Freitag, 22. September 2017

Belastungen fĂŒr Stromkunden steigen 2014 auf 23,6 Milliarden Euro

Über die HĂ€lfte des Strompreises sind Steuern

Der Strompreis steigt im kommenden Jahr mit der Anhebung der EEG-Umlage. Dabei ist der Strompreis an der Börse deutlich niedriger.

Der Strompreis steigt im kommenden Jahr mit der Anhebung der EEG-Umlage. Dabei ist der Strompreis an der Börse deutlich niedriger.

Rhein-Neckar, 15. Oktober 2013. (red/pm) Aus der heutigen Bekanntgabe der EEG-Umlage 2014 wird deutlich, dass die Belastungen fĂŒr Stromkunden 2014 auf 23,6 Milliarden Euro steigen. Der Anteil von Steuern und Abgaben liegt mittlerweile bei rund 52 Prozent des Haushaltsstrompreises. [Weiterlesen…]

Schluss mit zweifelhaften Gaspreiserhöhungen

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Ihre Gasrechnung wird immer teurer? Im Falle von rechtswidrigen Preiserhöhungen können Sie sich Ihr Geld zurückholen. (Foto: CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons)

 

Rhein-Neckar, 19. September 2013. (red/aw) Nach dem juristischen Erfolg der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen vor dem Bundes­gerichts­hof steht fest: RWE und andere Gasversorger müssen Hundert­tausenden von Kunden auf unzu­lässige Preis­erhöhungen entfallende Beträge zurück­zahlen – zum Teil über viele Jahre hinweg. Ein Test unter dreißig Anbietern zeigt, dass die Transparenz in dieser Branche aber immer noch nicht ausreichend ist. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat für bereits Geschädigte Tipps veröffentlicht, wie Sie sich Ihr Geld zurückholen können.  [Weiterlesen…]

Eine Studie der UniversitÀt Stuttgart misst erstmals Schadstoffverbreitung von Kohlekraftwerken

Großkraftwerk verursacht jĂ€hrlich 71 vorzeitige TodesfĂ€lle

Der Block 9 des Großkraftwerk Mannheim soll 2015 in Betrieb gehen. Wissenschaftler der UniversitĂ€t Stuttgart haben im Auftrag von Greenpeace errechnet, dass rund 48 vorzeitige TodesfĂ€lle im Jahr auf sein Konto gehen werden. Foto: GKM AG

 

Mannheim/Rhein-Neckar, 04. April 2013. (red/pm) Laut einer Studie der UniversitĂ€t Stuttgart setzen Kohlekraftwerke neben Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Kohlenmonoxid auch Feinstaub, giftige Metalle und Schwefeldioxid frei. Diese Stoffe seien verantwortlich fĂŒr Atemwegserkrankungen, Asthma und verkĂŒrzen die Lebenszeit deutlich, und zwar deutschlandweit um 33.000 Lebensjahre pro Jahr. Bezogen auf die Bevölkerung entspricht das 3.100 frĂŒhzeitiger TodesfĂ€lle im weiten Umkreis von Kohlekraftwerken. 71 davon gehen laut der Studie auf das Konto des kohlebetriebenen Großkraftwerk Mannheim. Wenn der Block 9 in zwei Jahren in Betrieb geht, rechnen die Forscher mit etwa 48 vorzeitigen TodesfĂ€llen, allein fĂŒr diese Anlage. Die Blöcke 3 und 4 werden dann abgeschaltet. Die Blöcke 6, 7 und 8 bleiben am Netz.

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KliBA stellt Energiebericht vor

Eisbahn frisst Energieeinsparung auf

Heddesheim, 28. Juni 2012. (red) Die gute Nachricht – die Gemeinde spart ĂŒberwiegend durch investive Maßnahmen Energie ein. Die schlechte: Die Kosten steigen trotzdem. Eisbahn und Hallenbad sind nach wie vor Energiefresser.

In der Gemeinderatsitzung vom 28. Juni 2012 berichtete Dr. Klaus Keßler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KliBA gGmbH,  ĂŒber den aktuell vorliegenden Energiebericht des Controllings aus dem Vorjahr ĂŒber die EnergietrĂ€ger Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Strom und Wasser.

Der gesamte Energie- und Wasserverbrauch der Gemeinde wird von wenigen Großverbrauchern entscheidend beeinflusst. Auch Witterung und schwankende Besucherzahlen wirken sich direkt auf die Höhe des WĂ€rme-, Strom- und Wasserverbrauchs aus.

Die KliBA GmbH stellte neben den Ergebnissen aus der Kontrolle, Analyse und Dokumentation des Jahresverbrauchs  auch die im Jahr 2011 entstandenen zugehörigen Kosten und die Höhe der CoÂČ-Emissionen dar.

Konsequentes Energiecontrolling

Durch das konsequent durchgefĂŒhrte Energiecontrolling konnten seit 2003 die Verbrauchwerte aller erfassten fossilen EnergietrĂ€ger (Erdgas, Heizöl, Holzpellets, Strim und Wasser) deutlich reduziert werden. Diese Reduktion wurde bis zum Jahr 2006 konstant gehalten.

In den folgenden Jahren gelangen den Liegenschaften weitere Reduzierungen durch verschiedenartig durchgefĂŒhrte Maßnahmen der Gemeinde und durch die EinfĂŒhrung des Energiesparcontracting. Als einziger Ausreißer bildet das Jahr 2009 eine Ausnahme – hier verursachte das Blockheizkraftwerk durch eine ganzjĂ€hrige Stromproduktion und lĂ€ngerer Laufzeiten einen höheren Gasverbrauch.

Der vorjĂ€hrige Gesamtenergieverbrauch der Liegenschaften sank gegenĂŒber 2010 erneut – mit dem Verbrauch von 5.600 MWh konnte im Vergleich zum Jahr 1997 eine Einsparung von 25 Prozent erreicht werden. Die CO2-Verbrauch ist sogar um 40 Prozent zurĂŒckgegangen – das bedeutet eine Einsparung von 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Diese Reduzierung entstand vor allem durch Einsparungen im WĂ€rmebereich (76 Prozent der Gesamtenergie). Die Einsparungen wurden zur HĂ€lfte vom Rathaus und der Heizungszentrale in der Johannes-Kepler/Karl-Drais-Schule realisiert.

Auch der Stromverbrauch konnte bei nahezu allen reduziert werden, mit Ausnahme der Eisbahn, welche durch ihren Ausfall in der KĂ€ltesteuerung die Einsparungen der anderen Liegenschaften zunichte machte. In der Betrachtung der Gesamtbilanz ist daher nur eine sehr geringe Einsparung des Stroms zu verzeichnen.

Bei einem nur graduellen Anstieg von unter einem Prozent des Gesamtverbrauchs (213 mÂł) blieb der Wasserverbrauch im Vorjahr fast konstant.

Kosten steigen kontinuierlich

Die Kosten fĂŒr Energie sind jedoch trotz aller durchgefĂŒhrten Einsparungen seit 2003 kontinuierlich angestiegen. Seit einem im Jahr 2009 erstmalig aufgetretenen RĂŒckgang der Kosten gegnĂŒber dem Vorjahr wuchsen die Kosten 2010 bereits wieder erneut, und das trotz sinkenden Energieverbrauchs.

In der aktuellen Bilanz 2011 konnten die Kosten von etwa 515.000 € auf 431.000 € gesenkt werden. Diese Kostenwerte liegen sogar unter den 2006 festgestellten Energiekosten. Die Gemeinde hat langfristige BezugsvertrĂ€ge geschlossen und somit fĂŒr die entsprechenden ZeitrĂ€ume „feste“ Preise.

Eine Ursache fĂŒr die aktuelle verzeichnete starke Abnahme ist der milden Witterung im Jahre 2011 zuzurechnen, welches das wĂ€rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997 war. Hier wurde deutlich weniger HeizwĂ€rme verbraucht als in den Vorjahren. Das warme Wetter hat direkte Auswirkungen auf die Kosten die nicht witterungsbereinigt sind.

Als eine weitere positive Einwirkung auf die Kosten sind auch die durchgefĂŒhrten Maßnahmen zur Energieeinsparung zu sehen.

