Dienstag, 25. September 2018

Freiwillige Feuerwehren in Baden-WĂŒrttemberg

107.500 Menschen ehrenamtlich im Einsatz

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Die Feuerwehr hilft heutzutage nicht nur bei BrĂ€nden, sondern ist ein Soforthelfer in Not- und UnglĂŒcksfĂ€llen.

Rhein-Neckar, 19. November 2013. (red/fw) Damit die Feuerwehr eine hohe SicherheitsqualitĂ€t gewĂ€hrleisten kann, braucht sie viele ehrenamtlich tĂ€tige EinsatzkrĂ€fte. In Baden-WĂŒrttemberg bieten ĂŒber 107.500 Menschen in den Gemeindefeuerwehren ihre Hilfe an. [Weiterlesen…]

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr

Notfallseelsorge immer wichtiger

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Großbrand im Brunnenweg.

 

Heddesheim, 06. MĂ€rz 2012. (red) Im vergangenen Jahr gab es erfreulicherweise weniger EinsĂ€tze fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr, dafĂŒr aber „hĂ€rtere“. Vor allem der Scheunenbrand in der Brunnenwegsiedling war eine große Herausforderung. Eine psychologische der Unfall in der Großsachsener Straße. Kommandant Dieter Kielmayer fasste bei der Jahreshauptversammlung die Ereignisse im RĂŒckblick zusammen und erlĂ€uterte die Aufgaben fĂŒr 2012.

Von Hardy Prothmann

Der Scheunenbrand in der Brunnenwegsiedlung war 2011 eindeutig die grĂ¶ĂŸte Schadenslage und der umfangreichste Einsatz. Einer der „eindrĂŒcklichsten“ EinsĂ€tze war aber der Unfall in der Großsachsener Straße mit zwei eingeklemmten Personen.

Manche der Jungs kennen die Verunfallten und wenn die schreien, wĂ€hrend man arbeitet, ist das eine große Belastung.

Kommandant Kielmayer hat sich deshalb mittelfristig zum Ziel gesetzt, dass es auch vor Ort eine Notfallseelsorge gibt. Bislang kommen die Notfallseelsorgen aus umliegenden Gemeinden:

Die Belastung ist hoch und ich stehe dazu, dass meine Leute hier ein Betreuungsangebot erhalten.

Das ist sicherlich richtig und wichtig.

Insgesamt 70 EinsĂ€tze sind rund 20 weniger als 2010. Der RĂŒckgang sei durch ausgebliebene Unwetter begrĂŒndet, sagte Kommandant Kielmayer. Aber:

Die Schwere der EinsÀtze war aber ungleich höher wie in den vergangenen Jahren.

FĂŒr 2012 werden noch ein paar Kameraden neu eingekleidet mit den schwarzen AnzĂŒgen. Einige werden den FĂŒhrerschein Klasse C machen, außerdem wir die Fahrzeughalle in Eigenleistung renoviert.

Zwei neue Fahrzeuge, der Einsatzleitwagen (ELW) und ein GerĂ€tewagen (GW) sollen ersetzt werden. Die Fahrzeuge werden gerade konzipiert und die AntrĂ€ge auf Förderung gestellt. 2012 oder 2013 kommt ein neuer ELW2, der rund 90.000 Euro kostet. In zwei bis drei Jahren ist ein GW Logistik 2 geplant, Kostenpunkt rund 200.000 Euro. Der GWL2 ist eine eigene Einheit mit fĂŒnf Mann Besatzung und hĂ€lt wichtige GerĂ€tschaften auf Rollcontainern vor, so dass je nach Einsatzlage der Wagen schnell auf den Bedarf umgerĂŒstet werden kann.

Unsere Fahrzeuge sind noch einsatzfÀhig, aber ab 20 Jahre muss man sie austauschen.

Die Feuerwehren Heddesheim und Ladenburg kooperieren bei den Fahrzeugen – so hat Ladenburg eine Drehleiter, aber aktuell nur die „kleine“ Variante des GerĂ€tewagens neu erhalten. Ist der große Wagen gefragt, rĂŒcken die Heddesheimer fĂŒr die Ladenburger damit aus.

Die aktive Wehr zĂ€hlt demnĂ€chst 84 Mitglieder: Tobias Ott, Steffen Brutscher, Okan Tekin und Robin Birr sind neu aufgenommen worden, mĂŒssen aber noch ihre Truppmann- und AtemschutzgerĂ€tetrĂ€ger-Ausbildung absolvieren, bevor sie mit auf EinsĂ€tze dĂŒrfen. TagsĂŒber sind rund 20 Mitglieder sofort einsatzbereit.

Insgesamt gibt es 124 Mitglieder, 24 davon in Reserve und 20 bei der Jugendfeuerwehr.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden befördert: Erny Sascha, Kielmayer Tobias, Brenneisen Tobias, Koschel Stephan, Langendörfer Dennis, Özdemir Can, Skibowski Christian, Strahl Steve.
Zum Oberlöschmeister wurden befördert: Gerstner Klaus, Keller Carsten, Joachim Hagen, SchĂŒtz Christian, Wenz Gerhard, Thomas Fleck.
Zum Hauptlöschmeister wurden befördert: Bach Christian, Herre Frank, Schmitt Thomas.

2011 gab es 14 Übungen der FĂŒhrungsgruppe und des Kreisstabes sowie 4 Besprechungen der FĂŒhrungskrĂ€fte.

 

Zwei verletzte MĂ€nner wurden nach dem schweren Unfall in der Großsachsener Straße aus diesem Fahrzeug gerettet.

Blitzschlag, ĂŒberflutete Keller, Brandeinsatz – weiter starke RegenfĂ€lle

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Mai 2010. Die Heddesheimer Feuerwehr war von kurz nach Mitternacht bis zum spĂ€ten Nachmittag mit insgesamt dreizehn EinsĂ€tzen infolge des Gewitters und der starken RegenfĂ€lle im Einsatz. Um 13:35 Uhr musste sie nochmals ausrĂŒcken, da durch Flexarbeiten an der Nordbadenhalle die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte.

Die Bilanz der vergangenen Nacht dokumentiert die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. Der Einsatz (Nr. 23-30) dokumentiert 6 ĂŒberflutete Keller und einen Blitzschlag in ein Wohnhaus. Mit fĂŒnf Fahrzeugen und 25 EinsatzkrĂ€ften leistete die Feuerwehr vier Stunden lang technische Hilfe.

Um 6:40 Uhr mussten die Freiwilligen wieder ausrĂŒcken (Nr. 31): 14 EinsatzkrĂ€fte pumpten sechs ĂŒberflutete Keller leer. Vier Fahrzeuge waren im Einsatz.

Um 13:35 Uhr folgte der nĂ€chste Einsatz (Nr. 32): Die Brandmeldeanlage an der Nordbadenhalle wurde durch Flexarbeiten ausgelöst. Es entstand kein Schaden, die Anlage wurde zurĂŒckgesetzt.

Ab Mitternacht war ein heftiges Gewitter von Westen her ĂŒber den Rhein-Neckar-Kreis gezogen. Innerhalb von zehn Minuten wurden run 13 mm, in Summe ĂŒber 27 mm Niederschlag (27 Liter/Quadratmeter) gemessen, was Starkregen entspricht. Der Deutsche Wetterdienst rechnet auch in der Nacht mit teils heftigen Gewittern und Sturmböen um 80 Kilometern pro Stunde aus West. Der Starkregen reicht von 15 bis 25 l/m2 und wird stellenweise von Hagel begleitet sein.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Der glÀserne Gemeinderat: Fragen zur Feuerwehr

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Mai 2010. Die Gemeinderatssitzung vom 20. Mai 2010 dokumentiert nicht zum ersten Mal den maroden Zustand dieser Versammlung, deren Vertreter demokratisch legitimiert gewĂ€hlt wurden, dessen innere Verfassung aber alles andere ist. Denn allen voran glaubt der BĂŒrgermeister Michael Kessler entscheiden zu können, welche Fragen zulĂ€ssig sind und welche nicht – die Mehrheit beugt sich diesem Verhalten.

Von Hardy Prothmann

In der Gemeinderatssitzung vom 20. Mai 2010 stand als Tagesordnungspunkt (TOP) 4 die Zustimmung zur Wahl des Feuerwehrkommandanten und seines Stellvertreters nach §8 des Feuerwehrgesetzes fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg auf der Tagesordnung.

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Dokumentation der BĂŒrgeranfrage. Klicken Sie fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung

Nach der EinfĂŒhrung des BĂŒrgermeisters Michael Kessler zu TOP 4 bekam ich das Wort erteilt. Ein BĂŒrger hatte sich mit Fragen zur Feuerwehr an mich gewandt, die ich nicht beantworten konnte, aber zulĂ€ssig fand und sicher war, dass diese selbstverstĂ€ndlich im Gemeinderat beantwortet werden könnten.

Ich trug diese vernĂŒnftig formulierten Fragen vor und bat um Beantwortung. Es gab keine Antworten.

Die Fraktionen verlasen ihre vorbereiteten Stellungnahmen, ein durchaus ĂŒbliches Ritual. Alle lobten die Arbeit der Feuerwehr.

So auch ich.

Journalistisch habe ich mich schon vielfach mit der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim befasst. Aktuell hat das von mir verantwortete heddesheimblog in Text, Bild und Video die JahreshauptĂŒbung dokumentiert und die komplexe Arbeit der ehrenamtlichen FeuerwehrkameradInnen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit kritischem Blick, ohne Lobhudelei, aber mit der klaren Aussage, dass die Feuerwehr Heddesheim ein engagiertes Team ist, die selbstlos ihren Einsatz bringen – um anderen Menschen zu helfen.

Ich habe die Fragen, die ein BĂŒrger an mich per email gestellt hat, sehr kritisch gesehen. Sollte hier diese Arbeit in Misskredit gebracht werden?

Diese Frage lag nahe. Doch selbst wenn dem so wĂ€re – eine offene Antwort wĂŒrde jeder Spekulation den Boden entziehen. Zumindest ist das meine Devise.

Deswegen habe ich vor der Verlesung dem Kommandanten, Herrn Dieter Kielmayer, auch meinen Respekt ausgesprochen.

Herr Kielmayer hat sich auf Fragen zur Feuerwehr bislang stets offen und transparent prÀsentiert, was ich persönlich sehr respektiere.

Gleichzeitig war ich aber auch der ÃƓberzeugung, dass durch einen offenen und souverĂ€nen Umgang mit diesen Fragen jeder Zweifel ausgerĂ€umt werden wĂŒrde.

TatsĂ€chlich kam es anders. Herr Kielmayer Ă€ußerte sich aus mir unbekannten GrĂŒnden erstmals nicht, auch weil der BĂŒrgermeister Michael Kessler, als oberster „Feuerwehrmann“ die Fragen und die Antworten nicht zuließ. Ganz im Gegenteil entzog er mir darĂŒber hinaus sogar das Wort. Ohne VorankĂŒndigung, ohne BegrĂŒndung.

Wieso der BĂŒrgermeister Kessler so unsouverĂ€n aufgetreten ist, weiß ich nicht.

Was ich weiß, ist, dass Herr Kessler jegliche SouverĂ€nitĂ€t durch dieses unbegrĂŒndete und nicht nachvollziehbare Handeln lĂ€ngst verloren hat.

Warum hat er nicht einfach den Kommandanten das Wort erteilt und sie aufgefordert, die Fragen klipp und klar zu beantworten?

Warum hat er nicht gesagt, dass er bedaure, dass es Zweifel an der Arbeit der Feuerwehr geben könnte, diese aber sofort und transparent ausgerÀumt werden?

Damit wĂ€re alles innerhalb weniger Minuten erledigt gewesen – so bleiben die Antworten auf die Fragen offen.

Herr Kessler hat alle Fragen weggebissen und einem souverĂ€nen Gemeinderat ohne BegrĂŒndung das Wort entzogen.

Die Antworten auf die Fragen stehen aus. Diese werden nun auf dem „Behördenweg“ gestellt werden mĂŒssen. Herr Kessler ist spĂ€testens dann zur Auskunft verpflichtet.

Absolut bedauerlich wĂ€re es, wenn alles korrekt ist und durch dieses Verhalten diese Korrektheit in Frage gezogen wĂŒrde.

Ich muss leider feststellen, dass Herr Kessler es sich zum „Gewohnheitsrecht“ gemacht hat, sich intransparent in der Öffentlichkeit zu prĂ€sentieren. Es ist seine souverĂ€ne Entscheidung, wie er wahrgenommen werden möchte, als ein Verfechter des offenen Wortes oder als herrischer Bestimmer.

Ich bedaure das im Sinne der Öffentlichkeit und des Gemeinderats zutiefst. Denn durch dieses Verhalten ist es kein Wunder, dass die Menschen in Heddesheim beim Namen „Kessler“ nicht von Respekt erfĂŒllt sind, sondern nur noch den Kopf schĂŒtteln.

Denn SouverĂ€nitĂ€t heißt, auf Fragen Antworten zu haben oder sich darum zu bemĂŒhen, wenn man zunĂ€chst keine hat, was immer wieder vorkommen kann. Nicht souverĂ€n ist jemand, der seinen Sitzungsvorsitz missbraucht, einem Fragesteller das Wort zu entziehen.

Im Anschluss habe ich wie alle anwesenden GemeinderĂ€te und der BĂŒrgermeister der Wahl der Kommandanten zugestimmt. Aus der ÃƓberzeugung heraus, dass Herr Kielmayer und die Feuerwehr Heddesheim einen guten Job machen.
hardyprothmann

Link:
„Knapp die HĂ€lfte der befragten Verantwortlichen aus Feuerwehr und Kommunen sieht eine GefĂ€hrdung der BeschaffungsplĂ€ne durch geringere Haushaltsmittel. „

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat und verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog.

Feuerwehrkommandant Kielmayer und Stellvertreter Merx bestÀtigt

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Mai 2010. Der Heddesheimer Gemeinderat hat die Anfang MÀrz in der Hauptversammlung der Feuerwehr wiedergewÀhlten Kommandanten bestÀtigt.

Der Gemeinderat hat der Wahl von Kommandant Dieter Kielmayer, der gleichzeitig Gemeinderat der CDU ist, nach §8 Feuerwehrgesetz Baden-WĂŒrttemberg zugestimmt – ebenso der Wahl seines Stellvertreters JĂŒrgen Merx, Gemeinderat der SPD.

Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hatte die FeuerwehrfĂŒhrung am 5. MĂ€rz 2010 in der Hauptversammlung wiedergewĂ€hlt. Die Amtszeit betrĂ€gt fĂŒnf Jahre.

Vor der BestĂ€tigung hat der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann eine an ihn gerichtete email eines BĂŒrgers verlesen, die mehrere Fragen in Sachen Feuerwehr beinhaltete, unter anderem, ob es „definierte Schutzziele“ gĂ€be, ein „abgestimmtes Fahrzeugkonzept“ sowie eine „GefĂ€hrdungsanalyse“. Außerdem mĂŒsse geklĂ€rt sein, ob die Kommandanten einen nach der „Feuerwehrdienstverordnung 2“ vorgeschriebenen Lehrgang zur „Leitung einer Feuerwehr“ vorweisen könnten?

Hardy Prothmann betonte, dass er davon ausgehe, dass diese Fragen zufriedenstellend beantwortet werden wĂŒrden, er sie der Form halber aber vor der Entscheidung des Gemeinderats stellen mĂŒsse, da er als Gemeinderat dazu befragt worden sei und dies nicht wĂŒsste. Er entschuldigte sich vor der Verlesung beim Kommandanten Kielmayer, da er die email erst kurz vor der Gemeinderatssitzung erhalten habe und damit fĂŒr ihn keine Möglichkeit bestanden habe, außerhalb des Gremiums eine Antwort zu erhalten. Er bat deshalb um eine BestĂ€tigung in der Gemeinderatssitzung, dass alles seine Ordnung habe.

BĂŒrgermeister Michael Kessler wehrte die Fragen ab und ließ die Fraktionen ihre „Stellungnahmen“ abgeben. Der CDU-Fraktionsvorsitzende dankte der Feuerwehr und sagte: „Es ist nicht immer so, dass man alles fragen kann, manches sollte man auch wissen.“ Und an die anderen GemeinderĂ€te gerichtet: „Ich rufe Sie auf, sich mal zu engagieren und nicht immer alles zu akzeptieren.“

Ulrich Kettner dankte in Vertretung fĂŒr den entschuldigt fehlenden GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schuhmann ebenfalls der Feuerwehr. Der Gemeinderat JĂŒrgen Harbarth (SPD) schloss sich dem an und sagte auf den Vortrag von Prothmann bezogen: „Ich kann das nicht beurteilen.“

Auch Frank Hasselbring dankte im Namen der FDP der Feuerwehr. Hardy Prothmann schloss sich dem Dank an und sagte: „Herr Harbarth, ich greife ihr Wort auf, ich kann es auch nicht beurteilen, deswegen habe ich um KlĂ€rung gebeten.“

BĂŒrgermeister Michael Kessler lies die Fragen nicht zu und entzog dem Gemeinderat Hardy Prothmann nach kurzer Diskussion ohne VorankĂŒndigung und BegrĂŒndung das Wort.

Der Gemeinderat stimmte der Wahl der Kommandanten einstimmig zu.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Der partei- und fraktionsfreie Gemeinderat Hardy Prothmann ist verantwortlich fĂŒr das heddesheimblog.

Fotostrecke: JahreshauptĂŒbung der Feuerwehr

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim absolvierte am 14. Mai 2010 ihre JahreshauptĂŒbung im Beisein von anderen Feuerwehren aus dem Unterkreis. Wir dokumentieren die Szenen eines Rettungseinsatzes.

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Feuerwehrleute im Einsatz. Bild: Robin Birr / heddesheimblog

Viel Freude mit den Fotos.

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Die Fotos hat unser Praktikant Robin Birr (16) gemacht, der sich selbst in der Jugendfeuerwehr engagiert. Bei der Feuerwehr ist er der „Hausfotograf“ und arbeitet als einer von vier Webmastern am Webauftritt der Feuerwehr mit.

Video: JahreshauptĂŒbung der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hat am frĂŒhen Freitagabend des 14. Mai 2010 ihre JahreshauptĂŒbung abgehalten. Der Einsatz simulierte einen Verkehrsunfall mit zwei verletzten Personen.

Von Hardy Prothmann

Eigentlich waren es drei verletzte Personen – denn der Unfallverursacher dĂŒrfte angesichts des Schadens, den er angerichtet hat, einen gehörigen Schock erlitten haben und „TĂ€ter und Opfer“ zugleich gewesen sein.

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Teamarbeit: JahreshauptĂŒbung der Freiwilligen Feuerwehr. Bild: heddesheimblog

Ein Opfer im gerammten Auto verletzt, eine andere Person durch eine schlecht gesicherte Ladung eingequetscht. Kein schöner Anblick, der sich der Feuerwehr hier bot. Was tun?

Einsatzleiterin Daniela FĂŒtterer (ZugfĂŒhrerin) hatte gleich zwei „Baustellen“, die bearbeitet werden mussten – der unter Schock stehende Unfallverursacher war das dritte und kleinste zu lösende Problem.

Teamarbeit.

Am schwersten war sicherlich der Radfahrer verletzt, der, von der Ladung eingequetscht, komplett hilflos war. Ersthilfe leistete die Feuerwehr, bis das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ĂŒbernahm. Die Ansprache und Betreuung eines Opfers ist immens wichtig. WĂ€hrenddessen sicherten die Kameraden die Last ab und hoben sie dann an, um den Verletzten zu retten.

Die zweite Baustelle war das Fahrzeug – Verdacht auf massive Verletzungen des Fahrers. WĂ€hrend frĂŒher einfach nur gerettet wurde, manchmal „ohne RĂŒcksicht auf Verluste“, arbeitet sich die Feuerwehr heute behutsam vor, um durch die Rettung mögliche FolgeschĂ€den fĂŒr die Opfer zu vermeiden: „Weitere SchĂ€den durch die Rettung mĂŒssen vermieden werden“, moderierte Kommandant Dieter Kielmayer den „Einsatz“.

Es kommt eine hydraulische Blechschere zum Einsatz, die erst die TĂŒren und dann das Dach des Fahrzeugs „wegbeißt“. Der Grund: Man will das Oper möglichst stabil bergen und weitere Verletzungen an der WirbelsĂ€ule vermeiden. Das dauert lĂ€nger, ist im Zweifel aber besser als ein lebenslanger Schaden, beispielsweise eine QuerschnittslĂ€hmung.

Eine ÃƓbung ist eine ÃƓbung. Auch, wenn sie JahreshauptĂŒbung heißt. Im wirklichen Leben ist alles im Zweifel anders.

Schonende Rettung.

Mehrere Vertreter von Unterkreiswehren, aus Ladenburg, Dossenheim, Hirschberg beispielsweise verfolgten das Spektakel. Wie lösen die Heddesheimer die Probleme? Was können wir uns abschauen und welche Tipps können wir geben, wie es besser geht, wird sicher in der nĂ€chsten Zeit im RĂŒckblick besprochen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Schuh zeigte sich ĂŒberzeugt von der ÃƓbung und bezeichnete sie auf den ersten Blick als „gelungen“ – auch wenn sicherlich noch Details besprochen werden könnten.

Denn darum geht es: Immer besser zu werden, immer die beste Hilfeleistung zu bringen.

Auf den ersten Blick war man zufrieden mit der „erfolgreichen“ JahreshauptĂŒbung. Das konnte man auch.

Im Detail gibt es immer etwas zu verbessern.

Auch etwas, was nichts mit der Leistung der FeuerwehrkameradInnen an sich zu tun hat: Die ÃƓbung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das ist schade. Denn die BĂŒrgerInnen sind sicherlich sehr daran interessiert, zu sehen und zu wissen, was Feuerwehren leisten.

Der ehrenamtliche Einsatz der freiwilligen FeuerwehrkameradInnen ist es wert, nicht nur an einem Tag der offenen TĂŒr, sondern auch bei ÃƓbung der Öffentlichkeit prĂ€sentiert zu werden, damit sich diese selbst von der LeistungsfĂ€higkeit der Menschen ĂŒberzeugen kann, die man im Zweifel nur im Notfall kennenlernt, dann aber sehr froh ĂŒber die Hilfe sein muss.

Das Szenario der ÃƓbung war natĂŒrlich konstruiert. TatsĂ€chlich aber sehr realitĂ€tsnah, denn die Feuerwehren sind lĂ€ngst nicht mehr ĂŒberwiegend bei BrandeinsĂ€tzen tĂ€tig, sondern bei UnfĂ€llen und technischen Hilfen im Einsatz. Mit viel Know-how und modernem GerĂ€t, wie im aktuellen „Fall“ zu sehen.

Zum GlĂŒck musste niemand „geborgen“ werden – denn gerettet werden Lebende, Tote kann man nur noch bergen.

Feuerwehr berichtet zeitnah – jedes Foto muss auf den PrĂŒfstand

Guten Tag!

Heddesheim, 07. Mai 2010. Die Feuerwehr Heddesheim berichtet zeitnah im Internet ĂŒber ihre EinsĂ€tze. Dabei veröffentlicht sie Fotos und Texte. Die mĂŒssen auf den PrĂŒfstand, damit es keinen Ärger gibt.

Von Hardy Prothmann

Vor ein paar Tagen erreichte uns ein Leserhinweis: Darf die Feuerwehr eigentlich Fotos von EinsÀtzen veröffentlichen?

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Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Heddesheim.

Wir haben uns die Veröffentlichungen der Feuerwehr angeschaut – tatsĂ€chlich finden sich darunter Fotos, die das Innere von GebĂ€uden zeigen. Das ist eigentlich nicht erlaubt – außer, es wurde erlaubt.

Beispielsweise beim Einsatz in einer Halle der Edeka, bei der Anfang der Woche ein LadegerĂ€t fĂŒr Stapler-Batterien durchgeschmort war. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und der Schmorbrand schnell gelöscht – auf Anfrage teilte die Edeka mit, dass der Schaden sehr gering geblieben war.

Kommandant Dieter Kielmayer sagte uns auf Anfrage: „Wir achten sehr sorgfĂ€ltig darauf, was wir veröffentlichen. Ganz klar wird es bei uns keine Fotos von verunfallten Personen zu sehen geben oder andere Bilder, die ĂŒber die Dokumentation eines Einsatzes hinausgehen. Bei der Edeka haben wir selbstverstĂ€ndlich das EinverstĂ€ndnis eingeholt.“

Hintergrund: Im vergangenen Jahr wurden Bilder eines Unfallopfers durch eine Feuerwehr im Kreis veröffentlicht. Kreisbrandmeister Peter Michels (Ladenburg): „Das hat jede Menge Ärger gegeben. Ich habe daraufhin die Feuerwehren darĂŒber informiert, dass diese darauf achten sollten, keine Fotos zu veröffentlichen, auf denen Opfer zu sehen sind, Nummernschilder zu pixeln und aus GebĂ€uden nur Fotos zu zeigen, wenn dafĂŒr eine Erlaubnis vorliegt. Berichte und Fotos mĂŒssen die Persönlichkeitsrechte berĂŒcksichtigen. Das gilt besonders fĂŒr Personen in AusnahmezustĂ€nden.“

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Kommandant Kielmayer. Bild: hblog

Verantwortlich fĂŒr die Berichterstattung ist die jeweilige Feuerwehr selbst, der Hinweis des Kreisbrandmeisters ist nur eine „Empfehlung“.

„Bei uns koordiniert Stefan Koschel die Berichte. Mein Sohn Tobias ist fĂŒr die Texte zustĂ€ndig, Robin Birr fĂŒr die Fotos“, sagt Kommandant Kielmayer: „Meist haben wir bereits eine Stunde nach dem Einsatz einen Bericht fertig im Internet.“

Das Mehr-Augen-Prinzip soll gewĂ€hrleisten, dass die Berichte und Fotos „in Ordnung“ sind: „Meine Leute und ich nehmen das sehr ernst und wissen um unsere Verantwortung“, sagt Dieter Kielmayer.

Feuerwehr bekommt Anbau

Guten Tag!

Heddesheim, 30. April 2010. FĂŒr einen Anbau an das Feuerwehrhaus sind 140.000 Euro vorgesehen: An das GerĂ€tehaus werden ein Fahrzeugunterstand, ein GerĂ€teraum und ein neuer Umkleideraum mit 50 Spinten angebaut. Außerdem wird der Keller grundsaniert.

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Der geplante Anbau: Die dunkle FlÀche ist der Fahrzeugunterstand, rechts daneben ein GerÀteschuppen, daneben der neue Umkleideraum. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung vom 22. April 2010 dem geplanten Anbau einstimmig zu.

Die Situation der FeuerwehrkameradInnen soll sich damit verbessern. Bislang mĂŒssen die sich noch in der Fahrzeughalle umziehen.

Im Anbau entsteht ein Umkleideraum (35.000 Euro) mit 50 Spinten. Außerdem ein Fahrzeugunterstand und ein Lagerbereich fĂŒr 65.000 Euro. Die Sanierung des Kellers soll 40.000 Euro kosten.

Der Anbau soll mit einer Holzfassade verkleidet werden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog