Donnerstag, 21. September 2017

B38: Fahrbahndecke wird eingebaut

Rhein-Neckar/Weinheim, 22. August 2013. (red/pm) Die B38 wird ab dem 26. August in Richtung Saukopftunnel zwischen den Kreuzungen Viernheimer Straße und Bergstraße B3 gesperrt. Die Fahrbahndecke wird im Bereich der Aus- und Einfädelspuren am südlichen Anschluss der Kreisverbindungsstraße – Kreisstraße K4229 – eingebaut. [Weiterlesen…]

Probleme mit dem Betriebssystem gef├Ąhrden die Sicherheit

Saukopftunnel bleibt bis Montag fr├╝h zu

Eine au├čerpl├Ąnm├Ą├čige Sperrung des Saukopftunnels f├╝hrt zu erheblichem Verkehrsaufkommen zwischen Weinheim und Birkenau. (Foto: Wikipedia/Ak84)

 

Weinheim, 22. November 2012. (red/aw) Am fr├╝hen Mittwochabend wurde der Saukopftunnel zwischen Weinheim und Birkenau au├čerplanm├Ą├čig gesperrt. Soft- und Hardware-Probleme konnten die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew├Ąhrleisten. Die Vollsperrung dauert in jedem Fall bis Montag, den 26. November, 05:00 Uhr an.

W├Ąhrend der Inbetriebnahme neuer Anlageteile im Haupt- und Fluchtstollen wurde die vorhandene betriebstechnische Anlage durch Software-und Hardwarekomponenten erweitert.┬áBei der Programmierung dieser neuen Anlagenteilen entstanden allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit dem bestehenden Betriebssystem. Diese veranlassten das Regierungspr├Ąsidium in Karlsruhe am fr├╝hen Mittwochabend den Tunnel auf der B38 zwischen Weinheim und Birkenau sofort zu schlie├čen. Wie das Regierungspr├Ąsidium mitteilte, sei die Sicherheit der Autofahrer nicht mehr gew├Ąhrleistet und die Sperrung daher unumg├Ąnglich.

Die bereits angek├╝ndigte Vollsperrung am Wochenende vom 23.11. bis 26.11.2012, von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr, findet zudem planm├Ą├čig statt. Die Autofahrer m├╝ssen daher bis mindestens Montagmorgen, 05:00 Uhr, auf die alte B38 ausweichen.

Allerdings kann es dadurch auch im Weinheimer-Stadtbereich zu erheblichen Behinderungen kommen, da im Bereich der Bundesstra├če B3 Bergstra├če/ Ecke Friedrichstra├če die Fahrbahndecke saniert wird. Zeitweise wird die Friedrichstra├če sogar ganz gesperrt.

Die beliebte Ausweichstrecke ├╝ber den Watzenhof in Hemsbach ist ebenfalls durch Bauarbeiten eingeschr├Ąnkt. Die Autofahrer sollten heute und morgen in jedem Fall mehr Zeit einplanen.

Sch├Âner Ausblick?

Neues von der Baustelle – Folge 11: Der Klotz w├Ąchst

Die riesigen Dimensionen werden langsam deutlich.

Heddesheim, 20. April 2012. (red) Wer sich bislang die Ausma├če des „Pfenning“-Projekts nicht so richtig vorstellen konnte, kann sich langsam aber sicher einen Eindruck verschaffen. Es wird ein sehr gewaltiger Betonklotz werden. Die n├Ârdliche Hallenreihe ist von der L├Ąnge her nun „erfassbar“. Interessant: W├Ąhrend „Pfenning“-Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger vor wenigen Monaten noch ank├╝ndigte, man wolle nun doch nicht die alten Standorte in Heddesheim konzentrieren, sagt Firmen-Patriarch Karl-Martin Pfenning genau das Gegenteil.

Weder der neue, „gute“ Nachbar Pfenning, noch die Gemeindeverwaltung Heddesheim legte Wert darauf, uns zur Grundsteinlegung einzuladen. Ist nicht schlimm, solche Termine sind sowieso langweilig und dienen nur der Selbstdarstellung.

Verlautbarungssender wie das Rhein-Neckar-Fernsehen hingegen sind sehr willkommen, die berichten ja auch vollst├Ąndig unkritisch das, was man ihnen vorsetzt und bei ner Grundsteinlegung gibts auch immer H├Ąppchen, das l├Ąsst man sich nicht entgehen.

Firmen-Patriarch Karl-Martin Pfenning darf dann behaupten, dass man hier das Gesch├Ąfts konzentriere, w├Ąhrend sein Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger vor ein paar Monaten davon sprach, es werde nun doch Neugesch├Ąft hier angesiedelt. Aber das kennt man schon von „Pfenning“ – wen interessiert schon das Geschw├Ątz von gestern? Man hat die Baugenehmigung in der Tasche, die Mehrheit des Gemeinderats und den B├╝rgermeister Kessler, also macht und sagt man, was man will. Zu Beginn der Planungen wurde mit einer Konzentration der Standorte geworben, dann hie├č es, man plane Neugesch├Ąft und jetzt soll doch wieder konzentriert werden.

Der n├Ârdliche Hallentrack ist in Teilen schon im Rohbau, die Bodenplatten sind gelegt. Wer sich den „Spa├č“ macht und mal den Brunnenweg entlang spaziert, stellt schon heute fest, dass der Blick auf die Bergstra├če definitiv weg ist.

Daf├╝r soll es ab September den ersten Lkw-Verkehr gehen. Angeblich nimmt man dann die erste Halle in Betrieb.

Was man weit und breit nicht erkennen kann, sind irgendwelche Vorbereitungen f├╝r den Gleisanschluss. Ob der nun kommt oder nicht, ist vermutlich sowohl der Gemeinderatsmehrheit als auch B├╝rgermeister Kessler egal. Die zeigten bei jedem Schwenk und jeder ├änderung in den Planungen bislang immer „Verst├Ąndnis“.

[nggallery id=202]

"Pfenning"-Bau geht - naja - voran

Neues von der Baustelle: Folge 6 – Es entwickelt sich

Hinter den Z├Ąunen wird ein wenig gebaggert.

Heddesheim, 11. Januar 2012. (red) Auf dem „Pfenning“-Gel├Ąnde geht es voran. Es ist eingez├Ąunt, ein paar Baucontainer stehen herum, ein paar Bagger baggern. Glaubt man „Pfenning“ – soll hier schon 2012 ein „Multicube“ stehen – nur fraglich, ob das bei dem Tempo klappen wird. 2013 soll sogar der Gleisanschluss schon in Betrieb sein.

Von Hardy Prothmann

In „Neues von der Baustelle“ haben wir in Folge 5 dar├╝ber berichtet, dass der gute Nachbar „Pfenning“ sich einz├Ąunt. Diese fundamentalen Arbeiten sind abgeschlossen.

Gro├če Teile des ehemals besten Heddesheimer Ackergel├Ąndes sind abgeschoben und damit zerst├Ârt. Wer sich dieser Tage das k├╝nftige „Pfenning“-Gel├Ąnde anschaut, sieht nur Schlamm. Und wundert sich ├╝ber den Zaun. Kein vern├╝nftiger Mensch w├╝rde dieses Gel├Ąnde betreten, au├čer f├╝r eine Schlammschlacht.

Der „gute Nachbar“ hatte zum November den Beginn der Bauarbeiten per Pressemitteilung angek├╝ndigt. Diese hat der B├╝rgermeister Kessler sofort an den Gemeinderat weitergeleitet, denn Kessler war unter Druck, geschah doch lange nichts. Dabei ist „Pfenning“ doch die Zukunftsrettung Heddesheims.

Nach fast zwei Monaten Beginn der Bauarbeiten ist, sagen wir mal, erstaunlich wenig passiert. Wenn „Pfenning“ in dem Tempo „weiterbaut“, wird das eine Dauerbaustelle f├╝r die n├Ąchsten zehn Jahre.

Nach eigener (sp├Ąrlicher) Darstellung will Pfenning aber schon dieses Jahr loslegen und 2013 soll sogar Schienenlogistik Realit├Ąt sein.

Wer genau hinschaut, sieht, dass das Gel├Ąnde vorbereitet wird. Es wird „entwickelt“, sprich, die wichtigen Versorgungsleitungen werden gelegt.

Und es gibt vermehrt Vermutungen, dass das halt einfach (nur) so ist. „Pfenning“, also Karl-Martin Pfenning und der Viernheimer Immobilien-Mensch Johann Georg Adler III (der nennt sich tats├Ąchlich so), haben zusammen eine Gesellschaft des b├╝rgerlichen Rechts bebildet und sind die alleinigen Investoren f├╝r das angebliche „100-Millionen-Euro-Projekt“.

Nach zwei Monaten "Bauaktivit├Ąt" ist das Ergebnis erstaunlich.

Nach au├čen ist es „Pfenning“ als Unternehmen, tats├Ąchlich sind es zwei Viernheimer Einzelinvestoren – zumindest ist der der letzte bekannte Stand.

Es gibt Vermutungen, dass die beiden gerade ein gro├čes Gesch├Ąft machen. Sie haben einen (bislang) g├╝ltigen Bebauungsplan, haben f├╝r l├Ącherliche 47 Euro pro Quadratmeter ein Filetst├╝ck gekauft, bereiten das jetzt vor und verkaufen das dann deutlich teurer zu einer traumhaften Rendite. So die Vermutungen.

Die Vermutungen fu├čen auf Indizien. Hatte „Pfenning“ zun├Ąchst davon gesprochen, regionale Lager zu konzentrieren und hatten B├╝rgermeister Michael Kessler, sein Organ Joseph Doll (CDU) und der willf├Ąhrige SPD-Sprecher J├╝rgen Merx immer wieder den Erhalt der Arbeitspl├Ątze in der Region hervorgehoben, hat „Pfenning“ vor kurzem Tacheles geredet: Es gehe um Neugesch├Ąft. Die alten Standorte bleiben, wo sie sind.

FDP-Vertreter Frank Hasselbring fand alles immer einfach „gut“ und stimmte voll zu.

Der gute Nachbar „Pfenning“ ist seit der entscheidenden Abstimmung zum Bebauungsplan ein Fremder in Heddesheim. Hat ihn jemand gesehen? Ist er pr├Ąsent? Informiert er ├╝ber das, was passiert auf der Baustelle? Pr├Ąsentiert er sich als guter Nachbar? Informiert er? Entschuldigt er sich f├╝r Belastungen?

Nein. Warum auch?

Politisch ist sein „Ding“ entschieden.

Man darf gespannt sein, wie sich die „Dinge“ entwickeln.

Man darf auf die Schlammschlacht gespannt sein.

 

 

 

Neues von der Baustelle: Folge 5 – Provisorium errichtet

Heddesheim, 14. Dezember 2011. (red) Ein Teil des Feldweges im nord├Âstlichen Teil des k├╝nftigen „Pfenning“-Gel├Ąndes ist abgerissen worden. Um die Verbindung zwischen Heddesheim, Hirschberg, Weinheim und Viernheim┬áf├╝r Fu├čg├Ąnger, Radfahrer und den landwirtschaftlichen Verkehr zu erhalten, wurde ein Provisorium errichtet. Auf Nachfrage teilte die Gemeinde mit, dass „Pfenning“ f├╝r die Kosten aufkommt und im Anschluss an die Bauma├čnahme der Weg leicht versetzt wieder hergestellt wird.

Information der Gemeinde Heddesheim:

„Nach Beginn der Bauarbeiten auf dem k├╝nftigen Betriebsgel├Ąnde von Pfenning logistics wird ab dem 05.12.2011 am vorhandenen Wirtschaftsweg zum Mooshof im Bereich des k├╝nftigen Betriebsgel├Ąndes ein Provisorium hergestellt.

Damit soll diese wichtige Wegeverbindung nach Hirschberg, Weinheim bzw. Viernheim aufrechterhalten werden, damit sie von Fu├čg├Ąngern, Fahrradfahrern und dem landwirtschaftlichen Verkehr weiterhin und weitestgehend unbeeintr├Ąchtigt von der Bauma├čnahme genutzt werden kann.

Das Provisorium ist auf dem beigef├╝gten ├ťbersichtsplan dargestellt und wird w├Ąhrend der Bauzeit so bestehen bleiben.

In der Zeit vom 05.12. bis 09.12.2011 wird das Provisorium hergestellt. In diesem Zeitraum ist eine Nutzung des bisherigen Wirtschaftsweges leider nicht m├Âglich. Wir bitten hierzu um Verst├Ąndnis.

Der Wirtschaftsweg wird nach Ende der Bauarbeiten wieder nach den Vorgaben des Bebauungsplanes ÔÇ×N├Ârdlich der Benzstra├čeÔÇť neu hergestellt werden.“

Gesch├Ąftsf├╝hrer Nitzinger verweigert jegliche Auskunft

Neues von der Baustelle: Folge 4 – „Pfenning“ z├Ąunt sich ein

Heddesheim, 08. Dezember 2011. (red) Nach ├╝ber drei Wochen seit dem „Baustart“ ist nach wie vor noch recht wenig los auf der „Pfenning“-Baustelle. Einige Bagger haben teilweise die obersten Schichten des Mutterbodens abgetragen und zu Erdw├Ąllen aufgeh├Ąuft.

Planierrauben haben diese Stellen verdichtet. Hier bilden sich Wasseransammlungen, da das Wasser im „Lellebollem“ (Heddesheimer Lehmboden) nun kaum mehr versickern kann.

Entlang des Brunnenwegs ist ein Schacht ausgehoben worden. Vermutlich f├╝r Versorgungsleitungen. Eine Firma hat begonnen, das Gel├Ąnde einzuz├Ąunen. Der nordwestlich gelegene Feldweg ist verschwunden. Die Zufahrtsstra├čen im Gewerbegebiet sind dreckig. [Weiterlesen…]

Neues von der Baustelle: Folge 3 – Hektische Eidechsenrettung wegen „bedauerlichem Fehler“

Heddesheim, 22. November 2011. (red) Obwohl „Pfenning“ zugesichert hatte, den ├Âstlichen Teil des Baugebiets bis M├Ąrz 2012 nicht zu bearbeiten, wurde dort heute auf einem rund 350 Quadratmeter gro├čen Streifen Erde abgeschoben. In diesem Streifen ├╝berwintern Zauneidechsen. Der gr├╝ne Gemeinderat Kurt Klemm schlug Alarm, der Naturschutzbund (Nabu)-Eidechsenexperte Bernd Gremlica raste aus Mannheim heran und forderte den Baggerfahrer auf, weitere Arbeiten sofort zu unterlassen. Kurz darauf trafen auch der Gutachter Dirk Bernd (Lindenfels) sowie „Pfenning“-Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger vor Ort ein.

Neues von der Baustelle

Neues von der Baustelle

Bernd Gremlica und Kurt Klemm sind sauer: „Der Baggerfahrer ist ja nur der Sch├╝tze Arsch, der macht nur, was man ihm auftr├Ągt“, kommentiert der Nabu-Eidechsenexperte Gremlica die Situation: Rund 350 Quadratmeter Eidechsen-Habitat sind platt gemacht.

Vor den beiden liegt ein gro├čer Streifen brauner Erde: „Wenn hier Eidechsen waren, sind sie jetzt platt“, sagt Kurt Klemm. Der Rest ist nicht zitabel.

Die beiden hatten im Gespr├Ąch mit dem Gutachter Dirk Bernd aus Lindenfels noch im September abgemacht, dass dieser seinen Auftraggeber „Pfenning“ anh├Ąlt, das ├Âstliche Gebiet bis einschlie├člich M├Ąrz 2012 nicht zu bearbeiten, um die dort gesichteten und dokumentierten Zauneidechsen schadlos ├╝berwintern zu lassen. Anfang April sollen die streng gesch├╝tzten Echsen eingefangen und dann an anderer Stelle ausgesetzt werden.

„Bedauerlicher Fehler“

Dirk Bernd best├Ątigte die Vereinbarung und sprach gegen├╝ber den Natursch├╝tzern von einem „bedauerlichen Fehler“. Er beriet sich kurz mit dem „Pfenning“-Gesch├Ąftsf├╝hrer Uwe Nitzinger, der sich uns gegen├╝ber mehr als wortkarg gab und keine Stellung nehmen wollte.┬á„Immobilien-Chef“ Dietmar Wollnitz stritt wie zu erwarten zun├Ąchst jeden Fehler ab. Die beiden waren wohl wegen des drohenden ├ärgers ebenfalls schnell herbeigeeilt, passierten die Natursch├╝tzer und parkten ihre Autos aber „in sicherer Entfernung“ von Klemm und Gremlica.

Letztlich steht aber doch fest, dass vor Ort „Fakten geschaffen“ worden sind und die Erdarbeiten gegen die getroffene Vereinbarung versto├čen haben. Das wiederum ist nicht wirklich eine neue Erfahrung in Zusammenhang mit dem „Vorzeigeunternehmen“ „Pfenning“.

Immerhin: Der Nabu-Experte Bernd Gremlica und der Natursch├╝tzer Kurt Klemm haben bei weiteren Besch├Ądigungen mit einer Anzeige gedroht, das zeigte Wirkung. „Pfenning“ soll sich nun verpflichtet haben, zum Ausgleich des Schadens an anderer Stelle eine Ausgleichsfl├Ąche zu besorgen und zu bezahlen.

Schade nur, dass die Bagger- und Betonmentalit├Ąt der „Pfenning“-Leute sich heute wieder best├Ątigt hat. Der neue „Nachbar“ scheint fest entschlossen, keine Freundschaft mit dem Ort schlie├čen zu wollen, sondern sich wie gewohnt ├╝ber Vereinbarungen hinwegzusetzen und nur auf Druck zu reagieren.

Kurt Gremlica und Kurt Klemm haben durch ihre beherzte Reaktion einen schlimmeren Eingriff verhindert. Hinter ihnen liegt das platt gemachte Eidechsen-Habitat.