Montag, 18. November 2019

26. MĂ€rz bis 01. April 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 19. bis 25. MĂ€rz 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft unter „Termine“.

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„La BohĂšme“ in der Stadthalle. Szenenfoto.

Mittwoch, 28. MĂ€rz 2012, 20:00 Uhr, Stadthalle Weinheim

Weinheim. Die Kulturgemeinde Weinheim zeigt die Oper „La BohĂ©me“ von Giacomo Puccini mit der „Stagione D’Opera Italiana“ (Viserba/Rimini) -in italienischer Originalsprache.

Mit der Stagione d’Opera Italiana – zu deutsch „Festival der Stimmen“ – stellt sich ein italienisches Opernensemble vor, das erstmals bei der Kulturgemeinde gastieren wird. Die 1945 gegrĂŒndete Stagione verfĂŒgt ĂŒber exzellente italienische Solisten, die zu den besten KrĂ€ften Italiens gehören und sowohl in den großen italienischen Theatern als auch in renommierten internationalen HĂ€usern gastieren. Dazu gehört auch ein solider Chor, ein gut disponiertes Orchester und immer wieder eine erstklassige BĂŒhnen- und KostĂŒmausstattung.

Mit Puccinis „La BohĂšme“ prĂ€sentiert die Stagione ein melodisches Meisterwerk, das zu den bedeutendsten Klassikern der italienischen Opernliteratur gehört.

Ort: Birkenauertalstr. 2, Weinheim.
Karten: Karten gibt es bei der Kulturgemeinde unter 06201-12282, Montag bis Freitag 9:00 bis 12:00 und 15:00 bis 18:00 Uhr.

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Bilder-Vortrag von Richard May zu Nepal.

Donnerstag 29. MĂ€rz 2012, 19:30 Uhr, BĂŒrgersaal im Rathaus

Hirschberg. Der Kulturförderverein Hirschberg veranstaltet einen Bilder-Vortrag von Richard May zu Nepal. Nach seinem letzten Vortrag ĂŒber die Trekking-Tour zum Base Camp des Mount Everest berichtet Richard May im zweiten Teil seines Vortrages ĂŒber die zwei sozialen Projekte in Nepal, die er zusammen mit Karl Heinz Treiber aus dem Erlös der Spendengelder ihrer Himalaya- und Tibetreise von 2010 unterstĂŒtzt: Der gemeinsame Freund und Sherpa Kumar Rai möchte in seinem Heimatdorf Bung in der Mount Everest Region eine Schule aufbauen. Die Menschen in dem entlegenen Ort leben ohne medizinische und schulische Grundversorgung. Richard May hat sich mit Kumar Ray in das Dorf begeben und mit finanzieller und logistischer Hilfe an der Grundsteinlegung des Dorfes beteiligt.

In Kathmandu dienen die durch VortrĂ€ge gesammelten Spendengelder schon seit Jahren der Förderung der Kinderarbeit der PA Nepal Foundation unter der Leitung von Indira Rana Magar. Richard May weilte in dem Kinderhaus und der neu hinzugekommenen Schule außerhalb von Kathmandu und wird ĂŒber Indiras engagierte Sozialarbeit mit den Straßenkindern berichten.

Ort: Großsachsener Straße 14, Hirschberg-Leutershausen.
Eintritt: Der freiwillige Spendenbeitrag kommt beiden Projekten unmittelbar zu gute.

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Thomas Nicolai im Schatzkistl.

Freitag, 30. MĂ€rz 2012, 20:00Uhr, Schatzkistl

Mannheim. Der Comedian Thomas Nicolai kommt am Freitag mit seinem Programm „Das erste Mal“ ins Schatzkistl.

Nicolai ist der „Mann der tausend Stimmen“, bekannt aus „TV Total“, „Nightwash“ oder „Neues aus der Anstalt“. In seiner neuen Show geht es ums Thema Nr. 1… UnterstĂŒtzt wird er dabei von Max Raabe, Jan Delay, Unheilig, den Toten Hosen u. v. a.

Eine Show voller Musik und praller Comedy.

Beginn ist um 20:00 Uhr, Einlass um 19:00 Uhr.

Ort: Augustaanlage 4-8, Mannheim.
Eintritt: 19,50 Euro.

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Kabarett im Domhof.

Samstag, 31. MĂ€rz 2012, 19:00 Uhr, Domhof

Ladenburg. Mit dem Kabarettisten Hans Georg SĂŒtsch(Kabarett Dusche) und dem StĂŒck „Wurst oder die Musen des Metzgers“ starten die Freunde Ugandas am 31. MĂ€rz 2012 im Domhof in Ladenburg ihr Jahresprogramm.

