Freitag, 24. November 2017

02. bis 08. Dezember 2013

Diese Woche: Tipps und Termin

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f├╝r den 02. bis 08. Dezember 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men├╝ Nachbarschaft im Men├╝ ÔÇťTermineÔÇŁ. [Weiterlesen…]

17 K├╝nstler und zwei Schulklassen stellten am Badesee aus

Kunst am See

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Installation von Hildegard Peetz bei der Ausstellung „Kunst am See“ des Kunstvereins Heddesheim

Heddesheim, 22. Juli 2013. (red/sw) 19 K├╝nstler und Gruppen sind am Wochenende dem Aufruf der Vorsitzenden des Kunstvereins Heddesheim gefolgt und zur ersten Freiluft-Ausstellung „Kunst am See“ gekommen. Trotz des hei├čen Wetters scheuten Kunstinteressierte den Weg dorthin nicht.

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„Ort der Kunst“ – „Kunst kommt von Leben“


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Ort der Kunst - Kunst des Ortes.

Guten Tag!

Heddesheim, 27. Oktober 2011. Die zehn ausstellenden K├╝nstler des Heddesheimer Kunstvereins pr├Ąsentierten am vergangenen Sonntag auch im zweiten Teil der Ausstellung „Ort der Kunst“ Heddesheim als Kunstort. Waren im ersten Teil noch die K├╝nstler selbst in den Fotografien des Heddesheimer Fotografen Martin Kemmet Objekt der Kunst – abgelichtet in ihrer Schaffensphase – stellten sie jetzt ihre Kreativit├Ąt in ihren Bildern, Skulpturen und Worten unter Beweis.

Von Sabine Prothmann

Die K├╝nstler hatten den Auftrag, sich mit Heddesheim als Ort der Kunst auseinanderzusetzen. Das Experiment ist gelungen, die zehn K├╝nstler und die Literaturgruppe ├╝berzeugten die gut 50 Besucher mit einer beeindruckenden Vielfalt.

Veronika Drop, Vorsitzende des Kunstvereins, begr├╝├čte und zitierte den chinesischen Konzeptk├╝nstler Ai Wei Wei mit den Worten „Ein Kunstwerk zu schaffen, das kein gewisses Unbehagen bei den Menschen erregt, oder schlicht ihre Gef├╝hle ver├Ąndert, ist der M├╝he nicht wert. Das ist der Unterschied zwischen einem K├╝nstler und einem Narren, …“.

Der K├╝nstler Bernd Gerstner nahm die Besucher mit auf einen Rundgang durch den „Ort der Kunst“. Habe man bei dem ersten Teil der Ausstellung auf den Fotografien den Entstehungsprozess betrachten k├Ânnen, so stehe man heute den fertigen Arbeiten gegen├╝ber.

„Kunst kommt von Leben“

„Kunst kommt von Leben. Wo man lebt, wie man lebt, mit wem man lebt. Das pr├Ągt unser Dasein und damit auch die Kunst, die aus uns entsteht“, sagte Gerstner.

Es sei nicht verwunderlich, dass sich ein gro├čer Teil der Kunstwerke in Heddesheim den Scheunen und dem Tabak widme. Als ehemalige Tabakgemeinde hat dies Spuren hinterlassen.

Martine Herm – die ihre Bilder mit ihrem M├Ądchennamen Maiffret signiert – zeigt so auch in ihren Bildern Scheunen und Tabakpflanzen. Die Pflanzen scheinen nach unten zu verlaufen, sich aufzul├Âsen, wie der Tabakanbau in Heddesheim verschwunden ist. Sie malt mit Acryl und Pastell auf ungrundierter Leinwand.

In ihrem Bild „Das Nichts ├╝ber den K├Âpfen“ setzt sich die junge K├╝nstlerin Caroline Przybyla mit Kirche und Religion auseinander. Ein Kreuz aus unz├Ąhligen K├Âpfen entstanden. Es ist in Acryl und aus Modellierpaste gearbeitet. Der Entstehungsort ist die katholische Kirche in Heddesheim, wie man auf der Fotografie von Martin Kemmet erkennen kann.

Albert Lurwig bezeichnet Gerstner als den experimentierfreudigsten K├╝nstler der Gruppe. ├â┼ôber sein Bild „Lady abgefahren“ ist er mehrfach mit den Auto gefahren. Das war am Heddesheimer Vogelpark, damit ist der Bezug zu Heddesheim hergestellt, erz├Ąhlt Gerstner und lacht.

Eine Ortschaft im Wandel

Auf dem Bild „Arbeit“ von Veronika Drop sieht man Bauarbeiter, die auf einer Baustelle im Neubaugebiet arbeiten. Ein weiteren Bild ist mit „Bevor die Bagger kommen“ betitelt. Die Landwirtschaft verschwindet. Veronika Drop f├Ąngt damit den Wandel der Ortschaft ein. Sie arbeitet mit Acryl und Eitempera.

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Die Skulpturen von Roland Geiger entstehen aus Altem, das er zu Neuem verarbeitet. Fundst├╝cke werden in einen neuen Zusammenhang gestellt. So entsteht aus einem alten Amboss seine Skulptur „Stier“.

Roland Schmitt ist Schreiner und arbeitet auch als K├╝nstler vor allem mit Holz. Seine Kunstwerke, die er ausstellt, sind Teile aus einer alten Scheune. Hier verarbeitet er seine Erinnerung an den Geruch und die Arbeit seiner Jugend. Da, wo er das Material aus der Scheune holt, fehlt es am Ursprungsort, ein Sinnbild f├╝r die Aufl├Âsung der Scheune.

Bernd Gerstner verarbeitet f├╝r seine Bilder viele verschiedene Erdsorten, Russ und Asche. Sein eines Bild zeigt die Dorfansicht von Heddesheim, in den Ecken hat er die L├Ąngen- und Breitengrade notiert. Im zweiten Bild erkennt man das Alte Rathaus – den „Ort der Kunst“ -, die notierten Zahlen sind die Einwohnerzahl und das Entstehungsjahr.

Scheunen und Tabak stehen auch im Mittelpunkt der Bilder des K├╝nstlers Stefan Birker. Der Tabakbrunnen ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen.

Ort der Kunst – einzigartig und unverwechselbar

Das Bild von Irene Kunze zeigt den Torbogen auf dem Kreisel beim Gewerbegebiet. Sie arbeitet mit Acryl auf Leinwand und kombiniert dazu andere Materialien wie Granulat und Aluminiumplatten.

Indem sie die Kunst im Ort, die schon besteht, in ihr Bild aufgenommen hat, hat sie den Ort einzigartig und unverwechselbar gemacht.

Die Literaturgruppe mit Heidi Rei, Lioba Geier, D├Ârthe Klumb und Heide Raiser lasen aus ihrem Projekt „B├╝cherwelten“, das sie im Oktober 2010 in der Gemeindeb├╝cherei aufgef├╝hrt hatten. Und schlossen mit dem Satz „Ein Buch muss die Axt sein f├╝r das gefrorene Wort in uns“.
Die Ausstellung ist noch bis zum 27. November 2011 zu sehen. ├ľffnungszeiten: Sonntags von 14 bis 17 Uhr. Der Kalender zur Ausstellung kann im Fotoatelier bei Martin Kemmet erworben werden.

Viel Freude mit den Fotos:

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Diese Woche: Tipps und Termine

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Tipps und Termine f├╝r den 17. bis 23. Oktober 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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„125 Jahre Felina“ – Ausstellung im Weinheimer Museum.

Dienstag, 18. Oktober 2011, 18:00 Uhr, Museum der Stadt Weinheim

Weinheim. Die Ausstellung „125 Jahre Felina“ wird am Dienstag, den 18. Oktober 2011, um 18:00, im Museum der Stadt Weinheim er├Âffnet.

Die Begr├╝├čungsrede h├Ąlt die Museumsleiterin Claudia Buggle und vom Verein Rhein-Neckar-Industriekultur spricht Barbara Ritter die einf├╝hrenden Worte.

Das 1885 als „Korsettfabrik Herbst“ gegr├╝ndete Unternehmen ist seit 1915 unter dem Namen „Felina“ bekannt. Die Marke „Felina“ hatte der Korsagenhersteller kurz nach der Patentierung des BH f├╝r seinen ersten B├╝stenhalter angemeldet.

Die Erfolgsgeschichte dieses „├Ąu├čerst praktischen W├Ąschest├╝cks“ l├Ąsst auch das Mannheimer Unternehmen schnell zu einem der bedeutendsten der Branche in ganz Deutschland werden. Zeitweise werden mehr als 2000 N├Ąherinnen besch├Ąftigt und „Felina“ gilt weltweit als die Marke f├╝r gehobene Anspr├╝che.

„Felina“ setzt schon fr├╝h auf gute Werbung und Beratung. Durch einen gl├╝cklichen Zufall sind Originale von Werbegrafikern aus den 1960er und 1970er Jahren aufgetaucht. Die filigranen Zeichnungen der Werbegrafikerin Edith Lindenmeier sind seltene Zeugnisse eines kreativen Berufs aus der Vor-Computer-Zeit. Sie wirken anmutig und zeigen, mit welcher Pr├Ązision und Akribie damals von Hand gezeichnet wurde. Obwohl mittlerweile in osteurop├Ąischen Felina-Werken produziert wird, werden die Modelle immer noch in Mannheim entworfen – jetzt allerdings digital.

Die Ausstellung zeigt Modeskizzen und Fotografien aus dem Werk von damals und heute.

Eintritt: 2 Euro , Kinder und Jugendliche frei.
Ort: Amtsgasse 2, 69469 Weinheim. www.museum-weinheim.de.

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Mittwoch, 19. Oktober 2011, 19:00 Uhr, Museum der Stadt Weinheim

„Jazz im Ratskeller“ mit der Big-Band „Jazz & Light“.

Heddesheim. Die Musikschule Heddesheim und die Trattoria Modena laden in der Reihe „Jazz im Ratskeller“ am Mittwoch, 19. Oktober 2011, zu einem musikalischen Abend mit der Big-Band „Jazz & Light“ unter der Leitung von Martin F├Ârster und Christian Lassen in die Trattoria Modena im Ratskeller Heddesheim, Beindstr. 19, ein.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Weitere Termine sind am 16. November 2011 und am 14. Dezember 2011.

Eintritt: frei.
Ort: Beindstr. 19, Heddesheim.

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Donnerstag, 20. Oktober 2011, 20:00 Uhr, Stadthalle

„Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Szenenfoto.

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“– ein Schauspiel nach Thomas Mann. Es spielen mit Benjamin Kernen, Wolfgang Grindemann u.a.. Die Regie f├╝hrt Katja Wolff. Eine Produktion der Konzertdirektion Landgraf Titisee Neustadt.

Felix, das Sonntagskind, und Thomas Mann verbinden viele biographische Details, und erst 1954 schlie├čt Mann den ersten von geplanten drei Teilen ab. Der bis heute ungebrochen anhaltende Siegeszug des unwiderstehlich verf├╝hrerischen Gauners rund um die Welt begann.

Von der rheinischen Provinz, ├╝ber Frankfurt nach Paris treibt es Felix Krull. Er ist Liftboy und Kellner, pflegt ein Liebesverh├Ąltnis mit einer betuchten Dame, macht die Bekanntschaft eines jungen Luxemburger Aristokraten und landet schlie├člich in Lissabon, wo er vom portugiesischen K├Ânig empfangen wird. Seit Menschengedenken haben Hochstapler die ├ľffentlichkeit fasziniert. Von Personen, die ein Leben als Betr├╝ger f├╝hrten oder betr├╝gerische Machenschaften in gro├čem Stil betrieben, ging zu allen Zeiten eine Faszination aus. Ausgerechnet der Nichtsnutz, der ins eigene Bild und Dasein verliebte Unmoralische geht als Gl├╝ckspilz durch diese Welt. Von Felix Krull konnte man nichts erwarten au├čer Sch├Ânheit, Eleganz und Sympathie all├╝berall.

Karten: Gesch├Ąftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Stadthalle, Telefon: 06201 / 12282, Telefax: 06201 / 185288, eMail: theater@kulturgemeinde.de. Die Abendkasse (Tel. 06201/12282) ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn ge├Âffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung.

Ort: Birkenauertalstr. 1, Weinheim.

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Freitag, 21. Oktober 2011, 20:00 Uhr, Automuseum Dr. Carl Benz

„Wilhelm Wolf und die m├Âblierten Herren“.

Ladenburg. Das Automuseum zeigt am Freitag, 21. Oktober, die Theater-Revue „Bei mir biste scheen“. Gleich mehrfachen Genuss verspricht eine neue Veranstaltungsreihe im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg.

„Wilhelm Wolf und die m├Âblierten Herren“ sind f├╝nf Herren, die die Zuschauer auf eine musikalische Zeitreise der Gef├╝hle entf├╝hren. Dabei durchreisen sie die Zwanziger, Drei├čiger und Vierziger Jahre. Instrumente wie das Klavier, der Kontrabass, das Schlagzeug und die Klarinette, hierzu toller eindrucksvoller Gesang des Bandleaders, der mit ├Ąu├čerst unterhaltsamen Texten, zum Teil aus seiner eigenen Feder, das Publikum geradezu mitrei├čt.

Es gibt wohl kaum einen besseren Ort an dem sich die gef├╝hlvolle Schlagerrevue von damals eindrucksvoller mit den stilvollen Karosserien der Automobile im Automuseum Dr. Carl Benz verbinden k├Ânnte.

Viele bekannte Melodien werden sch├Âne Erinnerungen wecken: an eine Zeit als 80 Sachen in einem Motorwagen noch als halsbrecherische Geschwindigkeit angesehen wurden und manche Motorbraut sehns├╝chtig seufzte: „Was machst Du mit dem Knie lieber Hans“… „Als bei Capri die rote Sonne im Meer“ versank und die Welt auch bei uns noch ganz in Ordnung war.

