Samstag, 24. August 2019

Am 1. und 2. Dezember auf dem Dorfplatz

Heddesheimer Weihnachtsmarkt

Heddesheim, 12. November 2012. (red/pm) Der Bund der Selbstst├Ąndigen und die Gemeinde Heddesheim laden zum diesj├Ąhrigen Weihnachtsmarkt am 1. und 2. Dezember auf dem Dorfplatz ein. Auf die Besucher warten weihnachtliche Verkaufsst├Ąnde, Essen und Getr├Ąnke sowie ein buntes Programm.

Information der Gemeinde Heddesheim:

Das ÔÇ×Musikalisches Einstimmen auf den WeihnachtsmarktÔÇť beginnt schon am Freitag (30. November) Abend. Ausklang ist am Sonntag Abend, 20:00 Uhr.

Programm:

Freitag, 30. November
ÔÇ×Musikalisches Einstimmen auf den WeihnachtsmarktÔÇť

18:00 Uhr Weihnachtliche St├╝cke mit Dietmar J├Âst, Pop, Oldies, Evergreens,Schlager und instrumentale klassische St├╝cke
18:30 Uhr Gospelchor ÔÇ×RainbowÔÇť
21:00 Uhr Ausklang

Es werden Speisen und Getr├Ąnke angeboten.

Samstag, 1. Dezember, Weihnachtsmarkt
14:00 Uhr Beginn des Weihnachtsmarkts
16:30 Uhr Line-Dance Kindergruppe der ÔÇ×Renegades Line Dance just for fun e. V.ÔÇť
17:00 Uhr Jagdhornbl├Ąser Schriesheim
17:30 Uhr Der Nikolaus kommt auf den Weihnachtsmarkt
18:00 Uhr S├Ąngerbund Heddesheim
18:30 Uhr Tamara Pusch
21:00 Uhr Ausklang

Sonntag, 2. Dezember, Weihnachtsmarkt
14:00 Uhr Beginn des Weihnachtsmarkts
15:30 Uhr Tanzvorf├╝hrung der ÔÇ×Happy QueensÔÇť des TC Blau-Silber Ladenburg
15:30 Uhr Der Nikolaus kommt auf den Weihnachtsmarkt
16:30 Uhr Musikschule Heddesheim, Jazzlight
17:30 Uhr S├Ąngervereinigung Heddesheim
18:30 Uhr ÔÇ×WantedÔÇť, Lampertheim, Soul Gospels, Evergreens, Oldies
20:00 Uhr Ausklang

Gro├če Party beim Heddesheimer Stra├čenfest – frische Modenschau bewegt Ladenburg


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Sonnenschein, Marktplatz, Modenschau - Ladenburg bewegt am Sonntag.

Guten Tag!

Heddesheim/Ladenburg, 27. Juni 2011. In Heddesheim wurde am Samstag bis in die Nacht Party gefeiert – in Ladenburg war nur wenig los. Am Sonntag war es umgekehrt – die Ladenburger Altstadt war voller Besucher, das Stra├čenfest eher mau besucht. Unsere Fotostrecken zeigen Impressionen.

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Gute Laune, frische Mode.

Das sch├Âne Sonntagswetter hat Ladenburg bewegt gerettet, zumindest, was sie Zahl der G├Ąste angeht. Zu den Modenschauen waren auf dem Markplatz fast alle Sitzpl├Ątze besetzt. Das Modeteam zeigte flotte Sommerkleidung und Assecoires – gut moderiert machte die vom Ladenburger Kaffeehaus und von Vanit├ę organisierte Show den G├Ąsten viel Freude.

Der Samstag kann aus Sicht des BdS nur nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Ein paar hundert G├Ąste waren unterwegs – wie es in den Gesch├Ąften aussah, ob die teilnehmen Firmen zufrieden waren, werden wir nachberichten.

Ganz sicher war es mehr als ungl├╝cklich, dass in Heddesheim und Seckenheim Stra├čenfeste angeboten wurden und auch in Schriesheim und Viernheim Veranstaltungen lockten – ebenso in Ludwishafen mit dem Stadtfest. Und das auch noch am letzten Pfingstferien-Wochenende.

Ladenburg tafelt am Samstag ein Reinfall

Das von den Gastronomen angebotene „Ladenburg tafelt“ war am Samstag ein absoluter Reinfall. ├â┼ôberall leere B├Ąnke und Tische. Nur hier und da fanden sich ein paar Gr├╝ppchen zusammen.

Das „Casting der Miss Ladenburg“ war eine Zumutung. Die teils schl├╝pfrige Moderation des Mannheimer Agenturinhabers Dieter Augstein ist schlicht und ergreifend unprofessionell und wenig geeignet, die ├╝berhaupt nicht vorbereitet wirkenden jungen Damen zu begleiten.

Die Idee einer „Miss Ladenburg“ ist gut, das von Kaffeehaus Ladenburg und Vanit├ę gestaltete Ambiente sehr sch├Ân – aber die Umsetzung unter aller W├╝rde. Leider scheint das Konzept nur aus einer Fleischbeschau zu bestehen, der Veranstalter Fody’s sollte sich ├╝berlegen, ob das nicht deutlich besser geht.

Gute Laune in Heddesheim

In Heddesheim war das Stra├čenfest gut besucht, aber auch nicht sehr gut und deutlich weniger als im vergangenen Jahr. Das kulinarische Angebot war ├╝berschaubar, Bratw├╝rste, Pizza und nat├╝rlich der obligatorische K├Ąseteller am Stand der franz├Âsischen Delegation aus Nogent-Le-Roi.

Trotz heftigem Alkoholzuspruch vieler G├Ąste berichtet die Polizei einen ruhigen Verlauf. Sachbesch├Ądigungen oder K├Ârperverletzungen sind nicht bekannt. Zwei Platzverweise wurden ausgesprochen und eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Eine Geldb├Ârse wurde als gestohlen gemeldet. Der Kehraus dauerte aber bis in die Nacht.

Voll, wenn auch nicht ganz so gut besucht wie vergangenes Jahr - das Heddesheimer Stra├čenfest.

An der Oberdorfstra├če/Vortstadtstra├če unterhielt vor allem die Fortuna das j├╝ngere Publikum mit Partymusik und „Stimmungsgetr├Ąnken“, auf der anderen Seite Vorstadtstra├če/Nuitsstra├če am Abend die Band „Die dicken Kinder“ f├╝r ein gemischtes, im Vergleich aber ├Ąlteres Publikum. Dazwischen ging der Strom die Stra├če rauf und runter.

Sch├Âner Sonntag rettet Ladenburg bewegt

Am Sonntag war die Party in Heddesheim vorbei und der Zuspruch eher m├Ą├čig. Ganz anders in Ladenburg, wo die G├Ąste das sch├Âne Wetter in der f├╝r den Verkehr gesperrten Altstadt genossen.

Ganz sicher haben sich die Veranstalter keinen Gefallen getan, die Angebote gegeneinander zu  programmieren und das auch nocht in der Ferienzeit.

Viel Freude mit unseren Fotos vom Stra├čenfest:
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Die Bilder von Ladenburg bewegt, Casting und Modenschau finden Sie hier.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Fu├čg├Ąngerzone: Ein erster kleiner Schritt in Richtung „Verkehrsberuhigung“ ist getan


Guten Tag

Ladenburg, 04. M├Ąrz 2011. Bei der Sitzung des Ladenburger Gemeinderates, am 02. M├Ąrz 2011, wurde nach einer ├╝ber einst├╝ndigen Diskussion die Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt, bei einer Gegenstimme (Karl Meng, CDU) beschlossen.

Von Sabine Prothmann

Zun├Ąchst hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Ladenburger Altstadt eingebracht. Ein Thema, dass auf gro├čes Interesse in der Bev├Âlkerung st├Â├čt, was man anhand der ├╝ber 30 Zuschauern ablesen mag.

Wenngleich „Interesse“ interpretationsbed├╝rftig ist: Christiane Ernst, Vorsitzende des BDS, erkl├Ąrte in der Fragezeit f├╝r B├╝rgerInnen, die Behandlung des Themas sei „sehr befremdlich“ und w├╝nschte sich, dass man zu ergebnisorientierten Fachgespr├Ąchen zur├╝ckkehren sollte: „Wir sollten endlich mal zu einer L├Âsung kommen“, forderte Ernst.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gerhard Kleinb├Âck, der als Landtagsabgeordneter sich aktuell im Wahlkampf befindet, stellte den Antrag vor und sagte, dass die ├â┼ôberlegungen auf Forderungen seiner Partei von 2009 fu├čen, die eine schrittweise Verbesserung der Verkehrssituation anstreben.

(Anmkerung der Redaktion: Auch bei der Kommunalwahl wurde von der SPD das Thema im „Wahlkampf“ vorangetrieben.)

„Wir wollen nicht morgen eine Fu├čg├Ąngerzone“ in Ladenburg und „wir hatten niemals die Absicht einem Einzelhandelsgesch├Ąft zu schaden“, betonte Kleinb├Âck.

Die im November 2009 beschlossene einj├Ąhrige Probephase zur Verkehrsberuhigung, die der BdS gemeinsam mit der Stadt durchgef├╝hrt hatte, habe keine entscheidende Entlastung der Altstadt gebracht, so die Sicht von Kleinb├Âck.

„Wir verkaufen Ladenburg als Altstadt mit historischer Bausubstanz“ und sollten das Ambiente besser nutzen. Dazu geh├Âre, die „chaotischen Verkehrsverh├Ąltnisse“ abzuschaffen und den Durchgangsverkehr abzustellen. „Und das mit m├Âglichst wenigen Schildern“, forderte Kleinb├Âck.

Man werde kein Ergebnis finden, dass auf „Jahrtausende wasserdicht ist“. Das Ziel des Antrags sei eher erst einmal der n├Ąchste Schritt.

Die Verkehrsberuhigung sei erforderlich und sollte auch zu einer Verbesserung der Gewerbetreibenden in der Altstadt f├╝hren. Eines sei klar: „Totalverweigerer m├╝ssen sich mehr bewegen.“

„Ich m├Âchte nicht schuld sein, dass ein Gesch├Ąft zu machen muss und diese Rolle werde ich auch nicht ├╝bernehmen“.

Mit diesem Antrag wolle die SPD in einen Dialog treten, um den n├Ąchsten Schritt zu vereinbaren.

Der „Antrag greift uns zu kurz“, erkl├Ąrte Stadtrat Karl-Martin Hoffmann (CDU).
Man m├╝sste Fragen stellen, wie „warum haben wir die Verkehrssituation?“, oder: „Was m├Âchten wir in der Altstadt haben?“

Dazu sollte man Personen befragen, die dort wohnen, arbeiten, einkaufen oder Gastst├Ątten oder Gesch├Ąfte betreiben. Wenn man nicht mehr in die Altstadt reinfahren und dort parken k├Ânnte, „m├╝ssen wir Ersatz schaffen“.

Denn es gelte zu verhindern, dass das Leben in der Altstadt sterbe. Doch die Geldmittel f├╝r die Parkpl├Ątze haben wir nicht, so Hoffmann.

Hoffmann wollte ein Gesamtkonzept f├╝r die Altstadt.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler warnte dagegen vor einem Gesamtkonzept, er halte dies nicht f├╝r zielf├╝hrend. Bei der Sondersitzung solle man mit sachkundigen Einwohnern zusammensitzen, „da sind die Experten am Tisch“, so Ziegler. Er erinnerte an teure Gutachten, die nicht zu einem Ergebnis gef├╝hrt hatten.

Wenn die bereits umgesetzten Ideen auch eingehalten w├╝rden, br├Ąuchte man nichts Neues, warf Stadtr├Ątin Gudrun Ruster (FW) ein.

Vor Jahren habe sich der BdS f├╝r eine Einbahnstra├čenregelung ausgesprochen, damit w├╝rde „die Stra├če zur Rennbahn“, hie├č es damals von Seiten der Polizei, so Ruster.

„Eine Fu├čg├Ąngerzone lehnen wir ab.“

Man wolle sich heute ├╝ber den Weg und nicht ├╝ber die Inhalte verst├Ąndigen, dazu sei der SPD-Antrag da, betonte der B├╝rgermeister.

Die Stadtr├Ątin Ingrid Dreier (GLL) lobte den guten Antrag der SPD und begr├╝├čte deren Willen die B├╝rger und B├╝rgerinnen zu beteiligen und mit ein zu binden.

Auf dieser Grundlage stellte die GLL einen erweiterten Antrag, der mehr Zeit f├╝r die Information der B├╝rger vorsieht und vorschl├Ągt, die bisher diskutierten Modelle ausf├╝hrlich zu pr├Ąsentieren und f├╝r die B├╝rger, auch per Internet, zug├Ąnglich zu machen.
Zudem ist neben dem politischen Instrument der B├╝rgerbefragung auch die M├Âglichkeit eines B├╝rgerentscheids vorgesehen.

„Ich stehe f├╝r B├╝rgerbeteiligung“, so Ziegler, aber der Antrag der GLL sehe einen intensiven Zeitraum von vielen Monaten vor, um einen Status Quo festzustellen. Der Antrag w├╝rde einen sehr aufwendigen Prozess nach sich ziehen.

„Wir halten den Antrag in Punkt 1 f├╝r ├╝berfl├╝ssig“, sagte Stadtrat Dr. Rudolf Lutz (FDP). Denn alle w├╝ssten, dass etwas zur Verbesserung der Verkehrssituation getan werden m├╝sste, aber man wisse nicht wie.

Zudem sehe seine Fraktion keinen vern├╝nftigen Grund f├╝r eine B├╝rgerbefragung und bezweifle auch, ob dies rechtlich ├╝berhaupt m├Âglich sei. „Alle Punkte sind populistisch und nicht zielf├╝hrend“, so Lutz.

Er werde sich mit den rechtlichen M├Âglichkeiten noch auseinandersetzen, aber er glaube, dass eine B├╝rgerbefragung m├Âglich sei, erkl├Ąrte B├╝rgermeister Ziegler und verwies auf das j├╝ngste Beispiel 2009 in der Nachbargemeinde Heddesheim.

Man habe die Verkehrsituation inzwischen so oft beleuchtet, aber nichts sei passiert, sagte Kleinb├Âck an Lutz gewandt. Und: „Ich darf B├╝rger befragen, das kann mir keiner verbieten“. „Wir wollen vorankommen, wir wollen ein gemeinsames Ziel und wir wollen keine Erbsen z├Ąhlen“, unterstrich Gerhard Kleinb├Âck.

Den Antrag der GLL bezeichnete er als respektabel, aber er beinhalte keinen Erkenntnisfortschritt. Und letztendlich m├╝sse der Gemeinderat aufgrund der Vorberatung entscheiden.

Stadtrat G├╝nter Bl├Ą├č (CDU) bezeichnete die Diskussion als nicht neu. Man sollte auf vergangene Ergebnisse aufbauen, ziel- und ergebnisorientiert agieren und nicht immer und immer wieder diskutieren.

B├╝rgermeister Ziegler erinnerte daran, dass man damals mit Gutachtern gearbeitet habe, aber „f├╝r nichts ist eine Mehrheit zustande gekommen“. Man br├Ąuchte keine Hilfe von Au├čen, denn „wir wissen um unsere Stadt“.

Stadtrat Dr. Meinhard Georg (CDU) pl├Ądiert nochmals auf ein Gesamtkonzept und daran anschlie├čend sollte diskutiert werden.

Dies sei nicht zielf├╝hrend, wiederholte Ziegler.

Die Bev├Âlkerung brauche eine „sachliche Grundlage“ und eine B├╝rgerbefragung sei ein „normales demokratisches Vorgehen“, unterstrich Stadtrat Martin Georg Schmollinger (GLL).

Seine Fraktion wolle, dass „wir zu einem n├Ąchsten Schritt kommen, ein Endziel bekommen wir nicht“, sondern einen Zwischenschritt. Eine B├╝rgerbeteiligung brauche Luft und Zeit.

Auch die GLL lehne eine Fu├čg├Ąngerzone ab, denn diese Form der Verkehrsberuhigung betreffe auch das Fahrrad und dies sei ein wichtiges Verkehrsmittel.

Stadtrat Hoffmann (CDU) zweifelte nochmals das Instrument der B├╝rgerbefragung an.

„Jetzt sind wir wieder auf dem Niveau, wo alles versandet und nichts entschieden wird“, erkl├Ąrte Stadtr├Ątin Ilse Schummer (SPD). „Wir wollen einen ersten kleinen Schritt“, beschwor sie den Gemeinderat. Es gehe darum, die Betroffenen an einen Tisch zu holen, alle zusammenzubringen, um die Gesch├Ąfte und das Leben in der Altstadt zu erhalten, aber auch um den Einwohnern entgegen zu kommen, die mit dem Verkehr Probleme h├Ątten. Sie hoffe jetzt auf L├Âsungen, denn „Menschen ├Ąndern sich“.

Die CDU bitte, den Antrag zur├╝ckzuziehen und zu modifizieren. Die SPD solle mit den Gr├╝nen zusammen einen zeitlichen Rahmen vorschlagen, erkl├Ąrte Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU).

Er arbeite und denke gern in Stufen, erkl├Ąrt der B├╝rgermeister. Habe man die erste Stufe durchlaufen, k├Ânne man auf deren Grundlage zur n├Ąchsten kommen.

Deshalb schlug Rainer Ziegler vor, nur die beiden ersten Punkte des Antrags zur Abstimmung zu bringen, das weitere Vorgehen sollte daraus resultieren.

Kleinb├Âck erkl├Ąrte sich bereit, den zweiten Teil des SPD-Antrags zur├╝ckzuziehen und so wurde nach einer gut einst├╝ndigen Debatte der Vorschlag von B├╝rgermeister Ziegler angenommen und entschieden, dass der Gemeinderat eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Altstadt f├╝r notwendig h├Ąlt und dass die Verwaltung beauftragt wird, zeitnah unter Beteiligung von Sachkundigen eine ├Âffentlliche Gemeinderatssitzung einzuberufen, m├Âgliche Modelle vorzustellen, die es zur Verbesserung der Verkehrssituation bislang geben konnte.

Unmittelbar nach der Gemeinderatssitzung solle eine erste Diskussion mit interessierten B├╝rgern und B├╝rgerinnen stattfinden.

Der genaue Wortlaut dieses Beschlusses, der auch Elemente aus den ersten beiden Punkten des Antrags der GLL enth├Ąlt, wird noch bekannt gegeben.

Ist Stuttgart 21 ├╝berall?

Guten Tag

Heddesheim, 22. September 2010. (red) Die „IG neinzupfenning“ hat heute mit der Verteilung eines neuen Flyers begonnen. Darin fordert die Interessengemeinschaft auf, „h├Ârbar und sichtbar Widerstand zu leisten“.

Von Hardy Prothmann

Die „IG neinzupfenning“ ruft mittels eines Flugblatts erneut zum Widerstand gegen die geplante „Pfenning“-Ansiedlung auf. F├╝r den kommenden Samstag ist eine „Tour de Flur“ geplant, Treffpunkt ist um 11:00 Uhr.

Zur kommenden Gemeinderatssitzung am 30. September 2010 ruft die IG zu einem „Treffen“ vor dem Rathaus um 16:30 Uhr auf.

Beide Veranstaltungen sind nach unseren Informationen nicht als Demonstrationen angemeldet und sollen das auch nicht sein.

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Ist Stuttgart 21 ├╝berall?

Ausweislich des Flyers orientiert sich die IG nun an den Protesten zu „Stuttgart 21“, dem vermutlich gr├Â├čten Infrastrukturprojekt Europas, dem Gegner „Unsinn, Gro├čmannssucht und Geldverschwendung“ vorwerfen und dessen Bef├╝rworter die „wirtschaftlichen und konjunkturellen Vorteile“ hervorheben.

Stuttgart ist weit, aber nicht sehr weit weg. Die entscheidende Frage lautet: „Ist Stuttgart 21 ├╝berall?“ Die IG behauptet das.

Wie gro├č aber sind die Chancen, dass die IG tats├Ąchlich viele B├╝rgerInnen f├╝r eine friedliche „Tour de Flur“ am Samstag und ein „Treffen“ zur kommenden Gemeinderatssitzung motivieren kann?

R├╝ckschau.

Hier lohnt eine R├╝ckschau.

In der Auseinandersetzung in Sachen „Pfenning“ gibt es auf der politischen Ebene, also dem Gemeinderat zwei Fraktionen: Die Bef├╝rworter mit 12 Stimmen und die Gegner der Ansiedlung mit 9 Stimmen.

Die Mehrheit ist eindeutig und in der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde der Bebauungsplan als Satzung mit ebendieser Mehrheit 12:9 beschlossen.

Das entspricht einem prozentualen Mehrheitsverh├Ąltnis von 57,1 Prozent zu 42,9 Prozent. Nimmt man die Stimme des B├╝rgermeisters heraus und betrachtet nur die Mehrheitsverh├Ąltnisse der Gemeinder├Ąte, bleibt noch eine Mehrheit von 55 zu 45 Prozent.

Berechnungen.

Diese Mehrheit entspricht nicht dem Ergebnis der B├╝rgerbefragung, die mit 50,35 Prozent zu 49,65 Prozent ausgegangen ist. Nur 0,7 Prozentpunkte Unterschied liegen zwischen den Bef├╝rwortern und den Gegnern. Konkret stimmten 2.910 B├╝rgerinnen f├╝r und 2.870 B├╝rgerinnen gegen die Ansiedlung von „Pfenning“. Die „absolute Mehrheit“ entsprach also 40 Stimmen. 59 Stimmen wurden nicht gez├Ąhlt, weil sie ung├╝ltig waren.

├â┼ôbertr├╝ge man dieses „Mehrheitsverh├Ąltnis“ auf den Gemeinderat, h├Ątte es dort eine Patt-Situation gegeben, weil 0,7 Prozentpunkte nicht darstellbar sind.

Ein Patt, also gleich viele Stimmen f├╝r und gegen ein Projekt bedeutet automatisch die Ablehnung.

N├Ąhme man nun also an, die Stimmen der Gemeinder├Ąte w├Ąren zehn zu zehn ausgegangen und die hauchd├╝nne Mehrheit w├Ąre die Stimme des B├╝rgermeisters, h├Ątte dieser auch mit 11:10 trotzdem die entscheidende Mehrheit hergestellt.

Falls Sie meinen, das dies haarspalterische Rechenbeispiele sind, dann verkennen Sie die politische Dimension der Deutung. Bei der Mehrheit der 12 Stimmen scheint eine klare Mehrheit zu herrschen. Dem ist aber nicht so.

In der Tradition der gemeinderatlichen Entscheidungen ist jeder B├╝rgermeister immer sehr bem├╝ht, klare Mehrheiten f├╝r sich zu gewinnen. Eine Mehrheit von f├╝nf oder sieben Prozentpunkten ist eine Mehrheit, aber eben keine klare.

Was klare Mehrheiten sind, zeigen andere Verfahren, bei denen zwei Drittel der Stimmen eine solche klare Mehrheit darstellen.

In der Wirtschaft sind beim Aktienrecht klare Mehrheiten 75 Prozent plus eine Stimme, das hei├čt, die „Minderheit“ hat nur 24,9 Prozent. H├Ąufig werden sogar Mehrheiten von 80 Prozent plus eine Stimme angestrebt, um keine Zweifel aufkommen zu lassen.

Davon ist die Mehrheit im Heddesheimer Gemeinderat weit entfernt. Um es nochmals zu verdeutlichen. H├Ątte sich nur ein Gemeinderat „gegen Pfenning“ umentschieden, w├Ąre es 11:10 ausgegangen. D├╝nner k├Ânnte keine Mehrheit sein. Gr├Â├čer kann aber auch kein Druck auf einzelne sein, dieser „eine“ zu sein.

Formale vs. politische Diskussion.

In der formalen Diskussion um die Frage, welche Mehrheiten aktzeptabel sind und nicht, ist die Frage schnell und eindeutig beantwortet: 12:9 oder auch 11:10 sind eine Mehrheit, die ausreicht, um in der Sache einen Beschluss f├╝r oder wider zu fassen.

Im politischen Alltag hingegen sind beide Mehrheiten h├Âchst problematisch, da beide beim besten Willen keine „Konsens“-Entscheidung auch nur vermuten lassen. (Lesen Sie unser Interview mit Hans-Georg Wehling zur Sache – einem der anerkanntesten Experten in Sachen Kommunalpolitik.)

Eine politisch „akzeptable“ Mehrheit von zwei Dritteln w├╝rde im Falle des Heddesheimer Gemeinderats bei 23 Stimmen mindestens 16 Ja-Stimmen voraussetzen. Da zwei Gemeinder├Ąte „befangen sind“, also nur 21 stimmberechtigte Gemeinder├Ąte ├╝brig bleiben, genau 14 Ja-Stimmen.

Zur├╝ck zur „politischen Bewertung“ der 40 Stimmen, die als „Mehrheit“ f├╝r die Ansiedlung von „Pfenning“ definiert wurden.

Einen Unterschied von 0,7 Prozentpunkten kann niemand „allen Ernstes“ als „Mehrheit“ begreifen.

Die B├╝rgerbefragung ist als Patt ausgegangen – also von der B├╝rgerschaft so entschieden worden, dass sich Ja- und Nein-Stimmen aufheben.

├â┼ôbertragen auf den Gemeinderat, h├Ątte man erwarten d├╝rfen, dass die Gemeinder├Ąte (von denen jeder einzelne souver├Ąn ist und von denen jeder einzelne sich zum Wohl der Gemeinde verpflichtet hat) dies zur Kenntnis genommen hat und einen entsprechenden Beschluss herbei gef├╝hrt haben m├╝sste – n├Ąmlich den der B├╝rgerbefragung. Ein Patt und damit eine klare Ablehnung.

Konsens?

Und zur├╝ck zum Konsens. Nach Aussagen des B├╝rgermeisters Michael Kessler und der Bef├╝rwortersprecher Dr. Josef Doll (CDU), J├╝rgen Merx (SPD) und Frank Hasselbring (FDP) handelt es sich bei dieser Ansiedlung um eine „Jahrhundertentscheidung“. Und das ist sie tats├Ąchlich.

Das Schicksal der Gemeinde Heddesheim ist mit Inkrafttreten des Satzungsbeschlusses und dem Beginn der Baut├Ątigkeiten ├╝ber Generationen hinweg an das Schicksal des Vorhabens „Pfenning“ gebunden.