Der gesamte Gasverbrauch der Liegenschaften wurde reduziert. Im Jahr 2011 musste weniger externer und teurer Strom zugekauft werden, da das Blockheizkraftwerk (BHKW) ĂŒber die Laufzeit eines gesamten Jahres mehr Strom selbst produzierte. Auch das Heizöl im Rathaus musste aufgrund der Bevorratung nicht nachgetankt werden.

Sehr umfassend durchgefĂŒhrte DĂ€mmmaßnahmen an der GebĂ€udehĂŒlle des Rathauses haben den Heizölverbrauch so stark reduziert, dass der Verbrauch von Pellets im Bauhof den Heizölverbrauch ĂŒberwog.

Neuer Kostenfaktor Straßenbeleuchtung

Ebenfalls auf den milden Winter und den dadurch niedrigeren WĂ€rmeverbrauch von unter 1.500 Tonnen  ist der  um 40 Prozent (Vergleichsjahr 1997)  gesenkte COÂČ-Verbrauch. Durch den Bezug von Ökostrom wird dieser Wert auch in Zukunft weiter sinken.

Die Straßenbeleuchtung ging am 01. April 2012 in den Bereichen Wartung und Instandhaltung vom Eigentum der EnBW  in das Eigentum der Gemeinde ĂŒber. Diese werden ab sofort ebenfalls in den Energiebericht aufgenommen, um die VerĂ€nderungen der Kosten bzw. Einsparungpotential der Stromkosten erfassbar machen zu können.

Aus Sicht von Dr. Keßler sei es sinnvoll Anfang des kommenden Jahres FörderantrĂ€ge fĂŒr ein Klimaschutzkonzept zu stellen. Auch der Kreis habe so ein Konzept in Vorbereitung mit dem Ziel des energieautarken Kreises.

Anm. d. Red.: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heddesheim fĂŒhrt die KliBA GmbH seit dem Jahr 2001 ein Energiecontrolling fĂŒr die 12 ausgewĂ€hlten Liegenschaften der Kommune Heddesheim durch.

 

Kliba-Tipp: DĂ€mmung von geneigten DĂ€chern


Guten Tag!

Heidelberg/Rhein-Neckar, 25. Januar 2011. Ab heute starten wir unsere Energietipps. RegelmĂ€ĂŸig werden wir die Informationen der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg, kurz Kliba, hier veröffentlichen. Dazu wird es weitere Artikel rund um Energieeinsparung geben.

Information der Kliba:

Schlecht gedĂ€mmte Dachwohnungen ĂŒberhitzen im Sommer und sind im Winter ungemĂŒtlich kalt. Das macht sich vor allem bei kleinen GebĂ€uden bemerkbar. Bei ihnen ist die DachflĂ€che im Vergleich zum Rest des an die Außenluft grenzenden Hauses relativ groß. Schnee zeigt, wo DĂ€mmung fehlt: Er schmilzt an unzureichend gedĂ€mmten Stellen schneller, als auf gut gedĂ€mmten FlĂ€chen.

Wirkliche WohnqualitĂ€t stellt sich im Dachgeschoss nur durch einen unbelĂŒfteten Aufbau (Warmdach) ein. GegenĂŒber dem belĂŒfteten Aufbau (Kaltdach) dĂ€mmt er bei gleicher Sparrenhöhe besser und braucht keinen chemischen Holzschutz.

Entscheidend ist auch die Platzierung der DĂ€mmung. Bei nicht ausgebauten DachrĂ€umen sollten BodenflĂ€chen gedĂ€mmt werden. So wirken sich Temperaturschwankungen im Dach nicht auf darunter liegende Stockwerke aus. In DachrĂ€umen ist eine Kombination mit einer UntersparrendĂ€mmung besser als eine reine ZwischensparrendĂ€mmung, da Letztere nicht ausreichend dĂ€mmt. Bei ausgebauten Dachgeschossen lĂ€sst sich die AufsparrendĂ€mmung einfach von außen anbringen.

DÀcher brauchen mindestens 20 cm DÀmmung. So lÀsst sich bei geringen Mehrkosten viel Energie einsparen. Das zahlt sich aus, denn DÀcher sind langlebig.

Seit 2009 legt die Energieeinsparverordnung darĂŒber hinaus verbindlich fest, dass die obersten Geschossdecken (das sind Decken zwischen oberen Wohnetagen und nicht ausgebauten Dachgeschossen) gedĂ€mmt sein mĂŒssen. Ausgenommen sind selbst genutzte 1- und 2-FamilienhĂ€user. Doch auch in diesen ist dĂ€mmen sinnvoll, da sich das DĂ€mmen des Daches energetisch rechnet.

Weitere Informationen ĂŒber Energienutzung, WĂ€rmeschutz oder Fördermöglichkeiten geben die KliBA-Energieberater vor Ort – natĂŒrlich kostenlos und unverbindlich.

Wenden Sie sich einfach an Ihre Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg – Nachbargemeinden (KliBA) gGmbH, Wieblinger Weg 21, 69123 Heidelberg, Tel. 06221/603808. E-Mail: info@kliba-heidelberg.de.
Internet: Kliba

Hintergrund:
Die KliBA ist eine gemeinnĂŒtzige GmbH. Gesellschafter sind die Sparkasse Heidelberg sowie 16 StĂ€dte und Gemeinden aus dem Rhein-Neckar-Raum. DarĂŒber hinaus bestehen KooperationsvertrĂ€ge mit fĂŒnf weiteren Kommunen. Durch einen nach Einwohnerzahl gestaffelten Jahresbeitrag finanzieren sie die Leistungen der KliBA fĂŒr ihre BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Zuletzt wurde der Gesellschafterkreis im April 2008 erweitert. Die notariell aufgenommenen Kommunen arbeiteten zuvor bereits anderthalb bis zwei Jahre als Kooperationspartner mit der KliBA zusammen. Durch die Neufassung des Gesellschaftervertrages gehören nun insgesamt 16 stimmberechtigte Mitglieder dem Kreis der Gesellschafter an. Mindestens einmal im Jahr kommen die Vertreterinnen und Vertreter zusammen, um unter dem Vorsitz von Dr. Eckart WĂŒrzner, OberbĂŒrgermeister der Stadt Heidelberg, ĂŒber die Belange der KliBA zu beraten und die Weichen fĂŒr die kĂŒnftige Arbeit zu stellen.

Rathaus in neuem „Glanz“?

Guten Tag!

Heddesheim, 09. August 2010. Am Samstag hatte BĂŒrgermeister Michael Kessler zum Empfang „Fertigstellung der Rathaussanierung“ geladen – die dauert allerdings noch an. Die 590.000 Euro teure Maßnahme bringt vor allem Energieeinsparungen – optisch fallen sofort MĂ€ngel auf.

Von Hardy Prothmann

Die Sanierungsmaßnahme war fĂ€llig – die alten Marmorplatten wiesen SchĂ€den auf, die sicherheitsrelevant waren. Außerdem hatte das 1969 gebaute „neue“ Rathaus eine unbefriedigende energetische Bilanz.

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Speckig glÀnzen die Spuren der Verfugungsarbeiten. Bild: heddesheimblog

Durch die neuen dreifach verglasten Fenster, ein neues Dach und die neue Fassade sollen nun bis zu 80.000 Kilowattstunden Energie pro Jahr eingespart werden. Durch die FassadendĂ€mmung hat sich das Rathaus „vergrĂ¶ĂŸert“ – an allein Seiten ist es um gut 30 Zentimeter gewachsen.

Die Feier der Fertigstellung kommt allerdings verfrĂŒht – an der GebĂ€udeseite zur Unterdorfstraße fehlen noch Natursteinplatten der neuen Fassade, auch fehlt die Fluchttreppe noch.

Die Sanierung ist auf den ersten Blick zu erkennen – macht allerdings aus einem Verwaltungsbau trotzdem kein schmuckes Objekt. Ob die geschlossene Fassade tatsĂ€chlich mit der Umgebung harmoniert, entscheidet wohl jeder anders. Die geschlossenen Fugen am Rathaus stehen im Kontrast zu den offenen der Sparkasse.

Bei nĂ€herer PrĂŒfung fĂ€llt auf, dass es SchĂ€den gibt, die nicht gefallen können und bei denen man sich fragt, warum diese nicht sofort ausgebessert wurden. Außerdem sind die Spuren der Verfugungen deutlich und unschön sichtbar: Speckig glĂ€nzen die Fassadensteine. Das wirkt schmuddelig und schlampig (siehe Bilderstrecke).

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Schuster: „Die Bevölkerung muss frĂŒher eingebunden werden.“

Guten Tag!

Heddesheim, 10. Mai 2010. Die GrĂŒnen haben vor kurzem ihren Vorstand neu gewĂ€hlt und ihre politischen Schwerpunkte vorgestellt. Im GesprĂ€ch berichtet der neue Gemeinderat Andreas Schuster ĂŒber seine Erfahrungen im Gemeinderat und was die GrĂŒnen fĂŒr die Zukunft vorhaben.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Schuster, GlĂŒckwunsch. Die Kommunalwahl 2009 brachte drei neue Sitze, die GrĂŒnen sind nun mit sechs GemeinderĂ€ten zweitstĂ€rkste Fraktion. Außerdem hat der Ortsverband einige neue Mitglieder. Wie bewerten Sie das auch Ihrer Sicht?

Andreas Schuster: „Das ist natĂŒrlich zunĂ€chst einmal ein großer politischer Erfolg. Die Verdopplung der Sitze hat seinerzeit alle unsere Erwartungen ĂŒbertroffen. Die VerhĂ€ltnisse im Gemeinderat haben sich dadurch deutlich geĂ€ndert. Der politische Spielraum und Einfluss der GrĂŒnen hat sich erweitert und unsere WĂ€hlerinnen und WĂ€hler haben eine starke Vertretung im Gemeinderat, ohne die das Spiel nicht lĂ€uft. In der derzeitigen Diskussion um pfenning logistics sind die Fronten derzeit zwar leider sehr verhĂ€rtet, aber eine starke GrĂŒne Fraktion bietet ja auch den anderen Parteien neue Möglichkeiten der Interaktion. Ich bin davon ĂŒberzeugt, dass es langfristig viele interessante Konstellationen und Koalitionen geben wird – zu den unterschiedlichsten Themen.“

Sie sind ebenfalls neu in den Gemeinderat gewÀhlt worden. ErzÀhlen Sie doch mal, wie das so ist.

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Andreas Schuster ist Gemeinderat und einer der Sprecher des Ortsverbands BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen. Foto: privat

Schuster: „Ich nehme diese Aufgabe Ă€ußerst ernst. FĂŒr mich bedeutet eine Wahl zum Gemeinderat einen klaren Auftrag, die Interessen der HeddesheimerInnen zu vertreten. Und diesen Auftrag werde ich mit allen mir zur VerfĂŒgung stehenden KrĂ€ften erfĂŒllen. Die Arbeit im Gemeinderat selbst ist Ă€ußerst facettenreich und erfordert die FĂ€higkeit, sich schnell in viele unterschiedliche Sachverhalte einzudenken – vorausgesetzt, man möchte die Sitzungen tatsĂ€chlich aktiv mitgestalten.

„Ich bin ein Verfechter der direkten Demokratie. “ Andreas Schuster

Interessanterweise hat die Arbeit als Gemeinderat fĂŒr mich auch eine emotionale Komponente. Ich habe mich sofort nach meinem Umzug nach Heddesheim hier auf Anhieb zu Hause gefĂŒhlt – stĂ€rker als an jedem anderen Wohnort zuvor. Dennoch fĂŒhle ich mich Heddesheim jetzt noch mehr verbunden. Dass ich an der Entwicklung unserer wunderschönen Gemeinde mitwirken darf, motiviert mich enorm.“

„Pfenning“ ist ein Dauerbrenner. Wie bewerten Sie das Thema aktuell?

Schuster: „Das Thema pfenning ist aktuell wie eh und je. Die kĂŒrzlich erfolgte Offenlage und die damit verbundene Zahl von 910 Einwendungen gegen dieses Projekt zeigen deutlich, dass sich an der Ablehnung durch weite Teile unserer Bevölkerung nichts geĂ€ndert hat. Im Gegenteil: je lĂ€nger sich der Prozess hinzieht, umso mehr Fragen tauchen auf. Keines der erstellten Gutachten ist wirklich wasserdicht, die Verkehrssituation ist absolut ungeklĂ€rt, der versprochene Gleisanschluss entpuppt sich nach und nach als Luftnummer. Begleitet wird dies von einer nach wie vor katastrophalen Kommunikationspolitik. Auskunft gibt es nur auf deutliche Nachfrage. Selbst als Gemeinderat muss man sich jede Information mĂŒhsam zusammensuchen. Ist es da verwunderlich, dass sich die HeddesheimerInnen allein gelassen fĂŒhlen?

„Selbst als Gemeinderat muss ich mir Informationen
zu Pfenning mĂŒhsam zusammensuchen.“

Stellvertretend fĂŒr meine ParteikollegInnen kann ich hier deutlich sagen: Wir werden weiterhin alles unternehmen, um dieses Projekt zu verhindern. Es sollte sich niemand einreden lassen, hier wĂ€re alles schon entschieden.“

Die GrĂŒnen wollen sich fĂŒr mehr Transparenz und die Beteiligung der BĂŒrgerInnen einsetzen. Konkretisieren Sie das bitte.

Schuster: „Politik ist etwas, dass von den BĂŒrgerInnen ausgehen sollte. Ich bin ein großer Verfechter der direkten Demokratie. Die Wahl von Volksvertretern – egal ob auf Bundesebene oder in der Kommune – ist ja eigentlich nur ein notwendiges ÃƓbel, um die Demokratie „organisierbar“ zu machen. Es ist keineswegs eine Generalvollmacht fĂŒr die GewĂ€hlten, nach der Wahl ein paar Jahre lang ihr eigenes Ding zu machen. Leider wird Politik immer hĂ€ufiger so wahrgenommen. „Die da oben“ machen was sie wollen – und „wir da unten“ sind dem ausgesetzt.“

BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen stehen fĂŒr grĂ¶ĂŸtmögliche Transparenz.

Was ist die Lösung?

Schuster: „Umso wichtiger ist es, hier grĂ¶ĂŸtmögliche Transparenz herzustellen, das ist die klare Absicht von BĂŒndnis 90 / Die GrĂŒnen. Wie kann das in Heddesheim konkret aussehen? ZunĂ€chst einmal sollte es das erklĂ€rte Ziel sein, alle Themen der Gemeinderatssitzung öffentlich zu besprechen – von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen es um den Schutz von BĂŒrgerinteressen geht. Auch sollte die Bevölkerung viel frĂŒher eingebunden, statt nur ĂŒber die Ergebnisse informiert zu werden. Sicher ist das komplizierter und arbeitsintensiver als der ĂŒbliche Weg, aber Verwaltung und Gemeinderat arbeiten nun mal im Auftrag der WĂ€hlerInnen. Wenn sie so wollen, sind diese unsere „Vorgesetzten“, denen wir Rechenschaft schulden! Zu guter letzt sollte es unser Anspruch sein, der Bevölkerung Informationen ĂŒber die GeschĂ€fte der Verwaltung aktiv anzubieten. Wir sind ganz groß darin, unsere Festlichkeiten und JubilĂ€en ins rechte Licht zu rĂŒcken. Aber wenn ein interessierter BĂŒrger bestimmte Informationen möchte, dann muss er erst ins Rathaus gehen. Wir haben doch nichts zu verheimlichen – oder?“

Aktuell ist der nicht-öffentliche Beschluss des Umlenkungsausschusses bekannt geworden. ÃƓberrascht Sie das Ergebnis?

Schuster: „Nein, das Ergebnis ĂŒberrascht mich nicht – auch wenn die Beschlussfassung sehr zĂŒgig erfolgte. Lassen Sie es mich ironisch ausdrĂŒcken: Wenn man sich einig ist, sind schnelle EntschlĂŒsse kein Problem. Gleichzeitig sollte man aber nicht vergessen, dass eine solche Umlegung sehr problematisch ist. Das fĂŒr Umlegungen geltende PrivatnĂŒtzigkeitsprinzip legt ganz klar fest, dass ein solcher Akt im Interesse des GrundstĂŒckseigentĂŒmers erfolgen muss! Eine Umlegung alleine mit dem Ziel ein Ansiedlungsprojekt zu ermöglichen ist mehr als strittig und wird vom Gesetzgeber schnell als Enteignung betrachtet. Interessierte BĂŒrgerInnen verweise ich hier auf das „Boxberg-Urteil“.“

Energieversorgung und ÖPNV sind zentrale Themen.

Auch die Energieversorgung steht auf Ihrer Themenliste. Was bedeutet, „die Energieversorgung gehört in kommunale Hand?“

Schuster: „Der wachsende Einfluss einiger weniger Energiekonzerne birgt viele Gefahren und schwĂ€cht den gesunden Wettbewerb. Unserer Ansicht nach sollte die unreflektierte Privatisierung wichtiger Dienstleistungen wie eben der Energieversorgung eingedĂ€mmt werden. Ein starker kommunaler Einfluss ermöglicht die Umsetzung eigener wirtschafts- oder umweltpolitischer Ziele und stĂ€rkt die Rechte der VerbraucherInnen. Nicht zuletzt gehen erwirtschaftete Gewinne nicht an die Energieriesen, sondern bleiben in den Kommunen. Das kommt der öffentlichen Hand zugute und steht fĂŒr unsere Investitionen zur VerfĂŒgung. Ein wichtiger Aspekt in wirtschaftlich schlechten Zeiten.

Das Auslaufen von KonzessionsvertrĂ€gen großer Anbieter und die dadurch ermöglichte ÃƓbernahme der Energieversorgungsnetze bietet hier fĂŒr viele Kommunen echte Chancen.“

Sie fordern ebenfalls eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Was soll verbessert werden?

Schuster: „Der ÖPNV muss in Zukunft generell eine stĂ€rkere Bedeutung bekommen – weit ĂŒber unsere Region hinaus. Bus und Bahn dĂŒrfen keine Notlösung fĂŒr Menschen sein, die kein Auto haben. Es kann nicht sein, dass Jugendliche aus Mangel an Alternativen zu passionierten Autofahrern „erzogen“ werden. Gleichzeitig mĂŒssen Ă€ltere Menschen die Chance haben, mobil zu bleiben.

FĂŒr Heddesheim wĂŒnschen wir uns konkret eine bessere Anbindung an die Bergstraße. Zu bestimmten Zeiten ist eine Fahrt von oder nach Heidelberg mit öffentlichen Verkehrsmitteln immer noch eine kleine Weltreise. Ebenso wichtig ist es, eine Nord-SĂŒd-Verbindung Viernheim-Heddesheim-Ladenburg zu schaffen. Hier herrscht Handlungsbedarf.“

„Starke Frauen leisten bei uns einen enormen Beitrag.“ Andreas Schuster

Vor kurzem wurde der Vorstand neu gewĂ€hlt. Sie und Herr Heinisch sind die Sprecher des Ortsvereins und gleichzeitig GemeinderĂ€te. Dabei sind die GrĂŒnen doch fĂŒr die Trennung von Amt und Mandat?

Schuster: „Auch wenn bei der Trennung von Amt und Mandat in Baden WĂŒrttemberg die kommunale Ebene bewusst ausgeklammert wurde, ist es eigentlich immer unser Anspruch gewesen, das in Heddesheim dennoch so umzusetzen. Leider macht uns hier die Tatsache einen Strich durch die Rechnung, dass wir eine kleine Partei sind. Trotz des erfreulichen Zuwachses an Mitgliedern haben wir einfach nicht genug aktive Mitstreiter, um alle Positionen entsprechend zu besetzen. Da im letzten Jahr ein großer Anteil dieser Aktiven in den Gemeinderat katapultiert wurde, stehen wir nun vor dieser Situation, dass VorstĂ€nde im Gemeinderat sitzen. Sowohl Herr Heinisch als auch ich sehen das aber als ÃƓbergangslösung an. Sobald sich viel versprechende Kandidaten herauskristallisieren, lösen wir diesen Widerspruch auf. Bei uns klebt keiner an seinem Stuhl. Nicht ohne Grund gibt es bei den GrĂŒnen keine Ehrennadel fĂŒr langjĂ€hrige VorstandstĂ€tigkeit. Wir setzen hier immer auf frischen Wind und neue Köpfe.“

Auch die Tatsache, dass keine Frau im Gemeinderat ist, wird kritisch angemerkt. Warum ist das so?

Schuster: „Im Vorfeld der Wahlen wurden von bestimmten Interessengruppen Empfehlungen ausgesprochen, welche Kandidaten die Interessen dieser Gruppen vermutlich am ehesten unterstĂŒtzen wĂŒrden. Diese Empfehlungen hatten einen maßgeblichen Einfluss auf das Wahlergebnis. Leider war diese Liste rein mĂ€nnlich besetzt. Geschlechtergerechtigkeit hat eben nicht fĂŒr jeden die gleiche PrioritĂ€t wie fĂŒr uns. Dieser Umstand war einer der Faktoren, die zu dieser unglĂŒcklichen Konstellation ganz ohne Frauen in der Fraktion gefĂŒhrt hat.

Gott sei dank haben wir zumindest in der Ortsgruppe sehr starke und politisch erfahrene Frauen, die einen enormen Beitrag zu unserer politischer Arbeit leisten. Ohne die weibliche Problemlösungskompetenz und Weitsicht wĂ€re das undenkbar. Das ist allerdings kein Ersatz fĂŒr weibliche GemeinderĂ€tinnen!“

Zur Person:
Andreas Schuster (38) hat Anglistik und Geschichte mit Abschluss Staatsexamen studiert und arbeitet als Werbeberater in Mannheim. Der gebĂŒrtige Heidelberger ist mit einer Heddesheimerin verheiratet und lebt seit 2002 in Heddesheim. Er liebt die Literatur und ist nicht nur beruflich von den neuen Medien fasziniert. Seit 2007 ist er Mitglied von BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen in Heddesheim. Seit FrĂŒhjahr 2008 ist er im Vorstand und einer der Sprecher des Ortsverbands.

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Andreas Schuster, Anke Antary, GĂŒnther Heinisch und der Landtagsabgeordnete Uli Sckerl. Bild: hblog

Info:
BĂŒndnis90/Die GrĂŒnen
Die Partei gibt es seit dem 22. Mai 1984 in Heddesheim. Zur Zeit besteht der Ortsverband aus 18 Mitgliedern – im vergangenen Jahr sind vier neue Mitglieder hinzugekommen.
Jeden ersten Montag im Monat trifft sich der Ortsverband um 20.00 Uhr im Fraktionszimmer von BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen in der Alten Schule Heddesheim – öffentlich, interessierte BĂŒrgerInnen können daran teilnehmen.
Bei der Kommunalwahl 2009 konnten die GrĂŒnen ihre Sitze von drei auf sechs verdoppeln und sind nun zweitstĂ€rkste Fraktion. Fraktionssprecher ist Klaus Schuhmann.
Am 26. April 2010 wurde der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung bestĂ€tigt: Anke Antary, GĂŒnther Heinisch und Andreas Schuster sind Sprecher des Ortsverbands.

Energieausweis steigert Immobilienwert

Guten Tag!

Heddesheim, 19. Dezember 2009. Damit Verbraucher kĂŒnftig noch mehr Energie sparen, werden HĂ€user mit niedrigem Energiebedarf auch sofort als diese erkennbar sein. Sie werden mit dem neuen GĂŒtesiegel „Effizienzhaus“ ausgezeichnet. Die deutsche Energieagentur (dena) in Berlin garantiert hier fĂŒr HĂ€user mit einem niedrigen Energiebedarf.

Energieverbrauch wichtiges Kaufkriterium

Die Dena stellt an die neuen EnergiesparhÀuser Anforderungen im Hinblick auf Energieeffizienz der GebÀude, die den entsprechenden Standards der staatlichen Förderbank KfW gerecht werden. Diese wurden mit dem Bauministerium zusammen entwickelt. Bis dato gab es keine Regelungen, wann ein Haus als energiesparend gilt.

EnergiesparhĂ€user fĂŒr clevere Hausbesitzer

Das entwickelte GĂŒtesiegel gibt es in den Stufen 70 und 55 fĂŒr Neubauten und die Kennzeichen 100, 85 und 70 bei sanierten Altbauten. Je niedriger die angegebene Zahl, desto höher ist die Energieausnutzung. So benötigt ein gebautes oder auch saniertes Effizienzhaus 55 etwa 55 Prozent der Energie, die der Gesetzgeber als Höchstpunkt fĂŒr Neubauten vorschreibt. So erhalten Mieter und Kaufinteressenten, sowie Bauherren ein verlĂ€ssliches Auswahlkriterium. FĂŒr EigentĂŒmer und Wohnungsunternehmen ist das neue GĂŒtesiegel ein wichtiges AushĂ€ngeschild.

Link: Energie sparen: Neues GĂŒtesiegel

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Online-Check hilft Stromsparen

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Dezember 2009. Zum Jahresende werden die StromzĂ€hler abgelesen. Das ist die richtige Zeit, um sich ĂŒber den eigenen Stromverbrauch Gedanken zu machen. Die Kliba Heidelberg bietet einen Online-Check des eigenen Verbrauchs an.

Pressemitteilung der KliBA.

Mit dem Online-Check erfahren Sie per Mausklick in 15 Minuten, wie sich 25 Prozent Energie sparen lassen.

„Die Ausstattung deutscher Haushalte mit elektrischen GerĂ€ten nimmt zu, steigender Stromverbrauch und wachsende Stromkosten oftmals inbegriffen. „Doch viele Verbraucher wissen nicht genau, wie viel Geld fĂŒr Strom die einzelnen GerĂ€te verschlingen – und dass sich bis zu 25 Prozent der Stromkosten bequem einsparen lassen“, sagt Dr. Klaus Keßler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg Nachbargemeinden gGmbH, kurz KliBA.

Mit dem kostenlosen Stromsparcheck unter können Verbraucher online in wenigen Minuten herausfinden, wie und wo sie ihre Stromkosten senken können.

Die Bedienung des Stromsparchecks ist einfach: Schritt fĂŒr Schritt macht der Nutzer Angaben zu Jahresstromverbrauch, Ausstattung und zur Nutzung seiner elektrischen GerĂ€te. Im Anschluss erstellt der Stromsparcheck einen ÃƓberblick ĂŒber den persönlichen Stromverbrauch.

Wer bereits beim Kauf eines neuen GerĂ€ts auf Energieeffizienz achtet, spart dauerhaft. Welche GerĂ€te besonders sparsam sind, erfahren Verbraucher in der neuen KliBA-BroschĂŒre „Besonders Sparsame HaushaltsgerĂ€te 2009/2010″ oder in der kostenlosen Energieberatung der KliBA.

HierfĂŒr können sich Interessierte unter der Telefonnummer 06221/603808 anmelden.“

Link:
Klimachutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH – Kliba

Abrechnung mit den Stromfressern

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Dezember 2009. Die Tester der Stiftung Warentest haben „Verbraucher“ unter die Lupe genommen – Stromverbraucher. Das klare Ergebnis zeigt – wer sich ĂŒber seine Waschmaschine freut, die seit 15 Jahren „ihre Runden“ dreht, akzeptiert einen viel zu hohen Stromverbrauch. Die Rechnung geht nicht auf: Neue Technik spart Strom und damit unterm Strich Geld.

Der grĂ¶ĂŸte „Verbraucher“ ist auf den ersten Blick einer der kleinsten: Die GlĂŒhbirne. Aber die „brennt“ ĂŒberall und in großer Zahl im Haushalt. Nach den Untersuchungen der Warentester sind die GlĂŒhbirnen zusammengerechnet der „Top-Stromfresser“. Die Testergebnisse belegen, dass bis zu 82 Prozent Kosten beim Einsatz von Energiesparlampen (die dazu eine höhere Lebensdauer haben) eingespart werden können.

Auf Platz zwei kommen KĂŒhl- und Gefrierkombinationen – hier gibt es ein Einsparpotenzial um 60 Prozent. Auf Platz drei stehen die WĂ€schetrockner, fast 50 Prozent lĂ€sst sich hier an Energie sparen.

Strommasten

Strommasten in Heddesheim. Bild: jop

Doch auch bei neuen GerĂ€ten sollte der Kunde nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den „Verbrauch“ des GerĂ€ts achten.
Beispiel LCD-Fernseher: Hier kann ein GerĂ€t, das in der Bild-QualitĂ€t als „gut“ bewertet wurde, glatt doppelt so viel Strom verbrauchen, wie ein anderes, dass ebenfalls eine „gute“ BildqualitĂ€t hat.
Die Kalkulation: Kostet das stromgierige GerĂ€t 500 Euro und verbraucht 50 Euro im Jahr und das stromsparende 600 Euro, das aber nur 25 Euro Stromkosten verursacht, ist das „gĂŒnstige GerĂ€t“ ab dem 5. Jahr kein „SchnĂ€ppchen“ mehr, sondern lĂ€sst Jahr fĂŒr Jahr 25 Euro aus der Geldbörse einfach so verschwinden. Auf zehn Jahre gerechnet sind das (10×25) 250 Euro ohne das höhere Strompreise eingerechnet worden sind. Unterm Strich war das „SchnĂ€ppchen“ auf den ersten Blick 20 Prozent „gĂŒnstiger“, ĂŒber die Nutzungsdauer gesehen aber knapp 30 Prozent teurer (250 Euro Stromersparnis-100 Euro Kaufpreisersparnis=150 Euro).

Strom ist fĂŒr fast alle Haushalte einerseits ein echter Kostenfaktor. Andererseits bieten sich hier auch hohe Einsparpotenziale. So ist der Stromverbrauch von 1996 bis 2005 um 11,5 Prozent gestiegen, obwohl moderne GerĂ€te weniger Strom verbrauchen. GrĂ¶ĂŸere GerĂ€te oder ZweitgerĂ€te haben den Verbrauch gesteigert.

Deshalb rĂ€t die Stiftung, den eigenen Verbrauch zu analysieren. Jeder „Fall“ ist individuell. Familien (WĂ€schetrockner) haben andere BedĂŒrfnisse als Singles (vielleicht technikverliebt) oder Heimarbeiter (Computer, Telekommunikation). Wer hohe VerbrĂ€uche hat, sollte deshalb die Anschaffung einer Solaranlage ĂŒberlegen.

Alle Ergebnisse lesen Sie im Testbericht der Stiftung Warentest.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

LED-Lichterketten sparen bis zu 25 Euro

Guten Tag!

Heddesheim, 28. November 2009. Zum Jahresende wird es bunt und leuchtend. In vielen Fenstern blinkt der Weihnachtsschmuck – und gleichzeitig steigt die Stromrechnung. Die KliBA informiert, wie Sie Ihre Kosten reduzieren können und trotzdem Spaß an der Beleuchtung haben.

Pressemitteilung der KliBA.

Zur Advents- und Weihnachtszeit kommen in VorgĂ€rten, auf Balkonen und in Wohnzimmern wieder zahlreiche Lichterketten und LichtschlĂ€uche zum Einsatz. Dabei gilt es, die Kosten fĂŒr den Lichterschmuck nicht aus den Augen zu verlieren: Denn bereits zwei knapp zehn Meter lange 140-Watt LichtschlĂ€uche verursachen im Zeitraum von sechs Wochen Stromkosten von rund 30 Euro, vorausgesetzt sie brennen tĂ€glich 12 Stunden.

„Wer stattdessen LichtschlĂ€uche mit LED verwendet, spart im gleichen Zeitraum ĂŒber 80 Prozent dieser Kosten“, weiß Dr. Klaus Keßler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KliBA, der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg Nachbargemeinden gGmbH.

Neben dem Stromspareffekt weisen die LEDs (Licht emittierende Dioden) einen weiteren Vorteil auf: Mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 20.000 Stunden halten sie rund 20-mal lĂ€nger als normale GlĂŒhlĂ€mpchen. LED-Ketten können in der Anschaffung zwar teurer sein, die Mehrkosten amortisieren sich aber aufgrund ihrer enormen Effizienz sehr schnell.

Beim Kauf sollten Verbraucher sehr genau die Angaben zur Leistungsaufnahme der Lichterketten prĂŒfen. Aus SicherheitsgrĂŒnden empfiehlt es sich, nur Produkte mit GĂŒtesiegel wie dem VDE-PrĂŒfzeichen oder dem GS-Zeichen fĂŒr „GeprĂŒfte Sicherheit“ zu kaufen.

Kommt die Beleuchtung als Außendekoration zum Einsatz, ist beim Kauf darauf zu achten, dass das Produkt Feuchtigkeit vertrĂ€gt. Dies sollte auf der Verpackung deutlich vermerkt sein.

Mehr zum Thema Energieeffizienz im Haushalt erfahren Verbraucher in der kostenlosen Energieberatung der KliBA. HierfĂŒr können sich Interessierte unter der Telefonnummer 06221/603808 anmelden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Samstags ist unser Energie- und Klimatag. Den vorliegenden Artikel haben wir versehentlcih schon am Donnerstag freigeschaltet und prÀsentieren ihn heute nochmals.

Erdgaslieferung fĂŒr drei Jahre beschlossen


Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2009.

Meldung Gemeinderatssitzung

Der Heddesheimer Gemeinderat hat eine dreijÀhrige Erdgaslieferung durch die Stadtwerke Viernheim zu einem Festpreis beschlossen.

Vor der Entscheidung wurden die GemeinderĂ€te anders als angekĂŒndigt weder schriftlich im Vorfeld noch durch Tischvorlage informiert. Die Konditionen wurden per Beamer projeziert und durch den BĂŒrgermeister Michael Kessler erlĂ€utert.

Der neue Vertrag sieht einen Pauschalpreis fĂŒr die kommenden drei Jahre vor. Danach bezieht die Gemeinde fĂŒr rund 31.000 Euro pro Monat Gas von den Stadtwerken Viernheim und spart unter dem Strich rund 100.000 Euro – gerechnet auf der Basis des aktuellen Gaspreises.

Eine einjĂ€hrige Bindung hĂ€tte rund 60.000 Euro Ersparnis gebracht. BĂŒrgermeister Michael Kessler argumentierte, dass er das Angebot fĂŒr gut halte, es „kurze Wege“ zu den Stadtwerken Viernheim gebe, die so nicht mit der EnBW vorstellbar seien und der Vertrag eine Kalkulationssicherheit fĂŒr die schwierigen Haushaltsjahre 2011 bis 2012 geben werde.

Der Antrag wurde mit 19 Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.

Redaktion heddesheimblog

Mit modernen HaushaltsgerÀten Geld sparen

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2009. Das heddesheimblogs startet heute einen neuen Service rund ums Energiesparen. Echte Stromfresser sind veraltete HaushaltsgerĂ€te – es kann sich lohnen, ĂŒber eine Neuanschaffung nachzudenken – der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zuliebe.

Pressemitteilung der KliBA

Sparsame SpĂŒlmaschinen sparen stĂ€ndig
Kaufempfehlungen und Vergleichslisten fĂŒr HaushaltsgerĂ€te erschienen

(Heidelberg, 2. November 2009) Die Stromrechnung war zu hoch? Der Gefrierschrank schon ĂŒber 10 Jahre alt? Dann ist es Zeit, sich um neue HaushaltsgerĂ€te zu kĂŒmmern – um sparsamere! Ab sofort ist bei der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH (KliBA) die BroschĂŒre „Besonders sparsame HaushaltsgerĂ€te 2009/10“ erhĂ€ltlich.

Die kostenlose Verbraucherinformation hilft Ihnen, sich fĂŒr den richtigen KĂŒhl- und Gefrierschrank, Waschmaschine, WĂ€schetrockner oder SpĂŒlmaschine zu entscheiden. „Ein solches GerĂ€t ist eine Anschaffung fĂŒr viele Jahre“, bemerkt Dr. Klaus Keßler, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der KliBA in Heidelberg, „Unterschiede im Verbrauch summieren sich ĂŒber die Jahre zu stattlichen BetrĂ€gen, die den ein oder anderen Euro mehr beim Kauf eines energieeffizienten HaushaltsgerĂ€tes schnell rechtfertigen.“

„Energieeffiziente GerĂ€te rechnen sich“, Dr. Klaus Keßler

So belastet eine KĂŒhl-Gefrier-Kombination mit hohem Verbrauch in 15 Jahren Betriebsdauer die Haushaltskasse um 1.000 Euro mehr als eines der empfohlenen Modelle. „Ein vermeintliches SchnĂ€ppchen kann sich damit letztlich als teurer Fehlkauf entpuppen“, warnt Keßler. Die BroschĂŒre will Verbraucher vor einem solchen Flops bewahren und mit den Vergleichslisten die nötige Orientierung geben.

Die Empfehlungen berĂŒcksichtigen das Lieferangebot in Deutschland auf dem Stand von Ende September 2009 und werden fortlaufend auf der Website www.kliba-heidelberg.de unter der Rubrik Service / Sparsame HaushaltsgerĂ€te aktualisiert. Die BroschĂŒre kann bei der KliBA abgeholt werden oder mit einem an sich selbst adressierten, mit 1,45 ñ‚¬ frankierten DIN A4-Briefumschlag bei der KliBA, Wieblinger Weg 21, 69123 Heidelberg angefordert werden.

ÃƓber die KliBA:
Die unabhĂ€ngige Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH, kurz KliBA, berĂ€t seit dem 17. MĂ€rz 1997 BĂŒrger, Unternehmer und Kommunen des Rhein-Neckar-Raums. Gesellschafter der Agentur sind die StĂ€dte Heidelberg, Hemsbach, Ladenburg, NeckargemĂŒnd, Schriesheim, Sinsheim, Walldorf, Weinheim und die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Plankstadt, Sandhausen, der Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg sowie die Sparkasse Heidelberg.

Die KliBA unterstĂŒtzt beteiligte Kommunen im Bereich des kommunalen Energiemanagements. Bei allen energierelevanten Vorhaben, vom Contracting bis zum Controlling, berĂ€t sie neutral und unabhĂ€ngig. Auch kleinere und mittlere Unternehmen können ĂŒber die Initialberatung durch die KliBA mit Energieeinsparmaßnahmen laufende Kosten senken und ihre WettbewerbsfĂ€higkeit erhöhen. FĂŒr BĂŒrger bietet die KliBA die kostenlose BĂŒrgerberatung an. Von regenerativen Energien bis zum neusten Stand diverser Förderprogrammen reicht das Spektrum der Themen. Und mit einem kostenfreien WĂ€rmepass der KliBA erhalten HauseigentĂŒmer Gewissheit ĂŒber den Energieverbrauch ihres Eigenheims.

Link: KliBA

Neues Angebot: Energietipps der Redaktion und der Klimaagentur KliBA aus Heidelberg

Guten Tag!

Heddesheim, 14. November 2009. Das heddesheimblog startet heute einen neuen Service rund ums Energiesparen und wird ab sofort Pressemitteilungen der KliBA gGmbH Heidelberg veröffentlichen, die das Klima und den eigenen Geldbeutel schonen.
Die Redaktion des
heddesheimblogs freut sich sehr ĂŒber die Kooperation mit der KliBA und weist darauf hin, dass sich BĂŒrger regelmĂ€ĂŸig im Heddesheimer Rathaus durch den Energieberater Thomas Henning kostenlos und unverbindlich beraten lassen können – am besten nach vorheriger Terminvereinbarung.

Das heddesheimblog wird in der neuen Kategorie Service-Energie in lockerer Folge eigene redaktionelle BeitrĂ€ge in unserer gewohnten QualitĂ€t anbieten – immer samstags.

Gerne veröffentlichen wir aber auch die Pressemitteilungen und die Energiespartipps der KliBA, einer gemeinnĂŒtzigen und unabhĂ€ngigen Klimaschutz- und Energieberatungsagentur in Heidelberg. Die KliBA berĂ€t seit Anfang 1997 BĂŒrger, Unternehmer und Kommunen des Rhein-Neckar-Raums in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz. In Heddesheim auch vor Ort durch den Energieberater Thomas Henning.

Typischerweise veröffentlicht das heddesheimblog keine unbearbeiteten Pressemitteilungen, sondern nur eigene redaktionelle Texte. Warum machen wir hier eine Ausnahme?

Die KliBA informiert sachkundig und seriös zu Energiethemen.

Ganz einfach. Wir haben uns selbst von der QualitĂ€t der Arbeit der KliBA ĂŒberzeugt. Wir veröffentlichen deren Mitteilungen im Original – weil die KliBA als gemeinnĂŒtzige GmbH keine gewerblichen Gewinnziele anstrebt und außerordentlich sachkundig und seriös informiert.

Da die KliBA unabhĂ€ngige, kostenlose und relevante Informationen zur VerfĂŒgung stellt, passt dieser Service sehr gut zum Angebot des heddesheimblogs.

Gesellschafter der Agentur sind die StĂ€dte Heidelberg, Hemsbach, Ladenburg, NeckargemĂŒnd, Schriesheim, Sinsheim, Walldorf, Weinheim und die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Plankstadt, Sandhausen, der Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg sowie die Sparkasse Heidelberg.

Die KliBA unterstĂŒtzt beteiligte Kommunen im Bereich des kommunalen Energiemanagements. Bei allen energierelevanten Vorhaben, vom Contracting bis zum Controlling, berĂ€t sie neutral und unabhĂ€ngig.

Auch kleinere und mittlere Unternehmen können ĂŒber die Initialberatung durch die KliBA mit Energieeinsparmaßnahmen laufende Kosten senken und ihre WettbewerbsfĂ€higkeit erhöhen.

FĂŒr BĂŒrger bietet die KliBA die kostenlose BĂŒrgerberatung an. Von regenerativen Energien bis zum neusten Stand diverser Förderprogrammen reicht das Spektrum der Themen.

Und mit einem kostenfreien WĂ€rmepass der KliBA erhalten HauseigentĂŒmer Gewissheit ĂŒber den Energieverbrauch ihres Eigenheims.

Lesen Sie auch unser Interview mit dem KliBA-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Klaus Keßler: „Hausbesitzer können deutlich Energie sparen“

Link: KliBA

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Rhein-Neckar Energie GmbH gegrĂŒndet


Guten Tag!

Rhein-Neckar-Kreis, 12. August 2009. Die VR Abfallverwertungsgesellschaft und die MVV Energiedienstleistungen haben heute in Mannheim die GrĂŒndung der gemeinsamen Tochtergesellschaft Rhein-Neckar Energie GmbH (RNE) bekannt gegeben. Das GeschĂ€ftsmodell der RNE ist eine möglichst klimaschonende Energieversorgung in der Region.

Die Rhein-Neckar Energie GmbH hat grĂ¶ĂŸere Biomasse- und Energieeinsparprojekte im Fokus und wirbt fĂŒr sich damit, die CO2-Bilanz der Metropolregion verbessern zu wollen.

Das in Sinsheim ansĂ€ssige Unternehmen will sich auf grĂ¶ĂŸere umweltfreundliche Biomasseheizkraftwerke und auf ressourcenschonende Energieeinsparcontracting-Projekte konzentrieren. DarĂŒber hinaus will es die Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar dabei unterstĂŒtzen, zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen und damit einen lokalen und regionalen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes zu leisten.

GefĂŒhrt wird die RNE von je einem Mitarbeiter von AVR und MWW sowie zwei Prokuristen. ArbeitsplĂ€tze schafft die RNE also zunĂ€chst keine. AuftrĂ€ge werden an die Abteilungen der beiden „MĂŒtter“ weitergegeben. Die MVV hĂ€lt 50,1 Prozent, die AVR 49,9 Prozent an der RNE.

„Klimaschutz ist eine weltweite und damit auch regionale und lokale Herausforderung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der MVV Energie, Dr. Georg MĂŒller. „Genau das ist der Ansatz der RNE – wir wollen fĂŒr unsere Kunden innovative, umweltschonende Technika anbieten.“

Der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Dr. JĂŒrgen SchĂŒtz, zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrats der AVR, sagte: „Die Frage nach einer effizienten und umweltfreundlichen Energieversorgung wird uns alle immer mehr beschĂ€ftigen mĂŒssen. Ich freue mich, dass die AVR in der MVV einen kompetenten Partner gefunden hat.“

Alfred Ehrhard, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AVR und der RNE Rhein-Neckar Energie GmbH, sagte: „Abfall ist eine Ressource, gerade wenn es sich um Bioabfall handelt. Beispielsweise GrĂŒnschnitt, StraßenbegleitgrĂŒn oder LandschaftsabfĂ€lle wie Holz. Von der Sammlung, Aufbereitung, Lagerung bis hin zum Transport kennen wir uns bestens mit dem umweltschonenden Brennstoff Biomasse aus.“ Und weiter: „Die Beteiligung am Markt fĂŒr die Nutzung regenerativer Energien ist die logische Weiterentwicklung der Abfallwirtschaft zur Rohstoffwirtschaft und das Erkennen von Abfall als Wirtschaftsgut und Rohstoff.“

Michael Blichmann, GeschĂ€ftsfeldleiter der MVV Energiedienstleistungen GmbH und ebenfalls GeschĂ€ftsfĂŒhrer der RNE Rhein-Neckar Energie GmbH, sagte: Wir bringen unser bundesweit erworbenes Know-how bei der technischen Konzeption und der Projektentwicklung, bei Planung, Bau und Betrieb von Biomasse- und Biogasanlagen sowie bei Energieeinspar-Projekten in die RNE ein.

ZunĂ€chst will sich die RNE nur auf den Rhein-Neckar-Kreis konzentrieren. „Die StĂ€dte Mannheim und Heidelberg bleiben zunĂ€chst außen vor“, sagte Alfred Ehrhard auf Nachfrage des heddesheimblogs. BestĂ€tigt wurde ebenfalls auf Nachfrage, dass die beiden Unternehmen schon seit sechs Monaten Projekte vorbereiten und mit möglichen Kunden im Kontakt stehen. In Sinsheim gibt es mit einem Krankenhaus bereits einen Vertrag ĂŒber das Energiecontracting (Konzept und Kontrolle bei der Energieeinsparung).

ÃƓberlegt wird auch, ob das Sinsheimer Biomassewerk von der NRE ĂŒbernommen und betrieben werden soll: „Dazu brauchen wir aber noch ein FernwĂ€rmenetz“, sagte Ehrhard.

Georg MĂŒller sagte: „Was wir hier vorhaben, hat nichts mit der bekannten, klassischen Versorgung mit Energie zu tun, sondern orientiert sich an den BedĂŒrfnissen des Kunden. Nicht der Kunde nimmt, was wir bieten, sondern wir passen uns dem Kunden an.“ Die MVV Energiedienstleistungen betreibt bundesweit bereits ĂŒber 30 Biomassewerke.

Redaktion heddesheimblog

Die Energieberater – Kliba

Guten Tag!

Die Vorteile, eine Agentur wie die Kliba zu haben, liegen aus Sicht der Gemeinden auf der Hand. Sie teilen sich ein ausgelagertes „Energiemanagement“.

Die Kliba positioniert sich als neutrale und unabhĂ€ngige Energie-Beratungsagentur fĂŒr die Rhein-Neckar-Region.

Sie berĂ€t Kommunen und Verbraucher, aber auch Betriebe, Hausbesitzer und VerbĂ€nde zu klimaschutzrelevanten Maßnahmen, die den Geldbeutel schonen, aber auch den Ausstauß von Kohlendioxid verringern sollen.

Weil die Stadt Heidelberg und seine Nachbargemeinden Mitte der 90-er Jahre erkannt hatten, dass ihre BemĂŒhungen in Sachen Klimaschutz oft unzureichend waren, kam man auf die Idee, eine eigenstĂ€ndige Beratungsstelle einzurichten.

Verschiedene Kommunen und VerbĂ€nde erarbeiteten dann das Konzept fĂŒr die Kliba.
Diese sollte Informationen sammeln und aufbereiten, qualifizierte Mitarbeiter in Sachen Klimaschutz mit der Erfassung und Auswertung beauftragen sowie Finanzierungsmöglichkeiten fĂŒr energetische Maßnahmen erschließen. Und natĂŒrlich den BĂŒrgern eine Hilfestellung beim Energiesparen bieten.

Außerdem betreibt die Kliba Öffentlichkeitsarbeit fĂŒr den Klimaschutz und geht Kooperationen ein. Die Anschubsfinanzierung wurde von der EU gefördert.

Die KliBA (Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden) ist eine gemeinnĂŒtzige GmbH. Gesellschafter sind die Sparkasse Heidelberg sowie 18 StĂ€dte und Gemeinden aus dem Rhein-Neckar-Raum.

DarĂŒber hinaus bestehen KooperationsvertrĂ€ge mit elf weiteren Kommunen. Durch einen nach Einwohnerzahl gestaffelten Jahresbeitrag finanzieren sie die Leistungen der KliBA fĂŒr ihre BĂŒrgerinnen und BĂŒrger.

Insgesamt umfasst das Beratungsgebiet der Agentur 490.000 Einwohner.

Die Kliba beschÀftigt 12 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Ausbildungen. Die meisten haben eine Zusatzausbildung als Energieberater.

Der Kliba-Energieberater Thomas Hennig ist regelmĂ€ĂŸig in Heddesheim vor Ort. Wer sich fĂŒr eine Beratung interessiert, kann telefonisch bei der Gemeinde einen Termin vereinbaren: 06203/ 101-232.

Was die Kliba macht, lesen Sie im Interview mit Dr. Klaus Keßler.

Link: Die Kliba im Internet

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„Hausbesitzer können deutlich Energie sparen“

Guten Tag!

Die Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Kliba berĂ€t Kommunen, Verbraucher, VerbĂ€nde und Betriebe in Sachen Energie-Einsparung. 1997 gegrĂŒndet, ist sie schon lĂ€ngst eine feste GrĂ¶ĂŸe. Ihr KerngeschĂ€ft ist die Energieberatung fĂŒr Kommunen.

Doch auch die BĂŒrger profitieren vom Know-how der Kliba: Vor Ort können sich BĂŒrger ĂŒber Energiesparmaßnahmen beraten lassen. Typischerweise steigen die Anfragen, wenn die Energiepreise steigen… Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer Klaus Keßler erklĂ€rt im Interview mit dem heddesheimblog, was die Kliba macht und wie der BĂŒrger Energie einsparen kann.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Keßler, die Kliba berĂ€t BĂŒrger in Sachen Energie. Wie kann man sich das vorstellen?
Klaus Keßler: „Die BĂŒrger bekommen durch unsere Energieberater im Rathaus eine Initialberatung fĂŒr eine energetische Modernisierung oder einen energieeffizienten Neubau. Diese Beratung ist kostenfrei. Dabei werden grundsĂ€tzliche Fragen der Energieeinsparung besprochen.“

kessler

Dr. Klaus Keßler und sein Kliba-Team wissen, wo und wie Energie eingespart werden kann. Bild: pro

WĂŒrden Sie ein Beispiel nennen?
„Gerne. Ein Hausbesitzer will zum Beispiel die Fassade seines GebĂ€udes renovieren. Weil das GerĂŒst schon steht, denkt er an eine DĂ€mmung.
Nach den Vorschriften muss diese DĂ€mmung 6 – 8 Zentimeter dick sein. Wir empfehlen dem Kunden aber 14 Zentimeter und rechnen vor, wie hoch die Einsparung gegenĂŒber den Kosten ist.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass nach Abschluss der Arbeiten der individuelle „Energiestandard“ fĂŒr dieses GebĂ€ude festgeschrieben ist.“



„50-60 Prozent Einsparung sind realitisch möglich.“ Klaus Keßler

Und was kommt dabei raus?
„Die höheren Kosten sind meist nach fĂŒnf bis zehn Jahren wieder reingeholt. Danach spart der Hausbesitzer deutlich.“

Wie viel Einsparpotenzial haben Hausbesitzer im Schnitt?
„GrundsĂ€tzlich gehen wir davon aus, dass jeder schon mit einfachen Maßnahmen 5-10 Prozent Energie einsparen kann.“

Wie lauten die konkreten Zahlen?
„Im Schnitt verbraucht ein normales Haus 20-25 Liter Heizöl pro Jahr und Quadratmeter WohnflĂ€che. Wirklich gut isolierte GebĂ€ude verbrauchen nur noch 7-8 Liter und es gibt PassivhĂ€user, die verbrauchen gerade mal noch 1,5 Liter.“

Beeindruckend. Aber schafft man solche Werte auch mit einem alten Haus?
„Theoretisch können Sie jedes GebĂ€ude, egal welcher Altersbaustufe auf 3-4 Liter „runter“ bringen. Praktisch sollte eine Verbrauchssenkung aus unserer Sicht im Bereich von 50-60 Prozent liegen – wenn Sie die Investition gegen die Einsparung rechnen.“

Und Sie helfen nun den BĂŒrgern bei der Frage, was man dazu alles braucht?
„Zumindest am Anfang bei den grundsĂ€tzlichen Fragen. Vor allem, was Fördermöglichkeiten angeht.“

„Energieeffiziente GerĂ€te helfen Strom zu sparen.“

Wieso ist das wichtig?
„Weil sich die Förderbedingungen stĂ€ndig Ă€ndern. Wir haben den ÃƓberblick, welche Maßnahmen wie aus welchen Töpfen gefördert werden können und beraten die BĂŒrger dahingehend. Wenn der BĂŒrger sich zu einer Maßnahme entschließt, weisen wir auf Handwerker, Architekten und Energieberater im Einzugsgebiet des Hausbesitzers hin, die dann kostenpflichtig weiter beraten und die Maßnahmen durchfĂŒhren.“

Als Vermieter kann einem der Verbrauch doch egal sein. Das zahlen die Mieter und man spart sich die Investition?
„So kann man das sehen. Man kann es aber auch so sehen: Wir alle haben unsere Verantwortung und es gibt sicher Mieter, die eine im Vergleich etwas höhere Miete gerne akzeptieren, wenn sie wissen, dass sie beim Verbrauch entlastet werden. Und spĂ€testens beim Verkauf eines Objektes wird es interessant, welche Einstufung das GebĂ€ude hat, das schlĂ€gt sich auf den Preis nieder.“

Der zweite Beratungsbereich ist Strom. Was können die BĂŒrger hier einsparen?
„Der Durchschnittsverbrauch liegt bei einem vier Personen Haushalt bei 3500 kWh. Ein sparsamer Haushalt verbraucht nur 2500 kWh. Das sind etwa 30 Prozent weniger.“

Hier hilft keine DĂ€mmung. Was spart?
Es sind zum einen kleine Maßnahmen wie Steckerleisten mit Ausschaltfunktion, die verhindern Standby-VerbrĂ€uche.  NatĂŒrlich senken auch Energiesparlampen den Stromverbrauch enorm.
Alte KĂŒhlschrĂ€nke sind ebenfalls Energiefresser und sollten durch neue stromsparende GerĂ€te ersetzt werden. Und im Keller lĂ€uft die Heizungspumpe still und heimlich vor sich hin. Hier lohnt sich der Einsatz effizienter Pumpen“

Sie beraten aber nicht nur BĂŒrger, sondern auch Gemeinden und Betriebe. Warum das?
„Die Gemeinden sind die TrĂ€ger unserer gemeinnĂŒtzigen GmbH. Das heißt, wir sind keine Gesellschaft, die Gewinne erwirtschaften soll. Der Gewinn fĂŒr unsere EigentĂŒmer ist der Informationserwerb. Durch unsere Energieberichte und das Energiecontrolling wissen die Gemeinden zum Beispiel, wo Einsparpotenziale liegen. Das wird bei knappen Haushalten immer wichtiger. Das gilt auch fĂŒr Betriebe.“

Zur Person:
Dr. Klaus Keßler leitet seit 1997 als GeschĂ€ftsfĂŒhrer das Team und die GeschĂ€ftsstelle der Kliba gGmbH. Der promovierte Chemiker und ausgebildete Energieberater war ĂŒber fĂŒnf Jahre unter anderem in den UmweltĂ€mtern von Heidelberg und Mainz im Bereich Klimaschutz und Energiemanagement tĂ€tig, ehe er mit GrĂŒndung der Kliba zu ihrem GeschĂ€ftsfĂŒhrer ernannt wurde.