Freitag, 23. Februar 2018

PersonalverÀnderungen im Polizeirevier Ladenburg

Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber verabschiedet

Verabschiedung Hartmannsgruber 2013_02_04

BĂŒrgermeister Rainer Ziegler verabschiedet Polizeirat Frank Hartmannsgruber nach viereinhalb Dienstjahren in Ladenburg
(von links) Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt, BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, Polizeirat Frank Hartmannsgruber, Leitender Polizeidirektor Karl Himmelhan Quelle: PolizeiprĂ€sidium Mannheim

Ladenburg/Rhein-Neckar, 05. Februar 2014. (red/pol) Eine große VerĂ€nderung hat sich fĂŒr das Polizeirevier Ladenburg ergeben: Nach viereinhalb Jahren verlĂ€sst Revierleiter und Polizeirat Frank Hartmannsgruber die Stadt und wird Revierleiter des Polizeireviers Mannheim-Oststadt. Kommisarischer Nachfolger im Amt wird Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt, sein bisheriger Stellvertreter.

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Polizeirevier Ladenburg verzeichnet Anstieg von "ĂŒblen Scherzen" in der Halloween-Nacht

„Nicht jeder Scherz ist lustig“

polizei_feature11Ladenburg, 04. November 2013. (red) Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber ist „not amused“ ĂŒber zahlreiche VorfĂ€lle in der Halloween-Nacht. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die VorfĂ€lle rĂŒcklĂ€ufig waren, gibt es 2013 einen sprunghaften Anstieg. Insbesondere zu einem gefĂ€hrlichen Eingriff in den Straßenverkehr in Heddesheim sucht die Polizei Zeugen. [Weiterlesen…]

Sechs NPD-Kundgebungen- vier Gegendemos - keine ZwischenfÀlle

Engagement gegen Nazis – aber auch Ignoranz und Lethargie

Laut und friedlich demonstrierten die Menschen heute auf der NPD-Wahlkampftour. In Weinheim mussten sie von ihrem angemeldeten Platz weichen.

Laut, aber friedlich demonstrierten die Menschen gegen die NPD auf Wahlkampftour – bis auf Angelbachtal und Rauenberg, wo die Rechtsextremen auf keinen Widerstand durch Gegendemonstranten gestoßen sind. In Weinheim hingegen sogar erreichten sie noch nicht mal den angemeldeten Platz bei der „Reiterin“.

 

Ladenburg/Weinheim/Hemsbach/Rhein-Neckar, 01. September 2013. (red/ld/zef/pro/local4u) Es herrscht Wahlkampf in Deutschland – auch fĂŒr die rechtsextreme NPD. In sechs Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises hielt die verfassungsfeindliche Partei am Samstag Kundgebungen ab: In Rauenberg, Angelbachtal, Schwetzingen, Ladenburg, Weinheim und Hemsbach. Zwischen 100 und 150 Menschen stellten sich jeweils in Schwetzingen, Ladenburg und Weinheim mit Demonstrationen gegen die rechtsextreme Partei. In Rauenberg, Angelbachtal und Hemsbach waren keine Gegendemonstrationen angemeldet. In Hemsbach kamen trotz „Lethargie“ wenigstens knapp 60 Anwohner und Passanten zu einer spontanen Gegenkundgebung zusammen. [Weiterlesen…]

„Verkehrliche Herausforderung“

Das Parkleitkonzept zum Xavier-Naidoo-Konzert. Quelle: Stadt Ladenburg

Das Parkleitkonzept zum Xavier-Naidoo-Konzert. Quelle: Stadt Ladenburg

Ladenburg/Rhein-Neckar, 30. Mai 2013. (red/pro) Das Polizeirevier Ladenburg ist auf den Besucherverkehr zum Open-Air-Konzert von Xavier Naidoo gut vorbereitet – trotzdem rechnet man mit Behinderungen, weil die Stadt „verkehrlich“ nicht auf einen solchen Andrang eingerichtet ist. Vor allem in der Zeit zwischen 16:00-19:00 Uhr und bei der Abreise zwischen 23:00 Uhr bis Mitternacht wird es am Freitag zu Behinderungen kommen. [Weiterlesen…]

Die angehende Polizeimeisterin Sabrina Daum im PortrÀt

Überzeugt, das Richtige zu tun

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

 

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ms) Pfefferspray und Pistole gehören fĂŒr gewöhnliche Praktikanten eher nicht zur StandardausrĂŒstung. FĂŒr Sabrina Daum schon. Die 24-JĂ€hrige ist gerade dabei, einen Traum zu verwirklichen: „Schon seit meiner Kindheit will ich unbedingt Polizistin werden.“ [Weiterlesen…]

Polizeichef Hartmannsgruber prÀsentierte Kriminalstatistik 2012

Litauische TĂ€tergruppe wurde geschnappt

Heddesheim/Ladenburg, 24. April 2013. (red/sap) Der Ladenburger Polizeichef Frank Hartmannsgruber stellte gestern die Krimnalstatistik 2012 fĂŒr Ladenburg, Heddesheim, Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen vor. Insgesamt zeigte er sich zufrieden, aber es gab auch „Ausreißer“ in den Zahlen. Eine Litauische TĂ€tergruppe konnte geschnappt werden. Die Ladenburger Polizei ist gut vorbereitet auf die Mainacht. [Weiterlesen…]

Polizeirat Hartmannsgruber ist zufrieden mit seinem Gebiet

Positive Verkehrsbilanz trotz „Ausreißer“

Ladenburg/Rhein-Neckar, 17. April 2013. (red/ms) Frank Hartmannsgruber kann ziemlich zufrieden sein. Als Leiter des Polizeireviers Ladenburgs ist er auch noch fĂŒr den Verkehr in Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Ilvesheim und die Mannheimer Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld zustĂ€ndig. Die Unfallstatistik fĂŒr 2012 zeigt ihm, dass es sich bei seinem Revier um ein „gutes Verkehrsgebiet“ handelt. [Weiterlesen…]

Neuer stellvertretender Revierleiter

Schmidt folgte auf Berka

Polizeihauptkommissar Schmidt ist seit September stellvertretender Leiter des Reviers Ladenburg.

 

Ladenburg/Heddesheim, 29. Oktober 2012. (red) Polizeihauptkommissar Bernd Schmidt (49) ist seit 1. September neuer Stellvertreter von Polizeirevierleiter Frank Hartmannsgruber. Er folgt auf Walter Berka, der in den Ruhestand ging.

Vor seiner neuen Aufgabe war Bernd Schmidt seit 2009 Leiter des Bezirks- und Ermittlungsdienstes beim Polizeirevier Ladenburg. Der Mannheimer hat vor 29 Jahren (1983) bei der Polizei begonnen und kennt den Dienst auf der Straße. Zehn Jahre lang „bestreifte“ er das Revier Oststadadt. Zum dreijĂ€hrigen Studium ging es an die Fachhochschule der Polizei nach Villingen-Schwenningen. Von dort zurĂŒck nach Mannheim, hier war er vor seiner Ladenburger Zeit als Dienstgruppenleiter in Mannheim-KĂ€fertal tĂ€tig.

Er unterstĂŒtzt Frank Hartsmannsgruber vor allem bei den umfangreichen Planungsaufgaben – ist aber als Einsatzleiter nach wie vorne gerne im „Außendienst“ tĂ€tig, so zuletzt als stellvertretender Einsatzleiter beim Altstadtfest. Im Revier ist er deshalb schon gut bekannt, vor allem fĂŒr sein ruhiges und besonnenes Auftreten. Er ist verheiratet und hat zwei jungendliche Söhne. Nach Ladenburg kommt er mit dem Fahrrad und dem Zug:

Das hÀlt fit und im Autos sitze ich sowieso viel. Mit dem alten Fahrrad gehts zum Bahnhof und ich fahre gerne mit der Bahn.

Auf Nachfrage, warum er ein altes Fahrrad nutzt, sagt er:

Naja, das steht tÀglich da und beruflich habe ich so meine Erfahrungen.

 

„KlĂ€glicher“ Auftritt – Stefan Mappus zu Gast in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim/Rhein-Neckar, 21. Februar 2011. Der MinisterprĂ€sident Stefan Mappus kommt nach Heddesheim. Das ist fĂŒr die kleine Gemeinde ein besonderes Ereignis. Es ist Wahlkampf, Stefan Mappus hat seine Linie vertreten, in Heddesheim. Heddesheim selbst kam in seiner einstĂŒndigen Rede bis auf eine Andeutung nicht vor. Trotzdem hat er viel Applaus erhalten – immer dann, wenn es „gegen die GrĂŒnen ging“.

Von Hardy Prothmann

Ortstermin fĂŒr einen MinisterprĂ€sidenten. Der heißt Stefan Mappus. Die „Macht“ hat er per AmtsĂŒbergabe erhalten. Es ist sein erster Wahlkampf. Bislang ist er noch nicht gewĂ€hlt worden. Das war auch so bei seinen VorgĂ€ngern. Sie profitierten von einem Amt, das der jeweilige Inhaber als Zepter weitergereicht hat.

Das Land hat 1.100 Gemeinden. Eine davon ist Heddesheim. Und Stefan Mappus hĂ€lt gut eine Stunde lang eine Rede, in der das Wort Heddesheim sogar zwei oder drei Mal vorkommt. Inklusive der BegrĂŒĂŸung, aber sonst eigentlich nicht.

Ob das jetzt viel oder wenig ist, muss jeder selbst entscheiden. Der CDU-Ortsvereinsvorsitzende Rainer Hege platze schier vor Stolz, den „Chef“ im Ort zu haben. Und Rainer Hege „wĂŒnschte“ sich im Anschluss an Mappus „mutig“ die „Umgehungsstraße“, die frĂŒhestens 2016, also zur ĂŒbernĂ€chsten Wahlperiode kommt. Herr Hege hat nicht bemerkt, dass die Landwirte (Herr Hege ist Landwirt) in der Rede von Mappus keine Rolle spielten.

Ob Herr Mappus 2016 noch MinisterprÀsident ist, steht in den Sternen. Jetzt geht es um den Wahlkampf 2011. Am 27. MÀrz 2011 ist Urnengang.

Und Herr Mappus fordert zur Disziplin auf.

Die rund 120 GĂ€ste vor ihm werden ihn wĂ€hlen. Rund 80 Prozent der Anwesenden sind Rentner. Dann gibt es noch andere, die sich etwas „von ihrer PrĂ€senz“ versprechen“. Junge „WĂ€hler“ sind bis auf das „Team Wacker“ kaum vertreten.

Das Team Wacker besteht aus rund einem halben Dutzend Menschen unter 30 Jahren, die Jacken anhaben, auf denen „Team Wacker“ steht.

Als der MinisterprĂ€sident eintrifft, machen sie Stimmung. Sie klatschen fĂŒr zwei.

Am Rand haben sich Protestanten aufgebaut. Rund ein Dutzend. Mitglieder des GrĂŒnen-Ortsverbands, grĂŒne GemeinderĂ€te, BĂŒrger und ahnungsweise auch Mitglieder der „IGneinzupfenning“.

Sie machen Krach – Mappus ist erst sehr erfreut durch das Team Wacker. Und dann sehr genervt durch die Mini-Demo.

Vielleicht gefÀllt ihm auch nicht, was er sieht.

Im kleinen St.-Remigius-Haus ist der Saal nicht gefĂŒllt. „GefĂŒhlt“ könnten knapp 200 Personen der Veranstaltung beiwohnen. TatsĂ€chlich sind es 120 GĂ€ste und rund 60 StĂŒhle bleiben frei.

Der Mannheimer Morgen berichtet heute, es seien 200 GĂ€ste anwesend gewesen. Das ist glatt gelogen. Und wenn der Mannheimer Morgen gerne das Gegenteil behauten will, sind wir jederzeit bereit, anhand unserer Aufnahmen diese LĂŒge des MM zu belegen.

Außer, der MM zĂ€hlt 25 Polizisten, zehn PersonenschĂŒtzer, KrĂ€fte des DRK und Helfer als „GĂ€ste“ mit ein. Wer so zĂ€hlt, rechnet sich alles so schön, wie er will.

Das DRK, die freiwilligen Helfer und die Polizei machen ihren Job gut.

FĂŒr die Polizei gibt es etwas Stress, als ein Beamter etwas zu „modern“ agiert und Aufnahmen macht, die nicht „polizeilich“ notwendig sind. Revierleiter Frank Hartmannsgruber bemĂŒht sich um „Deeskalation“ – im Vergleich zu Stuttgart 21 hat er einen leichten Job.

Trotzdem: Wie peinlich ist es, dass fast in Drittel der PlĂ€tze leer bleiben? Hat die Orts-CDU noch nicht mal das Talent, dass ein Besuch des MinisterprĂ€sidenten bis zum letzen Platz gefĂŒllt ist?

Im Saal hĂ€lt Herr Wacker eine Rede. Auf die Regierung und das alles gut ist. Der MinisterprĂ€sident ist heute schließlich hier, um ihn zu stĂŒtzen.

Stefan Mappus redet die Leistungen der CDU hoch, Rot und GrĂŒn schlecht. Wer sich die MĂŒhe macht, unsere sechsteilige Dokumentation anzuschauen, wird feststellen, wie sich Herr Mappus selbst widerspricht.

Erst lobt er 58 Jahre CDU-Regierung ĂŒber den Klee, dann gesteht er ein, dass man Fehler gemacht hat, aus denen man lernen wolle und sagt dann, dass alles so durchgezogen wird, wie man das vorhat.

Im Saal sind die meisten Anwesenden eher Rentner. Einige wenige „mittelalte“ und ganz wenige junge Menschen sind als GĂ€ste anwesend.

Herr Mappus holt sie in seiner Rede mit „Zoten“ ab, ab nicht wirklich mit Inhalten.

Es geht gegen andere LĂ€nder, es geht darum, dass Baden-WĂŒrttemberg ĂŒberhaupt nur „fĂŒhrend“ ist. Es geht ein wenig um Probleme. Und sonst?

Um Heddesheim geht es gar nicht. Kein Wort, kein Gedanke, kein Inhalt zu dem Ort, in dem Herr Mappus spricht, kommen ĂŒber seine Lippen. Bis auf die Kondolenzen.

Was Herr Mappus sagt, kann er ĂŒberall sagen. In Schriesheim, in Weinheim, in Ladenburg oder auch in Viernheim – wobei das eine „falsche Baustelle“ wĂ€re, weil außerhalb seines Bereiches.

Was ist sein Bereich? Gehört Heddesheim dazu? Davon merkt man nichts.

Warum Herr Mappus in Heddesheim war, bleibt ein RÀtsel. Er hÀtte seinen Auftritt genauso gut irgendwo anders haben können. Und wahrscheinlich ist das auch so.

Herrn Hege war anzusehen, wie stolz er war, dem „MP“ die Hand zu drĂŒcken. Nach ihm, aber auch irgendwie mit ihm, am Podium zu stehen.

Und er hat seine Sache nicht schlecht gemacht. Er freut sich, dass Heddesheim bald eine Umgehungsstraße bekommt. Die Freude klingt wie eine Forderung, ĂŒber die man sich schon verabredet hat.

Herr Hege darf sich gerne als Forderer stilisieren. UnterwĂŒrfig in seiner „Dankbarkeit“. Herr Mappus nickt und lĂ€chelt und sagt nichts zu. Dann lĂ€cheln beide, denn es geht um Wahlkampf.

Der Revoluzzer Hege hat gefordert, der Chef Mappus hat’s gesehen.

Die Show ist kalkuliert. Der Stolz bei Hege ist groß, die Befriedung bei Mappus ist ĂŒblich.

Der Deal ist klar: Es gibt ein BedĂŒrfnis, der MP hat’s „regristriert“, es geht also „weiter voran“.

Aber ohne jede Verbindlichkeit.

Der BĂŒrgermeister Michael Kessler spricht auch, kommt aber ĂŒber Floskeln nicht hinaus.

Die Verkehrsprobleme des Ortes bleiben hinter der Aussicht, dass sich der Herr MinisterprĂ€sident ins „Goldene Buch“ der Gemeinde eintrĂ€gt, zurĂŒck.

Als der Auftritt von Herrn Mappus zu Ende ist, gibt es einen kleinen Stau der GĂ€ste auf dem Weg zur Toilette.

Die Protestierer sind weg, die Polizei hĂ€lt kurz den Verkehr an und achtet nicht darauf, dass die Limousine des „MP“ eigentlich viel zu schnell „davon braust“.

Irgendwie ist man scheinbar froh, dass er wieder weg ist. Das war fĂŒr die vielen Rentner, das „Wacker-Team“ und die Demonstranten in Heddesheim schon sehr aufregend.

Ob Herr Mappus weiter MinisterprÀsident sein wird, entscheidet sich am 27. MÀhr 2011.

In Heddesheim war sein Auftritt „klĂ€glich“ – von Klagen getragen. Er war gegen die „Dagegen-Partei“. Also auch dagegen. Und sonst? Angeblich hat er „gelernt“, tatsĂ€chlich sind seine Handlungen und Aussagen dazu kontrĂ€r.

Machen Sie mit: PrĂŒfen Sie die Wahlversprechen der Kandidaten.

Schreiben Sie uns, was gefÀllt oder auch auch nicht.

Steffen Hildebrand ist stellvertretender Revierleiter fĂŒr ein halbes Jahr


Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 16. Februar 2011. Das Polizeirevier in Ladenburg hat einen neuen stellvertretenden „Chef“ – Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand leitet im Rahmen seiner Qualifizierung fĂŒr den höheren Dienst zusammen mit Frank Hartmannsgruber das Revier fĂŒr sechs Monate. Heddesheim gehört zum Polizeirevier Ladenburg.

Von Hardy Prothmann

Damit Steffen Hildebrand (33) Erfahrungen als FĂŒhrungskraft sammeln kann, hat der eigentliche Stellvertreter Walter Berka Platz gemacht und ist fĂŒr diese Zeit zum PolizeiprĂ€sidium Mannheim gewechselt, wo er in der Öffentlichkeitsarbeit tĂ€tig ist.

Polizeioberkommissar Steffen Hildebrand leitet fĂŒr sechs Monate als Stellvertreter das Revier Ladenburg. Bild: Polizei

Steffen Hildebrand wohnt im pfĂ€lzischen Jockrim: „Wenns gut lĂ€uft brauche ich 40 Minuten einfach fĂŒr die Fahrt“, sagt er. Der Familienvater hat einen fĂŒnfzehn Monate alten Sohn. Auch seine Frau ist im Polizeidienst.

Die Station Ladenburg hat eine „Vorgeschichte“. Wer sich fĂŒr den höheren Dienst qualifizieren will, nimmt an einem so genannten Umlaufverfahren teil. Steffen Hildebrand wurde 2008 beim PolizeiprĂ€sidium Karlsruhe „gesichtet“ und hat wie Polizeirat Frank Hartmannsgruber an der Hochschule fĂŒr Polizei in Villingen-Schwenningen studiert und 2005 dort seinen Abschluss gemacht. Außerdem hat er in der Landespolizeidirektion Karlsruhe bereits Erfahrungen gesammelt.

Die kommenden zwölf Monate sind aus zwei Bausteinen zusammengesetzt: Aktuell fĂŒr sechs Monate qualifiziert er sich als „Leiter einer FĂŒhrungsgruppe“ in der Funktion als stellvertretender Revierleiter als FĂŒhrungskraft. Dann folgen ab August sechs Monate als „Lehrkraft“ bei der Bereitschaftspolizei Bruchsal, wo er als Ausbilder tĂ€tig sein wird.

„Hier in Ladenburg werde ich mein „theoretisches“ Wissen in die Praxis umsetzen“, sagt Steffen Hildebrand. Das ist wenig geflunkert – schließlich ist der Mann ein erfahrender Polizist im 13. Dienstjahr. „Mit der neuen Aufgabe ist die Verantwortung natĂŒrlich enorm gewachsen“, sagt er und man merkt ihm an, dass er sich darauf freut. Dynamisch, konzentriert und sehr aufgeschlossen prĂ€sentiert sich der neue Stellvertreter.

Eine erste „BewĂ€hrungsprobe“ wird die Organisation einer Alkoholkontrolle in der Faschingszeit sein: „Die Ausbildung ist anspruchsvoll, aber auch sehr reizvoll, weil man alle Bereiche polizeilicher Arbeit kennenlernt“, sagt Steffen Hildebrand.

Mitte 2012 gibt es zum Abschluss ein Assessment-Center: Die letzte HĂŒrde, die nicht alle werden nehmen können. Wer die schafft, qualifiziert sich beispielsweise als Revierleiter. Steffen Hildebrand ist fest entschlossen auch hier weiterzukommen.

DafĂŒr darf man ihm viel Erfolg wĂŒnschen.

Verkehrskontrolle: FĂŒhrerschein weg und einige Verwarnungen

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Dezember 2010. Bei Schneetreiben kontrollierten Beamte des Polizeireviers Ladenburg gestern den Verkehr. Die Bilanz ist fĂŒr einen Fahrer „ernĂŒchternd“: Sein FĂŒhrerschein ist wegen einer Trunkenheitsfahrt erstmal weg. Weiterhin gab es einige Verwarnungen, weil einige mit Sommerreifen unterwegs waren.

Von Hardy Prothmann

Polizeiobermeister Stephan Geiger und PolizeimeisteranwĂ€rter Knut Krakow waren gestern Abend nicht zu beneiden. Sie hatten an der Kreuzung Ringstraße/An der Fohlenweide (gegenĂŒber VerlĂ€ngerte Triebstraße) ihren Kontrollpunkt bezogen und winkten sich Autofahrer heraus.

An einem zweiten Kontrollpunkt war ihr Chef, Revierleiter Frank Hartmannsgruber, mit einem weiteren Beamten im Einsatz: „Ich hatte es meinen Leuten freigestellt, bei dem ungeplanten Wetter den geplanten Einsatz zu machen. Und ich will nicht von meinen Leuten verlangen, was ich selbst nicht mache.“

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Kontrolle an der Ringstraße: "Leider waren einige mit Sommerreifen unterwegs." Ein Fahrer musste seinen FĂŒhrerschein abgeben.

Dabei ist die Auswahl der Kontrollstelle wichtig: „Gerade bei so einem Wetter ist es wichtig, dass wir gesehen werden können, damit die Autofahrer auf glatten Straßen Zeit haben, zu reagieren und den fließenden Verkehr zu verlassen.“ Die neue Kleidung und die Signalwesten kommen da natĂŒrlich recht.

Die Bilanz ist fĂŒr einen Autofahrer ernĂŒchternd: Der mĂ€nnliche Fahrer, Alter Mitte 40, ist wegen einer Trunkenheitsfahrt seinen FĂŒhrerschein los.
Zur Erinnerung. Ab 0,3 Promille ist der FĂŒhrerschein schon in Gefahr, wenn „AuffĂ€ligkeiten“ vorliegen, beispielsweise das ÃƓberfahren einer Ampel. Aber 0,5 Promille handelt es sich sicher um eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot geahndet wird. Bei Wiederholung verdoppeln sich Bußgeld, Punkte und Fahrverbotsdauer. Kommen AuffĂ€lligkeiten hinzu, werden die Strafen empfindlicher. Ab 1,1 Promille liegt eine Straftat vor. Im „besten“ Falle ist der FĂŒhrerschein „nur“ ein halbes Jahr weg.

Vermehrte Kontrollen.

„Wer Auto fĂ€hrt, sollte ganz auf Alkohol verzichten“, rĂ€t Frank Hartmannsgruber: „Klar ist, dass wir gerade in der Faschings- und jetzt Weihnachtszeit vermehrt kontrollieren. Schön wĂ€re es, wenn wir niemandem den FĂŒhrerschein abnehmen mĂŒssten, weil alle mit null Promille unterwegs sind.“

Immerhin: Am Kontrollpunkt von Herrn Geiger und Herrn Krakow konnte das positiv bestĂ€tigt werden: „Alle Fahrer, die wir kontrolliert haben, hatten null Promille. Das ist sehr vernĂŒnftig“, sagte Herr Geiger. Aber auch: „Leider mussten wir einige verwarnen, die mit Sommerreifen unterwegs waren.“

40 Euro kostet das, wenn nur „kontrolliert“ wird. Bis zu 80 Euro inklusive Punkten, wenn eine Behinderung vorliegt. Kommt es gar zum Unfall, kann die Versicherung ihre Leistungen kĂŒrzen. Winterreifen sind bei entsprechender Witterung seit 04. Dezember 2010 Pflicht.

„Der Einsatz gestern war wegen der KĂ€lte nicht gerade angenehm, hat aber hoffentlich einigen Verkehrsteilnehmern deutlich gemacht, dass Sommerreifen auf schneeglĂ€tter Fahrbahn und Alkohol am Steuer keine gute Idee sind“, bewerte Frank Hartmannsgruber den „Erfolg“.

EinbrĂŒche in Heddesheim und Ladenburg

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 17. Dezember 2010. Am Donnerstag wurde sowohl in Ladenburg als auch in Heddesheim eingebrochen. Der Ladenburger Revierleiter Frank Hartmannsgruber bittet die Bevölkerung, aufmerksam zu sein, sich in Sachen Einbruchssicherung beraten zu lassen und die Polizei ĂŒber „AuffĂ€lligkeiten“ zu informieren.

Von Hardy Prothmann

Keine zehn Tage ist es her, dass Frank Hartmannsgruber mit seinen Beamten im Ladenburger Viertel „WeihergĂ€rten“ aktive PrĂ€ventionsarbeit geleistet hat. Sie verteilten Flyer und sprachen BĂŒrgerInnen an, um sie in der „dunklen Jahreszeit“ auf die steigende Gefahr von Einbruchsdelikten hinzuweisen. Und prompt kommt es zu EinbrĂŒchen.

Die EinbrĂŒche bestĂ€tigen die vorbeugende Aktion der Polizei und zeigen, wie wichtig AufklĂ€rung ist und Sicherungsmaßnahmen zu treffen.

Am Donnerstagnachmittag ist ein bislang unbekannter TĂ€ter in ein Ladenburger Einfamilienhaus eingebrochen. Der Dieb ĂŒberstieg den Gartenzaun und hebelte die BalkontĂŒr des Anwesens auf.

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Hier wurde ĂŒber ein ungesichertes Kellerfenster eingebrochen. Archivbild: Polizei

Im Haus durchsuchte er SchrĂ€nke und Schubladen. Der Unbekannte konnte 550 Euro Bargeld und diverse SchmuckstĂŒcke entwenden. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar. Hinweise auf die IdentitĂ€t des Einbrechers gibt es bislang nicht.

Am frĂŒhen Abend gab es einen weiteren Einbruch in Heddesheim. Hier liegt noch keine Schadensbilanz vor. Ob die beiden EinbrĂŒche durch dieselben oder verschiedene TĂ€ter begangen wurden, wird noch untersucht.

„Melden Sie uns AuffĂ€lligkeiten.“ Frank Hartmannsgruber

„Ich möchte die Bevölkerung dringend bitten, die Polizei zu unterstĂŒtzen“, sagt Frank Hartmannsgruber auf Nachfrage: „Wenn jemand „auffallende“ Beobachtungen macht, sei es, dass unbekannte Personen sich in einem Gebiet aufhalten und merkwĂŒrdig verhalten oder Fahrzeuge mit „fremden“ Kennzeichen Straßen abfahren, zögern Sie nicht, uns darĂŒber zu informieren. Es ist besser, wir kontrollieren einmal zu viel, als einmal zu wenig.“

Das Polizeirevier hat die PrĂ€senz der Streifen schon erhöht und legt nochmals nach: „Wir werden zu Fuß und im Fahrzeug noch hĂ€ufiger PrĂ€senz zeigen.“

Klar ist – die Polizei kann nicht zu jeder Zeit ĂŒberall sein. Herr Hartmannsgruber betont: „Wir nehmen solche Hinweise ernst und ĂŒberprĂŒfen die Lage vor Ort. Niemand muss sich scheuen, der Polizei „AuffĂ€lligkeiten“ zu melden.“

Fenster im Erdgeschoss und die TerrassentĂŒren sind die „beliebtesten“ Angriffspunkte fĂŒr Einbrecher. Die Polizei bietet hier einen kostenfreien Service an.

PolizeiprÀsidium Mannheim bietet individuelle Beratung

Wer sein Haus zukĂŒnftig besser absichern möchte, kann auf die fachkundige Beratung der Polizei zĂ€hlen. Das PolizeiprĂ€sidium Mannheim bietet Interessierten kostenfrei eine individuelle Beratung inklusive Hausbegehung an. Die Beamten machen vor Ort auf etwaige SicherheitslĂŒcken aufmerksam und geben Tipps, wie diese behoben werden können.

Service:
Das Polizeirevier Ladenburg ist unter dieser Nummer zu erreichen: 06203 9305-0

Polizei: Die neuen Uniformen sind blau und funktional


Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 06. Dezember 2010. Nach und nach verĂ€ndert sich in den nĂ€chsten Monaten das Erscheinungsbild der Polizei in Baden-WĂŒrttemberg. Bis Ende 2011 sollen alle rund 21.500 Polizisten neu eingekleidet sein – beim Ladenburger Revier wird dies im FrĂŒhjahr 2011 schon der Fall sein.

Von Hardy Prothmann

Frank Hartmannsgruber hat gute Laune – die neuen Uniformen sind da und er lĂ€dt zum PrĂ€sentationstermin. Der Revierleiter selbst hat die neue Uniform schon an und trĂ€gt sie sichtlich mit großer Freude: „Also mir gefallen die und was ich so von den Kollegen höre, kommt die neue „Arbeitskleidung“ gut an.“

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Der stellvertretende Revierleiter Walter Berka hat noch die bekannte "grĂŒne" Uniform an. Polizeihauptmeister Matthias Mrosek und Polizeiobermeisterin Regina Holzwarth tragen das neue blaue Outfit.

Die bislang dominierende grĂŒne Farbe wird im kommenden Jahr verschwinden, sowohl bei den Uniformen als auch bei den Dienstfahrzeugen. Die meisten Fahrzeuge in Ladenburg sind schon blau-silber foliert. Nach dem Auslaufen der Leasing-VertrĂ€ge und dem Entfernen der Folien lassen sich die „silbernen“ Autos nĂ€mlich besser verkaufen als die frĂŒheren Dienstwagen.

Die neue Bekleidung der Polizei setzt auf Goretex und strapazierfĂ€hige Materialien, denn im Dienst muss die Kleindung nicht nur gut aussehen, sondern „auch was taugen“.

Die neuen Uniformen sind funktional und auf Sicherheit „geschneidert“. Auffallend sind die Reflektoren, als Streifen an den Hosen, auf der RĂŒckseite der Jacken, im Brustbereich, im Bund der Jacken und an den Ärmeln: „Das dient der Sicherheit der Beamten im Streifendienst.“

Auf der Brust und dem linken Arm steht Polizei – selbst auf den Hemden. „Polizisten mit ReprĂ€sentationsaufgaben tragen kĂŒnftig ein weißes Hemd“, erklĂ€rt Herr Hartmannsgruber. Er hat ein solches an.

Sicherheit im Dienst.

Es gibt eine Sommer- und Winterausstattung, dazu fĂŒr spezielle Anforderungen weitere KleindungsstĂŒcke, beispielsweise eine „Windjacke“ und die Warnwesten sind mittlerweile mit langem Arm ausgestattet: „Damit ist die menschliche Silhouette deutlicher nachts erkennbar“, sagt Herr Hartmannsgruber.

Die Hosen sind als „Cargo“ geschnitten und haben nun Seitentaschen.

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Dank Leuchtschrift gut zu erkennen - Beamte zeigen die neue blaue Uniform.

Beim Termin ist auch der stellvertretende Revierleiter, Walter Berka. Er hat noch die schon traditionelle moosgrĂŒn/beige Uniform an, die es etwa seit 1980 gib – der Kontrast ist deutlich. Die neue Kleidung wirkt deutlich eleganter: „Ich freu mich da auch schon drauf“, scherzt Herr Berka.

Die Umstellung geschehe nach und nach, sagt Herr Berka: „Das wird noch zwei, drei Monate dauern, bis alle versorgt sind.“

Fast europaweite Vereinheitlichung.

Polizeiobermeisterin Regina Holzwarth und Polizeihauptmeister Matthias Mrosek sind schon versorgt und strahlen als „Fotomodelle“ fĂŒr den heutigen PrĂ€sentationstag: „Die Kleidung trĂ€gt sich super“, sagt der Hauptmeister und auch seine Kollegin Holzwarth lobt den Tragekomfort.

Die neue Uniform sei zudem ein Zeichen des „europĂ€ischen Gedankens“, sagt Herr Hartmannsgruber. 1998 hatte man im EU-Parlament eine Vereinheitlichung der Polizeikleidung beschlossen – Frankreich und Italien haben bereits blaue Uniformen und wollten dies beibehalten.

In Hamburg ist die Umstellung schon 2005 abgeschlossen gewesen, in Hessen schon 2008. Der Großteil der LĂ€nder will bis 2012 umgestellt haben. Nur Bayern und das Saarland bleiben beim „GrĂŒn“.

Die Umstellung der Dienstkleidung in Baden-WĂŒrttemberg wird rund 17,7 Millionen Euro kosten.

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Halloween-Bilanz: Weniger Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

Guten Tag!

Heddesheim, 02. November 2010. Die Polizei registrierte in der „Halloween“-Nacht von Sonntag auf Montag weniger Straftaten und Ordnungswidrigkeiten als im Vorjahr. Allerdings stellten die Beamten einen Verstoß gegen das Waffengesetz fest. Insgesamt wurden knapp 70 Kinder und Jugendliche kontrolliert. Dabei wurden Alkohol und „Böller“ sichergestellt, es kam zu „ÃƓberstellungen“ an Eltern sowie mehreren Anzeigen wegen SachbeschĂ€digung.

Als problematisch stufte die Polizei die Softair-Waffen ein: „Die können Sie im Dunkeln kaum von echten Waffen unterscheiden, das kann zu prekĂ€ren Situationen fĂŒhren“, sagte Revierleiter Frank Hartmannsgruber auf Nachfrage.

Insgesamt zeigte sich die Polizei zufrieden mit dem Einsatz: „Wir waren noch bei Tageslicht schon sehr prĂ€sent. Sicherlich hat sich das unter Jugendlichen, die per Handy miteinander in Kontakt stehen, herumgesprochen.“ In der Nacht waren außerhalb der normalen „Schicht“ zusĂ€tzlich acht Beamte im Einsatz.

Presseinformation des Polizeireviers Ladenburg:

In der Halloweennacht vom 31.10. auf den 01.11.2010 waren Beamte des Polizeireviers Ladenburg verstÀrkt im Einsatz.

„Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Jahr haben wir entschieden in dieser Nacht verstĂ€rkt prĂ€sent zu sein. Ziel des Einsatzes war, Straftaten zu verhindern und auch in dieser Nacht fĂŒr Sicherheit und Ordnung zu sorgen.“

Der Einsatz wurde vom Jugendsachbearbeiter des Polizeireviers, Polizeioberkommissar Bernhard Schuhmacher, geleitet. „Der Jugendsachbearbeiter ist natĂŒrlich in so einer Nacht genau der richtige Mann. Er kennt problematische Jugendliche und findet den richtigen Draht zu ihnen.“

Es waren aber nicht nur „problematische“ Jugendliche auf der Straße, sondern vielerorts waren verkleidete Kinder zum Teil mit ihren Eltern unterwegs, die von Haus zu Haus gingen und SĂŒĂŸigkeiten sammelten.

„Unser Hauptaugenmerk lag natĂŒrlich auf Kinder und Jugendliche, die nicht die Absicht hatten, SĂŒĂŸigkeiten zu sammeln, sondern ĂŒble Scherze zu treiben.“

Insgesamt wurden ca. 70 Kinder und Jugendliche einer Kontrolle unterzogen. Bei den Kontrollen wurde einige alkoholischer GetrĂ€nke festgestellt und in Verwahrung genommen. Einige MinderjĂ€hrige mussten ihren Eltern ĂŒberstellt werden.

ÃƓber die Herkunft des Alkohols und ein damit verbundener Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz wird ermittelt.

In Ladenburg wurde von einem zivil eingesetzten Polizeibeamten beobachtet, wie eine Personengruppe ein Banner der Stadt Ladenburg abriss und anschließend eine Person der Gruppe an die Hauswand der Stadtbibliothek urinierte. FĂŒr die erforderlichen Reinigungsarbeiten werden entsprechende Kosten erhoben.

Weiterhin mussten bei Jugendlichen ca. 100 Silversterböller und Raketen sichergestellt werden.

In Ilvesheim kam es zu drei SachbeschÀdigungen an HauswÀnden durch Eierwerfer. Auch hier konnten Verursacher ermittelt werden.

Außerdem kam es zu einem Verstoß gegen das Waffengesetz. Hier waren Kinder mit Soft-Air-Waffen unterwegs. Die 12 – und 13-jĂ€hrigen Jungen wurden in Gewahrsam genommen und in die Obhut der Eltern ĂŒbergeben.

In Edingen-Neckarhausen konnten von einer Streife Kinder festgestellt werden, die gerade dabei waren, eine Fassade mit Ketchup zu beschmieren.

„Wir mussten dieses Jahr aber erheblich weniger Straftaten und Ordnungsstörungen verzeichnen als im Jahr zuvor.“

In der Nacht waren außerhalb des normalen Dienstes 8 Beamte zusĂ€tzlich im Einsatz.

“ Im nĂ€chsten Jahr werden wir mit einer Ă€hnlichen Konzeption auf die Lage reagieren“, sagte Revierleiter Frank Hartmannsgruber.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Polizei fĂ€hrt Sonderschicht in der „Halloween-Nacht“

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 29. Oktober 2010. Das Polizeirevier ruft zur Besonnenheit auf – in der Nacht vom 31. Oktober zum 01. November 2010, „Halloween-Nacht“ genannt, waren im vergangenen Jahr erhebliche SchĂ€den angerichtet worden: „Es gibt eine klare Grenze zwischen einem Streich und einer Straftat, sagte Revierleiter Frank Hartmannsgruber auf Nachfrage.

Von Hardy Prothmann

Die Liste der SachbeschĂ€digungen und Straftaten war lang und die Delikte teils sehr schwer. „Haben Sie bitte VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass wir keine Details rausgeben, wir wollen niemanden zum Nachahmen anregen“, sagt Frank Hartmannsgruber, der vor gut einem Jahr, am 01. Oktober 2009 die Revierleitung ĂŒbernommen hat.

Wegen der teils erheblichen SchĂ€den an GebĂ€uden und Fahrzeugen fĂ€hrt die Polizei eine Sonderschicht: „Ich bin auch mit im Einsatz, die Leitung hat aber ein Kollege“, sagte Hartmannsgruber.

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Frank Hartmannsgruber lĂ€sst jedem seinen Spaß bei "Streichen" und wĂŒnscht sich, dass daraus keine Straftaten werden. Bild: heddesheimblog.de

Der Mann hat in diesem ersten Jahr gezeigt, woher der Wind weht: Als Polizist durch und durch ist sein Hauptanliegen die Sicherheit – da versteht er genau keinen Spaß. Gleichzeitig ist Herr Hartmannsgruber auch persönlich sehr prĂ€sent und hĂ€lt seine Beamten an, sich bĂŒrgernah zu prĂ€sentieren und zu verhalten. Dieses Konzept geht auf – viele BĂŒrger bemerken die neue PrĂ€senz positiv. Gleichzeitig ist Frank Hartmannsgruber sehr auf PrĂ€vention bedacht, wozu fĂŒr ihn eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit gehört. Das Ziel: Ein gutes Miteinander.

Auch zur kommenden Halloween-Nacht informiert er mit einer Pressemitteilung und nimmt dabei auch die Eltern in die Pflicht – die sollten sich im Vorfeld darĂŒber klar sein, dass es ihre Pflicht ist, mit dem Nachwuchs ein „ordentliches“ Verhalten zu besprechen.

Wer sich nicht daran hĂ€lt, muss mit einem konsequenten Durchgreifen der Polizei rechnen. Soviel ist auch klar: Frank Hartmannsgruber wirkt rein Ă€ußerlich freundlich und jung – was er auch ist. Er ist gerne fĂŒr einen Spaß zu haben und lacht gerne fröhlich – wenn es um Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten geht, ist jedoch „Schluss mit lustig“, dann greift er ohne Zögern durch. Wenn es sein muss auch hart.

„Leider ist in der vergangenen Halloween-Nacht zu viel passiert, was ĂŒberhaupt nicht akzeptabel ist und mit Streichen nichts zu tun hat, deswegen klĂ€ren wir im Vorfeld auf und weisen darauf hin, dass auch in dieser Nacht Recht und Ordnung nicht außer Kraft gesetzt sind.“

Pressemitteilung des Polizeireviers Ladenburg:

„Gebt uns SĂŒĂŸes, sonst gibt®s Saures“, so heißt es vielerorts wieder in der Halloweennacht vom 31.10. zum 01.11.. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Brauch auch hier in Deutschland mehr und mehr verfestigt.

Kinder und Jungendliche gehen, teilweise auch verkleidet und maskiert, von Haus zu Haus, um SĂŒĂŸigkeiten zu sammeln, „Schrecken“ zu verbreiten und ihre Scherze zu treiben.

„Scherze“ sollten aber nicht mit Straftaten verwechselt werden, so der Leiter des Polizeireviers Ladenburg Frank Hartmannsgruber.

Das Polizeirevier Ladenburg musste im vergangenen Jahr mehrere Straftaten, wie SachbeschÀdigungen, Körperverletzungen und Beleidigungen aufnehmen.

Aus diesem Grund werden wir dieses Jahr verstÀrkt prÀsent sein, Kinder und Jugendliche gezielt ansprechen und Straftaten verhindern.

„Auch in dieser Nacht sind die Gesetze nicht außer Kraft gesetzt“.

Ein Appell geht aus diesem Grund an die Kinder und Jugendlichen zwar Spaß zu haben, die Grenzen dabei aber nicht zu ĂŒberschreiten.

UnterstĂŒtzung erhofft sich die Polizei auch von den Eltern. Ein GesprĂ€ch im Vorfeld zwischen Eltern und Kinder trĂ€gt dazu bei, dass halloweenbegeisterte Kinder fĂŒr die beschriebene Problematik sensibilisiert werden.“

Lesetipp: Wie die Polizei in Ladenburg „durchgreift“

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Mai 2010. In Ladenburg gab es Beschwerden von Jugendlichen ĂŒber das Auftreten der Polizei – der Ladenburger Polizeichef Frank Hartmannsgruber hat sich dazu im Interview geĂ€ußert.

Wie in Heddesheim auch, sind in Ladenburg leider einige FĂ€lle von Vandalismus aufgetreten – die Polizei reagiert mit verstĂ€rkter PrĂ€senz.

Vor kurzem haben sich Jugendliche gegenĂŒber der Redaktion vom ladenburgblog deswegen beschwert – auch die Heddesheimer Jugend „feiert“ gerne auf der Festwiese in Ladenburg. Der neue Ladenburger Revierleiter Frank Hartmannsgruber hat dem ladenburgblog dazu ein Interview gegeben.

Das Interview finden Sie hier: Das ladenburgblog sowie einen Kommentar von Hardy Prothmann und seinem „spannenden“ VerhĂ€ltnis zur Polizei.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Fasnacht: VerstÀrkte Kontrollen

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 13. Februar 2010. Fasnachtzeit ist Kontrollzeit. Das Polizeirevier Ladenburg kontrolliert verstĂ€rkt ĂŒber die „nĂ€rrischen Tage“. Die Kontrollen sollen klar machen, dass die Polizei beim Thema Alkohol im Straßenverkehr keinen Spaß versteht. Das heddesheimblog hat in der Nacht vom 12. Februar eine „Sonderschicht“ der Polizei begleitet.

