Dienstag, 21. November 2017

Die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner ├╝ber ihren Umzug von Br├╝ssel nach Berlin

Neuanfang in der Hauptstadt

Franziska Brantner wurde am 22. September ├╝ber die Landesliste in den Bundestag gew├Ąhlt. K├╝nftig will sie h├Ąufiger im Wahlkreis pr├Ąsent sein. Foto: Paul Blau

Franziska Brantner wurde am 22. September ├╝ber die Landesliste in den Bundestag gew├Ąhlt. K├╝nftig will sie h├Ąufiger im Wahlkreis pr├Ąsent sein. Foto: Paul Blau

 

Berlin/Heidelberg/Rhein-Neckar, 05. November 2013. (red/ld) Am Wahlabend hatte Franziska Brantner (Gr├╝ne) noch gezittert. Dann hatte es doch noch f├╝r einen Listenplatz im Bundestag gereicht. F├╝r die fr├╝here Europaabgeordnete bedeutete das einen neuen Job und einen neuen Anfang in Berlin. Wie sie sich dort zurechtfindet, erz├Ąhlte sie uns im Interview. [Weiterlesen…]

Veranstalter und Organisatoren ziehen positive Bilanz

Turnfest bewegte die Metropolregion

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9.000 Aktive feierten beim gro├čen Festzug den Beginn des Turnfestes in der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Auftakt f├╝r sieben Tage „Leben in Bewegung“.

 

Rhein-Neckar, 28. Mai 2013. (red/aw) Erstmals in der Turnfest-Geschichte hat mit der Metropolregion Rhein-Neckar eine ganze Region die Rolle des Gastgebers ├╝bernommen. Das Konzept ist aufgegangen: Das Turnfest hat getreu dem Motto ÔÇ×Leben in BewegungÔÇť und Dank einer guten Zusammenarbeit mit allen 22 beteiligten St├Ądten und Gemeinden die Region sieben Tage lang in Bewegung gebracht. [Weiterlesen…]

Laut Landtagsabgeordnetem Uli Sckerl bedroht die EU die kommunale Wasserverorgung

Trinkwasser bald nur noch f├╝r Reiche?

Schriesheim/Rhein-Neckar, 05. M├Ąrz 2013. (red/zef) Schwerpunktthema der Gr├╝nen Kreisversammlung am 28. Februar war etwas, das jeden betrifft: Die Wasserversorgung. Am 28. Juli 2010 erkl├Ąrten die Vereinen Nationen den Zugang zu sauberem Wasser zu einem Menschenrecht. Das Problem ist jedoch: Dies ist gesetzlich nicht bindend. Laut Uli Sckerl, dem Vorsitzenden der Gr├╝nen Rhein-Neckar, m├Âchte nun die Europ├Ąische Kommission, die Regierung der EU, dieses Recht unterlaufen. Bereits 1,2 Millionen B├╝rgerInnen der EU haben sich in einer Europ├Ąischen B├╝rgerinitiative (EBI) dagegen ausgesprochen. [Weiterlesen…]

Verteidigungsminister zu Guttenberg ist zur├╝ckgetreten


Guten Tag!

Rhein-Neckar/Berlin, 01. M├Ąrz 2011. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist zur├╝ckgetreten. Um 11:16 Uhr verk├╝ndete der wegen Plagiatsvorw├╝rfen in Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit in die Kritik geratene CSU-Politiker seinen R├╝ckzug von allen politischen ├âÔÇ×mtern. Kanzlerin Merkel war im Vorfeld von ihm informiert worden. F├╝r die Landtagswahlen in Baden-W├╝rttemberg und Rheinland-Pfalz kommen Aff├Ąre und R├╝cktritt zur „Unzeit“.

Von Hardy Prothmann

Karl-Theodor zu Guttenberg ist am 01. M├Ąrz 2011 von seinem Amt als Verteidigungsminister zur├╝ckgetreten. Bild: wikipedia/Peter Weis

„Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens“, sagte Guttenberg bei seiner Stellungnahme zu seinem R├╝cktritt, die per Telefon im Sender n-tv ├╝bertragen wurde. F├╝r eine Live├╝bertragung per Kamera war die Ank├╝ndigung offenbar zu pl├Âtzlich gekommen. „Ich gehe ihn nicht nur wegen der Diskussion ├╝ber meine Doktorarbeit, sondern auch wegen der Frage, ob ich die Anspr├╝che , die ich selbst an mich stelle, noch erf├╝llen kann“, berichtet Spiegel Online.

Offensichtlich ist der Druck auf den „Shooting-Star“ der konservativen Parteien zu gro├č gewesen. Die Vorw├╝rfe wiegen schwer: zu Guttenberg habe nur ein m├Ą├čiges 1. Juristisches Staatsexamen abgelegt, sei dann mit „Sondergenehmigung“ zur Promotion zugelassen worden und habe dann zum einen den Parlamentarischen Dienst unzul├Ąssiger Weise mit Recherchen besch├Ąftigt sowie in hunderten von F├Ąllen Zitate von Quellen in seiner Doktorarbeit nicht kenntlich gemacht.

Zun├Ąchst wurde er von einer Welle der Sympathie bez├╝glich seiner Person gest├╝tzt. Besonders die Bild-Zeitung gab dem Minister mediale R├╝ckendeckung. Auch aus der Partei wurden zun├Ąchst alle Vorw├╝rfe als „l├Ącherlich“ zur├╝ckgewiesen. Auch der Doktorvater, der „renommierte“ Jurist Peter H├Ąberle bezeichnete die Plagiatsvorw├╝rfe zun├Ąchst als „absurd“, sprach dann aber von „schwerwiegenden M├Ąngeln“.

Mehrere zehntausend Wissenschaftler hatten sich in einem offenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt und sprachen von „Verh├Âhnung“ aller wissenschaftlicher Mitarbeiter, wenn die Behauptung aufrecht erhalten w├╝rde, zu Guttenberg habe nicht „bewusst get├Ąuscht“.

Zun├Ąchst hatten rund 80 Professoren der Ludwig-Maximilians-Universit├Ąt hatten sich am 24. Februar 2011 an den Bayerischen Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) gewandt und hatten ein „klares Bekenntnis zu wissenschaftlichen Standards“ verlangt, was dieser auch unumwunden best├Ątigt hat.

Mehrere Initiativen und massive Kritik letztlich auch aus den Reihen der CDU und CSU haben letztlich den Druck auf Karl-Theodor zu Guttenberg am Ende so erh├Âht, dass er heute seinen R├╝cktritt verk├╝nden musste: „Ich habe die Grenzen meiner Kr├Ąfte erreicht“, sagte zu Guttenberg vor der „Hauptstadtpresse“.

F├╝r die Landtagswahlk├Ąmpfe in Baden-W├╝rttemberg und Rheinland-Pfalz d├╝rfte der R├╝cktritt deutliche Folgen f├╝r die CDU und FDP haben. Beide Parteien haben sich kritiklos an zu Guttenberg positioniert und den Plagiator mit deutlichen Bekenntnissen gest├╝tzt.

„Er hat einen Fehler gemacht, er hat sich entschuldigt und steht dazu“, sagte Ministerpr├Ąsident Stefan Mappus (CDU) noch am Montag in Stuttgart. Das spreche f├╝r eine gewisse Gr├Â├če.

„Auch in st├╝rmischen Zeiten stehen wir ganz eng zusammen“, sagte CDU-Generalsekret├Ąr Thomas Strobl laut Medienberichten. Er freue sich auf die acht Auftritte des Verteidigungsministers im baden-w├╝rttembergischen Wahlkampf. zu Guttenberg sei eine „herausragende Pers├Ânlichkeit“.

Politische Strategen rechnen mit Verlusten von bis zu sechs Prozent durch den R├╝cktritt des Ministers. Besonders in Baden-W├╝rttemberg gilt der Wahlausgang als „eng“ – in Umfragen lag eine Koalition von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen und SPD zeitweise knapp ├╝ber der Regierungskoalition aus CDU und FDP. Diese „Prognose“ k├Ânnte sich nun deutlicher in Richtung Gr├╝n/Rot verschieben.

Die verworrenen Thesen des Dr. Josef Doll

Guten Tag!

Heddesheim, 05. Februar 2010. Im aktuellen Mitteilungsblatt schreibt Dr. Josef Doll zur Schulpolitik. Reichlich wirr dokumentiert der CDU-Fraktionsvorsitzene darin, dass er, obwohl promoviert, nicht in der Lage ist, wissenschaftliche Studien korrekt wiederzugeben. Bei der Anzahl der Falschaussagen, unkorrekten Bez├╝ge und mangelhaften Schlussfolgerungen muss man sich ernsthaft sorgen, wie die CDU-Fraktion zu ihren Beschl├╝ssen kommt. Die Redaktion dokumentiert den Artikel, dessen Aussagen, Quellen und die massiven Fehler eines heillos wirren Verfassers.

Dokumentation, Faktencheck und Einordnung

doll

Dokumentation: Dr. Josef Dolls Text im Mitteilungsblatt, Nr. 5/2010. Klicken Sie f├╝r eine gr├Â├čere Darstellung. Quelle: Mitteilungsblatt

Im Mitteilungsblatt Nr. 5/2010 schreibt Dr. Josef Doll auf Seite 22:

„Im Gemeinderat wurde mit 14 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung abgestimmt. Gr├╝ne + GR Prothmann waren dagegen. Das hat mit Ansiedlung Pfenning nichts zu tun. Ein Vorschlag war von der Gegnerseite die Einf├╝hrung der Einheitsschule bis zur zehnten Klasse.“

Zutreffend ist die Darstellung der Abstimmung. Was das allerdings mit „Pfenning“ zu tun oder nicht zu tun haben soll – erschlie├čt sich dem Leser nicht. Vermuten l├Ąsst sich, dass anders als behauptet, f├╝r Herrn Dr. Doll irgendwie doch alles mit „Pfenning“ zu tun hat.

Fixe Idee

Denn direkt im Anschluss benennt er die „Gegnerseite“. Die „Gegner“ scheinen eine fixe Idee bei ihm zu sein. Sieben Gemeinderat haben mit „Nein“ gestimmt. Damit ├╝ben sie ihr demokratisches Recht aus, was sie noch lange nicht zu pauschalen „Gegnern“ macht.

Ganz im Gegenteil befindet sich darunter ein Lehrer an der Johannes-Kepler-Schule. Der Gemeinderat Uli Kettner war zun├Ąchst f├╝r den Antrag auf eine gemeinsame Werkrealschule, stimmte dann aber gegen den Antrag, weil dieser nur noch eine Schulleitung vorsieht. Diese Haltung hat er umfangreich begr├╝ndet.

Zu keiner Zeit haben er oder andere die „Einf├╝hrung der Einheitsschule bis zur zehnten Klasse“ gefordert. Vielmehr wurde f├╝r ein m├Âglichst langes gemeinsames Lernen pl├Ądoyiert. Dieses Pl├Ądoyer betraf eine politische Forderung der Partei der Gr├╝nen und ganz sicher nicht eine Beschlussvorlage des Gemeinderats. Auch wenn Herr Dr. Doll gerne so tut, als w├╝rden doch landespolitische Entscheidungen getroffen.

Weiter schreibt Herr Dr. Doll:
„Dies ist die Forderung der sechziger und siebziger Jahre und wissenschaftlich seit einigen Jahren ├╝berholt. So haben Lehmann und Lenkeit in der wissenschaftlichen Studie ELEMENT (2008) deutlich bei empirischen Untersuchungen nachgewiesen, dass der „Einheitsgedanke bis zur zehnten Klasse“ nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, da er sich zum Nachteil der Sch├╝ler auswirkt.“

Erstaunlich ist, wie es Herrn Dr. Doll gelingt, in einem einzigen Satz ein solche F├╝lle von falschen, halbwahren und verdrehten Behauptungen aufzustellen.

Unzul├Ąssige Vergleiche

„Forderung der sechziger und siebziger Jahre“: Tats├Ąchlich lassen sich erste Forderungen f├╝r eine Gesamtschule bis ins 17. Jahrhundert zur├╝ckverfolgen – also noch lange vor der Einf├╝hrung der allgemeinen Schulpflicht im K├Ânigreich Preussen. Bei Wikipedia (siehe unter „Geschichte“) l├Ąsst sich nachlesen: „Die erste ausf├╝hrliche Konzeption f├╝r eine Gesamtschule legte 1809 der preu├čische Leiter der Sektion f├╝r Kultus und Unterricht Wilhelm von Humboldt vor.“
In dem Abschnitt ist sehr ├╝bersichtlich die Geschichte der Gesamtschule erkl├Ąrt.

