Montag, 09. Dezember 2019

Vereine schicken Informationen nur an "ausgewählte Medien"

Zufall, Absicht oder Dilletantismus?

Heddesheim, 08. Juni 2012. (red) Fortuna, TG und ATB bieten ein Public-Viewing zur EM an. Wo? Wann? Wie? Dar√ľber k√∂nnen wir leider nicht berichten, denn uns liegen keine Informationen vor.

Vielleicht k√∂nnen wir doch und vielleicht tun wir es auch – √ľber das Vereinsangebot zur Europameisterschaft zu berichten. Das werden wir noch in der Redaktion entscheiden.

Bevor wir das tun, stellen wir aber fest, dass Heddesheim eine absolute Ausnahmestellung in unserem Berichtsgebiet inne hat. Es gibt tatsächlich keinen Ort, der so verbissen und so provinziell ist.

T√§glich erreichen uns hunderte von Informationsemails von Vereinen, Organisationen, Beh√∂rden, Veranstaltern, die „√Ėffentlichkeit“ suchen.

Unter diesen Nachrichten suchen wir neben eigenen Theman aus, was wir ver√∂ffentlichen. Unsere redaktionellen Berichte entstehen unabh√§ngig, wenn wir fremde Quellen ver√∂ffentlichen, machen wir das transparent. Andere Medien wie der Mannheimer Morgen tun das nicht, sie schreiben als K√ľrzel „zg“. Das steht f√ľr „zugeschickt“ (wor√ľber der MM aber nicht aufkl√§rt).

Insbesondere die Fortuna, die TG und die ATB geh√∂ren nicht zu den Vereinen, die sich an eine breite √Ėffentlichkeit richten. Ebensowenig die Gemeinde Heddesheim unter ihrem B√ľrgermeister Michael Kessler. Es gibt noch eine Reihe anderer Vereine, die sich in dieser Gesellschaft „einreihen“. Das ist bedauerlich, denn die Entscheidung f√ľr dieses Verhalten f√§llt in den Vorst√§nden und gegen die Mitglieder.

Denn das Heddesheimblog ist mittlerweile Ortsmedium Nummer eins. Was wir berichten, wird im Ort diskutiert. Aktuell sicherlich auch das Verhalten der Vereinsvorstände.

Schade auch, dass man an Berichten √ľber das Angebot zur EM im Heddesheimblog aus Sicht der Vorst√§nde von Fortuna, TG (gibts da eigentlich einen Vorstand?) und ATB offensichtlich nichts lesen m√∂chte.

Wir respektieren das, weil unser kleines Team viel Arbeit hat und diese anderweitig gut investieren kann. Wir bedauern aus Sicht der Leserinnen und Leser, dass manche Heddesheimer Vereine √ľberhaupt kein Interesse haben, die √Ėffentlichkeit au√üerhalb des langweiligen Mitteilungsblattes und der „interessengesteuerten“ Zeitung zu informieren.

Ob sie damit gut beraten sind, werden sicherlich die „Mitgliedszahlen“ in den kommenden Jahren belegen. Wie abgewirtschaftet ein jahrelanger TG-Vorstand schmachvoll aus dem Amt ging, hat man ja vor kurzem (zuerst bei uns) erfahren k√∂nnen.

Vielleicht ist es aber auch √ľberhaupt keine b√∂se Absicht, dass keiner der drei Vereine in der Lage ist, die Redaktion anzuschreiben. Vielleicht ist der Grund einfach nur ein traditionell gepflegter provinzieller Dilletantismus.

Kraft wird geschmeidig – Gymnastikraum √ľbergeben

Guten Tag!

Heddesheim, 24. November 2010. Am Mittwoch, den 24. November 2010, wurde der neue Gymnastikraum in der Nordbadenhalle √ľbergeben.
Zusammen mit dem Ausbau der Kinderkrippe Heddesheim wurde in diesem Jahr in der Nordbadenhalle noch ein zweites Projekt realisiert, das eng mit der Einrichtung der Kinderkrippe zu tun hat. Es handelt sich um die Verlegung des Gymnastikraums in den Bereich des ehemaligen Kraftraums der Nordbadenhalle.

Von Sabine Prothmann

Der bisherige Gymnastikraum – direkt angrenzend zur existierenden Kinderkrippe – wurde im Laufe des Jahres zur Kinderkrippe umgebaut. Als neuen Platz f√ľr den bisherigen Gymnastikraum hat der Gemeinderat daher den bisherigen Bereich des ehemaligen Kraftraums beschlossen.