Neben der Fahrt durch die Musikwelt vergangener Zeiten werden die G├Ąste auch eine kulinarische Zeitreise mit einem exquisiten 3 -Gang Men├╝ erleben, denn die Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

Ort: Ilvesheimer Stra├če 26, 68526 Ladenburg.
Karten: Im Automuseum Dr. Carl Benz, Tel: 06203 – 181786.

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Teil 2 der Ausstellung „Ort der Kunst“.

Freitag, 21. Oktober 2011, 19:00 Uhr, Altes Rathaus

Heddesheim. Der Heddesheimer Kunstverein l├Ądt am kommenden Freitag, 21. Oktober 2011, zur Vernissage ins Alte Rathaus ein. Es ist der zweite Teil der Ausstellungsreihe „Ort der Kunst“.

Heddesheimer K├╝nstler f├╝hren die Besucher an ihre pers├Ânlichen „Kunstorte“ in Heddesheim. Im ersten Teil der Ausstellung begleitete der Fotograf Martin Kemmet├é┬á zu diesen Orten und fotografiert die K├╝nstler bei der Arbeit. Die entstandenen Fotografien wurden in einer Einzelausstellung im September 2011 im alten Rathaus gezeigt. Die entstandenen Arbeiten – Bilder – Skulpturen – Gedichte usw.├é┬á werden nun in einer weiteren Ausstellung gezeigt.├é┬á Von der gesamten Aktion wird ein Kalender entstehen, der zur Vernissage im Oktober fertiggestellt sein soll. Die Arbeiten sollen dann im Jahr 2012 in den verschiedenen ├Âffentlichen Einrichtungen in Heddesheim nochmals gezeigt werden.

Es stellen aus: Stefan Birker, Veronika Drop, Roland Geiger, Irene Kunze, Martine Herm, Albert Lurwig, Bernd Gerstner, Martin Kemmer, Caroline Przybyla, die Literaturgruppe und Roland Schmitt.

Die Ausstellung geht bis zum 27. November 2011 und ist immer sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr ge├Âffnet.

Ort: Altes Rathaus, Fritz-Kessler-Platz, Heddesheim.

Eintritt: frei.

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Sonntag, 23. Oktober 2011, 14:30 Uhr, Kulturb├╝hne Alte Druckerei

Kinderprogramm mit der „Hexe Knallpurga“.

Weinheim. Die Kulturb├╝hne Alte Druckerei zeigt am kommenden Sonntag das Kinderprogramm „Knallpurgas Reise zum Mond“.

Die Hexe Knallpurga, ihr Besen Pilatu├č Appsturtz und der Seilkrautg├Ąrtner sind die Stars dieses Kinderprogramms. Atemberaubende Schlappseil-Artistik, rasante Flummi-Jonglagen und eine fantastische Geschichte lassen Kinder mitfiebern und Erwachsene staunen. Ein artistisches M├Ąrchen f├╝r die ganze Familie!

Die Hexe Knallpurga will mit ihrem Flugbesen „Pilatu├č Appsturtz“ zum Mond fliegen. Leider verfliegt sie sich und landet auf einem Seil.

Was ist das f├╝r ein komischer Planet? Es gibt doch keine Seile im Weltall?! Mutig beschlie├čt sie, den unbekannten Planeten zu erkunden. Kurz darauf begegnet sie dem merkw├╝rdigen, aber sehr freundlichen Seilplanetbewohner, der schon sein Leben lang auf Astronauten wartet und der beste Seilkrautg├Ąrtner im Universum ist. Ein wackliges, spannendes und waghalsiges Abenteuer beginnt├óÔéČ┬Ž

Annette Will und Axel S. sind Artisten von Weltrang. Mit ihrem au├čergew├Âhnlichen Kinderprogramm garantieren sie professionelle, hochkar├Ątige Unterhaltung f├╝r die ganze Familie.

Ort: Friedrichstra├če 24, Weinheim.
Karten: 6 Euro f├╝r Kinder und 8 Euro f├╝r Erwachsene, DiesbachMedien: 06201-81345, E-Mail: kartenshop@diesbachmedien.de.

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Bis 18. November 2011, Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen

Jazzlegende Sonny Rollins.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen. Vom 2. Oktober bis zum 18. November 2011 findet zum 13. Mal das Festival „Enjoy Jazz“ in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt.

Das Konzert des legend├Ąren Jazzsaxophonisten Sonny Rollins geh├Ârt zu den zahlreichen Highlights des diesj├Ąhrigen Festivalprogramms und wurde vom Enjoy Jazz-Publikum lang herbei gesehnt. Mit dem einzigen Deutschlandkonzert, das Rollins in diesem Jahr veranstaltet, erf├╝llt die BASF SE als Mitveranstalter des Konzerts den Fans des Festivals einen Herzenswunsch. „Das ist vielleicht der letzte der ganz Gro├čen, der uns noch gefehlt hat“, so Festivalleiter Rainer Kern.

Weitere glanzvollen Programmpunkte von Enjoy Jazz: Stars wie Wayne Shorter, Nailah Porter, Aloe Blacc, Craig Taborn und viele andere.

Infos: Ausf├╝hrliche Informationen zum Enjoy Jazz Programm und Tickets f├╝r die Veranstaltungen erhalten Sie unter www.enjoyjazz.de und an allen bekannten Vorverkaufskassen. Erg├Ąnzend dazu k├Ânnen Sie sich ebenfalls unter www.basf.de/kultur ├╝ber die Konzerte der Trios von Colin Vallon und Pat Metheny im Rahmen von Enjoy Jazz 2011 informieren.

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Mitmachausstellung in Speyer.

Bis 29. Januar 2012, Historisches Museum der Pfalz

Speyer. Trutzige Ritterburgen, geheimnisvolle Kl├Âster und die gigantische Dombaustelle, das sind Orte, die die jungen Besucher auf ihrer Reise ins Mittelalter im Jungen Museum aufsuchen.

Die Mitmachausstellung „Burg Drachenfels – Reisen ins Mittelalter“ f├╝r Kinder von 4 bis 12 Jahren bietet zahlreiche Erlebnisse zur mittelalterlichen Welt: Warum waren die mittelalterlichen K├Ânige stets auf Reisen? Wer war der ber├╝hmteste Gefangene auf Burg Trifels? Welche Erfindungen wurden in Kl├Âstern entwickelt? Wie baut man einen Dom? Welche Habseligkeiten gab es in einem Bauernhaus? Und wie ging es auf dem Markt einer mittelalterlichen Stadt zu?

In den lebendigen Inszenierungen mit vielen Spiel- und Mitmachm├Âglichkeiten geht es nicht nur spannend zu, sondern es wird auch noch mit Spa├č gelernt. Es gibt eine Burg, die gest├╝rmt werden kann und eine Dombaustelle, auf der die jungen Besucher sich als Baumeister erproben k├Ânnen.

Im Scriptorium stehen Feder und Tinte bereit und auf dem Marktplatz darf gehandelt und gefeilscht werden. Originale Alltagsgegenst├Ąnde erm├Âglichen den direkten Blick auf das Mittelalter. Repliken und anregende Spielvorschl├Ąge vermitteln anschaulich Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt.

Ort: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Domplatz 4, Speyer.
├ľffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Dienstag, 1. November 2011, Allerheiligen, 10 bis 18 Uhr.

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Bis 29. April 2012, Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen

Ausstellung im rem: Sch├Ądelkult.

Mannheim. Weltweit erstmalig widmet sich die Mannheimer Ausstellung „Sch├Ądelkult“ der besonderen Bedeutung von Kopf und Sch├Ądel in der Kulturgeschichte des Menschen. Seit dem 2. Oktober 2011 bis 29. April 2012 stellen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim anhand von ├╝ber 200 Sch├Ądelfunden und Kopfpr├Ąparaten ein Menschheitsthema dar, das sich rund um den Globus in allen Kulturen und Zeiten wiederfindet.

Ob Jahrtausende alte Sch├Ądelschalen, kunstvoll geschm├╝ckte Kopfj├Ągertroph├Ąen oder religi├Âs-verehrte Sch├Ądelreliquien, ob als Mahnmal der Verg├Ąnglichkeit oder als arch├Ąologische Sensation: „Sch├Ądelkult“ ist ein v├Âlker- und zeit├╝bergreifendes Ph├Ąnomen, das auf eine lange Kulturgeschichte zur├╝ckblicken kann. Zahlreiche nationale und internationale Institutionen, darunter das Mus├ęe de lÔÇÖHomme in Paris, haben bereits Leihgaben f├╝r die Ausstellung zugesagt.

Ort: Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen, D5, 68159 Mannheim.
├ľffnungszeiten: Di – So 11 – 18 Uhr.

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie m├Âchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ├╝bernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew├Ąhlte Termine in unsere ├â┼ôbersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und f├╝r Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich gro├čer Beliebtheit – Sie k├Ânnen hier auch gerne f├╝r sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

├â┼ôber unsere Blogs erreichen Sie t├Ąglich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin w├Ąhlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.
Eine sch├Âne Woche w├╝nscht Ihnen
Die Redaktion

Heddesheim als „Ort der Kunst“: Beeindruckende Fotografien von Martin Kemmet


Martin Kemmet stellt seine Kunst-Fotografie ├╝ber Heddesheimer K├╝nstler zur Zeit im Alten Rathaus aus. Der Schreiner und K├╝nstler Roland Schmitt "posiert" in einer Tabakscheune mitten im Ortskern. Kunst ist immer schon auch Politik - auf der Scheune liegt neben Licht und Schatten auch eine "Ver├Ąnderungssperre". Fr├╝her einmal war Heddesheim die gr├Â├čte Tabakanbaugemeinde Deutschlands. Der Anbau ist eingestellt. Einige Scheunen sind noch da. Diese ist besonders beeindruckend. Bild: Martin Kemmet

Guten Tag!

Heddesheim, 19. September 2011. Unter dem Titel „Ort der Kunst“ er├Âffnete am gestrigen Sonntag der Heddesheimer Kunstverein die Ausstellung mit Fotografien von Martin Kemmet. Es ist der erste Teil eines Projekts, das Heddesheimer K├╝nstler in Fotografien an ihren pers├Ânlichen Kunstorten zeigt. Im Oktober folgt die Ausstellung mit den Werken eben dieser K├╝nstler.

Von Sabine Prothmann

Wer in Heddesheim ein Passbild braucht geht zu Martin Kemmet. Er ist der Fotograf am Ort – f├╝r Hochzeitsbilder, Bilder mit Kindern, Familienportraits, Einschulungen. Wegen dieser Arbeit kennen ihn viele im Ort.

Aber im zweiten Leben ist Martin Kemmet ein K├╝nstler mit der Kamera. Er versteht sein Handwerk und er spielt mit dem Licht, dem Moment, dem Detail.

Die Ausstellung „Ort der Kunst“ mit Fotografien von Martin Kemmet wurde am gestrigen Sonntag mit einer Vernissage im Alten Rathaus er├Âffnet. Und der „Ort der Kunst“ ist Heddesheim.

Die gut vierzig Ausstellungsbesucher waren begeistert.

Heddesheim als Kunstort

Rund zwanzig Fotografien im Alten Rathaus zeigen nicht nur Heddesheimer K├╝nstler, sondern die K├╝nstler auch an ihrem Heddesheimer Kunstort.

Da sieht man zum Beispiel den K├╝nstler und Schreiner Roland Schmitt in dem Dachstuhl einer alten Scheune. Es ist ein Schwarz-Wei├č-Bild und das Licht bricht sich einen Weg durch die Holzbalken. Das ist ganz gro├čartig. Hier und aus diesem Holz ist Kunst entstanden, in doppelter Hinsicht.

Die Malerin Veronika Drop pr├Ąsentiert auf einer Baustelle ihr Bild einer Baustelle. „Das war nicht einfach zu fotografieren“, sagt Kemmet.

Einfach war auch nicht die Fotografie von dem Eingangstor (eine Installation des Heddesheimer K├╝nstlers Kurt Fleckenstein) am Edekakreisel, davor die K├╝nstlerin mit ihrem Gem├Ąlde vom selbigen Eingangstor. Hier wurde mit Weitwinkel gearbeitet und ein faszinierender und fremder Blick auf das Vertraute ist entstanden. „Ich bin da schon tausende Male dran vorbeigefahren, jetzt h├Ątte ich es fast nicht erkannt“, sagt einer Besucherin der Ausstellung.

Vertrautes wirkt fremd

Fast fremd wirkt auch die Kreuzung am Alten Rathaus, davor der K├╝nstler Bernd Gerstner mit seinem Bild vom Rathaus. Idyllisch zeigt sich das Dorf vom Feld her betrachtet, Gerstner sitzt hier mit seiner Staffelei.

Besonders ausdrucksstark sind auch die beiden Schwarz-Wei├č Fotografien, die im Alten Rathaus selbst entstanden sind. Frauen laufen mit B├╝chern in der Hand durch den Raum. Zu den Seiten werden die Bilder unscharf, was Dynamik vermittelt. Es sind die Frauen des Literaturkreises um Eva Martin-Schneider.

Licht und Schatten - Bewegung und Moment. Bild: Martin Kemmet

Ganz anders dagegen die vier aneinandergef├╝gten Fotografien von einem Literatur- und Theaterabend dieser Gruppe – hier liegt der Ausdruck in der Farbe und im Portrait.

Auf einer anderen Fotografie in Schwarz-Wei├č steht fast unwirklich die Scheune im Feld an der Stra├če nach Ladenburg, davor die K├╝nstlerin, sie scheint mit dem Bild zu verschmelzen.

In der katholischen Kirche hat Martin Kemmet die junge Heddesheimer K├╝nstlerin Carolin Przybyla mit ihrem Bild, das abstrakt ein Kreuz symbolisiert, fotografiert.

Eine weitere Schwarz-wei├č Fotografie zeigt den Fotograf selbst auf den Steinkreisen am Badesee, das hat er mit dem Selbstausl├Âser gemacht.

Zehn K├╝nstler beziehungsweise eine Gruppe, Maler, Bildhauer, zehn Orte der Kunst – zehn Motive, die der K├╝nstler Martin Kemmet mit seiner Kamera eingefangen hat.

Die Fotografien sind in drei Wochen entstanden

Der Heddesheimer Kunstverein war auf ihn zugekommen und hatte ihn gefragt, ob er darauf Lust habe. Und die hatte er. Durch einen Krankenhausaufenthalt wurde die Zeit ziemlich knapp, letztlich blieben nur noch drei Wochen Zeit.

Von fr├╝h um sechs bis zum Sonnenuntergang habe er K├╝nstler und Orte, Lichter und Details eingefangen, erz├Ąhlt die Vorsitzende des Heddesheimer Kunstvereins Veronika Drop in ihrer Einf├╝hrung.

Die Fotografien zeigen Heddesheim als Ort der Kunst, ein normaler Ort, in dem aus einem Traum Wirklichkeit wird. Kemmet wurde zu den pers├Ânlichen Kunstorten der K├╝nstler gef├╝hrt. „Martin Kemmet kann sein Handwerk“, so Drop. Vor allem lobte sie sein Instinkt f├╝r Licht und seinen K├╝nstlerblick f├╝rs Detail.

Die Ausstellung habe einen neuen Blick auf Heddesheim geworfen und „wir sind stolz hier so begabte K├╝nstler und K├╝nstlerinnen zu haben“, sagte Veronika Drop und verwies auf die Ausstellung im Oktober, die eben diese Werke dieser K├╝nstler zeigen wird.

Die Ausstellung ist noch bis zum 09. Oktober 2011 im Alten Rathaus zu sehen, ge├Âffnet ist sie immer sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Anmerkung der Redaktion:
Aus Transparenzgr├╝nden informieren wir Leserinnen und Leser, dass Martin Kemmet CDU-Gemeinderat in Heddesheim ist.

„Der K├╝nstler ist die Natur selbst, ich bin nur der Komponist“ – Ausstellung in der Kulturscheune

Guten Tag!

Heddesheim, 22. November 2010. Die beiden Heddesheimer K├╝nstler Roland Schmitt und Bernd Gerstner stellen noch bis 27. November ihre Werke 2003-2010 in der Viernheimer Kulturscheune aus.

Von Sabine Prothmann

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Roland Schmitt vor "Dynamik"

„Eigentlich sind wir drei K├╝nstler“, sagt Roland Schmitt, „Bernd Gerstner, ich und wir zusammen.“ Noch bis zum kommenden Samstag, 27. November, ist die Ausstellung der beiden Heddesheimer K├╝nstler in der Viernheimer Kulturscheune zu sehen.

Insgesamt 31 Bilder, Wandobjekte und Skulpturen zeigen das gemeinsame Schaffen aus den Jahren 2003-2010. Dabei verschmelzen Holz und Erdfarben ineinander.

„Wir sind beide 1957 in Heddesheim geboren, uns hat die gleiche Hebamme per Hausgeburt zur Welt gebracht, wir sind auf die gleiche Grundschule gegangen“, erz├Ąhlt Schmitt schmunzelnd. Das sind Bonmots, die er gerne erz├Ąhlt.

Danach trennten sich erstmal die Wege. Roland Schmitt machte eine Schreinerlehre und hat heute seine Werkstatt in Ladenburg. Er macht M├Âbel. Bernd Gerstner, gelernter Automechaniker, arbeitet heute in einer Verwaltung.

Beide sind Handwerker und so gehen sie auch mit den Materialien um, da wird das Holz bearbeitet und ge├Âlt bis jede Maserung zu erkennen ist. Die Farbe gemischt und aufgetragen. Die Materialien werden verbunden.

Zwischen 1990 und 1995 arbeiteten sie zusammen bei verschiedenen Kunstinitiativen in Heddesheim und beide geh├Âren zu den Gr├╝ndungsmitgliedern des 2006 gegr├╝ndeten Heddesheimer Kunstvereins.

Die erste gemeinsame Ausstellung fand 2004 statt und die in Viernheim ist jetzt schon die sechste.

„Einer beginnt und gibt dann weiter“

Bernd Gerstner bei der Ausstellung "Verletzte Seelen" in Ladenburg.

Wie sieht der Schaffensprozess eines Kunstwerks aus, wenn zwei daran arbeiten. „Einer beginnt und gibt es dann weiter“, erkl├Ąrt Roland Schmitt. Dieser Vorgang k├Ânne auch noch mehrmals wiederholt werden. Manchmal sei im Vorfeld eine Idee da, aber was wirklich dabei rauskommt, wei├č man nicht. „Man ist manchmal ├╝berrascht, aber wir lassen und voll drauf ein.“

Auf die Frage: „Gibt es in der Kunst Vorbilder, haben andere K├╝nstler schon so gearbeitet?“, antwortet Schmitt: „Picasso, glaube ich, er hat es zumindest mal probiert.“

„Der K├╝nstler ist die Natur selbst, ich bin der Komponist und stelle die Natur um“, sagt Roland Schmitt von seinem Schaffen

Die Natur spielt zun├Ąchst die Hauptrolle in den Kunstwerken der beiden Heddesheimern. Bernd Gerstner malt nur mit Erdfarben, die er selbst ansetzt. Er sammelt von ├╝berall Erde, Ackerboden, Sand, Marmor aus Carrara. Die Bindemittel sind geheim, aber da wir auch schon mal Bier verwendet, verr├Ąt Schmitt. Er selbst arbeitet mit Holz.

Zwei der ausgestellten Bildobjekte sind f├╝r eine Ausstellung im Ladenburger Benzmuseum entstanden. Das Thema: Bewegung. In „Perpetuum Mobile“ wird die Bewegung von Zahnr├Ądern durch das hervorstehende, gezackte Holz aufgenommen, in „Dynamik I-III“ dreht sich ein Rad fortlaufend ├╝ber drei Bildtr├Ąger. Holzstreben verbinden und trennen wie Speichen das gemalte Bild. Die Bewegung wird greifbar. „Das ist im Moment mein Lieblingsbild – alles kommt von Innen“, sagt Schmitt.

Sieben Bilder zeigen Sternbilder. Mit wenigen Strichen hat Gerstner, das gemalt, was der Betrachter braucht, um sie „Sternenhimmel“ zu erkennen. Schmitt hat mit seinen Holzelementen auch hier wieder reliefartig die Akzente gesetzt.

„Ein eigenes Atelier w├Ąre ein Traum“

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Skulpturen wie aus einem Guss.

Drei Skulpturen sind f├╝r die aktuelle Ausstellung in der Viernheimer Kulturscheune neu entstanden. Es sind Holzskulpturen, die in der modernen Architektur der alten Scheune wunderbar zu Geltung kommen. Der Schreiner Schmitt hat das Holz bearbeitet, poliert, ge├Âlt, der Maler Gerstner hat diesmal die Akzente gesetzt, die Natur aufgenommen und verfremdet. Es wie aus einem Guss und doch hat jede Skulptur ihre zwei Seiten.

„Ein eigenes Atelier w├Ąre ein Traum“, sagt Schmitt. Doch zun├Ąchst ist er schon wieder dabei die n├Ąchsten Ausstellungen vorzubereiten, eine eigene und eine f├╝r die „drei K├╝nstler“.

Ort: Kulturscheune Viernheim, Saton├ęvriplatz 1, Viernheim
├ľffnungszeiten
: Dienstag 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr , Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 12.00 Uhr.

Viel Freude bei den Bildern.

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Diese Woche: Tipps und Termine

Guten Tag!

Tipps und Termine f├╝r den 15.-21. November 2010. Jeden Montag erscheinen ab sofort unsere Veranstaltungstipps f├╝r die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm├Âglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f├╝r Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg.

Bis Samstag, 27. November, Kulturscheune

kulturscheune

Ausstellung in der Kulturscheune. Bild:privat

Viernheim. Die Ausstellung zu den Arbeiten 2003 – 2010 der beiden Heddesheimer K├╝nstler Bernd Gerstner und Roland Schmitt in der Viernheimer Kulturscheune wurde noch bis Samstag, 27. November 2010 verl├Ąngert. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen aus den Jahren 2003 bis 2010. Die erste gemeinsame Ausstellung fand 2004 statt.

Die Bilder von Bernd Gerstner entstehen aus nat├╝rlichen Materialien wie Erde, Ackerboden, Sand und Marmor. Roland Schmitt schafft Installationen und Skulpturen aus Holz. Ihre gemeinsamen Arbeiten sind wie „aus einem Gu├č“.

Ort: Kulturscheune Viernheim, Saton├ęvriplatz 1, Viernheim
├ľffnungszeiten
: Dienstag 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr , Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 12.00 Uhr.

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Seit 2. November bis 31. Januar 2011, Seniorenbegegnungsst├Ątte

Viernheim. Ausstellung von Heidi Kronauer in der Seniorenbegegnungsst├Ątte Heddesheim. Sie zeigt Bilder in Acryl. Dem wei├čen Nichts Leben einzuhauchen, das ist es, was die Hobbyk├╝nstlerin an der Malerei liebt.

Sie malt bevorzugt modernes Stillleben, aber auch Trendiges und Irreales.

Ort: Seniorenbegegnungsst├Ątte Heddesheim
├ľffnungszeiten
: Montag bis Freitag: 14:00 – 17:00.
Eintritt frei

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kaffeeehaus

Montag, 15. November, 20:15 Uhr, Olympia-Kino

Hirschberg. Das Olympia-Kino zeigt den Spielfilm „Sturm“.
Ein bewegender Film ├╝ber die Opfer und T├Ąter der Jugoslawienkriege, der in der Ausstellungsreihe „Verletzte Seelen gezeigt wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel auf dem hirschbergblog (Die Stille nach dem „Sturm“) und den Artikel zur Ausstellung in Ladenburg auf dem ladenburgblog (Ausstellung: „Verletzte Seelen“, Small-Talk und Nachdenken ├╝ber Menschenrechte).

Ort: Olympia-Kino Leutershausen, H├Âlderlinstr. 2
Karten
Programmansage und Telefon, Tel. 06201-509195

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Montag, 15. November, 20 Uhr, B├╝rgerhaus

Heddesheim. Theater im B├╝rgerhaus – Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht. Eine Kom├Âdie von Ephraim Kishon mit Rainer Delventhal, Nina Selchow u.v.a. Ein „junger, unbekannter Maler“ in Jerusalem, Raphael Schlesinger, ein Verehrer Rembrandts und der gegenst├Ąndlichen Malerei, malt gerade den wundersch├Ânen R├╝cken seiner Freundin und Geliebten.

Ein ebenso anma├čender wie einflussreicher Kunstkritiker-Papst besucht zuf├Ąllig das Atelier Schlesingers und entdeckt dort die „kosmische mobiliarische Kunst“. Diese besteht aus einem simplen, wackligen Tisch, darauf ein Stuhl, darunter ein Hocker, darauf ein kochender Teekessel, darunter ein wackliger Sessel, ├óÔéČ┬Ž

Ort: B├╝rgerhaus, Unterdorfstr, 2
Karten
nur im Rathaus, B├╝rgerservice, Tel. 06203-101-200

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Dienstag, 16. November, 20 Uhr, B├╝cherecke

Heddesheim. Buchvorstellung und Lesung – Siegfried Laux. Der Mannheimer Siegfried Laux liest in der B├╝cherecke am Rathaus aus seinem Buch „Mannheimer Erinnerungen“. Musikalische Begleitung: Christian Oberbauer.

Ort: B├╝cherecke, Unterdorfstr. 4, Heddesheim
Eintritt
: 5 Euro.

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Mittwoch, 17. November, 20 Uhr, Alte Synagoge

axel zwingenberger

Boogie Woogie-Spezialist Axel Zwingenberger. Bild: privat

Hirschberg. Axel Zwingenberger spielt Blues und Boogie Woogie. Einzigartiges Konzert in der Region – in der Reihe Jazz & Wein. Es ist dem F├Ârderkreis Olympia-Kino gelungen, den legend├Ąren Boogie-Woogie-Pianisten Axel Zwingenberger an die Bergstra├če zu holen – zu seinem einzigen Konzert. Zwingenberger gibt Konzerte in der ganzen Welt und ist schon mit Jazz-Gr├Â├čen wie Big Joe Turner, Lionel Hampton, Champion Jack Dupree und Mama Yancey aufgetreten. Das Konzert findet in der Reihe „Jazz & Wein“ statt, bei der feine Weine der Winzergenossenschaft Schriesheim angeboten werden. Der Veranstaltungsort ist ausnahmsweise nicht das Olympia-Kino, sondern die ehemalige Synagoge mit ihrem gro├čen Fl├╝gel.
Ort:
Alte Synagoge, Hauptstra├če 27, Leutershausen.
Eintritt:
18 Euro/ Mitglieder des F├Ârderkreises 16 Euro.
Vorverkauf:
Postagentur (Leutershausen), Tel. 06201-590028, Schreibwaren Schuhmann (Gro├čsachsen), Tel, 06201-53012, Opus (Schriesheim), Tel. 06203-937684.

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Donnerstag, 18. November, 19:30 Uhr, Alte Synagoge

Hirschberg. Der Junge Chor des MGV 1850 Hohensachsen pr├Ąsentiert sich erstmals in der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen. Nach vielen erfolgreichen Auftritten des noch jungen Chors, dessen Gr├╝ndung dieser Tage gerade mal sechs Jahre zur├╝ckliegt und zwei bestens gelungenenen Herstkonzerten in der Weinheimer Peterskirche und im a2 Keller, singt der Junge Chor am Donnerstag, den 18. November 2010, in der Alten Synagoge.

Mit viel Freude am Singen und unter der Leitung von Margit P├Âhlert proben w├Âchentlich etwa 45 S├Ąngerinnen und S├Ąnger im S├Ąngerheim des MGV 1850 Hohensachsen mit viel Schwung und Elan f├╝r das bevorstehende Konzert. Aufgef├╝hrt werden internationale Pop-Songs, Jazz- Standards und Film-Titel sowie romantische Lieder, die alle von der Chorleiterin selbst gesetzt und f├╝r den Chor arrangiert wurden.

Gern geh├Ârte Songs wie „Can you feel the Love tonight“, „For the longest time“ oder „Jetzt oder Nie“ von Udo J├╝rgens, jazzige Arrangements wie „Moonglow“, „Poinciana“ oder „How high the moon“ sowie Film-Musiken und klassische Rarit├Ąten wie „Les avions en papier“, „Gabriella├é┬┤s Song“ und „Come again“, „Belle, qui te ma vie“ oder Leonard Cohens „Halleluja“, der italienische Klassiker „Un amore cosi grande“ sowie die irische Volksweise „Sally gardens“ versprechen einen erlebnissreichen und genu├čvollen Konzert- Abend im gediegenen Ambiente der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen.

Die S├Ąngerinnen und S├Ąnger aus Hirschberg, Weinheim hier insbesondere aus Hohensachsen und L├╝tzelsachsen, Hemsbach und der hessischen Bergstra├če laden, zusammnen mit ihrer Chorleiterin Margit P├Âhlert, Sie zu diesem Konzert am Donnertag, den 18. November 2010 ganz herzlich ein. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, die Synagoge ├Âffnet um 18.45 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Mit Brezeln und Schriesecco oder Orangensaft k├Ânnen sich die Besucher in der Pause
st├Ąrken. Wir freuen uns auf einen netten Abend mit Ihnen – Ihr Junger Chor.

Ort: Alte Synagoge, Hauptstra├če 27, Leutershausen
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 14:30 Uhr, Altes Rathaus

Heddesheim. Seit Sonntag, 14. November 2010 zeigt der Kunstverein Heddesheim die Ausstellung „Hommage an Hilde Domin“ mit Bildern von Veronika Drop zu den Gedichten der Hilde Domin. Die Ausstellung ist ge├Âffnet bis Sonntag, 12. Dezember, immer sonntags von 14 bis 17 Uhr. Begleitende Veranstaltung: „Ich will dich“ – Begegnung mit Hilde Domin. Ein Film von Anna Ditges jeweils sonntags w├Ąhrend der ├ľffnungszeiten. Sonntag, 21. November. 14:30 Uhr. Vortrag/Lesung mit der Schriftstellerin Marion Tauschwitz, Autorin von „Das ich sein kann, wie ich bin – Hilde Dormin. Die Biografie“, um 14:30 Uhr.

Ort: Altes Rathaus
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 18 Uhr, Kaiserkeller

Ladenburg. Die Gruppe Blackwater kommt direkt von der Gr├╝nen Insel nach Ladenburg und verwandelt den Keller in einen irischen Pub. Auf ihrer „Home Away from Home“-Tour spielen die sechs Musiker die ganze Irish-Folk-Bandbreite von traditionellen St├╝cken wie Jigs, Reels und Hornpipes ├╝ber gef├╝hlvolle Balladen bis hin zu stimmungsvollen g├Ąlischen Songs.

blackwater

Blackwater: Original Irish.

Lieder voller Melancholie und Sehnsucht – aber auch St├╝cke voller Lebensfreude, zum Mitsingen und Mitmachen. Die Gruppe kommt aus Dungarvan. Die Vielfalt ihrer Darbietungen spiegelt sich in ihren Musikern wieder: Caroline King (Akkordeon und Gesang), Nicky Power (Fl├Âten), Michael „Finnegan“ Flynn (Bodhran, Bones, Gesang), Michael Phil McKavera, Fiddle McKenna (Button-Akkordeon), Christy O’Neill (Gitarre, Gesang).

Ort: Kaiserkeller, Ladenburg
Karten: 12 bze. 8 ├óÔÇÜ┬Č bei „B├╝cher am Markt“ und an der Abendkasse

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie m├Âchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ├╝bernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew├Ąhlte Termine in unsere ├â┼ôbersicht „Diese Woche“:
Termine Heddesheimblog.de
Termine Hirschbergblog.de
Termine Ladenburgblog.de
Termine Weinheimblog.de
Und f├╝r Termine aus anderen Gemeinden an:
Termine Rheinneckarblog.de

Unsere Termine erfreuen sich gro├čer Beliebtheit – Sie k├Ânnen hier auch gerne f├╝r sich oder Ihre Veranstaltungen werben. Zum Auftakt unseres neuen Services begr├╝├čen wir herzlich unseren neuen Kunden Kaffeehaus Ladenburg und Kaffeehaus Schriesheim und bitten unsere Leserinnen und Leser um freundliche Beachtung.
Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

├â┼ôber unsere Blogs erreichen Sie t├Ąglich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin w├Ąhlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.

Ausstellung: „Verletzte Seelen“, Small-Talk und Nachdenken ├╝ber Menschenrechte

Guten Tag!

Ladenburg/Heddesheim, 08. November 2010. Im Ladenburger Domhof (Rathaus) wurde am Sonntag, den 07. November 2010, eine Ausstellung er├Âffnet, die den Krieg thematisiert. Und die Verletzung der Menschenw├╝rde. Und die Verletzung der Seelen, jeder einzelnen. Der Heddesheimer K├╝nstler Bernd Gerstner stellt aus.

Von Anna Ewald

„Die W├╝rde des Menschen ist unantastbar. Eigentlich. In vielen Kriegen wurde aus einer unantastbaren W├╝rde eine antastbare gemacht. Verletzte Seelen bleiben nach diesen Kriegen ├╝brig“, er├Âffnet Reinhard Christmann die Ausstellung „Verletzte Seelen“ des Heddesheimer K├╝nstlers Bernd Gerstner. Die Sinnlosigkeit der Kriege solle erinnert und verdeutlicht werden.

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Der K├╝nstler Bernd Gerstner.

Die amnesty international (ai) Gruppe Ladenburg/Schriesheim veranstaltet gemeinsam mit der Organisation „Wir gegen Rechts“ diese Ausstellung im Domhof in Ladenburg. Sie hat am 07. November 2010 begonnen und ist jeden Samstag und Sonntag von 11-17 Uhr oder nach Vereinbarung bis zum 05. Dezember 2010 ge├Âffnet.

Rund 70 Besucher kommen zur Vernissage in den Domhof, um die 38 Kunstwerke zu betrachten, an denen Bernd Gerstner seit 2006 gearbeitet hat. Nicht nur Bilder, auch Skulpturen werden ausgestellt.

„Der gr├Â├čte Feind der Menschenrechtsverletzung ist die ├ľffentlichkeit.“

├â┼ôberall im Raum stehen Menschen, die sich die Kunst anschauen. Viele sehen nachdenklich aus. Sie versuchen die Gewalt der Kriege zu begreifen. Andere halten „Small Talk“. Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht anwesend.

Alle werden ruhig, als der Ladenburger K├╝nstler Rudolf Klee beginnt, Keyboard zu spielen. Er spielt eine d├╝stere und ergreifende Melodie. Passend zu den „Verletzten Seelen“.

Reinhard Christmann ist Gruppensprecher der ai Gruppe Ladenburg/Schriesheim. Er schildert die aktuelle Menschenrechtslage beispielsweise in Myanmar (Burma), in denen Menschenrechte nicht beachtet werden (Anm. d. Red.: In der „Rangliste“ 2010 von „Reporter ohne Grenzen“ zur Lage der Pressefreiheit liegt Myanmar auf Platz 174 von 175 (Vorjahr: 171).)

„Der gr├Â├čte Feind der Menschenrechtsverletzung ist die ├ľffentlichkeit“, betont er. Jeder solle helfen, indem er an die ├ľffentlichkeit geht. Er betont, dass nur so eine Verbesserung erreicht werden k├Ânne. Es liegen Listen aus, in die sich G├Ąste eintragen k├Ânnen, f├╝r mehr Menschenrechte und gegen deren Verletzung.

Krieg hinterl├Ąsst k├Ârperliche und seelische Sch├Ąden.

Markus Wittig von „Wir gegen Rechts“ schlie├čt sich den Ausf├╝hrungen Christmanns an. Auch Herr Wittig erinnert an Kriege. Zum Beispiel die „Schlacht an der Somme“ im Ersten Weltkrieg. Mit ├╝ber einer Millionen Toten gilt sie als „verlustreichste Schlacht dieses Krieges“. Verloren haben alle. Auch die ├â┼ôberlebenden. Die Sch├Ąden sind grausam. K├Ârperliche und seelische. Um eben diese bleibenden seelischen Sch├Ąden geht es in dieser Ausstellung, die zum Nachdenken auffordert.

Der K├╝nstler Bernd Gerstner m├Âchte nicht einfach nur Bilder ausstellen. Die Betrachter sollen sich mit dem ernsten Thema selbst auseinandersetzen. Sie sollen sich mit der Frage besch├Ąftigen, warum Menschen, trotz so vieler „verletzter Seelen“, Krieg immer noch als L├Âsung sehen, sagt Kunsthistorikerin Dr. Kurtzer in ihrer Einf├╝hrung in die Bilder.

Jeder geht mit Krieg anders um.

Ihrer Meinung nach brauchen diese Bilder eine Erkl├Ąrung, obwohl Bernd Gerstner es lieber gehabt h├Ątte, weniger Worte zu verwenden, wie er mir sp├Ąter sagt. Jeder geht mit Krieg anders um.

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Installation Todesengel.

Die Kunstwerke sind aus nat├╝rlichen Materialien, Gerstner verwendet unter anderem Erdfarben und Sand. Fundst├╝cke aus dem Ersten Weltkrieg wurden mit „eingebaut“.

Manche Kunstwerke finde ich eher ausdruckslos, wahrscheinlich, weil ich sie nicht richtig verstehe. Von anderen kann ich mich fast gar nicht mehr losrei├čen.

Eines dieser Kunstwerke ist die Installation „Der Todesengel“. Es ist ein wei├čer Arztkittel, von dem Blut auf einen Spiegel tropft. Aus dem Blut auf dem Spiegel bildet sich ein Gesicht. Das des KZ-Arztes Dr. Josef Mengele.

Der „Todesengel“.

„Der Todesengel“ steht f├╝r alle KZ-├âÔÇ×rzte des Naziregimes, die grausame Menschenversuche durchgef├╝hrt haben“, sagt die Kunsthistorikerin Kurzer.

Von Konzentrationslagern (KZ) handelt die Bilderfolge „Auschwitz“. Das KZ Auschwitz (O├ůÔÇ║wi├äÔäócim) ist das Symbol, das „Musterbeispiel“ f├╝r alle Konzentrationslager, in denen Menschenverachtung an der Tagesordnung waren.

Vier dunkle K├Ąsten h├Ąngen an der Wand. Alle mit unterschiedlichen Motiven. Eins zeigt Kinder, die ihre t├Ątowierten Lagernummern zeigen. Ein anderes das „typische“ Bild von Auschwitz. Gleise, die in das Lager hinein f├╝hren. „Arbeit macht frei“ als ├â┼ôberschrift. Stacheldraht verdeutlicht, dass es aus diesem Schicksal kein Entrinnen gibt. Das letzte verdeutlicht die Not der internierten Menschen, vor allem das der Kinder.

Noch ein weiteres Kunstwerk ber├╝hrt mich, denn es ist schlicht, aber ausdrucksstark. Ledersohlen auf dem Boden, mehrere, die sich immer weiter aufl├Âsen. Es sind Ledersohlen von Soldaten. Es symbolisiert, wie der Titel schon sagt, die „Letzten Schritte“ eines Soldaten. Wohin, erf├Ąhrt man nicht. Woher sie kamen, auch nicht.

Manche halten Small-Talk, manche sind sehr nachdenklich.

Zum Abschluss spielt Rudolf Klee, dem laut Reinhard Christmann „die gesamte Ausstellung zu verdanken ist“, noch einmal Keyboard. Wieder eine schwere Melodie. „Passend“ zum Krieg. Zu verletzten Seelen.

Dann steht er auf und tr├Ągt unerwartet zwei politikkritische Gedichte vor. Eins ist sehr zynisch dem ehemaligen US-Pr├Ąsident George W. Bush gewidmet.

Manche Kunstwerke lassen sich nur schwer verstehen. So wie Kriege. Die Besucher gehen irgendwann nach Hause. Manche halten Small-Talk, manche sind sehr nachdenklich. Ãœber Krieg. Und verletzte Seelen.

Link:
Weitere Informationen zur Ausstellung und begleitenden Veranstaltungen.

Weitere Fotos zur Ausstellung finden Sie auf ladenburgblog.de.

Anmerkung der Redaktion: Anna Ewald (16) ist Gymnasiastin in Schriesheim, interessiert sich sehr f├╝r Politik und Medien und absolviert ein schulbegleitendes Praktikum bei uns. Dabei lernen junge Menschen bei uns, was Journalismus ist: Handwerk, ├ľffentlichkeit und verantwortliche Meinung.
Wir legen dabei einen besonderen Wert auf den eigenen Blick dieser jungen Menschen. Sie berichten aus ihrer subjektiven Perspektive, was sie mit wem zu was wie erleben. Wir unterst├╝tzen sie dabei journalistisch und redaktionell.
Hier finden Sie eine Ãœbersicht aller Texte von Anna Ewald auf dem ladenburgblog.
Wer Interesse an einem Praktikum hat, kann sich gerne formlos bewerben – allerdings sind erst ab April 2011 wieder Pl├Ątze frei.