Dienstag, 12. Dezember 2017

Der gl├Ąserne Gemeinderat: „Insider“-Informationen und meine Meinung dazu

Guten Tag,

in einem Kommentar wurde eine email von mir ver├Âffentlicht, die sich zun├Ąchst an die FDP gerichtet hat. Da der Inhalt nunmehr ├Âffentlich geworden ist, berichte ich dazu unter dieser Rubrik.

Gestern hat sich die FDP-Fraktion zum ersten Mal nach der Wahl von vor zwei Wochen getroffen.

Dar├╝ber hat das heddesheimblog berichtet:
FDP-Fraktion trifft sich das erste Mal

Dieses Treffen war kein „erfreuliches“ – eher das Gegenteil.

Deswegen habe ich die Partei, auf deren Liste ich kandidiert habe, dar├╝ber im Detail informiert.

Offenbar ist man in der Partei dar├╝ber auch nicht einverstanden, deswegen wurde meine email an die Kandidaten der Wahl hier im heddesheimblog ver├Âffentlicht.

Ich habe den Brief an die FDP als offenen Brief gesendet, um innerparteilich eine demokratische Diskussion anzuregen, nicht um ihn hier zu ver├Âffentlichen.

Irgendjemand auf der Liste der Empf├Ąnger oder jemand, der die email weitergeleitet bekommen hat, meinte, dies ├Âffentlich machen zu m├╝ssen.

Das geht auch in Ordnung, weil nichts „Geheimes“ drin steht. Daf├╝r aber etwas „Privates“ und das h├Ątte nicht weitergeleitet werden m├╝ssen.

Weil dem aber so ist, lasse ich den privaten Teil meines Briefes hier auch stehen, da nur „insider“ wissen, um welche Personen es sich handelt.

Trotzdem sollte der „insider“ wissen, dass er diese privaten Informationen nicht ohne mein Einverst├Ąndnis und das andere h├Ątte ver├Âffentlichen d├╝rfen.

Da mein Brief nun ├Âffentlich ist, erlaube ich mir, zwei, drei Rechtschreibfehler zu korrigieren und gebe dazu eine Stellungnahme ab:

Alles, was in diesem Brief steht, ist genauso gemeint, wie es geschrieben ist.

Ihr
Hardy Prothmann

———————-

Dokumentation meines Schreibens an die FDP-Kandidaten

Guten Tag,

die neue gew├Ąhlte FDP-Fraktion hat sich heute Abend zum
ersten Mal nach der Wahl getroffen.

Dabei wurden durch Herrn Hasselbring mir gegen├╝ber massive
Vorw├╝rfe erhoben, zu denen ich mich direkt ge├Ąu├čert habe.

Deswegen erhalten Sie von mir diese email, weil ich Sie, aus
meiner Sicht, ├╝ber den Wahlkampf, die Wahl und die aktuelle
Situation unterrichten m├Âchte.

Der Text ist lang, Sie brauchen Zeit, um ihn zu lesen. Ich
hoffe, Sie nehmen sich diese.

Sollten Sie nach dem Lesen des Briefes noch Fragen an mich
haben, k├Ânnen Sie sich jederzeit gerne mit mir in Verbindung
setzen.

Die Vorw├╝rfe

1. Herr Hasselbring hat mir erkl├Ąrt, dass man (er oder die
FDP lie├č er offen) mir nicht mehr vertrauen k├Ânne, weil ich
mich nicht an Abmachungen gehalten h├Ątte.

2. Au├čerdem h├Ątte ich mich „eindeutig positioniert“, indem
ich mich von der IG neinzupfenning h├Ątte empfehlen lassen.

3. Der dritte Vorwurf war: Ich h├Ątte negativ ├╝ber die FDP
berichtet und die Wahl als Desaster f├╝r die FDP bezeichnet.

Meine Stellungnahmen

zu 1.
Es gab niemals eine Abmachung mit Herrn Hasselbring.

Als Herr Hasselbring mich gefragt hat, ob ich auf der Liste
der FDP kandidieren w├╝rde, habe ich dem zugestimmt, mit der
unmissverst├Ąndlichen Aussage, dass ich politische Positionen
(vor allem freiheitliche) der FDP teilen kann und mir eine
ehrenamtliche Kandidatur auf der Liste der FDP vorstellen
kann, sonst aber das Amt eher als „B├╝rgervertretung“ denn
als „Parteiamt“ sehe.

Herr Hasselbring fand das alles in Ordnung und hat mich
mehrfach zu Hause besucht und mich angerufen.

