Montag, 21. Mai 2018

Seit 15 Jahren mehr Chancen im Leben

„Job Central“ hilft Jugendlichen in den Beruf

Weinheim, 23. September 2014. (red/pm) Seit ĂŒber 15 Jahren gibt es „Job Central“. Die Agentur hilft Jugendlichen dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden und will den Berufseinstieg erleichtern. TrĂ€ger der Einrichtung sind die Stadt Weinheim, der Stadtjugendring und die Freudenberg-Stiftung, sowie die Nachbarkommunen Schriesheim, Heddesheim, Hirschberg, Gorxheimertal, Laudenbach und Hemsbach. [Weiterlesen…]

Servus und griaß De, Christopher!

Christopher Horn, VolontĂ€r der TegenerseerStimme.de, ist fĂŒr fĂŒr Wochen Gast in unserer Redaktion.

Christopher Horn, VolontĂ€r der TegenerseerStimme.de, ist fĂŒr fĂŒr Wochen Gast in unserer Redaktion.

Rhein-Neckar, 05. August 2013. (red) Seit heute begrĂŒĂŸen wir einen waschechten Bayer bei uns in der Kurpfalz. Christoper Horn kommt von der TegernseerStimme, unserem Partnerblog vom schönen oberbayerischen Tegernsee. Im Rahmen der Nachwuchsausbildung haben unsere Redaktionen einen VolontĂ€rstausch vereinbart, damit die jungen Kollegen einen Einblick in andere Redaktionen und deren ArbeitsablĂ€ufe erhalten. [Weiterlesen…]

Die angehende Polizeimeisterin Sabrina Daum im PortrÀt

Überzeugt, das Richtige zu tun

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

 

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ms) Pfefferspray und Pistole gehören fĂŒr gewöhnliche Praktikanten eher nicht zur StandardausrĂŒstung. FĂŒr Sabrina Daum schon. Die 24-JĂ€hrige ist gerade dabei, einen Traum zu verwirklichen: „Schon seit meiner Kindheit will ich unbedingt Polizistin werden.“ [Weiterlesen…]

Gabis Kolumne

Von Wurzeln und FlĂŒgeln

Es gibt viel Literatur zu diesem Thema. Quelle: Francke-Buchhandlung

Rhein-Neckar, 08. Oktober 2012. Gestern waren die Kinder noch im Kindergarten und heute ziehen sie aus. So kommt es zumindest Gabi und ihren Freundinnen vor. Das macht Kummer und birgt aber auch neue Möglichkeiten.

Okay, okay, wir haben es schon lange gewusst: Irgendwann ziehen sie aus. Und das kommt dann ganz plötzlich. Man hat das GefĂŒhl erst vor Kurzem kamen sie in den Kindergarten, gestern in die Schule und und nur einen Augenblick spĂ€ter, ziehen sie aus.

Es gibt so einen netten, viel zitierten, ich glaube, indischen Spruch:

Solange Kinder klein sind, gib ihnen tiefe Wurzeln, wenn sie Ă€lter geworden sind, gib ihnen FlĂŒgel.

Das mit den Wurzeln, meine ich, haben wir ganz gut hingekriegt, aber das mit den FlĂŒgeln ist ganz schön schwer.

Das vergangene Jahr, raste nur so dahin und auf das Abi zu. Klar, war mir bewusst, danach wird sich mein Sohn um einen Studienplatz bewerben und ziemlich sicher ausziehen. Und das ist auch gut so. FĂŒr ihn und fĂŒr mich. Das ist der Lauf der Dinge. Und dann ist es plötzlich so weit. Und aus der Distanz schien alles einfacher.

Jetzt ist es ja nicht so, dass mich das Schicksal „verwaiste Mutter“ allein betrifft, sondern dass ein Großteil meiner Freundinnen dies mit mir teilen. Ob die Kinder nun eine Ausbildung oder ein Studium machen.

Gemeinsam haben wir unsere Kinder in die KindergĂ€rten geschickt, in die Grundschule, auf die weiterfĂŒhrenden Schulen. Wir hatten durchwachte NĂ€chte als sie klein und krank waren und spĂ€ter, wenn sie zu spĂ€t oder nicht nach Hause kamen. Wir haben die Streitigkeiten mit Freunden mit durchlitten und ihr erster Liebesummer war der unsere. Es gab die Höhen und die Tiefen und jeder, der Kinder hat, weiß wie hoch und wie tief es gehen kann.

„Ich bin froh, wenn du mal ausgezogen bist und deine WĂ€sche selbst wĂ€schst“, diesen Satz hat wohl jeder mal gesagt oder zumindest gedacht. Und dann steht der Umzugswagen vor der TĂŒr, die Koffer sind gepackt – und man fĂŒhlt sich hundeelend.

Die Tochter einer Freundin hat einen Studienplatz in MĂŒnchen bekommen, das ist ganz schön weit weg. Wir haben uns kennen gelernt, als wir die Kinderwagen unserer Erstgeborenen durch die Gegend schoben. Wir kamen ins GesprĂ€ch zwischen den Regalen im Drogeriemarkt, direkt vor den Windeln. Ihre Tochter war dreieinhalb, mein Sohn war zwei Wochen alt. Wir waren jung und leicht ĂŒberfordert mit der neuen Lebensaufgabe. Jetzt 18 Jahre spĂ€ter, sind wir es wieder.

„Du musst den Schmerz zulassen“, hat sie zu mir gesagt, „ich habe tagelang immer wieder geheult, meine Tochter mit den Koffern am Bahnhof, das war ziemlich hart“.

Der Sohn einer anderen Freundin ist vor ĂŒber einem Monat in die NĂ€he von DĂŒsseldorf gezogen. Auch das ist sehr weit. „Er hat im Umzugswagen meine Hand bis Worms gehalten, das hat er schon seit Jahren nicht mehr gemacht“, erzĂ€hlt sie.

Abschied und Neuanfang

„Mein Kind war am Wochenende da“, berichtet eine weitere Freundin und strahlt. „Plötzlich können wir wieder viel besser miteinander reden und meine Tochter ruft oft an und fragt nach meinem Rat, das war schon lange nicht mehr so“, erzĂ€hlt sie glĂŒcklich.

Bei uns war es letzte Woche so weit. Mein Sohn hat einen Studienplatz an einer Uni bekommen, die keine 100 Kilometer entfernt liegt. „Du hast es gut“, sagten meine Freundinnen, „du kannst fĂŒr einen Nachmittag dort vorbei fahren und er kann auch nur mal zum Mittagessen kommen“.

Doch Entfernung ist nicht alles. Denn hart sind die Umzugskartons, die im Zimmer stehen, die Bilder, die von der Wand genommen werden. Es ist ein Abschied nicht von dem Kind, sondern von einer Zeit. Es ist ein Abschnitt und es ist ein Neuanfang, fĂŒr Eltern und Kinder. Es ist das Loslassen, das so schwer fĂ€llt.

Es ist der Alltag, der sich Ă€ndert: Man deckt fĂŒr eine Person weniger den Tisch und im Supermarkt will man noch zu den Lieblingsspeisen greifen. Es ist eine TĂŒr, die nicht mehr geöffnet und geschlossen wird. Es ist laute Musik, die nicht mehr durchs Haus halt. Es ist einfach mein Kind, das fehlt.

„Beim zweiten Kind, das auszieht, ist es schon leichter“, tröstet mich eine Freundin und sich selbst, deren Erstgeborener schon vor Jahren ausgezogen ist. Sie hat noch einen dritten Sohn, der noch zu Hause lebt, wenn er geht, wie ist es dann? DarĂŒber will sie nicht nachdenken.

Die Tochter einer Freundin bleibt noch ein Jahr zu Hause, sie macht ein Freiwilliges Soziales Jahr. „Manchmal wĂ€re ich froh“, sagt sie, „sie wĂŒrde auch ausziehen“. Aber nur manchmal, gibt sie zu und ist froh, dass dies noch ein Jahr warten kann.

„So lange es ihm gut geht, ist es fĂŒr mich auch gut“, sagt eine Freundin. Sie hat ihren Sohn ĂŒber vier Wochen nicht gesehen. Jetzt habe er Heimweh, erzĂ€hlt sie und fĂ€hrt ihn besuchen.

Aktionismus ist gut gegen Kummer

Also letzte Woche war es nun so weit. Die Kartons waren gepackt, der Transporter gemietet. Schon in der FrĂŒh standen die Freunde meines Sohnes auf der Matte und packten Möbel und Umzugskisten ein. Und Aktionismus ist bekanntlich das beste Rezept gegen Kummer.

„Ich weiß im Moment nicht, wo ich hingehöre“, sagte mein Sohn dieser Tage:

Zuhause bin ich eigentlich schon weg und in meiner WG bin ich noch nicht angekommen.

„Du gehörst zu mir“, will ich sagen und weiß, dass es falsch ist. Denn, und hier bemĂŒhe ich den Spruch des libanesisch-amerikanischen Philosophen und Dichters Kahlil Gribran:

Deine Kinder sind nicht deine Kinder,
sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
(…)

„Das wird schon, das geht schneller als du denkst“, sage ich stattdessen und verspreche, ihn nĂ€chsten Sonntag zu besuchen.

Die FlĂŒgel sind schon da, aber jetzt mĂŒssen sie noch groß und krĂ€ftig werden. FĂŒr ihn und fĂŒr mich.

(Das Buch Gib mir Wurzeln, schenk mir FlĂŒgel gibt es bei Amazon.)

MdL Uli Sckerl verteidigt den grĂŒn-roten Sparhaushalt vor dem Hintergrund von 140 Milliarden Euro Schulden

CDU-Erbe: „Griechische VerhĂ€ltnisse sind da nicht weit weg“

Rhein-Neckar/Ladenburg, 03. Oktober 2012. (red/la) WĂ€hrend die SPD noch immer Geschenke versprĂ€che, wĂŒrden die GrĂŒnen darauf setzen dem WĂ€hler die bittere Wahrheit zu sagen. Bei der Kreisversammlung der GrĂŒnen am 20. September im Ladenburger Domhof erklĂ€rte Uli Sckerl, wie die Koalition das strukturelle Haushaltsdefizit 2020 in den Griff bekommen will und trotzdem gestalten will. Die CDU habe ĂŒber Jahrzehnte defizitĂ€r gewirtschaftet und einen desolaten Schuldenstand von 140 Milliarden Euro hinterlassen.

Von Reinhard Lask

Der Haushalt Baden-WĂŒrttembergs umfasst dieses Jahr 38,8 Milliarden Euro. Die Verschuldung des Landes betrage 140 Milliarden Euro. Finanziell gesehen hatte der grĂŒne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl nur schlechte Nachrichten zu verkĂŒnden.

Vertuschte Schulden

Die grĂŒn-rote Landesregierung habe beim Kassensturz 2011 eine strukturelle DeckungslĂŒcke in Höhe von 2,5 Milliarden Euro entdeckt.

Wir geben jedes Jahr 2,5 Milliarden Euro mehr aus, als wir einnehmen. Schwarz-gelb hat diese LĂŒcke jahrelang vertuscht. Griechische VerhĂ€ltnisse sind da nicht weit weg. Es ist ein unbequemer Job diese LĂŒcke wegzubekommen. Das wird auch zu Protesten bei vielen unserer Freunde geben.

Das grĂ¶ĂŸte Problem beim Sparen sei, dass das Land auf die meisten seiner Einnahmen und Ausgaben keinen Einfluss habe. Die meisten Steuern erhebe der Bund. Diese Einnahmen wĂŒrden nach bestimmten SchlĂŒsseln den BundeslĂ€ndern zugewiesen.

Personalausgaben sind ein SchlĂŒssel

Die Forderung „Erhöht doch einfach die Steuern“ könne ein Bundesland kaum umsetzen. 17 Milliarden Euro zahle das Land allein fĂŒr Löhne, GehĂ€lter und Renten – 44 Prozent des Staatshaushaltes. 6,6 Milliarden erhielten die Gemeinden als Zuweisungen.

Das meiste davon ist fest vereinbart. Es gibt kaum Posten, die vom Land beeinflusst werden können. Die meisten davon sind Pflichtleistungen, nur wenige sind freiwillige Leistungen, die man streichen kann. Hinzu kommt ein milliardenschwerer Sanierungsstau bei den Hochschulen oder Kliniken. Wir können also die 2,5 Milliarden Euro umfassende StrukturlĂŒcke nicht abbauen, ohne an die GehĂ€lter und Personalausgaben ranzugehen.

Allerdings will die Landesregierung die 227.000 Personalstellen des Landes ohne betriebsbedingte KĂŒndigungen reduzieren.

Wir werden die demografische Rendite und die hohe Zahl von AltersabgÀngen bis 2020 mitnehmen.

Sprich: Wenn Mitarbeiter in Rente gehen, gibt es fĂŒr diese Stellen keine Nachfolger. Die Polizei soll von weiteren Sparmaßnahmen ausgenommen bleiben – zumindest im kommenden Doppelhaushalt:

Mit der schwierigen Reform hat die Polizei ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet.

Auch im Bildungsbereich, soll es keine weiteren MittelkĂŒrzungen geben. Dabei verteidigte Sckerl die Abschaffung der StudiengebĂŒhren:

150 Millionen Euro StudiengebĂŒhren weniger einzunehmen ist finanzpolisch zwar eine SĂŒnde, war sozialpolitisch aber absolut richtig.

Bei den Schulen sollen die vorhandenen Lehrer effektiver eingesetzt werden. Lehrer mĂŒssten viel zu oft unterrichtsfremden TĂ€tigkeiten nachgehen. Deputats- und Lehrerstellensteuerungen sollen Lehrer an passende Stellen bringen. Die Situation sei auf dem Papier richtig gut:

Mit 1:14 besitzt das Land derzeit die höchste Lehrer-SchĂŒler-Relation in der Geschichte. Wichtig ist nun intelligentere Systeme einzufĂŒhren, dass dies auch unten ankommt.

Straffes Sparprogramm

Bis 2014 sollen 800 Millionen Euro der 2,5 Milliarden-Euro-LĂŒcke eingespart sein. Im Doppelhaushalt 2015/16 sollen es weiter 200 Millionen Euro werden. Danach sind strukturelle Maßnahmen geplant, um die restlichen 1,6 Milliarden Euro einzusparen. Ab 2017 will die Landesregierung – wenn sie denn wiedergewĂ€hlt wĂŒrde – auch die RegierungsprĂ€sidien umbauen und dabei die Verwaltung straffen.

Wir sind erste Regierung, die sich grundsĂ€tzlich an den Schuldenabbau macht. Wir sind auch die einzigen, die versuchen, das Sparen und Gestalten in Einklang zu bringen. CDU und FDP haben jahrelang Schiss gehabt dem WĂ€hler die Wahrheit zu sagen. MinisterprĂ€sident Erwin Teufel hat ĂŒbrigens die meisten Schulden gemacht.

Spitzen in Richtung SPD

Dabei verteilte Sckerl auch Spitzen in Richtung Koalitionspartner:

Wir GrĂŒne machen uns die HĂ€nde schmutzig, aber der Sozialdemokrat möchte Wohltaten verteilen und die Spendierhosen anhaben. Trotzdem werden wir dem BĂŒrger die unangenehmen Wahrheiten mitteilen. Wenn wir diese BewĂ€hrungsprobe schaffen, bleiben wir lange oben. Wenn ihr mit kritischen Gewerkschaftlern reden wollt, werden wir euch dabei unterstĂŒtzen. Wir machen das nicht im stillen KĂ€mmerlein.

Im Land herrsche weitgehende Unkenntnis darĂŒber, wie schlecht die Lage ist.

Mappus hat schöne schwarze Töne verbreitet. Die wurden breit und unkritisch in den Medien publiziert. Aber die meisten kennen nicht mal den Schuldenstand von 140 Milliarden Euro.

Leider mĂŒssten nun die GrĂŒnen die schlechte Botschaft ĂŒberbringen.

Und das ist keine vergnĂŒgungspflichtige Veranstaltung.

Streife im Quadrat

Mannheim, 25. Mai 2012 (red/pol) Die Polizei Mannheim sucht NachwuchskrĂ€fte. Einen besonderen Schwerpunkt möchte man auf Bewerber mit Migrationshintergrund legen. Besonders fĂŒr die Quadratestatt mit ihrer multikulturellen Bevölkerung, können diese Bewerber von Vorteil sein.

Information der Polizei Mannheim:

„Mit einem eigenen Internetauftritt und weiteren technischen Neuheiten ist das PolizeiprĂ€sidium Mannheim auf Nachwuchssuche.
Unter www.streife-im-quadrat.de wurde ein attraktives Informationsangebot erstellt, das direkt auf den Kreis der Berufsinteressenten zugeschnitten ist.
Ein besonderes Augenmerk legt die Internetseite auf die Suche nach Bewerbern mit auslĂ€ndischen Wurzeln. „Wir sind eine offene Polizei und wollen den Vorteil einer kulturellen Vielfalt fĂŒr die Arbeit der Polizei nutzen. Durch den hohen Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund in Mannheim haben wir gute Chancen, geeignete Bewerberinnen und Bewerber fĂŒr uns zu gewinnen“, antwortet Projektleiter Joachim Scholl, Leiter des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt.
Damit die Web-Site gut frequentiert wird, wurde auf allen Streifenwagen des PolizeiprÀsidiums ein QR-Code angebracht. Am Polizeiberuf interessierte Jugendliche können so mit ihrem Smartphone den Wegweiser zur neu gestalteten Internetseite einlesen.
„Wir haben sehr viele Kolleginnen und Kollegen gewinnen können, die sich bereit erklĂ€rt haben, bei dieser Nachwuchskampagne aktiv mitzuwirken.
Wichtig ist uns der Bezug zu Mannheim, was durch die Wahl des Logos und die Motive der erstellten Fotos und Videos deutlich zum Ausdruck gebracht wird“, betont PolizeiprĂ€sidentin Caren Denner.
Das Internetangebot unter www.streife-im-quadrat.de beinhaltet neben einem Einstellungscheck auch aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen und Bewerbertrainings. „Zu fast allen Fragen rund um das Thema Ausbildung bei der Polizei können wir auf unserer Seite eine Antwort prĂ€sentieren“, so Projektmitglied Michael Schwenk.
Zur Steigerung der Chancen bei der EinstellungsprĂŒfung wurden eigens fĂŒr die Berufsinteressenten Videos zum sportlichen Auswahltest der Polizei produziert und online gestellt. „Wir wollen unseren potentiellen Nachwuchs optimal auf die Tests vorbereiten und haben hierfĂŒr spezielle Trainings in unserem Beratungsangebot.
So lernen wir unsere zukĂŒnftigen Auszubildenden bereits frĂŒhzeitig kennen und können uns ein Bild ĂŒber ihren Fitnesszustand machen.“ erlĂ€utert Einstellungsberaterin Bianca Erbs.
In dem noch bis Ende 2012 laufenden Projekt sollen in Kooperation mit Institutionen und Vereinen sowie dem Migrationsbeirat der Stadt Mannheim außerdem Aktionsveranstaltungen durchgefĂŒhrt werden, mit dem Ziel, qualifizierten Nachwuchs zu finden.
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Internetseite unter www.streife-im-quadrat.de zu besuchen.“

Weil der Job auch Spaß machen soll

Weinheim, 26. Januar 2012. (red/pm) Am Dienstag, 7. Februar, von 9 Uhr bis 13 Uhr, veranstaltet „Job Central“ im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim einen Berufeparcours, bei dem die Jugendlichen spielerisch mit den AblĂ€ufen verschiedener Berufe vertraut gemacht werden.

An etwa 25 Stationen können die Jugendlichen praktische berufliche Übungen ausfĂŒhren und somit einen Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen. Die SchĂŒler wĂ€hlen sich eine bestimmte Anzahl von Aufgaben aus, die sie gerne bearbeiten möchten und notieren sich anschließend auf einem Laufzettel, mit welchem Erfolg sie diese lösen konnten.

Es sind die Handgriffe, die spĂ€ter einmal in Fleisch und Blut ĂŒbergehen sollen. Das spiegelverkehrte Zeichnen zum Beispiel. Frisörinnen und Zahnarzthelferinnen brauchen das tĂ€glich. Einen Piepser anzuschließen, das wird fĂŒr einen Mechatroniker ebenso zum TagesgeschĂ€ft gehören wie das Tisch eindecken fĂŒr einen Restaurant-Fachangestellten. „Macht mir so etwas Spaß?“ „Geht mir das leicht von der Hand?“ „Liegt mir das?“

Das sind Fragen, die sich AchtklĂ€sslerinnen und AchtklĂ€ssler der Haupt- und Werkrealschulen der Region natĂŒrlich stellen: „Welcher Beruf passt einmal zu mir?“
Die Regionale Jugendagentur „Job Central“, die Jugendliche von der Bergstraße und dem vorderen Odenwald an das Berufsleben heranfĂŒhrt, bietet jetzt wieder einmal die Möglichkeit, Antworten zu finden.

Beteiligte Schulen sind die Karl-Drais-Schule, die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, die Peter-Koch-Schule, Weinheim, die Werkrealschule Unterer Neckar, Ladenburg und die Friedrich-Schiller-Schule, Hemsbach.
MĂ€dchen und Jungen absolvieren den Parcours ĂŒbrigens getrennt, um die Tests möglichst frei von Rollenzuschreibungen ausprobieren zu können. UnterstĂŒtzt wird „Job Central“ von der Jugendagentur Heidelberg, Ehrenamtlichen des WUB, der Arbeitsagentur Mannheim und vom EuropĂ€ischen Sozialfond.

Rhein-Neckar-Kreis sucht mehrere Azubis fĂŒr technische Berufe ab 2012


Heidelberg, 07. September 2011. (red/pm) Das Landratsamt als einer der grĂ¶ĂŸten kommunalen Arbeitgeber der Region sucht fĂŒr das Ausbildungsjahr 2012 noch motivierte und zuverlĂ€ssige Menschen fĂŒr mehrere AusbildungsplĂ€tze in den Berufen Vermessungstechniker/in, StraßenwĂ€rter/in und Forstwirt/in.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar:

Wer sich fĂŒr einen solchen Ausbildungsplatz interessiert, kann sich bis zum 15. Oktober 2011 mit den ĂŒblichen Unterlagen wie Lebenslauf und Zeugnisse schriftlich bewerben beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Haupt- und Personalamt, Postfach 10 46 80, 69036 Heidelberg. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rhein-neckar-kreis.de – Stichwort: Ausbildung oder von Thomas Böbel, Tel. 06221/522-1211.“

Auf Nachfrage erhielten wir folgende zusĂ€tzliche Informationen: Bewerber mĂŒssen fĂŒr die Ausbildung Vermessungstechniker/StraßenwĂ€rter mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen, fĂŒr die Vermessungstechnik sind eine mittlere Reife sowie gute Mathematik-Kenntnisse gewĂŒnscht. StraßenwĂ€rter und Forstwirte sollten Freude an der Arbeit im Freien haben und ĂŒber eine gute körperliche Konstitution verfĂŒgen.

FĂŒr jeden Beruf werden mindestens zwei AusbildugnsplĂ€tze angeboten, bevorzugt an SchulabgĂ€nger. Der Verdienst liegt bei rund 700 Euro im ersten Lehrjahr, 750 Euro im zweiten und 800 Euro im dritten Lehrjahr. Wenn freie Stellen vorhanden sind, ist eine ÃƓbernahme bei guter Leistung von Seiten des Landratsamt gewĂŒnscht.

Forstwirte absolvieren ihre Ausbildung am StĂŒckpunkt NeckargmĂŒnd, StraßenwĂ€rter bei der Straßenmeisterei Neckar-Bischofsheim, Vermessungstechniker in Heidelberg und bei der Außenstelle Sinsheim.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das Rheinneckarblog.de

JKS-Rektorin Rudolf entlĂ€sst 9. und 10. Klasse: „Habt Mut zur Freiheit“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Juli 2010. 41 Jungen und MĂ€dchen feierten am Freitagabend, den 23. Juli 2010, ihre Entlassfeier. Die meisten machen mit der schulischen Ausbildung weiter, ein HauptschĂŒler und acht WerkrealschĂŒler beginnen eine Lehre. FĂŒrs erste feierten die SchĂŒlerInnen ihren Erfolg: Alle haben bestanden.

Von Sabine Prothmann

41 Jungs und MĂ€dchen feierten gestern ihren Abschluss ihrer Schulzeit in der Johannes-Kepler-Schule. 25 haben ihren Hauptschulabschluss und 16 ihre Werkrealschulreife bestanden.

Die beiden Abschlussklassen hatten ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Familien, Lehrern und Freunden einen Einblick in ihre Schulzeit gewÀhrte.

Kevin Einsmann-Pons, Absolvent der 10. Klasse, und Julia Hartmann, Absolventin der 9. Klasse, begrĂŒĂŸten die GĂ€ste und fĂŒhrten charmant durchs Programm.

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Entlassfeier an der Johannes-Kepler-Schule. Bild: hedesheimblog.de

„Bleibt dran, wenn ein Weg nicht weiterfĂŒhrt, dann versucht einen anderen“, sagte BĂŒrgermeister Michael Kessler. „Lernen gegen den Strom, ist wie rudern gegen den Strom.“ Beides sei sehr beschwerlich.

Kessler erinnerte in seiner Rede an die „schwierige Zeit“ im vergangenen Jahr, als die Zukunft der Johannes-Kepler-Schule neu entschieden und der Sitz fĂŒr die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim zugunsten Hirschbergs beschlossen wurde. „Wir sind entschlossen weiterhin fĂŒr eine bestmögliche Bildungschance zu sorgen“, sagte Kessler.

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus.“ Manfred Scholl

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus“, betonte der Elternbeiratsvorsitzende Manfred Scholl in seiner Ansprache. Beharrlichkeit und der Glauben an sich selbst, sei wesentlich fĂŒr die Zukunft. „Und bleibt in Kontakt“, appellierte Scholl an die Absolventen.

Kevin Einsmann-Pons erinnerte sich in seiner SchĂŒlerrede an das ereignisreiche 10. Schuljahr. Kaum habe das Jahr begonnen standen schon die ProjektprĂŒfungen an und schon bald darauf hĂ€tte man fĂŒr die AbschlussprĂŒfung lernen mĂŒssen.

Erinnerung an Elena GrÀf.

Julia Hartmann erwĂ€hnte den tragischen Tod ihrer MitschĂŒlerin Elena GrĂ€f im vergangenen Sommer und kĂ€mpfte sichtbar mit ihren TrĂ€nen. „Du bist unglaublich mutig“, sagte Rektorin Rudolf, die selbst mit der RĂŒhrung kĂ€mpfen musste und unterstĂŒtzend zu Julia Hartmann auf die BĂŒhne kam.

In ihrer Ansprache als Rektorin machte Rudolf der 9. und der 10. Klasse ein großes Kompliment fĂŒr die Feier, die sie in Eigenregie geplant hatten.

„Ich wĂŒnsche euch den Mut zur Freiheit.“ Hiltrud Rudolf.

„Ich wĂŒnsche euch den Mut zur Freiheit“, sagte Hiltrud Rudolf. Seid unabhĂ€ngig, von dem , was andere von euch erwarten, seid mutig, seid frei, in dem was ihr denkt und wĂŒnscht, damit ihr erkennt, dass euer Leben ein Ziel und ein Sinn hat, ermahnte die Rektorin mit bewegenden Worten ihre Absolventen.

Als Klassenlehrerin der 9. Klasse erinnerte sich Rudolf an ein Jahr mit Respekt und Ehrlichkeit und einer gehörigen Portion Humor, denn „trotz massivem Widerstand, habt ihr es nicht geschafft durchzufallen“.

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Die 12 MĂ€dchen und 13 Jungen haben ihren Hauptschulabschluss im Durchschnitt mit 2,8 bestanden. Als Klassenbeste wurden Linda Lange und Dominik Schul (beide 2,0) ausgezeichnet. Einen Buchpreis fĂŒr PrĂŒfungsleistungen mit der Endnote 1 erhielt in Englisch Daniel Albert, in Mathematik Patrick HĂ€rtel und in der ProjektprĂŒfung Lukas Kielmayer, Sven Kessler, Linda Lange, Maike Kling und Romina Press. Den Sozialpreis fĂŒr Klassen- und SchĂŒlersprechertĂ€tigkeit bekamen Linda Lange und Maike Kling.

Wie gehts weiter?

Nach dem Hauptschulabschluss gehen 16 SchĂŒler und SchĂŒlerinnen auf weiterfĂŒhrende Schulen, einer hat eine feste Lehrstelle, vier weitere warten noch auf die Zusage, zwei machen ein Berufskolleg und zwei SchĂŒler ein Berufseinstiegsjahr.

Martin Stieber, Klassenlehrer der 10. Klasse, ist sehr stolz auf seine 16 Absolventen des Werkrealschulabschlusses. „Auch, wenn ich von dem einen oder anderen mehr erwartet hĂ€tte“, wie er bei der ZeugnisĂŒbergabe betonte.

Mit persönlichen Worten ĂŒberreichte er allen SchĂŒlerInnen persönlich ihr Abschlusszeugnis.

Acht SchĂŒler haben einen Ausbildungsplatz gefunden, das sind 50 Prozent, „das ist super“, sagte Stieber. Ein SchĂŒler werde zur Bundeswehr gehen, vier sind noch auf der Suche bzw. warten noch auf die Zusage eines Ausbildungsplatzes und drei gehen weiter zu Schule, um ihre Fachhochschulreife zu machen.

Einer davon ist Kevin Einsmann-Pons, der mit 1,8 den besten Durchschnitt erreicht hat. FĂŒr gute Leistungen in der ProjektprĂŒfung wurden Rick Schwarzenberger, Johann Besherz und Kevin Einsmann-Pons ausgezeichnet. Den Sozialpreis erhielten Sabrina Mayer und Laura Schmitt.

Das vertrauensvolle VerhĂ€ltnis der SchĂŒler und Lehrer zeigten die Spiele und der Sketch ĂŒber eine ganz „normale“ Schulstunde der 9. Klasse, die beiden DiavortrĂ€ge und die Geschenke, die die Abschlussklassen ihren Lehrern ĂŒberreichten.

Viel Freude mit den Fotos:

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Gabis Kolumne

Generation G8 oder die verplante Zukunft unserer Kinder

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Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Reform der gymnasialen Oberstufe ist ein Missgriff, meint Gabi. Ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, betrachtet unsere Kolumnistin dabei die psychologischen Auswirkungen. Panik macht sich breit. Wer sichs leisten kann, schickt seine Kinder schon heute zur „Sonderqualifikation“, denn es wird eng – vor allem ums Herz.

Meine Kinder haben beide das Pech oder auch GlĂŒck, je wie man es sieht, zur Generation G8 zu gehören, also SchĂŒlerinnen, die sich mit dem achtjĂ€hrigen Gymnasium herumschlagen mĂŒssen.

2012 gibt es den ersten G8-er Jahrgang – davor waren es G9-er, also Absolventen eines neunjĂ€hrigen Gymnasiums.

GlĂŒck haben sie insofern, dass sie ein Jahr frĂŒher fertig werden und damit endlich im europĂ€ischen Zeitplan fĂŒr die Oberstufe liegen.

Und Pech ñ€© Na ja, das zu erklĂ€ren, dauert lĂ€nger.

2012 wird es eine große Klopperei um Studien- und AusbildungsplĂ€tze geben.

Ein Sonderfall ist dazu noch der Jahrgang meines Sohnes. Der gehört nĂ€mlich zu den ersten und zu den doppelten. Und das heißt wiederum: 2012 haben wir einen doppelten Jahrgang von G8-ern und G9-ern, die sich fröhlich um Studien- und AusbildungsplĂ€tze kloppen dĂŒrfen.

ÃƓber die bekannten Nachteile des G8 wurde schon viel geschrieben: Schwachsinnig verkĂŒrzte LehrplĂ€ne, Nachmittagsunterricht, kaum Freizeit – also eine typisch deutsche Reform, in der reformiert wurde, ohne richtig darĂŒber nachzudenken, ob das eigentlich Sinn macht. Hauptsache reformiert.

Und jetzt ist es soweit, der doppelte Jahrgang geht in die Kurstufe, sprich 12. und 13. Klasse. Wer jetzt aufmerksam mitgerechnet hat, sagt Stopp!, eine 13. Klasse kann es ja nicht mehr geben.

Weit gefehlt, in diesem Sonderfall, also genau in diesem Jahrgang, ĂŒberspringen alle 10-KlĂ€ssler mal kurz die 11. Klasse, um gemeinsam mit den G9-ern nach den Sommerferien in die 12. Klasse zu kommen. Raffiniert, so wird landesweit ein ganzer Jahrgang zu Hochbegabten SchĂŒlerinnen, die mal eben eine Klasse ĂŒberspringen.

Gehen wir nun mal positiv davon aus, dass die Schulen es geschafft haben könnten, beide JahrgĂ€nge gleich gut auf ihr Abitur vorzubereiten, wird Baden-WĂŒrttemberg (auch Bayern) 2012 nun ĂŒber die doppelte Anzahl von Abiturienten verfĂŒgen.

Schön fĂŒr die Hochschulen und Betriebe, denn die können sich die Besten aussuchen.

Doppelte Konkurrenz.

Da fragt man sich natĂŒrlich als Eltern, was tun? In Windeseile und mit Druck wurden unsere Kinder durch die Schulzeit gepeitscht, um sich dann sich in unglaublicher, nĂ€mlich doppelter Konkurrenz wieder zu finden.

Ein Rezept fĂŒr viele ist sicherlich eine einjĂ€hrige „Auszeit“, sprich ein Soziales Jahr oder ein Auslandaufenthalt mit „Mehrwert“, also mit Sprachschule, Praktikum, Selbsterfahrung oder Ă€hnlichem. Denn, das haben wir gelernt, einfach nur so darf diese Generation gar nichts mehr tun.

Waren unsere Kinder schon ab dem Kindergartenalter in ihrer Freizeit verplant, so mĂŒssen sie auch direkt vom Abitur in eine sinnvolle gut planbare BeschĂ€ftigung gleiten.

Organisationen, die fĂŒr teures Geld unsere Kinder im Ausland bei Jobs, Sprachschulen und Praktika betreuen, sprießen nur so aus dem Boden und sind Ă€ußerst erfolgreich.

Duale Hochschulen als Karrieregaranten?

Auf der ÃƓberholspur im Wettbewerb bei den Studienmöglichkeiten sind demnach auch die dualen Hochschulen, die nicht nur ein kurzes Studium, sonder auch gleichzeitig Praxis, Firmenkontakt und wenn möglich ĂŒber das Studium hinaus ein BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnis zu garantieren versprechen.

Bisher gelingt es mir noch ganz entspannt zu bleiben. Doch im Freundes- und Bekanntenkreis, beginnt die Hektik und Panik auszubrechen: Was passiert mit unserem Kinder nach dem Abitur? Und das ist, wohlgemerkt, 2012.

Durch Sprachaufenthalte in der Schulzeit versuchen einige Eltern, die sich das leisten können, ihren Kindern schon im Vorfeld einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.

Ein Bekannter, dessen Tochter in der 11. Klasse, also sprich noch G9 ist, rennt schon seit Wochen auf Info-Veranstaltungen von Hochschulen in der Region und auf Berufsinformationsmessen. Man muss sich frĂŒhzeitig kĂŒmmern, erklĂ€rt er mir.

„Sonst hast Du keine Chance mehr…“

Auf einer Party unterhielt ich mich kĂŒrzlich mit einer Frau, deren Sohn genau wie meiner nach G8 in zwei Jahren Abitur machen wird. „Wenn Du ein Duales Studium anstrebst, musst Du Dich mit dem Zeugnis von 11/1 bei den Betrieben bewerben, sonst hast Du keine Chance“, erklĂ€rte sie mir. Ich dachte: Stopp, ich strebe ĂŒberhaupt kein Studium mehr an, das habe ich alles hinter mir, mein Zeugnis von 11/1 zeige ich keinem mehr und – ich hab’ doch schon einen Job.

Meine Argumente, mein Sohn weiß doch noch gar nicht, was er nach dem Abi machen möchte und vielleicht soll er erstmal ein Jahr auf Reisen gehen, wurde mit dem Blick, „Du hast ja keine Ahnung und Du wirst schon sehen, was dabei raus kommt“, abgeschmettert.

Wie schon gesagt, bislang bleibe ich noch ganz entspannt. Aber, wenn ich ehrlich bin, ich weiß nicht mehr, wie lange.

Denn auch, wenn ich bei dieser Hysterie (noch) nicht mitmache, möchte man ja doch das Beste fĂŒr seine Kinder.

Aber ich bezweifle, dass ein so vorgeplanter Weg, wirklich das Beste ist. Oder? Was meinen Sie?
gabi

Die Reform der Hauptschule ist eine unehrliche Angelegenheit

Guten Tag!

Heddesheim, 18. November 2009. Hirschberg meldet den Anspruch auf die Leitung einer „gemeinsamen“ Werkrealschule an. Heddesheim soll dafĂŒr Sitz eines „Zweckverbands“ sein. Am Ende soll es zwei Sieger geben: BĂŒrgermeister Just und BĂŒrgermeister Kessler. Was aus den SchĂŒlern wird – ist im Zweifel egal. Hauptsache, die jeweiligen GemeinderĂ€te loben sich ĂŒber den Klee. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ĂŒberhaupt wissen, wovon sie reden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Warum der Deal „Hirschberg kriegt den Hauptsitz – Heddesheim den Sitz des „Zweckverbands“ ein gutes „GeschĂ€ft“ sein soll, weiß weder ein Heddesheimer, noch ein Hirschberger Gemeinderat. Woher ich das weiß? Ich habe nachgefragt.

Eine schlĂŒssige Antwort habe ich nicht erhalten.

Ganz im Gegenteil sind die meisten GemeinderÀte mindestens verwirrt, wenn nicht komplett ahnungslos, was sie eigentlich sagen.

Wen wunderts – einen öffentlichen Austausch von Argumenten und Meinungen auch der PĂ€dagogen, Eltern und SchĂŒler hat es weder in Heddesheim noch in Hirschberg gegeben.

Angeblich geht es um den Erhalt der „Schulstandorte“. Und angeblich geht es darum, dass, wenn die Heddesheimer-Hirschberger Lösung (oder umgekehrt) nicht komme, diese „bedroht“ seien.

Das ist Quatsch und gleichzeitig absolut richtig. Denn die Hauptschule ist ein Auslaufmodell.

Die Drohung geht vom Land Baden-WĂŒrttemberg aus. Der Aggressor ist Kultusminister Rau. Die bittere Wahrheit ist, dass von 1.200 Hauptschulen im Land bald nur noch 900 ĂŒbrig sein werden. Die Wahrheit ist, dass es nicht um die bessere Qualifikation von SchĂŒlern geht, sondern nur um die Einsparung von Mitteln, sprich Geld.

WĂ€hrend die Hauptschule in zehn BundeslĂ€ndern bereits abgeschafft ist oder kurz davor steht, abgeschafft zu werden – wird sie in Baden-WĂŒrttemberg mit dem neuen Etikett „Werkrealschule“ im Hauruck-Verfahren neu angestrichen – bis sie irgendwann ganz gestrichen wird.

Irgendwann werden es nur noch 600 „Werkrealschulen“ sein, die dann konsequent mit den Realschulen verschmolzen werden.

Besserverdiener werden ihre Kinder vermehrt auf private Schulen schicken.

Im Ergebnis wird die Realschule als Restschule ĂŒbrig bleiben – die Gymnasien verwalten die SchĂŒler, die besser sind als der Rest. Die Privatschulen nehmen die, die besser bezahlen, als diese beiden Reste einer Schulpolitik abgehobener FunktionĂ€re, die von oben nach unten diktieren wollen, wie Bildung ohne Geld auszusehen hat.

Richtig eklig ist, dass Herr Minister Rau und andere dabei von Reformen sprechen, aber nur Deformationen erzwingen.

Unehrlich agieren auch die Verantwortlichen vor Ort. Sie wissen, dass die PĂ€dagogen aus guten GrĂŒnden – nĂ€mlich aus ihrer professionellen Erfahrung heraus – gegen diese „Reformen“ sind.

Diese Verantwortlichen Ă€ußern VerstĂ€ndnis und lĂŒgen gleichzeitig, dass sich die Balken biegen.

Die BĂŒrgermeister Just und Kessler beugen sich der Landespolitik und sichern sich gegenseitig Prestigefunktionen: Du kriegst die eine Leitung, ich die andere.

Beide haben noch im FrĂŒhjahr betont, dass alles seinen gewohnten Gang geht. Verschiedene GemeinderĂ€te wurden mit „Sprechblasen“ zitiert, die „vorausschauende Planung“, „bestmögliche Lösung“ oder „schlĂŒssig und ausgewogen“ blubbern durften.

Und die BĂŒrgermeister wurden zitiert: „Dass im Zuge der weiteren Zusammenarbeit eine Rektorenstelle zur Disposition steht, verneinten alle.“

Das, mit Verlaub, ist eine glatte LĂŒge, die in den nĂ€chsten Wochen mit blumigen Worten weichgekocht werden wird.

Im Mannheimer Morgen, in der Rhein-Neckar-Zeitung, in den MitteilungsblĂ€ttern werden Artikel erscheinen, die beschreiben, wie „hart um die beste Lösung gerungen wurde“, „wie viele Zweifel bestanden, die ausgerĂ€umt werden konnten“, wie „stolz und dankbar“ man sei, wie „viel Arbeit und MĂŒhe“ es gekostet habe und „wie vorausschauend gehandelt wurde“. Am Ende werden alle „dankbar“ sein.

Und am Ende steht irgendeine „Lösung“. Die Gewinner werden die BĂŒrgermeister sein, die WortfĂŒhrer in den GemeinderĂ€ten, einzelne „Sprechblasenzitategeber“.

Nicht zu Wort werden die Lehrer kommen. Und schon gar nicht die SchĂŒler – zumindest nicht in diesem System, dass sich selbst gerne bestĂ€tigt – egal, wie das Ergebnis tatsĂ€chlich ist.

Studieninformationstag an der Hochschule fĂŒr Polizei Villingen-Schwenningen

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2009. Die Hochschule fĂŒr Polizei Villingen-Schwenningen bietet kĂŒnftigen Abiturientinnen und Abiturienten auf dem Studieninformationstag am 18. November 2009 die Möglichkeit, sich ĂŒber einen Laufbahn bei der Polizei zu informieren.

Im Rahmen des landesweiten Studieninformationstags am 18.11.2009 bietet auch die Hochschule fĂŒr Polizei Villingen-Schwenningen interessierten SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die Möglichkeit, sich ĂŒber das Studium und die TĂ€tigkeit als Polizeibeamter/in zu informieren. Voraussetzung fĂŒr eine Aufnahme an der Hochschule fĂŒr Polizei ist das Abitur.

ZunĂ€chst wird der Rektor Professor Alexander Pick die Dozenten/innen der FakultĂ€ten, die Polizei in Baden-WĂŒrttemberg und verschiedene Arbeitsbereiche, wie den Streifendienst vorstellen.

Wie sehr sich Kriminalfilme und die RealitĂ€t unterscheiden, wird im Vortrag „Kriminalpolizeiliche TĂ€tigkeiten – Fiktion und Wirklichkeit“ dargestellt. Anschließend werden die Einstellungsvoraussetzungen sowie die 45-monatige Ausbildung zum Polizeikommissar erlĂ€utert.

Nach der Veranstaltung stehen Einstellungsberater der Polizei fĂŒr Fragen bzw. ein persönliches GesprĂ€ch zur VerfĂŒgung. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 h in der Sporthalle der Hochschule fĂŒr Polizei.

Link: Hochschule fĂŒr Polizei Villingen-Schwenningen

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das heddesheimblog

Beruf – Information- Chance


Guten Tag!

Heddesheim, 26. September 2009. Die 11. Berufsinformationsbörse an der Johannes-Kepler-Schule hat wie gewohnt ein breites Informationsangebot fĂŒr die kĂŒnftigen Azubis und Lehrlinge prĂ€sentiert. 35 Firmen, Institutionen und VerbĂ€nde gaben Auskunft ĂŒber Berufsbilder und die nötigen Qualifikationen.

Pinar Sedefoglu ist ein Gewinn fĂŒr den Stand der Edeka. Frisch, aufgeschlossen, gesprĂ€chsbereit reprĂ€sentiert die junge Frau das, was sich Unternehmen wĂŒnschen: Motivierte Mitarbeiter.

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Azubine Pinar Sedefoglu (rechts) mit Kollegin: Die beiden sind "drin" und werben mit guter Laune und klaren Zielen fĂŒr den Berufseinstieg: Bild: hblog

Sehr sympathisch beantwortet die Auszubildende fĂŒr Groß- und Außenhandel Fragen zu ihrem Beruf. Die 23-jĂ€hrige Heddesheimerin ist nicht einfach „froh“, ihre Ausbildung bei Edeka zu machen, sondern: „Es macht wir total viel Spaß und ich strenge mich an. Ich bringe gerne Leistung und will mich nach dieser Ausbildung noch weiter qualifizieren.“

Ihr Weg bis zur Ausbildung bei Edeka: Werkrealschule, zwei Jahre Berufskolleg Fremdsprachen, Jobben, ein Praktikum bei Edeka und dann vor zwei Jahren die Ausbildungsstelle.

Sie ist „drin“ im Berufssystem. Sie hat Schule, Weiterbildung und dann den Schritt in den Beruf geschafft. Eine Ausbildungsstelle zu haben, die sie mit Freude macht, die sie motiviert und die ihr die Möglichkeit gibt, sich Ziele zu setzen.

DafĂŒr ist die Berufsbörse fĂŒr 370 SchĂŒler aus sieben Gemeinden da: Wege und Chancen in einen Beruf zu zeigen. Was werden, was tun? Hebamme, ein Beruf aus dem KFZ-Bereich, Bau, Handwerk, BĂŒro, Bundeswehr, Dienstleistung, kaufmĂ€nnische Berufe – die Angebote sind vielfĂ€ltig.

Die Interessen sind dabei bis heute noch sehr „klassisch“: „Die MĂ€dchen interessieren sich ĂŒberwiegend fĂŒr Pflegeberufe oder den medizinisch-helfenden Bereich, die Jungs eher fĂŒr Technik und kaufmĂ€nnische Berufe“, sagt Siegrid Wiedeck, verantwortlich fĂŒr die Organisation der Börse an der Johannes-Kepler-Schule.

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Bauberufe sind nicht sehr gefragt: "Dabei bieten diese Berufe ein große Befriedigung." Bild: hblog

Die Klassenstufen 7-10 sind eingeladen: „Ab der 8. Klasse sollte man eine Idee entwickeln, was man spĂ€ter tun möchte“, sagt die Lehrerin, die aktuell eine 8. Klasse unterrichtet.

Gar nicht im Trend sind Bauberufe. Ein Zimmermann, der sympathisch fĂŒr seinen Beruf wirbt, sagt: „Das ist harte Arbeit, aber auch eine sehr verantwortliche, denn man ist der Chef auf der Baustelle fĂŒr seine Arbeit.“ Doch seiner Meinung nach gibt es nicht viele, die sich dafĂŒr interessieren: „Bauberufe sind anstrengend. Das schreckt viele ab. Das ist schade, weil diese Berufe auf der anderen Seite auch viel Befriedigung geben können – mehr als andere Berufe.“

Sehr im Trend sind Berufsziele als Sachbearbeiter bei Versicherungen, Krankenkassen oder Banken: „Leider nehmen nur noch wenige Banken HauptschĂŒler oder WerkrealschĂŒler“, sagt eine Mutter, die ihren Sohn aber gerne bei der VR Bank unterbringen möchte: „Die geben noch Chancen.“

information

Viele Informationen - viele Berufe - viele Fragen. Bild: hblog

Die SchĂŒlerin Melek SĂŒzer aus Schriesheim strebt den Beruf Automobilkauffrau an: „Mir hat das heute viel gebracht, ich habe einige informative GesprĂ€che gefĂŒhrt.“ Andre Schmidt, SchĂŒler an Johannes-Kepler-Schule, wĂŒrde gerne etwas im kaufmĂ€nnischen Bereich lernen. Sara HĂŒoĂŒk besucht die neunte Klasse in Heddesheim. Ihr Berufsziel: Hebamme. Vanessa Vierling kocht gerne in der Schule. Sehr grossen Wert legt sie aber auch auf Mathematik. Ihr persönliches Traumziel nach der zehnten Klasse ist Kosmetikerin.

Doch nicht nur die SchĂŒler interessieren sich auf dieser Berufsinformationsbörse: Es sind vor allem die Eltern, die versuchen, einen geeigneten Beruf fĂŒr die Tochter oder den Sohn zu finden.

heddesheimblog/ Mitarbeit: Hörst Pölitz

Ausbildung? Welche? Wo? Bei wem? Wann? – Heute Abend!

Guten Tag!

Heddesheim, 24. September 2009. Kontakte knĂŒfen – sich interessieren – sich kennenlernen, ist die Idee der Berufsinformationsbörse der Hauptschulen mit Werkrealschulen. Sieben Gemeinden und 50 Firmen und Institutionen stehen fĂŒr die Inhalte.


Gelegenheiten soll man nutzen. Die Berufsinformationsbörse will kĂŒnftige Lehrlinge oder Auszubildende in der Schule „abholen“. Eltern und SchĂŒler sind aufgerufen, sich zu informieren und Kontakte zu knĂŒpfen.

Die teilnehmenden Gemeinden sind Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Hemsbach und Dossenheim.

Termin: Donnerstag, 24. September 2009, 18:00-21:00 Uhr
Ort: Johannes-Kepler-Schule, Rheinstraße 43, Heddesheim

Link: Berufsinformationsbörse

Siehe: Terminkalender

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