Ein sensibler, humanistisch gebildeter Metzger mit kĂŒnstlerischen Ambitionen und einem postmodernen Wurstwarenverkaufskonzept, feiert die Eröffnung seiner Avantgardefleischerei mit einem großstĂ€dtisch angelegten, multimedialen Event. Modernes Tanztheater, launische Ansprachen und klassische Dekonstruktionen am E-Piano stehen auf dem Programm, dazu eine Videoinstallation ĂŒber die Biosau Katharina, welche nun als prĂ€mierte Fleischwurst im Mittelpunkt des Metzgereiangebots ruht. Die Sektpyramide ist bereits eingeschenkt, die GĂ€ste können kommen. Aber niemand erscheint. Weder EhrengĂ€ste, noch Presse, noch die Damen und Herren vom kĂŒnstlerischen Rahmenprogramm! Was ist passiert? Eine Boykottmaßnahme durch die Konkurrenz? Eine Folge ĂŒbler Verleumdungsattacken zweiernachtragender Ex-Gattinnen?

Karten: Der Vorverkauf bei „seitenweise – BĂŒcher am Markt“ .
Ort: Hauptstraße 9, Ladenburg.

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Queen-Show im Capitol.

Samstag, 31. MĂ€rz 2012, 20:00 Uhr, Capitol

Mannheim. Nach der Flower Power Show „Here comes the Sun“ und dem John Lennon Tribute „Fool on the Hill“, nehmen sich die Kreativen des Capitol Teams einer besonderen Herausforderung an: Mit der Show „I want it all „ die Musik von Queen auf die Bretter der Capitol BĂŒhne zu bringen.

Eine Nacht im November. Eine letzte Nacht. Zwei ungebetene Besucher, die keine Namen nennen. Die keine Namen kennen. Ein tödlicher Pakt. Eine Nacht wie ein Rausch, ein Fest. Nur noch eine einzige Gelegenheit, alle Liebe, allen Schmerz, allen Willen zum Leben herauszusingen. Eine letzte Geschichte. Aber eine Geschichte, die erzÀhlt werden muss, damit alles gut werden kann.

Sascha Krebs, Sascha Kleinophorst und Marion La Marché zelebrieren zusammen mit eigenem Chor und einer fantastischen Live-Band diese einzigartige Nacht im Capitol.

Ort: Waldhofstraße 2a, Mannheim.
Tickets: Hotline (0621) 33 67 333, montags bis freitags von 11:00 bis 17:00 Uhr und samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr. An den Kassenöffnungstagen ist das Telefon bis 19:00 Uhr besetzt. Vorverkauf im Capitol-Foyer: dienstags, donnerstags und freitags von 14:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 11:00 bis 13:00 Uhr.

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Selbstbildnis von Emil Szymannsky.

Sonntag, 01. April 2012, 14:00 bis 17:00 Uhr, Altes Rathaus

Heddesheim. Der Heddesheimer Kunstverein lĂ€dt ein zu der Finissage zu der Ausstellung Frankenthaler Expressionisten Emil Szymannsky (1903 bis 1983). Der Sohn des KĂŒnstlers, Rainer Szymannsky, wird anwesend sein und Fragen beantworten.

Großartig sind die 26 Ölbilder, Pastelle und Handzeichnungen des Frankenthaler KĂŒnstlers Emil Szymannsky, die der Heddesheimer Kunstverein unter dem Titel „Das Bild des Menschen in der Malerei von Emil Szymannsky“ im Alten Rathaus ausstellt.

Ort: Unterdorfstraße, Altes Rathaus, Heddesheim.
Eintritt: Frei.

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Chansonfestival in Heidelberg.

Bis 30. MĂ€rz 2012, Opernzelt Heidelberg

Heidelberg. Unter dem Titel „schöner lĂŒgen“ findet ab dem 04. Februar 2012 das 12. Festival fĂŒr neue deutsche Chansons im Heidelberger Opernzelt statt.

Neue deutsche Chansons und Lieder mit intelligentem Humor prĂ€sentieren die „Macher“ von „schöner lĂŒgen“ im zwölften Jahr. Alle Liebhaber des Chanson dĂŒrfen sich auf poetische, freche, skurrile Abende im Kulturfenster in Heidelberg-Bergheim und im Opernzelt in Heidelberg freuen.

„schöner lĂŒgen“ ist nach Berlin das Ă€lteste und noch vor Berlin sogar das grĂ¶ĂŸte Chansonfestival der Republik.

Infos: www.schoenerluegen.de

Ort: Opernzelt Heidelberg, Emil-Maier-Straße 16, 69115 Heidelberg.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten fĂŒr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Tipps und Termine: Diese Woche“:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im MenĂŒ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, fĂŒr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können bei uns auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 🙂

Ausstellung: „Verletzte Seelen“, Small-Talk und Nachdenken ĂŒber Menschenrechte

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 08. November 2010. Im Ladenburger Domhof (Rathaus) wurde am Sonntag, den 07. November 2010, eine Ausstellung eröffnet, die den Krieg thematisiert. Und die Verletzung der MenschenwĂŒrde. Und die Verletzung der Seelen, jeder einzelnen. Der Heddesheimer KĂŒnstler Bernd Gerstner stellt aus.

Von Anna Ewald

„Die WĂŒrde des Menschen ist unantastbar. Eigentlich. In vielen Kriegen wurde aus einer unantastbaren WĂŒrde eine antastbare gemacht. Verletzte Seelen bleiben nach diesen Kriegen ĂŒbrig“, eröffnet Reinhard Christmann die Ausstellung „Verletzte Seelen“ des Heddesheimer KĂŒnstlers Bernd Gerstner. Die Sinnlosigkeit der Kriege solle erinnert und verdeutlicht werden.

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Der KĂŒnstler Bernd Gerstner.

Die amnesty international (ai) Gruppe Ladenburg/Schriesheim veranstaltet gemeinsam mit der Organisation „Wir gegen Rechts“ diese Ausstellung im Domhof in Ladenburg. Sie hat am 07. November 2010 begonnen und ist jeden Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr oder nach Vereinbarung bis zum 05. Dezember 2010 geöffnet.

Rund 70 Besucher kommen zur Vernissage in den Domhof, um die 38 Kunstwerke zu betrachten, an denen Bernd Gerstner seit 2006 gearbeitet hat. Nicht nur Bilder, auch Skulpturen werden ausgestellt.

„Der grĂ¶ĂŸte Feind der Menschenrechtsverletzung ist die Öffentlichkeit.“

ÃƓberall im Raum stehen Menschen, die sich die Kunst anschauen. Viele sehen nachdenklich aus. Sie versuchen die Gewalt der Kriege zu begreifen. Andere halten „Small Talk“. Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht anwesend.

Alle werden ruhig, als der Ladenburger KĂŒnstler Rudolf Klee beginnt, Keyboard zu spielen. Er spielt eine dĂŒstere und ergreifende Melodie. Passend zu den „Verletzten Seelen“.

Reinhard Christmann ist Gruppensprecher der ai Gruppe Ladenburg/Schriesheim. Er schildert die aktuelle Menschenrechtslage beispielsweise in Myanmar (Burma), in denen Menschenrechte nicht beachtet werden (Anm. d. Red.: In der „Rangliste“ 2010 von „Reporter ohne Grenzen“ zur Lage der Pressefreiheit liegt Myanmar auf Platz 174 von 175 (Vorjahr: 171).)

„Der grĂ¶ĂŸte Feind der Menschenrechtsverletzung ist die Öffentlichkeit“, betont er. Jeder solle helfen, indem er an die Öffentlichkeit geht. Er betont, dass nur so eine Verbesserung erreicht werden könne. Es liegen Listen aus, in die sich GĂ€ste eintragen können, fĂŒr mehr Menschenrechte und gegen deren Verletzung.

Krieg hinterlÀsst körperliche und seelische SchÀden.

Markus Wittig von „Wir gegen Rechts“ schließt sich den AusfĂŒhrungen Christmanns an. Auch Herr Wittig erinnert an Kriege. Zum Beispiel die „Schlacht an der Somme“ im Ersten Weltkrieg. Mit ĂŒber einer Millionen Toten gilt sie als „verlustreichste Schlacht dieses Krieges“. Verloren haben alle. Auch die ÃƓberlebenden. Die SchĂ€den sind grausam. Körperliche und seelische. Um eben diese bleibenden seelischen SchĂ€den geht es in dieser Ausstellung, die zum Nachdenken auffordert.

Der KĂŒnstler Bernd Gerstner möchte nicht einfach nur Bilder ausstellen. Die Betrachter sollen sich mit dem ernsten Thema selbst auseinandersetzen. Sie sollen sich mit der Frage beschĂ€ftigen, warum Menschen, trotz so vieler „verletzter Seelen“, Krieg immer noch als Lösung sehen, sagt Kunsthistorikerin Dr. Kurtzer in ihrer EinfĂŒhrung in die Bilder.

Jeder geht mit Krieg anders um.

Ihrer Meinung nach brauchen diese Bilder eine ErklÀrung, obwohl Bernd Gerstner es lieber gehabt hÀtte, weniger Worte zu verwenden, wie er mir spÀter sagt. Jeder geht mit Krieg anders um.

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Installation Todesengel.

Die Kunstwerke sind aus natĂŒrlichen Materialien, Gerstner verwendet unter anderem Erdfarben und Sand. FundstĂŒcke aus dem Ersten Weltkrieg wurden mit „eingebaut“.

Manche Kunstwerke finde ich eher ausdruckslos, wahrscheinlich, weil ich sie nicht richtig verstehe. Von anderen kann ich mich fast gar nicht mehr losreißen.

Eines dieser Kunstwerke ist die Installation „Der Todesengel“. Es ist ein weißer Arztkittel, von dem Blut auf einen Spiegel tropft. Aus dem Blut auf dem Spiegel bildet sich ein Gesicht. Das des KZ-Arztes Dr. Josef Mengele.

Der „Todesengel“.

„Der Todesengel“ steht fĂŒr alle KZ-Ärzte des Naziregimes, die grausame Menschenversuche durchgefĂŒhrt haben“, sagt die Kunsthistorikerin Kurzer.

Von Konzentrationslagern (KZ) handelt die Bilderfolge „Auschwitz“. Das KZ Auschwitz (OÅâ€șwiÄℱcim) ist das Symbol, das „Musterbeispiel“ fĂŒr alle Konzentrationslager, in denen Menschenverachtung an der Tagesordnung waren.

Vier dunkle KĂ€sten hĂ€ngen an der Wand. Alle mit unterschiedlichen Motiven. Eins zeigt Kinder, die ihre tĂ€towierten Lagernummern zeigen. Ein anderes das „typische“ Bild von Auschwitz. Gleise, die in das Lager hinein fĂŒhren. „Arbeit macht frei“ als ÃƓberschrift. Stacheldraht verdeutlicht, dass es aus diesem Schicksal kein Entrinnen gibt. Das letzte verdeutlicht die Not der internierten Menschen, vor allem das der Kinder.

Noch ein weiteres Kunstwerk berĂŒhrt mich, denn es ist schlicht, aber ausdrucksstark. Ledersohlen auf dem Boden, mehrere, die sich immer weiter auflösen. Es sind Ledersohlen von Soldaten. Es symbolisiert, wie der Titel schon sagt, die „Letzten Schritte“ eines Soldaten. Wohin, erfĂ€hrt man nicht. Woher sie kamen, auch nicht.

Manche halten Small-Talk, manche sind sehr nachdenklich.

Zum Abschluss spielt Rudolf Klee, dem laut Reinhard Christmann „die gesamte Ausstellung zu verdanken ist“, noch einmal Keyboard. Wieder eine schwere Melodie. „Passend“ zum Krieg. Zu verletzten Seelen.

Dann steht er auf und trÀgt unerwartet zwei politikkritische Gedichte vor. Eins ist sehr zynisch dem ehemaligen US-PrÀsident George W. Bush gewidmet.

Manche Kunstwerke lassen sich nur schwer verstehen. So wie Kriege. Die Besucher gehen irgendwann nach Hause. Manche halten Small-Talk, manche sind sehr nachdenklich. ÃƓber Krieg. Und verletzte Seelen.

Link:
Weitere Informationen zur Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen.

Weitere Fotos zur Ausstellung finden Sie auf ladenburgblog.de.

Anmerkung der Redaktion: Anna Ewald (16) ist Gymnasiastin in Schriesheim, interessiert sich sehr fĂŒr Politik und Medien und absolviert ein schulbegleitendes Praktikum bei uns. Dabei lernen junge Menschen bei uns, was Journalismus ist: Handwerk, Öffentlichkeit und verantwortliche Meinung.
Wir legen dabei einen besonderen Wert auf den eigenen Blick dieser jungen Menschen. Sie berichten aus ihrer subjektiven Perspektive, was sie mit wem zu was wie erleben. Wir unterstĂŒtzen sie dabei journalistisch und redaktionell.
Hier finden Sie eine ÃƓbersicht aller Texte von Anna Ewald auf dem ladenburgblog.
Wer Interesse an einem Praktikum hat, kann sich gerne formlos bewerben – allerdings sind erst ab April 2011 wieder PlĂ€tze frei.

Kunst gegen den Krieg – Veranstaltungsreihe von Amnesty International

Guten Tag!

Heddesheim, 25. Oktober 2010 (pm). Eine Veranstaltungsreihe von Amnesty International an der Bergstraße.

Pressemitteilung von Amnesty International, Gruppe Ladenburg/Schriesheim:

„Amnesty International, Gruppe Ladenburg/Schriesheim und das BĂŒndnis „Wir-gegen-Rechts Ladenburg“ zeigen vom 7. November bis zum 5. Dezember im Domhof in Ladenburg, Hauptstraße, die Ausstellung „Verletzte Seelen“ mit Werken des Heddesheimer KĂŒnstlers Bernd Gerstner.

„Verletzte Seelen“ des Heddesheimer KĂŒnstlers Bernd Gerstner

Die Vernissage ist am Sonntag, den 7. November um 11.00 Uhr, musikalische Begleitung Rudolf Klee.

amnesty

Ausstellung im Domhof: Verletzte Seelen.

In seinen Bildern, Collagen, Plastiken thematisiert Gerstner die Kriege des letzten Jahrhunderts. Er zeigt die Menschenverachtung und die Sinnlosigkeit kriegerischer Gewalt und stellt die Frage, warum die Menschen daraus nichts lernen, sondern immer wieder Krieg als eine Möglichkeit ansehen, Probleme und Konflikte zu lösen. Selbst wenn der Soldat körperlich intakt aus dem Krieg zurĂŒckkehrt, seine Seele bleibt verletzt.

Der Termin der Ausstellung ist nicht zufĂ€llig gewĂ€hlt: Im November 1918 endete der erste „industrialisierte Krieg“, im November 1938 setzten die Nazis mit der sogennanten Reichskristallpunkt einen Höhepunkt ihrer vernichtenden Menschenhetze, die im 2. Weltkrieg mĂŒndete und Millionen Menschen EntwĂŒrdigung und Tod brachte.
SonderfĂŒhrungen fĂŒr Schulklassen können vereinbart werden: 06203-13717

„Sturm“ im Olympiakino Leutershausen

Im Begleitprogramm zu der Ausstellung in Ladenburg zeigt das Olympia-Kino in Leutershausen vom 12.-17. November den Film „Sturm“ von Hans-Christian Schmid. Der mit zahlreichen Filmpreisen ausgezeichnete Film zeigt die AnklĂ€gerin Hannah Maynard im Kriegsverbrechertribunal in Den Haag im Spannungsfeld zwischen Wahrheitssuche, den Drohungen bosnisch-serbischer Nationalisten und den Interessen der internationalen Politik.

Am Freitag, den 12. November, können die Zuschauer im Anschluss an die VorfĂŒhrung, die um 20 Uhr beginnt, mit Urs Fiechtner, Autor und Menschenrechtler, ĂŒber den Film diskutieren.

Urs Fiechtner ist MitbegrĂŒnder des Ulmer Behandlungszentrums fĂŒr Folteropfer. In seinen zahlreichen Lyrik-und ProsabĂ€nden setzt er sich gegen Folter und Menschenrechtsverletzungen ein. Seine BĂŒcher und Texte haben vielerorts auch Eingang in den Schulunterricht gefunden.

FĂŒr Schulklassen bietet das Olympia-Kino Sondervorstellungen am 15. und 16. November jeweils um 11.00 Uhr an. Der Film wird fĂŒr Jugendliche ab 16 Jahren empfohlen. Anmeldung: 06202-53600 oder foerderkreis@olympia-leutershausen.de

Lesung aus den Werken verfolgter Schriftsteller

Aus den Werken verfolgter Schriftsteller lesen am Freitag, den 26. November um 20.00 Uhr Michael Timmermann und Gabriel Violet in der Stadtbibliothek in Ladenburg, Hauptstraße 8. Michael Timmermann war mehr als drei Jahrzehnte einer der profiliertesten Schauspieler im Ensemble des Nationaltheaters Mannheim. Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Rezitator und freier Regisseur.

Gabriele Violet hatte viele Jahre ein estes Engagement in Heidelberg am Kinder- und Jugendtheater. Heute ist sie Sprecherin und Moderatorin beim SWR. Beide engagieren sich fĂŒr Amnesty International und haben schon mehrmals mit der Gruppe Ladenburg-Schriesheim Lesungen veranstaltet.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog