Mittwoch, 20. September 2017

Sonderschulpflicht soll im n├Ąchsten Schuljahr fallen

Sckerl: „Noch weit von Inklusion entfernt“

Ladenburg/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2014. (red/ld) Die Landesregierung strebt an, die Inklusion von Kindern mit Behinderungen an Schulen voranzutreiben. Daf├╝r ist f├╝r das kommende Jahr eine ├änderung des Schulgesetzes vorgesehen, die bereits im n├Ąchsten Schuljahr greifen soll. Sonderschulp├Ądagogen stehen diesen Pl├Ąnen kritisch gegen├╝ber. Ebenso Eltern von Kindern mit Behinderung. Am Dienstag kamen diese mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl (Gr├╝ne) zu einer Diskussionsrunde im Ladenburger Domhof zusammen. Dazu hatte der Ladenburger Ortsverband von B├╝ndnis 90/Die Gr├╝nen eingeladen. [Weiterlesen…]

Eltern w├╝nschen sich inklusiven Unterricht, der bisher als Schulversuch l├Ąuft

Nele ist ein Kind wie alle anderen – nur geh├Ârlos

Nele und Linn Sch├╝├čler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w├Ąre Nele taub.

Nele und Linn Sch├╝├čler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate w├Ąre Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an geh├Ârlos. Trotzdem geht die Siebenj├Ąhrige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeintr├Ąchtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler H├╝rden. [Weiterlesen…]

Zeitgem├Ą├čes Design, "neue Ma├čst├Ąbe" (bisher) Fehlanzeige

L├Ąndle mit neuer Homep├Ądsch

Rhein-Neckar, 04. Februar 2013. (red/zef) Seit dem 01. Februar 2013 hat das Land Baden-W├╝rttemberg eine neue Online-Plattform. Die Homepage soll neue Ma├čst├Ąbe setzen, damit ÔÇ×sich die B├╝rgerinnen und B├╝rger mit Politik auseinandersetzenÔÇť, sagt die Silke Krebs, Ministerin im Staatsministerium. Wir haben uns die Seite angeschaut: „Neue Ma├čst├Ąbe“ gilt im Vergleich mit der alten Seite bestimmt, das Design ist frisch und modern ÔÇô inhaltlich und konzeptionell kann die Seite aber durchaus noch zulegen. Immerhin: In den ersten drei Stunden nach dem Start am 1. Februar haben bereits 2.500 Menschen insgesamt 15.000 Seiten aufgerufen – und das innerhalb von drei Stunden.

Von Ziad-Emanuel Farag

Oben sind die f├╝nf strukturierenden Elemtente zu sehen, darunter der anschauliche Slider mit aktuellen Artikeln. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Sofort sticht der ansprechende Slider ins Auge. Dieser pr├Ąsentiert aktuelle politische Themen anschaulich. Hier kommen nicht nur Artikel, sondern auch andere Medien wie Videos oder Fotostrecken zum Einsatz┬á Aktuelle Beispiele w├Ąren: Ein Zeitstrahl dar├╝ber,was die gr├╝n-rote Landesregierung bisher geleistet hat, die Ganztagsschule oder die Bildungsgerechtigkeit. Man kann den Slider automatisch die Artikel abspielen lassen oder einfach bequem per Pfeil in der Mitte oder der Navigationsleiste unten wechseln.

Besonders brisant wirkt der „transparente Landeshaushalt“. Hier gibt es zwar viel Zahlenwerk: Das Regierungspr├Ąsidium Stuttgart erh├Ąlt 8,4 Millionen Euro f├╝r Bundesautobahnen, w├Ąhrend Kalrsruhe 4,4 Millionen Euro erh├Ąlt . Viele Fragen bleiben hier aber v├Âllig unbeantwortet: Wieviel Geld wird in welche Autobahnen investiert? Da stehen viele Zahlen – ohne weitere Informationen sind sie kaum zu nutzen. Da steht gar nichts! Bei den Hochschulen ist der Landeshaushalt auch sehr pauschal: Einzeln aufgeschl├╝sselt werden die aktuellen Zuwendungen f├╝r Bauma├čnahmen. ├ťber die Verteilung der restlichen 336 Millionen Euro erf├Ąhrt man nichts. Blo├č keine Verteilungskritik riskieren, scheint hier die Devise zu lauten. Der „transparente Landeshaushalt“ verspricht mehr als er h├Ąlt. Die Bedienung ist zudem ├Ąu├čerst umst├Ąndlich.

