Sonntag, 20. Oktober 2019

Rund 9.000 Euro Sachschaden

Bei Verkehrsunfall verletzt

Heddesheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 11. Januar 2013. (red/pol) Am Mittwochabend mißachtete ein  28-jähriger Viernheimer die Vorfahrt eines 41-jährigen Ludwigshafeners  an der Kreuzung Schaafeckstraße / Werderstraße / Mannheimer Straße und stieß mit diesem zusammen. Der Ludwigshafener  wurde in ein Heidelberger Krankenhaus verbracht. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden, auf den Viernheimer kommt eine Anzeige zu.

Information der Polizei Mannheim:

„Ein verletzter Fahrzeuglenker und rund 9.000 Euro Sachschaden waren die Folge eines Verkehrsunfalls am Mittwochabend gegen 22.20 Uhr in Heddesheim. Ein 28 Jahre alter Viernheimer fuhr mit seinem Pkw Audi auf der Schaafeckstra√üe in Richtung Ladenburger Stra√üe. An der Kreuzung Schaafeckstra√üe / Werderstra√üe / Mannheimer Stra√üe beachtete der 38-j√§hrige nicht die durch Verkehrszeichen geregelte Vorfahrt eines 41 Jahre alten Ludwigshafeners, der mit seinem Pkw Opel auf der Werderstra√üe in Richtung Mannheimer Stra√üe unterwegs war. Beide Fahrzeuge stie√üen im Kreuzungsbereich zusammen.

Die Folge davon war, dass beide Pkw abgeschleppt werden mussten und der Ludwigshafener zur station√§ren Versorgung in ein Heidelberger Krankenhaus verbracht werden musste. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim, ein Rettungswagen und ein Notarzt waren vor Ort eingesetzt. Auf den 28-j√§hrigen Viernheimer kommt eine Anzeige zu.“

Feuerwehr probt den Ernstfall

Blitzschlag bei EDEKA

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Die Drehleitern aus Ladenburg und Ilvesheim werden f√ľr den Einsatz vorbereitet.

Heddesheim 07. Mai 2012. (red/cr) Die Brand√ľbung des Feuerwehr-Unterkreises Ladenburg ist aus Sicht der Wehren ein voller Erfolg. Vereinte Einsatzkr√§fte der nordbadischen Gemeinden probten die Bek√§mpfung eines Gro√übrandes bei der EDEKA in Heddesheim.

Dichter Rauch dringt aus der Staplerwerkstatt und der Leergutsortierung. Doch jetzt hei√üt es einen k√ľhlen Kopf bewahren f√ľr die Feuerwehrleute aus Heddesheim. Am Tor informiert der Hausmeister, dass es auch auf den Freifl√§chen zu Br√§nden gekommen ist. Mehrere Personen werden vermisst. Der Einsatzleiter entscheidet, dass das hier vereinte Kr√§fte n√∂tig sind und verst√§ndigt sofort die F√ľhrungsgruppe des Unterkreises Ladenburg.

Kurze zeit sp√§ter r√ľcken Einsatzkr√§fte aus Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Schriesheim-Altenbach, Schriesheim-Ursenbach sowie die Ladenburger Werkfeuerwehren CBL und Metzeler Richtung EDEKA aus. Auch die benachbarten Wehren aus Hirschberg und Viernheim kommen dazu.

Was sich wie ein Katastrophenszenario anh√∂rt, ist die Unterkreis√ľbung¬† der F√ľhrungsgruppe Ladenburg. In simulierten Brandf√§llen und Rettungsoperationen trainieren die Feuerwehrm√§nner die Brandbek√§mpfung, Personensuche und die Geb√§udeabsicherung. Hierbei kommen W√§rmebildkameras und tragbare Wasserwerfer ebenso zum Einsatz, wie die Drehleitern aus Ilvesheim und Ladenburg (DLK 23-12, Ladenburg 23 Meter H√∂he bei 12 Meter Abstand vom Geb√§ude ).

Feuerwehrkommandant Dieter Kielmayer ist mit dem Ablauf sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit der einzelnen Wehren verläuft reibungslos. Auch die Übergabe der Verletzten an das DRK funktioniert ohne Komplikationen. In einem außerhalb des Geländes aufgeschlagenen Zelt werden die Patienten versorgt.

Jeder Handgriff sitzt, alle sind hochkonzentriert. So gelingt es den Einsatzkräften in zwei Stunden den Übungseinsatz erfolgreich zu beenden.

Viel Freude mit den Fotos!
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Heftiger Unfall ohne Verletzte

Vorfahrt missachtet

Heddesheim, 01. Februar 2012. (red/jt/cr) Gegen 18:30 Uhr hat ein Autofahrer vermutlich die Vorfahrt an der Kreuzung Ringstraße/Großsachsener Straße missachtet und ist mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen. Der Unfall verlief trotz heftigem Crash glimpflich Рverletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. In einem Auto saßen zwei kleine Kinder. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Die Feuerwehr war im Einsatz, um Fl√ľssigkeiten aufzunehmen und die Unfallstelle zu reinigen.

Am Abend lag ein Bericht der Polizei noch nicht vor Рwir werden den Artikel ergänzen, sobald der Polizeibericht vorliegt.

Feuerwehr: F√ľnfzehn Eins√§tze zum Tag der offenen T√ľr

Guten Tag

Heddesheim, 20. September 2010. (red/p√∂l) Die Feuerwehr hatte dieses Jahr zum „Tag der offenen T√ľr“ eine besondere Attraktion zu bieten: In einer mobilen Brand√ľbungsanlage haben die Feuerwehrleute zuerst trainiert und dann gezeigt, unter welchen Bedingungen ein Brandeinsatz abl√§uft.

Von Horst Pölitz

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Gnadenlose Hitze in der Brand√ľbungsanlage. √ÉŇďbung, Demonstration, Erfahrung.

Angriff √ľbers Dach. Dann ein Treppenbrand. Ein Bettbrand. Ein Schrankbrand. Ein Gasflanschbrand. Ein Elektroverteilerbrand. Die Freiwilligen Feuerwehren Ladenburg und Heddesheim demonstrierten mit der mobilen Brand√ľbungsanlage verschiedene Brandszenarien.

„F√ľnfzehn √ÉŇďbungen haben wir f√ľr heute eingeplant“, sagt Brandmeister Ralf Tiemann aus Ladenburg, der f√ľr die Eins√§tze am mobilen Steuerstand verantwortlich zeichnet. Vierzehn Angeh√∂rige der freiwilligen Feuerwehr Ladenburg unterst√ľtzten die Wehr aus Heddesheim.

„F√ľr den ersten Einsatz mit Atemschutzger√§ten m√ľssen mindestens f√ľnfzig √ÉŇďbungen vorher absolviert werden. Dabei muss grunds√§tzlich ein erfahrener Atemschutztr√§ger sein“, so Hauptbrandmeister Josef Karlberger (stellvertretender Leiter der Feuerwehr Ladenburg), der die √ÉŇďbungen koordinierte und dem Publikum den Einsatzablauf zeitnah als Moderator erkl√§rte.

Verschiedene Szenarien wurden gezeigt: Ein Hausbrand. Atemschutztr√§ger kontrollieren zuerst gegenseitig die Ausr√ľstung. Dann folgt der „Angriff“ √ľbers Dach. Die Treppenhausbrandl√∂schung erfolgt mittels eines „2-C-Rohrs“, gef√ľhrt durch Truppmann Benny Bucher. Begleitet wurde er durch Truppf√ľhrerin Christina Lang. Der Truppf√ľhrer ist grunds√§tzlich verantwortlich f√ľr Kontrolle und Umfeld. Dann werden Bettbrand- und Schrankwandbrandl√∂schung gezeigt.

Im Keller angekommen, wurde ein Gasflanschbrand teilweise einged√§mmt, da r√ľckseitig ein Elektroverteilerbrand ausgebrochen war. Nach zwanzig Minuten Einsatz hie√ü es „Feuer aus“.

Die √ÉŇďbungen, die schon am Tag zuvor absolviert wurden und die Demonstrationen sind schwei√ütreibend: Bei Temperaturen zwischen 500 und 550 Grad Celsius, schwitzen die Feuerwehrleute pro Person ein Liter Wasser in wenigen Minuten. Das Ausr√ľstungsgewicht betr√§gt auch ohne die Belastung schon insgesamt f√ľnfundzwanzig Kilogramm (Einsatzjacke, Helm, Hose, Stiefel, Handschuhe, Funkger√§t und Maske), das Atemschutzger√§t wiegt zw√∂lf Kilogramm. Bei einem richtigen Einsatz kommen noch Axt, W√§rmebildkamera und Schlauchtragekorb hinzu. Eine enorme Anstrengung also.

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Der stellvertretende Ladenburger Kommandant Karlberger beim "Show"-Teil. In der Brand√ľbungsanlage kann man angeblich auch W√ľrstchen grillen.

Der Heddesheimer Kommandant Dieter Kielmayer bedankt sich bei der EnBW f√ľr die mobile Brand√ľbungsanlage: „Wir k√∂nnen hier sehr gut unter realistischen Bedingungen trainieren.“ Als besonderer „Gag“, um die Hitze zu demonstrieren, wird um 16:00 Uhr eine Bratwurst im Innern der Anlage gegrillt – beim echten Einsatz w√§re statt einer ordentlich gegrillten Wurst nur schwarze Kohle √ľbrig geblieben.

Wer sich an den Wagen rantraute, bekam die enorme Hitze zu sp√ľren, die ein Feuer ausl√∂sen kann: „Der Einsatz erfolgt deshalb immer bodennah, denn die gr√∂√üte Hitze ist oben“, sagt Kielmayer. In der Brand√ľbungsanlage ist auch ein sehr gef√§hrliches Szenario zu erleben: „Es brennt, dann macht jemand eine T√ľr auf, der Luftstrom gibt dem Feuer Kraft und es rollt eine Feuerwalze durch den Raum“, sagt Kielmayer. Dann m√ľssen die Feuerwehrkameraden sich selbst sch√ľtzen und spr√ľhen von unten gegen diese „Hitzewelle“.

Kommandant Kielmayer sagt: „Die Belastungen sind unter solchen Bedingungen enorm. Deswegen wird auch regelm√§√üig die Einsatzf√§higkeit der Leute √§rztlich untersucht. Und ganz wesentlich ist die Teamarbeit, die eigene Absicherung, denn wenn einer ausf√§llt, haben alle Probleme.“

Die Feuerwehren Heddesheim und Ladenburg haben sich bei diesem Tag der offenen T√ľr gegenseitig unterst√ľtzt: „Wenn anderswo √ľber „kommunale Zusammenarbeit“ geredet wird, zeigen wir, dass wir das schon lange machen“, sagt ein Feuerwehrmann.

Viel Freude mit unseren Fotos.
Bilder: Robin Birr, Horst Pölitz

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Der Ammoniak-Unfall aus Sicht der Gemeinde

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Die Gemeinde Heddesheim hat auf den Gas-Unfall auf der Eisbahn am Montag mit einer Pressemitteilung reagiert. Die liest sich fast so, als sei der Unfall eingeplant gewesen. Alles in Ordnung, nix passiert, alles im Plan. Ist das so?

Die Redaktion hatte die Gemeinde wie gewohnt schriftlich angefragt – denn der B√ľrgermeister hat ja bekanntlich ein Sprechverbot der Mitarbeiter gegen√ľber dem heddesheimblog erlassen. Unsere Presseanfragen m√ľssen an die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de gesendet werden.

Am Montag, den 06. September 2010, um 18:50 Uhr haben wir die Gemeinde angeschrieben, am darauffolgenden Mittwoch um 11:46 Uhr die Antwort erhalten:

  1. Wieso wurden die Rohrleitungen sandgestrahlt?
  2. Wann war die letzte Sicherheits√ľberpr√ľfung der Anlage?
  3. Wer hat diese vorgenommen?
  4. Muss man nicht davon ausgehen, dass √ÉŇďberpr√ľfungen zu lasch durchgef√ľhrt worden sind? Denn ein solcher Rohrfra√ü entsteht sicherlich nicht binnen kurzer Zeit?
  5. Gab es eine Sicherheitseinweisung f√ľr die Arbeiter?
  6. Nach unseren Informationen sind einige der Rohre deutlich von Rost angefressen. Wieso sind diese Rohre nicht längst ausgetauscht worden?
  7. Da die Feuerwehr das Gas mit Wasser niedergeschlagen hat, ist von einer Basenbildung auszugehen. Sind hier weitere Schäden an der Anlage entstanden?
  8. Liegen schon Informationen vor, wie hoch die Schäden sind?
  9. Welches Notfallkonzept gibt es f√ľr den Fall, dass w√§hrend des Eisbahnbetriebs Ammoniak austreten sollte?
  10. Ist die Gemeinde schadensersatz-/schmerzensgeldpflichtig gegen√ľber den verletzten Arbeitern?

Sechs von 10 Fragen (4, 6, 7, 8, 9, 10) sind nicht oder nur unvollständig aus Sicht der Redaktion beantwortet. Bei manchen Fragen hätten wir gerne noch Details gewusst, andere tiefer nachgefragt, beispielsweise das Notfallkonzept (Frage 9).

Und vor allem Frage 4 wirft Folgefragen auf: Sicherlich hat der T√ÉŇďV die Anlage ausweislich der Presseinformation im Juli 2009 √ľberpr√ľft. Aber auch beim T√ÉŇďV arbeiten keine heiligen und fest steht, das ein einfaches Sandstrahlen der Rohre dazu gef√ľhrt hat, dass Gas austreten konnte. Konkret hei√üt das, dass mehr oder weniger nur noch der Rost die betreffenden Stellen „abgedichtet“ hat.

War dies nicht schon vor einem Jahr abzusehen?
Muss nicht bis zum Beweis des Gegenteils unterstellt werden, dass der T√ÉŇďV diese Stellen √ľbersehen hat?

Auf der Hand liegt, dass, wenn Rohre so schnell korrodieren sollten, diese j√§hrlich ausgetauscht werden m√ľssten, was nicht zu vermuten ist. Hat also der T√ÉŇďV geschlampt oder ein Auge zugedr√ľckt? Das sind Antworten, auf die Besucher der Eisbahn, √ľberwiegend Kinder und Jugendliche und deren Eltern ein Recht haben. Nach Darstellung der Gemeinde liest es sich aber, als sei alles in Ordnung. Der Beweis: Die Arbeiter konnten schon am n√§chsten Tag ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Presseinformation der Gemeinde Heddesheim

„Ammoniakaustritt an der Kunsteisbahn Heddesheim am 06.09.2010

Heddesheim. Bei Wartungsarbeiten an der Kunsteisbahn Heddesheim sind am Montagnachmittag geringe Mengen Ammoniak ausgetreten. Zwei Arbeiter der ausf√ľhrenden Firma wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und konnten am Dienstag wieder ihrer Arbeit nachgehen. Das gasf√∂rmige Ammoniak wurde mit Wasser niedergeschlagen und dann verd√ľnnt in geringen Mengen in das Kanalsystem eingeleitet. Gef√§hrdungen f√ľr weitere Personen sowie Gefahren f√ľr die Umwelt bestanden nicht.

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Einsatzkr√§fte der Feuerwehr in Schutzanz√ľgen. Bild: heddesheimblog.de

Der verwendete Ammoniak ist Teil der K√§lteanlage der Kunsteisbahn und wird durch Rohrleitungssysteme unter dem Boden der Eisbahnfl√§che verteilt. Er dient der K√ľhlung der Fl√§che und ist Voraussetzung daf√ľr, dass auf der Eislauffl√§che das Eis gefriert und gefroren bleibt.

Am Montag waren zwei Arbeiter einer Firma auf dem Gel√§nde, die zur Ausf√ľhrung von Korrosionsschutzarbeiten an diesen Rohrleitungen beauftragt war. Dies geschah durch sogenannte Sandstrahlarbeiten. Die Arbeiten waren zur Beseitigung von Korrosionssch√§den an den Rohren anberaumt worden. Diese waren zuvor an einigen Stellen der Rohre sichtbar, an anderen Stellen jedoch durch eine Ummantelung bzw. Lackierung der Rohre nicht. Die Korrosion entsteht bei diesen Rohren nicht an der Innenseite, sondern lediglich an der Au√üenseite, da Ammoniak selbst nicht zu Rostsch√§den f√ľhrt.

Die Arbeiter entfernten dazu die Ummantelung an den Rohren. In einem zuvor auf Grund der Ummantelung bzw. Lackierung nicht sichtbaren Bereich an der Unterseite eines Rohres kam es durch die Sandstrahlarbeiten zu einem Ammoniakaustritt.

Beide Arbeiter waren im Vorfeld der Arbeiten auf dem Gel√§nde entsprechend in Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen worden. Sicherheitsma√ünahmen wie z.B. der Einsatz einer Schutzausr√ľstung mit externer Luftzufuhr bei Kontakt mit den Rohrleitungen wurden eingehalten. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim, die entsprechende Kenntnisse zum Einsatzszenario bei einem Ammoniakaustrittsfall besitzt, der Bauhof und der Eismeister der Eisbahn haben rasch und besonnen gehandelt.

Auch eine Firma zum K√§lteanlagenbau, die mit der Anlage vertraut ist, die Wasserschutzpolizei Mannheim sowie ein Mitarbeiter des Abwasserverbands Unterer Neckar (Kl√§ranlage Edingen-Neckarhausen) waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr wurde um 13:36 Uhr alarmiert. Um 13:47 Uhr, also elf Minuten sp√§ter, waren die Feuerwehrangeh√∂rigen, die mit Sondersignal ausger√ľckt waren, mit ihrer speziellen Schutzausr√ľstung vor Ort. Insgesamt waren 14 Feuerwehrangeh√∂rige mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

Der Ammoniak wurde mit Wasser verd√ľnnt in die Kanalisation geleitet. Die Austrittstelle am Rohr wurde unter Beisein einer Fachfirma mit einer Manschette abgedichtet. An der Eisbahn sind dadurch keine weiteren Sch√§den entstanden. Das restliche K√§ltemittel wurde inzwischen aus der Au√üenverrohrung abgesaugt, so dass die weiteren Arbeiten gefahrlos stattfinden k√∂nnen.

Die Korrosionsschutzarbeiten bzw. die Sanierungsarbeiten werden in den n√§chsten Wochen fortgesetzt. Zus√§tzlich ist an einigen Bereichen ein Austausch von Rohrleitungen notwendig. Die Arbeiten werden anschlie√üend vom T√ÉŇďV abgenommen.

Ein Teil der vorhandenen Rohre ist bereits im vergangenen Jahr saniert worden. Die restliche Sanierung, zu der die aktuellen Arbeiten geh√∂ren, ist momentan im Gang. Daf√ľr waren Haushaltsmittel im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

An der Kunsteisbahn finden einmal j√§hrlich Wartungsarbeiten mit einer Sachkundigenpr√ľfung statt. Die letzte Wartung der Anlage ist im Juli 2009 erfolgt, bei der auch der T√ÉŇďV die Anlage √ľberpr√ľft hat. Die n√§chste Wartung findet im Oktober 2010 statt. Die Eismeister sind dar√ľber hinaus in den Anlagen und au√üerdem f√ľr das Verhalten bei einem solchen Vorfall geschult.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Ammonikaustritt an der Eisbahn

Heddesheim, 06. September 2010. (red) Gegen 13:30 Uhr ist es heute zu einem Unfall an der Eisbahn gekommen. Zwei Männer wurden durch den Austritt von Ammoniak leicht verletzt. Der Einsatz der Feuerwehr vor Ort dauert zur Zeit (14:40 Uhr) noch an.

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Einsatz an der Eisbahn: Ammoniak, ein gef√§hrliches Gas, das zur K√ľhlung gebraucht wird, ist ausgetreten. Zwei M√§nner wurden leicht verletzt. Bild: heddesheimblog

Zwei Mitarbeiter einer Baufirma aus Schwetzingen waren im Maschinenraum der K√ľhlanlage mit Reinigungsarbeiten betraut. Die M√§nner sandstrahlten Rohrleitungen, als einer der beiden das stark stechend riechende Gas Ammoniak wahrnahm und seinen Kollegen alarmierte.

Beide Männer konnten das Gebäude selbstständig verlassen, zogen sich aber Reizungen der Schleimhäute und Atemwege zu. Beide wurden vor Ort durch das Deutsche Rote Kreuz und den ASB notärztlich versorgt. Die beiden leichtverletzten Männer wurden in eine Klinik zur Beobachtung gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hat das Gelände gesichert und schlägt das Gas mit Wasser nieder. Vor Ort wird nach unseren Informationen die Wasserschutzpolizei erwartet, die bei derartigen Betriebsunfällen die polizeiliche Untersuchung vornimmt.

Ob der Ammoniak-Austritt schon gestoppt ist, ist zur Zeit nicht bekannt. Kurz nach 14:00 Uhr sollen die Ventile des Tanks geschlossen worden sein. Wieviel Gas ausgetreten ist, ist ebenfalls nicht bekannt. Die Einsatzkr√§fte der Feuerwehr sind mit Schutzanz√ľgen und Atemger√§ten im Einsatz.

Nach Informationen der Redaktion wurden die rostigen Rohrleitungen durch das Sandstrahlen porös, in der Folge konnte das Gas austreten. Nach Informationen vor Ort sind die Rohrleitungen in keinem guten Zustand Рes wird von deutlichen Verrostungen berichtet.

Auf den umliegenden Sportstätten war zum Zeitpunkt des Unfalls nach unseren Informationen kein Betrieb. Die Eisbahn öffnet traditionell im November.

Ammoniak (NH3) ist eine der weltweit meist produzierten Chemikalien und wird beispielsweise zur D√ľngemittelherstellung verwendet, aber auch als K√§ltemittel. Das hochgiftige Gas wirkt stark reizend auf die Schleimh√§ute und erstickend.

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Das heddesheimblog

Der gläserne Gemeinderat: Fragen zur Feuerwehr

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Mai 2010. Die Gemeinderatssitzung vom 20. Mai 2010 dokumentiert nicht zum ersten Mal den maroden Zustand dieser Versammlung, deren Vertreter demokratisch legitimiert gew√§hlt wurden, dessen innere Verfassung aber alles andere ist. Denn allen voran glaubt der B√ľrgermeister Michael Kessler entscheiden zu k√∂nnen, welche Fragen zul√§ssig sind und welche nicht – die Mehrheit beugt sich diesem Verhalten.

Von Hardy Prothmann

In der Gemeinderatssitzung vom 20. Mai 2010 stand als Tagesordnungspunkt (TOP) 4 die Zustimmung zur Wahl des Feuerwehrkommandanten und seines Stellvertreters nach √ā¬ß8 des Feuerwehrgesetzes f√ľr Baden-W√ľrttemberg auf der Tagesordnung.

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Dokumentation der B√ľrgeranfrage. Klicken Sie f√ľr eine gr√∂√üere Darstellung

Nach der Einf√ľhrung des B√ľrgermeisters Michael Kessler zu TOP 4 bekam ich das Wort erteilt. Ein B√ľrger hatte sich mit Fragen zur Feuerwehr an mich gewandt, die ich nicht beantworten konnte, aber zul√§ssig fand und sicher war, dass diese selbstverst√§ndlich im Gemeinderat beantwortet werden k√∂nnten.

Ich trug diese vern√ľnftig formulierten Fragen vor und bat um Beantwortung. Es gab keine Antworten.

Die Fraktionen verlasen ihre vorbereiteten Stellungnahmen, ein durchaus √ľbliches Ritual. Alle lobten die Arbeit der Feuerwehr.

So auch ich.

Journalistisch habe ich mich schon vielfach mit der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim befasst. Aktuell hat das von mir verantwortete heddesheimblog in Text, Bild und Video die Jahreshaupt√ľbung dokumentiert und die komplexe Arbeit der ehrenamtlichen FeuerwehrkameradInnen einer breiten √Ėffentlichkeit vorgestellt.

Mit kritischem Blick, ohne Lobhudelei, aber mit der klaren Aussage, dass die Feuerwehr Heddesheim ein engagiertes Team ist, die selbstlos ihren Einsatz bringen – um anderen Menschen zu helfen.

Ich habe die Fragen, die ein B√ľrger an mich per email gestellt hat, sehr kritisch gesehen. Sollte hier diese Arbeit in Misskredit gebracht werden?

Diese Frage lag nahe. Doch selbst wenn dem so w√§re – eine offene Antwort w√ľrde jeder Spekulation den Boden entziehen. Zumindest ist das meine Devise.

Deswegen habe ich vor der Verlesung dem Kommandanten, Herrn Dieter Kielmayer, auch meinen Respekt ausgesprochen.

Herr Kielmayer hat sich auf Fragen zur Feuerwehr bislang stets offen und transparent präsentiert, was ich persönlich sehr respektiere.

Gleichzeitig war ich aber auch der √ÉŇďberzeugung, dass durch einen offenen und souver√§nen Umgang mit diesen Fragen jeder Zweifel ausger√§umt werden w√ľrde.

Tats√§chlich kam es anders. Herr Kielmayer √§u√üerte sich aus mir unbekannten Gr√ľnden erstmals nicht, auch weil der B√ľrgermeister Michael Kessler, als oberster „Feuerwehrmann“ die Fragen und die Antworten nicht zulie√ü. Ganz im Gegenteil entzog er mir dar√ľber hinaus sogar das Wort. Ohne Vorank√ľndigung, ohne Begr√ľndung.

Wieso der B√ľrgermeister Kessler so unsouver√§n aufgetreten ist, wei√ü ich nicht.

Was ich wei√ü, ist, dass Herr Kessler jegliche Souver√§nit√§t durch dieses unbegr√ľndete und nicht nachvollziehbare Handeln l√§ngst verloren hat.

Warum hat er nicht einfach den Kommandanten das Wort erteilt und sie aufgefordert, die Fragen klipp und klar zu beantworten?

Warum hat er nicht gesagt, dass er bedaure, dass es Zweifel an der Arbeit der Feuerwehr geben könnte, diese aber sofort und transparent ausgeräumt werden?

Damit wäre alles innerhalb weniger Minuten erledigt gewesen Рso bleiben die Antworten auf die Fragen offen.

Herr Kessler hat alle Fragen weggebissen und einem souver√§nen Gemeinderat ohne Begr√ľndung das Wort entzogen.

Die Antworten auf die Fragen stehen aus. Diese werden nun auf dem „Beh√∂rdenweg“ gestellt werden m√ľssen. Herr Kessler ist sp√§testens dann zur Auskunft verpflichtet.

Absolut bedauerlich w√§re es, wenn alles korrekt ist und durch dieses Verhalten diese Korrektheit in Frage gezogen w√ľrde.

Ich muss leider feststellen, dass Herr Kessler es sich zum „Gewohnheitsrecht“ gemacht hat, sich intransparent in der √Ėffentlichkeit zu pr√§sentieren. Es ist seine souver√§ne Entscheidung, wie er wahrgenommen werden m√∂chte, als ein Verfechter des offenen Wortes oder als herrischer Bestimmer.

Ich bedaure das im Sinne der √Ėffentlichkeit und des Gemeinderats zutiefst. Denn durch dieses Verhalten ist es kein Wunder, dass die Menschen in Heddesheim beim Namen „Kessler“ nicht von Respekt erf√ľllt sind, sondern nur noch den Kopf sch√ľtteln.

Denn Souver√§nit√§t hei√üt, auf Fragen Antworten zu haben oder sich darum zu bem√ľhen, wenn man zun√§chst keine hat, was immer wieder vorkommen kann. Nicht souver√§n ist jemand, der seinen Sitzungsvorsitz missbraucht, einem Fragesteller das Wort zu entziehen.

Im Anschluss habe ich wie alle anwesenden Gemeinder√§te und der B√ľrgermeister der Wahl der Kommandanten zugestimmt. Aus der √ÉŇďberzeugung heraus, dass Herr Kielmayer und die Feuerwehr Heddesheim einen guten Job machen.
hardyprothmann

Link:
„Knapp die H√§lfte der befragten Verantwortlichen aus Feuerwehr und Kommunen sieht eine Gef√§hrdung der Beschaffungspl√§ne durch geringere Haushaltsmittel. „

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

Feuerwehrkommandant Kielmayer und Stellvertreter Merx bestätigt

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Mai 2010. Der Heddesheimer Gemeinderat hat die Anfang März in der Hauptversammlung der Feuerwehr wiedergewählten Kommandanten bestätigt.

Der Gemeinderat hat der Wahl von Kommandant Dieter Kielmayer, der gleichzeitig Gemeinderat der CDU ist, nach √ā¬ß8 Feuerwehrgesetz Baden-W√ľrttemberg zugestimmt – ebenso der Wahl seines Stellvertreters J√ľrgen Merx, Gemeinderat der SPD.

Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hatte die Feuerwehrf√ľhrung am 5. M√§rz 2010 in der Hauptversammlung wiedergew√§hlt. Die Amtszeit betr√§gt f√ľnf Jahre.

Vor der Best√§tigung hat der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann eine an ihn gerichtete email eines B√ľrgers verlesen, die mehrere Fragen in Sachen Feuerwehr beinhaltete, unter anderem, ob es „definierte Schutzziele“ g√§be, ein „abgestimmtes Fahrzeugkonzept“ sowie eine „Gef√§hrdungsanalyse“. Au√üerdem m√ľsse gekl√§rt sein, ob die Kommandanten einen nach der „Feuerwehrdienstverordnung 2“ vorgeschriebenen Lehrgang zur „Leitung einer Feuerwehr“ vorweisen k√∂nnten?

Hardy Prothmann betonte, dass er davon ausgehe, dass diese Fragen zufriedenstellend beantwortet werden w√ľrden, er sie der Form halber aber vor der Entscheidung des Gemeinderats stellen m√ľsse, da er als Gemeinderat dazu befragt worden sei und dies nicht w√ľsste. Er entschuldigte sich vor der Verlesung beim Kommandanten Kielmayer, da er die email erst kurz vor der Gemeinderatssitzung erhalten habe und damit f√ľr ihn keine M√∂glichkeit bestanden habe, au√üerhalb des Gremiums eine Antwort zu erhalten. Er bat deshalb um eine Best√§tigung in der Gemeinderatssitzung, dass alles seine Ordnung habe.

B√ľrgermeister Michael Kessler wehrte die Fragen ab und lie√ü die Fraktionen ihre „Stellungnahmen“ abgeben. Der CDU-Fraktionsvorsitzende dankte der Feuerwehr und sagte: „Es ist nicht immer so, dass man alles fragen kann, manches sollte man auch wissen.“ Und an die anderen Gemeinder√§te gerichtet: „Ich rufe Sie auf, sich mal zu engagieren und nicht immer alles zu akzeptieren.“

Ulrich Kettner dankte in Vertretung f√ľr den entschuldigt fehlenden Gr√ľnen-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schuhmann ebenfalls der Feuerwehr. Der Gemeinderat J√ľrgen Harbarth (SPD) schloss sich dem an und sagte auf den Vortrag von Prothmann bezogen: „Ich kann das nicht beurteilen.“

Auch Frank Hasselbring dankte im Namen der FDP der Feuerwehr. Hardy Prothmann schloss sich dem Dank an und sagte: „Herr Harbarth, ich greife ihr Wort auf, ich kann es auch nicht beurteilen, deswegen habe ich um Kl√§rung gebeten.“

B√ľrgermeister Michael Kessler lies die Fragen nicht zu und entzog dem Gemeinderat Hardy Prothmann nach kurzer Diskussion ohne Vorank√ľndigung und Begr√ľndung das Wort.

Der Gemeinderat stimmte der Wahl der Kommandanten einstimmig zu.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann ist verantwortlich f√ľr das heddesheimblog.

Fotostrecke: Jahreshaupt√ľbung der Feuerwehr

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim absolvierte am 14. Mai 2010 ihre Jahreshaupt√ľbung im Beisein von anderen Feuerwehren aus dem Unterkreis. Wir dokumentieren die Szenen eines Rettungseinsatzes.

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Feuerwehrleute im Einsatz. Bild: Robin Birr / heddesheimblog

Viel Freude mit den Fotos.

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Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Die Fotos hat unser Praktikant Robin Birr (16) gemacht, der sich selbst in der Jugendfeuerwehr engagiert. Bei der Feuerwehr ist er der „Hausfotograf“ und arbeitet als einer von vier Webmastern am Webauftritt der Feuerwehr mit.

Video: Jahreshaupt√ľbung der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hat am fr√ľhen Freitagabend des 14. Mai 2010 ihre Jahreshaupt√ľbung abgehalten. Der Einsatz simulierte einen Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen.

Von Hardy Prothmann

Eigentlich waren es drei verletzte Personen – denn der Unfallverursacher d√ľrfte angesichts des Schadens, den er angerichtet hat, einen geh√∂rigen Schock erlitten haben und „T√§ter und Opfer“ zugleich gewesen sein.

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Teamarbeit: Jahreshaupt√ľbung der Freiwilligen Feuerwehr. Bild: heddesheimblog

Ein Opfer im gerammten Auto verletzt, eine andere Person durch eine schlecht gesicherte Ladung eingequetscht. Kein schöner Anblick, der sich der Feuerwehr hier bot. Was tun?

Einsatzleiterin Daniela F√ľtterer (Zugf√ľhrerin) hatte gleich zwei „Baustellen“, die bearbeitet werden mussten – der unter Schock stehende Unfallverursacher war das dritte und kleinste zu l√∂sende Problem.

Teamarbeit.

Am schwersten war sicherlich der Radfahrer verletzt, der, von der Ladung eingequetscht, komplett hilflos war. Ersthilfe leistete die Feuerwehr, bis das Deutsche Rote Kreuz (DRK) √ľbernahm. Die Ansprache und Betreuung eines Opfers ist immens wichtig. W√§hrenddessen sicherten die Kameraden die Last ab und hoben sie dann an, um den Verletzten zu retten.

Die zweite Baustelle war das Fahrzeug – Verdacht auf massive Verletzungen des Fahrers. W√§hrend fr√ľher einfach nur gerettet wurde, manchmal „ohne R√ľcksicht auf Verluste“, arbeitet sich die Feuerwehr heute behutsam vor, um durch die Rettung m√∂gliche Folgesch√§den f√ľr die Opfer zu vermeiden: „Weitere Sch√§den durch die Rettung m√ľssen vermieden werden“, moderierte Kommandant Dieter Kielmayer den „Einsatz“.

Es kommt eine hydraulische Blechschere zum Einsatz, die erst die T√ľren und dann das Dach des Fahrzeugs „wegbei√üt“. Der Grund: Man will das Oper m√∂glichst stabil bergen und weitere Verletzungen an der Wirbels√§ule vermeiden. Das dauert l√§nger, ist im Zweifel aber besser als ein lebenslanger Schaden, beispielsweise eine Querschnittsl√§hmung.

Eine √ÉŇďbung ist eine √ÉŇďbung. Auch, wenn sie Jahreshaupt√ľbung hei√üt. Im wirklichen Leben ist alles im Zweifel anders.

Schonende Rettung.

Mehrere Vertreter von Unterkreiswehren, aus Ladenburg, Dossenheim, Hirschberg beispielsweise verfolgten das Spektakel. Wie l√∂sen die Heddesheimer die Probleme? Was k√∂nnen wir uns abschauen und welche Tipps k√∂nnen wir geben, wie es besser geht, wird sicher in der n√§chsten Zeit im R√ľckblick besprochen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh zeigte sich √ľberzeugt von der √ÉŇďbung und bezeichnete sie auf den ersten Blick als „gelungen“ – auch wenn sicherlich noch Details besprochen werden k√∂nnten.

Denn darum geht es: Immer besser zu werden, immer die beste Hilfeleistung zu bringen.

Auf den ersten Blick war man zufrieden mit der „erfolgreichen“ Jahreshaupt√ľbung. Das konnte man auch.

Im Detail gibt es immer etwas zu verbessern.

Auch etwas, was nichts mit der Leistung der FeuerwehrkameradInnen an sich zu tun hat: Die √ÉŇďbung fand unter Ausschluss der √Ėffentlichkeit statt. Das ist schade. Denn die B√ľrgerInnen sind sicherlich sehr daran interessiert, zu sehen und zu wissen, was Feuerwehren leisten.

Der ehrenamtliche Einsatz der freiwilligen FeuerwehrkameradInnen ist es wert, nicht nur an einem Tag der offenen T√ľr, sondern auch bei √ÉŇďbung der √Ėffentlichkeit pr√§sentiert zu werden, damit sich diese selbst von der Leistungsf√§higkeit der Menschen √ľberzeugen kann, die man im Zweifel nur im Notfall kennenlernt, dann aber sehr froh √ľber die Hilfe sein muss.

Das Szenario der √ÉŇďbung war nat√ľrlich konstruiert. Tats√§chlich aber sehr realit√§tsnah, denn die Feuerwehren sind l√§ngst nicht mehr √ľberwiegend bei Brandeins√§tzen t√§tig, sondern bei Unf√§llen und technischen Hilfen im Einsatz. Mit viel Know-how und modernem Ger√§t, wie im aktuellen „Fall“ zu sehen.

Zum Gl√ľck musste niemand „geborgen“ werden – denn gerettet werden Lebende, Tote kann man nur noch bergen.

Video: Sommertagszug 2010

Guten Tag!

Heddesheim, 29. M√§rz 2010. Fast einen Kilometer war der diesj√§hrige Sommertagszug lang. Rund 1.000 Menschen beteiligten sich daran. Weit √ľber viertausend Menschen nahmen teil.

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Der Winter ist verbrannt. Bild: hblog/Robin Birr

Organisiert wurde der Zug von einem Team um den Bauhofleiter Wolfgang Unverricht. Gut 40 Gruppen (Wagen, Fu√ügruppen, Oldtimer, Pferde) zogen durch Heddesheim. B√ľrgermeister Kessler bot Obstler an, Mitglieder des Gemeinderats verschenkten Sommertagsbrezeln und √É‚Äěpfel. Mehrere Kapellen spielten zum „Winter ade“ auf.

Viel Freude mit dem Video!

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Fotostrecke: Sommertagszug 2010

Guten Tag!

Heddesheim, 28. M√§rz 2010. Mit √ľber 40 Gruppen zog heute der Sommertagszug 2010 durch Heddesheim zum Festplatz, wo der Winter traditionell verbrannt wurde. 4.596 Menschen nahmen an der Prozession teil.

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√ÉŇďber 4.000 Menschen nahmen am Sommertagszug 2010 teil. Bild: hblog/Robin Birr

Der Zug der 14 Wagen und 14 Fu√ügruppen sowie Oldtimer und Reiter f√ľhrte durch folgende Stra√üen: Schulstra√üe – Beindstra√üe – Rathaus – Oberdorfstra√üe – Vorstadtstra√üe – Bismarckstra√üe -Ahornstra√üe.

B√ľrgermeister Michael Kessler begr√ľ√üte auf dem Platz die Bev√∂lkerung und sagte, dass rund 1.000 Menschen am Sommertagszug mitgewirkt h√§tten. Auf dem Festplatz wurde danach der „Winter“ verbrannt.

Die Mitwirkenden finden Sie am Ende des Artikels in den Schlagworten.

Die Fotos hat unser Praktikant Robin Birr (16) gemacht. Der Heddesheimer ist Sch√ľler und absolviert, so die Schule es zul√§sst, f√ľr einige Stunden im Monat ein redaktionelles Praktikum bei uns.

Alle Fotos: heddesheimblog/Robin Birr

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Feuerwehr: Was war 2009, was wird 2010?

Guten Tag!

Heddesheim, 06. M√§rz 2010. Jahreshauptversammlungen bieten eine R√ľck- und Vorschau: Wie lief das vergangene Jahr, was wird f√ľr das aktuelle erwartet? Bei der Heddesheimer Feuerwehr wird es Umbauten geben, Schulungen und Kooperationen.

Von Hardy Prothmann

B√ľrgermeister Michael Kessler dankte als Feuerwehrchef den Kommandanten und Feuerwehrleuten f√ľr die geleisteten Hilfsdienste: „Die Aufgaben der Feuerwehr haben sich allerdings deutlich in Richtung technische Hilfeleistung gegen√ľber der fr√ľheren Aufgabe der Brandbek√§mpfung ver√§ndert.“

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Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus. Bild: hblog

Die Statistik aus den Jahren 2008 (74 Eins√§tze) und 2009 (81 Eins√§tze) veranschaulicht die Situation. Aus zwei Jahresangaben ist zwar noch kein Trend erkennbar, aber doch ein deutliches Verh√§ltnis: 2008 gab es 31 „technische Hilfen“ und 14 „Brandeins√§tze“. 2009 waren es 42 „technische Hilfen“ und 13 „Brandeins√§tze“.

Die meisten Einsätze sind technische Hilfeleistungen.

Auch diese Zahlen sagen f√ľr sich allein noch zu wenig aus und wurden vom Kommandanten Dieter Kielmayer erl√§utert: „Wir hatten w√§hrend eines Starkregens 15 technische Eins√§tze, was die Zahl 2009 nach oben getrieben hat. Die Zahl der Brandeins√§tze ist in etwa gleich geblieben, doch es hat nicht immer gebrannt – es gab jeweils einige Fehlalarme, die wir aber trotzdem z√§hlen, weil die Mannschaften ausr√ľcken.“

Brandmeldealarme sind aus Sicht der Feuerwehr „reale Alarme“, die aber sp√§ter unter „sonstige Eins√§tze“ eingeordnet werden, wenn es nicht zu einem Brandl√∂scheinsatz gekommen ist. Erfahrungsgem√§√ü gibt es zudem mindestens einen gro√üen „Unwettereinsatz“ pro Jahr.

Im Gegensatz zu den Vorjahren z√§hlt die Heddesheimer Feuerwehr seit 2008 jede geleistete Hilfe w√§hrend eines Ereignisses auf: „Das machen andere Wehren auch so“, sagte Kielmayer: „Um den besseren Vergleich zu haben, z√§hlen wir jeden Einsatz.“

Das zeigt sich deutlich an der Verteilung der Eins√§tze. In der Zeit von 16:00-20:00 Uhr gab es 2009 insgesamt 30 Eins√§tze gegen√ľber „nur“ 13 Eins√§tzen im Jahr 2008: „Das war der Sturmtag. An einem Tag kamen 15 Eins√§tze zusammen.“

Tats√§chlich ist die „Haupteinsatzzeit“ mit gut 20 Eins√§tzen zwischen 08:00-12:00 Uhr. „Hier m√∂chte ich mich im Namen unserer Feuerwehr bei allen Arbeitgebern bedanken, die unsere Kameraden selbstverst√§ndlich ihre Pflichten erf√ľllen lassen. Manche r√§umen daf√ľr sogar zus√§tzliche Urlaubstage ein. Kein einziges Unternehmen hat uns den Ausfall von Arbeitszeiten berechnet“, sagte Kielmayer.

Jede Menge zusätzliche Einsätze.

Dann gab es noch jede Menge andere „Eins√§tze“: Ob als Sicherungswache bei Veranstaltungen in der Nordbadenhalle, Absperrma√ünahmen bei Sommertags- und Martinszug, der j√§hrlichen Haupt√ľbung und 22 Sitzungen oder Besprechungen sowie 14 √ÉŇďbungen der F√ľhrungsgruppe und des Kreisstabes. Zudem gibt es alle drei Woche eine Gesamtwehr√ľbung. Wenn man die Atemschutzger√§tetr√§ger- und Maschinisten√ľbungen hinzuz√§hlt, ergibt sich statistisch alle vierzehn Tage eine √ÉŇďbung.

2009 wurden neun Mitglieder zum Truppmann und Sprechfunker ausgebildet sowie acht Atemschutzger√§tetr√§gerpr√ľfungen erfolgreich abgenommen. Zwei Kameraden qualifizierten sich zu Zugf√ľhrern.

Bis auf zwei „Piepser“ sind alle Aktiven nun mit digitalen „Funkmeldeeinheiten“ ausgestattet: „Zwei wollten ihre analogen Ger√§te behalten, was ich akzeptiere“, sagte Kielmayer. Au√üerdem wurde „auf neue Einsatzhosen“ umgestellt – die Jacken folgen 2010 „und zwar nach Zahl der Eins√§tze – die mit den meisten Eins√§tzen bekommen die Jacken zuerst.“

Au√üerdem wurde die Atemschutzwerkstatt aus dem Keller ins Erdgeschoss verlegt: „Atemschutz wird immer wichtiger und Aufr√ľstung und Wartung der Ger√§te muss gew√§hrleistet sein“, sagte Kielmayer.

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Was war, was wird? Kommandant Kielmayer informiert √ľber 2009 und die Vorhaben f√ľr 2010. Bild: hblog

Im Jahr 2010 werden acht F√ľhrerscheine der Klasse C gemacht, „damit wir auch genug Fahrer f√ľr die gro√üen Fahrzeuge haben“, sagte B√ľrgermeister Kessler. Insgesamt plant Kielmayer mit f√ľnfzehn neuen Fahrzeugf√ľhrern √ľber die kommenden Jahre.

Neue Investitionen.

Schriftf√ľhrer, Kassen- und Jugendwart pr√§sentierten ihre Berichte. Jugendfeuerwehrwart Gerhard Merx betreute 2009 drei M√§dchen und siebzehn Jungs, 2010 sind es ein M√§dchen und vierzehn Jungs (Altersdurchschnitt 15,2 Jahre). F√ľnf junge M√§nner wechselten von der Jugend- in die aktive Feuerwehr.

Die Kassenpr√ľfer bescheinigten dem Kassenwart Ulrich Keller eine einwandfreie Kassenf√ľhrung. Die Kasse schloss am 31. Dezember 2009 mit einem Plus von 313 Euro.

In diesem Jahr werden 20.000 Euro, die der Gemeinderat bewilligt hat, f√ľr Einsatzjacken sowie f√ľr neue Handschuhe f√ľr technische Hilfeleistungen (Arbeitshandschuhe) als auch Handschuhen f√ľr den „Hei√üeinsatz“ ausgegeben. Auch die F√ľhrerscheine werden mit diesem Geld bezahlt.

Insgesamt 140.000 Euro sind f√ľr einen Anbau mit 50 Umkleiden vorgesehen, im Keller werden Duschen und WC eingebaut – zur Zeit ziehen sich die Feuerwehrleute im Ger√§tehaus um.

K√ľnftig „online“ beim Einsatz.

Eine besondere Neuerung ist der Einsatz eines Notebooks mit „Surfstick“, das in K√ľrze im Einsatzleitwagen mitf√§hrt: „Damit haben einen schnellen Zugriff auf Geb√§udepl√§ne und andere wichtige Unterlagen, k√∂nnen email empfangen und bei Bedarf das Internet nutzen.“

Ein ungel√∂stes Problem stellen noch die Tore der Feuerwehr mit ihren Klappt√ľren dar. Gerade das gro√üe L√∂schfahrzeug (LF 16) kann nicht einfach ausfahren, sondern muss rangiert werden, damit es „um die Ecke“ kommt. Die baulichen Gegebenheiten machen eine L√∂sung zur schwierigen Aufgabe: „Wir haben jetzt eine Firma an der Hand, die den Mangel beheben will und warten auf deren Vorschlag“, sagte Kielmayer.

Aus Sicht eines Feuerwehrmanns gibt es aber noch andere M√§ngel bei der F√ľhrung und Kommunikation innerhalb der Feuerwehr. Der gerade zum Oberl√∂schmeister bef√∂rderte Marcus Michel bat deshalb, aus dem aktiven Dienst entlassen zu werden.

Feuerwehr: Vier Beförderungen

Guten Tag!

Heddesheim, 06. März 2010. Vier Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim wurden auf der Jahreshauptversammlung vom 05. März befördert.

Mario Bock wurde zum Oberl√∂schmeister bef√∂rdert, ebenso Marcus Michel (nicht auf dem Foto). Daniela F√ľtterer und Stephan Vogl sind nun Brandmeister. F√ľtterer wurde zudem zur Zugf√ľhrerin ernannt.

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Von links: Stellv. Kommandant Merx, Kommandant Kielmayer, Zugf√ľhrerin Daniela F√ľtterer, Oberl√∂schmeister Mario Bock, Brandmeister Stephan Vogl,B√ľrgermeister Kessler. Bild: hblog

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Feuerwehrausschuss und Kassenpr√ľfer gew√§hlt

Guten Tag!

Heddesheim, 06. M√§rz 2010. Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim vom 05. M√§rz 2010 wurde ein neuer Feuerwehrausschuss gew√§hlt. Insgesamt stellten sich zehn Feuerwehrleute f√ľr sieben Ausschusspl√§tze zur Wahl.

Die stimmberechtigten Feuerwehrleute mussten bei der Wahl ihre sieben Favoriten der zehn Kandidaten auf einen Zettel schreiben Рwas die Auszählung etwas langwierig machte.

B√ľrgermeister Kessler mit Wahlsch√ľssel. Bild: hblog

B√ľrgermeister Kessler sammelt per Wahlsch√ľssel Stimmzettel ein. Bild: hblog

Direkt gew√§hlt wurden Mario Bock, Sven Cebulla, Thomas Kielmayer, Frank Herre sowie Volker Schaaf. Die drei Kandidaten Christian Bach, Rainer Harbarth sowie Christian Sch√ľtz erreichten dieselbe Stimmzahl, weswegen das Los entscheiden musste. Der ehemalige Gemeinderat Heinrich Bach zog die Kandidaten Harbarth und Sch√ľtz.

Nicht gewählt wurden somit die Kandidaten Christian Bach, Ulrich Keller und Daniel Schmidt.

Der Feuerwehrausschuss wird auf f√ľnf Jahre gew√§hlt. In seinen Aufgabenbereich geh√∂rt unter anderem die Zustimmung zur Aufnahme neuer Feuerwehrmitglieder. Au√üerdem ber√§t er (siehe Feuerwehrsatzung) den Kommandanten.

Kommandant Dieter Kielmayer sagte: „Der Feuerwehrausschuss ist zwar nur ein beratendes Gremium – ich bin aber gut beraten, die Vorschl√§ge zur Grundlage meiner Entscheidungen zu machen.“

Insgesamt hat der Feuerwehrausschuss elf stimmberechtigte Mitglieder: sieben gewählte Vertreter, die beiden Kommandanten, den Leiter der Altersabteilung sowie den Jugendfeuerwehrwart.

Auch die Wahl der Kassenpr√ľfer musste durch eine langwierige Ausz√§hlung entschieden werden, da es drei Kandidaten f√ľr zwei Posten gab. Gew√§hlt wurden Nico Sch√ľtz und Hagen Joachim.

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Feuerwehr: Kommandanten wiedergewählt

Guten Tag!

Heddesheim, 06. M√§rz 2010. Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim vom 05. M√§rz 2010 sind der Kommandant, Dieter Kielmayer, sowie sein Stellvertreter, J√ľrgen Merx, im Amt best√§tigt worden.

Kommandant Kielmayer (Mitte) wiedergew√§hlt, ebenso Stellvertreter Merx (links). Rechts im Bild: B√ľrgermeister KesslerBild: hblog

Kommandant Kielmayer (Mitte) wiedergew√§hlt, ebenso Stellvertreter Merx (links). Rechts im Bild: B√ľrgermeister KesslerBild: hblog

Dieter Kielmayer tritt damit seine vierte Amtszeit als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim an. F√ľr J√ľrgen Merx ist es ebenfalls die vierte Amtszeit als Stellvertreter von Kielmayer. Eine Amtszeit dauert f√ľnf Jahre.

Wahlberechtigt sind die aktiven Feuerwehrleute. Von 74 Aktiven waren 53 auf der Jahreshauptversammlung anwesend. Die Wahlkommission bildeten B√ľrgermeister Kessler sowie seine Stellvertreterinnen Ursula Brechtel und Karin Hoffmeister-Bugla. Zur Wahl standen die bisherigen Kommandanten. Gegenvorschl√§ge gab es keine.

