Sonntag, 21. Oktober 2018

Kritischer Blick auf die Vaterlandsliebe in Zeiten der EM

Sind Sie noch Patriot? Oder schon Nationalist?

Stolz auf die Fahne? Aufs Vaterland? Patriot? Oder schon Nationalist?

 

Rhein-Neckar, 20. Juni 2012. (red/pro) Fiebern Sie mit der deutschen Nationalelf mit? Reden Sie von Deutschland, Spanien, England, Italien und den anderen LĂ€ndern als seien dort alle gleich? Verbinden Sie mit „die Italiener“, „die Griechen“, „die…“ irgendwelche „Charaktereigenschaften“? Erhöhen Sie Deutschland oder Ihre eigene Nation gegenĂŒber gegenĂŒber anderen LĂ€ndern? Dann wird es Zeit, darĂŒber nachzudenken, ob Sie noch ein Patriot oder schon ein Nationalist sind. Und ob „Demokrat“ nicht eine brauchbare Alternative wĂ€re.

Von Hardy Prothmann

Im Gegensatz zu den Tageszeitungen finden Sie bei uns immer wieder Hinweise auf andere Medien – manchmal, weil diese sehr gut berichten oder sehr schlecht, manchmal, weil sie etwas berichten, was wir fĂŒr unsere Leserschaft interessant finden.

Heute empfehlen wir Ihnen ausdrĂŒcklich ein sehr interessantes StĂŒck von Nikolas Westerhoff in der SĂŒddeutschen Zeitung: „Weltoffene Demokraten – eine aussterbende Spezies„. Es liest sich, als wĂ€re der Text aktuell zur EM und dem damit verbundenen „Nationalstolz“ geschrieben. Der Artikel erschien aber schon vor fĂŒnf Jahren – ist aber vermutlich zeitlos.

Patriot vs. Nationalist?

In einer umfangreichen Darstellung stellt der Kollege wissenschaftliche Untersuchungen vor, die den vermeintlich positiven Begriff des „Patrioten“ in Frage stellen. Vielmehr deuten die Untersuchungen darauf hin, dass eine Unterscheidung in den guten Patrioten versus dem schlechten Nationalisten nicht möglich ist:

Doch eine solche Zweiteilung der Menschen in Patrioten und Nationalisten ist politisch motiviert – sie dient dazu, Patriotismus als wĂŒnschenswerte Eigenschaft propagieren zu können. Eine empirische Basis fĂŒr den Unterschied zwischen Vorzeige- und SchmuddelbĂŒrgern gibt es jedoch nicht, wie neueste Untersuchungen zeigen (Wilhelm Heitmeyer: Deutsche ZustĂ€nde, Folge 5. Suhrkamp, Frankfurt am Main, 2007).

Ab- und Ausgrenzung liegen wohl tief im Menschen verankert und politische Haltungen werden durch Vorbilder, Erziehung un d Wissen vermittelt. Positiv wie negativ.

Stolz ein was auch immer zu sein?

In Zeiten des Nationalstolzes, die besonders deutlich bei Europa- oder Weltmeisterschaften populĂ€rer Sportarten wie Fußball auftreten, sollte man sich selbst mal prĂŒfen. FĂŒhlt man sich als Deutscher, Italiener, Spanier, TĂŒrke als „mehr wert“ gegenĂŒber anderen Nationen? Ist man besonders stolz aufs eigene Land? Warum? Auf was? Was hat man davon? Was nĂŒtzt es, den eigenen Staat zu ĂŒberhöhen? Gibt es einen Status quo oder ist alles im Fluß?

Auf dem Weinheimblog hatten wir vor kurzem ĂŒber schlagende Verbindungen berichtet, die Corps, die sich einmal im Jahr in Weinheim treffen und sich als „Patrioten“ bezeichnen und ihre Vaterlandsliebe sehr hoch halten. Sie grenzen sich gleichzeitig vordergrĂŒndig von Nationalisten ab. Können Sie das tatsĂ€chlich angesichts der vielen wissenschaftlichen Studien oder lĂŒgen sie sich was in die Tasche.

Ich zum Beispiel wĂŒrde nie sagen, dass ich stolz bin, ein Deutscher zu sein. Ich bin stolz auf meine eigene Leistung und achte die anderer – egal welcher Nation. Und ich drĂŒcke mein Missfallen aus, wenn ich mit etwas nicht einverstanden bin. Egal ob im eigenen Land oder im Ausland. Egal ob gegenĂŒber Deutschen oder AuslĂ€ndern.

TatsĂ€chlich bin ich sehr froh, in diesem Land zu leben. Denn Deutschland ist eine stabile und wehrhafte Demokratie und durch die gelebte Ordnung ein Land, in dem man ĂŒberwiegend sicher leben, Chancen verwirklichen kann und in dem vor allem eines möglich ist: Eine eigene Meinung zu haben.

Andere LĂ€nder – andere Vorbilder

Ich habe viele LĂ€nder bereits, deren VorzĂŒge, aber auch Nachteile kennengelernt. Deswegen bin ich ingesamt sehr zufrieden mit meinem Heimatland – obwohl es immer wieder Dinge gibt, die man Ă€ndern, verbessern oder abschaffen oder neu schaffen muss.

Wenn mich im Ausland jemand fragt, wo ich herkomme, sage ich „Pfalz“. Denn das ist meine unmittelbare Heimt. Dann sage ich Deutschland. Und manchmal erzĂ€hle ich, dass ich ein „Exil-Ossi“ bin. Meine Eltern stammen aus Rostock und Dresden, ich bin in Ludwigshafen geboren und in der Pfalz aufgewachsen. Heute lebe ich in Nordbaden.

Ich fĂŒhle mich als Deutscher nicht durch Fußballer vertreten. Es krĂ€nkt nicht mehr Ehre, wenn die deutsche Mannschaft verliert oder schlecht spielt. Es hat keinen Einfluss auf meine Meinung oder meine demokratische Überzeugung gar mein Selbstbewusstsein. Bislang spielt die deutsche Elf gut und ich verfolge gespannt jedes Spiel, weil es mich „unterhĂ€lt“.

Und großen Respekt zolle ich der spanischen Mannschaft, die insgesamt sehr stark spielt und vor allem sehr fair – ich wĂ€re froh, wenn sich andere daran orientieren wĂŒrden. Denn das verdient Respekt.

 

Bens WM-Kolumne: Und das Orakel hatte doch Recht!

Guten Tag!

Heddesheim, 08. Juli 2010. Wie gerne hÀtten wir daran geglaubt, dass sich das Krakenorakel bei seiner Vorhersage getÀuscht hat. Aber die Krake hatte Recht. Spanien hat gewonnen! Und das verdient. Sie waren einfach die Besseren!

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WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz ist enttÀuscht vom Spiel gegen Spanien. Bild: local4u

Von Anfang an lief unsere Elf den Spaniern hinterher, unsere Jungs reagierten nur, sie agierten nicht.

Die auffallend verunsicherte und zögerliche deutsche Hintermannschaft ließ den Spaniern hĂ€ufig Vortritt und Freiraum. Vor allem Phillip Lahm und Bastian Schweinsteiger waren zu Ă€ngstlich und ließen ihr Können der vorhergehenden Spiele deutlich vermissen.

ÃƓberhaupt fehlte der gesamten Mannschaft Ideenreichtum, Spritzigkeit, Leichtigkeit und das nötige GlĂŒck, um in einem WM-Halbfinale zu bestehen. Ob es nun daran lag, dass MĂŒller gesperrt war und Trochowski auf diese Mannschaft noch nicht so eingeschworen war, oder an anderen Faktoren, bleibt offen.

Schade fĂŒr den deutschen Fußball, denn bisher haben in diesem Turnier unsere Jungs wirklich ĂŒberzeugt und nun geht es wieder nur in das kleine Finale. Die Spanier dominierten von Anfang an, kombinierten einfach besser und waren immer einen Schritt voraus. So kam es schließlich zu dem einzigen Tor dieser Partie.

Die Erlösung fĂŒr die zuvor immer mehr aufbrausenden SĂŒdlĂ€nder kam in der 73. Minute. Nach einer Ecke, perfekt hereingezogen durch Xavi, landete der Ball direkt auf dem Kopf von Abwehroldie Carles Puyol, Neuer war ohne Chance.

Auch Marcell Jansen und Toni Kroos brachten am vergangenen Abend keine Freudenminuten. Wir waren nicht kompakt genug, sind nicht, wie zuvor so oft gelobt, als Einheit aufgetreten.

Auch lag unser Fehler darin, dass wir von Anfang an zu viel Respekt vor unserem Gegner hatten, obwohl dieser selbst auch einige Schwierigkeiten hatte an alte Leistungen von 2008 anzuknĂŒpfen. Spanien spielte besser als Deutschland, aber nicht auf dem Niveau eines Weltmeisterfinalisten.

Damit wĂ€re der Traum vom 4. Stern nun geplatzt, aber man soll nicht nur meckern, viele große, andere Mannschaften mussten lĂ€ngst nach Hause gehen und wir haben das kleine Finale ja noch vor uns.

Es ist jedoch kein Leichtes zu verstehen, wie eine junge, euphorische Mannschaft innerhalb weniger Tagen so unterschiedlich auftreten kann und sich das große Ziel damit verbaut.

Lobenswert war das Auftreten des ruhigen Schiedsrichters aus Ungarn, der mit viel Ruhe und Gelassenheit, ohne nennenswerten Fehler die Partie voll im Griff hatte.

Schade Jungs, wir haben so mit euch gefiebert!

Auf geht’s – der dritte Platz fĂŒhrt auch aufs Treppchen.

Fotostrecke: Die 4:0-Party in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Juli 2010. Die Stimmung im Freizeithaus war riesig, die Halle voll – der deutsche 4:0-Sieg ĂŒber Argentinien grandios. Aber nach dem Spiel gings am Samstag schnell nach Hause – wahrscheinlich zum Duschen, denn die Hitze war gewaltig.

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Fans freuen sich ĂŒber den grandiosen 4:0-Sieg ĂŒber Argentinien. Bild: Robin Birr

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Alle Fotos: Robin Birr

Viel Freude mit den Bildern:

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Bens WM-Kolumne: Deutschland-Argentinien. 4:0. Gemeinsam sind wir stark!

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Juli 2010. Das hĂ€tte man sich in seinen kĂŒhnsten TrĂ€umen nicht vorstellen können. Exakt um 17:49 verlĂ€sst Diego Amando Maradona gedemĂŒtigt den Platz. Was fĂŒr ein Feuerwerk, mit dem die deutsche Mannschaft in das Halbfinale gegen Spanien eingezogen ist. 4:0 besiegten unsere Jungs Argentinien am SpĂ€tnachmittag in Kapstadt und versprechen mit einer ĂŒberragenden Leistung noch viel, viel mehr.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Das Spiel wurde angepfiffen und Deutschland ging in FĂŒhrung.

Ein perfekter und ganz, ganz wichtiger Start fĂŒr Deutschland durch unser „Wunderkind“ Thomas MĂŒller. Bastian Schweinsteiger fand mit einem sehr gut geschossenen Freistoß den perfekten Abnehmer in seinem Teamkollegen. Fußballdeutschland schrie auf.

Die großen Argentinier lagen hinten. Kein Spiel verloren und ganz groß als Favorit gehandelt und plötzlich hinten. Das Spiel wandelte sich schon in den Anfangsminuten zum Guten, indem das Team unter Jogi Löw Druck auf die Gegner ausĂŒbte und sich immer mehr gute Chancen herausarbeitete.

Argentinien war kaum in der Lage gegen diese starke Mannschaft aus Deutschland etwas entgegenzusetzen. Auch Lionel Messi, der torlos aus dem Turnier geht, wurde von Anfang an sehr gut ausgeschaltet, was sich negativ auf das Spiel der Argentinier ausĂŒbte.

Die wohl grĂ¶ĂŸte Druckphase der Weiß- Blauen war dann aber doch vor der Halbzeit. Messi und Carlos Tevez waren die Hauptakteure, die jedoch auch kaum ĂŒberzeugten. Einige Chancen gab es fĂŒr die Maradona-Elf, jedoch ohne Erfolg.

Auch nach der Halbzeit spielte Argentinien etwas mehr mit als in den Anfangsminuten und erarbeite sich durch einige Kombinationen Torchancen, die jedoch Großteils harmlos blieben. Die deutsche Hintermannschaft ließ in dieser Phase nichts anbrennen, was sich letztendlich auszahlte.

Trotz der argentinischen Druckphase, hatten unsere Jungs das Spiel im Griff und spĂ€testens nach dem Tor von Miroslav Klose in der 68. Minute zum 2:0 wurde es fĂŒr die SĂŒdamerikaner richtig schwer, noch einmal ins Spiel zu finden.

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Ein wunderschöner Spielzug von dem ĂŒberragenden MĂŒller zu Podolski, der mit starker PrĂ€zision den Ball quer auf Klose legte, der nur noch einschieben musste. Auch dieses Tor veranschaulichte wieder einmal den Zusammenhalt und das Engagement der jungen Mannschaft.

Aber das reichte Lahm und Co. noch lange nicht. 74. Minute: Sogar der starke Verteidiger Arne Friedrich trifft zum ersten Mal in seiner Karriere fĂŒr Deutschland und verdeutlicht seine ohnehin ĂŒberzeugende Leistung, nach Vorlage von Schweinsteiger macht er das 3:0.

Argentinien hatte nichts mehr zu erwidern. Deutschland spielte dieses Spiel ganz klug herunter und erstickte die AufbÀumungsversuche der Gegner von Anfang an im Keim.

Als dann auch noch in der 89. Minute Miro Klose sein Tor machte, war klar, Argentinien blamiert sich in diesem WM-Viertelfinalspiel und kann nicht an die Leistung vor vier Jahren gegen Deutschland anknĂŒpfen. Ein ganz wichtiges Tor fĂŒr unser Sorgenkind vor der WM, das sich aber lĂ€ngst wieder in die Herzen aller deutschen Fans gespielt hat. Sein bekannter „Salto“ war bezeichnend fĂŒr seine Erleichterung ĂŒber seine zwei Tore und er ist nun mit 14 WM-Toren zweitbester TorschĂŒtze des grĂ¶ĂŸten Fußballereignisses des Planeten. Nach wunderschöner Flanke von Mesut Özil, trifft Klose aus sieben Metern. Schwache Abwehrleistung der argentinischen Hintermannschaft, die ĂŒber weite Strecken eher „TrainingshĂŒtchen“, als ernst zu nehmende Gegner fĂŒr die deutsche Mannschaft waren.

Ein perfektes Spiel unserer Mannschaft. Nach England hat sie noch einmal eine Schippe draufgelegt und ein super Spiel abgerufen. Es scheint als hÀtten die deutschen Jungs spÀtestens nach dieser Leistung vor niemandem mehr Bange.

Auch Spanien wird sicher kein einfacher Halbfinalgegner, was unserer Mannschaft, wenn sie weiter solche Leistungen bringt, nichts mehr ausmachen dĂŒrfte.

ErwĂ€hnen möchte ich noch die besondere Leistung von Bastian Schweinsteiger, der neben seinem fußballerischen Können den Teamgeist immer wieder neu motiviert und anheizt.

Aber unsere Elf tritt in dieser WM eh so auf, als laute ihr Motto: Nur gemeinsam sind wir stark! Gerade das macht uns aus und ganz Deutschland glĂŒcklich. Da kann man nur sagen: „Weiter so, es gibt nichts zu Ă€ndern!“

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: … Und am Ende gewinnen immer die Deutschen…

Guten Tag!

Heddesheim, 28. Juni 2010. Es gleicht sich alles wieder aus – die EnglĂ€nder haben ein tatsĂ€chliches Tor nicht gewertet bekommen, 1966 in Wembley war das anders. Fest steht: 4:1 haben wir die EnglĂ€nder nach hause geschickt. Unser Kolumnist Benedikt Siegfanz ist zuversichtlich, dass diese deutsche Mannschaft auch die Argentinier packt.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Und wieder einmal bewahrheitet sich der bekannte Ausspruch Garry Linekers. Mit einem grandiosen 4:1 Sieg zogen unsere Jungs vor 40.510 Zuschauern im Free-State-Stadion von Bloemfontein ins Viertelfinale ein. Grandios aufgelaufen, gut kombiniert, selten aus der Ruhe geraten.

Diese Schlagwörter bringen es auf den Punkt. Aber auch die englische Mannschaft unter Fabio Capello spielte nicht unbedingt schlechten Fußball, trat aber nicht als Einheit auf und war in der Chancenausbeute den Deutschen um einiges unterlegen. Eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters und mehrere Alluminium- Treffer gaben England schließlich den „Knock- Out“.

Nach zögerlichem Spielbeginn auf beiden Seiten gelang es Miroslav Klose schließlich in der 20. Minute mit seinem Treffer die Löw-Elf in FĂŒhrung zu schießen. PrĂ€ziser Abstoß Neuer, Klose schĂŒttelt Upson ab und grĂ€tscht in den Ball. Tor aus 10 Metern. 1:0!

Bald darauf sollte das 2:0 folgen. Lukas Podolski lochte den Ball in der 32. Minute spektakulĂ€r aus einem spitzen Winkel ein, nach Vorlage von Thomas MĂŒller. Die darauffolgenden Minuten waren wohl die schwersten fĂŒr Deutschland in diesem Spiel.

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Erst der Treffer von Matt Upson in der 37. Minute, gefolgt von dem Tor von Frank Lampard, dass alle Fans an das Wembley-Tor von 1966 erinnerte – diesmal allerdings wurde der Treffer nicht gegeben. Damals wurde das Tor gewertet, obwohl es keins war. So gleicht sich eben alles wieder aus.

Auch der starke Freistoß von Lampard in der 52. Minute ließ die deutschen Fans zusammenzucken, nachdem der Ball von der Latte zurĂŒck ins Feld sprang. Aber all das konnte die deutschen Spieler nicht beeindrucken.

Kontinuierlich und hochkonzentriert setzten unsere Jungs in der 67. Minute das nĂ€chste Ausrufezeichen. Thomas MĂŒller, der herausragendste Spieler dieses Derbys, netzte den Ball nach einem Pass von Bastian Schweinsteiger gekonnt ein. Gott sei Dank hielt die Wade unseres `Schweinis` und war sicher Gold wert.

Nach diesem Tor war das Spiel endgĂŒltig in deutschen HĂ€nden. Nur drei Minuten spĂ€ter krönte MĂŒller sein perfektes Spiel, nach einem „Assist“ durch Mesut Özil und musste den Ball nur noch einschieben. Ja! Ein Aufschrei ging durch das Stadion und die Erleichterung war jedem im Team anzusehen.

Ein insgesamt sehr faires Spiel, indem lediglich zwei gelbe Karten an Arne Friedrich und Glen Johnson vergeben wurden. Bis auf wenige Ausrutscher war dieses Mal auch die deutsche Abwehr gut aufgestellt und mit Jerome Boateng der richtige Mann gefunden.

Bei den EnglĂ€ndern gab es wenige ĂŒberragende Akteure, wie z.B. Frank Lampard, letztendlich war die Mannschaftsleistung jedoch zu schwach, um diese starke, deutsche Mannschaft in die Knie zu zwingen. Ein verdienter und klarer Sieg. Nun sind wir im Viertelfinale gegen die Argentinier.

Warum sollten wir das nicht auch packen? Aber mehr darĂŒber beim nĂ€chsten Mal. Weiter so, ein Super-Spiel Jungs! So macht WM noch mehr Spaß!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Bens WM-Kolumne: Gewonnen aber nicht geglÀnzt!

Guten Tag!

Heddesheim, 24. Juni 2010. Das 1:0 gegen Ghana war verdient, aber auch glĂŒcklich, meint unser WM-Kolumnist Ben. Ganz nĂŒchtern betrachtet, hat ihn das Spiel nicht vom Hocker gerissen – dafĂŒr muss die deutsche Mannschaft besser werden. Nicht in der Verteidigung – die hat gut gearbeitet.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

So leicht wie einige Fans der deutschen Nationalmannschaft sich den Sieg gegen Ghana vorgestellt hatten, ist es dann doch nicht gewesen. Mit Ghana man ein fast ebenbĂŒrtiges Team in „Soccer City“ aufs Feld und spielte ĂŒber weite Strecken gut mit. FĂŒr einen Sieg reichte es nicht, dennoch fĂŒr das Weiterkommen.

Nach einem schweren Start gelang es dem jungen Team aus Deutschland nur mit großer Anstrengung ins eigene Spiel zu finden, Torchancen herauszuspielen und schließlich den erlösenden Treffer zu landen. Nachdem Mesut Özil in der ersten Halbzeit eine riesen Torchance vergeben hatte, zweifelten die ersten schon an dem Einsatz des Deutsch-TĂŒrken und generell an dem Sieg unserer Mannschaft. Das Spiel fand Großteils im Mittelfeld statt und brachte auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen.

So war die Stimmung in der Halbzeitpause eher angespannt als befreit und man wartete auf neue taktische Maßnahmen von Joachim Löw. In der 60. Minute schließlich lockerte sich der Druck etwas, als der 21 Jahre junge Mesut Özil mit einem Distanzschuss aus 18 Metern einnetzte. Trotzdem erspielten sich die Ghanesen auch danach noch einige weitere Torchancen, die nur mit viel GlĂŒck von unserem KapitĂ€n Philipp Lahm und Jerome Boateng vereitelt wurden.

Wieder einmal zeigte sich, dass unsere Mannschaft neben der Kampfeslust der jungen Spieler auch dringend erfahrene Teamkollegen, wie z.B. Arne Friedrich braucht, der in der Abwehr einen guten Job machte. Auch Manuel Neuer ĂŒberzeugte mich mit seiner Leistung, da er durch viele starke Paraden der deutschen Mannschaft den RĂŒcken freihielt. Als positiv erwies sich letztendlich die Leistung des Schiedsrichters, der trotz aller Vorwarnungen, kaum zu seinen geliebten Karten griff, was bei diesem Spiel allerdings auch kaum nötig war.

In der 66. Minute musste Fußballdeutschland wirklich zittern: der Ghanese Andre Ayew hatte eine brandgefĂ€hrliche Torchance nicht genutzt.

Vor 83.391 Zuschauern spielte unsere Mannschaft mittelmĂ€ĂŸig und begeisterte trotz Sieg nicht wirklich. Selbst die eigenen Spieler haben gemerkt, dass es LĂŒcken gibt, die man fĂŒr die weiteren Begegnungen unbedingt stopfen muss.

Gewonnen ist gewonnen, jetzt sind wir weiter.

Die Leistungen unserer Mannschaft lassen jedoch leider etwas zu wĂŒnschen ĂŒbrig. Bisher ist es gut gegangen, die ĂŒberragende Leistung aber, wie gegen Australien, muss abgerufen, NervositĂ€t abgelegt und Torchancen besser verwandelt werden. Vielleicht kommen wir so wie bisher noch ein wenig weiter ĂŒber die Runden, aber Weltmeister wird man so nicht.

Wir sind uns aber sicher, dass unsere junge, deutsche Mannschaft mehr Potential hat, also Jungs, zeigt uns am Sonntag, was ihr draufhabt!

Bens WM-Kolumne: Auf zum hoffentlich nicht letzten Tanz

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Juni 2010. FĂŒr das heddesheimblog berichtet Benedikt Siegfanz ĂŒber die deutschen Spiele – der 14-jĂ€hrige Ben liebt, leidet und lebt Fußball. Sein Traumberuf: Sportjournalist. Und er zittert: Wird es die deutsche Elf schaffen, gegen Ghana zu bestehen?

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Ein Sieg muss her! Egal ob mit oder ohne guten Schiedsrichter!

Es kommt am Abend zum Entscheidungsspiel fĂŒr unsere Jungs gegen Ghana. Diese „Zwangsposition“ schlĂ€gt sehr auf das GemĂŒt, da man eigentlich klarer Favorit der Gruppe war.

Nun sind wir da, stehen wieder einmal vor einer machbaren Aufgabe. Ob die Elf von Jogi Löw diese aber besser als gegen Serbien bestreitet, steht offen. Wir werden es sehen.

Auch ohne den verletzten Topstar Michael Essien vom FC Chelsea, sind die Ghanesen eine leichtfĂŒĂŸige, listige Mannschaft, die man auf keinen Fall unterschĂ€tzen darf. Der 1:0 Sieg gegen Serbien und die 4 Punkte in der Gruppe sprechen fĂŒr das Team aus Afrika.

Der serbische Trainer Milovan Rajevac hat es geschafft, aus einigen unbekannten Spielern eine gute Elf zu formen, die vor allem spielerisch ĂŒberzeugt und gut kombinieren kann, auch wenn man es seiner Mimik nicht immer ansieht.

Im Augenblick muss man bedenken, dass Ghana erster der Gruppe D ist, aber natĂŒrlich nicht bleiben soll. Auch Namen aus der Bundesliga kennen wir von der „Tanzelf“, wie z.B. den Verteidiger Hans Sarpei, von Bayer 04, oder StĂŒrmer Prince Tagoe, von 1899 Hoffenheim.

Interessant wird sicher auch das BrĂŒdertreffen zwischen dem Hamburger Jerome Boateng und Kevin-Prince Boateng, dessen Namen durch Ballacks Verletzung bei vielen Deutschen einen schlechten Beigeschmack hat.

Spielerisch ist das Team aus Ghana mit unserer technisch begabten Elf sicher zu schlagen, ob unsere junge Mannschaft aber mit der Situation und dem Druck klar kommt, wird sich weisen. Vielleicht sollte auch die deutsche Mannschaft mal „tanzend“ den Rasen betreten.

Die Mannschaften treffen am Abend in Johannesburg, „Soccer City“ aufeinander. Das Stadion wurde mit 145 Mio. Euro komplett renoviert und ist mit 94700 PlĂ€tzen das grĂ¶ĂŸte WM-Stadion SĂŒdafrikas. Auf den Klang der Vuvuzelas „freuen“ wir uns jetzt schon. 😉

Hoffentlich pfeift der Skandalschiedsrichter Carlos Simon aus Brasilien nicht zu kleinlich… Dass er gerne sowohl gelbe, als auch rote Karten verteilt, ist allseits bekannt. FĂŒr beide Mannschaften ist der Schiedsrichter spĂ€testens seit 2006 kein unbeschriebenes Blatt.

Aller Voraussicht nach, wird fĂŒr den rot-gesperrten Miroslav Klose Cacau das gegenerische Tor stĂŒrmen. Ob es weitere VerĂ€nderungen in der Mannschaftsaufstellung gibt, soll im Vorfeld nicht bekannt gegeben werden. Vielleicht eine Taktik von dem Trainerstab?! Oder wird Löw weiterhin auf das Können seiner Stammspieler vertrauen?

Ich persönlich wĂŒrde mir wĂŒnschen, dass unser Trainer noch wagemutiger agieren wĂŒrde und z.B einmal Stefan Kießling, Marko Marin, oder Toni Kroos auflaufen lassen wĂŒrde. Aber das ist ja nicht mein Job.

Heute gibt es keine Ausrede mehr, nur noch ein Sieg zÀhlt. Machbar, aber nicht leicht.

Auf geht’s in Richtung Achtelfinale!

Oder nach Hause.

Ich hoffe, keiner hat Heimweh!

Bens WM-Kolumne: Verloren ist verloren! Jetzt heißt es: Alles oder nichts.

Guten Tag!

Heddesheim, 19. Juni 2010. Unser WM-Kolumnist hatte es vorausgesagt: Gegen Serbien wĂŒrde das Spiel schwerer. Trotzdem glaubte er an einen Sieg – tatsĂ€chlich wurde es eine Niederlage. Benedikt erklĂ€rt, warum es gegen Serbien 0:1 ausgegangen ist.

Von Benedikt Siegfanz

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WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz ist enttÀuscht vom Spiel gegen Serbien. Bild: local4u

Der erste DĂ€mpfer fĂŒr unsere Jungs. Es gab sicher viele GrĂŒnde, mit denen man den Verlust erklĂ€ren könnte, doch letztendlich war es insgesamt eine zu schwache Leistung der deutschen Mannschaft.

Noch vor fĂŒnf Tagen stand Fußballdeutschland kopf, Spieler wurden mit Weltstars verglichen und die Mannschaft wurde als Weltmeister vorrausgesagt. Womöglich zu viel Lob zu frĂŒher Zeit.

Wo stehen wir? War es nur ein zu schwacher Gegner fĂŒr unsere Jungs im ersten Spiel und nicht die eigene Leistung, die uns alle jubeln ließ? Oder war gerade diese Niederlage gegen Serbien nur ein Ausrutscher? Das Spiel gegen Ghana am kommenden Mittwoch wird ein Endspiel fĂŒr die Nationalmannschaft, das steht fest! Genau dies wollte man vor dem Spiel noch verhindern, jetzt heißt es: alles oder nichts!

Schon in den Anfangsminuten merkte man deutlich, dass die Serben ein anderes Kaliber als Australien sind. Auch spĂŒrte man die Unsichherheit des deutschen Teams, die bereits in der ersten HĂ€lfte viele unnötige Fouls und damit verbundene Gelbe Karten auf sich nahmen.

Als dann in der 37. Minute unser StĂŒrmer Miroslav Klose die Ampelkarte sah, wurde das deutsche Spiel zunehmend unkoordinierter. SpĂ€testens ab diesem Zeitpunkt registrierte wohl jeder, dass der Schiedsrichter Alberto Undiano mit der kompletten Spielsituation leicht ĂŒberfordert war, und insgesamt keine gute Leistung zeigte.

Nur eine Minute nach dem Platzverweis nutzten die Serben eiskalt die Verwirrung der Löw-Elf aus und netzten durch Milan Jovanovic in der 38. Minute ein. Kurz vor der Halbzeit fing sich dann unser Team doch noch ein mal und erspielte sich durch Sami Khedira eine perfekte Torchance, die dann allerdings am Aluminium scheiterte.

Nach der Pause zeigte sich die deutsche Mannschaft weiter kĂ€mpferisch und wurde zunehmend stĂ€rker. Das Spiel war nun einigermaßen ausgeglichen.
Immer weiter kam die Mannschaft unter KapitĂ€n Philipp Lahm an den Ausgleich heran. Als sie dann fast am Ziel waren, fehlte es schlicht an AbgebrĂŒhtheit.

Der Kölner Lukas Podolski verschoss in der 60. Minute klÀglich einen von der serbischen Hintermannschaft verschuldeten Handelfmeter und verspielte damit wohl den Weckruf, den die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt unbedingt gebraucht hÀtte.

So ging es wieder los, und die deutsche Mannschaft rannte gegen eine gut abgeklÀrte serbische Elf des Trainers Radomir Antic an. Es fehlte Deutschland aber der letzte Biss! Bis auf ein paar wenige Chancen auf beiden Seiten lief die Zeit herunter, das deutsche AufbÀumen kam nicht.

Unsere Mannschaft ließ nach der starken Leistung gegen Australien einiges zu wĂŒnschen ĂŒbrig und verlor ungeschickt gegen eine machbare Aufgabe. Auch die Serben spielten keinen allzu sehenswerten Fußball, waren aber letztendlich die cleverere Mannschaft.

Auch starke Auftritte von Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm reichten nicht aus um das Spiel noch zu drehen.

FĂŒr das Spiel gegen Ghana muss unsere Elf auf jeden Fall wieder eine Schippe drauflegen und all das, was uns gegen Australien so viel Freude bereitet hat, wieder abrufen. Wenn unsere Jungs dies schaffen, sehe ich ein Weiterkommen unserer Mannschaft voraus.

Auf gehts Jungs, wir wissen das ihr es könnt!

Public Viewing: Mehr Besucher als am Sonntag

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Juni 2010. Deutschland verliert gegen Serbien 0:1 – vor großem Publikum. Der Start des Public Viewings am Sonntag verlief sehr gut, beim zweiten deutschen Spiel kamen noch mehr GĂ€ste.

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Gute Laune trotz verlorenem Spiel: Helferdamen. Bild: heddesheimblog

Die Fortuna bot Kicken fĂŒr die Jugend an, ab 13:30 Uhr rollte dann der Ball ĂŒber die Leinwand in der Freizeithalle. Die war „gestoppte“ voll – viele GĂ€ste hatten es sich draußen gemĂŒtlich gemacht und genossen das schöne Wetter. Insgesamt dĂŒrften es weit ĂŒber 1.000 GĂ€ste gewesen sein.

Mit Spielende ging ein großer Teil – viele mit enttĂ€uschten Mienen. Bis zum Abend war aber ordentlich Leben vor der Halle – am Nachmittag gabs nochmal ein Spiel fĂŒr die Kicker-Jugend auf dem Rasenplatz.

Viel Spaß mit den Bildern:

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Bens WM-Kolumne: Deutschland-Serbien. Auf eine tolle Partie

Guten Tag!

Heddesheim, 17. Juni 2010. Gegen Serbien wird es fĂŒr die deutsche Mannschaft nicht so leicht wie gegen die Australier, meint unser Kolumnist Benedikt Siegfanz. Trotzdem glaubt er an einen klaren Sieg.

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Von Benedikt Siegfanz

Seltsam, was man bei einigen der WM-Fußballspiele in den letzten Tagen so zu sehen bekam!

Glauben Top-Favoriten wie Brasilien, Italien und Portugal eigentlich, dass man ohne Kampfbereitschaft, Lauffreude und Spaß am Spiel eine Weltmeisterschaft gewinnen kann?

Oder bluffen diese großen Teams nur, um dann aus dem Hinterhalt bei weiteren Partien aufzutrumpfen?

Sensationell ist jedoch der historische Sieg der Schweizer gegen Spanien. Die nĂ€mlich haben gekĂ€mpft und sind fĂŒr den Sieg weite Strecken gelaufen.

Böse Zungen sagen, sie hĂ€tten den Klang der Vuvuzelas wohl mit dem der Schweizer Alpenhörner verwechselt und wĂ€ren deshalb so motiviert gewesen. 🙂

Aber egal wie, sie haben es geschafft!

Und genau das, werden unsere Jungs hoffentlich am Freitag, den 18. Juni 2010, auch tun. Im Spiel gegen die Serben.

Denn so leicht wie gegen Australien wird es sicher nicht mehr werden. Serbien nĂ€mlich muss und wird kĂ€mpfen, da sie das erste Spiel gegen Ghana bereits 1:0 verloren. So wird die Mannschaft von Trainer Radomir Antic, der ĂŒbrigens in seiner Laufbahn auch schon Real Madrid trainierte, alles tun, um in diesem Spiel einen Sieg einzufahren.

Und dass Serbien eigentlich eine Top-Mannschaft ist, haben sie schon in der Qualifikationsrunde bewiesen, in der sie unter anderem Frankreich hinter sich ließen.

Ich denke dabei an Stars wie Marko Pantelic (StĂŒrmer), der lange Zeit bei Hertha BSC verbracht hat und inzwischen in Amsterdam spielt. Ebenso an Nemanja Vidic, von Manchester United, der in der serbischen Abwehr eine herausragende Rolle spielt. 4 Spieler der Serbischen Nationalmannschaft verdienen ihr Geld in Deutschland, unter anderem, Antonio Rukavina, von 1860 MĂŒnchen und Neven Subotic von der Borussia aus Dortmund. Obwohl die Mannschaft nicht zu unterschĂ€tzen ist, nun aber genug des Lobs.

Wenn man einmal auf die aktuelle Form unseres Teams schaut, ist der Sieg ab 13.30 Uhr auf jeden Fall drin!

Gespielt wird ĂŒbrigens in Port Elizabeth, im Nelson Mandela Bay Stadion, welches eine KapazitĂ€t von 42 000 Zuschauern umfasst und 100 Millionen Euro gekostet hat. Extra fĂŒr die WM wurde diese Schönheit von einem Stadion errichtet.

Nun aber zu unserer Elf. Nichts genaues weiß man ĂŒber Aufstellung oder Taktik. Man hört, alle im Kader seien fit, auch Bastian Schweinsteiger nach seinem Infekt. Wie aber unser Bundestrainer das Team aufstellen wird, ist unklar. Etwa so wie gegen Australien?

Es hat ja sichtlich funktioniert. Oder bekommen vielleicht dieses mal Spieler wie Toni Kroos oder Stefan Kießling eine Chance ihr Können zu beweisen?

Wir dĂŒrfen weiter gespannt sein, noch einige Stunden, dann geht es fĂŒr uns wieder los!

Viel Spaß und viele Tore- natĂŒrlich nur fĂŒr Deutschland.

Jungs, wir glauben an Euch!

Auf eine tolle Partie.

Bens WM-Kolumne: Clever, variantenreich, abgeklÀrt und zielstrebig

Guten Tag!

Heddesheim, 14. Juni 2010. 4:0, Deutschland-Australien – das war ein nahezu perfektes Spiel, meint unser Kolumnist.

Von Benedikt Siegfanz

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Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Es ist vollbracht! Der erste Sieg ist heimgefahren!

Dass wir kicken können, weiß jeder! Dass wir gut sind eigentlich auch! Aber dass wir auf Weltmeister-Niveau spielen, hat wohl im Vorfeld niemand gedacht!

In einem nahezu perfekten Spiel besiegten gestern Abend unsere Jungs eine sehr leistungsschwache Elf aus Australien, die nach dem Spiel enttĂ€uscht ĂŒber ihre eigene Leistung waren.

Selbst die Psychospielchen im Vorfeld von Mark Schwarzer gegen unseren Keeper haben anscheinend unsere junge Truppe nicht aus der Fassung bringen können. Vielleicht ja beim nÀchsten Team, bei uns auf jeden Fall nicht!

Bis auf ein paar wenige bange Minuten zu Beginn der Partie, in denen unser NeukapitĂ€n Phillip Lahm die Riesenchance der Australier vereitelte, spielte die Mannschaft von Coach Pim Verbeek ohne Einheit und Zug zum Tor. Besonders enttĂ€uschend wirkte bei den 4 Toren auch Australiens TorhĂŒter Mark Schwarzer, von dem man sich nach seinen großen Tönen mehr erwartet hĂ€tte.

Auch der Platzverweis von Tim Cahill durch ein rĂŒdes Foul an Bastian Schweinsteiger, in der 56. Minute, war eines der Beispiele fĂŒr die Unsicherheit der Mannschaft.

Lobenswert im Gegenzug die deutsche Mannschaft!

Ein perfektes Auftreten bescherte allen einen wunderschönen Fußballabend. Unser Bundestrainer hat es also wirklich geschafft in der Vorbereitungsphase aus einzelnen Superkickern ein Team mit Herz und Verstand, neben dem Können natĂŒrlich, zu schaffen.

Schon das Tor von Lukas Podolski in der 8. Minute war wie ein Befreiungsschlag. SpÀtestens ab diesem Zeitpunkt spielte die Mannschaft clever, variantenreich, abgeklÀrt und zielstrebig.

Nach dem zweiten Tor in der 26. Minute von Miro Klose war ganz Deutschland im Freudentaumel und das Spiel so gut wie entschieden. UnverÀndert kam unsere Mannschaft nach der Pause aus den Kabinen und legte in der 68. Minute mit dem 3:0 noch was drauf!

Ein perfekt herausgespieltes Tor durch Thomas MĂŒller, vom FC Bayern, der in seinem dritten LĂ€nderspiel seine hervorragende Leistung krönte. MustergĂŒltig war auch die Leistung von Cacau, der mit dem vierten Treffer, nur 2. Minuten nach seiner Einwechslung, zur perfekten Zeit am perfekten Ort war.

Auch so einen StĂŒrmer braucht jede Mannschaft. Auch Mesut Özil, 21 Jahre alt, soll erwĂ€hnt sein, der an so gut wie jeder gefĂ€hrlichen Aktion beteiligt war.

Mich hat besonders das Tor von unserem Sorgenkind Miroslav Klose gefreut, der noch vor 1 Woche viele Probleme machte und am gestrigen Abend sich schließlich befreite. Bis auf paar Unstimmigkeiten am Anfang in der Abwehr, waren alle deutschen Spieler lobenswert und spielten auf Weltklasseniveau.

Ein super Fußballabend, Tore zur richtigen Zeit, Spannung pur, Freude am Spiel… So soll es weiter gehen!

Wenn sich unsere Mannschaft so auch gegen stĂ€rkere Teams behauptet kann, rĂŒckt der vierte Stern schon ein StĂŒck nĂ€her! Weiter so!

Ich freue mich schon auf Freitag!

Public Viewing erwartet bis zu 1.000 GĂ€ste

Guten Tag!

Heddesheim, 13. Juni 2010. Um 20:30 Uhr beginnt das WM-Spiel Deutschland-Australien – in der Freizeithalle ist fĂŒr 550 Personen bestuhlt. Man hofft auf bis zu 1.000 GĂ€ste.

Warten auf den Ansturm.

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Freizeithalle gegen 17:30 Uhr, 13. Juni 2010. Bild: heddesheimblog

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Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog