Sonntag, 22. Juli 2018

Bernhard Theis und Michael Busch im alten Rathaus

Lyrisch-musikalischer Abend im Kunstverein

Heddesheim, 27. Januar 2014. (red/sw) Knapp vierzig Kunstliebhaber folgten am vergangenen Freitag der Einladung des Heddesheimer Kunstvereins zu “ Gitarre und Poesie … aus der Ferne h√§mkumme…“.

Gitarrist Michael Busch und Literat Bernhard Theis versprachen eine literarisch-musikalische Reise aus der Ferne in die Heimat, der Pfalz. Das war eine teils m√ľhsame Reise f√ľr die rund 40 G√§ste. [Weiterlesen…]

Hospizhilfe Weinheim-Neckar-Bergstraße erweitert Angebot in Heddesheim

Neue Außenstelle im Alten Rathaus

Der Rotary Club Schriesheim-Lobdengau unterst√ľtzt die Au√üenstelle der Hospizhilfe Weinheim-Neckar-Bergstra√üe.

Der Rotary Club Schriesheim-Lobdengau unterst√ľtzt die Au√üenstelle der Hospizhilfe Weinheim-Neckar-Bergstra√üe. (von links): Gerhard Wiegand, Michael Kessler, Prof. Peter Hallscheidt, Heidemarie Bordasch, Martha Krebs, Dr. Karl F. Glenz, Karl-Heinz Metzger, Clemens Siegfanz.

 

Heddesheim, 10. Dezember 2013. (red/csk) Die √Ėkumenische Hospizhilfe Weinheim-Necker-Bergstra√üe e.V. (√ĖHWNB) richtet ab Januar 2014 in Heddesheim eine regelm√§√üige Beratungsstunde ein. Hilfesuchende k√∂nnen sich ab 13. Januar 2014 immer montags von 15:00 bis 17.00 Uhr im Alten Rathaus von ehrenamtlichen Mitarbeitern des √ĖHWNB beraten lassen. [Weiterlesen…]

Gemeinderat beschlie√üt Farbkonzept f√ľr Maler- und Verputzerarbeiten

Das Alte Rathaus kriegt einen neuen Anstrich

Heddesheim, 25. Juli 2013. (red) Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli ein Farbkonzept f√ľr eine Fassadensanierung des Alten Rathauses beschlossen. Die Arbeiten werden nun beschr√§nkt ausgeschrieben und sollen noch im August/September diesen Jahres durchgef√ľhrt werden. Die Kosten daf√ľr sch√§tzt die Verwaltung auf 70.000 Euro.

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Zweites Kunstfr√ľhst√ľck im Alten Rathaus

Yvonne Weber spricht √ľber Tommi Ungerer

Heddesheim, 01. Oktober 2012. (red/pm) Dass Kunst- und kulinarischer Genuss gut zusammen passen, konnte man schon beim ersten Kunstfr√ľhst√ľck des Heddesheimer Kunstvereins im M√§rz dieses Jahres feststellen. Am 27. Oktober l√§dt der Kunstverein zum zweiten K√ľnstfr√ľhst√ľck ein. Als Referentin wirkt wieder die Heidelberger Kunsthistorikerin Yvonne Weber, Thema ist diesmal ‚ÄěTomi Ungerer‚Äú.

Information des Heddesheimer Kunstvereins:

„Yvonne Weber, am 28. November 1962 in Essen geboren, hat in Heidelberg Germanistik, Europ√§ische Kunstgeschichte und Klassische Arch√§ologie studiert und alle drei F√§cher erfolgreich mit M.A. abgeschlossen. Sie lebt in Neckarsteinach, arbeitete 14 Jahre freiberuflich f√ľr die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim und f√ľhrte dort durch jede Sonderausstellung. Sie h√§lt Vortr√§ge f√ľr Volkshochschulen und Akademien in Mannheim, Weinheim, Schwetzingen, Hockenheim, Eberbach u.a. Au√üerdem leitet sie regelm√§√üig stattfindende Kunsttreffs in Hockenheim, Neckarsteinach und Mannheim. Sie spricht regional und √ľberregional zu Ausstellungser√∂ffnungen in Museen, Galerien, Banken f√ľr bekannte, aber auch (noch) unbekannte ‚Äď wenn interessante ‚Äď K√ľnstlerinnen und K√ľnstler auf die etwas ‚Äěandere Art‚Äú…

Sie arbeitet projektbezogen, sehr gerne experimentell-f√§cher√ľbergreifend, z. B. mit der Pianistin Sarka Merzova im Projekt ‚ÄöK√ľnstler und die Musik ihrer Zeit‚Äô.

Die Besucher d√ľrfen wieder gespannt sein auf die ganz besondere Art der Yvonne Weber, die das Fr√ľhst√ľck mit ihrem Wissen, Temperament und Humor garnieren wird.

Tommi Ungerer: ‚ÄěMein Humor ist sowieso schwarz.‚Äú

Zeichnungen von Tommi Ungerer. Foto: Kunstverein Heddesheim.

Tommi Ungerer durfte kein Abitur machen, weil man ihn als ‚Äěpervers und subversiv‚Äú einstufte. Er spricht, denkt und schreibt in vier Sprachen, setzt sich unerm√ľdlich f√ľr die deutsch-franz√∂sische Freundschaft ein und will ‚ÄěRespekt‚Äú als Schulfach durchsetzen.

Er vollendete 2011 sein 80. Lebensjahr und sein Strich hat ‚Äěbisweilen die Sch√§rfe einer schartigen Rasierklinge‚Äú, wie ein Museumskonservator einmal √ľber ihn √§u√üerte ‚Äď immer noch…
Oder ‚Äď was vielleicht besser zu einem Fr√ľhst√ľck passt: ‚Ķdie Sch√§rfe eines frisch geschliffenen Br√∂tchenmessers‚Ķ

1,5 Stunden √ľber einen der vielseitigsten, kreativsten Zeichner, dem schon zu Lebzeiten ein Museum eingerichtet wurde.“

Info: Das Fr√ľhst√ľck findet am Samstag, den 27. Oktober im Kunstverein Heddesheim, Altes Rathaus, Unterdorfstra√üe, von 9:30 bis 11:30 Uhr statt. Eintritt: 5 Euro f√ľr Fr√ľhst√ľck und Vortrag. Begrenzte Pl√§tze daher Kartenbestellung unter kunstverein@gmx.net oder Telefon 06203 / 8390026. Pl√§tze werden nach zeitlichem Eingang reserviert!

Ausstellung von Hildegard Peetz und Helga von Jena im Alten Rathaus

Gef√ľhlte Farben und ein individualistischer Hirsch

Eine Hirschgruppe und ein Wollknäul. Objekte von Hildegard Peetz. Foto: Heddesheimblog.


Heddesheim, 18. September 2012. (red) Mit ‚ÄěNah und Fern‚Äú ist die Ausstellung der beiden K√ľnstlerinnen Hildegard Peetz und Helga von Jena betitelt, die gestern in der Galerie im Alten Heddesheimer Rathaus er√∂ffnet wurden. ‚ÄěNah und fern‚Äú seien sich die beiden K√ľnstlerinnen, sagt die Kunstvereins-Vorsitzende Veronika Drop, die die Ausstellung des Heddesheimer Kunstvereins er√∂ffnet. Gut 30 Kunstinteressierte waren zur Vernissage gekommen.

Von Sabine Prothmann

Helga von Jena. Foto: Heddesheimblog.

Die Bilder von Helga von Jena sind bunt, ‚Äěnein, sie sind farbig‚Äú wie die K√ľnstlerin korrigiert. Sie selbst tr√§gt eine bunte Kette ‚Äď oder ist diese auch eher farbig ‚Äď als Reminiszenz an ihre Bilder.

In kr√§ftigen Acryl-Farben verteilen sich Striche, Kleckse √ľber die Leinwand. Assoziativ, impulsiv, fast wie von Kinderhand. Das erinnere sie an geschriebene Bilder, in denen die Farben f√ľr Buchstaben stehen, sagt Drop. ‚ÄěSchalten Sie das Denken aus‚Äú, sagt die K√ľnstlerin, zitiert die Kunstvereins-Vorsitzende.

Helga von Jena will mit ihren Bildern weg von der Malerei und geht doch hin. Sie will weder konstruieren noch formen. Die Farben scheinen aus ihr heraus auf das Weiß des Untergrunds zu fließen.

Erinnerungsfetzen und „Sehsplitter“

Blumenwiesen, mag der Betrachter denken. Doch es sind keine Landschaften, sondern Erinnerungsfetzen, die die Malerin aus der Landschaft mitgebracht hat.

Helga von Jena will Splitter setzen – ‚ÄěSehsplitter‚Äú, sagt Drop, die sie nicht gedeutet haben will. ‚ÄěAm liebsten nimmt sie weg‚Äú. Sie schalte das Denken aus. ‚ÄěEs kommt aus der Blindheit ins Bewusstsein‚Äú, wie ein Illusion von Form und Raum. Denn ‚Äěich will √ľberhaupt nicht wollen, es kommt einfach‚Äú, sagt die K√ľnstlerin.

Nicht deuten, nicht denken, aber f√ľhlen, trifft es wohl am ehesten.

Die Tierobjekte der Hildegard Peetz

Hildegard Peetz mit Kuhkopf. Foto: Heddesheimblog.