Kielmayer wurde mit 47 Ja-Stimmen, einer Nein-Stimme sowie f√ľnf ung√ľltigen Stimmen wiedergew√§hlt. Auf Merx fielen 47 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen sowie vier ung√ľltige Stimmen.

Die Kommandanten nahmen die Wahl an. Die Wahl muss noch durch den Gemeinderat bestätigt werden.

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Feuerwerk: Feinstaub, Lärm und Treibhausgas

Guten Tag!

Heddesheim, 31. Dezember 2009. Bleigie√üen, ein Gl√§schen Sekt und das Feuerwerk um Mitternacht geh√∂ren f√ľr die meisten B√ľrgerinnen und B√ľrger in Deutschland traditionell zum letzten Abend des Jahres. Jeder kennt aber auch die Situation, wenn um Mitternacht die Luft „zum Schneiden“ ist, die Augen brennen und es im Hals kratzt. Wenn wir Feuerwerksk√∂rper abbrennen, steigt die Belastung der Luft mit Schadstoffen explosionsartig an.

Zu gro√üen Teilen besteht der Feuerwerksqualm aus Feinstaub (PM – Particulate Matter, PM10 – Staubteilchen mit einem Durchmesser <10√ā¬Ķm).√ā¬†Es ist erwiesen, dass Feinstaub negativ auf den Gesundheitszustand wirkt.

Bis zu 100 Mal höhere Belastung mit Feinstaub

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Sch√∂nes Spektakel bringt Feinstaub, L√§rm und M√ľll. Bild: Umweltbundesamt

Beispielhafte Auswertungen des Umweltbundesamtes f√ľr den Jahreswechsel 2005/2006 zeigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgef√§hrdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht. PM10-Stundenwerte von bis zu 4000 √ā¬Ķg/m√ā¬≥ (4000 √ā¬Ķg/m√ā¬≥ = 4000 Mikrogramm PM10 pro Kubikmeter Luft) sind in der ersten Stunde des neuen Jahres in Gro√üst√§dten keine Ausnahme. Im stadtnahen, l√§ndlichen Bereich erreichen die PM10-Stundenwerte zwar nicht derartige Spitzen, doch ein drastischer Anstieg ist auch hier festzustellen.

In Deutschland werden zu Silvester rund 10.000 Tonnen Feuerwerk abgebrannt. Dabei werden große Mengen Feinstaub freigesetzt.

Pikant: Keine der 39 St√§dte, die 2009 eine Umweltzone haben, verbietet die Knallerei. Dabei sind√ā¬†Umweltzonen eingerichtet worden, um die Feinstaub-Belastung in der Luft zu senken.√ā¬†Dabei ist die Luft an keinem Tag im Jahr so hoch mit Feinstaub belastet wie am 1. Januar. Das Umweltbundesamt berichtet, dass zwischen Mitternacht und ein Uhr fr√ľh die Belastung bis zu hundert mal h√∂her ist als normal.

Die rund 10.000 Tonnen Feuerwerk der Deutschen belasten zudem die Atmosph√§re mit verschiedenen Treibhausgasen, deren Klimawirkung rund 2.300 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Diese Zahl hat die Landwirtschaftliche Versicherungsanstalt M√ľnster nach Angaben des Versicherungskonzerns Allianz ermittelt.

10.000 Tonnen Knaller = 550 Fl√ľge M√ľnchen/New York und zur√ľck

Dies entspreche 25 Gramm CO2 pro Kopf der Bev√∂lkerung oder 550 √ÉŇďberseefl√ľgen von M√ľnchen nach New York und wieder zur√ľck. Da jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr rechnerisch rund zw√∂lf Tonnen CO2 freisetze, falle der Beitrag durch das Silvester-Feuerwerk allerdings vergleichsweise gering aus.

Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Allianz erkl√§rten 77 Prozent der Befragten, ihnen falle zum Thema Silvester-Feuerwerk vor allem Geldverschwendung ein. Rund 71 Prozent f√ľrchten sich vor Verletzungen, 63 Prozent halten die M√ľllberge f√ľr problematisch und etwas mehr als die H√§lfte denken an Sachbesch√§digungen. Die deutschen Versicherungen zahlen laut Allianz j√§hrlich rund 40 Millionen Euro f√ľr mehr als 22.000 Sachsch√§den, die in der Weihnachtszeit und der Silvesternacht entstehen.

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„Offenes Feuer niemals ohne Aufsicht lassen.“

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Dezember 2009. An Weihnachten und Silvester wird gefeiert – mit Kerzen und mit Feuerwerksk√∂rpern. Das heddesheimblog wollte von der Feuerwehr wissen, wie die B√ľrger sich verhalten sollten, damit aus sch√∂nen Festen nicht am Ende vielleicht eine Katastrophe wird. Feuerwehr-Kommandant Dieter Kielmayer gibt einen einfachen Rat: „Offenes Feuer darf nicht unbeaufsichtigt bleiben – Notmittel m√ľssen vorbereitet sein.“

Interview: Hardy Prothmann

Herr Kielmayer, worauf sollte die Bevölkerung in der Weihnachtszeit und an Silvester in Sachen Brandvorsorge besonders achten?
Dieter Kielmayer: „Viele kaufen schon recht fr√ľh ihren Weihnachtsbaum, um l√§nger etwas davon zu haben. Je l√§nger der Baum aber in einem geheizten Raum steht, um so st√§rker trocknet er aus und erh√∂ht damit die Brandlast ganz enorm. Die B√§ume sollten gut gew√§ssert werden, das hilft ein wenig gegen die Austrocknung.“

„Ein trockener Tannenbaum kann in Sekunden lichterloh in Flammen stehen.“

Entz√ľnden sich Nadelb√§ume so schnell?
Kielmayer: „Das h√§ngt wie gesagt vom Grad der Austrocknung ab. Ein trockener Baum kann innerhalb von Sekunden „lichterloh“ in Flammen stehen, um das ganz deutlich zu sagen.“

Was halten Sie von der Kombination echte Kerzen und Weihnachtsbäumen?
Kielmayer: „√ÉŇďberhaupt nichts. Es ist sicher romantischer, aber die Sicherheit sollte den Menschen mehr wert sein. Ich selbst benutze nur elektrische Kerzen. Aber die echten Kerzen sind nicht nur auf dem Baum ein Problem, auch im Fallradius des Baumes. Meine Katzen beispielsweise finden das Lametta immer sehr interessant – ein Sprung in die Baumkrone, der Baum f√§llt, auf dem Tisch daneben brennen Kerzen…“

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Kommandant Dieter Kielmayer moderiert eine √ÉŇďbung beim Tag der offenen T√ľr 2009 (Archiv). Bild: hblog

Was ist mit Adventskränzen?
Kielmayer: „Die sind wie jede Kerze eine untersch√§tzte Gefahr. Folgendes Szenario: Sie sitzen am Tisch und basteln oder lesen Zeitung. Die brennende Kerzen auf dem Adventskranz verbreiten eine sch√∂ne Atmosph√§re. Es klingelt, Sie verlassen den Tisch, gehen an die T√ľr, es gibt einen Luftzug, Bastelmaterial oder Papier wird auf den Adventskranz geweht… Das muss noch kein lebensbedrohlicher Brand werden, mindestens hat man eine „Riesensauerei“. Man l√§sst offenes Feuer niemals allein. Und damit meine ich definitiv alle Arten von Kerzen auch au√üerhalb der Weihnachtszeit.“

Feuerl√∂scher m√ľssen regelm√§√üig kontrolliert werden.

Es kommt zum Brand Рwie löscht man?
Kielmayer: „Es sollte immer ein Feuerl√∂scher zur Hand sein, im Keller n√ľtzt der nichts. Ich selbst habe einen Feuerl√∂scher mit CO2, das entzieht dem Feuer W√§rme und erstickt es gleichzeitig. Der Vorteil: Es macht keinen Dreck. Feuerl√∂scher mit Pulver sind der Standard, allerdings verteilt sich das feine Pulver bei einem Einsatz √ľberall.“

Woher weiß man, dass der Feuerlöscher auch funktioniert?
Kielmayer: „Indem man ihn mindestens einmal im Jahr zur Hand nimmt und schaut, wann er gewartet werden muss, das steht auf der Plombe oder dem Pr√ľfsiegel. Firmen, die das machen, findet man im Branchenbuch. Wenn Sie den Feuerl√∂scher „auf den Kopf“ umdrehen, sollten Sie das Pulver rieseln h√∂ren. Wenn nicht, muss man ihn warten lassen.“

Muss es ein Feuerlöscher sein?
Kielmayer: „Ebenfalls geeignet ist ein gro√üer Eimer Wasser, noch besser eine L√∂schdecke aus Baumwolle, die es im Baumarkt zu kaufen gibt. Wer allerdings nicht sofort beim Entstehen eines Feuers einen L√∂schversuch unternehmen kann, sollte sich und alle Menschen im Haus sofort in Sicherheit bringen.“

Im Brandfall steht die Rettung von Leib und Leben vor allem anderen.

Das ist die nächste Frage: Wie verhält man sich im Brandfall?
Kielmayer: „So gut es geht die Ruhe bewahren und unverz√ľglich die R√§ume verlassen – die Rauchgase k√∂nnen sehr schnell zu einer Lungenembolie f√ľhren. Die T√ľr schlie√üen, damit das Feuer keinen frischen Sauerstoff bekommt und eventuelle Mitbewohner warnen -und nat√ľrlich 112 w√§hlen und die Feuerwehr alarmieren.“

Und dann?
Kielmayer: „Die Betroffenen sollten in sicherem Abstand auf die Einsatzkr√§fte warten und diese dann √ľber die R√§umlichkeiten informieren. Das hilft uns sehr, wenn wir wissen, wo wir hinm√ľssen und wie die R√§ume eingerichtet sind. In einer verqualmten Wohnung sehen die Kameraden die Hand vor Augen nicht.“

Worauf sollten die Menschen noch achten?
Kielmayer: „An Weihnachten und Silvester wird gerne Fondue gemacht oder eine Feuerzangenbowle. Auch hier gibt es offenes Feuer – die Spiritusbrenner. Sollte sich hier etwas entz√ľnden, darf auf keinen Fall Wasser zum Einsatz kommen. Geeignet sind hier am besten L√∂schdecken oder Feuerl√∂scher.“

Was ist mit elektrischen Anlagen?
Kielmayer: „√ÉŇďberlastete Steckdosen sind sehr gef√§hrlich, weil sie Schmorbr√§nde verursachen. Dass hei√üt, es entwickelt sich in einem solchen Fall nicht unbedingt ein richtiges Feuer, daf√ľr aber giftiger Rauch. Ich rate den Menschen deshalb dringend, ausreichend Feuermelder im Haus und der Wohnung zu verteilen. Die kosten nicht viel und helfen Leben zu retten. Nicht ben√∂tigte elektrische Verbraucher sollte man sowieso ganz abschalten, dann geht von Ihnen auch keine Gefahr aus.“

„Lesen Sie die Gebrauchsanweisungen und
seien Sie umsichtig mit Feuerwerksk√∂rpern.“

Und der Umgang mit Feuerwerkskörpern?
Kielmayer: „Der ist immer gef√§hrlich. Um die Gefahr zu reduzieren, sollte nur Qualit√§tsware gekauft werden. Ich kann nur appellieren: Lesen Sie die Gebrauchsanleitung genau durch. Stellen Sie Raketen in eine feste Abschussbasis. Denken Sie voraus, wo die Rakete hinfliegen oder nicht hinfliegen soll. Halten Sie genug Abstand von „brennbaren Material“. Beim vern√ľnftigen Umgang muss man sich keine Sorgen machen.“

Sind die Menschen so vern√ľnftig?
Kielmayer: „Die meisten schon. Auch unter den Kindern, hier wird viel Aufkl√§rungsarbeit in den Schulen und bereits im Kindergarten geleistet. Allerdings haben wir auch schon erlebt, dass unsere Einsatzfahrzeuge in der Silvesternacht mit „Feuerwerksk√∂rpern“ beim Vorbeifahren beworfen wurden. Bei Leuten, die so etwas machen, √ā¬†hilft auch keine Aufkl√§rung.“

Zur Person:
Der Optikermeister Dieter Kielmayer (48) ist seit 1990 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim. Im Alter von 12 Jahren ist Kielmayer der Feuerwehr beigetreten. Sein Vater war vor ihm bereits Kommandant in Heddesheim. Kielmayers Söhne sind wie auch sein Bruder aktive Kameraden der Feuerwehr in Heddesheim.

Link:
Feuerwehr Heddesheim

Innenministerium: Damit die Feiertage nicht zu Feuertagen werden

582,25 Euro Spendengelder angenommen

Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2009. Der Gemeinderat hat die Spenden von insgesamt drei Spendern genehmigt. Aufgrund der Gemeindeordnung sind nur der B√ľrgermeister oder ein Stellvertreter zur Einwerbung und Entgegennahme von Spenden berechtigt. √ÉŇďber die Annahme entscheidet der Gemeinderat in √∂ffentlicher Sitzung.

Eine Spende in Höhe von 100,- Euro kommt der freiwilligen Feuerwehr zugute. Zwei weitere Spenden in Höhe von 200,- und 282,25 Euro gingen an den Kommunalen Kindergarten.

Redaktion heddesheimblog

Mitglieder der Feuerwehr geehrt

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Oktober 2009. Acht junge Feuerwehrmitglieder erhielten am Samstag, den 24. Oktober 2009, die Leistungsspange. Die jungen Feuerwehrleute werden damit f√ľr ihren Einsatz geehrt, der freilich noch auf „theoretische“ F√§lle beschr√§nkt ist. Vier werden demn√§chst in die „praktische“ Feuerwehr wechseln.

heddesheimblog

Acht junge Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden geehrt, f√ľr ihre Leistungen, ihren Einsatz, ihre Lernbereitschaft, die Kameradschaft. „Theoretisch“ sind die Eins√§tze noch, weil sie noch nicht bei „echten Eins√§tzen“ mit raus d√ľrfen, dann „wenn es brennt“.

„Brennen“ muss es schon lange nicht mehr, bis die „Feuer“wehr aktiv wird – ist aus den Worten von Kommandant Dieter Kielmayer deutlich herauszuh√∂ren. „Die Feuerwehr von heute holt Katzen vom Dach oder saugt Keller aus – das ist oft unspektakul√§r“, wie der Kommandant sagt.

„Trotzdem sind die Eins√§tze wichtig – auch wenn manchmal nur verkratzte Arme und die Bitte, doch etwas gr√ľndlicher zu wischen, der Lohn sind.“ Dieter Kielmayers Beschreibung erntet Applaus. Offensichtlich wissen die Feuerwehrkameraden, wovon er redet: Weil es immer weniger Nachbarschaftshilfe gibt, wird eben immer √∂fter die Feuerwehr gerufen – ganz selbstverst√§ndlich.

Weiter betont Kielmayer den „Zusammenhalt, der seinesgleichen sucht“. Was er meint, ist klar: Im Fall des Falles geht es um Leben oder Tod von Betroffenen und den Kameraden und dann m√ľssen sich die M√§nner und Frauen der Feuerwehr aufeinander verlassen k√∂nnen. Im t√§glichen Einsatz geht es um M√ľhen und darum, dass sie keiner scheut.

„Es freut mich, dass ich unseren Jugendfeuerwehrmitgliedern nun diese Auszeichnung an die Jacke heften darf. Sie haben sich das nach wochenlangem Training in einer dreiteiligen Pr√ľfung verdient.“

Mit der Leistungsspange geehrt wurden:
Robin Birr, Steffen Brutscher, Karsten B√ľhler, Philip Heinz, Lukas Kielmayer, Marvin Rettenberger, Okan Tekin und Denny Frerk. Vier davon werden in K√ľrze Teil der „erwachsenen“ Feuerwehr (√ľber 18 Jahre alt) sein. Mit auf der B√ľhne und Teil der Ehrung waren Mohammed Saade und Marc Hollisch als Ersatzleute und Steffen Weber als 9. Mitglied der Einheit (ein Trupp besteht aus neun Feuerwehrleuten).

Verantwortlich f√ľr die Ausbildung der „Frischlinge“ sind die Jugendleiter Bj√∂rn Blume, Henry und Danny F√ľtterer, Gerhard Merx sowie Nico Sch√ľtz.

Ebenfalls geehrt wurde Heinrich Lehmann f√ľr sein langj√§hriges Engagement: Mit dem „Goldenen Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbands Rhein-Neckar“ – allerdings in Abwesenheit, da Herr Lehmann krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Kommandant Kielmayer bedankte sich f√ľr das Interesse der anwesenden Gemeinder√§te, bei der S√§ngervereinigung, die die Bewirtung √ľbernommen hatte, bei Peter Schuhmacher f√ľr die K√ľche und bei den Helfern.

Nach dem offiziellen Teil ging es in den entspannten Teil √ľber: „Genie√üt den heutigen Abend – er ist ganz allein Euch gewidmet.“

Als √ÉŇďberraschungsgast machte Ines Wehrlin mit „Hot Stuff“ Stimmung f√ľr die gut 120 G√§ste – unterst√ľtzt von Ralf Siegel, der den Abend musikalisch begleitete.

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