Die Satzung ist noch nicht in Kraft getreten – dazu muss sie erst ver├Âffentlicht werden. Einen Tag nach der Ver├Âffentlichung ist die Satzung gem├Ą├č Ortsrecht in Kraft. Vermutlich wird die Ver├Âffentlichung am morgigen Donnerstag im Gemeindeblatt erfolgen, in Kraft tritt sie demnach am Freitag, den 24. September 2010.

„Stuttgart 21“ ist im Vergleich zu „Pfenning“ klein, denn „Stuttgart 21“ wird weder f├╝r das Schicksal der Stadt Stuttgart, noch f├╝r das des Landes Baden-W├╝rttemberg und schon gar nicht f├╝r Deutschland verantwortlich sein. „Stuttgart 21“ hat aber ein enormes Potenzial, die politischen Kr├Ąfteverh├Ąltnisse in der kommenden Landtagswahl deutlich zu beeinflussen.

Auf die Kommunalwahl hat das Projekt schon gewirkt – die Gr├╝nen stellen in Stuttgart die st├Ąrkste Fraktion. Und auch bundespolitisch kann dieses Projekt Einfluss nehmen.

Kommunalwahl 2014.

„Pfenning“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kommunalwahl 2014 bestimmen. Sollten die versprochenen Segnungen nicht eintreffen, wird die Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen vermutlich hinzugewinnen und hat beste Chancen, die st├Ąrkste Fraktion zu werden.

Was noch keinen „Machtwechsel“ bedeutet, denn zurzeit stellt die Fraktion ein knappes Viertel des Gemeinderats. Die Gr├╝nen k├Ânnten aber st├Ąrkste Fraktion werden und die CDU abl├Âsen.

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Wieviele B├╝rgerInnen werden kommen?

Denkbar ist auch, dass sich eine weitere kommunalpolitische Gruppe aufstellt, ob die nun Freie W├Ąhler oder anders hei├čt, sei dahingestellt.

Sollten die versprochenen Segnungen eintreffen, w├╝rde das die Positionen der „Bef├╝rworter-Fraktion“ st├Ąrken. Davon ist allerdings nicht auszugehen, weil der „Segen“ erst Jahre nach Betriebsaufnahme Auswirkungen auf die Gemeinde haben k├Ânnte – vorher wird „abgeschrieben“.

Diese „parteipolitischen“ Planspiele sind nur f├╝r die interessant, die Kommunalpolitik betreiben und sich f├╝r „Kr├Ąfteverh├Ąltnisse“ interessieren.

Die IG neinzupfenning hat ein anderes „Kr├Ąfteverh├Ąltnis“ im Blick: „Stuttgart 21“. Eine Protestbewegung, die „unorganisiert“ aus vielen Quellen sch├Âpft. Eine der Hauptquellen ist der zivile Widerstand gegen eine kl├╝ngelnde Parteipolitik und Wirtschaftslobbyismus. Gegen „Zentralisierung“ und „Gigantismus“.

Insofern ist der Vergleich „Stuttgart-Heddesheim“ nicht von der Hand zu weisen. W├Ąhrend in Stuttgart aber „gro├če Kr├Ąfte“ wirken, muss man sich fragen, wie kraftvoll eine „Heddesheimer Bewegung“ einzustufen ist?

W├Ąhrend in Stuttgart viele Kr├Ąfte ├╝berregional auf das Projekt wirken, muss man fragen, ob es in Heddesheim allein zur „nachbarschaftlichen“ Solidarit├Ąt reicht?

├ľffentlichkeit.

Die Mitglieder der „IG neinzupfenning“ haben zweifellos einen wichtigen Beitrag im Prozess der geplanten Ansiedlung des Logistik-Riesen „Pfenning“ geleistet, aber niemals die Region, die Nachbarn eingebunden. Ein Fehler? Vermutlich.

Die IG hat ├ľffentlichkeit gesucht und hergestellt. Im Hintergrund wurden viele Informationen gesammelt und so gut es ging, aufbereitet. Sicherlich sind hier auch „pers├Ânliche“ Interessen der Gewerbetreibenden vor Ort wichtig gewesen.

Dies ist bis heute der „Hauptvorwurf“ der „Pfenning-Bef├╝rworter“ gegen├╝ber den Initiatoren der IG, die aus einer Arbeitsgruppe des Bundes der Selbstst├Ąndigen (BdS) hervorgegangen ist.

Innerhalb des BdS kam es zu einer Spaltung. Die Vorsitzende Nicole Kemmet verhehlt zwar bis heute ihre eindeutige Bef├╝rworter-Haltung und tut so, als vertrete sie alle im BdS organisierten Gesch├Ąftsleute. Offensichtlich tut sie das nicht und verfolgt vermutlich „eigene“ Interessen f├╝r ihren eigenen Betrieb, was legitim ist.

Was die IG nicht geschafft hat, ist, aus einer Masse von Gegnern, immerhin die H├Ąlfte der abstimmenden B├╝rgerInnen bei der B├╝rgerbefragung, eine organisierte Bewegung zu bilden, die sich „h├Ârbar und sichtbar“ gegen das Projekt „Pfenning“ stellt. Also ein „Heddesheim 21“.

„Gemeinschaft der Interessen“?

Denn daf├╝r h├Ątte diese „Interessengemeinschaft“ eine tats├Ąchliche „Gemeinschaft der Interessen“ sein m├╝ssen. Ein Sammelbecken f├╝r die Interessen der B├╝rger. Meiner Meinung nach wurde in dieser Hinsicht viel zu wenig gearbeitet und erreicht. Die IG hat den Impuls (was gut ist), aber bis heute nicht die Nachhaltigkeit gesucht (was schlecht ist).

Politik und Gegenpolitik wie bei „Stuttgart 21“ lebt von Ideen, vom Einsatz, vom Willen zur Entscheidung und vor allem von den Menschen, die sich f├╝r die eine oder andere Politik einsetzen.

Im Fall von „Stuttgart 21“ erlebt das Land Baden-W├╝rttemberg und auch ein wenig die gesamte Bundesrepublik einen B├╝rgerzorn, der so nicht erwartet wurde. „Stuttgart 21“ ist eine Metapher f├╝r Politikverdrossenheit, Frust, Zorn, Aufstand gegen „Verflechtungen“, die kaum noch jemand versteht.

Die „IG neinzupfenning“ lehnt sich zu recht daran an. Auch in Heddesheim gibt es viel Frust, Zorn und den Willen zum Aufstand gegen „Verflechtungen“, die sich aus Sicht der Gegner des „Pfenning“-Projekts in der Person des B├╝rgermeisters Michael Kessler und seiner „gezimmerten Mehrheit“ (MM) manifestieren.

Die IG hat vers├Ąumt, sich als „Organisation“ kontinuierlich zu etablieren und dem „System Kessler“ ein klar anderes System entgegenzusetzen.

Die Politikverdrossenheit der B├╝rger ist aber scheinheilig, wenn diese sich immer nur darauf verlassen, dass jemand anderes f├╝r sie „Systeme“ etabliert. Wo das hinf├╝hrt, erkennt man an der „Linken“, die keine echte Partei sind, sondern nur ein „Frustsammelbecken“, das nicht mit Substanz ├╝berzeugen kann. Oder an „extremistischen“ Gruppierungen, die „Proteste“ einsammeln und dann nicht weiter wissen.

Politische und juristische „Konsequenzen“.

Heddesheimer B├╝rgerInnen, die sich am Samstag und dann vor der Gemeinderatssitzung „treffen“ wollen, muss klar sein, dass diese Treffen im Verfahren „formal“ nichts mehr bewirken werden.

„Wirkungen“ werden nur noch juristische Auseinandersetzungen haben, die von Gewerbetreibenden angek├╝ndigt sind. Nach meinem Kenntnisstand werden sie juristisch sehr fachkundig vertreten.

Unabh├Ąngig davon versucht die IG, die Heddesheimer Bev├Âlkerung zu Aktionen zu motivieren.

Das finde ich gut. Noch besser f├Ąnde ich, wenn B├╝rgerInnen Anspr├╝che an die IG stellten, Forderungen und Ziele definierten und sich aktiv f├╝r diese Gemeinde einsetzten.

Die IG bietet einen Termin an. Die Frage ist, ob sich genug B├╝rgerinnen finden, die f├╝r sich, f├╝r ihre Verantwortung, f├╝r ihre Gemeinde daran teilhaben werden und aus ihrem Engagement etwas machen wollen.

Ich bin gespannt, wie viele B├╝rgerInnen am Samstag ein Zeichen setzen werden.

Niemand muss f├╝r seine pers├Ânliche Meinung Mitglied einer „IG“ oder einer Partei sein und werden. Artikel 5 Grundgesetz erlaubt uns allen, eine eigene Meinung zu haben und daf├╝r einzutreten.

Wer sich konkret f├╝r Heddesheim interessiert und sich ├╝ber „Pfenning“ hinaus mit der Zukunft der Gemeinde besch├Ąftigen will, dem empfehle ich unser Interview mit Professor Hans-Georg Wehling, einem der renommiertesten Professoren in Sachen Kommunalpolitik.

Dieses Interview haben wir vor fast einem Jahr, am 06. Oktober 2009, ver├Âffenlicht.

Anmerkung der Redaktion:
Hardy Prothmann ist freier Journalist, verantwortlich f├╝r das heddesheimblog und ist fraktions- und parteifreier Gemeinderat in Heddesheim.

Fotostrecke: Gewerbliche Leistungsschau „zufriedenstellend“

Guten Tag!

Heddesheim, 30. April 2010. Am vergangenen Wochenende (24.-25. April 2010) luden Gewerbetreibende in und vor die Nordbadenhalle, um sich und ihre Dienstleistungen vorzustellen. Der Samstag war „verhalten“, der Sonntag zufriedenstellend.

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Kunden lassen sich beraten. Bild: hblog

Die vom Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) organisierte Leistungsschau in und um die Nordbadenhalle hatte am Samstag fast entt├Ąuschend wenige Besucher.

Das sch├Âne Wetter veranlasste wohl viele, den Tag im Freien zu genie├čen. Au├čerdem ├Âffnete der diesj├Ąhrige Mai-Markt im Mannheim – die gr├Â├čte Regionalmesse ist traditionell ein Besuchermagnet.

Am Sonntag kamen dann doch mehr Besucher in die Nordbadenhalle, so dass einige der Hersteller die Schau zumindest als „zufriedenstellend“ bewerteten.

Nur die Autoschau auf dem Partplatz vor dem Badesee hatte kaum Zulauf. Die ausstellende Autoh├Ąndler waren mit dem Ergebnis ├╝berhaupt nicht zufrieden.

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Anmerkung der Redaktion:
Der BdS hat weder eine Termininformation, noch eine Pressemitteilung an unsere Redaktion geschickt. Auch wurde kein Versuch unternommen, auf andere Weise einen Kontakt herzustellen.
Wir ver├Âffentlichen diesen Hintergrund, weil wir davon ausgehen, dass sich viele BdS-Mitglieder fragen werden, warum wir so zur├╝ckhaltend ├╝ber die Veranstaltung berichten und warum der BdS-Vorstand damit die Gelegenheit bewusst vers├Ąumt, t├Ąglich gut 4.000 Leserinnen und Leser nicht zu erreichen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Weihnachtliche „├â┼ôberraschungen“

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Dezember 2009.

Kommentar: Hardy Prothmann

Chaotischer geht es kaum.

Bis „kurz vor Schluss“ gab und gibt es kein „offizielles“ Programm f├╝r den 1. Weihnachtsmarkt auf dem neuen, sehr teuer sanierten Dorfplatz in Heddesheim.

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Der Abend vor dem Weihnachtsmarkt. Bild: hblog

„Pl├Âtzlich“ gibt es ein Programm: Am 02. Dezember 2009 schreibt (der „gut informierte“) Mannheimer Morgen das Programm in groben Z├╝gen auf – „wahrscheinlich investigativ recherchiert“ – denn bis dahin drang keine Information nach „au├čen“, was der Weihnachtsmarkt bieten wird.

Soviel ist mittlerweile bekannt: Ãœber 30 Aussteller, Vereine, Gewerbetreibende und auch die FDP werden vor Ort sein. Also auf dem Dorfplatz. Zumindest ist das zu vermuten.

An diesem Wochenende feiert auch der MGV Weihnachtsfest und auch das DRK.

Das ist nur eine kleine Terminkollision. Als „Hauptattraktion“ am Samstag gibt es „Tamara Pusch“, eine „Party-Band“ (17:00 – 21:00 Uhr) und davor eine Auff├╝hrung des Tanzvereins „TSC Blau Silber“ aus Ladenburg (16:30 Uhr).

Allen Akteuren w├╝nsche ich aus k├╝nstlerischer Sicht Erfolg – die K├╝nstler sind gebucht, wenn auch vielleicht auf das falsche „Event“.

Denn es stellt sich die Frage, die nichts mit diesen K├╝nstlern zu tun hat: Was hat eine Tanz-Kapelle und eine Tanz-Gruppe mit dem 1. Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz und mit Heddesheim zu tun?

Es geht um eine christliche Feier – um Besinnung auf das, was die Traditionen des christlichen Abendlandes sind. Oder geht es um eine rauschende Party?

Und warum gibt es bis heute kein ordentlich-ver├Âffentlichtes Programm?

Weil irgendetwas hingenagelt worden ist? Weil es niemanden wirklich interessiert? Warum ist das so?

Geht es hier nur um „Party“, „Show“ und Kommerz? Ist das ein Weihnachtsmarkt oder eine Leistungsschau?

