Samstag, 14. Dezember 2019

TG ohne F√ľhrungsspitze

Vorstand gesucht

Heddesheim, 28. April 2012. (red) Die Jahreshauptverstammlung der Turngemeinschaft Heddesheim e.V. (TG) ist ohne die Wahl des Vorstandsvorsitzenden und eines Stellvertreters zu Ende gegangen. Zur Zeit ist der Verein damit ohne F√ľhrung – es wird dringend ein neuer Vorstand gesucht, der auch nicht aus den Reihen des Vereins kommen muss.

Von Hardy Prothmann

Nach unseren Informationen hat sich der langj√§hrige Vorstandsvorsitzende Ewald Doll nach 19 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt. Sein Stellvertreter Thomas Ross soll nur wenige Tage vor der Hauptversammlung seinen R√ľcktritt erkl√§rt haben.

Auf der Versammlung erkl√§rte sich niemand zur Wahl bereit. Es habe betretendes Schweigen geherrscht, als klar war, dass kein Vorstand gew√§hlt werden kann. Es sei zu wenig Zeit gewesen in den Tagen vor der Hauptversammlung neue Kandidaten zu finden, sagte uns ein Vereinsmitglied auf Anfrage. Im Verein sieht man durchaus potenzielle Vorst√§nde, beispielsweise bei den Abteilungsleitern, dann m√ľssten diese aber ersetzt werden.

Im Amt best√§tigt wurden der 1. Beisitzer Vorstand Hanspeter Huber sowie Bernhard Erny f√ľr den Wirtschaftsausschuss. Die Jugendleiterin Naja Kappis trat nicht mehr zu Wahl an, will sich aber um eine Nachfolge k√ľmmern. Der Schriftf√ľhrer Philipp Schimmelpfeng kandidierte ebenfalls nicht mehr. Kassier Steffen Hoffmann stand nicht zur Wahl, da seine Amtszeit noch ein Jahr geht.

Somit sind vier von sieben Posten vakant.

Der Verein muss nun in einer au√üerordentlichen Jahreshauptversammlung einen neuen Vorstand w√§hlen – sollte dies nicht gelingen, w√ľrde das Amtsgericht Weinheim einen bestellen.

Die Mitgliederzahlen der TG waren in den vergangenen Jahren leicht r√ľckl√§ufig, trotzdem ist die TG mit rund 1.600 Mitglieder der mit Abstand gr√∂√üte Verein in Heddesheim.

Nach unseren Informationen sind f√ľhrende Verantwortliche nicht abgeneigt, auch vereinsexterne Bewerber als Vorstand zu w√§hlen. „Wenn die Personen zu uns passen, darf das kein Problem sein“, sagte uns ein Gespr√§chspartner. Und: „Die TG hat sehr viel Potenzial, von dem zur Zeit einiges brach liegt. Es ist sicherlich eine Herausforderung, aber eine mit Zukunft.“

 

Fotostrecke: Bilder von der TG-Weihnachtsfeier


Guten Tag!

Heddesheim, 15. Dezember 2010. Unter dem Motto „TG auf hoher See“ pr√§sentierte der gr√∂√üte Heddesheimer Verein ein buntes Programm und ein neues Konzept in der Nordbadenhalle.

Die Weihnachtsfeier der TG mit Vorf√ľhrungen von Gruppen der einzelnen Abteilungen zeigte ein neues Konzept: Die B√ľhne wurde in der Mitte der Halle aufgebaut, was bei den Zuschauern sehr gut angekommen ist: „Viel besser als fr√ľher, so sieht man viel besser“, kommentierten Besucher auf Nachfrage.

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Junge Turner im "Seemanns-Look".

Au√üerdem wurde die Trib√ľne aufgebaut, was die Sicht ebenfalls verbesserte. Vor allem f√ľr die Kinder ist das eine sch√∂ne B√ľhne, um zu zeigen, was sie k√∂nnen.

Die Feier war gut, aber nicht sehr gut besucht. Vielleicht sollte konzeptionell auch bei den Sprechern nachgearbeitet werden. TG-Vorstand Ewald Doll verlor beispielsweise bei seiner Ansprache den Faden, was weder einen guten Eindruck macht, noch der Verantaltung, noch dem Verein und der Leistung der Sportler dient.

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Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Liste der Heddesheimer Feinde der Pressefreiheit

Guten Tag!

Heddesheim, 11. Juni 2010. Die pressefeindliche Haltung einiger Personen in Heddesheim wird durch die Redaktion immer wieder thematisiert. Da mittlerweile eine stattliche Anzahl eines solchen Verhaltens dokumentiert wurde, veröffentlichen wir eine Liste.

Sie behindern die Presse, sie sch√ľchtern ein, sie verweigern Ausk√ľnfte, sie unterdr√ľcken Informationen, sie werden handgreiflich. Die in der nachfolgend aufgef√ľhrten Personen in unserer Liste zeigen im ersten Jahr des Bestehens des heddesheimblogs allesamt aus unterschiedlichen Gr√ľnden durch unterschiedliche Handlungen ein pressefeindliches Verhalten.

Wir halten die Liste alphabetisch nach Nachname geordnet. Bei Bedarf wird die Liste fortgef√ľhrt oder korrigiert.

Sofern wir berichtet haben, sind die Namen auf einzelnen Berichte verlinkt – √ľber die Suche nach den Personennamen k√∂nnen weitere Berichte gefunden werden.

Brechtel, Willi, Ehemann der 1. Stellvertretenden B√ľrgermeisterin Ursula Brechtel: T√§tlicher √ÉŇďbergriff auf den verantwortlichen Redakteur Hardy Prothmann. Versuchte den Journalisten am Fotografieren zu hindern.

Doll, Ewald, TG-Vereinsvorsitzender: Herr Doll ist den verantwortlichen Redakteur Hardy Prothmann k√∂rperlich angegangen und hat unserem Mitarbeiter Horst P√∂litz bei der vergangenen Jahreshauptversammlung die T√ľr gewiesen. Der MM durfte an der Veranstaltung teilnehmen.

Doll, Dr. Joseph, CDU-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat: Der Bruder von Ewald Doll verweigert als Fraktionsvorsitzender jede Anfrage durch unsere Redaktion. Im Mitteilungsblatt der Gemeinde schreibt Herr Doll merkw√ľrdige Dinge zusammen und wirft uns eine fehlerhafte Berichterstattung vor – allerdings ohne Belege.

Gaber, Joachim, Apotheker: W√§hlt die Presse aus, die er bevorzugt. Unsere Anfrage auf Berichterstattung zu einer Spendenaktion wies er ohne Grund zur√ľck – vielleicht auch, weil wir thematisiert haben, wie vordergr√ľndig Gemeinn√ľtzigkeit dargestellt, tats√§chlich aber eigenn√ľtzige PR gemacht wurde.

Görlitz, Anja, MM-Redakteurin: Obwohl der Journalistin die massiven Beschränkungen bekannt sind, hat sie diese niemals in einem Artikel beschrieben. Stattdessen bietet die Journalistin eine Berichterstattung ohne eine erkennbare kritische Haltung.

Junghans, Gudrun, Schulrektorin: Trotz der Bitte um Einladungen zu Schulveranstaltungen, wichtigen oder interessanten Terminen, unterbleibt das bis heute. Auch das Angebot, in der Schule Unterrichtseinheiten abzuhalten, um den Grundsch√ľlern Medienkompetenz aus Sicht eines Journalisten beizubringen, wurde nicht angenommen.

Hasselbring, Frank, FDP-Fraktionsvorsitzender: Verweigert jedes Gespr√§ch und zeigt sich damit alles andere als „liberal“.

Hege, Rainer, CDU-Ortsvereinsvorsitzender: Verweigert jedes Gespr√§ch und ist damit auf „Parteilinie“.

Kemmet, Nicole, Vorsitzende des BdS Heddesheim: Frau Kemmt hat als anonyme Kommentatorin versucht, negativen Einfluss auf unsere Berichterstattung auszu√ľben. Von Seiten des BdS gibt es genau keine Informationen oder Einladungen an die Redaktion.

Kessler, Michael, B√ľrgermeister: Verweigert sich jedem Gespr√§ch. Der gesetzlich bestimmte Auskunftsanspruch wird auf ein Mindestma√ü beschr√§nkt. Anfragen k√∂nnen durch das heddesheimblog ausschlie√ülich an die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de gerichtet werden. Mitarbeitern der Gemeinde wurde verboten, mit uns zu reden.

Lang, Reiner, SPD-Gemeinderat: Bedrohte den verantwortlichen Redakteur Hardy Prothmann.

Merx, J√ľrgen, SPD-Fraktionsvorsitzender: Verweigert der Redaktion jegliche Auskunft und wirft uns „verbale Gewalt“ vor.

Nussbaum-Medien, Anzeigenverlag: Der Verlag bringt das Mitteilungsblatt heraus. Dort wurden nachweislich Anzeigen von Gegnern des Pfenning-Projekts unterdr√ľckt, w√§hrend Pfenning werben darf. Auch der Versuch einer Gegendarstellung wurde √ľber das Stuttgarter Anwaltsb√ľro des Verlags im Auftrag von B√ľrgermeister Kessler verhindert.

Rafflewski, Dierk, evangelischer Pfarrer: Trotz mehrfacher Bitte des heddesheimblogs, zu Veranstaltungen der Kirchengemeinde oder wichtigen Terminen einzuladen, unterbleibt das bis heute. Der Bitte um ein Interview wurde nicht entsprochen, tats√§chlich erschien Wochen sp√§ter ein Text der Kirchengemeinden im MM, der auf unsere Anfrage zur√ľckging, wie Herr Rafflewski eingestanden hat.

Schwarz, Peter, AWO-Ortsvereinsvorsitzender: Hat uns beim Versuch der Teilnahme an der Jahreshauptversammlung die T√ľr gewiesen. Der MM durfte teilnehmen.

Thurecht, Dietmar, Freier Mitarbeiter des MM: Anstatt sich solidarisch zu verhalten und die Beschränkung von Kollegen nicht hinzunehmen, betätigt er sich weiterhin als Schönschreiber und unterschlägt das von ihm selbst miterlebte pressefeindliche Verhalten.

Unbekannt: Im September 2009 legte ein bislang unbekannter T√§ter ein Nagelbrett vor einen Reifen des Fahrzeugs von Hardy Prothmann. Die Staatsanwaltschaft ermittelte erfolglos wegen einer „gemeingef√§hrlichen Straftat“.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

In eigener Sache: Über Missstände und Missverständnisse

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Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. Die Redaktion des heddesheimblogs nimmt einen Kommentar zum Anlass – zu „Missst√§nden“ und „Missverst√§ndnissen“ Stellung zu nehmen.

Von Hardy Prothmann

Der Kommentator Robin Maier schreibt: „Ich bin Teil der Organisation und versuche mal einen „Mi√üstand“ klarzustellen. Hier geht es nicht um das Public Viewing an sich, sondern heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen/Gemeinde/TG.“

Der von Ihnen beklagte Missstand beruht auf einem Missverständnis.

Es gibt in der Redaktion keine Haltung: heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen (MM)/Gemeinde/TG.

Zutreffend ist: das heddesheimblog konkurriert mit anderen Medien um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser, darunter dem MM. Das nennt man Wettbewerb.

Diese Form von geschäftlichem Wettbewerb ist zugleich eine Dienstleistung und eine Produktion. Aber sie ist mehr als das Рsie beruht auf Artikel 5 Grundgesetz, also auf der Meinungsfreiheit.

Grunds√§tzlich gilt: Um sich eine Meinung bilden zu k√∂nnen, braucht man Informationen. Die werden in pers√∂nlichen Gespr√§chen, am Stammtisch, im Verein, in anderen Runden oder auch √ľber Medien transportiert.

Wie bei allen Waren ist die Qualit√§t der Informationen durchaus unterschiedlich. Doch selbst die beste Information kann letztlich Meinungslosigkeit hinterlassen – denn die Empf√§nger von Informationen m√ľssen auch bereit sein, sich eine Meinung bilden zu wollen. Die Art dieser Bereitschaft beeinflusst wiederum die Informationsverarbeitung und damit letztlich das Meinungsbild.

Sprich: Zeige ich mich offen f√ľr Informationen oder filtere ich nur das, was ich wahrnehmen will?

heddesheimblog vs. MM

Der MM ist nicht nur eine lokale Monopolzeitung – durch diesen Status beherrschte die Zeitung in der Zeit vor unserer Berichterstattung auch das Monopol √ľber die Meinungen der Menschen im Verbreitungsgebiet.

Durch unser Angebot erweitern wir die M√∂glichkeit, sich eine Meinung zu bilden. Wenn wir erkennen, dass der MM Meinungen manipuliert – dann weisen wir die √Ėffentlichkeit auf diesen Missstand hin. Und hier, lieber Herr Maier, sind viele und gravierende Missst√§nde zu erkennen.

Die Medien werden auch als „vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet. Medien alleine k√∂nnen das aber nicht leisten – es braucht dazu die B√ľrgerinnen und B√ľrger, die sich √ľber m√∂glichst mehr als ein Medium informieren k√∂nnen und sich eine Meinung bilden.

Wollen Medien ihre so genannte „W√§chterfunktion“ wahrnehmen, m√ľssen sie mit kritischem Blick die Geschehnisse verfolgen. Medien, die nur Bratwurstjournalismus anbieten, erzeugen Bratwurstmeinungen.

heddesheimblog vs. Gemeinde

Die Gemeindeverwaltung Heddesheim ist eine Beh√∂rde. Diese ist dazu da, die √∂ffentlichen Angelegenheiten einer Kommune und damit der dort lebenden B√ľrgerinnen und B√ľrger zu regeln. Dabei ist sie verpflichtet, die Medien gleichberechtigt zu informieren und Ausk√ľnfte zu erteilen.

B√ľrgermeister Michael Kessler ist Leiter der Verwaltung. Er behandelt Medien selektiv und bevorzugt und benachteiligt uns und verweigert Ausk√ľnfte.

Damit verst√∂√üt er nicht nur gegen das Landespressegesetz – er zeigt sich auch presse- und damit demokratiefeindlich. Das hat zur Konsequenz, dass er Teilen der √Ėffentlichkeit, die sich bei uns informieren, unter Umst√§nden entscheidende Informationen verweigert. Damit √ľbt er sein Amt aus unserer Sicht unzureichend aus.

Die Person Michael Kessler ist f√ľr die Redaktion nur eine Person wie jede andere auch. Der B√ľrgermeister ist ein Amtstr√§ger. An der Art, wie Herr Kessler dieses Amt ausf√ľllt, messen wir ihn als Beh√∂rdenleiter.

Wenn Sie unsere Berichterstattung aufmerksam verfolgen – vermuten mir nicht hinter allem „eine Leiche im Keller“ oder gar „b√∂se Absichten“. √ÉŇďber die meisten Angelegenheiten berichten wir ohne „spezielle“ Vermutungen. Ganz im Gegenteil stellen wir auch positive Entwicklungen als solche dar.

Unsere Berichte informieren unsere Leserinnen und Leser zutreffend √ľber das, was in der Gemeinde passiert. Vieles davon ist normaler Alltag – den dokumentieren wir und versuchen durch die Art der Berichterstattung die Menschen f√ľr diese Themen zu interessieren.

heddesheimblog vs. TG

Hier, lieber Herr Maier, haben Sie einen sehr selektiven Blick auf unsere Berichterstattung gelegt. Andererseits beschreiben Sie auch hier ein Problem, dass nichts mit der redaktionellen Haltung zu tun hat.

Die Berichterstattung √ľber Vereine als wichtige gesellschaftliche Organisationen liegt uns am Herzen. Die meisten Vereine, √ľber die wir bislang berichtet haben, sch√§tzen unsere Berichterstattung, mehr noch aber unser Interesse, das wir f√ľr die Belange der Vereine zeigen.

Unsere „kritische“ Haltung beeinflusst das nicht. Wir berichten „positiv kritisch“, wenn unsere Informationen dies belegen. Wir berichten „negativ kritisch“, wenn wir der Auffassung sind, dass dies angezeigt ist.

Die TG ist als Verein im Gegensatz zur Gemeinde nicht zur Auskunft verpflichtet. Typischerweise ist ein Verein aber an m√∂glichst vielf√§ltigen Medienberichten interessiert, weil das die Bedeutung der Vereinsarbeit unterstreicht und f√ľr neue Mitglieder sorgt.

Der Vorstand der TG, insbesondere Herr Ewald Doll, hat sich nicht nachvollziehbar dazu entschlossen, allen Leserinnen und Lesern des heddesheimblogs, Informationen √ľber die Vereinsarbeit zu verweigern. Herr Doll erweist sich unserer Auffassung nach damit ebenfalls presse- und demokratiefeindlich und √ľbt sein Amt als Vereinsvorsitzender unzureichend aus. Wir behaupten sogar, dass er vors√§tzlich und bewusst dem Verein durch dieses Verhalten schadet.

Viele unserer Leserinnen und Leser sind Mitglied der TG Heddesheim – die Vermutung, dass heddesheimblog w√ľrde „gegen die TG“ berichten, ist allein schon deshalb absurd.

Wir m√∂chten Ihnen zum besseren Verst√§ndnis ein anderes Beispiel nennen: Unser Kommentar „Der Prunk, die Sitzung und was die Grumbe besser machen k√∂nnen“ stellte die Prunksitzung des Karnevalvereins positiv dar. Kritisiert haben wir aber die Vereinsvorsitzenden. Diese haben sich f√ľr die Kritik bedankt und als das verstanden, was sie war: Eine Meinungs√§u√üerung und ein Hinweis auf einen „Missstand“, den man verbessern kann.

Heddesheimer Verh√§ltnisse vs. vorbildliche „Verh√§ltnisse“

Wir verweisen ebenfalls zum besseren Verständnis gerne auf unsere weiteren Angebote hirschbergblog.de und ladenburgblog.de.

Dort berichten wir mit derselben Mannschaft aus der gleichen Haltung heraus: unabh√§ngig, √ľberparteilich, kritisch und interessiert.

Die B√ľrgermeister in Hirschberg (Manuel Just) und Ladenburg (Rainer Ziegler) und ihre Verwaltungen verhalten sich vorbildlich gegen√ľber der Presse insgesamt und auch unserer Redaktion: Das hei√üt, sie informieren die Medien gleichberechtigt.

Bei unseren Recherchen k√∂nnen wir selbstverst√§ndlich alle Mitarbeiter dieser Kommunen ansprechen und erhalten fachlich fundierte Ausk√ľnfte. Zeitnah und sehr zuvorkommend durch die Mitarbeiter, die unsere redaktionelle Arbeit damit hervorragend unterst√ľtzen.

Dasselbe gilt f√ľr die Vereine und andere Organisationen, die auf die Redaktion zukommen, Informationen ungefragt √ľbermitteln und uns einladen, an allen Verstaltungen teilzunehmen.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Was ist der Unterschied?

Wie in allen Kommunen, gibt es in Heddesheim und auch in Hirschberg und Ladenburg „interessierte Kreise“. Das reicht vom Seniorennachmittag √ľber die Vereine und andere Organisationen bis hin zu den Verwaltungen.

„Interessierte Kreise“ sind auch vollkommen in Ordnung – es sei denn, sie entwickeln sich zu Cliquen, Kl√ľngeln oder Kartellen und machen sich den Ort zur Beute.

Wir haben den Eindruck, dass dies in Heddesheim der Fall ist. Hier haben sich f√ľhrende Vertreter aus Parteien, Vereinen, Firmen und der Verwaltung zusammengerottet, um ihre „speziellen Interessen“ zu verfolgen und einen „Feind“ zu bek√§mpfen – das heddesheimblog.

Nicht die Vereine, Parteien oder die Verwaltung an sich sind daf√ľr verantwortlich und stehen dabei im Fokus unserer Kritik: Hinter diesen „b√∂sen“ Verh√§ltnissen in Heddesheim stecken einzelne F√ľhrungspersonen: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Transparentes Angebot

Sie schreiben: „Einerseits finde ich es gut, dass ein Medium wie das heddesheimblog Strukturen durchleuchtet und auch mal unangenehme „Fragen“ stellt.√ā¬†Andererseits sollte es in Heddesheim noch m√∂glich bleiben Veranstaltungen durchzuf√ľhren, die ehrenamtlich geplant werden und den Vereinskassen zugute kommen sollen, ohne das hinter jedem „Zaun“ eine b√∂se Absicht lauert.“

Die Redaktion folgt keinem „Feindbild“ und wittert auch nicht √ľberall „b√∂se Absichten“, sondern folgt ausschlie√ülich journalistischen Interessen. Unsere Arbeit findet bundesweit Beachtung, wird von Journalisten und Wissenschaftlern gesch√§tzt und gelobt.

Wir beobachten kritisch das Ortsgeschehen. Die Redaktion erf√§hrt dabei ganz √ľberwiegend Unterst√ľtzung. Aber auch Behinderungen: Wir gehen zu Veranstaltungen – und werden rausgeworfen. Wir fragen nach Informationen – und werden dabei behindert. Es werden b√∂se Ger√ľchte gestreut. Es gibt k√∂rperliche √ÉŇďbergriffe und im September sogar einen „gemeingef√§hrlichen“ Anschlag.

Das sind Missstände, die wir transparent machen.

Leider fehlt es einigen hier im Ort an der n√∂tigen Souver√§nit√§t und einer demokratischen Haltung, mit Kritik umzugehen. Einige wenige sind fest entschlossen, jede Kritik als „Angriff“ zu bewerten – dabei bleibt es nicht bei einer Meinungsbildung, sondern es kommt zu inakzeptablen Grenz√ľberschreitungen.

Sie, lieber Herr Maier, w√§hlen den guten und richtigen Weg der Kommunikation und freien Meinungs√§u√üerung. Ihr Kommentar ist nachvollziehbar, differenziert und vern√ľnftig.

Unterst√ľtzung durch das heddesheimblog

Vielleicht ändern Sie aber Ihre Meinung, wenn Sie unseren Kommentar nochmals lesen:

Der Einstieg beginnt mit einer „positiven Kritik“. Der Text schildert ein „Public Viewing“ mit mehreren hunderttausend Menschen als positives Beispiel. Dann w√§gt der Text ab, aus welchen Gr√ľnden das Heddesheimer „Public Viewing“ wie veranstaltet wird.

Diese Abwägung passiert öffentlich, transparent und wird mit Argumenten belegt.

Dann folgt Kritik – nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sondern auf Basis von Recherchen. Hinter den Kulissen herrscht nicht eitel Sonnenschein. Die Durchf√ľhrung der Veranstaltung schlie√üt eventuell sozial schw√§chere Mitglieder unserer Gemeinschaft aus. Eventuell wird ein „Vorgl√ľhen“ provoziert.

Dar√ľber hinaus gibt es eine „Man√∂verkritik“ und konstruktive Vorschl√§ge zur Verbesserung. Keine Befehle, keine Anordnungen – nur Vorschl√§ge.

Und letztlich beschreibt der Kommentar ein „Ph√§nomen“, das in vielen Vereinen, die k√§mpfen m√ľssen, anzutreffen ist: Angst und Misstrauen. In Ladenburg hat das beispielsweise dazu gef√ľhrt, dass die Stadt das beliebte „Ballonfestival“ verloren hat.

Von „b√∂sen Absichten“, lieber Herr Maier, ist mit keinem Wort die Rede.

Die Redaktion begr√ľ√üt ausdr√ľcklich das Vorhaben, g√∂nnt den Vereinen ausdr√ľcklich Einnahmen und w√ľnscht den Veranstaltern und allen G√§sten (die es sich leisten k√∂nnen) ein erfolgreiches, gemeinsames „Public Viewing“ und unserer Mannschaft den bestm√∂glichen Erfolg bei der WM.

Und wir haben einen Wunsch: Wir w√ľrden gerne umfangreich und ohne Behinderungen berichten k√∂nnen.

Jetzt sind Sie, lieber Herr Maier, als Mitorganisator (Fortuna) gefragt:

  • Vermuten Sie „b√∂se Absichten“ oder setzten Sie sich daf√ľr ein, dass unsere Redaktion wie andere Medien gleich behandelt wird?
  • Und sind Sie und die anderen Veranstalter bereit, sich einer vorurteilsfreien, fairen aber kritischen Berichterstattung zu stellen?

Dar√ľber w√ľrden wir uns sehr freuen.

Und sicher auch alle unsere Leserinnen und Leser.

In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Auch die TG will keine unabhängige Berichterstattung

Guten Tag!

Heddesheim, 23. April 2010. (red/p√∂l) Am heutigen Freitagabend hat die TG 1891 Heddesheim ihre Generalversammlung. Wir h√§tten gerne √ľber die Ergebnisse berichet – wurden aber vor die T√ľr gebeten.

Von Hardy Prothmann

Nach dem Rausschmiss bei der AWO am vergangenen Samstag hat nun auch die TG Heddesheim dem heddesheimblog die T√ľr gewiesen.

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Ewald Doll bedrängt Hardy Prothmann von hinten: "Hau ab." Bild: Archiv

Unser freier Mitarbeiter Horst P√∂litz war kurz vor Beginn der Veranstaltung in der TG Gastst√§tte erschienen. Der 1. Vorsitzende Ewald Doll bat ihn zur Seite und begleitete Herrn P√∂litz zum zweiten Vorsitzenden Thomas Ross, denn er wolle „nicht allein entscheiden“.

Die Entscheidungsfrage war: Darf das heddesheimblog √ľber die Veranstaltung berichten oder nicht? Herr Doll sagte nein, Herr Ross sagte nichts, nickte aber.

Unser Mitarbeiter Horst P√∂litz hat daraufhin den Ort verlassen. Zum zweiten Mal: Bereits im Januar hatte ihn Herr Doll beim Sportlerball vor die T√ľr geschickt.

Herr Ewald Doll ist der Bruder des Gemeinderats und CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Josef Doll.

Am Samstag, 10. April 2010, hatte die AWO Heddesheim uns die Anwesenheit bei deren Mitgliedsversammlung verweigert und uns die T√ľr gewiesen.

B√ľrgermeister Michael Kessler verk√ľndete gestern im Gemeinderat, dass er vor einigen Tagen Mitglied der AWO geworden sei.

Ob der B√ľrgermeister das nun zur Tradition macht, jeden Vereinsein- und austritt √∂ffentlich zu verk√ľnden, hat er nicht bekannt gemacht.

√ÉŇďber die AWO als eigenes Thema haben wir noch nicht auf dem heddesheimblog berichtet. √ÉŇďber die TG Heddesheim bereits mehrfach.

Hier finden Sie einen √ÉŇďberblick der Texte, die Herr P√∂litz bislang f√ľr uns verfasst hat.

Die pressefeindliche Haltung des TG-Vorstitzenden Doll ist unverständlich und geeignet, dem Verein zu schaden.

In der Satzung des Vereins hei√üt es unter √ā¬ß6: „Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, das Vereinsverm√∂gen zu sichern , Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Am heutigen Abend wird der Vorstand neu gewählt Рrund ein Dutzend Mitglieder sind anwesend.

Der gläserne Gemeinderat: Offener Brief an Herrn Dr. Doll (CDU)

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Februar 2010. Im aktuellen Mitteilungsblatt schreibt wie so h√§ufig Herr Dr. Josef Doll. Der Rentner und CDU-Fraktionsvorsitzende beschwert sich in seinem Artikel √ľber „stark tendenzi√∂se“ Informationen und unterstellt den Gemeinder√§ten der Gr√ľnen sowie dem freien Gemeinderat Hardy Prothmann, sich nicht ausreichend √ľber den Ablauf einer Gemeinderatssitzung informiert zu haben. Leider sind die Thesen wirr und unzusammenh√§ngend.

Von Hardy Prothmann

Sehr geehrter Herr Gemeinderatskollege, sehr geehrter Herr Dr. Doll,

eine Kernthese Ihres aktuellen Artikels ist, mit Verlaub, nur schwer erkennbar. Mir scheint, dass Sie Konzentrationsschwierigkeiten beim Verfassen hatten.

Ich vermute, dass Sie mehrere Thesen aufstellen wollen:

  1. Die Gemeinder√§te der Gr√ľnen-Fraktion sowie ich als fraktionsloser Gemeinderat weigern uns, die Gemeindeordnung anzuerkennen.
  2. Die Gemeinder√§te der Gr√ľnen-Fraktion sowie ich als fraktionsloser Gemeinderat weigern uns, uns ausreichend zu informieren. Dadurch wird das „Zusammenwirken von Gemeinderat und B√ľrgermeister“ schlechter.
  3. Sie als CDU-Fraktionschef haben die schwere Aufgabe √ľbernommen, diese in Ihren Augen undisziplinierten Gemeinder√§te √ľber ihre Pflichten aufzukl√§ren.
  4. Sie stellen dar√ľber hinaus fest, dass die Berichterstattung eines gewissen „Mr. H. P.“ „unfair, unrichtig, nicht ausgewogen und stark tendenzi√∂s“ ist.
doll

Dokumentation: Dr. Josef Dolls Text im Mitteilungsblatt, Nr. 5/2010. Klicken Sie f√ľr eine gr√∂√üere Darstellung. Quelle: Mitteilungsblatt

Vorab m√∂chte ich Sie in Kenntnis setzen, dass ich nat√ľrlich nur f√ľr mich sprechen kann – auch wenn ich mir hier und da einen Hinweis auf die Kollegen der Gr√ľnen-Fraktion erlaube.

Zu 1
Sie schreiben: „Die CDU-Fraktion stellt fest, die Gemeinder√§te der Gr√ľnen sowie Herr Prothmann weigern sich, sich ausreichend in der ihnen √ľbersandten Zeitschrift zu informieren, um die erforderlichen Voraussetzungen, das Wissen und erforderliches Verhalten f√ľr eine geordnete Sitzung zu haben.“

Ich habe drei halbt√§gige Fachseminare f√ľr Gemeinder√§te in den vergangenen Monaten besucht – diese waren sehr lehr- und hilfreich. √ÉŇďbrigens: Wann waren Sie denn in den vergangenen Jahren bei solch einem Seminar, um sich auf den neuesten Stand zu bringen?

Auch ist mir nicht klar, was Sie mit „erforderlichen Voraussetzungen“ meinen. Sollten Sie damit meinen, dass ein Gemeinderat eher schweigen und keine Fragen haben sollte, so wie das f√ľr die Mehrheit Ihrer Fraktion zutrifft, darf ich Ihnen widersprechen. Ich bin da anderer Meinung und darf Sie auf GemO, √ā¬ß 32, hinweisen: „(3) Die Gemeinder√§te entscheiden im Rahmen der Gesetze nach ihrer freien, nur durch das √∂ffentliche Wohl bestimmten √ÉŇďberzeugung. An Verpflichtungen und Auftr√§ge, durch die diese Freiheit beschr√§nkt wird, sind sie nicht gebunden.“

Worauf Sie mit der Formulierung „erforderlichen Voraussetzungen, das Wissen und erforderliches Verhalten f√ľr eine geordnete Sitzung“ abzielen, ist mir wie Ihnen selbst wahrscheinlich nicht ganz klar. Ich vermute mal, dass Sie folgendes meinen k√∂nnten: „Wer sich √§u√üern m√∂chte, muss sich zu Wort melden und darf das Wort erst ergreifen, wenn er es vom Vorsitzenden erteilt bekommen hat.“ (Zitiert nach „Die Gemeinde“, Gemeinderatsausgabe, 132. Jahrgang, BWGZ 12/2009 vom 30. Juni 2009, S. 468)

Ich darf Sie deshalb an den √ā¬ß 36 der Gemo erinnern, denn Ihr Drang, in den Gemeinderatssitzungen st√§ndig das Wort zu ergreifen, ohne es erteilt bekommen zu haben, k√∂nnte hierzu f√ľhren: „(3) Bei grober Ungeb√ľhr oder wiederholten Verst√∂√üen gegen die Ordnung kann ein Gemeinderat vom Vorsitzenden aus dem Beratungsraum verwiesen werden; mit dieser Anordnung ist der Verlust des Anspruchs auf die auf den Sitzungstag entfallende Entsch√§digung verbunden. Bei wiederholten Ordnungswidrigkeiten nach Satz 1 kann der Gemeinderat ein Mitglied f√ľr mehrere, h√∂chstens jedoch f√ľr sechs Sitzungen ausschlie√üen.“

Daran ist Ihnen sicherlich nicht gelegen. Nachdem Sie nun Kenntnis davon haben, können Sie nicht behaupten, Sie hätten das nicht gewusst.

Zu 2, 3
Sie schreiben: „In der letzten GR-Sitzung hatte ich f√ľr die CDU-Fraktion mehrfach die Notwendigkeit, √ľber den Ablauf der GR-Sitzung aus der Ausgabe der Zeitschrift „Die Gemeinde“ vom 30. Juni 2009 zu zitieren, die dem Anschein nach den Mitgliedern der Gr√ľnen und Herr H. Prothmann vollkommen unbekannt ist.“

Herr Dr. Doll! Mit Verlaub: Das ist anma√üend. Sie scheinen vergessen zu haben, wer der Leiter der Sitzungen ist. Das ist und bleibt der B√ľrgermeister und nicht Sie, auch wenn Ihnen egal zu sein scheint, wer unter Ihnen B√ľrgermeister ist.

Mal abgesehen davon best√§tigen Sie das, was Sie mir als „unfaire und unrichtige Berichterstattung“ vorwerfen (siehe Zu 4).

In diesem Zusammenhang möchte ich noch ein persönliches Wort an Sie richten. Die Auffälligkeit Ihres Handelns könnte auf eine narzistische Störung hinweisen.

Ich zitiere aus der Online-Enzyklop√§die Wikipedia: „Verhaltensweisen, die von der Psychologie als narzisstische√ā¬†Charakterst√∂rungen eingeordnet werden, k√∂nnen auch vor√ľbergehend auftreten und dann wieder abflauen. Diese psychologische Deutung versteht den Narzissmus als ein Leiden, weil Betroffene Schwierigkeiten haben,√ā¬†Objektbeziehungen zu f√ľhren.√ā¬†Sie versuchen ihr Gegen√ľber zu kontrollieren und suchen nach st√§ndiger Best√§tigung ihrer Grandiosit√§t, da sie sich ohne diese leer f√ľhlen.“ (Unterstreichung durch mich.)

Zu 4
Sie schreiben: „Wie unfair und unrichtig die Berichterstattung von Mr. H. P. ist, zeigt derselbe wenn er meine Zitate aus oben genannter Zeitung zur aktuellen Diskussion im Gemeinderat mit „… ziemlich h√§ufig meldet sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll zu Wort und zitiert aus irgendwelchen Quellen aktuell dem Fachblatt „Die Gemeinde„, umschreibt.“

Was meine journalistische Arbeit und die meiner Mitarbeiter nun mit dem „Verhalten“ im Gemeinderat zu tun hat, erschlie√üt sich mir gar nicht.

Ebenso, was an dem Satz, den Sie zitieren, „unfair und unrichtig“ sein soll? Sie selbst best√§tigen doch in Ihrem Artikel, dass Sie mehrfach aus der Zeitschrift „Die Gemeinde“ in der betreffenden Sitzung zitiert haben?! Bedeutet Ihre paradoxe Aussage, dass nur Sie sich selbst richtig zitieren, wenn das aber eine andere Person tut, es dann automatisch „unfair und unrichtig“ wird?

Herr Dr. Doll, das scheint mir doch ein wenig wirr, zumindest durcheinander.

Sie schreiben: „Dass Herr Prothmann nicht ausgewogen und stark tendenzi√∂s informiert, ist in der eigenen Beschreibung seiner Weblog-T√§tigkeit im „onlinejournalismus vom 23.7.2009“ selbst beschrieben: „Wir sind meinungsstark und sind bis hart an die „justiziablen“ Grenzen, gegangen.“ Oder vielleicht dar√ľber hinaus?“

Herr Dr. Doll. Was soll ich davon halten? Sie beschweren sich in Ihrem Beitrag, falsch zitiert worden zu sein, widerlegen sich in Ihrem eigenen Text und zitieren dann selbst falsch.

Das vollständige Zitat heißt:
„Ich glaube an die journalistische Qualit√§t. Bei uns laufen keine Meldungen durch. Jedes Thema wird recherchiert und wir suchen abseits der Terminberichterstattung weitere Ans√§tze, weitere Themen, die zum Hauptthema passen. Wir sind sehr meinungsstark, wobei wir Meinungsbeitr√§ge manchmal in den ersten Wochen bis „hart an die Grenze“ getrieben haben – auch eine justiziable. Schlicht und ergreifend um schnell Aufmerksamkeit und Bekanntheit zu erlangen.
Das haben wir wieder zur√ľckgefahren, sind aber nach wie vor spitz in der Formulierung und scheuen uns nicht, jeden „hart“ ran zu nehmen, unabh√§ngig der Person oder der Funktion und der vermeintlichen Macht.“

Und was soll Ihre andeutende Frage: „Oder vielleicht dar√ľber hinaus?“

W√§re dem so gewesen, dann w√§re es „justiziabel“ geworden. Um Ihnen die Folgen deutlich zu machen. Dann h√§tte eine Person oder Institution das heddesheimblog und damit mich als Verantwortlichen verklagen k√∂nnen. Hat aber niemand. Warum? Weil wir die M√∂glichkeiten der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit aussch√∂pfen (Art. 5 GG), dabei aber andere Rechte achten.

Das, Herr Kollege Doll, nennt man Rechtsstaat. In einem solchen ist es erforderlich, Rechte zu achten, es ist aber gleichzeitig möglich, Rechte wahrzunehmen.

Ich fasse zusammen:

Sie werfen den Gr√ľnen-Ratskollegen vor, sich nicht an die Verhandlungsordnung zu halten, weil diese mit einem Verhandlungsprotokoll nicht einverstanden sind. Oder anders: Die Wahrnehmung von Rechten wird von Ihnen als nicht „erforderliches Verhalten“ kritisiert.

Ein absonderliches Rechtsverständnis legen Sie da an den Tag.

Der B√ľrgermeister als Sitzungsleiter hat die Antr√§ge von drei Gemeinder√§ten der Gr√ľnen zur Abstimmung gestellt. √ÉŇďber deren Antr√§ge wurde im Rat abgestimmt. Zwei wurden angenommen, einer abgelehnt.

Sie sind gegen eine Ver√§nderung des Protokoll. Warum? Handelt es sich Ihrer Logik nach vielleicht um ein nicht „geordnetes“ Verhalten, wenn eine Korrektur n√∂tig ist?

Woher Sie die Hybris nehmen, sich selbst als Mittelpunkt der Ordnung zu sehen, wissen nur Sie selbst.

Sie beschweren sich √ľber angeblich falsche Zitate. Gleichzeitig belegen Sie die Korrektheit des Zitats und machen damit Ihre Beschwerde zu einer nachweislich falschen Behauptung.

Dar√ľber hinaus zitieren Sie selbst falsch. Wie ein solches Verhalten zu bewerten ist, entscheiden die Leserinnen und Leser dieses offenen Briefes, Gott sei Dank, Herr Dr. Doll, mit klarem Verstand selbst.

Sie unterstellen Ihren Ratskollegen, dass diese sich „weigern w√ľrden“, sich ausreichend zu informieren. Auch hier widerlegen Sie sich selbst. Gerade weil sich die Kollegen der Gr√ľnen intensiv mit dem Verhandlungsprotokoll auseinandergesetzt haben, wurde von diesen kritisiert, dass deren Aussagen unzureichend im Protokoll erfasst wurden.

Gleichzeitig erlauben Sie sich, eventuell mich oder meinen Mitarbeiter Horst P√∂litz despektierlich „Mr. H. P“ zu nennen. Haben Sie beim Verfassen dieser Unh√∂flichkeit in sich hineingegrinst und sich stark gef√ľhlt, Herr Dr. Doll? Ist das der Stil, den Sie als „korrektes Verhalten“ bezeichnen w√ľrden? Oder geh√∂rt das eher in die Kategorie „Kindergarten“, den Ihre Kollegin Frau Brechtel √ľberall erkennt?

Ist es redlich von Ihnen, falsch zu zitieren, falsche Behauptungen aufzustellen?

Ist es redlich von Ihnen, die Leserinnen und Leser Ihres Texten dar√ľber in Unkenntnis zu lassen, dass ich Sie vor einigen Wochen sowohl telefonisch als auch per email privat kontaktiert habe, mit dem Wunsch und der Bitte, einen Weg zu finden, um doch wieder etwas vern√ľnftiger miteinander umzugehen?

Eigentlich dachte ich, dass wir dahingehend einen „Neustart“ vereinbart hatten. Dazu stehe ich weiterhin, Herr Dr. Doll.

Mittlerweile scheint mir aber, dass Sie ein wahrhaftiges Wahrnehmungsproblem haben. Sie nutzen jede Gelegenheit der pers√∂nlichen Beleidigung, statt sich inhaltlich kritisch zu √§u√üern. Umgekehrt begreifen Sie jede inhaltlich kritische √É‚Äěu√üerung als pers√∂nliche Beleidigung.

Anständiges Verhalten, Herr Dr. Doll, geht anders.

Ihr Verhalten ist unanständig und scheint mir Ihrer argumentativen Hilflosigkeit geschuldet zu sein.

Vielleicht kommen Sie ja nach diesen Hinweisen ein wenig zur Besinnung, rei√üen sich zusammen und verzichten darauf, sich selbst mit wirren Texten und einer argumentationsfreien arroganten Haltung wichtigtuerisch als H√ľter von Recht und Ordnung aufzuspielen.

Sie machen sich sonst zunehmend l√§cherlich, schaden Ihrer Partei, dem Gemeinderat und dem Wohl der √Ėffentlichkeit.

Angebracht f√§nde ich, wenn Sie sich nicht an dem r√ľpelhaften Verhalten Ihres ebenfalls nicht vorbildlichen Bruders Ewald orientierten, sondern mit besserem Beispiel vorangehen w√ľrden.

Mit besten Gr√ľ√üen

hardyprothmann

TG-Vorsitzender Ewald Doll: „Sie werden nichts schreiben.“

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Januar 2010. Geht es nach dem TG-Vorsitzenden Ewald Doll, darf das heddesheimblog nichts √ľber die Veranstaltungen der TG berichten, wie den Sportlerball vom Samstag. Die Begr√ľndung: Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung seien anwesend: „Das reicht.“

Kommentar: Hardy Prothmann

ewalddoll

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll (im blauen Hemd) macht sich beim S√§ngerfest hinterr√ľcks an den Journalisten Hardy Prothmann (wei√üe Hose) heran und "lehnt" sich auf dessen Schultern. Foto: privat

Unser Freier Mitarbeiter Horst P√∂litz besuchte am Samstag, den 16. Januar 2010 den Sportlerball der Turngemeinde Heddesheim 1891 e.V. B√ľrgerhaus. Es bot sich ein trauriges Bild, was die G√§stezahl angeht. Nur etwas mehr als 70 G√§ste besuchten die Veranstaltung des gr√∂√üten Heddesheimer Vereins (rund 1.500 Mitglieder).

Der TG-Vorsitzende Ewald Doll wandte sich in Begleitung seines Stellvertreters Thomas Ross an unseren Mitarbeiter:√ā¬†„Der Mannheimer Morgen und die Rhein-Neckar-Zeitung sind anwesend. Das reicht. Sie machen keine Bilder. Ich m√∂chte auch nicht, dass etwas Negatives geschrieben wird.“√ā¬†Horst P√∂litz sagte: „Darf ich Sie darauf hinweisen, dass mein letzter Bericht √ľber den M√§nnergesangsverein (MGV) √ľber 2.500 Klicks erhalten hat? Der Verein ist jetzt deutschlandweit bekannt. Unsere Berichte sind also f√∂rderlich f√ľr die Vereine.“ Ewald Doll sagte:√ā¬†„Das interessiert mich nicht. Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht!√ā¬†Sie werden nichts schreiben!“

„Wir sind ein Heddesheimer Verein und brauchen Deutschland nicht!“ Ewald Doll

Nat√ľrlich schreibt das heddesheimblog einen solchen Vorfall auf. Unser Mitarbeiter Horst P√∂litz war vor Ort, um Eindr√ľcke zu sammeln und Bilder zu machen. Ein Bericht √ľber einen Ball ist an sich nichts Spektakul√§res. Der MM berichtet dar√ľber typischerweise bratwurstjournalistisch.

Wir berichten ebenfalls. Unser Ansatz ist aber ein anderer: Wir dokumentieren solche Ereignisse, ohne Floskeln wie f√ľr das „leibliche Wohl war gesorgt“ oder „wie jedes Jahr auch dieses Jahr“ oder der langweiligen Wiedergabe von Redeinhalten, die oft dieselben Floskeln bedienen.

Weil ein Ball oder ein anderes Fest meist f√ľr gute Laune sorgt, halten wir diese mit Bildern fest – das erspart uns geschwurbelte Formulierungen. Fotostrecken „bilden“ solche Ereignisse nach unserer Auffassung besser ab, als die Floskel, dass „das Tanzbein geschwungen wurde“.

Das hatten wir auch f√ľr den Sportlerball der TG geplant. Der TG-Vorsitzende Ewald Doll allerdings fand diesen Plan nicht gut und wollte unserem Mitarbeiter einen Bericht und Bilder untersagen. Ist solch ein Verhalten das, was man von einem Vereinsvorsitzenden erwarten muss? Wohl kaum. Er schadet damit der TG. Ohne Not oder auch ohne Sinn und Verstand schafft er Probleme, wo keine sind.

Als Grundlage f√ľr dieses unverst√§ndliche Verhalten muss eine pers√∂nliche Abneigung des Herrn Doll gegen das heddesheimblog angenommen werden. Anders ist dieser Ausfall nicht zu erkl√§ren, denn Herr Doll und Herr P√∂litz waren sich bis zu dieser „Begegnung“ nicht bekannt.

Kleinkarierte Engstirnigkeit schadet der TG.

Vielleicht ist das Verhalten des Herrn Doll aber nur Ausdruck seines pers√∂nlichen Frustes und einer massiven √ÉŇďberforderung. Denn es l√§uft nicht bei den Veranstaltungen der TG. Das Oktoberfest war m√§ssig, die Weihnachtsfeier voll an Programm, aber mit weit weniger G√§sten als erhofft. Und nun der Ball mit rund 70 G√§sten – obwohl der Verein 1.500 Mitglieder hat.

Wie ein Ball in der heutigen Zeit funktionieren kann, hat der MGV vorgemacht. Rund 250 Gäste waren gekommen Рtrotz schlechten Wetters, sonst wären es sicherlich noch mehr gewesen. Der MGV verlangt im Gegensatz zur TG sogar Eintritt. Trotzdem kommen die Gäste. Warum? Weil die Veranstalter bis auf eine Gesangseinlage weitgehend auf andere Programmpunkte verzichtet haben, den Ball mit viel Arbeit und Liebe zum Detail ausrichten und den Ball als Ball und nicht als Vereinsfeier verstehen. Deswegen kommen viele Gäste von außerhalb.

Man muss die Zeit verstehen und seine Konzepte anpassen. Es gilt eben nicht: „Des h√§nn mer schun immer so gemacht…“ Und man muss mit der √Ėffentlichkeit arbeiten und sich einem kritischen Urteil stellen, sonst lernt man nichts und kommt nicht weiter.

Man kann nat√ľrlich auch den Weg des Herrn Ewald Doll gehen und sich als pressefeindlicher Vereinsvorstand pr√§sentieren, der sogar „Handgreiflichkeiten“ nicht scheut (siehe Foto).

Doch damit schadet er seinem Verein enorm und der Arbeit von allen Mitgliedern, die gerne im und f√ľr den Verein t√§tig sind. Sein Verhalten ist kontraproduktiv und beweist vor allem eines,√ā¬†kleinkarierte Engstirnigkeit.

Braucht Heddesheim einen Prothmann?

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Oktober 2009.

Der nachfolgende Beitrag ist eine Reaktion auf:
Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Kommentar: Sabine Prothmann

teasertg

Ist das das Recht auf freie Meinungsäußerung oder nur einfach eklig?

Braucht Heddesheim einen „Prothmann“?

Sicherlich nicht unbedingt. Genauso wenig wie das Oktoberfest.

Meinten Sie das, meine Herren und Damen?

Oder wie muss ich das verstehen?

Schlie√üt sich hier nicht logischerweise die Frage an: Was „brauchen“ wir tats√§chlich?

Dann wird die Liste ziemlich kurz, wenn es ums Leben geht oder lang, wenn es um Luxus geht.

Was wir sicherlich brauchen, ist die M√∂glichkeit zur freien Meinungs√§u√üerung und darin sind sich ja wohl auch die Damen und Herren der TG einig. Ansonsten w√ľrde der Aushang hier nicht√ā¬†h√§ngen – als „demokratische Tafel f√ľr eine freie Meinungs√§u√üerung“.

√É‚Äěu√üern Sie sich! Denn das ist gut so!

Doch besser w√§re es, wenn man w√ľsste, wer hier seine Meinung „frei“ √§u√üert.

Denn immerhin hat „man“ dazu das Recht – daf√ľr darf „man“ aber auch einstehen!

„Man“ muss nichts bef√ľrchten – die Meinungsfreiheit ist grundgesetzlich gesch√ľtzt!

Ist das der TG-Vorstand?

Ist das ein zufälliger Besucher?

Ist das ein Heddesheimer, dem es in letzter Zeit einfach zu ruhig war und der mal wieder f√ľr Schwung in der Bude sorgen wollte?

Wieso sind so viele B√ľrger so emp√∂rt, frage ich mich?

Wollen wir nur den Schmusekurs der Tageszeitung?

Ist Hinterfragen ein „Verbrechen“?

Wer „erlaubt“ sich in Heddesheim was?

Viele „W√ľrdentr√§ger“ erlauben sich zu schweigen, zumindest dem heddesheimblog gegen√ľber.

Hat das was mit „W√ľrde“ zu tun?

Wo bleibt der Mut der „Gegner“ (von was auch immer)?

Alles geschieht anonym.

T-Shirts werden bedruckt, Nagelbretter gelegt, Kellnerblocks beschriftet…

Bravo, meine Damen und Herren! Gesichtslos l√§ssts sichs trefflich leben. So lange nur der Schein f√ľr ein „einig Heddesheim“ gewahrt bleibt.

Fragt sich nur, wof√ľr man/sie „einig“ ist?

Ich habe vor ein paar Tagen bei der Lesung einer sehr klugen Frau gelernt – und man kann auch noch etwas lernen, wenn man die 40 √ľberschritten hat – dass Form und Inhalt passen m√ľssen.

Deshalb rufe ich Sie auf, aus Ihrer Anonymität heraus zu kommen.

Bekennen Sie sich doch mit Ihrem eigenen Namen zu Ihrer eigenen Meinung – denn das tut der Verantwortliche des heddesheimblogs auch – jeden Tag mit jedem Text.

Er greift an und macht sich dadurch unter Umständen angreifbar.

Und Sie?

Vielleicht habe ich etwas missverstanden. Und wenn das so ist, klären Sie mich auf.

Aber ich dachte bisher, dass es gerade den „Alteingessenen“ darum geht, den Graben im Ort nicht tiefer werden zu lassen…?

Ist das so? Oder wird hier ordentlich gebaggert?

Der erste Schritt zur „Einheit“ w√§re Kommunikation und nicht anonyme Fresszettel von einem Kellnerblock angeheftet an eine Pinnwand.

Das hat nichts mit Meinung zu tun, sondern ist nur unaufrichtig.

Lesen Sie auch:
Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Offener Brief an den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Oktober 2009. Von einem Sportverein sollte man Sportsgeist erwarten können РFairness und Anstand eingeschlossen.
Vereine sind ein wichtiges gesellschaftliches Element. Und sie tragen Verantwortung.
Funktionstr√§ger in Vereinen sollten durch ihr Handeln und ihre √É‚Äěu√üerungen Vorbild sein – ganz allgemein, vor allem aber f√ľr die Jugend.
Der Vorstand der TG Heddesheim scheint einen „Aushang“ zu billigen, der tats√§chlich geeignet ist, den gesamten Verein zu besch√§men – zum Schaden aller Mitglieder und Unterst√ľtzer.

An den Gesamtvorstand der TG Heddesheim

1. Vorsitzender Ewald Doll
2. Vorsitzender Thomas Ross
Hauptkassierer Matthias Bauer
1. Beisitzender Vorstand Hanspeter Huber
2. Beisitzender Vorstand Michael Holler
Jugendleiterin Nadja Kappis
Wirtschaftsausschuss Bernhard Erny

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Sonntag wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass im Vorraum der TG-Vereinsgastst√§tte am „schwarzen Brett“ ein „Aushang“ √∂ffentlich einsehbar ist, der sich auf meine Person bezieht.

Zu lesen ist in dicken Lettern: „Ein TG-Mitglied wundert sich und fragt: Darf sich diese Person denn alles erlauben???“. Daneben h√§ngt ein Zettel eines Bestellblocks, auf dem handschriftlich notiert ist: „Braucht Heddesheim einen Prothmann?“ Darunter befinden sich ein Artikel aus dem heddesheimblogBraucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ und aus dem Mannheimer Morgen „Nach ein paar Takten springt der Funke √ľber„.

tg

Ganz klar handelt es sich um Meinungs√§u√üerungen - wenngleich auch wenig qualifizierte. Die Frage ist, ob die TG Heddesheim und deren Vorstand diese anonyme Bierzettel√§u√üerungen als Stellungnahme teilt und st√ľtzt? Immerhin handelt es sich um ein √∂ffentlich einsehbares "schwarzes Brett". Bild: hblog

Beide Bemerkungen beziehen sich unmissverst√§ndlich auf den von mir verfassten Meinungsbeitrag „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?„. Darin setze ich mich kritisch mit der Frage auseinander, ob die TG statt eines „Oktoberfestes“, f√ľr das es hier keine Tradition gibt, nicht besser ein TG-Herbstfest veranstalten sollte.

Aus meiner Sicht ist das eine legitime Frage. Ich erl√§utere Ihnen auch gerne den Hintergrund. Nach meiner Auffassung ist die TG ein Sportverein und kein Oktoberfestverein. Ein „Oktoberfest“ mit Mannheimer Bier, einem „Caterer“ aus der Region und einer Band aus dem Schwarzwald hat meiner Meinung nach nichts mit einem „Oktoberfest“ zu tun, sondern dient in diesem Zusammenhang offensichtlich nur zur Aufbesserung der Vereinskasse.

Dieses Bed√ľrfnis ist nachvollziehbar. Vereinsarbeit kostet Geld und Mitgliedsbeitr√§ge allein reichen oft nicht aus, um eine solide Vereinsarbeit zu gew√§hrleisten. Die Frage ist nur, welche Wege ein Verein geht, um sich Geldmittel zu beschaffen? Es gibt daf√ľr verschiedene Methoden: Spenden, Merchandising oder Sponsoring sind probate Mittel. Auch Feste sind sicherlich eine M√∂glichkeit.

Auf der anderen Seite lebt ein Verein aber ganz außerordentlich davon, dass sich die Menschen mit diesem, ihrem Verein identifizieren.

Sicherlich kann es nicht Ziel der TG sein, der „Oktoberfestverein“ zu werden. Und es kann sicherlich nicht Ziel des Vereins sein, sich mit solch tumben Aush√§ngen hervorzutun – oder doch?

Nach meiner Auffassung muss sich unabh√§ngig der Verfasser dieser beiden „Zettel“ der gesamte TG-Vorstand fragen lassen, ob er diese Form der Au√üendarstellung f√ľr sich akzeptiert oder vielleicht sogar in persona daf√ľr verantwortlich ist? Immerhin h√§ngen diese Zettel mindestens schon drei Tage in der Vereinsgastst√§tte. Unbemerkt geblieben k√∂nnen Sie nicht sein.

Sicherlich gefallen „Bratwurstartikel (das Wetter war gut, die Bratwurst lecker, das Bier k√ľhl – siehe Mannheimer Morgen)„, wie ich die „√ľbliche Vereinsmeiereiberichterstattung“ der Tageszeitungen nenne, auf den ersten Blick gewissen Menschen besser. Doch interessieren solche Artikel bis auf einzelne Personen, die sich damit selbst best√§tigt f√ľhlen, eigentlich niemanden. Solche Texte sind mit ein Grund daf√ľr, dass Zeitungen zunehmend Abonnenten verlieren und Vereine Mitglieder.

Solche Berichte haben nichts mit Journalismus zu tun, sondern sind neben aller bewussten Belanglosigkeit aus meiner Sicht mit Schuld daran, dass sich die Menschen von der verantwortungsvollen Aufgabe der Medien immer weniger versprechen. Die Verfasser solcher „Bratwurstartikel“ sind Teil eines „Bratwurstsystems“, das heftig bem√ľht ist, jegliche kritische Auseinandersetzung zu vermeiden.

Solche Artikel sind keine „gute Berichterstattung“ – ganz im Gegenteil handelt es sich um eine minderwertige Berichterstattung ohne jeglichen journalistischen Anspruch. Sie berichten eigentlich nichts.

oktoberfest

O'zapt is. Ist das das Image der TG? Bild: hblog

Mal abgesehen davon, dass sich ein TG-Vorsitzender samt B√ľrgermeister mit hochgerissenen Bierkr√ľgen im Mannheimer Morgen nicht gerade als Vorbild f√ľr die Jugend darstellen. Was soll das sein? Die Meisterschaft im Bierkrugrei√üen? Ist die Botschaft: „Komm zur TG – O’zapft is?“

Was hat ein „Oktoberfest“ mit der TG zu tun? Definitiv nichts. Wer das √ľberstehen will, zieht sich einen halben Hahn samt toter Pommes rein, sch√ľttet alles mit Bier runter und sagt sp√§ter: „Es war toll.“

Der Text „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?“ hingegen hat eine mehrt√§gige kontroverse Debatte im Ort ausgel√∂st und wurde auf dem heddesheimblog in den ersten Tagen nach dem Erscheinen rund 1.400 Mal abgerufen, insgesamt bislang √ľber 1.800 Mal.

Damit hat der Text sein Ziel, n√§mlich die Menschen, erreicht: Eine offene Frage zu stellen, auf die es mehr als eine g√ľltige Antwort gibt. Und ein Bewusstsein daf√ľr zu schaffen, dass Vereine Geldmittel ben√∂tigen.

Aber auch die kritische Frage zu stellen, ob daf√ľr jedes Mittel Recht ist und die „schnelle Einnahme“ nicht langfristig das Image des Vereins in Mitleidenschaft ziehen k√∂nnte?

Der aktuelle Aushang in der Vereinsgaststätte der TG Heddesheim ist sicherlich hochgradig geeignet, das Image des Vereins massiv zu beschädigen.

Denn die anonym geschriebenen Bemerkungen zeugen von einem kneipenseligen Kleingeist und einer unreflektierten Unbeherrschtheit, von einer undemokratischen Haltung und einer subtilen Aggressivität.

Die anonyme Form beweist gleichzeitig eine hinterh√§ltige Unsportlichkeit, derer sich jeder aufrichtige Verein zutiefst sch√§men muss und f√ľr die jeder Sportler egal welcher Disziplin sofort und zu Recht disqualifiziert w√ľrde.

In dieser wenig sportlichen „Form“ hat sich mir auch der Vorstand Ewald Doll bereits „vorgestellt“. Auf dem S√§ngerfest hat mich der Mann k√∂rperlich angegangen – ohne Sinn und Verstand und ohne jeglichen nachvollziehbaren Grund.

Ich habe versucht, Herrn Doll sofort daf√ľr zur Rede zu stellen. Seine Reaktion war uneinsichtig und es folgte eine massive Beleidigung gegen√ľber meiner „Person“. Mein Versuch, die Sache mit einer Entschuldigung seinerseits aus der Welt zu schaffen, hatte keinen Erfolg.

Auf eine Entschuldigung f√ľr dieses inakzeptable und ungeb√ľhrige Verhalten warte ich bis heute.

Auf diesem S√§ngerfest sind √ľbrigens neben einer Serienbildaufnahme, die das unehrenhafte Verhalten des Herrn Ewald Doll zweifelsfrei dokumentiert, gute Bilder der jungen TG-Turnerinnen entstanden, ebenso der Karate-Abteilung.

Auch √ľber die Schwimmer oder andere sportliche Auftritte hat das heddesheimblog bereits mehrfach berichtet – vollkommen unabh√§ngig und unbeeindruckt durch das ungeb√ľhrliche und absto√üende Verhalten des TG-Vorsitzenden in der √Ėffentlichkeit.

So werde ich das auch weiterhin halten. Herr Doll ist nach wie vor dazu aufgerufen, sich in angemessener Form f√ľr seine Ausf√§lle zu entschuldigen.

√ÉŇďber die Aktivit√§ten der TG wird das heddesheimblog trotz dieser unangenehmen Begegnung weiterhin redaktionell unabh√§ngig, objektiv und unvoreingenommen berichten.

Und wir werden weiterhin kritisch berichten, wenn dies aus Sicht der Redaktion notwendig ist.

Dazu geh√∂rt, dass wir durch unsere bisherige Erfahrung davon √ľberzeugt sind, dass√ā¬†Herr Doll aus Sicht der Redaktion definitiv nicht „die TG“ vertrittt – aber sicher ein pers√∂nliches Problem f√ľr den Verein ist.

Und gerne beantworte ich auch die Fragen des anonymen „TG-Mitglieds“ und des anonymen Zettelschreibers:

  • Ja, ich darf mir erlauben, zu „allem“ meine Meinung zu √§u√üern – so wie jeder Mensch in Deutschland. In Wort, Bild und Schrift und allen anderen m√∂glichen Formen. Das ist grundgesetzlich im Artikel 5 unser freiheitlich-demokratischen Verfassung garantiert. Auch wenn Sie offenkundig nicht verstehen k√∂nnen, dass das die TG mit einschlie√üt.
  • Ob Heddesheim „einen Prothmann braucht“ ist eine interessante Frage.√ā¬†1,8 Millionen Aufrufe der Artikel im heddesheimblog seit Mai 2009 und t√§glich zwischen 1.700 und 2.000 Leserinnen und Lesern sind ein gutes Indiz daf√ľr, dass der „Prothmann“ offensichtlich das Interesse der Heddesheimerinnen und Heddesheimer findet.
    Ob jemand den „Prothmann braucht“, ist nicht abschlie√üend zu beantworten, weil das Wort „brauchen“ zu ungenau definiert, was die Frage eigentlich fragen will. Der oder die Fragestellerin „braucht“ sicherlich keinen Prothmann, sondern nur ein oder mehrere Feierabendbiere, sonst h√§tte er/sie die Frage nicht auf einem Wirtshauszettel notiert, sondern einen ordentlichen Text mit einer ordentlichen These unter eigenem Namen verfasst.

Ich erlaube mir, den Gesamtvorstand der TG Heddesheim aus gegebenem Anlass auf die eigene Satzung hinweisen:

„√ā¬ß 5 Austritt, Ausschluss, Vereinsstrafen, Ende der Mitgliedschaft√ā¬†… Der Ausschluss eines Mitglieds kann durch den Gesamtvorstand aus folgenden Gr√ľnden erfolgen:

b) wegen grob unsportlichen Betragens, unehrenhaften Verhaltens, Unehrlichkeit oder sonstiger, das Ansehen des Vereins sch√§digender Handlungen oder √∂ffentlicher √É‚Äěu√üerungen.
Die Entscheidung ist dem Mitglied schriftlich bekannt zu machen. Der Ausgeschlossene verliert jeden Anspruch an den Verein, bleibt jedoch f√ľr einen dem Verein zugef√ľgten Schaden haftbar. ….
√ā¬ß 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Alle Vereinsmitglieder sind verpflichtet, das Ansehen des Vereins zu wahren, … Satzungen und Ordnungen einzuhalten.“

Sehr geehrte Damen und Herren. Sie haben die Möglichkeit, auf diesen offenen Brief aus Ihrer Sicht angemessen zu reagieren.

Das hei√üt, Sie k√∂nnen nichts tun und Sie k√∂nnen auch die „Aush√§nge“ aush√§ngen lassen. Dadurch w√ľrden Sie √∂ffentlich best√§tigen, dass Sie diese minimalistische und offenkundig dumme Form der „Meinungs√§u√üerung“ eines „TG-Mitglieds“ sowie eines anonymen „Kneipenzettelschreibers“ als TG-Vorstands als angemessen im Umgang mit einer kritischen Presse betrachten.

Sie haben aber sicherlich auch andere M√∂glichkeiten. Welche auch immer Sie w√§hlen, ich bin √ľberzeugt davon, dass die Heddesheimer √Ėffentlichkeit Sie als Vorstandsmitglieder mit gro√üem Interesse sehr genau an der Wahl Ihrer Reaktion messen wird.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen

Hardy Prothmann

hardyprothmann

Vereine sind keine heiligen K√ľhe – sie m√ľssen sich √Ėffentlichkeit gefallen lassen


Guten Tag!

Heddesheim, 07. Oktober 2009. Der Meinungsbeitrag „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest“ hat die Gem√ľter in Heddesheim erregt. Warum? Weil sich der Text kritisch mit einer einzelnen Aktivit√§t eines Heddesheimer Vereins auseinander gesetzt hat. Stein des Ansto√ües: Der Autor √§u√üerte seine Meinung. Die Reaktion: Mehrere Dutzend Kommentatoren schrieben teils w√ľtende, beleidigende, drohende email und Kommentare.

Von Hardy Prothmann

Die erste Frage, die sich die Verfasser der √ľberwiegend nicht ver√∂ffentlichten Reaktionen gefallen lassen m√ľssen ist, ob ihre Reaktionen angebracht sind.

Was war passiert? Ich habe die Frage gestellt, ob „Heddesheim ein Oktoberfest braucht“? Zuf√§llig hatte das die TG veranstaltet – die Frage hatte nichts mit dem Verein an sich zu tun – schon gar nicht damit, ob das der gr√∂√üte Verein im Ort ist.

War das eine dumme Frage? Auf die bekommt man ja bekanntlich auch dumme Antworten. Zumindest lassen sich einige der Reaktionen nicht anders bezeichnen.

Mir wurde unterstellt, ich wolle alles „schlecht schreiben“, alles „vernichten“. H√§tte „pers√∂nliche Vorurteile“ – gegen Vereine insgesamt, aber besonders gegen die TG und gegen TG-Mitglieder.

Die das schreiben – wissen mehr als ich – ohne selbst eine Frage gestellt zu haben. Schon gar nicht an mich.

Vereine sind wichtige St√ľtzen einer Gemeinschaft.

Ich war als Kind√ā¬†selbst Mitglied√ā¬†√ā¬†in mehreren Vereinen und habe davon profitiert: Seitdem kann ich ziemlich gut schwimmen, ich habe Handball gespielt, habe Tennis gelernt und war sehr engagiert im Turnen und habe gerne Schach gespielt.

Heute bin ich Mitglied in zwei Vereinen: Netzwerk Recherche e. V. und dem Frankfurter Presseclub e. V.

Beide Vereine machen eine hervorragende Arbeit und haben trotzdem beide dieselben Probleme: Wie kann man andere f√ľr die Vereinsarbeit interessieren, wer √ľbernimmt die Aufgaben und wie erreicht man die Jugend? Also andere, die irgendwann die Vereinsarbeit machen. Und immer geht es auch um die Finanzierung der Vereinsarbeit.

F√ľr meine beiden Mitgliedschaften zahle ich 240 Euro im Jahr. Das sind 20 Euro im Monat. Die halte ich f√ľr gut investiert, weil ich mich davon √ľberzeugt habe, dass dieses Geld neben der Finanzierung einer hauptamtlichen Mitarbeiterin und einer Sekret√§rin dem journalistischen Nachwuchs zu Gute kommen – und ich selbst profitiere von den Veranstaltungen und den Kontakten.

Diesen Fragen m√ľssen sich alle Vereine stellen: Sind unsere Mitglieder bereit, die notwendigen Beitr√§ge zu bezahlen? Erreichen wir die Jugend? Ist unsere Arbeit nicht nur auf Besitzstandswahrung ausgerichtet, sondern zukunftsf√§hig? Was ist der „Profit“ f√ľr die zahlenden Mitglieder? Sind wir f√ľr eine Mitgliedschaft attraktiv? Sind die Menschen gerne bei uns Mitglied – oder nur weil sie denken, sie m√ľssten das sein? Denn das sind Fragen, die an die Vereine gestellt werden.

Alle Vereine wissen das.

√ÉŇďber die Mitgliedsbeitr√§ge hinaus haben Vereine die M√∂glichkeit zus√§tzliche Einnahmen zu generieren. Das ist vollkommen in Ordnung und legitim.

Ob das Veranstaltungen sind oder neudeutsch „Merchandising“ oder was auch immer: Es geht dabei um Einnahmen, also ums Geld. Die Frage muss nur lauten: Macht es Sinn? Und stehen die Einnahmen im Einklang mit den Zielen des Vereins?

Diese Frage habe ich zum „Oktoberfest“ gestellt.

Wohlgemeinte und wohlverstandene Kritik bringt jeden voran –
auch Vereine und seine Mitglieder.

Der bekennende „Vereinsheimer“ Kurt Klemm, selbst Mitglied in mehreren Vereinen und Gemeinderat der Gr√ľnen-Fraktion hat mich pers√∂nlich hier im heddesheimblog und im pers√∂nlichen Gespr√§ch f√ľr meinen Beitrag kritisiert.

Wir haben √ľber die Inhalte geredet und uns dabei gut verst√§ndigt. Wir sind nicht in allem einer Meinung gewesen – haben aber unsere Standpunkte in einem freundlichen und vern√ľnftigen Gespr√§ch einander dargelegt.

So geht das in Ordnung.

Was nicht in Ordnung geht sind Drohungen, Schmähungen und Unterstellungen.

Denn auch Vereine sind Teil unserer √Ėffentlichkeit. Vereine betonen immer wieder gerne die eigene Bedeutung f√ľr die Gesellschaft – und die ist eine demokratisch-rechtstaatliche. Das nur zur Erinnerung an die, die das manchmal vergessen.

Als B√ľrger von Heddesheim habe ich mehrere Begegnungen mit Heddesheimer Vereinen gehabt: Meine Kinder sind beide Mitglieder der TG, meine Frau und ich haben schon viele Kuchen gebacken, die der TG Einnahmen beschert haben – wie jeder andere, der sich einbringt.

Viele Freunde von mir sind Mitglieder in unseren Vereinen.

Vereinsarbeit ist wichtig – und darf trotzdem kritisiert werden.

Als Journalist habe ich mit sehr vielen Vereinen zu tun gehabt – was ich auch k√ľnftig haben werde.

Vollständig unproblematisch waren dabei beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz oder ganz aktuell der Kontakt zum Verein zur Förderung des Gesellschaftstanzes (VFG). Im Gegenteil waren das sehr angenehme Begegnungen.

Auch mit der IG Heimatgeschichte gab es keine Probleme.

Auch der Kontakt und die Berichterstattung zu den Grumme-Gugger-Noddeschisser hat keinerlei Probleme verursacht – sondern eigentlich viel Spa√ü gemacht. Mal abgesehen von einer gewissen …“Taubheit“ nach dem Ereignis.

Negativ verlief die Begegnung mit dem Tennis Club Heddesheim (TCH). Den Kommentar dazu lesen Sie hier. Das Turnier der Jugend und der Einsatz der kleinen Sportler war hingegen klasse.

Sehr positiv hat mich das tolle Herbstschwimmfest der TG beeindruckt Рich habe trotzdem einen teils kritischen Text verfasst, weil man nicht verstehen kann, dass die herausragende Leistung aller dort kämpfenden Sportler auch aus anderen Vereinen an einer mangelhaften öffentlichen Darstellung scheitern soll.

Ein anderes Beispiel ist das S√§ngerfest: Die beiden Vereine haben sich viel Arbeit mit der Organisation gemacht – eine beachtliche Leistung. Die hat sich gelohnt, weil die Veranstaltung ein Erfolg war. Besonders sympathisch waren die Sieger aus Oberflockenbach. Auch zu dieser Veranstaltung habe ich eine nachvollziehbare Kritik ge√ľbt. Das unsch√∂ne Erlebnis auf diesem Fest hatte weder etwas mit den S√§ngern zu tun, noch mit meiner Arbeit, sondern nur mit dem Verhalten einer einzelnen Person.

Herausragend finde ich die Arbeit der Vogelfreunde. Warum? Ganz einfach. Da gibt es keine Turniere und Medaillen oder andere Ereignisse, die man groß raus stellen könnte Рsondern nur eine engagierte Arbeit an und mit der Natur.

Diese Arbeit ist, weil sie bescheidener ist, nicht besser als andere Vereinsarbeiten. Alle sind wichtig und alle sind zu respektieren.

Vor allem dann, wenn sie selbstverst√§ndlich passieren, weil sich die Mitglieder aus √ÉŇďberzeugung engagieren.

Sobald es aber Kritik gibt, ist es die dringende Aufgabe jedes verantwortlichen Vereinsvorstands, diese Kritik verantwortlich zu pr√ľfen – denn Vereine sind nicht f√ľr ihre Vorsitzenden da, sondern f√ľr ihre Mitglieder und die, die man gerne als Mitglieder h√§tte.

Jede andere Reaktion diskreditiert nicht die Kritik, sondern die eigene Position.

Vereinsmitglieder, die keine Kritik zulassen, wollen es nicht besser machen, sondern so weitermachen, wie sie es immer schon gemacht haben. Vereine sind aber keine heiligen K√ľhe, sondern Teil unserer Gesellschaft. Sie sind Teil der √Ėffentlichkeit und m√ľssen sich √Ėffentlichkeit gefallen lassen, dass hei√üt Lob und Kritik.

Und genau darauf zielte die Frage: „Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?

Braucht Heddesheim ein Oktoberfest?


Guten Tag!

Heddesheim, 05. Oktober 2009. Am Samstag veranstaltete die TG in der Freizeithalle ein „2. Oktoberfest“. Mit bayerischen Spezialit√§ten und z√ľnftiger „Musi“, wie der Mannheimer Morgen die Veranstaltung ank√ľndigte. Braucht Heddesheim das wirklich?

Kommentar: Hardy Prothmann

Heddesheim liegt in Nordbaden und wird immer noch Tabakgemeinde genannt. Ein Fest des Tabaks oder ein Tabakfest gibt es nicht. Daf√ľr aber ein „Oktoberfest“ mit „Fassanstich“, „z√ľnftiger Musi“ aus dem „Schwarzwald“ und „Wei√üwurst mit s√ľ√üem Senf und Brezeln“ – wahrscheinlich aus irgendeinem Supermarkt oder der Metro.

Und einer „Stimmung“, die einfach nur trostlos war.

In M√ľnchen gibt es seit Jahren auch keine echte Stimmung – und wenn, ist die schwer alkoholisiert und muss einfach da sein, sonst w√§re das Fest ja vollkommen bl√∂d. Und vollkommen bl√∂d will keiner sein, auch wenn ers ist. Wenigstens kommen die Massen dorthin und damit ist es ein „Event“.

Jeder, der mal da war, wei√ü, dass es beim Oktoberfest nichts zu feiern gibt, sondern man hingeht, um hinzugehen und froh ist, wenn man in keine Schl√§gerei verwickelt wird, die „Mass“ statt nur Schaum auch Bier enth√§lt und man irgendwann nach Hause geht und eigentlich nicht wei√ü, warum man da war.

Das Heddesheimer Oktoberfest war weder schwer alkoholisiert, noch stimmungsvoll und deswegen noch nicht einmal blöd Рes war nur trist.

Die Grillh√§hnchen waren fett und die Pommes langweilig und kalt. Die „H√ľpfburg“ f√ľr die Kleinen stand verloren auf dem Rasen, ein paar Biertische standen wenig gem√ľtlich vor der Halle, in der Halle selbst guckten die meisten Besucher durch den Raum und fragten sich, was sie hier sollten.

Das ist mein ganz subjektiver Blick. Und ich frage mich: Braucht Heddesheim so ein Fest? Ich persönlich glaube nicht.

Feste sind eine gute Sache Рdamit sich Menschen treffen können und gemeinsam etwas feiern, was sie verbindet.

Beispielsweise ein Erntedankfest – warum nicht? Wir haben immerhin noch 17 Bauern in Heddesheim, ein paar davon im Vollerwerb. Wir kaufen gerne frische Produkte von diesen Bauern und freuen uns √ľber den Frucht- und Jahreswechsel auf den Feldern.

√ÉŇďber den Tabak, den Raps, den Mais, die Getreidesorten und die Zuckerr√ľben. Die unterschiedliche Stimmung im Lauf des Jahres. Das ist Natur.

Aber das Oktoberfest findet in Bayern statt, in M√ľnchen. Wieso sollen wir dieses Fest nun auch bei uns feiern? Damit die TG was in die Kasse kriegt?

Feiern wir demn√§chst auch einen Wurstmarkt in Heddesheim oder veranstalten wir am Ende sogar w√∂chentlich das Hellesemer Woifescht? Und wie w√§re es mit einem Fischmarkt? Oder der Love-Parade? Toll w√§re auch die „F√ɬ™te de la musique“ wie in Frankreich und sicher f√§nden auch viele ein Metall-Festival wie in Wacken geil. Auch nicht schlecht w√§re eine Basler Fasnacht – am besten zum gleichen Zeitpunkt wie in Basel.

Das alles passt aber nicht zur Gemeinde – deswegen war das „Oktoberfest“ auch ein veritabler Flop. Na und? Fehler machen wir alle. Bl√∂d ist nur, wenn man einen Fehler wiederholt. Deswegen werde ich pers√∂nlich im kommenden Jahr auf das Oktoberfest verzichten.

Was meinen Sie?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Atmosphäre der Bedrohung in Heddesheim

Guten Tag!

Heddesheim, 30. September 2009. Am Anfang war es ein „Riss, der durchs Dorf geht„. Dann wurden die Anfeindungen konkreter, verbal und handgreiflich. Dann wurden sie juristisch. Seit heute sind sie gemeingef√§hrlich geworden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Als ich vor vier Jahren nach Heddesheim gezogen bin, geschah dies der Liebe wegen. Denn hier wohnte meine „Liebe“ mit ihren zwei Kindern.

Meine Liebe wohnt immer noch hier und mittlerweile haben wir geheiratet. Ihre Kinder sind meine Kinder und wir beide sind sehr stolz auf sie.

Vor vier Jahren habe ich mich also entschlossen in Heddesheim zu leben und es bis heute nicht bereut, weil ich hier viele gute Freunde gefunden habe und gute Nachbarn und viele freundliche und interessante und nette Menschen kennengelernt habe.

Heute hat ein unbekannter T√§ter einen Anschlag auf eines meiner Fahrzeuge ver√ľbt, einen Skoda Octavia Kombi, der √ľberwiegend von meiner Frau genutzt wird.

Vor einem Reifen wurde ein St√ľck Dachlatte platziert, in dem drei N√§gel stecken. Die N√§gel stecken nun samt dem St√ľck Dachlatte im Reifen meines Fahrzeugs.

Dieser Anschlag war feige, hinterhältig und gemeingefährlich.

Was, wenn meine Frau nicht sofort angehalten hätte, sondern weitergefahren wäre?

Die Folgen h√§tten lebensbedrohlich sein k√∂nnen. Deswegen definiert der Gesetzgeber eine solche Straftat auch als „gemeingef√§hrlich“.

Irgendwo befindet sich nun dieser „Mensch“, der daf√ľr verantwortlich ist.

Freut er sich? Ist er zufrieden mit sich? F√ľhlt er sich im Recht?

Dieser „Mensch“, hat, wie es im Strafgesetzbuch steht, Leib und Leben eines anderen Menschen gef√§hrdet.

In diesem Fall das meiner Frau. Aber auch potenziell das Leben meiner Kinder und das Leben aller anderen Personen, die sich in dem Fahrzeug befunden haben könnten.

Bislang bin nur ich als Person mit „Auseinandersetzungen“ konfrontiert gewesen. Diese waren aber √ľberwiegend tumb und nicht „gemeingef√§hrlich“.

Da diese aber meiner Meinung nach zu diesem „gemeingef√§hrlichen“ Angriff f√ľhrten, liste ich diese nochmals auf.

Die ersten „Attacken“ verliefen nicht unbedingt zielgerichtet auf mich, sondern waren eher Geschw√§tz und richteten sich auf meine damals noch potenziellen Schwiegereltern.

Auf dem Fest der Sängervereinigung wurde es konkreter. Da hat mich Herr Ewald Doll, Vereinsvorsitzender der TG Heddesheim, körperlich angegangen. Herr Doll ist der Bruder des Vorsitzenden der CDU-Gemeinderatsfraktion, Dr. Josef Doll. Dieser Vorgang ist fotografisch dokumentiert und kann zudem von Zeugen bestätigt werden.

Auf diesen Vorfall habe ich kurz darauf Herrn B√ľrgermeister Michael Kessler angesprochen und ihn gebeten in der Sache vermittelnd einzugreifen: „Herr Kessler, ich bitte Sie, in dieser Sache zu vermitteln. Das geht so nicht.“

Seine Antwort vor Zeugen: „Was soll ich da tun? Damit habe ich nichts zu schaffen.“

Dann wurde ich vom SPD-Gemeinderat Rainer Lang persönlich bedroht. Dieser Fall ist hier im heddesheimblog dokumentiert und kann von Zeugen bestätigt werden.

Dann drohte mir der katholische Kirchengemeinderat Peter Kleinert „Konsequenzen“ an. Dieser Name ist bislang nicht dokumentiert worden, was ich aber hiermit nachhole. Denn ich finde, dass, wer „Konsequenzen“ androht, sicherlich auch konsequent mit seinem Namen daf√ľr einstehen wird.
Die Dokumentation finden Sie hier.

Ein paar Tage später packt mich Willi Brechtel vehement am Arm, was ich als eine körperliche Bedrohung wahrgenommen habe. Auch dieser Vorfall kann von sehr vielen Zeugen bestätigt werden.

Willi Brechtel ist der Mann der 1. stellvertretenden B√ľrgermeisterin von Heddesheim, Ursula Brechtel. Die Frau ist seit Urzeiten Gemeinder√§tin der Gemeinde Heddesheim und Tr√§gerin des Bundesverdienstkreuzes.

Gestern droht mir der B√ľrgermeister Michael Kessler √ľber Heidelberger Anw√§lte wegen der Berichterstattung auf dem heddesheimblog ein Verfahren an. Streitwert: 15.000 Euro.

Vor ein paar Wochen geht gegen Mitglieder der IG neinzupfenning eine Morddrohung per Kommentar auf deren Internetseite ein. Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt.

Gegen den verantwortlichen Betreiber der Internetseite „neinzupfenning.de“ versuchen Anw√§lte der Unternehmensgruppe „Pfenning“ per Eilantrag eine „Eidesstattliche Versicherung“ durchzusetzen.

Das Gericht gab dem nicht statt und will die Argumentation pr√ľfen. Verhandlungstermin in der Causa ist der 06. Oktober 2009. Streitwert: 50.000 Euro.

Gewerbetreibende aus Heddesheim, die ich um Anzeigen (die gesch√§ftliche Grundlage) f√ľr das heddesheimblog angefragt habe, sagen mir, dass sie sehr gerne werben w√ľrden, aber gesch√§ftliche Nachteile bef√ľrchten, wenn sie beim heddesheimblog werben. Es geht um Auftr√§ge oder Genehmigungen der Gemeinde – und die Sorge, diese nicht zu erhalten, wenn man mit dem heddesheimblog in Verbindung gebracht werden k√∂nnte.

Mit der „gemeingef√§hrlichen Straftat“ von heute ist eine neue Dimension erreicht: Eine Atmosph√§re der Bedrohung, die nichts anderes als „gemeingef√§hrlich“ ist.

Seit heute muss jeder, der sich kritisch in die Diskussion um die Ansiedlung der Firma „Pfenning“ einbringt, damit rechnen, dass er entweder pers√∂nlich verbal, handgreiflich, juristisch oder auch „gemeingef√§hrlich“ bedroht wird.

Meine Meinung ist: Das kann und darf nicht sein.

Ich lebe gerne da, wo ich zuhause bin. Und das ist in Heddesheim. Und ich bin nicht bereit, mich einer feigen, hinterhältigen und gemeingefährlichen Attacke zu beugen.

Bis heute warte ich auf eine Entschuldigung – √∂ffentlich oder privat – der Herren Doll, Lang, Kleinert und Brechtel – f√ľr ihr unangebrachtes Verhalten.

Warum?

Weil nur so ein „Zeichen“ der Entspannung in Richtung der „Menschen“ eine m√∂gliche Wirkung entfalten kann, die sich zum „Vollstrecker“ berufen f√ľhlen.

Sage ich damit, dass diese Menschen f√ľr den Anschlag von heute „verantwortlich“ sind?

Definitiv nicht. Verantwortlich ist nur derjenige, der den Anschlag ver√ľbt hat.

Aber es gibt auch so etwas wie eine moralische Verantwortung, eine demokratische, eine, die bewusst Stellung bezieht, egal, welche Nachteile das mit sich bringt.

Ich bin gespannt, ob sich der B√ľrgermeister oder die politischen Parteien zu dieser „gemeingef√§hrlichen Straftat“ √§u√üern werden.

Warum ich gespannt bin? Weil weder der B√ľrgermeister, noch die CDU, noch die SPD, noch die FDP mit dem heddesheimblog seit Monaten reden.

Sie schweigen. Oder verweigern jede √É‚Äěu√üerung auf Anfrage.

Und ich bin mir fast sicher, dass die Unternehmensgruppe „Pfenning“ dazu Stellung nehmen wird.

Warum? Ganz einfach. Die Auseinandersetzung in der Selbstdarstellung des Unternehmens und der Berichterstattung auf dem heddesheimblog waren hart, aber insgesamt einigermaßen fair.

Warum? Ganz einfach. Die Unternehmensgruppe „Pfenning“ hat ein Ziel. Sie will Gesch√§ft machen. Das ist nachvollziehbar.

Die sture Verweigerung seitens des B√ľrgermeisters und der Fraktionen der CDU, SPD und FPD hingegen ist nicht nachvollziehbar.

Dabei geht es mir √ľberhaupt nicht um meine Person. Ich bin nur einer von vielen.

Zufällig bin ich Journalist.

Und die fragen manchmal nach. Das tue ich.

In diesem Fall geht es ausschließlich nur um den öffentlichen Frieden, der von wem auch immer, heute per feigem und hinterhältigem Anschlag bedroht wurde.

Und meine Meinung ist: Wenn niemand widerspricht, wird selbst eine „gemeingef√§hrliche Straftat“ irgendwie doch erlaubt.

Ich bin der Meinung: Das darf nicht sein. Nicht in meiner Welt.

Und ich hoffe, dass ich nicht alleine bin.

Ich w√ľnsche Ihnen einen sch√∂nen Tag

Hardy Prothmann

Die Heddesheimer CDU muss dringend zur Vernunft zur√ľckkehren

Der Heddesheimer CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Josef Doll informiert die √Ėffentlichkeit nachweislich und fortw√§hrend falsch, wie hier auf dem heddesheimblog nachzulesen ist.
Gleichzeitig „f√ľhlen“ er und mit ihm seine Partei sich im Recht.
Dieses Recht begr√ľnden er und die Partei vermutlich darauf, dass die CDU √ľber Jahre hinweg die st√§rkste Fraktion war und noch ist.
Werden die Weichen nicht neu gestellt, muss sich die CDU damit abfinden, weiter zu verlieren und wird sp√§testens bei der n√§chsten Wahl feststellen, dass ihre F√ľhrung versagt hat und ihre W√§hler get√§uscht wurden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Vernunft ist eine anstrengende Sache. Unvernunft ist noch anstrengender. Die f√ľhrt zu Problemen, die man nicht h√§tte, w√§re man vern√ľnftig.

Warum ein studierter Mann, der wie Herr Josef Doll sogar noch einen Doktor-Titel erworben hat, alles daran setzt, sich selbst zu demontieren, ist nicht nachvollziehbar.

Es ist ebenso wenig nachvollziehbar, wieso sich dieser Mann, der sich so gerne mit der Brille auf der Mitte seiner Nase präsentiert, als wäre er vielleicht sogar habilitiert, ohne Not in immer neue Schwierigkeiten bringt.

Herr Doll behauptet in der √Ėffentlichkeit Zahlen und Fakten, die er bei aufmerksamem Zuh√∂ren und anschlie√üender √ÉŇďberpr√ľfung um die Ohren gehauen bekommt.

Herr Doll stellt bei der Unternehmenspr√§sentation der Pfenning-Gruppe vor den neu gew√§hlten Gemeinder√§ten fest, „dass am Ende wir, also der Gemeinderat, entscheidet“. Viel mehr hat er nicht zu sagen und nicht zu fragen. Au√üer, dass „wir entscheiden“.

Dabei ist das doch eine Binse. Nat√ľrlich entscheidet der Gemeinderat. Daf√ľr wurde er gew√§hlt und dazu gibt es eine Verfassung, Gesetze, Ordnungen und Satzungen.

Stellt sich die Frage, wer „wir“ ist. Wahrscheinlich meint Herr Doll damit sich selbst und einige andere im Ort, die wissen, was f√ľr den Rest gut ist.

Herr Doll w√§re sehr gut beraten, wenn er sich erstmal Gedanken zu den √ÉŇďberresten der aktuellen Wahl machen w√ľrde. Die CDU hat einen erdrutschartigen Verlust erlitten. Nicht einfach nur 20 Prozent ihrer Sitze.

Jeder der sieben „wiedergew√§hlten“ Gemeinder√§te wurde massiv abgestraft. Minus 20 bis Minus 37 Prozent haben sie verloren, um genau zu sein.

Wie man dann noch die Chuzpe haben kann, mit falschen Zahlen „richtig“ informieren zu wollen, ist nicht mehr nachvollziehbar.

Ebenso wenig wie das Verhalten des Bruders von Herrn Doll, der dem größten Verein in Heddesheim vorsitzt und sich, seinen Bruder, die Partei und den Verein massiv schädigt.

Ebenso wenig wie die Motivation des Sohnes dieses Bruders, der emails mit versteckten Drohungen an Medien verschickt.

Ebenso wenig wie das Verhalten einer Parteifreundin und Gemeinderätin, die einem anderen Gemeinderat vor Zeugen Hand und Gruß verweigert.

Ebenso wenig wie die j√ľngste unvern√ľnftige „Tat“ aus den Reihen der CDU, √ľbelste Ger√ľchte √ľber „braune“ Verstrickungen der Pfenning-Gegner in der Gemeinde zu streuen.

Herr Doll kann so viele nicht-existierende Studien mit falschen Zahlen zitieren wie er will. Das tut niemandem weh.

Wenn aber Herr Doll noch einen Hauch von Verantwortungsbewu√ütsein in sich tr√§gt, sollte er sich weniger um das Zitieren falscher Zahlen k√ľmmern, als darum, die Ordnung – zumindest in den eigenen Reihen – aufrecht zu erhalten.

Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Herr Doll hat die Wahl, den Dingen ihren absehbar unschönen Lauf zu lassen oder korrigierend einzugreifen.

Das nennt sich Verantwortung.

Vorstufe einer Eskalation?

Gesellschaftliche Ausschreitungen gehen oft einher mit einer Bierzeltatmosphäre. Beschimpfungen und Schlägereien stehen dort auf der Tagesordnung.
Nicht so beim S√§ngerfest – so sollte man meinen – denn, singen macht ja bekanntlich Menschen gl√ľcklich.
Dennoch nutzte jemand die Gelegenheit f√ľr eine „kleine Abrechnung“.

Ein Journalist steht am Sonntag, den 5. Juli 2009 w√§hrend des S√§ngerfestes links vorne an der B√ľhne und will Fotos von den TG-Turnerinnen machen. Mit einem Mal sp√ľrt er eine Hand im R√ľcken, die ihn wegschiebt. Er dreht sich um – hinter ihm steht ein gro√üer, kr√§ftiger Mann.

„Hau ab!“

Er fragt den Mann, was das soll. Dieser antwortet: „Hau ab, ich will hier Fotos machen.“ Der Journalist erwidert: „Ich fotografiere ebenfalls und es gibt keinen Grund, mich anzufassen und wegzuschieben.“

Darauf kein Kommentar. Der Journalist fotografiert weiter, ein, zwei Sekunden sp√§ter st√ľtzt sich Herr X, der um einiges gr√∂√üer ist, von oben mit seinen Armen auf die Schultern des Journalisten.

Ein sehr unangenehmes Gef√ľhl, zum zweiten Mal schon. Der Fotograf dreht sich um und fordert den Mann auf, dieses Bedr√§ngen sofort sein zu lassen.

Herr X wiederholt seine Aufforderung, dass er „abhauen“ solle. Der Fotograf informiert ihn, dass er hier als Journalist Bilder mache und ganz sicher nicht „abhauen“ werde.

Als er sich wieder zum Fotografieren umdreht, umrundet ihn Herr X und stellt sich so vor ihn, dass er nicht mehr fotografieren kann. Als er eine andere Position einnehmen will, bewegt sich Herr X synchron vor und zur√ľck, um ihn am Fotografieren zu hindern.

Der Journalist verl√§sst die Szene und erkundigt sich, wer der Mann ist. Er erf√§hrt den Namen und geht zu ihm an den Tisch: „Ich denke, das sollte gleich gekl√§rt werden. Ihr Verhalten ist nicht akzeptabel und ich verlange von Ihnen eine Entschuldigung und die Versicherung, dass das nicht wieder vorkommt.“

„Kleines A. oder sogar gro√ües A.?“

Der Mann baut sich vor dem Journalisten auf. Seine Haltung ist eindeutig aggressiv, und fragt, was er meine. Der Journalist verweist auf die Szene vor der B√ľhne. Herr X antwortet: „Sind Sie schizophren? Sie sind doch schizophren. Da war nichts. Vielleicht sollten Sie sich mal √ľberpr√ľfen lassen.“ Als er sich wieder hinsetzt, zischt er: „Hau doch ab, Du kleines A√Ę‚ā¨¬¶“

Der Journalist fragt ihn laut, wie er auf die Idee kommt, ihn ein „kleines A√Ę‚ā¨¬¶“ zu nennen. Eine dem Journalisten unbekannte Frau am Tisch ruft: „Sie sind kein kleines, sondern ein gro√ües A√Ę‚ā¨¬¶.“ Zwei M√§nner am Tisch wiederholen die Beleidigung und werfen pl√∂tzlich mit Kronkorken nach dem Journalisten.

Er verlässt den Tisch, die Personen um Herrn X rufen ihm irgendwelche Sachen nach.

Die gew√ľnschte Entschuldigung ist bis heute ausgeblieben.

Da Herr X√ā¬†als bekannter Vereinsvorsitzender√ā¬†eine wichtige Position innerhalb der Gemeinde inne hat, ist sein Verhalten v√∂llig inakzeptabel.

Da fragt man sich: Ist das die Vorstufe einer drohenden Eskalation oder nur ein Einzelfall, in dem jemand seinen Jähzorn nicht unter Kontrolle hatte?

Anmerkung:
Die Szene an der B√ľhne ist von einem Festbesucher in einer Serienbildaufnahme fotografisch festgehalten worden. Auf den Fotos ist der Vorgang zweifelsfrei zu erkennen und damit dokumentiert.

Die Szene am Tisch ist von Nachbartischen aus von Festbesuchern beobachtet und geh√∂rt worden, man hat sich gegen√ľber dem Journalisten emp√∂rt √ľber das Verhalten von Herrn X ge√§u√üert.

Redaktion heddesheimblog