Auf der Fahrbahn signalisieren Lichter: Achtung. Die Lichter formatieren die Fahrbahn zur Sackgasse. Eine Kelle wird hochgehalten: „Halt Polizei“ steht darauf. Polizeikontrolle.

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Achtung: Verkehrskontrolle. Gibt es AuffÀlligkeiten? Bild: lblog

Taschenlampen leuchten ins Innere der Fahrzeuge. Die Beamten wissen, worauf sie achten mĂŒssen. Die Beamten wissen, wann sie ihrem GefĂŒhl folgen mĂŒssen.

Frank Hartmannsgruber verfolgt die Szene aus rund 30 Metern Entfernung: „Die Kollegen machen eine sehr wichtige Arbeit“, sagt er.

Denn die Polizeibeamten am Halteposten mĂŒssen innerhalb von Sekunden entscheiden, ob die Kollegen am Kontrollposten Arbeit haben oder nicht.

Erfahrung und Instinkt entscheiden, wer kontrolliert wird.

Alle Sinne mĂŒssen wach sein: Gibt es AuffĂ€lligkeiten am Fahrzeug? Gibt es AuffĂ€lligkeiten beim Fahrer oder weiteren Insassen? Was sagt der erste Eindruck? Die Erfahrung? Der Instinkt?

FĂŒr die Fahrzeuge, die in die Gasse fahren, gibt es zwei Richtungen: Weiterfahren, egal wohin oder abbiegen auf den Parkplatz. Dort haben die Polizisten mit VerkehrshĂŒten drei Kontrollgassen vorbereitet.

Kurz nach 20:00 Uhr herrscht noch ein einigermaßen reger Verkehr an der Wallstadter Straße in Ladenburg.

Auf einem Parkplatz haben zehn Polizeibeamte eine Verkehrskontrolle in Richtung Innenstadt eingerichtet.

Es ist Fasnachtszeit. WÀhrend der nÀrrischen Tage wird gefeiert. Und ganz sicher Alkohol getrunken. Vielleicht werden auch Drogen genommen.

„Die Leute sollen feiern und Spaß haben“, sagt Frank Hartmannsgruber: „Der Genuss von Alkohol gehört fĂŒr viele zum Spaß dazu. Dagegen haben wir als Polizei auch ĂŒberhaupt nichts. Bei Alkohol am Steuer hört der Spaß auf. Dagegen haben wir was.“

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Ohne Alkohol im Blut fÀhrt man besser. Bild: lblog

Frank Hartmannsgruber ist der neue Revierleiter in Ladenburg: „Ich bin heute die ganze Zeit dabei, weil ich mir einen Eindruck verschaffen will, wie die Kontrollen ablaufen.“ Hartmannsgruber setzt um, was er beim Amtsantritt angekĂŒndigt hat: Er will als Chef auch „draußen“ prĂ€sent sein.

PrÀsenter Chef.

„Guten Abend. Verkehrskontrolle. Ihre Papiere bitte“, sagt die Polizistin, wĂ€hrend sie mit der Taschenlampe ins Innere eines Ford leuchtet. Aufs Gesicht. Die Augen. Auf die HĂ€nde. ÃƓber die Sitze. Ist irgendetwas auffĂ€llig?

Sie ist aufmerksam und zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Auf der anderen Seite steht schrĂ€g nach hinten versetzt ein Kollege. Er leuchtet ebenfalls ins Innere. Die Hand liegt auf der Pistole am GĂŒrtel. Der Mann sichert seine Kollegin: „Das Sichern gehört heutzutage dazu“, sagt Hartmannsgruber.

Der kontrollierte Autofahrer reicht seine Papiere aus dem Fenster. Die Polizistin beugt sich vor. Sie riecht. Alkohol. „Haben Sie Alkohol getrunken?“, fragt sie. „Ja, ein Bier“, sagt der Mann.

„Ich muss Sie bitten, auszusteigen und mir zu folgen.“ Die Anweisungen sind knapp, klar, aber höflich. Das lernen die Beamten in Trainingssituationen, bei denen sie solche Kontrollsituationen „durchspielen“.

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Eingespielte Teams: Einer kontrolliert - einer sichert. Bild: lblog

Die Polizistin tritt zurĂŒck. Der Kollege sichert weiter aufmerksam die Situation. Wie reagiert der Fahrer? Nervös? Gereizt? Irgendwie auffĂ€llig?

Der Fahrer bleibt ruhig. Er folgt der Polizistin zu einem Einsatzwagen – der Zentrale hier vor Ort. Dort ist die Polizei per Funk mit der Einsatzzentrale verbunden. Ein Beamter erhĂ€lt die Papiere, ĂŒberprĂŒft sie, wĂ€hrend die Polizistin den Alkomat vorbereitet. „Bitte blasen Sie so lange in das GerĂ€t, bis ich Stopp sage.“

Der Mann blĂ€st rund 5 Sekunden. „Danke“, sagt die Polizistin. Weitere fĂŒnf Sekunden spĂ€ter zeigt das GerĂ€t 0,08 Milligram je Liter an. „Das muss man mit dem Faktor zwei multiplizieren, um den Promillewert zu erhalten“, sagt Frank Hartmannsgruber: 0,16 Promille hat der Fahrer also. Bis 0,5 Promille sind noch erlaubt. Die Kontrolle der Papiere hat keine AuffĂ€lligkeiten ergeben.

Wie viel ist erlaubt? „Am Besten fĂ€hrt es sich mit 0,0 Promille.“

„Der Wert von 0,5 Promille ist aber mit Vorsicht zu genießen. Bei einem Unfall oder auffĂ€lligem Verhalten ist der FĂŒhrerschein schon ab 0,3 Promille in Gefahr“, informiert Frank Hartmannsgruber den Mann. FĂŒr FahranfĂ€nger gilt sowieso 0,0 Promille.

Ist so eine Kontrolle Ă€rgerlich? „Nein“, sagt der Mann. „Die Beamten machen nur ihren Job. Ich finde das gut.“ Auch, dass er mit einem Bier noch Auto fĂ€hrt? „Das ist ja erlaubt. Ich habe gut gegessen und ein Weizen dazu getrunken. Mit mehr wĂŒrde ich kein Auto mehr fahren.“

Der Mann erhÀlt einen Hinweis auf den Einfluss von Alkohol auf das Fahrvermögen. Dann darf er weiterfahren.

Plötzliche Verfolgungsjagd.

20:31 Uhr. Plötzlich wird es hektisch. „Der ist da lang. Los!“ Je zwei Polizisten rennen zu ihren Einsatzwagen und rasen mit quietschenden Reifen einem Auto hinterher. Das hat kurz vor der Kontrollstation gedreht.

Jetzt sind alle angespannt. Was ist der Grund? Zu viel getrunken? Kein FĂŒhrerschein? Drogen? Irgendetwas Illegales? Sind die Insassen gefĂ€hrlich? Gewaltbereit?

Frank Hartmannsgruber ist am Einsatzwagen. Am Funk. „Wir haben Sie“, melden sich die „Verfolger“. Es ist 20:33 Uhr. „Keine Probleme.“ Die Spannung weicht der Erleichterung.

Nach zehn Minuten sind die „Verfolger“ zurĂŒck: „Ein Ă€lteres Ehepaar, die im Supermarkt einkaufen wollten“, berichtet einer. Doch der hatte schon zu. Deswegen drehten die Leute auf dem Parkplatz und fuhren zurĂŒck. FĂŒr die Beamten so es zunĂ€chst so aus, als wollten sie sich der Kontrolle entziehen. Das hat sie verdĂ€chtig gemacht. Eine Verwarnung gabs trotzdem: „TÃƓV und ASU sind seit acht Monaten abgelaufen.“

Acht Stunden wird die Sonderschicht dauern. Es ist kalt. Der Atem dampft. „Your driving-licence, please.“ Ein Amerikaner wird kontrolliert. Alles O.K. „Good evening.“

Ein Mercedes-Fahrer steht neben seinem Auto und telefoniert: „Wir haben festgestellt, dass eine Sicherung am Kindersitz fehlt. So darf der Mann mit seinem Kind nicht weiterfahren.“ Irgendjemand, in diesem Fall die Ehefrau, bringt das Teil oder das Auto bleibt stehen. Der Mann muss an die Seite fahren und warten.

Kindersitze, Beleuchtung, Papiere – der Kontrollkatalog ist lang.

„Unser Hauptaugenmerk ist heute der Alkohol“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Aber wir kontrollieren natĂŒrlich auch alles andere.“ Beleuchtung, Papiere, Kindersitz, Ladung. Der Katalog ist lang.

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Fahrerdaten werden erfasst. In dieser Nacht gibt es nur Verwarnungen. Bild: lblog

Die KĂ€lte kriecht in die Klamotten. Nach eineinhalb Stunden brechen die Polizisten den Einsatz hier ab – es geht fĂŒr eine halbe Stunde zurĂŒck auf die Wache. AufwĂ€rmen, „Papierkram“ erledigen. Routineaufgaben.

Insgesamt vier Kontrollstellen wird es in dieser Nacht geben, bis die Beamten um vier Uhr frĂŒh den Einsatz beendet haben werden. NĂ€chster Einsatzort ist die BrĂŒckenstraße in Ilvesheim.

In Ilvesheim wird heute Abend Fasnacht gefeiert: „Uns interessiert hier natĂŒrlich der abfließende Verkehr“, sagt Bernd Schmidt, Polizeihauptkommissar und Leiter des Bezirksdienstes in Ladenburg.

Durchwinken oder rausholen?

Die Szenen wiederholen sich. Anhalten, reinleuchten. Durchwinken oder rausholen? Sichtkontrolle, Fragenkontrolle, FĂŒhrerscheinkontrolle, Riechkontrolle.

„Es werden weit ĂŒber einhundert Fahrzeuge sein, die wir heute Nacht kontrollieren“, sagt Frank Hartmannsgruber. „Ab 23:00 Uhr, wenn der Verkehr weniger wird, kontrollieren wir fast jedes Fahrzeug, das vorbeikommt.“

Heutzutage sind die Beamten auch auf einen möglichen Drogenkonsum vorbereitet: „Schmale Pupillen deuten auf Heroin hin, weite auf Cannabis-Konsum“, sagt Frank Hartmannsgruber. Liegt ein Verdacht vor, geht es zur Urinkontrolle auf die Wache: „Wir können dort mit unserem Schnelltest jede gĂ€ngige Droge feststellen.“

ErhĂ€rtet sich der Verdacht auf Drogen oder zu viel Alkohol, wird in beiden FĂ€llen ein Arzt Blut abnehmen. Die Tests liefern keine exakt genaue Daten – die aber braucht man vor Gericht.

Die Beamten sind mittlerweile auch auf das Erkennen von Drogenkonsum geschult.

Zwei Jugendliche auf einem Moped werden kontrolliert. Soweit ist alles in Ordnung, nur funktioniert das RĂŒcklicht nicht. Stehenlassen oder schieben sind die zwei Möglichkeiten.

Die Jugendlichen schieben: „Schauen Sie sich die an: Schwarzes Fahrzeug, schwarze Klamotten, schwarze Helme – die sind fast nicht zu erkennen. Eine funktionierende Beleuchtung dient der Sicherheit, gerade in der besonders dunklen Winterzeit“, sagt Frank Hartmannsgruber.

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Teamarbeit: Die Beamten kontrollieren nie alleine. Bild: lblog

„Ich bin sternhagelblau“, ruft ein Ă€lterer Herr, der an der Kontrolle vorbeilĂ€uft. Der Mann grinst: „Wollt ihr mich nett kontrolliere?“ Frank Hartmannsgruber versteht den Spaß: „Als FußgĂ€nger dĂŒrfen Sie das. Aber passen Sie auf, dass Sie nicht ausrutschen.“ Der Mann lacht ĂŒber sein „SpĂ€ĂŸchen“, winkt und geht weiter.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz. Alles lief ruhig, zĂŒgig und sehr gut koordiniert“, sagt Frank Hartmannsgruber. Das Kompliment wird der Einsatzleiter, Polizeioberkommissar Lars Rimmelspacher, gerne hören.

Die Bilanz: ÃƓber 100 Fahrzeuge haben die Beamten kontrolliert. Mehrere Verwarnungen wurden ausgesprochen – auch „mĂŒndliche“, bei denen kein Bußgeld fĂ€llig wurde. Zwei „Verfolgungen“ mussten vorgenommen werden – stellten sich aber als MissverstĂ€ndnisse heraus.

Aus Sicht von Frank Hartmannsgruber gibt es vor allem ein sehr gutes Ergebnis: „Es hatten zwar ein paar Fahrer Alkohol genossen – aber in geringen Mengen.“

In dieser Nacht musste deshalb kein FĂŒhrerschein einbehalten werden: „Ich bin ĂŒberzeugt, dass unsere aktive KontrolltĂ€tigkeit und die Kommunikation in den Medien darĂŒber sich herumgesprochen hat. Damit haben wir unseren Auftrag, die Straßen sicherer zu machen, erfĂŒllt.“

Der Neue – Frank Hartmannsgruber im PortrĂ€t

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Erst 35 Jahre alt ist Frank Hartmannsgruber, der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Der Mann ist ehrgeizig, hat zwei Studien absolviert und bereits vielfĂ€ltige Aufgaben innerhalb der Polizei Baden-WĂŒrttemberg ĂŒbernommen.

Von Hardy Prothmann

Ganz sicher haben sich schon viele Menschen in Frank Hartmannsgruber getÀuscht. Und ganz sicher ist Frank Hartmannsgruber nicht schuld daran.

Es ist sein jugendliches Aussehen, weshalb ihn Menschen vielleicht nicht gleich so beurteilen, wie sie sollten. Ein Blick in seine Vita weist Frank Hartmannsgruber aber als „LeistungstrĂ€ger“ aus, wie ihn der Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter bei der AmtseinfĂŒhrung beschreibt.

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Revierchef Frank Hartmannsgruber bei seiner Antrittsrede vor Kollegen. Bild: hblog

Frank Hartmannsgruber hat „Polizist“ von der Pike auf gelernt – erst durch Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst, dann im Streifenwagen. SpĂ€ter studiert Hartmannsgruber und wird Diplomverwaltungswirt (FH). Es folgen verschiedene Stationen bei der Polizeidirektion Tauberbischofsheim beispielsweise im FĂŒhrungs- und Einsatzstab. Bei der Kriminalpolizei, Abteilung Rauschgift. Im RegierungsprĂ€sidium Stuttgart im Bereich Personalwesen. Er lehrt an der Adademie der Polizei in Wertheim. Er arbeitet beim Landeskriminalamt in Stuttgart. Und dann setzt er mit einem Zweitstudium seinen „Master“ obendrauf.

Der Mann weiß also, was er will: Leistung bringen. Er tritt zurĂŒckhaltend und sehr beherrscht auf, ist aber im GesprĂ€ch alles andere als auf den Mund gefallen. Dass er als Thema seiner Masterarbeit „HĂ€usliche Gewalt“ gewĂ€hlt hat, zeigt, dass er nicht nur auf die TĂ€ter schaut, sondern vor allem die Opfer im Blick hat.

Ganz sicher wirkt sein umgĂ€ngliches und besonnenes Auftreten auf die Menschen, denen er als Polizist begegnet: „Die Art und Weise ist entscheidend.“ Und damit er hier nicht falsch verstanden wird: „Je nach Situation kann aber auch eine gewisse Strenge erforderlich sein.“

Frank Hartmannsgruber ĂŒbernimmt gemessen an der Zahl der Einwohner das zweitgrĂ¶ĂŸte Polizeirevier des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim. „Sicher ist dieses Revier kein Ort der GlĂŒckseligkeit, aber gegenĂŒber der Kernstadt ist hier die Welt noch in Ordnung“, sagte sein Chef, der PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter zur AmtseinfĂŒhrung. Neben vier Gemeinden des Rhein-Neckarkreises wie Ladenburg und Heddesheim „betreut“ das Ladenburger Revier auch die Mannheimer Stadtteile Seckenheim und Friedrichsfeld. Da Personal abgebaut wird, zĂ€hlt das Reviere kĂŒnftig 67 Beamte (71). „Das kann man nicht als ĂŒppig bezeichnen, sondern eher als schlank“, sagt Gerhard Klotter.

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Polizeilicher KleiderstĂ€nder bei der AmtseinfĂŒhrung. Bild: hblog

Trotz der „schlanken Struktur“ hat Frank Hartmannsgruber fĂŒr sich und sein Revier ein klares Ziel definiert: „Die Menschen sollen sich subjektiv und objektiv sicher fĂŒhlen können. Das ist eine Basisaufgabe der Polizei.“

Und er will am Image der Polizei arbeiten und eine „offensive Öffentlichkeitsarbeit“ betreiben. FĂŒr ihn ist die Polizei auch ein Dienstleister. Die Kunden sind die BĂŒrger: „Wir sind der Ansprechpartner fĂŒr die großen und kleinen Sorgen der Menschen.“

Von einem persönlichen Unfall wĂ€hrend eines Streifendienstes hat Hartmannsgruber sich körperlich gut erholt. Seit dieser Erfahrung weiß er aber, wie wichtig es ist, sich selbst und die Kollegen zu schĂŒtzen. Den Eigenschutz hat er deswegen zu einem seiner Schwerpunkte gemacht.

Frank Hartmannsgruber findet in Ladenburg ein gut gefĂŒhrtes Revier vor. Seit Januar leitete sein Stellvertreter Walter Berka „kommissarisch“ das Revier. Berka ist ein Ă€ußerst erfahrener Beamter, der ebenso wie Hartmannsgruber Wert auf eine tadellose Leistung der Polizeibeamten legt und sich dafĂŒr interessiert, was im Revier los ist: sowohl intern als auch „draußen“. Der Maßstab fĂŒr beide ist eine hohe QualitĂ€t polizeilicher Arbeit.

Beide legen viel Wert auf Kommunikation- sicher ein moderner Weg fĂŒr die Polizei sich ein gutes Image in der Mitte der Gesellschaft zu erarbeiten.

DemnĂ€chst wird Frank Hartmannsgruber auch in Ladenburg wohnen und bald wird seine Frau ihm folgen. Zur Zeit sind beide noch ein wenig im „Umzugsstress“.

Und Frank Hartmannsgruber interessiert sich fĂŒr Land und Leute. Und die Kollegen helfen ihm beim Sprachkurs „KurpfĂ€lzisch“.
„Also, los gehts.“ Frank Hartmannsgruber grinst und sagt: „Alla hopp.“

„Wir als Polizei sind auch Dienstleister“

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Der neue Leiter des Polizeireviers Ladenburg heißt Frank Hartmannsgruber. Der 35-jĂ€hrige Polizeirat wurde heute offiziell in sein Amt eingefĂŒhrt. Der Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter lobte die „Leistungsbereitschaft“ seines Kollegen. Das heddesheimblog hat den neuen Revierleiter im Interview befragt, wo Frank Hartmannsgruber Schwerpunkte setzen wird und wie er das Revier Ladenburg leiten will.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Hartmannsgruber, was werden Ihre Schwerpunkte als Leiter des Polizeireviers Ladenburg sein?
Frank Hartmannsgruber: „Ganz klar der Erhalt und die Verbesserung sowohl des subjektiven als auch des objektiven SicherheitsgefĂŒhls der Bevölkerung. Das ist aus meiner Sicht eine besonders wichtige Aufgabe der Polizei.“

Wie setzt man einen solchen Vorsatz um?
Hartmannsgruber: „Indem die Kollegen viel Einsatz- und Leistungsbereitschaft zeigen, dabei aber mit Augenmaß vorgehen.“

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PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter und Revierleiter Frank Hartmannsgruber bei der AmtseinfĂŒhrung. Bild: hblog

Heißt, wenn ich mal falsch parke, kann ich mit Ihren Kollegen darĂŒber reden?
Hartmannsgruber (lacht): „Reden können Sie immer mit uns. Sich mĂŒssen aber auch damit rechnen, dass Sie nicht nur positive Erfahrungen mit uns machen, falls Sie gegen Gesetze oder Vorschriften verstoßen, also falsch parken oder zu schnell fahren. Die Polizei ist auch dazu da, VerstĂ¶ĂŸen nachzugehen.“

Sie selbst haben sich vorgenommen, dass das „gute VerhĂ€ltnis zwischen BĂŒrgern und Polizei“ weiter verbessert wird. Was haben Sie in der Sache vor?
Hartmannsgruber: „Das ist eine Haltungsfrage. Ich selbst bin fĂŒr die BĂŒrger ansprechbar und erwarte das von meinen Kollegen ebenso. Ich bin ĂŒberzeugt davon, dass eine offene Kommunikation, also im GesprĂ€ch zu sein und zu bleiben, viele Probleme auf ganz einfache Art und Weise löst. Wenn man miteinander spricht, ist vieles einfacher.“

Sind Sie ein Softie à la „Lass uns drĂŒber reden“?
Hartmannsgruber: „Sie können davon ausgehen, dass ich als Polizeibeamter und Revierleiter auch hart durchgreife, wenn eine bestimmte Situation keine andere Möglichkeit zulĂ€sst. Besser ist es, wenn weder die Kollegen noch ich das tun mĂŒssen. Deswegen setze ich auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit und bestĂ€rke die Kollegen darin, das wir als Polizei auch Dienstleister sind.“

Klingt sehr modern – lernt man das im Studium?
Hartmannsgruber: „Dort lernt man jede Menge, auch moderne Formen der Kommunikation. Ich halte das fĂŒr eine gute Sache.“

Sie verlangen von Ihren Kollegen auch die Umsetzung „betriebswirtschaftlicher GrundsĂ€tze“. Was heißt das?
Hartmannsgruber: „Wir als Polizei sind kein Wirtschaftsbetrieb, mĂŒssen aber trotzdem mit unseren Etats wirtschaften. Die Mittel werden nicht mehr, sondern sind knapp. Betriebswirtschaftliches Denken hilft, diese Mittel effektiv einzusetzen.“

„Ich suche und will den Kontakt zu den BĂŒrgern.“ Frank Hartmannsgruber

Ihr ZustĂ€ndigkeitsbereich ist – statistisch betrachtet – ein eher „ruhiges“ Revier. Was wollen Sie noch verbessern?
Hartmannsgruber: „Die Verkehrssicherheit ist fĂŒr mich ein zentrales Thema. Dazu braucht es leider Kontrollen, die wir konsequent durchfĂŒhren. Gleichzeitig spielt auch hier die Kommunikation wieder eine große Rolle. Ich wĂŒnsche mir, dass die Menschen sich im Verkehr vernĂŒnftig und rĂŒcksichtsvoll verhalten. Das werden wir auf diesen beiden Wegen unterstĂŒtzen.“

Wollten Sie schon immer Polizist werden, vielleicht aus einer Familientradition heraus?
Hartmannsgruber: „Nein. Ich bin der erste Polizeibeamte in meiner Familie. Als Abiturient bin ich auf die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Polizei aufmerksam geworden und habe mich direkt nach der Schule beworben.“

Muss man einen besonderen Gerechtigkeitssinn haben? Reizt die Macht?
Hartmannsgruber: „Ohne einen bewussten Gerechtigkeitssinn wird man eher kein Polizist. Das ist schon wichtig. Der Machtgedanke hat fĂŒr mich ĂŒberhaupt keine Bedeutung. Das wĂ€re die falsche Haltung fĂŒr einen Polizisten. Man hat als Polizeibeamte sicher eine Art von „Macht“, die vom BĂŒrger so wahrgenommen wird. Die ist aber vom Staat geliehen und muss mit Verantwortung wahrgenommen werden.“

Die kommenden drei Jahre wird die Personalausstattung sehr angespannt sein. Wir soll das Polizeirevier Ladenburg die Lage meistern?
Hartmannsgruber: „Wir mĂŒssen alle eine hohe Einsatzbereitschaft zeigen. Dazu gibt es keine Alternative. Ich bin aber sicher, dass meine Kollegen darauf vorbereitet sind und das leisten werden.“

Sie sind jetzt knapp zwei Monate vor Ort im Dienst. Was wĂŒrden Sie in eine Bericht ĂŒber die Zeit schreiben?
Hartmannsgruber: „ZunĂ€chst, dass ich hier ein Revier mit motivierten Kollegen vorgefunden habe, die mich sehr freundlich als neuen Leiter aufgenommen haben. Mein Kollege und Stellvertreter Walter Berka hat mir mit seiner großen Erfahrung und seiner umfassenden Kenntnis das Reviers schnell nĂ€her gebracht. Wir sind schon jetzt ein gutes Team. Außerdem lerne ich schon eifrig KurpfĂ€lzisch, damit ich auch wirklich „im GesprĂ€ch sein kann.“

Wird man Sie selbst im Dienst auf der Straße erleben oder haben Sie eher eine verwaltende TĂ€tigkeit?
Hartmannsgruber: „Als Revierleiter habe ich natĂŒrlich viele administrative Aufgaben. Sie werden mich aber hĂ€ufig auch auf der Straße in Uniform antreffen, damit ich im Kontakt mit den BĂŒrgern bin. Da werde ich mich nicht von den Kollegen unterscheiden.“

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Frank Hartmannsgruber ist neuer Leiter des Polizeireviers Ladenburg. Bild: hblog

Zur Person:
Frank Hartmannsgruber (35) wurde in Wertheim geboren. Er ist seit kurzem verheiratet. In seiner Freizeit spielt er gerne Tennis.
ZunĂ€chst absolvierte er 1995 nach dem Abitur eine Ausbildung fĂŒr den mittleren Polizeidienst und fuhr danach zwei Jahre lang „Streife“ in Ludwigsburg. Danach studierte Hartmannsgruber mit Abschluss Diplomverwaltungswirt (FH) zum gehobenen Polizeivollzugsdienst in Villingen-Schwenningen.
Nach dem Studium wurde er zum Polizeikommissar ernannt. Es folgten wechselnde TĂ€tigkeiten bei der Polizeidirektion, der Kriminalpolizei und dem Landeskriminalamt. Hartmannsgruber absolvierte ein zweites Studium und machte seinen „Master“ zum Thema „HĂ€usliche Gewalt“. Erst kĂŒrzlich wurde Hartmannsgruber zum Polizeirat ernannt.
Seit 01. Oktober 2009 ist Frank Hartmannsgruber Leiter des Polizeireviers Ladenburg, am 19. Oktober hat er seinen Dienst angetreten, am 11. November war die offizielle AmtseinfĂŒhrung durch den Mannheimer PolizeiprĂ€sident Gerhard Klotter.