Dienstag, 21. November 2017

18. und 19. Januar an der Kunsteisbahn

Heddesheimer Eiszauber

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Der Heddesheimer Eiszauber findet am 18. und 19. Januar statt. Foto: Gemeinde Heddesheim

Heddesheim, 07. Januar 2014. (red/pm) Am 18. und 19. Januar findet auf der Kunsteisbahn der Heddesheimer Eiszauber statt. Die Gemeinde und einige Vereine haben sich ein unterhaltsames Programm einfallen lassen. [Weiterlesen…]

Kunsteisbahn öffnet am 01. November

Winterzeit – Eislaufzeit

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Die Eisbahn ist im Winter ein beliebter Treffpunkt. Foto: Gemeinde Heddesheim

Heddesheim, 16. Oktober 2013. (red/pm) In zwei Wochen ist es endlich wieder soweit: Die Freiluft-Eisbahn Heddesheim ist ab dem 01. November ge√∂ffnet. [Weiterlesen…]

Vorstellung des Energieberichts f√ľr kommunale Geb√§ude im Jahr 2012

Gesamtkosten f√ľr Energie und Wasser steigen um 30.000 Euro

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Die Kosten f√ľr den Wasserverbrauch der kommunalen Geb√§ude der Gemeinde sind gestiegen. Die Gesamtkosten f√ľr Wasser und Energie liegen bei 458.800 Euro.

 

Heddesheim, 25. Juli 2013. (red) Die Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg/Rhein-Neckarkreis (KliBA gGmbH) stellte dem Gemeinderat und der Verwaltung in der Sitzung des 25. Juli den Energiebericht f√ľr die kommunalen Geb√§ude der Gemeinde Heddesheim vor. Demnach sankt der Gesamtenergieverbrauch im Betrachtungszeitraum 2012 um 28,6 Prozent gegen√ľber dem Verbrauch von 1997. Die Gesamtkosten f√ľr Energie und Wasser stiegen im Vergleich zu 2011 um rund 30.000 Euro, liegen aber trotzdem unter den Werten der Jahre 2007 bis 2010. [Weiterlesen…]

KliBA stellt Energiebericht vor

Eisbahn frisst Energieeinsparung auf

Heddesheim, 28. Juni 2012. (red) Die gute Nachricht – die Gemeinde spart √ľberwiegend durch investive Ma√ünahmen Energie ein. Die schlechte: Die Kosten steigen trotzdem. Eisbahn und Hallenbad sind nach wie vor Energiefresser.

In der Gemeinderatsitzung vom 28. Juni 2012 berichtete Dr. Klaus Ke√üler, Gesch√§ftsf√ľhrer der KliBA gGmbH,¬† √ľber den aktuell vorliegenden Energiebericht des Controllings aus dem Vorjahr √ľber die Energietr√§ger Erdgas, Heiz√∂l, Holzpellets, Strom und Wasser.

Der gesamte Energie- und Wasserverbrauch der Gemeinde wird von wenigen Großverbrauchern entscheidend beeinflusst. Auch Witterung und schwankende Besucherzahlen wirken sich direkt auf die Höhe des Wärme-, Strom- und Wasserverbrauchs aus.

Die KliBA GmbH stellte neben den Ergebnissen aus der Kontrolle, Analyse und Dokumentation des Jahresverbrauchs  auch die im Jahr 2011 entstandenen zugehörigen Kosten und die Höhe der Co²-Emissionen dar.

Konsequentes Energiecontrolling

Durch das konsequent durchgef√ľhrte Energiecontrolling konnten seit 2003 die Verbrauchwerte aller erfassten fossilen Energietr√§ger (Erdgas, Heiz√∂l, Holzpellets, Strim und Wasser) deutlich reduziert werden. Diese Reduktion wurde bis zum Jahr 2006 konstant gehalten.

In den folgenden Jahren gelangen den Liegenschaften weitere Reduzierungen durch verschiedenartig durchgef√ľhrte Ma√ünahmen der Gemeinde und durch die Einf√ľhrung des Energiesparcontracting. Als einziger Ausrei√üer bildet das Jahr 2009 eine Ausnahme – hier verursachte das Blockheizkraftwerk durch eine ganzj√§hrige Stromproduktion und l√§ngerer Laufzeiten einen h√∂heren Gasverbrauch.

Der vorj√§hrige Gesamtenergieverbrauch der Liegenschaften sank gegen√ľber 2010 erneut – mit dem Verbrauch von 5.600 MWh konnte im Vergleich zum Jahr 1997 eine Einsparung von 25 Prozent erreicht werden. Die CO2-Verbrauch ist sogar um 40 Prozent zur√ľckgegangen – das bedeutet eine Einsparung von 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Diese Reduzierung entstand vor allem durch Einsparungen im Wärmebereich (76 Prozent der Gesamtenergie). Die Einsparungen wurden zur Hälfte vom Rathaus und der Heizungszentrale in der Johannes-Kepler/Karl-Drais-Schule realisiert.

Auch der Stromverbrauch konnte bei nahezu allen reduziert werden, mit Ausnahme der Eisbahn, welche durch ihren Ausfall in der Kältesteuerung die Einsparungen der anderen Liegenschaften zunichte machte. In der Betrachtung der Gesamtbilanz ist daher nur eine sehr geringe Einsparung des Stroms zu verzeichnen.

Bei einem nur graduellen Anstieg von unter einem Prozent des Gesamtverbrauchs (213 m³) blieb der Wasserverbrauch im Vorjahr fast konstant.

Kosten steigen kontinuierlich

Die Kosten f√ľr Energie sind jedoch trotz aller durchgef√ľhrten Einsparungen seit 2003 kontinuierlich angestiegen. Seit einem im Jahr 2009 erstmalig aufgetretenen R√ľckgang der Kosten gegn√ľber dem Vorjahr wuchsen die Kosten 2010 bereits wieder erneut, und das trotz sinkenden Energieverbrauchs.

In der aktuellen Bilanz 2011 konnten die Kosten von etwa 515.000 ‚ā¨ auf 431.000 ‚ā¨ gesenkt werden. Diese Kostenwerte liegen sogar unter den 2006 festgestellten Energiekosten. Die Gemeinde hat langfristige Bezugsvertr√§ge geschlossen und somit f√ľr die entsprechenden Zeitr√§ume „feste“ Preise.

Eine Ursache f√ľr die aktuelle verzeichnete starke Abnahme ist der milden Witterung im Jahre 2011 zuzurechnen, welches das w√§rmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997 war. Hier wurde deutlich weniger Heizw√§rme verbraucht als in den Vorjahren. Das warme Wetter hat direkte Auswirkungen auf die Kosten die nicht witterungsbereinigt sind.

Als eine weitere positive Einwirkung auf die Kosten sind auch die durchgef√ľhrten Ma√ünahmen zur Energieeinsparung zu sehen.

Der gesamte Gasverbrauch der Liegenschaften wurde reduziert. Im Jahr 2011 musste weniger externer und teurer Strom zugekauft werden, da das Blockheizkraftwerk (BHKW) √ľber die Laufzeit eines gesamten Jahres mehr Strom selbst produzierte. Auch das Heiz√∂l im Rathaus musste aufgrund der Bevorratung nicht nachgetankt werden.

Sehr umfassend durchgef√ľhrte D√§mmma√ünahmen an der Geb√§udeh√ľlle des Rathauses haben den Heiz√∂lverbrauch so stark reduziert, dass der Verbrauch von Pellets im Bauhof den Heiz√∂lverbrauch √ľberwog.

Neuer Kostenfaktor Straßenbeleuchtung

Ebenfalls auf den milden Winter und den dadurch niedrigeren W√§rmeverbrauch von unter 1.500 Tonnen¬† ist der¬† um 40 Prozent (Vergleichsjahr 1997)¬† gesenkte CO¬≤-Verbrauch. Durch den Bezug von √Ėkostrom wird dieser Wert auch in Zukunft weiter sinken.

Die Stra√üenbeleuchtung ging am 01. April 2012 in den Bereichen Wartung und Instandhaltung vom Eigentum der EnBW¬† in das Eigentum der Gemeinde √ľber. Diese werden ab sofort ebenfalls in den Energiebericht aufgenommen, um die Ver√§nderungen der Kosten bzw. Einsparungpotential der Stromkosten erfassbar machen zu k√∂nnen.

Aus Sicht von Dr. Ke√üler sei es sinnvoll Anfang des kommenden Jahres F√∂rderantr√§ge f√ľr ein Klimaschutzkonzept zu stellen. Auch der Kreis habe so ein Konzept in Vorbereitung mit dem Ziel des energieautarken Kreises.

Anm. d. Red.: In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heddesheim f√ľhrt die KliBA GmbH seit dem Jahr 2001 ein Energiecontrolling f√ľr die 12 ausgew√§hlten Liegenschaften der Kommune Heddesheim durch.

 

Eiszeit startet bei mildem Wetter


Die Eissaison 2011/2012 hat heute begonnen.Foto: Jennifer Siegert

Heddesheim, 01. November 2011. (red/js) Anl√§sslich des heutigen Saisonstarts der Kunsteisbahn Heddesheim versammelten sich Familien und Jugendliche, um den Winter auf Eis zu begr√ľ√üen. Der Start am Vormittag war jedoch verhalten. Bei milden Temperaturen von 13 Grad Celsius kamen nur rund 100 Besucher.

√Ėffnungszeiten der Heddesheimer Eisbahn

Montag – 14:00-17:00

Dienstag – 9:30-22:00

Mittwoch – 9:30-20:45

Donnerstag – 9:30-22:00

Freitag – 9:30-22:00

Samstag – 9:30-22:00

Sonntag – 9:30-22:00

Preise

Kinder (unter sechs Jahren) – Eintritt frei!

Kinder (ab sechs Jahren) – 2,20 Euro

Jugendliche/Ermäßigte Р2,20 Euro

Erwachsene: – 3,20 Euro

Eisdisco am Samstag:

Kinder/Jugendliche/Ermäßigte Р3,20 Euro

Erwachsene – 4,20 Euro

Zuschauer (ab sechs Jahren) – 0,50 Euro

Sonderaktionen

Montag, 14:00-17:00 – Kindernachmittag ab Dezember, im Anschluss, Kindereisdisco

Samstag, 17:00-22:00 – Eisdisco

einmal im Monat, Freitags – Special Friday Night Parties

Kindergeburtstagsfeier: Geburtstagskind kostenlos, je Kind, mit einem Essen und Getr√§nk, f√ľr 5,50 Euro, zwei Begleitpersonen f√ľr je 2 Euro

Kindereislaufkurse: ab 2. November 2011, Anmeldung unter: patriziawittich@yahoo.de

Die Kunsteisbahn ist mit der Buslinie 629, Haltestelle Sportzentrum, vom OEG Bahnhof Heddesheim oder Leutershausen/Großsachsen, zu erreichen.

Verhaltener Start: bei milden Temperaturen "starteten" nur wenige Gäste in die neue Eislaufsaison. Foto: Jennifer Siegert

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das Heddesheimblog.de

Drogen und Alkohol bei Jugendlichen: Ignoranz löst keine Probleme


Guten Tag!

Ladenburg, 18. Februar 2011. Nur 28 Eltern von CBG-Sch√ľlern haben die Chance genutzt, sich vom Drogen-Experten der Mannheimer Polizei informieren zu lassen. Von einem „Interesse“ kann also keine Rede sein – eher von Ingnoranz. „Drogen oder Alkohol? Bei meinen Kindern? Nein“, m√∂gen viele Eltern „Probleme“ von sich weisen. Die Realit√§t ist nicht „n√ľchterner“, sondern bedenklich zugedr√∂hnt.

Kommentar: Hardy Prothmann

Die Zahlen sprechen f√ľr sich: 28 anwesende Eltern sind bei 1.150 Sch√ľlern gerade mal 2,5 Prozent. Geht man davon aus, dass alle Sch√ľler zwei Eltern haben, sind es noch 1,25 Prozent der Eltern, die sich f√ľr den Aufkl√§rungsvortrag des Polizeihauptkommissars Willi Stier interessierten.

Vielleicht sind das auch nur die Eltern, die sich noch nicht informiert haben und die restlichen rund 98 Prozent wissen schon Bescheid, „was so alles geht“. Und vielleicht ist es auch so, dass es am CBG keine Drogen- und Alkoholprobleme bei Sch√ľlern gibt.

143 Prozent mehr Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen. Stand: 2007

Damit w√§re das Ladenburger CBG die r√ľhmlichste Ausnahme der Republik. Bundesweit sehen die Zahlen anders aus, wie der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung 2009 ausweist:

„Im Jahr 2007 wurden 23.165 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren aufgrund einer Alkoholvergiftung station√§r im Krankenhaus behandelt. Das ist die h√∂chste Zahl seit der Ersterhebung im Jahr 2000 und entspricht einer Zunahme um 143 %.“

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Eltern informieren sich √ľber Drogen- und Alkoholmissbrauch bei einer Informationsveranstaltung im CBG.

Das sind nur die „statistisch“ erfassten F√§lle. Wie viele Kinder und Jugendliche sich die „Seele aus dem Leib gekotzt“ oder sich mit Drogen vergiftet haben und am Krankenhaus gerade nochmal vorbei gekommen sind, ist und bleibt eine Dunkelziffer.

Bei der Einnahme von Cannabis-Produkten liegen die Zahlen bei einer Zunahme von sechs bis zwölf Prozent. Diese Daten stammen aus dem Jahr 2007. Seither sind keine neuen Daten veröffentlicht worden. Wie die Entwicklung 2008-2010 war? Das ist nicht zu belegen.

Wer denkt, dass sein(e) Kind(er) nicht betroffen sind, verschlie√üt die Augen. Drogen- und Alkoholmissbrauch finden nicht erst statt, wenn es eine amtliche Erfassung gibt, sondern haben meist eine lange „Karriere“ hinter sich. Immer wieder, immer h√§ufiger, immer exzessiver – bis der „Extremfall“ eingetreten ist und man die Augen nicht mehr verschlie√üen kann.

Und machmal ist das sehr bitter: Immer h√§ufiger, so Willi Stier, werden „k.o.“-Tropfen eingesetzt und die Opfer, meist junge Frauen, vergewaltigt. Die Dunkelziffer ist hoch: „Die M√§dchen k√∂nnen sich an nichts erinnern und sch√§men sich.“

Keine Frage der Schule oder der Milieus.

Man darf davon ausgehen, dass sowohl das CBG, als auch die Merian-Realschule oder die Sickingenschule und andere Schulen in anderen Orten ungef√§hr gleich von all diesen „Entwicklungen“ betroffen sind. „Drogen-Willi“, wie sich Polizeihauptkommissar Stier selbst scherzhaft nennt, sagt: „Es ist keine Frage der Schule oder der Milieus. Es ist ein allgemeines Problem.“

Und es ist ein Problem in den Familien. Wo sonst? Sind es immer nur die anderen Kinder – nie die eigenen?

Alle Eltern, die mit √ľberm√§√üigem Alkoholkonsum ihrer Kinder konfrontiert werden oder gar mit Drogen, werden zun√§chst mit Schutzreflexen reagieren. Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Es muss ein „Ausrutscher“ sein, eine „Jugends√ľnde“ und wie die Schutzbehauptungen auch hei√üen m√∂gen.

Der Reflex zu Scham, Sorge und es „wieder gut haben zu wollen“, ist verst√§ndlich und nachvollziehbar – aber leider wenig hilfreich zur L√∂sung der Probleme.

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung hat die Redaktion im November 2009 von zwei alkoholisierten Mädchen auf der Heddesheimer Eisbahn erfahren. Beide waren zwölf Jahre alt und wurden in einer Weinheimer Klinik behandelt. Ein Mädchen ist aus Ladenburg, wo das andere Mädchen wohnt, haben wir nicht erfahren.

Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen.

Die Reaktion der Gemeinde Heddesheim war bezeichnend: Der Vorfall wurde verschwiegen. Durch hartn√§ckiges Nachfragen bekamen wir nur die Informationen best√§tigt, die wir schon wussten. Andere Medien haben dar√ľber nicht berichtet. Auch die Stadt Ladenburg hat sich unserer Kenntnis nach nicht dazu ge√§u√üert – vielleicht, weil es dort keine „Erkenntnisse“ gab.

Der „Affenreflex“, „Nichts sehen, nichts h√∂ren, nichts sagen“, ist verbreitet.

Seither sind die Kontrollen angeblich verst√§rkt worden. Und selbst wenn. Willi Stier schilderte, wie es abl√§uft. Bei „Adler“-Spielen wird eben schon vorher „geschluckt“, „Aufrei√üer“ in den Taschen enthalten hochprozentiges und schmecken s√ľ√ü. Selbst geschulte „T√ľrsteher“ k√∂nnen diese „Mitbringsel“ nur schwer entdecken.

Woran es fehlt, ist der Wille zur Aufkl√§rung. Sowohl bei Eltern, als auch bei Beh√∂rden. Und der Wille zur echten Pr√§vention. Ein paar Unterrichtseinheiten, wie sie der MM „lobend“ in seinem Bericht erw√§hnt, dienen nur den „Formalit√§ten“, nichts sonst: „Alles ok bei uns, keine „bekannten“ Probleme.“

Wie passen aber eine bundesweite Zunahme von 147 Prozent „mehr“ station√§r behandelter Alkoholvergiftungen mit dieser „Realit√§t“ zusammen? Wohl eher gar nicht.

Solche Zahlen muss man nicht „k√ľnstlich“ dramatisieren, wie man das dann der „Presse“ gerne vorwirft – sie sind dramatisch (auch wenn die Kritik an der Presse oft berechtigt ist – wir sparen ja auch nicht damit).

Wo gedeckelt wird, gibt es keine Probleme. Nur woanders.

Geh√∂ren die Saufgelage auf der Neckarwiese und das zertr√ľmmerte Rundklo nicht zu diesem Thema? Sind Alkoholmissbrauch und Drogenkonsum in Ladenburg, Heddesheim und anderswo nicht bekannt? Ist das so?

Solange man es irgendwie „deckeln“ kann, ist das so. Denn dann gibt es keine Probleme.

Auch nicht zu anderen „Problemfeldern“.

Unser Bericht √ľber Sch√ľlerInnen des CBG, die sich mit „Hitlerscherzen“ die Zeit vertreiben, hatte genau keine „Nachwirkungen“ – bis auf Anfeindungen und Drohungen und √ľble Nachreden gegen unsere Redaktion.

Obwohl – das stimmt nicht ganz.

Seither erhalten wir durch die Schulleitung fast keine Termineinladungen oder andere Informationen mehr zum CBG. Rektor G√ľnter Keller und sicher auch andere haben unsere Redaktion offensichtlich als „Problem“ identifiziert.

Das Problem sind nicht die Berichte, sondern die Haltung dazu.

Ganz sicher werden „interessierte Kreise“ nach unserem Bericht und diesem Kommentar sich in ihrer Haltung best√§rkt f√ľhlen. Unseren „Blogs“ werden dann gerne die abstrusesten Motive unterstellt, warum wir „negativ“ berichten.

Wer sich n√ľchtern zur√ľcklehnt, wird feststellen, dass wir einfach nur „informieren“, anstatt eine Sch√∂nwetter-„Berichterstattung“ zu betreiben und alles zu ignorieren, was „nicht ins Bild passt“. Wir berichten nicht „negativ“, sondern kritisch. Das ist ein bedeutender Unterschied.

Die Tageszeitung „Die Welt“ schreibt:
„Es gab Zeiten, da war Lokalzeitungen jeder Jugendliche eine Meldung wert, der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Heute sind die Koma-M√§dchen und Koma-Jungs verschwunden – aus den Nachrichtenspalten; denn ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren in einer Weise explodiert, die eine t√§gliche Berichterstattung unm√∂glich macht.“

Nicht die Zahl der Fälle verhindert eine Berichterstattung, sondern die Ignoranz. Und die löst keine Probleme, sondern hofft, dass sie vorbeigehen.

Wir gehen nicht vorbei, sondern halten an, schauen hin, recherchieren und schreiben auf. Ob das nun „gef√§llt“ oder nicht.

„Gefallen zu wollen“ hat mit Journalismus nichts zu tun.

Eisbahn öffnet am 1. November

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Oktober 2010. (pöl/pm) Am 01. November 2010 öffnet die Heddesheimer Freiluft-Eisbahn.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim:

„Der Countdown zum Beginn der Eislaufsaison in Heddesheim l√§uft: Ab Montag, 1. November 2010, √∂ffnet die Freiluft-Kunsteisbahn im Sportzentrum (Ahornstra√üe 78) wieder ihre T√ľren und l√§dt zum t√§glichen Schlittschuh-Spa√ü mit Blick auf die Bergstra√üe ein.

Die Anlage bietet alles, was ein Besuch zum Erlebnis werden lässt. Angeschlossen an die Kunsteisbahn sind ein Kiosk und ein Glaspavillon, in dem sich die Besucher aufwärmen oder das Treiben auf der Bahn verfolgen können. Ein Schlittschuhverleih befindet sich ebenfalls vor Ort.

Montagnachmittags zwischen 14 und 17 Uhr findet auch in diesem Jahr wieder der Kindernachmittag statt. Mit Hilfe von Lernhilfen haben Kinder bis zehn Jahre die Möglichkeit spielerisch das Eislaufen zu lernen. Im Anschluss an den Kindernachmittag findet ab Dezember 14-tägig eine Kindereisdisco statt, denn auch die Kleinen bekommen bei uns die Gelegenheit bei fetziger Musik und winterlichem Lichterzauber mal so richtig abzutanzen.

Dienstags, donnerstags, freitags und sonntags ist jeweils von 9.30 bis 22 Uhr √∂ffentlicher Lauf, mittwochs von 9.30 bis 20.45 Uhr und samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr. Fast schon legend√§r ist die Eisdisco, die jeden Samstag von 17 bis 22 Uhr stattfindet. Gespielt werden die neuesten Chartbreaker und eine Lightshow sorgt f√ľr Discoatmosph√§re. Dar√ľber hinaus finden einmal im Monat Special Friday Night Parties statt. Von Disco Hits √ľber R`n`B Night Fever bis zur √ú 30 Party, Oldies, etc. ist f√ľr jedes Alter und jeden Musikgeschmack etwas geboten.

Ab 01. November 2010 k√∂nnen Kinder f√ľr nur 5,50 √Ę‚Äö¬¨ pro Kind inkl. einem Essen, Getr√§nk und einer kleinen √ÉŇďberraschung ihren Geburtstag auf der Eisbahn feiern. Dabei kann zwischen folgenden Gerichten inkl. eines 0,5 l Getr√§nkes gew√§hlt werden: Rinds-/Bockwurst mit Br√∂tchen oder Cheeseburger/Hamburger oder Currywurst mit Br√∂tchen. Zwei Begleitpersonen zahlen einen erm√§√üigten Eintrittspreis von nur 2,00 √Ę‚Äö¬¨ pro Person. Das Geburtstagskind hat selbstverst√§ndlich freien Eintritt! Wir bitten um eine rechtzeitige Anmeldung des Kindergeburtstages unter der Tel.-Nr. (06203) 4039686.

F√ľr Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei. Kinder ab sechs Jahren sowie Jugendliche und Erm√§√üigte (Sch√ľler, Studenten, Rentner etc.) zahlen 2,20 √Ę‚Äö¬¨, Erwachsene 3,20 √Ę‚Äö¬¨. Billiger wird es in allen Kategorien mit einer Mehrfachkarte. Die Eisdisco am Samstag kostet f√ľr Kinder/Jugendliche und Erm√§√üigte 3,20 √Ę‚Äö¬¨ und f√ľr Erwachsene 4,20 √Ę‚Äö¬¨. F√ľr 0,50 √Ę‚Äö¬¨ k√∂nnen Zuschauer (ab sechs Jahren) am Eislaufspa√ü teilhaben.

Die Kunsteisbahn ist mit der Buslinie 630, Haltestelle Sportzentrum, vom OEG Bahnhof Heddesheim oder Leutershausen/Großsachsen, gut zu erreichen.

Weitere Informationen zu √Ėffnungszeiten, Eintrittspreisen und noch einiges mehr finden Sie unter www.heddesheim.de. Dort ist auch ein neues Image-Video der Eisbahn zu finden.“

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Nachdem offensichtlich zuerst der Mannheimer Morgen informiert wurde und wir wieder einmal die Ungleichbehandlung unserer Redaktion thematisiert haben, schickte uns die Gemeindeverwaltung die vorliegende Pressemitteilung am 25. Oktober 2010 zu, mit der Bitte um Ver√∂ffentlichung „um die beliebte Eisbahn in der Region bekannter zu machen“. Und darin wurde uns erstmals seit November 2009 die M√∂glichkeit von „R√ľckfragen“ beim Hauptamtsleiter Julien Christof angeboten.

Der Bitte entsprechen wir gerne im Sinne der √Ėffentlichkeit. Diese bitten wir auch zu ber√ľcksichtigen, dass der Fall von alkoholisierten 12-j√§hrigen M√§dchen auf dem Gel√§nde der Eisbahn im vergangenen Jahr von der Gemeinde nicht √∂ffentlich gemacht wurde und der Redaktion trotz Nachfrage bis heute keine Informationen vorliegen, wie die Gemeinde den Schutz vor Alkoholmissbrauch sicherstellt.

Das „Image-Video“ wurde von „Nussbaum-Medien“ erstellt, die das Internet-Portal „Lokalmatador“ betreiben. Der Nussbaum-Verlag, der auch das Mitteilungsblatt herausgibt, sitzt in St. Leon-Rot und wird von der Gemeindeverwaltung ebenfalls gegen√ľber des einzigen √∂rtlichen Mediums, dem heddesheimblog, bevorzugt bedient.

Der Nussbaum-Medien-Verlag ist der gr√∂√üte badische Anzeigenverlag und ist beispielsweise auch f√ľr den BdS Heddesheim t√§tig. Er generiert sein Gesch√§ft mit bezahlten Inhalten – journalistische Informationen bietet der Verlag nicht. B√ľrgermeister Michael Kessler hat eine Gegendarstellungsanfrage im Mitteillungsblatt durch „Hausjuristen“ des Nussbaum-Verlags bearbeiten lassen – es gibt hier eine „gedeihliche“ Zusammenarbeit, die beiderseitig „interessengesteuert“ ist.

Mit der Namensgebung „Lokalmatador“ hat der Nussbaum-Verlag das eigene Selbstverst√§ndnis zum Ausdruck gebracht, aber gleichzeitig wenig Sinn f√ľr die Bedeutung gezeigt. Matador leitet sich von spanisch „matar“=t√∂ten ab. Der Lokalmatador ist folglich der „Lokalt√∂ter“.

Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Heute berichtet der Mannheimer Morgen unter der √ÉŇďberschrift „Die Sanierung geht weiter“ √ľber den Ammoniak-Unfall an der Eisbahn vom Montag. Angeblich hat der Redakteur Hans-J√ľrgen Emmerich einen vierspaltigen Bericht geschrieben. Doch das ist eine T√§uschung.

Von Hardy Prothmann

Die Zeitungsbranche ist bundesweit in der Krise – mehrere hundert festangestellte Redakteure haben allein im vergangenen Jahr ihre Jobs verloren. Der Grund: Verluste im Anzeigengesch√§ft und vor allem die stetigen Abo-R√ľckg√§nge stetzen den Zeitungen massiv zu – und daf√ľr gibt es Gr√ľnde.

Im Anzeigenbereich haben die Zeitungen die fr√ľheren „Goldgruben“, die so genannten „Rubrikenm√§rkte“ Auto, Jobs, Immobilien l√§ngst an Internetangebote verloren. Und auch im Nachrichtenbereich habe es die Zeitungen zunehmend schwerer, gegen die Internetkonkurrenz anzugehen. Fast jede Nachricht gibt es schon am Vortag meist viel ausf√ľhrlicher und kostenfrei im Internet – sei es Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur.

Qualitatives Problem bei der Berichterstattung.

Hinzu kommt ein qualitatives Problem in der Berichterstattung. Statt eigene Recherche zu leisten und eigene Gedanken zu verarbeiten, transportieren Zeitungen immer häufiger vorgefertigte Berichte. Und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

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Umgeschriebene Pressemitteilung wird als "eigener Bericht" ausgegeben. Quelle: MM

So auch heute im Mannheimer Morgen. Der Bericht unter der √ÉŇďberschrift „Die Sanierung geht weiter“ ist angeblich durch den Redakteur Hans-J√ľrgen Emmerich geschrieben worden. Vierspaltig mit gro√üem Aufmacherfoto. Tats√§chlich handelt es sich bei dem „Redakteursbericht“ um eine umgeschriebene Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim.

Ist das Umschreiben einer Pressemitteilung eine „journalistische“ Leistung, die es rechtfertigt, dass ein Redakteur dies als eigene, unabh√§ngige Berichterstattung ausgibt? Immerhin steht er f√ľr seinen Namen damit ein.

Mogelpackung.

Oder kann oder muss man das nicht eher als eine gedruckte Bankrotterkl√§rung verstehen? Journalismus lebt vor allem von der Glaubw√ľrdigkeit. Dazu geh√∂rt, dass Journalisten die von ihnen ver√∂ffentlichten Informationen sorgf√§ltig pr√ľfen, nachrecherchieren und ihre Quellen belegen. Dazu geh√∂rt, dass wo „MM“ oder „Emmerich“ draufsteht, das auch drin sein sollte. Alles andere ist eine Mogelpackung.

Hans-J√ľrgen Emmerich benennt mehrfach seine „Quelle“, die Gemeinde Heddesheim. Soweit in Ordnung. Dass aber der √ľberwiegende Teil des Textes 1:1 √ľbernommen ist und nur hier und da ein wenig umgeschrieben wurde – dar√ľber informiert er die LeserInnen nicht. Eine Information hat er tats√§chlich nachrecherchiert, die nicht in der Pressemitteilung vorhanden war: 20.000 Euro sind f√ľr die Sanierungsarbeiten im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

Diese Praxis, sich fremde Inhalte anzueignen und so zu tun als ob, ist allerdings gang und g√§be bei vielen Zeitungen, denen der journalistische Anstand l√§ngst abhanden gekommen ist. Diese Praxis l√§uft meist nach einem einfachen Muster ab. Es gibt eine Textvorlage, eine Presseinformation, einen PR-Artikel oder eine dpa-Meldung, man „recherchiert“ ein, zwei Fakten zus√§tzlich und schwupsdiwups tut man so, als sei das eine eigenst√§ndige Leistung und schreibt seinen Namen dr√ľber. Damit macht sich der MM selbst zum journalistischen Sanierungsfall.

Nicht immer ist eine Pr√ľfung und Nachrecherche f√ľr Redaktionen einfach. Der B√ľrgermeister Michael Kessler hat zum Beispiel wegen der intensiven Recherchen und der aus seiner Sicht missliebigen Berichte im heddesheimblog seinen Mitarbeitern einen Maulkorb verpasst – sie d√ľrfen dem heddesheimblog keine Auskunft erteilen (was viele aber doch tun und dabei wissen, dass wir unsere Quellen sch√ľtzen). Der Mannheimer Morgen hat dieses Problem nicht, denn der berichtet meist so, wie sich der B√ľrgermeister das vorstellt.

Gr√ľnde der Kritik.

Unsere Kritik an der Arbeit des Mannheimer Morgen hat verschiedene Gr√ľnde: Ganz klar stehen wir mit der Zeitung in Konkurrenz um Aufmerksamkeit. Journalistisch betrachten wir den MM schon lange nicht mehr als Konkurrenz, weil dessen Lokalberichterstattung √ľberwiegend frei von eigener Recherche und journalistischer Kompetenz ist. Ganz im Gegenteil findet hier h√§ufig eine „interessierte“ Berichterstattung statt und noch viel schlimmer: √ÉŇďber Dinge, die der Redaktion und den „guten Verbindungen“ nicht passen, wird erst gar nicht berichtet.

Es gibt aber noch einen viel gewichtigeren Grund, warum wir √ľber die aus unserer Sicht mangelhafte Berichterstattung informieren: Wir nehmen unsere LeserInnen ernst, genauso, wie unsere Aufgabe, die B√ľrgerInnen umfassend, wahrhaftig und vor allem unabh√§ngig zu informieren. Dabei verweisen wir auch auf die Arbeit von anderen Redaktionen, wenn diese einen „Mehrwert“ an Informationen f√ľr die LeserInnen haben. Denn keine Redaktion dieser Welt hat immer alle Informationen und setzt jedes Thema immer am besten um – wer das behauptet, l√ľgt.

Verlorene Exklusivit√§t. Verlorene Glaubw√ľrdigkeit.

Zur√ľck zum Internet. Die Lokalberichterstattung war bis vor einiger Zeit der einzig „exklusive“ Inhalt, den Lokalzeitungen noch hatten. Doch auch hier verliert die Zeitung an „Exklusivit√§t“, also an Wert, in dem Ma√ü, in dem eine solide Lokalberichterstattung auch im Internet stattfindet.

Schneller, hintergr√ľndiger, transparenter, sind drei Eigenschaften von Internet-Angeboten, die den Zeitungen bundesweit zu schaffen macht. Es gibt l√∂bliche Ausnahmen wie die Stuttgarter Zeitung oder die Rhein-Zeitung in Koblenz, die mit journalistischem Ehrgeiz ausgestattet sind.

Der Mannheimer Morgen geh√∂rt definitiv nicht dazu. Ein Beispiel? Im „Fall“ Kachelmann ist es der Zeitung wieder einmal nicht gelungen, journalistisch der bundesweiten Konkurrenz voraus zu sein. √ÉŇďberall in der Republik konnte man meist exklusivere Nachrichten zur Sache lesen, als im „MM“. Das war auch so beim „Peter Graf“-Prozess oder dem „Flowtex“-Skandal, um nur zwei weitere prominente Beispiele zu nennen.

Stattdessen feiert die Zeitung Vereine, Fasching, Feste ab. Dabei handelt es sich um „Terminjournalismus“. Zu den Terminen werden „Reporter“ geschickt, die schreiben auf, was man ihnen sagt oder wie im Fall Emmerich, schreiben sie einfach mal eine Pressemitteilung um und tun so, als sei das eine eigene Leistung.

Dem Anspruch, als „4. Gewalt“ Beh√∂rden, √É‚Äěmter, Institutionen, Firmen und andere im Sinne der √Ėffentlichkeit zu kontrollieren, kommt eine solche Presse l√§ngst nicht mehr nach. Und da es immer noch viele (vor allem √§ltere) Menschen gibt, die sich nur aus einer Quelle, der Zeitung, „informieren“, hat das auch nachteilige Wirkungen auf unser demokratische Gesellschaft.

Es gibt noch mehr Gr√ľnde, warum der Mannheimer Morgen durch das heddesheimblog h√§ufig kritisiert wird. Ich habe als Student meine ersten journalististischen Erfahrungen bei dieser Zeitung gesammelt und war von 1991-1994 freier Mitarbeiter dieser Zeitung, die einstmals einen wirklich guten Ruf hatte und bekannte Journalisten hervorgebracht hat, beispielsweise Hugo M√ľller-Vogg, der sp√§ter langj√§hriger Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war und heute als Kolumnist f√ľr die Bild-Zeitung t√§tig ist. Fr√ľher habe ich gerne diese Zeitung als Referenz genannt, heute muss man sich schon fast daf√ľr sch√§men.

Journalistische Ehre

Der Hauptgrund aber ist und bleibt die journalistische Haltung: Die Menschen haben ein Recht darauf, ordentlich und transparent informiert zu werden.

Es ist auch eine Frage der journalistischen Ehre: Sie, liebe Leserinnen und Leser, können sich beim heddesheimblog darauf verlassen, dass, wo heddesheimblog drauf steht, auch heddesheimblog drin ist.

Auch wir √ľbernehmen hin und wieder fremde Berichte und Pressemitteilungen – so auch zum aktuellen Thema „Ammoniak-Unfall“ an der Eisbahn. Aber wir ordnen die Information so ein, dass unsere LeserInnen wissen, wer diese Information verfasst hat.

Anmerkung der Redaktion: Wer sich die M√ľhe machen will, kann die Pressemitteilung der Gemeinde mit dem Bericht des Mannheimer Morgen vergleichen.

Der Ammoniak-Unfall aus Sicht der Gemeinde

Guten Tag!

Heddesheim, 09. September 2010. Die Gemeinde Heddesheim hat auf den Gas-Unfall auf der Eisbahn am Montag mit einer Pressemitteilung reagiert. Die liest sich fast so, als sei der Unfall eingeplant gewesen. Alles in Ordnung, nix passiert, alles im Plan. Ist das so?

Die Redaktion hatte die Gemeinde wie gewohnt schriftlich angefragt – denn der B√ľrgermeister hat ja bekanntlich ein Sprechverbot der Mitarbeiter gegen√ľber dem heddesheimblog erlassen. Unsere Presseanfragen m√ľssen an die email-Adresse gemeinde@heddesheim.de gesendet werden.

Am Montag, den 06. September 2010, um 18:50 Uhr haben wir die Gemeinde angeschrieben, am darauffolgenden Mittwoch um 11:46 Uhr die Antwort erhalten:

  1. Wieso wurden die Rohrleitungen sandgestrahlt?
  2. Wann war die letzte Sicherheits√ľberpr√ľfung der Anlage?
  3. Wer hat diese vorgenommen?
  4. Muss man nicht davon ausgehen, dass √ÉŇďberpr√ľfungen zu lasch durchgef√ľhrt worden sind? Denn ein solcher Rohrfra√ü entsteht sicherlich nicht binnen kurzer Zeit?
  5. Gab es eine Sicherheitseinweisung f√ľr die Arbeiter?
  6. Nach unseren Informationen sind einige der Rohre deutlich von Rost angefressen. Wieso sind diese Rohre nicht längst ausgetauscht worden?
  7. Da die Feuerwehr das Gas mit Wasser niedergeschlagen hat, ist von einer Basenbildung auszugehen. Sind hier weitere Schäden an der Anlage entstanden?
  8. Liegen schon Informationen vor, wie hoch die Schäden sind?
  9. Welches Notfallkonzept gibt es f√ľr den Fall, dass w√§hrend des Eisbahnbetriebs Ammoniak austreten sollte?
  10. Ist die Gemeinde schadensersatz-/schmerzensgeldpflichtig gegen√ľber den verletzten Arbeitern?

Sechs von 10 Fragen (4, 6, 7, 8, 9, 10) sind nicht oder nur unvollständig aus Sicht der Redaktion beantwortet. Bei manchen Fragen hätten wir gerne noch Details gewusst, andere tiefer nachgefragt, beispielsweise das Notfallkonzept (Frage 9).

Und vor allem Frage 4 wirft Folgefragen auf: Sicherlich hat der T√ÉŇďV die Anlage ausweislich der Presseinformation im Juli 2009 √ľberpr√ľft. Aber auch beim T√ÉŇďV arbeiten keine heiligen und fest steht, das ein einfaches Sandstrahlen der Rohre dazu gef√ľhrt hat, dass Gas austreten konnte. Konkret hei√üt das, dass mehr oder weniger nur noch der Rost die betreffenden Stellen „abgedichtet“ hat.

War dies nicht schon vor einem Jahr abzusehen?
Muss nicht bis zum Beweis des Gegenteils unterstellt werden, dass der T√ÉŇďV diese Stellen √ľbersehen hat?

Auf der Hand liegt, dass, wenn Rohre so schnell korrodieren sollten, diese j√§hrlich ausgetauscht werden m√ľssten, was nicht zu vermuten ist. Hat also der T√ÉŇďV geschlampt oder ein Auge zugedr√ľckt? Das sind Antworten, auf die Besucher der Eisbahn, √ľberwiegend Kinder und Jugendliche und deren Eltern ein Recht haben. Nach Darstellung der Gemeinde liest es sich aber, als sei alles in Ordnung. Der Beweis: Die Arbeiter konnten schon am n√§chsten Tag ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Presseinformation der Gemeinde Heddesheim

„Ammoniakaustritt an der Kunsteisbahn Heddesheim am 06.09.2010

Heddesheim. Bei Wartungsarbeiten an der Kunsteisbahn Heddesheim sind am Montagnachmittag geringe Mengen Ammoniak ausgetreten. Zwei Arbeiter der ausf√ľhrenden Firma wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht und konnten am Dienstag wieder ihrer Arbeit nachgehen. Das gasf√∂rmige Ammoniak wurde mit Wasser niedergeschlagen und dann verd√ľnnt in geringen Mengen in das Kanalsystem eingeleitet. Gef√§hrdungen f√ľr weitere Personen sowie Gefahren f√ľr die Umwelt bestanden nicht.

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Einsatzkr√§fte der Feuerwehr in Schutzanz√ľgen. Bild: heddesheimblog.de

Der verwendete Ammoniak ist Teil der K√§lteanlage der Kunsteisbahn und wird durch Rohrleitungssysteme unter dem Boden der Eisbahnfl√§che verteilt. Er dient der K√ľhlung der Fl√§che und ist Voraussetzung daf√ľr, dass auf der Eislauffl√§che das Eis gefriert und gefroren bleibt.

Am Montag waren zwei Arbeiter einer Firma auf dem Gel√§nde, die zur Ausf√ľhrung von Korrosionsschutzarbeiten an diesen Rohrleitungen beauftragt war. Dies geschah durch sogenannte Sandstrahlarbeiten. Die Arbeiten waren zur Beseitigung von Korrosionssch√§den an den Rohren anberaumt worden. Diese waren zuvor an einigen Stellen der Rohre sichtbar, an anderen Stellen jedoch durch eine Ummantelung bzw. Lackierung der Rohre nicht. Die Korrosion entsteht bei diesen Rohren nicht an der Innenseite, sondern lediglich an der Au√üenseite, da Ammoniak selbst nicht zu Rostsch√§den f√ľhrt.

Die Arbeiter entfernten dazu die Ummantelung an den Rohren. In einem zuvor auf Grund der Ummantelung bzw. Lackierung nicht sichtbaren Bereich an der Unterseite eines Rohres kam es durch die Sandstrahlarbeiten zu einem Ammoniakaustritt.

Beide Arbeiter waren im Vorfeld der Arbeiten auf dem Gel√§nde entsprechend in Sicherheitsvorkehrungen eingewiesen worden. Sicherheitsma√ünahmen wie z.B. der Einsatz einer Schutzausr√ľstung mit externer Luftzufuhr bei Kontakt mit den Rohrleitungen wurden eingehalten. Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim, die entsprechende Kenntnisse zum Einsatzszenario bei einem Ammoniakaustrittsfall besitzt, der Bauhof und der Eismeister der Eisbahn haben rasch und besonnen gehandelt.

Auch eine Firma zum K√§lteanlagenbau, die mit der Anlage vertraut ist, die Wasserschutzpolizei Mannheim sowie ein Mitarbeiter des Abwasserverbands Unterer Neckar (Kl√§ranlage Edingen-Neckarhausen) waren im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr wurde um 13:36 Uhr alarmiert. Um 13:47 Uhr, also elf Minuten sp√§ter, waren die Feuerwehrangeh√∂rigen, die mit Sondersignal ausger√ľckt waren, mit ihrer speziellen Schutzausr√ľstung vor Ort. Insgesamt waren 14 Feuerwehrangeh√∂rige mit drei Fahrzeugen im Einsatz.

Der Ammoniak wurde mit Wasser verd√ľnnt in die Kanalisation geleitet. Die Austrittstelle am Rohr wurde unter Beisein einer Fachfirma mit einer Manschette abgedichtet. An der Eisbahn sind dadurch keine weiteren Sch√§den entstanden. Das restliche K√§ltemittel wurde inzwischen aus der Au√üenverrohrung abgesaugt, so dass die weiteren Arbeiten gefahrlos stattfinden k√∂nnen.

Die Korrosionsschutzarbeiten bzw. die Sanierungsarbeiten werden in den n√§chsten Wochen fortgesetzt. Zus√§tzlich ist an einigen Bereichen ein Austausch von Rohrleitungen notwendig. Die Arbeiten werden anschlie√üend vom T√ÉŇďV abgenommen.

Ein Teil der vorhandenen Rohre ist bereits im vergangenen Jahr saniert worden. Die restliche Sanierung, zu der die aktuellen Arbeiten geh√∂ren, ist momentan im Gang. Daf√ľr waren Haushaltsmittel im Gemeindehaushalt 2010 eingestellt.

An der Kunsteisbahn finden einmal j√§hrlich Wartungsarbeiten mit einer Sachkundigenpr√ľfung statt. Die letzte Wartung der Anlage ist im Juli 2009 erfolgt, bei der auch der T√ÉŇďV die Anlage √ľberpr√ľft hat. Die n√§chste Wartung findet im Oktober 2010 statt. Die Eismeister sind dar√ľber hinaus in den Anlagen und au√üerdem f√ľr das Verhalten bei einem solchen Vorfall geschult.“

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Das heddesheimblog

Ammonikaustritt an der Eisbahn

Heddesheim, 06. September 2010. (red) Gegen 13:30 Uhr ist es heute zu einem Unfall an der Eisbahn gekommen. Zwei Männer wurden durch den Austritt von Ammoniak leicht verletzt. Der Einsatz der Feuerwehr vor Ort dauert zur Zeit (14:40 Uhr) noch an.

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Einsatz an der Eisbahn: Ammoniak, ein gef√§hrliches Gas, das zur K√ľhlung gebraucht wird, ist ausgetreten. Zwei M√§nner wurden leicht verletzt. Bild: heddesheimblog

Zwei Mitarbeiter einer Baufirma aus Schwetzingen waren im Maschinenraum der K√ľhlanlage mit Reinigungsarbeiten betraut. Die M√§nner sandstrahlten Rohrleitungen, als einer der beiden das stark stechend riechende Gas Ammoniak wahrnahm und seinen Kollegen alarmierte.

Beide Männer konnten das Gebäude selbstständig verlassen, zogen sich aber Reizungen der Schleimhäute und Atemwege zu. Beide wurden vor Ort durch das Deutsche Rote Kreuz und den ASB notärztlich versorgt. Die beiden leichtverletzten Männer wurden in eine Klinik zur Beobachtung gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Heddesheim hat das Gelände gesichert und schlägt das Gas mit Wasser nieder. Vor Ort wird nach unseren Informationen die Wasserschutzpolizei erwartet, die bei derartigen Betriebsunfällen die polizeiliche Untersuchung vornimmt.

Ob der Ammoniak-Austritt schon gestoppt ist, ist zur Zeit nicht bekannt. Kurz nach 14:00 Uhr sollen die Ventile des Tanks geschlossen worden sein. Wieviel Gas ausgetreten ist, ist ebenfalls nicht bekannt. Die Einsatzkr√§fte der Feuerwehr sind mit Schutzanz√ľgen und Atemger√§ten im Einsatz.

Nach Informationen der Redaktion wurden die rostigen Rohrleitungen durch das Sandstrahlen porös, in der Folge konnte das Gas austreten. Nach Informationen vor Ort sind die Rohrleitungen in keinem guten Zustand Рes wird von deutlichen Verrostungen berichtet.

Auf den umliegenden Sportstätten war zum Zeitpunkt des Unfalls nach unseren Informationen kein Betrieb. Die Eisbahn öffnet traditionell im November.

Ammoniak (NH3) ist eine der weltweit meist produzierten Chemikalien und wird beispielsweise zur D√ľngemittelherstellung verwendet, aber auch als K√§ltemittel. Das hochgiftige Gas wirkt stark reizend auf die Schleimh√§ute und erstickend.

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