Samstag, 25. November 2017

Ergebnisse des B├╝rgerbeteiligungsprozesses ver├Âffentlicht

Das neue Leitbild der Gemeinde Heddesheim

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Rund 80 B├╝rger/innen haben bei der Entwicklung der Leits├Ątze mitgewirkt.

 

Heddesheim, 21. September 2013. (red/aw) Heddesheim hat 45 Leits├Ątze f├╝r die Zukunft der Gemeinde ver├Âffentlicht. Sie sind das Ergebnis des B├╝rgerbeteiligungsprozesses, der im November 2012 gestartet worden war. Das Leitbild soll vor allem den Gemeinderat in den kommenden Jahren bei verschiedensten Anl├Ąssen begleiten. Ins B├╝rgerhaus kamen am Montag rund 160 B├╝rger/innen zur Pr├Ąsentation. [Weiterlesen…]

Landtagsabgeordnete begegnen Vorw├╝rfen und Ger├╝chten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer besch├Ąftigt die Ver├Ąnderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten┬áUli Sckerl (B├╝ndnis ’90/Die Gr├╝nen) und Gerhard Kleinb├Âck (SPD) wollen mit „Ger├╝chten und Spekulationen ├╝ber den Schulentwicklungsprozess aufr├Ąumen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, Ministerpr├Ąsident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem Informationsgespr├Ąch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinb├Âck den Fragen von Gemeinder├Ąten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der┬á Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und z├Âge keine Benachteiligung f├╝r Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinb├Âck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem l├Ąngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die ├äu├čerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt gen├Âtigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz f├╝r Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige Realsch├╝ler sowie deren┬áEltern und Lehrer. Der Wirtschaft w├╝rde durch dieses Schulmodell der qualifizierte Fachkr├Ąftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

emp├Ârte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und B├╝rger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich daf├╝r entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gef├Ârdert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinb├Âck stellen sich Fragen und weisen „Zerschlagungsvorw├╝rfe“ als absurd zur├╝ck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess w├╝rden ernst genommen und soweit wie m├Âglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn Sch├╝ler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 w├╝rden daf├╝r Fortbildungen f├╝r Lehrer angeboten, sagt Kleinb├Âck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem Sch├╝ler entsprechend ihrer individuellen F├Ąhigkeiten gef├Ârdert w├╝rden.

Realschulen erf├╝llen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die f├╝r eine Gemeinschaftsschule n├Âtig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinb├Âck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuh├Ârer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erkl├Ąren Sckerl und Kleinb├Âck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen h├Ątten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor l├Ąngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen m├╝ssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem w├╝rden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den l├Ąndlichen Gebieten, weil sie l├Ąngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinb├Âck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender Sch├╝lerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle Abschl├╝sse der weiterf├╝hrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schlie├člich m├╝sse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer w├╝rden nicht entlassen, sagte Kleinb├Âck. Jedoch w├╝rden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger Sch├╝lern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem w├╝rden die Lehrerdebutate f├╝r die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den gr├Â├čeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon k├Ânnen die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinb├Âck.

Abitur an G9 m├Âglich

Am Ende m├╝sse man ├╝berlegen, was das beste f├╝r die Kinder sei, gab er zu bedenken. So w├╝nschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine R├╝ckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule m├Âglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinb├Âck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im M├Ąrz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission f├╝r Baden-W├╝rttemberg zusammen. Rund 120 Antr├Ąge f├╝r Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss gepr├╝ft werden, ob die Standorte die Kriterien daf├╝r erf├╝llen.

Die Debatte ├╝ber die zuk├╝nftigen Schulformen wird ├╝berall im Wahlkreis Weinheim gef├╝hrt – statt Parteipolemik sind pragmatische L├Âsungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

Regionaldirektor Ralph Schlusche im Interview

Demografiewoche startet heute

Interview 2 from Robert Schrem on Vimeo.

Rhein-Neckar, 11. Oktober 2012. (red/fluegel.tv) Wie geht die Gesellschaft mit dem demografischen Wandel um? Das ist ein Thema, dass uns alle betrifft. Heute startet die Demografie-Woche mit rund 450 Veranstaltungen. Unternehmen, Vereine, Initiative, Netzwerke, Verb├Ąnde laden die Bev├Âlkerung, Unternehmer, Arbeitnehmer, ein, sich mit dem au├čerordentlich bedeutenden Thema zu besch├Ąftigen.

Der demografische Wandel geht jeden etwas an! Soviel steht fest. Entsprechend steigen derzeit sowohl das Interesse in der Bev├Âlkerung als auch die Nachfragen zu den organisatorischen Details dieser sogar bundesweit beachteten Veranstaltungsreihe in der Metropolregion Rhein-Neckar. Heute startet die Demografie-Woche mit einer „├ť90“-Party in Landau.

Das Programmheft ist in jedem Rathaus und bei den Landrats├Ąmtern erh├Ąltlich. Au├čerdem bei allen, die eine Veranstaltung durchf├╝hren sowie in der Verwaltung des Verbandes Region Rhein-Neckar. Mittlerweile sind rund 450 Aktionen angemeldet. Leider waren bis zur Drucklegung des Programmheftes nicht alle Planungen abgeschlossen, so dass in dieser Brosch├╝re etwa 400 Angebote gelistet sind. Den Gesamt├╝berblick finden Sie im Internet unter www.demografie-mrn.de/demografie-woche

ÔÇ×Ein gro├čartiger Erfolg der Demografie-Woche ist sicherlich, dass die Einbindung sowohl der st├Ądtischen als auch der l├Ąndlichen R├Ąume an Rhein und Neckar gelungen scheintÔÇť, so Verbandsdirektor Ralph Schlusche. Der Netzwerkmanager der Regionalstrategie Demografischer Wandel Frank Burkard erg├Ąnzt: ÔÇ×Auch die Teilr├Ąume der Metropolregion sind ausgeglichen vertreten. Es finden 243 Aktionen auf baden-w├╝rttembergischer Seite, 71 im hessischen Landkreis Bergstra├če sowie 122 Veranstaltungen in der Pfalz statt.ÔÇť

Auch der Demografie-Kongress entwickelt sich zum Publikumsmagneten. Das hoch moderne Konzept soll konkrete Beispiele f├╝r Unternehmen, Kommunen und Institutionen aufzeigen sowie die Rahmenbedingungen zur Anbahnung von Gesch├Ąftskontakte und Projekten herstellen. Auf diese Weise sollen die derzeitigen Demografie-Aktivit├Ąten eine Nachhaltigkeit entfalten.

Wir werden redaktionell einige der Veranstaltungen besuchen und berichten – bei der gro├čen Anzahl m├╝ssen mir eine Auswahl treffen. Wer uns seine Erfahrungen und Eindr├╝ck schildern m├Âchte, egal ob als B├╝rger/in oder Unternehmer/Dienstleister, ist herzlich eingeladen, uns Informationen zu senden. redaktion (at) rheinneckarblog.de

Anm. d. Red.: Das Interview ist mit technischer Unterst├╝tzung unseres Kooperationspartners http://fluegel.tv in Weinheim/Hutter im Schloss produziert worden.