Freitag, 17. August 2018

Schluss mit zweifelhaften Gaspreiserhöhungen

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Ihre Gasrechnung wird immer teurer? Im Falle von rechtswidrigen Preiserhöhungen können Sie sich Ihr Geld zurückholen. (Foto: CC-BY-SA-2.0, via Wikimedia Commons)

 

Rhein-Neckar, 19. September 2013. (red/aw) Nach dem juristischen Erfolg der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen vor dem Bundes­gerichts­hof steht fest: RWE und andere Gasversorger müssen Hundert­tausenden von Kunden auf unzu­lässige Preis­erhöhungen entfallende Beträge zurück­zahlen – zum Teil über viele Jahre hinweg. Ein Test unter dreißig Anbietern zeigt, dass die Transparenz in dieser Branche aber immer noch nicht ausreichend ist. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat für bereits Geschädigte Tipps veröffentlicht, wie Sie sich Ihr Geld zurückholen können.  [Weiterlesen…]

Vorstellung des Energieberichts f√ľr kommunale Geb√§ude im Jahr 2012

Gesamtkosten f√ľr Energie und Wasser steigen um 30.000 Euro

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Die Kosten f√ľr den Wasserverbrauch der kommunalen Geb√§ude der Gemeinde sind gestiegen. Die Gesamtkosten f√ľr Wasser und Energie liegen bei 458.800 Euro.

 

Heddesheim, 25. Juli 2013. (red) Die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg/Rhein-Neckarkreis (KliBA gGmbH) stellte dem Gemeinderat und der Verwaltung in der Sitzung des 25. Juli den Energiebericht f√ľr die kommunalen Geb√§ude der Gemeinde Heddesheim vor. Demnach sankt der Gesamtenergieverbrauch im Betrachtungszeitraum 2012 um 28,6 Prozent gegen√ľber dem Verbrauch von 1997. Die Gesamtkosten f√ľr Energie und Wasser stiegen im Vergleich zu 2011 um rund 30.000 Euro, liegen aber trotzdem unter den Werten der Jahre 2007 bis 2010. [Weiterlesen…]

Gemeinderat stimmt Bebauungsplanentwurf "Mitten im Feld" zu

Erschließung noch in diesem Jahr

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten im Neubaugebiet "Mitten im Feld" beginnen. Foto: Gemeinde Heddesheim

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten im Neubaugebiet „Mitten im Feld“ beginnen. Foto: Gemeinde Heddesheim

 

Heddesheim, 17. Juli 2013. (red/ld) Mit 14 Stimmen f√ľr und 4 Stimmen gegen den Bebauungsplan f√ľr das Neubaugebiet „Mitten im Feld“ hat der Gemeinderat gestern dem Entwurf zugestimmt. Als n√§chsten Schritt wird er – gemeinsam mit den erg√§nzenden Gutachten – im Rathaus offengelegt. Sollte es keine Einw√§nde geben, die eine √Ąnderung n√∂tig machen, sollen bereits im August die Erschlie√üungsarbeiten ausgeschrieben werden, um in der Sitzung im September vergeben werden zu k√∂nnen. Noch in diesem Jahr will die Verwaltung mit den Arbeiten beginnen.

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Nach der Insolvenz von Billigstromanbieter Flexstrom erhalten Kunden nun Ersatzversorgung

Niemand sitzt im Dunkeln, aber die „Verbraucher sind die Dummen“

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Mit diesem Spruch warb FlexStrom. Jetzt ist der Billigstromanbieter pleite. (Quelle: flexstrom.de)

Rhein-Neckar, 30. April 2013. (red/aw/tegernseerstimme.de) Der Billigstromanbieter FlexStrom musste Insolvenz anmelden. Von der Zahlungsunf√§higkeit sind deutschlandweit rund 500.000 Haushalte betroffen, auch in der Metropolregion. Allein¬†im Netzgebiet der MVV sind es etwa 1.200¬†Kunden. Doch was passiert nun? Bleiben die Kunden auf ihren Kosten sitzen und stehen trotzdem bald ohne Strom da? [Weiterlesen…]

Pfenning: Kabel bei Tiefbauarbeiten beschädigt

Rund 5.500 Haushalte waren vom Stromausfall betroffen

Rhein-Neckar, 12. Oktober 2012. (red/pm) Rund 5.500 Haushalte waren vom Stromausfall am Mittwochmittag im Rhein-Neckar-Kreis in der Region Bergstraße betroffen. Gegen 14:50 Uhr beschädigte eine Baufirma bei Tiefbauarbeiten vor dem Pfennig Areal in Heddesheim ein 20.000-Volt-Kabel der EnBW Regional AG.

Information der EnBW:

„In Folge dessen traten zwei weitere Fehler im Stromnetz auf: Ein defekter Endverschluss in der Trafostation Rial in Ladenburg und im Umspannwerk in Ladenburg kam es zu einem Kurzschluss sowie einem Brand an der 20.000-Volt-Sammelschiene, von der aus der Strom √ľber die √úberlandleitungen in die regionalen Stromkreise verteilt wird. Der Kurzschluss im Umspannwerk l√∂ste die Netzschutzeinrichtung am 110.000-Volt-Transformator aus, was letztendlich zu dem gro√üfl√§chigen Stromausfall in Heddesheim, Mannheim-Rheinau, Ladenburg, Ilvesheim und Leutershausen f√ľhrte.

Den Brand in der Schaltanlage im Umspannwerk konnten die EnBW-Mitarbeiter noch vor Eintreffen der verständigten Feuerwehr löschen. Die Feuerwehr beseitigte die starke Rauchentwicklung und nahm eine Luftmessung vor. Am Transformator direkt sind entgegen der ersten Informationen keine Schäden aufgetreten.

Zwanzig Minuten nach St√∂rungsbeginn hatten die EnBW-Leitstelle in Heilbronn und das Einsatzteam vor Ort die Stromversorgung f√ľr Mannheim-Rheinau und ein Gro√üteil von Heddesheim wieder hergestellt. Bis auf einige wenige Stationen zur Versorgung technischer Einrichtungen waren um 16:44 Uhr alle betroffenen Haushalte wieder versorgt. Das Einsatzteam der EnBW arbeitete bis in die sp√§ten Abendstunden und am Folgetag an den notwendigen Reparaturen.“

Kabel bei Bauarbeiten beschädigt

Stromausfall in ganzen Stra√üenz√ľgen

Rhein-Neckar, 10. Oktober 2012. (red) (Aktualisiert) Am fr√ľhen Nachmittag kam es zu Stromausf√§llen in mehreren Gemeinden. Begonnen hatte der Stromausfall um 14:50 Uhr, um 16:44 Uhr waren alle betroffenen Haushalte wieder „unter Strom“.

Nach unserer aktuellen Kenntnis wurde bei Bauarbeiten in Heddesheim ein 20.000-Volt-Kabel besch√§digt. Infolgedessen „knallte“ es in den Umspannwerken Heddesheim und Ladenburg. Dadurch kam es gegen 15 Uhr zu einem gro√üfl√§chigen Stromausfall in Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Ilvesheim und Mannheim-Rheinau.

Mittlerweile konnten die St√∂rungstechniker die Stromversorgung in weiten Teilen wieder herstellen. In Heddesheim sollen 80 Prozent der Stromabnehmer wieder versorgt sein. Weil es in den Umspannwerken zu starken Rauchentwicklungen gekommen ist, konnten dort noch keine Arbeiten durchgef√ľhrt werden.

Update: Erstinformation der EnBW:

„Ein bei Tiefbauarbeiten in Heddesheim besch√§digtes 20.000-Volt-Kabel verursachte heute Mittag einen Stromausfall im Rhein-Neckar-Kreis. In Folge des besch√§digten Kabels kam es zu weiteren Fehlern im Stromnetz, darunter auch zu einem √úberschlag am 110.000-Volt-Transformator im Umspannwerk Ladenburg. Teilweise bis nahezu komplett betroffen waren Heddesheim, MA-Rheinau, Ladenburg, Ilvesheim und Leutershausen.

√úber Netzumschaltungen konnten die EnBW-Netzleitstelle sowie das Einsatzpersonal vor Ort bereits viele Stationen wieder in Betrieb nehmen. Wegen der starken Rauchentwicklung im Umspannwerk ist auch die Feuerwehr im Einsatz. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung sind in vollem Gange.“

Der Skandal Mappus erreicht auch Heddesheim

Die verlorene Ehre der CDU

Stefan Mappus erkl√§rt den EnBw-Deal bei seinem Auftritt in Heddesheim zum "typisch badischen oder schw√§bischen Gesch√§ft" - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Untreue gegen den fr√ľheren CDU-Ministerpr√§sidenten und seinen Bankerfreund Dirk Notheis. Ebenso gegen Ex-Finanzminister St√§chele und Ex-Staatssektret√§r Rau.

 

Heddesheim, 14. Juli 2012. (red) Der fr√ľhere Ministerpr√§sident Stefan Mappus steht im Fadenkreuz von Ermittlungen, ebenso der fr√ľhere Landesfinanzminister Willi St√§chele und der EX-Staatsminister Helmut Rau. Selbstverst√§ndlich gilt f√ľr die CDU-Politiker“Unschuldsvermutung“, bis sie durch ein ordentliches Gericht verurteilt werden. Tats√§chlich gibt es bedr√ľckende Informationen, dass Stefan Mappus zum Schaden des Staates und der B√ľrger gehandelt haben k√∂nnte. Vor der Landtagswahl war ein umworbener Gast. Auch der Heddesheimer CDU-Vorsitzenden Rainer Hege platzte fast vor Stolz, den „Landesvater“ begr√ľ√üen zu d√ľrfen.

Von Hardy Prothmann

Im Februar 2011 kommt Stefan Mappus nach Heddesheim. Der Ministerpr√§sident. Von Baden-W√ľrttemberg. In Heddesheim. Und Rainer Hege, der Chef des CDU-Ortsverbands, begr√ľ√üt ihn untert√§nigst, wie man nur untert√§nigst sein kann.

Rot die Wangen, geb√ľckt die Haltung, freudig die Ausstrahlung. Der Landwirt Hege ist stolz wie bolle, dass der „Chef“ im Ort ist. Er wei√ü noch nicht, dass dieser Stefan Mappus sp√§ter abgew√§hlt werden wird. Und er wei√ü auch noch nicht, dass es noch „schlimmer“ kommen wird.

Nat√ľrlich sind auch der Landtagsabgeordnete Georg Wacker vor Ort und sein Wahlkampfteam. Die glauben auch noch an einen „Sieg“. Auch sie sind sehr stolz, den hohen Besuch im Wahlkreis zu haben.

Mappus im Fadenkreuz der Ermittler

Tatsächlich wird die CDU im Sommer 2011 nach fast 60 Jahren an der Macht einfach abgewählt. Doch das ist noch nicht alles.

Aktuell wird gegen Stefan Mappus, Willi St√§chele und Helmut Rau staatsanwaltlich ermittelt. Ganz klar gilt die „Unschuldsvermutung“ wie bei jedem mutma√ülichen Straft√§ter, bis Fakten recherchiert sind, eine ordentliche Anklage erhoben worden ist und ein Gericht entschieden hat.

Klar ist aber auch, dass die Staatsanwaltschaft wusste, wie hoch die Aufmerksamkeit sein w√ľrde – ohne ausreichenden Grund h√§tte sie sicher auch nicht zum Mittel der Razzia gegriffen. Dutzende Beamten und mehrere Staatsanw√§lte durchsuchten B√ľros und Wohnungen.

Das Polit-Magazin Monitor zitiert umfangreich aus emails mit ersch√ľtternden Inhalten.

 

Bereits jetzt sind die „Indizien“ niederschmetternd. Das ARD-Magazin Monitor berichtet unter dem Titel „Marionette: Wie die Investmentbank Morgan Stanley einen Ministerpr√§sidenten steuerte“ umfangreich √ľber emails, SMS und Briefe zwischen Mappus und seinem Freund Dirk Notheis – einem B√§nker von Morgan Stanlay, gegen den ebenfalls ermittelt wird. Dieser Bericht ist ersch√ľtternd.

Gegen√ľber Frontal21 spricht Professor Hans-Georg Wehling (den wir auch schon mehrfach in Sachen „Pfenning“ und B√ľrgermeister Kessler interviewt haben) von einem „sklavischen“ Verhalten des fr√ľheren Ministerpr√§sidenten und sagt:

Das konnte man sich gar nicht vorstellen, dass ein Banker einen Ministerpr√§sidenten wie eine Marionette f√ľhrt.

Bittere Erkenntnisse

Der Landtagsabgeordnete und Obmann im Untersuchungsausschuss, Hans-Ulrich Skerl (B√ľndnis90/Die Gr√ľnen), sagt in dem ARD-Beitrag:

Notheis hat es fertig gebracht, dass der Ministerpräsident nicht die einfachsten Checks gemacht hat.

Staatsanw√§lte filzten in den vergangenen Tagen B√ľros von Mappus. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Der m√∂glicherweise verursachte Schaden: 840 Millionen Euro. Auch der Banker und Mappus-Freund Dirk Notheis steht im Fadenkreuz der Ermittler.

Marionette

Es besteht der Verdacht, dass sich Mappus zur Marionette von Banker, „Freunden“ und Gesch√§ftsleuten gemacht hat.

Ein ehemals unterw√ľrfig empfangener Ministerpr√§sident hat schon heute seine Ehre verloren – denn klar ist, dass er nicht „sauber“ gehandelt hat. Ob man ihn √ľberf√ľhren und verurteilen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Die CDU in Heddesheim steht vor einem √§hnlichen Schicksal. „Bis zu 1.000 Arbeitspl√§tze“ wird „Pfenning“ bringen m√ľssen. Ebenso „erhebliche Gewerbesteuerzahlungen“. Und einen Gleisanschluss.

Versagerpotential

Diese Bedingungen werden erf√ľllt werden m√ľssen, wenn sich die Partei, die das lokale „Monster-Projekt“ ma√ügeblich mit Unterst√ľtzung der SPD und FDP vorangetrieben hat, nicht irgendwann als Versagerklientel bekennen muss.

Und wer wei√ü – vielleicht tauchen irgendwann Informationen auf, die mindestens so unangenehm oder sogar strafrechtlich relevant sind, wie die zum fr√ľheren Ministerpr√§sidenten Mappus?

Es gibt immer betrogene Ehefrauen, frustrierte Freundinnen, unzufriedene Mitarbeiter, entt√§uschte Freunde, Konkurrenten – also jede Menge Quellen, die „was √ľbermitteln“ k√∂nnen.

Die verlorene Ehre der CDU

Zwar versucht sich der neue starke Mann der CDU, Peter Hauk, jetzt von Stefan Mappus zu distanzieren, nachdem er ihm die ersten Tage noch die Stange gehalten hat. Aber der Schaden ist zu groß, Mappus verbrannt. Da rettet sich lieber, wer kann.

Vor Ort in Wahlkreis 39 wird man sehen, wie die CDU mit dem Skandal umgeht. Von „Wirtschaftskompetenz“ kann man angesichts leerer Kassen und eines marode √ľbergebenen Zustand Baden-W√ľrttembergs k√ľnftig nur noch sehr kleinlaut reden. Von Ehre und Glaubw√ľrdigkeit schon gar nicht. Man darf gespannt sein, wie viele Ortsverb√§nde sich trauen, diese Schmach √∂ffentlich zu behandeln und sich in aller gebotenen Form zu distanzieren.

Die CDU hat sich einen mutmaßlichen Veruntreuer und tatsächlichen Verfassungsbrecher zum Vorbild genommen. Es ist eine Frage der Ehre, wie man damit umgeht.

Ehre ist Ehre. Und Unehre ist Unehre.

Nervöse Stimmung

Nicht auszuschlie√üen ist, dass Informationen √∂ffentlich werden, die nur lokal, wenig prominent, aber durchaus skandal√∂s sind. Lassen wir uns √ľberraschen. Unserer Redaktion liegen schon viele Hinweise vor – Indizien, durch die wir sicher davon ausgehen k√∂nnen, dass gewisse Personen seit langem unruhig schlafen. Leider noch keine „handfesten Fakten“.

Das kann sich schnell ändern. Die Nervosität ist bei gewissen Personen sicherlich enorm hoch Рund das ist gut so. Sie werden Fehler machen und andere werden sie ausnutzen Рaus welchen Motiven auch immer.

Stefan Mappus hat die Chance, einen Fehler einzugestehen, längst vertan. Gegen ihn wird ermittelt, eventuell wird Anklage erhoben und dann entscheidet ein Gericht.

Abrechnung

H√§tte er sich korrekt zu verhalten versucht, Zweifel ge√§u√üert, w√§re ihm das zugute gekommen. Jetzt wird ohne mildernde Umst√§nde abgerechnet. Immerhin ist er noch f√ľr eine Satire gut:

Ob die „Pfenning“-Rechnung schon „durch ist“, wird man sehen. Auff√§llig ist wie beim Mappus-Deal, dass alle Bef√ľrworter keine einzige kritische Frage hatten. Alles war klar – viele √Ąu√üerungen wirkten wie „vorgeschrieben“. Man k√∂nnte fast an „Mappus“ denken.

Das hei√üt nicht, dass „Pfenning“ nicht absolut „anst√§ndig“ verhandelt worden ist. Aber das Gegenteil ist nicht ausgeschlossen.

Andreas Storch, Obmann der SPD sagt im Monitor-Beitrag:

Dass hier auch Personen gekauft werden k√∂nnen, durch Aufsichtsratsposten und Verg√ľtungen…

Man wird in der nahen Zukunft sehen, ob es auch in Heddesheim „Posten“ f√ľr Personen geben wird.

Hinweis: Hier finden Sie den Auftritt von Mappus in Heddesheim vollst√§ndig dokumentiert. In Folge 5 spricht er ab 4:30′ √ľber den EnBw-Deal.

Baden-W√ľrttemberg feiert seinen 60. Geburtstag

„Wir zahlen unsere Geburtstagsparty selbst“

Landtagspr√§sident Guido Wolf begr√ľ√üt die vielen G√§ste zum B√ľrgerfest.

 

Stuttgart, 08. Juli 2012. (red/cr) Zum 60. Geburtstag Baden-W√ľrttembergs feierte der Landtag ein gro√ües B√ľrgerfest. Das Geb√§ude stand allen B√ľrgern offen. Viele G√§ste nutzten diese Gelegenheit,um sich mal den Ort anzusehen, von dem aus sie regiert werden.

Von Christian Ruser

Unterwegs zum B√ľrgerfest in Stuttgart. Als besonderen Service bieten B√ľndnis90/Die Gr√ľnen einen Bustransfer mit verschiedenen Sammelpunkten an. W√§hrend der Startpunkt in Dossenheim und die Haltepunkte in Schriesheim und Ladenburg unproblematisch sind, verlangt der Halt in Leutershausen dem Busfahrer alles ab. Grund hierf√ľr sind die zugeparkten Stra√üen um das Heisemer Stra√üenfest.

Erst nach präzisem Rangieren und einer spontanen Umleitung des Gegenverkehrs gelingt es, den Bus aus dem Gassenlabyrinth zu befreien und wieder auf die B3 Richtung Weinheim zu bringen.

Ab dort l√§uft aber alles reibungslos. Die¬† 34 Teilnehmer aus Dossenheim, Heddesheim, Hemsbach, Ilvesheim, Ladenburg, Leutershausen, Mannheim, Schriesheim, Weinheim, und Wilhelmsfeld sind gut gelaunt und freuen sich auf ein interessantes B√ľrgerfest im Landtag.

Um kurz vor elf erreicht der Bus den Landtag. Rund um das Geb√§ude herrscht schon m√§chtig Trubel. √úberall sind Zelte aufgebaut und direkt vor dem Eingang zeigen die jungen Sportakrobaten der TSG-Hofherrnweiler-Unterrombach was sie drauf haben. Aber viel Zeit zum Umsehen bleibt nicht, schnell eine Karte f√ľr die Hausf√ľhrung gesichert, bereits jetzt sind schon die meisten Touren voll, und dann ab in den Plenarsaal.

Heute sitzt die Staatsgewalt im Parlament

Noch sind ein paar Minuten Zeit. F√ľr einige B√ľrger die Gelegenheit sich vor dem Landeswappen gegenseitig zu fotografieren. Nachdem Butler Willi (Reiner Scharlowsky) die Anwesenden h√∂flich auf den Veranstaltungsbeginn hinweist, finden sich auch einige Abgeordnete ein.

Damit auch alle die Er√∂ffnung verstehen, wird Guido Wolf von einer Geb√§rdendolmetscherin √ľbersetzt. Schnell kommt er auf die Kernpunkte seiner Rede. Zum einen ist er froh, dass heute, gem√§√ü des demokratischen Leitsatzes „Alle Macht geht vom Volke aus“, die Staatsgewalt im Parlament sitzt. Er w√ľnscht sich f√ľr die Zukunft starke B√ľrgerbeteiligungen. F√ľr ihn sind republikanische Demokratie und B√ľrgerdemokratie keine Gegens√§tze.

Heute sitzt die Staatsgewalt im Parlament

 

Auch ist f√ľr ihn Baden-W√ľrttemberg ein erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt. K√ľnstlich nach dem zweiten Weltkrieg zusammengelegt, haben sich die B√ľrger zu einer leistungsf√§higen Gemeinschaft zusammengetan. 60 Jahre Baden-W√ľrttemberg ist f√ľr ihn auch 60 Jahre in den L√§nderfinanzausgleich einzahlen. So sagt er, nicht ohne Stolz:

Wir Baden-W√ľrttemberger zahlen unsere Geburtstagsparty selbst.

Die Zuhörer kommentieren seine Rede mit lautem Beifall. Aber wer wird sich an so einem Tag schon mit Kritik unbeliebt machen?

Auch kritische Stimmen sind erlaubt.

Vor dem Plenarsaal wirbt ein Mann f√ľr die direkte Demokratie. Obwohl er nicht auf die Besucher zu geht, suchen viele das Gespr√§ch mit ihm. Offensichtlich ein Thema, dass die B√ľrger interessiert.

Politiker zum Anfassen

Aber auch viele Landespolitiker mischen sich unter das Volk. An den Parteist√§nden und im gesamten Geb√§ude stehen sie zum Gespr√§ch bereit. Manfred Kern sorgt im Au√üenzelt sogar musikalisch f√ľr Stimmung.

Etwas beh√§big wirkt dagegen die Elefantenrunde. Dort werden die Fraktionsvorsitzenden von den SWR-Moderatoren J√ľrgen Schmitz und Dieter Fritz zur aktuellen Politik befragt.

Elefantenrunde: Peter Hauk (CDU), Hans-Ulrich R√ľlke (FDP), Edith Sitzmann (Gr√ľne) und Claus Schmiedel (SPD) (v.l.)

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Regierungsparteien B√ľndnis90/Die Gr√ľnen und SPD gerne miteinander arbeiten und sich gegenseitig auch kritisieren k√∂nnen. W√§hrend CDU und FDP die Rolle der Opposition ernst nehmen. Von Stefan Mappus und dem R√ľckkauf der EnBW in der abgewickelten Form distanziert sich die CDU und begr√ľ√üt eine l√ľckenlose Aufkl√§rung. Im Publikum ist deutlich zu merken, dass ihnen bei dieser Runde die n√∂tige Tiefe fehlt.

Es darf gelacht werden

Wer sich ein wenig von der Politik entspannen will, kann dies im Caf√©, an den zahlreichen Imbissst√§nden oder im Plenarsaal tun. Dort bietet jetzt ein Poetry Slam Abwechslung. Ob die besinnliche Kurzgeschichte von Pierre Jarawan, in der er erkl√§rt, wie ein Flohmarkt ein Bazar und auch ein St√ľckchen Heimat sein kann oder das Gedicht √ľber die Notwendigkeit klarer Konturen von Josefine Berkholz, man kann sich einfach hinsetzen, zuh√∂ren und genie√üen.

Der Wettbewerb ist vorbei.

Bei Julian Heun ist das nicht mehr so einfach, denn er stellt die Lachmuskeln seines Publikums auf eine harte Probe und wird dabei sogar noch gesellschaftskritisch. So meint er, dass der Wettkampf zugunsten der Competition aufgegeben wurde. Der klare Vorteil, beim Wettkampf gibt es Verlierer, wenn man „Competition macht“, dann schneidet man eben nicht so gut ab.

Alternativ gibt es F√ľhrungen durch das Haus der Abgeordneten. Ein 136 Meter langer Tunnel verbindet die B√ľros der Abgeordneten mit dem Landtag. Damit einem die Strecke nicht zu lang wird, ist der Tunnel mit Kunstinstallation aus Stahlrohren von Robert Schad verziert.

Auf der anderen Seite angekommen besucht man die Poststelle, die Druckerei und das Informationszentrum. Bei einem Blick in ein Abgeordnetenb√ľro stellt man fest, dass beim Arbeiten nicht viel Platz zum Entspannen bleibt. Zwei Schreibtische und ein paar Regale, mehr passt in einen Raum nicht hinein.

Gegen 15 Uhr ist es auch wieder Zeit f√ľr die R√ľckfahrt. Auch hier steht wieder der Bus bereit und zweieinhalb Stunden sp√§ter erreicht der Bus auch wieder den ersten Ort.

Den Besuchern im Landtag wurden interessante Einblicke geboten und viele Politiker waren zu offenen Gespr√§chen bereit. Ein sch√∂nes Zeichen, dass es nicht „Die in Stuttgart“ sind, von denen die Politik kommt, sondern Menschen, die, obwohl sie die meiste Zeit mit politischen Fragen besch√§ftigt sind, die Bodenhaftung nicht verlieren wollen. Da kann man nur hoffen, dass das auch gelingt.

Eine Bildergalerie finden Sie auf dem Rheinneckarblog.de.

Gemeinderat verabschiedt Haushaltsreste 2011

Mehr Durchblick bei Straßenbeleuchtung

 

Nach einem Jahr eine feste Größe: Der freitägliche Markt in der Ortsmitte.

Heddesheim, 30. März 2012. (red/cr) Nur wenig Diskussionsbedarf gab es bei der Gemeinderatssitzung am 29. März. Einig ist man sich bei der Übernahme der Haushaltsreste 2011. Ebenso bei der Vergabe der Heizungssanierung der Johannes-Kepler-Schule. Der Bauhof wird in Zukunft die Straßenbeleuchtung instand halten.  

Von Christian Ruser

Außerhalb des Sitzungssaals biegen Sturmböen die noch laublosen Bäume. Im Inneren ist von einer Schlechtwetterlage nicht die geringste Spur. Mit großem Einvernehmen werden die auf der Tagesordnung stehenden Themen angegangen.

Frisch ist der Freitag

Ein allgemeiner Konsens besteht bereits beim Wochenmarkt ‚Äěfrischer Freitag‚Äú. Seit einem Jahr wird er auf dem Marktplatz im Ortskern abgehalten und ¬†wird mehr und mehr zu einer festen Gr√∂√üe im Gemeindeleben.

Die gute Resonanz innerhalb der Bev√∂lkerung, so B√ľrgermeister Kessler, l√§sst sich auch auf die Rahmenveranstaltungen zur√ľckf√ľhren. In Zukunft sind deshalb weitere Veranstaltungen geplant. Ein fester Stamm von acht Markth√§ndlern hat sich inzwischen etabliert. Noch fehlt aber ein verl√§sslicher Fischh√§ndler.

Andreas Schuster von den Gr√ľnen m√∂chte wissen, ob es bereits eine Erhebung der Marktbesucher gibt. Michael Kessler begr√ľ√üt diesen Gedanken und verspricht in dieser Richtung ein Erfahrungsbericht bei den H√§ndlern einzuholen.

Die SPD ist ebenfalls von der Entwicklung des Wochenmarkts begeistert. Eine Verl√§ngerung der √Ėffnungszeiten ist √ľberlegenswert und mit den H√§ndlern abzukl√§ren.

Anders sehen es die Vertreter der CDU Fraktion. Sie bef√ľrchtet im Markt eine zus√§tzliche Konkurrenz f√ľr die ans√§ssigen H√§ndler und einen Kostenfaktor f√ľr die Gemeinde. Diesem Einwand h√§lt Kessler entgegen, dass solche Projekte nicht kostenlos zu stemmen sind, die gute Annahme des Marktes seitens der Bev√∂lkerung aber f√ľr den Markt spreche.

Noch nicht alles ist erledigt

Aus dem Haushalt 2011 sind noch Posten offen, die in das Haushaltsjahr 2012 √ľbernommen werden m√ľssen. So ist im Zuge der Sanierung der Johannes-Kepler-Schule noch eine technische Verbesserung der Heizungsanlage offen. Weitere 2011 veranschlagte Bauma√ünahmen auf den Sportpl√§tzen, dem See und dem Hallenbad stehen ebenfalls aus.

Aus diesem Grund stimmt der Gemeinderat den 2011 gebildeten Haushaltsresten geschlossen zu.

Bauhof sorgt f√ľr helle Stra√üen

Zum Monatsende l√§uft der Stromliefervertrag mit der EnBW aus. In der bisherigen Praxis hat sich gezeigt, dass der Bauhof in vielen F√§llen schneller und kosteng√ľnstiger Netzdefekte beheben konnte. Die Verwaltung schl√§gt vor, diese Aufgabe dem Bauhof zu √ľbertragen. Als Stromlieferant werden die Stadtwerke Viernheim beauftragt.

Die Instandhaltung des Stra√üenbeleuchtungsnetzes durch den Bauhof wirft die Frage nach einer 24 st√ľndigen Rufbereitschaft auf. Um diese zu gew√§hrleisten, wird bei den Stadtwerken Viernheim ein St√∂rungstelefon angemietet. Dieses Vorgehen soll zun√§chst ein Jahr laufen, um danach Bilanz zu ziehen.

Frank Hasselbring von der FDP bem√§ngelt, dass man keine klare Bewertungsgrundlage haben wird. Es fehlt eine Gesamt√ľbersicht der bisherigen Kosten. Auch m√∂chte er im Antrag an den Gemeinderat klar die Befristung der Entscheidung auf ein Jahr verankert wissen.

B√ľrgermeister Kessler erl√§utert, dass im bisherigen Vertrag mit der EnBW die Kosten f√ľr die Instandhaltung der Stra√üenbeleuchtung nicht ausgewiesen wurden. Die EnBW hatte die Kosten im Strompreis umgelegt. Deshalb sei eine direkte Gegen√ľberstellung der Kosten nicht m√∂glich.

Nach der Einarbeitung der Ein-Jahres-Klausel wird einstimmig beschlossen, den Bauhof mit der Instandhaltung der Straßenbeleuchtung zu betrauen.

Wärme per Mausklick

Die Heizungsanlage der Johannes-Kepler/Karl-Drais-Schule ben√∂tigt eine Erneuerung. Durch einen zentralen PC werden zuk√ľnftig die einzelnen Klassenr√§ume separat w√§rmereguliert.

Nach VOB wurde der Auftrag beschr√§nkt ausgeschrieben. Von vier angefragten Firmen haben drei ein Angebot vorgelegt. Das g√ľnstigste Angebot legte die Firma Kieback & Peter aus Ludwigshafen vor. F√ľr die Elektroarbeiten wurden zwei Firmen angefragt. Das wirtschaftlichste Angebot legte Elektro-Kemmet aus Heddesheim vor.

Da sie in dieser Entscheidung befangen ist, nimmt FDP-Gemeinder√§tin Ingrid Kemmet nicht an der Abstimmung teil. Die √ľbrigen Gemeinder√§te stimmen dem Antrag ausnahmslos zu.

AWO deckt das Dach

Nach Ausschreibung der Sanierung des Geb√§udedachs in der Oberdorfstra√üe 20 haben zwei Firmen ein Angebot vorgelegt. Das preisg√ľnstigste Angebot erfolgte von AWO Dachbau GmbH.

Da das Angebot etwa 8.500 ‚ā¨ unter dem Konkurrenzangebot liegt, erteilt der Gemeinderat der AWO Dachbau den Auftrag.

Aussch√ľsse neu besetzt

Durch das Ausscheiden von Hardy Prothmann aus dem Gemeinderat, r√ľckte Markus Schulz nach. Die neue Personalsituation zwingt die FDP-Fraktion sich in den Kommissionen und Aussch√ľssen neue aufzustellen. Markus Schulz wird Mitglied im Kultur-/Sport-, Umwelt- und Jugendausschuss werden. Auch wird er Mitglied der Grundst√ľckskommission.

Mit einer Sitzungszeit von 67 Minuten ist die Gemeinderatssitzung ungewöhnlich schnell vorbei.

Straßenbeleuchtung zum Teil ausgefallen

Heddesheim, 14. Dezember 2011. Heute Nacht sind Teile der Straßenbeleuchtung in Heddesheim wegen eines Trafo-Schadens ausgefallen. Wie das Bauamt auf Nachfrage mitteilte, ist die EnBw zur Zeit dabei, den Schaden zu reparieren. Welche Straßen genau betroffen waren, konnte nicht mitgeteilt werden.

Nach unseren Informationen war vor allem die Ortsmitte betroffen. Wann genau der Schaden aufgetreten ist, konnte ebenfalls nicht benannt werden. Bei der Gemeinde gingen am Morgen mehrere Anrufe von B√ľrgern ein, die die dunklen Stra√üenz√ľge meldeten.

Es handelt sich also um einen tempor√§ren Zustand, nicht um „Ladenburger Verh√§ltnisse“. ūüėČ