Dienstag, 21. November 2017

Gemeinderat stimmt Mitfinanzierung zum Ausbau zu

Ein Schritt in Richtung S-Bahn

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Der Ausbau des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg wird immer teurer. Bild: heddesheimblog.de

Heddesheim, 19. Dezember 2013. (red/ld/csk) 429.000 Euro wird sich die Gemeinde Heddesheim voraussichtlich den Ausbau des Bahnhofs Heddesheim/Hirschberg auf S-Bahn-Standard kosten lassen. Der Gemeinderat stimmte der Mitfinanzierung zum Ausbau zu. 2011 lagen die veranschlagten Kosten noch bei 402.000 Euro. Die im Zuge des Ausbaus geplanten Aufz├╝ge sind in der vorliegenden Kostenrechnung mit einer hohen F├Ârderung durch Bund oder Land veranschlagt. Sollte diese F├Ârderung ausbleiben, beh├Ąlt sich die Gemeinde vor, ├╝ber die Aufz├╝ge separat zu entscheiden. [Weiterlesen…]

Stuttgart 21: Parteipositionen im ├ťberblick

Stadtentwicklungsplan Stuttgart 21. Klicken Sie auf die Grafik, um zum Wikipedia-Eintrag zu gelangen. Quelle: Wikipedia, Stoeffler

Stuttgart 21 – Bedeutung f├╝r Baden-W├╝rttemberg

Guten Tag!
Heddesheim, 08. November 2011. (red/cm)) Stuttgart 21 kennt viele Gegner wie Bef├╝rworter. Die gro├čen Volksparteien vertreten dabei mitunter h├Âchst unterschiediche Ansichten. Wir haben in der nachfolgenden ├ťbersicht die Parteipositionen zusammengefasst. Am 27. November 2011 wird in einer Volksabstimmung ├╝ber das Schicksal der derzeitigen Planung entschieden.

Von Christian M├╝hlbauer

Die eigentliche Intention von „Stuttgart 21“ ist laut Bef├╝rwortern, die Entwicklung von Stuttgart, der umgebenden Region sowie des Landes Baden-W├╝rttemberg zu f├Ârdern. Hierzu wurde bereits 1995 im Rahmen einer „Machbarkeitsstudie“ des Bahnprojektes der Grundstein gelegt.

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Riesenkran hievt „Weichenheizung“ neben die Gleise

Guten Tag

Heddesheim, 22. September 2010. (red/p├Âl) Am 09. September wurde eine Weichenheizung an der Bahnlinie in Heddesheim / Leutershausen installiert – wegen des gro├čen Gewichts musste ein Schwerlastkran zum Einsatz kommen, der die Bauteile von der Br├╝cke neben die Schienen hievte.

Von Horst P├Âlitz

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Neue Heizung f├╝r die Schiene.

P├╝nktlich um 9:32 Uhr fuhr der 8-Achser-Sattelzug mit 25 Tonnen Gegengewichten beladen auf die Br├╝cke (K4135) zwischen Leutershausen und Heddesheim. Ein Mobilkran mit 60 Tonnen Gewicht und 60 Meter Hauptmast folgte. Projektleiter J├╝rgen Jensen: „Damit k├Ânnen wir bis zu 130 Tonnen heben.“

Der Hauptmast ist bis zu 60 Meter lang und hydraulisch abwinkelbar und kann zus├Ątzlich noch mit einen siebzehn Meter Spitzausleger aufgestockt werden. Die H├Âchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs im ├Âffentlichen Stra├čenverkehr betr├Ągt 82 km/h. F├╝r bestimmte Transporte wird gesetzlich vorgeschrieben, ob ein Vorausfahrzeug vonn├Âten ist.

Laut der Firma Scholl GmbH, Heidelberg, belaufen sich die Kosten f├╝r dieses Fahrzeug auf 1,2 Mio. Euro zuz├╝glich Mehrwertsteuer sowie Sattelzug und Auflieger. Und auch der Unterhalt ist teuer: Kranf├╝hrer Bernhard Weidemann sagt: „F├╝r 100 Kilometer ben├Âtigen wir 100 Liter Diesel. Ein Reifen, 445/95 R 25, kostet 2.000 Euro, ohne Montage“.

Nachdem der Mobilkran die vier seitlichen St├╝tzen hydraulisch ausgefahren und abgest├╝tzt hatte, wurde der Kran ins Lot gebracht. „Dies ist grunds├Ątzlich wichtig, da sonst die Winkelangaben am Display im Kranf├╝hrerhaus nicht stimmen. Das muss stimmen, sonst kann das fatale Folgen haben“, erkl├Ąrte uns Ballastfahrer Siegbert Kehder.

