Donnerstag, 05. Dezember 2019

In eigener Sache: Zugriffsrekord auf das heddesheimblog

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Januar 2010. Der Artikel „Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert“ verzeichnet die bislang höchste Zugriffszahl auf einen Artikel innerhalb eines Tages: Der Text wurde bislang 3.360 3.555 Mal innerhalb eines Tages abgerufen.

Am Anfang eines Monats bringen wir die Vormonatsstatistik. Heute machen wir eine Ausnahme, denn der 12. Januar 2010 ist aus Sicht der Redaktion ein Rekordtag.

regional

Verteilung der Hauptzugriffe vom heutigen Tag. Klicken Sie fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Quelle: 1&1

ÃƓber 3.360 Mal (Stand: 22:00 Uhr) wurde unser Kommentar ĂŒber die manipulative Berichterstattung des Mannheimer Morgens angeklickt. Die Top-Regionen sind laut unserem Statistik-Server:

  1. Mannheim
  2. Heidelberg
  3. Kaiserslautern
  4. Karlsruhe
  5. Heilbronn
  6. Hamburg
  7. Berlin
  8. Darmstadt
  9. Aschaffenburg
  10. Stuttgart

Von hier kamen zwischen mehr als sieben bis gut zwei Prozent der Zugriffe, insgesamt addieren sich die Zugriffe der Top 10 auf gut 40 Prozent. Der Rest verteilt sich nahezu ĂŒber „ganz“ Deutschland.

Die Meldung ĂŒber unseren Artikel auf Bildblog.de ist ganz eindeutig der „Verursacher“ fĂŒr die ĂŒberwĂ€ltigende Resonanz. Wer im Rest der Republik interessiert sich sonst schon fĂŒr Heddesheim/Nordbaden mit seinen 11.500 Einwohnern?

Wir haben etwas mitgeholfen und den außergewöhnlichen Zugriff auf Twitter, Facebook sowie Wer-kennt-wen kommuniziert.

Insgesamt hat unser Statistikserver heute 46.000 Zugriffe gezĂ€hlt – durchschnittlich haben wir mit steigender Tendenz 20.-25.000 Zugriffe am Tag. TĂ€glich haben wir im Schnitt ĂŒber 2.000 Besucher. Das ist die Zahl, die wir unseren Werbekunden kommunizieren. TatsĂ€chlich geht es in Richtung 2.500 Besucher/Tag, diese Zahl verwenden wir aber erst, wenn der tĂ€gliche Zugriff deutlich darĂŒber liegt. Heute waren es ĂŒber 7.200 Besucher.

Sehr erfreut sind wir ĂŒber das enorme Interesse vor allem aus folgenden GrĂŒnden: Berichte ĂŒber „guten“ und „schlechten“ Journalismus  sorgen fĂŒr eine hohe Aufmerksamkeit. Das heißt, viele Menschen in Deutschland beschĂ€ftigen sich mit diesem Thema, was wir sehr begrĂŒĂŸen.

Viele emails von anderen anderen lokalen blogs zeigen uns, dass dort sehr genau studiert wird, was das heddesheimblog als professionelle, journalistische Plattform so treibt. Denn viele der lokalen blogs werden von Nicht-Journalisten gemacht. Und die meisten befinden sich in einer Àhnlichen Situation: Zeitungsmonopolisten bieten unkritischen Bratwurstjournalismus statt einer ordentlichen Berichterstattung. Durch das Internet und die Vernetzungsmöglichkeiten haben es diese Meinungsmonopolisten nun schwerer.

Ganz egoistisch freuen wir uns darĂŒber, dass nun sehr, sehr viele Menschen in Deutschland das heddesheimblog kennen und gerne eingeladen sind, ab und an vorbeizuschauen. Auch beim hirschbergblog und demnĂ€chst beim ladenburgblog.

Wir freuen uns aber auch fĂŒr die Gemeinde Heddesheim, die vollkommen unentgeltlich nun bundesweit bekannt ist – ohne dass ein Massaker oder ein anderes schlimmes Ereignis fĂŒr eine zweifelhafte Bekanntheit sorgte. Wer im Sommer auf der Durchreise ist: Wir haben einen wundervollen Badesee. Und einen herrlichen Vogelpark. Der ist zwar unter Vogelliebhabern schon sehr bekannt – verdient aber eine noch grĂ¶ĂŸere Fan-Gemeinde. Und 2010 feiert der Verein der Vogelfreunde 50-jĂ€hriges JubilĂ€um. Es ist das Jahr der „Heddesheimer Vögel“.

Ganz besonders freuen wir uns fĂŒr den MGV 1847 e.V. Denn kurioserweise wurde der Text ĂŒber den Ball des MĂ€nnergesangsvereins im Zuge des anderen Artikels 1.856 Mal angeklickt. So viel Aufmerksamkeit auf einen Schlag dĂŒrfte der Verein in seiner 163-jĂ€hrigen Geschichte noch nie gehabt haben.

Und wir freuen uns fĂŒr den neuen Kollegen Horst Pölitz, der den Text ĂŒber den MGV geschrieben hat. Unser freier Mitarbeiter ist im wohlverdienten Ruhestand, lernt aber seit ein paar Monaten das journalistische Handwerk und ist, wie er gerade per Mail mitgeteilt hat, fassungslos ĂŒber die Aufmerksamkeit, die sein Text gefunden hat. Wir sagen: QualitĂ€t setzt sich durch! 😉

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

„ÃƓbers Ziel hinaus geschossen“ oder Volltreffer? Warum das heddesheimblog den MM kritisiert

Guten Tag

Heddesheim, 12. Januar 2010. Unser Kommentar „Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert“ hĂ€lt den absoluten Rekord, was die Zugriffszahlen innerhalb 24 Stunden angeht. Verschiedene Kommentatoren merken an, dass die Kritik zu hart ausgefallen sei und nicht alles an der Person von Frau Görlitz festgemacht werden könne. Zu einigen der Kommentare nimmt die Redaktion Stellung.

manipulation

Oben Ausriss aus dem Orgininalartikel, unten das von uns manipulierte Bild (mit einem Archivbild einer Seniorenfeier). Die Motivwahl ergibt ganz unterschiedliche "Botschaften". Wahl und Perspektive von Bildern sind fĂŒr sich die erste Information, die der Leser erhĂ€lt. Klicken Sie auf das Bild fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Montage: hblog

Das heddesheimblog bekennt sich zu einem kritischen Journalismus. Was heißt das? Wir verstehen Kritik nach ihrer Bedeutungsherkunft: „Kritik“ bedeutet „sich mit einer Sache auseinander setzen“. Das heißt, Kritik ist per se nicht negativ oder positiv – sie setzt sich intensiv sowohl mit positiven als auch negativen Aspekten des Betrachtungsgegenstand auseinander.

Der betreffende Kommentar ĂŒber die journalistische Leistung der Redakteurin Anja Görlitz und der publizistischen Linie ihres Arbeitgebers Mannheimer Morgen ist nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern hat eine Vorgeschichte.

In den Jahren 2000-2003 hat der Mannheimer Morgen in einer Vielzahl von Texten, meist im Wirtschaftsteil der Zeitung, sehr kritisch (vulgo „negativ“) ĂŒber die Unternehmensgruppe „Pfenning“ berichtet. Eine Zusammenfassung dieser Berichte haben wir als einen der ersten Texte hier im heddesheimblog veröffentlicht.

Seit Februar 2009 berichtet der Mannheimer Morgen, respektive Frau Görlitz, ĂŒberwiegend unkritisch (vulgo „positiv“) ĂŒber die geplante Ansiedlung von „Pfenning“ im Heddesheimer Gewerbegebiet. Seitdem ist nicht ein Artikel im MM erschienen, der eine eigenstĂ€ndige Themensetzung erkennen lĂ€sst. Ebenso sind eigenstĂ€ndige Recherchen nicht erkennbar. Die Texte sind ĂŒberwiegend Ergebnisse von Terminberichterstattung.

Ein Hinweis auf frĂŒhere Texte ĂŒber „schlimme ZustĂ€nde“ bei „Pfenning“ fehlt in dieser Berichterstattung vollstĂ€ndig. Dabei lernen schon Praktikanten, dass ein Blick ins eigene Archiv am Beginn jeder Recherche und nachfolgender Berichterstattung stehen sollte.

„Der deutsche Journalist braucht nicht bestochen zu werden.
Er ist schon froh, eingeladen zu werden.“
Kurt Tucholsky

Damit meinen wir keineswegs, dass nur „kritisch“ berichtet, wer gegen die Ansiedlung schreibt. Ganz im Gegenteil. Im heddesheimblog ist das bislang umfangreichste Interview mit dem „Pfenning“-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Uwe Nitzinger in der Sache erschienen.

Ein guter Journalismus hat unserer Auffassung nach viele Funktionen. Er dokumentiert das Zeitgeschehen, er informiert nachrichtlich ĂŒber Ereignisse, er unterhĂ€lt mit gut geschriebenen Texten, er bietet Service. Aber guter Journalismus schaut auch den MĂ€chtigen auf die Finger und versucht durch eigenstĂ€ndige Thesen und Recherchen auch „unliebsame“ Informationen zu finden und zu veröffentlichen.

Dazu braucht es eine „kritische“ Haltung. FĂŒr uns bedeutet das: Wir fragen nach dem „sowohl als auch“ (Anm. d. Red.: Hinter dem Link finden Sie den ersten auf dem heddesheimblog veröffentlichten Text). Nach den positiven wie den negativen Aspekten. Dazu recherchieren wir ergebnisoffen. Sofern wir relevante Dinge recherchieren konnten, veröffentlichen wir diese und stehen dafĂŒr gerade.

Auch beim Mannheimer Morgen gibt es kritische Journalisten, die guten Journalismus betreiben. Leider zu wenige. Und leider gibt es zu viel Bratwurstjournalismus.

Die Kritik an diesem und anderen Artikeln von Frau Görlitz ist „nicht persönlich gemeint, sondern rein geschĂ€ftlich“. Als Mensch ist sie nach unserer Erfahrung eine sympathische Frau.

Verantwortliche Journalisten wissen, dass die Medienkompetenz vieler BĂŒrger nicht besonders ausgeprĂ€gt ist. Dies können sie ausnutzen oder sie können versuchen, diese zu befördern.

Das heddesheimblog steht deshalb fĂŒr Transparenz. Wir berichten deshalb auch ĂŒber die Berichterstattung der anderen. Dazu Ă€ußern wir auch Meinungen. Wenn unsere Berichterstattung und die der anderen hilft, eine eigene, fundierte Meinung zu finden, haben wir unser Aufgabe erfĂŒllt.

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jawiejetzt schreibt:
ja, da sind wie wieder ganz im ĂŒbertragenen Sinn. NatĂŒrlich hat auch die Journalistin eine Verantwortung fĂŒr die Inhalte die sie bringt.
Aber worauf das hinaus lĂ€uft ist, daß man jeden Journalisten aufforden muß, so lange den Job zu wechseln, bis er eine Zeitung findet, die ihn oder sie entweder schreiben lĂ€ĂŸt, was er oder sie will oder mit deren Linie sich die eigene Linie völlig deckt.
Sie haben im Grundsatz sicher recht, aber die Frage ist ob subjektiver Journalismus in einem Lokalteil einer öffentlich rechtlichen Zeitung schlimmeren strafrechtlich relevanten Vorkommnissen gleichzusetzen ist.
Auch vor Gericht gilt es eine „Tat“ abzuwĂ€gen und (strafrechtlich) einzuordnen.
Wer von uns kann sagen was Frau Görlitz schreiben wĂŒrde, wenn sie dĂŒrfte wie sie wollte???

Und ob sie dann noch lange beim MM wĂ€reñ€©

Stellungnahme der Redaktion:
Der Mannheimer Morgen ist mitnichten eine „öffentlich-rechtliche“ Zeitung. Es handelt sich um ein privatwirtschaftliches Unternehmen.
Wir können auch nicht erkennen, wo wir in unserem Kommentar die Zeitung mit „strafrechtlich relevanten Vorkommnissen“ gleichsetzen. Manipulation ist nicht strafbar, Volksverhetzung sehr wohl, aber das haben wir definitiv nicht geschrieben und nicht gemeint.
Uns interessiert auch nicht, was Frau Görlitz schreiben wĂŒrde, wenn sie dĂŒrfte, sondern was sie schreibt. Allein dafĂŒr ist sie verantwortlich. Und allein daran messen wir sie und die Redaktionsleitung und die Chefredaktion.

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Raum fĂŒr Notizen schreibt
Hallo Herr Prothmann,
danke fĂŒr Ihre Anregungen. Hier allerdings stimme ich nicht mit Ihren Ansichten ĂŒberein.
Ein offizieller Neujahrsempfang ist nach meinem Empfinden kein Anlass fĂŒr eine umfassende Darstellung einer Problematik, die ja offenbar schon seit Monaten in der lokalen Presse geschildert wird. Man mag ja grundsĂ€tzlich unzufrieden mit der Richtung oder Art der Berichterstattung sein, aber dies nun ausgerechnet an einem Empfang festzumachen, bei dem der BĂŒrgermeister als Gastgeber nun mal das Recht der großen Rede hat, erscheint mir völlig ĂŒberzogen.
Auch die Behauptung der „Propaganda“, die Sie im Artikel ausgemacht zu haben glauben, erschließt sich mir nicht ganz. War die Reaktion des Publikums auf die Aussagen des BĂŒrgermeisters denn völlig anders als dargestellt? Wollte die Zeitung tatsĂ€chlich die Aussage „BĂŒrgermeister und BĂŒrger sind sich einig“ darstellen, hĂ€tte man sicher auch ein Publikumsbild ohne BĂŒrgermeister verwenden können.
Die „Schuld“ liegt meiner Meinung nach nicht beim Mannheimer Morgen (dessen Berichterstattung ich nur aus der Ferne kenne), sondern im Wesen der NeujahrsempfĂ€nge, die landauf, landab zu Schönwetterreden genutzt werden. In den ersten Wochen des Monats werden sie vermutlich in ausnahmslos jeder Lokalzeitung einen Bericht wie den von Frau Görlitz finden. Das mag man ja grundsĂ€tzlich verurteilen – aber den Bericht ĂŒber den Empfang als Meinungsmanipulation zu bezeichnen, schießt doch deutlich ĂŒber das Ziel hinaus.

Stellungnahme der Redaktion
Es ist Ihr gutes Recht, nicht mit unseren Ansichten ĂŒbereinzustimmen.
Wir verurteilen auch niemanden – das machen Richter. Unser Kommentar Ă€ußert eine Meinung. Diese Meinung basiert auf Recherche und Fakten, mit denen wir die MeinungsĂ€ußerungen belegen.
Und dass landauf, landab Lokalzeitungen „Bratwurstjournalismus“ betreiben ist bekannt und bedauerlich.
Wir alle werden grundsÀtzlich durch Informationen beeinflusst. Journalisten haben aber, das entsprechende SelbstverstÀndnis vorausgesetzt, die Aufgabe, eine einseitige Beeinflussung zu vermeiden.
In unserem Kommentar ist auch nicht von „Schuld“ die Rede. Sondern von einer bewussten oder unbedarften Manipulation. Diese erfolgt in Verkennung der UmstĂ€nde durch eine Text- Bildschere (so nennt man das Zusammenspiel von Text und Bild), die dem Zitat eines BĂŒrgermeisters ein kraftvoll wirkendes Bild zur Seite stellt. Alles weitere steht im Kommentar, den wir hier nicht wiederholen wollen.
TatsĂ€chlich haben wir uns redaktionell auch Gedanken darĂŒber gemacht, ob der Artikel vielleicht als „Aufruf“ durch die Autorin zu verstehen sein sollte, wieder aufeinander zuzugehen. Doch das ist Spekulation und selbst wenn dies dies Motivation gewesen sein sollte, ist das Ergebnis grĂŒndlich schief gegangen. DarĂŒber hinaus wĂ€re das auch illusionistisches Wunschdenken, was wir ebenfalls sachlich begrĂŒndet im Kommentar dargestellt haben. Der BĂŒrgermeister hat noch keinen Schritt auf die Gegner des Projekts zugemacht, ganz im Gegenteil.
Und wieso soll man einem „Recht der großen Rede“ (die keine solche war) nachgeben? Zumal, wenn man weiß, dass die Inhalte nicht mit der Wirklichkeit ĂŒbereinstimmen? Der BĂŒrgermeister hat Hausrecht und kann sagen was er will. Ihrem Argument, dass es ĂŒblich sei, diese Schönwetterreden abzudrucken, können wir nicht folgen. Wir erkennen aber Ihre Aussage an, dass dieses ÃƓbel durchaus ĂŒblich ist.
Was das Bild angeht: Wir gehen davon aus, dass hier unbewusst dies Bild gewĂ€hlt wurde, da der BĂŒrgermeister mit gesenktem Kopf perspektivisch kaum zu erkennen ist. Aber das ist nur eine Vermutung. Sie unterschĂ€tzen unserer Meinung nach die Kraft der Bildsprache, die hier mit einem kurzen Zitat verstĂ€rkt wird, dem jeder vernĂŒnftige Mensch zustimmen wird („Appell ans Wir-GefĂŒhl“)

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Jeeves schreibt:
„Da heißt es dann zwangslĂ€ufig „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“, das natĂŒrlich ganz im ĂŒbertragenen Sinne.
Daher in dubio pro reo, sollte man das nicht an der Person Frau Görlitz festmachen.“

Autsch. ÃƓbertragen Sie das mal auf andere (vor allem schlimmere) Vorkommnisse. Der TĂ€ter ist unschuldig? Nur der Auftraggeber und die UmstĂ€nde (also hier sogar nur: der gut bezahlte Job) sind Schuld? Da sind nicht nur unsere Gesetze und Gerichte ganz anderer Auffassung.

Stellungnahme der Redaktion:
Wir halten es fĂŒr eine bedauerliche Tatsache, dass der GefĂ€lligkeitsjournalismus ĂŒberwiegt. Genau deswegen kritisieren wir dies auch und freuen uns, dass, wie im vorliegenden Fall ĂŒber die Verlinkung bei Bildblog, sich eine so große Zahl von Kollegen und anderen interessierten Menschen sich mit dem Thema auseinandersetzt.

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Torsten schreibt:
Konkrete Frage an den praktizierenden Journalisten: Wie sollten die 100 Zeilen fehlende Information in den Artikel zum Neujahrsempfang untergebracht werden? Wie kann das Wort „Finanzkrise“ in dem Artikel stehen ohne dass ein Telefonbuch voll ErlĂ€uterungen dahinter kommt?
Der Mannheimer Morgen mag einseitig und unkritisch sein, aber diese Kritik ist fehlgeleitet.

Stellungnahme der Redaktion:
Das ist einfach zu beantworten. Schauen Sie sich den Artikel an: Ein kleineres Bild oder kein Bild und schon hĂ€tte es jede Menge Platz fĂŒr mehr als 100 Zeilen gegeben. Und das Wort „Finanzkrise“ ist so oft medial berichtet worden, dass man dazu nicht mehr viel erklĂ€ren muss, oder?

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Rekordzugriff nach Bildblog-Meldung

Guten Tag!

Heddesheim, 12. Januar 2010. Der Artikel „Was Meinungsfreiheit bedeutet oder wie der MM die Meinung manipuliert“ verzeichnet die bislang höchste Zugriffszahl auf einen Artikel innerhalb eines Tages: Der Text wurde bislang rund 1.800 3313 Mal abgerufen.

bildblog

Bundesweite Aufmerksamkeit fĂŒr das heddesheimblog durch Bildblog-Meldung. Quelle: Bildblog

Heute berichtet das Bildblog mit einer kurzen Notiz ĂŒber unseren Artikel . Diese Meldung brachte den bislang höchsten Zugriff auf einen Artikel des heddesheimblogs innerhalb 24 Stunden (siehe linke Spalte weiter unten: „Hitliste 30 Tage“).

Bildblog ist ein so genanntes „Watchblog“. Das heißt, es beobachtet andere Medien und dokumentiert fehlerhafte Berichterstattungen oder schlampige journalistische Arbeit sowie Kampagnenjournalismus oder VerstĂ¶ĂŸe gegen den Pressekodex.

Die Leser des Bildblogs sind ĂŒberwiegend Journalisten oder andere „Medienmenschen“. Auch Wissenschaftler und Politiker und kritische BĂŒrger verfolgen die Meldungen.

Interessant ist die Geschichte des Bildblogs. GegrĂŒndet wurde es von Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis. Niggemeier arbeitet fĂŒr die eher konservative Frankfurter Allgemeine Zeitung, Schultheis war Redakteur der tageszeitung (taz), also einem linksliberalen Medium.

Wir bedanken uns bei der Bildblog-Redaktion fĂŒr die Meldung, weil dadurch auch bundesweit ein Auge auf die teils mangelhafte Berichterstattung des Mannheimer Morgen gelenkt wird. Das erzeugt vermutlich Druck. Und der fĂŒhrt hoffentlich dazu, dass sich die Zeitung auf journalistische GrundsĂ€tze besinnt und die QualitĂ€t der eigenen Berichterstattung zu erhöhen versucht.

Wikipedia-Auszug:
Bildblog (Eigenschreibweise BILDblog) ist ein seit 2004 von mehreren Medienjournalisten betriebenes Watchblog, das die Arbeit der Springer-Publikationen Bild, deren Ableger „Bild am Sonntag“ und deren Online-Auftritt Bild.de kritisch begleitet. Im April 2009 erweiterte das Watchblog sein Themenfeld unter dem Namen Bildblog fĂŒr alle und mit dem Motto Ein Watchblog fĂŒr deutsche Medien auch auf andere Publikationen.[2]
Bildblog weist hĂ€ufig Fehler in der Berichterstattung, ungenĂŒgend recherchierte Artikel und Schleichwerbung nach und macht auch auf VerstĂ¶ĂŸe gegen den Pressekodex aufmerksam.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog