen Weg“.

Wir hatten auf dem „├╝blichen Weg“, ├╝ber die email-Adresse „gemeinde@heddesheim.de“ folgende Fragen gestellt:

  • Wir w├╝rden gerne wissen, wie viele Einw├Ąnde eingegangen sind.
  • Nach M├Âglichkeit unterteilt in private und Tr├Ąger ├Âffentlicher Belange.
  • Ebenso interessiert uns eine grobe Einteilung nach Themengebieten, also beispielsweise Verkehr, Umwelt usw.
  • Wir fragen explizit nicht nach dem Inhalt, sondern nach den Zahlen und der ungef├Ąhren Thematisierung.
  • Au├čerdem w├╝rden wir gerne wissen, bis wann die Verwaltung damit rechnet, die Einw├Ąnde in den Plan eingearbeitet zu haben.

Besten Dank vorab.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Redaktion heddesheimblog“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Belasten neue Stra├čenschilder die kommunale Kasse?

Guten Tag!

Heddesheim, 12. April 2010. (red) Laut einem Bericht bei spiegel.de m├╝ssen die Kommunen viele Stra├čenschilder austauschen, weil die Stra├čenverkehrsordnung das so vorsieht. Angeblich soll das die Kommunen deutschlandweit einen dreistelligen Millionenbetrag kosten.

Nachrichten aus Schilda? So jedenfalls liest sich ein Bericht bei spiegel.de. Danach m├╝ssen die Kommunen unbedingt sehr viele Verkehrsschilder austauschen – selbst wenn die Zeichen nur minimal ver├Ąndert wurden.

Wir haben die Gemeinde angeschrieben, um zu erfahren, ob der Bericht so zutrifft, welche Schilder am h├Ąufigsten betroffen sind und was die Gemeinde voraussichtlich f├╝r den „Umtausch“ ausgeben muss.

Vorab finden unsere LeserInnen hier eine Liste der ge├Ąnderten Verkehrszeichen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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