Danach wurden 25 Tonnen Gegengewicht vom Ballastfahrzeug auf den Kranwagen gehievt. Nach Rangierarbeiten der beiden Tieflader auf der Br├╝cke wurde zuerst der Keller, mit 4 Tonnen Eigengewicht, des aufzustellenden Weichenheizungshaus ├╝ber die Oberleitungen bei laufenden Schienenverkehr positioniert.

Das Heizungshaus (8,8 Tonnen Eigengewicht) wurde in Millimeterarbeit ausgerichtet und auf den „Keller“ aufgesetzt. Ulli G├Âtsch von einer Weichenheizungsspezialfirma aus Dinslake erl├Ąuterte uns den Sinn der Montage. „Wir haben hier drei Weichen, die mit jeweils sechs Heizst├Ąben ausger├╝stet werden. Pro Stab wird eine Heizleistung von 600 Watt abgegeben. Bei Frost gehen sie automatisch ans Netz, wobei die Au├čentemperatur, die Schienentemperatur und die Luftfeuchte gemessen wird. Diese Werte gehen digital an die technische ├â┼ôberwachungsstelle nach Karlsruhe und an die Stellwerkleitstelle in Weinheim.

Um 11:30 Uhr war die Arbeit erledigt – danach musste allerdings der Kran von seinen Gewichten befreit werden.

Eigentlich sollte eine Vollsperrung erfolgen, aber die Ortsausfahrt Heddesheim (Werderstrasse) Richtung Leutershausen war nur halbseitig gesperrt. Drei LkWs versuchten „ihr Gl├╝ck“ trotzdem und mussten r├╝ckw├Ąrts navigieren – gef├Ąhrliche Man├Âver f├╝r den restliche Stra├čenverkehr.

Viel Spa├č mit den Bildern.

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Vollsperrung der Kreisstra├če K4135 am Donnerstag, 09.09.2010

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 08. September 2010. (red) Das B├╝rgermeisteramt Hirschberg hat heute die Vollsperrung der Kreisstra├če K4135 zwischen Heddesheim und Hirschberg-Leutershausen angek├╝ndigt.

Am Donnerstag, den 09. September 2010 wird die K4135 zwischen Heddesheim und Hirschber-Leutershausen von 09:30 Uhr bis voraussichtlich 14:00 Uhr voll gesperrt werden, da dort ein Mobilkran aufgestellt werden wird.

Der Kran wird aufgestellt, um Arbeiten an der Bahnstrecke der Deutschen Bahn vorzunehmen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Faktencheck: Wie zuverl├Ąssig werden Gemeinder├Ąte informiert?

Guten Tag!

Heddesheim/Hirschberg, 10. Mai 2010. Glaubt man der Verwaltung unter B├╝rgermeister Kessler, gab es vor „ein paar Jahrzehnten einen Gemarkungstausch“ – glaubt man der Hirschberger Verwaltung unter B├╝rgermeister Just, liegt der Heddesheimer Bahnhof schon seit weit ├╝ber einhundert Jahren auf Heddesheimer Gebiet. Wie auch immer – die Umbenennung ist hier wie dort beschlossen. Die Kosten von rund 13.500 Euro stehen fest.

Von Hardy Prothmann

Im Kleinen wie im Gro├čen gilt – es muss alles seine Ordnung haben.

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13.500 Euro f├╝r mehr Klarheit? Bild: hblog

In Heddesheim und Hirschberg wird bald eine Ordnung hergestellt, die eigentlich schon l├Ąngst jemand anders h├Ątte herstellen k├Ânnen – die Deutsche Bahn AG.

Die Umbenennung der DB-Station „Gro├čsachsen/Heddesheim“ in „Heddesheimb/Hirschberg“ hat sowohl in Heddesheim als auch in Hirschberg Fragen aufkommen lassen, wieso die Umbenennung einer Bahnhofsstation rund 13.500 Euro kostet. Geld, das woanders, beispielsweise in Schulen besser investiert sein k├Ânnte.

Als Begr├╝ndung f├╝r die Umbenennung wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung durch B├╝rgermeister Just in Hirschberg angegeben, dass man nach Durchsicht der Unterlagen erkannt habe, dass das Gel├Ąnde schon weit ├╝ber 100 Jahre auf Heddesheimer Gemarkung l├Ąge.

Die Verwaltung unter Leitung von B├╝rgermeister Michael Kessler pr├Ąsentierte dem Heddesheimer Gemeinderat einen Antrag, in dem steht: „Der Bahnhof lag fr├╝her auf der Gemarkung der damals noch selbstst├Ąndigen Gemeinde Gro├čsachsen. Nach einem Gemarkungstausch liegen die Bahnanlagen heute komplett auf Heddesheimer Gemarkung.“

In der m├╝ndlichen Pr├Ąsentation in der vergangenen Gemeinderatssitzung erkl├Ąrte B├╝rgermeister Kessler, dass sei „irgendwann vor einigen Jahrzehnten“ vorgenommen worden – genau lie├če sich das nicht mehr nachvollziehen.

Was nun? Vor einigen Jahrzehnten oder vor ├╝ber 100 Jahren?

Die Gemeinder├Ąte k├Ânnen so etwas kaum selbst pr├╝fen und m├╝ssen sich auf die Angaben der Verwaltung verlassen.

Und angeblich seinen Bahn-Fahrg├Ąste ├╝berfordert, wenn diese von Hamburg nach Hirschberg fahren wollten, weil der Zielbahnhof nicht genau benannt werde – hie├č es im Hirschberger Gemeinderat.

Und auch in Heddesheim wollte man Klarheit.

K├╝nftig wird der Hamburger Reisende nicht mehr „Hirschberg-Gro├čsach“ oder „Hirschberg-Leutersh“ angezeigt bekommen, wenn er nach „Hirschberg an der Bergstra├če“ reisen will. Und auch nicht „Heddesheim-Gro├čsach“, wenn er nach Heddesheim reisen will, sondern vermutlich „Heddesheim/Hirschberg“.

Vielleicht bekommt er das aber nur zu sehen, wenn er von Hamburg nach Heddesheim reisen will. Will er von Hamburg nach Hirschberg reisen, m├╝sste der Hirschberg/Heddesheim angezeigt bekommen, weil „Heddesheim/Hirschberg“ doch nicht klar w├Ąre und f├╝r „Verwirrung sorgen k├Ânnte“…

Die viel entscheidendere Frage ist, warum die Bahn schon seit ├╝ber 100 Jahren oder seit einigen Jahrzehnten diesen Bahnhof nicht ordentlich benannt hat. Also „Heddesheim/Gro├čsachsen“ und sp├Ąter „Heddesheim/Hirschberg“. Und noch entscheidender: Wieso taucht eigentlich „Hirschberg/Leutersh“ im Angebot von bahn.de auf, wenn der Bahnhof irgendwann einmal auf Gro├čsachsener Gemarkung lag, dann auf Heddesheimer, aber nie auf Leutershausener?

Wer das alles f├╝r „entscheidend“ h├Ąlt, hat keine oder zu viele Fragen.

F├╝r mich ist eine entscheidende Frage: Wieso zahlen eigentlich die Gemeinden Heddesheim und Hirschberg h├Ąlftig f├╝r die Umbenennung eines Bahnhofs mit einer falschen Bezeichnung? Ob die nun jahrzehntelang oder ├╝ber hundert Jahre falsch war?

Das ist so, als w├╝rde man in der B├Ąckerei die Umbenennung von „Weck“ in „Br├Âtchen“ bezahlen m├╝ssen. Der Bahnhof geh├Ârt der Deutschen Bahn AG. Die bietet als Dienstleistung die Bef├Ârderung von Fahrg├Ąsten an und definiert ihr Produkt: Transport von A nach B.

Das sollte die Bahn vern├╝nftigerweise selbst benennen und auch bezahlen.

Hirschberg ist mehr als Gro├čsachsen. Wenn die Hirschberger darauf wert legen, k├Ânnen die das doch bezahlen – k├Ânnte man als „Heddesheimer“ argumentieren. Als Hirschberger w├╝rde man kontern: Wenn ihr Heddesheim vorne haben wollt, zahlt ihr.

Der Kompromiss ist – beide zahlen.

Doch f├╝r was? Und unter welchen Voraussetzungen?

Die Hirschberger oder die Heddesheimer Verwaltung haben ihren jeweiligen Gemeinderat falsch informiert – damit ist mindestens eine der beiden Beschlussfassungen falsch, da sie auf falschen Angaben beruhte.

Da kommt wieder Arbeit auf das Kommunalrechtsamt zu – das erh├Âht die Kosten nochmals, weil mindestens eine der Verwaltungen geschlampt hat.

Sind ja „nur“ „peanuts“, die 13.500 Euro, mag man gedacht haben.

Aus Sicht der B├╝rgerInnen ist das viel Geld und ein laxer Umgang damit nicht akzeptabel.

Fakten zum Gleisanschluss

Guten Tag!

Heddesheim, 25. M├Ąrz 2010. Angeblich ist der Gleisanschluss f├╝r die geplante „Pfenning“-Ansiedlung „zwingend“. Angeblich bem├╝ht sich „Pfenning“ in der Sache. Tats├Ąchlich hat „Pfenning“ einen Schritt getan und ist dann stehengeblieben. Die Fakten.

Am 19. November 2008 hat das Unternehmen „Pfenning“ beim Eisenbahnbundesamt vorgesprochen – wegen eines Gleisanschlusses in Heddesheim. Drei Monate bevor der Gemeinderat im Februar den Beschluss fasste, dass ein Ansiedlung gepr├╝ft wird.

Gleis: „Zwingende Bedingung“. Uwe Nitzinger

Zwei Monate zuvor hatte „Pfenning“ sich ebenfalls an die DB Netz AG gewandt, wie das heddesheimblog exklusiv recherchieren konnte. Mit der Frage konfrontiert, wieso „Pfenning“ bereits vor einem Gemeinderatsbeschluss t├Ątig wurde, sagte Uwe Nitzinger: „Es ist doch selbstverst├Ąndlich, dass wir erstmal pr├╝fen, ob das ├╝berhaupt m├Âglich ist.“ Denn der Gleisanschluss sei eine zwingende Bedingung. Nur mit Gleis will „Pfenning“ nach Heddesheim kommen.

Eineinhalb Jahre sp├Ąter belegt „Pfenning“ das Vorhaben „Gleisanschluss“ mit der Aussage: „Uns liegt ein unterschriftsreifer Infrastrukturanschluss vor.“ Das klingt, als habe „Pfenning“ den Gleisanschluss vorangetrieben und m├╝sse nur noch unterschreiben. Daf├╝r brauche man aber die Sicherheit, dass der Bebauungsplan f├╝r das Logistikzentrum vorliege: „Denn sonst entstehen uns erhebliche Kosten.“

„Existenzielles Interesse.“ B├╝rgermeister Kessler

B├╝rgermeister Michael Kessler sagte in der Februar-Sitzung des Gemeinderats: „Die Firma hat ein existenzielles Interesse an einem Gleisanschluss. Deswegen werden alle Anstrengungen unternommen, um schnellstm├Âglich zu einem Gleisanschluss zu kommen. Deswegen gab es schon Vorkl├Ąrungen mit der Bahn.“ Zust├Ąndig sei das Regierungspr├Ąsidium in Karlsruhe. Wie lange das Verfahren insgesamt dauert, k├Ânne er nicht sagen.

Tats├Ąchlich handelt es sich bei einem „unterschriftsreifen Infrastrukturanschlussvertrag“ um eine Art Mustervertrag. Daf├╝r muss man nicht viel verhandeln und hat so gut wie keine Arbeit.

Man macht einen Termin bei der DB Netz AG, tr├Ągt sein Vorhaben vor. Die DB Netz AG pr├╝ft, ob ein Anschluss m├Âglich ist und sagt dann Ja oder Nein. Der n├Ąchste Schritt ist ein Infrastrukturanschlussvertrag.

Ist ein solcher Vertrag unterzeichnet, kann der planerische Teil f├╝r einen Gleisanschluss beginnen.

Erhebliche Kosten? 125.000 Euro.

Nach Angaben von „Pfenning“ betragen die Baukosten f├╝r das Gleis zwischen 2,3 und 2,5 Millionen Euro. Davon werden im Laufe der Planung etwa 5 Prozent Honorare f├╝r die Ingenieurleistungen f├Ąllig, also rund 125.000 Euro.

Nach Abschluss der Planung ist ein Antrag auf „Bau und Betrieb einer Anschlussbahn“ beim Regierungspr├Ąsidium zu stellen. Dort kommt es dann zu einem Planfeststellungsverfahren, an dem wiederum andere Beh├Ârden wie das Eisenbahnbundsamt beteiligt sind, das die Sicherheit des Anschlusses ├╝berpr├╝ft.

Unternehmen, die an ein Gleis angeschlossen werden wollen, k├Ânnen sich ├╝brigens vortrefflich im Internet informieren: Bei der DB Netz AG.

Angenommen, es l├Ąuft alles nach Plan, es gibt keine Einw├Ąnde, juristische Auseinandersetzungen oder Schwierigkeiten beim Bau – ist das Unternehmen nach 18 Monaten ans Gleis angeschlossen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog