Freitag, 22. September 2017

Fahrräder, Golfschläger, Lautsprecher und Modellfahrzeug

Diebesgut wartet auf rechtmäßige Besitzer

Heidelberg/Rhein-Neckar, 27. August 2014. (red/pol) Zw√∂lf gestohlene Fahrr√§der, Golfschl√§ger und ein benzinbetriebenes Modellfahrzeug konnten die Ermittler der Polizeidirektion Odenwald noch nicht ihren rechtm√§√üigen Besitzern aush√§ndigen. [Weiterlesen…]

Bereits √ľber 30 F√§lle

Falscher Spendensammler weiter auf Diebestour

Mannheim/Weinheim/Edingen-Neckarhausen/Ketsch/Ludwigshafen/Rhein-Neckar, 01. Juli 2014. (red/pol) Nach wie vor in der Region aktiv ist ein illegaler Spendensammler, der vorgibt, im Auftrag einer Mannheimer Schule Spenden zu sammeln. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf

Pkw-Diebstahl nach Wohnungseinbruch

Heddesheim, 04. M√§rz 2014. (red/pol) Zwei Unbekannte brachen heute Vormittag in ein Einfamilienhaus in Heddesheim ein. Hierbei wurde auch ein in der Garage abgestellter Pkw gestohlen. [Weiterlesen…]

Zeugenaufruf

Autoaufbruchserie in Heddesheim

Heddesheim, 20. Februar 2014. (red/pol) Ein bisher Unbekannter schlug in der Zeit zwischen Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen Scheiben von vier abgestellten Pkws ein und entwendete drei Navigationssysteme. [Weiterlesen…]

Vom Balkon gestohlen:

Mehrere hochwertige Anz√ľge gestohlen

polizei_feature11Heddesheim/Rhein-Neckar, 27. Januar 2014. (red/pol) Ein oder mehrere dreiste Diebe stahlen im Laufe des Sonntagnachmittags in Heddesheim mehrere hochwertige Herrenanz√ľge. [Weiterlesen…]

Kriminalpolizei ermittelt

Mehrere Einbr√ľche in Heddesheim

polizei_feature11Heddesheim, 20. November 2013. (red/pol) Gleich mehrere Wohnungseinbr√ľche in Heddesheim wurden dem Polizeirevier Ladenburg am fr√ľhen Montagmorgen gemeldet. [Weiterlesen…]

Wohnungseinbruch in Heddesheim

Goldring und Bargeld entwendet

Heddesheim, 12. September 2013. (red/pol) Vergangenen Dienstag brachen ein oder mehrere Unbekannte in ein frei stehendes Einfamilienhaus ein. Dabei wurden ein goldener Fingerring und ein geringer Bargeldbetrag entwendet. [Weiterlesen…]

Geringer Geldbetrag gestohlen

Einbruch in Autohaus

Heddesheim, 03. Juli 2013. (red/pol) Den Einbruch in sein Autohaus in Heddesheim stellte der 56-j√§hrige Gesch√§ftsinhaber am fr√ľhen Dienstagmorgen fest. [Weiterlesen…]

√úber 200 Euro Bargeld entwendet

Einbruch in Firmengebäude

Heddesheim, 21. Mai 2013. (red/pol) Gestern Nachmittag meldete ein Zeuge gegen 15 Uhr einen Einbruch in ein Firmengeb√§ude des Industriegebiets. Der Einbruch fand vermutlich zwischen Samstagvormittag 11:00 Uhr und Montagnachmittag 15:00 Uhr statt. [Weiterlesen…]

Heddesheimer Kriminalstatistik f√ľr 2012 vorgestellt

Kfz-Sachbesch√§digungen sorgen f√ľr einen erheblichen Straftaten-Anstieg

Heddesheim, 18. Mai 2013. (red/aw) Die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten ist in Heddesheim 2012 gegen√ľber dem Vorjahr von 330 auf 473 gestiegen. Dies weist die j√ľngste Kriminalstatistik aus, die Polizeihauptkommissar und Leiter des Polizeipostens Heddesheim, Reinhold Dionysius,¬†gestern Abend¬†dem Gemeinderat vorstellte. Einen Hauptgrund f√ľr den Anstieg der Straftaten in Heddesheim liegt in der enormen Zunahme¬†von Kfz-Sachbesch√§digungen.¬† [Weiterlesen…]

Unklar, ob ein Zusammenhang besteht

Zwei Einbr√ľche im Industriegebiet

Heddesheim, 15. Mai 2013. (red/pol) Zu einem Einbruch in ein Firmengeb√§ude in einem Heddesheimer Industriegebiet wurde die Polizei am sp√§ten Montagabend gerufen. [Weiterlesen…]

Polizeichef Hartmannsgruber präsentierte Kriminalstatistik 2012

Litauische Tätergruppe wurde geschnappt

Heddesheim/Ladenburg, 24. April 2013. (red/sap) Der Ladenburger Polizeichef Frank Hartmannsgruber stellte gestern die Krimnalstatistik 2012 f√ľr Ladenburg, Heddesheim, Ilvesheim und Edingen-Neckarhausen vor. Insgesamt zeigte er sich zufrieden, aber es gab auch „Ausrei√üer“ in den Zahlen. Eine Litauische T√§tergruppe konnte geschnappt werden. Die Ladenburger Polizei ist gut vorbereitet auf die Mainacht. [Weiterlesen…]

Diebstahl von Schmuck und Elektronikartikeln

Wohnungseinbruch in Einfamilienhaus

Heddesheim, 17. August 2012. (red/pol) Ein oder mehrere T√§ter stiegen am Donnerstag, in der Zeit zwischen 09:00 Uhr und 14:00 Uhr, in Heddesheim √ľber das Hoftor eines Einfamilienhauses.
Information der Polizei:
„Mithilfe mehrerer Autoreifen gelangten die Unbekannten auf das Dach eines Carports und von dort aus auf den Balkon des Geb√§udes. Durch ein Fenster drangen die Einbrecher dann in das Haus ein, durchsuchten die R√§ume und entwendeten schlie√ülich Schmuck und Elektronikartikel im Wert von √ľber 2.000 Euro. Die EG Eigentum des Polizeipr√§sidiums Mannheim hat die Ermittlungen √ľbernommen.“
Polizei ermittelt gegen vier 18- und 19-Jährige

Versuchter Fahrraddiebstahl

Heddesheim, 04. Mai 2012. (red/pol) Vier vermeintliche Fahrraddiebe im Alter von 18 und 19 Jahren wurden in der letzten Nacht am OEG Bahnhof Heddesheim festgenommen.

Information der Polizei:

„Ein Anwohner war aufgrund einer L√§rmbel√§stigung wach geworden und hatte mehrere Personen bemerkt, die sich an den Fahrr√§dern, welche in einem Fahrradst√§nder vor dem Bahnhof standen, zu schaffen machten. Er verst√§ndigte die Polizei.

Als die Streife eintraf, war ein 18 Jahre alter Mannheimer gerade dabei mit einem Mountain Bike wegzufahren. Nach ersten Feststellungen hatten die vier jungen M√§nner die Stra√üenbahn nach Mannheim vers√§umt und sich dann an dem Fahrradst√§nder „bedient“. Der Polizeiposten Heddesheim wird sich nun mit der Angelegenheit befassen.“

Mobile Beratungsstelle des LKA informiert zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl



Größere Kartenansicht

Hirschberg/Rhein-Neckar, 17. Oktober 2011. (red) Rechtzeitig vor der dunklen Jahreszeit, in der statistisch gesehen die Einbruchdiebstahlsdelikte ansteigen, informiert das Landeskriminalamt (LKA) √ľber den sinnvollen Schutz von Haus und Wohnung.

Die mobile Beratungsstelle ist einem Lkw unterbracht, in dem alle modernen Sicherheitstechniken f√ľr T√ľren, Fenster und Roll√§den sowie Kellerlichtsch√§chten gezeigt werden k√∂nnen.

Die Fachberater der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle machen auch vor Ort gerne einen Termin aus, um zu Schwachstellen und Sicherungsmöglichkeiten der eigenen vier Wände zu beraten.

Oft ist der materielle Schaden bei Einbruchsdelikten gar nicht so entscheidend – viele Opfer werden traumatisiert und f√ľhlen sich sp√§ter unwohl. Deshalb ist Vorsorge angebracht.

Der „Sicherheits-Truck“ h√§lt am Dienst, den 18. Oktober. 2011 in der Raiffeisenstra√üe von 10:00-17:00 Uhr. Die Beratung ist selbstverst√§ndlich kostenlos.

Am Dienstag besteht auf der Nordeite der Raiffeisenstraße von der Hauptstraße bis zur Raiffeisenstraße 4 ein absolutes Halteverbot in der Zeit von 08:00-18:00 Uhr.

Lassen Sie sich nicht „kirre“ machen – der Klau der Kreditkartendaten bei Sony und die Medienhysterie


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 27. April 2011 (red/pm). Am 17. April 2011 haben Hacker das Unternehmen Sony Network Entertainment angegriffen und sind ersten Meldungen zufolge in den Besitz von eventuell 77 Millionen Kundendatens√§tzen gelangt. Sehr viele Medien berichten nun, dass Playstation-Kunden einen Missbrauch ihrer Kreditkartendaten bef√ľrchten m√ľssen. Dabei scheint die Lage mehr oder weniger undramatisch – mal abgesehen vom Image-Gau f√ľr Sony. Tats√§chlich sind die Adressdaten der Kunden viel wertvoller und gut zu verkaufen.

Von Hardy Prothmann

Fest steht: Sony Network Entertainment wurde angegriffen. Von Computer-Verbrechern, die sich illegal Zugang zu den Kundendaten des japanischen Unternehmens verschafft haben. Betroffen sind Kunden, die die internetf√§hige Spielkonsole Playstation 3 benutzen und K√§ufe √ľber Kreditkarten vorgenommen haben. Die Konsolen Playstation 1 und 2 sind, weil nicht internetf√§hig, nicht betroffen.

Fest steht: Das ist ein enormer Image-Verlust f√ľr das Unternehmen, weil Kundendaten absolut sensible Daten sind und offenbar kein ausreichender Schutz vorhanden war. Vor allem die Zahl √ľberrascht. Denn die Hacker scheinen Zugriff auf eine zentrale Datenbank gehabt zu haben.

Fest steht auch: Es ist eine Schande, dass sich Sony ganze zehn Tage lang nicht geäußert hat. Gutes Krisen-Management geht anders. Aber spätestens seit Fukushima weiß man, dass von japanischen Unternehmen Transparenz nicht erwartet werden kann.

Hysterische Medienberichte

Die Medien √ľberschlagen sich mit Berichten √ľber den Skandal und die „m√∂glichen“ Folgen f√ľr die Kreditkartenkunden, die nun „m√∂glicherweise“ finanzielle Sch√§den zu bef√ľrchten „haben“.

Hysterische Berichterstattung: Die Chancen, dass Kreditkartenkunden betr√ľgerische Abbuchungen f√ľrchten m√ľssen, sind eher gering.

Tatsache ist: Es gibt bis heute noch keine festgestellten Sch√§den, zumindest sagt das der Zentrale Kreditausschuss, ein Zusammenschluss aus f√ľnf Banken- und Sparkassenverb√§nden.

Mit gro√üer Wahrscheinlichkeit k√∂nnen die Hacker nichts mit den Kreditkartennummern anfangen, weil sie vermutlich nicht im Besitz der Pr√ľfziffern sind: „Die Kreditinstitute sind hier sehr wachsam. Uns liegen keine Informationen vor, dass es zu Missbr√§uchen in diesem Zusammenhang gekommen ist“, sagt Dr. Kerstin Altendorf auf unsere Nachfrage.

Der Zentrale Kreditausschuss hat gestern folgende Meldung an die Presse gegeben:

Sony Network Entertainment hat gestern bekannt gegeben, dass bestimmte Services des PlayStation Network sowie Qriocity mittels illegalen und unberechtigten Eingreifens angegriffen wurden. Dabei konnten sich die Täter offenbar Zugriff auf persönlichen Daten von mehr als 70 Millionen Nutzern
verschaffen. Es ist unklar ob auch Kreditkartendaten ausgespäht wurden.

Sony Network Entertainment erkl√§rte, dass es daf√ľr derzeit zwar keine Anzeichen g√§be, dass man diese M√∂glichkeit aber auch nicht g√§nzlich au√üer
Betracht lassen könne.

Position des Zentralen Kreditausschusses:
Derzeit steht noch nicht fest, ob Kreditkartendaten abhanden gekommen sind.
Kunden der betroffenen Services sollten ihre Kreditkartenrechnungen sorgf√§ltig pr√ľfen und bei Unstimmigkeiten unmittelbar das kartenausgebende Institut informieren. F√ľr etwaige Sch√§den aus einer m√∂glichen Manipulation im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl m√ľssen die Karteninhaber nicht haften.

Nach unseren Informationen gibt es eine Reihe von Banken, die auf Wunsch der Kunden Kreditkarten kostenfrei neu ausstellen. Wir haben die Sparkasse Rhein-Neckar-Nord und die VR Bank Rhein-Neckar ebenfalls angesprochen, um von dort Informationen zu erhalten. Beide Unternehmen war aber nicht in der Lage, innerhalb von drei bis vier Stunden zur√ľckzurufen, was schwach ist. (Siehe Protokoll des Gespr√§chs mit der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord)

Immerhin. Am n√§chsten Tag hat der Sprecher der Sparkasse, Erich Rathgeber zur√ľckgerufen: „Wir beobachten das. F√ľr die Kunden gibt es keinen Grund zur Sorge.“ Missbrauchsf√§lle sind keine bekannt.

Kontrolle ja – Umtausch jein

Normalerweise werden daf√ľr im Mittel 15-20 Euro f√§llig. Wer sich sorgt, sollte mit seiner Bank reden und eine Neuausstellung beantragen.

Vermutlich ist dies aber nicht notwendig. Und die „genaue Kontrolle der Abrechnungen“, die nun von Medien empfohlen wird, ist eine absolute Selbstverst√§ndlichkeit. Nat√ľrlich sollte man seine Bankbelege immer sorgf√§ltig kontrollieren, weil es Fehlbuchen oder Zahlendreher undundund geben kann.

Der Zentrale Kreditausschuss verweist auf umfangreiche Pr√ľfmechanismen: „Die Kunden m√ľssen sich nicht sorgen, dass sie auf einer betr√ľgerischen Abbuchung sitzenbleiben, die Kontrollsysteme funktionieren sehr gut und Kunden werden betr√ľgerische Buchungen ersetzt, falls diese vorkommen sollten.“ Aber selbst nach der Aff√§re von gestohlenen Kreditkarteninformationen in Spanien Ende 2009 kam es nicht zu den angek√ľndigten „Sch√§den“ bei den Kunden – vielmehr waren die Banken gesch√§digt, die neue Kreditkarten ausgestellt haben, um ihr Image zu waren. Und man kann davon ausgehen, dass die Banken alles tun, um solche Sch√§den f√ľr sich zu vermeiden. Dabei d√ľrften sie sich n√§her sein als dem Kunden.

Vertrauen weg

Sorgen muss sich √ľberwiegend Sony machen – das Vertrauen ist erstmal weg. Erstens wegen der fehlenden Sicherung und zweitens wegen der fehlenden sofortigen Information. Und je nachdem wie die Geschichte weitergeht und wie viele Kunden ihre Karten tauschen lassen wollen, ist eine Schadensersatzforderung der Banken an Sony abzuwarten.

Die illegal beschafften Daten k√∂nnen aber noch ganz andere Folgen haben – vor allem „nervige“. Je nach Qualit√§t der Daten sind diese Datens√§tze viel eher bares Geld f√ľr den Adresshandel wert. Man wei√ü, welche Spiele die Kunden spielen, welche Musik sie h√∂ren und √§hnliche Informationen. Dazu hat man die Adressen und vielleicht auch Ums√§tze? Dazu hat sich Sony nicht ge√§u√üert.

Mega-Raubzug

Jedenfalls reicht der Wert von solchen Datens√§tzen von wenigen Cent bis zu 100 Euro, die manche Firma bereit ist, f√ľr hochqualifizierte Kundendaten zu bezahlen. Denn dann kann man die Werbung und die Ansprache auf den Kunden verfeinern, um mit ihm „ins Gesch√§ft“ zu kommen. Vielleicht war das das Hauptziel der Hacker.

Rechnet man zehn Euro pro Datensatz, haben die Hacker also einen Wert in H√∂he von 770 Millionen Euro gestohlen. Wenn sie nur einen Bruchteil davon verkaufen k√∂nnen, ist das ein Mega-Raubzug. Der von Medien hysterisch angek√ľndigte „m√∂gliche“ Raubzug auf den Konten der Kunden wird aber „vermutlich“ ausfallen.

Plagiator-Formel: Dreist, dreister, Journalist – wie Tageszeitungen tagt√§glich „beschei√üen“


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 12. April 2011. (red) Wenn Tageszeitungen √ľber die Plagiatsaff√§ren „zu Guttenberg“ und aktuell Koch-Mehrin berichten, sollten sie allergr√∂√üte Zur√ľckhaltung √ľben. Denn gerade Zeitungsredaktionen plagieren t√§glich in gro√üem Umfang. Das Schm√ľcken mit „fremden Federn“ geh√∂rt zum Tagesgesch√§ft. Ein Unrechtsbewusstsein darf als „nicht-vorhanden“ bewertet werden.

Von Hardy Prothmann

Dem Betr√ľger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ist zu recht die Doktorw√ľrde aberkannt worden. Er hat schamlos und vermutlich vors√§tzlich fremdes geistiges Eigentum anderer Autoren als sein eigenes ausgegeben.

Aktuell steht die FDP-Spitzenpolitikerin Silvana Koch-Mehrin in der Kritik. Auch sie soll sich bei anderen „bedient“ haben. Die Plattrom „Vroniblog Wiki“ hat schon auf 32 von 207 Seiten ihrer Doktorarbeit Plagiate entdeckt. Auch Veronica Sa√ü, Tochter von Edmund Stoiber, soll gnadenlos abgeschrieben haben. Und man kann davon ausgehen, dass weitere prominente Namen folgen werden.

Die größten und systematischen Plagiatoren sind die Tageszeitungen

Bei der Suche nach „skrupellosen Abkupferern“ wird √ľbersehen, dass t√§glich massenhaft Plagiate „unters Volk“ gebracht werden – durch Tageszeitungen. Denn die allermeisten Redakteure und freien Mitarbeiter haben √ľberhaupt keine Probleme damit, fremde Texte als ihre eigenen auszugeben.

Ein Beispiel gef√§llig? Heute haben die Weinheimer Nachrichten einen sehr umfangreichen Text auf Seite 11 ver√∂ffentlicht: „Wer versiegelt, der zahlt k√ľnftig mehr.“ Es handelt sich dabei zu fast 100 Prozent um eine Pressemitteilung der Stadt Weinheim, die kostenfrei zur Verf√ľgung gestellt worden ist. Zwar steht am Anfang des Artikels, dass die Verwaltung etwas „mitgeteilt“ hat und auch am Ende steht: „…hei√üt es abschlie√üend in der Pressemitteilung.“

Tagt√§gliches Plagiieren: Die Weinheimer Nachrichten √ľbernehmen mehr oder weniger 1:1 Pressemitteilungen, ohne diese korrekt als solche auszuzeichnen. Klicken Sie auf die Grafik, um den gesamten Text als PDF anzuzeigen.

Reichen diese „Hinweise“ aber aus, um klar zu erkennen, dass er komplette Text eine Pressemitteilung ist? Weder ein Durchschnittsleser noch ein Textprofi kann unmissverst√§ndlich erkennen, wer der wahre Urheber ist.

Kennzeichnungspflicht? Fehlanzeige!

Urheber ist in diesem Fall der Pressesprecher der Stadt Weinheim, Roland Kern – ein gelernter Journalist, der sehr flei√üig und kompetent √ľber die Aktivit√§ten der Stadtverwaltung und das Geschehen in der Stadt schreibt. Das ist sein Job und den macht er hervorragend.

Das kann man von der Redaktion der Weinheimer Nachrichten nicht behaupten. Nicht nur heute, sondern st√§ndig druckt das Blatt die Texte aus der Feder von Roland Kern oder anderen Urheber mehr oder weniger 1:1 ab. Das allein ist noch nicht „ehrenr√ľhrig“, wohl aber das Fehlen einer korrekten Quellenangabe.

Der Pressekodex des Deutschen Presserats verlangt unmissverständlich, Ziffer 1, Richtlinie 1.3:

Pressemitteilungen m√ľssen als solche gekennzeichnet werden, wenn sie ohne Bearbeitung durch die Redaktion ver√∂ffentlicht werden.

Warum steht nicht einfach am Anfang oder Ende des Textes: „Pressemitteilung der Stadt Weinheim“? Ganz einfach, weil die Redaktion so tut, als handle es sich um einen redaktionellen Text. Denn schlie√ülich zahlt der Abonnent nicht f√ľr abgedruckte Pressemitteilungen, sondern f√ľr eigene redaktionelle Inhalte. Die Art und Weise, wie die Weinheimer Nachrichten eine vermeintliche „Kennzeichnung“ vornehmen, darf eindeutig als unzureichend bezeichnet werden.

Blaue Markierungen sind Streichungen, gr√ľne Einf√ľgungen - mit minimalsten Bearbeitungen "eignen sich Redaktionen" Texte an und ver√∂ffentlichen sie als redaktionell-journalistische Leistung.

Korrekt kennzeichnen hei√üt glaubw√ľrdig sein

Auch wir veröffentlichen Pressemeldungen der Stadt Weinheim, die von Roland Kern geschrieben worden sind. Im Unterschied zu den Weinheimer Nachrichten kennzeichnen wir die Texte aber korrekt und unmissverständlich und täuschen den Lesern nicht eine redaktionell-journalistische Leistung vor.

Im Vorspann findet sich bei uns ein K√ľrzel „pm“ – das steht ausweislich unseres Impressums f√ľr „Pressemitteilung“. Weiter stellen wir √ÉŇďbernahmen in voller L√§nge eine unmissverst√§ndliche Zusatzinformatoin voran: Entweder steht „Pressemitteilung von…“ oder „Information von…“ vor einem solchen Artikel.

Manchmal ver√∂ffentlichen wir auch Texte unter dem Namen des jeweiligen Autoren. „Von Roland Kern“, steht dann vor dem Text und am Ende des Artikels informieren wir die Leserinnen und Leser dar√ľber, wer der Autor ist. „Roland Kern ist Journalist und Pressesprecher der Stadt Weinheim“, steht dann da.

Warum wir das tun? Der erste Grund hei√üt Ehrlichkeit. Wir geben nicht etwas als unsere Leistung aus, was nicht unsere Leistung ist. Der zweite Grund: Durch die Nennung der Quelle wird deutlich, welche Interessen hier ver√∂ffentlicht werden. Der dritte Grund ist Anerkennung: Wir nennen selbstverst√§ndlich den geistigen Urheber. Der vierte Grund ist ein gesundes Misstrauen: Wir √ľbermitteln eine fremde Botschaft in Treu und Glauben – sollte ein Fehler oder gar eine T√§uschung vorliegen, ist der Urheber klar benannt.

So wie der MM-Redakteur Hans-J√ľrgen Emmerich „arbeiten“ viele: Eine Pressemitteilung wird ein wenig umgestellt und umformuliert und schwubsdiwups wird daraus ein „Redakteursbericht“. Quelle: MM

„zg“ ist ein Vielschreiber

Die Weinheimer Nachrichten stehen mit dieser Plagiatspraxis nicht alleine da. Besonders dreist sind auch Mitarbeiter des Mannheimer Morgens. Hier werden „umformulierte“ Pressemitteilungen gerne mal als „Redakteursbericht“ ver√∂ffentlicht (siehe dazu: „Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?„)

Einer der flei√üigsten „Mitarbeiter“ des Mannheimer Morgens ist ein Autor, der das K√ľrzel „zg“ benutzt. Das sieht auf den ersten Blick aus wie ein Autorenk√ľrzel, steht aber schlicht und ergreifend f√ľr „zugeschickt“. Das hei√üt, jeder dieser „zg“-Texte ist keine redaktionell-journalistische Leistung, sondern nur eine Text√ľbernahme. Nirgendwo weist die Zeitung darauf hin, welche Art von Urheber sich hinter „zg“ verbirgt. Andere Zeitungen verwenden andere K√ľrzel.

Patchwork-Journalismus РCopy&Paste ist Alltagsgeschäft

Gerne werden auch „Agenturberichte“ zusammengefasst. Das hei√üt, der Journalist bedient sich mehrerer „Quellen“ von Agenturtexten, kopiert die Inhalte irgendwie zu einem Patchwork-Artikel zusammen und schreibt seinen eigenen Namen √ľber den Text. Als „ehrlich“ kann schon gelten, wer wenigstens „Mit Material von…“ ans Ende des Artikels schreibt. Welche Teile der Texte aus welchem „Material“ stammen, ob es 10 oder 90 Prozent des Inhalts sind, ist f√ľr den Leser nicht erkennbar. H√§ufig wird die Nennung des „Materials“ auch gerne mal vergessen.

Und es sind alle Ressorts betroffen: Politik, Wirtschaft, Sport, Lokales, Kultur. Nicht nur Profis können Plagiate relativ leicht erkennen, wenn man auf folgendes achtet: Je weniger Quellen explizit genannt sind, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Text in Teilen oder komplett plagiiert wurde. So einfach ist das. Denn seriöse Journalisten achten sehr sorgfältig darauf, die Quellen zu benennen.

„Beispiele f√ľr Plagiate in Wissenschaft und Medien gibt es viele“, schreiben die Soziologen der Uni Bielefeld, Sebastian Sattler und Floris van Veen, in ihrem Text „Ver√∂ffentliche oder stirb“ f√ľr die Medienfachzeitschrift „Message“:

„Auffallend rar hingegen ist die Forschung zum Textklau im Journalismus. Das verwundert, f√ľhrt man sich den Schaden vor Augen: Leser werden nicht authentisch und transparent informiert, aber trotzdem zur Kasse gebeten.“

Textklau ist kaum erforscht – kein Wunder

Die Forscher wundern sich, dass es kaum Forschung zu dem Thema „Textklau im Journalismus“ gibt. Das aber ist nicht verwunderlich, wenn man wei√ü, dass viele Medien-Professuren eng mit Medien-Verb√§nden und -Verlagen verbunden sind. Wer also sollte an einem solchen Forschungsvorhaben interessiert sein? Oder anders gefragt: Wer w√ľrde ein niederschmetterndes Ergebnis ver√∂ffentlichen? Die, die es selbst betrifft? Wohl kaum.

Die Forscher folgern, dass dies der Glaubw√ľrdigkeit von Journalismus schadet. Umgekehrt gilt: Der Ehrliche ist der dumme. Wer dreist kopiert und abschreibt ist vermeintlich erfolgreicher, als derjenige, der sich nicht mit fremden Federn schm√ľckt. Und da eine Kr√§he der anderen kein Auge aushakt, wird diese Praxis des institutionalisierten Textklaus schaarenweise und vollst√§ndig unversch√§mt betrieben.

Plagiat = Raub der Seele

So werden tagt√§glich in Deutschland Zeitungen und andere Medien von „Journalisten“ gef√ľllt und von Redakteuren verantwortet, die entweder nie einen Funken Berufsehre in sich hatten oder diese im Lauf der Zeit „verloren“ haben. Ganz im Gegenteil handelt es sich um Banditen, um R√§uber, wie sich anhand der Definition von „Plagiat“ bei Wikipedia nachlesen l√§sst:

Ein Plagiat (von lat. plagium, „Menschenraub“, „Raub der Seele“[1]) ist die Vorlage fremden geistigen Eigentums bzw. eines fremden Werkes als eigenes Werk oder als Teil eines eigenen Werkes. Dies kann sich auf eine wortw√∂rtliche √ÉŇďbernahme, eine Bearbeitung, oder auch die Darstellung von Ideen oder Argumenten beziehen.

Anmerkung:
Zur√ľck zur „Wissenschaft“: Die Arbeit an diesem Text wurde kurz von 15:00 Uhr begonnen. Zu diesem Zeitpunkt waren 32 m√∂gliche Plagiatsstellen in der Arbeit von Frau Koch-Mehrin martkiert worden. Um 17:30 Uhr fanden sich bereits 37 Stellen. ūüėČ

Polizei sucht Geschädigte


Guten Tag!

Heddesheim, 03. März 2011. Der Polizeiposten Heddesheim sucht Geschädigte, deren Auto aufgebrochen wurde Рes wurden Navigationsgeräte als Beutegut sichergestellt, die bislang nicht zugeordnet werden konnten.

„Im Rahmen ihrer Ermittlungen konnte die Polizei in Heddesheim nun einen jugendlichen T√§ter festnehmen, der in den drei zur√ľckliegenden
Monaten in der dortigen Umgebung mehrere Fahrzeuge aufgebrochen hatte.

Unter anderem wurden Navigationsger√§te sichergestellt, die bislang keinem Eigent√ľmer zugeordnet werden k√∂nnen. Gesch√§digte, die Opfer eines Navi-Diebstahls wurden, m√∂gen sich mit dem Polizeiposten Heddesheim, Tel. 06203 / 41443, in Verbindung zu setzen.“

Auf Nachfrage sagte Polizeioberkommissar Walter Gerwien: „Die Eigent√ľmer sollen bitte einen Eigentumsnachsweis f√ľhren, das hei√üt, Quittung oder Verpackung mitbringen oder die letzte Zieladresse wissen, dann k√∂nnen wir das √ľberpr√ľfen. Ein b√ľrokratischer Aufwand ist damit nicht verbunden, sofern der Eigentumsnachweis gef√ľhrt werden kann, k√∂nnen die Eigent√ľmer das Ger√§t sofort mitnehmen.“

Es sind noch sechs Navigationsgeräte vorhanden.

Einen sch√∂nen Tag w√ľnscht
Das heddesheimblog

Stände an der Freizeithalle beschädigt und ausgeräumt

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Einbruch und Vandalismus an der Freizeithalle – der S√ľ√üwarenstand wurde verw√ľstet, Kleidung und Alkohol gestohlen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden in den Stand der Werbemacher GmbH eingebrochen, die zum Public Viewing Fan-Artikel und Bekleidung verkauft hat. Die Einbrecher stahlen hochwertige Kleidungsst√ľcke, zum Teil der neuen Marke „Hellesewear“.

Au√üerdem wurde der S√ľ√üwarenstand aufgebrochen und verw√ľstet. Ebenfalls aufgebrochen wurde die Cocktail-Bar. Dort wurden alkoholische Getr√§nke gestohlen.

Die Spurensicherung der Kriminalpolizei hat den Tatort erkennungsdienstlich untersucht und nach Informationen des heddesheimblogs auch Spuren sichern können. Diese werden nun ausgewertet.

Wie hoch der Schaden ist, konnten die Betroffenen noch nicht sagen – wahrscheinlich werden aber einige tausend Euro zusammenkommen.

Zeugen sollen beobachtet haben, dass gegen 02:00 Uhr Jugendliche √ľber den Zaun geklettert sind – warum die Zeugen die Polizei nicht informiert haben, ist nicht bekannt.

Redaktion heddesheimblog