Freitag, 22. September 2017

Seit 15 Jahren mehr Chancen im Leben

ÔÇ×Job CentralÔÇť hilft Jugendlichen in den Beruf

Weinheim, 23. September 2014. (red/pm) Seit ├╝ber 15 Jahren gibt es „Job Central“. Die Agentur hilft Jugendlichen dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden und will den Berufseinstieg erleichtern. Tr├Ąger der Einrichtung sind die Stadt Weinheim, der Stadtjugendring und die Freudenberg-Stiftung, sowie die Nachbarkommunen Schriesheim, Heddesheim, Hirschberg, Gorxheimertal, Laudenbach und Hemsbach. [Weiterlesen…]

Servus und gria├č De, Christopher!

Christopher Horn, Volont├Ąr der TegenerseerStimme.de, ist f├╝r f├╝r Wochen Gast in unserer Redaktion.

Christopher Horn, Volont├Ąr der TegenerseerStimme.de, ist f├╝r f├╝r Wochen Gast in unserer Redaktion.

Rhein-Neckar, 05. August 2013. (red) Seit heute begr├╝├čen wir einen waschechten Bayer bei uns in der Kurpfalz. Christoper Horn kommt von der TegernseerStimme, unserem Partnerblog vom sch├Ânen oberbayerischen Tegernsee. Im Rahmen der Nachwuchsausbildung haben unsere Redaktionen einen Volont├Ąrstausch vereinbart, damit die jungen Kollegen einen Einblick in andere Redaktionen und deren Arbeitsabl├Ąufe erhalten. [Weiterlesen…]

Die angehende Polizeimeisterin Sabrina Daum im Portr├Ąt

├ťberzeugt, das Richtige zu tun

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

Ich wollte schon immer Polizistin werden. Etwas anderes kam eigentlich nie in Frage.

 

Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ms) Pfefferspray und Pistole geh├Âren f├╝r gew├Âhnliche Praktikanten eher nicht zur Standardausr├╝stung. F├╝r Sabrina Daum schon. Die 24-J├Ąhrige ist gerade dabei, einen Traum zu verwirklichen: „Schon seit meiner Kindheit will ich unbedingt Polizistin werden.“ [Weiterlesen…]

Gabis Kolumne

Von Wurzeln und Fl├╝geln

Es gibt viel Literatur zu diesem Thema. Quelle: Francke-Buchhandlung

Rhein-Neckar, 08. Oktober 2012. Gestern waren die Kinder noch im Kindergarten und heute ziehen sie aus. So kommt es zumindest Gabi und ihren Freundinnen vor. Das macht Kummer und birgt aber auch neue M├Âglichkeiten.

Okay, okay, wir haben es schon lange gewusst: Irgendwann ziehen sie aus. Und das kommt dann ganz pl├Âtzlich. Man hat das Gef├╝hl erst vor Kurzem kamen sie in den Kindergarten, gestern in die Schule und und nur einen Augenblick sp├Ąter, ziehen sie aus.

Es gibt so einen netten, viel zitierten, ich glaube, indischen Spruch:

Solange Kinder klein sind, gib ihnen tiefe Wurzeln, wenn sie ├Ąlter geworden sind, gib ihnen Fl├╝gel.

Das mit den Wurzeln, meine ich, haben wir ganz gut hingekriegt, aber das mit den Fl├╝geln ist ganz sch├Ân schwer.

Das vergangene Jahr, raste nur so dahin und auf das Abi zu. Klar, war mir bewusst, danach wird sich mein Sohn um einen Studienplatz bewerben und ziemlich sicher ausziehen. Und das ist auch gut so. F├╝r ihn und f├╝r mich. Das ist der Lauf der Dinge. Und dann ist es pl├Âtzlich so weit. Und aus der Distanz schien alles einfacher.

Jetzt ist es ja nicht so, dass mich das Schicksal „verwaiste Mutter“ allein betrifft, sondern dass ein Gro├čteil meiner Freundinnen dies mit mir teilen. Ob die Kinder nun eine Ausbildung oder ein Studium machen.

Gemeinsam haben wir unsere Kinder in die Kinderg├Ąrten geschickt, in die Grundschule, auf die weiterf├╝hrenden Schulen. Wir hatten durchwachte N├Ąchte als sie klein und krank waren und sp├Ąter, wenn sie zu sp├Ąt oder nicht nach Hause kamen. Wir haben die Streitigkeiten mit Freunden mit durchlitten und ihr erster Liebesummer war der unsere. Es gab die H├Âhen und die Tiefen und jeder, der Kinder hat, wei├č wie hoch und wie tief es gehen kann.

„Ich bin froh, wenn du mal ausgezogen bist und deine W├Ąsche selbst w├Ąschst“, diesen Satz hat wohl jeder mal gesagt oder zumindest gedacht. Und dann steht der Umzugswagen vor der T├╝r, die Koffer sind gepackt – und man f├╝hlt sich hundeelend.

Die Tochter einer Freundin hat einen Studienplatz in M├╝nchen bekommen, das ist ganz sch├Ân weit weg. Wir haben uns kennen gelernt, als wir die Kinderwagen unserer Erstgeborenen durch die Gegend schoben. Wir kamen ins Gespr├Ąch zwischen den Regalen im Drogeriemarkt, direkt vor den Windeln. Ihre Tochter war dreieinhalb, mein Sohn war zwei Wochen alt. Wir waren jung und leicht ├╝berfordert mit der neuen Lebensaufgabe. Jetzt 18 Jahre sp├Ąter, sind wir es wieder.

„Du musst den Schmerz zulassen“, hat sie zu mir gesagt, „ich habe tagelang immer wieder geheult, meine Tochter mit den Koffern am Bahnhof, das war ziemlich hart“.

Der Sohn einer anderen Freundin ist vor ├╝ber einem Monat in die N├Ąhe von D├╝sseldorf gezogen. Auch das ist sehr weit. „Er hat im Umzugswagen meine Hand bis Worms gehalten, das hat er schon seit Jahren nicht mehr gemacht“, erz├Ąhlt sie.

Abschied und Neuanfang

„Mein Kind war am Wochenende da“, berichtet eine weitere Freundin und strahlt. „Pl├Âtzlich k├Ânnen wir wieder viel besser miteinander reden und meine Tochter ruft oft an und fragt nach meinem Rat, das war schon lange nicht mehr so“, erz├Ąhlt sie gl├╝cklich.

Bei uns war es letzte Woche so weit. Mein Sohn hat einen Studienplatz an einer Uni bekommen, die keine 100 Kilometer entfernt liegt. „Du hast es gut“, sagten meine Freundinnen, „du kannst f├╝r einen Nachmittag dort vorbei fahren und er kann auch nur mal zum Mittagessen kommen“.

Doch Entfernung ist nicht alles. Denn hart sind die Umzugskartons, die im Zimmer stehen, die Bilder, die von der Wand genommen werden. Es ist ein Abschied nicht von dem Kind, sondern von einer Zeit. Es ist ein Abschnitt und es ist ein Neuanfang, f├╝r Eltern und Kinder. Es ist das Loslassen, das so schwer f├Ąllt.

Es ist der Alltag, der sich ├Ąndert: Man deckt f├╝r eine Person weniger den Tisch und im Supermarkt will man noch zu den Lieblingsspeisen greifen. Es ist eine T├╝r, die nicht mehr ge├Âffnet und geschlossen wird. Es ist laute Musik, die nicht mehr durchs Haus halt. Es ist einfach mein Kind, das fehlt.

„Beim zweiten Kind, das auszieht, ist es schon leichter“, tr├Âstet mich eine Freundin und sich selbst, deren Erstgeborener schon vor Jahren ausgezogen ist. Sie hat noch einen dritten Sohn, der noch zu Hause lebt, wenn er geht, wie ist es dann? Dar├╝ber will sie nicht nachdenken.

Die Tochter einer Freundin bleibt noch ein Jahr zu Hause, sie macht ein Freiwilliges Soziales Jahr. „Manchmal w├Ąre ich froh“, sagt sie, „sie w├╝rde auch ausziehen“. Aber nur manchmal, gibt sie zu und ist froh, dass dies noch ein Jahr warten kann.

„So lange es ihm gut geht, ist es f├╝r mich auch gut“, sagt eine Freundin. Sie hat ihren Sohn ├╝ber vier Wochen nicht gesehen. Jetzt habe er Heimweh, erz├Ąhlt sie und f├Ąhrt ihn besuchen.

Aktionismus ist gut gegen Kummer

Also letzte Woche war es nun so weit. Die Kartons waren gepackt, der Transporter gemietet. Schon in der Fr├╝h standen die Freunde meines Sohnes auf der Matte und packten M├Âbel und Umzugskisten ein. Und Aktionismus ist bekanntlich das beste Rezept gegen Kummer.

„Ich wei├č im Moment nicht, wo ich hingeh├Âre“, sagte mein Sohn dieser Tage:

Zuhause bin ich eigentlich schon weg und in meiner WG bin ich noch nicht angekommen.

„Du geh├Ârst zu mir“, will ich sagen und wei├č, dass es falsch ist. Denn, und hier bem├╝he ich den Spruch des libanesisch-amerikanischen Philosophen und Dichters Kahlil Gribran:

Deine Kinder sind nicht deine Kinder,
sie sind die S├Âhne und T├Âchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
(…)

„Das wird schon, das geht schneller als du denkst“, sage ich stattdessen und verspreche, ihn n├Ąchsten Sonntag zu besuchen.

Die Fl├╝gel sind schon da, aber jetzt m├╝ssen sie noch gro├č und kr├Ąftig werden. F├╝r ihn und f├╝r mich.

(Das Buch Gib mir Wurzeln, schenk mir Fl├╝gel gibt es bei Amazon.)

MdL Uli Sckerl verteidigt den gr├╝n-roten Sparhaushalt vor dem Hintergrund von 140 Milliarden Euro Schulden

CDU-Erbe: „Griechische Verh├Ąltnisse sind da nicht weit weg“

Rhein-Neckar/Ladenburg, 03. Oktober 2012. (red/la) W├Ąhrend die SPD noch immer Geschenke verspr├Ąche, w├╝rden die Gr├╝nen darauf setzen dem W├Ąhler die bittere Wahrheit zu sagen. Bei der Kreisversammlung der Gr├╝nen am 20. September im Ladenburger Domhof erkl├Ąrte Uli Sckerl, wie die Koalition das strukturelle Haushaltsdefizit 2020 in den Griff bekommen will und trotzdem gestalten will. Die CDU habe ├╝ber Jahrzehnte defizit├Ąr gewirtschaftet und einen desolaten Schuldenstand von 140 Milliarden Euro hinterlassen.

Von Reinhard Lask

Der Haushalt Baden-W├╝rttembergs umfasst dieses Jahr 38,8 Milliarden Euro. Die Verschuldung des Landes betrage 140 Milliarden Euro. Finanziell gesehen hatte der gr├╝ne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl nur schlechte Nachrichten zu verk├╝nden.

Vertuschte Schulden

Die gr├╝n-rote Landesregierung habe beim Kassensturz 2011 eine strukturelle Deckungsl├╝cke in H├Âhe von 2,5 Milliarden Euro entdeckt.

Wir geben jedes Jahr 2,5 Milliarden Euro mehr aus, als wir einnehmen. Schwarz-gelb hat diese L├╝cke jahrelang vertuscht. Griechische Verh├Ąltnisse sind da nicht weit weg. Es ist ein unbequemer Job diese L├╝cke wegzubekommen. Das wird auch zu Protesten bei vielen unserer Freunde geben.

Das gr├Â├čte Problem beim Sparen sei, dass das Land auf die meisten seiner Einnahmen und Ausgaben keinen Einfluss habe. Die meisten Steuern erhebe der Bund. Diese Einnahmen w├╝rden nach bestimmten Schl├╝sseln den Bundesl├Ąndern zugewiesen.

Personalausgaben sind ein Schl├╝ssel

Die Forderung „Erh├Âht doch einfach die Steuern“ k├Ânne ein Bundesland kaum umsetzen. 17 Milliarden Euro zahle das Land allein f├╝r L├Âhne, Geh├Ąlter und Renten ÔÇô 44 Prozent des Staatshaushaltes. 6,6 Milliarden erhielten die Gemeinden als Zuweisungen.

Das meiste davon ist fest vereinbart. Es gibt kaum Posten, die vom Land beeinflusst werden k├Ânnen. Die meisten davon sind Pflichtleistungen, nur wenige sind freiwillige Leistungen, die man streichen kann. Hinzu kommt ein milliardenschwerer Sanierungsstau bei den Hochschulen oder Kliniken. Wir k├Ânnen also die 2,5 Milliarden Euro umfassende Strukturl├╝cke nicht abbauen, ohne an die Geh├Ąlter und Personalausgaben ranzugehen.

Allerdings will die Landesregierung die 227.000 Personalstellen des Landes ohne betriebsbedingte K├╝ndigungen reduzieren.

Wir werden die demografische Rendite und die hohe Zahl von Altersabg├Ąngen bis 2020 mitnehmen.

Sprich: Wenn Mitarbeiter in Rente gehen, gibt es f├╝r diese Stellen keine Nachfolger. Die Polizei soll von weiteren Sparma├čnahmen ausgenommen bleiben ÔÇô zumindest im kommenden Doppelhaushalt:

Mit der schwierigen Reform hat die Polizei ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet.

Auch im Bildungsbereich, soll es keine weiteren Mittelk├╝rzungen geben. Dabei verteidigte Sckerl die Abschaffung der Studiengeb├╝hren:

150 Millionen Euro Studiengeb├╝hren weniger einzunehmen ist finanzpolisch zwar eine S├╝nde, war sozialpolitisch aber absolut richtig.

Bei den Schulen sollen die vorhandenen Lehrer effektiver eingesetzt werden. Lehrer m├╝ssten viel zu oft unterrichtsfremden T├Ątigkeiten nachgehen. Deputats- und Lehrerstellensteuerungen sollen Lehrer an passende Stellen bringen. Die Situation sei auf dem Papier richtig gut:

Mit 1:14 besitzt das Land derzeit die h├Âchste Lehrer-Sch├╝ler-Relation in der Geschichte. Wichtig ist nun intelligentere Systeme einzuf├╝hren, dass dies auch unten ankommt.

Straffes Sparprogramm

Bis 2014 sollen 800 Millionen Euro der 2,5 Milliarden-Euro-L├╝cke eingespart sein. Im Doppelhaushalt 2015/16 sollen es weiter 200 Millionen Euro werden. Danach sind strukturelle Ma├čnahmen geplant, um die restlichen 1,6 Milliarden Euro einzusparen. Ab 2017 will die Landesregierung ÔÇô wenn sie denn wiedergew├Ąhlt w├╝rde ÔÇô auch die Regierungspr├Ąsidien umbauen und dabei die Verwaltung straffen.

Wir sind erste Regierung, die sich grunds├Ątzlich an den Schuldenabbau macht. Wir sind auch die einzigen, die versuchen, das Sparen und Gestalten in Einklang zu bringen. CDU und FDP haben jahrelang Schiss gehabt dem W├Ąhler die Wahrheit zu sagen. Ministerpr├Ąsident Erwin Teufel hat ├╝brigens die meisten Schulden gemacht.

Spitzen in Richtung SPD

Dabei verteilte Sckerl auch Spitzen in Richtung Koalitionspartner:

Wir Gr├╝ne machen uns die H├Ąnde schmutzig, aber der Sozialdemokrat m├Âchte Wohltaten verteilen und die Spendierhosen anhaben. Trotzdem werden wir dem B├╝rger die unangenehmen Wahrheiten mitteilen. Wenn wir diese Bew├Ąhrungsprobe schaffen, bleiben wir lange oben. Wenn ihr mit kritischen Gewerkschaftlern reden wollt, werden wir euch dabei unterst├╝tzen. Wir machen das nicht im stillen K├Ąmmerlein.

Im Land herrsche weitgehende Unkenntnis dar├╝ber, wie schlecht die Lage ist.

Mappus hat sch├Âne schwarze T├Âne verbreitet. Die wurden breit und unkritisch in den Medien publiziert. Aber die meisten kennen nicht mal den Schuldenstand von 140 Milliarden Euro.

Leider m├╝ssten nun die Gr├╝nen die schlechte Botschaft ├╝berbringen.

Und das ist keine vergn├╝gungspflichtige Veranstaltung.

Streife im Quadrat

Mannheim, 25. Mai 2012 (red/pol) Die Polizei Mannheim sucht Nachwuchskr├Ąfte. Einen besonderen Schwerpunkt m├Âchte man auf Bewerber mit Migrationshintergrund legen. Besonders f├╝r die Quadratestatt mit ihrer multikulturellen Bev├Âlkerung, k├Ânnen diese Bewerber von Vorteil sein.

Information der Polizei Mannheim:

„Mit einem eigenen Internetauftritt und weiteren technischen Neuheiten ist das Polizeipr├Ąsidium Mannheim auf Nachwuchssuche.
Unter www.streife-im-quadrat.de wurde ein attraktives Informationsangebot erstellt, das direkt auf den Kreis der Berufsinteressenten zugeschnitten ist.
Ein besonderes Augenmerk legt die Internetseite auf die Suche nach Bewerbern mit ausl├Ąndischen Wurzeln. „Wir sind eine offene Polizei und wollen den Vorteil einer kulturellen Vielfalt f├╝r die Arbeit der Polizei nutzen. Durch den hohen Anteil von Einwohnern mit Migrationshintergrund in Mannheim haben wir gute Chancen, geeignete Bewerberinnen und Bewerber f├╝r uns zu gewinnenÔÇť, antwortet Projektleiter Joachim Scholl, Leiter des Polizeireviers Mannheim-Innenstadt.
Damit die Web-Site gut frequentiert wird, wurde auf allen Streifenwagen des Polizeipr├Ąsidiums ein QR-Code angebracht. Am Polizeiberuf interessierte Jugendliche k├Ânnen so mit ihrem Smartphone den Wegweiser zur neu gestalteten Internetseite einlesen.
ÔÇ×Wir haben sehr viele Kolleginnen und Kollegen gewinnen k├Ânnen, die sich bereit erkl├Ąrt haben, bei dieser Nachwuchskampagne aktiv mitzuwirken.
Wichtig ist uns der Bezug zu Mannheim, was durch die Wahl des Logos und die Motive der erstellten Fotos und Videos deutlich zum Ausdruck gebracht wirdÔÇť, betont Polizeipr├Ąsidentin Caren Denner.
Das Internetangebot unter www.streife-im-quadrat.de beinhaltet neben einem Einstellungscheck auch aktuelle Termine zu Informationsveranstaltungen und Bewerbertrainings. „Zu fast allen Fragen rund um das Thema Ausbildung bei der Polizei k├Ânnen wir auf unserer Seite eine Antwort pr├Ąsentieren“, so Projektmitglied Michael Schwenk.
Zur Steigerung der Chancen bei der Einstellungspr├╝fung wurden eigens f├╝r die Berufsinteressenten Videos zum sportlichen Auswahltest der Polizei produziert und online gestellt. ÔÇ×Wir wollen unseren potentiellen Nachwuchs optimal auf die Tests vorbereiten und haben hierf├╝r spezielle Trainings in unserem Beratungsangebot.
So lernen wir unsere zuk├╝nftigen Auszubildenden bereits fr├╝hzeitig kennen und k├Ânnen uns ein Bild ├╝ber ihren Fitnesszustand machen.ÔÇť erl├Ąutert Einstellungsberaterin Bianca Erbs.
In dem noch bis Ende 2012 laufenden Projekt sollen in Kooperation mit Institutionen und Vereinen sowie dem Migrationsbeirat der Stadt Mannheim au├čerdem Aktionsveranstaltungen durchgef├╝hrt werden, mit dem Ziel, qualifizierten Nachwuchs zu finden.
Interessierte sind herzlich eingeladen, die Internetseite unter www.streife-im-quadrat.de zu besuchen.“

Weil der Job auch Spa├č machen soll

Weinheim, 26. Januar 2012. (red/pm) Am Dienstag, 7. Februar, von 9 Uhr bis 13 Uhr, veranstaltet ÔÇ×Job CentralÔÇť im Rolf-Engelbrecht-Haus in Weinheim einen Berufeparcours, bei dem die Jugendlichen spielerisch mit den Abl├Ąufen verschiedener Berufe vertraut gemacht werden.

An etwa 25 Stationen k├Ânnen die Jugendlichen praktische berufliche ├ťbungen ausf├╝hren und somit einen Einblick in verschiedene Berufsfelder bekommen. Die Sch├╝ler w├Ąhlen sich eine bestimmte Anzahl von Aufgaben aus, die sie gerne bearbeiten m├Âchten und notieren sich anschlie├čend auf einem Laufzettel, mit welchem Erfolg sie diese l├Âsen konnten.

Es sind die Handgriffe, die sp├Ąter einmal in Fleisch und Blut ├╝bergehen sollen. Das spiegelverkehrte Zeichnen zum Beispiel. Fris├Ârinnen und Zahnarzthelferinnen brauchen das t├Ąglich. Einen Piepser anzuschlie├čen, das wird f├╝r einen Mechatroniker ebenso zum Tagesgesch├Ąft geh├Âren wie das Tisch eindecken f├╝r einen Restaurant-Fachangestellten. ÔÇ×Macht mir so etwas Spa├č?ÔÇť ÔÇ×Geht mir das leicht von der Hand?ÔÇť ÔÇ×Liegt mir das?ÔÇť

Das sind Fragen, die sich Achtkl├Ąsslerinnen und Achtkl├Ąssler der Haupt- und Werkrealschulen der Region nat├╝rlich stellen: ÔÇ×Welcher Beruf passt einmal zu mir?ÔÇť
Die Regionale Jugendagentur ÔÇ×Job CentralÔÇť, die Jugendliche von der Bergstra├če und dem vorderen Odenwald an das Berufsleben heranf├╝hrt, bietet jetzt wieder einmal die M├Âglichkeit, Antworten zu finden.

Beteiligte Schulen sind die Karl-Drais-Schule, die Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim, die Peter-Koch-Schule, Weinheim, die Werkrealschule Unterer Neckar, Ladenburg und die Friedrich-Schiller-Schule, Hemsbach.
M├Ądchen und Jungen absolvieren den Parcours ├╝brigens getrennt, um die Tests m├Âglichst frei von Rollenzuschreibungen ausprobieren zu k├Ânnen. Unterst├╝tzt wird ÔÇ×Job CentralÔÇť von der Jugendagentur Heidelberg, Ehrenamtlichen des WUB, der Arbeitsagentur Mannheim und vom Europ├Ąischen Sozialfond.

Rhein-Neckar-Kreis sucht mehrere Azubis f├╝r technische Berufe ab 2012


Heidelberg, 07. September 2011. (red/pm) Das Landratsamt als einer der gr├Â├čten kommunalen Arbeitgeber der Region sucht f├╝r das Ausbildungsjahr 2012 noch motivierte und zuverl├Ąssige Menschen f├╝r mehrere Ausbildungspl├Ątze in den Berufen Vermessungstechniker/in, Stra├čenw├Ąrter/in und Forstwirt/in.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar:

Wer sich f├╝r einen solchen Ausbildungsplatz interessiert, kann sich bis zum 15. Oktober 2011 mit den ├╝blichen Unterlagen wie Lebenslauf und Zeugnisse schriftlich bewerben beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Haupt- und Personalamt, Postfach 10 46 80, 69036 Heidelberg. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rhein-neckar-kreis.de – Stichwort: Ausbildung oder von Thomas B├Âbel, Tel. 06221/522-1211.“

Auf Nachfrage erhielten wir folgende zus├Ątzliche Informationen: Bewerber m├╝ssen f├╝r die Ausbildung Vermessungstechniker/Stra├čenw├Ąrter mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen, f├╝r die Vermessungstechnik sind eine mittlere Reife sowie gute Mathematik-Kenntnisse gew├╝nscht. Stra├čenw├Ąrter und Forstwirte sollten Freude an der Arbeit im Freien haben und ├╝ber eine gute k├Ârperliche Konstitution verf├╝gen.

F├╝r jeden Beruf werden mindestens zwei Ausbildugnspl├Ątze angeboten, bevorzugt an Schulabg├Ąnger. Der Verdienst liegt bei rund 700 Euro im ersten Lehrjahr, 750 Euro im zweiten und 800 Euro im dritten Lehrjahr. Wenn freie Stellen vorhanden sind, ist eine ├â┼ôbernahme bei guter Leistung von Seiten des Landratsamt gew├╝nscht.

Forstwirte absolvieren ihre Ausbildung am St├╝ckpunkt Neckargm├╝nd, Stra├čenw├Ąrter bei der Stra├čenmeisterei Neckar-Bischofsheim, Vermessungstechniker in Heidelberg und bei der Au├čenstelle Sinsheim.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das Rheinneckarblog.de

JKS-Rektorin Rudolf entl├Ąsst 9. und 10. Klasse: „Habt Mut zur Freiheit“

Guten Tag!

Heddesheim, 21. Juli 2010. 41 Jungen und M├Ądchen feierten am Freitagabend, den 23. Juli 2010, ihre Entlassfeier. Die meisten machen mit der schulischen Ausbildung weiter, ein Hauptsch├╝ler und acht Werkrealsch├╝ler beginnen eine Lehre. F├╝rs erste feierten die Sch├╝lerInnen ihren Erfolg: Alle haben bestanden.

Von Sabine Prothmann

41 Jungs und M├Ądchen feierten gestern ihren Abschluss ihrer Schulzeit in der Johannes-Kepler-Schule. 25 haben ihren Hauptschulabschluss und 16 ihre Werkrealschulreife bestanden.

Die beiden Abschlussklassen hatten ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Familien, Lehrern und Freunden einen Einblick in ihre Schulzeit gew├Ąhrte.

Kevin Einsmann-Pons, Absolvent der 10. Klasse, und Julia Hartmann, Absolventin der 9. Klasse, begr├╝├čten die G├Ąste und f├╝hrten charmant durchs Programm.

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Entlassfeier an der Johannes-Kepler-Schule. Bild: hedesheimblog.de

„Bleibt dran, wenn ein Weg nicht weiterf├╝hrt, dann versucht einen anderen“, sagte B├╝rgermeister Michael Kessler. „Lernen gegen den Strom, ist wie rudern gegen den Strom.“ Beides sei sehr beschwerlich.

Kessler erinnerte in seiner Rede an die „schwierige Zeit“ im vergangenen Jahr, als die Zukunft der Johannes-Kepler-Schule neu entschieden und der Sitz f├╝r die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim zugunsten Hirschbergs beschlossen wurde. „Wir sind entschlossen weiterhin f├╝r eine bestm├Âgliche Bildungschance zu sorgen“, sagte Kessler.

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus.“ Manfred Scholl

„Alle haben bestanden, macht jetzt das beste draus“, betonte der Elternbeiratsvorsitzende Manfred Scholl in seiner Ansprache. Beharrlichkeit und der Glauben an sich selbst, sei wesentlich f├╝r die Zukunft. „Und bleibt in Kontakt“, appellierte Scholl an die Absolventen.

Kevin Einsmann-Pons erinnerte sich in seiner Sch├╝lerrede an das ereignisreiche 10. Schuljahr. Kaum habe das Jahr begonnen standen schon die Projektpr├╝fungen an und schon bald darauf h├Ątte man f├╝r die Abschlusspr├╝fung lernen m├╝ssen.

Erinnerung an Elena Gr├Ąf.

Julia Hartmann erw├Ąhnte den tragischen Tod ihrer Mitsch├╝lerin Elena Gr├Ąf im vergangenen Sommer und k├Ąmpfte sichtbar mit ihren Tr├Ąnen. „Du bist unglaublich mutig“, sagte Rektorin Rudolf, die selbst mit der R├╝hrung k├Ąmpfen musste und unterst├╝tzend zu Julia Hartmann auf die B├╝hne kam.

In ihrer Ansprache als Rektorin machte Rudolf der 9. und der 10. Klasse ein gro├čes Kompliment f├╝r die Feier, die sie in Eigenregie geplant hatten.

„Ich w├╝nsche euch den Mut zur Freiheit.“ Hiltrud Rudolf.

„Ich w├╝nsche euch den Mut zur Freiheit“, sagte Hiltrud Rudolf. Seid unabh├Ąngig, von dem , was andere von euch erwarten, seid mutig, seid frei, in dem was ihr denkt und w├╝nscht, damit ihr erkennt, dass euer Leben ein Ziel und ein Sinn hat, ermahnte die Rektorin mit bewegenden Worten ihre Absolventen.

Als Klassenlehrerin der 9. Klasse erinnerte sich Rudolf an ein Jahr mit Respekt und Ehrlichkeit und einer geh├Ârigen Portion Humor, denn „trotz massivem Widerstand, habt ihr es nicht geschafft durchzufallen“.

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Die 12 M├Ądchen und 13 Jungen haben ihren Hauptschulabschluss im Durchschnitt mit 2,8 bestanden. Als Klassenbeste wurden Linda Lange und Dominik Schul (beide 2,0) ausgezeichnet. Einen Buchpreis f├╝r Pr├╝fungsleistungen mit der Endnote 1 erhielt in Englisch Daniel Albert, in Mathematik Patrick H├Ąrtel und in der Projektpr├╝fung Lukas Kielmayer, Sven Kessler, Linda Lange, Maike Kling und Romina Press. Den Sozialpreis f├╝r Klassen- und Sch├╝lersprechert├Ątigkeit bekamen Linda Lange und Maike Kling.

Wie gehts weiter?

Nach dem Hauptschulabschluss gehen 16 Sch├╝ler und Sch├╝lerinnen auf weiterf├╝hrende Schulen, einer hat eine feste Lehrstelle, vier weitere warten noch auf die Zusage, zwei machen ein Berufskolleg und zwei Sch├╝ler ein Berufseinstiegsjahr.

Martin Stieber, Klassenlehrer der 10. Klasse, ist sehr stolz auf seine 16 Absolventen des Werkrealschulabschlusses. „Auch, wenn ich von dem einen oder anderen mehr erwartet h├Ątte“, wie er bei der Zeugnis├╝bergabe betonte.

Mit pers├Ânlichen Worten ├╝berreichte er allen Sch├╝lerInnen pers├Ânlich ihr Abschlusszeugnis.

Acht Sch├╝ler haben einen Ausbildungsplatz gefunden, das sind 50 Prozent, „das ist super“, sagte Stieber. Ein Sch├╝ler werde zur Bundeswehr gehen, vier sind noch auf der Suche bzw. warten noch auf die Zusage eines Ausbildungsplatzes und drei gehen weiter zu Schule, um ihre Fachhochschulreife zu machen.

Einer davon ist Kevin Einsmann-Pons, der mit 1,8 den besten Durchschnitt erreicht hat. F├╝r gute Leistungen in der Projektpr├╝fung wurden Rick Schwarzenberger, Johann Besherz und Kevin Einsmann-Pons ausgezeichnet. Den Sozialpreis erhielten Sabrina Mayer und Laura Schmitt.

Das vertrauensvolle Verh├Ąltnis der Sch├╝ler und Lehrer zeigten die Spiele und der Sketch ├╝ber eine ganz „normale“ Schulstunde der 9. Klasse, die beiden Diavortr├Ąge und die Geschenke, die die Abschlussklassen ihren Lehrern ├╝berreichten.

Viel Freude mit den Fotos:

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Gabis Kolumne

Generation G8 oder die verplante Zukunft unserer Kinder

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Guten Tag!

Heddesheim, 17. Mai 2010. Die Reform der gymnasialen Oberstufe ist ein Missgriff, meint Gabi. Ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen, betrachtet unsere Kolumnistin dabei die psychologischen Auswirkungen. Panik macht sich breit. Wer sichs leisten kann, schickt seine Kinder schon heute zur „Sonderqualifikation“, denn es wird eng – vor allem ums Herz.

Meine Kinder haben beide das Pech oder auch Gl├╝ck, je wie man es sieht, zur Generation G8 zu geh├Âren, also Sch├╝lerinnen, die sich mit dem achtj├Ąhrigen Gymnasium herumschlagen m├╝ssen.

2012 gibt es den ersten G8-er Jahrgang – davor waren es G9-er, also Absolventen eines neunj├Ąhrigen Gymnasiums.

Gl├╝ck haben sie insofern, dass sie ein Jahr fr├╝her fertig werden und damit endlich im europ├Ąischen Zeitplan f├╝r die Oberstufe liegen.

Und Pech ├óÔéČ┬Ž Na ja, das zu erkl├Ąren, dauert l├Ąnger.

2012 wird es eine gro├če Klopperei um Studien- und Ausbildungspl├Ątze geben.

Ein Sonderfall ist dazu noch der Jahrgang meines Sohnes. Der geh├Ârt n├Ąmlich zu den ersten und zu den doppelten. Und das hei├čt wiederum: 2012 haben wir einen doppelten Jahrgang von G8-ern und G9-ern, die sich fr├Âhlich um Studien- und Ausbildungspl├Ątze kloppen d├╝rfen.

├â┼ôber die bekannten Nachteile des G8 wurde schon viel geschrieben: Schwachsinnig verk├╝rzte Lehrpl├Ąne, Nachmittagsunterricht, kaum Freizeit – also eine typisch deutsche Reform, in der reformiert wurde, ohne richtig dar├╝ber nachzudenken, ob das eigentlich Sinn macht. Hauptsache reformiert.

Und jetzt ist es soweit, der doppelte Jahrgang geht in die Kurstufe, sprich 12. und 13. Klasse. Wer jetzt aufmerksam mitgerechnet hat, sagt Stopp!, eine 13. Klasse kann es ja nicht mehr geben.

Weit gefehlt, in diesem Sonderfall, also genau in diesem Jahrgang, ├╝berspringen alle 10-Kl├Ąssler mal kurz die 11. Klasse, um gemeinsam mit den G9-ern nach den Sommerferien in die 12. Klasse zu kommen. Raffiniert, so wird landesweit ein ganzer Jahrgang zu Hochbegabten Sch├╝lerinnen, die mal eben eine Klasse ├╝berspringen.

Gehen wir nun mal positiv davon aus, dass die Schulen es geschafft haben k├Ânnten, beide Jahrg├Ąnge gleich gut auf ihr Abitur vorzubereiten, wird Baden-W├╝rttemberg (auch Bayern) 2012 nun ├╝ber die doppelte Anzahl von Abiturienten verf├╝gen.

Sch├Ân f├╝r die Hochschulen und Betriebe, denn die k├Ânnen sich die Besten aussuchen.

Doppelte Konkurrenz.

Da fragt man sich nat├╝rlich als Eltern, was tun? In Windeseile und mit Druck wurden unsere Kinder durch die Schulzeit gepeitscht, um sich dann sich in unglaublicher, n├Ąmlich doppelter Konkurrenz wieder zu finden.

Ein Rezept f├╝r viele ist sicherlich eine einj├Ąhrige „Auszeit“, sprich ein Soziales Jahr oder ein Auslandaufenthalt mit „Mehrwert“, also mit Sprachschule, Praktikum, Selbsterfahrung oder ├Ąhnlichem. Denn, das haben wir gelernt, einfach nur so darf diese Generation gar nichts mehr tun.

Waren unsere Kinder schon ab dem Kindergartenalter in ihrer Freizeit verplant, so m├╝ssen sie auch direkt vom Abitur in eine sinnvolle gut planbare Besch├Ąftigung gleiten.

Organisationen, die f├╝r teures Geld unsere Kinder im Ausland bei Jobs, Sprachschulen und Praktika betreuen, sprie├čen nur so aus dem Boden und sind ├Ąu├čerst erfolgreich.

Duale Hochschulen als Karrieregaranten?

Auf der ├â┼ôberholspur im Wettbewerb bei den Studienm├Âglichkeiten sind demnach auch die dualen Hochschulen, die nicht nur ein kurzes Studium, sonder auch gleichzeitig Praxis, Firmenkontakt und wenn m├Âglich ├╝ber das Studium hinaus ein Besch├Ąftigungsverh├Ąltnis zu garantieren versprechen.

Bisher gelingt es mir noch ganz entspannt zu bleiben. Doch im Freundes- und Bekanntenkreis, beginnt die Hektik und Panik auszubrechen: Was passiert mit unserem Kinder nach dem Abitur? Und das ist, wohlgemerkt, 2012.

Durch Sprachaufenthalte in der Schulzeit versuchen einige Eltern, die sich das leisten k├Ânnen, ihren Kindern schon im Vorfeld einen Wettbewerbsvorteil zu erm├Âglichen.

Ein Bekannter, dessen Tochter in der 11. Klasse, also sprich noch G9 ist, rennt schon seit Wochen auf Info-Veranstaltungen von Hochschulen in der Region und auf Berufsinformationsmessen. Man muss sich fr├╝hzeitig k├╝mmern, erkl├Ąrt er mir.

„Sonst hast Du keine Chance mehr…“

Auf einer Party unterhielt ich mich k├╝rzlich mit einer Frau, deren Sohn genau wie meiner nach G8 in zwei Jahren Abitur machen wird. „Wenn Du ein Duales Studium anstrebst, musst Du Dich mit dem Zeugnis von 11/1 bei den Betrieben bewerben, sonst hast Du keine Chance“, erkl├Ąrte sie mir. Ich dachte: Stopp, ich strebe ├╝berhaupt kein Studium mehr an, das habe ich alles hinter mir, mein Zeugnis von 11/1 zeige ich keinem mehr und – ich habÔÇÖ doch schon einen Job.

Meine Argumente, mein Sohn wei├č doch noch gar nicht, was er nach dem Abi machen m├Âchte und vielleicht soll er erstmal ein Jahr auf Reisen gehen, wurde mit dem Blick, „Du hast ja keine Ahnung und Du wirst schon sehen, was dabei raus kommt“, abgeschmettert.

Wie schon gesagt, bislang bleibe ich noch ganz entspannt. Aber, wenn ich ehrlich bin, ich wei├č nicht mehr, wie lange.

Denn auch, wenn ich bei dieser Hysterie (noch) nicht mitmache, m├Âchte man ja doch das Beste f├╝r seine Kinder.

Aber ich bezweifle, dass ein so vorgeplanter Weg, wirklich das Beste ist. Oder? Was meinen Sie?
gabi

Die Reform der Hauptschule ist eine unehrliche Angelegenheit

Guten Tag!

Heddesheim, 18. November 2009. Hirschberg meldet den Anspruch auf die Leitung einer „gemeinsamen“ Werkrealschule an. Heddesheim soll daf├╝r Sitz eines „Zweckverbands“ sein. Am Ende soll es zwei Sieger geben: B├╝rgermeister Just und B├╝rgermeister Kessler. Was aus den Sch├╝lern wird – ist im Zweifel egal. Hauptsache, die jeweiligen Gemeinder├Ąte loben sich ├╝ber den Klee. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie ├╝berhaupt wissen, wovon sie reden.

Kommentar: Hardy Prothmann

Warum der Deal „Hirschberg kriegt den Hauptsitz – Heddesheim den Sitz des „Zweckverbands“ ein gutes „Gesch├Ąft“ sein soll, wei├č weder ein Heddesheimer, noch ein Hirschberger Gemeinderat. Woher ich das wei├č? Ich habe nachgefragt.

Eine schl├╝ssige Antwort habe ich nicht erhalten.

Ganz im Gegenteil sind die meisten Gemeinder├Ąte mindestens verwirrt, wenn nicht komplett ahnungslos, was sie eigentlich sagen.

Wen wunderts – einen ├Âffentlichen Austausch von Argumenten und Meinungen auch der P├Ądagogen, Eltern und Sch├╝ler hat es weder in Heddesheim noch in Hirschberg gegeben.

Angeblich geht es um den Erhalt der „Schulstandorte“. Und angeblich geht es darum, dass, wenn die Heddesheimer-Hirschberger L├Âsung (oder umgekehrt) nicht komme, diese „bedroht“ seien.

Das ist Quatsch und gleichzeitig absolut richtig. Denn die Hauptschule ist ein Auslaufmodell.

Die Drohung geht vom Land Baden-W├╝rttemberg aus. Der Aggressor ist Kultusminister Rau. Die bittere Wahrheit ist, dass von 1.200 Hauptschulen im Land bald nur noch 900 ├╝brig sein werden. Die Wahrheit ist, dass es nicht um die bessere Qualifikation von Sch├╝lern geht, sondern nur um die Einsparung von Mitteln, sprich Geld.

W├Ąhrend die Hauptschule in zehn Bundesl├Ąndern bereits abgeschafft ist oder kurz davor steht, abgeschafft zu werden – wird sie in Baden-W├╝rttemberg mit dem neuen Etikett „Werkrealschule“ im Hauruck-Verfahren neu angestrichen – bis sie irgendwann ganz gestrichen wird.

Irgendwann werden es nur noch 600 „Werkrealschulen“ sein, die dann konsequent mit den Realschulen verschmolzen werden.

Besserverdiener werden ihre Kinder vermehrt auf private Schulen schicken.

Im Ergebnis wird die Realschule als Restschule ├╝brig bleiben – die Gymnasien verwalten die Sch├╝ler, die besser sind als der Rest. Die Privatschulen nehmen die, die besser bezahlen, als diese beiden Reste einer Schulpolitik abgehobener Funktion├Ąre, die von oben nach unten diktieren wollen, wie Bildung ohne Geld auszusehen hat.

Richtig eklig ist, dass Herr Minister Rau und andere dabei von Reformen sprechen, aber nur Deformationen erzwingen.

Unehrlich agieren auch die Verantwortlichen vor Ort. Sie wissen, dass die P├Ądagogen aus guten Gr├╝nden – n├Ąmlich aus ihrer professionellen Erfahrung heraus – gegen diese „Reformen“ sind.

Diese Verantwortlichen ├Ąu├čern Verst├Ąndnis und l├╝gen gleichzeitig, dass sich die Balken biegen.

Die B├╝rgermeister Just und Kessler beugen sich der Landespolitik und sichern sich gegenseitig Prestigefunktionen: Du kriegst die eine Leitung, ich die andere.

Beide haben noch im Fr├╝hjahr betont, dass alles seinen gewohnten Gang geht. Verschiedene Gemeinder├Ąte wurden mit „Sprechblasen“ zitiert, die „vorausschauende Planung“, „bestm├Âgliche L├Âsung“ oder „schl├╝ssig und ausgewogen“ blubbern durften.

Und die B├╝rgermeister wurden zitiert: „Dass im Zuge der weiteren Zusammenarbeit eine Rektorenstelle zur Disposition steht, verneinten alle.“

Das, mit Verlaub, ist eine glatte L├╝ge, die in den n├Ąchsten Wochen mit blumigen Worten weichgekocht werden wird.

Im Mannheimer Morgen, in der Rhein-Neckar-Zeitung, in den Mitteilungsbl├Ąttern werden Artikel erscheinen, die beschreiben, wie „hart um die beste L├Âsung gerungen wurde“, „wie viele Zweifel bestanden, die ausger├Ąumt werden konnten“, wie „stolz und dankbar“ man sei, wie „viel Arbeit und M├╝he“ es gekostet habe und „wie vorausschauend gehandelt wurde“. Am Ende werden alle „dankbar“ sein.

Und am Ende steht irgendeine „L├Âsung“. Die Gewinner werden die B├╝rgermeister sein, die Wortf├╝hrer in den Gemeinder├Ąten, einzelne „Sprechblasenzitategeber“.

Nicht zu Wort werden die Lehrer kommen. Und schon gar nicht die Sch├╝ler – zumindest nicht in diesem System, dass sich selbst gerne best├Ątigt – egal, wie das Ergebnis tats├Ąchlich ist.

Studieninformationstag an der Hochschule f├╝r Polizei Villingen-Schwenningen

Guten Tag!

Heddesheim, 11. November 2009. Die Hochschule f├╝r Polizei Villingen-Schwenningen bietet k├╝nftigen Abiturientinnen und Abiturienten auf dem Studieninformationstag am 18. November 2009 die M├Âglichkeit, sich ├╝ber einen Laufbahn bei der Polizei zu informieren.

Im Rahmen des landesweiten Studieninformationstags am 18.11.2009 bietet auch die Hochschule f├╝r Polizei Villingen-Schwenningen interessierten Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern die M├Âglichkeit, sich ├╝ber das Studium und die T├Ątigkeit als Polizeibeamter/in zu informieren. Voraussetzung f├╝r eine Aufnahme an der Hochschule f├╝r Polizei ist das Abitur.

Zun├Ąchst wird der Rektor Professor Alexander Pick die Dozenten/innen der Fakult├Ąten, die Polizei in Baden-W├╝rttemberg und verschiedene Arbeitsbereiche, wie den Streifendienst vorstellen.

Wie sehr sich Kriminalfilme und die Realit├Ąt unterscheiden, wird im Vortrag „Kriminalpolizeiliche T├Ątigkeiten – Fiktion und Wirklichkeit“ dargestellt. Anschlie├čend werden die Einstellungsvoraussetzungen sowie die 45-monatige Ausbildung zum Polizeikommissar erl├Ąutert.

Nach der Veranstaltung stehen Einstellungsberater der Polizei f├╝r Fragen bzw. ein pers├Ânliches Gespr├Ąch zur Verf├╝gung. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 h in der Sporthalle der Hochschule f├╝r Polizei.

Link: Hochschule f├╝r Polizei Villingen-Schwenningen

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Das heddesheimblog

Beruf – Information- Chance


Guten Tag!

Heddesheim, 26. September 2009. Die 11. Berufsinformationsb├Ârse an der Johannes-Kepler-Schule hat wie gewohnt ein breites Informationsangebot f├╝r die k├╝nftigen Azubis und Lehrlinge pr├Ąsentiert. 35 Firmen, Institutionen und Verb├Ąnde gaben Auskunft ├╝ber Berufsbilder und die n├Âtigen Qualifikationen.

Pinar Sedefoglu ist ein Gewinn f├╝r den Stand der Edeka. Frisch, aufgeschlossen, gespr├Ąchsbereit repr├Ąsentiert die junge Frau das, was sich Unternehmen w├╝nschen: Motivierte Mitarbeiter.

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Azubine Pinar Sedefoglu (rechts) mit Kollegin: Die beiden sind "drin" und werben mit guter Laune und klaren Zielen f├╝r den Berufseinstieg: Bild: hblog

Sehr sympathisch beantwortet die Auszubildende f├╝r Gro├č- und Au├čenhandel Fragen zu ihrem Beruf. Die 23-j├Ąhrige Heddesheimerin ist nicht einfach „froh“, ihre Ausbildung bei Edeka zu machen, sondern: „Es macht wir total viel Spa├č und ich strenge mich an. Ich bringe gerne Leistung und will mich nach dieser Ausbildung noch weiter qualifizieren.“

Ihr Weg bis zur Ausbildung bei Edeka: Werkrealschule, zwei Jahre Berufskolleg Fremdsprachen, Jobben, ein Praktikum bei Edeka und dann vor zwei Jahren die Ausbildungsstelle.

Sie ist „drin“ im Berufssystem. Sie hat Schule, Weiterbildung und dann den Schritt in den Beruf geschafft. Eine Ausbildungsstelle zu haben, die sie mit Freude macht, die sie motiviert und die ihr die M├Âglichkeit gibt, sich Ziele zu setzen.

Daf├╝r ist die Berufsb├Ârse f├╝r 370 Sch├╝ler aus sieben Gemeinden da: Wege und Chancen in einen Beruf zu zeigen. Was werden, was tun? Hebamme, ein Beruf aus dem KFZ-Bereich, Bau, Handwerk, B├╝ro, Bundeswehr, Dienstleistung, kaufm├Ąnnische Berufe – die Angebote sind vielf├Ąltig.

Die Interessen sind dabei bis heute noch sehr „klassisch“: „Die M├Ądchen interessieren sich ├╝berwiegend f├╝r Pflegeberufe oder den medizinisch-helfenden Bereich, die Jungs eher f├╝r Technik und kaufm├Ąnnische Berufe“, sagt Siegrid Wiedeck, verantwortlich f├╝r die Organisation der B├Ârse an der Johannes-Kepler-Schule.

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Bauberufe sind nicht sehr gefragt: "Dabei bieten diese Berufe ein gro├če Befriedigung." Bild: hblog

Die Klassenstufen 7-10 sind eingeladen: „Ab der 8. Klasse sollte man eine Idee entwickeln, was man sp├Ąter tun m├Âchte“, sagt die Lehrerin, die aktuell eine 8. Klasse unterrichtet.

Gar nicht im Trend sind Bauberufe. Ein Zimmermann, der sympathisch f├╝r seinen Beruf wirbt, sagt: „Das ist harte Arbeit, aber auch eine sehr verantwortliche, denn man ist der Chef auf der Baustelle f├╝r seine Arbeit.“ Doch seiner Meinung nach gibt es nicht viele, die sich daf├╝r interessieren: „Bauberufe sind anstrengend. Das schreckt viele ab. Das ist schade, weil diese Berufe auf der anderen Seite auch viel Befriedigung geben k├Ânnen – mehr als andere Berufe.“

Sehr im Trend sind Berufsziele als Sachbearbeiter bei Versicherungen, Krankenkassen oder Banken: „Leider nehmen nur noch wenige Banken Hauptsch├╝ler oder Werkrealsch├╝ler“, sagt eine Mutter, die ihren Sohn aber gerne bei der VR Bank unterbringen m├Âchte: „Die geben noch Chancen.“

information

Viele Informationen - viele Berufe - viele Fragen. Bild: hblog

Die Sch├╝lerin Melek S├╝zer aus Schriesheim strebt den Beruf Automobilkauffrau an: „Mir hat das heute viel gebracht, ich habe einige informative Gespr├Ąche gef├╝hrt.“ Andre Schmidt, Sch├╝ler an Johannes-Kepler-Schule, w├╝rde gerne etwas im kaufm├Ąnnischen Bereich lernen. Sara H├╝o├╝k besucht die neunte Klasse in Heddesheim. Ihr Berufsziel: Hebamme. Vanessa Vierling kocht gerne in der Schule. Sehr grossen Wert legt sie aber auch auf Mathematik. Ihr pers├Ânliches Traumziel nach der zehnten Klasse ist Kosmetikerin.

Doch nicht nur die Sch├╝ler interessieren sich auf dieser Berufsinformationsb├Ârse: Es sind vor allem die Eltern, die versuchen, einen geeigneten Beruf f├╝r die Tochter oder den Sohn zu finden.

heddesheimblog/ Mitarbeit: H├Ârst P├Âlitz

Ausbildung? Welche? Wo? Bei wem? Wann? – Heute Abend!

Guten Tag!

Heddesheim, 24. September 2009. Kontakte kn├╝fen – sich interessieren – sich kennenlernen, ist die Idee der Berufsinformationsb├Ârse der Hauptschulen mit Werkrealschulen. Sieben Gemeinden und 50 Firmen und Institutionen stehen f├╝r die Inhalte.


Gelegenheiten soll man nutzen. Die Berufsinformationsb├Ârse will k├╝nftige Lehrlinge oder Auszubildende in der Schule „abholen“. Eltern und Sch├╝ler sind aufgerufen, sich zu informieren und Kontakte zu kn├╝pfen.

Die teilnehmenden Gemeinden sind Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Ladenburg, Schriesheim, Hemsbach und Dossenheim.

Termin: Donnerstag, 24. September 2009, 18:00-21:00 Uhr
Ort: Johannes-Kepler-Schule, Rheinstra├če 43, Heddesheim

Link: Berufsinformationsb├Ârse

Siehe: Terminkalender

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