Nachdem die Gemeinde Heddesheim vor wenigen Wochen die Einweihung der zweiten Gruppe in der Kinderkrippe gefeiert hat, wurde nun der neue Gymnastikraum vorgestellt und √ľbergeben.

Der ehemalige Kraftraum wurde renoviert und modernisiert. Zusätzlich zu dem 147 Quadratmeter großen Sportraum ist noch ein neuer Umkleidebereich Рvormals Duschen Рund ein 25 Quadratmeter großer Raum Рein ehemaliger Abstellraum -, der als Kraftraum verwendet werden soll, entstanden. Sobald die Finanzierung der Geräte geklärt ist, soll der Kraftraum von den Sportlern der SG, aber auch der TG und ATB genutzt werden.

Gymnastikraum

Der Holzboden wurde erhalten. Ortsbegehung im neuen Gymnastikraum. Bild: heddesheimblog.de

Highlight des Gymnastikraums ist, wie B√ľrgermeister Kessler betonte, das Kopfholzparkett, das erhalten werden konnte. „Heute k√∂nnte man sich den Boden nicht mehr leisten.“

Erneuert und energetisch verbessert wurden auch die Fenster, der Raum wird jetzt von zwei Seiten erhellt. Zudem sind ein eigener Notausgang und ein separater Lagerraum entstanden.

Die alte Decke wurde gestrichen und erf√ľlle zun√§chst noch ihre Funktion, so der B√ľrgermeister.

Das Projekt konnte mit 145.000 Euro Baukosten abgeschlossen werden und damit liege man im Kostenrahmen.

Im Moment nutze der Skiclub, der Karnevalsverein “ Grumbe“ und die ATB die neue R√§umlichkeit. Auf Nachfrage der Redaktion, schloss Kessler eine Nutzung durch private Sportanbieter nicht aus, aber die Heddesheimer Vereine h√§tten eindeutig Vorrang.

Die Einrichtung des neuen Gymnastikraums bezeichnete Kessler als „schl√ľssige Sache“ mit der man die „Gesamtsituation“ eindeutig verbessert habe.

Die Planung und Durchf√ľhrung des Projekts lag in den H√§nden des Architekturb√ľros „Reichel + Benkeser“, begleitet wurde es vom Bauamt durch Andreas Ernst.

In eigener Sache: Über Missstände und Missverständnisse

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Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. Die Redaktion des heddesheimblogs nimmt einen Kommentar zum Anlass – zu „Missst√§nden“ und „Missverst√§ndnissen“ Stellung zu nehmen.

Von Hardy Prothmann

Der Kommentator Robin Maier schreibt: „Ich bin Teil der Organisation und versuche mal einen „Mi√üstand“ klarzustellen. Hier geht es nicht um das Public Viewing an sich, sondern heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen/Gemeinde/TG.“

Der von Ihnen beklagte Missstand beruht auf einem Missverständnis.

Es gibt in der Redaktion keine Haltung: heddesheimblog vs. Mannheimer Morgen (MM)/Gemeinde/TG.

Zutreffend ist: das heddesheimblog konkurriert mit anderen Medien um die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser, darunter dem MM. Das nennt man Wettbewerb.

Diese Form von geschäftlichem Wettbewerb ist zugleich eine Dienstleistung und eine Produktion. Aber sie ist mehr als das Рsie beruht auf Artikel 5 Grundgesetz, also auf der Meinungsfreiheit.

Grunds√§tzlich gilt: Um sich eine Meinung bilden zu k√∂nnen, braucht man Informationen. Die werden in pers√∂nlichen Gespr√§chen, am Stammtisch, im Verein, in anderen Runden oder auch √ľber Medien transportiert.

Wie bei allen Waren ist die Qualit√§t der Informationen durchaus unterschiedlich. Doch selbst die beste Information kann letztlich Meinungslosigkeit hinterlassen – denn die Empf√§nger von Informationen m√ľssen auch bereit sein, sich eine Meinung bilden zu wollen. Die Art dieser Bereitschaft beeinflusst wiederum die Informationsverarbeitung und damit letztlich das Meinungsbild.

Sprich: Zeige ich mich offen f√ľr Informationen oder filtere ich nur das, was ich wahrnehmen will?

heddesheimblog vs. MM

Der MM ist nicht nur eine lokale Monopolzeitung – durch diesen Status beherrschte die Zeitung in der Zeit vor unserer Berichterstattung auch das Monopol √ľber die Meinungen der Menschen im Verbreitungsgebiet.

Durch unser Angebot erweitern wir die M√∂glichkeit, sich eine Meinung zu bilden. Wenn wir erkennen, dass der MM Meinungen manipuliert – dann weisen wir die √Ėffentlichkeit auf diesen Missstand hin. Und hier, lieber Herr Maier, sind viele und gravierende Missst√§nde zu erkennen.

Die Medien werden auch als „vierte Gewalt“ im Staat bezeichnet. Medien alleine k√∂nnen das aber nicht leisten – es braucht dazu die B√ľrgerinnen und B√ľrger, die sich √ľber m√∂glichst mehr als ein Medium informieren k√∂nnen und sich eine Meinung bilden.

Wollen Medien ihre so genannte „W√§chterfunktion“ wahrnehmen, m√ľssen sie mit kritischem Blick die Geschehnisse verfolgen. Medien, die nur Bratwurstjournalismus anbieten, erzeugen Bratwurstmeinungen.

heddesheimblog vs. Gemeinde

Die Gemeindeverwaltung Heddesheim ist eine Beh√∂rde. Diese ist dazu da, die √∂ffentlichen Angelegenheiten einer Kommune und damit der dort lebenden B√ľrgerinnen und B√ľrger zu regeln. Dabei ist sie verpflichtet, die Medien gleichberechtigt zu informieren und Ausk√ľnfte zu erteilen.

B√ľrgermeister Michael Kessler ist Leiter der Verwaltung. Er behandelt Medien selektiv und bevorzugt und benachteiligt uns und verweigert Ausk√ľnfte.

Damit verst√∂√üt er nicht nur gegen das Landespressegesetz – er zeigt sich auch presse- und damit demokratiefeindlich. Das hat zur Konsequenz, dass er Teilen der √Ėffentlichkeit, die sich bei uns informieren, unter Umst√§nden entscheidende Informationen verweigert. Damit √ľbt er sein Amt aus unserer Sicht unzureichend aus.

Die Person Michael Kessler ist f√ľr die Redaktion nur eine Person wie jede andere auch. Der B√ľrgermeister ist ein Amtstr√§ger. An der Art, wie Herr Kessler dieses Amt ausf√ľllt, messen wir ihn als Beh√∂rdenleiter.

Wenn Sie unsere Berichterstattung aufmerksam verfolgen – vermuten mir nicht hinter allem „eine Leiche im Keller“ oder gar „b√∂se Absichten“. √ÉŇďber die meisten Angelegenheiten berichten wir ohne „spezielle“ Vermutungen. Ganz im Gegenteil stellen wir auch positive Entwicklungen als solche dar.

Unsere Berichte informieren unsere Leserinnen und Leser zutreffend √ľber das, was in der Gemeinde passiert. Vieles davon ist normaler Alltag – den dokumentieren wir und versuchen durch die Art der Berichterstattung die Menschen f√ľr diese Themen zu interessieren.

heddesheimblog vs. TG

Hier, lieber Herr Maier, haben Sie einen sehr selektiven Blick auf unsere Berichterstattung gelegt. Andererseits beschreiben Sie auch hier ein Problem, dass nichts mit der redaktionellen Haltung zu tun hat.

Die Berichterstattung √ľber Vereine als wichtige gesellschaftliche Organisationen liegt uns am Herzen. Die meisten Vereine, √ľber die wir bislang berichtet haben, sch√§tzen unsere Berichterstattung, mehr noch aber unser Interesse, das wir f√ľr die Belange der Vereine zeigen.

Unsere „kritische“ Haltung beeinflusst das nicht. Wir berichten „positiv kritisch“, wenn unsere Informationen dies belegen. Wir berichten „negativ kritisch“, wenn wir der Auffassung sind, dass dies angezeigt ist.

Die TG ist als Verein im Gegensatz zur Gemeinde nicht zur Auskunft verpflichtet. Typischerweise ist ein Verein aber an m√∂glichst vielf√§ltigen Medienberichten interessiert, weil das die Bedeutung der Vereinsarbeit unterstreicht und f√ľr neue Mitglieder sorgt.

Der Vorstand der TG, insbesondere Herr Ewald Doll, hat sich nicht nachvollziehbar dazu entschlossen, allen Leserinnen und Lesern des heddesheimblogs, Informationen √ľber die Vereinsarbeit zu verweigern. Herr Doll erweist sich unserer Auffassung nach damit ebenfalls presse- und demokratiefeindlich und √ľbt sein Amt als Vereinsvorsitzender unzureichend aus. Wir behaupten sogar, dass er vors√§tzlich und bewusst dem Verein durch dieses Verhalten schadet.

Viele unserer Leserinnen und Leser sind Mitglied der TG Heddesheim – die Vermutung, dass heddesheimblog w√ľrde „gegen die TG“ berichten, ist allein schon deshalb absurd.

Wir m√∂chten Ihnen zum besseren Verst√§ndnis ein anderes Beispiel nennen: Unser Kommentar „Der Prunk, die Sitzung und was die Grumbe besser machen k√∂nnen“ stellte die Prunksitzung des Karnevalvereins positiv dar. Kritisiert haben wir aber die Vereinsvorsitzenden. Diese haben sich f√ľr die Kritik bedankt und als das verstanden, was sie war: Eine Meinungs√§u√üerung und ein Hinweis auf einen „Missstand“, den man verbessern kann.

Heddesheimer Verh√§ltnisse vs. vorbildliche „Verh√§ltnisse“

Wir verweisen ebenfalls zum besseren Verständnis gerne auf unsere weiteren Angebote hirschbergblog.de und ladenburgblog.de.

Dort berichten wir mit derselben Mannschaft aus der gleichen Haltung heraus: unabh√§ngig, √ľberparteilich, kritisch und interessiert.

Die B√ľrgermeister in Hirschberg (Manuel Just) und Ladenburg (Rainer Ziegler) und ihre Verwaltungen verhalten sich vorbildlich gegen√ľber der Presse insgesamt und auch unserer Redaktion: Das hei√üt, sie informieren die Medien gleichberechtigt.

Bei unseren Recherchen k√∂nnen wir selbstverst√§ndlich alle Mitarbeiter dieser Kommunen ansprechen und erhalten fachlich fundierte Ausk√ľnfte. Zeitnah und sehr zuvorkommend durch die Mitarbeiter, die unsere redaktionelle Arbeit damit hervorragend unterst√ľtzen.

Dasselbe gilt f√ľr die Vereine und andere Organisationen, die auf die Redaktion zukommen, Informationen ungefragt √ľbermitteln und uns einladen, an allen Verstaltungen teilzunehmen.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Was ist der Unterschied?

Wie in allen Kommunen, gibt es in Heddesheim und auch in Hirschberg und Ladenburg „interessierte Kreise“. Das reicht vom Seniorennachmittag √ľber die Vereine und andere Organisationen bis hin zu den Verwaltungen.

„Interessierte Kreise“ sind auch vollkommen in Ordnung – es sei denn, sie entwickeln sich zu Cliquen, Kl√ľngeln oder Kartellen und machen sich den Ort zur Beute.

Wir haben den Eindruck, dass dies in Heddesheim der Fall ist. Hier haben sich f√ľhrende Vertreter aus Parteien, Vereinen, Firmen und der Verwaltung zusammengerottet, um ihre „speziellen Interessen“ zu verfolgen und einen „Feind“ zu bek√§mpfen – das heddesheimblog.

Nicht die Vereine, Parteien oder die Verwaltung an sich sind daf√ľr verantwortlich und stehen dabei im Fokus unserer Kritik: Hinter diesen „b√∂sen“ Verh√§ltnissen in Heddesheim stecken einzelne F√ľhrungspersonen: Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Transparentes Angebot

Sie schreiben: „Einerseits finde ich es gut, dass ein Medium wie das heddesheimblog Strukturen durchleuchtet und auch mal unangenehme „Fragen“ stellt.√ā¬†Andererseits sollte es in Heddesheim noch m√∂glich bleiben Veranstaltungen durchzuf√ľhren, die ehrenamtlich geplant werden und den Vereinskassen zugute kommen sollen, ohne das hinter jedem „Zaun“ eine b√∂se Absicht lauert.“

Die Redaktion folgt keinem „Feindbild“ und wittert auch nicht √ľberall „b√∂se Absichten“, sondern folgt ausschlie√ülich journalistischen Interessen. Unsere Arbeit findet bundesweit Beachtung, wird von Journalisten und Wissenschaftlern gesch√§tzt und gelobt.

Wir beobachten kritisch das Ortsgeschehen. Die Redaktion erf√§hrt dabei ganz √ľberwiegend Unterst√ľtzung. Aber auch Behinderungen: Wir gehen zu Veranstaltungen – und werden rausgeworfen. Wir fragen nach Informationen – und werden dabei behindert. Es werden b√∂se Ger√ľchte gestreut. Es gibt k√∂rperliche √ÉŇďbergriffe und im September sogar einen „gemeingef√§hrlichen“ Anschlag.

Das sind Missstände, die wir transparent machen.

Leider fehlt es einigen hier im Ort an der n√∂tigen Souver√§nit√§t und einer demokratischen Haltung, mit Kritik umzugehen. Einige wenige sind fest entschlossen, jede Kritik als „Angriff“ zu bewerten – dabei bleibt es nicht bei einer Meinungsbildung, sondern es kommt zu inakzeptablen Grenz√ľberschreitungen.

Sie, lieber Herr Maier, w√§hlen den guten und richtigen Weg der Kommunikation und freien Meinungs√§u√üerung. Ihr Kommentar ist nachvollziehbar, differenziert und vern√ľnftig.

Unterst√ľtzung durch das heddesheimblog

Vielleicht ändern Sie aber Ihre Meinung, wenn Sie unseren Kommentar nochmals lesen:

Der Einstieg beginnt mit einer „positiven Kritik“. Der Text schildert ein „Public Viewing“ mit mehreren hunderttausend Menschen als positives Beispiel. Dann w√§gt der Text ab, aus welchen Gr√ľnden das Heddesheimer „Public Viewing“ wie veranstaltet wird.

Diese Abwägung passiert öffentlich, transparent und wird mit Argumenten belegt.

Dann folgt Kritik – nicht aus dem hohlen Bauch heraus, sondern auf Basis von Recherchen. Hinter den Kulissen herrscht nicht eitel Sonnenschein. Die Durchf√ľhrung der Veranstaltung schlie√üt eventuell sozial schw√§chere Mitglieder unserer Gemeinschaft aus. Eventuell wird ein „Vorgl√ľhen“ provoziert.

Dar√ľber hinaus gibt es eine „Man√∂verkritik“ und konstruktive Vorschl√§ge zur Verbesserung. Keine Befehle, keine Anordnungen – nur Vorschl√§ge.

Und letztlich beschreibt der Kommentar ein „Ph√§nomen“, das in vielen Vereinen, die k√§mpfen m√ľssen, anzutreffen ist: Angst und Misstrauen. In Ladenburg hat das beispielsweise dazu gef√ľhrt, dass die Stadt das beliebte „Ballonfestival“ verloren hat.

Von „b√∂sen Absichten“, lieber Herr Maier, ist mit keinem Wort die Rede.

Die Redaktion begr√ľ√üt ausdr√ľcklich das Vorhaben, g√∂nnt den Vereinen ausdr√ľcklich Einnahmen und w√ľnscht den Veranstaltern und allen G√§sten (die es sich leisten k√∂nnen) ein erfolgreiches, gemeinsames „Public Viewing“ und unserer Mannschaft den bestm√∂glichen Erfolg bei der WM.

Und wir haben einen Wunsch: Wir w√ľrden gerne umfangreich und ohne Behinderungen berichten k√∂nnen.

Jetzt sind Sie, lieber Herr Maier, als Mitorganisator (Fortuna) gefragt:

  • Vermuten Sie „b√∂se Absichten“ oder setzten Sie sich daf√ľr ein, dass unsere Redaktion wie andere Medien gleich behandelt wird?
  • Und sind Sie und die anderen Veranstalter bereit, sich einer vorurteilsfreien, fairen aber kritischen Berichterstattung zu stellen?

Dar√ľber w√ľrden wir uns sehr freuen.

Und sicher auch alle unsere Leserinnen und Leser.

In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Public Viewing in Heddesheim – Kostenfrei? Oder nicht?

Guten Tag!

Heddesheim, 29. April 2010. In Heddesheim wird es zur Fu√üball-WM ein „Public Viewing“ geben – also eine √ÉŇďbertragung auf Gro√üleinwand. Angeblich die gr√∂√üte Veranstaltung dieser Art in der Region und angeblich kostenlos. Eins steht fest. Kostenlos ist die Veranstaltung nur bedingt.

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"Public Viewing" in der Freizeithalle ist nur bedingt kostenlos. Quelle: Gemeinde Heddesheim

Von Hardy Prothmann

Dass die drei Vereine ATB, TG und Fortuna gemeinsam mit der Gemeinde ein „Public Viewing“ veranstalten, ist erstmal eine gute Nachricht f√ľr alle Fu√üballfans.

Auch gut ist, dass es ein Rahmenprogramm mit Torwandschie√üen gibt. Auch gut, dass es einen mit dem Ladenburger Gasthaus „Zum Ochsen“ einen Partyservice, also Verpflegung gibt.

All das geh√∂rt n√§mlich zu einem erfolgreichen „Public Viewing“ dazu.

Was Public Viewing ist.

Mein letztes „Public Viewing“ war im vergangenen Sommer in Amsterdam. Ein Musikfest. Mit vielen B√ľhnen und vielen Leinw√§nden. Die Versorgung war super, die Preise waren ok.

Aber jeder konnte sich auch sein Bier im Supermarkt oder Kiosk holen. Die meisten Leute haben sich eindeutig an den St√§nden versorgt. Dort war man viel besch√§ftigt, aber freundlich und hatte auch f√ľr einen Spa√ü Zeit.

Beim Heddesheimer „Public Viewing“ ist das anders.

Hier wird angek√ľndigt, das „Public Viewing“ sei zwar frei. Aber Getr√§nke d√ľrften keine mitgebracht werden.

Bedingt „kostenfrei“.

Das bedeutet in der Konsequenz: Wer drei, vier Stunden lang mit anderen in der Gemeinschaft seine Leidenschaft Fußball erleben will, hat entweder Durst oder wird zum Kauf von Getränken gezwungen.

Das hat mit „Public Viewing“ nichts zu tun.

Das ist ein Geschäft, bei dem es den Betreibern an Mut fehlt, auch ein Risiko einzugehen. Vor allem ein finanzielles.

Vielleicht veranstalten auch deshalb drei Vereine zusammen mit der Gemeinde dieses Programm. Gehts schief, ist die Last auf viele Schultern verteilt. Und √ľberhaupt: So hat jeder weniger Arbeit.

Die größten sind zu klein.

Der Mannheimer Morgen (MM) hat geschrieben, dies seien die drei „gr√∂√üten Vereine“ Heddesheims. Das hei√üt umgekehrt aber auch: Jeder davon ist zu klein, um die Aufgabe stemmen zu k√∂nnen oder zu wollen.

Vielleicht verstehen die drei Vereine sich aber auch einfach so gut, dass sie das gerne zusammen machen. Auch das ist eine Möglichkeit.

Vielleicht hat man aber auch tats√§chlich ernstzunehmende und nachvollziehbare Gr√ľnde, das Mitbringen von Getr√§nken zu verbieten. Verbieten ist √ľbrigens im Ergebnis dasselbe wie „nicht erlauben“, was der MM geschrieben hat.

„Das gesamte Gebiet wird abgesperrt“, schreibt der MM und merkt nicht, dass er gleichzeitig √ľber ein „Public viewing“ berichtet.

In Amsterdam gab es Einschr√§nkungen f√ľr den Stra√üenverkehr, aber keine Absperrung gegen Menschen. Und das war viel, viel, viel gr√∂√üer als das „gr√∂√üte Public Viewing“ in Heddesheim in der Region. Fragt sich, was „Region“ in diesem Fall hei√üt.

Geht es um Angst?

Das n√§chste Argument k√∂nnte „Fu√üball“ sein. Ein Sport, in dessen Umfeld es immer wieder viel Gewalt und Zerst√∂rung gibt.

Haben die Heddesheimer Vereine und die Verwaltung davor Angst?

Und wenn ja, w√§re es nicht besser, statt die Veranstaltung „abzusperren“, diese offen zu halten und mit Ordnern zu sichern?

Hat man Angst davor, dass sich jemand mit mitgebrachten Getränken besäuft?

Die Ma√ünahme wird nicht helfen – so wird ein „Vorgl√ľhen“ provoziert.

Oder um Misstrauen?

Mit ziemlicher Sicherheit steht aber ein anderer Gedanke im Vordergrund: Misstrauen.

Die Vereine misstrauen ihrer eigenen Veranstaltung. Und sie machen den Zutritt f√ľr viele fraglich.

Junge Leute mit wenig Geld, junge Familien, Menschen ohne Arbeit – alles Mitglieder unserer Gemeinschaft werden sich √ľberlegen, ob sie sich ein „kostenloses Public Viewing“ leisten wollen.

Die Vereine und die Gemeinde hätten das Konzept auch anders entwerfen können.

  • Wir veranstalten zusammen ein „Public Viewing“ – weil wir ein tolles Angebot bieten wollen.
  • Wenn sich das tr√§gt und allen Spa√ü macht, wird was draus und viele „Public Viewings“ werden folgen.
  • Wir tragen den Gedanken des „Public Viewing“ in uns – es ist kostenlos.
  • Aber wir haben Kosten und freuen uns, wenn sie unser Angebot wahrnehmen und sich hier versorgen.

Die Zeche zahlen die „Viewer“.

Leider ist die Heddesheimer Variante nichts anderes als ein Kneipen-„Public Viewing“.

Die Freizeithalle wird zur Kneipe, die Veranstalter sehen nicht das Event, sondern den Umsatz. Eintritt frei – jeder Verzehr kostet.

Woran es fehlt ist Vertrauen – in das eigene Angebot und die Menschen.

Der Eintritt ist kostenlos – die Zeche zahlen muss man trotzdem.

Dokumentation:
Presseinformation der Veranstalter
„Public Viewing“ zur WM 2010 in der Heddesheimer Freizeithalle

Heddesheim. Noch sechs Wochen bis zum Beginn der Fu√üball-Weltmeisterschaft in S√ľdafrika – und die Fu√üballfans aus Heddesheim und Umgebung k√∂nnen sich auf ein „Public Viewing“ in der Freizeithalle freuen, zu dem die drei Vereine Arbeiter-Turnerbund (ATB), Fu√üballverein Fortuna und die Turngemeinde (TG) Heddesheim, die Gemeinde Heddesheim und das Gasthaus „Zum Ochsen“ Ladenburg einladen.

Wir zeigen etwa die H√§lfte der Spiele der Fu√üball-WM 2010 in S√ľdafrika, ganz besonders nat√ľrlich diejenigen mit deutscher Beteiligung. Die Leinwand wird vor Wind und Wetter gesch√ľtzt in der Freizeithalle aufgebaut. Vor der Freizeithalle finden die Besucher Essen und Trinken in einem Biergarten bei der fu√üballerisch geschm√ľckten Freizeithalle. Beim Essen gibt es an verschiedenen Spieltagen entsprechend der beteiligten Mannschaften je ein l√§nderspezifisches Gericht, so z.B. eine spanische Paella oder „Fish and Chips“, wenn das englische Team spielt.

Der Eintritt zum „Public Viewing“ ist frei. Die Halle wird jeweils etwa eine Stunde vor dem ersten Spiel ge√∂ffnet.

Ab dem Achtelfinale (26. bis 29.06.) werden alle Spiele gezeigt. Folgende Vorrundenspiele sind zu sehen:

13.06. 20:30 Uhr Deutschland – Australien.
18.06. 13:30 Uhr Deutschland – Serbien, 16:00 Uhr Slowenien – USA, 20:30 Uhr England – Algerien.
19.06. 13:30 Uhr Niederlande РJapan, 16:00 Uhr Ghana РAustralien, 20:30 Uhr Kamerun РDänemark.
20.06. 13:30 Uhr Slowakei – Paraguay, 16:00 Uhr Italien – Neuseeland, 20:30 Uhr Brasilien – Elfenbeink√ľste.
23.06. 16:00 Uhr Slowenien – England, 20:30 Uhr Ghana – Deutschland.
24.06. 16:00 Uhr Slowakei – Italien, 20:30 Uhr Kamerun – Niederlande.
25.06. 16:00 Uhr Portugal – Brasilien, 20:30 Uhr Chile – Spanien.

Die Freizeithalle in der Gro√üsachsener Stra√üe 35 ist mit dem Fahrrad gut zu erreichen, auch Parkpl√§tze f√ľr Autos stehen zur Verf√ľgung. Aktuelle Infos zu den Veranstaltungen gibt es jeweils auch unter www.heddesheim.de.“

Straßen- und Dorfplatzfest, Jugendferienprogramm, Sommertagszug

Guten Tag!

Heddesheim, 26. Februar 2010. Rund 40 Vertreter von Vereinen und der Gemeinde haben am Montag im Sport- und Kulturausschuss Programminhalte und Organisation von Veranstaltungen besprochen.

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Straßenfest 2009. Bild: hblog

Sommertagszug
Am Sonntag, den 28. M√§rz 2010, beginnt die Aufstellung f√ľr den Sommertagsumzug um 13:00 Uhr. Start ist um 14:00 Uhr in der Beind- und Schulstra√üe f√ľr die Fu√ügruppen der Kinderg√§rten, Schulen und Vereine sowie den nach Jahreszeiten geschm√ľckten Motivwagen: Den Fr√ľhling stellen die Gartenfreunde dar, die Landfrauen den Sommer, der Heimat-und Traditionsverein den Herbst und der Skiclub den Winter.

Die Reiterstaffel der Polizei aus Straßenheim nehmen ebenso wie der Reitverein mit seinen Ponys teil. Als Musikgruppen begleiten die Weinheimer Stadtkapelle, die Kolpingkapelle Viernheim und der evangelische Posaunenchor den Sommertagszug. Den Schluss bildet das DRK.

Der Zug endet am Nogent-le-Roi-Platz, wo der Winter in Form der Strohpuppe „Winter“ verbrannt wird. In der Nordbadenhalle bietet die ATB Bewirtung und Musik an.

Bislang haben sich acht weitere Wagen angemeldet. Pro Wagen gibt es 55 Euro Zuschuss von der Gemeinde. Der Anmeldeschluss ist der 16. März 2010.

Jugendferienprogramm
Insgesamt 26 Vereine haben im Jahr 2009 an 31 Tagen Angebote f√ľr das Jugendferienprogramm gemacht. F√ľr 2010 liegen bislang zehn Anmeldungen vor. Unter anderem bietet Reitverein wieder voltigieren an, die Sportfischer angeln am Badesee, die AWO ein Spielefest in der Fun-Arena, am 21. August 2010 wird das Vogelparkfest des diesj√§hrigen Jubil√§umsvereins stattfinden.
(Erste Termine finden Sie schon jetzt in unserem Terminkalender. Die genauen Daten werden noch aktualisiert. Hinweis: Vereine können ihre Termine kostenlos bei uns eintragen: termine (at) heddesheimblog.de)

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Straßenfest
Das diesj√§hrige 29. Stra√üenfest findet am 12./13. Juni 2010 statt und beginnt mit dem Fassbieranstich des B√ľrgermeisters um 14:00 Uhr. Von 17:00-19:00 Uhr wird ein Alleinunterhalter auftreten. Um 20:30 Uhr gibt es live-Musik mit der Living-Music-Family. Der Clown Filou soll wieder die Kinder unterhalten. Am Sonntag spielt von 10:00-12:00 Uhr die Staatsphilharmonie, von 11:30-14:00 Uhr gibt es einen Fr√ľhschoppen mit Blasmusik.

Ab 17:00 Uhr wird die Freizeithalle f√ľr das Public viewing der WM ge√∂ffnet.

B√ľrgermeister Kessler und das Organisationskomitee appellierten an die Vereine, einen Mittagstisch anzubieten, da der „Engel“ geschlossen ist. Daf√ľr k√∂nnten die Vereine auch eine Catering-Firma beauftragen. Wichtig sei zudem, dass die Vereine an beiden Tagen teilnehmen, da sonst ein Defizit drohe, sagte Organisationsleiter Wolfgang Unverricht.

Im vergangenen Jahr fielen 6.340 Euro an Kosten an, 240 Euro weniger als in die Kasse kamen. Der gr√∂√üte Posten waren 1.060 Euro f√ľr die Security-Firma: „Der Einsatz hat sich bew√§hrt.“ Das Polizeirevier Ladenburg hat wieder ausreichende Kr√§fte zugesichert.

Bis Anfang Mai sollten die Angebote im Rathaus gemeldet werden.

Dorfplatzfest
Am 07./08. August 2010 wird das Dorfplatzfest veranstaltet. Am Samstagabend spielt „Just for Fun“ aus Mannheim. Die Vereine haben die M√∂glichkeit, sich am Sonntagmorgen auf der B√ľhne zu pr√§sentieren.

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Ab 13. Juni 2010 „Public Viewing“ zur WM in der Freizeithalle

Guten Tag!

Heddesheim, 18. Januar 2010. Fortuna, ATB, TG und die Gemeinde Heddesheim werden zur Fu√üball-Weltmeisterschaft 2010 in S√ľdafrika ein „Public Viewing“ in der Freizeithalle anbieten.

Pressemitteilung der Gemeinde Heddesheim

„Nachdem der Ball in der Fu√üball-Bundesliga zur R√ľckrunde nun wieder rollt, naht auch mit gro√üen Schritten die Weltmeisterschaft 2010 in S√ľdafrika: Der Fu√üballverein Fortuna, der Arbeiter-Turnerbund und die Turngemeinde sowie die Gemeinde Heddesheim veranstalten w√§hrend der WM im Sommer ein „Public Viewing“ in und an der fu√üballerisch dekorierten Freizeithalle in Heddesheim. Die Leinwand wird vor Wind und Wetter gesch√ľtzt in der Freizeithalle aufgebaut. Vor der Freizeithalle finden die Besucher Essen und Trinken in einem Biergarten. Dabei sorgen die Vereine f√ľr die Getr√§nke, das Catering √ľbernimmt der Partyservice Muth.

Das Public Viewing beginnt mit dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft gegen Australien am Sonntag, 13. Juni, um 20:30 Uhr. Danach werden nat√ľrlich die deutschen Spiele sowie weitere Spiele unter der Woche und an den Wochenenden gezeigt. Ab dem Achtelfinale soll immer ge√∂ffnet sein. Die Tage, an denen das Public Viewing w√§hrend der Gruppenphase stattfindet, werden in K√ľrze bekanntgegeben.“

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