Im Zuge der Diskussion um das Pfenning-Projekt und meiner
Berichterstattung auf dem heddesheimblog hat mich Herr
Hasselbring gefragt, wie ich zu dem Thema stehe.

Meine Antwort lautete: „Ich sage weder Ja noch Nein zu
Pfenning, weil ich mich in einem Meinungsbildungsprozess
befinde und ohne ausreichende Information keine Position
beziehen werde.“

Herr Hasselbring wollte schlie├člich wissen, ob er sich
darauf verlassen kann.
Meine Antwort war: „Ja. An dieser Haltung wird sich nichts
├Ąndern.“

Genauso habe ich von „meiner Seite diese
Vereinbarung“ auch eingehalten.

Herr Hasselbring wollte ferner von mir wissen, wie ich mich
gegen├╝ber der FDP stelle.
Meine Aussage dazu war: „Wenn sich die FDP korrekt verh├Ąlt,
werde ich als Journalist auf dem heddesheimblog dar├╝ber
berichten, wenn sie es nicht tut, werde ich auch dar├╝ber
berichten.“

Die FDP hat sich ├╝berwiegend korrekt verhalten. Genauso habe
ich dar├╝ber berichtet.

Tats├Ąchlich habe ich auch einmal „negativ“ berichtet, aber
nicht ├╝ber „die FDP“, sondern ├╝ber das vollkommen
inakzeptable Verhalten von Herrn Bauer gegen├╝ber Frau
Lochb├╝hler (CDU).

Au├čerdem habe ich dar├╝ber berichtet, dass
Herr Bauer im Gemeinderat gesagt hat, wir lebten in einer „repr├Ąsentativen Demokratie“, was ein ziemlicher Bl├Âdsinn
ist und ziemlich genau das Gegenteil von der Staatsform, in
der wir leben, n├Ąmlich einer „parlamtentarischen
Demokratie“.

Dieser eine negative Bericht war ├╝brigens als Satire
verfasst, also einer der Definition nach „sehr zugespitzten
Meinungs├Ąu├čerung“ und ist damit als Meinungs├Ąu├čerung und
nicht als neutrale Berichterstattung zu werten.

Die Aussage, man k├Ânne mir nicht mehr vertrauen, weil ich
mich nicht an Abmachungen gehalten habe, ist also haltlos.

zu 2.

Diese Aussage ist eine Unterstellung, die ich zur├╝ckweise.
Ich habe mich nicht von der IG neinzupfenning „empfehlen
lassen“.

Die IG neinzupfenning hat mich auf die Empfehlung
angesprochen.
Meine Antwort lautete: „Ich kann Ihnen nicht vorschreiben,
wen Sie empfehlen wollen. Das ist ausschlie├člich ihre
Angelegenheit.“

Im Gegenteil habe ich die IG darauf aufmerksam gemacht, dass
sie diese Entscheidung nochmals ├╝berdenken sollte.
Tats├Ąchlich hat mich die IG gefragt, ob sie mich an die
erste Stelle ihrer „Empfehlung“ setzen sollte:

Meine Antwort lautete:
„Ich berichte unabh├Ąngig. Wenn Sie mich nun empfehlen,
werden Kritiker meiner Berichterstattung vermuten, dass ich
sie unterstütze, was ich nicht tue. Ãœberlegen Sie also
genau, ob Sie f├╝r sich dieses Risiko eingehen wollen.“

Die IG ist das „Risiko“ eingegangen. Und wie ich es
vorhergesagt habe, unterstellt mir Herr Hasselbring exakt,
was ich ├╝ber „Kritiker meiner Berichterstattung“ gedacht
habe.

Sp├Ąter hat die IG behauptet, ich w├Ąre f├╝r sie in den
Gemeinderat gew├Ąhlt worden. Meine Antwort darauf lesen Sie
hier:
http://heddesheimblog.de/2009/06/der-glaserne-rat-unerwartet
e-einvernahme/

Um das nochmals zu betonen: Wenn sich die
Pfenning-Ansiedlung als solides Investment mit klaren
Vorteilen f├╝r Heddesheim herausstellen sollte, werde ich dem
zustimmen.

Bislang habe ich aber nur gegenteilige Informationen,
weswegen ich das Projekt als Bürger und auch als Gemeinderat ablehne.

Als Journalist recherchiere ich zum Thema und berichte nach
den Recherchen dazu. ├â┼ôbrigens ├Âffentlich und v├Âllig
transparent.

Mir wurde von Anfang an „Stimmungsmache“ und
„schlechte Recherche“ vorgeworfen.

Sie selbst k├Ânnen diese Vorw├╝rfe ├╝berpr├╝fen, indem Sie sich
auf dem heddesheimblog informieren.

Es blieb bislang bei den├é┬á„Vorw├╝rfen“. „Konkrete“ Belege wurden nicht vorgelegt.

Im Gegenteil habe ich sogar Herrn Doll verschiedene
Rechtsbr├╝che vorgeworfen. Eigentlich eine „unglaubliche“
Unterstellung, gegen die sich jeder anst├Ąndige Mensch sofort
juristisch wehren w├╝rde.
Herr Doll hat das nicht getan, weil er die Schlagzeile
f├╝rchtet, dass ein Gericht seine Rechtsbr├╝che feststellt.

Und Sie k├Ânnen sicher sein, dass jeder noch so kleine Fehler
in meinen Berichten entdeckt werden w├╝rde, weil das
heddesheimblog eine enorme Aufmerksamkeit genie├čt – auch bei
den Kritikern.

Aktuell gibt es rund 220 Texte auf dem heddesheimblog, die
fast 200.000 Mal aufgerufen worden sind.

zu 3.

Dieser Vorwurf ist vollkommen absurd.

Herr Hasselbring hat diesen Vorwurf mehrfach ge├Ąu├čert und
mich noch gefragt, ob ich nicht mehr w├╝sste, was ich
geschrieben h├Ątte.

Ich „wusste“ es nicht. Als ich nach einem Beleg fragte,
pr├Ąsentierte mir Herr Hasselbring den Ausdruck eines
Artikels aus dem heddesheimblog. Er zeigte mir die
„Zitatstelle“:

„kompakter sagt:
13/06/2009 um 01:50
Hallo neudabei,

ist es das? soweit ich mitbekommen habe, ist nix mehr so,
wie es mal war: CDU -2, SPD -1, Gr├╝ne +3, FDP alles beim
alten aber doch nicht, weil zwei raus, zwei rein.

hier hats ordentlich gerumst und im moment geht rudi ratlos
rum.“

Dann fragte mich Herr Hasselbring, ob ich „das“ (also
„kompakter“) bin und ├╝berhaupt w├Ąren hier ja so viele
Kommentare unter Pseudonym, ob ich das nicht ├Ąndern wollte.

Ich erkl├Ąrte Herrn Hasselbring, dass Leser die M├Âglichkeit
haben, ein Pseudonym zu w├Ąhlen, was hier wohl vorliegt und
ich, selbst wenn ich den Klarnamen w├╝sste, nichts dazu sagen
w├╝rde.

Herr Hasselbring st├Ârte der „rudi ratlos“ und bezog das auf
die FDP oder auch auf sich selbst.

Wenn Sie den Text noch einmal lesen, bezieht sich der
Leserkommentar auf alle Parteien und nicht explizit auf die
FDP├óÔéČ┬Ž

Im ├â┼ôbrigen hatte Herr Hasselbring mir zun├Ąchst vorgeworfen,
ich h├Ątte die Wahl als „Desaster f├╝r die FDP“ beschrieben.
Mal abgesehen davon, dass er daf├╝r einen Leserkommentar als
Beleg bem├╝ht, steht selbst in diesem nirgendwo das Wort
„desaster“.

Tats├Ąchlich habe ich die Wahl f├╝r CDU und SPD als „Desaster“
bezeichnet. Und ganz ehrlich: Das war sie doch – so gesehen
– auch├óÔéČ┬Ž

Was Herr Hasselbring nicht verstanden hat, ist, dass ich
einen Bericht geschrieben habe, der insgesamt zehn Mal
kommentiert wurde:
http://heddesheimblog.de/2009/06/kommunalwahl-2009-cdu-und-s
pd-verlieren-im-landesvergleich-erheblich-grune-gewinnen-deu
tlich/

Was die Leser dann als Kommentare schreiben, ist ihre
Meinung. Sofern diese Meinung Rechte anderer ber├╝hrt,
behalte ich mir als Verantwortlicher vor, solche Kommentare
zu l├Âschen, was ich leider immer wieder tun muss, weil sich
verschiedene Leser nicht an die Spielregeln halten.

Dar├╝ber hinaus habe ich Herrn Hasselbring gefragt, ob es
nicht eher so ist, dass Herr Hasselbring selbst der FDP
schadet, im konkreten Fall durch Unterlassung, weil er
pers├Ânliche Niederlagen nicht verkraftet.

Und das ist meine private Meinung: Dass ich gut 1500 Stimmen
bekommen habe, Herr Hasselbring aber „nur“ gut 1250
betrachtet er in meinen Augen als eine pers├Ânliche
Niederlage.

Ablesen l├Ąsst sich das an seiner ├ľffentlichkeitsarbeit.

An seiner Stelle h├Ątte ich statt der paar kl├Ąglichen Zeilen
im Mitteilungsblatt einen famosen Text verfasst, der
mindestens folgendes festgestellt h├Ątte:
Die FDP ist zweiter Wahlsieger! Sie konnte zwar keinen Sitz
hinzugewinnen, wie gewollt, aber sie hat auch wie CDU und
SPD keine verloren. Und das trotz eines sehr „aufregenden“
Wahlkampfs. Dar├╝ber hinaus ist die FDP die Partei, die eine
Frau neben zwei M├Ąnnern im Gemeinderat hat. Das ist ein
Anteil von einem Drittel. Die CDU hat demgegen├╝ber nur einen
„Anteil“ von 12,5 Prozent, die SPD von 20 Prozent und die
Gr├╝nen, die ja so „frauenfreundlich“ sind, einen von 0
Prozent.

Das hat Herr Hasselbring aber nicht getan, nicht gewollt
oder nicht gesehen, dass eine solche Meldung f├╝r die FDP
eine positive Stimmung ergeben h├Ątte.

Abgesehen von der
„Stimmung“ (viele, auch Herr Hasselbring, werfen mir ja
„Stimmungsmache“ vor) h├Ątte eine solche Meldung genau den
Tatsachen entsprochen.

Das Gespr├Ąch mit Herrn Hasselbring war aus meiner Sicht
wenig konstruktiv. Ich habe Herrn Hasselbring trotz seiner
Vorw├╝rfe mehrmals aufgefordert, ├╝ber politische Ziele der
FDP zu sprechen, damit sich die Frakton auf diese Inhalte
vorbereiten kann.

Herr Hasselbring ist dieser Bitte nicht nachgekommen, weil
er darauf nicht vorbereitet war.

Herr Hasselbring ist meiner
Ãœberzeugung nach im Moment überhaupt nicht mit politischen
Inhalten befasst, sondern nur mit seinen eigenen.

Ich habe Herrn Hasselbring auch darauf hingewiesen, dass mir
bei einer dauerhaften Verweigerungshaltung seinerseits auch
andere Positionierungen offen stehen.

Herr Hasselbring hat das zur Kenntnis genommen und – wie ich
meine, verfolgt er dieses Ziel. Das w├╝rde f├╝r die FDP die
„Schw├Ąchung um einen Sitz“ bedeuten. Ich finde, dass die FDP
dar├╝ber informiert sein sollte.

Auch im heddesheimblog findet die FDP wenig Beachtung – wie
auch die anderen Parteien. Der Grund daf├╝r ist: Die FDP
├Ąu├čert sich nicht. Ich habe allen Parteien immer wieder
Angebote gemacht, dies zu tun. Bis auf Herrn Bowien, Herrn
Klemm und meine Person hat davon niemand Gebrauch gemacht.
Diese drei Kandidaten sind mit wirklich guten Ergebnissen
gew├Ąhlt worden.

F├╝r mich stellt sich insofern vielmehr die Frage, ob die
„Wahlempfehlung“ der IG so entscheidend war oder die
Berichterstattung auf dem heddesheimblog.

Ich meine, dass die Ereignisse und die dar├╝ber verfassten
Berichte entscheidender waren, weil die W├Ąhler sehr gezielt
vorgegangen sind.

Auf der Suche nach Informationen und nach dem Ergebnis,
welche Informationen sie erhalten haben. Vor der Wahl wurden
die Berichte auf dem heddesheimblog rund 130.000 Mal
abgerufen.

Bei der Berichterstattung beziehe ich den Mannheimer Morgen
explizit mit ein. Dessen unkritische Berichterstattung ohne
jede Recherche, hat dem heddesheimblog viele Leser gebracht,
die eine unabh├Ąngige Berichterstattung gesucht haben.

Im Gegenteil habe ich Herrn Hasselbring wiederholt
angerufen, einen Dialog zu suchen. Die Ausk├╝nfte von seiner
Seite wurden immer knapper und signalisierten, dass ein
Austausch von Informationen von seiner Seite nicht gew├╝nscht
ist und auch keine Diskussion.

Drei Wochen vor der Wahl war
ich damit ohne jeden Kontakt zur FDP, auf deren Liste ich
aber stand. Und ich wurde mit den meisten Stimmen, etwa 20
Prozent mehr, als Herr Hasselbring erhalten hat, gew├Ąhlt.

Ich habe Ihnen diesen sehr langen Brief geschrieben, um Sie
erstens ├╝ber korrekte Sachverhalte zu informieren und
zweitens darauf hinzuweisen, dass die Art der Politik, wie
sie in Heddesheim (und vielen anderen Orten und dort in den
Parteien) gemacht wird, keine ist, die man nach meiner
Auffassung unterst├╝tzen sollte.

Au├čerdem halte ich Herrn Hasselbring nicht f├╝r geeignet, die
Interessen der FDP nachhaltig zu vertreten, sonst h├Ątte er
Gr├Â├če gezeigt, w├╝rde den Dialog suchen und sich nicht in
unhaltbaren Vorw├╝rfen ergehen und nur seine eigene
Selbstbest├Ątigung suchen.

Ich habe deswegen Frau Kemmet als Fraktionsvorsitzende
vorgeschlagen, weil sie mehrere Eigenschaften auf sich
vereint: Sie ist Heddesheimerin, kennt den Ort in und
auswendig, sie ist als aktive, engagierte und korrekte Frau
bekannt und ihre Wahl w├Ąre eine gute Wahl gewesen.

Herr Hasselbring war sehr ├╝berrascht dar├╝ber.

Frau Kemmet hat meinen Vorschlag aber aus nachvollziehbaren
Gr├╝nden zur├╝ck gewiesen. Da sie sehr engagiert ist und ihre
Aufgaben gut machen will und sicherlich auch macht,
bef├╝rchtete sie einen Aufgabenkonflikt durch zeitliche
Ãœberforderung. Ich habe ihr gerne meine Stimme als
Stellvertreterin gegeben. Und sollte sie es sich anders
├╝berlegen, h├Ątte sie meine Stimme unter den gegebenen
Umst├Ąnden sicher.

Abseits der „formalen“ Politik m├Âchte ich zum Abschluss noch
ein paar pers├Ânliche Worte an Sie richten.

Meinen zuk├╝nftigen Schwiegereltern wird seit Wochen von
verschiedenen Menschen enorm „Druck gemacht“, weil ich als
Journalist auf dem heddesheimblog ├╝ber die Politik in
Heddesheim berichte.

Dar├╝ber habe ich heute auch Herrn Hasselbring informiert.
Der zeigte sich vollkommen kenntnislos ├╝ber diese Tatsache:
„Ich wei├č davon nichts.“ (was ich pers├Ânlich ebenfalls f├╝r
vollkommen unglaubw├╝rdig halte und deswegen als ├âÔÇ×u├čerung
ganz klar als anstandlos bewerte)

Meine Antwort war: „Sp├Ątestens ab heute wissen Sie es und
mein Appell an Sie ist, stellen Sie das, soweit Sie das
k├Ânnen, ab.“

Ob Herr Hasselbring diesem Appell folgt oder nicht, ist seine
Sache.

Meine Sache ist, dass ich meine Entscheidungen selbst
vertrete.

Ich bin best├╝rzt dar├╝ber, dass meine Schwiegereltern unter
meiner Arbeit leiden m├╝ssen – mit der sie nichts zu tun
haben und zu der sie sehr wohl eine eigene Meinung haben.

Im Gegenteil haben sie immer wieder versucht, sich f├╝r die
Sache der FDP einzusetzen und bei mir zu „vermitteln“.

Da ich nicht „gegen die FDP“ arbeite, wie ich auch sonst
niemals „gegen jemanden anderen arbeite“, sondern nur
berichte, was passiert, blieben diese Versuche erfolglos.

Ich berichte ├╝ber das aktuelle Geschehen und lasse mich
dabei von niemandem beeinflussen, bin aber jederzeit gerne
f├╝r jedes Gespr├Ąch ├╝ber jeden Inhalt offen.

Pers├Ânlich best├╝rzt bin ich ├╝ber Menschen, die sich so
unanst├Ąndig verhalten und andere stellvertretend unter Druck
setzen, um ihre Ziele (welche auch immer) zu erreichen.

Doch daran kann ich leider nichts ├Ąndern – sondern nur diese
Menschen selbst.

Ich danke Ihnen f├╝r Ihre Geduld, diese email zu lesen und
hoffe, dass Sie willens sind, sich selbst eine Meinung zu
bilden und nicht blind darauf vertrauen, was irgendjemand
erz├Ąhlt.

Und keine Sorge: Solch lange emails schreibe ich selten und
zum vorliegenden Fall genau dieses eine Mal, weil ich alles
zur Sache aufgeschrieben habe, was von meiner Seite gesagt
werden sollte.

Mit allerbesten Gr├╝├čen

Hardy Prothmann