Die Seite unterteilt sich ingesamt in f├╝nf Rubriken: ÔÇťUnser LandÔÇŁ, ÔÇťRegierungÔÇŁ, ÔÇťBW gestaltenÔÇŁ ÔÇťServiceÔÇŁ und ÔÇťBeteiligungsportalÔÇŁ. Die ersten vier erm├Âglichen eine einfache Orientierung. Legt man den Cursor auf einer dieser Buttons, wird eine umfangreiche, aber ├╝bersichtliche Auflistung der Unterpunkte angezeigt. In der Rubrik „Regierung“ gelangt man schnell zu Vorstellungen der Regierungsmitglieder und ihrer Ministerien. „Unser Land“ bietet einen ├ťberblick ├╝ber alles Erdenkliche zu Baden-W├╝rttemberg. Geschichte, Geografie, Landesverfassung, ein Quiz zur Unterhaltung, Traditionen, hier ist alles dabei.

„BW gestalten“ erkl├Ąrt, wie Baden-W├╝rttemberg k├╝nftig aussehen soll:┬á „Erfolgreiches Baden-W├╝rttemberg“ (Wirtschaftspolitik), „Schlaues Baden-W├╝rttemberg“ (Bildungspolitik), „Nachhaltiges Baden-W├╝rttemberg (Energiepolitik)“, „B├╝rgernahes Baden-W├╝rttemberg (B├╝rgerbeteiligung und Integration)“ und „Gerechtes Baden-W├╝rttemberg (Gleichstellung, Inklusion, Gesundheitspolitik)“. Dies liest sich aber zunehmend fade, irgendwann hat man dann genug von Baden-W├╝rttemberg. Wenigstens fasst die Landesregierung hierbei ihre politischen Ziele unter wenigen, verst├Ąndlichen Schlagworten zusammen. In der Rubrik „Service“ erh├Ąlt der Leser viele Informationen, um Kontakt zu ├ämtern aufzunehmen, sich einen ├ťberblick ├╝ber Publiktationen zu verschaffen oder einfach einen Ansprechpartner zu erhalten.

Die Detailansicht in den einzelnen Rubriken. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Das „Beteiligungsportal“ schlie├člich soll k├╝nftig ÔÇťMehr Demokratie klickenÔÇŁ gew├Ąhrleisten. Dem m├╝ssen jedoch au├čer blo├čen Ank├╝ndigungen Taten folgen. Daf├╝r gibt es bereits auf der Startseite einen Textkasten, in dem man schnell eine Frage an die Landesregierung eintippen kann. Wir haben diese Funktion mit einer Frage am Freitag selbst getestet. Bis heute, den 04. Februar 2013, 17:00 Uhr haben wir noch keine Antwort erhalten.┬á Am, Dienstag, den 05. Februar, wurde sie um 14:43 beantwortet.

Wir erinnern uns: Baden-W├╝rttemberg soll gerecht werden. „Menschen mit Behinderung geh├Âren in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb bauen wir Barrieren und Benachteiligungen ab.“ Nirgendwo geht das schneller und einfacher als online. Eine Seite, die m├Âglichst alle mit Behinderungen leicht nutzen k├Ânnen, ist unverhandelbar: Nirgendwo gibt es so wenige Barrieren wie am eigenenen Rechner. Hier scheitert die neue Homepage aber: Einige Artikel k├Ânnen zwar vorgelesen werden. Dies geschieht jedoch so blechern, dass man dem nicht folgen kann. Wenn doch, w├╝rde man es nicht wollen. Mit den verbreiteten Leseger├Ąten f├╝r Blinden f├Ąllt es diesen also deutlich einfacher, sich zu informieren. Der Button daf├╝r ist viel zu klein. Sehbehinderte d├╝rften ihn nicht ausmachen k├Ânnen. Hier w├Ąre es ratsam, die entsprechende Funktion in der Zeile der ├ťberschrift zu platzieren anstatt neben der Unter├╝berschrift.

Die Vorlesefunktion ist in dieser Zeile nur schwer zu sehen. Quelle: www.baden-wuerttemberg.de

 

Der neue Ma├čstab muss also noch ordentlich Ma├č nehmen, um tats├Ąchlich ├╝berzeugen zu k├Ânnen. Immerhin, ein Anfang ist gemacht und man darf gespannt sein, was noch folgt.

Der gl├Ąserne Gemeinderat: Emp├Ârung oder die Frage der Perspektive

Guten Tag!

Heddesheim, 20. November 2010. Wie man etwas wahrnimmt, ist immer eine Frage der Perspektive. Der Mannheimer Morgen zeigt sich mal wieder als Amtsblatt und berichtet perspektivisch, wie es dem B├╝rgermeister Kessler und seinen Gefolgsleuten gef├Ąllt. Angeblich habe es zum Ende der Sitzung einen „Eklat“ gegeben. Dabei ist der Eklat ein dauerhafter Zustand.

Von Hardy Prothmann

Prothmann2

Hardy Prothmann: "Ich bin auf dem linken Ohr taub - auf dem rechten h├Âre ich gut, Herr Hasselbring. Beantwortet das Ihre "Anfrage"?" Bild: sap

Wer regelm├Ą├čig die Heddesheimer Gemeinderatssitzungen besucht, verfolgt ein Schauspiel, dessen verantwortliche Hauptfigur B├╝rgermeister Michael Kessler ist. Als Sitzungsleiter l├Ąsst er ihm genehme Gemeinder├Ąte tun und lassen, was sie wollen. Den anderen, also den Gr├╝nen und mir, f├Ąllt er st├Ąndig ins Wort, entzieht es ab und an, droht mit Saalverweis und erteilt R├╝gen. Mit anderen Worten: Er provoziert ein ums andere Mal den Eklat.

Fragen als St├Ârung einer ordentlichen Sitzung.

So auch in der Sitzung am Donnerstag. Herr Dr. Josef Doll (CDU) f├Ąllt mir mehrfach ins Wort. Keine Reaktion von B├╝rgermeister Kessler. Herr J├╝rgen Merx (SPD) f├Ąllt mir ebenfalls ins Wort und redet so lange er will. Keine Reaktion von B├╝rgermeister Kessler. Herr Doll fordert, ebenfalls ohne Wortmeldung und wieder einmal in Verkennung der demokratischen Regeln, Herr Kessler solle meine Fragen beenden. Herr Doll begreift Fragen anscheinend als St├Ârung einer ordentlichen Sitzung. Der B├╝rgermeister nimmts zur Kenntnis.

W├Ąhrend CDU-, SPD- und FDP-R├Ąte bei Herrn Kessler Narrenfreiheit haben, l├Ąsst der B├╝rgermeister kaum eine Wortmeldung der Gr├╝nen-R├Ąte und mir unkommentiert, unterbricht nach Lust und Laune Redebeitr├Ąge und „gebietet“ trotz ausdr├╝cklichen Wunsches, die ├â┼ôbernahme von Wortbeitr├Ągen ins Protokoll mit der Begr├╝ndung, es handle sich um eine subjektive Sichtweise.

So gut wie keine Sitzung ohne Eklat.

So gut wie keine Sitzung seit der Kommunalwahl 2009 kommt ohne diesen dauerhaften Eklat-Zustand aus. Mit der Sitzung vom 18. November 2010 hat der B├╝rgermeister das Niveau noch eine Stufe tiefer geh├Ąngt – ab jetzt wird es k├Ârperlich.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Hasselbring k├╝ndigt eine Anfrage an mich an. B├╝rgermeister Kessler verweigert sonst jede Anfrage von Gemeinderat zu Gemeinderat – „nat├╝rlich“ macht er hier eine Ausnahme.

In dieser Anfrage geht es nicht um Fragen zur Gemeinde, sondern um eine Nachfrage├é┬á zu meinem „H├Ârverm├Âgen“. Herr Hasselbring m├Âchte einen scheinbaren Widerspruch zu einer k├Ârperlichen Behinderung von mir erkl├Ąrt wissen. Er m├Âchte wissen, ob ich gut h├Âre oder nicht gut h├Âre. Denn laut Protokollen h├Ątte ich beides behauptet: „Was ist nun richtig?“, fragt Herr Hasselbring.

Ist eine ├Âffentliche Anfrage zu einer k├Ârperlichen Behinderung richtig?

Ich frage mich selbst: „Was soll das? Was f├╝r einen Erkenntnisgewinn soll eine Antwort bringen? Was hat das mit gemeindlichen Anliegen zu tun?“

Mein Blick geht zum B├╝rgermeister Kessler in der Erwartung, dass er eine solche „Anfrage“ nicht zul├Ąsst. Herr Kessler reagiert nicht. Ihm ist die Freude an der Situation anzusehen, wie auch „seinen“ anderen R├Ąten: „Mal sehen, wie der Prothmann mit der Provokation umgeht und sich rauszureden versucht“, ist ihnen deutlich auf die Stirn geschrieben.“ Die Vorfreude ist fast greifbar.

Was tun?, frage ich mich. Die „Anfrage“ zur├╝ckweisen und einen scheinbaren Widerspruch zur├╝cklassen? Die Erniedrigung zulassen und meine k├Ârperliche Behinderung ├Âffentlich erkl├Ąren? Oder auf derselben Ebene eine Antwort geben?

Wer mich kennt, wei├č, dass ich mir nichts gefallen lasse. Ich entschlie├če mich, Herrn Hasselbring genau dort abzuholen, wo er sein will, beim K├Ârperlichen. Ich sage: „Bevor ich die Frage beantworte, m├Âchte ich Herrn Hasselbring freundlich auf ein m├Âgliches Zahnproblem hinweisen, denn er riecht aus dem Mund.“ Die Antwort ist fast metaphorisch auf seine ├╝ble „Anfrage“ zu verstehen.

Perspektivische Emp├Ârung.

Es kommt zum „Tumult“, lautstark und erregt rufen CDU- und verschiedene SPD-R├Ąte ihre „Emp├Ârung“ in meine Richtung, manche stehen sogar halb auf dabei. Herr Kessler l├Ąsst dies alles zu. Ein Ordnungsruf? Nicht von ihm. Er stimmt sogar mit ein. Am lautesten ist Frau Ursula Brechtel (CDU) zu h├Âren, deren Stimme sich fast ├╝berschl├Ągt: „Das ist unerh├Ârt.“

Das h├Âre ich gut, denn Frau Brechtel sitzt rechts von mir. Was die SPD schreit, h├Âre ich bei der Lautst├Ąrke nicht, denn auf dem linken Ohr h├Âre ich nicht nur „nicht gut“. Ich h├Âre links gar nichts, ich bin links taub. Infolge eines Unfalls. Im Alter von zehn Jahren bin ich von einem Auto angefahren worden, erlitt einen doppelten Sch├Ądelbasisbruch, wobei der Geh├Ârnerv und der Gleichgewichtsnerv im linken Ohr gerissen sind. Ich lag eine Woche im Koma, drei Monate im Krankenhaus, litt jahrelang unter Schwindel und hatte fast zehn Jahre lang ein dauerhaft hohes „Pfeifen“ im Ohr, vergleichbar einem heftigen Tinitus.

Ich wurde von der Bundeswehr wegen dieser „unsichtbaren“ Behinderung ausgemustert. Vor allem, weil ich keine „Richtung“ h├Âren kann. Zur Positionsbestimmung braucht man zwei gesunde Ohren.

Auf dem gesunden Ohr h├Âre ich gut. Im Alltag versuche ich mich immer so zu positionieren, dass ich m├Âglichst alle Menschen rechts von mir habe, um gut h├Âren zu k├Ânnen. Deswegen hatte ich auch im Gemeinderat um einen anderen Platz gebeten – als Erleichterung und Ausgleich f├╝r diese Behinderung. Das wurde mir vom B├╝rgermeister und den Fraktionssprechern Herrn Doll, Herrn Merx und Herrn Hasselbring versagt. Einzig Klaus Schuhmann von den Gr├╝nen entsprach meiner Bitte, wurde aber ├╝berstimmt.

Herr Hasselbring braucht sich auf kein Protokoll zu berufen: Er wei├č also, dass ich nicht nur „nicht gut h├Âre“, sondern links taub bin, also eine k├Ârperliche Behinderung habe. Seine vermeintliche „Anfrage“ war geheuchelt und der Vorsatz durchschaubar und infam.

Zeigt sich dar├╝ber jemand „emp├Ârt“? Ist das die Moral, die Frau Brechtel, Herr Doll, Herr Hasselbring, Herr Merx vertreten? Jemanden wegen seiner Behinderung anzugreifen? Ist das w├╝rdevoll oder einfach nur erb├Ąrmlich?

Ganz sicher ist „Moral“ immer eine Frage der Definition. Und ganz sicher ist der Moralbegriff dieser „ehrenwerten“ Gesellschaft h├Âchst fragw├╝rdig.

Zur├╝ck zum „Tumult“: „Halten Sie den Mund, Frau Brechtel“, habe ich ├╝ber dieses ehrlose Verhalten gerufen. Entt├Ąuscht ├╝ber diesen B├╝rgermeister, der nicht zur Ordnung ruft, sondern bewusst zul├Ąsst, dass ich mich ├╝ber meine k├Ârperliche Behinderung ├Âffentlich erkl├Ąren soll. Emp├Ârt ├╝ber diese Frau Brechtel, die so gut wie nie etwas im Gemeinderat zu sagen hat, nichts zu den Diskussionen beitr├Ągt, aber immer gerne bereit ist, in meine Richtung „unerh├Ârt“ zu rufen und keine Sekunde dar├╝ber nachdenkt, wie besch├Ąmend und unw├╝rdig die „Anfrage“ des Herrn Hasselbring war und ist. Erst als ich auf gleicher Ebene geantwortet habe, wird eine perspektivische „Emp├Ârung“ daraus.

L├╝ckenhaftes Bild.

Der Mannheimer Morgen nimmt diesen „Eklat“, der ein Dauerzustand ist, gerne zum Anlass, um ├╝ber eine „allgemeine Emp├Ârung“ zu schreiben. Und die R├╝ge des B├╝rgermeisters hervorzuheben, den man selbst f├╝r seine „unerh├Ârte“ Sitzungsleitung nicht r├╝gen kann. Auch das Wort „Beleidigung“ darf nicht fehlen, ebensowenig die Ank├╝ndigung mich „des Saales zu verweisen“. Meine Aufforderung an den B├╝rgermeister, dies zu tun, was dann nicht geschehen ist, fehlt hingegen.

Emp├Ârend an diesem Vorfall sind die dauerhaften pers├Ânlichen Angriffe, die Beschneidungen und Einschr├Ąnkungen, die ich als partei- und fraktionsfreier Gemeinderat durch den „Sitzungsleiter“ B├╝rgermeister Kessler mit Zustimmung und Unterst├╝tzung „seiner“ Gefolgsleute aushalten muss. Keine noch so kleinliche Beschr├Ąnkung ist ihm und ihnen zu klein, um sie nicht in Stellung zu bringen.

Wer sich ein eigenes Bild davon machen m├Âchte, sollte die Gemeinderatssitzungen besuchen. Und wird dann feststellen, dass es immer auf die Perspektive ankommt, wie man etwas verstehen kann, will oder muss.

Soviel steht fest: Der Eklat wird beendet sein, wenn es B├╝rgermeister Kessler gelingen sollte, endlich zu einer souver├Ąnen Sitzungsleitung zur├╝ckzufinden.

hardyprothmann

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann (44) ist verantwortlich f├╝r das heddesheimblog und ist partei- und fraktionsfreier Gemeinderat.