Samstag, 25. November 2017

Größte Alemannensiedlung Baden-Württembergs?

„Heddesheim steigt in die Champions League der Archäologie auf“

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Spuren einer Alemannensiedlung wurden bei Ausgrabungen gefunden – und das vor den Toren Heddesheims.

Heddesheim, 25. Februar 2014. (red/jsc) Die Ausgrabungen für das entstehende Neubaugebiet „Mitten im Feld“ werden nun auf der anderen Seite der Kreisstraße weitergeführt. Auch hier finden sich zahlreiche Befunde. Archäologe Dr. Klaus Wirth vermutet eine Sensation: die größte Alemannensiedlung Baden-Württembergs.

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Rüstige Rentner untersuchen die Geschichte Heddesheims

„Ohne Ehrenamtliche geht es nicht“

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Ohne Ehrenamtliche Helfer würden die Archäologen es nicht leisten können. Die Senioren packen ordentlich mit an.

Heddesheim, 25. Februar. (red/jsc) Die Ausgrabungen für das entstehende Neubaugebiet „Mitten im Feld“ werden nun auf der anderen Seite der Kreisstraße weitergeführt. Neben den zuständigen Archäologen helfen vor allem ehrenamtliche Helfer mit: Senioren. Ohne sie geht es nicht.

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Alemannen-Siedlung "Mitten im Feld"

Archäologen vermuten mehr Funde

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Backofenrest mit aufliegenden, fragmentierten Mühlsteinen. Er wird auf eine Zeit zwischen 300 bis 450 nach Christus datiert. Foto: rem

 

Heddesheim, 18. Dezember 2013. (red/ld) Schlummert unter der Gemeinde eine archäologische Sensation? Im November hatten Archäologen Reste einer Siedlung aus dem Frühmittelalter im enstehenden Neubaugebiet „Mitten im Feld“ gefunden, die den Alemannen zugeordnet wird. Das sei einmalig in Baden-Württemberg, sagt der begleitende Archäologe Dr. Klaus Wirth. Er rechnet mit weiteren Funden, wenn die Häuser gebaut werden. [Weiterlesen…]

Hochmittelalterliche Bebauung unter dem ehemaligen Pfarrhaus

Archäologische Grabungen in der Oberdorfstraße

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Dr. Klaus Wirth (ganz links) und Mitglieder seines Ausgrabungsteams: Stefan Alles (hinten), Uwe Gerlach (vorne), Claudia Kruhl, Norbert Knopp und Friedrich Ammon (von links)

 

Heddesheim, 18. Dezember 2013. (red/sw) Bereits seit Sommer ist ein Team ehrenamtlicher Helfer unter der Leitung von Dr. Klaus Wirth, Leiter der Abteilung Archäologische Denkmalpflege der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen damit beschäftigt, die Reste eines Anwesens aus dem Hochmittelalter freizulegen. Da Stall und Scheune des inzwischen abgetragenen ehemaligen Pfarrhauses in der Oberdorfstraße nicht unterkellert waren, sind die Überbleibsel vorheriger Generationen noch erhalten. [Weiterlesen…]

Sensationsfund: Römischer Goldschatz auf „Pfenning“-Gelände? – Aus für Pfenning?

Guten Tag!

Heddesheim, 01. April 2011.Wie unsere Redaktion exklusiv erfahren hat, wurde auf dem „Pfenning“-Gelände durch die Archäologen möglicherweise ein römischer Goldschatz gefunden. Erste Einschätzungen weisen auf einen spektakulären Fund hin. Das Amt für Denkmalpflege habe eine umgehende Sperre der geplanten Bauaktivitäten verhängt. Sollte sich der Hinweis bestätigen, könnte das alle Planungen für das Gelände fundamental verändern.

„Das glaube ich einfach nicht“, meldet sich Grabungsleiterin Silke Hesemann gestern Abend gegen 22:00 Uhr bei uns: „Wenn es das ist, was ich denke, dann ist das ein Mega-Fund.“

Wir dürfen vor Ort kein Foto machen, damit die Fundstelle nicht identifiziert werden kann: „Morgen bis gegen Mittag werden wir veranlasst haben, dass ein Wachdienst das Gelände schützt.“

Terzinisch oder doch augustinisch?

Der Grund: Silke Hesemann hält mehrere Münzen in der Hand, die möglicherweise zu einem riesigen Schatz gehören. „Es könnte die terzinische Zeit sein, vielleicht aber auch Augustus. So genau kann ich das noch nicht sagen. Nur soviel: Allein diese Münzen sind eine absolute Sensation. Und wegen der Fundsituation vermute ich, dass es davon noch viel mehr gibt.“

Am Freitagmorgen wird das Amt für Denkmalpflege einen Apparat in Gang setzen, der auf diesen Fund reagiert. Verschiedene Experten von Universitäten werden eingeladen werden, modernste Technik kommt zum Einsatz und natürlich wird das Gelände großräumig abgesperrt: „Vor Räubern haben wir noch keine Angst – die müssen sich ein bis zwei Meter tief in die betreffenden Stellen reingraben. Ohne Bagger ist das aussichtslos und außerdem wissen sie nicht, wo wir die Funde gemacht haben.“

Denn es gibt sechs Grabunsstellen, die Fundstelle wurde wieder „verbuddelt“ und glatt gezogen: „Das erkennt niemand, der nicht vom Fach ist.“

Jahrelange Forschungsgrabungen?

Wie geht es weiter? „Das wird hier jetzt mehrere Monate in Anspruch nehmen“, sagt Hesemann: „Soviel ist sicher. Wenn sich die Funde in der Art bestätigen, kann das über Jahre gehen.“

Und die Logistik-Ansiedlung? „Der Eigentümer hat ein Recht auf Entschädigung“, sagt die Grabungsleiterin: „Aber er wird nicht reich damit. Einzelheiten regelt der Gesetzgeber, das ist nicht meine Baustelle.“

Auch Bürgermeister und Investor werden informiert: „Heute Abend konnte ich aber niemanden mehr erreichen“, sagt Hesemann: „Aber die Öffentlichkeit muss wissen, was hier unter Umständen für ein Schatz schlummert.“

Die Augen der jungen Frau glänzen – wie die Münzen, die sie im Scheinwerferlicht in der Hand hält.