Oder gibt es au├čer „schmackhaften Bratw├╝rsten“ und einer „hochwertigen Feuerzangenbowle“ (FDP) auch noch so etwas wie Besinnlichkeit und Andacht?

Geht es um Heimeligkeit und echter, christlicher Besinnung auf das Fest f├╝r den Herrn Jesu?

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Insgesamt 37 Aussteller sollen ein "weihnachtliches Angebot" schaffen. Bild: hblog

Ein Weihnachtsmarkt dieser Art, der von Gemeinde und „BdS“, vulgo Nicole Kemmet, organisiert wird, scheint mir einzig eine kommerzielle Veranstaltung mit „Push“-Party-Charakter zu sein.

Dazu passt auch der Text, den der BdS Heddesheim, in diesem Fall gezeichnet von U.F., alias Uwe Fehringer (Pressearbeit), im Mitteilungsblatt auf Seite 23 hingeschmiert hat: Voller Rechtschreib- und Grammatikfehler geht es um alles, nur nicht um Besinnlichkeit.

Leuchtampeln ├╝ber der Stra├če, Weihnachtsb├Ąume in Wohnzimmern und auf dem Dorfplatz, Lichterketten und sonstiges „Lametta“ m├Âgen alles m├Âgliche in „Licht tauchen und vielleicht etwas zum Leuchten bringen“, wie man das oft in der n├Ąchsten Zeit in den ├Ârtlichen Medien lesen k├Ânnen wird.

Ich bin kein Pfarrer und muss und will deswegen auch niemanden bekehren.

Trotzdem darf ich fragen, was dieser „Weihnachtsmarkt“ auf dem Heddesheimer Dorfplatz mit „Weihnachten“ zu tun hat? Was?

Ich darf auch fragen, welcher Programmpunkt auch nur im Ansatz mit der (heiligen) Andacht zu tun hat?

Ebenso darf ich fragen, wieso alles Christliche keinen Programmpunkt hat (damit meine ich christlich und nicht katholisch oder evangelisch)?

Weiter frage ich mich, welchen Sinn ein „Revanche-Spiel“ BdS gegen Gemeinderatsmitglieder auf dem Weihnachtsmarkt macht? Nicht allein das „Spiel“ irritiert mich, vor allem die „Revanche“. Passt das zu „Weihnachten“?

Stattdessen ist laut Mannheimer Morgen f├╝r das „leibliche Wohl“ gesorgt (siehe Bratwurstjournalismus). Aber nur f├╝r die „Leiber“, die sich Preise von 2-3 Euro f├╝r eine Bratwurst leisten k├Ânnen oder m├╝ssen, um nicht „aufzufallen“, vor allem nicht vor ihren Kindern.

Wann, wenn nicht in der „vorweihnachtlichen“ Zeit w├Ąren Armenspeisungen sinnvoller als je? Die Armen gibt es vielfach unter uns. Jede Menge gibt es davon. Man sieht sie nicht, weil sie nirgendwo gerne gesehen sind – denn Armut ist in Deutschland gleichbedeutend mit asozial. Und mit „Asozialen“ wollen die meisten „guten B├╝rger“ einfach nichts zu tun haben.

Viele „Asoziale“ sind allein erziehende M├╝tter, die ein, zwei, drei Kinder unter h├Ąrtesten Bedingungen durchs Leben bringen – und zu stolz sind, sich den absch├Ątzenden Blicken der „Gesellschaft“ auszusetzen, die jede mitleidige Perspektive verloren oder verlernt hat.

Andere sind ├╝ber f├╝nfzig Jahre alt, gek├╝ndigt, ohne Perspektive auf eine neue Anstellung. Andere sind Frauen, die Kinder f├╝r diesen Staat aufgezogen haben und mit Mitte vierzig nicht mehr „vermittelbar“ sind.

Sie gehen wie viele dahin, wo es „heimelig“ zu versprechen sein wird. Vielleicht voller Hoffnung auf eine „christliche“ Begegnung. Sie wollen ein wenig „Gl├╝ck“, denn es ist immerhin „Weihnachtszeit“. Ist es das? Geht es um Liebe, Anstand, Miteinander? Oder nur um Kommerz, Show-Lust und den „Event“-Charakter?

Wer sich traut, sich diese Frage zu stellen, stellt berechtigte Fragen – ich habe das Gef├╝hl, dass diese Fragen f├╝r die Organisatoren des Heddesheimer Weihnachtsmarkt keine Rolle spielten.

Um ein Beispiel zu geben, was nichts mit Weihnachten, dem „Herrn“ und Christlichkeit zu tun hat – oder vielleicht doch.

Auf dem Ladenburger Weihnachtsmarkt habe ich ein etwa 10-j├Ąhriges M├Ądchen beobachtet, das eine Kerze kaufen wollte. Etwa vier auf vier Zentimeter, aus Bienenwachs in Form einer Bl├╝te. Das M├Ądchen fragte nach dem Preis. Die Verk├Ąuferin suchte diesen in einer Liste, fand ihn nicht, taxierte die Eltern (ordentliche Leute, gute Kleidung) und sagte: „Drei Euro f├╝nzig.“

Das M├Ądchen fand die Kerze h├╝bsch und h├Ątte diesen R├Ąuberpreis bezahlt.

Der Vater forderte sein Kind auf, diesen unw├╝rdigen Moment zu beenden, das Kind stellte die Kerze im Wert von h├Âchstens 50 Cent zur├╝ck und die Familie ging weiter.

Auf dem R├╝ckweg nach Hause erz├Ąhlte der Vater der Tochter die Geschichte von Jesus, der im Tempel aufr├Ąumt (Matth├Ąus 21:12-13).

Waren und Dienstleistungen anzubieten ist legitim – den jeweiligen Markt zu verachten und zu ignorieren, ist mindestens dumm, wenn nicht sogar sch├Ądlich.

Ich lasse mich ├╝berraschen, ob das, was hier in Heddesheim „geplant“ worden ist, etwas mit „Weihnachten“ und der Andacht und dem „Herrn“ zu tun hat.

Weihnachtsmarkt „├óÔéČ┬Žuvm“

Guten Tag!

Heddesheim, 04. Dezember 2009. Morgen ├Âffnet der „Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz“ zum ersten Mal. „Mit dabei… Tamara Pusch“, macht die Anzeige auf dem aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde auf. 60 Seiten umfasst das trostlose Blatt – aber auf keiner Seite gibt es so etwas wie ein Programm.

Das Mitteilungsblatt vom Donnerstag, den 03. Dezember 2009 k├╝ndigt den diesj├Ąhrigen Weihnachtsmarkt an: „Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz. Mit dabei… Tamara Pusch, TSC BLAU-SILBER„. Das f├Ąllt ins Auge.

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Wann, wer, wo, was? Keine Information in dieser Anzeige. Quelle: Mitteilungsblatt

Darunter steht kleiner, unauff├Ąlliger, unwichtiger: „S├Ąngerbund S├Ąngervereinigung MGV“ und „Heddesheimer Kinderchor“ und „…uvm“.

Dann gibt es noch zwei Datumsangaben.

Das wars.

Keine weiteren Einzelheiten.

„Tamara Pusch“ ist eine Party-Band. Der TSC Blau-Silber ist ein Tanzclub aus Ladenburg. Beide zusammen werden als Aufmacher im Mitteilungsblatt als „Hauptattraktion“ des ersten Weihnachtsmarktes auf dem Dorfplatz in Heddesheim angepriesen.

Jedoch: Ohne Datum, ohne Zeitangabe – einfach „Mit dabei…“ und „…uvm!“.

Die Frage, was das „historische“ Ereignis mit „Tamara Pusch“ zu tun hat, hat sich niemand gestellt. Vorab kann ich schon heute sagen, was der MM, schreiben wird: „Irgendetwas mit „heizte ein“, „unterhielt gut“, „begeisterte“, „zum Mitmachen“ oder irgendwelche andere Worth├╝lsen.

Auf der Internet-Homepage der Gemeinde Heddesheim gibt es noch nicht einmal einen Hinweis, dass in Heddesheim ├╝berhaupt ein Weihnachtsmarkt stattfindet. Dort steht alles m├Âgliche – ├╝berwiegend B├╝rokratisches – nur nichts ├╝ber den Weihnachtsmarkt. Keine Ank├╝ndigung, kein Programm, keine W├╝rdigung, keine lobenden Worte des B├╝rgermeisters, wie man sie sonst gewohnt ist.

Der diesj├Ąhrige Weihnachtsmarkt in Heddesheim findet aus dieser Sicht der Gemeinde nicht statt und hat – ob gedruckt oder im Internet – auch kein Programm.

Einen Eintrag auf der Gemeindeseite gibt es unter „Veranstaltungen“: „Brauchtum“

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1. Weihnachtsmarkt auf dem neuen Dorfplatz ist "Brauchtum".

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Wann, wer, wo, was? Einfache Informationen in dieser Anzeige. Quelle: Mitteilungsblatt

Wer zuf├Ąllig den Mannheimer Morgen (sofern noch abonniert) gelesen hat, findet eine Art „Programm“. Auch, wer noch zuf├Ąlliger auf die Internetseite des BdS-Heddesheim schaut.

Wie einfach eine einfache Programmanzeige sein kann, zeigt das „2. Schriesheimer Weihnachtsdorf“: Wer macht mit? Wann ist welche Veranstaltung wo? Diese Fragen werden ganz einfach und ├╝bersichtlich beantwortet.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Jedem sein S├╝ppchen?


Guten Tag!

Heddesheim, 15. September 2009

Die Nervosit├Ąt steigt vor der kommenden B├╝rgerbefragung am 27. September 2009. ├â┼ôberall werden die Strippen gezogen – mit teils unfairen Mitteln. Auch hier auf dem heddesheimblog finden Manipulationsversuche von au├čen statt – direkt und indirekt.

Kommentar: Hardy Prothmann
Ich bin nun seit 1991 im journalistischen Gesch├Ąft – aber soviele absurde Dinge wie in den vergangenen Monaten habe ich noch nie erlebt. Ein B├╝rgermeister, der seine B├╝rger nur widerwillig und unvollst├Ąndig informiert, am liebsten aber alles nicht-├Âffentlich verhandeln w├╝rde und seltsame Vertr├Ąge schlie├čt? Geschenkt. So etwas gibt es ├╝berall. Partei-Ortsvereine, die sich selbst in peinliche Situationen bringen? Alles schon da dagewesen. Seilschaften und Kl├╝ngel? Hat auch jeder schon mal geh├Ârt oder vielleicht erlebt.

Aber alles zusammen ist dann schon eher selten. Vor der Recherche zur geplanten „Pfenning“-Ansiedlung dachte ich, Heddesheim sei ein verschlafenes Dorf. Ein Dorf ist es, auch wenn das manchem nicht gef├Ąllt und er/sie es gerne eine bisschen gr├Â├čer h├Ątte. Aber verschlafen ist Heddesheim wirklich gar nicht.

Der B├╝rgermeister arbeitet mit allen Tricks und Finten, die ihm einfallen, um die nachfragende und recherchierende Presse zu behindern. Drei von vier Partei-Ortsvereinen schwurbeln Woche f├╝r Woche irgendwelche Texte ins „Mitteilungsblatt“, die eigentlich nur die eigenen Begrenzungen verdeutlichen. Das Mitteilungsblatt wiederum ist nur eine d├╝rftig produzierte Anzeigenpostille, aber dann doch wiederum pl├Âtzlich das Kampforgan als Teil der Seilschaft um die unverhohlen betriebene Einflussnahme auf die ├Âffentliche Meinung.

Professionell bin ich von den Kollegen beim Mannheimer Morgen, der Rhein-Neckar-Zeitung, dem Viernheimer Tageblatt, dem Rhein-Neckar-Fernsehen und anderen zutiefst entt├Ąuscht. Keine Recherche, kein eigener Ansatz f├╝r eigene Geschichte in dieser Auseinandersetzung um die geplante „Pfenning“-Ansiedlung findet statt. Wie Schreibpuppen notieren Sie alles, was die Bef├╝rworter ihnen in die Feder oder ins Mikrofon diktieren.

Einigen geht es um den eigenen Geldbeutel, um Macht und Einfluss –
die Zukunft der Gemeinde ist diesen Leuten egal

Angeblich gibt es ja Bef├╝rworter der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung. Seltsam ist nur, dass man von denen kaum etwas liest oder h├Ârt. Und wenn, dann meistens als scharf gerittene Attacken, die auf Rechtsverletzungen keine R├╝cksichten nehmen.

Daneben gibt es aber jede Menge Personen, die heucheln, sie bef├Ąnden sich in der Entscheidungsfindung. Dabei haben sie sich schon vor langem entschieden – f├╝r den eigenen Geldbeutel, Macht und Einfluss.

Nach au├čen l├Ąchelt man in die Kameras und tut, als k├Ânne man niemandem was. Im Hintergrund werden die Messer gewetzt und jeder noch so miese Trick probiert, um, wenn schon nicht zu ├╝berzeugen, dann doch der anderen Seite zu schaden.

Als ein Gegner ist dabei das heddesheimblog auserkoren worden. Warum? Weil es gewissen Akteuren ihre schamlose Niedertr├Ąchtigkeit vor Augen f├╝hrt. Weil es Fakten feststellt und sich weder auf die Ausfl├╝chte einl├Ąsst, noch von Drohungen beeinflussen l├Ąsst.

In ihrer engstirnigen Kurzsichtigkeit haben diese Personen aber ├╝berlesen, was das heddesheimblog von Anfang an gefordert hat: Transparenz und die Beteiligung der B├╝rger. Die Redaktion wird die Entscheidung der B├╝rger anerkennen – was sonst? Gleichzeitig wird das heddesheimblog aber weiter kritisch berichten – egal, wie die Befragung ausgeht.

Die zunehmende ├ľffentlichkeit ist ein gro├čer Erfolg

Erfolge kann diese erste kurze Arbeit schon einige vorweisen: Die B├╝rgerbefragung, die Offenlegung des „st├Ądtebaulichen Vertrags“, die nun wenigstens irgendwie stattfindende Information der ├ľffentlichkeit durch das Rathaus, ein kritisches Bewusstsein bei den B├╝rgern und eine aktive Diskussion um die Zukunft der Gemeinde und ihrer B├╝rgerinnen sind ein toller Erfolg – von dem alle in Heddesheim etwas haben. Auch wenn das einigen noch nicht klar ist.

Auch wenn Heddesheimer Gewerbetreibenden nahe gelegt wird, hier im heddesheimblog nicht zu werben, weil das vielleicht Nachteile f├╝r den Werbenden mit sich bringen k├Ânnte. Sie sehen: Hier wird ohne Handschuhe geboxt, indem Gewerbetreibende unter Druck gesetzt werden. Keine Sorge, wie immer kann die Redaktion auch diese Behauptung durch Fakten belegen.

Blinde Wut der Verantwortungslosen

Die blinde Wut, die dabei manche antreibt, f├╝hrt dazu, dass sie immer mehr Fehler machen und ihre immer desolatere Lage nicht erkennen. Anstatt in den Spiegel zu schauen und zu ├╝berlegen, ob man sich noch leiden kann, wird durchgeladen. Ohne Sinn, ohne Verstand und ohne jegliches Verantwortungsgef├╝hl f├╝r den Schaden, den man dabei anrichtet.

Auf der anderen Seite gibt es immer mehr B├╝rger, die vorher vielleicht keine „so richtige“ Meinung hatten, jetzt aber mehr und mehr ihre Meinung finden: Und die ist vor allem emp├Ârt. Dar├╝ber, dass ihr B├╝rgermeister sie mit „v├Âllig depperten“ Fragen befragt, dar├╝ber, dass von den Parteien CDU, SPD und FDP so gut wie nichts zu sehen ist. Dar├╝ber, dass selbst politisch unverd├Ąchtige Vereine wie der BdS durch die Vorsitzende Nicole Kemmet und ihre Agitation in ein schlechtes Licht geraten. Dar├╝ber, dass im Ort das Mittel der Diffamierung und ├╝blen Nachrede bei besonders verbohrten Kleingeistern zum liebsten Kommunikationsmittel wird und man das Gef├╝hl nicht los wird, dass es keinem der Bef├╝rworter wirklich um die Zukunft von Heddesheim geht, sondern jeder nur sein S├╝ppchen kocht.

Das Sagen haben in einer Demokratie die B├╝rger

Ich freue mich besonders ├╝ber all die Menschen, die sich ablehnend gegen├╝ber diesem ├╝berschaubaren Kreis derer positionieren, die denken, sie h├Ątten „das Sagen“. Das Sagen haben in einer Demokratie immer noch die B├╝rger und nicht einzelne Interessenvertreter.

Und die B├╝rger k├Ânnen am 27. September 2009 bei der B├╝rgerbefragung sagen, was sie wollen. Davor und danach haben die B├╝rger aber auch hier im heddesheimblog ihre Stimme. Ob in den Kommentaren, als Leserbriefschreiber, als Autorinnen von Gastbeitr├Ągen oder als Gespr├Ąchspartner f├╝r die Redaktion.

Das heddesheimblog berichtet f├╝r die B├╝rger, nicht f├╝r die anderen, denen die B├╝rger nur die Macht geliehen haben.

Kommen Sie aus der Deckung, Frau Kemmet!


Guten Tag!

Heddesheim, 15. September 2009. Der Bund der Selbstst├Ąndigen, vertreten durch die Vorsitzende Nicole Kemmet (Elektro-Kemmet), ist ein Teilnehmer beim IFOK-„Dialogkreis“. Angeblich hat der BdS eine neutrale Haltung und ist ausschlie├člich an Informationen ├╝ber die geplante „Pfenning“-Ansiedlung interessiert. Tats├Ąchlich nimmt Frau Kemmet aber auch als anonyme Kommentatorin beim heddesheimblog teil und betreibt eine eigene Blog-Seite – Pro-Pfenning und Kontra heddesheimblog.

Das heddesheimblog ver├Âffentlicht einen offenen Brief an Frau Kemmet, den die Redaktion heute per email gesendet hat.

Sehr geehrte Frau Kemmet,

Sie haben hier unter dem Pseudonym „Nora Helmer“ Kommentare auf dem heddesheimblog ver├Âffentlicht.

Selbstverst├Ąndlich steht es Ihnen frei, ein Pseudonym zu w├Ąhlen oder unter Ihrem echten Namen zu schreiben.

Wir bieten diese M├Âglichkeit vor allem deshalb an, damit sich auch B├╝rger zu Wort melden k├Ânnen, die bei Nennung Ihres Klarnamens Nachteile f├╝r sich oder Ihnen nahestehende Personen bef├╝rchten, trotzdem aber gerne an der Diskussion teilhaben m├Âchten.

Diese Annahme k├Ânnte nun auch f├╝r Sie gelten: Die Frage ist nur, welchen Schaden Sie f├╝r sich oder Ihnen nahestehenden Personen durch Nennung Ihres Klarnamens bef├╝rchten?

Oder m├Âchten Sie verbergen, dass Sie eine vehemente Bef├╝rworterin der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung sind, weil Sie sich f├╝r Ihren Betrieb Auftr├Ąge erhoffen? Oder haben Sie noch andere Interessen?

Gestern Abend haben wir bereits einen Ihrer Kommentare mit einem langen Kommentar unsererseits beantwortet, weil Ihre Kommentare gezielt mit unwahren Behauptungen andere Teilnehmer im Diskussionsprozess besch├Ądigen sollen. Wir haben Sie deshalb als „Nora Helmer“ aufgefordert, diese Form der „Politik“ zu unterlassen.

Heute sind wir im Zuge einer Recherche auf Ihren echten Namen gesto├čen und machen den Vorgang ├Âffentlich.

Die Frage nach dem Warum beantworten wir Ihnen hiermit klar und deutlich:

Die Pseudonyme sind ein Schutz, den wir achten und gew├Ąhren – sofern die Personen diesen Schutz brauchen. Auf dem heddesheimblog haben bislang ├╝ber 300 Kommentatoren ├╝ber 1200 Kommentare abgegeben. F├╝r die Kommentare gelten einfache Regeln. Wir sehen uns in der Pflicht, unsere Leserinnen und Leser aber ├╝ber den Missbrauch dieser Schutzfunktion aufzukl├Ąren.

In Ihrem Fall machen wir den Vorgang ├Âffentlich, weil Ihr Verhalten unanst├Ąndig ist und von uns nicht geduldet wird. Sie betonen immer wieder ├Âffentlich und gerne, dass Sie eine neutrale Haltung einnehmen und Sie sind als Vorsitzende des BdS die Repr├Ąsentantin der im BdS organisierten Gewerbetreibenden und Selbstst├Ąndigen in Heddesheim.

Als solche haben Sie die durchaus unterschiedlichen Interessen der Mitglieder des BdS zu vertreten. In dieser Funktion haben Sie unserer Auffassung nach aber die Pflicht, mit offenem Visier f├╝r oder gegen eine Sache einzutreten oder sich eben neutral zu verhalten und nicht wie ein Heckensch├╝tze aus dem Hinterhalt falsche Behauptungen in Kommentaren auf unserer Informationsplattform zu verbreiten.

Wir haben schon verschiedentlich miteinander Kontakt gehabt. Aus diesen Erfahrungen gewinnen wir den negativen Eindruck, dass man Ihnen leider nicht trauen kann und dass Sie sich zum Teil des Systems der Intransparenz gemacht haben, das das „Pfenning“-Projekt mit allen Mitteln, auch den Ihrigen, vorantreiben will.

Das bedauern wir sehr. Vor allem bedauern wir, dass Sie durch Ihr eigenn├╝tziges Verhalten dem BdS schaden und durch die Art, wie Sie hier Meinungsbildung zu hintertreiben versuchen, dem Instrument der B├╝rgerbefragung ebenfalls Schaden zuf├╝gen.

Dar├╝ber hinaus betreiben Sie seit Juli selbst eine blog-Seite: helleseblog.de

Das ist Ihr gutes Recht und an und f├╝r sich nicht zu beanstanden. Leider m├╝ssen wir feststellen, dass dort jede Menge negative Behauptungen gegen das heddesheimblog aufgestellt werden. Daher m├╝ssen wir davon ausgehen, dass Sinn und Zweck Ihres blogs ist, unsere Informationsplattform zu besch├Ądigen. Au├čerdem haben Kommentatoren wie „cest ca“, die bei uns nicht mehr kommentieren d├╝rfen, bei Ihnen eine neue Heimat gefunden haben. Aber vielleicht verbergen Sie sich ja auch hinter „cest ca“?

Das interessiert uns aber nicht weiter.

Wir k├Ânnen sehr wohl verstehen, dass Sie sich mit Ihrem Elektro-Kemmet-Betrieb Auftr├Ąge aus der geplanten „Pfenning“-Ansiedlung versprechen. Auch das ist Ihr gutes Recht.

Diese Hoffnung allerdings mit verdeckten Aktivit├Ąten zu f├Ârdern, ist Ihre pers├Ânliche Entscheidung und Zeichen Ihrer pers├Ânlichen Haltung. Diese lehnen wir entschieden ab, weil das heddesheimblog f├╝r Tranparenz und Information steht. Wir weisen deshalb Ihre Anstrengungen der gezielten Desinformation unserer Leserinnen und Leser entschieden zur├╝ck.

Der Anstand w├╝rde es gebieten, dass Sie sich im Namen des BdS und f├╝r sich selbst f├╝r Ihr nicht nachvollziehbares Verhalten ├Âffentlich entschuldigen.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Hardy Prothmann
Redaktion heddesheimblog

„Wir als BdS wollen uns b├╝rgernah pr├Ąsentieren.“

Guten Tag!

Heddesheim, 07. September 2009. Der Bund der Selbstst├Ąndigen Heddesheim l├Ądt am 20. September zu einem „Tag der offenen Gewerbegebiete“ ein.├é┬áW├Ąhrend im S├╝dteil des Heddesheimer Gewerbegebiets eine B├╝hne mit verschiedenen Darbietungen und Aktionen geplant ist, soll im Norden eine Meile mit Verkauf von Naturprodukten, Kleinkunst und Kindertummelpl├Ątzen entstehen.

Was versprechen Sie sich vom „Tag des offenen Gewerbegebiets“?

Nicole Kemmet: „Wir laden alle Interessierten zu uns vor Ort ein. Der Tag ist als Stra├čenfest organisiert, es gibt also Unterhaltung und Verk├Âstigung. Wer sich dar├╝ber hinaus f├╝r die Leistungen unserer Mitglieder interessiert, kann die Inhaber und Angestellten direkt ansprechen. Au├čerdem haben die Heddesheimer die M├Âglichkeit, sich einen ├â┼ôberblick ├╝ber unsere Gewerbetreibenden und Selbstst├Ąndigen zu verschaffen.“

Robin Maier: „Es geht aber auch klar um ein positives Image. Wir als BdS wollen uns b├╝rgernah pr├Ąsentieren und den BdS langfristig als bekannte Marke positionieren. Wenn jemand sagt, er ist Mitglied im BdS Heddesheim, dann soll das etwas Positives aussagen: Der BdS ist ein aktiver Verbund von Gewerbetreibenden und Dienstleistern.“

Gibt es mit der Au├čendarstellung des BdS Probleme?

Frau Kemmet: „Es gab jede Menge Probleme in der Vergangenheit. Die internen Streitigkeiten haben dem BdS nicht gut getan. Seit einem guten Jahr arbeitet der Vorstand nun daran, den BdS neu aufzustellen und zu pr├Ąsentieren. Das ist bislang sehr zufrieden stellend gelungen und es ist Ruhe eingekehrt.“

Ãœber was wurde gestritten?

Frau Kemmet: „Inhaltlich war es wenig wichtig. Es ging um Animosit├Ąten zwischen M├Ąnnern. Ich w├╝rde gerne einen Schlussstrich darunter ziehen.“

Einverstanden. Unruhe gibt es aber bei der Haltung des BdS zur Pfenning-Ansiedlung?

Frau Kemmet: „Das ist nicht zutreffend. Wir haben auf einer Mitgliederversammlung dar├╝ber abgestimmt, ob wir am IFOK-Dialog teilnehmen. Das Ergebnis waren 11 Ja-Stimmen zu 7 Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen. Wir nehmen als interessierter Akteur teil, nicht als Bef├╝rworter oder Gegner. Die Meinungen zum Thema sind innerhalb des BdS genauso vielf├Ąltig wie in der Bev├Âlkerung.“

Herr Maier: „Wir sind aus verst├Ąndlichen Gr├╝nden daran interessiert, relevante Informationen zu erhalten und f├╝r uns zu erkennen, was die Ansiedlung bedeutet.“

K├Ânnen Sie dem Argument folgen, die Pfenning-Ansiedlung f├Ârdere auch das vorhandene Gewerbe?

Frau Kemmet: „Da m├╝ssen Sie jeden selbst fragen. Ich rechne w├Ąhrend der Bauphase├é┬áf├╝r einen├é┬áBetrieb unserer Gr├Â├če nicht mit Auftr├Ągen. In der Betriebsphase k├Ânnten anfallende Arbeiten f├╝r uns durchaus interessant werden. Aus Sicht des BdS Heddesheim sind durchaus Zusatzgesch├Ąfte f├╝r Handwerk und Dienstleistung denkbar. Selbstverst├Ąndlich w├╝rde sich der BdS f├╝r die Ber├╝cksichtigung der ortsans├Ąssigen Firmen einsetzen, sollte das Pfenning-Projekt umgesetzt werden. Das ist eine unserer zentralen Aufgaben.“

Zur├╝ck zur kommenden Veranstaltung. Wie viele Unternehmen werden am 20. September teilnehmen?

Herr Maier: „Bislang haben wir 30 Anmeldungen, damit l├Ąsst sich der Tag gut pr├Ąsentieren. Wir hoffen nat├╝rlich auf mehr.“

Tag der offenen Gewerbegebiete:
Die Betriebe ├Âffnen von 11:00-16:00 Uhr.

Programm:
S├╝dteil:
11:00-13:30 Uhr B├╝hnenprogramm der Musikvereinigung Neckarhausen
15:00-18:00 Uhr Stimmungsmusik mit Mathias Scheller
Weitere Darbietungen
Nordteil:
Verkauf von Naturprodukten
Kinderangebote, u.a. H├╝pfburg und Mitmachzirkus
Weitere Informationen hier: homepage BdS

Es wird ein Shuttle-Service ├╝ber die Firma Gramlich angeboten:
Der Bus-Shuttle wird ab├é┬á11.00 Uhr bis 18.30 Uhr verkehren und zur vollen Stunde im Ort beginnend starten. Der letzte Shuttle f├Ąhrt 18.30 aus dem Gewerbegebiet zur├╝ck in den├é┬áOrt.

Folgende Haltestellen werden angefahren:

  • Tankstelle Kimmel, Viernheimer Strasse
  • Alte Post, Unterdorfstrasse
  • Rathaus Heddesheim
  • Blumenstrasse
  • Gewerbegebiet S├╝d, Edekastrasse
  • Gewerbegebiet Nord, Robert Bosch Strasse

Hintergrund:
Der BdS e.V. Ortsgruppe Heddesheim existiert seit 1898. Aktuell hat der BdS 105 Mitglieder aus vielf├Ąltigen Handwerks- und Dienstleistungsbereichen. In der Vergangenheit gab es einige Streitigkeiten innerhalb des BdS. Seit 2007 geht es wieder ruhiger zu. 2007 wurde auch eine erfolgreiche Leistungsschau des BdS absolviert. Vorsitzende ist seit November 2008 Nicole Kemmet.

Link:
www.bds-heddesheim.de

Bund der Selbst├Ąndigen vor der Selbstaufl├Âsung?

Guten Tag!

Heddesheim, 23. Juli 2009. Im Bund der Selbstst├Ąndigen Heddesheim (BdS) gibt es heftig Zoff. Der Grund ist die Pfenning-Ansiedlung. Angeblich ist der Vorstand weder f├╝r noch gegen die Ansiedlung, dass sehen die Mitglieder nicht alle so.

Elf zu sieben bei f├╝nf Enthaltungen war das Stimmergebnis, ob der BdS k├╝nftig am „IFOK-Dialog“ weiter teilnehmen soll.

Druck bekam die BdS-Vorsitzende Nicole Kemmet von Mitgliedern der IG-neinzupfenning: „Der BdS sollte sich raushalten“, sagte ein BdS-Mitglied. Insgesamt gef├Ąllt vielen BdS-Mitglieder nicht, „dass man den Eindruck hat, dass der Vorstand sich f├╝r Pfenning einsetzt.“

Nicole Kemmet widersprach dem Vorwurf. Allerdings ohne Phantasie oder Gestaltungswillen. Sie will am Dialog festhalten und Kritiker innerhalb des BdS wurden nicht gefragt, ob Sie mit teilhaben wollten.

Ihr Argument, der BdS biete eine „Bandbreite von Meinungen“ wurde eher als l├Ącherlich wahr genommen, weil die Aussage zwar stimmt, aber nicht vom Vorstand nach au├čen getragen wurde und somit vom „BdS“ in seiner „Bandbreite“ nicht vertreten wird.

„Das ist inhaltlich gesehen die Vorstufe einer Selbstaufl├Âsung“, sagte ein BdS-Mitglied dem heddesheimblog.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

In eigener Sache: Die BdS-Replik

Guten Tag,

Leser des heddesheimblogs haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Bund der Selbstst├Ąndigen (BdS) auf seiner Internetseite zu unserer Berichterstattung ge├Ąu├čert hat.

Darin hei├čt es:
„Leider konnte Herr Prothmann, trotz den zwei weiteren Ausk├╝nften bis 15.06.09 und in Schrift kenntlich gemachter Best├Ątigungen, diese Information weder sachlich noch inhaltlich verarbeiten.“

Ob Herr Prothmann das konnte oder nicht konnte, ist hier nachzulesen:
„Fristgerechte Antworten“

Hier eine Zusammenfassung:

Am 28. Mai 2009 fragt Herr Prothmann beim BdS-Vorstand Nicole Kemmet an, ob die auf der Internetseite gestellten Fragen und Antworten dem tats├Ąchlichen Briefwechsel zwischen BdS und B├╝rgermeister Kessler entsprechen.

Frau Kemmet antwortet am 29. Mai:
„Die Ver├Âffentlichung entspricht den Antworten aus dem Schreiben vom 02.04.09 von Herrn Kessler, die Informationen wurden am 21.04.09 im Zuge der Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“ durch die dort genannten Fakten erg├Ąnzt.
Auch haben wir in einem Gespr├Ąch mit dem B├╝rgermeister der Gemeinde Heddesheim die Aktualit├Ąt der Fakten ├╝berpr├╝ft.“

Da es nicht nur die Fragen und Antworten, sondern auch die Darstellung der Inhalte vom Abend der B├╝rgerinformation auf der BdS-Seite zu lesen gibt, fragt Herr Prothmann am 10. Juni nach.

Der BdS-Vorstand antwortet am 12. Juni mit demselben Wortlaut wie oben zitiert. Daran schlie├čt sich nun ein neuer Satz an:
„Schlussendlich haben wir uns erlaubt, dass ganze so zu formulieren, wie Sie es auf unserer Seite finden.“

Immer noch bleibt unklar, ob „das ganze“ auch die Fragen und Antworten des B├╝rgermeisters umfasst. Aus Sicht des Journalisten ist die Frage immer noch nicht eindeutig beantwortet, also fragt er am 12. Juni nochmals nach.

Die dritte Antwort wiederholt wortgleich die oben zitierten Aussagen, doch da die Nachfrage deutlich mehr „Druck“ macht, erh├Ąlt Herr Prothmann pl├Âtzlich diese zus├Ątzliche Auskunft:
Das bedeutet: „Die Antworten, die im Mitteilungsblatt und auf unserer Internetseite zu lesen sind, sind nicht exakt die Antworten vom (Unterstreichung, d. Red.)“

Der BdS stellt Informationen „unsauber“ dar.

Das heddesheimblog hat diesen Schriftverkehr ver├Âffentlicht. Grund f├╝r die hartn├Ąckigen Nachfragen war die „unsaubere“ Darstellung der Informationen auf den Seiten des BdS.

Korrekt w├Ąre gewesen, der BdS h├Ątte Fragen gestellt und Antworten bekommen und diese ver├Âffentlicht. Und zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt erneut Informationen bekommen und diese mit dem entsprechenden Datum ver├Âffentlicht.
So behauptet der BdS weiterhin, dass die dargestellten Fragen mit Datum vom 02. April im Original ver├Âffentlicht wurden, sagt aber gleichzeitig, dass das nicht stimmt.

Und wieder ver├Âffentlicht der BdS in der Stellungnahme zum Artikel „Fristgerechte Antworten“ Informationen, die in sich nicht korrekt sind.

Belege werden eingek├╝rzt, bis sie zur Aussage passen.

In der aktuellen Ver├Âffentlichung fehlen n├Ąmlich die hier zitierten S├Ątze. Ob dem BdS hier nur ein Fehler unterlaufen ist oder er bewusst diese Information hat wegfallen lassen, sei dahin gestellt.
Jedenfalls belegt der BdS seine Einsch├Ątzung, Herr Prothmann „konnte diese Information weder sachlich noch inhaltlich verarbeiten“ mit einem Eigenzitat, bei dem die durchgestrichenen Informationen vom BdS weggelassen werden:
„Die Ver├Âffentlichung entspricht den Antworten aus dem Schreiben vom 02.04.09 von Herrn Kessler, die Informationen wurden am 21.04.09 im Zuge der Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“ durch die dort genannten Fakten erg├Ąnzt.
Auch haben wir in einem Gespr├Ąch mit dem B├╝rgermeister der Gemeinde Heddesheim die Aktualit├Ąt der Fakten ├╝berpr├╝ft. Schlussendlich haben wir uns erlaubt, dass ganze so zu formulieren, wie Sie es auf unserer Seite finden.“

„Die Antworten, die im Mitteilungsblatt und auf unserer Internetseite zu lesen sind, sind nicht exakt die Antworten vom 02.04.09.“ (unterstr. d. Red.)

Der BdS legt also Wert auf Sachverhalte und Inhalte und „formt“ dann seine Antworten so, dass es passt. Damit handelt der BdS oder vielleicht auch nur dessen Vorstand in der Information seiner Mitglieder und der ├ľffentlichkeit mindestens grob fahrl├Ąssig.

Da er allerdings dem Journalisten Hardy Prothmann gleichzeitig „Propaganda“ vorwirft, darf man vermuten, dass er mutwillig Informationen unterschl├Ągt, um eine nicht korrekte Darstellung des Sachverhalts seinerseits „zu propagieren“.

Unterschiedliche Niveaus

Der BdS schreibt weiter:
„Wir, d.h. der gesamte Vorstand des BdS Heddesheim, waren uns sicher, dass diese Botschaft verstanden werden k├Ânnte, sonst h├Ątten wir ein noch einfacheres Niveau der Darstellung gew├Ąhlt.“

Das ist nicht n├Âtig. Herr Prothmann gibt zu, dass er die Aussage: „Die Ver├Âffentlichung entspricht den Antworten…. Die Antworten (…) sind nicht exakt die Anworten“, tats├Ąchlich nicht versteht, da hilft auch kein noch einfacheres Niveau weiter.

Was Herr Prothmann auch nicht versteht, ist, wieso der BdS behauptet, Herr Prothmann h├Ątte „den Vorwurf erhoben“, der BdS h├Ątte Informationen durch den B├╝rgermeister fr├╝her als andere erhalten.

Das steht nirgendwo in dem Artikel. Zu lesen ist nur die Frage an den BdS, wenn die Antworten des B├╝rgermeisters am 2. April so gegeben worden w├Ąren, dann h├Ątte der BdS fr├╝her Antworten erhalten haben m├╝ssen als andere, da der B├╝rgermeister diese Informationen erst drei Wochen sp├Ąter „ver├Âffentlichte“.

Dem war ja aber nicht so, wie Herr Prothmann m├╝hevoll durch mehrmaliges Nachfragen dann herausgefunden hat.

Vorauseilender Gehorsam

Auch ist in dem Artikel keine Aussage zu einem „schmeichelhaften Einfluss“ getroffen worden.

Vielmehr steht darin, dass der BdS in seiner Darstellung unverantwortlich handelt, was der BdS in seiner neuen Ver├Âffentlichung durch Weglassen von Textteilen erneut best├Ątigt hat.

Und wenn schon von Einflussnahmen die Rede ist, dann doch wohl eher vom Rathaus auf den BdS und dessen vorauseilendem Gehorsam.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog


„Fristgerechte Antworten“

Guten Tag,

das heddesheimblog dokumentiert mit diesem Beitrag einen Schriftwechsel – mit dem BdS Heddesheim und B├╝rgermeister Michael Kessler. Leider brauchen Sie Zeit, um das alles zu lesen. Nehmen Sie sich diese Zeit, es lohnt sich!

Das heddesheimblog steht f├╝r Transparenz und Informationsfreiheit. Deswegen macht es den Schriftwechsel zum BdS und zum B├╝rgermeister Michael Kessler ├Âffentlich.

Das heddesheimblog achtet dabei zuallererst auf den „Quellenschutz“. Das bedeutet, „Quellen“, also private Personen, denen Nachteile aus einer Berichterstattung entstehen k├Ânnten, werden gesch├╝tzt. Sofern nicht anders m├Âglich, w├╝rde im Zweifel nicht Bericht erstattet.

Wie kann das sein, wenn man sich der Berichterstattung verpflichtet f├╝hlt, ist eine gute Frage?

Das kann so sein, wenn die „Quelle“ dadurch erhebliche pers├Ânliche, also private Nachteile in Kauf nehmen m├╝sste. Ohne Menschen, die ├╝ber Missst├Ąnde berichten, werden Missst├Ąnde nicht aufgedeckt.

Eine verantwortliche Presse sch├╝tzt diese „Quellen“ und sucht nach anderen M├Âglichkeiten, erhaltene Informationen trotzdem zu ver├Âffentlichen, ohne die „Quelle“ dadurch zu besch├Ądigen.

Im vorliegenden Fall sind die Quellen der BdS Heddesheim und B├╝rgermeister Michael Kessler.

Beide Quellen suchen die ├ľffentlichkeit und sind deswegen von uns befragt worden.

Beide Quellen sind ├Âffentliche und keine privaten Quellen.

Beide ben├Âtigen deswegen auch keinen besonderen Schutz, obwohl das heddesheimblog „Missverst├Ąndnisse“ durch gezielte Nachfragen ausr├Ąumen wollte.

Beide Quellen haben geantwortet. Wir dokumentieren die Korrespondenz:

——

Fragen an den BdS zu Ver├Âffentlichungen im Internet

28. Mai 2009, 18:53 Uhr

Guten Tag Frau Kemmet,
ich wollte nur eine Information ├╝berpr├╝fen:
Sie schreiben unter „Ergebnisse der Arbeitspruppe Pfenning“, dass Sie die Antworten des B├╝rgermeisters vom 02.04.09 ver├Âffentlichen.

Trifft es zu, dass die jetzige Darstellung nicht der ersten Antwort vom 2.4.09 entspricht, sondern erweitert wurde?

Au├čerdem wollte ich gerne wissen, woher Sie die detaillierten Informationen ├╝ber die vorl├Ąufigen Gutachten zum Pfenning-Projekt haben.

W├╝rden Sie mir dazu kurz eine Antwort senden?

Vielen Dank vorab.
Sch├Ânen Urlaub
Gru├č Hardy Prothmann

Frau Kemmet ist in Urlaub, deshalb wartet das heddesheimblog auf eine Antwort, bis Frau Kemmet wieder „im Dienst“ ist.

——

09. Juni 2009, 16:50
Sehr geehrter Herr Prothmann,

ich bin aus dem Urlaub zurück und wir haben im Vorstand des BdS die Thematik und Ihre Anfrage besprochen und uns entschieden, da es sich um ein sensibles (Unterstreichung, d. Red.) Thema handelt, Sie zu bitten, Ihre Fragen schriftlich zu formulieren.

Wir werden diese dann im Vorstand gemeinschaftlich bearbeiten und im Sinne unseres Vereines und unserer Mitglieder beantworten.

Wir bef├╝rchten, dass es├é┬áin einem m├╝ndlichen, bzw. fernm├╝ndlichen, Gespr├Ąch zu Missverst├Ąndnissen kommen kann, die eventuell zu widerspr├╝chlichen Darstellungen f├╝hren kann. (Unterstreichung, d. Red.)

Um diese, f├╝r beide Seiten unangenehme Gefahr der Missinterpretation zu vermeiden, halten wir diese Vorgehensweise f├╝r sinnvoll.

Freundliche Gr├╝├če

Nicole Kemmet BdS Heddesheim

Auch das heddesheimblog ist sehr bem├╝ht, keinen „unangenehmen Gefahren der Missinterpretation“ zu erliegen und stellt deshalb nochmals konkrete Fragen.

——

10. Juni 2009, 12:54 Uhr
Sehr geehrte Frau Kemmet,

ich stelle die Fragen gerne nochmal schriftlich, obwohl ich Sie ja schon in der anderen email ebenfalls schriftlich gestellt habe.

Sie haben auf den Seiten des BdS Informationen zum Thema Pfenning ver├Âffentlicht.

Zu lesen ist, dass Sie dem B├╝rgermeister am 19.03.09 Fragen zu Pfenning vorgelegt haben, die dieser mit Schreiben vom 2. April 2009 beantwortet hat. Danach listen Sie Fragen und Antworten auf.

Meine Frage dazu: Entsprechen die hier aufgef├╝hrten Antworten exakt den Antworten aus dem Schreiben vom 2. April 2009 oder wurden die Antworten erg├Ąnzt?

Wenn sie erg├Ąnzt wurden, lautet die Frage, wann das passiert ist?

Falls nicht, w├Ąren Sie bereit, mir eine Kopie der ersten Antwort geben?

Weiter f├╝hren Sie auf der Seite umfangreiche Informationen zur B├╝rgerveranstaltung auf.

Meine Frage dazu: Woher haben Sie diese Informationen? Liegen Ihnen die vorgestellten Gutachten vor?

Weiter schreiben Sie, dass aus der ersten Arbeitsgruppe die IG neinzupfenning geworden ist. Was bedeutet das? Sind die Mitglieder der IG nicht mehr im BdS? Hat der BdS eine neue Arbeitsgruppe gebildet? Hat der BdS eine „offizielle“ Haltung gegen├╝ber dem Pfenning-Projekt?

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Hardy Prothmann

Die Antwort ist sehr „gesch├Ąftsm├Ą├čig“. Telefonische Kontakte waren nicht m├Âglich, da das BdS-Telefon nie besetzt war. ├é┬áAuch Nachfragen auf R├╝ckruf wurde nicht entsprochen.

——

12. Juni 2009, 08:42 Uhr
Sehr geehrter Herr Prothman

wir, der Vorstand des BdS Heddesheim, haben Ihre Fragen bearbeitet, Sie finden diese in Anhang als pdf-Datei.

Freundliche Gr├╝├če

Nicole Kemmet BdS Heddesheim im Namen des Vorstand-Team

Die Antwort als pdf-dokument (nicht ver├Ąnderbar, also „eindeutig“)

Sehr geehrter Herr Prothmann,

1. Die Ver├Âffentlichung entspricht den Antworten aus dem Schreiben vom 02.04.09 von Herrn Kessler, die Informationen wurden am 21.04.09 im Zuge der Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“ durch die dort genannten Fakten erg├Ąnzt. Auch haben wir in einem Gespr├Ąch mit dem B├╝rgermeister der Gemeinde Heddesheim die Aktualit├Ąt der Fakten ├╝berpr├╝ft. Schlussendlich haben wir uns erlaubt, dass ganze so zu formulieren, wie Sie es auf unserer Seite finden.

2. Weiter f├╝hren wir umfangreiche Informationen auf, woher haben wir diese? Wie Sie oberhalb dieser Informationen auf unserer Seite lesen k├Ânnen: Protokollnotizen, BdS Heddesheim, N. Kemmet „Pfenning-Projekt“ Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“ 21. April 2009 (18.00 – 21.00 Uhr) Die Informationen zu den vorl├Ąufigen Gutachten wurden f├╝r alle interessierten B├╝rger in der Informationsveranstaltung am 21.04.09 genannt, zu der wir ebenfalls eingeladen waren. Da wir die Veranstaltung aufmerksam verfolgt und protokolliert haben, konnten wir die Ergebnisse einbeziehen.

3. Die Arbeitsgruppe wurde mit einem Auftrag, n├Ąmlich dem der Fragestellung zum „Projekt Pfenning-Ansiedlung“, ausgestattet, dieser wurde ausgef├╝hrt und erf├╝llt und die Arbeitsgruppe erhielt keinen neuen Auftrag. Gem├Ą├č unserer Satzung endet die Arbeit einer solchen Projektgruppe mit Abschluss des ihr gestellten Auftrags.

4. Die BdS-Mitglieder, die sich daraufhin in der IG engagiert haben, sind weiterhin Mitglied im BdS Heddesheim, uns sind derzeit keine Austritte bekannt. Das Engagement der IG „Nein zu Pfenning“ ist jedoch losgel├Âst vom BdS Heddesheim.

5. Der BdS Heddesheim beabsichtigt derzeit keine neue Arbeitsgruppe zum Thema „Pfenning- Ansiedlung“ zu bilden.

6. Der BdS hat insofern eine „offizielle“ Haltung, als dass wir uns als Partner der Selbstst├Ąndigen verstehen. Wir sind eine Gemeinschaft derjenigen, die bereit sind, eigene Verantwortung zu ├╝bernehmen. Laut unserer Satzung darf es nicht unser Ansinnen sein, Gewerbeansiedlungen zu verhindern. Gem├Ą├č ebendieser ist es unsere Aufgabe mit der Gemeindeverwaltung Kontakt zu halten, um die Anliegen des Handels, des Gewerbes und der freien Berufe zu kommunalen Fragen rechtzeitig vortragen und vertreten zu k├Ânnen und die Mitglieder ├╝ber Fragen der Gemeindeverwaltung aufzukl├Ąren. Unser erkl├Ąrtes Ziel ist es, weiterhin ├╝ber die Ergebnisse der verschiedenen Fachgutachten und Untersuchungen informiert zu werden und aktiv am Planungsprozess teilhaben zu k├Ânnen. Selbstverst├Ąndlich werden wir uns auch f├╝r eine Einbindung der Heddesheimer Betriebe bei der Vergabe von Auftr├Ągen einsetzen.

Freundliche Gr├╝├če

Nicole Kemmet im Namen des Vorstands des BdS Heddesheim

——

12. Juni 2009, 11:10 Uhr
Guten Tag Frau Kemmet,

danke f├╝r ihre Antwort. Ich muss dazu nochmals nachhaken.

Wenn die Antworten des B├╝rgermeisters vom 2.4.09 auf ein Schreiben des BdS vom 19.3.09 exakt die sind, die auf der Seite zu lesen sind, h├Ątte der B├╝rgermeister drei Wochen vor der „Einbeziehung der ├ľffentlichkeit“ im Detail einen Interessenverband informiert.

Politisch gesehen, w├Ąre das ein ziemlicher Skandal.

Wollen Sie das mir ├╝bersandte Schreiben tats├Ąchlich als Antwort gelten lassen oder sich nicht nochmal um meine Frage k├╝mmern?

Damit Sie mich richtig verstehen. Ich habe ihre Seite im Internet gefunden und war erstaunt über die Angaben der Daten. Deswegen habe ich bei Ihnen nachgefragt und um ein Telefonat gebeten, weil ich ohne Ãœberprüfung, ob hier ein Fehler vorliegt, keinen Artikel dazu verfassen wollte.

Sie schrieben mir, dass Sie bef├╝rchten „es k├Ânne etwas falsch verstanden werden, deswegen erfolge die Antwort schriftlich“. Auf die Unterstellung gehe ich nicht weiter ein. (Unterstreichung, d. Red.)

Sie haben mir nun schriftlich geantwortet. Ich wiederhole meine Anfrage und bitte um Kl├Ąrung. Daf├╝r lasse ich Ihnen bis einschlie├člich kommenden Montag Zeit.

Wenn die schriftliche Anwort weiter gilt, werde ich diese am Dienstag ver├Âffentlichen.

Beste Gr├╝├če
Hardy Prothmann

Das heddesheimblog bem├╝ht sich, „Missverst├Ąndnisse“ auszur├Ąumen. Wir rufen an, hinterlassen unsere R├╝ckrufnummer, wollen die Details kl├Ąren, um „Missverst├Ąndnissen“ vorzubeugen. Doch ein R├╝ckruf bleibt aus. Zu gro├č ist die Gefahr, dass es m├╝ndlich zu „Missverst├Ąndnissen“ kommt, scheint es.

——

14. Juni 2009 13:43 Uhr
Sehr geehrter Herr Kessler,

auf den Seiten des BdS sind Fragen an Sie und ihre Antworten zu lesen.

Nach Auskunft des BdS haben Sie diese Fragen mit Schreiben vom 2. April 2009 beantwortet.

Ich bitte dazu um Auskunft: Trifft diese Aussage zu?

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Hardy Prothmann
Redaktion heddesheimblog

——

15. Juni 2009, 20:28 Uhr
Guten Abend Herr Prothmann,
im Anhang unsere hoffentlich deutliche und eindeutige Antwort, ‚fristgerecht‘, zu Ihren erneuten Nachfrage.

Wir hoffen mit diesem Schreiben nachhaltige Klarheit schaffen zu k├Ânnen.

Freundliche Gr├╝├če

Nicole Kemmet im Namen des Vorstands des BdS Heddesheim

Guten Tag Herr Prothmann, wir schreiben:
„Die Ver├Âffentlichung entspricht den Antworten aus dem Schreiben vom 02.04.09 von Herrn Kessler, die Informationen wurden am 21.04.09 im Zuge der Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“ durch die dort genannten Fakten erg├Ąnzt.

Auch haben wir in einem Gespr├Ąch mit dem B├╝rgermeister der Gemeinde Heddesheim die Aktualit├Ąt der Fakten ├╝berpr├╝ft. Schlussendlich haben wir uns erlaubt, dass ganze so zu formulieren, wie Sie es auf unserer Seite finden.“

Das bedeutet: Die Antworten, die im Mitteilungsblatt und auf unserer Internetseite zu lesen sind, sind nicht exakt die Antworten vom 02.04.09. (Unterstreichung, d. Red.)

├óÔéČ┬óWir haben am 02.04.09 von Herrn Kessler ein Antwortschreiben erhalten

├óÔéČ┬óWir haben die Informationen, die wir am 21.04.09 auf der Informationsveranstaltung erhielten, in die Antworten eingearbeitet (Unterstreichung, d. Red,)

├óÔéČ┬óWir haben vor Ver├Âffentlichung der Antworten im Mitteilungsblatt mit dem B├╝rgermeister Heddesheims abgekl├Ąrt, ob die Fakten noch dem derzeitigen Kenntnisstand entsprechen.

D.h. dass es keinen politischen Skandal gegeben hat, indem wir vorab informiert gewesen w├Ąren.

Nein, wir haben unsere Informationen, zeitgleich mit ca. 500 interessierten B├╝rgern, auf der Informationsveranstaltung im Rahmen der Beteiligung der ├ľffentlichkeit an dem Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Gewerbegebiet „N├Ârdlich der Benzstrasse“, am 21.04.09, erhalten.

Deshalb schreiben wir auch in unserer Ver├Âffentlichung: „Wir, der Vorstand des BdS Heddesheim, m├Âchten Ihnen heute die gestellten Fragen und die entsprechenden Antworten und Ergebnisse, auf Basis der uns heute vorliegenden Informationen, zu diesen vorstellen.“

Wie Sie sehen, kann sogar eine geschriebene Stellungnahme zu Missinterpretationen f├╝hren.

Daher halten wir die vorgeschlagene Vorgehensweise f├╝r durchaus angebracht.

Wir bedauern sehr, wenn Sie das als Unterstellung verstehen wollen, wir wollten lediglich Missverst├Ąndnissen, in beiderseitigem Interesse, vorbeugen.

Freundliche Gr├╝├če

Nicole Kemmet im Namen des Vorstands des BdS Heddesheim

——

14. Juni 2009, 20:44 Uhr
Sehr geehrter Herr Prothmann,

Also da fehlt mir wirklich die Zeit dazu, mich mit der Internetseite vom BDS zu befassen. Ich denke, dass der BDS der richtige Ansprechpartner f├╝r Sie ist und bitte Sie, dort direkt anzufragen.

Mit freundlichen Gr├╝├čen

Michael Kessler

————————

Interessant ist, dass weder der BdS noch Herr Kessler den Schriftwechsel bestreiten. Indirekt bedeutet das, beide best├Ątigen den Vorgang.

Tats├Ąchlich tun sie das aber nicht. Der BdS sagt zun├Ąchst, es sei alles so wie dargestellt, dann aber: „Man habe sich erlaubt, das Ganze so zu formulieren, wie Sie es auf unserer Seite finden“.

Was bedeutet das? Der BdS legt also dem B├╝rgermeister Aussagen in den Mund, die sich der BdS „erlaubt“.

Und dem B├╝rgermeister „fehlt die Zeit, sich damit (seiner in den Mund gelegten Aussagen, d. Red.) zu befassen“?

Beides ist vollkommen unglaubw├╝rdig.

Ein verantwortungsvoller Verband w├╝rde immer darauf achten, dass „Aussagen“ best├Ątigt sind. Alles andere w├Ąre unverantworlich und unglaubw├╝rdig. Ein B├╝rgermeister oder sonst eine verantwortliche Person achtet normalerweise sehr genau darauf, was sie sagt und wie das dargestellt wird.

Der BdS hat also mit seinen Schreiben best├Ątigt, dass der B├╝rgermeister keine der „zitierten“ Aussagen in dieser Form getroffen hat, sondern man „sich erlaubt“ hat, die ├Âffentlichen Aussagen eines B├╝rgermeisters „zu formulieren“.

Der B├╝rgermeister wiederum ist nicht interessiert an dem, was ihm „erlaubt“ wurde zu sagen. Ihm fehlt die Zeit zur Pr├╝fung.

Das heddesheimblog hat versucht, die Fakten zur Sache zu recherchieren. Das Ergebnis: Der BdS-Vorstand kommt zwei Mal zusammen und formuliert offizielle Schreiben, die sich widersprechen und der B├╝rgermeister sagt, ihm fehle die Zeit, auf die Anfrage zu antworten.

Das Ergebnis ist: Der BdS best├Ątigt etwas, das er nicht best├Ątigen kann. Der B├╝rgermeister interessiert sich nicht daf├╝r oder hat keine Zeit zu Aussagen Stellung zu nehmen, die er angeblich oder tats├Ąchlich getroffen hat.

Die „Missverst├Ąndnisse“ sind so leider vorprogrammiert.

Interessant sind auch die Antwortzeiten: Um 20:28 Uhr antwortet Frau Kemmet „fristgerecht“ (im Laufe des Montags, d. Red.) und um 20:44 Uhr der B├╝rgermeister. Muss man da einen Zusammenhang oder nur einen Zufall vermuten?

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Wann wurde welche ├ľffentlichkeit informiert?

Der Bund der Selbstst├Ąndigen Heddesheim (BdS) hat auf seiner Internetseite Fragen an und Antworten von B├╝rgermeister Michael Kessler zur Pfenning-Ansiedlung ver├Âffentlicht.
Die Sache hat ein „Geschm├Ąckle“. Hat B├╝rgermeister Michael Kessler einen Interessenverband vor der B├╝rgerinformation am 21. April 2009 ├╝ber Details der geplanten Pfenning-Ansiedlung informiert?

Der BdS schreibt auf seiner Internetseite, der B├╝rgermeister habe die Fragen am 19. M├Ąrz 2009 erhalten und am 2. April 2009 beantwortet. Der BdS schreibt: „Wir, der Vorstand des BdS Heddesheim, m├Âchten Ihnen heute die gestellten Fragen und die entsprechenden Antworten und Ergebnisse, auf Basis der uns heute vorliegenden Informationen, zu diesen vorstellen.“

Auf Nachfrage des heddesheimblogs versicherte der BdS schriftlich, dass die Fragen am 19. M├Ąrz 2009 ├╝bermittelt wurden und die Antworten des B├╝rgermeisters schriftlich am 2. April 2009 den BdS erreichten – so wie im Internet nachzulesen.

B├╝rgermeister Kessler beantwortet nur Fragen,
die er beantworten will.

Das heddesheimblog fragte auch beim B├╝rgermeister direkt nach: Der antwortete, dass ihm die Zeit fehle, sich mit der Internetseite des BdS zu befassen. Man solle sich beim BdS kundig machen.

Das hatten wir bereits erledigt, ├╝brigens mit Nachfrage, weil die erste Antwort zu ungenau war.

B├╝rgermeister Michael Kessler hat also fast drei Wochen vor der Vorstellung des Projekts in der B├╝rgerinformation vom 21. April 2009 einem gesch├Ąftlichen Interessenverband Antworten geliefert, die der ├ľffentlichkeit zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt waren.

In der Gemeindeordnung f├╝r Baden-W├╝rttemberg hei├čt es:
„├é┬ž 20. Unterrichtung der Einwohner, B├╝rgerversammlung.
(1) Der Gemeinderat unterrichtet die Einwohner durch den B├╝rgermeister ├╝ber wichtige Angelegenheiten der Gemeinde und sorgt f├╝r die F├Ârderung des allgemeinen Interesses an der Gemeindeverwaltung.
(2) Wenn die Er├Ârterung wichtiger Gemeindeangelegenheiten mit den B├╝rgern erforderlich ist, soll der Gemeinderat eine B├╝rgerversammlung anberaumen. Die B├╝rgerversammlung wird vom B├╝rgermeister einberufen. Zeit, Ort und Tagesordnung der B├╝rgerversammlung sind rechtzeitig orts├╝blich bekanntzugeben. Den Vorsitz f├╝hrt der B├╝rgermeister oder ein von ihm bestimmter Vertreter. Die Teilnahme an der B├╝rgerversammlung kann auf die B├╝rger oder die Einwohner beschr├Ąnkt werden. Das Wort k├Ânnen nur B├╝rger erhalten; der Vorsitzende kann Ausnahmen zulassen.
(3) In gr├Â├čeren Gemeinden k├Ânnen B├╝rgerversammlungen auf Teile des Gemeindegebiets beschr├Ąnkt werden.
(4) Die Vorschl├Ąge und Anregungen der B├╝rgerversammlung sollen innerhalb einer Frist von drei Monaten von dem nach den Bestimmungen dieses Gesetzes f├╝r die Angelegenheit zust├Ąndigen Organ der Gemeinde behandelt werden.“

Presse, BdS, Pfenning ├é┬á–
alle werden vor den B├╝rgern informiert.

Auch die Presse wusste schon am 4. Februar 2009, dass Pfenning nach Heddesheim kommen will, was vom Gemeinderat erst am 18. Februar 2009 in ├Âffentlicher Sitzung bekannt gegeben worden ist – zwei Wochen nach den Presseberichten.

Es stellt sich die Frage, wie der B├╝rgermeister mit der ├ľffentlichkeit umgeht. Der BdS ist ihm zugeneigt, also erh├Ąlt der Interessen vertretende Verband fr├╝hzeitig Informationen. Die regionale Presse stellt keine einzige kritische Frage, also erh├Ąlt sie fr├╝hzeitig Informationen.

Die ├ľffentlichkeit, also die Heddesheimer B├╝rger, stellten dann w├Ąhrend der B├╝rgerinformation kritische Fragen, die aber nur ├é┬áin Teilen und bis heute unzureichend beantwortet wurden.

Kritische Nachfragen nicht erw├╝nscht –
daf├╝r aber ein bezahlter „Dialog“.

Das heddesheimblog wollte mit B├╝rgermeister Michael Kessler ebenfalls ein Interview nach der B├╝rgerinformation machen. Wir bekamen eine Absage.
Wir wollten auch gerne nochmal in die „vorl├Ąufigen Gutachten“, die w├Ąhrend der B├╝rgerinformation pr├Ąsentiert wurden, reinschauen. Wir bekamen eine Absage, weil die Gutachten ja „vorl├Ąufig“ seien und im ├â┼ôbrigen nicht vorl├Ągen (sp├Ąter bezieht sich Herr Kessler auf diese „vorl├Ąufigen“ Gutachten, als seien sie „aussagekr├Ąftig“).
Das heddesheimblog wollte im Zuge einer Ãœberprüfungsrecherche Einblick ins Grundbuch (wozu es ein positives Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt) nehmen. Auch dieses Ansinnen wurde verwehrt und wird nun prozessiert werden.

Am 2. Juni 2009 (also vier Monate nach der ├╝ber die Presse ver├Âffentlichten Information, dass Pfenning nach Heddesheim kommen will) gibt B├╝rgermeister Michael Kessler auf einer Pressekonferenz bekannt, dass der „Dialog mit den B├╝rgern begonnen werden“ solle.

Beauftragt wurde daf├╝r eine PR-Firma. Wie teuer das die Gemeinde kommt – keine Information, nur soviel: „Wir haben der Gemeinde ein gutes Angebot gemacht“, sagte die PR-Firma.

Lesen Sie zum Thema: Fristgerechte Antworten

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Spenden├╝bergabe an Waldpiraten

Die Organisatoren Marion und Holger Meier ├╝bergaben heute beim Stra├čenfest einen „symbolischen“ Scheck ├╝ber 10.359 Euro an Gabriele Geib vom Waldpiraten-Camp in Heidelberg.

„Die Idee von Holger Meier, in Heddesheim einen Hamsterlauf zugunsten der Waldpiraten zu veranstalten fand schnell Unterst├╝tzung und wurde ein gro├čer Erfolg“, sagte BdS-Vorsitzende Nicole Kemmet heute auf dem 28. Heddesheimer Stra├čenfest.

Holger Meier lief selbst 120 Runden auf dem Sportplatz und sammelte so „Rundengeld“ ein. „Hinzu kamen weitere Spender, manche haben auch einfach so Geld auf das Konto eingezahlt, weil sie helfen wollen“, sagte Nicole Kemmet.

Im Waldpiraten-Camp k├Ânnen sich krebskranke Kinder von den Strapazen ihrer Behandlung erholen und „Kraft tanken“.├é┬á„Das brauchen diese Kinder sehr“, sagte Gabriele Geib: „Und ich danke ihnen sehr f├╝r diese enorme Spendensumme. Dieses Geld bedeutet echte Hilfe. 80 Prozent der kranken Kinder ├╝berwinden die Krankheit, das sind 8 von 10 Kindern. Leider gibt es aber immer Kinder, die keine Chance haben.“

Gef├Ârdert werden die Waldpiraten von der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Der Heddesheimer Hamsterlauf stand unter der Schirmherrschaft von B├╝rgermeister Michael Kessler.

Nicole Kemmet dankte allen, die die Aktion zu einem Erfolg haben werden lassen:
Bauhof, die Musikband Just for fun, Bund der Selbstst├Ąndigen Heddesheim, den Spendern, Die Werbemacher GmbH, Fischerverein Heddesheim, Finanzberatung Thomas Seel, Fit plus, Getr├Ąnkemarkt Wallner, Katholische Frauengemeinschaft, Rotary-Hilfe Schriesheim-Lobdengau, Tennisclub Heddesheim, VdK, B90/Die Gr├╝nen, FDP, SPD, Elektro Kemmet, Landfrauen, Fortuna Heddesheim, Fortuna Heddesheim, Kohl-Sport, B├╝cherecke am Rathaus, Just for fun, Gospelchor Rainbows.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Anmerkung der Redaktion:
Leider gibt es zum Text keine Bilder, weil der Fotochip ein unfreiwilliges Bad in hei├čem Kaffee nicht schadlos ├╝berstanden hat – fragen Sie nicht, wie der Chip da hinein gekommen ist…. Wenn Sie uns ein Foto zur Ver├Âffentlichung einsenden m├Âchten: gerne!
redaktion (at) heddesheimblog.de