Auch die Objekte von Hildegard Peetz scheinen aus dem Kinderzimmer geklaut. Schleichtiere werden angeordnet, ergeben Gruppen, mal gar eine Herde. Es sind Hirsche und ein B√§r, die auf wei√üen Holzkl√∂tzen f√ľr den Betrachter lebendig werden. Daneben, auf einem weiteren Holzklotz ein Kn√§ul Wolle.

Einzelne Hirsche hat sie singul√§r auf kleine wei√üe Kl√∂tze gestellt und zu einer Gruppe arrangiert. Dazwischen hat sie einen Klotz mit roter Wolle umwickelt, es ist ein individualistischer Hirsch, ‚Äěer macht sein eigenes Ding‚Äú sagt die K√ľnstlerin und lacht.

An den W√§nden h√§ngen ihre Kuhk√∂pfe, als Gruppe und vereinzelt. ‚ÄěK√ľhe sind tolle Tiere‚Äú, sagt sie. „Ich habe eine Alm, hier beobachte ich die Tiere“, erz√§hlt Hildegard Peetz. Die gro√üen Kuhaugen schauen den Betrachter an, freundlich, manchmal auch grimmig.

Mit den K√ľhen, Hirschen und der Wolle verweist sie auf die Natur in den Bergen .

Die Augen sch√§rfen sich hier f√ľr das ganze Getier

zitiert Veronika Dopp die K√ľnstlerin.

Das Rind als der Energiespender schlechthin. Der Lieferant von Fleisch, Milch und Leder. Im Mittelalter diente der Dung zum Heizen. Und so findet man das Tier in den Kulten und Ritualen der Mytholgie, des Mittelalters, aber auch der Neuzeit, sagt Drop und erinnert an den Almabtrieb, der heute noch zelebriert wird.

Die Kuhk√∂pfe sind aus Haushaltspapier gefertigt, verarbeitet mit Kleister und Farbe wirken sie wie aus Pappmach√©. Eingestanzte Strukturen auf dem Haushaltspapiers begeistern die K√ľnstlerin, berichtet Veronika Drop.

Peetz gestaltet R√§ume und dabei verwendet sie Materialien, ‚Äědenen auch wir begegnen‚Äú, sagt Drop. Zur Zeit sei Hildegard Peetz weg vom Abstrakten und habe festgestellt, reale Gegenst√§nde zu formen, zu bilden sei weit aus schwieriger.

„Nah und Fern“

Den Titel „Nah und Fern“ haben die beiden K√ľnstlerinnen gew√§hlt. Die Ferne ist einfach zu deuten, meint Veronika Drop. Auf der einen Seite die Bilder auf der anderen die Objekte, einerseits das Reale, andererseits das Abstrakte. ‚ÄěIn der Ferne entdeckt und dann ins Atelier geholt‚Äú, so Drop.

Die N√§he zu finden sei schwieriger, aber schon allein das gemeinsame Ausstellen ‚Äď was die beiden K√ľnstlerinnen nicht zum ersten Mal gemacht haben ‚Äď schafft sie.

Beiden K√ľnstlerinnen gemeinsam ist der Unwille der Deutung. Die Kunst ist eigenwillig, die K√ľnstlerinnen sind es auch.

Info: Die Ausstellung im Alten Rathaus ist noch bis zum 21. Oktober 2012 zu sehen √Ėffnungzeiten immer sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

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Ausstellung von Norbert Huwer im Alten Rathaus

Eigentlich sind es nur Streifen. Aber nur eigentlich.

Streifen - eine Frage des Stand- und Blickpunktes. Foto: Heddesheimblog.

Heddesheim, 10. Mai 2012. (red) Unter dem Titel „No stars – but stripes“ er√∂ffnete der Heddesheimer Kunstverein am vergangenen Sonntag eine Ausstellung zu den Stegplattenbildern und Grafiken des K√ľnstlers Norbert Huwer. Der Kunstverein hatte wieder eine gl√ľckliches H√§ndchen bewiesen. Die Ausstellung begeistert.

Von Sabine Prothmann

Eigentlich sind es nur Streifen. Aber nur eigentlich.

Man betritt den Ausstellungsraum im Alten Rathaus und ist √ľberrascht und beeindruckt. Die Exponate des K√ľnstlers Norbert Huwer verlassen die Zweidimensionalit√§t. Sie erzeugen Bewegung und Raum.

Die Stegplatten stammen aus der Industrie, mit einer Spritze injeziert Huwer die Farbe in die Kammer und bemalt die R√ľckseiten. Es enstehen farbige Streifen, die je nach Position des Betrachters ein anderes Muster bilden.

Verschiedene Standpunkte. Foto: Hedesheimblog.

Seine Stegplattenbilder bezeichnet der K√ľnstler selbst als „hochger√ľstete Hinterglasmalerei“.

Es sind Bilder, die nicht als Fläche, sondern als Raum auf den Betrachter wirken. Man nähert sich, verändert die Position und eine ganz neue Betrachtungsweise erschließt sich.

Es ist eine Welt zwischen Malerei und Plastik.

Klare kr√§ftige Acrylfarben hinter und im Plexiglas „lassen die dritte und manchmal sogar die vierte Dimension real und gleichzeitig irreal werden“.

Per Foto l√§sst sich Huwers Kunst kaum abbilden. Seine Kunstwerke m√ľssen erlebt und „begangen“ werden, denn dann scheinen sie ein Eigenleben zu entwickeln.

WYGIMTYS betitelt der K√ľnstler seit 2004 diese Arbeiten. Als „Anlehnung und in Variation des in der Computerwelt allseits bekannten WYSIWYG, das besagen will, man bekomme das, was man sehen kann“.

Huwers Bezeichnung What You Get Is More Than You See meint, „wir erhalten mehr als das, was jeweils visuell aufgenommen werden kann“.

Das heißt, was der Betrachter auf den ersten Blick erfasst, verändert sich, sobald er sich bewegt. Farbe und Form wandeln sich mit der Veränderung des Standpunktes.

Elf WYGIMTYS hat Huwer im Alten Rathaus aufgeh√§ngt. Drei Ink-Jet-Prints und zwei Farbt√ľrme erg√§nzen die Ausstellung.

Norbert Huwer mit Saxophon. Foto: Heddesheimblog.

Zur Eröffnung spielt Norbert Huwer auf seinem Saxophon. Das macht er sehr gut. Er trägt ein gestreiftes Jacket, vielleicht eine Hommage an seine Bilder.

Es gibt Menschen mit Mehrfachbegabungen, sagt Veronika Drop, Vorsitzende des Heddesheimer Kunstvereins bei ihrer Begr√ľ√üung.

Es ist eine Frage des Standpunkts

„Ich konnte mich beim Aufbau der Ausstellung kaum von den Bildern los rei√üen, erz√§hlt Drop. Hier gehe es um Bildwahrnehmungen und um menschliche Wahrnehmungen und es stelle sich die Frage, „wer ver√§ndert sich“.

In einem Prospekt k√∂nne man Huwers Kunst nur unzul√§nglich darstellen, „die Bilder fordern Bewegung“. „Es ist eine Ausstellung der besonderen Art“, sagt Veronika Drop.

Norbert Huwer erzählt. Er wurde beinflusst vom Konstruktivismus, Minimalsimus und Op-Art (optische Kunst).

Doch zun√§chst „habe ich als 16-J√§hriger surrealistischer gemalt als Dali“, sagt er und lacht.

In Karlsruhe studierte er Malerei und Grafik. Er beschäftigte sich mit Körper, Fragmenten, Volumen.

Es entstanden Hängeobjekte. Und schon hier war die Veränderung von Form und Farbigkeit bestimmend.

„Arbeit ist f√ľr mich Meditation, bei der Arbeit versetze ich mich in einen anderen Status.“

Mit medizinischen Spitzen werde zun√§chst wei√üe Farbe in die Kammern der Segplatten injektziert, um die Farben zu isolieren. Dann folgt die Farbe hinter dem „Glas“. Die Entw√ľrfe entstehen am Computer.

Was passiert, wenn man Standpunkt und Blickpunkt ver√§ndert, ver√§ndern diese Konditionen auch die Wahrnehmung und das Urteil fragt der K√ľnstler.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10. Juni, immer sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, im Alten Rathaus zu bewundern. Man sollte sie sich nicht entgehen lassen.

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07. bis 13. Mai 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine f√ľr den 07. bis 13. Mai 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im Men√ľ Nachbarschaft unter „Termine“.

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Das Klinghoff-Duo.

Donnerstag, 10. Mai 2012, 20:00 Uhr, Gemeindeb√ľcherei

Dossenheim. Unter dem Titel ‚ÄěVorsicht Buch ‚ÄĒ gef√§hrliche Liebschaft!‚Äú gibt es ein musikalisch-literarisches Programm zum ‚ÄěTag des freien Buches‚Äú mit dem Klinghoff-Duo und Rezitationen von J√∂rg Wenzler.

Vom Buch soll die Rede sein. Von seiner Gestalt, seiner Lebendigkeit, seinem Charakter, seiner Ausstrahlung, von seiner sinnlichen Existenz, dem Abenteuer, auch den Gefahren, die es darstellt. Ein Programm voller √úberraschungen, voller Esprit und Witz, voll tiefsinnigen Humors und mit viel virtuoser, klassischer Musik f√ľr Gitarre und Querfl√∂te.

Ort: Rathausplatz 1, Dossenheim

Eintritt: 5 Euro.Tel.: 06221-86510, E-Mail: gemeinde@dossenheim.de.

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Dag Westling und Matz Scheid.

Donnerstag, 10. Mai 2012, 20:00 Uhr, Weißes Lamm

Gro√üsachsen. Folk vom Feinsten mit Dag Westling & Matz Scheid im „Wei√üen Lamm“. W√ľrde nicht der eine¬† an der Bergstra√üe und der andere in Stockholm leben, h√§tte es sicher schon fr√ľher eine Zusammenarbeit dieser beiden Musiker gegeben. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Konzert von Dags Irish Folk Band ‚ÄĚQuilty‚ÄĚ im Jahre 1994 w√§hrend eines Aufenthaltes von Matz in Schweden. Dag Westling wiederum war mehrfach zu Gast in Gro√üsachsen, wo er mit seinen Irish Folk-Bands Quilty und Eitre auf dem vom Odenw√§lder Shanty Chor veranstalteten ‚ÄĚSaasemer Folk & Shanty Festival‚ÄĚ aufgetreten ist.

Im Zusammenhang mit seiner diesj√§hrigen Solo-Tour durch Nordeutschland, bot sich ein Abstecher an die Bergstra√üe an und es entstand die Idee, ein paar Auftritte gemeinsam zu gestalten.¬† Dag Westling beherrscht meisterhaft mehrere Instrumente, Gitarre, 5-String Banjo und das typische Instrument des Irish Folk, die Tin Whistle. Er ist ein hervorragender S√§nger und versteht es, sein Publikum bestens zu unterhalten. Dags Soloprogramm beinhaltet sowohl traditionelle als auch zeitgen√∂ssische Folksongs und Tunes aus Irland und Schottland. Matz Scheid ist Gr√ľnder und Chef des Odenw√§lder Shanty Chors. Wienerische und bayrische Moritaten haben in seinem Programm ebenso ihren Platz wie amerikanische oder irische Folksongs.

Karten:  Telefon 06201-57257.
Ort: „Wei√ües Lamm“, Breitgasse 7, Gro√üsachsen.

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The Twotones im Schatzkistl.

Freitag, 11. Mai 2012, 20:00 Uhr, Schatzkistl

Mannheim. Das Pop-Chanson-Kabarett „Die Twotones“ kommen ins Schatzkistl.

Ihr Markenzeichen: Hochkar√§tige Musikalit√§t, niveauvolle Texte ,ein Energieb√ľndel mit beeindruckender Stimme, und eine geh√∂rige Portion Zynismus und Selbstironie. Nun zeigen S√§ngerin und Schauspielerin Anna Kr√§mer und Pianist Rainer Klundt einen √úberblick √ľber ihr bisheriges Schaffen.

Deutsche Liedtexte aus Leidenschaft, Sentiment, Parforce-Ritt und gepflegtem Understatement mit unerwarteten √úberraschungsmomenten. Nichts f√ľr Anh√§nger nur einer Facette, sondern vielmehr ein buntes Potpourri aus unterschiedlichsten Gef√ľhlslagen und musikalischen Zutaten: Kabarett, Popsongs, Mundart, Chansons, schrille Geschichten, Trash und Poesie. Ein ‚ÄěBest of‚Äú eben. Spannend, voller Energie und mit viel Spieltrieb.

Eintritt: 19,50 Euro / inkl. Ticket- und Bearbeitungsgeb√ľhren
Ort: Steigenberger Mannheimer Hof, Augustaanlage 4-8, 68165 Mannheim.

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Etta Scollo kommt ins Heidelberger Kulturfenster.

Freitag, 11. Mai 2012, 20:00 Uhr, Kulturfenster

Heidelberg. Die Sizilianerin Etta Scollo kann nicht nur m√ľhelos √ľber mehrere Oktaven mit ihrer Stimme wandern, sondern auch spielerisch mal eben alle T√∂ne von Jazz, Folk bis Pop-Avantgarde anschlagen. Um damit in die Charts zu kommen, ist ihre Musik zu intelligent und zu besonders, ihre Ideen zu originell und einzigartig.

Mittlerweile wohnt Etta Scollo in Berlin und hat ihr neues Album mit dem Titel „Cuoresenza“ fertiggestellt. Es ist eine Reise in ihre Vergangenheit, zu den Liedern, die sie dort findet, die sie pr√§gten und an denen ihr Herz h√§ngt. Etta Scollo interpretiert auf ihrer CD italienische Songs der 60er- und 70er-Jahre, Lieder von Fabrizio de Andr√® finden sich darunter ebenso wie Songs von Paolo Conte. Auch drei eigene Lieder steuert die S√§ngerin bei.

Die musikalische Spannweite ist ebenso gro√ü wie die unterschiedlichen Originalsongs es sind. Doch bei Etta Scollo bilden sie eine Einheit, werden durch ihren einzigartigen Gesang zusammengebracht. Ein intensives Erlebnis, das wohl keinen H√∂rer unbeeinflusst zur√ľckl√§sst.

Karten: Vorverkauf 16 Euro/ 14 Euro + Systemgeb√ľhr, Abendkass 19 Euro / 17 Euro.
Ort: Kirchstraße 16, 69115 Heidelberg.

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Daniel Helfrich kommt in die Kulturb√ľhne Max.

Sonntag, 13. Mai 2012, 19:30 Uhr, Kulturb√ľhne Max

Hemsbach. In seinem neuen Programm „MusiZierFische-ausgenommen werden wir alle“ will Daniel Helfrich nicht nur wortspielen, sondern auch sprachbei√üen. Redensarten werden verkehrt, Begriffe neu gekreuzt, er collagiert und montiert neu. Das gilt ebenso f√ľr das Patchwork-Oeuvre seiner musikalischen Zitate und Stilimitate.

Helfrich hat immer einen Ohrwurm an der Angel. Helfrichs Performance ist eine Mischung aus mitrei√üender Klaviermusik zu inbr√ľnstig vorgetragenen, herrlich schr√§gen, mal mehr, mal weniger ernst zu nehmenden Texten.
Ort: Hildastr. 8, 69502 Hemsbach.
Karten: Abendkasse.

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Sonntag, 13. Mai 2012, 15:00 Uhr, Seeb√ľhne Luisenpark

Mannheim. Just for Fun! spielt zum Muttertag.

Wer Lust auf Rock’n’Roll der 50s & 60s hat und zum Muttertag mal etwas ganz anderes unternehmen will, sollte unbedingt in den Luisenpark zur Seeb√ľhne kommen, denn dort findet ein wunderbares Konzert f√ľr Rock’n’Roll-Liebhaber statt! Just for Fun lebt den Rock`n Roll, weil er pure Lebenslust und Ausgelassenheit zum Ausdruck bringt. Mit ausgepr√§gter, unerm√ľdlicher Spielfreude und handgemachter, authentischer Musik m√∂chten die Combo die legend√§re √Ąra der goldenen Fifties und Sixties wieder ins Ged√§chtnis zur√ľckzurufen und das Publikum auf eine musikalische Zeitreise entf√ľhren ‚Äď mal dynamisch und explosiv, mal leise und melancholisch.

Wenn erstklassige Musik, performt von Musikern der Extraklasse -gepaart mit unverwechselbarem Charme und Unterhaltungswert- eine Einheit bilden, ist der ber√ľhmte Funke geboren, der auf unser Publikum √ľberspringt.

Ort:
Seeb√ľhne, Luisenpark, Mannheim.
Eintritt: Parkeintritt.

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Bis Sonntag, 10. Juni 2012, Altes Rathaus

Heddesheim. „No Stars – But Stripes“ lautet der Titel der n√§chsten Ausstellung des Kunstverein Heddesheim, die am Sonntag, 06. Mai 2012, im Alten Rathaus er√∂ffnet wird.

Der ausstellende K√ľnstler, Norbert Huwers, studierte an der Karlsruher Akademie der Bildenden K√ľnste Grafik und Malerei bei Klaus Arnold; in der Bildhauerklasse von Wilhelm Loth erprobte er vornehmlich die Be- und Verarbeitung von Kunststoffen.

Huwers k√ľnstlerisches Werk pr√§sentiert sich inzwischen in wichtigen privaten und √∂ffentlichen Sammlungen – darunter auch dem renommierten Museum f√ľr Neue Kunst/ZKM Karlsruhe, der Sammlung Hoppe-Ritter in Waldenbuch, der Sammlung der Bausparkasse Schw√§bisch Hall, der Sammlung der Badischen Stahlwerke, Kehl, der Sammlung der L-Bank, Stuttgart, der Sammlung der SAP-AG sowie der Sammlung Reinhold W√ľrth, K√ľnzelsau.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni 2012, immer sonntags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr zu sehen.
Ort: Altes Rathaus, Unterdorfstraße, Heddesheim.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten f√ľr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir √ľbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew√§hlte Termine in unsere √úbersicht „Tipps und Termine: Diese Woche“:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im Men√ľ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, f√ľr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich gro√üer Beliebtheit – Sie k√∂nnen bei uns auch gerne f√ľr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine h√∂chst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: ūüôā

Ausstellung ab 06. Mai 2012 im Alten Rathaus

„No Stars – But Stripes“

"No Stars - But Stripes" - Ausstellung von Norbert Huwers. Foto: Kunstverein Heddesheim.

 

Heddesheim, 26. April 2012. (red/pm) „No Stars – But Stripes“ lautet der Titel der n√§chsten Ausstellung des Kunstverein Heddesheim, die am Sonntag, 06. Mai 2012, im Alten Rathaus er√∂ffnet wird.

Information des Heddesheimer Kunstvereins:

„Der ausstellende K√ľnstler, Norbert Huwers, studierte an der Karlsruher Akademie der Bildenden K√ľnste Grafik und Malerei bei Klaus Arnold; in der Bildhauerklasse von Wilhelm Loth erprobte er vornehmlich die Be- und Verarbeitung von Kunststoffen.

Der Kunsthistoriker und Galerist Lukas Baden charakterisiert die aktuellen Werke des K√ľnstlers wie folgt: ‚ÄěNorbert Huwers farbige Malereien vereinen die Traditionen des Konstruktivismus und der konkreten Kunst, der Minimal- und der Op-Art – also einer ungegenst√§ndlichen, an formalen und bildsystemischen Fragestellungen orientierten Kunst.“

Huwers k√ľnstlerisches Werk pr√§sentiert sich inzwischen in wichtigen privaten und √∂ffentlichen Sammlungen – darunter auch dem renommierten Museum f√ľr Neue Kunst/ZKM Karlsruhe, der Sammlung Hoppe-Ritter in Waldenbuch, der Sammlung der Bausparkasse Schw√§bisch Hall, der Sammlung der Badischen Stahlwerke, Kehl, der Sammlung der L-Bank, Stuttgart, der Sammlung der SAP-AG sowie der Sammlung Reinhold W√ľrth, K√ľnzelsau.

In Bezugnahme auf die streifig gegliederte, vertikale Struktur der Werke tr√§gt die Ausstellung den Titel: ‚ÄěNo Stars – But Stripes“.

Info: Die Ausstellung wird am Sonntag, 06. Mai 2012, um 11:00 Uhr mit einer Vernissage im Alten Rathaus eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni 2012, immer sonntags zwischen 14:00 und 17:00 Uhr zu sehen.

Ausstellung zur Porträtmalerei von Emil Szymannsky

„Der Malakt als solcher soll sichtbar werden“

Selbstbildnis von Emil Szymannsky.

 

Heddesheim/Rhein-Neckar, 28. Februar 2012. (red/sap) Der Heddesheimer Kunstverein zeigt noch bis zum 01. April 2012 Bilder des Frankenthaler Expressionisten Emil Szymannsky (1903 bis 1983). Der Viernheimer Kunsthistoriker Stefan Ackermann hielt die Laudatio. Der Sohn des K√ľnstlers, Rainer Szymannsky, war anwesend.

Von Sabine Prothmann

Gro√üartig sind die 26 √Ėlbilder, Pastelle und Handzeichnungen des Frankenthaler K√ľnstlers Emil Szymannsky, die der Heddesheimer Kunstverein seit Sonntag unter dem Titel ‚ÄěDas Bild des Menschen in der Malerei von Emil Szymannsky‚Äú im Alten Rathaus ausstellt.

Gut vierzig Gäste waren zu der Vernissage ins Alte Rathaus gekommen und waren sichtlich begeistert von den ausgestellten Kunstwerken.

Der 1903 geborene und 1983 in Frankenthal verstorbene K√ľnstler geh√∂rte zu den Wegbegleitern des deutschen Expressionismus. Das Konzept f√ľr diese Ausstellung wurde von dem Viernheimer K√ľnstler Stefan Birker und dem Sohn des K√ľnstlers, Rainer Szymannsky, aus dem Arbeitszyklus der Portr√§tmalerei zusammengestellt.

Emil Szymannsky (1903-1983), geh√∂rt zu der zweiten Generation der Pf√§lzer K√ľnstler die in der expressiven Malweise arbeiteten. Maler sein‚Äú bedeutet gl√ľcklich sein im wahrsten Sinne, denn jede geliebte T√§tigkeit bedeutet Gl√ľck‚Äú. Mit dieser Lebensphilosophie besuchte er die Kunstgewerbeschule in Mannheim, studierte in Karlsruhe und M√ľnchen und wurde zweimal mit dem Akademie der bayerischen Hauptstadt ausgezeichnet, hei√üt es in dem Pressetext seines Sohnes zu der Ausstellung.

Studienreisen f√ľhrten ihn nach Frankreich, Holland, Italien und √Ėsterreich, weiteten seinen Blick, lie√üen ihn zu einer eigenst√§ndigen ‚ÄěK√ľnstlerpers√∂nlichkeit‚Äú heranwachsen. Seine Werke befinden sich heute in st√§dtischen, staatlichen und privaten Sammlungen.

Akademiepreis der Stadt M√ľnchen

Bereits 1928 erhielt f√ľr seine Portr√§tmalerei mit dem √Ėlbild ‚ÄěSitzender Mann‚Äú den Akademiepreis der Stadt M√ľnchen.

Szymannsky muss den Vergleich mit den ganz gro√üen Expressionisten wie Emil Nolde oder Paul C√®zanne nicht scheuen, wie der Viernheimer Kunsthistoriker Stefan Ackermann in seiner Laudatio eindr√ľcklich demonstrierte.

Schon in der Volksschule wurde man auf das k√ľnstlerische Talent aufmerksam und empfahl ihm, die Kunstgewerbeschule in Mannheim zu besuchen, von dort ging es an die Karlsruher Kunstakademie, erz√§hlt Stefan Ackermann.

Ein zweij√§hriges Stipendium der Stadt Frankenthal f√ľhrte Szymannsky an die M√ľnchner Kunstakademie und seine Kunst zur Avantgarde.

Er l√∂st sich immer mehr vom Gegenst√§ndlichen und wird frei f√ľr die Moderne. In dieser Phase erh√§lt er auch den Akademiepreis, so Ackermann.

Doch die Bindung an die Heimat ist gro√ü und so geht Szymannsky 1931 zur√ľck nach Frankenthal und arbeitet als freischaffender K√ľnstler.

W√§re er damals nach Berlin gegangen, mutma√üt Ackermann, w√§re er mit dieser ‚Äěmalerischen Potenz‚Äú sicher einer von den gro√üen Expressionisten geworden.

Nach dem Krieg arbeitete er als Industriegrafiker und Restaurator.

Mit seinen Bildern decke Szymannski die komplette Malerei ab, von Aquarell √ľber Pastell bis hin zu √Ėl auf Leinwand. Vor allem die Handzeichnungen zeigten ‚Äěer ist hochbegabt, denn die Striche m√ľssen sitzen‚Äú.

Landschaft, Stillleben, Portrait, Akt, Tiere ‚Äď er widmet sich allen Sujets.

Drei grundlegende Elemente in Szymannskys Malerei

Ackermann hebt drei grundlegende Elemente in Szymannskys Malerei hervor: Zum einen betätigte er sich als malerischer Baumeister, das Bild wird wie durch Bausteine aufgebaut, dies geschähe durch die sichtbaren, teilweise breiten Pinselstriche.

‚ÄěDen Malakt als solchen sichtbar werden zu lassen‚Äú ‚Äď dies, so Ackermann, gab es erst ab dem Impressionismus.

Das zweite sei die figurale Verr√§umlichung: Das Verh√§ltnis von Figur und Umraum sei hierbei mitbestimmend f√ľr die Gesamtwirkung.

Und als drittes die Farbe: Eine erlesene Farbwahl und ein delikates Farbspiel verbunden mit einer aparten Farbenkombination. Die Farbstriche, -bahnen und ‚Äďtupfer setzten dabei Akzente und das Gemalte ins rechte Licht.

Anhand von drei Bildern demonstriert dies der Viernheimer Kunsthistoriker.

Vor allem bemerkenswert ist die Betrachtung eines Selbstbildnisses. Was, wie Ackermann betont, f√ľr den K√ľnstler immer eine Selbstvergewisserung darstellt.

Es ist ein dreiviertel Akt in einer Durchgangssituation. Emil Szymannsky stellt sich mit einer großen Farbpalette in der einen und einem Pinsel in der anderen Hand dar.

Das Bild besticht durch gl√ľhende Farben und gro√üfl√§chigen Farbauftrag. Bemerkenswert ist vor allem die Gesichtslosigkeit der Figur. Kaum angedeutet kann man vielleicht noch eine Nase erkennen.

‚ÄěWarum verzichtet er auf die Binnendifferenzierung im Selbstbildnis?‚Äú,

fragt der Kunsthistoriker. Denn an der Fähigkeit mangele es nicht, was Szymannsky in anderen Portraits eindrucksvoll unter Beweis stelle.

‚ÄěEr verzichtet darauf, um die Fl√§che zu haben. Farbfl√§che kommt zu Farbfl√§che‚Äú,

interpretiert Ackermann.

Zahlreiche Ausstellungen im In‚Äď und Ausland haben ihm hohe Wertsch√§tzungen und Beachtungen eingebracht, die ihm bis heute erhalten geblieben sind.

Szymannskys Sohn Rainer k√ľmmert sich seit dessen Tod 1983 um den Nachlass. Eine Totalretrospektive des Werks von Emil Szymannsky wird ab dem 03. Juni 2012 im Neckarhausener Schloss zu sehen sein.

Die Ausstellung im Heddesheimer Rathaus ist noch bis zum 01. April 2012, immer sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, im Alten Rathaus zu sehen.

Viel Freude mit den Bildern:

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Heddesheim als „Ort der Kunst“: Beeindruckende Fotografien von Martin Kemmet


Martin Kemmet stellt seine Kunst-Fotografie √ľber Heddesheimer K√ľnstler zur Zeit im Alten Rathaus aus. Der Schreiner und K√ľnstler Roland Schmitt "posiert" in einer Tabakscheune mitten im Ortskern. Kunst ist immer schon auch Politik - auf der Scheune liegt neben Licht und Schatten auch eine "Ver√§nderungssperre". Fr√ľher einmal war Heddesheim die gr√∂√üte Tabakanbaugemeinde Deutschlands. Der Anbau ist eingestellt. Einige Scheunen sind noch da. Diese ist besonders beeindruckend. Bild: Martin Kemmet

Guten Tag!

Heddesheim, 19. September 2011. Unter dem Titel „Ort der Kunst“ er√∂ffnete am gestrigen Sonntag der Heddesheimer Kunstverein die Ausstellung mit Fotografien von Martin Kemmet. Es ist der erste Teil eines Projekts, das Heddesheimer K√ľnstler in Fotografien an ihren pers√∂nlichen Kunstorten zeigt. Im Oktober folgt die Ausstellung mit den Werken eben dieser K√ľnstler.

Von Sabine Prothmann

Wer in Heddesheim ein Passbild braucht geht zu Martin Kemmet. Er ist der Fotograf am Ort – f√ľr Hochzeitsbilder, Bilder mit Kindern, Familienportraits, Einschulungen. Wegen dieser Arbeit kennen ihn viele im Ort.

Aber im zweiten Leben ist Martin Kemmet ein K√ľnstler mit der Kamera. Er versteht sein Handwerk und er spielt mit dem Licht, dem Moment, dem Detail.

Die Ausstellung „Ort der Kunst“ mit Fotografien von Martin Kemmet wurde am gestrigen Sonntag mit einer Vernissage im Alten Rathaus er√∂ffnet. Und der „Ort der Kunst“ ist Heddesheim.

Die gut vierzig Ausstellungsbesucher waren begeistert.

Heddesheim als Kunstort

Rund zwanzig Fotografien im Alten Rathaus zeigen nicht nur Heddesheimer K√ľnstler, sondern die K√ľnstler auch an ihrem Heddesheimer Kunstort.

Da sieht man zum Beispiel den K√ľnstler und Schreiner Roland Schmitt in dem Dachstuhl einer alten Scheune. Es ist ein Schwarz-Wei√ü-Bild und das Licht bricht sich einen Weg durch die Holzbalken. Das ist ganz gro√üartig. Hier und aus diesem Holz ist Kunst entstanden, in doppelter Hinsicht.

Die Malerin Veronika Drop pr√§sentiert auf einer Baustelle ihr Bild einer Baustelle. „Das war nicht einfach zu fotografieren“, sagt Kemmet.

Einfach war auch nicht die Fotografie von dem Eingangstor (eine Installation des Heddesheimer K√ľnstlers Kurt Fleckenstein) am Edekakreisel, davor die K√ľnstlerin mit ihrem Gem√§lde vom selbigen Eingangstor. Hier wurde mit Weitwinkel gearbeitet und ein faszinierender und fremder Blick auf das Vertraute ist entstanden. „Ich bin da schon tausende Male dran vorbeigefahren, jetzt h√§tte ich es fast nicht erkannt“, sagt einer Besucherin der Ausstellung.

Vertrautes wirkt fremd

Fast fremd wirkt auch die Kreuzung am Alten Rathaus, davor der K√ľnstler Bernd Gerstner mit seinem Bild vom Rathaus. Idyllisch zeigt sich das Dorf vom Feld her betrachtet, Gerstner sitzt hier mit seiner Staffelei.

Besonders ausdrucksstark sind auch die beiden Schwarz-Wei√ü Fotografien, die im Alten Rathaus selbst entstanden sind. Frauen laufen mit B√ľchern in der Hand durch den Raum. Zu den Seiten werden die Bilder unscharf, was Dynamik vermittelt. Es sind die Frauen des Literaturkreises um Eva Martin-Schneider.

Licht und Schatten - Bewegung und Moment. Bild: Martin Kemmet

Ganz anders dagegen die vier aneinandergef√ľgten Fotografien von einem Literatur- und Theaterabend dieser Gruppe – hier liegt der Ausdruck in der Farbe und im Portrait.

Auf einer anderen Fotografie in Schwarz-Wei√ü steht fast unwirklich die Scheune im Feld an der Stra√üe nach Ladenburg, davor die K√ľnstlerin, sie scheint mit dem Bild zu verschmelzen.

In der katholischen Kirche hat Martin Kemmet die junge Heddesheimer K√ľnstlerin Carolin Przybyla mit ihrem Bild, das abstrakt ein Kreuz symbolisiert, fotografiert.

Eine weitere Schwarz-weiß Fotografie zeigt den Fotograf selbst auf den Steinkreisen am Badesee, das hat er mit dem Selbstauslöser gemacht.

Zehn K√ľnstler beziehungsweise eine Gruppe, Maler, Bildhauer, zehn Orte der Kunst – zehn Motive, die der K√ľnstler Martin Kemmet mit seiner Kamera eingefangen hat.

Die Fotografien sind in drei Wochen entstanden

Der Heddesheimer Kunstverein war auf ihn zugekommen und hatte ihn gefragt, ob er darauf Lust habe. Und die hatte er. Durch einen Krankenhausaufenthalt wurde die Zeit ziemlich knapp, letztlich blieben nur noch drei Wochen Zeit.

Von fr√ľh um sechs bis zum Sonnenuntergang habe er K√ľnstler und Orte, Lichter und Details eingefangen, erz√§hlt die Vorsitzende des Heddesheimer Kunstvereins Veronika Drop in ihrer Einf√ľhrung.

Die Fotografien zeigen Heddesheim als Ort der Kunst, ein normaler Ort, in dem aus einem Traum Wirklichkeit wird. Kemmet wurde zu den pers√∂nlichen Kunstorten der K√ľnstler gef√ľhrt. „Martin Kemmet kann sein Handwerk“, so Drop. Vor allem lobte sie sein Instinkt f√ľr Licht und seinen K√ľnstlerblick f√ľrs Detail.

Die Ausstellung habe einen neuen Blick auf Heddesheim geworfen und „wir sind stolz hier so begabte K√ľnstler und K√ľnstlerinnen zu haben“, sagte Veronika Drop und verwies auf die Ausstellung im Oktober, die eben diese Werke dieser K√ľnstler zeigen wird.

Die Ausstellung ist noch bis zum 09. Oktober 2011 im Alten Rathaus zu sehen, geöffnet ist sie immer sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Anmerkung der Redaktion:
Aus Transparenzgr√ľnden informieren wir Leserinnen und Leser, dass Martin Kemmet CDU-Gemeinderat in Heddesheim ist.

Diese Woche: Tipps und Termine

Tipps und Termine f√ľr den 12. bis 18. September 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps f√ľr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktm√∂glichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern f√ľr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Donnerstag, 15. September 2011, 19:00 Uhr, Schlossrestaurant „Hutter im Schloss“

Spezialitäten aus der Provence.

Weinheim. Mit den Bauern und Markth√§ndlern aus der franz√∂sischen Partnerstadt Cavaillon reisen in diesem Jahr auch junge K√∂che aus der Provence zum Weinheimer Herbst in Weinheim an. Im Gep√§ck frische Zutaten und die Kreativit√§t der jungen franz√∂sischen K√ľche. Am Donnerstag, 15. September, 19 Uhr, kochen die Herdk√ľnstler der Provence im Schlossrestaurant „Hutter im Schloss“ f√ľr Weinheimer Feinschmecker ein franz√∂sisches Men√ľ. Es sind vier junge K√∂che aus der Partnerstadt mit ihrem Ausbilder.

Nach Ziegenfrischkäse-Canapés auf provencalische Art wird als Hauptgang ein Filet vom Wolfsbarsch an Zucchini und Basilikum serviert, dann ein Mandelkonfekt mit Coulis von Aprikosen und Rosmarin als Dessert. Dazwischen gibt es Kochtipps aus erster Hand. Zwischen den Gängen werden die Gerichte vorgestellt und (auf Deutsch) erklärt. Der Feinschmeckerabend ist ein gemeinsames Projekt des Stadt- und Tourismusmarketing Weinheim und des Office de Tourisme in Cavaillon.

Weitere Infos: info@hutter-im-schloss.de oder unter 06201-99550.

Ort: „Hutter im Schloss“, Schlosspark, Weinheim.

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Donnerstag, ab 15. September 2011, 20:15 Uhr, Olympia-Kino Leutershausen

Iranische Filme im Olympia-Kino.

Hirschberg. Das Olympia-Kino in Leutershausen zeigt die Iranischen Filme „Nader und Simin“ und „Im Bazar der Geschlechter“.

Die beiden Filme geben einen hochinteressanten Einblick in ein f√ľr uns sehr unbekanntes Land. Im Zentrum steht der Film gro√üartige „Nader und Simin“, der auf der Berlinale 2011 mit dem Goldenen B√§ren ausgezeichnet wurde. Regie f√ľhrte der Iraner Asghar Farhadi. Weitere Termine: Do 15. 9. & So, 18.9. & Mo 19.9. um 20.15 Uhr; au√üerdem Fr 16.9. & Sa 17.9. um 18 Uhr

Parallel dazu wird der aktuelle Dokumentarfilm „Im Bazar der Geschlechter“ der in Wien lebenden iranischen Filmemacherin Subadeh Mortezai gezeigt. Eines der sehr positiven Presse-Urteile lautet: Der Film biete „erstaunliche Einblicke in die paradoxe Gesellschaft des Iran. Eine beeindruckende und ungew√∂hnliche Reise in eine verborgene Welt.“
Termine: Fr 16.9. & Sa 17.9. um 20.15 Uhr ; So 18.9. um 18 Uhr

Ort: Hölderlinstraße 2, Leutershausen.

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Donnerstag, 15. September 2011, 20:00 Uhr, Baumschule Huben im Glashaus

Moritz Stoepel – Schauspieler und Rezitator.

Ladenburg. Unter dem Titel „Darf ich Ihnen mein Herz zu F√ľ√üen legen“ veranstaltet die Baumschule Huben im Glashaus einen literarisch-musikalischen Theaterabend mit dem Schauspieler, Sprecher und Rezitator Moritz Stoepel.

Gespielt und gesungen werden Szenen, Gedichten, Geschichten und Liedern mit Texten von Casanova, Moliére, Heinrich Heine u.a., mit Liedern und Chansons z.B. von Georges Moustaki, Jacques Brel, Umberto Tozzi.

Ort: Glashaus Baumschule Huben,Schriesheimer Fußweg 7, Ladenburg.
Eintritt: 12 Euro.

 

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Samstag, 17. September, ab 14:00 Uhr, Luisenpark

Spa√ü mit der Kinderrockband „Trommelfloh“.

Mannheim. Am Samstag den 17. September 2011 ab 14 Uhr wird im Mannheimer Luisenpark von der Stadtpark gGmbh, der Jugendf√∂rderung des Jugendamtes und dem Stadtjugendring e.V. der Tag der Familie als gro√ües Kinderspektakel gefeiert. Unter der Regie von kommunalen und freien Tr√§gern hat sich das Kinderspektakel zum gr√∂√üten nichtkommerziellen Familienfest im Rhein-Neckar-Raum entwickelt und wird zum 14. mal gemeinsam mit der Stadtpark gGmbH im Luisenpark durchgef√ľhrt.

In diesem Jahr laden √ľber 30 Spielstationen und St√§nde sowie eine Aktionsb√ľhne beim Tag der Familie – Kinderspektakel zum Spielen, Bewegen, Informieren und Zuschauen in den Luisenpark ein. Mit Neugier, Motivation, Bewegungsfreude und Einsatzbereitschaft k√∂nnen sich die Kinder bei den vielf√§ltigen Angeboten informieren, einbringen, in Wettbewerb treten, sich austoben und entsprechend ihrer Interessen und Bed√ľrfnisse kompetent und „schlau“ machen, dies alles mit viel Spa√ü, Spannung und Freude.

Auf einer Aktionsb√ľhne treten die Vereine und Verb√§nde auf, abends spielt bis zum Kinder-Feuerwerk die Kinderrockband „Trommelfloh“√ā¬† Hits wie Kuschelbagger oder Seer√§uberjack. Nebenan beim Lagerfeuer z√ľndelt Eddie St. James profunden Glam-Metal aus den Saiten.

Auf allen großen Spielwiesen werden die unterschiedlichsten Mitmachspiele angeboten und eine Vielzahl von Aktionen gibt es auch von der Kinder- und Jugendbildung der Jugendförderung, den Jugendhäusern, dem Spielmobil, der Kinderbeauftragten, sowie von KiDS e.V.

Auch in diesem Jahr findet der beliebte Luftballon-Wettbewerb des „F√∂rderkreis Freunde Luisenpark“ e.V. beim Tag der Familie statt. In der N√§he des Haupteinganges k√∂nnen ab 14 Uhr Luftballons f√ľr ein Startgeld von √Ę‚Äö¬¨ 0,50 erworben werden. Startberechtigt sind Kinder bis 15 Jahre.

Ort: Luisenpark Mannheim

Eintritt: Alle Kinder bis 15 Jahre haben freien Parkeintritt.

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Samstag/Sonntag, 17./ 18. September, Innenstadt

Weinheimer Herbst und Provence-Markt.

Weinheim. Weinheimer Herbst und Provence-Markt am Wochenende 17. und 18. September.√ā¬† Markth√§ndler aus S√ľdfrankreich pr√§sentieren einen provencalischen Markt mit allerlei Leckereien aus ihrer Heimat. beschicken. Es gibt Aktionen und Angebote von mehr als 60 Einzelhandelsgesch√§ften in der Weinheimer Innenstadt.

Am verkaufsoffenen Erlebnissonntag, 18. September sind von 13 Uhr bis 18 Uhr die Gesch√§fte ge√∂ffnet. Aber nat√ľrlich bietet der Weinheimer Herbst, organisiert vom Verein „Lebendiges Weinheim“ und dem B√ľro f√ľr Stadt- und Tourismusmarketing, noch viel mehr als Shopping. Zum Beispiel Live-Musik auf der Show-B√ľhne im Sparkassen-Atrium und vor der Weinheim Galerie, unter anderem mit der schwer aufstrebenden Weinheimer Nachwuchs-Band „The Plaid“, sie z√§hlen zu den gr√∂√üten B√ľhnentalenten der Region.

Die Musikschule gibt zum Beispiel in und vor der Karlsberg-Passage und der Burgenpassage Konzerte und auf dem Marktplatz spielen die echten Kerle von „First Fred“ Klassiker der Blues- und Rockgeschichte.

Zumdem gibt es Kinder- und Showprogramm u.a. mit dem Clown „Schwuppdiwupp“ am D√ľrreplatz, am Windeckplatz gibt der Bienenhof Kieselbusch Einblicke in seine Imkerarbeit, das Woinemer Kino „Modernes Theater“ unterbreitet kineastische Angebote f√ľr Kinder und Jugendliche.

Ort: Weinheimer Innenstadt.

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Sonntag, 18. September, 11 Uhr, Rathaus Galerie

Foto-Ausstellung im Alten Rathaus

Heddesheim. Am Sonntag, dem 18 September 2011 um 11:00 Uhr er√∂ffnet der Kunstverein Heddesheim die Ausstellung „Ort der Kunst“ mit Arbeiten des Heddesheimer Fotok√ľnstlers Martin Kemmet.

Diese Ausstellung bildet den Auftakt zu einem Gesamtprojekt, das der Kunstverein Heddesheim in der 2. Jahresh√§lfte 2011 durchf√ľhrt.
In diesem Projekt werden die aktiven K√ľnstler des Kunstvereins im Mittelpunkt stehen. Unter dem Titel „Ort der Kunst“ werden sich diese mit dem Thema Heddesheim auseinandersetzen. Angesprochen sind hierbei alle Kunstrichtungen wie Malerei, Fotografie, Skulptur und Literatur.

Das Projekt besteht aus den nachfolgend beschriebenen Schritten: K√ľnstler arbeiten in und um Heddesheim. Der Fotograf Martin Kemmet begleitet dies und fotografiert die K√ľnstler bei der Arbeit. Die entstandenen Fotografien werden in einer Einzelausstellung am 19. September 2011 im alten Rathaus gezeigt. Die entstandenen Arbeiten – Bilder – Skulpturen – Gedichte usw. werden in einer weiteren Ausstellung gezeigt. Diese Ausstellung wird dann Mitte Oktober, ebenfalls im alten Rathaus stattfinden. Von der gesamten Aktion wird ein Kalender entstehen, der zur Vernissage Mitte Oktober fertiggestellt sein soll. Die Arbeiten sollen dann im Jahr 2012 in den verschiedenen √∂ffentlichen Einrichtungen in Heddesheim nochmals gezeigt werden. Bei der Vernissage am 18. September wird auch das von dem Viernheimer K√ľnstler und Grafik-Designer Stefan Birker entwickelte neue Logo des Kunstvereins der √Ėffentlichkeit pr√§sentiert werden.

Ort: Altes Rathaus, Fritz-Kessler-Platz, Heddesheim.
Eintritt: frei.

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Autoerfinder und Ehrenb√ľrger Ladenburgs: Carl Benz.

Sonntag, 18. September, ab 11 Uhr, Benzpark

Ladenburg. Zum offiziellen Abschluss der Veranstaltungsreihe anl√§sslich des Automobilsommers 2011 in Ladenburg findet am Sonntag, dem 18. September 2011 von 11.00 bis 22.00 Uhr im Benzpark ein „Historisches Fest“ statt.

Das Leben und Wirken des Ladenburger Ehrenb√ľrgers und Autoerfinders Carl Benz und seiner Ehefrau Bertha, ebenfalls Ehrenb√ľrgerin der Stadt Ladenburg, sollen an diesem Tag nochmals besonders gew√ľrdigt werden.

Programm: 11.00 Uhr Er√∂ffnung mit der Stadtkapelle Ladenburg und B√ľrgermeister Rainer Ziegler, um 14:00 und 16:00 Uhr Nostalgie-Tanzgruppe des TC Blau-Silber Ladenburg mit Tanzauff√ľhrung aus dem Benz-Zeitalter, um 15:0000 und 17:00 Uhr Benz-Geschichten mit Winfried Seidel. Dazu wird „Bertha Benz“ auf dem Patent-Motorwagen im Benzpark erscheinen. Um 18:30 Uhr pr√§sentiereb „Wilhelm Wolf und die m√∂blierten Herren“ Musik der 20er und 30er Jahre.

Zudem√ā¬† gibt es die M√∂glichkeit zum Besuch des Ausstellungsraumes im Benz-Haus und der Benzgarage und des Fahren mit dem Benz-Patent-Motorwagen. Nostalgiefotos auf dem Benz-Patent-Motorwagen werden von Dr. Peter Hilger „geschossen“.

Gespeist wird nach Rezepten aus der Zeit von „Mutter Benz“ – Bier, Wein und Anderes gab‚Äôs damals auch schon Die Besucher d√ľrfen gerne historisch gekleidet kommen!!
Auch nach dem offiziellen Abschluss des Automobilsommers wird es aber noch 2 F√ľhrungen durch den Heimatbund unter dem Motto „Auf den Spuren von Carl Benz“ geben und zwar am: am 24. September 2011 und am 22. Oktober 2011. Beginn ist jeweils um 15 Uhr am Wasserturm. Eine Voranmeldung bei der Stadtinformation ist erforderlich.

Ort: Benzpark, Dr.-Carl-Benz-Platz 2, Ladenburg.
Eintritt: frei.

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie m√∂chten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir √ľbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgew√§hlte Termine in unsere √ÉŇďbersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und f√ľr Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich gro√üer Beliebtheit – Sie k√∂nnen hier auch gerne f√ľr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

√ÉŇďber unsere Blogs erreichen Sie t√§glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin w√§hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.
Eine sch√∂ne Woche w√ľnscht Ihnen
Die Redaktion

Workshop im Alten Rathaus: Der Stein gestaltet mit


Guten Tag!

Heddesheim, 25. Juli 2011. Der Heddesheimer Kunstverein lud am 17. Juli 2011 zu einem Workshop mit dem Maler und Bildhauer George Mirenes in die Ausstellungsr√§ume im Alten Rathaus ein. F√ľnfzehn Besucher waren gekommen, um zu sehen wie aus einem Rohling eine Skulptur entsteht. Oder legten selbst Hand an.

Von Sabine Prothmann

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George Mirenes bei der Ausstellungseröffnung. Archivbild heddesheimblog.de

„Ich lass‚Äô mich vom Stein inspirieren“, erkl√§rt der Maler und Bildhauer George Mirenes bei einem Workshop am vergangenen Sonntag in den Ausstellungsr√§umen des Alten Rathauses.

Nach und nach kommen gut 15 Besucher, Zuschauer und letztlich auch Mitgestalter, um zu sehen, wie der K√ľnstler Leben und Form in den harten Stein bringt.

St√ľhle sind im Halbkreis um den Arbeitstisch des Bildhauers aufgestellt. Mirenes erz√§hlt, beantwortet Fragen und erkl√§rt: „Man muss sich in den Stein hineinversetzen“.

Meist arbeitet der K√ľnstler mit Serpentin, ein Stein der nur in Afrika vorkommt, den er sich von dort aus Zimbabwe oder Sambia als Rohling schicken l√§sst. Der Stein ist, seine Formen oft bizarr.

F√ľr den Anf√§nger ist der weiche Speckstein eher geeignet, sagt Mirenes.

George Mirenes hat in Zimbabwe gelebt und mit afrikanischen K√ľnstlern gearbeitet. Das hat sein Bildhauerhandwerk ma√ügeblich beeinflusst. Das war eine einschneidende Erfahrung.

Kunst und hartes Handwerk

Und neben der Kunst ist es hartes Handwerk, was Mirenes den Besuchern in der Galerie zeigt. Mit Hammer und Meißel, mit Feile und Sandpapier lässt er den Stein Gestalt annehmen.

„Wer m√∂chte?“, fragt er immer wieder und meist schon nach Kurzem zeigen die „Mitgestalter“ Erm√ľdungserscheinungen, es ist anstrengend und m√ľhsam den harten Stein zu bearbeiten.

Mit einem Stift hat er zunächst skizziert, wie die Skulptur entstehen soll. Ein Gesicht.

Doch der Stein gestaltet mit, w√§hrend der Bildhauer ihn bearbeitet. Pl√∂tzlich entstehen weitere Skulpturen in einem Stein. „Das ist eine sch√∂ne √ÉŇďberraschung“, freut sich Mirenes. Er entdeckt auf der anderen Seite ein zweites Gesicht.

Manchmal hole er keine komplette Figur heraus, sondern nur Einzelteile, „der Rest bleibt Natur“.

Mirenes: „Das ist ein Geduldsspiel.“

„Ich arbeite alles mit der Hand und nicht mit der Maschine“, erz√§hlt der K√ľnstler. Nach der Gestaltung wird der Stein mit immer feinerem Schmirgelpapier bearbeitet. Mit einem Industrief√∂n wird der Stein nach Bearbeitung sehr hei√ü gemacht, das kann gut drei Stunden dauern – „das ist ein Geduldsspiel“, denn er muss langsam warm werden. Die W√§rme h√§lt der Stein dann 24 Stunden.

Zur Anschauung hat er einen Fön mitgebracht, doch schon nach kurzer Zeit versagt er seinen Dienst. Er ist zu heiß geworden, erklärt Mirenes.

Dann wird er mit Wachs √ľberzogen, anschlie√üend poliert. Erst dann sieht man die wunderbare Maserung und die leuchtenden Farben.

Nach gut eineinhalb Stunden nimmt der Stein immer mehr Form an, aber es ist ein weiter Weg vom Rohling zum fertigen Kunstwerk. Die Gesichter sind zu erahnen.

Die Besucher sind interessiert und begeistert, hier konnten sie hautnah erleben, wie Kunst entsteht.

Kunstverein: „Ganz andere Ausstellung als gewohnt.“

Guten Tag

Heddesheim, 26. September 2010. (Redaktionstipp!) Wer bei der neuen Ausstellung des Kunstvereins das √ÉŇďbliche erwartet… Bilder, die an der Wand h√§ngen, Skulpturen, die im Raum stehen… von K√ľnstlern, die in der Region bekannt sind, wird irritiert sein, denn die Ausstellung, die der Heddesheim Kunstverein seit dem vergangen Sonntag und noch bis zum 17. Oktober zeigt, ist diesmal etwas ganz anderes. Und das ist gut so, findet Roland Schmitt, 2. Vorsitzender des Kunstvereins.

Von Sabine Prothmann

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Ungewohnte Installation - f√ľr junge Leute gedacht.

Es ist ein erkl√§rtes Ziel des Kunstvereins, „nicht nur etablierte K√ľnstler zu zeigen, sondern auch diejenigen, die noch ganz am Anfang stehen“, und diese wolle man auch finanziell unterst√ľtzen, so Schmitt. „Wir wollen junge Leute daf√ľr interessieren, dass es das auch gibt“.

Die Ausstellung „Farben und Formen – Arbeiten vor Ort“ zeigt Objekte und Zeichnungen der beiden jungen Kunststudentinnen Carolina Brack und Nicole Klimaschka.

Installationen vor Ort.

Papierbahnen scheinen das Dachgeschoss der Rathausgalerie nachzubilden, nachzuformen. Innerhalb von sechs Wochen sind direkt vor Ort die Installationen von Nicole Klimaschka entstanden. Die freiberufliche Architektin wurde 1972 geboren und studiert seit 2008 an der Freien Kunstakademie Mannheim.

Ihre Objekte formt sie aus Skizzenpapier, das sie mit Kleister stabilisiert und mit F√§den zusammenn√§ht. Sie hat das Geb√§lk des Alten Rathauses abgeformt und als Dublette neben die Holzbalken geh√§ngt. Lange wei√üe Leitern aus Transparentpapier liegen, stehen und h√§ngen im Raum, es sind die Abformungen der Leiter die zum Rathausturm f√ľhrt und die der Besucher durch eine ge√∂ffnete T√ľr sehen kann. Das Material hat in seiner Wei√üheit und Transparenz etwas Leichtes. Fasst man es an, und das darf und soll man, ist man erstaunt wie stabil es sich durch den Kleister und die N√§hte zeigt.

„Einzelne im Ausstellungsraum befindlichen Holzstreben des Geb√§lks m√∂chte ich abformen und die geformten Objekte neu platzieren. Durch das Abdecken von Dialogstreben und das Abformen einer Sprossentreppe m√∂chte ich einen anderen, neuen Raum bilden und auf die angrenzenden R√§ume verweisen“, so beschreibt die K√ľnstlerin ihre Vorgehensweise im alten Heddesheimer Rathaus.

„Abformungen.“

Alte Koffer aus den 50er Jahren und seit Anfang der 90er Jahre Aufbewahrungsort f√ľr Architekturskizzen waren der Ansto√ü zu den „Abformungen“ der K√ľnstlerin Nicole Klimaschka: „Ich entdeckte das Transparentpapier mit meinen alten Architekturzeichnungen als plastisches Material“. Es entstanden Matroschka-Figuren und Kofferobjekte.

Diese abgeformten Koffer hat sie auch nach Heddesheim mitgebracht.

„Abformen“ bedeutet f√ľr die K√ľnstlerin das Besch√§ftigen mit dem Thema Familie, das Weitergeben von Konflikten und √É‚Äěngsten an die n√§chste Generation und die Suche nach Behausung und eigenem Raum.

√ÉŇďber die Wendeltreppe steigt man in die Welt der K√ľnstlerin Carolina Brack. Brack studiert ebenfalls an der Freien Kunstakademie Mannheim.

„Seit 2007 arbeitet sie an einem Konzept das auf zeichnerischen sowie malerischen Kompositionselementen basiert und sich bis heute konsequent von der Bildfl√§che in den Raum entwickelt.“ (Dr. Rolf Lauter, ehemaliger Direktor der Mannheimer Kunsthalle)

Die Bilder im Vorraum des obersten Stockwerks zeigen abstrakte Bildwelten, die landschaftliche Motive, Bergformationen, B√§ume, Fl√ľsse und W√§lder in weichen Farben erahnen lassen.

Der Raum ist ein Kunstwerk aus vielen.

Gleich dahinter, verwandelt sich der Raum unter dem Dach des Rathauses in einen Mikrokosmos aus Formen und Farben. Wie Am√∂ben schweben filigran geschnittene Elemente von der Decke. Musik und Lichtprojektionen geben den Objekten der K√ľnstlerin eine fast unwirkliche Atmosph√§re. Mal meint man Fische, Korallen oder Blumen zu erkennen. Alles ist in Bewegung in einer Welt aus Licht und Schatten, Farben und Formen. Auf den ausgeschnittenen Kartonelementen befinden sich gezeichnete und gemalte abstrakte Farbkompositionen.

In einer Nische wirft ein Projektor eine Videoarbeit der Kunststudentin an die Wände, wo man fast assoziativ Motive zu erkennen glaubt. Der ganze Raum scheint ein einziges Kunstwerk bestehend aus vielen zu sein.

Mit dieser Ausstellung beschreitet der Heddesheimer Kunstverein sicherlich neue Wege und der Betrachter muss sich darauf einlassen: Es lohnt sich.

Info: Die Ausstellung ist bis 17. Oktober immer sonntags von 14 bis 17 Uhr in der Galerie im Alten Rathaus geöffnet.

Viel Freude mit den Fotos:

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Der Augenblicker: Rudolf Klee stellt im Alten Rathaus aus

Guten Tag!

Heddesheim, 20. Juni 2010. Rudolf Klee ist ein beeindruckender K√ľnstler und so ist auch seine Kunst. Im Alten Rathaus ist eine eindrucksvolle Ausstellung des Ladenburgers √ľber 40 Jahre k√ľnstlerisches Schaffen zu sehen. Unser Tipp.

Von Sabine Prothmann

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Rudolf Klee: ausdrucksstark. Bild: heddesheimblog

„Kunst kommt von K√∂nnen“, sagte der Ladenburger Vollblutk√ľnstler Rudolf Klee. „K√§me es von Wollen, m√ľsste es ja schlie√ülich Wulst hei√üen“.

Und sein Können konnten die gut 40 Besucher bei der Eröffnung seiner Ausstellung am gestrigen Sonntag im Alten Rathaus in Heddesheim bewundern.

Und sein K√∂nnen erstreckt sich nicht nur in seinen 38 Zeichnungen, Radierungen, Malereien, Lithografien und seinen f√ľnf Plastiken, die der K√ľnstler in der Ausstellung des Heddesheimer Kunstvereins unter dem Titel „Vier Jahrzehnte – Malerei und Graphik“ zeigte, sondern auch in seinen Gedichten und Improvisationen am Klavier.

„Es geschieht, nichts ist geplant, ich m√∂chte die Dinge in ihrem Ursprung begreifen“, erkl√§rte Rudolf Klee.

Was der Ausstellungsbesucher sofort begreift, ist die Ausstrahlung, die Authentizit√§t dieses K√ľnstlers.

Die breit gef√§cherte Vielseitigkeit von Rudolf Klee, die Kreativit√§t, die au√üer der bildenden, auch die literarische und musikalische Kunst mit einschlie√üt, betonte Martine Herm, 1. Vorsitzende des Kunstvereins, in ihrer Begr√ľ√üung. Was treibt ihn an? „Wir wollen eintauchen in die Welt des Rudolf Klee.“

Die Einf√ľhrung in sein Werk wollte der K√ľnstler selbst geben.

Und er nahm seine Besucher mit auf eine Reise durch seine Kunst, sein Empfinden, sein Erleben.

Aus drei T√∂nen lie√ü er am Klavier eine Improvisation entstehen. „Drei T√∂ne nehme ich heraus und spiele mit ihnen.“ Drei T√∂ne, drei Striche, drei Worte – das kann der Anfang sein, f√ľr eine wunderbare Melodie, ein Bild oder ein Gedicht. „Ich mach‚Äô halt Dinge, die mich ber√ľhren.“

Der 1936 in Bingen geborene Klee ist in Viernheim aufgewachsen. In seiner Jugend verbrachte er viel Zeit als Organist und Messdiener in der Kirche. Er beobachtete die Schatten, die entstanden durch das Licht, das durch die Kirchenfenster fiel. „Ich tr√§umte von Glas und Edelsteinen.“ Dann habe er ein Bild des Kubisten Lionel Feininger gesehen und er wusste: „Kubismus t√∂rnt mich an.“

Beim Ausstreichen der Farbrollen, die er f√ľr Lithographien verwendete, entstanden Farbbahnen und kubistische Elemente. In die er wiederum zeichnete, wie in dem Bild „Gesetzestafel“.

Der Besuch von Kursen zu Radierungen lie√ü f√ľnf kleine Kunstwerke entstehen. Technisch perfekt, au√üergew√∂hnlich durch ihre Titel, durch ihren Wortwitz, direkt durch ihre gesellschaftliche Kritik.

Wenn ein Keim aus einer Nuss treibt wird das bei Klee zum „Kernreaktor“. Wenn die Richter anstelle von K√∂pfen Pilze tragen, ist der Namen Pilzgericht nicht weit und der Galgen wird zur Richtschnur.

Die Freiheit ist f√ľr ihn ein hohes Gut, „sie wird uns geschenkt“, und er m√∂chte sich nicht zu sehr einengen lassen.

In der Zeichnung „Traumb√ľhnenlandschaft“, befindet sich ein Fenster – das dem Beschauer in seinen Bildern immer wieder begegnet – als Symbol f√ľr unsere Gedanken, die entfliehen, die raus gehen.

Ein gro√ües Vorbild f√ľr Rudolf Klee ist der K√ľnstler Horst Jansen, „f√ľr mich ist er der gr√∂√üte Zeichner des vorangegangenen Jahrhunderts. Er konnte alles.“

Somit begann in den 70er Jahren seine „Jansenphase“. Jansen zeichnete das Selbstportrait von Casper David Friedrich und Klee kopierte, f√ľgte hinzu, ver√§nderte, sein „Friedrich nach Jansen“ entstand. Seine Bilder in dieser Schaffensperiode bezeichnet Klee als phantastischen Realismus. Schuhe werden zu „Der Redner und seine Meute“. Das Gesicht von Strau√ü verwandelt sich in „Metamorphose“ zu dem Gesicht von D√ľrers Mutter. In einem Landschaftsbild finden wir ein Selbstportrait von Rembrandt, in einer Traumlandschaft das Gesicht eines alten Mannes von Leonardo Da Vinci und doch bleibt es immer ein Klee.

„Jede Landschaft hat ein Gesicht“ – und so entstehen immer wieder Landschaftsbilder mit eindringlichen Portraits verwoben, so wird das melancholische Gesicht mit der Herbstlandschaft zu einer Einheit.

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Exponat. Bild: heddesheimblog

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar“, zitiert Rudolf Klee seinen ber√ľhmten Namensvetter Paul.

Die n√§chsten Bilder, die er dem Betrachter erschlie√üt, sind betitelt mit „Morgen im Feld“, „Abend am Feldrand“ und „Nocturne“. Zarte Violettt√∂ne, leuchtendes Rot,n√§chtliches Blau – „Ich bin ein romantischer Mensch“. Und:“Auch Kitsch ist erlaubt“. Aber: „Kunst ist alles, was ehrlich ist, was vom Herzen kommt“ und grenzt sich dabei ab von Kitsch, bei dem Form und Inhalt nicht √ľbereinstimmen.

Hat er zun√§chst seinen Landschaftsbildern noch Gesichter zugesellt, geht er in seiner n√§chsten Phase ein Schritt weiter. „Jedes Portrait beginnt mit dem Auge“ und so reduziert er die Gesichter auf den „Augenblick“ und zitiert Goethe „alle Macht geht vom Auge aus“ und noch weiter „verweile doch du Augenblick, du bist so sch√∂n“ als drohenden Niedergang.

Der Augenblick als Zeiteinheit, als Moment, der Augenblick als Wesen. Die Bilder sind betitelt mit „Vor dem Augenblick“, „Dem Augenblick begegnen“ oder auch „Im Tanz mit dem Augenblick“.

In √Ėlbilder zeichnet und schreibt er Schriften, denn „ich schreibe alles mit der Hand, ich bin ein Fossil, ich habe kein Computer, kein Handy“.

Rudolf Klee m√∂chte die Dinge im Ursprung begreifen, durch die Virtualit√§t des Computers gehe f√ľr ihn das Begreifbare verloren.

Die Ausstellungser√∂ffnung beschlie√üt er mit seiner Poesie mit seiner Musik. Wenn er an George W. Bush das Gedicht „Vom Wert der Ehre“ schreibt und diesem Liszts Pr√©lude zur Seite stellt, wenn er in „Entr√ľstung“ von „entr√ľstet euch“ spricht und in „Ein Gebet“ dazu auffordert „lass uns frei sein wie ein Kind“, passiert es, dass der Betrachter und Zuh√∂rer G√§nsehaut bekommt. Denn das, was Rudolf Klee mit seiner Kunst, seinen Zeichnungen und Gem√§lden, seinen Gedichten und seiner Musik zeigt, ist glaubhaft, kommt von Innen und l√§sst den Besucher „froh nach Hause gehen“.

Die Ausstellung „Vier Jahrzehnte – Malerei und Graphik“ mit Arbeiten von Rudolf Klee ist noch bis 18. Juli 2010 Im Alten Rathaus, sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr, zu sehen.

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