Was der „Einheitsgedanke bis zur zehnten Klasse“ sein soll, wei├č nur Herr Dr. Doll. Er setzt den Ausdruck in Anf├╝hrungszeichen und tut damit so, als w├╝rde er eine Person oder einen Fachterminus zitieren. Tats├Ąchlich gibt es keinen solchen.

Wieder zitiert Herr Dr. Doll falsch und bem├╝ht daf├╝r die Studie ELEMENT. Dolls Behauptung: Hier sei empirisch nachgewiesen worden, dass gemeinsames Lernen bis zur zehnten Klasse „sich zum Nachteil der Sch├╝ler auswirkt.“.

Tats├Ąchlich handelt es sich bei der Studie um eine „Erhebung zum Lese- und Mathematikverst├Ąndnis Entwicklungen in den Jahrgangsstufen 4 bis 6 in Berlin“. Auch in dieser Studie taucht der Begriff „Einheitsgedanke bis zur zehnten Klasse“ niemals auf, mal abgesehen davon, dass nur bis zur 6. Klasse untersucht wurde. Und: Es geht um den ├â┼ôbergang ins Gymnasium, nicht um eine Werkrealschule. Allein deshalb ist der Vergleich schlicht unzul├Ąssig.

Der Verfasser der Studie, Prof. Dr. Rainer Lehmann, Professor f├╝r Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universit├Ąt Berlin, sieht allerdings die Ergebnisse seiner Studie sehr differenziert, wie dieses Interview mit Deutschlandradio belegt.

Im Kern stellt seine Studie heraus, dass f├╝r etwa zehn Prozent der leistungsst├Ąrkeren Sch├╝ler der ├â┼ôbergang von der 4. Klasse ins Gymnasium von Vorteil ist. „Im Prinzip ist die Berliner L├Âsung bis zur 6. Klasse gar nicht so verkehrt“, sagte uns Professor Lehmann auf Anfrage: „Nur eben f├╝r diese Gruppe der leistungsstarken Sch├╝ler nicht.“ Dabei verweist der Professor auf eine Vielzahl von Einflussfaktoren, beispielsweise dass in der Grundschule fast keine Fachlehrer des Bereichs Mathematik zum Lehreinsatz kommen und es eine „gewisse Infantilisierung der Grundschule in den vergangenen Jahren“ gegeben habe: „Der ├â┼ôbergang zum Gymnasium ist f├╝r viele Kinder dann ein Schock.“

Herr Dr. Doll schreibt:
„Nichts ist ungerechter als die Gleichbehandlung Ungleicher.“ Dieser Satz ist eine Behauptung – weder logisch, noch empirisch begr├╝ndet. Herr Dr. Doll verwendet dieses chiastisch angelegte Postulat als Beleg gegen das Konzept der Gesamtschulen.

Herr Dr. Doll hat vor allem eines – keine Ahnung von dem, ├╝ber das er schreibt

Mal unabh├Ąngig davon, ob man nun f├╝r oder gegen ein solches Konzept ist, verkennt Herr Dr. Doll in krasser Unkenntnis der praktischen Umsetzung von Lerninhalten an Gesamtschulen, dass dort die Kinder keineswegs gleich behandelt werden.

Es gibt Kurs- und F├Ârdersysteme, die Sch├╝ler nach ihren Leistungen in Teilen eben unterschiedlich unterrichten – nur eben ├╝berwiegend zusammen. Herr Dr. Doll behauptet, dass alle Sch├╝ler „gleich“ behandelt w├╝rden. Das ist falsch.

Das gemeinsame Lernen hat vor allem einen sozialen Ansatz und soll die „soziale Trennung“ der Sch├╝ler eind├Ąmmen – etwas, was der Christdemokrat Doll anscheinend ├╝berhaupt nicht will.

Herr Dr. Doll schreibt:
„Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Deutschland deutlich niedriger als in den benachbarten L├Ąndern. Dies wird auch auf das gegliederte Schulsystem zur├╝ckgef├╝hrt.“

Knapp vorbei ist auch daneben. So dr├╝ckt sich ein Experte aus: „L├Ąnder mit geringer Jugendarbeitslosigkeit haben zudem ein duales Ausbildungssystem, das den Jugendlichen den ├â┼ôbergang von der Schule in die Arbeitswelt erleichtert. In Frankreich und Spanien, wo die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch ist, gibt es dieses System nicht. Die hierzulande oftmals kritisierte Lehrlingsausbildung gilt dort als Modell“, sagt der Sozialforscher Peter Auer in einem Interview mit der Zeit (28. Oktober 2009).

Wieder bringt Herr Dr. Doll also m├Ąchtig etwas durcheinander.

„Die Gegner des Schulantrages nehmen keine R├╝cksicht auf die Interessen der Heddesheimer Sch├╝ler. Die dahinter stehende Ideologie ist falsch. Siehe die Ergebnisse von PISA und die Tatsache, dass Gesamtschulen bis heute nicht mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen als Schulen des gegliederten Schulsystems.“

Auch hier geht Herrn Dr. Doll wieder Einiges durcheinander. „Die Gegner des Schulantrages“ sind nicht gegen die Werkrealschule – sie sind gegen die Zusammenf├╝hrung der Schulen unter eine Leitung. Dahinter steht keine „Ideologie“, sondern der Gedanke, dass eine Hauptschule am Ort mit eigener Leitung besser ist, als eine unter „fremder“ Leitung. Die Hinf├╝hrung auf einen Werkrealschulabschluss w├╝rde auch an dieser Hauptschule stattfinden – nur eben nicht mehr die zehnte Klasse „Werkrealschule“.

Was PISA und die Bildungsgerechtigkeit angeht, kommt der Aktionsrat Bildung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. zu folgendem Schluss: „Deutschland erreichte in allen Kompetenzbereichen ein Leistungsniveau, das dem OECD-Durchschnitt entsprach (vgl. Prenzel u. a. 2004, S. 70, S. 99, S. 118; vgl. Abb. 2). Allerdings liegen die durchschnittlichen Leistungen einer ganzen Reihe von Staaten (in mehr oder weniger allen Bereichen) deutlich ├╝ber den in Deutschland beobachteten. Der internationale Vergleich f├╝hrt so vor Augen, dass Jugendliche im Alter von 15 Jahren ein sehr viel h├Âheres Kompetenzniveau als in Deutschland erreichen k├Ânnen. Wenn man will, kann man diesen Befund so interpretieren, dass deutsche Jugendliche im Vergleich zu denen anderer Staaten in gewisser Weise „benachteiligt“ sind, denn sie erhielten offensichtlich nicht die gleichen Chancen, ein entsprechend hohes Kompetenzniveau zu entwickeln.“

Dr. Doll und seine „Ideologien“

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft d├╝rfte eher unverd├Ąchtig sein, einer im Sinne von Dr. Doll unterstellten „Ideologie“ zu folgen, der angeblich die Gr├╝nen und der Gemeinderat Hardy Prothmann (Anm. d. Red.: Verantwortlich f├╝r das heddesheimblog) folgen.

Dr. Doll bef├╝rchtet bei einer „Einheitsschule bis zur zehnten, selbst bis zur sechsten Klasse“, dass „Privatschulen, auch f├╝r die Grundschule aus dem Boden schie├čen. Dies ist nicht Ziel der CDU. Ob dies im Sinne der Ablehner ist, wagen wir zu bezweifeln.“

Was genau Herr Dr. Doll da im pluralis majestatis zu „bezweifeln wagt“, kann man nur erahnen.

Weiter schreibt Herr Dr. Doll:
„In jedem Fall ist das ganze schwach recherchiert und ein erneutes Beispiel daf├╝r, dass von den genannten Gruppierungen Ideologie wissenschaftlicher Erkenntnis vorgezogen wird.“

Dieser Satz ist ausnahmsweise richtig – allerdings nur, wenn man ihn auf die Ausf├╝hrung von Herrn Dr. Doll bezieht.

Als guter Christ sollte Herr Dr. Doll vielleicht ├Âfter mal die Bibel zur Hand nehmen und die zehn Gebote durchgehen. Das achte Gebot sagt: „Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen.“

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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